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Top 10: Der beste In-Ear-Kopfhörer im Test – Apple vor Google, Nothing & Sony

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Wir haben dutzende richtig gute In-Ear-Kopfhörer getestet. In dieser Bestenliste zeigen wir die zehn besten In-Ears.

Das Angebot an kabellosen In-Ear-Kopfhörern ist riesig. Unsere zahlreichen In-Ear-Tests haben gezeigt, dass vor allem Modelle ab 100 Euro sowohl mit guter Geräuschunterdrückung als auch mit kräftigem Sound überzeugen. Beim Kauf gilt es zu beachten, dass es neben der Soundqualität vorwiegend beim Handling, der aktiven Geräuschunterdrückung, der Optik, der Bedienung, der Akkulaufzeit und dem Preis große Unterschiede zwischen den Kopfhörern gibt.

Welcher ist der beste In-Ear-Kopfhörer?

Für anspruchsvolle In-Ear-Nutzer mit einem iPhone führt fast kein Weg an den Apple Airpods Pro 3 für 229 Euro (Amazon) vorbei. Sie bieten erstklassigen Sound, hervorragendes ANC und nahtlose Apple-OS-Integration.

Wer ein Android-Smartphone nutzt, der sollte besser den Google Pixel Pro 2 für 169 Euro (Computer Universe) greifen. Sie bieten hervorragenden Klang, Spitzen-ANC und eine lange Akkulaufzeit. Dazusind sie sehr kompakt und angenehm zu tragen.

Wer sparen will, kann bedenkenlos zu den sehr guten Nothing Ear 3 greifen. Sie kosten trotz richtig gutem Sound, hohem Tragekomfort, einzigartigem Design und Hi-Res-Codecs nur 103 Euro (Amazon).

KURZÜBERSICHT

Apple Airpods Pro 3

Die Airpods Pro 3 kosten 229 Euro (Amazon) und überzeugen mit bassbetontem Klang, exzellentem ANC und neuem Herzfrequenzmesser. Der festere Sitz und die längere Akkulaufzeit sind echte Verbesserungen. Für Apple-Nutzer bieten die Airpods Pro 3 die beste Integration ins Ökosystem. Android-Nutzer sollten die eingeschränkte Codec-Unterstützung bedenken – hier fehlen aptX und LDAC.

VORTEILE
  • bassbetonter, druckvoller Klang
  • exzellentes ANC
  • Herzfrequenzmesser
  • festerer Sitz dank neuer Ohrpolster
  • IP57-Schutz gegen Wasser und Staub
NACHTEILE
  • Live-Übersetzung in der EU gesperrt
  • keine High-Res-Codecs (nur AAC)
  • kein Multipoint für mehrere Geräte

Google Pixel Buds Pro 2

Mit den Pixel Buds Pro 2 hat Google die Baustellen der ersten Generation abgearbeitet und legt richtig gute Kopfhörer auf den Tisch. Der Klang ist erwachsen geworden, die Maße der Buds geschrumpft. Dennoch hat man auch die Akkulaufzeit verbessern können auf acht Stunden bei den In-Ears und 30 Stunden mit dem Case. Das ANC ist auf einem Level mit der Konkurrenz.

Die Pixel Buds Pro 2 kosten etwa bei Computer Universe 169 Euro.

VORTEILE
  • hervorragender Klang & gutes ANC
  • unkomplizierte Einrichtung & App
  • sehr kompakt & angenehm zu tragen
  • lange Akkulaufzeit
  • Lautsprecher im Case
NACHTEILE
  • hoher Preis

Nothing Ear 3rd Gen

Der Nothing Ear 3rd Gen hat im Vergleich zum Vorgängermodell am deutlichsten beim Klangbild zugelegt. Wer sich mit den leichten ANC-Schwächen abfinden kann, bekommt hier einen durchweg richtig guten In-Ear-Kopfhörer geboten, der sich mit seinen beiden High-Res-Codecs vor allem für Android-Nutzer lohnt und gleichzeitig eine der besten AirPods-Pro-Alternativen am Markt darstellt.

Zum Testzeitpunkt ist er in beiden Farb-Varianten etwa bei Amazon schon für 103 Euro zu bekommen und damit deutlich günstiger.

VORTEILE
  • richtig guter Sound
  • Tragekomfort
  • einzigartiges Design
  • Bluetooth Multipoint
  • High-Res-Codecs
NACHTEILE
  • ANC und Aware-Modus nicht auf Top-Niveau
Ratgeber

Codecs

Die Klangqualität ist ein entscheidender Faktor beim Kauf von In-Ear-Kopfhörern mit ANC. Sie wird jedoch nicht nur durch die Hardware der Kopfhörer selbst bestimmt, sondern auch durch die unterstützten Audio-Codecs. Codecs sind Algorithmen, die zur Komprimierung und Dekomprimierung von Audiodaten dienen. Sie bestimmen, wie das Audiosignal kabellos übertragen wird und haben daher einen erheblichen Einfluss auf die Klangqualität. Dabei müssen sowohl die Kopfhörer als auch der Zuspieler den entsprechenden Codec unterstützen. Deswegen sollten Käufer darauf achten, dass auch das Smartphone den Hi-Res-Codec des Kopfhörers unterstützt.

Die Codecs bieten unterschiedliche Klangqualitäten und Verbindungsgeschwindigkeiten, sogenannte Latenzen. Einige der gebräuchlichsten Codecs sind SBC, AAC, AptX, AptX HD und LDAC. SBC ist der Standard-Bluetooth-Codec. Er bietet eine ausreichende, aber meist keine hervorragende Klangqualität. AAC wird von Apple-Geräten bevorzugt und bietet eine bessere Klangqualität als SBC, insbesondere für höhere Frequenzen.

AptX wird in seinen verschiedenen Varianten von Qualcomm entwickelt und bietet eine noch höhere Klangqualität und eine geringe Latenz. Er ist in erster Linie für Android-Geräte optimiert. LDAC ist ein von Sony entwickelter Codec, der ebenfalls eine hohe Klangqualität bietet, aber nicht von allen Geräten unterstützt wird. Daneben gibt es einige weitere Codecs, darunter auch proprietäre Varianten, wie den Samsung Scalable Codec.

Alles zu Codecs zeigen wir in unserem Ratgeber ANC, Codecs & Bluetooth: Das muss ein guter Kopfhörer können.

ANC

Die aktive Geräuschunterdrückung, auch bekannt als Active Noise Cancelling (ANC), verwendet die Mikrofone der Earbuds, um Umgebungsgeräusche zu erfassen und mit gegenphasigen Tönen zu überlagern. Das Ergebnis ist eine deutliche Reduzierung von Hintergrundgeräuschen, was besonders in lauten Umgebungen wie Flugzeugen, Zügen oder belebten Büros nützlich ist. ANC erfordert zusätzliche Energie, was die Akkulaufzeit der Kopfhörer verkürzt.

Die Qualität des ANC variiert zwischen den verschiedenen Kopfhörermodellen stark. Die meisten Kopfhörer mit ANC bieten zusätzlich einen Transparenz- oder Ambient-Modus, der Umgebungsgeräusche digital ins Ohr führt und diese in einigen Fällen sogar verstärkt. Auch hier gibt es große Unterschiede bei Wirksamkeit und Klangtreue. Einige Kopfhörer aktivieren selbstständig den Transparenzmodus, wenn sie die Stimme des Trägers erkennen. Den besten Transparenzmodus bieten ohne Frage Open-Ear-Kopfhörer (Bestenliste) – schließlich lassen sie den Gehörgang komplett offen.

Wir haben in unseren Tests beobachtet, dass ANC wohl das Feature ist, welches am meisten mit dem Preis korreliert – je teurer die In-Ear-Kopfhörer, desto besser ist in den meisten Fällen auch das ANC.

Tragekomfort

Ein guter Kopfhörer sollte so bequem sein, dass er auch über einen längeren Zeitraum passt, ohne zu drücken. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Design der Ohrstöpsel, das Gewicht der Earbuds, die Qualität der verwendeten Materialien und die individuelle Form des Ohrs.

Einige Kopfhörer verwenden Ohrstöpsel, die tief in den Gehörgang führen, während andere im äußeren Gehörgang bleiben. Beide Designs können bequem sein, das hängt stark von individuellen Faktoren ab. Die meisten Kopfhörer bieten dafür verschiedene Aufsätze, um eine optimale Passform zu finden. Wer mit seinen Standardpolstern unzufrieden ist, dem empfehlen wir den Ratgeber: Sitz, Abschirmung und Sound für In-Ear-Kopfhörer verbessern.

Das Gewicht des Kopfhörers kann ebenfalls einen Einfluss auf den Tragekomfort haben. Schwere In-Ears können nach einer Weile unangenehm werden, besonders während des Trainings oder beim Laufen.

Einige In-Ears kommen mit einem zusätzlichen Gummiring, häufig in verschiedenen Größen und unter Umständen mit kleinen Flügelchen, auch Finnen genannt. Diese Varianten halten unserer Erfahrung nach besonders gut im Ohr und eignen sich dadurch zum Tragen beim Sport. Die besten Modelle dafür zeigen wir in der Top 10: Der beste Sportkopfhörer.

Akkulaufzeit

Lange Akkulaufzeiten ermöglichen es, die Kopfhörer über einen längeren Zeitraum hinweg zu nutzen. Dies ist besonders wichtig für Menschen, die häufig unterwegs sind.

Die Akkulaufzeit kann stark variieren, unter anderem abhängig von Faktoren wie der Lautstärke und des ANC. Gute Kopfhörer bieten Laufzeiten von bis zu 10 Stunden, in Kombination mit dem Ladecase von bis zu 40 Stunden. Einige Ladeschalen unterstützen den Qi-Standard zum kabellosen Laden.

Fazit

Die Klangqualität, das ANC, der Tragekomfort und die Akkulaufzeit sind nur einige der Aspekte, die beim Kauf berücksichtigt werden sollten. Die besten Modelle bieten zudem umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und ein überdurchschnittlich gutes Handling.

Wer sparen will, dem empfehlen wir unsere Bestenliste der In-Ears bis 100 Euro. Eher sportlich unterwegs? Dann hilft unsere Top 10: Der beste Sportkopfhörer. Hier zeigen wir die Top 10: Der beste Over-Ear-Kopfhörer. Wer auch beim Musikhören stets die Umgebung wahrnehmen möchte, dem raten wir zur Top 10: Der beste Open-Ear-Kopfhörer im Test – Lautsprecher schlägt Knochenschall.

BESTENLISTE
Testsieger

Apple Airpods Pro 3

Apple verpasst seinen Premium-In-Ears Airpods Pro 3 eine Frischzellenkur mit längerem Akku, überarbeitetem Sound und Herzfrequenzmesser.

VORTEILE
  • bassbetonter, druckvoller Klang
  • exzellentes ANC
  • Herzfrequenzmesser
  • festerer Sitz dank neuer Ohrpolster
  • IP57-Schutz gegen Wasser und Staub
NACHTEILE
  • Live-Übersetzung in der EU gesperrt
  • keine High-Res-Codecs (nur AAC)
  • kein Multipoint für mehrere Geräte

Apple verpasst seinen Premium-In-Ears Airpods Pro 3 eine Frischzellenkur mit längerem Akku, überarbeitetem Sound und Herzfrequenzmesser.

Apple zeigt mit den Airpods Pro 3 seine neuen Premium-In-Ears. Die erste Generation führte 2019 aktive Geräuschunterdrückung ein, die zweite Generation rückte 2022 die Hörgesundheit in den Fokus. Nun legt Apple nach: Die dritte Generation bringt einen Herzfrequenzmesser, überarbeiteten Klang und eine verbesserte Passform.

Im Vergleich zu Konkurrenten wie den Google Pixel Buds Pro 2 oder den Sony WF-1000XM5 positionieren sich die Airpods Pro 3 mit 229 Euro (Amazon) im oberen Preissegment. Dafür verspricht Apple doppelt so effektives ANC und bis zu acht Stunden Akkulaufzeit. Auf eine Neuerung müssen EU-Nutzer allerdings vorerst verzichten: Die Live-Übersetzung bleibt hierzulande gesperrt. Ob die Airpods Pro 3 trotzdem überzeugen, zeigt dieser Test.

Für mehr Informationen empfehlen wir den heise+-Artikel unserer Kollegen von Mac & i: Airpods Pro 3 im Test.

Design, Verarbeitung der Airpods Pro 3

Die Airpods Pro 3 sind etwas schmaler als ihre Vorgänger. Das glänzend-weiße Kunststoffgehäuse mit dem charakteristischen kurzen Steg bleibt erhalten. Im Steg sitzen Mikrofone und die klickbare Touchfläche zur Steuerung. Die Verarbeitung ist Apple-typisch makellos.

Neu ist die Schutzklasse: IP57 statt IP54 beim Vorgänger. Die Airpods Pro 3 sind damit gegen Schweiß, Staub und kurzes Untertauchen geschützt. Das gilt sowohl für die Hörer als auch für die Ladehülle. Für Sportler ein echtes Plus.

Tragekomfort

Apple liefert dieses Mal fünf statt vier Größen mit. Neu ist eine XXS-Variante für besonders kleine Gehörgänge. Die Ohrpolster sind nun gerade geformt und mit Schaumstoff verstärkt. Das Ergebnis: Sie sitzen tiefer und fester im Gehörgang als bei den Vorgängern.

Im Test hielten die Airpods Pro 3 auch bei schnellen Kopfbewegungen sicher. Ein Ventil sorgt für Druckausgleich. Die Polster passen allerdings nicht auf ältere Airpods Pro – wer upgradet, muss die alten Aufsätze entsorgen.

Die Airpods Pro 3 ragen minimal weiter aus dem Ohr als die Vorgänger. Das fällt optisch kaum auf. Mit 5,6 Gramm pro Hörer sind sie leicht genug für langes Tragen.

Ladehülle mit Ortungsfunktion

Das Ladecase behält seine kompakte Form. Die Öse für ein Trageband ist weiterhin vorhanden. Neu ist der U2-Chip, der die "Genaue Suche" über Apples "Wo ist?"-Netzwerk verbessert. Im Test funktionierte die Richtungsanzeige bis zu 18 Meter weit – beim Vorgänger mit U1 waren es nur 13 Meter.

Der eingebaute Lautsprecher spielt einen Suchton ab. Den Zurücksetzknopf hat Apple gestrichen. Stattdessen tippt man zweimal auf die Hülle. Die Ladehülle unterstützt USB-C, MagSafe, Qi und den Ladepuck der Apple Watch. Ein Ladekabel liegt nicht mehr bei.

Technische Spezifikationen

Die Airpods Pro 3 nutzen weiterhin den H2-Chip, den Apple bereits 2022 in den Airpods Pro 2 einführte. Er steuert die schnelle Kopplung mit Apple-Geräten, die Geräuschunterdrückung und den Transparenzmodus. Funktionen wie der adaptive Modus, die Konversationserkennung und die Nutzung als Hörhilfe sind damit möglich.

Die Verbindung erfolgt über Bluetooth 5.3. Als Codec kommt AAC zum Einsatz. Für Android-Nutzer fehlen High-Res-Codecs wie aptX oder LDAC. Die Treiber zeigen direkt in den Gehörgang. Ein innen liegendes Mikrofon gleicht die Musik mit dem Gehörgang ab und passt die Wiedergabe an.

Neu ist der optische Herzfrequenzmesser. Er erfasst den Puls per Infrarot und gibt laut Apple 256 Mal pro Sekunde Infrarotlicht ab. Die Werte lassen sich in Fitness-Apps abrufen und mit der Health-App synchronisieren.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt über die klickbare Touchfläche am Steg. Ein einfacher Druck pausiert die Musik oder nimmt Anrufe an. Doppelklick springt zum nächsten Titel, Dreifachklick zum vorherigen. Längeres Drücken wechselt zwischen ANC und Transparenzmodus. Die Lautstärke regelt man durch Wischen nach oben oder unten.

