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Top 7: Der beste günstige Laptop im Test – schon ab 287 € gut für Office & Co.
Top 10: Das beste USB-C-Ladegerät ab 65 W – Testsieger mit 100 W für 23 Euro
Top 10: Die beste Dockingstation mit USB-C im Test – ein Kabel für alles
Top 10: Der beste günstige Mini-PC mit Windows 11 bis 300 Euro – erstaunlich gut
Top 10: Der beste Mini-PC mit Windows 11 im Test – Testsieger Minisforum
Top 5: Das beste WLAN-Mesh-System mit Wifi 7 – Asus vor Fritzbox & Xiaomi
Top 10: Screenbar im Test – das beste Licht für den Schreibtisch
Top 10: Der beste USB-C-Hub im Test – HDMI, Displayport & Co. für Laptop und PC
Top 10: Der beste portable Monitor im Test
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Top 5: Die beste Monitorhalterung für den Tisch im Test
Top 10: Die besten USB-C-Kabel bis 10 € im Test – Ladekabel für Laptop & iPhone
Top 5: Die besten Steckdosen-USVs – Schutz für Daten und Geräte bei Blitzschlag & Stromausfall
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Top 10: Die beste Türklingel mit Kamera im Test – Eufy vor Reolink
Das beste Smart Lock im Test – Testsieger mit Gesichtserkennung vor Nuki
Top 10: Der beste Raumluftsensor fürs Smart Home im Test
Testsieger: Die beste Mini-Überwachungskamera im Test – Babyphone inklusive
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit PTZ im Test
Top 10: Der beste Luftreiniger im Test
Top 10: Die besten Überwachungskameras mit 4K-Auflösung im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Dual-Objektiv im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera für innen im Test
Die besten smarten LED-Stehlampen im Test – Govee vor Philips Hue
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Top-Nachtsicht im Test
Die besten Präsenzmelder mit Radar im Test – Aus für Bewegungsmelder?
Top 7: Das beste smarte LED-Panel – Nanoleaf, Govee & Alternativen
Top 5: Die besten smarten Bewässerungssysteme für den Garten im Test
Top 10: Stromverbrauch messen – die besten smarten Steckdosen im Test
Die besten Floodlight Cams: Überwachungskameras mit hellen LED-Strahlern im Test
Top 10: Die besten Saugroboter bis 300 Euro – Laser, App und Absaugstation
Top 5: Smarte Outdoor-Überwachungskamera mit WLAN & Akku
Top 5: Die besten smarten Indoor-Gärten ab 40 Euro
Top 10: Der beste Adapter für Android Auto Wireless – kabellos Handy nutzen
Top 5: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Airfryer von Ninja, Cosori & Co.
Top 10: Die beste Wärmebildkamera für das Handy im Test – Hikmicro, Flir & Co.
Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament im Test – perfekt drucken ab 190 Euro
Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger von Garmin & Nextbase
Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
Top 10: Der beste Wireless-Carplay-Adapter im Test – iPhone kabellos nutzen
Testsieger: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut schon ab 200 Euro
Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test
Top 5: Die beste Akku-Kaffeemaschine im Test – mobil Espresso kochen & trinken
Top 5: Der beste Adventskalender 2025 – für Bastler, Schlaumeier, Nerds & Geeks
Top 7: Die beste elektrische Fliegenklatsche im Test – schon ab 4 Euro
Top 5: Der beste DAB+-Adapter fürs Autoradio zum Nachrüsten im Test
Top 7: Die beste thermoelektrische Kühlbox im Test – perfekt für Auto & Urlaub
Top 5: Der beste Insektenstichheiler im Test – Heat It, Beurer, Bite Away & Co.
Top 5: Das beste ferngesteuerte Boot im Test
Top 5: Der beste Alkoholtester im Test – Promille selbst ermitteln
Top 6: Die beste kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten im Test
Top 10: Das beste Mehrfach-USB-Ladegerät im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
Top 6: Die besten Radar- und Blitzerwarner
Top 7: Der beste Lötkolben mit Stromversorgung per USB – perfekt fürs Hobby
Top 5: Die besten RC-Helikopter bis 100 Euro – Rundflug im Wohnzimmer
Top 5: Die besten 3D-Drucker für Anfänger – einfach & gut drucken ab 269 Euro
Top 5: Die besten smarten elektrischen Zahnbürsten – besser Putzen dank App
Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten
Top 10 SLA-Drucker: Die besten 3D-Drucker für Resin ab 130 Euro im Test
Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS

Top 10: Der beste günstige Mini-PC mit Windows 11 bis 300 Euro – erstaunlich gut

Mini-PCs bis 300 Euro

Selbst günstige Mini-PCs bieten richtig gute Ausstattung. Wir haben über 80 Modelle getestet und zeigen die zehn besten vollwertigen Mini-Computer bis 300 Euro.

Mini-PCs sind kompakte Alternativen zu sperrigen Desktop-Rechnern. Mittlerweile gibt es eine große Bandbreite an Ausstattungsvarianten zu unterschiedlichsten Preisen. In dieser Bestenliste befassen wir uns mit den günstigen Modellen bis 300 Euro, die bereits erstaunlich viel Ausstattung bieten.

Für produktive Anwendungen im Homeoffice oder Büro sowie in Bildungseinrichtungen reicht ihre Leistung aus. Ferner bieten sich die Mini-Computer, je nach Ausstattung, auch als Homeserver und für das Smart Home an. Sie sind schneller als Raspberry-Pi-Rechner und damit auch für aufwändigere Aufgaben geeignet, arbeiten aber trotzdem relativ leise. Gerade die günstigen Rechner kommen in kompakteren Gehäusen, die sich gut verstauen lassen – perfekt also, wenn man sie nicht so sehr wahrnehmen soll.

Welche die besten Mini-PCs bis knapp 300 Euro sind, zeigt diese Bestenliste. Inzwischen haben wir über 80 Mini-PCs getestet. Bei unserem Ranking setzen wir hier auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Fokus liegt aber bei besonders guten Angeboten.

Welcher Mini-PC über alle Preisbereiche am besten ist, zeigen wir in der Top 10: Der beste Mini-PC für Office bis Gaming im Test. Passende Ergänzungen zu den kleinen Rechnern zeigen wir im Ratgeber: Das beste Zubehör für den Mini-PC: Maus, Tastatur, Monitor, RAM, USB-Hub & Co.

Welcher ist der beste günstige Mini-PC bis 300 Euro?

Testsieger wird der Ninkear M7 mit guter Verarbeitung und attraktiver Ausstattung zum fairen Preis ab 301 Euro (Code: BG1e7acf). Der Technologiesieger heißt dank Ryzen 5 7640HS und USB4-Anschluss GMKtec M6 Ultra und ist als Barebone schon ab 239 Euro (Code M6ultra00) verfügbar.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Blackview MP80 für 260 Euro. Dieser bietet zwar keineswegs so viel Leistung wie Systeme mit AMD Ryzen, glänzt aber mit einem kompakten Gehäuse – und ist ferner einer der günstigsten Rechner in dieser Bestenliste.

Die Platzierungen in dieser Top 10 lauten wie folgt:

  1. Ninkear M7 für 301 Euro (Code: BG1e7acf)
  2. GMKtec M6 Ultra ab 239 Euro (Code M6ultra00)
  3. Acemagic K1 ab 224 Euro
  4. Blackview MP100 ab 301 Euro
  5. Blackview MP80 ab 260 Euro
  6. Gmktec M5 Plus ab 260 Euro
  7. Blackview MP20 für 248 Euro
  8. Nipogi E3B ab 369 Euro
  9. Ninkear N9/ N-One NPC S ab 162 Euro
  10. Nipogi E2 ab 270 Euro

Der von uns angegebene Preis ist abhängig von der Verfügbarkeit und gilt zum Zeitpunkt des Produkttests oder der letzten Aktualisierung der Bestenliste, respektive des Einzeltests. Gleiches gilt für die Rabattcodes und Amazon-Anklick-Coupons. Da sich diese Coupons kurzfristig ändern oder auslaufen können (teils schon nach wenigen Minuten), können die Preise bereits kurze Zeit später abweichen.

Weiterhin kann es zwischenzeitlich zu Änderungen an der Ausstattung (etwa durch Verwendung einer anderen CPU oder eines anderen WLAN-Chipsatzes) kommen, auf die wir nach Kenntnis hinweisen. Beispiele hierfür sind etwa der Nipogi E3B oder der Nipogi AM06 Pro, die inzwischen mit anderen Prozessoren angeboten werden, als zum Testzeitpunkt. Entsprechend kann man nicht mehr die Ausstattung kaufen, unter deren Maßgabe wir den Test vorgenommen haben. Passiert das so, nehmen wir diese Modelle aus dem Vergleich heraus, bis wir die entsprechende Variante nachgetestet und den Test aktualisiert haben.

KURZÜBERSICHT

Ninkear M7

Der Ninkear M7 mit Ryzen 5 7430U punktet für 301 Euro (Code: BG0459cf) mit einem hochwertigen Aluminiumgehäuse und flüsterleisem Betrieb bei solider Office-Leistung. Ein Highlight ist der USB-C-Port, der auch die Stromversorgung des PCs übernimmt. Wer ein schickes, ruhiges System sucht und auf das letzte Quäntchen Leistung verzichten kann, erhält ein absolut faires Gesamtpaket.

VORTEILE
  • hochwertig verarbeitetes Aluminiumgehäuse
  • leiser Betrieb
  • kompakt
  • fairer Preis
  • USB-C-Port (mit Eingangsstromversorgung)
NACHTEILE
  • kein Displayport
  • Leistung etwas schwächer im Vergleich zu anderen 7430U-PCs

Gmktec Nucbox M6 Ultra

Für 460 Euro bietet der Mini-PC Gmktec Nucbox M6 Ultra 32 GB DDR5-RAM, einen Ryzen 5 7640HS und 1 TB SSD-Speicher. Hinzu kommen zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports und USB 4 mit Displayport und Power-Delivery. Damit ist er für eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten ausgestattet.

VORTEILE
  • zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports
  • USB 4 (40 GB/s) mit Power Delivery
  • unterstützt bis zu 8 TB Speicherplatz
NACHTEILE
  • unter Volllast mit 42 dB(A) laut
  • schlechte Kühlung (91,4 Grad Höchsttemperatur)
  • Bluetooth unter Linux nicht nutzbar

Acemagic K1

Der Acemagic ist ein kompakter, effizienter und vor allem leiser Mini-PC. Durch den Ryzen 5, 16 GB RAM und üppige 512 GB Speicher eignet er sich ideal für jegliche Office-Aufgaben und noch mehr. Außerdem kann man RAM und SSD noch deutlich aufrüsten und er bietet USB-C mit Bildübertragung, sodass man hier auch längerfristig gut beraten ist. Der Preis von aktuell 224 Euro ist dafür recht attraktiv.

VORTEILE
  • Lüfter ist sehr leise
  • gute Leistung
  • USB-C mit Displayport
NACHTEILE
  • nur Kunststoffgehäuse
  • SSD nur mit SATA-Geschwindigkeit
  • Aufrüsten der Hardware aufwendig
Ratgeber

Performance: Wie ist die Leistung der günstigen Mini-PCs einzuordnen?

Über die nachfolgende Tabelle zeigen wir übersichtlich, wie die in dieser Top 10 gelisteten Mini-PCs in ihrer Leistung einzuordnen sind.

PlatzModellnameProzessorPCmarkTime Spy
1Mini-PC U58Ryzen 7 5825U59331359 (CPU: 5641; GPU: 1199
2Trycoo WO-4Ryzen 5 5600H61601002 (CPU: 5740; GPU: 1002)
3Blackview MP80Intel N973367k.A.
4Bmax B6 PlusIntel Core i3-1000NG43155k.A.
5Aoostar N1 ProIntel N1503174475 (CPU: 1890; GPU: 420)
6Nipogi E3BRyzen 5 7430U58581375 (CPU: 5741; GPU: 1213)
7Gmktec Nucbox M5 PlusRyzen 7 5825U5125914 (CPU: 5128; GPU: 799)
8Blackview MP20Intel N1503447459 (CPU: 2250; GPU: 403)
9Acemagic V1Intel N973384494 (CPU: 2116; GPU: 436)
10Mini-PC GK3 Plus Intel N953050348 (CPU: 1978; GPU: 305)

Was ist ein Mini-PC und wofür benötigt man ihn?

Wie der Name schon sagt, sind Mini-PCs besonders kleine und damit platzsparende Computer. Sie sind eine gute Option, wo klassische PCs oder Laptops zu viel Raum einnehmen. Der Schreibtisch wirkt so ordentlicher und auch in Empfangsbereichen hinterlässt ein freier Tisch einen besseren Eindruck – anders als bei Desktop-PCs mit Tower-Gehäuse. Zudem sind Mini-PCs deutlich sparsamer, denn sie setzen auf effiziente Laptop-Prozessoren. Zieht ein Gaming-PC (Ratgeber) mitunter über 200 Watt, sind es beim Mini-PC häufig 20 Watt oder weniger. Dadurch heizt sich der Rechner im Betrieb weniger auf, was die Lautstärke reduziert und gerade im Sommer den Raum nicht zusätzlich erwärmt.

Mini-PCs sind eine günstigere Alternative zu Laptops. Auch unter 200 Euro gibt es bei den kleinen PCs noch akzeptable Konfigurationen – bei Laptops mit Windows 11 ist in der Regel schon bei 300 Euro Schluss mit sinnvoller Ausstattung. Häufig benötigt man das integrierte Display des Laptops ohnehin nicht, da man mit einem stationären Monitor arbeitet – der niedrige Preis des Mini-PCs gleicht Mehrkosten für den Bildschirm aus.

Mindestausstattung: Wie lange hält ein Mini-PC?

Gerade bei besonders günstigen Mini-PCs ist es wichtig, auf eine gewisse Mindestausstattung zu achten, damit man auch lange etwas von seinem Mini-Computer hat. Es gibt unzählige Mini-PCs unter 300 Euro, die eine nicht mehr zeitgemäße Ausstattung haben. Sie setzen teilweise auf nur 4 GB Arbeitsspeicher (RAM). Selbst 8 GB sind nicht mehr zeitgemäß. Wer auf Langlebigkeit Wert legt, sollte 16 GB RAM voraussetzen. Auch Dual-Core-Prozessoren sollte man meiden, vier Prozessorkerne sind das unterste Minimum. Moderne Prozessoren von Intel oder AMD setzen sogar auf sechs oder acht Kerne.

Beim Speicher gilt Ähnliches. Viele günstige Mini-Computer kommen mit weniger als 256 GB Speicher daher. Windows belegt inzwischen aber schon mehr als 50 GB ab Werk, hinzu kommen je nach Einsatzzweck mehr oder weniger große Programme sowie eigene Dateien. Wer Bilder und Videos speichern möchte, benötigt viel Speicher. Wir raten dazu, entsprechende Reserven einzuplanen und nicht weniger als 256 GB zu wählen. Achtet man darauf, kann man auch einen günstigen Mini-PC noch über viele Jahre nutzen.

Kann man einen Mini-PC aufrüsten?

Ein Vorteil von Mini-PCs ist, dass man RAM und Speicher häufig austauschen kann, da auf Speicherriegel mit Steckplätzen gesetzt wird. Bei Laptops hingegen ist gerade der RAM häufig verlötet. So kann man bei zusätzlichem Speicherbedarf einfach nachrüsten oder das vorhandene Modul austauschen. Wie das geht und welches weitere Zubehör bei Mini-PCs sinnvoll sein kann, zeigen wir im Ratgeber: Das beste Zubehör für den Mini-PC – Maus, Tastatur, Monitor, RAM, USB-Hub & Co.

Zum Speicher sei weiterhin gesagt, dass man unbedingt auf SSDs achten sollte. Diese können im 2,5-Zoll-Format (SATA) oder als M.2-Steckriegel (SATA oder NVMe) integriert sein. Gerade M.2-Riegel mit NVMe-Standard (Ratgeber) sind besonders schnell, erreichen je nach Übertragungsprotokoll weit über 3 GB/s. Beide SSD-Formate sind deutlich schneller als Flash-Speicher, die man unter anderem aus USB-Sticks (Ratgeber) und Speicherkarten (Ratgeber) kennt. Weiterhin sollte man die mechanischen HDDs meiden, da sie langsam und empfindlich sind. Alle Speicherarten im Vergleich zeigen wir im Ratgeber: HDD, SSD oder NVMe – Festplatte nur für große Datenmengen, sonst stets SSD kaufen. Nicht aufrüstbar ist sogenannter Flash-Speicher, der in Form von UFS-Speicher oder eMMC-Speicher vorhanden sein kann, wobei ersterer tendenziell schneller arbeitet. Die CSL Tiny Box mit eMMC-Speicher lag hingegen in unseren Tests nur auf dem Level einer HDD.

Weitere Mini-PCs, passenden SO-DIMM-Arbeitsspeicher und SSD-Speicher zeigen wir nachfolgend in unserem Preisvergleich.

Mini-PC-Hersteller: Welche Marken gibt es?

Die Welt der Mini-PCs ist vielfältiger geworden als je zuvor. Neben den bekannten Größen wie HP, Lenovo oder Asus, die den Markt traditionell prägen, drängen immer mehr spezialisierte Anbieter wie Minisforum, Geekom, Nipogi, Acemagic, Ninkear und GMKtec auf den Plan. Besonders auffällig ist dabei, dass viele dieser chinesischen Hersteller deutlich mehr Leistung fürs Geld bieten.

Für 300 Euro bekommt man bei etablierten Marken oft nur einen Intel N100 mit 4 GB RAM. Chinesische Hersteller liefern dafür oft schon einen Ryzen 7 mit 32 GB RAM. Dieser beachtliche Preisvorteil ist verlockend, birgt jedoch auch Risiken, etwa bei Service und Verbraucherrechten – siehe unten.

Die etablierten Hersteller zeichnen sich durch zuverlässigen Support, regelmäßige BIOS-Updates und eine langjährige Erfahrung aus. Bei den chinesischen Anbietern hingegen können auch bei der Produktpflege Probleme oder Einschränkungen bestehen: BIOS-Updates sind selten oder kaum zu finden, Produktangaben sind oft ungenau, und die Produktzyklen sind sehr kurz. Dadurch kann es sein, dass von uns kürzlich erst getestete Produkte nicht mehr verfügbar sind und die angegebenen Angebots-Links auf ein gänzlich anderes Produkt verweisen.

