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Top 10: Der beste Mini-PC im Test
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Top 10: Die beste Dockingstation im Test
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Top 10: Der beste USB-C-Hub im Test
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Bestenliste: die Top 10 Video-Drohnen für unterwegs

Top 10: Der beste günstige Mini-PC unter 300 Euro – Testsieger mit Ryzen 7

Mini-PCs bis 300 Euro

Mini-PCs bis 300 Euro

Selbst günstige Mini-PCs bieten richtig gute Ausstattung. Wir haben über 70 Modelle getestet und zeigen die zehn besten vollwertigen Mini-Computer bis 300 Euro.

Mini-PCs sind kompakte Alternativen zu sperrigen Desktop-Rechnern. Mittlerweile gibt es eine große Bandbreite an Ausstattungsvarianten zu unterschiedlichsten Preisen. In dieser Bestenliste befassen wir uns mit den günstigen Modellen bis 300 Euro, die bereits erstaunlich viel Ausstattung bieten.

Für produktive Anwendungen im Homeoffice oder Büro sowie in Bildungseinrichtungen reicht ihre Leistung aus. Ferner bieten sich die Mini-Computer, je nach Ausstattung, auch als Homeserver und für das Smart Home an. Sie sind schneller als Raspberry-Pi-Rechner und damit auch für aufwändigere Aufgaben geeignet, sind dabei aber im Vergleich relativ leise. Gerade die günstigen Rechner kommen in kompakteren Gehäusen, die sich besser verstauen lassen – perfekt also, wenn man sie nicht so sehr wahrnehmen soll.

Welche die besten Mini-PCs bis knapp 300 Euro sind, zeigt diese Bestenliste. Inzwischen haben wir über 70 Mini-PCs getestet. Bei unserem Ranking setzen wir hier auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Fokus liegt aber bei besonders guten Angeboten.

Welcher Mini-PC über alle Preisbereiche am besten ist, zeigen wir in der Top 10: Der beste Mini-PC für Office bis Gaming im Test. Passende Ergänzungen zu den kleinen Rechnern zeigen wir im Ratgeber: Das beste Zubehör für den Mini-PC: Maus, Tastatur, Monitor, RAM, USB-Hub & Co.

KURZÜBERSICHT
Testsieger

U58

Mini-PC U58 im Test

Gxmo oder Alliwava, egal: Der U58 bietet für 290 Euro ein starkes Gesamtpaket mit Ryzen 7 & 32 GB RAM. Wo die Stärken und Schwächen des Mini-PCs liegen, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • Metallgehäuse
  • USB-C mit Displayport
  • gute Leistung
NACHTEILE
  • Lüfter geht im Idle ständig an und aus

Mit 32 GB RAM, 512 GB SSD-Speicher und Ryzen 7 5800U eignet sich der U58 für jeden, der seine Office-Aufgaben effizient erledigen und zusätzlich noch reichlich Leistungsreserven für einfaches Gaming haben will. Highlight ist hier der USB-C-Anschluss, der auch für die Bildübertragung an einen weiteren Monitor genutzt werden kann. Für 290 Euro (Code: BG8154c6) bekommt man mit dem U58 so einiges geboten, das die Konkurrenz selbst für 50 bis 100 Euro mehr nicht bieten kann.

Klein & günstig

T8 Plus

Mini-PC T8 Plus im Test

Günstig und doch gut: Das ist der Mini-PC T8 Plus. Für unter 150 Euro gibt es hier dank 8 GB RAM und 256 GB SSD tadellose Leistung für Büro & Homeoffice. Alle Details klären wir im Testbericht.

VORTEILE
  • günstiger Preis
  • geringe Lautstärke
  • kompaktes Gehäuse
  • drei HDMI-Ports
  • viel Speicher fürs Geld
NACHTEILE
  • kein USB-C
  • dürftige Grafikleistung
  • SSD nur mit SATA-Geschwindigkeit
  • nur Wi-Fi 5 und Bluetooth 4.2
  • Reparierbarkeit etwas erschwert

Der T8 Plus hat ziemlich viel richtig gemacht. Dazu gehört neben der vollkommen ausreichenden Alltagsperformance und dem noch ausreichenden RAM vor allem der richtig gute Preis. Für bereits 104 Euro hat man hier ein richtig attraktives Pferdchen im Stall. Den Mini-PC gibt es neben Aoostar und Firebat auch von Marken wie Acemagician. Es handelt sich dabei um leicht modifizierte Varianten mit anderen SATA-SSDs sowie kleinen Firmware-Anpassungen. Was Gehäuse und CPU anbelangt, sind sie jedoch identisch, bei Amazon mit 220 Euro allerdings wesentlich teurer.

Preis-Leistungs-Sieger

Ninkear N4

Mini-PC Ninkear N4 im Test

Mit seinem Metallgehäuse und Ryzen 5 4600H ist der Ninkear N4 nicht nur optisch, sondern auch technisch ein echter Hingucker. Wie gut sich der Mini-PC mit Exoten-CPU schlägt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • hochwertiges Metallgehäuse
  • USB-C mit Displayport
  • gute Leistung
NACHTEILE
  • langsame SSD
  • Lüfter laut unter Last

Der Ninkear N4 mit AMD Ryzen 5 4600H bietet ausreichend Leistung für jegliche Aufgaben in Office und erlaubt sogar leichtes Gaming. Mit 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher ist er gut für die Zukunft gerüstet. Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einem USB-C-Anschluss und hochwertigem Metallgehäuse für einen Preis von 205 Euro (Code BGd6bc1e).

Welcher ist der beste günstige Mini-PC bis 300 Euro?

Jeden Mini-PC in dieser Bestenliste haben wir nicht nur selbst in der Hand gehabt, sondern auch im Benchmark PCmark 10 sowie im Alltag auf die Probe gestellt. Dazu zählt insbesondere der Einsatz von Microsoft Teams oder Browsen im Netz, aber auch die Übertragung größerer Datenmengen auf den PC. Spiele sind in dieser Preisregion kaum denkbar, womit wir von Spieletests meist absehen.

Bei unseren Tests achten wir neben der Leistung und Performance (Ruckler, Ladezeiten & mehr) auch auf die Lautstärke der Rechner – schließlich möchte man im Alltag nicht vom schnaufenden Computer abgelenkt werden.

Wirklich hundertprozentig leise sind aber nur passiv gekühlte Mini-PCs, wie der Minix Z100. Auffällig war in den Tests in der Vergangenheit, dass vorwiegend frühere Mini-PCs von Geekom besonders laute Lüfter hatten. Im Unterschied zur großen Bestenliste über alle Preisbereiche hinweg sind hier nur drei Mini-Computer mit AMD Ryzen ausgestattet und sieben mit Intel-Prozessoren. Dabei geht es von Intel Celeron bis Intel Core, wobei sich hier neben dem verbreiteten Intel N100 nur ein Intel Core i5 hervortut. Positiv kann neben der reinen Leistung auch ein besonders kompaktes Design, eine geringe Lautstärke sein, auf USB-Anschlüsse gehen wir hingegen nur bei Besonderheiten, wie USB-4 ein.

Unser Testsieger ist der Mini-PC U58 mit Ryzen 7 5800U für 290 Euro (Code: BG8154c6). Preis-Leistungs-Sieger ist der Ninkear N4 für 205 Euro (Code: BGd6bc1e). Klein und günstig ist der Mini-PC T8 Plus, der schon ab 104 Euro zu haben ist. Dieser bietet zwar keineswegs so viel Leistung wie Systeme mit AMD Ryzen, glänzt aber mit seinem kompakten Gehäuse – und ist ferner der günstigste Rechner in dieser Bestenliste.

Die hier benannten Preise beziehen sich auf den Zeitpunkt des letzten Artikel-Updates. Leider können sich Gutschein-Codes und Klick-Coupons innerhalb kurzer Zeit ändern, die Gültigkeit ist mitunter zeitlich begrenzt, weshalb die Preise sich minütlich verändern können.

Weiterhin kann es zwischenzeitlich zu Änderungen an der Ausstattung kommen, auf die wir nach Kenntnis hinweisen. Beispiele hierfür sind etwa der Nipogi E3B oder der Nipogi AM06 Pro, die inzwischen mit anderen Prozessoren angeboten werden, als zum Testzeitpunkt. Entsprechend kann man nicht mehr die Ausstattung kaufen, unter deren Maßgabe wir den Test vorgenommen haben. Daher nehmen wir diese Modelle aus dem Vergleich heraus.

Performance: Wie ist die Leistung der günstigen Mini-PCs einzuordnen?

Über die nachfolgende Tabelle zeigen wir übersichtlich, wie die in dieser Top 10 gelisteten Mini-PCs in ihrer Leistung einzuordnen sind.

PlatzModellnameProzessorPCmarkTime Spy
1U58Ryzen 7 5800U5580952 (CPU: 5215; GPU: 832)
2T8 PlusIntel N1003150371 (CPU: 2454; GPU: 323
3Ninkear N4Ryzen 5 4600H5057864 (CPU: 5241; GPU: 754)
4H56Ryzen 5 5600H5400946 (CPU: 4929; GPU: 828)
5Aoostar N100Intel N1003200378 (CPU: 1983; GPU: 331)
6Blackview MP80Intel N973367k.A.
7Minisforum UN100PIntel N1002890341 (CPU: 1091; GPU: 305)
8Minix Z100Intel N1003210366 (CPU: 2036; GPU: 320)
9Bmax B6 PlusIntel Core i3-1000NG43155k.A.
10Minisforum S100Intel N1002300317 (CPU: 986; GPU: 284)
BESTENLISTEN
Testsieger

U58

Mini-PC U58 im Test

Gxmo oder Alliwava, egal: Der U58 bietet für 290 Euro ein starkes Gesamtpaket mit Ryzen 7 & 32 GB RAM. Wo die Stärken und Schwächen des Mini-PCs liegen, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • Metallgehäuse
  • USB-C mit Displayport
  • gute Leistung
NACHTEILE
  • Lüfter geht im Idle ständig an und aus

Gxmo oder Alliwava, egal: Der U58 bietet für 290 Euro ein starkes Gesamtpaket mit Ryzen 7 & 32 GB RAM. Wo die Stärken und Schwächen des Mini-PCs liegen, zeigt unser Test.

Der Mini-PC U58 ist ein klassisches Whitelabel-Gerät, das ohne Markenaufschrift auf dem Karton daherkommt. So gibt es ihn nun zwar nicht mehr unter dem Namen Gxmo, wie wir ihn noch bekommen haben. Stattdessen wird er als Aliwava U58 mit 32 statt 16 GB RAM vertrieben. So viel RAM für knapp 290 Euro (Gutscheincode: BG8154c6) ist eine echte Seltenheit. Gleich geblieben ist der Ryzen 7 5800U – der Klassiker des Preisbereichs um 300 Euro. Mit 512 GB Speicher ist der U58 wieder ein starker Mitstreiter für die Einstiegsklasse.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der U58 Mini-PC?

Im U58 arbeitet der Ryzen 7 5800U mit acht Kernen und 16 Threads. Die Zen-3-Kerne takten zwischen 1,9 und 4,4 GHz bei einer TDP (Thermal Design Power) zwischen zehn und 25 Watt. Die CPU ist dank moderner Architektur sehr effizient und eignet sich neben einfachen Office-Arbeiten auch für leichtes Gaming. Dies ist vorwiegend auf die stärkere integrierte Grafikeinheit Vega 8 zurückzuführen, im Unterschied zum Angebot von Intel.

Als Massenspeicher kommt eine M.2-SSD mit 512 GB zum Einsatz. Diese erzielt in Crystaldiskmark eine Lesegeschwindigkeit von 2575 MB/s und im Schreiben 1864 MB/s. Damit bietet sie also nicht nur viel Speicherplatz, sondern ist auch ziemlich schnell. Insbesondere in dieser Preisklasse sind solche Werte keineswegs selbstverständlich.

Außerdem kann die SSD im Formfaktor M.2-2280 nachträglich ausgetauscht werden, sollte der Speicherplatz doch einmal knapp werden. Zusätzlich bietet der U58 noch einen 2,5-Zoll-Käfig für eine weitere SDD oder auch HDD.

Beim RAM gibt es 16 GB mit 3200 MT/s (Mega Transfers per Second). Diese sind in Form von einem SO-DIMM-Modul – anders als es einige Produktbilder vermuten lassen – mit DDR4-Standard verbaut. Somit kann der RAM problemlos nachträglich ausgetauscht werden.

Für das Anschließen von Bildschirmen stellt der U58 neben zweimal HDMI auch einen USB-C-Port mit Displayport Alt-Mode bereit. Zusätzlich gibt es einmal Gigabit-LAN.

Die Standards der Drahtlos-Schnittstellen sind mit Bluetooth 5.2 und Wi-Fi 6E ausreichend aktuell. Insbesondere im Preisfeld unter 300 Euro ist selbst Wi-Fi 6 selten – leider. Der aktuelle Standard wäre natürlich Wi-Fi 7, der jedoch selbst bei Modellen über 700 Euro noch kaum Verbreitung findet.

Performance: Wie schnell ist der U58 Mini-PC?

Der Ryzen 7 5800U ist die absolute Standard-Wahl bei Mini-PCs im Preisbereich um 300 Euro. Das ist eine gute Sache, da dieser eine starke Preis-Leistung bietet und zudem dank Zen-3-Architektur effizient arbeitet. Das große Gaming-Erlebnis kann man hier aber weiterhin nicht erwarten. Im PCmark 10 erreicht der U58 im Schnitt 5580 Punkte und gehört damit zu den schwächeren Prozessoren dieses Typs.

In Geekbench 6 liegt er mit 1921 Punkten im Single-Core voll im Schnitt. Im Multi-Core ist er mit 6274 wieder mal ein gutes Stück schwächer als erwartet. Auch die Grafikleistung, gemessen im OpenCL-Benchmark in Geekbench 6, liegt mit 13732 Punkten deutlich unter dem Erwartungswert. Das gleiche Bild zeichnet sich auch in Cinebench R24 ab, hier erhalten wir 73 Punkte im Single- und 435 Punkte im Multi-Core. Die Leistung in Time Spy ist, wie mittlerweile schon zu erwarten, mit 952 Punkten, zusammengesetzt aus 832 Grafik- und 5215 CPU-Punkten, ebenfalls vergleichsweise schwach.

Wie üblich für diesen Preisbereich haben wir den U58 ebenfalls einem Spieletest in Anno 1800 unterzogen. Der Ryzen 7 liefert bei einem fortgeschrittenem Endlosspiel mit Blick auf eine 50000-Einwohner-Stadt durchschnittlich 26 FPS. Wir spielen dabei in Full-HD mit niedrigen Einstellungen und aktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution) im Modus „Ausgewogen“. Das entspricht größtenteils den Erwartungen und bietet für diese Art von Spiel noch ein ausreichend gutes Spielerlebnis.

Mini-PC U58 – Bilderstrecke
Mini-PC U58 – Vorderseite

TechStage.de

Mini-PC U58 – Rückseite

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Mini-PC U58 – Gehäuseseite

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Mini-PC U58 – Oberseite

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Mini-PC U58 – hochkant

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Mini-PC U58 – Bodenplatte

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Mini-PC U58 – Geöffnetes Gehäuse

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Mini-PC U58 – Bilderstrecke

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Mini-PC U58 – Gehäuseinneres

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Mini-PC U58 – SSD

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Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Mini-PC U58 installiert?

