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Top 10: Die besten Mähroboter ohne Begrenzungskabel im Test

Ecovacs Goat A3000 Lidar: Dank eines Dual-Lidar-Navigationssystems kommt Ecovacs’ Spitzenmodell ohne Satellitennavigation und Begrenzungsdraht aus.

Kurz vor dem Winter sinken die Preise für Mähroboter auf historische Tiefststände. Wer jetzt kauft, spart bis zu 50 Prozent. Wir zeigen die besten Angebote.

Einen Mähroboter kurz vor dem Winter zu kaufen, klingt erst einmal absurd. Schließlich kann man das Gerät in den nächsten Monaten nicht verwenden. Doch es gibt einen triftigen Grund, in den nächsten Tagen ein passendes Modell zu erwerben: den Preis. Schon kurz vor dem Beginn der Black Week, die mit dem Black Friday und Cyber Monday Anfang Dezember endet, sind die Preise für aktuelle Top-Modelle stark gefallen, sodass man im Vergleich zum Marktstart der Geräte im Frühjahr erheblich sparen kann. Zwar sind viele Modelle nicht mehr so günstig wie zur Black Week, doch einige Schnäppchen sind noch immer dabei.

Sicher kommen im Frühjahr 2026 neue, technisch verbesserte Modelle auf den Markt. Doch der Unterschied zu den bislang erhältlichen Varianten dürfte nach den Entwicklungsschritten der letzten Jahre eher marginal ausfallen. Ein 2025er-Top-Modell ist sicher auch die nächsten Jahre noch konkurrenzfähig. Und ob es die im Frühjahr 2026 zu den jetzt aufgerufenen Preisen noch verfügbar sind, ist fraglich.

Hier sind die Gründe, warum sich ein Kauf jetzt lohnt:

  • Deutlich reduzierte Preise: Während der Black Week werden die Top-Modelle der Saison oft so günstig angeboten wie nie zuvor im Jahr.
  • Frühling vorbereitet: Wer im Winter kauft, ist perfekt für die nächste Gartensaison ausgestattet und muss nicht unter Zeitdruck im Frühling einkaufen.
  • Größere Auswahl: Es gibt eine bessere Verfügbarkeit der beliebtesten Modelle, im Gegensatz zu Lieferengpässen und ausverkauften Artikeln zur Hauptsaison.

Attraktive Angebote

Wie jedes Jahr im Herbst locken die Hersteller zum Saisonende mit attraktiven Angeboten. Aktuelle Top-Modelle gibt es oft zum besten Preis des Jahres. Die folgende Liste werden wir daher in den nächsten zwei Wochen bei Bedarf täglich aktualisieren (Tiefstpreise sind in Rot hinterlegt).

Ecovacs Goat A3000 Lidar: Dank eines Dual-Lidar-Navigationssystems kommt Ecovacs’ Spitzenmodell ohne Satellitennavigation und Begrenzungsdraht aus.

Welcher ist der beste Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

Wir zeigen in Form dieser Bestenliste, welche Mähroboter ohne Begrenzungsdraht wir für die besten aus unseren Tests halten, und erklären beim jeweiligen Gerät, wie wir zu dieser Einschätzung kommen. Bislang haben wir weit über 30 Modelle getestet.

Nur weil Roboter A bei uns auf dem ersten und Roboter B auf dem letzten Platz steht, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Reihenfolge auf jeden Anwendungsfall zutrifft. Während RTK-Modelle auf offenen Flächen mit optimalem Satellitenempfang perfekt funktionieren, sind sie auf einer Rasenfläche zwischen hohen Gebäuden und Bäumen Lidar-basierten Mährobotern wie Ecovacs Goat A3000 Lidar (Testbericht), Dreame A2 (Testbericht), Hookii Neomow X (Testbericht) und Mammotion Luba Mini AWD Lidar (Testbericht) unterlegen.

Lidar-Modelle hingegen benötigen Hindernisse, damit sie fehlerfrei navigieren können. Ein größerer Garten kann problematisch sein. Das Beste wäre eine Kombination aus RTK und Lidar. Und genau das bietet der Mammotion Luba Mini AWD Lidar (Testbericht). Das Allrad-Modell integriert neben einem Lidar-Modul einen GPS-Empfänger. Wer keine RTK-Antenne installiert hat, kann Satellitendaten über den Mammotion-Service iNavi per WLAN oder 4G beziehen.

Wer einen Mähroboter mit hoher Mähleistung wünscht, greift zu Modellen mit besonders großer Schnittbreite: Hier ist der Luba 2 AWD (Testbericht) mit 40 cm führend, gefolgt vom Sunseeker X7 (Testbericht) mit 35 cm, den Ecovacs-Modellen Goat A3000 Lidar (Testbericht) sowie Goat A1600 RTK (Testbericht) mit 33 cm. Auch der Yuka 2000 (Testbericht) geht mit einer Schnittbreite von 33 cm zügig zu Werke.

In unserer Bestenliste ordnen wir möglichst umfassend ein. Wir bevorzugen in der Regel Mähroboter mit großem Funktionsumfang und zuverlässiger Leistung. Günstige Geräte ohne besondere Stärken folgen entsprechend weiter hinten. Grundsätzlich gilt: Preis und Verfügbarkeit unterliegen Schwankungen – jede Aktualisierung der Bestenliste ist daher eine Momentaufnahme.

KURZÜBERSICHT

Ecovacs Goat A3000 Lidar

Der Ecovacs A3000 Lidar navigiert dank Lidarsensoren zentimetergenau und schneidet den Rasen mit einer Schnittbreite von 33 cm gleichmäßig und effizient. Und an den Kanten mit Begrenzungssteinen bleibt nur ein Bereich von 5 cm stehen. Für große Rasenflächen bis 3.000 m² ist der Ecovacs A3000 Lidar eine Top-Wahl. Er kommt komplett ohne Begrenzungskabel aus und navigiert auch in komplexen Gärten zuverlässig.

VORTEILE
  • Für Rasenfläche bis 3000 m² geeignet, Mähleistung bis 400 m²/h
  • Schnellladung mit 45 Minuten
  • Genaue Navigation dank Lidarsensoren, nicht auf Satellitendaten angewiesen
  • Einfache Inbetriebnahme und Konfiguration dank toller App
NACHTEILE
  • App-Fehlermeldung teilweise auf Englisch oder Chinesisch
  • App nicht für Tablets optimiert

Mammotion Luba Mini AWD Lidar

Optimal in jedem Garten: Der Allrad-Mähroboter Luba Mini AWD Lidar integriert auch die RTK-Technik, sodass der Mäher in engen Gärten genauso gut navigiert wie bei offenen Flächen. Statt 2300 Euro wie bisher gibt es unseren Technologie-Sieger zum Tiefstpreis für 1649 Euro (Code MAMMOTIONDE50 an der Kasse eingeben, - 28 Prozent).

VORTEILE
  • Lidar- und RTK-Navigation
  • bewältigt Engstellen unter 1 Meter Breite
  • kompatibel mit Home Assistant
NACHTEILE
  • geringere Mähfläche als reine RTK-Variante aufgrund höherem Energieverbrauch der Lidar-Einheit
  • lässt an Kanten mit fester Begrenzung mindestens 12 cm bauartbedingt ungemäht
  • Schnittbreite nur 20 cm

Mammotion Yuka Mini

Mammotion bietet mit der Yuka-Mini-Serie leistungsfähige Mähroboter für kleine Gärten. Im Test hat der Yuka Mini mit seinen kompakten Abmessungen und klassischem Mammotion-Design einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Wer mit drei Zonen klarkommt, kann zum kleinsten Modell, dem Yuka Mini 500, greifen. Für 549 Euro erhält man derzeit keinen besseren Mähroboter ohne Begrenzungskabel.

VORTEILE
  • leicht, klein und wendig, optimal für kleine Gärten
  • Nahezu fehlerfreie und smarte Navigation sowie zuverlässiger Betrieb
  • Integration für Home Assistant
NACHTEILE
  • Anlegen von Zeitplänen könnte besser sein
  • Kantenmähen bei hoher Begrenzung nicht optimal
  • relativ langsam, aber ausreichend für kleinere Gärten
Ratgeber

Wie funktioniert ein Rasenroboter ohne Begrenzungskabel?

Die Vorteile von Rasenmährobotern, für die kein Begrenzungskabel verlegt werden muss, haben wir bereits ausführlich im Ratgeber zu Rasenrobotern ohne Begrenzungskabel ausgeführt. Aktuelle Mähroboter verzichten daher auf den nervigen Draht und versprechen damit nicht nur weniger Arbeit, sondern insgesamt auch deutlich mehr Komfort. Die App und eine genaue Ortung des Mähers machen das möglich. Damit sieht der Nutzer zu jedem Zeitpunkt, wo sein Roboschaf gerade grast.

Der Begrenzungsdraht wurde bislang bei automatischen Rasenmähern gebraucht, damit sie wussten, welchen Bereich sie nicht verlassen oder welchen sie nicht befahren durften. Das setzte zuvor präzises Verlegen eines Drahtes rings um den zu mähenden Bereich voraus, das je nach Verlegeart auf oder unter dem Rasen und abhängig von der Größe mehrere Stunden dauern kann. Was generell noch wichtig bei Rasenrobotern ist, erklären wir in unserem Ratgeber Husqvarna, Gardena, Stihl: Der beste Mähroboter für jede Rasengröße.

Die Mehrzahl der Mähroboter, die ohne Begrenzungskabel auskommen, navigiert per RTK-Technik (Real Time Kinematics – präzise Positionsbestimmung durch Satellitennavigation), die je nach Mäher und Garten zu mehr oder weniger Komplikationen führen. Problematisch sind hier Flächen, die von hohen Gebäuden umgeben sind oder unter großen Bäumen liegen. Dann werden die für die Navigation nötigen Satelliten nicht empfangen und der Mäher verweigert die Arbeit.

Seit einiger Zeit kommen daher entweder weitere Sensoren wie Ultraschall, Lidar (Light Detection and Ranging) und Kameras hinzu, um die Navigation zu verbessern – oder diese Technik ersetzt die Satellitennavigation. Vor allem chinesische Anbieter wie Ecovacs und Dreame, die häufig zuvor Saugroboter (Bestenliste) produziert haben, setzen mit den Modellen A3000 (Testbericht) und A2 (Testbericht) auf Lidar in Kombination mit einer Kamera. Zwar ist „mehr“ nicht zwangsläufig „besser“, allerdings zeigen die jüngsten Modelle, dass es so bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel tatsächlich besser funktioniert – auch besonders wichtig in Gebieten mit schlechter GPS-Abdeckung. Mammotion kombiniert in Form des Luba Mini AWD Lidar (Testbericht) beide Techniken. Und Modelle wie der Terramow V1000 (Testbericht) und der Roboup Raccoon (Testbericht) navigieren sogar nur mithilfe von Kameras. Diese funktionieren am zuverlässigsten in Gärten mit klaren Begrenzungen.

Mähroboter, die mit Satellitendaten navigieren, benötigen eine Antenne. In eng bebauten Gebieten, unter Bäumen und bei bewölktem Himmel, ist der Empfang oft nicht optimal. Unter solchen Bedingungen sind Lidar-basierte Modelle die bessere Wahl.

RTK-Technik: Mithilfe von Satellitendaten navigieren

Die neuesten Mähroboter benötigen dieses Begrenzungskabel nicht mehr. Stattdessen setzen sie in erster Linie auf das globale Ortungssystem GPS sowie bisweilen auf zusätzliche Signalfackeln, Ultraschall, ToF-Sensoren (Time of Flight) und Kameras, gepaart mit AI-Technologie (Artificial Intelligence/Künstliche Intelligenz). Damit ist es den Geräten möglich, bis auf wenige Zentimeter genau zu navigieren und zu mähen, ohne ungewollt das Blumenbeet umzupflügen. Einen Regensensor haben heute fast alle Mähroboter.

Dreame A2: So sehen die 3D-Karten auf Basis von Lidar aus.

Lidar – Light Detection and Ranging: Ohne Satellitendaten navigieren

Zunehmend verwenden Hersteller die Lidar-Technik. Lidar steht für „Light Detection and Ranging“ und ist eine Technologie, die mit Laserstrahlen Entfernungen misst und präzise 3D-Karten der Umgebung erstellt. Ähnlich wie Radar, aber mit Licht statt Radiowellen, erkennt Lidar Objekte und misst Abstände sehr genau. Hier liegt der entscheidende Vorteil gegenüber RTK-Mährobotern: Während diese in engen Häuserschluchten und unter Bäumen Probleme mit dem Satellitenempfang haben, funktioniert Lidar lokal und bietet in schwierigen Situationen eine bessere Navigation als RTK-Modelle.

In unserem Testgarten konnten bislang lediglich die Lidar-gestützten Geräte Ecovacs Goat A3000 Lidar (Testbericht) und Dreame A2 (Testbericht) ein enges Verbindungsstück zwischen zwei Rasenzonen, das zudem noch von zwei Häuserwänden begrenzt ist, problemlos passieren. Lidar hat aber auch Nachteile: Die Technik benötigt Referenzpunkte wie Hauswände, Gartenschuppen et cetera. Ohne diese, etwa auf einem Golfplatz oder einer anderen großen Rasenfläche, kommt die Lidar-Navigation an ihre Grenzen.

Bei vielen Lidar-basierten Mährobotern befindet sich der entsprechende Sensor unter einer Glaskuppel.

Warum benötigt ein Mähroboter Kameras?

Die Kameras in vielen der neuen Rasenroboter erlauben es dem Mäher wortwörtlich, sich ein Bild von seiner Umgebung zu machen. Damit orientiert sich das Gerät und erkennt anhand von KI Hindernisse wie Gartenmöbel, Menschen oder Tiere im Fahrweg. Zusätzlich lassen sich die Kameras bei einigen Modellen auch als bewegliches Sicherheitssystem verwenden. Die Mäher können auf dem Grundstück patrouillierend oder in der Ladestation stehend, erkannte Personen filmen und so potenzielle Diebe abschrecken. Normalerweise sind das Features, die zusätzlich zu einem PIN-Code für Diebstahlschutz sorgen. Auch ein GSM-Modul, also Mobilfunk, gehört bei einigen Herstellern zum Lieferumfang oder ist optional nachrüstbar.

Dreame A2: Kameraansicht

Wofür benötigt ein Rasenmähroboter künstliche Intelligenz?

Die Erkennung von Gegenständen, Personen und der Umgebung geschieht zwar über die erwähnten Kameras, allerdings muss der Roboter das Gesehene auch verstehen. KI sorgt dafür, dass der Mäher die Bilder verarbeitet und etwa seine Fahrtroute bei einem Hindernis umplanen kann, ohne es zuvor anzurempeln oder gar zu überfahren. Das erhöht nicht nur die Autonomie des Roboters, sondern auch den Schutz für Mensch und Tier und ist richtig smart.

Sollte man die Hinderniserkennung immer aktivieren?

In Gärten mit spielenden Kindern oder Haustieren sollte man die Hinderniserkennung der Mähroboter aktivieren. Es gibt aber auch Situationen, bei denen man sie besser ausschaltet. Wenn etwa Äste von Pflanzen auf die Rasenfläche ragen, verhindert die Hinderniserkennung möglicherweise, dass Mähroboter unter diesen den Rasen mähen, weil sie die Äste als Hindernis erkennen und sie umfahren.

Hier sind Mähroboter von Vorteil, die eine Zonenverwaltung unterstützen, bei der man die Hinderniserkennung für eine bestimmte Zone ausschalten oder herabsetzen kann. Damit interpretieren Mähroboter die auf den Rasen ragenden Äste nicht als Hindernis, fahren unter diesen durch und mähen den Rasen. Diese Vorgehensweise unterstützen unter anderem die Geräte von Anthbot, Dreame und Mammotion. Modelle von Ecovacs und Sunseeker können die Hinderniserkennung nur global und nicht pro Zone steuern. Noch besser wäre es hingegen, wenn man in einer Karte bestimmte Bereiche markieren könnte, für die man die Hinderniserkennung deaktivieren möchte. Das gibt es unseres Wissens nach bislang noch bei keinem Hersteller.

Mammotion Luba Mini AWD Lidar im Einsatz: Unter Bäumen und Sträuchern mäht der Mähroboter erst, wenn die Hinderniserkennung ausgeschaltet ist.

Kein Begrenzungskabel, keine Arbeit bei der Installation?

Tatsächlich werden Arbeit und Zeitaufwand für die Ersteinrichtung reduziert, nicht aber komplett negiert. Grundsätzliche Schritte wie der Aufbau und das Aufstellen der Ladestation bleiben gleich, der schweißtreibende und zeitaufwendige Akt des Drahtverlegens entfällt aber. An seine Stelle treten die Einrichtung und die Verbindung mit der App-Funktion des Roboters, die Nutzern eines Saugroboters (Bestenliste) bekannt vorkommen und vor wenig Probleme stellen dürften. Außerdem müssen, außer bei den Lidar-basierten Modellen, GPS-Antenne und/oder Signal-Beacons aufgestellt werden – teils in direkter Nähe zur Ladestation, teils im Garten verteilt oder nur grob in der Nähe der Mähfläche.

Anschließend folgt das Erlernen der Mähfläche. Dafür wird der Mäher bei fast allen derzeitig verfügbaren Geräten mit dem Smartphone wie ein ferngesteuertes Auto am Rand der Mähfläche entlang manövriert, bis man wieder am Ausgangspunkt angelangt ist. Dabei sollte man möglichst exakt vorgehen, damit die Messer des Rasenmähroboters auch Halme am Rand erreichen können. Die Roboter erkennen dadurch ihre spätere Arbeitsfläche. Dieser Vorgang dauert je nach Roboter und Rasengröße sowie Ausgrenzungen von Beeten oder Teichen im Schnitt etwa 20 bis 60 Minuten. Das Verlegen von Draht dauert deutlich länger.

Inzwischen gibt es auch Modelle, die das Grundstück automatisch erkunden und kartografieren. Doch diese Funktion ist nur bei wenig komplexen Rasenflächen mit klaren Abgrenzungen sinnvoll. Ist der Garten verwinkelt oder führen niedriger gelegene Wege an dessen Grenze vorbei, ist eine manuelle Kartenerstellung das A und O für ein optimales Mähergebnis. Hierbei sollte man auch das Handbuch genau studieren. Manche Hersteller empfehlen, bei schwierigen Geländesituationen, wie einem tiefer liegenden Weg, etwas Abstand zur Rasengrenze zu halten, damit das Roboschaf nicht hängen bleibt. Diese Empfehlung deckt sich mit unseren Erfahrungen in der Praxis ab. Bis man die optimale Karte für seinen Mähroboter erstellt hat, können mehrere Kartierungsdurchläufe vonnöten sein.