Die Gesten funktionieren wie gewohnt zuverlässig. Eine Trageerkennung pausiert die Wiedergabe automatisch beim Herausnehmen.

Die Airpods Pro 3 koppeln sich blitzschnell mit Apple-Geräten, die über denselben Apple-Account verbunden sind. Das Wechseln zwischen iPhone, iPad und Mac funktioniert automatisch. Einstellungen nimmt man über die Bluetooth-Einstellungen in iOS vor – eine separate App gibt es nicht.

Dort lassen sich die Touch-Gesten anpassen, der Transparenzmodus konfigurieren und ein Hörtest durchführen. Die Bedienungshilfen erlauben eine Anpassung der Klangwiedergabe an den eigenen Geschmack. Multipoint für die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten fehlt weiterhin.

Der neue Herzfrequenzmesser zeigt den Puls in kompatiblen Fitness-Apps. In iOS 26 zeichnet die Fitness-App Trainings direkt auf dem iPhone auf. Die Werte lagen im Test auf Augenhöhe mit der Apple Watch und den Powerbeats Pro 2. Für Sportler ohne Smartwatch oder Pulsgurt eine praktische Alternative.

Die Airpods Pro 3 unterstützen ab dem iPhone ab dem 15 Pro lokale Live-Übersetzungen über Apple Intelligence. Dafür nehmen die Mikrofone Fremdsprachen auf und übersetzen sie in Echtzeit. Das iPhone zeigt das Transkript auf dem Bildschirm.

Der Haken: Wegen des Dauerstreits mit der EU-Kommission sperrt Apple die Funktion für EU-Accounts. Ob und wann sie hierzulande verfügbar sein wird, bleibt unklar. Apple reicht die Live-Übersetzung per Firmware-Update auch auf den Airpods Pro 2 und Airpods 4 nach.

Klangqualität und ANC

Apple hat den Klang der Airpods Pro 3 deutlich überarbeitet. Gegenüber den ausgeglichenen Vorgängern fällt die stärkere Betonung von Frequenzen unterhalb 150 Hz auf. Die Airpods Pro 3 spielen im Bassbereich dominanter und wirken lauter.

Die Mitten bleiben ausgewogen. Stimmen klingen natürlich und klar. Bei den Höhen hebt Apple Frequenzen ab 1,5 Kilohertz an. Das kann bei manchen Tracks etwas schrill wirken – Meckern auf hohem Niveau.

Für elektronische Musik und Hip-Hop sind die Airpods Pro 3 ideal. Die bassbetonte "Loudness" kommt hier voll zur Geltung. Wer eine neutralere Abstimmung bevorzugt, sollte zu den Vorgängern greifen oder die Wiedergabe über die App anpassen. 3D-Audio mit Dolby Atmos und Raumklang funktioniert in Streaming-Apps wie gewohnt.

Im Vergleich zu den Bose QC Earbuds II klingen die Airpods Pro 3 wärmer und bassbetonter. Die Bose-In-Ears spielen neutraler auf. Die Sony WF-1000XM5 bieten einen ähnlich warmen Sound, unterstützen aber zusätzlich den LDAC-Codec für Android-Nutzer.

Verbessertes ANC

Das ANC der Airpods Pro 2 gehörte bereits zur Oberklasse. Apple verspricht für die dritte Generation eine doppelt so effektive Geräuschunterdrückung. Im Test zeigte sich bei lauten Geräuschen wie Rasenmähern, Straßenlärm oder simuliertem Flugzeugrauschen kein spürbarer Unterschied.

Bei Nebengeräuschen wie sprechenden Personen arbeiteten die Airpods Pro 3 etwas effektiver. Der Unterschied ist subtil. Entscheidend bleibt der Sitz der Ohrpolster – hier lohnt sich Experimentieren mit den verschiedenen Größen.

Der Transparenzmodus klingt weiterhin sehr natürlich. Umgebungsgeräusche werden authentisch ans Ohr weitergeleitet. Die Konversationserkennung pausiert die Musik automatisch, wenn man zu sprechen beginnt. Der adaptive Modus passt die ANC-Intensität an die Umgebung an.

Im Vergleich zu den Bose QC Earbuds II liegt das ANC auf ähnlichem Niveau. Beide gehören zur Spitze bei In-Ears. Die Google Pixel Buds Pro 2 haben mit dem Tensor-A1-Chip aufgeholt und spielen ebenfalls in dieser Liga.

Preis: Was kosten die Airpods Pro 3?

Die Airpods Pro 3 kosten 229 Euro (Amazon). Im Vergleich zur Konkurrenz liegen sie im oberen Mittelfeld.

Fazit

Die Airpods Pro 3 sind die konsequente Weiterentwicklung einer erfolgreichen Serie. Der bassbetonte Klang gefällt bei elektronischer Musik und Hip-Hop. Das ANC arbeitet auf Spitzenniveau. Die neuen Ohrpolster sorgen für einen festeren Sitz. Der Herzfrequenzmesser ist für Sportler ohne Smartwatch praktisch.

Die Akkulaufzeit steigt auf acht Stunden mit ANC. Die Ladehülle hält zwei volle Ladungen bereit. Die IP57-Zertifizierung schützt vor Schweiß und kurzem Untertauchen. Die "Genaue Suche" funktioniert dank U2-Chip besser als beim Vorgänger.

Schade: Die Live-Übersetzung bleibt EU-Nutzern vorerst verwehrt. Android-Nutzer müssen mit AAC auskommen – High-Res-Codecs fehlen. Multipoint gibt es weiterhin nicht. Wer eine neutralere Klangabstimmung bevorzugt, greift besser zu den noch erhältlichen Airpods Pro 2.

Für Apple-Nutzer sind die Airpods Pro 3 die beste Wahl im In-Ear-Segment. Sie bieten erstklassigen Sound, hervorragendes ANC und nahtlose Integration.

Innovationssieger

Google Pixel Buds Pro 2

Die Google Pixel Buds Pro 2 sind die aktuell besten In-Ear-Kopfhörer für Android-Smartphones. Wir zeigen im Test, warum.

VORTEILE
  • hervorragender Klang & gutes ANC
  • unkomplizierte Einrichtung & App
  • sehr kompakt & angenehm zu tragen
  • lange Akkulaufzeit
  • Lautsprecher im Case
NACHTEILE
  • hoher Preis

Die Google Pixel Buds Pro 2 sind die aktuell besten In-Ear-Kopfhörer für Android-Smartphones. Wir zeigen im Test, warum.

Die Google Pixel Buds Pro 2 sind entgegen der Benennung bereits Googles dritter Aufschlag im Segment der Premium-ANC-In-Ears. Im Vergleich zum direkten Vorgänger sind sie deutlich geschrumpft und bieten eine Reihe neuer Extras – Google hat an nahezu jeder Schraube geschraubt. Das Wichtigste: Der Sound ist auf Top-Niveau, genauso die Akkulaufzeit mit bis zu 30 Stunden. Wir haben die Kopfhörer nun seit mehreren Monaten im Einsatz und ganz genau unter die Lupe genommen.

Design & Tragekomfort

Die Pixel Buds Pro 2 kommen in einem für Google typischen, organischen Design. Es gibt wieder vier verschiedene Farben, die mehr oder weniger auffällig sind: Porcelain (creme-weiß), Hazel (anthrazit), Wintergreen (grün) und Peony (rot). Auf den ersten Blick erscheint der Unterschied zu den Böhnchen-förmigen Vorgängern gering, doch bei genauerem Hinsehen sind die Buds Pro 2 etwas kleiner und stehen weniger aus dem Ohr. Für die Form hat Google die Anatomie vieler Ohren analysiert und laut eigener Aussage über 45 Millionen Datenpunkte aufgezeichnet. So soll der Kopfhörer in möglichst viele Ohren passen, egal ob klein oder groß. Und ja, sie sitzen richtig bequem – wir könnten sie glatt vergessen. Sogar im Bett können wir sie im Ohr lassen und uns darauf legen, ohne dass das weh tut.

Google hat zudem auf die Nutzer (und Tester) gehört und den Halt der Kopfhörer mithilfe eines kleinen Gummiflügelchens verbessert, das sich im Ohr gewissermaßen festkeilt. Etwas, das Google auch schon einmal bei den Pixel Buds A-Series, also den Budget-Kopfhörern für unter 100 Euro, umgesetzt hatte. Dort empfanden wir die Flügel allerdings als unangenehm drückend, zumindest bei unserer Ohr-Anatomie. Die Pixel Buds Pro 2 setzen hier auf dezentere, aber genauso wirksame Silikon-Flügel. Sind die Vorgänger uns teils fast (oder tatsächlich) aus den Ohren gefallen, insbesondere beim Laufen, gilt das für die neuen Buds Pro nicht. Im Gegenteil: So gut saßen bei uns noch keine Kopfhörer, die so klein sind. In Zahlen ausgedrückt hat Google die Ohrhörer um 27 Prozent verkleinert und deren Gewicht um 24 Prozent reduziert. Beide Kopfhörer wiegen 4,7 g, das Case mit den Kopfhörern 65 g. Dennoch haben sich Klang und ANC verbessert, doch mehr dazu später.

Die Ohraufsätze aus Silikon lassen sich wie beim Vorgänger austauschen, sodass man auch eine andere der beiliegenden Größen XS, S, L oder XL wählen kann. Standardmäßig ist die Größe M auf den Buds.

Das weiße, matte Case hat Google weitgehend unbearbeitet vom Vorgänger übernommen. Warum auch nicht? Schließlich ist es nach wie vor einfach, kompakt und gut. Durch die abgerundete Eier-Form wirkt es kompakt und zeitlos schick. Neu hinzugekommen ist nur eine Aussparung für einen Lautsprecher. Das Innere des Cases hat Google der neuen Form angepasst, die Buds präsentieren sich nun nach dem Öffnen erhöht, sodass man sie besser herausnehmen kann. Die Verarbeitung von Buds und Case ist hochwertig, der Klappmechanismus des Deckels fühlt sich wertig an. Im Laufe einiger Wochen hat sich lediglich das matte Gehäuse des Cases abgenutzt, das inzwischen eher glatt als matt-stumpf anmutet. Das passierte uns auch bei der ersten Generation. Schlimm ist das nicht, denn das Material nutzt sich gleichmäßig ab und die Veränderung fällt optisch nicht auf. Daher betrachten wir das nicht als Manko, sondern nur als interessante Auffälligkeit. Hier ist sicherlich auch die Farbwahl hilfreich, die solche Dinge gut kaschiert.

Während das Ladecase nach IPX4 vor Spritzwasser geschützt ist, setzt Google beim Case auf IP54 für Spritzwasser- und Schweiß-Beständigkeit.

Klang & ANC

Neben einem guten Sitz im Ohr können die Pixel Buds Pro 2 auch in einer weiteren für Kopfhörer wichtigen Kategorie Maßstäbe setzen: bei Klang und ANC. Konnten hier die Vorgänger schon punkten, hat Google den Sound verfeinert und bietet etwa für Instrumente einen deutlich differenzierteren Klang. Wir mochten zwar auch den wärmeren, bassigen Sound der ersten Generation, der räumliche und offene Klang der Nachfolger klingt aber erwachsener.

Ob Rap mit kräftigen Kick-Drums, Orchester-Instrumente oder rockige Gitarren – die Pixel Buds Pro 2 lassen alle Genres glänzen. Auch Sprache in Videos oder Podcasts kommt gut zur Geltung, die Latenz zwischen Sprache und Bild hat Google im Vergleich verbessert.

Angenehm ist auch die breite, räumliche Wiedergabe. Musik klingt so, als würde die Band direkt vor einem spielen. Dazu trägt das Feature Spatial-Audio bei. Es sorgt dafür, dass Ton nicht nur von links oder rechts, sondern auch von vorn, hinten oder oben kommen kann. Zusätzlich gibt es eine optionale Kopfbewegungs-Erkennung, wodurch man sich im Audio gewissermaßen umsehen kann. Das halten wir aber eher für eine Spielerei, einen wirklich sinnvollen Mehrwert bietet es kaum.

Das ANC haben wir ebenfalls in unterschiedlichsten Umgebungen ausprobiert, von der Fahrt im Zug bis zum Einsatz neben dem laufenden 3D-Drucker. Vorab: Für einen In-Ear-Kopfhörer, vor allem in dieser Größe, ist das ANC ausgezeichnet. Zwar hört man ohne laufende Musik ein minimales Rauschen und Gespräche oder Tastaturanschläge sind minimal zu hören, was für ANC allerdings typisch ist. Die Stärke der Technologie liegt in der Filterung von gleichmäßigen oder tieffrequenten Geräuschen. Das gelingt den Pixel Buds Pro 2 auch sehr gut – für einen In-Ear-Kopfhörer. Beim gleichmäßigen Rauschen der Lüfter unseres 3D-Druckers reduziert sich die Lautstärke zwar spürbar, zu hören ist das Staubsauger-artige Geräusch aber weiterhin. Für solche Situationen verwenden wir lieber unsere Over-Ear-Kopfhörer, die noch weniger durchlassen.

Schalten wir Musik an, werden Umgebungsgeräusche sehr gut ausgeblendet. In jedem Fall hat sich die ANC-Qualität abermals gebessert im Vergleich zum Vorgänger, der zwar gut, aber der Konkurrenz unterlegen war. Die nun verbesserte Hardware beschreibt Google mit dem Begriff Silent Seal 2.0. Im Vergleich zu den Bose QC Ultra etwa, dem Spitzenmodell des für gutes ANC bekannten Herstellers, ist die Google-Umsetzung auf nahezu gleichem Level.

Der Transparenzmodus gefällt ebenso, ist inzwischen so gut, dass wir mitunter fast vergessen, dass wir Kopfhörer tragen. Umgebungsgeräusche werden nicht unnatürlich laut durchgereicht, dieser verstärkende Effekt durch die Mikrofone war noch ein kleines Problem des Vorgängers. Auch die automatische Unterhaltungserkennung, die bei Erkennung von Geräuschen den Transparenzmodus aktiviert und Musik pausiert, ist wieder an Bord. Das klappt gut, Fehlerkennungen haben wir kaum – etwa wenn jemand im Hintergrund laut spricht.

Ausstattung

Bei den Pixel Buds Pro 2 kommen wieder große 11-mm-Treiber zum Einsatz. Neu ist der Tensor-A1-Prozessor, der eine besonders schnelle Verarbeitungsgeschwindigkeit erlaubt. So werden die Signale für die Geräuschunterdrückung schneller umgesetzt. Auch Google verwendet zusätzlich beim Mikrofon einen Knochenschallsensor für bessere Verständlichkeit. Im Test können wir hier keine Probleme feststellen. Im Case findet sich nun außerdem ein Lautsprecher, dank welchem sich auch das Case per Klingelton finden lässt – und nicht bloß die Kopfhörer. Diese mussten bisher außerhalb des Cases liegen, damit man sie anfunken konnte. Wir haben unsere Pixel Buds Pro der ersten Generation so schon über Monate gesucht, eine echte Verbesserung also.

Der Bluetooth-Standard ist jetzt auf Version 5.4, statt nur AAC gibt es nun auch LC3/LE-Audio. Multipoint ist wieder mit von der Partie und erlaubt das Verbinden mit zwei Geräten gleichzeitig.

Bedienung & App

Bedient werden die Kopfhörer zumeist direkt über die Oberfläche des Smartphones oder die berührungsempfindlichen Seitenflächen der Earbuds. Auf beiden Wegen kann man die ANC-Modi umstellen, Pause/Wiedergabe auslösen und selbstredend die Lautstärke anpassen. Die Erkennung erfolgt tadellos, an die Wisch- und Druckgesten gewöhnt man sich schnell.