Der Mini-PC kommt mit Windows 11 Pro und den üblichen, vorinstallierten Programmen. Ein vollständiger Systemscan mit Windows Defender spürte keine Viren auf. Die Installation von Linux dürfte ebenfalls für den Einen oder Anderen von Interesse sein. Hier gibt es gute Nachrichten: Wir konnten Ubuntu 24.04.1 problemlos über die Auswahl unseres USB-Sticks im erweiterten Startmenü starten und installieren.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des U58?

Mit Ryzen 7 5800U arbeitet der U58 mit 12 Watt im Idle sehr sparsam. Unter Last kann der Verbrauch auf etwa 42 Watt ansteigen. Hier vermuten wir das Leistungsdefizit, da gleiche Modelle einen Verbrauch von bis zu 54 Watt erlauben. Bei längerer Zeit unter Last fällt der Verbrauch auf etwa 27 Watt ab. Wir konnten den maximalen Takt von 4,4 GHz nur kurz messen, danach fällt dieser zügig auf 2,5 GHz ab. Über längere Zeit liegt der Takt dann bei 2 GHz. Dafür sind die Temperaturen der CPU mit maximal 80 Grad und bei der GPU mit maximal 68 Grad vollkommen unbedenklich.

Lüfter: Wie laut ist der U58 Mini-PC?

Der Lüfter ist eine klare Schwäche des U85 und das nicht etwa wegen der Lautstärke. Befindet sich der Mini-PC im Idle, dann stoppt der Lüfter kurzzeitig, nur um wenig später wieder erneut aufzudrehen. Das ist gerade in einer stillen Umgebung doch sehr störend. Hier wird der Lüfter schon bis zu 27 dB(A) laut. Unter Last liegt die Lautstärke bei 31 dB(A) am Gehäuse und 19 dB(A) in einem Meter Entfernung. Wir haben dabei mit einer App auf dem Smartphone gemessen. Tatsächlich wirkt der U58 durch den offenen Deckel noch einmal etwas lauter, als es die Messung wiedergibt.

Unterschiedliche Lüfterprofile, etwa im BIOS, gibt es beim U58 nicht. Generell ist das BIOS sehr einfach gehalten und bietet kaum Einstellungsmöglichkeiten.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des U58 Mini-PCs?

Der U58 hat ein hochwertiges, matt-graues Metallgehäuse. Die Oberseite ist ein dünnes Meshgitter, ebenfalls aus Metall, das für einen guten Luftaustausch sorgt. Die Bodenplatte ist aus Plastik und ist mit Gummifüßen und einer Lasche, zum leichteren Entfernen des Bodens, versehen. Schön zu sehen ist hier, dass die Füße eine Aussparung für die vier Schrauben haben und dies nicht einfach überkleben. Mit 387 g und Außenmaßen von 126,3 × 113,5 × 43,3 mm ist der Mini-PC sehr kompakt.

Preis: Was kostet der U58 Mini-PC?

Der U58 ist nicht mehr wie unser Testgerät von Gxmo erhältlich. Stattdessen wird das fast identische Modell Alliwava U58 auf Banggood für 290 Euro verkauft, wobei man auf den Preis mit unserem Code BG8154c6 kommt. Anders als unser Testgerät bekommt man hier sogar einen weiteren RAM-Stick mit 16 GB, sodass man einen Gesamtspeicher von 32 GB hat.

Weiterhin werden durch den Versand aus Tschechien auch keine Einfuhrzölle oder Umsatzsteuer fällig.

Fazit

Mit USB-C und einem Metallgehäuse ist der U58 für seine Preisklasse gut und hochwertig ausgestattet. Trotz des etwas schwachen Ryzen 7 ist die Leistung, gerade im Vergleich zu Intel-CPUs, mehr als ausreichend. Als größtes Manko sehen wir den Lüfter, der auf Dauer sehr störend wird. Für diejenigen, die 32 GB RAM benötigen, ist der U58 für 290 Euro (Code: BG8154c6) nahezu alternativlos. Alles in allem ist der U58 ein guter Mini-PC mit sinnvollen Features.

Klein & günstig

T8 Plus

Mini-PC T8 Plus im Test

Günstig und doch gut: Das ist der Mini-PC T8 Plus. Für unter 150 Euro gibt es hier dank 8 GB RAM und 256 GB SSD tadellose Leistung für Büro & Homeoffice. Alle Details klären wir im Testbericht.

VORTEILE
  • günstiger Preis
  • geringe Lautstärke
  • kompaktes Gehäuse
  • drei HDMI-Ports
  • viel Speicher fürs Geld
NACHTEILE
  • kein USB-C
  • dürftige Grafikleistung
  • SSD nur mit SATA-Geschwindigkeit
  • nur Wi-Fi 5 und Bluetooth 4.2
  • Reparierbarkeit etwas erschwert

Günstig und doch gut: Das ist der Mini-PC T8 Plus. Für unter 150 Euro gibt es hier dank 8 GB RAM und 256 GB SSD tadellose Leistung für Büro & Homeoffice. Alle Details klären wir im Testbericht.

Normalerweise sind allzu günstige Mini-PCs großer Mist, die Kompromisse im Hinblick auf die Leistung zu groß. Der Mini-PC T8 Plus verschiebt den Punkt, wo Murks & Co. anfangen, wieder ein Stück weiter nach hinten. Bereits ab 130 Euro bekommt man hier einen Rechner mit dem uns bekannten Intel N100, zusammen mit 8 GB Arbeitsspeicher (RAM) und ab 256 GB SSD-Speicher. Diesen recht neuen und sparsamen Prozessor verwenden selbst noch teurere Mini-PCs um 300 Euro – eine Ansage also, ihn in so einem günstigen Rechner zu platzieren. Auf den ersten Blick demnach eine echt vernünftige Angelegenheit. Ist das alles zu schön, um wahr zu sein? Diese Fragen beantworten wir im nachfolgenden Testbericht.

Das Testgerät hat uns Geekbuying zur Verfügung gestellt. Dort ist der T8 Plus gegenüber dem Testzeitpunkt vom 13.03.2024 nicht mehr verfügbar, alternativ aber bei Aliexpress oder unter anderem Namen bei Amazon.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der T8 Plus?

Der T8 Plus setzt auf den beliebten Intel N100 – ein Nachfahre im Geiste der Budget-Prozessoren aus der Celeron-Reihe. Mit seinen vier Kernen und vier Threads bei maximal 3,4 GHz reißt er zwar keine Leistungsrekorde, hält sich aber mit unter 10 Watt beim Verbrauch deutlich zurück. Hilfreich für eine gute Systemleistung sind die zur Seite stehenden 8 GB RAM sowie eine M.2-SATA-SSD ab 256 GB von FuturePath. Diese schreibt und liest ausweislich unseres Tests im Speicher-Benchmark Crystaldiskmark nur mit SATA-Geschwindigkeit von circa 480 MB/s. Beim RAM setzt der Hersteller erstaunlicherweise auf DDR5-Chips, die aber als LPDDR5-4800 fest verlötet sind.

Dieser lässt sich folglich nicht erweitern. Für die SSD verwendet man einen m.2-Slot, in den man also auch eine andere Speicher einfügen kann. Dazu muss man allerdings den kompletten Mini-PC auseinandernehmen, die Zugänglichkeit ist alles andere als komfortabel. Viele kleine Kreuzschlitzschrauben, Blenden und die Hauptplatine muss man entfernen, bevor der Slot zugänglich ist.

Anschlussseitig zeigt sich der Mini-PC gerade angesichts Größe und Preis von einer sehr großzügigen Seite. Besonders gut finden wir die drei HDMI-Anschlüsse, die folglich die Verwendung von bis zu drei Monitoren zulassen. Selbst in teureren Gefilden keineswegs selbstverständlich sind die zwei Ethernet-Ports für stabiles und schnelles Internet. Damit eignet sich auch dieser Mini-PC direkt ab Werk und ohne Adapter (Ratgeber) für den Einsatz als Firewall-Appliance. Bei den Drahtlos-Schnittstellen sind wir hingegen über Wi-Fi-5 und Bluetooth 4.2 enttäuscht, die veralteten Standards sind angesichts des Preises jedoch verschmerzbar.

Performance: Wie schnell ist der Aoostar T8 Plus?

Der Quad-Core-Prozessor Intel N100 gehört zu den schwächeren Vertretern, rechnet aber spürbar schneller als die früheren Celeron-Chips. Mit sechs Watt TDP ist Sparsamkeit sein Credo. Im Alltagseinsatz ist das System angenehm flott, Ruckler stellen wir nicht fest. Die 8 GB LPDDR5-RAM sind für die meisten Office-Einsätze ausreichend, können aber auch je nach Anwendung schnell knapp werden. Bereits vier in Chrome parallel geöffnete 4K-Videos bei Youtube reizen den RAM zu 95 Prozent aus. Standardmäßig sind etwa 2,5 GB belegt.

Mini-PC T8 Plus: Abgenommene Zwischenabdeckung

Im Benchmark PCmark 10 kommt der kleine Rechner auf knapp 3150 Punkte – ein respektabler Wert. Für einen N100 ist das Ergebnis leicht überdurchschnittlich. Der gleiche Prozessor im lüfterlosen Asus Expertcenter PN42 schnitt mit 2700 Punkten rund 14 Prozent schlechter ab. Ein perfektes Beispiel, um den Einfluss von RAM auf die Systemleistung zu verdeutlichen, denn das Asus-Modell verfügt mit 4 GB über deutlich zu wenig.

Im Benchmark 3Dmark Time Spy erreicht der T8 Plus 371 Gesamtpunkte, wobei die CPU 2454 Punkte schafft und die Grafik nur 323 Punkte. Nicht nur wird hier abermals die aktuell geringe Leistung von integrierten Grafikkarten deutlich, sondern auch, dass gerade die Intel-Modelle schwächer sind. Grafiklastige Aufgaben, wie Rendering oder neuere Spiele, sollte man folglich meiden. Das zu erwarten wäre aber für einen Preis von unter 150 Euro vermessen.

Das vorinstallierte Windows 11 Pro bringt die üblichen Bloatware-Apps um Spotify und Co. mit, zusätzliche Software ist aber nicht vorhanden. Während der Einrichtung fällt auf, dass Windows 11 auch bei diesem Fernost-Mini-PC nicht die Angabe eines Microsoft-Accounts verlangt. Unser System ist zudem auf Englisch voreingestellt, während der Installation von Updates bleiben die Hinweise, den PC nicht auszuschalten, aber auch nach manueller Sprachänderung hartnäckig bei Englisch. Unser üblicher Virentest endet ohne Auffälligkeit.

Mini-PC T-Bao T8 Plus – Bilderstrecke
T-Bao T8 Plus: Ansicht von vorne

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Mini-PC T-Bao T8 Plus: Ansicht von der linken Seite mit drei HDMI-Ports

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Mini-PC T-Bao T8 Plus: Ansicht von hinten mit dreimal USB-A sowie zwei Ethernet-Ports

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Lüfter: Wie laut ist der Aoostar T8 Plus?

Die Lautstärke des Aoostar T8 Plus ist in unserem Feldversuch so gering, dass sie kaum messbar ist. Fordern wir dem Mini-PC wirklich alles ab und reizen RAM und CPU komplett aus, lassen sich dem kleinen Gehäuse vollkommen alltagstaugliche 30 Dezibel in der Spitze entlocken. Meistens aber denkt man eher, der Lüfter sei defekt, so leise arbeitet er. Respekt, dies bei so einem kleinen Gehäuse und damit engem Innenaufbau so gut hinzubekommen. Denn so liegen viele sich aufwärmende Bauteile dicht an dicht beisammen und heizen einander zusätzlich auf, die Kühlung muss folglich ausgeklügelt sein.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Aoostar T8 Plus?

Besonders auffällig beim T8 Plus ist das enorm kompakte Gehäuse von nur 80 × 80 × 47 Millimeter. Damit ist er zwar bei Weitem nicht so klein wie die CSL Tiny Box, aber dennoch angenehm kompakt. Zudem ist es uns lieber, mehr RAM zu haben und nehmen dafür gerne ein etwas größeres Gehäuse in Kauf. Das Gewicht ist mit 300 Gramm schön gering, womit man den Mini-PC gut transportieren kann.

Die Verarbeitung geht vollkommen in Ordnung, auch wenn das glatte, silbern beschichtete Kunststoffgehäuse etwas billig wirkt. Die Beschichtung scheint auch nicht sonderlich standhaft zu sein, sodass wir bereits nach kurzer Zeit kleinere Abschürfungen an den Kanten bemerken. Insgesamt ist die Qualität und die Ausstattung des Systems für den Preis jedoch absolut angemessen.

Mini-PC T8 Plus: Geöffnetes Gehäuse mit SSD

Einen Nachtrag zum ursprünglichen Testbericht wollen wir noch bezüglich der Erreichbarkeit des Gehäuseinneren machen: Die Öffnung des Mini-PCs ist aufgrund seiner enormen Kompaktheit nicht ganz einfach. Die vier äußeren Kreuzschlitzschrauben sind gut lösbar, die unter der Kunststoffabdeckung liegenden aber sind nur mit einem sehr langen Bit erreichbar. Wir greifen hier auf unseren elektrischen Präzisionsschraubendreher (Bestenliste) zurück, der zahlreiche Bits, darunter auch besonders lange, bietet. Dort hinzukommen ist aber schon frickelig, da das Gehäuse an mehreren Stellen zusammengesteckt ist. Entsprechend müssen wir es etwas gewaltvoll aufhebeln, was Risiken für die Unversehrtheit der Bauteile birgt.

Mini-PC T8 Plus: Gehäuseöffnung nur mit langen Bits möglich

Hat man diese nicht unkomplizierten Hürden gemeistert, kann man den PC einfach herausnehmen. Es handelt sich um eine beidseitig bestückte, kleine Platine mit Maßen von 79 x 79 x 30 mm. Darauf sitzt ein kleiner Lüfter, auf der anderen Seite die SSD im kompakteren M.2-Format 2242. Darunter verbirgt sich noch die WLAN-Karte. Der RAM ist wie angesprochen aufgelötet – bei so kompakten Maßen aber auch nicht anders möglich, da für SODIMM-Module das Gehäuse schon zu klein ist. Vorsichtig muss man sein, um nicht das Kabel der im Deckel montierten CMOS-Batterie abzureißen.

Verschiedene Hersteller: Sind Aoostar T8 Plus und Acemagician T8 Plus die gleichen Mini-PCs?

Der T8 Plus wird unter zahlreichen Markennamen mit gleicher Ausstattung verkauft. Wir haben das Produkt noch unter dem früheren Markennamen T-Bao (Tianbao) getestet, diese Marke wurde allerdings in Aoostar umbenannt. Daneben wird er auch unter anderen Marken vertrieben, die zu anderen Unternehmen gehören. Vermutlich fertigt ein Hersteller diesen Mini-PC im Auftrag anderer Firmen, die dann ihr Branding aufkleben und ihn im eigenen Shop verkaufen. So finden wir Alternativangebote des Mini-PCs auch bei Aliexpress, wo er aktuell nur 104 Euro kostet. Zu diesem Preis kann die Konkurrenz kaum mithalten, einen N100 und 8 GB RAM gibt es nirgendwo sonst so günstig.