Für eine präzise Navigation benötigen RTK-Mähroboter einen optimalen Satellitenempfang. In dicht bebauten Gebieten kann dieser problematisch sein.

Welche Vorteile bieten Rasenroboter ohne Begrenzungsdraht?

Neben der Arbeitsersparnis bei der Einrichtung bieten Mähroboter, die ohne Begrenzungskabel auskommen, weitere Vorteile. So fahren diese größtenteils in geraden Bahnen und erzeugen damit ein ordentliches Schnittbild – fast wie auf dem Fußballplatz. Die Ausrichtung der Bahnen darf bei manchen Geräten frei gewählt werden, sodass man etwa exakt parallel zur Hausfront mähen lassen kann. Einige Modelle können sogar Muster in den Rasen schneiden – eher eine Spielerei.

Außerdem lassen sich bei den meisten Varianten sinnvollerweise einzelne Zonen anlegen, die unterschiedlich hoch oder oft gemäht werden können – ähnlich wie bei Saugrobotern. Zudem sieht man größtenteils dank App-Steuerung genau, wo der Roboter schon war, wie lange er noch benötigt und einiges mehr. Das klappt detaillierter als bei bisherigen Rasenrobotern, da die GPS- oder Lidar-gestützten Geräte genau wissen, wo sie sich gerade aufhalten und wo sie schon waren.

Gibt es Nachteile von Mährobotern ohne Begrenzungskabel?

Derzeit bieten die von uns getesteten oder gerade im Test befindlichen Mähroboter, die ohne Begrenzungsdraht auskommen, zwar einige offensichtliche Vorteile, aber die meisten sind nicht perfekt. Ein Nachteil vieler Geräte ist die Abhängigkeit von einem guten GPS-Signal. Ist der Himmel mit einer dichten Wolkendecke überzogen oder bewegt sich der Roboter unter dichtem Blattwerk von Bäumen oder Sträuchern, kann das GPS-Signal so schwach werden, dass der Roboter aus Sicherheitsgründen seine Arbeit einstellt. Das passiert aber bei den neuesten Modellen selten, zumal sie sich auf weitere Sensoren und oftmals Kameras verlassen können.

Kritisch im Hinblick auf Satellitenempfang sind zudem Flächen, die von hohen Gebäuden umgeben sind. Hier reicht schon eine vierstöckige Wohnanlage und auf der anderen Seite ein zweistöckiges Einfamilienhaus, um dem Empfang einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ist man davon betroffen, sind Mähroboter mit Lidar, wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar, der Dreame A2, der Mammotion Luba Mini AWD Lidar oder der Hookii Neomow X die bessere Wahl.

Ein bislang großer Nachteil verschwindet langsam: Immer mehr Hersteller erlauben die Anpassung einer Karte. Dazu zählen Marotronics Alfred (Testbericht), die Segway-Modelle Navimow X3 (Testbericht) und Navimow H (Testbericht) sowie die Anthbot-Varianten und einige Mammotion-Mähroboter. Der Hookii Neomow X unterstützt ebenfalls eine Korrektur eines bereits kartierten Bereichs.

Alle anderen Roboter verlangen ein komplett neues Anlernen der Karte, wenn man etwa feststellt, dass sich der Roboter an einer bestimmten Stelle der Karte immer wieder festfährt. Oft reicht aber das Einrichten einer No-Go-Zone aus, um das Problem zu umgehen.

Ein weiterer Nachteil ist der Kantenschnitt – bei GPS-basierten Robotern mehr noch als bei solchen mit Begrenzungsdraht. Denn während Besitzer von Drahtmodellen das Kabel zur Not immer wieder ein paar Zentimeter versetzen können, bis der Roboter die perfekte Kante abfährt, können aktuelle GPS-Mäher das mehrheitlich (noch) nicht. Da sie zentimeter-, aber nicht millimetergenau mähen, sollte lieber immer etwas Gras am Rand stehen bleiben, statt dass der teure Mäher im Teich versinkt oder die Beete ramponiert. Wegen des schwankenden GPS-Empfangs ist die Genauigkeit beim Kantenmähen zudem nicht an allen Tagen gleich. Deutlich besser beherrschen das Randmähen Lidar-basierte Varianten. Doch auch diese lassen bei einem Rasen mit hohen Begrenzungssteinen oder Mauern grundsätzlich etwas Rasen stehen, weil die Klingen nicht ganz bis zum Rand reichen. Mit nur 5 cm ist der Abstand zwischen Klingenteller und Gehäuserand bei den Ecovacs-Modellen Goat A3000 Lidar und Goat A1600 RTK am geringsten.

Die Ecovacs-Modelle A1600 RTK und A3000 Lidar bieten mit 33 cm eine große Schnittbreite. Außerdem ist der Abstand von Gehäuse zum Mähteller mit nur 5 cm extrem gering. Entsprechend bleibt bei einem Rasenrand mit fester Begrenzung nur ein schmaler Streifen ungemäht.

Es ist also wie bei Saugrobotern auch: Man muss etwas nacharbeiten, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Somit wird ein Rasentrimmer auch mit dem besten Mähroboter weiterhin ein nützlicher Helfer bleiben.

Nicht zuletzt bleibt der hohe Preis dieser technisch fortschrittlichen Rasenroboter. Doch die Preise sinken: Waren sie letztes Jahr erst ab etwa 1500 Euro aufwärts zu haben, gibt es nun einige Modelle, die bereits für knapp 1000 Euro angeboten werden. Und unser aktueller Preis-Leistungs-Sieger, der Mammotion Yuka Mini (Testbericht), gibt es schon für 659 Euro. Der bereits erwähnte Ecovacs Goat A1600 RTK mit einer Schnittbreite von 33 cm und vergleichsweise gutem Kantenschnitt ist im Preis um 33 Prozent gefallen und für knapp 999 Euro erhältlich.

Was sind gute Alternativen?

Mähroboter ohne Begrenzungsdraht sind nicht nur smart, sondern auch relativ teuer. Wer nicht so viel Geld für einen kabellosen Mäher ausgeben will und mit einigen Abstrichen leben kann, sollte einen Blick auf Mähroboter mit Begrenzungsdraht werfen. Die gehen schon unter 300 Euro los und können je nach Garten sogar nach wie vor die bessere Wahl sein. Alternativ lohnt sich auch ein Blick auf die Modelle aus dem Vorjahr. Die besten Angebote zeigen wir im Beitrag Mähroboter ohne Begrenzungskabel: Top-Modelle im Preischeck – ab 600 Euro.

Fazit

Die neuesten Modelle mit Lidar-Navigation, der Ecovacs Goat A3000, der Dreame A2, der Hookii Neomow X und der Mammotion Luba Mini AWD Lidar, zeigen ihre Vorteile gegenüber der vorherrschenden RTK-Technik bei engen Übergängen und beim Randschnitt. Der Ecovacs A3000 Lidar überzeugt zudem noch mit einer großen Schnittbreite von 33 cm und einem geringen Abstand von Mähteller zum Gehäuserand. Im optimalen Fall lässt er nur gut fünf Zentimeter an mit Steinplatten befestigten Rasengrenzen stehen. Letzteres schafft auch der Dreame A2, der allerdings nur eine Schnittbreite von 22 cm bietet.

Was die Steuerungsmöglichkeiten anbelangt, zeigt sich die Dreame-App sehr vielseitig. Sie bietet nicht nur zwei unabhängige Karten (A2) für verschiedene Standorte, sondern – zusammen mit der Sunseeker-App – die meisten Einstellungen für Zonen inklusive Mährichtung und Mähmodus bietet.

Obwohl er zusätzlich zur Kamera-Orientierung auf RTK setzt, konnte uns auch der Segway Navimow X3 überzeugen – beeindruckend, wie er sich durch den Garten navigiert. Anthbot weiß als Newcomer mit dem Genie 3000 ebenfalls zu überzeugen. Technisch, wie auch beim Preis, ist der Genie 3000 einer der besten Mähroboter, wenn es um große Gärten geht.

Die Allrad-Antriebe von Luba 2 und Luba Mini prädestinieren die Mammotion-Mähroboter für besonders steile Anstiege. Doch Vorsicht ist bei nassen Umgebungen geboten: Hier kann sich der Rasen schnell in eine Moto-Cross-Piste verwandeln. Schonender geht das Allrad-Modell Sunseeker X7 mit dem Rasen um, da es nur drei Antriebsräder bietet und damit deutlich weniger den Rasen belastet. Aufgrund des Dreirad-Konzepts ist er außerdem wendiger als die Mammotion-Varianten.

Ein besonderer Mähroboter ist der Yuka, der optional mit einem Laubsammler ausgestattet werden kann. Er verzichtet allerdings auf AWD und damit auf die extreme Steigfähigkeit des Luba 2 respektive Luba Mini AWD. Wer Mähroboter auch mit Home Assistant (Test) verwalten möchte, kann ebenfalls zu den Mammotion-Modellen greifen, für die es eine Community-Integration gibt. Doch auch die Modelle von Ecovacs, Dreame und Sunseeker lassen sich in Home Assistant einbinden.

BESTENLISTE
Testsieger

Ecovacs Goat A3000 Lidar

Der Mähroboter Ecovacs Goat A3000 Lidar navigiert dank Lidarsensoren ohne Begrenzungskabel und auch ohne RTK-Antenne. Zudem mäht er im Test schnell und präzise.

VORTEILE
  • Für Rasenfläche bis 3000 m² geeignet, Mähleistung bis 400 m²/h
  • Schnellladung mit 45 Minuten
  • Genaue Navigation dank Lidarsensoren, nicht auf Satellitendaten angewiesen
  • Einfache Inbetriebnahme und Konfiguration dank toller App
NACHTEILE
  • App-Fehlermeldung teilweise auf Englisch oder Chinesisch
  • App nicht für Tablets optimiert

Der Mähroboter Ecovacs Goat A3000 Lidar navigiert dank Lidarsensoren ohne Begrenzungskabel und auch ohne RTK-Antenne. Zudem mäht er im Test schnell und präzise.

Der Mähroboter Goat A3000 Lidar ist Ecovacs’ Top-Modell. Er kommt ohne Begrenzungsdraht aus und verzichtet auch auf eine RTK-Antenne, mit der ein Großteil der Mähroboter wie das Schwestermodell Goat A1600 RTK (Testbericht) navigiert. Das kann vor allem in stark bebauten Gebieten von Vorteil sein, wenn die für die Navigation nötigen Satelliten nicht in genügender Anzahl empfangen werden. Statt Satellitendaten verwendet der Goat A3000 Lidar zwei Lidarsensoren. Ansonsten gleichen sich die beiden Ecovacs-Mähroboter in puncto Abmessungen, Design und verbauter Technik. Neben der unterschiedlichen Navigationstechniken unterscheiden sie sich jedoch hinsichtlich der Energieversorgung. Während im Goat A1600 RTK ein 97,2 Wh (32,4 Volt x 3 Ah) starker Akku verbaut ist, steht dem Goat A3000 Lidar ein 162 Wh-Akku (32,4 Volt x 5 Ah) zur Verfügung. Dementsprechend sieht Ecovacs die beiden für unterschiedliche Rasengrößen von 1600 m² und 3000 m² vor.

Zur Hinderniserkennung bieten beide jeweils eine KI-Kamera mit 3D-ToF-Sensoren und mit den zwei 3000 Umdrehungen pro Minute schnellen Messerscheiben erreichen sie eine Schnittbreite von 33 cm. Zudem können sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 0,7 m/s in einer Stunde eine Rasenfläche von bis zu 400 m² mähen. Dafür können Anwender die Schnitthöhe von 3 cm bis 9 cm bequem in 1-cm-Schritten per App einstellen. Und wenn der Akku leer ist, müssen Anwender dank Schnellladung nur 45 Minuten warten, bis er wieder aufgeladen ist. Wie gut der Ecovacs Goat A3000 Lidar die gebotenen Leistungsmerkmale in der Praxis umsetzen kann, zeigt der Test.

Wie ist die Verarbeitung des Ecovacs Goat A3000 Lidar?

Schon das Design des A1600 RTK hat uns gut gefallen. Und das ist bis auf die Lidarkuppel hinten beim A3000 Lidar genauso schön. Wie beim Vorgänger Goat G1 verwendet der Hersteller für die 2025er-Modelle A1600 RTK und A3000 Lidar ein geschlossenes Chassis, bei dem die Hauptantriebsräder, nicht aber die beiden vorderen Stützräder, zu sehen sind und nichts hervorsteht. Die Lackierung in Schwarz und Weiß verstärkt die Formgebung und sorgt für einen modernen Look. Von hinten schauen die beiden 2025er-Varianten aus wie ein Sportwagen, bei dem der Kofferraum als Spoiler fungiert. Nach der schwarz lackierten unteren Abdeckung folgt die mittlere Gehäuseabdeckung in Weiß, während oben ein kantiger Aufsatz die typische Technik wie Kameras und Sensoren beinhaltet. Im Vergleich zum G1 sind die Radläufe nun in Schwarz und die Felgen in Schwarz-Weiß lackiert. Das futuristische, technische Äußere beim G1 hat Ecovacs beim A1600 RTK und A3000 Lidar insgesamt nochmals verbessert. Der Kunststoff des Mähers macht einen ordentlichen Eindruck, das gilt für die Ladestation und auch für den Mäher selbst. Insgesamt sieht der Ecovacs also nicht nur gut aus, sondern ist auch hervorragend verarbeitet.

Ausstattung: Ecovacs Goat A3000 Lidar und Goat A1600 RTK

Wie einfach ist die Einrichtung des Ecovacs Goat A3000 Lidar?

Bei der App handelt es sich um dieselbe, die der Hersteller auch für Sauger wie den Ecovacs X1e Omni (Testbericht) verwendet. Unterschiede wie komplett andere Menüpunkte durch den unterschiedlichen Einsatzbereich als bei einem Saugroboter werden erst nach dem Einbinden sichtbar. Die App führt den Anwender Schritt für Schritt in Text und Bild durch den Installations- und Verbindungsprozess mit dem Smartphone. Ecovacs bietet hier das Beste, was wir derzeit von GPS-Mähern kennen. Hier wird die langjährige Erfahrung mit Saugrobotern offensichtlich. Hilfestellungen bietet außerdem das ausgezeichnete Handbuch (PDF).

Nach der Wahl der Sicherheits-PIN über die Folientasten oben auf dem Roboter erfolgen die weiteren Schritte in der für iOS und Android erhältlichen App auf dem Smartphone. Mittels Telefon und App lässt sich ganz einfach der QR-Code des Bots abscannen, der sich oberhalb des linken Rads am Gehäuse befindet. Wichtig für die Verbindung mit der App ist laut Hersteller aktiviertes Bluetooth und die Nutzung eines auf 2,4 GHz beschränkten WLANs. Im Test funktionierte das aber auch mit einem Netzwerk, das unter einer SSID ein 2,4- und ein 5-GHz-Netz bereitstellt. Die Beschränkung auf 2,4 GHz wird oft kritisiert, allerdings bietet die ältere Funktechnik eine größere Reichweite und ist somit sinnvoll für den Einsatz bei Rasenmährobotern.

Auch höher gewachsenes Gras mäht der Ecovacs Goat A3000 Lidar.

Ecovacs A3000 Lidar: Wie funktioniert die Kartenerstellung?

Neben der manuellen Kartenerstellung gibt es auch einen Automatikmodus. Doch diesen sollte man nur nutzen, wenn die Rasenfläche homogen und wenig komplex ist. In den meisten Fällen dürften Anwender aus Präzisionsgründen daher manuell die Karte erstellen. Hierfür läuft man in Bluetooth-Entfernung von wenigen Metern hinter dem Ecovacs A3000 Lidar und steuert ihn manuell entlang der Rasengrenze. Die Ecovacs-App assistiert dabei, sodass die Kartenerstellung relativ einfach vonstattengeht. Es schadet aber nicht, wenn man zuvor die manuelle Steuerung ein paar Minuten trainiert, sodass man den Roboter während der Kartenerstellung fehlerfrei steuert und die Karte dadurch möglichst exakt wird.

Gibt es im Garten mehrere Mähzonen, erleichtert die Ecovacs-App beim Anlegen von Zugängen, die der A3000 Lidar abfährt, um eine andere Zone zu erreichen. Sollte das nicht möglich sein, muss man ihn in die neue Zone tragen, die er dann selbst erkennt.

Im Test hat der Goat A3000 Lidar die weniger als ein Meter breite Verbindung zwischen Rasenzonen aber erst fehlerfrei absolviert, nachdem wir den Zugang genauer kartiert haben. Beim ersten Mal hat er die Engstelle zu nah an einem Absatz passiert, sodass der A3000 Lidar wie schon sein kleinerer Bruder A1600 RTK beim Anfahren auf die steile Engstelle hängen blieb. Laut Handbuch soll der Zugang mindestens ein Meter breit sein, damit der Roboter diesen problemlos passieren kann. Bei genauer Kartierung schafft er im Test aber auch Übergänge mit geringerer Breite.

Der Ecovacs Goat A3000 Lidar meistert bis zu 27° steile Hänge. Hier sollte man allerdings die Mährichtung so einstellen, dass sie nicht quer zur Hangneigung verläuft, denn ansonsten meldet sich der Kippsensor.

Wie gut mäht der Ecovacs Goat A3000 Lidar und welche Einstellungsmöglichkeiten bietet er für das Mähen?

Grundsätzlich sorgt das Doppelklingensystem für einen gleichmäßigen Rasenschnitt. Praktisch ist auch, dass die App die Konfiguration von Mähgeschwindigkeit (0,4 m/s oder 0,7 m/s), Mähhöhe (3 cm bis 9 cm in 1-cm-Schritten) und Hindernisvermeidungshöhe (>10 cm, 15 cm oder 20 cm) pro Zone erlaubt. Im Automatikmodus stehen diese Optionen allerdings nur für die gesamte Rasenfläche aller Mähzonen zur Verfügung. In schwierigen Situationen kann die Anpassung des Kantenmodus nötig sein. Mit der Option „Kantenmähen“ mäht der Mähroboter entlang der Grenze der erstellten Karte und passt seinen Randabstand automatisch anhand der von seinen Sensoren erkannten Rasengrenze an. Beim „Grenzübergreifenden Mähen“ fährt er bis zu 20 cm über die erstellte Kartengrenze hinaus, aber nur, wenn beim Mähen eine klare, nicht grasbewachsene Grenze erkannt wird und der nicht grasbewachsene Bereich auf gleicher Ebene wie der Rasen liegt. Beim „Mähen entlang der Kartengrenze“ folgt der Rasenroboter strikt den erstellten Kartengrenzen.