Service & Garantie

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen deutlich weniger – gerade bei Mini-PCs unter 300 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis oft beeindruckend. Doch dieser Vorteil hat seinen Preis: Im Gewährleistungs- oder Garantiefall besteht die Gefahr eines schlechteren oder gar nicht vorhandenen Services. Das Einfordern von Verbraucherrechten wie Rückgabe oder Reparatur ist häufig mit Hürden verbunden oder schlicht nicht möglich, da deutsches Recht bei Direktimporten aus China praktisch kaum durchzusetzen ist. Plattformen wie Aliexpress oder Temu bieten zwar einen begrenzten Käuferschutz, dieser ist aber zeitlich eingeschränkt und ersetzt keine echte Garantie. Shops wie Banggood oder Geekmaxi schneiden in unseren Erfahrungen besser ab – dennoch bleibt die Rückabwicklung im Problemfall oft aufwendig. Wir verlinken daher bewusst nur Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Wer günstig kauft, muss sich zudem im Klaren sein, dass Abstriche bei Service und „Produktqualität“ dazugehören. Gerade bei verbauten Komponenten wie SSDs oder RAM kommen bei den chinesischen Mini-PCs bisweilen unbekannte Marken zum Einsatz, deren Langzeitverhalten schwer vorhersehbar ist – im schlimmsten Fall verabschiedet sich die Hardware früher als bei etablierten Herstellern. Auch BIOS-Updates, Ersatzteile oder Support sind bei chinesischen Anbietern nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Bei Rücksendungen muss man mit hohen Kosten rechnen.

Wer ein stabiles, wartbares System über Jahre nutzen möchte, ist bei europäischen Anbietern besser aufgehoben – auch wenn dort die Ausstattung in dieser Preisklasse oft schwächer ist. Entscheidend ist: Wer billig kauft, muss sich über potenziell fehlende Rechte oder Serviceleistungen vor dem Kauf bewusst sein. Wer sich ehrlich mit diesen möglichen Kompromissen auseinandersetzt und damit leben kann, der kann ein echtes Schnäppchen machen. Mehr zum Thema erklären wir auch in unserem Ratgeber: Rückgabe, Service & Rechte: Ist Einkaufen bei Aliexpress, Temu & Co. seriös?

Testverfahren: So testen wir Mini-PCs

Jeden Mini-PC in dieser Bestenliste haben wir nicht nur selbst in der Hand gehabt, sondern auch im Benchmark PCmark 10 sowie im Alltag auf die Probe gestellt. Dazu zählen insbesondere typische Office-Tätigkeiten wie der Einsatz von Microsoft Teams oder Browsen im Netz, aber auch die Übertragung größerer Datenmengen auf den PC. Spiele sind in dieser Preisregion kaum denkbar, weswegen wir von Spieletests meist absehen. Lediglich ältere oder weniger anspruchsvolle Titel können auf den Geräten mit AMD-Ryzen-CPU laufen. Auf den Geräten mit schwächeren Prozessoren, wie Intel N100, N97 oder N150, ist auch das nicht möglich.

Bei unseren Tests achten wir neben Leistung und Performance (Ruckler, Ladezeiten & mehr) auch auf die Lautstärke der Rechner – schließlich möchte man im Alltag nicht vom schnaufenden Computer abgelenkt werden.

Wirklich hundertprozentig leise sind nur passiv gekühlte Mini-PCs wie der Minix Z100. Auffällig war in den Tests in der Vergangenheit, dass vorwiegend frühere Mini-PCs von Geekom besonders laute Lüfter hatten. Im Unterschied zur großen Mini-PC-Bestenliste über alle Preisbereiche hinweg sind hier nur vier Mini-Computer mit AMD Ryzen ausgestattet und sechs mit Intel-Prozessoren. Dabei geht es von Intel Celeron bis Intel Core, wobei sich hier neben dem verbreiteten Intel N100 nur ein Intel Core i3 hervortut. Positiv kann neben der reinen Leistung auch ein besonders kompaktes Design oder eine geringe Lautstärke auf die Wertung Einfluss nehmen. Auf USB-Anschlüsse gehen wir nur bei Besonderheiten wie USB-4 oder Stromversorgung über USB-C ein.

Alternativen: Chromebook & günstige Laptops

Wer im Budget-Bereich bleiben will, für den gibt es neben Modellen mit Windows auch Mini-PCs mit anderen Systemen. Diese zeigen wir in unserem allgemeinen Ratgeber: Mini-PCs als Desktop-Ersatz ab 119 Euro – Windows, Linux oder Chrome OS. Dazu gehören unter anderem Mac Minis oder Chromeboxen.

Abseits der kompakten Mini-Computer gibt es mit den Chromebooks günstige Laptop-Alternativen. Was man dafür erwarten kann, erklären wir im Ratgeber Laptop in günstig: Chromebook als flotte Windows-Alternative ab 129 Euro. Einen allgemeinen Überblick, welche günstigen und dennoch guten Arbeitsgeräte es unabhängig vom Betriebssystem unter 500 Euro gibt, verschafft unser Ratgeber Laptop für Studium und Schule: Günstig und dennoch gut schon ab 199 Euro.

Fazit

Gerade im günstigen Preisbereich von unter 300 Euro bekommt man bei Mini-PCs brauchbare Hardware, was bei Laptops häufig nicht der Fall ist. Wer sparen will und Monitor und weitere Peripherie bereits besitzt, fährt mit den kompakten Computern wesentlich günstiger.

Ganz abseits des klassischen Einsatzes im Office-Betrieb kommen sie aber auch als Alternative zum Raspberry Pi für Anwendungen im Smart-Home-Bereich oder für den Betrieb kleiner Infobildschirme infrage. Hier bieten sie deutlich größere Leistungsreserven zu konkurrenzfähigen Preisen.

Unsere zehn Geräte zeigen, dass man sich mit 4 GB RAM im Jahre 2025 auf gar keinen Fall abspeisen lassen sollte. Wer aber langfristig etwas von seinem Rechner haben will, sollte mehr RAM verwenden. Für moderne Computer mit Windows sollte man eher auf 16 GB RAM setzen, 8 GB sind das unterste Minimum. In jedem Fall zeigt unser Vergleich, dass 4 GB in keinem Preisbereich mehr zu rechtfertigen sind. Gerne gespart wird bei den günstigen Systemen zudem bei der Verarbeitung, der Anschlussausstattung und den Geschwindigkeitsstandards bei WLAN und Bluetooth.

Alles in allem zeigt sich, dass der Weg des Preises bei Budget-Mini-PCs weiterhin nur einen Weg kennt: runter. Für bis zu 300 Euro gibt es inzwischen leistungsfähige Hardware mit dem AMD Ryzen 7 – ein Rundum-sorglos-Paket. Selbst für unter 200 Euro gibt es noch sinnvolle Konfigurationen, die im Homeoffice echt Spaß machen. Unser Vergleich zeigt, dass gute Hardware nicht teuer sein und ein Mini-PC für jedermann nicht mehr als 300 Euro kosten muss.

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BESTENLISTE

Gute Ausstattung zum attraktiven Preis: Der Ninkear M7 bietet mit Ryzen 5, Aluminiumgehäuse und USB-C ein gutes Gesamtpaket für 301 Euro.

VORTEILE
  • hochwertig verarbeitetes Aluminiumgehäuse
  • leiser Betrieb
  • kompakt
  • fairer Preis
  • USB-C-Port (mit Eingangsstromversorgung)
NACHTEILE
  • kein Displayport
  • Leistung etwas schwächer im Vergleich zu anderen 7430U-PCs

Gute Ausstattung zum attraktiven Preis: Der Ninkear M7 bietet mit Ryzen 5, Aluminiumgehäuse und USB-C ein gutes Gesamtpaket für 301 Euro.

Der Ninkear M7 ist ein günstiger Mini-PC, der auf ein ansprechendes Aluminiumgehäuse setzt. Das kann sich sehen lassen und ist zum Preis von 301 Euro (Code: BG1e7acf) umso erstaunlicher. Weiterhin bietet das System mit einem AMD Ryzen 5 und 16 GB RAM sowie 512 GB SSD eine ordentliche Ausstattung – und kann sogar rein über USB-C betrieben werden. Denn den USB-C-Port auf der Rückseite kann man für den Stromeingang nutzen, was bei Mini-PCs nach wie vor selten ist.

Das alles klingt bereits nach einem äußerst attraktiven Gesamtpaket. Doch wie schlägt sich der Ninkear M7 in der Praxis? Wie laut ist er? Diesen Fragen gehen wir im Test nach. Das Testgerät hat uns Ninkear zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Ninkear M7?

Im Ninkear M7 arbeitet ein Ryzen 5 7430U mit sechs Kernen bei 12 Threads. Die Taktrate bewegt sich zwischen 2,3 und 4,3 GHz. Der Chip wurde Ende 2024 als Teil des zweiten „Barcelo-R“-Refreshs aufgelegt und bietet ähnliche Spezifikationen, wie der frühere Ryzen 5 5625U. Daher basiert er auf der älteren Zen-3-Architektur der Ryzen-5000-Serie (Codename: Cezanne) und ist im 7-nm-Prozess gefertigt. Seine thermische Verlustleistung liegt typischerweise bei 15 W und ist konfigurierbar auf bis zu 25 W, die maximale Betriebstemperatur beträgt 95 Grad Celsius.

Bei der integrierten Grafikeinheit handelt es sich um die für Ryzen 5000 übliche, alte Radeon RX Vega 7 mit 7 CUs (Compute Units) und einem Takt von bis zu 1800 MHz. Diese greift auf den 16 GB großen RAM zu, der allerdings nur als einzelnes SO-DIMM-Modul eingesetzt ist. Dabei handelt es sich um einen DDR4-RAM-Riegel von Shenzen Shikotar mit Speicherchips von SK Hynix und 2666 MT/s. Ein zweiter RAM-Slot ist frei und entsprechend kann man ein zusätzliches Modul nachrüsten. Einen weiteren Speicherstick ab Werk zu haben, hätte der Systemleistung, allen voran aber der iGPU, sicher gutgetan.

Die M.2-SSD wird vom System mit dem Namen „SSD 512 GB“ ausgelesen, stammt aber laut Etikett vom Hersteller Hikiss. Dabei handelt es sich um ein 512 GB großes SATA-Modell mit einem M+B-Key. Bei Crystaldiskmark kommt sie auf eine Schreibgeschwindigkeit von 481 MB/s und eine Leserate von 550 MB/s. Das ist für eine SATA-SSD in Ordnung, generell ist sie aber erheblich langsamer als ihre NVMe-Pendants. Beide Speicherkomponenten stammen also von Noname-Herstellern, wobei beim RAM die Chips immerhin von SK Hynix kommen.

Bei den Anschlüssen gibt es zwei HDMI-Ports, einmal LAN sowie vier USB-A-Buchsen (2x USB 3.0, 2x USB 2.0). Weiterhin bietet der M7 einen USB-C-Port auf der Rückseite, der zu unserer Freude auch Stromeingang erlaubt und damit die Stromversorgung des Mini-PCs übernehmen kann. Ansonsten gibt es dafür einen Rundhohlstecker sowie ein dazu passendes, weißes Netzteil.

Drahtlos arbeitet das System mit Wifi 6 und Bluetooth 5.2, wobei der WLAN‑Chipsatz Realtek 8852BE zum Einsatz kommt.

Performance: Wie schnell ist der Ninkear M7?

Auf dem Papier macht der Mini-PC einen guten Eindruck. In unseren Benchmarktests zeigt sich die Leistung des Systems dann jedoch konkreter. Beim klassischen Büro-Benchmark PCMark 10 erreicht das System im Schnitt 5108 Punkte mit Spitzen bei 5048 und 5149 Punkten. Damit ist der Chip solide unterwegs, der Fokus auf Effizienz ist dem 7430U jedoch anzumerken. Andere 7430U-Systeme, wie der Acemagic K1 (Testbericht), erreichten hier aber etwa 400 Punkte mehr.

PCMark hat zuletzt einen größeren Versionssprung von 1.x auf 2.x gemacht und dieses Update hat die Vergleichbarkeit zwischen den Versionen zunichtegemacht. Daher machen wir bis auf Weiteres Benchmark-Durchläufe mit beiden Versionen, um die Vergleichbarkeit mit vorherigen Testberichten aufrechtzuerhalten. Unter der neuen Workflow-Version ist das Ergebnis mit 5465 Punkten entsprechend höher.

Bei 3DMark Time Spy schneidet der PC mit 838 Punkten ab, die sich aus 733 GPU-Punkten und 4601 CPU-Punkten zusammensetzen. Im Vergleich zu anderen 7430U-Systemen ist die Punktzahl gesamt sowie die der GPU etwa 100 Punkte niedriger, die der CPU um fast 700 Punkte. Bei Cinebench R24 gibt es 84 Single-Core-Punkte und 396 Multi-Core-Punkte. Der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 attestiert 1868 Punkte (Single-Core) und 5868 Punkte (Multi-Core) sowie einen OpenCL-Score von 11.435 Punkten.

Unter den Spielen ist Anno 1800 mit 17 FPS auf mittleren oder bis zu 28 FPS auf niedrigen Optionen noch annähernd spielbar, Spaß macht das aber nicht, zumal grafische Details verloren gehen. Wir setzen dabei auf Full-HD und aktivieren den Upsampler FSR (AMD Fidelity FX Super Resolution) im Modus Leistung. Cities Skylines 2 startet bis ins Hauptmenü, stürzt aber direkt beim Laden der Welt ab – trotz niedrigstem Grafik-Preset. Counter-Strike 2 ruckelt bereits im Menü, sodass ein für Ego-Shooter notwendiges, flüssiges Spielerlebnis nicht aufkommt.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Ninkear M7?

Ohne Last bezieht der Ninkear M7 lediglich 7 bis 9 W. Bei höherer Auslastung steigt der Verbrauch auf etwa 20 W. Unter Volllast durch den Stresstest von Aida64 sind es dann bis zu 29 W. Insgesamt hält sich der Stromverbrauch des Systems aber deutlich in Grenzen.

Lüfter: Wie laut ist der Ninkear M7?

Der Ninkear M7 überraschte in unserem Test mit besonders geringer Lautstärke. Selbst unter Last ist der Rechner kaum zu hören und bleibt mit 32 dB(A) angenehm leise. Im normalen Betrieb ist der PC kaum zu hören. Die Temperatur bleibt ebenfalls in vollkommen unbedenklichen Bereichen mit einer Spitze bei maximal 71 Grad. Im weiteren Verlauf unseres Stresstests mit Aida64 pendelt sich das System bei 63 Grad Kerntemperatur ein. Die Taktrate der CPU liegt dann bei 2,4 GHz nach anfänglichen 3,2 GHz. Die Außentemperatur am Gehäuse messen wir mit maximal 40 Grad, hinten am Lüfterausgang sind es 49 Grad.

Im BIOS gibt es rudimentäre Lüftereinstellungen, wobei man entweder über „Auto“ alle Einstellungen dem System überlässt oder im manuellen Modus einen festen Wert für die Lüfterdrehzahl angibt.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Ninkear M7 installiert?

Auf dem Ninkear M7 ist Windows 11 Pro in Version 24H2 vorinstalliert. Der PC kommt ansonsten ohne Bloatware und zeigt sich im vollständigen Systemscan mit Windows Defender unauffällig. Die Windows-Lizenz ist digital als OEM-Key hinterlegt und ab Werk ohne Probleme aktiviert.

Der Betrieb von Linux ist ebenfalls möglich. Im Test erkennt der M7 direkt den angeschlossenen USB-Stick und bootet ohne Zutun unsererseits in das darauf installierte Ventoy zur Betriebssystemauswahl. Das alles klappt, da bereits ab Werk in der Boot-Auswahl USB-Sticks höher priorisiert eingestellt sind als der Windows-Boot-Manager. Wichtig: Im AMI-BIOS ist Secure Boot aktiviert, was mit manchen Betriebssystemen Probleme verursachen kann. Im Zweifel lässt es sich dort deaktivieren. Über Ventoy starten wir nun das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Dort funktionieren WLAN, Bluetooth und das Audio wie vorgesehen, und auch aus dem Standby-Modus wacht der PC zuverlässig wieder auf.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Ninkear M7?

Die Verarbeitung des Ninkear M7 gehört zu den Highlights des Produkts, erst recht für den günstigen Preis. Das Gehäuse besteht weitestgehend aus tadellos verarbeitetem Aluminium, was sich richtig wertig anfühlt. Die Kanten sind gut geschliffen und die Spaltmaße völlig in Ordnung. Mit Maßen von 116 × 107 × 36 mm fällt der M7 vergleichsweise schlank aus.

Ninkear M7: Das Gehäuse lässt sich einfach über vier Schrauben öffnen, sodass man die Bodenplatte abnehmen kann und an die Komponenten kommt.

Das Öffnen des Gehäuses gelingt durch das Lösen der vier Schrauben im Unterboden, die in einem Gummiring eingebettet sind. Anschließend hebeln wir die Bodenplatte mit einem Kunststoff-Plektrum vorsichtig auf, da es keine Ausbuchtung zum Hineingreifen, eine Gummilasche oder ähnliche Vorkehrungen zum Öffnen gibt. Danach hat man direkten Zugriff auf die Komponenten im Inneren.

Preis: Was kostet der Ninkear M7?

Der Ninkear M7 kostet beim Hersteller etwa 360 Euro. Bei Amazon sind es 340 Euro, bei Kaufland 320 Euro. Am günstigsten bekommt man ihn aber aktuell bei Banggood, wo der Preis mit unserem Code BG0459cf auf 301 Euro sinkt.

Fazit

Der Ninkear M7 ist ein überzeugender Mittelklasse-Mini-PC mit solider Performance, hervorragender Verarbeitung und leisem Betrieb. Für seinen Preis von 301 Euro weiß er mit unüblichen, aber willkommenen Extras zu begeistern. Angefangen beim hochwertigen Aluminiumgehäuse anstelle von Kunststoff, über den USB-C-Port, der zur Stromversorgung des PCs genutzt werden kann – beides selbst in höheren Preisbereichen selten. Weiterhin gefallen uns der kompakte Formfaktor sowie der leise Betrieb. Selbst unter Volllast ist der Ninkear M7 kaum zu hören. Insgesamt ein gelungenes Gesamtpaket zu einem mehr als fairen Preis.

Mini-PC Gmktec Nucbox M6 Ultra im Test: 32 GB DDR5 RAM & Ryzen 5 für nur 460 €

Die Gmktec Nucbox M6 Ultra bietet mit 32 GB DDR5 RAM und dem Ryzen-5-Prozessor ansprechende Hardware.