Acemagician T8 Plus – Bilderstrecke
Acemagician T8 Plus

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Acemagician T8 Plus – Vorderseite

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Acemagician T8 Plus – Oberseite

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Acemagician T8 Plus – Rückseite

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Acemagician T8 Plus – HDMI-Ports

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Zudem haben wir kürzlich den T8 Plus vom Mini-PC-Hersteller Acemagician bekommen, der es in der Ausstattung mit 16 GB RAM sowie 512 GB SSD für 220 Euro bei Amazon anbietet. Optisch gleicht es außer dem Logo und zusätzlichen Stickern dem Aoostar T8 Plus, den wir am 13.03.2024 getestet haben. Bei der Leistung ist es nicht hundertprozentig identisch, auch wenn der gleiche N100 zum Einsatz kommt. Gegenüber unserem mit nur 8 GB RAM ausgestatteten Ursprungsmodell erreicht das System beim Benchmark PCmark 10 leicht höhere Ergebnisse von 3250 Punkten (statt 3150 Punkten) im Schnitt. Bei Time Spy von 3Dmark gibt es mit einem Score von 367 Punkten (Aoostar: 371) fürs Gesamtsystem, 320 Punkten (Aoostar: 323) für Grafik und 2270 Punkten (Aoostar: 2454) für die CPU hingegen geringere Werte.

Bei Geekbench reicht es für 1183 Punkte (Single Core) sowie 3028 Punkte (Multi Core). Die integrierte SSD ist etwas schneller als im ursprünglichen Modell und kommt von KingSpec. Konkret handelt es sich um die NT-512 im Format M.2-2242. Die Schreibgeschwindigkeit liegt bei 511 MB/s, die Leserate liegt bei 561 MB/s gegenüber den 480 MB/s beim Aoostar T8 Plus. Auch wenn es sich bei den PCs also Hardware-seitig um bis auf die SSD die gleichen Modelle handelt, zeigt sich im Test dennoch, dass die Hersteller softwareseitig unterschiedlich optimieren. In jedem Fall bringen die 16 GB RAM hier keinen Boost für die Systemleistung. Die Lautstärke ist gegenüber dem Aoostar doch etwas höher, bewegt sich bei Last aber mit 34 bis 36 dB(A) am Gehäuse auf erträglichem Niveau. Mit einem Meter Abstand sind nur noch 29 dB(A) zu messen.

Auffällig ansonsten: Acemagician klebt deutlich mehr Sticker auf das Gehäuse, die auf Whatsapp-Support oder Tipps bei der Einrichtung hinweisen. Aoostar lieferte hier das ordentlichere Erscheinungsbild.

Preis: Was kostet der Aoostar T8 Plus?

Aktuell bekommt man den Aoostar T8 Plus mit 8/256 GB schon ab läppischen 104 Euro bei Aliexpress (richtige Ausstattungsvariante auswählen). Mit 16/512 GB sind es dann 137 Euro – so viel, wie zuvor die kleine Variante gekostet hat.

Das Acemagician-Modell mit 16 GB RAM, einer anderen 512 GB SSD, etwas besseren Geschwindigkeiten sowie höherem PCmark-Score, dafür aber geringerem Time-Spy-Ergebnis kostet aktuell 220 Euro bei Amazon. Dessen Basis-Variante mit 12/256 GB startet bei 150 Euro.

Fazit

Der T8 Plus hat ziemlich viel richtig gemacht. Dazu gehört neben der vollkommen ausreichenden Alltagsperformance und dem noch ausreichenden RAM vor allem der richtig gute Preis. Für bereits 130 Euro hat man hier ein richtig attraktives Pferdchen im Stall. Dass manche Hersteller auch bei 170 Euro straucheln, zeigt etwa unser Test der CSL Tiny Box. Nicht so hier, weshalb der dennoch kleine Mini-PC eine klare Empfehlung bekommt.

Durch die vorhandene Anschlussvielfalt mit dreimal HDMI und zweimal Ethernet tun sich für den geringen Preis auch erstaunlich viele Einsatzzwecke rund um Smart-Home-Zentralen mit Home Assistant (Ratgeber), Firewall-Appliance oder Büroeinsatz auf. Insgesamt bleibt uns nur zu sagen: Hut ab.

Preis-Leistungs-Sieger

Ninkear N4

Mini-PC Ninkear N4 im Test

Mit seinem Metallgehäuse und Ryzen 5 4600H ist der Ninkear N4 nicht nur optisch, sondern auch technisch ein echter Hingucker. Wie gut sich der Mini-PC mit Exoten-CPU schlägt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • hochwertiges Metallgehäuse
  • USB-C mit Displayport
  • gute Leistung
NACHTEILE
  • langsame SSD
  • Lüfter laut unter Last

Mit seinem Metallgehäuse und Ryzen 5 4600H ist der Ninkear N4 nicht nur optisch, sondern auch technisch ein echter Hingucker. Wie gut sich der Mini-PC mit Exoten-CPU schlägt, zeigt unser Test.

Mit AMD Ryzen 5 4600H ist der Ninkear N4 ein echter Exot, denn typischerweise setzen die Hersteller im Budget-Preisbereich auf den leistungsstärkeren Ryzen 7 5800U der aktuelleren fünften Generation. Damit füllt der N4 die Lücke zwischen absoluter Einsteigerklasse mit Intel N100 und dem stärkeren Ryzen 7. Wie der Ninkear N4 genau einzuordnen ist, zeigt unser Test.

Den Mini-PC hat uns Banggood zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Ninkear N4?

Der Ryzen 5 4600H bietet 6 Zen-2-Kerne und durch SMT (Simultaneous Multithreading) insgesamt 12 Threads. Der Grundtakt liegt bei 3 GHz, im Boost sind bis zu 4 GHz möglich. Die integrierte Grafik ist die Radeon RX Vega 6, mit einem Takt von 1,5 GHz. Die TDP (Thermal Design Power) ist hier mit den maximal möglichen 54 Watt konfiguriert – der Ryzen 7 5800U hat zum Vergleich eine TDP von nur 25 Watt.

Dazu gibt es großzügige 512 GB SSD-Speicher von Xincuu. Die M.2-SSD im Formfaktor 2280 erreicht in Crystaldiskmark eine Lesegeschwindigkeit von 551 MB/s und eine Schreibrate von 446 MB/s – sie ist also nur per SATA angebunden. Zwar kann die Festplatte ausgetauscht werden, Informationen zur maximalen unterstützten Kapazität gibt es vom Hersteller allerdings nicht. Ein weiterer Steckplatz für eine kürzere M.2-2240-SSD steht ebenfalls zur Verfügung.

Auch der RAM von Faspeed ist mit 16 GB und 3200 MT/s (Megatransfers per Second) üppig und schnell. Das einzelne DDR4-Modul ist nicht verlötet und damit ebenfalls tauschbar, bei Banggood wird es als LPDDR4-Modul angegeben. Außerdem gibt es noch einen zweiten Steckplatz, der ab Werk nicht belegt ist. Leider gibt es hier auch keine genaueren Informationen zur unterstützten Größe und Geschwindigkeit. Die CPU unterstützt bis zu 4266 MT/s. Wir konnten zwei Module von Crucial mit insgesamt 32 GB Kapazität und 3200 MT/s problemlos nutzen.

Laut Amazon-Beschreibung kann man den Ninkear N4 auf 64 GB RAM und 4 TB SSD-Speicher aufrüsten.

Neben zweimal HDMI gibt es noch einen USB-C-Anschluss, über den man ebenfalls einen Monitor ansteuern kann. Mehr als 3 Bildschirme unterstützt die Vega 6-GPU ohnehin nicht. Des Weiteren ist noch einmal Gigabit-Ethernet verbaut.

Bei den Drahtlos-Schnittstellen ist der N4 mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 gut aufgestellt, auch wenn es neuere Standards gibt. Doch für einen Budget-Rechner ist das ausreichend und im Vergleich noch gut – selbst Systeme über 300 Euro bieten oft sogar nur Wi-Fi 5.

Performance: Wie schnell ist der Ninkear N4?

Zwar ist der 4600H älter und hat weniger Kerne als ein Ryzen 7 5800U, genug Leistung für Office und sogar leichtes Gaming bietet er allemal. So erzielt der Mini-PC in PCmark 10 starke 5057 Punkte im Durchschnitt. In Cinebench R24 gibt es 69 Punkte im Single- und 443 Punkte im Multi-Core. Geekbench attestiert dem Ninkear N4 1502 Punkte im Single- und 5426 Punkte im Multi-Core. Die iGPU schafft es auf 10037 Punkte im OpenCL-Benchmark. Zuletzt der Benchmark Time Spy, hier gibt es eine Gesamtbewertung von 864 Punkten, davon 754 für die Grafik und 5241 für die CPU.

Wer das System also vorwiegend für Arbeiten in Office und Co nutzt, wird kaum einen Unterschied zum Ryzen 7 5800U merken. Die größte Verbesserung ist hier die Grafikeinheit, die hauptsächlich bei Videobearbeitung und Gaming beansprucht wird. In unserem Spieletest in Anno 1800 erzielen wir durchschnittlich 20 FPS. Dabei spielen wir in Full-HD mit niedrigen Einstellungen und aktiviertem FSR im Modus „Ausgewogen“. Außerdem schauen wir derweil auf eine Stadt mit 50.000-Einwohnern. Wie zu erwarten, verliert das Spiel so an Details und Schönheit, spielbar ist es dennoch. Insgesamt ist aber auch diese maue Gaming-Performance mehr, als man bei anderen Mini-PCs in diesem Preisbereich bekommt. Mit den üblichen Intel-N100-Chips ist an Gaming gar nicht erst zu denken, die Performance nochmal deutlich geringer.

Ninkear N4 – Bilderstrecke
Ninkear N4 – Vorderseite

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Ninkear N4 – Rückseite

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Ninkear N4 – Gehäuseseite

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Ninkear N4 – Oberseite

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Ninkear N4 – Unterseite

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Ninkear N4 – Gehäuseinneres

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Ninkear N4 – RAM

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Ninkear N4 – Leerer M.2-2250-Slot

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Ninkear N4 – Netzteil

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Ninkear N4 – Spezifikation des Netzteils

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Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Ninkear N4?

Unter Volllast verbraucht der Ninkear N4 bis zu 60 Watt und erreicht einen maximalen Takt von 3,9 GHz. Dabei wird die CPU bis zu 100 °C warm und beginnt, sich etwas herunterzutakten. Nach etwa einer Minute stabilisiert sich das System bei einem Gesamtverbrauch von 54 Watt bei 3,4 GHz und einer CPU-Temperatur von 86 °C. Die GPU wird nicht wärmer als 76 °C. Im Idle sinkt der Verbrauch auf etwa 11 Watt.

Das beigelegte, angenehm kompakte Netzteil mit DC-Rundstecker kann bis zu 95 Watt bereitstellen und ist damit ausreichend stark ausgelegt.

Lüfter: Wie laut ist der Ninkear N4?

Durch sein Alter ist der verbaute Ryzen 5 deutlich ineffizienter und erzeugt mehr Abwärme. Daher ist das Thema Kühlung hier besonders interessant. Wie bereits erwähnt, wird die CPU bis zu 100 Grad warm und muss sich heruntertakten, um Hardwareschäden zu vermeiden. Leider ist die Kühlung trotzdem nicht gerade leise. Unter Volllast messen wir 39 dB(A) direkt am Gehäuse und auch in einem Meter Entfernung noch 25 dB(A). Wir haben dabei mit einer App auf dem Smartphone gemessen. Im Idle ist der N4 größtenteils lautlos oder zumindest nicht aus den Nebengeräuschen sinnvoll messbar (< 22dB).

Lüfterprofile im BIOS bietet der Mini-PC leider nicht.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Ninkear N4?

Das Gehäuse des Ninkear N4 besteht vollständig aus Metall, bis auf die Bodenabdeckung aus Kunststoff. Der Mini-PC ist matt-grau und hat eine glatte Oberfläche. Seitlich gibt es jeweils eine längliche Aussparung für die Kühlung. Auf der Vorderseite fällt der schwarze Streifen in Klavierlack-Optik auf, einen Nutzen hat dieser jedoch nicht. Das Gehäuse wirkt sehr stabil und hochwertig und wird auch über längere Zeit nicht übermäßig warm durch die CPU. Mit 114 × 106,1 × 38,7 mm ist der Ninkear N4 ziemlich kompakt und wiegt außerdem nur 402 g.

Die Schrauben zum Lösen der Bodenplatte sind unter den Standfüßen versteckt. Diese sind nur verklebt, halten aber auch nach mehrmaligem Lösen noch gut. Damit ist das Aufrüsten der Hardware auch für unerfahrene Nutzer keine Schwierigkeit.

Preis: Was kostet der Ninkear N4?

Den Ninkear N4 kann man mit unserem Coupon BGd6bc1e für aktuell nur 205 Euro bei Banggood kaufen. Alternativangebote für diesen Rechner liegen bei 250 Euro oder höher. Beim Hersteller direkt kostet er etwa 329 Euro, der Preis von 205 Euro ist also wirklich bemerkenswert gering.

Fazit

Der Ninkear N4 ist einer der besten Mini-PCs unter 250 Euro. Ein Ryzen 5 ist in dieser Preisregion selten, auch wenn es sich um ein Modell der bereits älteren, vierten Generation handelt ist das System richtig gut. Natürlich ist ein Ryzen 7 5800U stärker und effizienter, aber mit dem Ryzen 5 im Ninkear N4 spart man sich im Vergleich etwas an Geld. Zudem ist der Leistungssprung hier nicht enorm, vor allem wenn man ohnehin nur Office-Aufgaben damit erledigen möchte. Die größte Schwäche sehen wir bei der Kühlung und ihrer Lautstärke unter Last. Ist man hier aber weniger empfindlich oder trägt ohnehin Noise-Cancelling-Kopfhörer am PC, dann ist der Ninkear N4 für nur 205 Euro definitiv einen genaueren Blick wert.

Mehr Leistung zu diesem Preis gibt es anderswo kaum, meist sind hier die nur etwa halb so performanten Intel N100 verbreitet. Insofern schließt der Ninkear N4 mit seinem ungewöhnlichen, weil nicht sonderlich verbreiteten, AMD Ryzen 5 4600H die Lücke zwischen Budget-Systemen für 110 bis 190 Euro mit Intel N100 und den teureren Ryzen-7-Rechnern ab knapp 300 Euro. Für den günstigen Preis gibt es eine respektable Ausstattung, ein edles Gehäuse und noch relativ viel Leistung.

Mini-PC H56 im Test

Der Mini-PC H56 bietet mit seiner guten Ausstattung genügend Leistung für einen einfachen Office-Rechner. Ob der jetzt nur noch 242 Euro teure H56 in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • gute Office-Leistung
  • Einbauschacht für 2,5-Zoll-HDD/SSD
  • zwei HDMI-Kabel im Lieferumfang
NACHTEILE
  • schlechte Lüftersteuerung mit hochfrequentem Pfeifton
  • nur ein M.2.-Slot

Der Mini-PC H56 bietet mit seiner guten Ausstattung genügend Leistung für einen einfachen Office-Rechner. Ob der jetzt nur noch 242 Euro teure H56 in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.

Der H56 ist ein klassisches White-Label-Produkt. Vor wenigen Wochen gab es den Rechner unter der Marke GXMO, nun wird er unter dem Namen Alliwava von vielen Händlern angeboten. Das passiert bei besonders günstigen Mini-PCs aus China häufiger. Für 242 Euro (NewYear082) kann sich die Ausstattung mit Ryzen 5 5600H, 16 GB RAM und einer 512 GB großen SSD in jedem Fall sehen lassen. Damit bietet der H56 auf dem Papier genügend Leistung für den Einsatz als Office-PC. Ob er aber auch in der Praxis überzeugt und sich die Investition lohnt, zeigt der Test (Testzeitpunkt: 14. Februar 2025).

Das Testgerät hat uns Geekbuying zur Verfügung gestellt, der Mini-PC ist dort aber inzwischen nicht mehr verfügbar.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Mini-PC H56?