Praktisch ist auch, dass der Roboter mithilfe eines Regensensors Niederschlag erkennt und zurück zur Ladestation fährt und standardmäßig drei Stunden (maximal erlaubt die App fünf Stunden) nach Ende des Regens seine Arbeit fortsetzt. Allerdings könnte der Boden je nach Niederschlagsintensität zu feucht sein, sodass der A3000 Lidar beim Manövrieren an steilen Stellen die Rasenfläche beschädigen kann und die Räder viel Erde aufsammeln.

Bei klar umgrenzten Rasenflächen ist die automatische Kartierung nützlich. Bei komplexeren Flächen ist aber eine manuelle Kartierung wegen der größeren Genauigkeit zu empfehlen.

Last but not least kann man zum Schutz für nachtaktive Tiere über die Option „Tierschutz“ eine Zeit definieren, in der der Ecovacs nicht aktiv wird.

Im Test hat der A3000 RTK auch steile Flächen mit Bravour gemeistert. Laut Ecovacs schafft er Anstiege von bis zu 50 Prozent (27°). Hier sollte man allerdings auf die Mährichtung achten. Mäht der Roboter quer zur Hangneigung, aktiviert sich an ganz steilen Stellen der Kippsensor des Geräts. Dann ist ein manuelles Eingreifen nötig. Bei steilen Rasenzonen sollte man den Mäher also nicht quer, sondern hoch/runter mähen lassen. Dann gelingt ihm die Arbeit problemlos. Leider lassen sich Mährichtung und Kantenmodus nur global, aber nicht je nach Zone einstellen. Hier könnte Ecovacs noch nachbessern.

Außerdem erlaubt die App die Erstellung von Zeitplänen.

Wie schnell mäht der Ecovacs A1600 RTK?

Laut Ecovacs bietet der A3000 Lidar wie sein kleinerer Bruder A1600 RTK eine maximale Mähgeschwindigkeit von 400 m²/h. Im Test hat er eine größtenteils ebene Fläche von 258 m² in 73 Minuten geschafft. Etwas Zeit haben die engeren Teilstücke gekostet, die der Roboter quer abgemäht hat, obwohl ein Mähen in Längsrichtung sinnvoller gewesen wäre. Hier könnte Ecovacs die App dahingehend verbessern, sodass man die Mährichtung je nach Zone anpassen kann. Zudem haben herumlaufende Hunde und spielende Kinder dafür gesorgt, dass sich der A3000 Lidar häufig umorientieren musste.

Die steilere Rasenzone (siehe Bildergalerie: Zone 2) mit 142 m² hat er in etwa 44 Minuten geschafft. Insgesamt gleichen sich die beiden Modelle A3000 Lidar und A1600 RTK hinsichtlich der Mähzeit. Die maximale Mähgeschwindigkeit von 0,7 m/s ist allerdings nur auf ebenen Flächen sinnvoll. Ist der Rasen wie unser Testgelände wellig, empfiehlt sich für ein optimales Mähergebnis die niedrigere Geschwindigkeit von 0,4 m/s.

Ecovacs Goat A3000 Lidar: Die Hinderniserkennung funktioniert im Test problemlos. Mit Sensoren und einer eingebauten Kamera erkennt der Mähroboter auch kleine Objekte wie einen Gartenschlauch zuverlässig und umfährt diese vorausschauend, ohne dass eine Kollisionsgefahr besteht.

Wie gut ist die Objekterkennung des Ecovacs A3000 Lidar?

Im Test hat die Objekterkennung des Ecovacs A3000 Lidar wie schon beim A1600 RTK einwandfrei funktioniert. Gegenstände wie einen herumliegenden Gartenschlauch hat der Roboter genauso erkannt wie herumlaufende Hunde. Eine Kollisionsgefahr haben wir im Test in keinem Fall beobachtet, da der Mähroboter bereits frühzeitig seine Richtung ändert.

Allerdings hat er beim Mähen einmal den Rasen verlassen und ist auf einen etwa 5 cm niedriger liegenden Gehweg gefahren. Das sollte laut App nicht passieren. Andererseits sind „kleine Kinderkrankheiten“ bei gerade vorgestellten Mährobotern verbreitet. Aus Erfahrung wissen wir, dass mit zukünftigen Updates, von denen wir während des Tests zwei erhalten haben, solche Probleme in der Regel beseitigt werden. Sollte so etwas passieren, kann man in der App die Einstellung „Mähen entlang der Kartengrenze“ wählen. Damit ist der A3000 Lidar im Test nicht mehr über diese Stelle gefahren.

Den tieferliegenden Gehweg hat der Ecovacs Goat A3000 Lidar im Test nicht erkannt. Solche „kleineren Kinderkrankheiten“ bei neu vorgestellten Mährobotern sind allerdings verbreitet und dürften mit zukünftigen Updates behoben werden. Zudem erlaubt die App die Einstellung „Mähen entlang der Kartengrenze“, mit der der A3000 Lidar die Stelle meistert. Dann ist aber ein nachträgliches Trimmen nötig.

Wie schnell lädt der Ecovacs Goat A1600 RTK seinen Akku?

Ein echtes Highlight ist die Schnellladefunktion. Nach nur 45 Minuten ist der Akku des Goat A3000 Lidar in seiner Ladestation wieder geladen, sodass der Mähroboter seine Arbeit fortsetzen kann, sollte er sie mit einer Akkuladung nicht schaffen. Im Test wies der Akku nach dem Mähen einer größtenteils ebenen Fläche mit 258 m² noch eine Restkapazität von knapp 30 Prozent auf. Laut Ecovacs bietet der Akku des A3000 eine Betriebszeit von 74 Minuten, während der Goat A1600 RTK auf 45 Minuten kommt.

Ist der Ecovacs Goat A3000 Lidar wasserfest?

Der Ecovacs Goat A3000 Lidar ist wasserfest nach IPX6. Einen Schutz vor dem Eindringen von Wasser bieten auch die Ladestation und das Netzteil (IP67).

Preis: Was kostet der Ecovacs A3000 Lidar?

Der Ecovacs Goat A3000 kostet regulär 3000 Euro und ist aktuell für 1599 Euro im Angebot (- 47 Prozent). Leider ist das Black-Friday-Angebot nicht mehr verfügbar. Aktuell ist der A3000 Lidar nur zum regulären Preis erhältlich. Optional gibt es für 150 Euro ein Mobilfunkmodul, das per SIM-Karte, die extra erworben werden muss, eine vom heimischen WLAN unabhängige Kommunikation mit dem A3000 Lidar bereitstellt.

Fazit

Der Ecovacs A3000 Lidar bietet gegenüber dem Modell A1600 RTK zwei wesentliche Vorteile. Sein Akku hält mit 75 Minuten fast doppelt so lange, und er kommt ohne RTK-Signal aus, da er auf Lidarsensoren zur Navigation setzt. Letzteres ist vor allem vorteilhaft in dicht bebauten Gebieten oder Rasenflächen, die von hohen Bäumen umgeben sind und den Satellitenempfang stören können.

Ansonsten unterscheidet er sich nicht vom A1600 RTK. Wie dieser navigiert der A3000 Lidar zentimetergenau und schneidet den Rasen dank des spaltfreien Doppelklingensystems gleichmäßig und effizient. Die Rasenhalme werden dank der 3000 Umdrehungen pro Minute schnellen Messer sauber abgeschnitten und nicht ausgerissen, was der Gesundheit des Rasens zugutekommt. Und an den Kanten mit Begrenzungssteinen bleibt nur ein Bereich von 5 cm stehen – das entspricht dem Abstand des Klingensystems zum Gehäuserand, sodass ein nachträgliches Trimmen schnell erledigt ist. Im ebenen Gelände überfährt er optional den Rand, sodass dort ein zusätzliches Nachschneiden nicht nötig ist.

Die App gehört zum Besten, was aktuelle GPS-Mäher derzeit bieten. Auch, wenn die ein oder andere Übersetzung fehlerhaft ist und ihr eine Optimierung für Tablets gut zu Gesicht stünde. Mit ihr können Anwender eine Anpassung der verschiedenen Rasenzonen in puncto Mähgeschwindigkeit, Mähhöhe und Hindernisvermeidungshöhe vornehmen. Und dank Schnellladetechnik ist der Mäher nach nur 45 Minuten wieder einsatzbereit.

Für große Rasenflächen bis 3.000 m² ist der Ecovacs A3000 Lidar eine Top-Wahl. Er kommt komplett ohne Begrenzungskabel aus und navigiert auch in komplexen Gärten zuverlässig – dank Lidar-Sensoren statt Satellitendaten.

Hinweis: Der Test-Artikel wurde am 10.4.2025 veröffentlicht. Bei Preis-Updates wird er aktualisiert (siehe Artikeldatum).

Der Dreame A2 navigiert dank Lidar und Kamera ohne Begrenzungskabel. Wie gut er das macht und wie die Mähleistung ausfällt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • Lidar-Navigation mit KI-Kamera und damit unabhängig von Satellitendaten
  • Top-Software mit vielen Einstellmöglichkeiten pro Zone
  • Durchfährt problemlos enge Stellen
NACHTEILE
  • Schnittbreite mit 22 cm nur Durchschnitt
  • Teilweise Durchdrehen der Räder

Der Dreame A2 navigiert dank Lidar und Kamera ohne Begrenzungskabel. Wie gut er das macht und wie die Mähleistung ausfällt, zeigt der Test.

Saugroboter fahren schon seit Jahren mit Lidar (Light Detection and Ranging) zentimetergenau durch den Haushalt, Haushaltshelfer mit Laserturm haben sich längst gegen Kamerasysteme durchgesetzt. Bei Mährobotern ist das anders. Aktuelle Modelle, die ohne Begrenzungsdraht auskommen, verwenden überwiegend entweder Kameras und/oder RTK (Real Time Kinetics) mit GPS (Global Positioning System) zur Orientierung. Doch die Satellitennavigation hat ihre Tücken. Begrenzen hohe Gebäude die Rasenfläche, kann es wie im Fall des Ecovacs Goat A1600 RTK (Bestenliste) passieren, dass nicht genügend Satellitendaten empfangen werden. Im schlimmsten Fall fährt der Mähroboter erst gar nicht los. Auch kann der Empfang bei um Gebäude verlaufenden Rasenflächen gestört werden. Lidar-gestützte Mähroboter wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar (Bestenliste) kommen ohne Satellitendaten aus. Das prädestiniert sie für den Einsatz in SAT-feindlicher Umgebung. Dreame hatte bereits 2024 mit dem A1 (Bestenliste) einen Mähroboter mit Lidar im Programm. Der A2 setzt ebenfalls auf diese Technik und hat zudem eine Kamera an Bord und mäht nun bis zu 3000 m² statt 2000 m² beim A1. Außerdem hat Dreame ein 4G-Modul integriert, das ab Inbetriebnahme drei Jahre kostenlosen Empfang ermöglicht. Damit hat man im Garten auch ohne WLAN Zugriff auf den Mähroboter inklusive Kamera. Die Schnittbreite beträgt wie beim Vorgängermodell 22 cm, allerdings mit einem gravierenden Unterschied: Der A2 bietet ein bewegliches Schneidesystem, das bis auf 5 cm zum Gehäuserand ausgefahren werden kann. Mit dieser Ausstattung konkurriert der Dreame A2, der derzeit bei Amazon zum Bestpreis für 1567 Euro erhältlich ist (Normalpreis: 2500 Euro, Garage: 149 Euro), mit dem Ecovacs Goat A3000 Lidar, der 3000 Euro kostet.

Was der Dreame A2 ansonsten noch zu bieten hat und wie er sich in der Praxis in Bezug auf Navigation, Mähleistung und Kantenmähen schlägt, zeigt unser Test.

Dreame A2

Design

Mit dem A1 hat Dreame bereits einen sehr schönen Mähroboter vorgestellt. Doch der A2 sieht tatsächlich noch besser aus. Das lange, flache Chassis mit glänzendem Finish in Silber gleicht auf den ersten Blick dem des Vorgängers, bietet aber an der oberen Abdeckung an der Front eine umlaufende, leicht zurückgesetzte LED-Beleuchtung, die von einer Silber-schwarz lackierten wenige Zentimeter großen Fläche reflektiert wird. Während so gut wie alle anderen Hersteller auf widerstandsfähigen, matten Kunststoff setzen, verpasst Dreame seinem Modell eine Oberfläche wie ein Luxusauto. Vor allem das Heck erinnert an das Design eines weltbekannten Sportwagenhersteller aus Stuttgart. Finish und langgestrecktes Chassis lassen den Roboter mit dem kleinen „Knopf“ vorn, bei dem es sich um das Lidar-System handelt, hochwertig erscheinen.

Dreame A2: Top-Technik schön verpackt.

Der Rest ist hingegen Standard: Es gibt zwei nur teilweise verdeckte, große Antriebsräder mit Stollen und vorne zwei ungelenkte Stützräder. Die große Stopp-Taste im hinteren Bereich der Oberseite unterbricht nicht nur sofort den Mähvorgang, sondern öffnet gleichzeitig auch die obere Abdeckung, unter der ein kleines Display sowie ein dreh- und drückbarer Bedienknopf und Folientasten zur weiteren Steuerung untergebracht sind. Das erinnert an den Worx Vision (Testbericht), nur dass diese Elemente dort nicht unter einer Abdeckung verborgen sind. Die Unterseite des A2 bietet mit drei per Schnellverschluss ohne Werkzeug wechselbaren Klingen ein weiteres kleines Highlight des rund 16 kg schweren Geräts. Zudem darf der Dreame-Mäher dank IPx6-Zertifizierung auch auf der Unterseite mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden – das ist bei vielen Wettbewerbern anders.

Wie gut ist die App des Dreame A2?

Zur Steuerung des Dreame A2 kommt die bewährte Dreamehome-App zum Einsatz. Dort scannt der Nutzer mit seinem Smartphone wie gewohnt den QR-Code, der unter der Bedienfeldabdeckung positioniert ist, und folgt den weiteren Anweisungen. Das klappt genauso einfach wie bei den Saugrobotern des Herstellers. Im Laufe der Einrichtung wird nach der Bluetooth-Verbindung auch eine WLAN-Verbindung hergestellt, über die der Roboter später auch aus der Ferne gesteuert werden kann. Fährt der A2 aus dem Empfangsbereich des WLANs, sorgt das integrierte 4G-Modul für eine Verbindung.

Mittig ist die Mähkarte positioniert, darüber Auswahlbuttons für die Mähart („Gesamtes Gebiet“, „Begrenzung“, „Zone“), Zeitpläne (unterteilt nach Frühling/Sommer und Herbst/Winter), Karte, Einstellungen und Sperrung der Bedienung am Mäher. Darüber befindet sich eine weitere Reihe mit Anzeigen für Bluetooth, WLAN und 4G, außerdem werden hier die Gesamtgröße aller Zonen und die Akkuladung des Roboters angezeigt. Ganz oben rechts gibt es über das typische Dreipunkt-Menü Zugriff auf weitere Optionen wie Aktivitätenprotokolle, Regen- und Frostschutz, Roboterstimme und einiges mehr.

Im Kartenmenü zeigt sich die Erfahrung des Herstellers mit Saugrobotern. Hier gibt es zahllose Features zum Anlegen von Zonen, Verbotszonen und Pfaden. So viel gibt es bei der Konkurrenz meist nicht. So dürfen No-Go-Zonen nicht nur wie gewohnt mit dem Roboter abgefahren, sondern wahlweise auch in der App eingezeichnet werden, wobei Nutzer Linien, Rechtecke oder Kreise verwenden können. Pfade verbinden Zonen untereinander oder die Ladestation mit einer Zone – sie darf also auch außerhalb stehen. Die Schnitthöhe darf der Nutzer pro Zone oder global zwischen 30 und 70 mm wählen, die Ausrichtung der Mähbahnen frei bestimmen.

3D-Karte: So sieht der Dreame A2 unsere Rasenflächen.

Besonders hervorzuheben ist, dass man eine Zone nicht nur hinsichtlich der Mähgeschwindigkeit und -höhe, sowie Hinderniserkennung konfigurieren kann, sondern, anders als etwa bei Ecovacs, auch die Mährichtung und das Muster (Kreuz- oder Schachbrettmuster) einstellen kann. Zudem unterscheidet die Hinderniserkennung nicht nur hinsichtlich der Größe, sondern auch zwischen Menschen, Tieren und Objekten. All dies lässt sich pro Zone und nicht nur generell festlegen – ausgezeichnet.

Schick ist auch die 3D-Darstellung dessen, was der Roboter sieht. In einem Punktraster findet der Nutzer hier eine erstaunlich detaillierte Karte der Umgebung vor, auf der Gegenstände, Pflanzen, Bäume, Autos und wegen der großen Reichweite des Lidar-Systems auch schon mal Teile vom Nachbarhaus schematisch angezeigt werden. Der „Laser“ des A2 kommt nämlich bis zu 75 Meter weit und in einem Winkel von bis zu 59 Grad hoch. Die Karte ist flüssig zoom-, dreh- und bewegbar.

Im Standard-Modus fährt der A2 überlappende Bahnen und lässt nichts aus, er mäht hier bis zu 120 m² pro Stunde. Im Effizienzmodus sinken Genauigkeit und Hinderniserkennung, dafür steigt die Mähleistung auf bis zu 200 m²/h. Einer der wichtigsten Punkte dürfte die Hinderniserkennung sein. Hier darf der Nutzer bestimmen, ob der Roboter generell berührungslos fahren soll und wie groß Hindernisse sein müssen, um erkannt werden zu können. Die App unterscheidet dabei zwischen ab 5, 10, 15 und 20 Zentimeter Höhe. Je unebener oder höher der Rasen ist, desto häufiger werden mit abnehmender Höhe der zu erkennenden Objekte allerdings Fehlerkennungen. So kann es passieren, dass der Roboter einzelne Grasbüschel nicht mehr mäht oder in die Zone hängende Zweige und Blätter dafür sorgen, dass er darum herum statt darunter herfährt.

Der Dreame A2 bietet eine 1080P-Kamera, die auch Menschen erkennt und eine entsprechende Benachrichtigung verschickt.

Wie lernt der Dreame A2 die Mähzonen?

Die Einrichtung der einzelnen Mähzonen klappt dank der guten Erklärungen und des überwiegend einfachen Aufbaus der App kinderleicht und letztlich wie beim Großteil der Konkurrenz. Der Nutzer muss dafür beim Anlernen den A2 wie ein RC-Auto mit dem Smartphone steuern und die Grenzen abfahren – fertig. Neu ist beim A2 die Möglichkeit der automatischen Kartierung. Allerdings funktioniert das im Test in unserem Garten mit direkt an den Rasen grenzenden Beeten und Bepflanzungen ohne Randsteine nicht so gut. Daher raten wir bei Rasenflächen ohne klare Abgrenzung zur manuellen Kartenerstellung. Damit fährt man besser, weil diese Karte einfach präziser ist.