VORTEILE
  • zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports
  • USB 4 (40 GB/s) mit Power Delivery
  • unterstützt bis zu 8 TB Speicherplatz
NACHTEILE
  • unter Volllast mit 42 dB(A) laut
  • schlechte Kühlung (91,4 Grad Höchsttemperatur)
  • Bluetooth unter Linux nicht nutzbar

Die Gmktec Nucbox M6 Ultra bietet mit 32 GB DDR5 RAM und dem Ryzen-5-Prozessor ansprechende Hardware.

Mit der Nucbox M6 Ultra liefert Gmktec eine weitere Iteration der mittlerweile vierzehnteiligen Nucbox-Serie. In der Testversion unseres M6 Ultra stecken ein AMD Ryzen 5 7640HS, 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 1 TB SSD-Speicher. Eine abgespeckte Konfiguration mit 16 GB RAM und 512 GB SSD ist auch im Angebot. Für viele ist sicherlich auch die Barebone-Variante ohne RAM und SSD spannend. Wir haben uns den Mini-PC für 460 Euro angesehen und berichten, was die Nucbox M6 Ultra noch so alles zu bieten hat.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Die Nucbox M6 Ultra kommt mit einem AMD Ryzen 5 7640HS, dem sechs Kerne bei 12 Threads zur Verfügung stehen. Die CPU hat einen Grundtakt von 4,3 GHz und einen Turbo-Takt von 5,0 GHz. Sie gehört zur Zen-4-Architektur (Phoenix) und ist im 4-Nm-Verfahren gefertigt. Die thermische Verlustleistung (TDP) liegt bei 45 W, die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad. Als Grafikeinheit kommt die AMD Radeon 760M mit acht Kernen bei einem Takt von 2600 MHz zum Einsatz.

In unserem Testgerät stecken 32 GB DDR5-RAM in Form von zwei 16 GB großen SODIMM-Modulen, allerdings bieten diese eine (für DDR5-Verhältnisse) etwas enttäuschende Übertragungsrate von 4800 MT/s. Unterstützt werden bis zu 128 GB an RAM. Die NVMe-SSD mit PCIe 4.0 verfügt über 1 TB und hat laut Crystaldiskmark eine maximale Lesegeschwindigkeit von 3554 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 2581 MB/s. Hier kann man dank zweitem M.2-Slot auf bis zu 8 TB aufrüsten.

Bei den Anschlüssen fällt direkt der USB-4.0-Port mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 40 GB/s positiv auf. Er unterstützt neben Displayport auch Power-Delivery-Input bis 100 W und ist ungewöhnlicherweise vorne am Mini-PC angebracht. Damit kann man den Mini-PC auch per USB-C mit Strom versorgen. Zusätzlich bietet die Nucbox zwei USB-3.2-Anschlüsse vorne sowie einen weiteren USB-3.2-Anschluss und einen USB-2.0-Anschluss hinten.

Zum USB-4.0-Port gesellen sich noch HDMI 2.0 und Displayport 1.4 hinzu und ermöglichen somit, drei Monitore gleichzeitig anzuschließen. Ebenfalls erfreulich sind die zwei Ethernet-Ports mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 2,5 Gbit/s. Für die traditionelle Stromversorgung dient ein DC-19-V-Anschluss mit Rundhohlstecker.

An Drahtlos-Schnittstellen bietet die Nucbox M6 Ultra indes Wi-Fi 6E (2,4 Gbit/s) und Bluetooth 5.2. Letzteres ist zwar nicht der neueste Stand der Technik, geht aber noch in Ordnung. Wi-Fi 6E ist hingegen erfreulich, häufig verwenden günstige Mini-PCs noch den veralteten Wi-Fi-5-Standard. Abgerundet wird die Auswahl an Anschlüssen durch einen 3,5-mm-Aux-Port.

Dem PC liegen ein HDMI-Kabel, ein 19-V-Netzteil mit Rundhohlstecker sowie eine Adapterplatte zur Montierung an Monitoren bei.

Performance: Wie schnell ist die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Um die Performance des Mini-PCs mit Ryzen 5 7640HS zu untersuchen, haben wir ihn mehreren Benchmarks unterzogen. Mit diesen soll die generelle Leistung in verschiedenen Alltagsszenarien wie bei der Büroarbeit oder beim Zocken geprüft werden. Spannend ist insbesondere der Vergleich zum Minisforum UM760 Slim (Testbericht), der den gleichen Prozessor einsetzt.

Bei PCmark erzielt die Nucbox einen Wert von 6780 Punkten und liegt damit minimal unter dem UM760 Slim. Dabei handelt es sich um das Ergebnis der bisherigen Versionen 1.x. Seit Kurzem installieren neue Updates des Benchmarks hingegen aufsteigend ab der Versionsnummer ab 2.x. Entwickler UL Solutions weist im Changelog des Updates darauf hin, dass die Ergebnisse beider Versionen untereinander nicht vergleichbar sind. Mit der neuesten Workstation-Version erreichen wir entsprechend eine abweichende Punktzahl von 6929 Punkten. Bis auf Weiteres geben wir daher in unseren neuen Mini-PC-Tests beide Ergebnisse an, um die Vergleichbarkeit aufrechtzuerhalten.

Bei Cinebench R24 bekommt die Multi-Core-Performance 697 Punkte (UM760 Slim: 739), während die Single-Core-Leistung 103 Punkte erreicht (UM760 Slim: 104). Beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 erzielt die CPU einen Single-Core-Wert von 2562 (UM760 Slim: 2608 Punkte) und einen Multi-Core-Wert von 10.850 Punkten (UM760 Slim: 10.795 Punkte). Der Open-CL-Score liegt hingegen bei 23.374 Punkten (Minisforum: 23.368).

3DMark Time Spy prüft die CPU- und GPU-Performance mit Blick auf die Gamingtauglichkeit. Hier bekommt die Nucbox M6 Ultra einen Gesamtwert von 2586 zugeschrieben, während die GPU einzeln betrachtet 2317 (Minisforum: 2300) und die CPU 7597 Punkte ergattert (Minisforum: 8006). Ein wirkliches Gaming-Biest ist die Nucbox M6 Ultra damit nicht. Bei modernen AAA-Spielen dürfte die Maschine schnell an die Grenzen des Ertragbaren kommen.

Lüfter: Wie laut ist die Gmktec Nucbox M6 Ultra und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Der Lüfter in der Gmktec Nucbox M6 Ultra beglückt die Ohren mit bis zu 44,8 dB(A) unter Volllast und ist damit mehr als deutlich hörbar. Das verwundert auch nicht, denn die CPU erreicht Temperaturhöchstwerte von 91,4 Grad (um die 39 Grad im Idle), die der Lüfter natürlich im Hochbetrieb versucht zu senken. Selbst in einem Meter Entfernung zum Gerät erreicht die Lautstärke so noch bis zu 25 dB(A).

Bei der Stromaufnahme beobachten wir etwa 11 W im Idle und bis zu 65 W, wenn er auf Hochtouren arbeitet. Im BIOS kann der Stromverbrauch der CPU ein Stück weit angepasst werden. Hier stehen Silent-, Balance- und Performance-Mode zur Auswahl.

Mit welchen Betriebssystemen arbeitet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Auf dem Mini-PC ist Windows 11 Pro in der Version 24H2 aufgespielt. Die Einrichtung unmittelbar nach dem Auspacken des Geräts funktioniert einwandfrei und ohne Internetzugang. Der anschließende vollständige Systemscan via Windows Defender zeigt keine Auffälligkeiten. An vorinstallierten Apps findet sich lediglich die Standard-Windows-Bloatware wieder. Mit aktivem Internetzugang stehen erwartungsgemäß einige Windows-Updates an, die ebenfalls reibungslos heruntergeladen und installiert werden.

Unter Ubuntu, welches wir über einen Stick booten, erkennt das System sofort das WLAN-Netzwerk und verbindet sich problemlos. Bluetooth können wir allerdings nicht aktivieren. Das ist verwunderlich und ein deutlicher Malus gegenüber anderen Modellen, die wir getestet haben.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung der Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Das 128, 8 x 47,8 x 127 mm große Gehäuse besteht vollständig aus Plastik ist robust und sauber verarbeitet. Allerdings ist der Logo-Aufdruck oben etwas schief angebracht. Auf die Waage bringt die Nucbox etwa 528 g. An den Seiten sowie hinten und unter dem Gehäuse befinden sich Lüftungsgitter. Um an das Innere des Mini-PCs zu gelangen, muss man den Deckel des Gehäuses abziehen. Anschließend gilt es, die vier Schrauben zu lösen, die den Lüfter festhalten. Den Lüfter samt Verdeck herauszunehmen, erfordert etwas Kraft und Vorsicht, da er natürlich per Kabel verbunden ist.

Preis: Was kostet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Der Preis der Nucbox M6 Ultra liegt bei 460 Euro für die Ausstattung mit 32 GB SODIMM-DDR5 RAM und 1 TB SSD. Die 16/512-GB-Variante schlägt mit 380 Euro zu Buche. Für das Barebone-Modell ohne RAM und SSD zahlt man aktuell nur noch 239 Euro (Code M6ultra00).

Fazit

Die Gmktec Nucbox M6 Ultra wartet mit einer guten Verarbeitung sowie ein paar ansprechenden Features auf, darunter USB 4 und zwei LAN-Ports mit 2,5 Gbit/s. Letztere ermöglichen es, die Nucbox ohne Adapter auch für Firewall-Lösungen zu verwenden. Hinzu kommt eine grundsolide Leistung des Ryzen 5, die den Mini-PC für die Arbeit im Büro tauglich macht.

Wer ihn für anspruchsvollere Aufgaben verwenden möchte, sollte jedoch die hohe Lautstärke von bis zu 42 dB(A) sowie die schlechte Kühlung des Mini-PCs bedenken, die die CPU auf bis zu 91,4 °C unter Volllast hochtreibt. Schlussendlich bekommt man für den Preis aber einen grundsoliden Mini-PC, der für den Preis einige nützliche Funktionen bereithält.

Leiser Mini-PC mit Ryzen 5 zum Hammer-Preis im Test: Acemagic K1 für 224 Euro

Frischer Wind in der Einstiegsklasse: Wie gut schlägt sich der Acemagic K1 mit dem uns erstmals vorliegenden Ryzen 5 7430U? Das zeigt unser Test.

VORTEILE
  • Lüfter ist sehr leise
  • gute Leistung
  • USB-C mit Displayport
NACHTEILE
  • nur Kunststoffgehäuse
  • SSD nur mit SATA-Geschwindigkeit
  • Aufrüsten der Hardware aufwendig

Frischer Wind in der Einstiegsklasse: Wie gut schlägt sich der Acemagic K1 mit dem uns erstmals vorliegenden Ryzen 5 7430U? Das zeigt unser Test.

Der Acemagic K1 ist ein neuer Mitstreiter des Herstellers Mini-PC-Union im Budget-Bereich. Zunächst verwirrend ist, dass das Modell zwei Namen hat: Während er überall als Acemagic K1 angeboten wird, steht neben dieser Bezeichnung auf der Verpackung des Geräts noch ein andere Name – Kron Mini, wie ihn der Hersteller anscheinend auch noch nennt. Zum Einsatz kommt eine bei günstigen PCs bisher ungewohnte CPU von AMD: der Ryzen 5 7430U. Auch wenn es sich hierbei nur um eine Neuauflage der älteren Architektur handelt, klingt der Mini-PC auf dem Papier vielversprechend, zumal der Preis von aktuell 224 Euro attraktiv ist. Zusätzlich gibt es auch USB-C mit Displayport, 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB SSD-Speicher. Wie gut sich der Mini-PC in der Praxis besonders gegen den in diesem Preisbereich bei Mini-PCs häufig verwendeten Ryzen 7 5800U schlägt, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Acemagic K1?

Der Ryzen 5 7430U ist eine bei Budget-Mini-PCs erst seit kurzem zum Einsatz kommende CPU, an sich gibt es sie aber bereits seit Ende 2023. Hier bekommt man 6 Kerne und 12 Threads durch SMT (Simultaneous Multithreading) bei maximal 4,3 GHz. Hier handelt es sich jedoch weiterhin „nur“ um die Zen-3-Architektur – genauer um ein Refresh – welche AMD also vereinfacht gesagt neu aufgelegt, etwas anders konfiguriert und die Taktrate minimal angehoben hat. Die Chip-Architektur entspricht also der des verbreiteten Ryzen 7 5800U. Die TDP (Thermal Design Power) ist konfigurierbar zwischen 10 und 25 W, 15 W ist hier der Standard. Die Grafikeinheit ist weiterhin „nur“ die Radeon RX Vega 7 mit 7 Kernen und einem Takt von 1800 MHz – also keine Radeon 680M oder gar 780M, wie bei den wirklich neuen CPUs der 7000er-Serie.

Acemagic spendiert mit 512 GB wieder üppig Speicher. Allerdings unterstützt die M.2-SSD im Formfaktor 2280 nur SATA-Geschwindigkeiten, der Slot nutzt den M.2 B+M-Key. Im Crystaldiskmark erreichen wir 544 MB/s im Lesen und 462 MB/s im Schreiben. Der M.2-Port selbst unterstützt aber auch schnellere Festplatten. Laut Hersteller sind die zwei Steckplätze für eine Gesamtkapazität von 4 TB ausgelegt.

Der 16 GB große RAM kommt in Form eines SO-DIMM-Moduls, das nach DDR4-Standard arbeitet. Der zweite RAM-Slot ist unbelegt. Ab Werk wird also nur einer der zwei Speicherkanäle des Ryzen 5 verwendet. Mit 3200 MT/s läuft der Arbeitsspeicher bereits mit der maximal unterstützten Geschwindigkeit. Die Gesamtkapazität liegt bei 64 GB über beide Slots.

Das Highlight für diesen Preisbereich ist der USB-C-Anschluss auf der Vorderseite, der die Bildübertragung via Displayport-Protokoll unterstützt. Zusätzlich kann man zwei weitere Monitore über Displayport 1.4 und HDMI 2.0 auf der Rückseite anschließen. Jeder Anschluss unterstützt 4k bei 60 Hz. Zusätzlich gibt es einmal Gigabit-LAN, der Einsatz etwa als Firewall-Lösung ist also ohne zusätzliche Hardware nicht möglich. Die Drahtlosschnittstellen sind mit Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 solide ausgestattet. Verwendet werden die Chipsätze Mediatek MT7922 und Realtek RTL8168/8111 für Wifi und Ethernet-LAN verbaut, was gerade für Linux-Nutzer von Interesse sein dürfte.

Performance: Wie schnell ist der Acemagic K1?

Der Ryzen 5 7430U ist vorrangig auf Effizienz getrimmt. Obwohl er Teil der 7000er-Serie ist, müsste er sich leistungsseitig hinter dem bekannten Ryzen 7 5800U einordnen, da beide CPUs auf der gleichen Architektur basieren. So zumindest die Theorie, denn der Ryzen 5 erreicht bei PCmark 10 konstant 5596 Punkte, was sogar minimal mehr als bei so manchem 5800U ist. Auch im 3Dmark Time Spy sind die beiden CPUs mit 953 Punkten auf Augenhöhe.

In Cinebench R24 kann sich der neue Ryzen 5 mit 83 Punkten im Single- und 456 Punkten im Multi-Core ein wenig absetzen. In Geekbench 6 ist er wiederum mit 1888 Punkten im Single- und 6096 Punkten im Multicore ein wenig unterlegen. Auch die Grafik ist im OpenCL-Benchmark mit 12446 Punkten etwas schwächer. In der Praxis lässt sich also sagen, dass die beiden CPUs im Schnitt etwa gleich stark sind – und das, obwohl der Ryzen 7 zwei Kerne mehr und einen höheren Boost-Takt bei gleicher Architektur hat.

BenchmarkSystemCPUSingle-CoreMulti-CoreGPU
PCmark 105596////
3Dmark Time Spy9535278//833
Cinebench R24//83456/
Geekbench 6//1888609612446

In der Preisklasse unter 300 Euro verzichten wir in der Regel auf Spieletests, da zumeist die Leistung der vertretenen Systeme nicht ausreicht. In diesem Fall versuchen wir aber eine Partie Anno 1800, wo der Mini-PC trotz 7000er-Ryzen-5 bei hohen Einstellungen mit aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) nur 9 FPS im Schnitt erreicht. Dabei schauen wir die meiste Zeit auf die übliche 50.000-Einwohner-Stadt und spielen in Full-HD. Bei niedrigen Einstellungen sind es dann wieder die erwarteten 25 FPS, genau wie beim 5800U. Irgendwie also spielbar, aber schön ist etwas anderes.

Stromverbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Acemagic K1?

Der maximale Stromverbrauch unter Volllast liegt beim Acemagic K1 bei 52 W, dabei erreicht die CPU auch die maximalen 4,3 GHz. Der Prozessor alleine genehmigt sich bis zu 35 W. Längerfristig sinkt der Gesamtverbrauch auf 42 W und der Takt auf 3,3 GHz. Im Idle verbraucht der Mini-PC nur etwa 9 W.

Die Temperatur liegt im Idle um die 45 Grad und steigt unter auf bis zu 86 Grad. Das ist in Ordnung und sorgt auch für kein Thermal Throttling, also das Heruntertakten der CPU zum Selbstschutz vor zu hohen Temperaturen.

Lüfter: Wie laut ist der Acemagic K1?

Der Lüfter im Acemagic K1 fällt ziemlich groß aus. Zusammen mit der niedrigen TDP der CPU ist die Kühlung nicht nur gut, sondern auch sehr leise. Unter Volllast durch den integrierten Stresstest von Aida64 messen wir am Gehäuse maximal 33 dB mit dem Smartphone. In einem Meter Entfernung sind es unter 20 dB, im Idle ist der Lüfter dauerhaft aus – das Kühlkonzept ist hier also voll gelungen.

Verschiedene Lüfter- oder Leistungsprofile im BIOS gibt es nicht.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Acemagic K1?

Auch wenn wir nun schon öfter Metallgehäuse im Budget-Bereich hatten, ist das Kunststoffgehäuse des K1 kein Dealbreaker. Gerade im Preisbereich unter 300 Euro sind Metallgehäuse eine Seltenheit – und wer den Mini-PC hinter seinem Monitor versteckt, den kümmert die Material-Ästhetik ohnehin wenig. Generell können wir sagen: Das matt-schwarze Gehäuse ist gut verarbeitet und ohne jegliche scharfen Kanten. Auch die abgerundeten Ecken gefallen uns gut. Der Kunststoff zerkratzt nicht zu leicht, zieht aber deutlich Fingerabdrücke an. Insgesamt wirkt das Gehäuse wie aus einem Guss.