Zur Einrichtung und Steuerung benötigt man bei aktuellen Android-Smartphones meist keine zusätzliche App, da die Bedienoberfläche direkt in Android integriert ist. Sollte das nicht der Fall sein, bietet Google die Pixel-Buds-App auch im Play Store zum Download an. Die erste Kopplung erfolgt dank Pop-up-Fenster via Google Fast Pair. Alle notwendigen Einstellungen kann man hier direkt festlegen, alles wird einfach erklärt. Unter iOS kann man sie zwar verbinden, es gibt aber keine App – wodurch sich die Einstellungen, wie Bedienung der Touchflächen oder der Equalizer nicht verändern lassen.

Im Test hatte die Einrichtung und Nutzung zunächst massive Probleme bereitet, die Kopfhörer haben sich nicht richtig mit unserem Google Pixel 8 Pro verbunden. Auf dieses hatten wir im Frühsommer die Android-15-Beta installiert, waren aber längst zur stabilen Version gewechselt. So waren in der Buds-App wichtige Optionen ausgegraut und wir konnten nicht mehr manuell die Verbindung trennen, ohne die Kopfhörer ins Case zurück zu packen. Mit einem anderen Pixel 8 Pro, das nicht zuvor in der Beta war, gab es keine Probleme. Das Android-Quartals-Update im Dezember hat die Probleme aber behoben – gut so!

In der App hat sich wenig getan im Vergleich zum letzten Stand beim Vorgänger, für den Google seit dessen Release fleißig Funktionen nachgeliefert hat. Entsprechend ist das Potpourri an Features inzwischen bei Generation zwei bereits ab Werk riesig. Neben den bereits zuvor angesprochenen Funktionen gibt es einen Equalizer, Anpassungsmöglichkeiten für die Touchbedienung sowie die Einstellungen für Gemini. Richtig gelesen, denn der Google Assistant hat ausgedient und wurde durch Gemini ersetzt. Stattdessen ist nun Googles KI für das Vorlesen von Benachrichtigungen zuständig.

Hinzugekommen ist auch die volle Einbindung der Buds in die Find-my-Device-App von Google im Rahmen des Community-Netzwerks. So kann man mithilfe anderer Android-Nutzer nun die verlorenen Kopfhörer orten. Die Smartphones tauschen dabei mit den Buds anonyme Verbindungsschlüssel aus, wodurch sie ihren aktuellen Standort weitergeben können – ganz ohne eigene Internetverbindung.

Akku

Die Akkulaufzeit hat Google nach oben geschraubt, so erreichen die Kopfhörer mit aktiviertem ANC jetzt bis zu acht Stunden statt zuvor sechs Stunden – und das trotz kleinerem Gehäuse. In Verbindung mit dem Case steigt die Akkulaufzeit auf etwa 30 Stunden, wir müssen so bei regelmäßiger Verwendung nur alle ein bis zwei Wochen aufladen. Ein Nachladen von fünf Minuten erlaubt den Weiterbetrieb für ganze eineinhalb Stunden.

Geladen werden die Pixel Buds Pro 2 über den USB-C-Port im Case oder per kabellosem Ladegerät mit Qi.

Preis

Die Pixel Buds Pro 2 kosten etwa bei Computer Universe 169 Euro. Das ist im Vergleich zur direkten Konkurrenz um Apple, Bose, Sony & Co. ein guter Preis. Nachdem es sich hier aber um die aktuell besten Kopfhörer für Android-Smartphones handelt, ist der Preis umso angemessener. Zudem ist der Preis inzwischen seit unserem Test am 17. Januar 2025 um knapp 40 Euro gefallen.

Fazit

Mit Pixel Buds Pro 2 ist Google zweifellos der große Wurf gelungen. Zwar sind die Verbesserungen der zweiten Generation eher kleine Details, doch sie alle schieben die Earbuds vor die Konkurrenz. Angefangen bei der kompakten Größe und der neuen Form der Kopfhörer, die das Tragen enorm angenehm macht. Dennoch ist die Akkulaufzeit auf acht Stunden (Buds) gestiegen. Die Verarbeitung ist weiterhin gewohnt hochwertig. Google hat außerdem das Problem behoben, dass die Kopfhörer mitunter rausgefallen sind.

Durch den neuen Tensor-A1-Chip hat die Qualität des ANC deutlich zugelegt und ist nun mindestens auf einer Ebene mit der Konkurrenz. Das Klangbild ist differenziert, angenehm und sehr räumlich. Ein Komfort-Feature ist die Verfügbarkeit eines Lautsprechers im Case, das so zum Suchen klingeln kann. Obendrein funken die Buds Pro 2 nun über das Google-Gerät-finden-Netzwerk, wodurch man sie mit der Hilfe von anderen Android-Nutzern suchen kann.

Insgesamt hat Google hier ein sehr rundes Gesamtpaket auf den Tisch gelegt und Probleme der ersten Generation abgearbeitet. Für uns sind die Pixel Buds Pro 2 die besten Kopfhörer im Android-Ökosystem. Sie kosten etwa bei Computer Universe 169 Euro.

Preis-Leistungs-Sieger

Nothing Ear 3rd Gen

Die dritte Generation des Nothing Ear bringt sich als neuestes Flaggschiff-Modell in Stellung und soll viele Detailverbesserungen bieten. In unserem Test klären wir, ob uns das Feintuning der In-Ear-Kopfhörer gefällt.

VORTEILE
  • richtig guter Sound
  • Tragekomfort
  • einzigartiges Design
  • Bluetooth Multipoint
  • High-Res-Codecs
NACHTEILE
  • ANC und Aware-Modus nicht auf Top-Niveau

Die dritte Generation des Nothing Ear bringt sich als neuestes Flaggschiff-Modell in Stellung und soll viele Detailverbesserungen bieten. In unserem Test klären wir, ob uns das Feintuning der In-Ear-Kopfhörer gefällt.

Wir erinnern uns: Bislang schnitt Nothing mit seinen Kopfhörern in unseren Tests durch die Bank gut ab. Dazu zählen vor allem das Vorgängermodell Nothing Ear 2 (Testbericht) wie auch die Half-In-Ear-Variante Nothing Ear Stick (Testbericht). Aber auch die Budget-Variante Nothing Ear 3rd Gen (a) (Testbericht) gefällt uns. Alle drei konnten sich als gute und günstige In-Ear-Kopfhörer positionieren. Entsprechend gespannt sind wir nun, wie sich der Nothing Ear 3rd Gen im Test schlägt.

Design und Tragekomfort

Ein erster Blick auf die Earbuds und das Case zeigt, dass sich beim Design im Vergleich zum Vorgänger so gut wie nichts geändert hat. Der Nothing Ear 3rd Gen versprüht starke Airpods-Pro-Vibes, ist in klassischem Schwarz und Weiß erhältlich und setzt auf den Nothing-typischen Transparenz-Look mit teils durchsichtigem Kunststoff, das einen spannenden Blick auf die Technik dahinter erlaubt. Das Case ist kompakt, wiegt 52 Gramm und ist nach IP55 vor Staub und Wasser geschützt. Die Buds wiegen 4,6 Gramm und bieten die IP54-Schutzklasse. Damit sollte Outdoor-Sport im Regen kein Problem sein.

Dank des durchdachten, ergonomischen Designs tragen sich die In-Ears erstaunlich angenehm in den Ohren. Für den optimalen Fit liegen drei Ohreinsätze in unterschiedlichen Größen bei. Hier hätten wir uns vielleicht noch ein wenig mehr Varianten gewünscht. Persönlich kommen wir damit aber gut zurecht.

Bedienung und App

Die Einrichtung gelingt super easy. Einfach die Nothing-App starten, die Earbuds aus dem Case herausnehmen, die Erlaubnis zum Koppeln geben – fertig. Die App führt zunächst durch ein Tutorial, das die simple und schnell eingängige Bedienung direkt an die Buds erklärt. Anschließend können die Detail-Einstellungen vorgenommen werden, die reduziert alles Wichtige abdecken und sich nicht künstlich aufplustern, wie es viele andere Hersteller gerne machen, um die App umfangreicher wirken zu lassen.

Neben der Anpassung von ANC und Steuerung sind vor allem eine Bass-Optimierung in fünf Stufen und ein Klang-Test für ein personalisiertes Sound-Profil hervorzuheben. Unser persönliches Lieblings-Feature ist der Equalizer, der zusätzlich einen Fortgeschrittenen-Modus anbietet, in dem acht Bänder nicht nur die Frequenz, sondern auch den Q-Faktor (Wirkungsbereich) bestimmen. Wer das nicht möchte, kann im Simple-Mode aus vier Presets wählen (Balance, mehr Bass, mehr Höhen und Stimme) oder die Höhen, Mitten und Bässe vergleichsweise rudimentär selbst bestimmen.

Features

Auch bei den Features besinnt sich der Nothing Ear 3rd Gen auf das Wesentliche und macht damit eine gute Figur. Er verbindet sich fortschrittlich über Bluetooth 5.3, unterstützt Bluetooth Multipoint für die Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig und ist mit den Codecs SBC, AAC, LDAC und LHDC 5.0 richtig gut aufgestellt. Gleich zwei High-Res-Codecs an Bord, das findet man selten. Dazu gibt es eine Trageerkennung und einen Low-Lag-Modus. Beides kann über die App zugeschaltet werden.

Akku

Die vom Hersteller angegebene Laufzeit von 52 Stunden mit eingeschaltetem ANC (und 8,5 Stunden ohne) decken sich mit unserer Testerfahrung. Insgesamt sind über das Ladecase bis zu 40,5 Stunden drin. Das sind ordentliche Werte für ein In-Ear-Modell. Wireless Charging wird mit bis zu 2,5 Watt unterstützt. Über das beigelegte USB-C-Ladekabel ist ein Schnellade-Feature möglich, das den Akku in nur 10 Minuten wieder für etwa 10 Stunden Wiedergabezeit (ohne ANC) aufladen kann.

Klang

Der Nothing Ear 3rd Gen bietet in den Grundeinstellungen ein angenehm neutrales Klangbild, das über den Equalizer und per Bass-Boost-Option auf Wunsch aber auch noch gut angepasst werden kann. Im Vergleich zum Vorgänger Nothing Ear 2 (Testbericht) lässt sich feststellen, dass sich die Earbuds mit ihren beiden 11-mm-Treibern samt hochwertiger Keramik-Membran vor allem bei den Tiefen verbessert haben. Der Sound wirkt allgemein etwas räumlicher und es ist erstaunlich, was über den fünfstufigen Bass-Boost alles herauszuholen ist. Auf höchster Stufe zündet etwa ein Million Dollar Baby von Tommy Richman schon ganz anders. Je nach Song kann diese Dominanz aber auch schnell etwas überlagernd wirken. Wer es generell basslastig mag, wird sich daran aber nicht stören. Alles in allem sind wir mit der Klang-Performance des Nothing Ear 3rd Gen sehr zufrieden.

ANC

Bei der ANC-Performance könnte man tatsächlich ein erstes Manko sehen, allerdings auf einem sehr kleinkarierten Niveau. Nicht falsch verstehen: Die aktive Geräuschunterdrückung des Nothing Ear 3rd Gen ist gut und überzeugend. Hier sehen wir einfach noch am meisten Potenzial auf dem Weg zum klaren Überflieger. Während tiefe Störfrequenzen noch gut abgedämpft werden, zeichnen sich bei den Mittel- und Hochfrequenzen mit Blick auf die ANC-Elite, wie Apples Airpods Pro, dann doch noch zu deutliche Effizienzunterschiede ab.

Zudem ist beim Noise Cancelling, das adaptiv oder in drei Intensitäts-Stufen geregelt werden kann, ein mitunter starkes Grundrauschen zu bemerken. Je höher die Unterdrückung, desto mehr Rauschen, das aber immerhin schon bei leiser Musik nicht mehr wahrnehmbar ist. Der Aware-Modus ist ebenfalls ein Wackelkandidat: Grundsätzlich kann er überzeugen. Die eigene Stimme brummt beim Sprechen aber noch etwas zu stark in den Ohren. Das Grundrauschen ist hier dann am stärksten (und nervigsten) wahrnehmbar. Das bekommen andere besser hin, etwa die Bose QC Earbuds 2.

Preis

Mit einer UVP von 149 Euro positioniert sich der Nothing Ear 3rd Gen preislich im Mittelklasse-Segment. Zum Testzeitpunkt ist er in beiden Farb-Varianten etwa bei Amazon schon für 103 Euro zu bekommen und damit deutlich günstiger.

Fazit

Der Nothing Ear 3rd Gen hat im Vergleich zum Vorgängermodell am deutlichsten beim Klangbild zugelegt. Um ehrlich zu sein, hätten wir uns das Feintuning aber lieber bei der ANC-Performance gewünscht. Genau hier sehen wir nämlich den einen letzten Qualitätsschritt, den Nothing für einen rundum erstklassigen In-Ear-Kopfhörer im Mittelklasse-Segment noch gehen muss. In allen anderen wichtigen Disziplinen gibt es einfach nichts Prägendes mehr zu beanstanden. Wer sich mit den leichten ANC-Schwächen abfinden kann, bekommt hier einen durchweg richtig guten In-Ear-Kopfhörer geboten, der sich mit seinen beiden High-Res-Codecs vor allem für Android-Nutzer lohnt und gleichzeitig eine der besten AirPods-Pro-Alternativen am Markt darstellt.

Der Schlagabtausch um die beste aktive Geräuschunterdrückung zwischen Sony und Bose geht in die nächste Runde. Die große Frage: Kann sich der neue Sony WF-1000XM5 an die Spitze setzen? Wir geben Antwort in unserem ausführlichen Testbericht.

VORTEILE
  • Bestes ANC und richtig guter Sound 
  • Begleit-App auf Topniveau 
  • grandiose Komfort-Funktionen 
NACHTEILE
  • hoher Preis

Der Schlagabtausch um die beste aktive Geräuschunterdrückung zwischen Sony und Bose geht in die nächste Runde. Die große Frage: Kann sich der neue Sony WF-1000XM5 an die Spitze setzen? Wir geben Antwort in unserem ausführlichen Testbericht.

Neue ANC-Kopfhörer von Sony haben es stets mit gleich zwei Gegnern zu tun: Zum einen müssen sie den Vorgänger übertrumpfen, was nicht immer deutlich genug gelingt. Zum anderen steht beim Thema „beste Geräuschunterdrückung“ immer auch ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Bose an, das mit Blick auf die letzten Jahre knapper kaum sein könnte. Der neue WF-1000XM5 geht den doppelten Schlagabtausch schon mal sehr gut vorbereitet an: Neben einer enormen Schlankheitskur und neuen Treibern wurde ihm auch ein überarbeitetes ANC-Setup spendiert. Und tatsächlich, in vielerlei Hinsicht sehen wir hier ein echtes Siegermodell vor uns. Wo es genau punktet – und wo nicht –, klären wir nun im Test.

Design und Tragekomfort

Optisch unterscheidet sich der WF-1000XM5 nur in wenigen Details vom Vorgängermodell WF-1000XM4 (Testbericht). Das neue Design bleibt dem puristischen Stil mit sparsamen Nuancen treu und zeigt sich wahlweise in den Farbausführungen Schwarz oder Silber. Am auffälligsten und auch erfreulichsten ist sicherlich die um satte 25 Prozent enorm geschrumpfte Größe der beiden XM5-Earbuds. Auch sind sie mit jeweils nur noch 5,9 Gramm jetzt 20 Prozent leichter. Durch die neue Kompaktheit sitzen die neuen In-Ears weitaus angenehmer im Ohr als die XM4 – vor allem auf Dauer, wenn auch stets leicht spürbar. Ein enormes Komfort-Upgrade, das definitiv zu den Highlights der neuen Generation zählt.