Vorsicht ist wie immer bei Kanten geboten, die die Rasenfläche von einem etwas tiefer liegenden Weg abgrenzen. Hier sollte man ein wenig Abstand halten und nicht auf Kante kartieren. Denn ansonsten kann es wie im Test passieren, dass der A2 über diese hinausfährt und hängenbleibt. Dadurch besteht außerdem die Gefahr, dass sich die Klingen stumpf schleifen und die bewegliche Mähscheibe beschädigt wird. In einem solchen Fall schaltet der A2 sich zwar ab, doch die Vermeidung solcher Vorfälle ist immer besser.

Toll ist auch die Möglichkeit, dass man die Rasenfläche auch nach der Kartierung in mehrere Zonen einteilen kann. Und zwar ohne, dass man diese Trennlinie mit dem A2 abfahren muss. Stattdessen ermöglicht das die App, indem man einfach eine Linie einzeichnet.

Dreame A2: Die Zonenverwaltung sucht ihresgleichen. Nach der Kartierung kann man die Rasenfläche bequem per App in mehrere Zonen aufteilen und diese umfassend konfigurieren. So kann man etwa unterschiedliche Mährichtungen und -muster einstellen und auch die Mähgeschwindigkeit und -höhe sowie die Hinderniserkennung lokalen Begebenheiten anpassen.

Wie navigiert der Dreame A2 im Alltag?

Wir haben uns wie immer nicht an die Vorgaben gehalten, sondern ohne Blick ins Handbuch losgelegt – und sind grundsätzlich nicht enttäuscht worden. Zwar bezahlte unser Testgerät des Dreame A2 schon nach kurzer Zeit mit einer hässlichen Schramme von der unsachgemäßen Installation, die er sich an einer Wand zugezogen hatte. Das als Bumper konzipierte Chassis sorgt aber in solchen Ausnahmen dafür, dass der Roboter problemlos weiter mäht. Hier rächt sich dann allerdings das schicke Hochglanz-Chassis des „Silberpfeils“.

Dreame A2: An dieser Engstelle scheiterten bislang alle RTK-basierten Mähroboter. Die Lidar-basierten Modelle wie den Dreame A2 oder den Ecovacs A3000 passieren das enge Verbindungsstück problemlos.

Davon abgesehen schlug sich der A2 bei der grundsätzlichen Navigation aber sehr gut, auch wenn es im Detail noch etwas Anpassungsbedarf gibt. So findet sich der Mähroboter stets sehr gut zurecht und navigiert daher auch in Umgebungen, in denen RTK/GPS-basierte Modelle längst aufgeben. Wir haben ihn etwa dem Härtetest rechts neben dem Haus unterzogen, wo selbst die besten GPS-Mäher wie Mammotion Luba (Testbericht) und Stiga A1500 (Testbericht) immer wieder mit Problemen zu kämpfen hatten. Außerdem haben wir zwei Zonen per Pfad zwischen zwei Gebäudeteilen hindurch verbunden. Spätestens hier hätte sich jeder GPS-Mäher geweigert und die Arbeit eingestellt. Nicht so der A2, der nach dem ersten Anlernen fortan stoisch dem einmal angeeigneten Weg folgte und auch die beiden Problemzonen ohne Einschränkung mähte. Auch hat er eine Engstelle wie der Ecovacs A3000 Lidar gemeistert, an der etwa der Mammotion Luba Mini nicht vorbeikam.

Es wurde bereits angedeutet: Ganz rund läuft trotzdem nicht alles beim A2. Zwar passt für uns die grundsätzliche Navigation schon sehr gut und auch die Genauigkeit, die der Hersteller mit bis zu 1 cm angibt, scheint meist erreicht zu werden. Gerade in Verbindung mit der anpassbaren Hinderniserkennung, die im Abschnitt "App" beschrieben wurde, mäht der Roboter nach der Fläche dann auch direkt an der Begrenzung – und das bei entsprechender Einstellung auch unter Büschen. Bei GPS-Mähern steigt hier die Abweichung, Kamera-Mäher wollen sich erst gar nicht in die Büsche schlagen.

Auffällig ist allerdings, dass der A2 – egal ob manuell per Fernbedienung gesteuert oder automatisch fahrend – immer wieder für den Bruchteil einer Sekunde abrupt stehenbleibt und dann direkt ohne Richtungswechsel weiterfährt. Das hatte im Test auch der sehr gute Segway Navimow (Testbericht) gemacht. Außerdem wirkt er – vor allem bei aktivierter Hinderniserkennung – bisweilen recht unstrukturiert. Dann wird mal hier, mal dorthin gedreht, ein Bogen gefahren oder sonst wie versucht, mit dem Störfaktor klarzukommen. Das funktionierte letztlich immer, wirkt aber noch sehr chaotisch und kostet Zeit. Denn gemäht wird bei solchen Kapriolen auch nicht, wohl aus Sicherheitsgründen.

Wie gut mäht der Dreame A2?

Dank der systematischen (und in der Ausrichtung frei wählbaren) Bahnennavigation schafft der Dreame A2 pro Tag etwa 1000 m² Rasenfläche. Die versprochenen 3000 m² beziehen sich also auf 2 Tage – oder der Nutzer stellt die Mäeffizienz in der App von „Standard“ auf „Effizient“ um. Die angegebenen Rasenflächen erreicht er wie die Konkurrenz, indem er mäht, anschließend zur Ladestation zurückkehrt, lädt und nach rund einer Stunde wieder seine Arbeit fortsetzt. Das Schnittbild gibt keinen Anlass zur Kritik.

Dreame A2: Der Abstand zwischen Gehäuserand und Mähteller beträgt wie bei den Ecovacs-Modellen A3000 Lidar und A1600 RTK nur 5 cm. Entsprechend wenig muss man mit einem Trimmer an Kanten mit fester Begrenzung nacharbeiten.

Wird es enger und der A2 muss viel rangieren, macht sich das langgezogene Chassis negativ bemerkbar. Gerade dann, wenn der Rasen eher holperig ist und nicht einem englischen Wimbledon-Grün entspricht, bleibt der Mäher bei Wendemanövern immer wieder kurz mit den vorderen, ungelenkten Rädern hängen. Das führt dann immer wieder kurzzeitig zu durchdrehenden Rädern, denn die Kraft, die der Bot benötigt, um den langen Vorbau herumzuschwenken, ist einfach höher als bei einem kompakten Modell. Das macht sich auch an Hängen bemerkbar. Muss er sie nur gerade hinauf oder hinunterfahren, gibt es bis zur Herstellerangabe von 45 Prozent oder 24 Grad keine Probleme. Soll am Hang gewendet werden, rutscht der Roboter aber immer wieder ab. Das machen Stiga und Mammotion besser.

Der Dreame A2 bietet ein bewegliches Klingensystem mit einer Schnittbreite und drei Klingen, das am Rand nur 5 cm ungemäht lässt. Im Lieferumfang befinden sich zudem 81 Ersatzklingen. Somit kann man die Klingen, die nach 100 Stunden Betriebszeit ausgetauscht werden sollen, 27x wechseln.

Preise: Was kostet der Dreame A2?

Die UVP für den Dreame A2 für Rasenflächen bis 3000 m² beläuft sich auf 2500 Euro, eine andere Farbe als Silber gibt es nicht. Aktuell gibt es den Lidar-Mähroboter bei Amazon zum Tiefstpreis für 1567 Euro.

Im Lieferumfang sind nicht nur sämtliche Werkzeuge für die Befestigung der Ladestation enthalten, sondern auch 81 Ersatzklingen.

Wer auf die Kamera verzichten kann, erhält mit dem Dreame A1 Pro für Rasenflächen bis 200 m², einer etwas verbesserten Version des 2024 vorgestellten A1 (Testbericht), einen Lidar-basierten Mähroboter für 899 Euro. Ist die zu mähende Rasenfläche kleiner als 1000 m², kommt auch der Dreame Mova 1000 für 749 Euro infrage. Und für kleine Gärten bis 600 m² fällt der Einstieg in die Welt Lidar-basierter Mähroboter mit einem Preis von 650 Euro noch leichter.

Dreame A2: Gibt es eine Integration für Home Assistant?

Es gibt eine Community-Integration für Home Assistant für Mähroboter von Dreame. Die Einbindung in Home Assistant erfolgt über die Dreame-Cloud. Der Dreame A2 wird inzwischen ebenfalls unterstützt. Neben der Steuerung des Mähroboters kann man sich über die Integration Benachrichtigungen über bestimmte Betriebszustände wie den Ladestand des Akkus schicken lassen, was etwa mit der App nicht möglich ist.

Dreame A2: Cloud-basierte Community-Integration für Home Assistant

Fazit

Der Dreame A2 bietet mit Lidar-Navigation und KI-Kamera das Beste, was die Technik für Mähroboter in puncto Navigation und Hinderniserkennung derzeit hergibt. Allerdings ist das noch immer nicht perfekt. Im Test in unserem anspruchsvollen Parcours ist der Dreame A2 wie jeder andere von uns getestete Mähroboter über den befestigten Rasenrand auf einen tieferliegenden Weg gefahren und hing dort fest. Allerdings ist das weniger häufig vorgekommen als bei den RTK-basierten Modellen. In einem solchen Fall lässt man bei der Kartierung besser einen kleinen Abstand zur Kante, dann passiert das nicht, muss aber später mit einem Trimmer mehr nacharbeiten.

Apropos Nacharbeiten: Dank seines beweglichen Schneidesystems lässt er lediglich einen Rand von etwa 5 cm ungemäht, wenn dieser von einer Mauer oder Zaun begrenzt wird. Das ist wie bei den Ecovacs-Modelle A1600 RTK (Bestenliste) und A3000 Lidar (Bestenliste) herausragend. Andere Modelle wie der Luba Mini AWD (Testbericht) lassen über 12 cm stehen.

Insgesamt haben uns die Leistungen des Dreame A2 nicht nur überzeugt, sondern auch begeistert. Wie der Ecovacs bewältigt er auch Engstellen von weniger als 1 Meter Breite bravourös und bietet in puncto Zonenkonfiguration die meisten Einstellungen. Allerdings gibt es mit dem Blick auf die Konkurrenz auch einige Kritikpunkte. Die Schnittbreite von 22 cm ist für ein Top-Modell nur durchschnittlich. Hier haben die Ecovacs-Varianten A1600 RTK und A3000 Lidar mit 32 cm und die Mammotion-Luba-Modelle mit 40 cm deutlich mehr zu bieten. Dadurch verlängert sich die Mähzeit des Dreame A2 erheblich. Was in kleinen und mittleren Gärten kaum eine Rolle spielt, kann in größeren Gärten schnell zum Problem werden – und dafür ist der A2 mit einer maximal möglichen Mähfläche von 3000 m² ausgelegt. Vor allem bei wechselhaftem Wetter, wie das hierzulande leider häufig der Fall ist. Für derart große Gärten empfehlen wir daher eher den Ecovacs Goat A3000 Lidar oder Mammotion Luba 2 AWD. Für kleinere und mittlere Gärten ist hingegen der Dreame A2 klar unsere Nummer 1. Mehr Technik und Einstellungsmöglichkeiten bietet derzeit kein anderer von uns bislang getesteter Mähroboter. Mit einem Preis von derzeit knapp 2300 Euro – jetzt für 1567 Euro – ist der A2 allerdings kein Schnäppchen. Das sind Sportwagen aus Stuttgart aber auch nicht.

  • Historie:
  • Veröffentlichung des Artikels am 15.5.2025
  • Letztes Preis-Update siehe Artikeldatum
Technologie-Sieger

Mammotion Luba Mini AWD Lidar

Der Mammotion Luba Mini AWD Lidar vereint als erster Mähroboter die Navigationstechniken Lidar und RTK. Muss man das haben? Unser Testbericht klärt auf.

VORTEILE
  • Lidar- und RTK-Navigation
  • bewältigt Engstellen unter 1 Meter Breite
  • kompatibel mit Home Assistant
NACHTEILE
  • geringere Mähfläche als reine RTK-Variante aufgrund höherem Energieverbrauch der Lidar-Einheit
  • lässt an Kanten mit fester Begrenzung mindestens 12 cm bauartbedingt ungemäht
  • Schnittbreite nur 20 cm

Der Mammotion Luba Mini AWD Lidar vereint als erster Mähroboter die Navigationstechniken Lidar und RTK. Muss man das haben? Unser Testbericht klärt auf.

Bislang setzt Mammotion bei seinen Geräten größtenteils auf das bei Mährobotern ohne Begrenzungsdraht weitverbreitete Real-Time-Kinematic-Positioning, kurz RTK-Technik. Das erfordert allerdings eine RTK-Antenne, die fix im Garten unter freiem Himmel positioniert wird, sowie eine RTK-Empfangseinheit im Roboter selbst.

Mit dem iNavi-Dienst bietet Mammotion zusätzlich einen Service, der ohne feste RTK-Antenne im Garten eine zentimetergenaue Navigation erlaubt. Dazu muss der Roboter aber mit dem Internet verbunden sein, und zwar an jedem Punkt der Rasenfläche. Da die WLAN-Abdeckung meist nicht den gesamten Garten abdeckt, sind Mammotion-Roboter mit 4G-Funk ausgerüstet. Der Dienst ist im Jahr des Kaufs kostenlos und kann für 12 Monate für knapp 50 Euro verlängert werden.

Doch die RTK-Technik hat ihre Grenzen. In unserem Testgarten gibt es eine Engstelle mit einer Breite von weniger als einem Meter, und die ist auch noch beidseitig von dreistöckigen Gebäuden umgeben. Somit ist der RTK-Empfang an dieser Stelle nicht besonders gut, mit der Folge, dass bislang sämtliche RTK-Mähroboter die Engstelle nicht gemeistert haben. Lediglich die auf Lidar-Navigation (Light Imaging, Detection and Ranging) basierenden Modelle Ecovacs Goat A3000 Lidar und Dreame A2 konnten diese Engstelle fehlerfrei passieren.

Die Lidar-Navigation bietet gegenüber der RTK-Technik also klare Vorteile. Sie hat aber auch Nachteile: Da die Reichweite der Laserabtastung begrenzt ist und sie Objekte zur Entfernungsbestimmung benötigt, taugt sie als Navigation bei großen offenen Flächen nur wenig. In großen Gärten, Parks et cetera sind RTK-Mähroboter die bessere Wahl. Hier fehlen der Lidar-Technik Objekte, die Laserstrahlen zurückwerfen, anhand deren Dauer sie die Position bestimmen kann.

Mit dem Mammotion Luba Mini AWD Lidar muss man sich über Stärken und Schwächen der Lidar- und RTK-Technik und darüber, ob sie für den eigenen Garten geeignet ist oder nicht, keine Gedanken mehr machen: Denn der Luba Mini AWD Lidar bietet neben einem modernen Festkörper-Lidar, das auch beim autonomen Fahren von Pkws zum Einsatz kommt, zusätzlich eine RTK-Empfangseinheit und kann in Verbindung mit einer RTK-Antenne oder mit dem iNavi-Dienst per RTK navigieren. Mammotion nennt die Navigationstechnik, bestehend aus Lidar, RTK und Kamera, Trifusion.

Wie gut sich der Lidar-RTK-Mähroboter in der Praxis bewährt, zeigt der folgende Testbericht.

Mammotion Luba Mini AWD Lidar: Unterschiede zum RTK-Modell

Der Mammotion Luba Mini AWD Lidar ist bis auf das Lidar-Modul, das außerdem noch eine Kamera bietet, baugleich zum Luba Mini AWD 1500 (Testbericht). Allerdings gibt es auch einige Unterschiede. Aufgrund des höheren Strombedarfs des verbauten Festkörper-Lidars schafft der Luba Mini AWD nur eine Mähfläche von 250 m², während die RTK-Variante mit gleicher Akkukapazität von 6,1 Ah 350 m² schafft.

Auch ist die maximale Mähfläche mit 1500 m² niedriger als beim reinen RTK-Modell mit 1800 m². Dafür lädt das Lidar-Modell den Akku von 0 auf 100 Prozent innerhalb von 150 Minuten, während die RTK-Variante 200 Minuten benötigt. Auch ist das Lidar-Modell mit 16,5 kg 1,5 kg schwerer als sein RTK-Pendant. Während Länge und Breite mit 58,4 cm und 43,0 cm bei beiden Modellen identisch sind, unterscheiden sie sich in der Höhe. Hier kommt das RTK-Modell auf 28,2 cm, während die Lidar-Variante eine Höhe von 30,7 cm aufweist.

Lieferumfang und Aufbau

Bis auf die fehlende RTK-Antenne ist der Lieferumfang identisch mit dem RTK-Modell. Mitgeliefert werden eine Ladestation inklusive Netzteil sowie ein Werkzeug zur Montage des Lidar-Moduls, das außerdem noch eine Kamera integriert. Die Ladestation benötigt eine ebene Fläche und wird wie bisher mit den mitgelieferten Plastikschrauben im Rasenboden befestigt.

Inbetriebnahme mit Mammotion-App

Gesteuert wird der Mammotion Luba Mini AWD Lidar mit der App des Herstellers, für die eine Registrierung erforderlich ist. Die Inbetriebnahme ist einfach und schnell erledigt. Einzelheiten dazu, bietet das Benutzerhandbuch, das auch in Deutsch, aber nur als PDF vorliegt.

Da Mammotion häufig die Firmware aktualisiert, dürfte nach der ersten Inbetriebnahme ein solches Update für die Installation bereitstehen. Das kann je nach Verbindungsgeschwindigkeit und Update-Größe unterschiedlich lange dauern. Mit einem guten WLAN-Empfang ist es nach wenigen Minuten erledigt, bei schlechteren Bedingungen dauert es bei uns im Test auch mal 30 Minuten.

Mammotion Luba Mini AWD Lidar: Schematische Kartendarstellung nach Kartierung (oben) und 3D-Map auf Basis der Lidar-Einheit.

Wie erfolgt die Kartierung und was gilt es zu beachten?