Dadurch gestaltet sich aber das Aufrüsten von RAM und SSD etwas schwieriger, da hierzu das gesamte Mainboard herausgenommen werden muss. Dabei muss man auf die beiden WLAN-Antennen achten, die zwischen den vorderen Anschlüssen durchgeführt sind und nicht allzu viel Spielraum bieten. Der Mini-PC ist mit 128,1 × 128,1 × 42,2 mm kompakt und mit nur 396 g sehr portabel.

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Acemagic K1?

Der Acemagic K1 wird mit Windows 11 Pro ausgeliefert und hat keine Bloatware neben den üblichen Programmen vorinstalliert. Ein vollständiger Scan des Systems auf Viren mit dem Windows Defender konnte keine Auffälligkeiten feststellen.

Die Installation von Linux-Betriebssystemen wie Ubuntu klappt problemlos. In unserem Fall funktionierten WLAN, Bluetooth und auch die Lautsprecher auf Anhieb.

Preis: Was kostet der Acemagic K1?

Den Acemagic K1 gibt es mit 16 GB und 512 GB SSD-Speicher für 224 Euro bei Aliexpress.

Der von uns angegebene Preis ist abhängig von der Verfügbarkeit und gilt zum Zeitpunkt des Produkttests oder der letzten Aktualisierung der Bestenliste, respektive des Einzeltests. Gleiches gilt für die Rabattcodes und Amazon-Anklick-Coupons. Da sich diese Coupons kurzfristig ändern oder auslaufen können, können die Preise zu einem späteren Zeitpunkt abweichen.

Fazit

Der Acemagic K1 überzeugt im Test. Der bei Mini-PCs bisher nicht eingesetzte Ryzen 5 liefert die zu erwartende Leistung in dieser Preisklasse und ist zudem ziemlich leise. Das Kunststoffgehäuse ist zwar nicht perfekt, aber völlig in Ordnung – und wirkt in jedem Fall deutlich mehr wie aus einem Guss als frühere Mini-PCs aus Kunststoff. Die Schwächen sehen wir hauptsächlich beim Aufrüsten, das hier deutlich aufwendiger ist als bei anderen Mini-PCs und der langsamen SSD. Zwar eignet sich der PC weiterhin nicht wirklich für Gaming, die alltäglichen Office-Aufgaben kann man aber hierauf absolut problemlos erledigen. Gerade für den aktuellen Angebotspreis lohnt sich der Kauf. Im Test gibt es von uns insgesamt viereinhalb Sterne, wobei für den Sprung auf fünf Sterne nicht mehr viel fehlt.

Mini-PC Blackview MP100 im Test

Starke Hardware, hochwertig und günstig: Der Blackview MP100 bietet neben guter Leistung alles, was man sich ab 257 Euro wünschen könnte. Wir haben den Mini-PC in der Praxis getestet.

VORTEILE
  • zweimal USB-C mit Displayport-Unterstützung
  • HDMI und Displayport
  • hochwertig
  • leise
  • gute Leistung
NACHTEILE
  • einzelner RAM-Riegel nutzt Dual-Channel nicht

Starke Hardware, hochwertig und günstig: Der Blackview MP100 bietet neben guter Leistung alles, was man sich ab 257 Euro wünschen könnte. Wir haben den Mini-PC in der Praxis getestet.

Der Blackview MP100 setzt auf die in der Mittelklasse der Mini-PCs übliche Hardware: Ryzen 7 der 5000er-Serie, 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher. Erst bei genauerem Blick hebt er sich vom Einheitsbrei ab. Denn hier gibt es nicht nur einen, sondern gleich zwei USB-C-Anschlüsse, die auch Displayport unterstützen.

Den MP100 bekommt man dabei in zwei verschiedenen Ausstattungen: mit Ryzen 7 5825U und mit Ryzen 7 5700U. Wo genau die Unterschiede liegen und welche Ausstattung wir empfehlen können, zeigen wir im Test.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Blackview MP100?

Der verbaute AMD Ryzen 7 5825U bietet acht Kerne und 16 Threads auf Basis der Zen-3-Architektur. Diese takten zwischen 2 und 4,5 GHz bei einer konfigurierbaren TDP zwischen 10 und 25 Watt – in diesem Fall hat sich Blackview für 25 Watt entschieden. Die integrierte Grafikeinheit Vega 8 kommt mit 8 CUs (Compute Units) und einer Taktrate von bis zu 2000 MHz. Der Chip basiert auf der Zen-3-Architektur und unterstützt RAM im Dual-Channel mit bis zu 3200 MT/s für DDR4-RAM oder LPDDR4-RAM mit maximal 4266 MT/s.

Blackview hat dem MP100 16 GB an DDR4-RAM in Form eines einzelnen Moduls mit 3200 MT/s spendiert, dieses kommt von der Marke Foresee. Damit bleibt ein zweiter Slot frei, wodurch das Aufrüsten auf 32 GB jederzeit nachträglich möglich ist – ohne dass man das vorhandene Modul austauschen muss. Dafür büßt man hier zunächst Bandbreite ein, da nur einer der beiden verfügbaren RAM-Kanäle genutzt wird. Maximal unterstützt das Gerät 64 GB RAM – dafür wären dann in jedem Fall zwei neue Module fällig. Im Test konnten wir das System mit 32 GB RAM von Crucial mit 3200 MT/s problemlos nutzen.

Die verbaute M.2-SSD mit 512-GB stammt von Rayson (Modell RS512GSSD510 mit PCIe Gen3x4) und erzielt in Crystaldiskmark eine Lesegeschwindigkeit von 3270 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 2690 MB/s. Man kann die SSD nachträglich aufrüsten, zudem gibt es einen zweiten M.2-Steckplatz sowie die Möglichkeit noch eine weitere Festplatte mit bis zu 2 TB über SATA anzuschließen.

Neben HDMI 2.0 (4K bei 60Hz) und Displayport (4K bei 144Hz) hat der Blackview MP100 gleich zwei USB-C-Anschlüsse mit Displayport-Unterstützung (4K bei 60Hz). Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich über die 19-Volt-DC-Buchse auf der Rückseite des Geräts. Außerdem bietet der Mini-PC einmal Gigabit-LAN. Bei den Drahtlos-Schnittstellen setzt er auf Wifi 6 und Bluetooth 5.2 – der übliche Standard in dieser Preisklasse. Dabei kommen die Chipsätze Realtek RTL8168/8111 für Ethernet und Realtek RTL8852BE für Bluetooth und Wifi zum Einsatz. Im Test erreichen wir im lokalen WLAN-Netz 642 Mbps im Download und 711 Mbps im Upload sowie einen Jitter von 0,3 ms.

Mini-PC Blackview MP100 – beide Varianten

Andere Ausstattungsvariante: Ryzen 7 5700U

Neben dem Ryzen 7 5825U gibt es den Blackview MP100 zudem mit dem älteren und schwächeren Ryzen 7 5700U. Der Chip der Zen-2-Architektur bietet weiterhin acht Kerne und 16 Threads, jedoch taktet die CPU nur mit maximal 4,3 GHz und die GPU mit maximal 1,9 GHz. Die Grafik ist wieder die RX Vega 8 mit acht CUs (Compute Units), die Gesamt-TDP liegt ebenfalls bei 25 Watt. Mit einem halb so großen L3-Cache liegt der SoC leistungstechnisch durchweg hinter dem Ryzen 7 5825U.

Die restliche Ausstattung ist ähnlich, aber nicht ganz identisch: 16 GB RAM, eine 1 TB SSD von Rayson (hier Modell RS1D0TSSD710 mit PCIe Gen4x4), Wifi 6 und Bluetooth 5.2 – auch mit den gleichen Chipsätzen – sowie identische USB- und Ethernet-Schnittstellen. Trotz neueren PCIe-Standards mit theoretisch doppelter Bandbreite erzielt die SSD in Crystaldiskmark nur ein minimal besseres Ergebnis mit 3570 MB/s im Lesen und 3488 MB/s im Schreiben. Das lässt sich damit erklären, dass der Ryzen 7 5700U (und auch 5825U) nur PCIe Gen3.0 unterstützt und somit das Bottleneck in der Übertragung darstellt. So ist es uns aber um einiges lieber, als wenn Hersteller in diesem Preisbereich nur M.2-SSDs mit SATA-Geschwindigkeit verbauen. Interessant ist die Partitionierung, die Blackview auf der SSD gewählt hat. Während für Daten 800 GB eingeräumt sind, darf Windows mit 200 GB fast schon übermäßig viel Speicher belegen – den man auch der Datenpartition hätte geben können. Ein weiterer Unterschied findet sich noch beim RAM, denn hier ist das einzelne 16-GB-Modul von der Marke Kinsotin.

Performance: Wie schnell ist der Blackview MP100?

Mit seinen acht Kernen und 16 Threads eignet sich der Ryzen 7 5825U neben den üblichen Office-Aufgaben auch schon für leichtes Gaming. Die CPU wird aber vor allem von der schwachen iGPU zurückgehalten, wie es sich in den folgenden Benchmarks deutlich zeigt. Im Durchschnitt erzielt der MP100 5805 Punkte bei PCmark 10. Cinebench R24 attestiert dem Ryzen 7 86 Punkte im Single- und 528 Punkte im Multi-Core. Bei 3Dmark Time Spy gibt es insgesamt 983 Punkte, davon 6002 für die CPU und nur 857 für die Grafik – das liegt zwar deutlich unter dem Ergebnis des Nipogi E3B mit gleichem SoC, ist für die Preisklasse dennoch ein solides Ergebnis. Im Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 erhält das System 1952 Punkte im Single- und 5670 Punkte im Multi-Core-Benchmark, sowie 13.765 Punkte im OpenCL-Grafikbenchmark. Hier ist der Nipogi E3B wiederum im Multi-Core um etwa 2500 Punkte schneller, obwohl beide im Single-Core-Benchmark nahezu gleiche Ergebnisse liefern. Vermutlich hat Blackview für den MP100 also ein weniger aggressives Leistungsprofil hinterlegt, wodurch die Gesamtleistung stärker gedrosselt wird.

In dieser Leistungsklasse ist Gaming noch wenig sinnvoll, besonders nicht bei moderneren Spielen. Wir haben mit dem MP100 dennoch eine Runde Anno 1800 in unserem fortgeschrittenen Endlosspiel gestartet. In Full-HD bei niedrigsten Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Leistung“ erhalten wir zwischen 12 und 20 FPS. Damit ist es zwar spielbar, ein wirklich schönes Spielerlebnis ist das aber nicht.

Andere Ausstattungsvariante: Ryzen 7 5700U

Wie bereits zu vermuten war, ist der Ryzen 7 5700U langsamer als der 5825U – und das trotz gleicher TDP. Der tatsächliche Unterschied fällt, wie schon beim Nipogi E3B, aber noch gravierender aus, als man ahnen würde. Bei PCmark 10 erreicht der Rechner im Schnitt nur 4850 Punkte, also knapp 1000 Punkte oder 16,5 Prozent hinter dem neueren Ryzen 7 5825U. Ähnlich starke Unterschiede zeigen sich auch in den anderen Benchmarks: 72 Punkte im Single- und 471 Punkte im Multi-Core-Durchlauf von Cinebench sowie 1571 Punkte im Single- und 4831 Punkte im Multi-Core-Benchmark von Geekbench 6. Im OpenCL-Grafiktest von Geekbench liegt das Ergebnis bei 12.496 Punkten – ein Defizit von etwa 9 Prozent. Ein Gesamt-Systemtest in Time Spy liefert 828 Punkte, aus 4949 CPU- und 722 Grafik-Punkten. Damit liegt das System in etwa gleichauf mit dem Nipogi E3B mit Ryzen 7 5700U, wobei dieser erneut in Multi-Core-Anwendungen ein wenig mehr Leistung abrufen kann. Auch die Grafikleistung ist dort marginal besser, daher ist an Gaming mit dieser Ausstattung des Blackview MP100 absolut nicht zu denken.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Blackview MP100?

Als mobile CPU zeichnet sich der Ryzen 7 5825U besonders durch den sparsamen Betrieb bei niedriger Last aus. So liegt der Gesamtverbrauch des MP100 im Idle zwischen 9 und 12 Watt. Die Temperaturen von CPU und GPU liegen bei 52 und 45 Grad. Wird das SoC aber in einem kombinierten Stresstest der CPU und GPU gefordert, steigt der Verbrauch auf 43 Watt an. Die CPU läuft dabei mit 2,7 bis 2,9 GHz und die GPU mit etwa 1000 MHz. Die Temperaturen sind mit 82 (CPU) und 78 Grad (GPU) vollkommen unbedenklich. Im alleinigen CPU-Stresstest liegt der Takt bei gleichem Gesamtverbrauch etwa 400 MHz höher und maximal bei 3,4 GHz. Die Höchsttemperatur liegt dann bei 87 Grad, auch das ist aber weiterhin in Ordnung.

Andere Ausstattungsvariante: Ryzen 7 5700U

Mit einer TDP von ebenfalls 25 Watt sollte sich der Verbrauch des 5700U wenig unterscheiden. Der Verbrauch im Idle ist mit 9 bis 12 Watt tatsächlich bei beiden Systemen identisch, die Temperaturen liegen ebenfalls bei 50 (CPU) und 45 Grad (GPU). Erstaunlicherweise sind neben dem Verbrauch von maximal 41 Watt auch die Taktraten mit 2,6 bis 2,8 GHz für die CPU und etwa 900 MHz für die GPU nahezu gleich. Doch während das Modell mit 5825U mit steigender Testlänge eher zu 2,9 GHz tendiert, pendelt sich der 5700U eher um 2,7 GHz ein. Die Temperaturen sind dafür mit maximal 76 Grad für die CPU und 73 Grad bei der GPU ein wenig niedriger. Die Gehäusetemperatur erreicht einen Spitzenwert von 54,2 Grad am hinteren Teil der LED-Beleuchtung auf der Oberseite.

Lüfter: Wie laut ist der Blackview MP100?

Im Idle ist der MP100 mit Ryzen 7 5825U nahezu geräuschlos, nur wenn man direkt am Gehäuse hört, bemerkt man, dass der Lüfter bereits läuft – sinnvoll messbar ist das allerdings nicht. Erst unter Volllast wird der Lüfter in der Praxis hörbar – wir messen 31 dB(A) am Gehäuse und 20 dB(A) in einem Meter Entfernung. So ist der MP100 unter allen Umständen angenehm leise. Die Umgebungslautstärke liegt bei etwa 18 dB(A), gemessen mit einer App auf dem Smartphone.

Verschiedene Lüfter- und Leistungsmodi gibt es beim MP100 nicht.

Andere Ausstattungsvariante: Ryzen 7 5700U

Im Idle verhält sich das System mit Ryzen 7 5700U identisch: Der Lüfter dreht minimal und ist nur aus nächster Nähe überhaupt hörbar. Das System läuft im kombinierten Stresstest mit niedrigeren Taktraten und Temperaturen bei durchschnittlich 29 dB(A) am Gehäuse auch ein wenig leiser. In einem Meter Entfernung messen wir im Schnitt 19 dB(A).

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Blackview MP100 installiert?

Der MP100 wird mit Windows 11 Pro ausgeliefert, das neben den üblichen Programmen nur die eigene Software „RGB_LED_Tool“, zur Steuerung der Beleuchtung, vorinstalliert hat. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befunde.

Die Installation von Linux, in unserem Fall Ubuntu 24.04.1, klappt ohne Probleme: Audio, Bluetooth, WLAN und Ethernet funktionieren sofort und die richtige Bildschirmauflösung ist ebenfalls eingestellt.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Blackview MP100?

Das graue (oder blaue) Gehäuse des MP100 ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und ist auf der Oberseite mit dem Markennamen sowie einer anpassbaren LED-Beleuchtung versehen. Diese kann per Software verschiedene Beleuchtungseffekte abspielen, aber auch jederzeit deaktiviert werden. Das Gehäuse fühlt sich hochwertig an und auch die matte Optik wirkt hochwertig. Ein Metallgehäuse wäre natürlich noch einmal besser, aber für ein Gehäuse aus Kunststoff bewegen wir uns hier auf höchstem Niveau. In jedem Fall eine im Preisbereich um 300 Euro hervorragende, beachtliche Verarbeitungsqualität. Die Gehäusemaße betragen 126,8 × 126,8 × 47,8 mm und das Gewicht beläuft sich auf 497 g. Die Ausstattung mit 5700U ist 10 g leichter.

Zum Öffnen des Gehäuses müssen wir zunächst vier Schrauben auf der Unterseite entfernen, danach löst sich die Abdeckung beim Ziehen an der integrierten Lasche – ein sinnvolles Extra, das gerne mehr Hersteller adaptieren dürfen. Dahinter folgt eine Art Zwischenebene, in der sich der SATA-Anschluss für die nachrüstbare Festplatte befindet. Durch das Entfernen des dünnen Flachbandkabels neben dem SATA-Anschluss, sowie vier weiteren Schrauben, gelangen wir an die darunterliegende Hauptplatine. Dort haben wir Zugriff auf die beiden M.2-Steckplätze, sowie PCIe-Karte für Wifi und Bluetooth. Um an die CMOS-Batterie und Lüfter zu gelangen, müssen wir das gesamte Mainboard vorsichtig aus dem Gehäuse herausnehmen.

Preis: Was kostet der Blackview MP100?

Der Blackview MP100 ist in der Ausstattung mit Ryzen 7 5825U, 16 RAM und 512 GB SSD-Speicher für 320 Euro bei Amazon erhältlich (mit Code VGM57I3L und 60-Euro-Klick-Coupon).

Die gleiche Ausstattung mit dem schwächeren Ryzen 7 5700U kostet bei Banggood 306 Euro. Bei Aliexpress liegt die gleiche Ausstattung mit Versand aus europäischem Warenhaus bei nur 257 Euro.

Bei Aliexpress gibt es noch einmal zwei weitere Ausstattungsvarianten des MP100 mit Ryzen 7 5700U.

Die höchste Ausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB SSD-Speicher kostet 315 Euro. Die schwächere Ausstattung bietet nur noch 16 GB RAM, aber auch 1 TB Speicher für 283 Euro.