Im H56 kommt mit dem Ryzen 5 5600H ein Sechskerner mit 12 Threads zum Einsatz, der bis zu 4,2 GHz schnell taktet. Standardmäßig beträgt die TDP der 2021 erschienenen CPU 45 Watt, kann aber von den PC-Herstellern zwischen 35 Watt und 54 Watt konfiguriert werden. Anders als neuere AMD-Prozessoren bietet er mit einer Radeon RX Vega 7 in puncto GPU nur Hausmannskost. Damit ist klar, dass sich der Mini-PC nicht primär als Gaming-Plattform eignet – dazu später mehr. Mit einem 16 GB großen Arbeitsspeicher in Form eines einzelnen SO-DIMM-Moduls mit DDR4/3200-Speicher und einer 512 GB großen SSD sind die Voraussetzungen für einen genügend leistungsfähigen Office-PC aber gegeben. Ein weiterer RAM-Slot ist noch frei, sodass man aufrüsten und mit Dual-Channel-Betrieb die Leistung verbessern kann. Einen zweiten M.2-Slot gibt es allerdings nicht. Dafür können Anwender über das mitgelieferte SATA-Kabel noch eine SSD respektive HDD im 2,5-Zoll-Format anschließen. Für diese bietet die untere Gehäuseabdeckung einen Schacht, der allerdings nur Modelle mit einer Bauhöhe von 7 mm aufnehmen kann.

Bilder: Mini-PC GXMO-H56
Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Ryzen 5 5600H, 16 GB DDR4, 512 GB SSD

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Ryzen 5 5600H, 16 GB DDR4, 512 GB SSD

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Ryzen 5 5600H, 16 GB DDR4, 512 GB SSD

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Lieferumfang

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: 65-Watt-Netzteil

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Mit einer Halterung, die an der Unterseite montiert wird, lässt sich der Mini-PC an einem Monitor befestigen.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Nur ein 16-GB-DDR4/32000-Modul ist verbaut. Maximal erlaubt der Mini-PC einen RAM-Ausbau bis 64 GB.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Ryzen 5 5600H, 16 GB DDR4, 512 GB SSD

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Anschlüsse

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Das 16-GB-Speichermodul stammt von Asint.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: SATA-Anschluss

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Mainboard-Anschluss für das beiliegende SATA-Kabel.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Mit dem mitgelieferten SATA-Kabel kann man auch eine SATA-SSD bis zu einer Bauhöhe von 7 mm einbauen.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Die untere Gehäuseabdeckung bietet einen Schacht für eine SATA-SSD/HDD mit bis zu 7 mm Bauhöhe.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Der Mediatek-Chip MT7921 bietet Unterstützung für Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: In den Erweiterungsschacht passen nur SSDs mit einer maximalen Bauhöhe von 7 mm (oben). Dickere SSDs mit 9 mm (unten) kann man also nicht verwenden.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Abmessungen

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Anschlüsse

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Innenaufbau

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Der Mini-PC lässt sich auch mit Linux betreiben.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Im AIDA64-Stresstest steigt die Temperatur auf maximal 66° C.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Mit 946 Punkten im 3D-Mark-Test Time Spy beweist der Mini-PC, dass er für anspruchsvolle 3D-Spiele nicht geschaffen wurde.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Mit knapp 5400 Punkten im PCMark zeigt der Mini-PC eine gute Office-Leistung.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Die integrierte SSD ist nicht die schnellste. Im normalen Office-Betrieb dürfte das aber kaum auffallen.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: 7-Zip-Benchmark

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Geekbench 6

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Geekbench 6 - GPU

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Mit einem 6-GHz-WLAN schöpft der Mini-PC die maximale Leistung unseres Glasfaseranschlusses voll aus.

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Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Im 2,4-GHz-Netz sinkt die Leistung.

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Die Leistungsaufnahme bleibt mit maximal 36 Watt erfreulich niedrig.

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Mini-PC GXMO/Alliwava H56: Das Gehäuse ist einwandfrei verarbeitet. Sämtliche Schnittstellen sind leicht zugänglich und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.

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Mini-PC GXMO/Alliwava H56: Das Gehäuse ist einwandfrei verarbeitet. Sämtliche Schnittstellen sind leicht zugänglich und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.

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Mini-PC GXMO/Alliwava H56: Das Gehäuse ist einwandfrei verarbeitet. Sämtliche Schnittstellen sind leicht zugänglich und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.

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Mini-PC GXMO/Alliwava H56: Das Gehäuse ist einwandfrei verarbeitet. Sämtliche Schnittstellen sind leicht zugänglich und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.

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Mini-PC GXMO/Alliwava H56: Das Gehäuse ist einwandfrei verarbeitet. Sämtliche Schnittstellen sind leicht zugänglich und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.

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Die verfügbaren Anschlüsse sind für die Preisklasse mehr als zufriedenstellend. Dank zwei HDMI-Ports an der Rückseite können Anwender Monitore mit 4K-Auflösung und 60 Hertz Bildwiederholrate mit dem H56 ansteuern. Auf der Rückseite stehen außerdem noch zwei USB-2.0-Schnittstellen zum Anschluss von Maus und Tastatur parat. Dort gibt es auch einen Gigabit-Ethernet-Anschluss, der vom Netzwerkchip Intel 225V angesteuert wird. Einen zweiten Ethernet-Port bietet er H56 allerdings nicht, womit sich der Mini-PC nicht ohne Zutun als Firewall-Appliance nutzen lässt. An der Vorderseite befinden sich zusätzlich noch ein USB-C-Anschluss sowie zwei USB-3.0-Ports. Bei den Drahtlosschnittstellen setzt der H56 auf einen Mediatek MT7922, der Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 bietet. Damit verfügt der Mini-PC über halbwegs aktuelle Funk-Schnittstellen.

Performance: Wie schnell ist der H56?

Mit einem Ryzen 5 5600H, 16 GB RAM und einer NVMe-SSD sollte der H56 genügend Leistung für den Einsatz als Office-Rechner bieten. Obwohl das relativ schwache Ergebnis im Crystaldiskmark mit einer Lese-/Schreibleistung von 2553/1863 MB/s zunächst enttäuscht, zeigt das PCMark-Ergebnis von knapp 5400 Punkten die Tauglichkeit als Office-Rechner. Gegenüber dem mit der Vorgänger-CPU Ryzen 5 4600H ausgestatteten Ninkear N4 ist die nominelle Leistungssteigerung geringfügig, die Grafik ist aber etwas besser aufgestellt. Beim 3D-Mark-Test Time Spy erzielt der H56 allerdings nur einen Wert von 946 Punkten. Während die CPU mit 4929 Punkten sogar schlechter als der Vorgängerchip abschneidet, landet die Grafik bei immerhin 828 Punkten – womit der PC dennoch beweist, dass er für anspruchsvolle 3D-Spiele insgesamt weniger gut geeignet ist. Hier muss man preislich schlicht höher ins Regal greifen.

Im 5-GHz-Netz schöpft die Wi-Fi-Schnittstelle die Leistung unseres Glasfaserschlusses mit 100/50 MBit/s für Down- und Upload voll aus. Wie üblich fällt die Leistung im 2,4-GHz-Netz deutlich ab. Hier kommt der Mini-PC nur auf 35 Mbit/s im Download und knapp 23 Mbit/s beim Upload.

Mini-PC GXMO/Alliwava-H56: Mit knapp 5400 Punkten im PCMark zeigt der Mini-PC eine gute Office-Leistung.

Lüfter: Wie laut ist der H56 und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Nach dem Start von Windows ist der Lüfter zunächst nicht zu hören. Sobald die CPU-Temperatur über 40° Celsius steigt, was schon beim Surfen im Internet passiert, ändert sich das. Die Lautstärke ist dabei nicht das eigentliche Problem, sondern der hochfrequente Pfeifton, der aus dem Gehäuse tönt. Leider erkennen Tools zur Lüftersteuerung wie Fan Control den Lüfter nicht und auch im BIOS gibt es keine Möglichkeit, die Lüftersteuerung zu optimieren. Schließlich verträgt der Ryzen 5 5600H mit bis zu 105° Celsius deutlich höhere Temperaturen, sodass der Lüfter nicht schon bei 40° Celsius Radau machen muss.

Bei einem ruhenden Desktop benötigt der H56 nur knapp 8 Watt. Und auch bei hoher Belastung bleibt die Leistungsaufnahme mit maximal 36 Watt erfreulich niedrig. Im Stand-by sind es weniger als 1 Watt.

Die Leistungsaufnahme bleibt mit maximal 36 Watt erfreulich niedrig.

Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Mini-PC H56?

Der Mini-PC H56 wird mit Windows 11 Pro 23H2 ausgeliefert. Eine Neuinstallation mit der aktuellen Version 24H2 funktioniert einwandfrei. Wie üblich muss man allerdings einige Treiber installieren. Nachdem wir diese für die AMD-Plattform, den Mediatek-Funk-Chip und den Intel-Netzwerkchip installiert haben, sind im Gerätemanager keine gelben Warndreiecke mehr zu sehen. Da wie üblich der Lizenzkey im EFI hinterlegt ist, aktiviert sich Windows automatisch.

Auch mit Linux funktioniert der Mini-PC. Der Test mit Tuxedo OS auf Basis der aktuellen Ubuntu-Version 24.04 und Linux-Kernel 6.11 verläuft problemlos.

Auch mit Linux funktioniert der Mini-PC H56.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des H56?

Mit Seitenlängen von 11,3 und 12,6 cm sowie einer Höhe von 4,1 cm fällt der Mini-PC H56 sehr kompakt aus und zählt damit zu den kleinsten Vertretern seiner Art mit Ryzen-Prozessor. Und mit einem Gewicht von 375 Gramm ist er auch nicht sonderlich schwer, was dem Plastikgehäuse im anthrazitfarbenen Metallic-Look geschuldet sein dürfte. Die Verarbeitung ist ansonsten ohne Fehl und Tadel: Sämtliche Schnittstellen schließen mit dem Gehäuse bündig ab und sind leicht zugänglich. Links, rechts und oben sind in das Gehäuse luftdurchlässige Metallabdeckungen sauber eingearbeitet.

Mini-PC GXMO/Alliwava H56: Das Gehäuse ist einwandfrei verarbeitet. Sämtliche Schnittstellen sind leicht zugänglich und schließen bündig mit dem Gehäuse ab.

Preis: Was kostet der Mini-PC H56?

Der Mini-PC H56 kostete zum Testzeitpunkt am 14. Februar 2025 in unserer Testkonfiguration mit Ryzen 5 5600H, 16 GB RAM und 512 GB SSD knapp 300 Euro. Inzwischen ist er deutlich günstiger mit 242 Euro (Code: NewYear082) bei Banggood, wobei der Versand aus einem tschechischen Warenhaus erfolgt – mit Einfuhrzoll und Umsatzsteuer muss man also nicht rechnen.

Fazit

Der Mini-PC H56 hinterlässt im Test einen gemischten Eindruck. Einerseits liefert er dank guter Hardware-Ausstattung eine angemessene Leistung für den Einsatz als Office-Rechner. Und auch der Einbauschacht für 2,5-Zoll-SSDs ist nützlich, wenn man eine vorhandene SATA-SSD weiterverwenden möchte. Der normale Preis für das Gerät ist mit etwa 300 Euro definitiv zu hoch gegriffen. Inzwischen kostet der H56 aber durch einen Rabattcoupon nur noch 242 Euro und ist damit deutlich attraktiver. Üblicherweise gibt es unter 250 Euro nur noch die deutlich leistungsschwächeren Intel-N100-Chips, AMD spielt dort keine Rolle. Das ändert sich auf diese Weise und der Ryzen 5 des H56 ist die wesentlich bessere Entscheidung. Sollte das Angebot ablaufen, gibt es für knapp 300 Euro in Form unseres Testsiegers der günstigen Mini-PCs, dem U58, aber eine leistungsfähigere Alternative.

Aoostar N100 im Test

Der Aoostar N100 ist mit 16 GB RAM und vielen Anschlüssen erfreulich gut ausgestattet für 165 Euro. Wie er sich in der Praxis schlägt, zeigen wir im Test.

VORTEILE
  • Intel N100 für unter 170 Euro
  • 16 GB DDR5-RAM
  • geringe Betriebslautstärke
  • zwei Ethernet-Anschlüsse
NACHTEILE
  • Verarbeitung mittelmäßig
  • kein USB-C
  • dürftige Grafikleistung

Der Aoostar N100 ist mit 16 GB RAM und vielen Anschlüssen erfreulich gut ausgestattet für 165 Euro. Wie er sich in der Praxis schlägt, zeigen wir im Test.

Der Aoostar N100 gehört zu den Mini-PCs mit herausragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Namensgebend ist der solide, aber freilich nicht überragende Prozessor Intel N100. Dazu gesellt sich mit 16 GB bemerkenswert viel Arbeitsspeicher (RAM). Diese Ausstattung sucht für unter 190 Euro ihresgleichen. Die Hardware ist damit noch besser aufgestellt, als beim beliebten, günstigen Mini-PC T8 Plus, der nämlich nur 8 GB RAM an Bord hatte. Die Zeichen stehen gut, dass wir hier erneut einen richtigen Preis-Leistungs-Kracher im Test haben. Doch lassen wir vor der Euphorie im Testbericht die Praxiseindrücke sprechen.

Aufgrund der Umstellung der Marke Aoostar wird das System nun baugleich unter dem neuen Herstellernamen Aoostar verkauft. Getestet haben wir ihn noch als Aoostar N100, das Testgerät hat uns Geekbuying zur Verfügung gestellt.

Wie ist die Ausstattung des Aoostar N100?

Im Aoostar N100 sitzt ein Intel N100. Der Quad-Core-Prozessor ist uns bereits von vielen anderen, günstigen Mini-PCs bekannt. Leistungstechnisch steht er in der Tradition der früheren Celeron-Prozessoren. Mit vier Kerne (vier Threads) bei maximal 3,4 GHz und einer TDP von schlappen 6 Watt ist er entsprechend dezent unterwegs, ein Leistungsschub zu Celerons ist dennoch deutlich spürbar.

Besonders auffällig sind die 16 GB an DDR5-4800-RAM. Nicht nur sind 16 GB für diesen Preis richtig viel & selten, sondern gerade auch der DDR5-Standard, der deutlich höhere Geschwindigkeiten bietet. Leider aber ist der RAM nicht erweiterbar, da es sich um fest verlötete LPDDR5-Chips handelt. Die 512 GB große M.2-NVMe-SSD ist dafür zugänglich und lässt sich austauschen. Sie schreibt laut unseren Ergebnissen in Crystaldiskmark mit Geschwindigkeiten von 1722 MB/s und liest mit 1768 MB/s. Für eine NVMe-SSD ist das weder schnell noch langsam, für einen so günstigen Mini-PC jedoch phänomenal. Andere Modelle setzen hier bereits auf M.2-SATA-SSDs oder gleich nur noch auf Flash-basierten eMMc-Speicher.

Das Anschlussangebot weiß uns gerade angesichts des Preises zu gefallen. So gibt es hier gleich zwei Ethernet-Ports für eine stabile LAN-Verbindung. Dadurch eignet sich der Mini-PC auch für den Einsatz als Firewall-Appliance. Praktisch ist der Reset-Button zum Zurücksetzen des BIOS, sofern dies einmal notwendig sein sollte – ein beliebtes Extra bei Aoostar, das wir bei vielen Mini-PCs des Herstellers finden. Einzig schmerzt uns das Fehlen von USB-C, was in diesem Preisbereich allerdings nicht erwartbar ist. Bei den Drahtlos-Schnittstellen setzt der Aoostar N100 mit Wi-Fi 5 und Bluetooth 4.2 leider auf veraltete Standards.

Performance: Wie schnell ist der Aoostar N100?