Nach der Inbetriebnahme folgt die Kartierung. Anders als die RTK-Version dreht sich die Lidar-Variante vor der Kartierung zur Positionierung einmal um die eigene Achse. Hierfür muss entsprechender Platz vorhanden sein, sonst stoppt der Kartierungsvorgang. Wie üblich ist eine genaue Kartierung essenziell für den Erfolg der späteren Vorgänge. Daher gilt es, so exakt wie möglich den Mähroboter um die Grenzen der Rasenfläche zu navigieren. Mammotion wie auch viele andere Hersteller bieten zudem die Möglichkeit einer automatischen Kartierung. Doch die ist in Gärten mit offenen Übergängen zu Beeten respektive abfallenden Randsteinen meistens zu ungenau, sodass man eine manuelle Kartierung vorziehen sollte. Damit das möglichst exakt erfolgt, setzen wir die Geschwindigkeit bei der Kartierung auf 0,4 m/s herab. Damit gelingt eine präzise Steuerung mithilfe der zwei Cursor für vor und zurück sowie links und rechts.

Luba Mini AWD Lidar: Die automatische Kartierung empfiehlt Mammotion nur für Rasenflächen mit einer klaren Umgrenzung. Wir raten wegen der höheren Genauigkeit grundsätzlich zur manuellen Kartierung.

Wird die Rasenfläche von Randsteinen begrenzt, die eben zur Mähfläche verlaufen, aber ein tiefer gelegener Weg angrenzt, sollte man bei der Kartierung etwas Abstand zu den Randsteinen lassen. Damit gibt man dem Luba Mini AWD Lidar etwas mehr Raum für nötige Richtungsänderungen, ohne dass das Gehäuse beschädigt wird. Zudem verhindert man, dass der Mähroboter über die Kante hinausfährt, an dieser hängenbleibt und das Mähwerk in Mitleidenschaft gezogen wird. Letztlich gilt das aber für alle anderen von uns bislang getesteten Mähroboter, die allesamt an dieser Kante in unserem Testgarten kapitulieren. Hier ändert auch das Lidar-System wenig.

Bietet die Rasenfläche einen ebenen Übergang zu etwa einem gepflasterten Weg, sollte man überlappend kartieren. Dafür steuert man den Mähroboter so, dass er je zur Hälfte auf dem Rasen und dem Weg fährt.

Da der Mammotion Luba Mini AWD Lidar keine spätere Aufteilung der Rasenfläche in Zonen erlaubt, sollte man entsprechend einen Bereich nach dem anderen kartieren. So kann man später beim Mähen unterschiedliche Einstellungen je nach Zone vornehmen, etwa Mährichtung, Schnittbahnenmodus, Bahnabstand, Mähgeschwindigkeit und Schnitthöhe.

Gibt es im Garten Rasenflächen, die nicht miteinander verbunden sind, muss man außerdem noch einen Kanal zu diesen kartieren. Auf diesen Umstand weist die App hin.

Wie exakt navigiert der Mammotion Luba Mini AWD Lidar?

Wie nicht anders zu erwarten war, meistert der neue Mammotion Luba Mini AWD Lidar im Test unseren schmalen Verbindungsweg zwischen zwei Rasenzonen, die kaum breiter als der Mähroboter ist. Allerdings gelingt ihm das nur, wenn die Hinderniserkennung ausgeschaltet ist. Obendrein mussten wir den Kanal mehrmals anlegen, bis er schließlich vom Mammotion befahren werden konnte. Im ersten Versuch hatten wir zu nah an den Randsteinen kartiert, was sich bei der Rückfahrt des Mammotion als Problem herausstellte und er hängen geblieben ist. Beim zweiten Versuch verlief der Kanal zu nahe an der angrenzenden Hecke, in der sich der Luba Mini festgefahren hat. Erst im dritten Anlauf, bei dem wir sowohl zur Hecke als auch zum Randstein wenige Zentimeter Abstand gelassen haben, war es perfekt. Wie im Video zu sehen ist, gelingen dem Mammotion Luba Mini AWD Lidar nun An- und Abfahrtsweg.

Bislang haben diese Engstelle nur die ebenfalls mit Lidar ausgestatteten Ecovacs Goat A3000 Lidar und Dreame A2 gemeistert, während die von uns getesteten RTK-basierten Varianten bislang daran gescheitert sind.

Mammotion Luba Mini AWD Lidar im Einsatz

Wie gut mäht der Mammotion Luba Mini AWD Lidar?

Beim Mähen navigiert der Mammotion Luba Mini AWD Lidar sehr präzise. Er fährt gerade Bahnen und am Schnittbild gibt es nichts auszusetzen. Darin unterscheidet er sich nicht von der RTK-Variante. An die Kanten fährt er aber etwas exakter. Dennoch bleibt bauartbedingt ein Rand von etwa 12 cm ungemäht, wenn der Rasen von einer festen Begrenzung wie Mauern oder Randsteinen umgeben ist. So breit ist der Abstand zwischen Mähwerk und Gehäuserand. Diesbezüglich bieten die Ecovacs-Modelle A3000 Lidar, A1600 RTK und der Dreame A2 mit nur 5 cm zwischen Schnittsystem und Gehäuse klare Vorteile.

Die Schnelligkeit beim Mähen ist von vielen Faktoren abhängig, wie der Mähgeschwindigkeit, die man zwischen 0,2 m/s und 0,6 m/s einstellen kann. Auch der Bahnabstand (8 cm bis 12 cm) sowie der Schnittbahnmodus wie Zickzackkurs oder Schachbrettmuster haben darauf einen Einfluss. Im schnellsten Modus schafft der Mammotion Luba Mini AWD Lidar mit einer Schnittbreite von 20 cm, einem Mähtempo von 0,6 m/s, einem Bahnabstand von 12 cm und einem optimalen Schnittbahnwinkel eine ebene Fläche von 181 m² in 93 Minuten. Zum Vergleich: Der Ecovacs Goat A1600 RTK bietet eine Schnittbreite von 33 cm und mäht eine ebene Fläche von 242 m² in nur 74 Minuten.

Mammotion Luba Mini AWD Lidar mäht problemlos auch unter Büschen.

Wie aktiviert man die RTK-Navigation?

Für große und offene Gärten empfiehlt es sich, den RTK-Modus zu aktivieren. In unserem Testgarten war dies nicht nötig, da die Reichweite der Lidar-Einheit von 30 Metern nicht an ihre Grenzen kam. Mit der aktuellen Firmware 1.14.6.311 aktiviert man den RTK-Dienst, indem man auf der Startseite in der App auf POS tippt. Anschließend klickt man am unteren Rand auf die Schaltfläche „RTK-Dienst aktivieren“. Im Test hat das bei uns zunächst nicht funktioniert. Erst mit „Erzwungene Umschaltung“ hat sich der RTK-Dienst aktiviert. Da wir keine RTK-Antenne installiert haben, nutzen wir für den Mammotion-Dienst iNavi, der Satellitendaten über das Internet bereitstellt und mit den Daten der lokalen RTK-Empfangseinheit im Mähroboter abgleicht. Außerdem nutzen wir als Verbindungsmethode das im Roboter integrierte 4G-Modul, da unser WLAN nicht den gesamten Garten abdeckt.

In der Standardauslieferung steht beim Luba Mini AWD Lidar nur die Lidar-Navigation (links) zur Verfügung, was für die meisten Gärten vollkommen ausreichend ist. Wer aber über einen großen Garten mit offenen Flächen verfügt und die Lidar-Reichweite von 30 Metern nicht ausreicht, kann zusätzlich die RTK-Navigation aktivieren (rechts). Anschließend sollte man allerdings neu kartieren.

Luba Mini AWD Lidar: Gibt es eine Integration für Home Assistant?

Mit einer Community-Integration ist es möglich, die Mammotion-Mähroboter über Home Assistant zu steuern. Das gilt auch für den Luba Mini AWD Lidar. Nützlich ist etwa die Möglichkeit, sich über bestimmte Betriebszustände wie die aktuelle Akkukapazität schicken zu lassen, die die App nicht bietet.

Luba Mini AWD Lidar: Dank einer Community-Integration lässt sich der Mammotion-Mähroboter auch mit Home Assistant steuern.

Wie zuverlässig funktioniert die Hinderniserkennung?

Die Hinderniserkennung funktioniert im Test bei mittleren und größeren Objekten einwandfrei. Der Mammotion umkurvt diese großräumig, sodass es zu keinen Zusammenstößen kommt. Kleinere Bälle erkennt der Luba Mini AWD Lidar hingegen häufiger nicht.

Die Hinderniserkennung sollte man grundsätzlich mit Bedacht einsetzen, denn sie offenbart beim Mähen auch Nachteile. Wenn etwa Äste von Pflanzen in die Rasenfläche reichen und man möchte, dass der Mähroboter unter diesen auch mäht, sollte man die Hinderniserkennung ausschalten. Denn ansonsten umfährt er diesen Bereich. Außerdem bietet der Luba 2 Mini AWD Lidar eine vordere Stoßstange mit Sensoren, die erkennen, wenn er gegen ein Objekt fährt, und dann den Mähvorgang stoppen.

Preis: Was kostet der Luba Mini AWD Lidar?

Während der Luba Mini AWD 1500 regulär knapp 2000 Euro kostet, verlangt Mammotion für den Luba Mini AWD Lidar knapp 2300 Euro. Die RTK-Variante ist aktuell für 1399 Euro im Angebot, während die Lidar-Variante zum Tiefstpreis für 1649 Euro (Code MAMMOTIONDE50 an der Kasse eingeben, - 28 Prozent) den Besitzer wechselt. Aktuell sind beide Varianten damit zum bisherigen Bestpreis erhältlich.

Fazit

Mit dem Luba Mini AWD Lidar liefert Mammotion einen Mähroboter, der primär in Gärten mit engen Übergängen seine Stärke gegenüber der RTK-Version ausspielen kann. Während diese wie alle anderen RTK-Mähroboter die Engstelle in unserem Garten nicht passieren, meistert der Luba Mini AWD diese genauso wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar (Testbericht) und der Dreame A2 (Testbericht), die ebenfalls die Lidar-Technik einsetzen. In puncto Kantenschnitt muss er sich diesen allerdings geschlagen geben: Bauartbedingt lässt der Luba Mini AWD Lidar mit 11 cm mehr am Rand ungemäht als der Ecovacs und der Dreame, deren Messer vom Gehäuserand nur 5 cm entfernt sind.

Gegenüber dem Mitbewerb zeichnet sich der Luba Mini AWD Lidar noch durch seinen Allrad-Antrieb aus. Damit bewältigt er Steigungen von bis zu 38° und überflügelt die Lidar-Konkurrenz mit 27° deutlich. Steile Geländeabschnitte sollte man mit dem Mammotion aber nur bei absoluter Trockenheit mähen lassen, andernfalls schädigt er den Rasen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die RTK-Navigation zu nutzen, was bei großen Gärten, bei denen die Lidar-Reichweite nicht ausreicht, von Vorteil ist. Die Kombination aus RTK und Lidar bietet bislang kein anderer Mähroboter. Insgesamt ist der Mammotion Luba Mini AWD Lidar besonders empfehlenswert für Gärten mit engen Verbindungsstellen und steilen Rasenflächen. Und durch die RTK-Option eignet er sich auch für große und offene Gärten.

Mähroboter mit LidarDreame A2Ecovacs Goat A3000 LidarMammotion Luba Mini AWD Lidar
NavigationLidar, KameraLidar, KameraLidar, Kamera, RTK
Max. Mähflächebis 3000m²bis 3000m²bis 1500m²
Schnittbreite22 cm33 cm20 cm
Abstand Messer/Gehäuse5 cm5 cm12 cm
Maximale Steigung26,5°27°38°
Abmessungen (BxHxT)444x273x666mm460x340x680mm430x307x584
Gewicht16,3 kg16,4 kg16,5 kg
LTEJa, 3 Jahre kostenlosoptionalJa, 1 Jahr kostenlos
Preis2499 Euro2999 Euro2299 Euro
Aktueller Preis1699 Euro2299 Euro2299 Euro
Bislang niedrigster Preis1699 Euro1599 Euro2299 Euro

Historie:

Veröffentlichung: 5.9.2025

Preisupdate: siehe Artikel-Datum

Der Navimow X3 ist das neue Top-Modell unter den drahtlosen Mährobotern von Segway. Wir haben das Modell X350 ausführlich getestet – und sind begeistert.

VORTEILE
  • perfekte Navigation mit Kamera & GPS
  • erstklassiges Mähbild
  • unkomplizierte, schnelle Einrichtung
  • zuverlässig
NACHTEILE
  • teuer
  • WLAN-Passwort darf nicht länger als 32 Zeichen sein

Der Navimow X3 ist das neue Top-Modell unter den drahtlosen Mährobotern von Segway. Wir haben das Modell X350 ausführlich getestet – und sind begeistert.

Segway bietet im Rahmen der Navimow-X3-Serie gleich vier Modelle für unterschiedliche Rasengrößen an. Allen gemein ist die Kombination aus RTK-Navigation per Satellit und VSLAM-Navigation mit drei Kameras – und ein vergleichsweise hoher Preis. Dafür schaffen die Segways aber auch riesige Grundstücke von bis zu 1500 bis 10.000 m². Wir haben den Navimow X350 mehrere Wochen fahren lassen. Ja, der Preis ist hoch, aber wer Wert auf ein tolles Schnittbild, einfache Konfiguration, zuverlässige Navigation und geniale Funktionen legt, ist hier genau richtig. Folgende Modelle stehen zur Auswahl:

  • Segway Navimow X315 für bis zu 1500 m² Rasenfläche
  • Segway Navimow X330 für bis zu 3000 m² Rasenfläche
  • Segway Navimow X350 für bis zu 5000 m² Rasenfläche
  • Segway Navimow X390 für bis zu 10.000 m² Rasenfläche

Wie kompliziert ist der Aufbau des Navimow X3?

Der große Karton wirkt hochwertig und macht Lust aufs Auspacken. Auf der Terrasse klappen wir ihn auf. Im Inneren ist alles sorgfältig verstaut, alle Kisten sind ordentlich beschriftet. Praktisch: Bereits an dieser Stelle wird man mit einer knallorangenen Pappkarte mit QR-Code aufgefordert, die Navimow-App auf dem Smartphone zu installieren. Wer das macht, benötigt keine Anleitung mehr durchzublättern: Ein vorbildlicher und komfortabler Assistent führt durch den Aufbau des Mähroboters und des nötigen Zubehörs, bis das Gerät selbsttätig im Garten unterwegs ist.

Der gesamte Aufbau hat bei uns eine gute Stunde gedauert. Das ist ohne Vorwissen im Bereich der drahtlosen Mähroboter zu schaffen, wenn man ein wenig technisches Verständnis mitbringt und Daten wie sein WLAN-Passwort griffbereit hat. Sollte man zunächst noch Vorbereitungen im Garten treffen müssen, kann die Inbetriebnahme freilich länger dauern. So liegt die maximale Schnitthöhe des Mähwerks von X315, X330, X350 und X390 bei 70 Millimetern – bevor der Roboter die Arbeit übernehmen kann, sollte man den Rasen manuell auf 70 Millimeter oder niedriger gemäht haben. Auch große Steine und Stöcke müssen aus dem Weg, wir haben darüber hinaus noch ein paar Zweige und Brennnesseln, die aus dem Gebüsch in den Rasen hingen, mit einem Trimmer und einer Astschere entfernt.

Es gibt ein paar Anforderungen an die Platzierung der Ladestation sowie der RTK-Antenne. Letztere sollte möglichst freien Blick haben, vorrangig gen Süden – ein Platz wird gesucht, der möglichst weit weg von hohen Bäumen, Hauswänden und so weiter ist. Gleichzeitig will man die Antenne nicht mitten im Garten in den Boden rammen, da von ihr ein Kabel zur Ladestation geführt werden muss – und von dort zu einer Steckdose. Wir haben die Position nach ein paar Tagen noch einmal verändert, um ein besseres Kantenschnitt-Ergebnis zu erhalten. Wer hier von vornherein perfekte Arbeit abliefern möchte, benötigt unter Umständen noch optional zu erwerbende Verlängerungskabel, zusätzliche Bodenhaken für die Kabel und mehr Zeit bei der Ersteinrichtung. Allerdings wird einem der Roboter schon mitteilen, wenn ihm etwas nicht passt – man muss also keine Angst davor haben, sondern bereit sein, vielleicht noch etwas zu optimieren. Nur einen Kritikpunkt haben wir noch an der Einrichtung: Unser WLAN-Passwort war zu lang für den Segway oder seine App. Maximal 32 Zeichen darf es haben. Ein Glück, das Gäste-WLAN hat ein kürzeres Passwort, weswegen das in der Praxis nicht gestört hat – aber dennoch nicht optimal ist.

Die folgende Fotostrecke zeigt den Aufbau des Segway-Mähroboters.

Segway Navimow X3: Wie funktioniert die Kartenerstellung?

Grundsätzlich unterscheidet sich das „Anlernen“ des Grundstücks beim Segway Navimow X3 nicht von anderen kabellosen Mährobotern. Er navigiert mit einer Kombination aus optischer Hindernis- und Grenzenerkennung, dafür hat er drei Kameras an Bord: eine nach vorn gerichtete und zwei seitliche. Außerdem nutzt er Satellitennavigation (RTK), um sich zurechtzufinden.

Wie wir bei anderen Tests dieser Mähroboter schon beobachtet haben, kann RTK in manchen Gärten problematisch sein: Tiefe Häuserschluchten, hohe Bäume, dicke Büsche und überwachsene Rasenteile blockieren den Satelliten-Empfang und können den Roboter blind machen. Tiefe Häuserschluchten hat der Garten, in dem der X350 seine Runden dreht, nicht zu bieten – aber hohe Bäume und ein dichtes Gebüsch, unter dem er sogar durchfahren muss, um den Rasen komplett mähen zu können. An keiner Stelle, selbst unter dichten Thuyen, hatte er dabei Probleme, was wohl an der ergänzenden Orientierung per Kameras liegt.

Sobald die grundlegende Einrichtung abgeschlossen ist, zeigt die App „Gamepad-Controller“ auf dem Display. Mit dem linken Daumen kann man Gas geben und rückwärts fahren, auf der rechten Seite gibt es einen Regler zum Lenken. Die App empfiehlt, ein paar Runden mit dem X3 wie mit einem ferngesteuerten Auto über den Rasen zu drehen, damit man ein Gefühl für das Fahrverhalten bekommt.

Wenn man so weit ist, schickt man den Roboter zurück in seine Ladestation und kann mit dem Kartieren beginnen. Dafür fahren wir unseren Navimow X350 an den Startpunkt der Kartierung, also an einen beliebigen Ort am Rasen-Rand, tippen auf die Start-Schaltfläche und steuern den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto an der Rasenkante entlang. Dank der dicken Räder klappt das ziemlich gut, allerdings machen uns Beton-Rasenkanten, neben denen der Boden sich im Laufe der Jahre um zwei Zentimeter abgesenkt hat, etwas Probleme: Aufgrund der Kante können wir nicht direkt am Rand entlangfahren, weil das rechte Rad dann immer wieder mal schleift und der Roboter so nicht sauber geradeaus fährt. Weil auf der anderen Seite feine weiße Ziersteinchen liegen, können wir auch nicht mittig drüberfahren, denn auf dem weichen Schotter kommt der X3 auch nicht perfekt geradeaus.