Fazit

Obwohl der Blackview MP100 nicht die absolut beste Leistung in seiner Preisklasse bietet, bekommt er von uns die vollen fünf Sterne. Der größte Konkurrent ist leistungstechnisch der Nipogi E3B, hinter den er nur minimal zurückfällt, diesen aber in der restlichen Ausstattung sowie Lautstärke aussticht. Die Unterschiede in RAM- und SSD-Modellen der verschiedenen Ausstattungen des MP100 sehen wir in diesem Fall nicht problematisch. Der RAM hat in beiden Fällen die gleiche Spezifikation, und die SSDs stellen in jedem Fall die maximale Leistung bereit, die das System ohnehin nur unterstützt. Das größte Highlight sind für uns aber weiterhin die beiden USB-C-Anschlüsse auf der Vorderseite, die für unter 320 Euro (Code VGM57I3L und 60-Euro-Klick-Coupon) ein absolutes Alleinstellungsmerkmal sind. Wir können besonders die Ausstattung mit Ryzen 7 5825U empfehlen, die Ausstattung mit Ryzen 7 5700U ist für 257 Euro ebenfalls ein guter Deal.

Klein, praktisch, gut: Mini-PC Blackview MP80 ab 166 Euro überrascht im Test

Ein Mini-PC, der diesem Namen alle Ehre macht: Der Blackview MP80 ist nicht nur wahnsinnig handlich, sondern dafür auch echt gut ausgestattet. Was er so kann, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • besonders handlich
  • sehr leise
  • zwei Ethernet-Ports
  • bis zu drei Monitore nutzbar (3 HDMI-Ports)
NACHTEILE
  • kein Displayport-Anschluss
  • kein USB-C
  • dürftige Grafikleistung

Ein Mini-PC, der diesem Namen alle Ehre macht: Der Blackview MP80 ist nicht nur wahnsinnig handlich, sondern dafür auch echt gut ausgestattet. Was er so kann, zeigt unser Test.

Der Blackview MP80 ist der zweite Mini-PC des uns bereits von zahlreichen Outdoor-Smartphones (Bestenliste), preiswerten Tablets (Bestenliste) sowie Powerstations bekannte Herstellers aus Fernost. Dabei wird dieses Modell dem Begriff Mini-PC so gerecht, wie noch kein Modell in unseren Tests, denn das Gehäuse ist richtig handlich. Dafür hat der Mini-PC mit sparsamen Intel Alder Lake N97, 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB SSD-Speicher richtig viel zu bieten. Und das nicht einmal zu einem hohen Preis – der MP80 beginnt preislich bei rund 185 Euro (je nach Ausstattung).

Was der Blackview MP80 so alles schafft, zeigt unser Testbericht (Testzeitpunkt: 31. Januar 2024). Den Mini-PC haben wir von Blackview zur Verfügung gestellt bekommen.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Blackview MP80?

Im mattschwarzen Kunststoffgehäuse des Blackview MP80 steckt in unserem Fall ein Intel Alder Lake N97, dem 16 GB RAM nach dem neuen und flotten DDR5-Standard zur Seite stehen. Es gibt ihn aber auch mit dem schwächeren N95-Prozessor oder einem Celeron N5095 bei gleicher Speicherausstattung.

Das 512 GB Speichermedium ist zwar ein M.2-Steckriegel, setzt aber nur auf langsame SATA-Geschwindigkeiten. Im Benchmark Crystaldiskmark kommt sie nur auf etwa 550 MByte/s. Das reicht aus und ist besser als jede HDD, für eine SSD aber langsam.

Das Potpourri an Anschlüssen ist üppig, wir vermissen USB-C und Displayport, für den aufgerufenen Preis ist ihr Fehlen verschmerzbar. Über HDMI kann man drei Monitore anschließen, üblich sind in dieser Preisklasse nur zwei. Ebenso positiv fallen die zwei Ethernet-Ports auf, was den Mini-PC auch für den Einsatz als Firewall-Appliance für OPNsense, Pfsense oder andere Open Source-Firewalls geeignet macht.

Performance: Wie schnell ist der Blackview MP80?

Der Blackview MP80 richtet sich an weniger anspruchsvolle Anwendungsfelder, wie im Homeoffice oder für den Einsatz im Smart Home (Ratgeber). Dafür spricht auch das Benchmark-Ergebnis in PCmark 10, in dem der Mini-PC auf solide 3367 Punkte kommt. Unter den günstigen Mini-PCs gehört er damit zu den stärksten Modellen, gegen die PCs mit Ryzen-Prozessoren stinkt er aber ziemlich ab – doch die kostet auch knapp 50 bis 100 Euro mehr.

Während sich Bildbearbeitung noch recht problemfrei machen lässt und auch ein Büroalltag mit Microsoft Teams den Mini-PC nicht aus der Puste bringt, ist bei intensiver Videobearbeitung mit Effekten und aufwendigem Rendering Schluss. Der MP80 gehört hier mehr zur Fraktion Capcut und Windows Movie Maker. An Gaming ist hier wenig zu denken. Das liegt natürlich daran, dass hier nur ein integrierter Grafikchip zum Einsatz kommt, aber auch, dass die Chips von Intel bei der Grafik besonders leistungsschwach sind. AMD-Konkurrenten sind traditionell schneller.

Lüfter: Wie laut ist der Blackview MP80?

Was die Lautstärke angeht, würden wir den MP80 als unauffällig bezeichnen. Es gibt einen aktiven Lüfter, der aber laut Blackview durch den Einsatz eines bürstenlosen Motors deutlich leiser läuft. Im Test können wir das bestätigen, die Lautstärke des Mini-PCs ist so gering, dass wir eine klare Dezibel-Zahl kaum herauskristallisieren können. In jedem Fall liegt sie deutlich unter 35 Dezibel und ist nur schwer von Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden. Ein positives Beispiel, da gerade Modelle von Geekom keine ordentliche Lüftersteuerung haben und immer laut aufdrehen. Schwächere Mini-PCs sind jedoch ohnehin leiser, da die Wärmeentwicklung sich durch die geringere Leistung in Grenzen hält.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Blackview MP80?

Allen voran gefällt uns am Blackview MP80 besonders die geringe Größe. Das 87,8 x 87,8 x 37 Millimeter große schwarze Kunststoffgehäuse lässt sich damit noch leichter verbergen. Auch der Transport im Rucksack ist so leicht möglich, wobei auch noch das erstaunlich geringe Gewicht von nur 215 Gramm hilft. Einen so leichten oder einen so kleinen Mini-PC hatten wir noch gar nicht im Test, die Kombination von beidem macht die Sache noch interessanter.

Abseits davon ist der Blackview MP80 auch hübsch anzusehen – dazu trägt nicht nur die matte Gehäuseverarbeitung und die minimalistische Machart bei, sondern auch die schicke Beleuchtung, die einmal rund um den Gehäuseboden geht. Sie fungiert als Status-LED und verfärbt sich je nach Betriebszustand von blau zu rot.

Preis: Was kostet der Blackview MP80?

Aktuell kostet der Blackview MP80 mit dem Intel N95 und 12/256 GB bei Ebay rund 185 Euro. Die Variante mit Intel N5095 und 16/512 GB liegt bei 210 Euro.

Zum Testzeitpunkt am 31. Januar 2024 kosteten die Varianten mit N95 und N97 über 200 Euro. Zwischenzeitlich war das Gerät aber auch schon ab 130 Euro zu haben.

Fazit

Der kleine Blackview MP80 weiß uns richtig zu überzeugen, denn im kleinen Gehäuse steckt verhältnismäßig viel Leistung bei echt geringer Lautstärke. Über 3200 Punkte im Benchmark sind wahrlich ordentlich, der Betrieb läuft flüssig.

Der Mini-PC ist ideal für den Einsatz als Smart-Home-Zentrale mit Home Assistant (Ratgeber), als Rechner für Anzeigen, Kassensysteme oder Ähnlichem. Für den Einsatz als Firewall-Appliance sprechen die beiden Ethernet-Ports. USB-C oder Displayport vermissen wir allerdings. Für den Preis von nur 200 Euro ist das aber verschmerzbar und so bekommt der Office-Mini-PC glatte vier Sterne und eine klare Empfehlung – eine runde Sache.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Mini-PC Gmktec Nucbox M5 Plus im Test: Ryzen 7, 16 GB RAM & USB-C ab 250 Euro

Die Gmktec Nucbox M5 Plus mit Ryzen 7 5825U gibt es schon ab 250 Euro – ob er überzeugt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • USB-C-Port mit DP-Alt-Mode
  • gute Performance für den Preis
  • solide Verarbeitung
NACHTEILE
  • Lüfter fährt im Idle regelmäßig an
  • Fiepen unter Volllast nervt

Die Gmktec Nucbox M5 Plus mit Ryzen 7 5825U gibt es schon ab 250 Euro – ob er überzeugt, zeigt der Test.

Der Mini-PC Gmktec Nucbox M5 Plus überrascht: Das System mit einem Ryzen 7 5825U und einem USB-C-Port gibt es bereits ab 250 Euro. Gerade im Einsteigerbereich ist der Preis sehr gut und macht damit anderen Mini-PCs in dieser Kategorie auf dem Papier Konkurrenz. Wie sich die Nucbox M5 Plus von Gmktec tatsächlich schlägt, zeigt der Test (Testzeitpunkt: 14. Juni 2025).

Update (03. Januar 2026): Die Gmktec Nucbox M5 Plus ist wie viele andere PCs von Produktfluktuation und Preisanstiegen durch die Kostenexplosion bei Speicherchips betroffen. So kostete er zuletzt bei Banggood mit 16/512 GB satte 405 Euro statt bisher 276 Euro. Inzwischen ist er dort nicht mehr erhältlich. Beim Hersteller direkt gibt es den Mini-PC aber weiterhin. Dort ist er ab 250 Euro erhältlich (Barebone-Variante).

Hardware

Die Gmktec Nucbox M5 Plus ist mit dem auf der Zen-3-Architektur basierenden AMD Ryzen 7 5825U ausgestattet, der mit acht Kernen, 16 Threads und maximal 4,5-GHz-Takt arbeitet. Die TDP liegt hier bei 15 Watt mit einem Temperaturlimit von 95 Grad. Bei der integrierten Grafikeinheit handelt es sich um die Radeon RX Vega 8.

Beim RAM entschied man sich für 16 GB und 3200 MHz im DDR4-Standard und SODIMM-Formfaktor, wobei ein zweiter Steckplatz unter dem RAM-Stick für Erweiterungsmöglichkeiten sorgt. Wählt man die etwas teurere Konfiguration, kommt die Nucbox M5 Plus direkt mit 32 GB nach Hause.

Neben dem RAM ist auch die Festplatte in zwei Konfigurationen erhältlich. Einmal mit 512 GB Speichervolumen und einmal mit 1 TB in der teureren Variante. Es handelt sich dabei um eine NVMe PCIe M.2 2280 SSD. Dank der zwei SSD-Steckplätze hätte neben der in unserer Konfiguration eingesetzten 512 GB SSD noch eine weitere Festplatte Platz. Im Crystaldiskmark Benchmark erzielte das Speichermedium vom Hersteller Walkdisk eine Lesegeschwindigkeit von 2814 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 1309 MB/s und bewegt sich hier auf einem durchschnittlichen Niveau.

Monitore schließt man an der Gmktec Nucbox M5 Plus via HDMI- und DP-Port auf der Rückseite oder per USB-C-Port vorn am Gerät im DP-Alt-Mode an. Ebenfalls auf der Rückseite befinden sich zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse. Strom erhält der Mini-PC über einen DC-Stecker.

Weitere Anschlüsse bilden die zwei USB-A-2.0-Ports auf der Rückseite, sowie zwei USB-A-3.2-Ports vorn am PC.

Mit Bluetooth 5.3 und Wifi 6E erhält man – vorrangig für die Preisklasse – relativ aktuelle Verbindungsstandards. Da Wifi 7 auch bei deutlich teureren Modellen kaum verbreitet ist und Wifi 6 in dieser Preisklasse ebenfalls keine Selbstverständlichkeit darstellt, begrüßen wir in diesem Fall den 2021 veröffentlichten Standard.

Performance: Wie schnell ist die Gmktec Nucbox M5 Plus

PCmark 10 bewertete die Nucbox M5 Plus mit 5125 Punkten, während 3Dmark nach durchgeführtem Timespy Benchmark einen Gesamtscore von 914 Punkten vergab. Dieser setzt sich aus 799 Punkten für die Grafik- und 5128 für die CPU-Leistung zusammen. Bei Cinebench erhält die CPU mit Blick auf die Single-Core-Performance 78 Punkte, während auf der Multi-Core-Seite glatte 400 Punkte heraussprangen. Mit Geekbench 6, dem Cross-Plattform-Benchmark, konnte der Ryzen 7 5825U einen Single-Core-Score von 1731 erreichen und einen Multi-Core-Score von 5375. Beim OpenCL-Score ergatterte das System 11441 Punkte.

Zocken ist mit der Gmktec Nucbox M5 Plus zwar möglich, beschränkt sich aber definitiv auf weniger rechenintensive Spiele. In unserem Test des Mini-PCs U58 lieferte der Ryzen 7 5825U eine bessere Performance ab und auch dort, trotz doppelter Menge an verfügbarem RAM, ließen sich Spiele wie Anno 1800 nur auf den niedrigsten Einstellungen und aktiviertem FSR mit gerade mal 30 FPS spielen. Für etwaige Office-Arbeiten ist er dafür gut aufgestellt.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme der Gmktec Nucbox M5 Plus?

Die Nucbox M5 Plus beansprucht mit dem Ryzen 7 5825U um die 10 Watt im Idle. Der von uns gemessene Höchstwert unter Last beträgt 35 Watt. Beim Surfen im Web erreicht der Prozessor einen Höchstwert von 20 Watt, pendelt sich aber überwiegend zwischen 13 und 17 Watt ein. Unter Volllast erreichte der Prozessor mehrmals kurzzeitig die angegebenen 4,5 GHz, arbeitete im Schnitt über längere Zeit allerdings mit 2,0 GHz. Die Höchsttemperatur der CPU erreichte 80 Grad, während die GPU nicht über 62 Grad hinaus kam.

Software: Welches Betriebssystem ist auf der Gmktec Nucbox M5 Plus installiert?

Die Gmktec Nucbox M5 Plus wird mit einer Lizenz für Windows 11 Pro ausgeliefert. Startet man den PC zum ersten Mal, beginnt auch sogleich der Einrichtungsprozess. Dieser erfolgt nur mit aktiver Internetverbindung, eine Offline-Option gibt es nicht. Zu Beginn hatte der Mini-PC Probleme, die Internetverbindung per WLAN zu halten und gab immer wieder eine Fehlermeldung aus, dass keine Internetverbindung besteht. Erst nach einigen Neuversuchen gelang es dem PC dann, diese aufrechtzuerhalten und den Einrichtungsprozess abzuschließen – nervig.

Bei den vorinstallierten Apps gibt es keine bösen Überraschungen, sondern die bekannte Windows-Kost wie Clipchamp und Co. Um auf Nummer sicher zu gehen, führten wir zudem einen vollständigen Systemscan mit dem Windows Defender durch, welcher ebenfalls nichts zu beanstanden hatte.

Auch mit Linux funktioniert das System problemlos. Wir haben das Ganze mittels bootbarem USB-Stick und Ubuntu 24.04.2 LTS getestet. Das Betriebssystem ließ sich ganz einfach über das BIOS hochfahren und einrichten. Ubuntu erkannte auch prompt WLAN und Bluetooth-Verbindungen.

Lüfter: Wie laut ist die Gmktec Nucbox M5 Plus?

Mit knapp 28 dB unter Vollast unmittelbar am Gerät und 20 dB in einem Meter Entfernung ist die Nucbox definitiv nicht der leiseste Mini-PC. Ihre Lüfter drehen regelmäßig auf und sorgen dann auch für ein begleitendes Fiepen, was primär in Büros und bei völliger Stille den ein oder anderen Kollegen stören kann. Eine Möglichkeit, Lüfterprofile per BIOS einzurichten, gibt es nicht. Im Idle sind die dB-Werte mit 15 am Gerät und 9,5 auf einem Meter Entfernung deutlich angenehmer, jedoch stört auch hier der immer mal wieder anlaufende Lüfter.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Gmktec Nucbox M5 Plus Mini-PCs?

Mit ihren 12 × 12 × 5,5 cm ist die Gmktec Nucbox M5 Plus immer noch recht kompakt. Auf die Waage bringt der Mini-PC ganze 428 g. Das matte dunkelgraue Gehäuse ist vollständig aus Plastik, mit Ausnahme der an den Seiten angebrachten Meshgitter, welche aus Metall sind. Der PC wirkt wertig und solide verarbeitet.

Der Deckel des PCs lässt sich mit etwas Kraft vom Rest des Gehäuses lösen und offenbart den unmittelbar darunter liegenden Lüfter, der mit vier Schrauben befestigt ist. Hat man diese gelöst, kommt man nun an das Innere des Geräts.

Preis: Was kostet die Gmktec Nucbox M5 Plus?

Die Gmktec Nucbox M5 Plus war urspünglich auf Banggood mit 16/512 GB für 276 Euro (Code: BGe8f8c1) erhältlich, kostete dort aber zuletzt 405 Euro und ist inzwischen ausverkauft. Beim Hersteller direkt ist das Produkt weiterhin erhältlich ab 250 Euro. Die Varianten mit Speicher kosten inzwischen aber je nach Größe deutlich mehr mit 340 Euro (16/512 GB) und 410 Euro (32/1000 GB).

Hintergrund dürfte auch hier der Preisanstieg bei Speicherchips sein.

Fazit

Die Gmktec Nucbox M5 Plus bringt mit dem AMD Ryzen 7 5825U, einem USB-C-Port, 16 GB DDR4-RAM und einer 512 GB großen SSD ein ansprechendes Gesamtpaket, das sich ideal als Einsteigermodell für die Welt der Mini-PCs anbietet. Sowohl RAM als auch SSD sind erweiterbar, wodurch der PC zumindest in gewisser Hinsicht aufgerüstet werden kann. Störend ist hauptsächlich der immer wieder anfahrende Lüfter, dessen Gebläse unter Last regelmäßig von einem Fiepen begleitet wird. Auch schade ist, dass das Gehäuse der Nucbox M5 Plus hauptsächlich aus Plastik besteht. Dem gegenüber steht der faire Preis von 250 Euro, mit dem die Gmktec Nucbox M5 Plus vergleichsweise viel zu bieten hat.

Blackview MP20 mit Intel N150 im Test: Leiser Mini-PC für Office & Co. ab 150 €

Flott und kompakt: Der Blackview ist ein sparsamer Mini-PC mit Intel N150 und viel RAM und SSD-Speicher.