Der Aoostar N100 liefert im Alltag mit Windows eine flüssige Performance. Im Benchmark PCmark 10 erreicht das gesamte System rund 3200 Punkte, was vollkommen solide ist und sogar schon zu den besten Ergebnissen im Budget-Bereich gehört. Erwartbar aber ist, dass die Grafik-Performance das größte Defizit aufweist. Messen lässt sich das durch die differenzierte Auswertung auch über den Benchmark 3Dmark TimeSpy. Hier kommt das System auf 378 Punkte, was primär an der iGPU mit nur 331 Punkten liegt. Die CPU liegt mit 1983 Punkten deutlich weiter vorn.

Ablesen lässt sich daran im Vergleich aber auch etwas anderes. Der mit gleicher CPU ausgestattete T8 Plus erreicht fast 500 CPU-Punkte mehr, die Grafik liegt circa 10 Punkte niedriger als hier. Der T8 Plus lässt der CPU also mehr Freilauf, der Aoostar N100 hingegen der Grafik. Der Minix Z100 – ebenfalls mit dem N100 ausgestattet, aber passiv gekühlt – liegt in allen drei Ergebnissen deutlich zurück. Alles in allem zeigt sich hier auch erneut: Grafik ist bisher nicht Intels Stärke, gerade günstige Grafiken sind aber generell schwächer. Dass es auch anders geht, zeigt AMD. Für den Kontrast: Blickt man auf Mini-PCs um 300 Euro mit integrierten Grafikeinheiten von AMD, wie dem Ouvis AMR5, kommt diese auf über 1200 Punkte – eine vollkommen andere Welt. Gibt man noch mehr bei AMD aus, bekommt man sogar iGPUs, mit denen man aktuelle Spiele gut in Full-HD zocken kann.

Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke
Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke
Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke
Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke
Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke
Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke
Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke
Mini-PC T-Bao N100 – Bilderstrecke

Zum Schluss möchten wir bei der Leistung noch den enorm flotten Bootvorgang loben – das System benötigt vom Erscheinen des Boot-Screens bis zum geladenen Homescreen unter sieben Sekunden. Ansonsten bringt das vorinstallierte Windows 11 Pro die üblichen Bloatware-Apps um Spotify und Co. mit, zusätzliche Software ist aber nicht vorhanden. Unser seit Auffälligkeiten bei Fernost-Mini-PCs üblich gewordener Virentest mit Microsoft Defender endete ohne Befund.

Wie laut ist der Aoostar N100?

Die Betriebslautstärke des Aoostar N100 ist tadellos. Auch nach einem mehrstündigen Betrieb mit Prime95 unter Vollauslastung von CPU und RAM bleibt das System so leise wie kühl. Wir messen nur knapp über 30 Dezibel bei einem Meter Abstand, direkt am Gehäuse sind es etwa 34 Dezibel. Im normalen Windows-Betrieb sind die Lüfter nahezu unhör- und messbar. Angesichts der effizienten Hardware hätte uns ein anderes Ergebnis aber auch enttäuscht. Andere Mini-PCs mit dieser CPU sind ähnlich leise, teils bieten sie sogar eine vollkommen lüfterlose Passiv-Kühlung, wie der Minix Z100.

Was ist uns sonst aufgefallen?

Die Zugänglichkeit ans Gehäuseinnere ist nach Lösen von vier Schrauben durch Abnehmen des Unterbodens gegeben. Die Bodenplatte wirkt etwas zu dünn und lässt sich bei verschlossenem Zustand ohne viel Aufwand nach innen drücken – das macht keinen stabilen Eindruck. Das restliche Kunststoffgehäuse aber ist solide und knarzt nicht, die glatte Beschichtung fühlt sich allerdings billig an und nutzt sich an den Kanten bereits nach kurzer Zeit ab. Das Gehäuse hat mit 130 x 130 x 60 Millimeter Standardmaße für einen Mini-PC und lässt sich per VESA-Mount hinter einem Monitor anbringen.

Was kostet der Aoostar N100?

Der Aoostar N100 kostet in unserer Testvariante mit 16/512 GB normalerweise 190 Euro. Aktuell bekommt man ihn ab 149 Euro mit 8 GB RAM und 256 GB SSD, mit 16 GB RAM sind es inzwischen knapp 200 Euro.

Aliexpress führt den Aoostar N100 aktuell schon in der Basisausstattung (8/256 GB) für 133 Euro.

Fazit

Der Aoostar N100 ist im Budget-Bereich ein ganz herausragendes Paket in Hinsicht auf die Preis-Leistung. Satte 16 GB RAM sind für einen Preis von unter 190 Euro eine absolute Seltenheit und umso mehr noch, wenn es sich dann um schnellen DDR5-RAM handelt.

Die Leistung des System ist für den Preis extrem gut und kann auch bei 100 Euro teureren Modellen noch mithalten. Defizite gibt es aber erwartbar bei der Grafik, die am untersten Leistungsende steht. Die gebotenen Anschlüsse erfüllen unsere Erwartungen, zwei Ethernet-Ports sind eine willkommene Besonderheit. Insgesamt handelt es sich hier um ein sehr attraktives, günstiges PC-Gesamtpaket, das sich für Einsätze als Homeoffice-Rechner, Smart-Home-Zentrale oder Firewall-Appliance nicht zu schade ist. Die Lüfterlautstärke ist vollkommen annehmbar, die Verarbeitung dem Preis entsprechend, aber solide. Vermisst haben wir nur einen USB-C-Port, für die Preisklasse ist der aber auch nicht selbstverständlich.

Blackview MP80 im Test

Ein Mini-PC, der diesem Namen alle Ehre macht: Der Blackview MP80 ist nicht nur wahnsinnig handlich, sondern dafür auch echt gut ausgestattet. Was er so kann, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • besonders handlich
  • sehr leise
  • zwei Ethernet-Ports
  • bis zu drei Monitore nutzbar (3 HDMI-Ports)
NACHTEILE
  • kein Displayport-Anschluss
  • kein USB-C
  • dürftige Grafikleistung

Ein Mini-PC, der diesem Namen alle Ehre macht: Der Blackview MP80 ist nicht nur wahnsinnig handlich, sondern dafür auch echt gut ausgestattet. Was er so kann, zeigt unser Test.

Der Blackview MP80 ist der zweite Mini-PC des uns bereits von zahlreichen Outdoor-Smartphones (Bestenliste), preiswerten Tablets (Bestenliste) sowie Powerstations bekannte Herstellers aus Fernost. Dabei wird dieses Modell dem Begriff Mini-PC so gerecht, wie noch kein Modell in unseren Tests, denn das Gehäuse ist richtig handlich. Dafür hat der Mini-PC mit sparsamen Intel Alder Lake N97, 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB SSD-Speicher richtig viel zu bieten. Und das nicht einmal zu einem hohen Preis – der MP80 beginnt preislich bei rund 169 Euro.

Was der Blackview MP80 so alles schafft, zeigt unser Testbericht (Testzeitpunkt: 31. Januar 2024). Den Mini-PC haben wir von Blackview zur Verfügung gestellt bekommen.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Blackview MP80?

Im mattschwarzen Kunststoffgehäuse des Blackview MP80 steckt in unserem Fall ein Intel Alder Lake N97, dem 16 GB RAM nach dem neuen und flotten DDR5-Standard zur Seite stehen. Es gibt ihn aber auch mit dem schwächeren N95-Prozessor oder einem Celeron N5095 bei gleicher Speicherausstattung.

Das 512 GB Speichermedium ist zwar ein M.2-Steckriegel, setzt aber nur auf langsame SATA-Geschwindigkeiten. Im Benchmark Crystaldiskmark kommt sie nur auf etwa 550 MByte/s. Das reicht aus und ist besser als jede HDD, für eine SSD aber langsam.

Das Potpourri an Anschlüssen ist üppig, wir vermissen USB-C und Displayport, für den aufgerufenen Preis ist ihr Fehlen verschmerzbar. Über HDMI kann man drei Monitore anschließen, üblich sind in dieser Preisklasse nur zwei. Ebenso positiv fallen die zwei Ethernet-Ports auf, was den Mini-PC auch für den Einsatz als Firewall-Appliance für OPNsense, Pfsense oder andere Open Source-Firewalls geeignet macht.

Performance: Wie schnell ist der Blackview MP80?

Der Blackview MP80 richtet sich an weniger anspruchsvolle Anwendungsfelder, wie im Homeoffice oder für den Einsatz im Smart Home (Ratgeber). Dafür spricht auch das Benchmark-Ergebnis in PCmark 10, in dem der Mini-PC auf solide 3367 Punkte kommt. Unter den günstigen Mini-PCs gehört er damit zu den stärksten Modellen, gegen die PCs mit Ryzen-Prozessoren stinkt er aber ziemlich ab – doch die kostet auch knapp 50 bis 100 Euro mehr.

Bilderstrecke – Mini-PC Blackview MP80 im Test
Mini-PC Blackview MP80 im Test – Anschlüsse
Blackview MP80 im Test – USB-A-Ports auf der rechten Seite
Mini-PC Blackview MP80 im Test – zwei Ethernet Ports auf der Rückseite, daneben der Rundstecker zur Stromversorgung und Klinkenbuchse
Mini-PC Blackview MP80 im Test – drei HDMI-Ports auf der linken Seite

Während sich Bildbearbeitung noch recht problemfrei machen lässt und auch ein Büroalltag mit Microsoft Teams den Mini-PC nicht aus der Puste bringt, ist bei intensiver Videobearbeitung mit Effekten und aufwendigem Rendering Schluss. Der MP80 gehört hier mehr zur Fraktion Capcut und Windows Movie Maker. An Gaming ist hier wenig zu denken. Das liegt natürlich daran, dass hier nur ein integrierter Grafikchip zum Einsatz kommt, aber auch, dass die Chips von Intel bei der Grafik besonders leistungsschwach sind. AMD-Konkurrenten sind traditionell schneller.

Lüfter: Wie laut ist der Blackview MP80?

Was die Lautstärke angeht, würden wir den MP80 als unauffällig bezeichnen. Es gibt einen aktiven Lüfter, der aber laut Blackview durch den Einsatz eines bürstenlosen Motors deutlich leiser läuft. Im Test können wir das bestätigen, die Lautstärke des Mini-PCs ist so gering, dass wir eine klare Dezibel-Zahl kaum herauskristallisieren können. In jedem Fall liegt sie deutlich unter 35 Dezibel und ist nur schwer von Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden. Ein positives Beispiel, da gerade Modelle von Geekom keine ordentliche Lüftersteuerung haben und immer laut aufdrehen. Schwächere Mini-PCs sind jedoch ohnehin leiser, da die Wärmeentwicklung sich durch die geringere Leistung in Grenzen hält.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Blackview MP80?

Allen voran gefällt uns am Blackview MP80 besonders die geringe Größe. Das 87,8 x 87,8 x 37 Millimeter große schwarze Kunststoffgehäuse lässt sich damit noch leichter verbergen. Auch der Transport im Rucksack ist so leicht möglich, wobei auch noch das erstaunlich geringe Gewicht von nur 215 Gramm hilft. Einen so leichten oder einen so kleinen Mini-PC hatten wir noch gar nicht im Test, die Kombination von beidem macht die Sache noch interessanter.

Abseits davon ist der Blackview MP80 auch hübsch anzusehen – dazu trägt nicht nur die matte Gehäuseverarbeitung und die minimalistische Machart bei, sondern auch die schicke Beleuchtung, die einmal rund um den Gehäuseboden geht. Sie fungiert als Status-LED und verfärbt sich je nach Betriebszustand von blau zu rot.

Preis: Was kostet der Blackview MP80?

Aktuell kostet der Blackview MP80 bei Joom rund 169 Euro, wenn man sich für den älteren Prozessor Celeron N5095 und eine Speicherausstattung von 12/256 GB entscheidet.

Der neue, deutlich effizientere Intel N97 liegt bei 176 Euro. Zum Testzeitpunkt am 31. Januar 2024 waren die Varianten mit N95 und N97 etwa 20 bis 30 Euro teurer als jetzt.

Fazit

Der kleine Blackview MP80 weiß uns richtig zu überzeugen, denn im kleinen Gehäuse steckt verhältnismäßig viel Leistung bei echt geringer Lautstärke. Über 3200 Punkte im Benchmark sind wahrlich ordentlich, der Betrieb läuft flüssig.

Der Mini-PC ist ideal für den Einsatz als Smart-Home-Zentrale mit Home Assistant (Ratgeber), als Rechner für Anzeigen, Kassensysteme oder Ähnlichem. Für den Einsatz als Firewall-Appliance sprechen die beiden Ethernet-Ports. USB-C oder Displayport vermissen wir allerdings. Für den Preis von nur 200 Euro ist das aber verschmerzbar und so bekommt der Office-Mini-PC glatte vier Sterne und eine klare Empfehlung – eine runde Sache.

Mini-PC Minisforum UN100P im Test

Der Minisforum UN100P bietet enorm viel Ausstattung für unter 200 Euro. Ob Leistung und Kühlung da mithalten können, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • sehr leiser Betrieb
  • sparsam
  • viel RAM und Speicherplatz
  • USB-C mit Displayport
NACHTEILE
  • schwacher Prozessor
  • Testgerät mit Kühlungsproblemen

Der Minisforum UN100P bietet enorm viel Ausstattung für unter 200 Euro. Ob Leistung und Kühlung da mithalten können, zeigt unser Test.

Der UN100P tritt in große Fußstapfen, denn bisher haben uns die Mini-PCs von Minisforum sehr überzeugt. Nur sind wir nicht wie sonst in der Oberklasse, sondern im Low-End-Bereich unterwegs. Hier setzt man auf den Intel N100 mit großzügigen 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB SSD-Speicher. Das eigentliche Highlight ist jedoch der USB-C-Anschluss, der sowohl Displayport als auch PD out unterstützt – und das für 189 Euro. Ob man für die starke Ausstattung ungewollte Kompromisse eingehen muss, zeigt unser Test.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum UN100P?

Wie üblich für die Preisklasse bis 200 Euro ist im Minisforum UN100P eine CPU von Intel verbaut – der Intel N100 der zwölften Generation. Dieser Vierkerner mit vier Threads ist mit 6 Watt TDP äußerst sparsam. Die Taktrate liegt bei bis zu 3,4 GHz und als Grafikeinheit kommt die Intel UHD Graphics zum Einsatz.

Die CPU unterstützt zwar DDR5-RAM, hier hat man sich nur für LPDDR4-RAM mit 16 GB und einer Übertragungsrate von 3200 MT/s entschieden. Den einzelnen RAM-Riegel kann man zwar austauschen, laut Herstellerangaben liegt die maximale RAM-Kapazität jedoch bei 16 GB – überprüfen konnten wir dies leider nicht. Als Massenspeicher kommt eine M.2-SSD im Formfaktor 2280 zum Einsatz. Diese bietet eine Kapazität von 512 GB und ist über PCIe x 1 angebunden. So erzielt sie in Crystaldiskmark 855 MB/s im Lesen und 853 MB/s im Schreiben – ein Stück schneller als die typische SATA-SSD. Eine solche kann man zusätzlich nachrüsten, dazu steht eine Halterung für 2,5-Zoll-Festplatten im Gehäuse bereit. Während für die M.2-SSD offiziell maximal 1 TB unterstützt sind, kann die Kapazität der SATA-Festplatte bis zu 2 TB betragen.