In der Praxis ist das erst mal kein Problem. Sollte man beim Erfassen der Karte über solche Probleme stolpern, drückt man die Radiergummitaste. Solange man drauftippt, fährt der Roboter den Pfad rückwärts und löscht die eben gelernte Grenze; man kann es einfach noch einmal probieren. An dieser einen Kante halten wir jetzt einen guten Zentimeter Abstand. Damit wird die Rasenkante zwar nicht perfekt vom Roboter gemäht, doch für solche fiesen Sonderfälle gibt es eine Lösung – dazu später mehr. An allen anderen Stellen im Garten, egal ob am Abhang, an ungepflegtem Wildwuchs neben dem Rasen, an Hecken oder Zäunen, hatten wir beim Erfassen der Karte keine Probleme und konnten wirklich bis zum Rand fahren – und später mähen.

Eine nachträgliche Änderung oder Ergänzung der Karte ist jederzeit möglich. Man kann beispielsweise auch das nicht zusammenhängende Nachbargrundstück oder den Vorgarten erfassen und den Roboter dahin tragen, wenn er dort mähen soll. Nur, wenn man die Position der RTK-Antenne verändert, muss man alle Karten neu erfassen. Die gesamte Steuerung und Anlernphase funktionierte im Test vollkommen intuitiv und schnell.

Wie gut mäht der Segway Navimow X3?

Das Grundstück, auf dem der X350 seit ein paar Wochen seine Runden dreht, ist ein gemeiner Härtetest für Mähroboter. Anstelle des gepflegten Golfrasens gibt es hier hauptsächlich vermooste und überwucherte Bereiche, Furchen und Löcher von Wühlmäusen und im Frühjahr plattgetretene, aber bisher nicht schön wieder bewachsene Maulwurfshügel. Neben Rasen wachsen Disteln, Löwenzahn, das bereits erwähnte Moos und diverses andere Krautsorten auf der Grünfläche. Mäht man einen Teil des Gartens, riecht es nach Oregano, in einem anderen füllt sich der Korb des Benzinrasenmähers dem Geruch nach primär mit Zitronenmelisse. Genau deswegen fuhr hier im letzten Jahr auch kein Roboter mehr: Das bislang beim Tester eingesetzte kabelgebundene Modell hat sich regelmäßig festgefahren und benötigte mehrmals pro Woche eine Rettungsaktion – so macht das keinen Spaß.

Der Segway Navimow X350 kurz vor seinem ersten Einsatz.

Der Segway hingegen pflügt wie ein moderner Traktor von John Deere über die „Rasenfläche“. Er hat hinten zwei große, einzeln angetriebene Räder, in der Mitte die Mähscheibe mit frei schwingenden Klingen und vorn zwei große Luftreifen, die um 360 Grad drehbar sind. Fast lautlos fährt und mäht er über Hügel, Stock und Stein, gelegentlich hört man ein leises „Klock“, wenn ein Vorderrad kurz den Kontakt zum Boden verloren hat und wieder erlangt. Unser Navimow X3 nimmt alle Hindernisse hin, als wären sie nicht vorhanden, schafft die engsten Kurven und die tiefsten Löcher. Wird es ihm zu bunt, bremst er etwas ab. Er ist kein einziges Mal stecken geblieben, doch zur Navigation erklären wir später mehr.

Beim Mähen fährt er zunächst die Rasenkante ab und orientiert sich dann an einer Kante, um die Fläche Linie an Linie abzufahren. Beim nächsten Mähvorgang orientiert er sich an einer anderen Kante, sodass er immer in einem anderen Winkel Bahn um Bahn über das Grundstück fährt. Nach drei Durchgängen sieht man keine Bahnen mehr, der Rasen sieht einfach top aus.

Der Segway Navimow X350 von unten.

Die Schnitthöhe kann man zwischen 20 und 70 Millimetern in 5-Millimeter-Schritten in der App einstellen – sogar zonenweise. Der Bereich vor der Terrasse kann auf 35 Millimeter gekürzt werden, der Bereich unter den Streuobstbäumen darf 70 Millimeter hoch wachsen. Rund um den Pool schonen wir den Rasen und erlauben 50 Millimeter. Änderungen sind jederzeit komfortabel per App möglich. Das Einzige, was stört: Das Speichern jeder Änderung dauert immer ein paar Sekunden, in denen man einer Progress Bar beim Ansteigen auf 100 Prozent zusieht.

Wie laut und schnell mäht der Segway Navimow X3?

Im Mähbetrieb arbeitet er erfreulich leise. Per App kann man zwischen drei Modi wählen – normal, leise und schnell. Die Nachbarn, deren Terrasse nur von einer Rosenhecke getrennt an die Rasenfläche grenzt, haben eine Woche lang nicht mal gemerkt, dass da nun wieder ein Roboter seine Touren dreht – selbst, wenn sie zu Kaffee und Kuchen draußen saßen. Im leisen Modus wird der Segway noch mal leiser; der Hersteller spricht von 3 dB, was einer Halbierung der gefühlten Lautstärke entspricht. Tatsächlich wird er noch leiser, aber da er schon zuvor nicht gestört hat, war das gar nicht nötig. Der schnelle Modus hingegen wird ein Stück lauter. Weil es bei uns nicht aufs Tempo ankommt, betreiben wir den X3 überwiegend im normalen Modus.

Auf der Oberseite gibt es ein großes Matrix-Display für Status-Informationen, Akkustand und Begrüßung.

Die Geschwindigkeit hängt vorrangig von der Form des Grundstücks ab. Rechteckig und ohne Hindernisse geht es freilich viel schneller, als wenn der X3 permanent drehen, bremsen, schauen muss. Bei uns hat er sehr verwinkelte und gemeine 200 Quadratmeter in einer knappen Stunde gemäht und dabei in der Ausführung X350 knapp 20Prozent des Akkus verbraucht.

Je mehr Hindernisse die Optik erkennt, desto häufiger muss der Navimow herunterbremsen und noch einmal extra schauen. Wie beim Saugroboter im Wohnzimmer gilt: Je besser das Grundstück auf den Einsatz eines Mähroboters vorbereitet ist, umso schneller und effizienter kann er arbeiten. Im Falle des Segway gilt: Egal, wie das Grundstück aussieht, der Navimow X3 kommt damit klar.

Wie gut ist die Objekterkennung des Segway Navimow X3?

Dem Roboter beim Mähen zuzusehen, hat schon fast etwas Meditatives – ähnlich wie ein 3D-Drucker. Beim X3 kommt hier sogar noch ein Gefühl dazu, das man fast schon als väterlichen Stolz bezeichnen kann, denn sein Umgang mit Hindernissen ist fast ein Spektakel.

Beim ersten Mähen entdeckte die Kamera vor dem Roboter ein Büschel einer anderen Grassorte, das eine etwas andere Farbe hatte als der Rest – und die offensichtlich etwas schneller wächst, denn dieses Büschel stand einen knappen Zentimeter über die Grasnarbe hinweg. Der X3 hat davor abgebremst, ist kurz stehen geblieben, dann drübergefahren – und hat sich danach noch einmal umgedreht. Fast, als wollte er schauen, ob seine Einschätzung richtig und das Mähen erfolgreich war. War es, das Büschel war weg.

Über Stock und Stein und unter Büschen und Blättern zieht der X350 seine Bahnen.

Anderes Beispiel: Eine Brennnessel ist aus dem Gebüsch am Rand über die Rasenfläche gekippt, aber ohne sie zu berühren. Die Pflanze hing gute zehn Zentimeter über dem Rasen, einen halben Meter in die Rasenfläche hinein. Beim Kantenmähen hat der Roboter die Brennnessel erkannt und im großen Bogen umfahren. Am Ende der Mäharbeiten ist er noch mal dahin gefahren, hat sich die Brennnessel von drei Seiten angesehen und dann angestupst. Danach hat er den Rasen unter der Brennnessel abgefahren, als wäre kein Hindernis dort. Den Gartenschlauch und das Kinderspielzeug hat er sauber gemieden und umfahren, auf den kläffend anrennenden Hund reagiert er mit Rückzug – was der Hund wohl als unterwürfiges Verhalten interpretiert und sich sofort mit dem neuen Gast im Garten arrangiert hat.

Kommt ein Mensch in die Nähe des Roboters, zeigt er auf seinem großen Matrix-Display gelegentlich „Hi!“.

Ist der Segway Navimow X3 wasserfest und kommt er mit Regen zurecht?

Das Gehäuse ist wasserdicht. Der Roboter hat einen Feuchtigkeitssensor und holt sich darüber hinaus noch Wetterinformationen aus dem Internet, um zu entscheiden, ob er heute mäht oder nicht.

Sorry für die schlechte Bildqualität: Diese Amsel hat im X350 einen neuen Freund gefunden. Sie saß regelmäßig beim Mähen in seiner Nähe.

Wenngleich er auf feuchtem Untergrund mäht: Er zerstört den Rasen nicht. Seine großen Räder drehen sporadisch mal durch. Der Segway reagiert sofort darauf, schaltet gegebenenfalls das Mähwerk ab und sucht zunächst ganz vorsichtig und langsam nach einem Ausweg, statt einfach stumpf ein Rad weiterdrehen und damit die Grasnarbe abtragen zu lassen. Bei uns hat sich der Navimow nie festgefahren und auch an kritischen Stellen stets und rasenschonend einen Ausweg gefunden.

Wie ist die Verarbeitung des Segway Navimow X3?

Der Segway hat ein Kunststoff-Gehäuse und ist in Grau-Orange gehalten. Er fühlt sich stabil und hochwertig an und hat nach einigen Wochen Test-Betrieb weder Kratzer noch andere Gebrauchsspuren davongetragen. Dazu zahlt natürlich ein, dass seine hervorragende Navigation per Kameras und RTK einen vollkommen berührungslosen Betrieb möglich machen. Der X3 rumpelt nirgendwo gegen.

Auch das Zubehör ist hochwertig. Zur Ladestation gehören stabile Bodenplatten aus dickem Kunststoff und komfortable und gut haltende Erdschrauben zur Befestigung. Die RTK-Antenne bringt eine Halterung aus Metall mit drei Erdspießen aus Metall mit, die wir ohne Probleme mit dem Fuß in Erde und Schotter treten konnten. An keiner Stelle haben wir hier Qualität vermisst.

Preis: Was kostet der Segway Navimow X3?

Alles Gute hat seinen Preis. Das gilt auch für das High-End-Produkt Segway Navimow X3. Der folgende Preisvergleich zeigt die derzeit günstigsten Angebote für die Modelle X315 (1500 m²), X330 (3000 m²), X350 (5000 m²) sowie X390 (10.000 m²).

Fazit

Der Segway Navimow X3 hat uns rundherum begeistert. Seine Einrichtung war einfach, die Verarbeitung ist gut. Er mäht ganz hervorragend und ist dabei noch leise. Selbst in einem für Mähroboter sehr herausfordernden Garten ließ er sich zu keiner Zeit aus der Ruhe bringen. Er navigierte und steuerte perfekt um Hindernisse, mähte aber sauber über alles, was weg sollte. Er fuhr unter Büschen durch, neben Gartenschläuchen, Kies und Kinderspielzeug, freundete sich mit dem Hund an und macht genau das, was ein guter Haushaltsroboter eben machen soll: Er kümmert sich selbsttätig ohne nötiges und nerviges händisches Eingreifen um seine Aufgabe.

Der Sunseeker X7 erklimmt dank Allrad-Antrieb bis zu 35 Grad steile Steigungen und navigiert mit RTK-GPS ohne Kabel. Wie gut ihm das gelingt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • Mäht zügig dank großer Schnittbreite von 35 cm
  • Dank Allrad-Antrieb problemlos in steilem Gelände
  • Zonen- und Karten-Management hervorragend
  • Dank Schnellladung nur kurze Ladezeit
  • Community-Integration für Home Assistant
NACHTEILE
  • schafft Engstelle im Test-Garten nicht (wie alle RTK-Mähroboter)
  • Auto-Kartierung bei Rasenflächen ohne Begrenzung unbrauchbar
  • Erkennt in Rasen eingelegte Platten teilweise als Hindernis
  • Keine Integration für Home Assistant

Der Sunseeker X7 erklimmt dank Allrad-Antrieb bis zu 35 Grad steile Steigungen und navigiert mit RTK-GPS ohne Kabel. Wie gut ihm das gelingt, zeigt unser Test.

Mähroboter mit Allrad-Antrieb gibt es nur wenige. Im Test hatten wir bereits die Mammotion-Modelle Luba 2 AWD (Bestenliste) und Luba Mini AWD (Bestenliste), deren Vierradantrieb zwar Steigungen von bis zu 38,6 Grad schafft, doch bei feuchten Bedingungen primär bei Richtungsänderungen im steilen Gelände den Rasen schädigt. Das will der Sunseeker X7 mit Drei-Rad-Antrieb besser machen. Er schafft zwar „nur“ 35 Grad steile Steigungen, doch ist er mit einem Gewicht von knapp 14 kg etwa 5 kg leichter als der Luba 2. Damit drückt er sich nicht so in den Rasen und dank des Drei-Rad-Antriebs ist er deutlich wendiger als die Lubas. Dementsprechend sollte er in der Praxis rasenschonender zu Werke gehen.

Wie der Luba 2 AWD 3000 ist der Sunseeker X7 für Rasenflächen bis zu 3000 m² ausgelegt. Er verfügt über zwei schwimmend gelagerte Mähscheiben, die sich an Unebenheiten anpassen und eine Schnittbreite von 35 cm bieten. Das ist zwar 5 cm weniger als der Luba 2, doch noch immer ordentlich. Zum Vergleich: Der Goat A3000 Lidar und der Goat A1600RTK von Ecovacs bieten eine Schnittbreite von 32 cm. Aber viele andere Modelle wie der Dreame A2 kommen nur auf 22 cm oder wie der Luba Mini AWD auf 20 cm.

Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 20 mm und 100 mm anpassen, was eine individuelle Rasenpflege ermöglicht. Die Einstellung erfolgt einfach über die App, und zwar nicht global, sondern pro Zone. Das gilt auch für die Mährichtung.

Die Hinderniserkennung basiert auf 3D-Binokular-Kameras und Deep Learning. Technische Merkmale sind unter anderem eine Batteriekapazität von 5 Ah, ein Ladegerät mit 5 A, ein Geräuschpegel von 60 dB(A) und eine IPX5-Wasserdichtigkeit. Der Roboter verfügt über Wi-Fi- und Bluetooth-Konnektivität, einen Regensensor und unterstützt die Einteilung der Rasenfläche in bis zu 10 Mähzonen.

Sunseeker X7: RTK-Mähroboter mit Allrad-Antrieb für Rasenflächen mit bis zu einer Größe von 3000 m².

Sunseeker X7: Design und Verarbeitung

Der Sunseeker X7 ist mit 74,1 cm etwas länger als der Mammotion Luba 2 AWD mit 69 cm. Die Breite ist bei beiden Allrad-Mährobotern mit 51,3 cm identisch. Aber mit einer Höhe von 25,9 cm ist der Sunseeker X7 etwas flacher als der Luba 2 AWD mit 27,3 cm. Das Design ist nicht so schön wie das des Dreame A2 und auch nicht so auffällig wie das des Luba 2. Insgesamt würden wir es als wenig aufregend und unauffällig bezeichnen. Doch Schönheit sollte bei einem Mähroboter ohnehin nicht den Ausschlag geben. Praktisch ist hingegen der hohe Abstand der vorderen Abdeckung zum Gras, sodass dieses beim Mähvorgang nicht niedergedrückt wird.

Trotz des langen Chassis ist der Sunseeker mit seinem Drei-Rad-Antrieb sehr wendig. Mit nur einem Rad an der Hinterachse sind Richtungsänderungen auf engstem Raum kein Problem. Auch wird der Rasen beim Manövrieren nicht stark belastet. Ähnlich wie bei Mährobotern mit einem Zwei-Rad-Antrieb. Die beiden Schnittteller an der Unterseite sind versetzt angeordnet, sodass in der Mitte kein Rasen ungemäht bleibt.

Auf der Oberseite gibt es ein kleines Display mit vier Bedienknöpfen. Damit wird der X7 ein- und ausgeschaltet, zurück zur Ladestation geschickt oder der Mähvorgang gestartet. Zudem dienen die Bedientasten zur Eingabe der vierstelligen PIN, die man bei der Inbetriebnahme vergibt. Display und Bedientasten verdienen sich zwar keinen Schönheitspreis, erfüllen aber ihren Zweck. Hinter dem Display befindet sich der obligatorische Stopp-Schalter und davor sitzt die RTK-Antenne des Mähers. Vor dieser, an der Gehäusevorderseite, haben die Binokular-Kameras zur Erkennung von Hindernissen ihren Platz gefunden.

In puncto Design gibt es schönere Mähroboter als den Sunseeker X7. An der Verarbeitung des Grau-Silber lackierten Gehäuses gibt es hingegen nichts auszusetzen. Es ist wie üblich wasserdicht nach IPX5 und hinterlässt einen stabilen Eindruck.

Sunseeker X7: Im Lieferumfang ist alles für die Inbetriebnahme und Montage der Ladestation enthalten.

Mähroboter Sunseeker X7: Was ist im Lieferumfang?

Neben einer Schnellstart-Anleitung enthält der Lieferumfang auch ein mehrsprachiges Handbuch, das auf 22 Seiten auch auf Deutsch Ausstattung, Inbetriebnahme und Betrieb des Sunseeker X7 erläutert. Für die Befestigung von Ladestation und RTK-Antenne sind im Lieferumfang entsprechende Halterungen enthalten. Anders als bei vielen Mitbewerbern werden die Plastikhalterungen für die Ladestation und die Metallstifte für die RTK-Antenne nicht in den Boden gedreht, sondern müssen mit einem Hammer (Metallstifte) oder per Hand (Plastikhalterungen) versenkt werden. Mit dabei sind auch 12 Ersatzklingen für die beiden Mähteller mit jeweils drei Klingen (siehe auch Bildergalerie).