VORTEILE
  • gute Leistung
  • kompaktes Design
  • leiser Betrieb
  • günstiger Preis
NACHTEILE
  • kein USB-C
  • geringe Grafikleistung
  • M.2-SSD mit SATA-Geschwindigkeit

Flott und kompakt: Der Blackview ist ein sparsamer Mini-PC mit Intel N150 und viel RAM und SSD-Speicher.

Der Blackview MP20 ist ein weiterer kompakter und sparsamer Mini-PC mit Intel-N-CPU im Preisbereich bis 300 Euro. Blackview hat in der Vergangenheit schon oft ein auf den ersten Blick übliches System geboten, das sich schlussendlich durch bessere Leistung oder mehr Features von der Konkurrenz abheben konnte. Der MP20 bietet 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher, was bereits die Norm übertrifft. Wie gut die Leistung in der Praxis ist, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Blackview MP20?

Der MP20 setzt auf den im Frühjahr 2025 vorgestellten Intel N150. Dieser liegt leistungstechnisch zwischen dem N95 und N97, ist aber Teil der neueren Twin-Lake-N-Architektur. Diese hat 2025 bereits ihren vierten Jahrestag gefeiert. Der Prozessor bietet vier Effizienz-Kerne mit bis zu 3,6 GHz und keine Performance-Kerne. Die integrierte Intel-Xe-Grafikeinheit ist auf 24 Kerne (Execution Units) mit bis zu 1,0 GHz begrenzt. Die TDP wird mit 6 W angegeben. Damit handelt es sich hier um einen sparsamen Prozessor, der definitiv nicht für Gaming ausgelegt ist.

Die CPU unterstützt sowohl DDR4, als auch DDR5. Blackview hat dem MP20 nur ein DDR4-SO-DIMM-Modul mit 2667 MT/s (Megatransfers/s) spendiert. Dieses bietet eine Kapazität von 16 GB und ist von der Marke alhua. Es steht auch nur ein Steckplatz zur Verfügung. Wir konnten auch ein schnelleres Modul von Crucial mit 3200 MT/s problemlos nutzen. DDR4 statt DDR5 ist in jedem Fall schade, da die Systemperformance vom neueren Standard durchaus profitieren würde – die Entscheidung ist für den günstigen Preis aber vermittelbar.

Obwohl die CPU PCIe 3.0 bietet, hat die M.2-SSD nur SATA-Geschwindigkeiten. In Crystaldiskmark messen wir 562 MB/s im Lesen und 507 MB/s im Schreiben. Die SSD ist im Formfaktor 2280 und bietet 512 GB Speicherplatz. Der M.2-Port am Mainboard hat allerdings den schnelleren M-Key und könnte daher theoretisch eine höhere Übertragungsrate bereitstellen. Leider ist dem nicht so, da wir auch mit einer PCIe-4.0-SSD in Crystaldiskmark nur 881 MB/s im Lesen und 865 MB/s im Schreiben messen.

Trotz kompakter Abmessung bietet der MP20 alle essenziellen Anschlüsse, wie viermal USB-A (2x USB 2.0, 2x USB 3.0) und Gigabit-Ethernet. Zudem gibt es HDMI 2.0 und Displayport, jeweils für ein Display mit maximal 4K-Auflösung bei 60 Hz. USB-C ist nicht vorhanden, was wir 2025 schmerzlich vermissen, zumal andere Mini-PCs im selben Preisbereich darüber verfügen. Die Stromversorgung erfolgt entsprechend ausschließlich über die DC-Buchse.

Drahtlos funkt der MP20 mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Beim Chipsatz handelt es sich um den Realtek 8852BE. Für die Ethernet-Kommunikation kommt der Realtek RTL8168/8111 zum Einsatz.

Performance: Wie schnell ist der Blackview MP20?

Der N150 ist primär für einfache Aufgaben wie Office gedacht, weshalb die Erwartungen eher niedrig sind. Gaming kann man hier, bis auf Retro-Games, völlig vergessen. Bei PCMark 10 erzielt der MP20 im Schnitt 3447 Punkte mit Spitzen bei 3470 und 3397 Punkten. Das ist ein enorm starkes Ergebnis, übliche Werte für diese CPU liegen bei 3200 und starke Werte normalerweise bei knapp 3300 Punkten. Im Benchmark 3Dmark Time Spy gibt es ebenfalls starke 459 Punkte, zusammengesetzt aus 403 Grafik- und 2250 CPU-Punkten. Beispielsweise übertrifft der Minisforum UN150P (Testbericht) den MP20 hier ein wenig, durch zusätzliche 200 CPU-Punkte. Im Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 schafft der MP20 einen Score von 1264 im Single- und 2975 im Multi-Core. Der Open-CL-Benchmark vergibt 4271 für die Grafikleistung. Abschließend attestiert Cinebench R24 dem N150 61 Punkte im Single- und 183 Punkte im Multi-Core. Damit misst sich der Blackview MP20 mit den stärksten Mini-PCs mit Intel-N150-CPU. Die CPU ist allerdings sehr auf Sparsamkeit getrimmt – wer mehr Leistung benötigt, muss zu höherpreisigen Alternativen von AMD greifen.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Blackview MP20?

Im Idle verbraucht der MP20 gerade einmal 6 bis 8 W. Unter Volllast liegt der Gesamtverbrauch konstant bei 25 W und die Taktrate im Schnitt bei 2,5 GHz. 15 W genehmigt sich davon alleine die CPU. Die GPU läuft dauerhaft mit dem maximalen Takt von 1 GHz. Damit sollte das System immer eine gleichbleibend starke Leistung liefern.

Lüfter: Wie laut ist der Blackview MP20?

Im Idle ist der MP20 flüsterleise. Erst unter Last ist der Lüfter überhaupt zu hören. Wir messen mit dem Smartphone 32 dB(A) direkt am Gehäuse und 20 dB(A) in einem Meter Entfernung. Dabei lasten wir das gesamte System mittels Aida64-Stresstest aus. Die CPU erreicht maximal 83 Grad, im Mittel nur 76 Grad. So kann der Mini-PC immer seine maximale Leistung liefern, ohne in das Thermal Throttling, also temperaturbedingtes Heruntertakten, zu kommen. Die Lautstärke des Mini-PCs ist absolut in Ordnung, die Lüfter sind vergleichsweise leise, wenn auch nicht vollkommen lautlos. Alles in allem macht die Kühlung einen guten Eindruck.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Blackview MP20 installiert?

Auf dem Blackview MP20 ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund. Das System verzichtet zudem auf jedliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste.

Ins BIOS kommen wir problemlos über die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows. Auf diese Weise können wir Secure Boot deaktivieren, von unserem Ventoy-USB-Stick booten und Ubuntu 24.04.3 LTS problemlos installieren. Dabei wird direkt die richtige Auflösung gewählt; WLAN, Bluetooth und Ethernet funktionieren ebenfalls. Beim Audio können wir unsere Kopfhörer über Aux ebenfalls direkt nutzen. Das Aufwecken aus dem Ruhemodus, was gerne Probleme bereitet, funktioniert hier ebenfalls auf Anhieb.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Blackview MP20?

Optisch wirkt der MP20 fast wie ein geschrumpfter Nipogi AK1 Pro (Testbericht). Beide haben ein schwarzes Gehäuse, mit einem kupferfarbenen Ring in der oberen Hälfte. Der MP20 ist allerdings nicht zweiteilig aufgebaut und bietet durch den kleineren Umfang auch weniger Anschlüsse. Das Gehäuse ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und solide verarbeitet. Es gibt keine scharfen Kanten, nur lässt es sich, wie üblich bei günstigen Kunststoff-Gehäusen, leicht eindrücken und knarzt dabei deutlich. Beim Transport hat die Oberfläche auch direkt Schaden genommen. Beim ersten Aufbauen hatte das Gehäuse zudem einen intensiven chemischen Geruch, der sich aber mit der Zeit verzogen hat. Die Außenmaße belaufen sich auf 100 × 100 × 35,2 mm. Bei einem Gewicht von 265 g ist der Mini-PC sehr kompakt und portabel.

Das Öffnen, etwa zum Aufrüsten der Komponenten, gestaltet sich wie üblich. Unter den vier Gummifüßen auf der Unterseite befinden sich vier Schrauben, die mit einem langen Schraubendreher gelöst werden können. Danach lässt sich der Deckel mitsamt des kupferfarbenen Zier-Rings abnehmen. Anschließend hat man Zugriff auf RAM und SSD, für den Lüfter muss man zusätzlich das gesamte Mainboard herausnehmen.

Preis: Was kostet der Blackview MP20?

Beim Hersteller selbst kostet der MP20 mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher aktuell 248 Euro, die Variante mit 8/256 GB ist ab 192 Euro erhältlich.

Fazit

Der MP20 liefert mit seinem Intel N150 mehr Leistung als sonst üblich. Dennoch ist er vor allem für einfache Aufgaben gedacht und ist insgesamt sehr sparsam. Mit seiner geringen Betriebslautstärke eignet er sich demnach gut als einfacher Office-PC. Durch seine geringe Größe ist er sehr portabel, bietet nicht viel mehr als nur die nötigsten Anschlüsse. Die Aufrüstbarkeit ist zudem sehr begrenzt. Für den Betrieb mit Windows können wir aus Erfahrung nur die getestete Variante mit 16 GB RAM empfehlen. Modelle wie der Minisforum UN150P und UN100P waren ein No-Brainer um 200 Euro. Da diese aber anscheinend dauerhaft ausgemustert sind, ist der MP20 ein solider Nachfolger, der nur bei den Anschlüssen nicht ganz mithalten kann – insbesondere, dass USB-C fehlt, ist 2025 ein echter Malus.

Nipogi E3B im Test: Leiser und hochwertiger Mini-PC mit Ryzen 5 ab 278 Euro

Hochwertig, günstig & von Ryzen 5 bis 7: Für einen Preis ab 279 Euro bietet der Nipogi E3B ein gutes Gesamtpaket. Wir haben den Mini-PC in der Praxis getestet.

VORTEILE
  • hochwertig
  • leise
  • gute Leistung
NACHTEILE
  • nur einmal USB-C & Ethernet
  • SSD nur mit SATA-Geschwindigkeit
  • mit zahlreichen unterschiedlichen CPUs zu haben

Hochwertig, günstig & von Ryzen 5 bis 7: Für einen Preis ab 279 Euro bietet der Nipogi E3B ein gutes Gesamtpaket. Wir haben den Mini-PC in der Praxis getestet.

Der Nipogi E3B steht im Reigen der soliden Mittelklasse-Mini-PCs mit Chips der fünften Ryzen-Generation. Er ist der quasi-Nachfolger des Nipogi AM02 Pro, denn auf Amazon finden sich in den ehemaligen Inseraten des AM02 Pro nun die Ausführungen des E3B. Der AM02 Pro war bis zu seinem Ausverkauf Testsieger unserer Bestenliste der günstigen Mini-PCs, insofern stehen die Zeichen für den E3B gut. Denn mit Ryzen-Chips der fünften oder gar siebten Generation und 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) bietet er im Preisbereich um 300 Euro gute, wohl bewährte Kost. Zudem gibt es USB-C und ein ansprechendes Gehäuse. Wie viel dahintersteckt, zeigen wir im Test.

Das Testgerät hat uns Nipogi zur Verfügung gestellt.

Update (14. April 2025): Das Gerät, das wir zum Test zur Verfügung gestellt bekommen haben, verwendete den Ryzen 7 5825U. Leider gibt es den Nipogi E3B bereits seit 19. März 2025 nicht mehr mit diesem Chip. Um die Vergleichbarkeit beizubehalten, haben wir ihn mit den nun verwendeten Prozessoren Ryzen 5 7430U und Ryzen 7 5700U nachgetestet. Das Gehäuse und die sonstige Ausstattung sind weitestgehend gleich geblieben. Nachfolgend zeigen wir neben der ursprünglichen Variante nun beide CPUs im Vergleich, ob also die Leistung, der Verbrauch und die Lautstärke vergleichbar sind und welche Besonderheiten die neue Variante bietet.

Zum 03. Januar 2026 sind die Varianten mit Ryzen 5 7430U und Ryzen 7 5700U auf knapp 340 Euro angestiegen, wobei auch hier der Hintergrund die Kostenexplosion bei Speicherchips sein dürfte. Damit liegen beide deutlich über dem bisher üblichen Normalpreis. Mit einem Ryzen 7 7730U gibt es ihn aber noch unter 300 Euro – bei Ebay kostet er so 278 Euro.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Nipogi E3B?

Der Nipogi E3B setzte ursprünglich in der von uns zuerst getesteten Ausstattung auf einen Ryzen-Chip auf Basis der Zen-3-Architektur mit dem Codenamen Barcelo. Konkret ist hier der Ryzen 7 Pro 5825U im Einsatz, der über acht Kerne bei 16 Threads verfügt. Der maximale Boost-Takt liegt bei 4,5 GHz, der Grund-Takt bei 2,0 GHz. Die thermische Verlustleistung des Chips ist mit 15 Watt angegeben. Als integrierte Grafikeinheit kommt eine Radeon RX Vega 8 zum Einsatz, die mit bis zu 2000 MHz taktet und deutlich weniger Leistungspotenzial aufbietet als die Radeon 780M. Eine KI-Beschleunigung über eine NPU (Neural Processing Unit) im Prozessor gibt es nicht, diese bietet AMD erst ab den Ryzen-AI-Chips.

Beim Arbeitsspeicher bietet unser Testgerät 16 GB an DDR4-RAM, der in Form von zwei SO-DIMM-Modulen von Lexar mit je 8 GB und 3200 MT/s (Mega Transfers per Second) eingesetzt ist. Wahlweise kann man 32 GB bekommen oder den RAM selbst auf bis zu 64 GB erweitern, wozu man die bestehenden Module austauschen muss. Die SSD von Rayson im Formfaktor M.2-2280 ist 512 GB groß und nutzt leider nur den SATA-Standard, wie auch unser Test mit dem Speicher-Benchmark Crystaldiskmark bestätigt. Hier erreicht sie magere Schreibraten von 470 MB/s und Leseraten von 544 MB/s. Im Preisbereich unter 300 Euro sind SATA-M.2-SSDs nicht unüblich, es gibt aber auch Modelle wie den Mini-PC U58 (Testbericht), die trotzdem eine schnellere NVMe-M.2-SSD verwenden. Ferner kann man eine weitere M.2-2280-SSD in einen zusätzlichen, freien Slot einbauen.

Bei den Anschlüssen finden sich sechs USB-A-Buchsen sowie ein Port mit USB-C 3.2 Gen2, der auch Bildübertragung unterstützt (4K bei 60 Hz). Außerdem gibt es HDMI 2.0 und Displayport 1.4. Aktuellere Übertragungsstandards sind mit HDMI 2.1 und Displayport 2.0 zwar theoretisch verfügbar, in dieser Preisregion aber nicht erwartbar.

Bei den drahtlosen Schnittstellen sind Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 vertreten. Auch hier gäbe es aktuellere Verbindungsstandards, die aber in diesem Preisbereich ebenfalls unüblich sind. Zudem gibt es für Wi-Fi 7 derzeit nur zwei Hersteller von entsprechenden Chipsätzen – Mediatek und Intel – wobei letztere die Verwendung nur in Verbindung mit Intel-CPUs ermöglichen. Als Wi-Fi-Chipsatz kommt hier ein Realtek RTL 8852BE zum Einsatz. Für die kabelgebundene Internetverbindung gibt es einen einzelnen Gigabit-LAN-Port. Für Einsätze als Firewall-Appliance wären zwei Ethernet-Ports hilfreich.

Andere Ausstattungsvarianten: Ryzen 7 5700U

So wie oben beschrieben, haben wir den E3B erstmals getestet. Mit diesen Ausstattungsmerkmalen gibt es den Mini-PC inzwischen aber nicht mehr. Statt dem Ryzen 7 5825U kommen nun entweder der Ryzen 7 5700U oder der Ryzen 5 7430U zum Einsatz. Beide CPUs kennen wir inzwischen auch aus einigen anderen Systemen im gleichen Preisbereich. Der Ryzen 7 5700U stammt im Unterschied zum 5825U aus dem Jahr 2021 statt 2022 und hat einige Defizite im Vergleich. So takten die CPU und Grafik geringer und die CPU verfügt nur über halb so viel L3-Cache, womit der Chip eine geringere Leistung als der Ryzen 7 5825U bietet. Konkret gesprochen verfügt der Ryzen 7 5700U über acht Kerne mit einem Takt bis zu 4,3 GHz und 16 Threads. Es handelt sich um einen Chip der Zen-2-Architektur unter dem Codenamen Lucienne mit 7 nm. Der L3-Cache liegt bei 8 MB, die thermische Verlustleistung bei 25 Watt. Die maximale Betriebstemperatur liegt bei 105 Grad statt 95 Grad bei Barcelo. Die iGPU ist wieder eine RX Vega 8, die aber nur mit 1900 MHz taktet und 8 CUs (Compute Units/Recheneinheiten) bietet.

Im E3B mit Ryzen 7 5700U kommt neben der CPU auch ein anderes SSD-Modell, anderer RAM sowie eine andere WLAN-Konfiguration zum Einsatz. Beim RAM gibt es weiterhin 16 GB, die aber als einzelner SO-DIMM-DDR4-Riegel mit 3200 MT/s eingesetzt sind. Auch bei der SSD gibt es Veränderungen, hier sogar ausdrücklich positive: Gegenüber der SATA-M.2-SSD der 5825U-Variante des E3B kommt das 5700U-Modell mit einer flotten, 512 GB großen NVMe. Diese schreibt laut Test mit Crystaldiskmark mit 2542 MB/s und liest mit 3489 MB/s deutlich flotter als die SATA-Variante. Zum Einsatz kommt dabei das Modell Rayson RS512GSSD710.

Wie angesprochen hat sich auch die Konfiguration der WLAN-Schnittstelle verändert – ebenfalls positiv: Statt Wifi 6 gibt es hier nun Wifi 6E und Bluetooth 5.2, wobei auf den WLAN-Chipsatz MT7902 von Mediatek gesetzt wird. Die Anschlüsse und restliche Ausstattung sind identisch zum ursprünglichen Modell mit Ryzen 7 5825U.