Die gute Ausstattung des UN100P geht aber noch weiter. Neben 2,5-Gigabit-LAN kann der Mini-PC gleichzeitig drei Monitore ansteuern. Dafür gibt es zweimal HDMI in der Version 2.1, sowie einmal USB-C mit Displayport-Alt-Mode – also Unterstützung des Displayport-Protokolls – auf der Vorderseite. Zusätzlich bietet dieser die Funktion von PD-out, also die eigenständige Stromversorgung von angeschlossenen Geräten, bis 15 Watt. Für einen externen Monitor hat dies in unserem Fall jedoch nicht ausgereicht. Den eigenen Strombedarf kann das System allerdings nur per Rundstecker und leider nicht über USB-C stillen. Bei einem so günstigen System ist das jedoch auch nicht zu erwarten.

Drahtlos ist der Mini-PC mit den Standards Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 für die Preisklasse ausgezeichnet aufgestellt.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum UN100P?

Ein Mini-PC dieser Leistungsklasse ist genau für eins gut: Office. Mit 6 Watt TDP ist hier kein Leistungswunder zu erwarten. Doch gerade im Low-End-Bereich haben die identischen CPUs oft deutlich unterschiedliche Leistungen durch die Anpassungen der Hersteller. So erzielt der Intel N100 im Minisforum UN100P bei PCmark 10 durchschnittlich 2890 Punkte – eher niedrig im direkten Vergleich. Auch bei 3Dmark Timespy erreicht er nur 341 Punkte, davon 305 Grafik- und 1091 CPU-Punkte.

Beim Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 kommt die CPU auf 942 Punkte im Single- und auf 1631 Punkte im Multi-Core-Benchmark. Damit liegt dieser N100 deutlich unter dem Vergleichswert und ist etwa auf dem Niveau eines Raspberry Pi 5. Die Grafikeinheit erhält eine Bewertung von 2905 Punkten im Open-CL-Test. Zuletzt ergibt ein Durchlauf in Cinebench R24 33 Punkte im Single- und 86 Punkte im Multi-Core.

Minisforum UN100P – Bilderstrecke
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Mini-PC Minisforum UN100P im Test

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So lässt sich also mit Sicherheit sagen, dass der UN100P für nicht viel mehr als Office, E-Mails und Web-Browsen geeignet ist. Wir haben es uns dennoch nicht nehmen lassen, Counter-Strike 2 als Repräsentant für E-Sports-Titel zu testen. Das Spiel ist selbst mit niedrigsten Einstellungen, aktiviertem FSR im Modus „Leistung“ und maximal reduzierter Auflösung von 1280 × 720 unspielbar. Wir erreichen hier Bildraten von etwa 15 FPS bei sehr inkonstanten Frame Times (zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Bildern).

Stromverbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Gemessen mit einer smarten Steckdose verbraucht der ganze Mini-PC im Idle etwa 10 Watt. Bei voller Auslastung der CPU steigt der Verbrauch auf etwa 16 Watt. Die beworbenen 3,4 GHz werden nie erreicht. Maximal gibt es 2,8 GHz, jedoch schießen die ausgelesenen Temperaturen unter Last innerhalb eines Aktualisierungszyklus auf den Maximalwert von 105 °C. Dadurch taktet sich die CPU deutlich runter. Außerdem sind die ausgelesenen Temperaturen sowohl in HWinfo als auch in AIDA64 schon im Idle extrem sprunghaft.

Deshalb haben wir die gesamte Kühlung auseinander gebaut, um die etwas eingetrocknete Wärmeleitpaste auszutauschen. Den hohen Temperaturen hat dies Abhilfe verschafft, die Taktraten sind dadurch aber nicht gestiegen. Diese sind zwar weiterhin, gerade im Idle, sehr sprunghaft, mit Änderungen von bis zu 10 °C in einem Zyklus, jedoch immer noch deutlich stabiler als zuvor. Zudem bleiben diese nun unter Volllast immer unterhalb der 55-Grad-Marke.

So hat sich der Eingriff nur leistungssteigernd auf Anwendungen ausgewirkt, die sowohl die Grafik als auch CPU gleichzeitig stark beanspruchen. Der Durchschnittstakt der CPU liegt in etwa bei 1,4 GHz unter Volllast mit 6 Watt Leistungsaufnahme. Diese kann für einen kurzen Moment sogar auf 12 Watt steigen. Wir empfinden es als sehr verwunderlich, wie die Wärmeleitpaste bei einem Neugerät schon so schlecht sein kann, möglicherweise haben wir aber nur ein Montagsgerät erwischt.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum UN100P?

Dank des geringen Stromverbrauchs der CPU muss die Kühlung nicht allzu viel leisten. Das schlägt sich meist in einer geringen Betriebslautstärke nieder – so auch hier. Vor unserem Eingriff in die Kühlung war der Lüfter schon im Idle hörbar, aber trotzdem nur sehr leise. Seitdem ist er noch leiser geworden. Ohne Last ist der Lüfter nun inaktiv, nur unter Last dreht er etwas auf. Mit dem Smartphone messen wir kurzzeitig eine maximale Lautstärke von etwa 25 dB(A), die typische Lautstärke liegt bei 22 dB(A). Auch die Temperaturen sind sehr niedrig, was zeigt, dass die Kühlung mit entsprechender Wärmeleitpaste einwandfrei funktioniert.

Das BIOS bietet zwar äußerst viele Einstellmöglichkeiten, verschiedene Lüftermodi, mit denen möglicherweise auch mehr Leistung freigeschaltet werden kann, gibt es jedoch nicht.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum UN100P?

Das Gehäuse des Minisforum UN100P besteht vollständig aus Kunststoff und ist tadellos verarbeitet. Die matt-schwarze Oberfläche wird nur auf der Oberseite durch eine leichte Musterung abgewechselt. Mit nur einem weißen Schriftzug des Herstellernamens ist die Optik sehr schlicht gehalten. Das Gehäuse hat Außenmaße von 127,5 × 112,4 × 43,2 mm und ist etwas schwierig zu öffnen.

Die vier Schrauben auf der Unterseite sind sehr tief eingelassen, wodurch die meisten Schraubenzieher diese nicht mehr erreichen können. Zusätzlich ist der Deckel auch noch mit kleinen Halterungen versehen, wodurch er zusätzlich aufgehebelt werden muss. Mit dem passenden Werkzeug ist das Auf- respektive Nachrüsten der Hardware jedoch keine zu große Herausforderung. Mit 332 g ist der Mini-PC schon fast ein Fliegengewicht und so auch äußerst portabel.

Erwähnenswert ist zusätzlich noch der Knopf auf der Vorderseite des Gerätes, mit dem man im Notfall das BIOS zurücksetzen kann, ohne die Verbindung zur CMOS-Batterie trennen zu müssen.

Preis: Was kostet der Minisforum UN100P?

Im Onlineshop von Minisforum kann man den UN100P für 189 Euro erwerben. Für 195 Euro ist der Mini-PC auch über Amazon erhältlich.

Fazit

Mal abgesehen von dem Problem mit der Wärmeleitpaste ist die Leistung des N100 im Minisforum UN100P unterdurchschnittlich. Das Leistungsdefizit von etwa 10 Prozent sollte jedoch für die wenigsten im Alltag bemerkbar sein, solange nicht gerade Spiele gespielt werden. Dafür ist die restliche Ausstattung mit USB-C und 2,5-Gigabit-LAN definitiv über dem Durchschnitt dieser Preisklasse. Abgerundet mit viel RAM und Speicher ist der Mini-PC für den klassischen Office-Nutzer schon ein Geheimtipp. Ist die Wärmeableitung also nur ein Problem unseres Testgerätes und nicht der Normalzustand, ist der Minisforum UN100P für 189 Euro definitiv eine Empfehlung wert.

Minix Z100 im Test

Lautlos, durchdacht für nur 242 Euro: Der Minix Z100 überzeugt im Test mit guter Kühlung und solider Performance. Im Test zeigt sich, ob neben Kühlleistung und Geschwindigkeit auch die restliche Ausstattung stimmt.

VORTEILE
  • durchdachte Passivkühlung
  • USB-C vorhanden
  • außen liegende, abnehmbare WLAN-Antennen
  • verschiedene Steckertypen für AC-Stecker beigelegt
NACHTEILE
  • schwer
  • Gehäuse wird sehr warm (über 60 Grad)

Lautlos, durchdacht für nur 242 Euro: Der Minix Z100 überzeugt im Test mit guter Kühlung und solider Performance. Im Test zeigt sich, ob neben Kühlleistung und Geschwindigkeit auch die restliche Ausstattung stimmt.

Namensgebend mit dem Z ist die Lautstärke des Mini-PCs, die bei null (zero) liegt. Die 100 steht hingegen für den verbauten Prozessor – den bei günstigen Mini-PCs beliebten Intel N100. Zusammen mit 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB Speicher (SSD) liefert er ein ausgesprochen solides Gesamtpaket, gerade für einen lautlosen Mini-PC. Bei der Verarbeitung lässt man sich nicht lumpen. Noch dazu ist er mehr als fair bepreist. Standardmäßig liegt der Preis bei Geekmaxi bei 289 Euro. Bei Amazon bekommt man ihn aktuell für 242 Euro. Wir zeigen im Test, was er kann (Testzeitpunkt: 17. April 2024). Den Minix Z100 haben wir von Geekmaxi zur Verfügung gestellt bekommen.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minix Z100?

Im Minix Z100 werkelt der uns bereits von vielen anderen, günstigen Mini-PCs bekannte Intel N100 – ein Quad-Core-Prozessor mit vier Threads und maximal 3,4 GHz. Mit einer TDP von schlappen 6 Watt eignet er sich hervorragend für einen passiv gekühlten Mini-PC, ist aber bei der Leistung entsprechend dezent unterwegs. Er ist ein Nachfahre im Geiste der leistungsschwächeren Celeron-Reihe, im Vergleich dann aber doch einen guten Sprung stärker und effizienter.

Daneben kommt ein RAM-Riegel mit 16 GB nach DDR4-3200-Standard zum Einsatz, der als SODIMM-Modul zwar tauschbar ist (maximal 32 GB), aber nur im Single-Channel-Modus läuft. Dual-Channel (zwei RAM-Sticks) beschleunigt in der Regel die Gesamtperformance. Zufrieden sind wir auch mit der Geschwindigkeit der 512 GB großen PCIe-4.0-SSD (M.2-2280), die beim Test im Speicher-Benchmark Crystaldiskmark auf solide Werte von 2062 MB/s (Lesen) und 1590 MB/s (Schreiben) kommt. Sie ist im Gehäuse gut erreichbar angebracht und mit einem separaten Kühlkörper versehen. Maximal kann man hier 4 TB einsetzen.

Auch das Anschlussangebot weiß uns zufriedenzustellen, denn nicht nur kommen zwei HDMI-2.1-Ports (4K bei 60 Hz) zum Einsatz, sondern auch ein USB-C-Anschluss, der sogar Bildübertragung unterstützt. Dadurch lassen sich bis zu drei Bildschirme nutzen. Der einzelne LAN-Anschluss ist mit 2,5 GBit angebunden, für die Nutzung als Firewall-Appliance wäre aber ein zweiter notwendig. Damit lässt sich der Mini-PC nicht ab Werk ohne Adapter (Ratgeber) für diesen Zweck nutzen.

Schön ist der Einsatz moderner drahtloser Schnittstellen, wie Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Die WLAN-Karte ist austauschbar und mit den beiden Anschlüssen für die außenliegenden Antennen verbunden. Somit ist trotz dickem Aluminiumgehäuse eine einwandfreie WLAN-Verbindung möglich, das Signal wird nicht vom Gehäuse selbst blockiert – gut mitgedacht.

Performance: Wie schnell ist der Minix Z100?

Mit seinem soliden, aber doch schwächeren Prozessor Intel N100 reißt uns der Minix Z100 nicht vom Hocker. Die Benchmark-Ergebnisse fallen entsprechend nicht besonders hoch aus, wenn auch etwa 3210 Punkte in PCmark 10 nicht schlecht sind. Dieser Wert ist deutlich besser, als ähnliche, aber ältere Prozessoren der Celeron-Reihe, die in etwa 2200 bis 2500 Punkte erreichen. Mit der Leistung des Minix Z100 lässt sich einiges anfangen, für Anwendungen im Homeoffice-Bereich genügt die gebotene Leistung vollkommen. Durch den 16 GB großen RAM macht das Arbeiten am Mini-PC richtig Spaß. Von grafiklastigen Aufgaben, wie Rendering oder neuere Spiele, sollte man sich aber verabschieden – lautlose Mini-PCs sind hier nicht das Richtige.

Wie von Intel gewohnt, ist aber die integrierte Grafik (iGPU) eine große Schwachstelle. Den Beweis dafür liefert der Benchmark 3Dmark Time Spy. Hier kommt das System auf eine Gesamtpunktzahl von 366 Punkten. Die Grafikeinheit ist hier mit 320 Punkten klar darunter, die reine CPU-Leistung hingegen mit 2036 Punkten wesentlich besser. Bei Mini-PCs um 300 Euro mit integrierten Grafikeinheiten von AMD, wie dem Ouvis AMR5, kommt diese auf über 1200 Punkte – eine völlig andere Welt. Der Fairness halber gesagt sei aber auch, dass diese Mini-PCs dann auch nicht passiv gekühlt sind, ein Befund ist es dennoch. Im plattformübergreifenden Benchmark Geekbench landet das System bei 1218 Punkten im Single-Core und 3047 Punkten im Multi-Core. Zum Vergleich: Ein Raspberry Pi 5 mit ARM-Chip kommt auf nur 679 Punkte (Single-Core) und 1375 Punkte (Multi-Core).

Das vorinstallierte Windows 11 Pro kommt mit den typischen Bloatware-Apps, die Microsoft seinem Betriebssystem inzwischen standardmäßig hinzufügt, wie Spotify & Co. Die Einrichtung zieht sich durch zahlreiche Updates etwas länger. Ein nach Abschluss aller Sicherheits- und Systempatches durchgeführter vollständiger Virenscan mit Windows Defender endet ohne Auffälligkeit.

Mini-PC Minix Z100: Anschlüsse & Gehäuse
Mini-PC Minix Z100 im Test: Gehäuse und Anschlüsse
Mini-PC Minix Z100 im Test: Gehäuse und Anschlüsse
Mini-PC Minix Z100 im Test: Gehäuse und Anschlüsse
Mini-PC Minix Z100: Anschlüsse für WLAN-Antennen
Mini-PC Minix Z100 im Test: Gehäuse und Anschlüsse
Mini-PC Minix Z100 im Test: Gehäuse und Anschlüsse
Minix Z100: Gehäuseinneres
Mini-PC Minix Z100 im Test: Gehäuse und Anschlüsse
Mini-PC Minix Z100 im Test: Gehäuse und Anschlüsse

Lüfter: Wie laut ist der Minix Z100?

Lautstärke ist bei Mini-PCs ein ausgesprochen wichtiges und unterschätztes Kriterium. Für den einen ist das Säuseln eines Lüfters gar beruhigend, für den anderen ein nervtötendes Unding. Auf jeden Fall gibt es Orte, an denen Stille unerlässlich ist. Mit dem Minix Z100 bekommt man nun einen lautlosen Mini-PC ohne allzu viele Kompromisse, die Lautstärke ist bei null.

Das gesamte Aluminiumgehäuse fungiert als großflächiger Kühlkörper und leitet die Wärme sehr gut ab. Dazu befinden sich auf der Oberseite zahlreiche feine Lamellen, die Kühlfläche deutlich erweitern. Diese sorgen für einen großen Vorteil: Der Minix Z100 drosselt im Gegensatz zur CSL Narrow Box auch nach Stunden in Prime95 nicht die Prozessorgeschwindigkeit (Thermal Throtteling) – was für eine bessere Kühllösung spricht. Das liegt vor allem auch an der Materialwahl beim Gehäuse, denn CSL nutzt hier nur Kunststoff, der Wärme schlechter abführt.