Aufstellort von Ladestation, RTK-Antenne und Inbetriebnahme

Die Ladestation und die RTK-Antenne haben wir wie üblich am Rand des Rasens platziert, der etwa drei Meter von der Hauswand entfernt beginnt. Die Ladestation kann sich auch außerhalb des Rasens befinden. Dann muss man eine Route zu dieser mit der App anlegen, sodass der Mähroboter sie erreichen kann. In jedem Fall benötigt sie einen ebenen Untergrund. Die 135 cm hohe RTK-Station muss mindestens drei Meter von Gebäuden und Bäumen entfernt platziert werden, um möglichst viele Satelliten empfangen zu können. Dank des mitgelieferten, netto zwölf Meter langen Verbindungskabels, das mit dem im Lieferumfang befindlichen Netzteil mit Strom versorgt wird, lässt sie sich relativ flexibel positionieren.

Sunseeker X7: Für eine präzise Navigation benötigen RTK-Mähroboter einen optimalen Satellitenempfang. In dicht bebauten Gebieten kann dieser problematisch sein.

In unseren beiden Test-Gärten hat die RTK-Antenne auf Anhieb die für den Betrieb nötige Anzahl von Satelliten empfangen. Selbst in dem von hohen Gebäuden umgebenen Garten gelang der Empfang, während etwa die RTK-Antenne von Ecovacs dort nicht genügend Satelliten empfangen konnte (siehe auch: Testbericht zum Ecovacs Goat A1600 RTK).

Der Aufbau und die Inbetriebnahme gelingen dank Schnellstart-Anleitung und der selbsterklärenden Sunseeker-App im Test innerhalb weniger Minuten. Bei schwierigen Empfangsbedingungen kann es allerdings nötig sein, die RTK-Antenne an einer Wand oder auf dem Dach zu montieren. Mehr Informationen dazu bietet das Handbuch.

Tipp: Da auch die Sunseeker-App keine Satellitenempfangshilfe bietet, empfiehlt sich eine Smartphone-App wie GNSS-View, um einen möglichst optimalen Standort für die RTK-Antenne zu finden. Grundsätzlich gilt, dass die Inbetriebnahme an einem sonnigen Tag erfolgen sollte und zu einer Zeit, die den Empfang möglichst vieler Satelliten ermöglicht.

Was sollte man bei der Kartierung beachten?

Die neuesten Mähroboter ohne Begrenzungskabel bieten inzwischen eine automatische Kartierung. Doch in der Praxis entpuppt sich diese Funktion als Marketing-Feature. Bei einer nicht durch Randsteine oder einen Zaun begrenzten Rasenfläche ist diese Funktion wertlos. Das ist auch beim Sunseeker X7 so. Er verließ während der automatischen Kartierung die Rasenfläche und kartierte unter Gartentischen- und Stühlen.

Durch die Aufteilung in Zonen können Anwender mit der Sunseeker-App die effizienteste Schnittrichtung pro Zone festlegen.

In den meisten Fällen liefert daher die manuelle Kartierung, bei der man in Bluetooth-Reichweite kurz hinter dem Mähroboter läuft und diesen per virtuellen Steuerungsflächen mit dem Smartphone navigiert, das bessere Ergebnis. Ähnlich wie Mammotion setzt Sunseeker dabei auf zwei Steuerungsflächen: Eine für Vor und Zurück und die zweite für Links und Rechts. Damit ist die Kartierung schnell abgeschlossen. Wer möchte, kann die Geschwindigkeit des Robotors für die Kartierung justieren.

Grundsätzlich empfehlen wir bei Rasenflächen, die unterschiedliche Ausrichtungen und Begrenzungen aufweisen, entsprechende Zonen anzulegen. Das hat den Vorteil, dass man pro Zone unterschiedliche Einstellungen vornehmen kann. Das wird von der Sunseeker-App unterstützt. So kann man pro Zone nicht nur Mähgeschwindigkeit und -höhe definieren, sondern auch die Mährichtung.

Sunseeker X7: Zonen können nachträglich per App aufgeteilt werden. Ein nachträgliches Abfahren zur Aufteilung ist nicht nötig.

Bei der Kartierung einer Rasenfläche, die an einen Weg grenzt, kartiert man überlappend zwischen Rasen und angrenzendem Weg, sodass beim Mähvorgang kein Gras stehen bleibt. Wenn hingegen die Rasenfläche von hohen Randsteinen begrenzt wird oder ein etwas niedriger gelegener Weg an diese grenzt, sollte man beim Kartieren zum Rand etwas Abstand lassen. Damit gibt man dem Mähroboter etwas mehr Raum für nötige Richtungsänderungen, ohne dass das Gehäuse beschädigt wird. Zudem verhindert man, dass der Sunseeker X7 über die Kante hinausfährt und an dieser hängenbleibt. Bei schwierigen Zonen sollte man außerdem die Mähgeschwindigkeit herabsetzen, die App bietet dafür die Einstellungen Schnell, Standard und Langsam.

Die Sunseeker-App hat beim ersten Versuch der Kartierung unserer gesamten Rasenfläche einen Fehler ausgegeben. Start- und Endpunkt lägen zu weit auseinander. Also haben wir zunächst einen kleineren Bereich kartiert und mit diesen um weitere Zonen erweitert. Die App unterstützt das nachträgliche Aufteilen von Zonen und speichert auch einmal erstellte Karten ab.

Wie gut gelingt die Navigation und wie effizient arbeitet das Schneidesystem?

Die Schnitthöhe können Anwender über die App zwischen 20 mm und 10 mm einstellen. Die beiden Mähscheiben bieten jeweils drei Messer und eine Schnittbreite von 35 cm. Damit ist klar, dass Sunseeker X7 zu den schnelleren Varianten seiner Gattung zählt, wenn er auch nicht die Leistung des Luba 2 AWD mit 40 cm Schnittbreite erreicht. Immerhin ist diese geringfügig größer als bei den Ecovacs-Modellen Goat A3000 Lidar und Goat A1600 RTK, die eine Schnittbreite von 32 cm bieten. Auch beim Kantenmähen macht der Sunseeker X7 mit einem Abstand der Mähklingen von etwa 8 cm zum Gehäuserand eine gute Figur. So muss man nur wenig mit einem Rasentrimmer nacharbeiten. Die Top-Modelle von Ecovacs Goat A3000 Lidar und Goat A1600 RTK sind mit einem Abstand von 5 cm allerdings noch besser aufgestellt.

Die Navigation hat im Test in allen Zonen einwandfrei mit den Standardeinstellungen funktioniert. Doch einen schmalen Weg, der zwischen zwei Häuserwänden liegt und zu einer abgelegenen Zone führt, hat der Sunseeker X7 wie auch andere RTK-Mäher nicht passiert. Hier kommt die RTK-Technik an seine Grenzen. Lediglich die Lidar-basierten Modelle Dream A2 und Ecovacs Goat A3000 haben diese Herausforderung bislang als einzige Mähroboter gemeistert. Schließlich haben wir den Sunseeker manuell durch diese Engstelle gesteuert. Interessanterweise hat er nach dem Mähen dieser Zone den Rückweg zur Ladestation gefunden.

Sunseeker X7: Je nach Mährichtung unterscheidet sich die Mähgeschwindigkeit für einen bestimmten Bereich. Die Angaben der gemähten Fläche variieren dabei zwischen 181 m² und 195 m² und die Mähdauer liegt zwischen 53 min und 1h 16min.

Wie gut und wie schnell mäht der Sunseeker X7?

Der Sunseeker X7 mäht zuverlässig in geraden Bahnen und geht dabei dank seiner großen Schnittbreite auch sehr zügig zu Werke. Das Schnittbild geht in Ordnung und kann dank zahlreicher Einstellungen in der App noch optimiert werden. Dafür gibt es etwa die Einstellung spurlos, die dafür sorgt, dass der Sunseeker unterschiedliche Mährichtungen einschlägt, sodass die typischen Mähbahnen mit der Zeit verschwinden.

Erreicht der Akku eine Kapazität von 15 Prozent, fährt der Sunseeker zurück zur Ladestation. Dank des 5 A starken Netzteils ist der Akku jedoch schnell aufgeladen. Ein Ladevorgang dauert von 0 auf 100 Prozent lediglich eine Stunde.

In unserem zweiten Testgarten mit teils sehr steilen Stellen zeigt der Sunseeker X7, wozu ein Allrad-Antrieb nützlich ist. Während bei dem Ecovacs Goat A3000 Lidar bei einer Querfahrt der Kippsensor ausschlägt und er diesen Bereich nur in der Falllinie bemähen kann, zeigt der Sunseeker X7 dank Allrad-Antrieb, egal in welcher Mährichtung, keine Schwächen. Aufgrund des rasenschonenden Drei-Rad-Antriebs ist er in unserem steilen Testgelände sogar den Mammotion-Modellen überlegen, die beim Manövrieren auf feuchtem Untergrund den Rasen beschädigen können.

Modelle und Preise: Was kostet der Sunseeker X7?

Der Sunseeker X7 kostet regulär knapp 2500 Euro. Derzeit gibt es kein günstigeres Angebot. Sein Tiefstpreis lag bei 2198 Euro. Vielleicht wird er zur Black Week wieder günstiger.

Neben dem X7 bietet Sunseeker mit dem X7 Plus noch ein Modell, das mit einem 10 Ah starken Akku ausgestattet und für eine Rasenfläche von bis zu 6000 m² ausgelegt ist. Der Sunseeker X5 für 2000 m² bietet zwar ebenfalls einen Allrad-Antrieb, unterscheidet sich gegenüber den Top-Modellen aber durch eine kleinere Schnittbreite von 22 cm.

Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt der Sunseeker X7?

Mithilfe von Google Assistant und Amazon Alexa können Anwender den Sunseeker X7 auch per Sprache steuern. Anders als für Mammotion steht für Home Assistant allerdings keine Integration zur Verfügung. Inzwischen steht auch eine Community-Integration für Home Assistant (Bestenliste) zur Verfügung, mit der man den Sunseeker X7 vollständig steuern kann. Dashboard-Vorlagen für Pläne, Kontrolle und Zonen gibt es ebenfalls.

Dank einer Community-Integration auf Basis der Sunsseker-Cloud steht der X7 auch unter Home Assistant zur Verfügung.

Fazit

Der Sunseeker X7 ist für große Rasenflächen mit bis zu 3000 m² ausgelegt. Im Test bestätigt er diesen Anspruch dank einer großen Schnittbreite von 35 cm und einem starken Akku mit 5 Ah, der außerdem mit dem 5 A starken Netzteil schnell wieder aufgeladen ist. Gefühlt ist der Sunseeker X7 immer einsatzbereit.

Gegenüber dem Vier-Rad-Antrieb der Mammotion-Modelle erklimmt er mit seinem Drei-Rad-Antrieb zwar nicht ganz so steile Steigungen. Doch dafür ist er wendiger, wiegt weniger und geht trotz Allrad-Antrieb schonend mit dem Rasen um.

Die App erlaubt die Anpassung der Betriebsparameter wie Schnitthöhe, Geschwindigkeit und Mährichtung nach Zonen. Hervorragend.

Wie andere RTK-Mäher hat er unsere Engstelle zu einer Rasenzone im Testgarten nicht geschafft. Hier sind Lidar-basierte Mähroboter wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar und der Dreame A2 klar im Vorteil.

Die Hinderniserkennung hat im Test einwandfrei funktioniert. Unseren Hund hat er großräumig umfahren.

Die Hinderniserkennung hat im Test einwandfrei funktioniert. Erkannte Objekte wie Hunde, Katzen oder kleinen Bällen umfährt er großzügig. Teilweise reagiert die Hinderniserkennung aber auf in der Rasenfläche eingelegte Platten, mit dem Ergebnis, dass hier ein wenig Rasen nicht gemäht wird. Mit dem neuesten Firmware-Update hat Sunseeker das Problem behoben. Jetzt mäht der X7 auch den Rasen auf einer mit Terrassensteinen durchsetzten Fläche.

Der Abstand vom Mähteller zur Außenkante des Gehäuses beträgt etwa 8 cm, sodass Rasen ungemäht bleibt, wenn diese von Randsteinen oder Zäunen begrenzt ist.

Insgesamt ist der Sunseeker X7 für große Rasenflächen mit starken Steigungen eine ausgezeichnete Wahl, wenn der RTK-Empfang gewährleistet ist. Sind Zonen durch enge Übergänge miteinander verbunden, sind Lidar-basierte Modelle aber besser geeignet. Mit einem Preis von aktuell 2500 Euro ist der Sunseeker X7 zwar kein Schnäppchen, aber angemessen bepreist.

Update 8.9.2025: Angaben zum Firmware-Update und Integration für Home Assistant ergänzt.

Der Mähroboter Goat A1600 RTK von Ecovacs navigiert dank RTK-Technik ohne Kabel. Zudem bietet er eine hohe Mähleistung von bis zu 400 m²/h sowie eine Kamera- und Lidar-gestützte Hinderniserkennung. Wie gut der Goat A1600 RTK in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE
  • Für Rasenfläche bis 1600 m² geeignet, Mähleistung bis 400 m²/h
  • Schnellladung mit 45 Minuten
  • Genaue Navigation dank RTK und Lidar
  • Einfache Inbetriebnahme und Konfiguration dank toller App
NACHTEILE
  • SAT-Empfang in bebauten Gebieten problematisch
  • App-Fehlermeldung teilweise auf Englisch oder Chinesisch
  • App nicht für Tablets optimiert

Der Mähroboter Goat A1600 RTK von Ecovacs navigiert dank RTK-Technik ohne Kabel. Zudem bietet er eine hohe Mähleistung von bis zu 400 m²/h sowie eine Kamera- und Lidar-gestützte Hinderniserkennung. Wie gut der Goat A1600 RTK in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Der neue Ecovacs Goat A1600 RTK benötigt für die Navigation kein Kabel. Das macht Mähroboter ohne Begrenzungsdraht (Bestenliste) so beliebt, aber auch teuer. Für die Navigation mit einer Genauigkeit von wenigen Zentimetern nutzt das Modell eine RTK-Antenne (Real Time Kinematics) sowie Lidar-Sensoren. Ergänzt wird das System durch eine KI-Kamera mit 3D-ToF-Sensoren, mit der der Ecovacs-Rasenroboter Hindernisse erkennt. Mit den zwei 3000 Umdrehungen/m schnellen Messerscheiben bietet er eine Schnittbreite von 33 cm, und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 0,7 m/s soll der Goat A1600 RTK eine Rasenfläche von bis zu 400 m² pro Stunde mähen. Dafür können Anwender die Schnitthöhe von 3 cm bis 9 cm bequem per App einstellen. Der 97,2 Wh starke Akku (32,4 Volt x 3 Ah) des A1600 RTK soll für eine Betriebszeit von 165 Minuten sorgen. Und wenn er leer ist, müssen Anwender dank Schnellladung nur 45 Minuten warten, bis er wieder aufgeladen ist. Wie gut der für eine Rasenfläche von bis zu 1600 m² vorgesehene und aktuell für 699 Euro erhältliche (-50 Prozent zum VK) Ecovacs Goat A1600 RTK die gebotenen Leistungsmerkmale in der Praxis umsetzen kann, zeigt der Test.

Wie ist die Verarbeitung des Ecovacs Goat A1600 RTK?

Das Design des A1600 RTK erinnert an den Vorgänger Ecovacs Goat G1. Nur dass die Antenne für die Navigationsbaken fehlt, da der A1600 RTK auf Satellitennavigation und Lidar setzt. Wie beim Goat G1 verwendet der Hersteller für den A1600 RTK ein geschlossenes Chassis, bei dem die Hauptantriebsräder, nicht aber die beiden vorderen Stützräder, zu sehen sind und nichts hervorsteht. Die Lackierung in Schwarz und Weiß verstärkt die Formgebung und sorgt für einen modernen Look. Von hinten schaut der A1600 RTK aus wie ein Sportwagen, bei dem der Kofferraum als Spoiler fungiert. Nach der schwarz lackierten unteren Abdeckung folgt die mittlere Gehäuseabdeckung in Weiß, während oben ein kantiger Aufsatz die typische Technik wie Kameras beinhaltet, die die Navigation per GPS unterstützt. Im Vergleich zum G1 sind die Radläufe nun in Schwarz und die Felgen in Schwarz-Weiß lackiert. Das futuristische, technische Äußere beim G1 hat Ecovacs beim A1600 RTK insgesamt nochmals verbessert. Der Kunststoff des Mähers macht einen ordentlichen Eindruck, das gilt für die Ladestation und auch für den Mäher selbst. Insgesamt sieht der Ecovacs also nicht nur gut aus, sondern ist auch hervorragend verarbeitet.

Wie einfach ist die Einrichtung des Ecovacs Goat A1600 RTK?

Bei der App handelt es sich um dieselbe, die der Hersteller auch für Sauger wie den Ecovacs X1e Omni (Testbericht) verwendet. Unterschiede wie komplett andere Menüpunkte durch den unterschiedlichen Einsatzbereich als bei einem Saugroboter werden erst nach dem Einbinden sichtbar. Die App führt den Anwender Schritt für Schritt in Text und Bild durch den Installations- und Verbindungsprozess mit dem Smartphone, Ecovacs bietet hier das Beste, was wir derzeit von GPS-Mähern kennen. Hier wird die langjährige Erfahrung mit Saugrobotern offensichtlich.

Ecovacs Goat A1600 RTK: So sieht der Blick durch die Kamera aus.

Nach der Wahl der Sicherheits-PIN über die Folientasten oben auf dem Roboter erfolgen die weiteren Schritte in der für iOS und Android erhältlichen App auf dem Smartphone. Mittels Telefon und App lässt sich ganz einfach der QR-Code des Bots abscannen, der sich etwas versteckt unterhalb der hinteren Abdeckung befindet. Wichtig für die Verbindung mit der App ist laut Hersteller aktiviertes Bluetooth und die Nutzung eines auf 2,4 GHz beschränkten WLANs. Im Test funktionierte das aber auch mit einem Netzwerk, das unter einer SSID ein 2,4- und ein 5-GHz-Netz bereitstellt. Die Beschränkung auf 2,4 GHz wird oft kritisiert, allerdings bietet die ältere Funktechnik eine größere Reichweite und ist somit sinnvoll für den Einsatz bei Rasenmährobotern.

Der Ecovacs Goat A1600 RTK mäht die Ränder sehr genau. Bauartbedingt bleiben jedoch 5 cm vom Rand stehen, wenn dieser durch Rasenkantsteine begrenzt ist. Das ist allerdings ein Spitzenwert.

RTK-Empfang zwischen hohen Gebäuden problematisch

Die Einrichtung des Mähers und die Koppelung mit dem heimischen WLAN verläuft problemlos. Allerdings findet die RTK-Antenne, die auf den mitgelieferten etwa 1,2 Meter langen Empfangsmast montiert, per Erdspieß im Boden verankert und per Kabel mit der Ladestation des Mähers verbunden wird, die für den Betrieb nötigen 20 Satelliten aber nicht.