Andere Ausstattungsvarianten: Ryzen 5 7430U

Eine weitere neue Ausstattungsvariante besteht in der mit Ryzen 5 7430U – eine CPU, die bei Mini-PCs erst seit Kurzem Verwendung findet, an sich aber bereits seit September 2023 auf dem Markt ist. Es handelt sich zwar laut Nomenklatur um eine CPU der siebten Ryzen-Generation, tatsächlich verbirgt sich dahinter aber die Zen-3-Architektur der vorherigen fünften Generation. Diese ist in 7 nm gefertigt und hört auf den Codenamen Barcelo – wie beim 5825U. Der Chip verfügt über sechs Kerne und 12 Threads, sein Taktbereich liegt zwischen 2,3 GHz und maximal 4,3 GHz. Die thermische Verlustleistung liegt bei 15 Watt und damit niedriger als beim 5700U, gleiches gilt für die maximale Betriebstemperatur von 95 Grad statt 105 Grad. Als iGPU kommt eine mit 1800 MHz taktende Radeon RX Vega 7 zum Einsatz, die folglich eigentlich schlechter sein müsste, als die Vega 8 des 5700U – doch ob das hier auch so ist, zeigt sich später.

Dafür kommt hier wieder nur eine SATA-M.2-SSD zum Einsatz, die in Crystaldiskmark Schreibraten von 467 MB/s und Leseraten von 533 MB/s erreicht. Hier kommt ebenfalls eine Rayson-SSD zum Einsatz, das Modell RS512GSSD310. Der RAM von Shenzen Longsys ist in zwei 8 GB großen DDR4-SO-DIMM-Modulen mit 3200 MT/s unterteilt.

Veränderungen gibt es auch bei dieser Variante des E3B beim WLAN-Chipsatz, denn hier kommt zwar auch wieder ein Mediatek-Modell, konkret aber ist es hier das MT7922. Auch dieses unterstützt erfreulicherweise Wifi 6E und Bluetooth 5.2

Performance: Wie schnell ist der Nipogi E3B?

Der Ryzen 7 5825U gehört zu den klassischen Office-Mittelklasse-CPUs. Als solche bietet er eine starke Alltagsleistung, ist aber insbesondere bei der Grafik schwächer. Beim klassischen Büro-Benchmark PCmark 10 gibt es für das System durchschnittlich 6068 Punkte, mit Ausreißern bei 6093 Punkten und 5976 Punkten. Das sind mit ähnlich teuren Mini-PCs vergleichbare Werte und zeigt, dass der E3B im Alltag eine mehr als ausreichende Performance bietet. Außerdem haben wir mit 3Dmark Time Spy die CPU- und Grafik-Performance gemessen. Das gesamte System erreicht 1529 Punkte, die CPU liegt mit 7339 Punkten deutlich über dem im Preisbereich üblichen Wert. Gleiches gilt für die Grafikleistung, für die es 1342 Punkte gibt.

Der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench attestiert dem Mittelklasse-System im Single-Core-Test 1935 Punkte und im Multi-Core 8048 Punkte. Gerade der Multicore-Wert liegt etwa 1500 bis 2000 Punkte über den in diesem Preisbereich üblichen Ergebnissen. Ein ähnliches Bild liefert auch der Test von Cinebench, wobei wir im Single-Core-Test 84 Punkte und im Multi-Core 567 Punkte erzielen. Der Nipogi AM06 Pro kommt hier im Multi-Core auf etwa 502 Punkte, im Single-Core mit 85 Punkten ist der Unterschied nicht der Rede wert.

In der Preisklasse unter 350 Euro testen wir für gewöhnlich kaum Spiele, da die Hardware dort schlichtweg nicht darauf ausgelegt ist. Dennoch haben wir eine Runde Anno 1800 angeworfen, wobei die Framerate zwischen 17 und 34 FPS (Bilder pro Sekunde) schwankt. Damit ruckelt das Spiel immer wieder und so richtig Spaß kommt nicht auf. Dabei sind wir schon mit niedrigsten Grafikoptionen unter Full-HD unterwegs und haben FSR (FidelityFX Super Resolution) aktiviert.

Ausstattungsvariante mit Ryzen 7 5700U

Die Unterschiede sind beim Modell mit Ryzen 7 5700U in der Tat gravierend. Bei PCmark erreicht der Chip selbst für die fünfte Ryzen-Generation niedrige Ergebnisse und bleibt deutlich unter 5000 Punkten. Im Schnitt erzielt er 4818 Punkte, mit Spitzen nach oben bei 4856 Punkten sowie nach unten bei 4760 Punkten. Das Ergebnis von Time Spy von 945 Punkten, zusammengesetzt aus 828 Grafik-Punkten und 4886 CPU-Punkten ist ebenfalls unterdurchschnittlich. Bei Cinebench gibt es 72 Punkte im Single-Core-Durchlauf sowie 493 Punkte bei Multi-Core. Der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 fördert 1550 Punkte im Single- sowie 5460 Punkte im Multi-Core zutage, der Open-CL-Grafik-Test landet bei 13121 Punkten.

All das sind eher magere Werte, wobei insbesondere die Grafikeinheit Kopfschmerzen bereitet. Das zeigt sich nicht nur anhand der Benchmarks, auch unsere Spieletests bestätigen das Bild. So ist Counter Strike 2 absolut unspielbar und wir wurden bereits vom Gegner getroffen, bevor wir uns überhaupt einen Schritt bewegen konnten. Gleiches gilt auch für Anno 1800, das unter 14 FPS bei niedrigsten Einstellungen in Full-HD schafft, mit aktiviertem FSR auf „Leistung“. Wer spielen möchte, ist in diesem Preisbereich aber ohnehin schlecht aufgehoben – vom E3B mit 5700U sollte man aber ganz besonders Abstand nehmen.

Ausstattungsvariante mit Ryzen 5 7430U

Ein besseres Bild liefert da der Ryzen 5 7430U ab. Dieser erreicht bei PCmark 10 durchschnittlich 5858 Punkte, also knapp 1000 Punkte besser als der 5700U. Ausreißer gibt es bei 5935 Punkten sowie 5747 Punkten. Auch das Ergebnis bei Time Spy von 3Dmark kann sich mit 1375 Punkten (Gesamt) sehen lassen, wobei es 1213 Punkte für die Grafik und 5741 Punkte für die CPU gibt. Das ist signifikant besser, wenn auch immer noch unter dem 5825U. Dies bestätigt auch der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6, wo mit Ergebnissen von 1796 Punkten (Single-Core) und 6648 Punkten (Multi-Core) sowie 14208 Punkten (GPU: Open-CL-Score) ebenfalls deutlich bessere Resultate herauskommen. Bei Cinebench 2024 gibt es 457 Punkte für Multi-Core und 82 Punkte für Single-Core. Alle Benchmarks laufen folglich deutlich besser mit dem 7430U, auch wenn es sich dabei „nur“ um einen Ryzen 5 handelt, der also vermeintlich schwächer als der obige Ryzen 7 ist. Der Generationssprung zwischen den beiden unterschiedlichen Chip-Architekturen hinterlässt aber dennoch deutlich erkennbare Spuren.

Sogar an Spiele ist teils zu denken – erstaunlich – und Counter Strike 2 ist tatsächlich relativ spielbar zwischen 40 und 60 FPS bei niedrigen Einstellungen. Anno 1800 läuft ebenfalls recht flüssig mit 21 bis 48 FPS in der Spitze, auch wenn wir FSR und die niedrigsten Optionen dafür aktivieren müssen. In jedem Fall ist das ein ganz anderes Erlebnis, als beim 5700U.

Lüfter: Wie laut ist der Nipogi E3B und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Die Lautstärke des Nipogi E3B ist verschwindend gering. Bei ruhendem Desktop mit einzelnen geöffneten Programmen verbraucht das System etwa 15 Watt und arbeitet mit 28 dB(A) – gemessen direkt am Gehäuse. Doch auch wenn wir den PC mit dem Stresstest von Aida64 oder Prime95 unter Volllast setzen, erreichen wir mit knapp 38 dB(A) am Gehäuse keine störende Größenordnung. Mit einem Meter Abstand messen wir nur 34 dB(A). Die CPU erreicht etwa 83 °C und bleibt auch nach längerer Zeit bei einem Takt von etwa 2,8 GHz. Für den Boost-Takt reicht es nur wenige Sekunden. Unter Volllast bezieht der PC etwa 52 Watt, wobei der Wert nach etwa fünf Minuten auf moderate 47 Watt fällt.

Die beiden anderen Ausstattungsvarianten des E3B mit Ryzen 5 7430U sowie Ryzen 7 5700U sind beide minimal lauter. In der Spitze legt der 7430U bei etwa 39, der 5700U bei 41 dB(A) am Gehäuse. Dabei laufen die Lüfter im Falle des 5700U-Modells dauerhaft bei niedriger Drehzahl, wohingegen die des 7430Us zwischenzeitlich gänzlich stillstehen. Im Idle-Zustand ist insofern der 7430U das leisere System.

Im Stromverbrauch nehmen sich die Chips wenig. Der 5700U benötigt unter Volllast etwa 48 Watt, bei ruhendem Desktop 9 bis 12 Watt und bei der Verwendung von Browser oder anderen üblichen Alltags-Anwendungen zwischen 20 und 25 Watt. Unter Last läuft der 5700U mit 2,5 GHz, mit gelegentlichen Sprüngen auf 2,7 GHz. Die CPU heizt sich dabei schon nach acht Minuten auf 85 Grad auf, was vergleichsweise viel, wenn auch nicht direkt schädlich ist. Auf lange Sicht könnten höhere Temperaturen aber zu Thermal Throtteling und einer verkürzten Lebensdauer des Chips führen. Der 7430U liegt hingegen unter Last bei 79 Grad ein wenig kühler und taktet mit 3,0 GHz. Nach 10 Minuten pendelt sich der Takt stabil auf 2,9 GHz ein, die Temperatur beträgt dann 83 Grad in der Spitze. Der Verbrauch liegt mit 43 Watt etwas niedriger. Bei ruhendem Desktop sind es ebenfalls 9 bis 12 Watt, verwendet man Browser oder andere Anwendungen sind meist 20 Watt.

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Nipogi E3B?

Als Betriebssystem kommt in allen Ausstattungsvarianten Windows 11 Pro mit Feature-Update 23H2 zum Einsatz. Das Update auf Version 24H2 nimmt einige Zeit in Anspruch, weshalb es schneller sein kann, Windows direkt mit dem aktuellen Softwarestand neu zu installieren. Ebenfalls ist der Betrieb von Linux möglich, indem man mit der F7-Taste das Boot-Menü oder mit der DEL-Taste das BIOS öffnet, um darüber den bootfähigen USB-Stick auszuwählen. In unserem Versuch mit dem auf Ubuntu basierenden Tuxedo OS mit KDE-Desktop waren am 5825U-Modell alle Geräte und Funktionen nutzbar und der Mini-PC direkt mit dem Internet verbunden. Auch die Audio-Abhängigkeiten von Pulseaudio waren direkt richtig konfiguriert. Beim 5700U-System konnten wir WLAN, Bluetooth und Ton hingegen nicht verwenden, Linux lief aber zumindest. Auch der Schlafmodus/Standby machte hier im Unterschied zum 5825U Probleme und das System hängte sich auf dem Sperrbildschirm auf. Uns blieb hier nichts anderes, als das System per langem Knopfdruck Zwangs-abzuschalten. Während beim 7430U-Modell zwar Bluetooth, WLAN und Ton einwandfrei funktionierten, gab es auch hier leider dieselben Probleme mit dem Standby-Modus. Beim ursprünglichen System hatten wir derartige Schwierigkeiten nicht.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Nipogi E3B?

Der Nipogi E3B besteht vollständig aus schwarzem Kunststoff und fühlt sich recht hochwertig an. Die Oberseite ist mit einer diagonal verlaufenden Riffelung versehen, die Textur verleiht dem Gehäuse eine deutlich frischere Optik. Die Verarbeitung ist tadellos, die Übergänge gut umgesetzt. Von Nipogi gewohnt sind wir schon die zahlreichen aufgeklebten Sticker, die auf Whatsapp-Support oder Tipps zur Einrichtung verweisen. Besonders ungewöhnlich ist der Aufkleber, hinter dem sich der Ethernet-Port verbirgt, der die Empfehlung gibt, das System bei der Einrichtung nicht mit dem Internet zu verbinden. Auf diese Weise lässt Windows nämlich die schnellere Ersteinrichtung ohne Microsoft-Account zu.

Die Erreichbarkeit des Gehäuseinneren ist nach dem Lösen der vier Schrauben im Gehäuseboden unter den Gummifüßen gewährleistet. Danach muss man noch eine Zwischenplatte aus Metall lösen und hat dann Zugriff auf SSD, RAM und WLAN-Karte. Außerdem ist die CMOS-Batterie erreichbar, falls man das BIOS zurücksetzen muss. Die Gehäusemaße betragen 120 × 120 × 40 mm.

Preis: Was kostet der Nipogi E3B?

Der Nipogi E3B ist in der Ausstattung unseres Testgeräts mit Ryzen 7 5825U, 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher aktuell nicht mehr erhältlich. Stattdessen gibt es bei der 16-GB-Variante nun drei Chips zur Auswahl. Infolge der Kostenexplosion bei Speicherchips sind sie allerdings über den Normalpreis hinaus gestiegen. Mit dem Ryzen 7 5700U kostet er aktuell 339 Euro.

Die andere, noch verfügbare Variante mit dem Ryzen 5 7430U, 16 GB RAM sowie 512 GB SSD liegt normalerweise bei 299 Euro. Aktuell liegt der Preis ebenfalls bei 340 Euro. Sie ist ein gutes Stück leistungsfähiger als das Modell mit dem Ryzen 7 5700U – und daher in unseren Augen eher zu empfehlen. Die 32-GB-Version mit dem Ryzen 5 7430U ist nicht mehr erhältlich.

Bei Ebay finden wir weiterhin noch eine Ausführung mit dem Ryzen 7 7730U, welche am mit 278 Euro am günstigsten ist.

Insgesamt ist die Auswahl des Prozessors sehr verwirrend und volatil. Hier muss sich der Hersteller um Klarheit bemühen, ein solches Wirrwarr, welcher Prozessor mit welcher Ausstattung nun verwendet wird, ist nicht kundenfreundlich.

Die von uns angegebenen Rabattcodes und Amazon-Anklick-Coupons gelten zum Zeitpunkt des Produkttests oder der letzten Aktualisierung der Bestenliste, respektive des Einzeltests. Da sich diese Coupons kurzfristig ändern oder auslaufen können, können die Preise zu einem späteren Zeitpunkt abweichen.

Fazit

Der Nipogi E3B hinterlässt im Test einen durchweg guten Eindruck. Die Leistung ist etwas überdurchschnittlich für den Preisbereich, die Ausstattung recht üppig – auch wenn andere um 300 Euro schon schnelle NVMe-SSDs statt nur einer SATA-SSD bieten. Im Alltag sind die Unterschiede aber ohnehin marginal, lediglich für größere Dateien ist das relevant. Bemerkbar ist hingegen die vergleichsweise geringe Geräuschemission durch den Lüfter, der auch unter Volllast kaum zu hören ist.

Für Spiele ist der Mini-PC dennoch nicht gemacht, hier muss man preislich höher ins Regal greifen. Anno 1800 ist auch in niedrigen Einstellungen unspielbar, von neueren Titeln ganz zu schweigen. Der Betrieb von Linux gelingt hingegen problemfrei. Insgesamt bekommt das System also eine klare Empfehlung zum fairen Kurs ab 278 Euro (Ebay). Der Nipogi E3B ist ein sehr guter Allrounder für Office-Aufgaben oder Ähnliches. Etwas unkonventionell ist die Vielzahl an verschiedenen Ryzen-Prozessoren, mit denen der E3B inzwischen zu haben ist. Sie alle haben ihre Eigenheiten, die sich in unserem Nachtest der betroffenen Varianten aufgezeigt haben. Wirklich übersichtlich ist das aber nicht.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Guter Mini-PC sogar mit USB-C für 162 Euro: Ninkear N9 im Test

Schick, brauchbar und ab 162 Euro: Der Ninkear N9 gewinnt in keinem Punkt einen großen Blumentopf, räumt aber über den Preis richtig ab. Wie gut der Mini-PC wirklich ist, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • günstiger Preis
  • schickes Gehäuse
  • gute Kühlung
  • USB-C mit Displayport
NACHTEILE
  • nur ein RAM-Modul
  • nur SATA-Geschwindigkeit bei M.2-SSD

Schick, brauchbar und ab 162 Euro: Der Ninkear N9 gewinnt in keinem Punkt einen großen Blumentopf, räumt aber über den Preis richtig ab. Wie gut der Mini-PC wirklich ist, zeigt unser Test.

Ninkear: Dieser Name ist vielleicht keiner von Rang und Welt, der Hersteller stellt aber dennoch einen gepflegten Preis-Leistungs-Kracher auf die Beine. Trotz des niedrigen Preises bekommt man mit einem Intel N95 und 8 GB Arbeitsspeicher (RAM) auf dem Papier noch eine absolut brauchbare Hardware. Doch nicht nur das, der Hersteller lässt es sich nicht nehmen, selbst Premium-Features, wie einen USB-C-Anschluss mit 8K-Displayport-Unterstützung zu integrieren. Was dahintersteckt und ob der Ninkear N9 taugt, zeigen wir in diesem Testbericht. Das Testgerät hat uns Geekbuying zur Verfügung gestellt.

Hinweis: Dieser Testbericht entspricht dem Stand des Testzeitpunkts vom 19. Juni 2024. Inzwischen ist der Ninkear N9 nicht mehr verfügbar. Da es sich aber um ein Whitelabel-Produkt handelt, das verschiedene Hersteller unter ihrem Namen anbieten, bekommt man ihn aktuell noch als N-One NPC S für 162 Euro.

Wie ist die Ausstattung des Ninkear N9?

Im Ninkear N9 kommt ein Intel N95 zum Einsatz, der uns bereits aus anderen günstigen Mini-PCs bekannt ist. Dieser mit maximal 3,4 GHz arbeitende Vierkerner (vier Threads) ist direkter Nachfolger der früheren, leistungsschwachen Intel-Celeron-Prozessoren. Dabei arbeitet er eine Idee langsamer, als der verwandte und noch verbreitetere Intel N100.

Dazu bekommt man beim N9 noch 8 GB RAM nach DDR4-Standard, welcher als einzelnes SODIMM-Modul gesteckt ist. Zudem gibt es eine 256 GB große SSD als M.2-Modul, leider nur nach SATA-Standard. Im Benchmark Crystaldiskmark erreicht der N9 533 MB/s beim Lesen und 508 MB/s beim Schreiben. In diesem Preisbereich sind wir aber schon froh, überhaupt noch eine Art von SSD zu bekommen anstelle des noch langsameren HDD- oder eMMC-Speichers. Als Module lassen sich RAM und SSD auch tauschen, wobei der Hersteller keine Angaben zur maximalen Speichermenge macht. Bei Mini-PCs sind aber Speicherlimits üblich, weshalb wir auch hier von einem Limit ausgehen.