Auch die mattierte Ladebox ist noch einmal etwas kompakter geworden und liegt jetzt so klein in der Hand oder Hosentasche wie aktuell kaum ein anderes Case. Auffällig ist lediglich ein etwas klappriges Scharnier nach dem Öffnen des Etuis – schade. Davon abgesehen, ist die Verarbeitungsqualität aber durchweg erstklassig gehalten. Die Außenseite der Earbuds zeigt sich in einem Mix aus glänzendem und mattem Kunststoff, wobei glänzend stark dominiert. Hier stoßen wir zum ersten Mal auf Unverständnis, denn Glanz-Oberflächen sind schnell mit Fingerabdrücken eingesaut und gleichzeitig fühlen sich die XM5-Earbuds dadurch immer ein wenig glitschig in den Fingern an. Mit einer komplett matten Oberfläche hätte das leicht verhindert werden können.

Ausstattung und Bedienung

Beim Zubehör geht Sony keine besonderen Wege. Neben Ladecase, Earbuds und einem kurzen USB-C- auf USB-A-Ladekabel finden sich noch insgesamt vier Aufsatz-Paare aus Memory-Schaumstoff in unterschiedlichen Größen im Lieferumfang.

Der nach IPX4 wasserfeste WF-1000XM5 lässt sich komfortabel per Fingertipp steuern. Das klappt nach kurzer Eingewöhnung auch ziemlich gut und lässt sich über die Begleit-App noch etwas individualisieren. Wer mag, kann hier auch bestimmte Bedienfunktionen auf Gesten setzen: Bei einem eingehenden Anruf kann dann beispielsweise das Gespräch mit einem Nicken angenommen oder mit einem Kopfschütteln abgelehnt werden. Das funktioniert in der Praxis auch richtig gut und fühlt sich wie ein kleiner Gamechanger an.

Solche fantastischen Komfort-Feinheiten gibt es gleich mehrfach in der Sony-App zu finden, die grundsätzlich zu den besten und umfangreichsten auf dem Markt zählt. Gleich beim ersten Starten gibt es eine schrittweise Einführung in die Funktionsweise des Kopfhörers, inklusive einer Erklärung der wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten. Das mag manche gerade am Anfang vielleicht etwas überfordern. Aber die App ist nun mal komplex und wir bewerten es als sehr positiv, dass alles gut erklärt wird oder man Schritt für Schritt durch besondere Funktionen geführt wird.

Besondere App-Features

Sonys Begleit-App bietet im Verbund mit dem WF-1000XM5 einige Besonderheiten, die aus der Masse herausstechen. So lässt sich über einen kurzen Check etwa die ideale Aufsatzgröße für jedes Ohr finden. Oder die Software kann auf Wunsch erkennen, ob man gerade sitzt, läuft oder sich in einem Verkehrsmittel befindet und die ANC-Einstellung entsprechend anpassen. Über Geotracking lassen sich auch vordefinierte ANC-Profile aktivieren, sobald man einen bestimmten Ort erreicht, wie etwa das Büro.

Richtig gut gefällt uns auch die „Speak to Chat“-Funktion, die automatisch in den Transparenzmodus umschaltet, sobald man ein paar Worte spricht. Und wer sich schon immer mit dem Erstellen eines individuellen EQ-Presets schwergetan hat, wird über das Beta-Feature „Finden Sie Ihren Equalizer“ während einer Musikwiedergabe in drei Schritten zur bevorzugten Klangbalance geführt. Einfacher geht's nicht.

Technik und Akkuleistung

Sony hat den 6-mm-Treiber des XM4 über Bord geworfen und dem WF-1000XM5 ein völlig neu entwickeltes, dynamisches Herzstück im 8,4-mm-Format spendiert. Über jetzt insgesamt sechs verbaute Mikrofone soll insbesondere die ANC-Performance verbessert werden. Übertragen wird per Bluetooth 5.3 inklusive Multipoint-Feature, durch das sich die Earbuds für ein großes Komfort-Plus mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden können. An Codecs kommen SBC, LC3, AAC und Sonys hauseigenes Highres-Format LDAC zum Einsatz. Die Ladebox kann nicht nur über das mitgelieferte USB-Kabel, sondern auch per Wireless Charging (Top 10: Die besten kabellosen Ladegeräte mit Qi und Magsafe) aufgeladen werden. Die Akkuleistung gibt Sony mit bis zu 8 Stunden bei aktivierter Geräuschunterdrückung an. 12 Stunden sind es, wenn auf ANC verzichtet wird. Das sind richtig gute Werte, die sich grob mit unserer Erfahrung decken. Über die Ladebox lassen sich die Earbuds zweimal vollständig aufladen, ehe alles wieder für mindestens zwei Stunden an die Steckdose muss.

Klangqualität

Wir bringen es direkt auf den Punkt: Der Sony WF-1000XM5 klingt in unseren Ohren absolut fantastisch. Die Grund-Abmischung ist Sony-typisch schön warm mit starken Bässen, die aber zu keiner Zeit überlagernd wirken. Gesang bleibt stets klar und auch die Mitten setzen sich gut in Szene. Dazu gibt’s dank LDAC-Support und der Spatial-Sound-Technologie „360 Reality Audio“ mit Kopftracking noch ein paar Premium-Schmankerl für Audiophile In-Ear-Fans. Alles in allem liefert Sony in der Königsdisziplin richtig gut ab. Auch hörbar besser als das Vorgängermodell, was dem stark überarbeiteten Treiber zuzuschreiben sein dürfte. Vielleicht noch etwas EQ-Feintuning nach persönlichem Geschmack, dann sollte der XM5 in Sachen Sound wirklich jeden glücklich machen können.

ANC

Natürlich muss sich Sony in dieser Kategorie dem ANC-Pionier Bose stellen, die mit den In-Ears QuietComfort Earbuds II (Testbericht) die Messlatte enorm hoch setzen. Mit dem WF-1000XM5 kann Sony bei der Geräuschunterdrückung im Vergleich zum Vorgänger einen klaren Qualitätssprung nach vorne machen und zieht mit Bose nun gewissermaßen (wieder) gleich. Natürlich gibt es Unterschiede zu bemerken, je nach Szenario. Unterm Strich sehen wir beide Earbuds-Modelle aber auf ANC-Augenhöhe.

Die Unterdrückung von tiefen und mittleren Störgeräuschen arbeitet enorm effektiv und zuverlässig. Bei hohen Tönen wie Stimmen, die grundsätzlich am schwersten zu neutralisieren sind, lässt sich mit Musik bei etwa 30 Prozent Lautstärke schon nichts mehr vernehmen. Mit so einer guten Performance ragt der XM5 sogar an so manche Over-Ear-Modelle mit ANC heran, die durch ihre bessere Grundabschirmung eigentlich bevorteilt sind. Bis auf Bose bekommt das sonst kein anderer so gut hin.

Noch ein paar Worte zum Aware-Modus: Der ist recht gut eingepegelt, klingt aber nicht so schön natürlich wie die Bose-Earbuds, die uns in dieser Disziplin besonders beeindruckt haben.

Preis

Der Sony WF-1000XM5 kostet bei Amazon 179 Euro.

Fazit

Der Sony WF-1000XM5 ist bemerkenswert gut gelungen und die Schlankheitskur steht ihm richtig gut. Wie schon erwähnt, sehen wir in den Bose QuietComfort Earbuds II den mit Abstand stärksten Konkurrenten – und auch gleichzeitig die beste Alternative. In vielen wichtigen Punkten sind beide In-Ear-Modelle gleichauf, zum Beispiel beim Klang, ANC oder Tragekomfort. Bei den Details trennt sich dann aber doch ein wenig die Spreu vom Weizen und stellt den XM5 schlussendlich als das bessere Gesamtpaket in den Vordergrund. Vor allem das viel kompaktere Ladecase, die Unterstützung von Bluetooth Multipoint und die weitaus bessere Begleit-App sind hier zu benennen.

Die zweite Generation der In-Ear-Kopfhörer Bose Quietcomfort Ultra Earbuds bietet im Vergleich zum Vorgänger vor allem ein abermals besseres Noise Cancelling.

VORTEILE
  • Klang
  • ANC
  • Spatial Audio
  • kabelloses Laden
  • Hi-Res-Codec
NACHTEILE
  • Akkulaufzeit

Die zweite Generation der In-Ear-Kopfhörer Bose Quietcomfort Ultra Earbuds bietet im Vergleich zum Vorgänger vor allem ein abermals besseres Noise Cancelling.

ANC-Pionier Bose hat seinen In-Ear-Kopfhörern Quietcomfort Ultra Earbuds ein kleines, aber feines Update verpasst. Die Neuerungen sind auf dem Papier überschaubar. Im Fokus stehen die Verbesserungen von ANC und der Anrufqualität, auch mittels KI-Unterstützung. Dazu werden die beim Vorgängermodell adressierten Mankos angegangen: So unterstützt die zweite Generation nun endlich kabelloses Laden und Bluetooth Multipoint, wobei letzteres bei der ersten Version per Softwareupdate nachgereicht wurde.

In unserem Test wollen wir vor allem zwei Fragen klären: Wie gut positionieren sich die überarbeiteten Quietcomfort Ultra Earbuds am Markt – und lohnt sich der Wechsel für Besitzer der ersten Generation?

Design und Tragekomfort

Schon ein kurzer Blick auf die Bose Quietcomfort Ultra Earbuds (2. Gen) genügt, um festzustellen, dass sich optisch im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert hat. Die Ohrhörer zählen weiterhin zu den eher ausladenden In-Ear-Modellen und quittieren das auch mit jeweils 7,7 g pro Earbud. Durch zusätzliche Stabilitätsbänder, die in drei Größen beigelegt sind, bekommt das Bose aber gut in den Griff. Der Tragekomfort wie auch der Halt sind – zumindest in unseren Ohren – gut. An Ohreinsätzen werden ebenfalls drei Größen mitgeliefert. Findet man darüber eine für sich passende Kombination, lässt sich mit den Earbuds auch leichter Sport bewerkstelligen. Dafür gibt es einen schweiß- und wasserabweisenden Schutz nach IPX4.

Obwohl viel Plastik zum Einsatz kommt, was fast alle anderen Hersteller aber genauso tun, sieht man es den Flagship-In-Ears von Bose nicht so schnell an. Sie sehen hochwertig aus, auch durch das gewählte Glanz-Finish. In unserer schwarzen Testvariante sieht man so aber auch jeden Staubfussel, welche dazu auch gerne an den Silikon-Aufsätzen haften bleiben. Hier wäre ein mattes Finish bei den Kunststoff-Elementen vielleicht die bessere Wahl gewesen. Das sieht mindestens genauso schick aus und ist deutlich pflegeleichter.

Genau das beweist Bose auch direkt beim Ladecase: Es hat ein mattes Finish spendiert bekommen, das edel ausschaut und Fingerabdrücken und Staub keine Chance gibt. Bei den anderen drei Farbvarianten (Weiß, Violett und Magenta) dürfte die Fusselproblematik weniger auffällig sein.

Bedienung und App

Dank Google Fast Pair haben Android-Nutzer keine Probleme bei der Ersteinrichtung. Kaum ist das Ladecase geöffnet, meldet sich auch schon das Smartphone mit der Verbindungsanfrage. Anschließend führt die gelungene Begleit-App Schritt für Schritt durch die erste Einrichtung und gibt gleichzeitig auch schon nützliche Bedien- und Anwendungstipps. Hier können sich andere Hersteller gerne eine Scheibe abschneiden.

Nicht nur beim Prozess durch die Ersteinrichtung, sondern auch bei der Begleit-App selbst, die übersichtlich gehalten und gut strukturiert ist. Gleichzeitig finden sich hier genügend nützliche Features, Einstellungsmöglichkeiten und Informationen, um die App auch regelmäßig starten zu wollen.

Die Touch-Bedienung direkt an den Ohrhörern ist eingängig, schnell verinnerlicht und lässt sich über ein Shortcut-Feature auch noch ein klein wenig individualisieren. Die neuen App-Funktionen, die nur die 2. Generation bietet, sind schnell benannt und nicht sonderlich spektakulär: Zum einen lässt sich die Touch-Steuerung nun auch komplett deaktivieren. Das wünschen wir uns schon länger bei In-Ear-Kopfhörern. Zum anderen wird jetzt auch der Akkustand des Ladecases in der App angezeigt. Das war’s schon – und würde sich sicherlich auch easy für das Vorgängermodell per Softwareupdate nachreichen lassen.

Features

Die Bose Quiet Comfort Ultra in zweiter Generation verbinden sich über Bluetooth 5.3. Dank Bluetooth Multipoint auch mit zwei Geräten gleichzeitig. An Codecs werden SBC, AAC und mit aptX Adaptive auch eine Hi-Res-Variante geboten. Dazu kommen Spatial Audio für immersiven Klang und eine praktische Trageerkennung.

Ein besonderes Komfort-Feature ist zudem die Customtune-Audiokalibirierung von Bose: Beim Einsetzen der Earbuds wird automatisch eine Art Mess-Ton abgespielt, der die Anatomie des Ohres erfassen kann, um anschließend Klang- und ANC-Performance individuell anzupassen.

Neu mit Blick auf den Vorgänger ist das längst überfällige Wireless Charging. Auracast ist hingegen (wieder) nicht an Bord. Das darf man bei einem modernen Premium-Kopfhörer mittlerweile durchaus erwarten.

Akku

Bose selbst gibt eine Wiedergabezeit von bis zu 6 Stunden pro Aufladung an. Bei aktiviertem Spatial Audio sind es nur noch 4 Stunden. Mit Ladecase kommen wir auf insgesamt 24 Stunden. Die Angaben decken sich mit unserer eigenen Testerfahrung.

Eine Stärke ist die Akkuleistung also nicht und wurde eins zu eins vom Vorgänger übernommen. Für ausgedehnte Hör-Sessions auf längeren Fahrten oder Flügen könnte es also knapp werden. Hier sollte Bose beim Nachfolger unbedingt nachbessern. Zum Vergleich: Das starke Konkurrenz-Modell Sony WF-1000XM5 (Testbericht) bietet eine deutlich längere Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden bei aktiviertem ANC.

Nach rund einer Stunde sind die neuen Bose Quietcomfort Ultra Earbuds im Ladecase wieder voll aufgeladen. Wer es eilig hat, profitiert von der Schnellladefunktion, bei der es nach 20 Minuten wieder Saft für bis zu zwei Stunden Wiedergabezeit gibt. Das Etui selbst ist nach rund drei Stunden voll aufgeladen. Geladen wird über das mitgelieferte USB-C-Kabel (A auf C) oder per Wireless Charging, das nun endlich mit an Bord ist.

Klang

In der Neuauflage der Quietcomfort Ultra Earbuds hat sich beim Sound nichts Wesentliches verändert – und das meinen wir im positiven Sinne. Schon das Vorgängermodell trumpfte hier mit einem warmen Klangbild und einer starken Bass-Performance auf. Typisch Bose eben. Musikhören macht hier einfach Laune, vor allem bei fetten Beats. Etwas dürftig ist lediglich der 3-Band-Equalizer, mit dem der Sound rudimentär angepasst werden kann. Dazu gibt es vier sinnvoll angelegte EQ-Presets: Bassverstärker, Bassreduzierer, Höhenverstärkung und Höhenreduzierung.

Ein kleines Klang-Highlight ist Spatial Audio, das zugeschaltet werden kann und zwei Modi bietet: entweder bewegt sich die Klangbühne bei Kopfdrehung mit oder bleibt statisch, was etwa zum Filmeschauen gedacht ist. Der füllige 360-Grad-Sound schindet ordentlich Eindruck, reduziert allerdings auch wie erwähnt die Akkulaufzeit.