Zwar ist das Gehäuse nach über zwei Stunden mit über 70 Grad so heiß, dass man fast Spiegeleier darauf braten kann. Für den Prozessor ist das unproblematisch, die Chips können selbst Temperaturen über 100 Grad ab – im Minix messen wir aber ohnehin maximal 88 Grad. Ein heißes Gehäuse mag für die Hände unangenehm sein, ist aber bei einem passiv gekühlten Mini-PC klar erwünscht zur Wärmeabfuhr.

Klar, durch die aufwendigere Konzeption eines passiven Kühlsystems steigt der Anschaffungspreis deutlich. Luftgekühlte Mini-PCs mit gleicher Ausstattung bekommt man bereits unter 180 Euro, muss aber je nach Modell mit einem mehr oder weniger lauten Schnaufgeräusch leben. Hier ist der Minix Z100 ein deutlicher Ausschlag nach oben, für einen lautlosen Mini-PC aber ausgesprochen fair bepreist. Denn Asus liefert im Asus Expertcenter PN42 zu einem ähnlichen Preis zwar auch den N100, aber nur mit 4 GB RAM und 128 GB Speicher. Zudem schneidet der gleiche Prozessor im Asus-PC mit 2700 Punkten im Benchmark deutlich schlechter ab. Das spricht für den Minix Z100.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Minix Z100?

Die Verarbeitung des Gehäuses ist tadellos, das schwarze Aluminium sorgt direkt für einen wertigen Eindruck. Die Zugänglichkeit hat Minix ausgesprochen gut gestaltet, sodass sich RAM und SSD einfach tauschen lassen. Besonderheit ist zudem, dass auch die CMOS-Batterie fürs BIOS gut erreichbar ist – sollte ein Austausch mal nötig sein. Die abschraubbaren WLAN-Antennen sorgen für einen besseren Empfang trotz dicken Kühlkörper und stehen beim Transport nicht im Weg. Zudem kann man sie so einstellen, dass die Verbindung optimal ist.

Der dicke Kühler sorgt aber für ein im Vergleich enorm hohes Gewicht von 1,3 kg. So schwer war noch kein Mini-PC in unseren Tests. Bei den Gehäusemaßen reiht sich der Minix Z100 mit 123 x 120 x 46 Millimeter im Durchschnitt ein.

Preis: Was kostet der Minix Z100?

Der Normalpreis bei Geekmaxi liegt bei 289 Euro. Auf Amazon zahlt man aktuell 242 Euro. Zum Testzeitpunkt am 17. April 2024 kostete der Minix Z100 etwa 259 Euro.

Fazit

Mit dem Minix Z100 haben wir einen lautlosen Mini-PC, an dem alles stimmt. Verarbeitung, Kühlleistung und Performance geben keinen Anlass zur Enttäuschung. Die Leistung ist im gehobenen Durchschnitt der typischen Homeoffice-Rechner angesiedelt, mehr sollte man auch nicht erwarten. Gerade bei der Grafik herrschen deutliche Defizite, was man aber auch von einem lautlosen Mini-PC nicht erwarten sollte. Wer es aber lautlos will, zahlt selbst bei Fernost-Herstellern wie Minix einen Aufpreis – die passive Kühlung ist deutlich aufwendiger. Unter den lüfterlosen Mini-PC gehört er aber zu den fair bepreisten Modellen. Insgesamt sind wir ausgesprochen zufrieden und können den Rechner guten Gewissens empfehlen.

Bmax B6 Plus im Test

Leise, günstig & gute Leistung: Diese Vorteile vereint der 200 Euro günstige Mini-PC Bmax B6 Plus in sich. Wie der Mini-PC in der Praxis so abschneidet, zeigen wir im Testbericht.

VORTEILE
  • erstaunliche Leistung für 200 Euro
  • USB-C mit Bildübertragung
  • extrem leise
NACHTEILE
  • nur Dual-Core-Prozessor (wenig Zukunftsfähigkeit)
  • dürftige Grafikleistung

Leise, günstig & gute Leistung: Diese Vorteile vereint der 200 Euro günstige Mini-PC Bmax B6 Plus in sich. Wie der Mini-PC in der Praxis so abschneidet, zeigen wir im Testbericht.

Der Bmax B6 Plus überrascht uns im Test positiv. Das System mit einem Intel Core i3 der zehnten Generation arbeitet schneller, als man es von einem Dual-Core-Prozessor erwartet – der Mini-PC ist deutlich stärker als so manche Vierkerner. Vor allem aber hilft der Performance des Rechners, dass immerhin 12 GB Arbeitsspeicher (RAM) vorhanden sind und nicht bloß 8 GB oder gar 4 GB. So läuft der Rechner im Office-Einsatz flüssig, aber auch leise und kühl – die Lautstärke ist kaum messbar. Ein richtiges Pfund für den B6 Plus ist daneben aber vor allem der Preis. Bei Geekbuying ist der Bmax B6 Plus mit 12/512 GB jetzt für 200 Euro wieder verfügbar, nachdem das System über Monate ausverkauft war. Unseren gesamten Eindruck zeigt der nachfolgende Testbericht (Testzeitpunkt: 20. Februar 2024).

Das Testgerät hat uns Geekmaxi bereitgestellt.

Ausstattung: Was bietet der Bmax B6 Plus?

Im Bmax B6 Plus verrichtet ein Intel Core i3-1000NG4 sein Werk. Dabei handelt es sich um einen Dual-Core-Prozessor mit vier Threads bei bis zu 3,2 GHz. Weiterhin verfügt unser Testgerät über 12 GB an RAM, der als LPDDR4-Modul fest eingesetzt ist. Eine Erweiterung ist nicht möglich, was auch unser Blick ins Gehäuse bestätigt. Das kennen wir so zwar von Laptops, Mini-PCs haben sich jedoch immer positiv durch gute Erweiterbarkeit und tauschbare RAM-Module ausgezeichnet. Immerhin ist der NVMe-Speicher von 512 GB erweiterbar. Dazu lässt sich die vorhandene SSD ersetzen oder der zusätzliche M.2-Anschluss nutzen.

Bei den Anschlüssen fällt uns gerade für den günstigen Preis der vorhandene USB-C-Anschluss auf, der nicht nur Daten, sondern auch Bild überträgt. Das weitere Schnittstellenangebot stimmt ebenso, es gibt genug USB-A-Buchsen. Lediglich einen zweiten Ethernet-Port hätten wir uns gewünscht, um den Mini-PC ohne einen Adapter als Firewall-Appliance nutzen zu können. Bei den Drahtlosschnittstellen kommen mit Wifi 5 und Bluetooth 4.2 leider veraltete Standards zum Einsatz, zum geringen Preis ist das aber verschmerzbar und leichter nachzuvollziehen als bei Modellen um 300 Euro.

Bilderstrecke Mini-PC BMax B6 Plus im Test – Anschlüsse
Mini-PC BMax B6 Plus – Anschlüsse Vorderseite
Mini-PC BMax B6 Plus – Anschlüsse Rückseite

Performance: Wie schnell ist der Bmax B6 Plus?

Der Bmax B6 Plus muss bei seiner Ausstattung und dem günstigen Preis erst gar nicht versuchen auf Gaming-PC oder Ähnliches zu machen. Im Test werden wir aber dennoch vom Office-Mini-PC überrascht, der im Benchmark ein erstaunlich gutes Ergebnis liefert. In PCmark 10 nämlich erreicht das System ein Ergebnis von 3155 Punkten. Hier schnitten bereits Systeme mit Quad-Core-Prozessoren, wie der Nipogi AK1 Pro zu höheren Preisen schlechter ab. Es zeigt sich wieder einmal, dass man bei vermeintlich schwachen Prozessoren, wie dem hier verwendeten Dual-Core-i3 der Größe des RAMs gar nicht genug Bedeutung beimessen kann.

Auch die integrierte NVMe-SSD weiß mit vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten zu überzeugen. In Crystaldiskmark erreicht sie eine Lesegeschwindigkeit von 3072 MByte/s und eine Schreibrate von 1986 MByte/s. Auch hier haben wir in der CSL Tiny Box für 170 Euro bereits eMMC-Speicher mit rund 170 MByte/s erlebt. Insofern ist das Ergebnis hier keineswegs üblich und selbstverständlich. Alles in allem läuft das vorinstallierte Windows 11 Pro sehr flott, wir nehmen keine Ladeverzögerungen oder Ruckler wahr. Das System kommt ohne Bloatware, der Virentest mit Windows Defender und Avast schlägt nicht an.

Lüfter: Wie laut ist der Bmax B6 Plus?

Zur Lautstärke der Lüfter gibt es nicht viel zu sagen – sie ist quasi nicht messbar. Das System bleibt in den Benchmarks, wie auch nach über einer Stunde im CPU-lastigen Prime95 nahezu lautlos. Vom Lüfter hört man nur etwas, wenn man das Ohr auf das Gehäuse auflegt. Bmax zeigt es allen Konkurrenten wie es geht – so leise hätten wir es gerne immer, wenigstens in dieser Leistungsklasse. Dabei wird das Gehäuse auch nicht heiß, mit dem Temperatursensor des Pixel 8 Pro messen wir lediglich 43 Grad Celsius, die selbstredend nur als grober Anhaltspunkt, nicht aber als ernsthafte Auswertung dienen. Wo der Weg leise ist, scheint also auch ein Wille dahinterzustecken, es geht auch leise, wenn man nur will. Insgesamt ist der Bmax B6 Plus kein Vergleich zu den lauten Mini-PCs von etwa Geekom.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Bmax B6 Plus?

Beim Öffnen des Gehäuses fällt auf, dass die Zugänglichkeit nicht ganz ideal ist. Die gesamte Kühlung befindet sich unter dem Deckel des Mini-PCs, abnehmbar ist ohne Gewalt jedoch nur die Bodenplatte. Dort befinden sich nur die aufgelöteten RAM-Chips und SSD-Slots. Wer die Kühlkörper und den Lüfter von Staub befreien will, was wir empfehlen regelmäßig zu tun, steht also vor verschlossenen Türen. Ideal ist das nicht, aber beim dünnen Gehäuse von 267 x 156 x 74 Millimetern auch nachvollziehbar. Schön ist dafür das geringe Gewicht von 370 Gramm, womit der B6 Plus zu den sehr leichten Mini-PCs gehört – üblich sind im Schnitt etwa 500 Gramm.

Preis: Was kostet der BMax B6 Plus?

Bei Geekbuying ist der Bmax B6 Plus mit 12/512 GB aktuell für starke 200 Euro verfügbar. Zum Testzeitpunkt am 20. Februar lag der Preis hingegen bei 170 Euro. Zwischenzeitlich war das System aber nicht mehr verfügbar.

Fazit

Alles in allem bekommt man beim Bmax B6 Plus für einen hervorragenden Preis eine vollkommen ausreichende Leistung. Für Büro & Homeoffice braucht es nicht viel mehr, gerade aber als deutlich leistungsstärkere Alternative zum RaspberryPi ist das System richtig attraktiv. So eignet sich das System auch für Bastler, wie auch für Smart-Home-Nutzer, die Home Assistant nutzen möchten.

Ein Dual-Core-Prozessor ist allerdings 2024 nicht mehr ganz zeitgemäß, weshalb wir trotz enorm gutem Preis und guter Leistung am Ende etwas Bedenken im Sinne der Zukunftsfähigkeit streuen müssen. Ein Manko ist ebenso der im Gegensatz zu anderen Mini-PCs nicht erweiterbare RAM. Weiterhin setzt das System bei der Schnittstelle für WLAN und Bluetooth auf veraltete Standards. Die Ausstattung funktioniert jedoch gut und so können wir den Mini-PC für einfache Aufgaben im Homeoffice, vor allem aber für Smart-Home (Ratgeber), Kassensysteme oder als Rechner für Anzeigen empfehlen.

Minisforum S100 im Test

Ein ganzer Rechner in der Größe eines Streaming-Sticks: Der Mini-PC Minisforum S100 ist wirklich winzig. Ob er dennoch groß aufspielen kann, zeigt der Test.

VORTEILE
  • extrem kompakt
  • USB-C zur Stromversorgung und Bildwiedergabe
  • gute Kühlung
NACHTEILE
  • RAM nicht erweiterbar
  • langsame Schreibgeschwindigkeit des UFS-2.1-Speichers
  • Leistung durch Gehäusegröße limitiert
  • wenig Anschlüsse

Ein ganzer Rechner in der Größe eines Streaming-Sticks: Der Mini-PC Minisforum S100 ist wirklich winzig. Ob er dennoch groß aufspielen kann, zeigt der Test.

Mini-PCs zeichnen sich gegenüber anderen Computern insbesondere durch ihre kompakte Bauart aus. Der Minisforum S100 treibt das ähnlich wie die CSL Tiny Box noch zusätzlich auf die Spitze – allerdings nicht in Würfelform, sondern im Formfaktor eines Sticks. Um ehrlich zu sein, erinnert uns die Größe sehr an Streaming-Sticks (Bestenliste) in der Art eines Amazon Fire TV Stick.

In das ultrakompakte Gehäuse presst Minisforum einen Intel N100, 8 GB Arbeitsspeicher (RAM) und bis zu 256 GB an UFS-2.1-Speicher. Die kleinstmögliche Konfiguration beginnt bei 209 Euro. Was der winzige Mini-PC in der Praxis leistet, klären wir im Testbericht. Den Minisforum S100 hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum S100?

Für den Minisforum S100 in Stick-Form setzt Minisforum auf den bewährten und uns aus vielen ähnlich bepreisten Mini-PCs bekannten Intel N100. Dieser ist am unteren Leistungsende angesiedelt, verfügt aber über deutliche Verbesserungen gegenüber den Celeron-CPUs. Mit seinen vier Kernen und vier Threads bei maximal 3,4 GHz bietet er das Nötigste an Leistung, ist aber deutlich durch seine 6-Watt-TDP (Thermal Design Power) limitiert.

Der Arbeitsspeicher ist im Einzelkanal als LPDDR5-RAM (4800 MHz) leider verlötet und entsprechend nicht erweiterbar. Beim Speicher setzt Minisforum aufgrund des kleinen Gehäuses nicht auf eine SSD, sondern auf den von Smartphones bekannten UFS-2.1-Speicher. In unserem Test mit Crystaldiskmark sind die Lese-Werte mit 912 MB/s bemerkenswert hoch für Flash-Speicher, die Schreibwerte von 264 MB/s allerdings sind weit abgeschlagen. Der Speicher ist wie der RAM nicht austauschbar.

Was die Anschlüsse angeht, ist der S100 auf das absolut nötigste reduziert: zweimal USB-A, einmal HDMI, ein Ethernet-LAN-Port und USB-C für Stromversorgung und Bildübertragung müssen reichen. Zudem gibt es eine versenkte Taste für den CMOS-Reset. Durch den USB-C-4.0-Port kann man immerhin einfach einen USB-C-Hub (Bestenliste) anschließen und sowohl den Mini-PC mit Strom versorgen, als auch Bildschirme und USB-Geräte verbinden. Der 2,5 Gbit/s schnelle Ethernet-Port unterstützt zudem POE (Power over Ethernet). Drahtlos funkt er mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum S100?

Im Praxistest zeigt sich schnell, dass die Kompaktheit des Minisforum S100 definitiv zulasten seiner Leistungsfähigkeit geht. Beim Benchmark PCmark 10 erreicht das System Werte zwischen 1532 Punkten und 2300 Punkten. Andere Systeme mit dem Intel N100 kommen hier teils auf über 3200 Punkte. Bei 3Dmark Time Spy schafft das gesamte System 317 Punkte, wobei die Grafik auf solide 284 Punkte und die CPU auf immerhin 986 Punkte kommt.