Bei den Anschlüssen überzeugt der Ninkear N9 mit Klasse statt Masse. So kommen – ungewöhnlich für einen günstigen Mini-PC – neben USB-A und HDMI (4K bei 60 Hz) auch USB-C (mit Displayübertragung bis 8K bei 60 Hz) und Displayport (bis 8K bei 60 Hz) zum Einsatz. Üblich ist in diesem Preisbereich nur HDMI. Ethernet-LAN-Ports besitzt der PC nur einen – ein Zweiter wäre praktisch, worauf man aber verzichten kann, wenn man den Rechner nicht als Firewall-Appliance nutzen möchte.

Bei den drahtlosen Schnittstellen muss man dafür leider veraltete Standards in Kauf nehmen, was wir angesichts des Kampfpreises und der sonstigen Ausstattungsmerkmale verzeihen können. Zum Einsatz kommen hier Bluetooth 4.2 und Wi-Fi 5.

Was leistet der Ninkear N9?

Der Intel N95 ist vergleichbar mit dem Intel N100 und erreicht im Benchmark PCmark 10 etwa 200 Punkte weniger. Das Ergebnis von etwa 2990 Punkten kann sich dennoch sehen lassen, gerade, wenn man sich den Preis in Erinnerung ruft. Etwas mehr Arbeitsspeicher wäre für die Gesamtperformance sicher dienlich gewesen, 8 GB reichen aber noch aus. Insgesamt sind dem System im Alltag damit naturgemäße Grenzen gesetzt, womit der Mini-PC bei vielen geöffneten Tabs an sein Limit kommt. Für den Betrieb im Homeoffice dürfte die Hardware aber vollkommen ausreichen.

Ein klassisches Intel-Thema ist die deutlich schlechtere integrierte Grafik, wo der Chip-Hersteller einfach nicht mit Konkurrent AMD mithalten kann. Das ist auch hier wieder festzustellen und die integrierte Intel UHD Graphics macht schon bei einfachen Grafik-fordernden Anwendungen die Grätsche. Das zeigt das Ergebnis in 3Dmark Time Spy, wo das Gesamtsystem auf 345 Punkte, die Grafik aber nur auf 301 Punkte kommt. Im Vergleich mit dem N100-Prozessor kann sich das Resultat aber tatsächlich sehen lassen, ist die CPU mit 2014 Punkten doch sogar minimal besser als beim stärker ausgestatteten T-Bao N100 (Testbericht). Im Gesamtergebnis hat dieser 30 Punkte Vorsprung, was aber so gering ist, dass es auch eine Messungenauigkeit sein könnte. Angesichts der Hardware sehen wir von Spieletests ab, da solch günstige Mini-PCs zum Zocken schlichtweg nicht gemacht sind.

Die Einrichtung von Windows erfolgt im üblichen Prozedere, wobei man ab Werk nicht wie bei Windows 11 üblich einen Account verwenden muss, sondern ein lokales Benutzerkonto anlegt. Auf dem System befindet sich die standardmäßig bei jeder Windows-11-Installation vorhandene Bloatware, der Hersteller verzichtet auf zusätzliche Software – gut so. Unsere übliche vollständige Virenüberprüfung mit Windows Defender endet ohne Virenfund. Beim Verbrauch hält sich das System mit meist unter 15 Watt zurück.

Wie laut ist der Ninkear N9?

Die Betriebslautstärke des Ninkear N9 fällt angesichts der Hardware wenig überraschend gering ist, es gab in der Vergangenheit schon erstaunlich schlechte Ausreißer. Die Lärmemissionen des Lüfters liegen am Gehäuse größtenteils unter 30 dB und sind kaum von den Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden. Auffällig ist bei der Kühlung, dass sich innen am Unterboden viel Kupfer befindet – dieser dient einer verbesserten Wärmeableitung.

Was ist uns sonst aufgefallen?

Mini-PC Ninkear N9 - Gehäuseinneres

Positiv aufgefallen ist uns die gute Zugänglichkeit zum Gehäuseinneren, das sich problemfrei nach dem Lösen von vier Schrauben öffnen lässt. Ganz besonders hilfreich ist dabei eine kleine Gummilasche im Unterboden, mit der man die Kunststoffplatte noch einfacher entfernen kann. Das haben wir so bisher nicht bei Mini-PCs gesehen, möchten dies aber für künftige Modelle nicht mehr missen – kleine Sache, große Wirkung. Verblüffend, dass hier ein so günstiger Rechner wegweisend bei der Zugänglichkeit ist.

Das Gehäuse misst die für Mini-PCs typischen 128 × 128 × 45 mm und ist mit 370 g erstaunlich leicht. Die Verarbeitung ist solide, das Material fasst sich gut an. Auf der Oberseite ist sogar ein ansprechendes Muster eingefügt und auch sonst wirkt der Mini-PC recht schick.

Was kostet der Ninkear N9?

Der Ninkear N9 ist inzwischen nicht mehr verfügbar. Da es sich aber um ein Produkt handelt, das verschiedene Hersteller unter ihrem Namen anbieten, gibt es Alternativen von anderen Marken. Als N-One NPC S gibt es ihn aktuell jedoch für 162 Euro.

Fazit

Der Ninkear N9 bietet zum günstigen Preis ein richtig gutes Gesamtpaket, das im Preisbereich nicht alles anders, aber vieles besser macht. Statt mehrerer HDMI-Ports hat sich der Hersteller entschieden, lieber verschiedene Bildschirmausgänge zu integrieren und beschert dem N9 lieber den praktischen USB-C-Port – sehr bemerkenswert und unüblich für den Preis.

Daneben weiß die Lautstärke zu gefallen, denn die fällt gering aus. Auch bei der Zugänglichkeit ans Gehäuseinnere hat Ninkear mit einem kleinen Detail mitgedacht. Die Leistung ist für den Preisbereich vollkommen in Ordnung, mehr ist schlicht nicht erwartbar. Die CPU reicht für wenig anspruchsvolle Arbeiten, wie im Homeoffice mit Dokumentenarbeit vollkommen aus. Schade ist, dass der Hersteller nur eine SSD mit SATA-Geschwindigkeit einsetzt und nur einen RAM-Slot anbietet. Dies aber ist angesichts des geringen Preises und der sonst wirklich überdurchschnittlich guten Ausstattung bereits Meckern auf hohem Niveau. Das System verdient sich daher vier Sterne im Test, angesichts von Leistung und den beiden anderen Kritikpunkten reicht es aber nicht für mehr.

Hinweis: Dieser Testbericht entspricht dem Stand vom 19. Juni 2024.

Mini-PC mit leiser Kühlung und guter Leistung: Nipogi E2 für 270 Euro im Test

Leise, günstig und trotzdem stark: Nipogi E2. Durch Intel N150, 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher liefert der Mini-PC gute Leistung für Office und Co. Ob sich ein Kauf lohnt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • geringer Stromverbrauch
  • sehr kompakt
  • gute Leistung
  • leiser Betrieb
NACHTEILE
  • alte Drahtlos-Standards
  • kein USB-C
  • SSD nur mit SATA-Geschwindigkeit

Leise, günstig und trotzdem stark: Nipogi E2. Durch Intel N150, 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher liefert der Mini-PC gute Leistung für Office und Co. Ob sich ein Kauf lohnt, zeigt unser Test.

Nipogi ist als Teil der Mini-PC-Union bekannt für ihre preiswerten Mini-PCs. Mit dem neuen Intel N150 und 16 GB RAM sowie üppigen 512 BG SSD-Speicher knüpft man hier nahtlos an. Das kompakte Gehäuse macht ihn als Office-Mini-PC noch attraktiver. Wie gut Leistung und vor allem Kühlung bei dem vermeintlichen Preis-Leistungs-Kracher sind, zeigt unser Test.

Hinweis (10. Februar 2026): Zum Testzeitpunkt am 7. April 2025 hat der Nipogi E2 noch unter 200 Euro gekostet. Inzwischen ist der Preis aber infolge der gestiegenen Speicherpreis deutlich teurer geworden und kostet so nun 270 Euro.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Nipogi E2?

Nipogi setzt im E2 auf den Intel N150. Die CPU wurde im Q1 2025 neu vorgestellt, setzt aber auf die Twin Lake-N-Architektur, die auf Alder Lake-N basiert – also Budget-Technik von vor vier Jahren. In der Neuauflage der N-Produktreihe von Intel ist der N150 die langsamste CPU. Man erhält vier Gracemont-Kerne in der Effizienz-Variante, die wegen fehlendem SMT (Simultaneous Multi Threading) auch nur vier Threads bieten. Der maximale Takt liegt bei 3,6 GHz mit einer TDP von 6 Watt. Der SoC beinhaltet eine iGPU (integrated GPU) mit Xe-Architektur, die mit 24 EUs (Execution Units) und 1 GHz maximalem Takt auch eher schwach ausfällt. Außerdem ist anzumerken, dass der unterstützte PCIe-Standard in der Version 3.0 schon deutlich veraltet ist.

Bereits bekannte CPUs der Reihe, die jedoch schon vor einiger Zeit vorgestellt wurden, sind der Intel N95, N97 oder auch N100. Dabei ist der N95 schneller als der N97 und dieser wiederum schneller als der N100. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen TDP von 15, 12 und 6 Watt sowie leicht unterschiedlichen Taktraten. Auch die Grafikeinheiten sind unterschiedlich stark und entsprechend an der CPU-Leistung orientiert. Der N150 sollte aber tatsächlich etwas schneller als ein N100 sein, durch seinen erhöhten Takt bei gleicher TDP. Sowohl N97 als auch speziell der N95 sind weiterhin schneller.

Als Speicher kommt ein M.2-SSD mit B+M-Key im Formfaktor 2280 zum Einsatz. Diese ist 512 GB groß und unterstützt nur SATA-Geschwindigkeiten – im Crystaldiskmark erhalten wir 536 MB/s im Lesen und 490 MB/s im Schreiben. Der Port selbst kann auch schnellere SSDs mit PCIe-Gen3-Geschwindigkeiten betreiben. Ein späteres Aufrüsten ist hier jederzeit möglich.

Bei RAM gibt es ein einzelnes SO-DIMM-Modul mit 16 GB im DDR4-Standard. Dieses liefert eine Übertragungsrate von 3200 MT/s (Mega Transfers per Second). Damit reizt das Modul die maximale Unterstützung der CPU bei Kapazität und Geschwindigkeit bereits aus. Das Upgrade des RAM-Moduls wäre hier zwar möglich, aber nicht sinnvoll. Der Mini-PC hat auch keinen zweiten Steckplatz, der Prozessor bietet aber ohnehin nur einen Speicherkanal – die Bandbreite der Übertragung lässt sich also nicht erweitern.

Zum Anschließen von Monitoren gibt es sowohl HDMI 2.0 als auch Displayport 1.4. Beide können mit 4k bei 60 FPS übertragen. Des Weiteren ist einmal Gigabit-Ethernet verbaut, die Nutzung als Firewall-Lösung ist also nicht ohne zusätzliche Hardware möglich. Die Stromversorgung erfolgt über den üblichen DC-Rundstecker. USB-C gibt es hier nicht, das ist in diesem Preissegment aber auch bei weitem kein Standard. Dennoch wäre es auch für einen Preis unter 180 Euro möglich, wie bereits vergangene Mini-PC-Tests zeigen.

Bei den Drahtlos-Schnittstellen setzt man leider nur auf Bluetooth 4.2 und Wifi 5, obwohl auch die neuesten Intel Wifi-7-Module unterstützt würden. Das wäre angesichts der sonstigen Hardware zwar ein Overkill, zumindest Wifi 6 und Bluetooth 5 hätten wir uns gewünscht.

Normalerweise benutzen wir zum Auslesen der Ethernet- und Wifi-Module Aida64, bei diesem Gerät können wir jedoch in der Software keine Chipsätze auslesen. Laut Windows handelt es sich beim Wifi-Chipsatz um den Realtek 8821CE, auch die Ethernet-Hardware soll aus dem Hause Realtek stammen.

Performance: Wie schnell ist der Nipogi E2?

Der Intel N150 ist eine absolute Budget-CPU. Auch wenn er auf einer alten Architektur aufsetzt, soll er besonders eines sein: effizient. Die CPU liegt leistungstechnisch genau zwischen dem N100 und N200. Entgegen der Namenskonvention sind der N97 und auch N95 wegen der höheren TDP bei gleicher Architektur und ähnlicher Taktrate ein wenig schneller.

Im PCmark 10 erzielt der Intel N150 im Mittel mit 3503 Punkten ein im Budget-Bereich sehr gutes Ergebnis – für einen N100 sind sonst in der Spitze 3200 Punkte, im Schnitt eher 3000 Punkte üblich. Bei 3Dmark Time Spy gibt es eine Gesamtbewertung von 479 Punkten, davon 420 Grafik- und 2359 CPU-Punkte. Hier zeigt sich vor allem die stärkere Grafikleistung durch die erhöhte Taktrate. Im Cinebench R24 gibt es 63 Punkte im Single- und 187 Punkte im Multi-Core. Zuletzt attestiert der Open-Plattform-Benchmark Geekbench 6 dem Nipogi E2 1283 Punkte im Single- und 3101 Punkte im Multi-Core sowie einen OpenCL-Score von 4343 für die Grafikeinheit.

So lässt sich der Intel N150 also als leistungsstarker Mitstreiter im Budget-Bereich einordnen, der weiterhin primär für Office-Aufgaben gedacht ist. An Gaming ist hier also bis auf Retro-Games nicht zu denken, weshalb wir auf entsprechende Tests verzichten.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Nipogi E2?

Der Mini-PC verbraucht im Idle etwa 10 Watt. Unter Volllast steigt der Verbrauch auf bis zu 26 Watt, von denen sich die CPU 15 Watt genehmigt. Die Taktrate liegt ganz kurz bei 3,6 GHz und pendelt sich danach stabil um 2,8 GHz ein. Anders als bei vielen Mini-PCs bleiben sowohl Verbrauch und Taktrate danach absolut konstant. Die CPU-Temperatur liegt im Mittel bei 70 Grad und erreicht maximal 76 Grad. Das ist also vollkommen unbedenklich und weit weg von einem Thermal Throttling, also dem thermisch-bedingten Heruntertakten der CPU. Das mitgelieferte Netzteil kann bis zu 30 Watt bereitstellen und ist ausreichend dimensioniert.

Lüfter: Wie laut ist der Nipogi E2?

Der Lüfter im Nipogi E2 dreht sich zwar schon im Idle leicht, hörbar ist das allerdings kaum und messbar gar nicht. Unter Volllast erreicht der Mini-PC eine Lautstärke von 29 dB(A) am Gehäuse und 18 dB(A) in einem Meter Entfernung. Wir messen dabei mit einer App auf dem Smartphone und die Umgebungslautstärke liegt bei etwa 17 dB(A). Verschiedene Lüfter- oder Leistungsmodi gibt es im BIOS nicht.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Nipogi E2 installiert?

Auf dem Nipogi E2 ist Windows 11 Pro vorinstalliert und wird mit einem Microsoft-Account eingerichtet. Es ist keine zusätzliche Bloatware vorinstalliert und der Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund. Das BIOS ist hier unter anderem über das erweiterte Startmenü von Windows (Wiederherstellungsoptionen) zu erreichen, bietet aber effektiv nur wenige Einstellmöglichkeiten.

Wir konnten Linux mit Ubuntu 24.04.1 problemlos installieren. Unser Full-HD-Monitor wird mit einer Auflösung von 800 × 600 leider falsch erkannt, mit den richtigen Treibern sollte sich das Problem jedoch lösen lassen. Erfreulich ist dafür, dass sowohl der Ton und Bluetooth als auch WLAN und LAN direkt funktionieren.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Nipogi E2?

Der Nipogi E2 wirkt auf den ersten Blick wie ein geschrumpfter Ouvis GK3 Plus. Die beiden setzen nämlich optisch auf das gleiche Kunststoffgehäuse, nur ist der E2 mit 100,2 × 100 × 40,2 mm und 280 g kompakter und leichter. Bei der Gehäusefarbe setzt man hier ebenfalls auf Silber statt Dunkelgrau, mit den gleichen bronzefarbenen Akzenten. Außerdem gibt es auch die Wartungsklappe im Deckel, über die RAM und SDD ohne Werkzeug erreicht werden können. Der Mini-PC fühlt sich stabil an und ist gut verarbeitet. Wie schon bei anderen Mini-PCs der Marke weist Nipogi per Aufkleber auf dem Gehäuse mehrfach darauf hin, dass die Ersteinrichtung von Windows ohne Internetverbindung schneller vonstattengeht.

Preis: Was kostet der Nipogi E2?

Bei Amazon ist der Nipogi E2 mit Intel N150, 16 GB RAM und 512 GB Speicher für 270 Euro erhältlich. Ursprünglich hat er unter 200 Euro gekostet, ist infolge der RAM-Krise aber drastisch im Preis gestiegen.

Fazit

Kurzum: Der Nipogi E2 hält, was er verspricht. Nicht nur ist die Leistung des N150 gut, sondern auch die Kühlung stark und leise. Lediglich die langsame SSD bleibt der Wermutstropfen eines sonst gelungenen Mini-PCs. Die veralteten Drahtlos-Standards sind zwar ärgerlich, werden die alltägliche Nutzung jedoch kaum negativ beeinflussen.

ZUSÄTZLICH GETESTET
Nipogi AM07
Bmax B6 Plus
CSL Narrow Box
Acemagic S1
Geekom Miniair 12
CSL Tiny Box
Nipogi AK1 Plus
Nipogi AM06 Pro
Trycoo WO4 (Ryzen 5 5600H)
Minisforum UN100P
Asus ExpertCenter PN42
U58
Minisforum S100
Blackview MP60
Nipogi AK2 Plus
Nipogi AM02 Pro
Ninkear N10
Minix Z100
Bmax B3
Meenhong JX2
Bosgame P4 Plus
Trigkey S5
Gxmo N42
Ninkear Mbox 11
Acemagic V1
Ninkear N4
Geekom A6
Geekom Air 12 Lite
Nipogi AM16
Nipogi AK1 Pro
T8 Plus
H56
Aoostar N100
Blitzwolf MPC3
GMKtec Nucbox M2
Aoostar R7
Aoostar T8
Nipogi CK10
Mini-PC GK3 Plus
Aoostar N1 Pro

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.