Bose Quietcomfort Ultra Earbuds (2. Gen)

Bei der Sprachqualität hat die zweite Generation der Bose Quietcomfort Ultra Earbuds eine klare Verbesserung zu bieten: Dank aktualisierter KI-Unterstützung gelingt das Zusammenspiel zwischen Noise Cancelling und den insgesamt acht Mikrofonen deutlich effektiver. Das Ergebnis ist eine für In-Ears wirklich gute Sprachqualität und Verständlichkeit beim Telefonieren. Die neuen Bose-Earbuds zählen zu den wenigen In-Ear-Modellen am Markt, mit denen man sich auch gerne länger unterhalten mag – vor allem als Gegenüber. Hintergrund- und Windgeräusche werden sehr gut herausgefiltert und die eigene Stimme wird so stets gut verständlich wiedergegeben.

ANC

Bose hat als ANC-Pionier beim Thema Geräuschunterdrückung immer auch etwas zu beweisen. Für die Neuauflage der Quietcomfort Ultra Earbuds hat man sich auch hier KI-Unterstützung geholt, um unter anderem besser auf plötzlich auftretende Störgeräusche wie etwa Sirenen oder vorbeifahrende Züge zu reagieren. Wir reden also vom Feintuning auf höchstem Niveau.

Wie schon der Vorgänger, gibt es hier ein ANC der Spitzenklasse. Selbst Stimmen, Kindergeschrei oder das Getippe auf einer Tastatur, womit viele andere ihre deutlichen Probleme haben, werden auf ein Minimum reduziert und rücken in weite Ferne. Da reicht schon leise Musik, um von seiner Umgebung gar nichts mehr mitzubekommen.

Schirmen die Earbuds über die mitgelieferten Silikon-Einsätze das Gehör gut ab, fühlt man sich wie in seiner eigenen Bubble und lauscht nur noch der eigenen Atmung, dem eigenen Gebrabbel und einem leichten Grundrauschen, das aber schnell in Vergessenheit gerät. So haben wir beim Testen dann tatsächlich auch die Türklingel überhört. Sehr eindrucksvoll.

Ähnliches gilt für den Aware-Modus, den Bose schon länger richtig gut hinbekommt. Die Umgebung wird natürlich und präzise wiedergegeben. Da vergisst man schnell, dass man gerade Buds in den Ohren hat. Die Illusion wird lediglich durch ein deutlicheres Grundrauschen und beim Sprechen getrübt. Die eigene Stimme klingt noch ein wenig zu dumpf und befremdlich in den Ohren. Das ist aber Meckern auf einem sehr hohem Niveau.

Der direkte ANC-Vergleich mit den genialen Google Pixel Buds 2 Pro (Testbericht) zeigt ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die ANC-Krone für Android-Smartphones. Beide bieten ein vergleichbar gutes ANC mit hauchdünnem Vorsprung für die Google-Elite. Die Pixel Buds 2 Pro filtern hochfrequente Spitzen minimal besser weg und rauschen etwas weniger.

Preis

Mit einer UVP von 299 Euro siedeln sich die Bose Quietcomfort Ultra Earbuds (2. Generation) klar im Premium-Segment an. Es gibt sie in den Farben Schwarz, Weiß, Violett und in einer limitierten Edition namens Deep Plum, die in Richtung Magenta geht. Zum Testzeitpunkt sind alle vier Farbvarianten für 265 Euro (Amazon) zu bekommen.

Fazit

Die Bose Quietcomfort Ultra Earbuds (2. Generation) sind eine Klasse für sich, denn gerade bei ANC und Sound gibt es kaum Alternativen zu benennen. Hier wären etwa die Apple AirPods Pro 3 (Testbericht) für iPhone-Nutzer und die Google Pixel Buds 2 Pro (Testbericht), sowie die Sony WF-1000XM5 (Testbericht) auf einem ähnlich guten Niveau. Bis auf die Akkuleistung gibt es keine echte Schwäche. Auracast wäre vielleicht noch nett gewesen. Aber ansonsten ist das hier ein wirklich rundes Ding.

Andererseits muss sich Bose auch den Vergleich zum Vorgängermodell gefallen lassen, das noch immer sehr stark und etwas günstiger zu bekommen ist. Die Verbesserungen finden sich im Detail. ANC und Sprachqualität haben sich weiter verbessert, und nun ist auch kabelloses Laden mit an Bord. Ob das den deutlichen Aufpreis wert ist, dürfte eine Frage des Anspruchs sein. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis findet sich klar beim Vorgänger.

Der neue In-Ear-Kopfhörer Nothing Ear 3 kommt mit Spatial Audio und einem neuartigen Telefonie-Feature, das Schule machen könnte.

VORTEILE
  • guter Sound
  • hoher Tragekomfort und Halt
  • sehr gut Sprachqualität
  • spannendes Design
  • Multipoint, Spatial Audio, LDAC
NACHTEILE
  • ANC
  • Aware-Modus

Der neue In-Ear-Kopfhörer Nothing Ear 3 kommt mit Spatial Audio und einem neuartigen Telefonie-Feature, das Schule machen könnte.

Der Anspruch von Nothing, durch außergewöhnliches Design und besondere Merkmale aus der Mainstream-Masse herauszustechen, hat bislang sehr gut funktioniert. Bei der aktuellen Namensgebung für ihre In-Ear-Modelle zeigt Nothing aber gerade kein gutes Händchen. Wir müssen erklären:

Nach den Nothing Ear 1 (Testbericht) und den Nothing Ear 2 (Testbericht) folgte sinngemäß die dritte Generation in Form von gleich zwei Modellen. Und hier beginnt das hausgemachte Chaos: Nothing reduzierte die Namensgebung der beiden 3rd-Gen-Varianten überraschend auf "Ear" und "Ear (a)", während die Fachpresse (so auch wir) zur besseren Einordnung überwiegend von den Nothing Ear 3 (Testbericht) und den Nothing Ear 3 (a) (Testbericht) sprach. Nun bringt Nothing die Ear 3 auf den Markt, die eigentlich die 4. Generation darstellen – und treibt damit die Verwirrung für alle auf die Spitze. Wer nicht ganz genau hinschaut und die Produktgenerationen von Nothing kennt, legt sich am Ende vielleicht das falsche Produkt in den Warenkorb. Um die Verwirrung zukünftig zu vermeiden, haben wir die Produktnamen in den Tests der dritten Generation angepasst.

In diesem Test geht es also nun um die vierte In-Ear-Generation von Nothing, den Ear 3, die ein ausgefallenes Feature mit sich bringen: Über ein ins Ladecase integriertes Dual-Mikrofonsystem namens "Super Mic" samt extra Talk-Taste soll die Sprachqualität beim Telefonieren deutlich profitieren, indem man auf Knopfdruck in die Ladebox spricht. Ob das im Alltag gut funktioniert und was die Earbuds sonst noch auf dem Kasten haben, schauen wir uns genauer an.

Design und Tragekomfort

Auch die Ear 3 setzen auf den Nothing-typischen Transparenz-Look, der hier und da einen spannenden Blick auf die Technik im Inneren erlaubt. An Farben gibt es Schwarz oder Weiß zur Auswahl. Im direkten Vergleich von Earbuds und Ladecase zum Vorgängermodell Ear 3rd Gen finden sich die Design-Unterschiede eher im Detail. Die Earbuds sind nahezu unverändert und versprühen noch immer Airpods-Pro-Vibes. Bei der Ladebox hat sich optisch schon mehr getan: Das Gehäuse besteht nun überwiegend aus Metall und wirkt dadurch deutlich hochwertiger. Dieser Eindruck wird ein wenig vom tranparentem Plastik-Deckel getrübt, der trotz Metall-Scharnier geöffnet ein wenig klapprig ist. Alles in allem gefällt uns das aufgefrischte Nothing-Design aber äußerst gut. Richtig schön weit weg vom etablierten Plastik-Mainstream – und ein echter Eyecatcher!

Der Tragekomfort ist, wie schon bei den Vorgängermodellen, richtig gut. Die In-Ears liegen mit nur 5,2 Gramm pro Bud angenehm leicht in den Ohren. Für den optimalen Fit gibt es insgesamt vier Ohreinsätze in unterschiedlichen Größen zur Auswahl. Damit sollte auch der korrekte Halt kein Problem darstellen. Bei uns fallen die Earbuds selbst bei starkem Kopfschütteln nicht heraus. Die Ear 3 können also auch gut zum Sporttreiben genutzt werden. Selbst Outdoor-Sport im Regen ist durch die IP54-Schutzklasse drin.

Bedienung und App

Dank Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair werden die Ear 3 bei Android-Geräten und an Windows-PCs schon beim Öffnen des Etuis direkt erkannt und gekoppelt. Die erste Einrichtung über die Begleit-App ist ähnlich simpel. Die App selbst ist logisch strukturiert und bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten. Diesen Umfang sieht man selten. Neben der Anpassung von ANC und Steuerung sind vor allem eine Bass-Optimierung in fünf Stufen und ein Klang-Test für ein personalisiertes Sound-Profil hervorzuheben.

Unser persönliches Lieblings-Feature ist der 8-Band-Equalizer, der zusätzlich einen Fortgeschrittenen-Modus anbietet. Hier kann pro Band nicht nur die Frequenz, sondern auch der Q-Faktor (Wirkungsbereich) bestimmt werden. Wer das nicht möchte, kann im Einfach-Modus aus vier Presets wählen (Balance, mehr Bass, mehr Höhen und Stimme) oder die Höhen, Mitten und Bässe vergleichsweise rudimentär selbst bestimmen. Das gefiel uns auch schon beim Vorgängermodell sehr gut.

Die Bedienung durch Drücken oder Halten des Earbud-Stifts ist simpel und eingängig. Wer mag, kann die Steuerung über die App auch noch ein wenig anpassen. Das eingangs erwähnte Super-Mic-Feature lässt sich über eine Talk-Taste direkt am Ladeetui aktivieren. Danach spricht man einfach in die Box hinein. Wird gerade nicht telefoniert, hört der Sprachassistent auf Knopfdruck zu. Während eines Gesprächs kann die Taste 1x für eine kurze und 2x für eine dauerhafte Übertragung gedrückt werden. Zu den Details und zur Sprachqualität kommen wir gleich.

Features

Die Nothing Ear 3 verbinden sich fortschrittlich über Bluetooth 5.4 und bieten Multipoint für die Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig. An Codecs stehen SBC, AAC und mit LDAC auch eine Hi-Res-Variante zur Auswahl. Dazu gesellen sich eine praktische Trageerkennung, ein Low-Lag-Modus, Wireless Charging und Spatial Audio.

Akku

Nothing ist bei den Angaben zur Akku-Performance erfreulich detailliert: So sollen die Ear 3 mit aktiviertem AAC-Codec und ohne ANC bis zu 10 Stunden durchhalten. Bis zu 5,5 Stunden werden bei aktivierter Geräuschunterdrückung angegeben. Insgesamt sind dann über die Ladebox bis zu 38 Stunden ohne ANC und bis zu 22 Stunden mit ANC drin. Wird auf den Hi-Res-Codec LDAC zurückgegriffen, reduziert sich die Wiedergabe ohne ANC auf bis zu 5,5 Stunden und mit ANC auf nur noch 3,5 Stunden. Diese Angaben können wir in unserer Testerfahrung an sich bestätigen. Wer aber gerne laut hört und vielleicht auch noch zusätzlich Spatial Audio aktiviert, sollte von weniger ausgehen.

Nothing Ear 3

Geladen wird wahlweise über das mitgelieferte USB-C-Kabel oder kabellos. Mit Kabel ist der Akku nach etwa 70 Minuten voll aufgeladen. Über Wireless Charging dauert es rund 120 Minuten. Dank Schnelllade-Funktion reichen nur fünf Minuten Laden in der Box für etwa eine Stunde Wiedergabe (ohne ANC).

Klang

Der Nothing Ear 3 erbt die Stärken des Vorgängermodells beim Klangbild, das in den Grundeinstellungen angenehm neutral ist. Über den Equalizer, per Bass-Boost-Funktion oder auch bei eingeschaltetem ANC kann es schnell deutlich basslastiger werden. Vor allem über den fünfstufigen Bass-Boost werden Songs auf Wunsch viel druckvoller in die Ohren gespült. Da ist auch ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt, sonst wird es schnell überlagernd. Nothing arbeitet mit zwei 12-mm-Treibern, die einen Millimeter größer als beim Vorgänger ausfallen. Einen echten Unterschied bemerken wir allerdings nicht. Nach wie vor stellt uns die Sound-Performance von Nothing sehr zufrieden. Über Spatial Audio kann die Klangbühne dann auch noch einmal hörbar vergrößert werden. Ein nettes Feature, das die Vorgänger nicht bieten.

Kommen wir zur Sprachqualität, der Vorzeige-Funktion der Ear 3: Über zwei ins Ladecase integrierte Mikrofone samt Sprechtaste kann das Etui bei Telefongesprächen kurzerhand als externes Mikrofon genutzt werden. Durch den geringeren Abstand zum Mund wird die Stimme viel klarer und verständlicher übertragen. Gleichzeitig kann die Geräuschunterdrückung in lauter Umgebung effektiver arbeiten. Das Ergebnis ist eine deutlich bessere Sprachqualität, die so kein anderes In-Ear-Modell am Markt bietet.

Das Super Mic, wie Nothing das Feature nennt, funktioniert auch bei Telefon- und Videoanrufen über Apps wie Zoom, Teams, Google Meet oder Whatsapp. Für In-App-Sprachnachrichten allerdings nicht. Schade, so eine Walkie-Talkie-Funktion in Verbindung mit Whatsapp und Co. wäre schon äußerst cool gewesen! Nachteil der Super-Mic-Funktion: Man hat die Hände nicht mehr frei.

ANC

Schon bei den Vorgängermodellen zeigte sich, dass Nothing beim Thema Geräuschunterdrückung noch einiges tun muss, um auch hier zur Spitzenklasse zu zählen. Im Test stellen wir fest, dass die Ear 3 hier keinen nennenswerten Fortschritt zu bieten haben. Bisweilen haben wir die ANC-Performance der Ear-Modelle von Nothing stets als gut bewertet. Mit Blick auf die zuletzt erschienenen neuen Topmodelle der ANC-Elite wie Apple, Bose oder Google, die ihr Noise Cancelling mitunter deutlich verbessern konnten, müssen wir die Bewertung bei den Ear 3 nun auf ein gutes ANC-Mittelmaß korrigieren.

Die Ear 3 legen beim ANC zudem ein seltsames Verhalten an den Tag: Wird der ANC-Modus aktiviert, geht damit auch immer eine erhöhte Lautstärke und Bass-Dominanz einher. Das hinterlässt den Eindruck, als würde Nothing hier in die klangliche ANC-Trickkiste greifen. Mit erhöhter Lautstärke und dominanteren Bässen werden Umgebungsgeräusche direkt besser überlagert. Aber hier gleich von einem effektiveren ANC-Modus zu sprechen, ist fraglich.

Auch beim Transparenz-Modus zeigt sich im Vergleich zum direkten Vorgängermodell keine Veränderung. Noch immer ist ein deutliches Rauschen zu bemerken und die eigene Stimme liegt beim Sprechen störend dumpf in den Ohren. Das fühlt und hört sich einfach nicht gut an.

Preis

Mit einer UVP von 179 Euro siedelt sich der Nothing Ear 3 im Bereich ANC-Kopfhörer in der gehobenen Mittelklasse an. Zum Testzeitpunkt sind beide Farb-Varianten (Schwarz und Weiß) aber auch schon für etwa 139 Euro zu bekommen.