Angesichts dieser Werte und generell in dieser Preisklasse sind Spieletests nicht sinnvoll – die Systeme sind allesamt überhaupt nicht dafür gedacht. Hier ist auch der Minisforum S100 keine Ausnahme. Viel mehr bewerten wir die allgemeine Systemperformance, die hier etwas ruckelig erscheint. Auch beim Öffnen von Programmen genehmigt sich der Rechner vereinzelt Gedenksekunden. Zudem sind die 8 GB RAM im Jahr 2024 doch recht knapp bemessen.

Für ein System im Homeoffice gibt es bessere Mini-PCs, die auch noch weniger kosten. Das ist aber auch nicht die Zielsetzung des S100, den wir viel mehr für Einsatzzwecke sehen, wo der PC so wenig wie möglich Platz verbrauchen darf und er ohnehin keine schweren Aufgaben zu bewältigen hat. Hier fallen uns insbesondere Statusanzeigen im ÖPNV, Kassensysteme oder Warteraum-Anzeigen, die die nächste Person ausrufen.

Schneller als ein Raspberry Pi 5 ist der S100 allerdings, erreicht im plattformübergreifenden Benchmark Geekbench etwa 875 Punkte im Single-Core-Test und 1366 Punkte im Multikern-Test. Der Raspberry liegt mit seinen 715 Punkten und 1375 Punkten (bei Luftkühlung) folglich darunter.

Der Verbrauch ist mit maximal 22 Watt ziemlich gering. Windows 11 kommt in der Home-Edition und zwingt bei der Einrichtung zur Verwendung eines Microsoft-Accounts. Die zum Ende beworbenen Dienste von Microsoft um Onedrive, Microsoft 365 & Co. fallen uns hier als besonders aufdringlich auf, die Optionen zum Ablehnen sind zudem deutlich schlechter sichtbar. Das ist allerdings ein Problem der Home-Variante und nicht des Mini-PCs an sich, Minisforum hätte lediglich Windows 11 Pro wählen können. Unser standardmäßiger Virentest endet ohne Negativbefund.

Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 im Test
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke
Mini-PC Minisforum S100 – Bilderstrecke

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum S100?

Der Lüfter im Minisforum S100 ist so wie der gesamte PC: Ziemlich winzig. Daher muss er auch dauerhaft aktiv sein, um den Intel N100 im Zaum zu halten. Seine Lautstärke ist mit maximal 38 dB am Gehäuse und – je nach Leistungsabfrage – 24 bis 32 dB aus einem Meter Entfernung nicht allzu hoch. Störend aber ist das leichte, hochfrequente Pfeifen aus dem mit bis 7000 Umdrehungen pro Minute rotierenden Lüfter.

Die Temperatur wird auf der Oberseite mit maximal 65 °C zwar hoch, geht aber noch in Ordnung. Zudem sind Lüfter und Lüfteröffnungen im Test gefühlt nicht so ergiebig, wodurch das System mitunter heruntertaktet. In einer Session Prime95 fällt die Taktrate bei einer CPU-Temperatur von 70 °C bereits auf 1,1 GHz, im weiteren Verlauf auf 900 MHz oder weniger. Allerdings muss man dies im Angesicht der begrenzten Kühlkapazitäten von so kleinen Gehäusen betrachten, wofür die Kühlleistung dann schon wieder sehr ordentlich ist.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum S100?

Der Minisforum S100 misst nur kompakte 152 × 58 × 18,55 Millimeter und kommt mit einem handlichen 65-Watt-Netzteil mit USB-C und Power Delivery. Das weiße Kunststoffgehäuse ist solide verarbeitet und an einer Kante abgerundet. Überall finden sich kleine Öffnungen, die zur Luftzufuhr für den kleinen Lüfter dienen. Das Gehäuse lässt sich öffnen, nachdem man die beiden Schrauben unter den Gummifüßen gefunden hat – letztere lassen sich dabei kaum ohne Werkzeug entfernen. Beim Abnehmen der einen Hälfte von der anderen braucht es etwas Kraft und gegebenenfalls ein Werkzeug als Hebel, wobei man vorsichtig sein muss, da ein Kabel am Deckel befestigt ist. Im Gehäuseinneren kann man wenig verändern, außer den Lüfter zu reinigen, da alles fest verlötet ist.

Preis: Was kostet der Minisforum S100?

Den Mini-PC gibt es in zwei Ausstattungsvarianten: Mit 8/128 GB kostet der Minisforum S100 aktuell 188 Euro, mit 8/256 GB sind es 208 Euro. Auf den Preis kommt man mit dem exklusiven Rabatt-Code 21offTechstage, der über unseren Link automatisch in den Warenkorb gefügt wird.

Fazit

Mit dem Minisforum S100 bekommt man für 188 Euro einen bemerkenswert kleinen Mini-PC, der sich ideal verstecken lässt. Sein Formfaktor im Format Fire TV Stick kommt allerdings mit einem Nachteil: Die Leistung leider darunter spürbar, da der Prozessor im kleinen Gehäuse weniger Spielraum hat, um nicht zu überhitzen. Während andere Systeme mit dem Intel N100 im Homeoffice trotz Preisen von teils unter 150 Euro noch eine gute Figur machen, ruckelt sich der S100 häufiger, der Lüfter ist zudem nicht der leiseste. Außerdem ist der Arbeitsspeicher nicht erweiterbar und statt SSD gibt es aufgrund der Kompaktheit nur Flash-Speicher – immerhin UFS-2.1. Für weniger Geld bekommt man anderswo mehr Leistung, allerdings dann bei Weitem nicht so kompakt – was dann wiederum für den Minisforum S100 spricht.

Weiterhin begrüßen wir den USB-C-4.0-Anschluss, welcher schon unter 400 Euro eine Seltenheit ist. Dank ihm kann man den Rechner auch mit anderen USB-C-Netzteilen verwenden oder aber einen USB-C-Hub zur Bildwiedergabe anschließen. Insgesamt ein spannender Rechner, der aber im Vergleich zu ähnlichen Mini-PCs bei der Leistung das Nachsehen hat. Daher gibt es in unserem Test drei Sterne.

ZUSÄTZLICH GETESTET
Nipogi AM07
Ninkear N9
CSL Narrow Box
Acemagic S1
Geekom Miniair 12
CSL Tiny Box
Nipogi AK1 Plus
Nipogi AM06 Pro
Nipogi E3B
Asus ExpertCenter PN42
Blackview MP60
Nipogi AK2 Plus
Nipogi AM02 Pro
Bmax B3
Meenhong JX2
Trigkey S5
Gxmo N42
Acemagic V1
Geekom A6
Geekom Air 12 Lite
Nipogi AM16
Nipogi AK1 Pro
GMKtec Nucbox M2
Aoostar R7
Nipogi CK10
Ouvis GK3 Plus
Acemagic K1

Was ist ein Mini-PC und wofür benötigt man ihn?

Wie der Name schon sagt, sind Mini-PCs besonders kleine und damit platzsparende Computer. Sie sind eine gute Option, wo klassische PCs oder Laptops zu viel Raum einnehmen. Der Schreibtisch wirkt so ordentlicher und auch in Empfangsbereichen hinterlässt ein freier Tisch einen besseren Eindruck – anders als bei Desktop-PCs mit Tower-Gehäuse. Zudem sind Mini-PCs deutlich sparsamer, denn sie setzen auf effiziente Laptop-Prozessoren. Zieht ein Gaming-PC (Ratgeber) mitunter über 200 Watt, sind es beim Mini-PC häufig 20 Watt oder weniger. Dadurch heizt sich der Rechner im Betrieb weniger auf, was die Lautstärke reduziert und gerade im Sommer den Raum nicht zusätzlich erwärmt.

Mini-PCs sind eine günstigere Alternative zu Laptops. Auch unter 200 Euro gibt es bei den kleinen PCs noch akzeptable Konfigurationen – bei Laptops mit Windows 11 ist in der Regel schon bei 300 Euro Schluss mit sinnvoller Ausstattung. Häufig benötigt man das integrierte Display des Laptops ohnehin nicht, da man mit einem stationären Monitor arbeitet – der niedrige Preis des Mini-PCs gleicht Mehrkosten für den Bildschirm aus.

Mindestausstattung: Wie lange hält ein Mini-PC?

Gerade bei besonders günstigen Mini-PCs ist es wichtig, auf eine gewisse Mindestausstattung zu achten, damit auch lange etwas von seinem Mini-Computer hat. Es gibt unzählige Mini-PCs unter 300 Euro, die eine nicht mehr zeitgemäße Ausstattung haben. Sie setzen teilweise auf nur 4 GB Arbeitsspeicher (RAM), selbst 8 GB sind nicht mehr zeitgemäß. Wer auf Langlebigkeit Wert legt, sollte 16 GB RAM voraussetzen. Auch Dual-Core-Prozessoren sollte man meiden, vier Prozessorkerne sind das unterste Minimum. Moderne Prozessoren von Intel oder AMD setzen meist sogar auf sechs oder acht Kerne.

Beim Speicher gilt Ähnliches. Viele günstige Mini-Computer kommen mit weniger als 256 GB Speicher daher. Windows belegt inzwischen aber schon mehr als 50 GB ab Werk, hinzu kommen je nach Einsatzzweck mehr oder weniger große Programme sowie eigene Dateien. Wer Bilder und Videos speichern möchte, benötigt heutzutage viel Speicher. Wir raten dazu, entsprechende Reserven einzuplanen und nicht weniger als 256 GB zu wählen. Achtet man darauf, kann man auch einen günstigen Mini-PC noch über viele Jahre nutzen.

Kann man einen Mini-PC aufrüsten?

Ein Vorteil von Mini-PCs ist, dass man RAM und Speicher häufig austauschen kann, da auf Speicherriegel mit Steckplätzen gesetzt wird. Bei Laptops hingegen ist gerade der RAM häufig verlötet. So kann man bei zusätzlichem Speicherbedarf einfach nachrüsten oder das vorhandene Modul austauschen. Wie das geht und welches weitere Zubehör bei Mini-PCs sinnvoll sein kann, zeigen wir im Ratgeber: Das beste Zubehör für den Mini-PC – Maus, Tastatur, Monitor, RAM, USB-Hub & Co.

Zum Speicher sei weiterhin gesagt, dass man unbedingt auf SSDs achten sollte. Diese können im 2,5-Zoll-Format (SATA) oder als M.2-Steckriegel (SATA oder NVMe) integriert sein. Gerade M.2-Riegel mit NVMe-Standard (Ratgeber) sind besonders schnell, erreichen je nach Übertragungsprotokoll weit über 3 GB/s. Beide SSD-Formate sind deutlich schneller als Flash-Speicher, die man unter anderem aus USB-Sticks (Ratgeber) und Speicherkarten (Ratgeber) kennt. Weiterhin sollte man die mechanischen HDDs meiden, da sie langsam und empfindlich sind. Alle Speicherarten im Vergleich zeigen wir im Ratgeber: HDD, SSD oder NVMe – Festplatte nur für große Datenmengen, sonst stets SSD kaufen. Nicht aufrüstbar ist sogenannter Flash-Speicher, der in Form von UFS-Speicher oder eMMC-Speicher vorhanden sein kann, wobei ersterer tendenziell schneller arbeitet. Die CSL Tiny Box mit eMMC-Speicher lag hingegen in unseren Tests nur auf dem Level einer HDD.

Weitere Mini-PCs, passenden SO-DIMM-Arbeitsspeicher und SSD-Speicher zeigen wir nachfolgend in unserem Preisvergleich.

Alternativen: Chromebook & günstige Laptops

Wer im Budget-Bereich bleiben will, für den gibt es neben Modellen mit Windows auch Mini-PCs mit anderen Systemen. Diese zeigen wir in unserem allgemeinen Ratgeber: Mini-PCs als Desktop-Ersatz ab 119 Euro – Windows, Linux oder Chrome OS. Dazu gehören unter anderem Mac Minis oder Chromeboxen.

Abseits der kompakten Mini-Computer gibt es mit den Chromebooks günstige Laptop-Alternativen. Was man dafür erwarten kann, erklären wir im Ratgeber Laptop in günstig: Chromebook als flotte Windows-Alternative ab 129 Euro. Einen allgemeinen Überblick, welche günstigen und dennoch guten Arbeitsgeräte es unabhängig vom Betriebssystem unter 500 Euro gibt, verschafft unser Ratgeber Laptop für Studium und Schule: Günstig und dennoch gut schon ab 199 Euro.

Fazit

Mini-PCs sind beliebt wie lange nicht. Gerade im günstigen Preisbereich unter 300 Euro bekommt man hier brauchbare Hardware, wohingegen das bei Laptops nicht der Fall ist. Wer sparen will und Monitor und weitere Peripherie bereits besitzt, fährt mit den kompakten Computern wesentlich günstiger.

Ganz abseits des klassischen Einsatzes im Office-Betrieb kommen sie aber auch als Alternative zum Raspberry Pi für Anwendungen im Smart-Home-Bereich oder für den Betrieb kleiner Infobildschirme infrage. Hier bieten sie deutlich größere Leistungsreserven zu konkurrenzfähigen Preisen.

Unsere zehn Geräte zeigen, dass man sich mit 4 GB RAM im Jahre 2025 auf gar keinen Fall abspeisen lassen sollte. Das zeigt auch unser Preis-Leistungs-Sieger, der Ninkear N4. Dieser Mini-Computer bietet für knapp über 200 Euro schon einen AMD-Ryzen-5-Prozessor und 16 GB RAM sowie ein edles Metallgehäuse.

Wer aber langfristig etwas von seinem Rechner haben will, sollte mehr RAM verwenden. Für moderne Computer mit Windows sollte man eher auf 16 GB RAM setzen, 8 GB sind inzwischen das unterste Minimum. In jedem Fall zeigt unser Vergleich, dass 4 GB in keinem Preisbereich mehr zu rechtfertigen sind. Gerne gespart wird bei den günstigen Systemen zudem bei der Verarbeitung, der Anschlussausstattung und den Geschwindigkeitsstandards bei WLAN und Bluetooth. Auch hier ist der Mini-PC von Aoostar in den meisten Punkten eine erfreuliche Ausnahme. Der Testsieger ist abermals ein Mini-PC mit Ryzen 7: der U58 für 290 Euro.

Der kleinste Mini-PC – die CSL Tiny Box – beeindruckt mit der Kompaktheit, für 170 Euro müssen aber dann doch Abstriche gemacht werden. Das System bietet eine unterdurchschnittliche Leistung, den kompakten Gehäusemaßen muss man hier Tribut zollen. Für den Einsatz im Homeoffice halten wir das System für komplett ungeeignet, als Smart-Home-Maschine spielt das System den Größenvorteil aber wieder vollständig aus. Hierfür dürfte die geringe Leistung ausreichen. Gleiches gilt für den Minisforum S100, der zwar nicht klein und würfelig, aber dafür kompakt in Stick-Form daherkommt.

Alles in allem zeigt sich, dass der Weg des Preises bei Budget-Mini-PCs weiterhin nur einen Weg kennt: runter. Für bis zu 300 Euro gibt es inzwischen High-End-Hardware mit dem AMD Ryzen 7 – ein Rundum-sorglos-Paket. Selbst für unter 200 Euro gibt es noch sinnvolle Konfigurationen, die im Homeoffice echt Spaß machen. Unser Vergleich zeigt, dass gute Hardware nicht teuer sein und ein Mini-PC für jedermann nicht mehr als 300 Euro kosten muss.

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