Fazit

Die Nothing Ear 3 sind an sich richtig gute In-Ear-Kopfhörer mit tollem Sound, sexy Design, erstklassigem Tragekomfort und einem einzigartigen Mikrofon-Feature, das endlich die miese Sprachqualität von Kopfhörern angeht. Wer gerne und viel mit eingesetzten Ohrhörern telefoniert und seinen Gesprächspartnern etwas Gutes tun möchte, ist mit diesem Modell bestens beraten.

Mit Blick auf den gelungenen Vorgänger Nothing Ear 3rd Gen (Testbericht) gibt es allerdings nur eine dezente Weiterentwicklung zu verbuchen. Beim ANC hat sich gefühlt gar nichts getan. Das macht den Nothing Ear 3rd Gen dann tatsächlich auch zu einer guten und etwas preisgünstigeren Alternative, wenn man auf Spatial Audio und die Super-Mic-Funktion des neuen In-Ear-Flaggschiffs verzichten kann.

Die neuen Huawei Freebuds Pro 4 bieten starken Sound und verbessertes ANC für die Nutzung in lauten Umgebungen. Wie gut die In-Ear-Kopfhörer wirklich sind, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • exzellenter Klang
  • starkes ANC
  • schickes Design
  • IP54-Schutz vor Spritzwasser
  • ideal zum Telefonieren in lauter Umgebung
NACHTEILE
  • anfällig für Fingerabdrücke
  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • Sideload für App bei Android nötig

Die neuen Huawei Freebuds Pro 4 bieten starken Sound und verbessertes ANC für die Nutzung in lauten Umgebungen. Wie gut die In-Ear-Kopfhörer wirklich sind, zeigt unser Test.

True-Wireless-Kopfhörer sind kompakt und passen bequem in die Hosentasche. In Bezug auf Abschirmung und guten Sound stehen sie ihren größeren Pendants für den Kopf kaum nach. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür sind die Huawei Freebuds Pro 4. Schon das Vorgängermodell konnte im Test überzeugen und gehörte zu den besten In-Ears mit ANC. In der vierten Generation hat Huawei erneut am Active Noise Cancelling (ANC) sowie am Sound geschraubt. Wir zeigen in diesem Test, ob sich die Mühen ausgezahlt haben.

Design & Tragekomfort

Optisch hat sich an den Ohrhörern und dem Case wenig verändert. Die Freebuds Pro 4 von Huawei kommen erneut in einem kompakten und ovalen Ladecase mit abgerundeten Kanten. An der Seite befindet sich eine Taste zum Starten des Pairings der Kopfhörer. Die beiden In-Ears selbst fallen durch ihre Stabform etwas voluminöser aus. Das Case ist seidenmatt gestaltet, mit einem glänzenden Logo-Bereich.

Die geschlossene Bauweise der Earbuds zeichnet sich ebenfalls durch eine glänzende Oberfläche aus, die aber Fingerabdrücke schnell sichtbar macht. Praktisch: Im Stab jedes Ohrhörers ist eine Touch-Fläche samt Taste integriert. Die Freebuds Pro 4 wirken elegant und gefallen mit einer hochwertigen Verarbeitung. Zudem sind sie nach IP54-Standard gegen Spritzwasser geschützt.

Neu hinzugekommen bei der Farbauswahl ist Schwarz im Klavierlook. Goldene Verzierungen am Ladecase sowie den Ohrhörern geben den Freebuds Pro 4 zusätzlich ein elegantes Äußeres. Kommen dünne Strichmuster an den Hörern, die laut Huawei an Saiten einer Violine oder Harfe erinnern sollen. Als weitere Farbe gibt es Weiß mit goldenen Elementen sowie erneut Minzgrün.

Die Freebuds Pro 4 sitzen sicher und bequem im Ohr. Auch nach längerer Tragezeit stören sie den Träger kaum. Neu ist, dass neben Silikonaufsätzen in vier Größen jetzt auch zusätzlich drei Schaumstoffaufsätze mitgeliefert werden.

Klang

Die Freebuds Pro 4 überzeugen mit ihrem Klang. Sie bieten einen glasklaren und vollen Sound, bei dem Höhen, Mitten und Tiefen hervorragend aufeinander abgestimmt sind. Der Bass ist präsent, ohne übermäßig dominant zu wirken. Das breite Klangspektrum sorgt für ein tolles Hörerlebnis, egal ob bei Pop, Rock oder Klassik. Auch für Fans von basslastigen Genres wie Hip-Hop, Trap, Dubstep oder Techno ist einiges geboten. Wer eher akustische oder klassische Musik hört, erfreut sich wiederum am tollen und warmen Klang. Instrumente, aber auch Stimmen und Gesang klingen präzise und klar, was die Freebuds ferner zur guten Wahl für Podcasts, Filme, Serien macht.

Einen guten Empfang vorausgesetzt, eignen sich die Freebuds Pro 4 auch gut zum Telefonieren. Die eigene Stimme ist deutlich zu hören – klingt jedoch zuweilen ein wenig blechern. Das integrierte Mikrofon nutzt zusätzlich einen Knochenschallsensor, um die Sprachverständlichkeit zu erhöhen.

ANC

Die adaptive aktive Geräuschunterdrückung (ANC) ist standardmäßig aktiviert und kann bei Bedarf per Geste oder in der App in einen Transparenzmodus oder vollständig ausgeschaltet werden. Außengeräusche filtern das ANC sehr effektiv heraus, sodass etwa Triebwerkgeräusche im Flieger oder das Brummen der Dunstabzugshaube beim Kochen kaum wahrnehmbar sind. Das gilt auch für starke Windgeräusche.

Gänzlich abgeschottet ist man aber nicht, speziell höhere Frequenzen finden den Weg ins Ohr des Trägers. Das trifft etwa auf Sprachansagen und telefonierende Personen im direkten Umfeld zu. Hört man etwa einen Podcast im Flugzeug, können die Durchsagen einer Stewardess ganz schön nerven. Das hat zwar den Vorteil, dass man immer bemerkt, wenn eine Ansage erfolgt. Etwas mehr Abschottung hätte den Freebuds aber gut zu Gesicht gestanden.

Beeindruckend ist das Noise Cancelling am Mikrofon. Im Test haben wir in einem geschlossenen Raum mit lauter Musik von Led Zeppelin jenseits von 100 dB ein Telefonat geführt. Der Gesprächspartner hörte von der Musik rein gar nichts, lediglich unsere Stimme wirkte etwas dumpf dabei. Auch Windgeräusche werden effektiv herausgefiltert.

Technik

Wie schon der Vorgänger bieten die Freebuds Pro 4 sowohl einen planar-magnetischen als auch einen dynamischen 11-mm-Treiber für guten Klang. Mit einer Frequenz von 14 Hz bis 48 kHz decken die Treiber ein breites Klangspektrum ab. Enthalten ist auch ein Lagesensor, damit erkennen die Kopfhörer, wenn man sie aus dem Ohr herausnimmt. In diesem Fall stoppt die Wiedergabe automatisch. Das Feature kann über die App auch deaktiviert werden.

Die Freebuds unterstützen Bluetooth 5.2 und erlauben die Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig. Sie unterstützen zudem wie der Vorgänger neben SBC und AAC auch den LDAC-Codec, der eine hochwertige Musikübertragung per Bluetooth ermöglicht. Wer ein neues Huawei Smartphone nutzt, wie das Mate X6, kann auf den neuen hauseigenen Standard L2HC 4.0 zurückgreifen. Dieser bietet mit 48 kHz bei 24 Bit eine nahezu verlustfreie Übertragung mit 2,3 MB/s. Allerdings haben die wenigstens etwas von diesem High-End-Feature. Wir wollten es aber nicht unerwähnt lassen.

Bedienung & App

Die Bedienung der Freebuds ist einfach und erfordert keine zusätzliche App. Wegen der erweiterten Features und Einstellungsoptionen inklusive Software-Updates empfehlen wir diese dennoch. Hier hat man aufgrund der Sanktionen gegen Huawei als Android-Nutzer den Nachteil, dass man die App Huawei AI Life aus einer anderen Quelle installieren muss. Denn im Play Store findet man sie nicht – im App-Store von Apple hingegen schon.

Zum Koppeln öffnet man einfach den Ladecase-Deckel und hält die seitliche Taste gedrückt, bis die LED blinkt. Auf beiden Ohrhörern befindet sich eine Berührungsfläche, die man zusammendrücken kann. Einmaliges Drücken startet oder pausiert die Wiedergabe, zweimaliges Drücken springt man zum nächsten Titel, dreimaliges Drücken spielt den aktuellen Song von vorn. Hält man die Berührungsflächen länger gedrückt, aktiviert man den Transparenzmodus oder schaltet die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) aus. Allerdings sind die Flächen recht klein, deshalb bietet Huawei jetzt zusätzlich eine Tipp-Funktion auf dem Ohrstöpsel selbst an. Diese weicht allerdings ab: Doppeltes Tippen stoppt die Wiedergabe, dreifaches Tippen springt zum nächsten Song. In der App kann man die Belegung anpassen.

Ein sanftes Wischen der Berührungsfläche im Steg mit dem Finger nach oben oder unten erhöht oder verringert jeweils die Lautstärke. Die App bietet zudem zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten. So lassen sich verschiedene Klangprofile auswählen, etwa für Live-Musik, Stimmen, kräftigere Bässe oder klarere Höhen. Eine weitere nützliche Funktion ist der „Schlüsselfinder“ für die Kopfhörer: Auf Knopfdruck gibt ein lauter Ton den Standort der Ohrhörer preis. Außerdem ermöglicht die App das Aktualisieren der Firmware, sodass die Freebuds stets auf dem neuesten Stand bleiben.

Akku

Huawei hat an der Akkulaufzeit gefeilt: Die Freebuds Pro 4 halten nun bis zu 7 Stunden durch – eine Stunde länger als beim Vorgänger. Das ist ein ordentlicher Wert, aber auch nicht übermäßig lang. Das Ladecase bietet genügend Strom für rund 30 Stunden Wiedergabezeit, also etwas mehr als vier Ladevorgänge. Geladen wird ausschließlich per USB-C-Kabel.

Preis

Die UVP beträgt 199 Euro. Zum Marktstart bietet Huawei in seinem Shop einen Gutschein im Wert von 30 Euro, damit kosten die Top-In-Ears nur 169 Euro. Hierzu muss man sich mit der Huawei ID einloggen, den Gutschein hinzufügen und ihn dann im Warenkorb einlösen.

Fazit

Die Huawei Freebuds Pro 4 bieten exzellenten Klang, eine breite akustische Bühne und eine starke aktive Geräuschunterdrückung (ANC), die in den meisten Umgebungen zuverlässig arbeitet. Hervorzuheben ist die praktische Steuerung direkt an den Ohrhörern, mit der sich Titel und Lautstärke anpassen lassen. Beeindruckend ist das Telefonieren in extrem lauter Umgebung, das zuverlässig funktioniert. Auch das Design überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung und neuen Schaumstoffaufsätzen für mehr Tragekomfort.

Trotz der vielen Stärken gibt es kleinere Schwächen: Die Akkulaufzeit von bis zu 7 Stunden ist solide, könnte aber länger sein. Die glänzende Oberfläche ist anfällig für Fingerabdrücke. Zudem müssen Android-Nutzer die App manuell installieren. Preislich liegen die Freebuds Pro 4 auf vergleichbarem Niveau wie Modelle von Apple, Google oder Bose, bieten aber auch eine hervorragende Klangqualität und Ausstattung. In unseren Augen gehören sie zu den besten In-Ear-Kopfhörern mit ANC auf dem Markt.

Die Samsung Galaxy Buds 3 Pro versprechen hervorragende Hi-Fi-Klangqualität, lange Akkulaufzeit und KI-gestütztes Active Noise Cancelling. Was die Earbuds taugen, klären wir im Test.

VORTEILE
  • hervorragender Sound
  • gute Akkulaufzeit
  • hoher Tragekomfort
NACHTEILE
  • kein Multipoint
  • ANC verbesserungswürdig
  • einzelne Funktionen nur mit Galaxy-Smartphone

Die Samsung Galaxy Buds 3 Pro versprechen hervorragende Hi-Fi-Klangqualität, lange Akkulaufzeit und KI-gestütztes Active Noise Cancelling. Was die Earbuds taugen, klären wir im Test.

Mit der Pro-Version der Galaxy Buds 3 will Samsung eine Alternative zu Google Pixel Buds Pro 2 (Testbericht) und Apples Airpods Pro 2 bieten. Der südkoreanische Hersteller setzt dafür auf KI-Support, Zwei-Wege-Lautsprecher und Dual-Verstärker. Zudem sind die Samsung-Earbuds günstiger zu haben als ihr Google- und Apple-Äquivalent.

Wir haben die Galaxy Buds 3 Pro im Test genau unter die Lupe genommen und klären, was ihr für die Investition von aktuell gut 150 Euro bekommt. Dabei verraten wir euch auch, ob sich der Kauf lohnt oder ob ihr lieber zu Alternativen greifen solltet.

Design und Verarbeitung

Die Earbuds sind teilweise eckig und mit einer LED-Leiste ausgestattet, die als Bedienelement dient. Das verleiht den Kopfhörern Eleganz und einen ansprechenden Look.

Beim Ladecase geht Samsung eigene Wege: Die Hülle mit der durchsichtigen Klappe wirkt wie eine futuristische Kapsel – passend zum Design-Fokus der Galaxy-Marke. An der Vorderseite zeigt eine kleine LED den Ladestand. Ein USB-C-Anschluss an der Unterseite ermöglicht das Aufladen mit dem beiliegenden Kabel.

Die Verarbeitung von Ladecase und Earbuds überzeugt im Test. Das Case übersteht Stürze aus 1,5 Meter Höhe auf Fliesen ohne Schaden, allerdings können die Earbuds beim Aufprall herausfallen.

Tragekomfort

Beim Tragekomfort punkten die Galaxy Buds 3 Pro. Wie üblich liegen zwei Silikonaufsätze bei. Mit nur 5,4 Gramm sind die Earbuds so leicht, dass man sie kaum spürt, sitzen aber dennoch sicher im Ohr – ideal auch zum Joggen. Dank IP67-Zertifikation sind sie staub- und wassergeschützt, überstehen kurzes Eintauchen, sind jedoch nicht zum Schwimmen geeignet.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit beträgt ohne ANC bis zu 7 Stunden, mit ANC bis zu 6 Stunden. Mit dem vollständig geladenen Case erreicht man dann bis zu 30 Stunden, genauer gesagt 26 Stunden mit ANC. Im Test übertreffen die Buds diese Werte sogar um etwa 30 Minuten.

Bedienung

Während der Tragekomfort überzeugt, lässt die Bedienung zu wünschen übrig – sie ist wenig selbsterklärend und unpräzise. Theoretisch simpel: Kurz drücken am Steg startet oder pausiert die Wiedergabe, Streichen reguliert die Lautstärke, längeres Drücken aktiviert das ANC. In der Praxis wird es jedoch fummelig. Das Starten/Pausieren klappt zuverlässig, doch die Lautstärkeregelung frustriert: Oft pausiert man versehentlich oder die Eingabe wird nicht erkannt.

Den vollen Funktionsumfang gibt es nur mit der Android-App Samsung Wearable. Apple-Nutzer bleiben außen vor. Die App bietet jedoch viel: Passformprüfung, Suchfunktion, Steuerungsanpassung, Im-Ohr-Erkennung (Pausiert Wiedergabe beim Herausnehmen) und einen Equalizer mit Presets (Ausgeglichen, Bass Boost, Weich, Dynamisch, Klar, Treble Boost). Multipoint-Verbindung fehlt.

Galaxy-AI-Features wie verbesserte Geräuschunterdrückung oder KI-Dolmetscher gibt es nur mit Galaxy-Smartphones.

Klang

Beim Klang überzeugen die Buds 3 Pro. Podcasts, Hörbücher und Gespräche klingen klar, der Sound ist warm und angenehm. Hi-Fi-Sound? Auch hier top: Im ausgewogenen Profil glänzen Höhen und Bässe, etwa bei Dire Straits’ „You And Your Friend“ oder Michael Jacksons „Billie Jean“. Für die Preisklasse ein starkes Klangerlebnis.

Die Geräuschunterdrückung (ANC) ist solide, aber nicht perfekt. Über die App lässt sich die Stärke regeln, doch nur auf Maximum filtert sie gut. Tastaturgeräusche bleiben hörbar, ein TV in zwei Metern Entfernung wird bei geringer Lautstärke gedämpft.

Preis

Zum Testzeitpunkt gibt es die Buds 3 Pro für 159 Euro etwa bei Galaxus.de.

Fazit

Die Samsung Galaxy Buds 3 Pro machen viel richtig. Sie bieten tollen Klang, gute Akkulaufzeit, umfangreiche App, hohen Tragekomfort und prima Verarbeitung. Damit wären sie die fast perfekten Alltagsbegleiter – wären da nicht ein paar Schwächen. Galaxy-exklusive Features und die Android-Beschränkung nerven, Multipoint fehlt und die Bedienung ist beim Sport hakelig. Alternativen wie die Google Pixel Buds Pro 2 (Testbericht) oder Teufel Real Blue TWS 3 zeigen, wie es besser geht.

Die In-Ear-Kopfhörer Bowers & Wilkins Pi7 S2 klingen dank aptX Adaptive nicht nur richtig gut, ihr Ladecase dient gleichzeitig als Bluetooth-Dongle. Wie das genau funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE
  • Bluetooth-Sender im Ladecase
  • angenehmer, guter Klang, aptX Adaptive
  • kein Trittschall
  • leicht, schick und unauffällig
NACHTEILE
  • Transparenz-Modus nur über App steuerbar
  • kein Multipoint
  • teuer

Die In-Ear-Kopfhörer Bowers & Wilkins Pi7 S2 klingen dank aptX Adaptive nicht nur richtig gut, ihr Ladecase dient gleichzeitig als Bluetooth-Dongle. Wie das genau funktioniert, zeigt der Test.

Nach dem sehr überzeugenden Over-Ear-Kopfhörer Bowers & Wilkins Px7 (Testbericht) und der noch überzeugenderen High-End-Ausführung Bowers & Wilkins Px8 (Testbericht) hat Bowers & Wilkins nun auch seine Earbud-Modelle in die 2. Generation geschickt und dabei laut eigenen Angaben unter anderem Laufzeit und Funkreichweite erhöht.

Zudem verstehen die Bowers & Wilkins Pi7 S2 den sehr guten Übertragungs-Codec aptX Adaptive und ihr Ladecase lässt sich über ein Kabel etwa an Computern oder Spielekonsolen anstöpseln, um anschließend den Sound per Bluetooth an die Earbuds zu übertragen.

Einen Haken der Pi7 S2 vorneweg: Sie sind, typisch für Bowers & Wilkins, teuer. Ob sie sich trotz des recht hohen Preises dennoch lohnen, zeigen wir im Testbericht.

Ausstattung, Installation und Betrieb

In-Ear-Kopfhörer sind meist eher unauffällige Plastikteile. Bowers & Wilkins hat seinen Modellen dagegen eine schicke Metallkappe spendiert. Die Earbuds bringen trotzdem nur 6 g auf die Waage. Auf große Logos wird verzichtet, nur ein unauffälliger Schriftzug ziert die Kappe. Auch der Rest sieht gut aus, es gibt den Pi7 S2 in der getesteten Farbvariante Satin Black, außerdem sind Canvas White und Midnight Blue verfügbar.

Bowers & Wilkins Pi7 S2

Neben den beiden Earbuds werden farblich passende Silikon-Ohrpolster in drei Größen, die Transport- und Ladebox sowie zwei Kabel mitgeliefert. Beide Kabel können am USB-C-Port der Ladebox angeschlossen werden. Eins ist zum Laden über USB-C mit zwei gleichen Steckern bestückt, das andere dient dem Anschluss analoger Quellen über 3,5-mm-Klinkenstecker.

Eine geniale Lösung ist allerdings, dass die Ladebox gleichzeitig als Bluetooth-Sender dienen kann. Damit können die In-Ears auch mit Geräten ohne Bluetooth wie einem Desktop-PC genutzt werden. Dazu wird beim Anschluss mit einem geeigneten USB-C- auf USB-A-Kabel an den PC das Signal digital dort abgegriffen – der Kopfhörer respektive die Ladebox meldet sich als eigene 24-Bit-Soundkarte an. Gleichzeitig wird die Ladebox so auch geladen. Dies entfällt zwar bei analogen Quellen, doch auch diese können so drahtlos angekoppelt werden.

Andere Bluetooth-Kopfhörer lassen sich allerdings nicht koppeln – nur die Pi7 S2. Man spart sich so jedoch das Beschaffen eines separaten Bluetooth-Senders mit aptX, wenn man etwas anderes als ein Smartphone oder Tablet koppeln will. Wer will, kann jedoch auch zu externen Lösungen greifen. Mehr dazu in unserer Bestenliste Top 10 Bluetooth: Audio-Adapter für Auto, Heimkino & PC ab 9 Euro.

Mit dem Berühren der Metallkappen kann links ANC ein- und ausgeschaltet und rechts ein Sprachassistent am Smartphone bedient werden. Über Wischgesten ist noch mehr möglich, wie das Annehmen von Anrufen und das Überspringen oder Wiederholen von Titeln. Lauter/leiser oder Transparenz ein/aus sind allerdings nicht möglich.

Das Bluetooth-Koppeln ist per Smartphone-Einstellungsmenü ebenso wie mit der Bowers & Wilkins Musik-App möglich. Diese läuft auch auf älteren Android-Geräten wie dem MP3-Spieler Onkyo DP-X1. Leider ist es nicht möglich, mit diesem eine Bluetooth-Audio-Verbindung aufzubauen. Nur die App kann den Pi7 S2 über Bluetooth erreichen, doch nicht selbst den Ton übertragen. Multipoint – das gleichzeitige Koppeln eines Musikspielers und eines Telefons oder PC und Telefon – ist nicht vorgesehen.

Die Musik-App bietet für die Bowers-&-Wilkins-Kopfhörer zwar mehr als für den Multiroom-Lautsprecher Bowers & Wilkins Zeppelin (Testbericht), jedoch bei den In-Ears weniger als bei den Over-Ears: Eine Equalizer-Funktion gibt es hier nicht, nur die Steuerung von ANC und Transparenz-Modus, eine Anzeige des Ladezustands von Kopfhörer und Case in Prozent und das Streaming direkt aus der App.

Bei Tune-In klappt dies allerdings noch nicht – ruft man hier in der App oder die gespeicherten Shortcuts seiner Lieblingsstationen auf, liefert sie eine Fehlermeldung. Warum auch immer, kann man Tune-In via App bislang nur auf B&W-Lautsprechern, jedoch nicht B&W-Kopfhörern nutzen. Allerdings könnte Tune-In für einen Kopfhörer zumindest zu Hause am WLAN auch nicht die beste Lösung sein, weil der Dienst auf geringe Datenraten ausgelegt ist, die auf dem Pi7 S2 hörbar werden. Es ist aber ohne Probleme möglich, Tune-In normal aufzurufen und den Kopfhörer damit zu bespielen.

Da sich die beiden In-Ears untereinander koppeln, docken sie zuverlässig gemeinsam in Stereo an. Man hat nicht wie bei einigen anderen Earbuds das Problem, dass ohne App sich nur entweder der linke oder der rechte verbinden will. Allerdings bedeutet dies auch, dass ein gewollter Single Mode in Mono auf einem Ohr nicht möglich ist, beispielsweise um nur mit einem Ohrhörer zu hören und den Zweiten im Ladecase nachzuladen und so zum Nachladen nicht komplett unterbrechen zu müssen.

Fünf Stunden sollen die Pi7 S2 mit einer Akkuladung laufen. Im Test war bei aktivem ANC schon nach vier Stunden Schluss. Nach 15 Minuten Laden gehen weitere zwei Stunden, insgesamt soll das Ladecase bis zu 16 Stunden Betrieb ermöglichen, bevor es selbst nachzuladen ist.

Tragekomfort

Die beiden Earbuds sind recht unauffällig, nur mit einem weißen L und R auf der Innenseite bedruckt. Hier muss man genau hinsehen – vertauscht passen sie nicht. Man spürt dies recht schnell, da sie richtig eingesetzt sehr gut ins Ohr gleiten und dann mit dem richtigen Silikonpolster auch fest sitzen.

Lästig werden einem die In-Ears im Gegensatz zu den Over-Ear-Modellen von Bowers & Wilkins auch nach vier Stunden im Dauerbetrieb nicht. Gerade für stundenlange Nutzung sind sie eine sinnvolle Alternative.

Bowers & Wilkins Pi7 S2

Beim Spazierengehen gibt es auch keine Probleme, die Earbuds sitzen fest im Ohr und im Gegensatz zum günstigeren Pi5 S2 gibt es auch keine Trittschall-Probleme. Die Bowers & Wilkins Pi7 S2 sind für kleine und große Ohren geeignet und nicht unauffällig, aber schick.

Klang und ANC

Während die günstigeren Bowers & Wilkins Pi5 S2 nur einen Treiber pro Ohr und das einfache aptX bieten, handelt es sich beim Bowers & Wilkins Pi7 S2 um ein Zweiweg-System mit 9,2-mm-Treiber, einem Balanced-Armature-Hochtöner und zwei getrennten Verstärkerzweigen pro Ohrhörer. Das hört man. Der Klang ist ausgewogen und intensiv – von Bass bis Höhen mit klaren Mitten und ohne Dröhnen oder Zischen. Dank aptX Adaptive ist auch hochqualitative 24-Bit-Übertragung mit einem geeigneten Smartphone möglich – ein Unterschied zu einer Kabelverbindung ist kaum noch hörbar.

Die Klangqualität wird von diesen Umschaltungen nicht beeinflusst. Drei Mikrofone pro Kopfhörer sorgen für effizientes ANC und gute Wiedergabe der eigenen Stimme in Gesprächen. Man kann also nicht nur Musik hören mit dem Pi7 S2, sondern ihn auch in Telefonaten und Videokonferenzen benutzen. Eine effiziente Absenkung der Umgebungsgeräusche ist sowohl beim Bahnfahren, im Büro als auch auf der Straße gegeben, wenn auch nicht auf dem Level der Bose QC Earbuds II (Testbericht).

Bowers & Wilkins Pi7 S2

Preis

Mit knapp 250 Euro zählt der Bowers & Wilkins Pi7 S2 zu den teuersten In-Ear-Kopfhörern. Da die In-Ears erst seit Kurzem erhältlich sind, liegt der Straßenpreis aktuell nur knapp unter der Preisempfehlung des Herstellers.

Fazit

Der Bowers & Wilkins Pi7 S2 ist ein hochwertiger und schicker In-Ear-Kopfhörer, den man auch ohne Pause den ganzen Tag tragen könnte, wenn er nicht nach vier Stunden nachgeladen werden müsste. Er erspart mit dem mitgelieferten, aus dem Ladecase-Akku betriebenen Bluetooth-Sender die Anschaffung und Versorgung eines separaten, aptX-tauglichen Bluetooth-Senders. Eine noch höhere Betriebszeit, Lautstärke- oder Transparenzmodus-Steuerung am Ohrhörer vermissen wir allerdings ebenso wie Single-Mode.

Vor der Anschaffung sollte man sich also darüber im Klaren sein, ob man ein Earbud-System haben und regelmäßig nutzen will und ob es dann solch eine doch hohe Ausgabe sein muss. Dann allerdings ist man hier goldrichtig: Der Pi7 S2 ist im Büro sogar für Webinare und Videokonferenzen am Desktop-PC geeignet. Die 100 Euro mehr gegenüber dem Pi5 S2 sind gut angelegt für besseren Sound und den eigenen Bluetooth-Sender, der den Kopfhörer auch an Quellen ohne Bluetooth nutzbar macht.

Alternativ können wir die Bose QC Earbuds II (Testbericht) empfehlen. Aber auch die Pixel Buds Pro (Testbericht) und die JBL Tour Pro 2 (Testbericht) sind richtig gut.

Die JBL Reflect Aero TWS überzeugen nicht nur als Sport-Kopfhörer, sondern machen auch im Alltag eine Top-Figur. Warum das Konzept von JBL aufgeht, zeigen wir im ausführlichen Testbericht.

VORTEILE
  • toller Sound
  • fester Sitz
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • IP68-Zertifizierung
NACHTEILE
  • kein aptX-Codec
  • windanfällig beim Telefonieren

Die JBL Reflect Aero TWS überzeugen nicht nur als Sport-Kopfhörer, sondern machen auch im Alltag eine Top-Figur. Warum das Konzept von JBL aufgeht, zeigen wir im ausführlichen Testbericht.

Ein echter Allrounder für den Alltag muss heutzutage viel mehr bieten als noch vor einigen Jahren. Neben einer aktiven Geräuschunterdrückung ist vor allem auch eine gewisse Sporttauglichkeit zum Must-have geworden. Getreu nach dem Motto: ein Kopfhörer für wirklich alle Situationen.

Die True-Wireless-In-Ears Reflect Aero von JBL gehören genau in diese Kategorie und bringen beim Blick aufs Datenblatt auch alles Notwendige mit. Sie bieten eine adaptive Geräuschunterdrückung sowie einen Aware-Modus, sind vor Staub und Wasser geschützt, der Akku hält überdurchschnittlich lange und für einen besseren Halt gibt es Silikonflügel. Fehlen nur noch ein prüfender Blick und zwei lauschende Ohren, um zu testen, ob das Zusammenspiel auch in der Praxis überzeugt.

JBL Reflect Aero TWS

Design und Tragekomfort

Der JBL Reflect Aero hat optisch starke Ähnlichkeit zu den Reflect Flow (Testbericht) – genauer gesagt dessen modernisierte Revision Reflect Flow Pro. Das abgerundete Design wirkt homogen, aber auch ein wenig bullig. Neben dem obligatorischen Ohrstöpsel ist außerdem ein markanter Ohrflügel aus Silikon für zusätzlichen Halt angebracht. Stöpsel wie auch Flügel sind austauschbar. Der wohl größte Blickfang ist das in Silber gerahmte JBL-Logo an der Außenseite, hinter dem sich die Touch-Sensoren befinden. Der Reflect Aero ist in vier Farben erhältlich: Weiß, Schwarz, Mint und Blau.

In Sachen Verarbeitungsqualität gibt es bei JBLs In-Ears nichts zu beanstanden. Lediglich die farblich angepasste Ladebox mit praktischer Schlaufe schaut für unseren Geschmack ein wenig zu viel nach voller Plastik-Dröhnung aus – und wirkt deshalb nicht ganz so hochwertig wie die Kopfhörer selbst.

Die beiden Earbuds liegen mit jeweils rund 6,7 g zwar verhältnismäßig schwer, aber überraschend angenehm und sicher in den Ohren. Vorausgesetzt, der Sitz wurde über die Silikon-Aufsätze entsprechend optimiert. Diese sind in unterschiedlichen Größen beigelegt. Ansonsten reicht schon ein zu kleiner Flügel oder ein zu großer Stöpsel für einen unsicheren Halt. Hier ist Feintuning definitiv Pflicht. Wird alles passend aufgezogen, holt die Earbuds dann aber so schnell nichts mehr aus den Ohren. Erst bei sehr starkem Kopfschütteln oder einem Handstand kann es kritisch werden. Für die meisten Sportarten ist der Reflect Aero also geeignet, zumal er nach IP68 zuverlässig vor Staub und Wasser geschützt ist – perfekt für Outdoor-Sport!

JBL Reflect Aero TWS

Ausstattung und Bedienung

Zu Ladecase und Earbuds gesellen sich an Zubehör ein kurzes USB-C-Ladekabel sowie eine Auswahl an Ohrstöpseln und -Flügeln in jeweils drei Größen. Das ist etwas dürftig, aber okay. Begeistert sind wir hingegen von JBLs fantastischer Begleit-App: Vom ersten Koppeln über die Einrichtung hin zum Detail-Tuning verläuft hier alles schön übersichtlich und wie am Schnürchen.

Da wäre etwa eine kurze Einführung, bei der die Passform getestet, die Gehörgänge ausgemessen und anschließend der ANC-Effekt individuell optimiert wird. Anschließend kann man sich in den vielen Einstellungsmöglichkeiten etwas austoben: Zu unseren Favoriten zählt das Feintuning von ANC- und Aware-Modus, nützliche Energiespar-Funktionen sowie ein Equalizer mit fünf Presets (Jazz, Vocal, Bass, Club und Studio) und der Möglichkeit, beliebig viele individuelle Presets hinzuzufügen.

Die Bedienung über Touch-Gesten klappt einwandfrei und lässt sich über die App anpassen. Dort kann auf Wunsch auch der Sprachassistent gewechselt werden. Zur Auswahl stehen Siri und Alexa. Grundsätzlich zählt die JBL-App zu den besten und umfangreichsten, die wir uns bislang anschauen konnten. Sogar die Sprache der Ansagen kann geändert werden – beispielsweise von Deutsch auf Englisch. Ebenfalls praktisch: Über die Voiceaware-Funktion lässt sich die eigene Stimme beim Telefonieren einspielen. Und geht ein Ohrstöpsel mal verloren, kann er über die App einen lauten Signalton von sich geben und so besser gefunden werden.

Technik und Akkuleistung

Das Herzstück des Reflect Aero ist ein dynamischer 6,8-mm-Treiber, der den von JBL gern umworbenen „Signature Sound“ möglichst prägnant wiedergeben soll. Übertragen wird per Bluetooth 5.2. An Codecs kommen SBC und AAC zum Einsatz. Ein besserer Codec für Android-Smartphones, wie aptX oder LDAC, fehlt indes. Besondere Features finden sich, neben dem bereits erwähnten ANC- und Aware-Modus, zum Beispiel in der Trageerkennung oder einem speziellen Video-Modus, der über die App aktiviert werden kann und für eine weitaus bessere Latenz sorgt.

Bei der Akku-Performance zeigt sich der Reflect Aero sportlich: Mit bis zu acht Stunden bei ausgeschaltetem ANC läuft er im Vergleich zu anderen TWS-Sportkopfhörern an der Spitze mit. Ist das adaptive Noise-Cancelling eingeschaltet, sind es bis zu sieben Stunden. Insgesamt sind rund 24 Stunden Laufzeit über die Ladebox möglich, die leider kein Qi-Charging unterstützt – dafür aber die Ohrhörer schon nach 15 Minuten wieder für etwa 4 Stunden aufgeladen hat. Ein echter Sprinter!

Klangqualität und ANC

Wir hätten uns schon sehr gewundert, wenn der JBL Reflect Aero TWS mit seinen 6,8-mm-Treibern beim Sound nicht abliefern würde. Gerade auf dem iPhone im Verbund mit dem AAC-Codec ist das Klangbild ein kleiner Ohrenschmaus, wobei wir vorher ein wenig Feintuning über den Equalizer vorgenommen haben. Die fünf vordefinierten Presets klingen nämlich häufig eher unpassend.

Wer gern querbeet über verschiedene Genres hört, legt besser selbst Hand an. Im Allgemeinen ist der Reflect Aero warm abgestimmt und etwas basslastig, aber ohne überlagernd zu wirken. Alles in allem eine tolle Performance mit Blick auf das Preissegment ab 120 Euro. Wir sind sehr zufrieden.

Bei der Sprachqualität findet sich hingegen ein kleines Manko: An sich geht sie in Ordnung. Kommt allerdings Wind ins Spiel, haben die insgesamt sechs Mikrofone schnell ihre Probleme damit. Da hilft auch die adaptive Geräuschunterdrückung nicht.

Generell profitieren die JBL Reflect Aero von einer guten passiven Grundabschirmung. Ist der ANC-Modus aktiviert, werden vor allem tiefe und monotone Störgeräusche gut ausgeblendet. Stimmen oder generell hohe Töne werden jedoch lediglich leicht abgedämpft. Im Café hat man damit also nicht wirklich seine Ruhe. ANC-In-Ears von Bose, Sony oder Apple arbeiten hier fortschrittlicher, wie die Bose QC Earbuds II (Testbericht) – die kosten aber auch mitunter das Doppelte. Das gleiche Verhältnis gilt übrigens auch für den Aware-Modus: Er arbeitet okay und erfüllt seinen Zweck, zählt aber nicht zur Spitzenklasse.

Preis

Die Preisempfehlung von JBL für den Reflect Aero liegt bei 149 Euro. Auf dem Markt sind sie aktuell etwa bei Cyberport für 115 Euro zu haben.

Fazit

Tatsächlich gibt sich der JBL Reflect Aero TWS als sportlicher Allrounder kaum eine Blöße und bietet im Segment ab 115 Euro ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Verarbeitung und Tragekomfort stimmen, der Sound und die Akkuleistung sind toll – und auch bei den Features ist fast alles Wünschenswerte dabei. Wären jetzt noch ein aptX- oder LDAC-Codec für Android-Geräte, ein paar mehr Gummi-Aufsätze und vielleicht auch noch Qi-Charging mit an Bord, gäbe es im Grunde wirklich gar nichts mehr zu beanstanden.

Die LG Tone Free T90S wollen mit bestem Klang, zuverlässigem ANC und nützlichen Funktionen wie UV-Reinigung im Ladecase punkten. Wie gut das gelingt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • klein, leicht, schick
  • hochwertiges ANC
  • UV-Reinigung
  • Audioquellen über Kabel
NACHTEILE
  • teuer
  • durchschnittliche Akkulaufzeit

Die LG Tone Free T90S wollen mit bestem Klang, zuverlässigem ANC und nützlichen Funktionen wie UV-Reinigung im Ladecase punkten. Wie gut das gelingt, zeigt der Test.

Wer die besten In-Ear-Kopfhörer will, muss um die 200 Euro ausgeben, wie unsere Bestenliste In-Ear-Kopfhörer zeigt. Dazu gehören die Apple Airpods Pro 2 (Testbericht), die Bose Quietcomfort Earbuds II (Testbericht) und die Sennheiser Momentum True Wireless 3 (Testbericht). In der gleichen Liga wollen auch die LG Tone Free T90S spielen. Zumindest preislich ist das gelungen, die LG-In-Ears kosten aktuell über 220 Euro.

LG will sich mit Funktionen wie einer UV-Reinigung der Earbuds im Ladecase, der Möglichkeit einer kabelgebundenen Audio-Übertragung von Endgerät zu Ladecase und Dolby Atmos Head Tracking mit Virtual Sound von der starken Konkurrenz abheben. Ob die T90S auch besten Sound, effizientes ANC, einen hohen Tragekomfort und eine lange Akkulaufzeit bieten, soll dieser Test zeigen.

Die Highlights der LG Tone Free T90S

  • UV-Reinigung der In-Ear im Ladecase
  • Audio-Wiedergabe über 3,5-mm-Klinkenstecker oder USB-C
  • guter Halt, kleine Bauform
  • sinnvolle App

Wer viel Wert auf Hygiene legt oder empfindliche Ohren hat, für den könnte die automatische UV-Reinigung der Kopfhörer im Ladecase ein echter Kaufgrund sein. Auch die Möglichkeit, Audioquellen über Kabel mit der Ladeschale zu verbinden, kann in einigen Situationen sinnvoll sein. So lässt sich etwa ein alter Fernseher ohne Bluetooth mit den True Wireless Kopfhörern verbinden. Zudem überzeugt uns im Test die umfangreiche App, die schicke und schmale Bauform und der gute Sitz im Ohr. Dieser kann jedoch von Ohr zu Ohr variieren.

LG Tone Free T90S

Optik & Verarbeitung

Die LG Tone Free T90S kommen in Weiß und Schwarz. Uns liegt die weiße Variante vor, die uns ausgesprochen gut gefällt. Das liegt zum einen am matten Finish. Aber auch der schmale Formfaktor der Earbuds (21,6 × 21,9 × 24,2 mm, 5,7 g) und des Ladecases (65,0 × 29,9 × 32,6 mm, 43 g) ist ein echter Vorteil. Als kleiner optischer Hingucker bringt LG an der Sichtseite der In-Ears einen halbmondförmigen Grill an, hinter dem sich das äußere ANC-Mikrofon versteckt. Sollte einer der kleinen Earbuds mal in der Couch-Ritze verschwinden, kann es über die App ein Tonsignal von sich geben. Dieses ist jedoch nicht besonders laut. Auch darf der Earbud nicht leer sein.

Bezüglich der Verarbeitung befinden sich die LG Tone Free T90S auf höchstem Niveau. Die Ohrteile erwecken nicht den Eindruck, als würde ihnen ein Sturz viel ausmachen. Das Öffnen und Schließen des Ladecases hinterlässt dank Magneten und einer straffen Feder ein befriedigendes Gefühl. Die In-Ear-Kopfhörer kommen mit einer IPX4-Zertifizierung gegen Spritzwasser. Damit sollte Schweiß kein Problem sein.

Ladecase mit UV-Reinigung und Audio-Transmitter

Das Ladecase kommt gleich mit zwei Besonderheiten. Zum einen versteht analoge und digitale kabelgebundene Quellen, ähnlich macht es die Bowers & Wilkins Pi7 S2 (Testbericht). Dafür legt LG den T90S ein USB-C- auf USB-C-Kabel und ein 3,5-mm-Klinkenstecker auf USB-C-Kabel bei. Der Nutzer verbindet das Case nun über USB-C oder Klinkenstecker mit der Audio-Quelle, legt den Schiebeschalter am Case um und schon geben die T90S das Audiosignal wieder – ganz ohne Bluetooth.

Außerdem reinigt das Ladecase die Earbuds mit UV-Licht – das dauert etwa 10 Minuten. Danach sollen 99,9 Prozent weniger Bakterien an den Earbuds sein. Öffnet man das Ladecase während des Reinigungsvorgangs, leuchtet es blau. Dies ist jedoch nur ein Stimmungslicht und hat nichts mit der tatsächlichen Reinigung über das unsichtbare UV-LED-Licht zu tun. Ein zusätzliches Hygiene-Feature stellt die Verwendung von kleinen, wechselbaren Schwämmen dar, die zwischen dem Silikonaufsatz und den Earbuds liegen. Dieser soll verhindern, dass sich Schmutz an den Earbuds festsetzt.

App

Die App LG Tone Free ist übersichtlich und mächtig. Über sie kann der Nutzer den Klang über Presets anpassen, im Ambient-Modus Stimmen betonen, die Touch-Bedienung an den Earbuds ändern, einen Kopfhörer suchen, im Spielmodus die Latenz verringern sowie Multipoint und Dolby Head Tracking aktivieren.

Zusätzlich gibt es einen Flüstermodus. Hier nimmt man während eines Telefonats den rechten Kopfhörer aus dem Ohr und nutzt ihn leise sprechend als Mikrofon. Das erschwert es Umstehenden, dem Gespräch zu lauschen.

Klang

Wir testen den Klang der T90S zunächst ohne Preset und ohne Dolby-Anpassung. Dabei geben die In-Ears den Klang sauber an das Ohr weiter. Für unser persönliches Hörempfinden ist der Bass etwas unterrepräsentiert, wir ziehen ihnen den warmen und vollen Klang der Bose Quietcomfort Earbuds II (Testbericht) vor. Schön: Auch bei höherer Lautstärke vermatscht der Klang nicht, die einzelnen Instrumenten und Stimmen sind stets klar voneinander zu unterscheiden. Mit aktiviertem Presets, etwa dem Bass Boost, gefällt uns der Sound bei vielen Pop- und Alternative-Songs besser.

Die App erlaubt zudem, Dolby Head Tracking mit Virtual Sound zu aktivieren. Damit erhält der Klang eine Richtung, kommt beispielsweise von vorn. Bewegungssensoren erfassen dann etwa das Neigen des Kopfs und passen die Richtung des Klangs entsprechend an. Dies kann etwa bei Podcasts oder einem Film sinnvoll sein. Beim Musikhören vor dem Rechner empfinden wir diese Funktion eher als störend und schalten sie nach 30 Minuten wieder ab.

Die Telefoniefunktion macht im Test keine Probleme. Das Gegenüber versteht uns klar und laut. Auch Umgebungsgeräusche filtern die T90S zuverlässig heraus.

LG Tone Free T90S

ANC

Die aktive Geräuschunterdrückung ist richtig gut. Sie filtert tiefe Frequenzen zuverlässig heraus und befindet etwa auf dem Niveau der Sennheiser Momentum True Wireless 3 (Testbericht). Ein leichtes Grundrauschen ist bei aktiviertem ANC hörbar, stört aber kaum. Im Ambient-Mode sind Außengeräusche gut wahrnehmbar. Sie klingen jedoch nicht so natürlich wie bei den Apple Airpods Pro 2 (Testbericht) und den Bose Quietcomfort Earbuds II (Testbericht).

Akku

LG gibt bei aktiviertem ANC und mittlerer Lautstärke eine Akkulaufzeit von fünf Stunden an. Dies können wir im Test knapp bestätigen. Ohne ANC sollen die T90S neun Stunden lang durchhalten. Das Case kann die Earbuds dreimal wieder aufladen. Damit liegen sie etwa im Mittelfeld. Geladen wird das Case über USB-C oder kabellos über Qi.

Preis

Die LG Tone Free T90S kosten 149 Euro bei Amazon.

Fazit

Die LG Tone Free T90S sind richtig gute Kopfhörer. Sie sind klein, leicht und hervorragend verarbeitet, sitzen sicher im Ohr, bieten ein effizientes ANC, neutralen Klang und eine sinnvolle App mit vielen Zusatzfunktionen. Außerdem können Audioquellen ohne Bluetooth über Kabel mit dem Ladecase verbunden werden. Als Alleinstellungsmerkmal bieten die T90S eine Reinigung der Earbuds im Ladecase über UV-LED-Licht.

Zu meckern haben wir nur wenig. Da wäre zum einen der Klang. Dieser ist zwar gut und neutral. Auch kann er über Presets angepasst werden. Doch so wirklich vom Hocker reißt er uns nicht. Daran kann Dolby Head Tracking nichts ändern, auch wenn diese Funktion zumindest bei Filmen und ähnlichem ihre Daseinsberechtigung hat. Zudem ist die Akkulaufzeit nicht überragend und der Preis mit aktuell 220 Euro zu hoch.

ZUSÄTZLICH GETESTET
Huawei Freebuds 6
Teufel Real Blue TWS 3
Google Pixel Buds Pro
Sony WF-1000XM4
Huawei Freebuds 5i
Google Pixel Buds 2a
Soundcore P40i
Sennheiser Momentum True Wireless 2
Jabra Elite 8 Active im Test
Belkin Soundform Motion
Huawei Freebuds Pro 3
Sennheiser Sport True Wireless
Teufel Airy TWS 2
Teufel Airy TWS 2
JLab Go Air Sport
Samsung Galaxy Buds FE
Galaxy Buds 2 Pro
Bose QC Earbuds II
Sennheiser Momentum True Wireless 4
Huawei Freebuds 7i
Earfun Free Pro 3
Apples Airpods Pro 2
Lamax Dots 3 ANC
Huawei Freebuds i4
Earfun Air 2
Bowers & Wilkins Pi8