Unser Test-Grundstück ist eingebettet zwischen einem dreistöckigen Gebäude und einem zweistöckigen Eigenheim. Zudem wird die Rasenfläche von einem Hang mit mehreren großen Bäumen begrenzt. Auch andere Aufstellorte unter Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Kabellänge der RTK-Antenne von 10 Metern brachten keine Besserung. Dementsprechend leuchtet die Signal-LED an der RTK-Referenzstation auch nicht dauerhaft, sondern blinkt, weil die Antenne nur 19 Satelliten empfängt.

Leuchtet die LED dauerhaft, hat die RTK-Antenne genügend Satelliten gefunden. Ist das nicht der Fall, blinkt die LED. Ist letzteres der Fall, muss man einen anderen Standort suchen.

An einem anderen Standort, der ebenfalls von einem dreistöckigen Gebäude begrenzt ist, nach Süden allerdings freie Sicht auf Umgebung und Himmel bietet, hat die RTK-Antenne sofort die für den Betrieb nötigen Satelliten gefunden – insgesamt sogar 28. Und auch bei Regen ist der Satellitenempfang mit 22 über der erforderlichen Anzahl von 20.

Der Aufstellort von Ladestation und Satelliten-Antenne wird durch die Kabellänge von etwa 7 Meter des nach IPX6 wassergeschützten Netzteils sowie der RTK-Antenne mit ihrem 10 Meter langen Kabel limitiert. Ist eine Platzierung für einen besseren Empfang innerhalb der Rasenfläche nötig, muss man sicherstellen, dass man mit den beiliegenden Pfropfen das Kabel so im Erdboden befestigt, dass es vom Mäher nicht beschädigt wird. Sollte der Empfang aber an der Rasengrenze möglich sein, ist dieser Aufstellort für die RTK-Antenne zu bevorzugen, da er kein unnötiges Hindernis, etwa für auf dem Rasen spielende Kinder darstellt. Daher dürfte die Antenne in den meisten Fällen parallel von der Ladestation, am Rand der Mähzone, platziert werden. In unserem Fall haben wir sie direkt neben der Ladestation positioniert. Mehr Informationen zur Positionierung und Inbetriebnahme bietet Ecovacs in seinem Support-Bereich.

Ecovacs A1600 RTK: Wie funktioniert die Kartenerstellung?

Neben der manuellen Kartenerstellung gibt es auch einen Automatikmodus. Doch diesen sollte man nur nutzen, wenn die Rasenfläche homogen und wenig komplex ist. In den meisten Fällen dürften Anwender aus Präzisionsgründen daher manuell die Karte erstellen. Hierfür läuft man in Bluetooth-Entfernung von wenigen Metern hinter dem Ecovacs A1600 RTK und steuert ihn manuell entlang der Rasengrenze. Die Ecovacs-App assistiert dabei, sodass die Kartenerstellung relativ einfach vonstattengeht. Es schadet aber nicht, wenn man zuvor die manuelle Steuerung ein paar Minuten trainiert, sodass man den Roboter während der Kartenerstellung fehlerfrei steuert und die Karte dadurch möglichst exakt wird.

Gibt es im Garten mehrere Mähzonen, erleichtert die Ecovacs-App beim Anlegen von Zugängen, die der A1600 RTK abfährt, um eine andere Zone zu erreichen. Sollte das nicht möglich sein, muss man ihn in die neue Zone tragen.

Im Test hat der Goat A1600 RTK die enge Verbindung unserer zwei Rasenzonen aber erst fehlerfrei absolviert, nachdem wir den Zugang ein zweites Mal kartiert haben. Beim ersten Mal führte der erstellte Verbindungsweg nah an einem Absatz von etwa 10 cm vorbei, sodass der Ecovacs schon beim Anfahren auf die steile Engstelle hängen blieb. Laut Handbuch soll der Zugang mindestens ein Meter breit sein, damit der Roboter diesen problemlos passieren kann.

Erst nach einer erneuten Kartierung meistert der Ecovacs Goat A1600 RTK die enge Verbindung zwischen unseren Mähzonen.

Wie gut mäht der Ecovacs Goat A1600 RTK und welche Einstellungsmöglichkeiten bietet er für das Mähen?

Grundsätzlich sorgt das Doppelklingensystems für einen gleichmäßigen Rasenschnitt. Praktisch ist auch, dass die App die Konfiguration von Mähgeschwindigkeit (0,4 m/s oder 0,7 m/s), Mähhöhe (3 cm bis 9 cm) und Hindernisvermeidungshöhe (>10 cm, 15 cm oder 20 cm) pro Zone erlaubt. Im Automatikmodus stehen diese Optionen allerdings nur für die gesamte Rasenfläche aller Mähzonen zur Verfügung. In schwierigen Situationen kann die Anpassung des Kantenmodus nötig sein. Mit der Option „Kantenmähen“ mäht der Mähroboter entlang der Grenze der erstellten Karte und passt seinen Randabstand automatisch anhand der von seinen Sensoren erkannten Rasengrenze an. Beim „Grenzübergreifenden Mähen“ fährt er bis zu 20 cm über die erstellte Kartengrenze hinaus, aber nur, wenn beim Mähen eine klare, nicht grasbewachsene Grenze erkannt wird und der nicht grasbewachsene Bereich auf gleicher Ebene wie der Rasen liegt. Beim „Mähen entlang der Kartengrenze“ folgt der Rasenroboter strikt den erstellten Kartengrenzen.

Praktisch ist auch, dass der Roboter mithilfe eines Regensensors Niederschlag erkennt und zurück zur Ladestation fährt und standardmäßig drei Stunden (maximal erlaubt die App fünf Stunden) nach Ende des Regens seine Arbeit fortsetzt. Allerdings könnte der Boden je nach Niederschlagsintensität zu feucht sein, sodass sich der A1600 RTK beim Manövrieren an steilen Stellen die Rasenfläche beschädigen kann und die Räder viel Erde aufsammeln.

Last but not least kann man zum Schutz für nachtaktive Tiere über die Option „Tierschutz“ eine Zeit definieren, in der der Ecovacs nicht aktiv wird.

Im Test hat der A100 RTK auch steile Flächen mit Bravour gemeistert. Laut Ecovacs schafft er Anstiege von bis zu 50 Prozent (27°). Hier sollte man allerdings auf die Mährichtung achten. Mäht der Roboter quer zur Hangneigung, aktiviert sich an ganz steilen Stellen der Kippsensor des Geräts. Dann ist ein manuelles Eingreifen nötig. Bei steilen Rasenzonen sollte man den Mäher als nicht quer, sondern hoch/runter mähen lassen. Dann gelingt ihm die Arbeit problemlos. Leider lässt sich die Mährichtung nicht je nach Zone, sondern lediglich für die gesamte Rasenfläche festlegen.

Ecovacs Goat A1600 RTK: Ist der Boden zu nass, sammeln die Räder beim Manövrieren an steilen Stellen viel Erde auf. Zudem beschädigt der Rasenroboter dadurch den Rasen. Das Problem betrifft allerdings alle Rasenroboter.

Wie schnell mäht der Ecovacs A1600 RTK?

Laut Ecovacs bietet der A1600 RTK eine maximale Mähgeschwindigkeit von 400 m²/h. Im Test hat er eine größtenteils ebene Fläche von 258 m² in 73 Minuten geschafft. Etwas Zeit haben die engeren Teilstücke gekostet, die der Roboter quer abgemäht hat, obwohl ein Mähen in Längsrichtung sinnvoller gewesen wäre. Außerdem haben herumlaufende Hunde und spielende Kinder dafür gesorgt, dass sich der A1600 RTK häufig umorientieren musste.

Die steilere Rasenzone (siehe Bildergalerie: Zone 4) mit 151 m² hat er in 48 Minuten geschafft. Da wir den Test des A1600 RTK an einem neuen Standort durchführen, liegen uns noch keine Vergleichsdaten von anderen Geräten vor.

Laut Ecovacs bietet der A1600 RTK eine maximale Mähgeschwindigkeit von 400 m²/h. Im Test hat er eine größtenteils ebene Fläche von 258 m² in 73 Minuten geschafft. Für die steile Zone mit 151 m² hat er 49 Minuten benötigt.

Wie gut ist die Objekterkennung des Ecovacs A1600 RTK?

Im Test hat die Objekterkennung des Ecovacs A1600 RTK einwandfrei funktioniert. Interessanterweise hat er sogar eine Pflanze mit einer Höhe von etwa 10 cm mitten auf der Rasenfläche umfahren, während er etwa gleich hochgewachsene Unkrauthalme gemäht hat. Auch andere Gegenstände wie einen herumliegenden Gartenschlauch hat der Roboter erkannt. Auf herumlaufende Hunde hat er ebenfalls vorausschauend reagiert und seine Richtung geändert.

Dieses Gewächs hat der Ecovacs Goat A1600 RTK nicht gemäht.

Wie schnell lädt der Ecovacs Goat A1600 RTK seinen Akku?

Ein echtes Highlight ist die Schnellladefunktion. Nach nur 45 Minuten ist der Akku des Goat A1600 RTK wieder geladen, sodass der Mähroboter seine Arbeit fortsetzen kann, sollte er sie mit einer Akkuladung nicht schaffen. Im Test wies der Akku nach dem Mähen einer größtenteils ebenen Fläche mit 258 m² noch eine Restkapazität von 17 Prozent auf.

Ist der Ecovacs Goat A1600 wasserfest?

Der Ecovacs Goat A1600 RTK ist wasserfest nach IPX6. Einen Schutz vor dem Eindringen von Wasser bietet auch die Ladestation und das Netzteil (IP67).

Preis: Was kostet der Ecovacs A1600 RTK?

Der Ecovacs A1600 RTK kostet regulär knapp 1400 Euro. Zur Black Week ist er zum Tiefstpreis für 699 Euro im Angebot. Optional ist für 150 Euro ein Mobilfunkmodul erhältlich, das per SIM-Karte, die extra erworben werden muss, eine vom heimischen WLAN unabhängige Kommunikation mit der A1600 RTK bereitstellt.

Sollte der RTK-Empfang aufgrund hoher Gebäude problematisch sein, empfehlen sich Mähroboter, die mithilfe von Lidar navigieren, etwa das Ecovacs-Spitzenmodell für Mähflächen von bis zu 3000 m² mit Doppel-Laser Goat A3000 Lidar für aktuell 1599 Euro (Tiefstpreis) oder der Dreame A2 für aktuell 1567 Euro (Tiefstpreis).

Fazit

Der Ecovacs A1600 RTK navigiert dank Satellitennavigation zentimetergenau und schneidet den Rasen dank des spaltfreien Doppelklingensystems gleichmäßig und effizient. Die Rasenhalme werden dank der 3000 Umdrehungen pro Minute schnellen Messer sauber abgeschnitten und nicht ausgerissen, was der Gesundheit des Rasens zugutekommt. Und an den Kanten mit Begrenzungssteinen bleibt nur ein Bereich von 5 cm stehen, sodass ein nachträgliches Trimmen schnell erledigt ist. Im ebenen Gelände überfährt er optional den Rand, sodass dort ein zusätzliches Nachschneiden nicht nötig ist.

Die App gehört zum Besten, was aktuelle GPS-Mäher derzeit bieten. Auch wenn die ein oder andere Übersetzung fehlerhaft ist und ihr auch eine Optimierung für Tablets gut zu Gesicht stehen würde. Mit ihr können Anwender eine Anpassung der verschiedenen Rasenzonen in puncto Mähgeschwindigkeit, Mähhöhe und Hindernisvermeidungshöhe vornehmen. Und dank Schnellladetechnik ist der Mäher nach nur 45 Minuten wieder einsatzbereit.

Als einziges nennenswertes Problem haben wir im Test den Empfang der RTK-Antenne ausgemacht, die an unserem Teststandort, der von zwei hohen Gebäuden und Bäumen umgeben ist, nicht genügend Satelliten empfangen hat. Am anderen Standort war der Empfang problemlos.

Wer einen mittelgroßen bis großen Rasen zu mähen hat, erhält mit dem Ecovacs A1600 RTK für aktuell 699 Euro (Tiefstpreis) einen der besten Rasenmähroboter ohne Begrenzungsdraht, der auch in komplexen Umgebungen klarkommt.

Hinweis: Der Testbericht erschien am 26.3.2025. Bei attraktiven Angeboten wird er aktualisiert (siehe Artikeldatum)

Drahtloses Mähen per Lidar und Kamera auf großen Flächen bis 4000 m², einfache App mit allen wichtigen Funktionen – das ist der Hookii Neomow X im Test.

VORTEILE
  • gute Navigation und Objekterkennung dank Lidar und Kamera
  • für große Flächen und ordentliche Steigung
  • gute App mit allen wichtigen Funktionen inkl. Kartenkorrektur
  • Lidar für Navigation in GPS-problematischer Umgebung
  • 4G-Option für Fernzugriff ein Jahr inklusive
NACHTEILE
  • an Kanten bleibt Rand, unter niedrigen Zweigen kein Mähen
  • nicht für sehr schmale Durchfahrten geeignet
  • Mäher könnte leiser sein (Fahrgeräusche und Lidar)

Drahtloses Mähen per Lidar und Kamera auf großen Flächen bis 4000 m², einfache App mit allen wichtigen Funktionen – das ist der Hookii Neomow X im Test.

Seit fast drei Jahren gibt es jetzt Mähroboter ohne Begrenzungsdraht, die per Kamera, GPS oder Lidar navigieren – oder mit einer Mischung daraus. Auch der Hookii Neomow X gehört zu den Geräten, die auf mehrere Techniken setzen. Statt Begrenzungsdraht verwendet er sogenanntes 3D-Lidar-Slam, also Lidar (Light Detection and Ranging) und eine Kameralösung. GPS gibt es zwar auch, es dient aber lediglich dem Schutz gegen Diebstahl – genauso wie eine 4G-Verbindung, die nur zur Kommunikation dient.

Der Hersteller zielt auf mittelgroße bis große Grundstücke, als Zahl nennt er dabei maximal 4000 m². Das Pro-Modell schafft sogar 6000 m², die Lite-Version „nur“ 3000 m². Die Steuerung erfolgt dabei bequem per App, in der man Mähzonen, Korridore und No-Go-Zonen erstellt. Neben weiteren Funktionen gibt es dabei auch eine Korrekturmöglichkeit, sodass bei einem kleinen Fehler beim Anlernen nicht immer gleich der ganze Bereich neu kartiert werden muss. Alles ist aber nicht perfekt, wie der Test zeigt.

Design und Verarbeitung

Der Hookii Neomow X ist ein ziemlicher Klotz. Die Abmessungen liegen laut Hersteller bei 52 × 51 × 34 cm. Das Nettogewicht wird für die X-Variante mit 22,7 Kilogramm angegeben. Damit ist der Roboter kein Leichtgewicht, lässt sich aber zu Wartungszwecken noch handhaben – auch wenn es keine dedizierten Tragemöglichkeiten gibt. Optisch wirkt der Mäher sogar noch stämmiger als die Daten vermuten lassen. Sein graues Kunststoffgehäuse ist wuchtig, schnörkellos und nur von vorn gesehen schick. Aus allen anderen Blickwinkeln dominiert trotz der geschwungenen Oberseite seine wenig moderne Kastenform rund um die großen vorderen Räder.

Hookii Neomow X: Mit Lidar navigiert der Neomow X zuverlässig auch unter Bäumen oder zwischen hoch aufragenden Gebäuden, wo GPS-gestützte Modelle Schwierigkeiten haben.

Auf der Oberseite sitzt vorn der charakteristische Lidar-Turm in Form einer Tischtennisball-großen Halbkugel aus Glas – ganz ähnlich wie bei den Modellen Ecovacs Goat A3000 Lidar (Testbericht) und Dreame A2 (Testbericht). Dahinter sind ein einfaches Bedien-Panel sowie die typische rote Stopp-Taste für Notfälle. Ein Display gibt es nicht. Auf der Vorderseite fällt ein voluminöser mechanischer Stoßfänger ins Auge, außerdem der beleuchtete Hookii-Schriftzug sowie eine einzelne Kameralinse. Zudem ist weiter oben der Regensensor platziert. Die Seiten sind vorn hochgezogen, sodass die großen, stollenbewährten Räder frei zu sehen sind. Dahinter wird das Grau-Schwarze Chassis bis auf wenige Zentimeter heruntergezogen – gut für die Sicherheit, theoretisch schlecht für Geländegängigkeit und auch nicht sonderlich elegant.

Unter dem Gerät sitzt eine rotierende Mähscheibe mit stolzen 28 cm Schnittbreite und fünf Klingen. Nur ein Teil der Klingen schaut aus einer darüber installierten Abdeckung hervor, die soll für weniger Verklumpen von nassem Gras unter dem Gehäuse sorgen. Hinten installiert der Hersteller zwei Stützräder, die in alle Richtungen schwenken können, allerdings nicht angetrieben sind. Zum Reinigen darf wie üblich der Gartenschlauch, nicht aber ein Hochdruckstrahler verwendet werden.

Die Ladestation ist zwar nicht sehr voluminös, mit ihrer blauen Reflektorfolie, die dem Mäher auf Lidar-Höhe beim „Einparken“ helfen soll, aber trotzdem ausgesprochen auffällig. Positiv: Sie darf auch abseits von Mähzonen platziert werden.

Hookii Neomow X: Die Schnittbreite beträgt 28 cm.

Inbetriebnahme und App

Die Inbetriebnahme beginnt mit der Platzierung der Ladestation an einer gut zugänglichen Stelle mit freier Anfahrt. Der Neomow X wird per Bluetooth und WLAN mit der App gekoppelt. Ein 4G-Dienst ist für ein Jahr mit einer SIM-Karte und begrenztem Datenvolumen (etwa 1 GB) vorgesehen. Danach ist eine kostenpflichtige Verlängerung erforderlich. Einen Schacht für eine Nano-SIM-Karte gibt es, theoretisch müsste also eine eigene SIM besorgt und eingelegt werden können. Das konnten wir im Test aber nicht überprüfen. Die 4G-Konnektivität empfiehlt sich, wenn der Mäher bei großen Gärten abseits des heimischen WLANs arbeitet oder um bei Diebstahl Meldung zum Standort zu erhalten.

Eine GPS-Antenne gibt es nicht, folglich muss man sich über deren optimale Positionierung auch keine Gedanken machen. Entsprechend geht es nach dem Verbinden mit der Neomow-App direkt los. Zum Erstellen von Mäh- und No-Go-Zonen fährt der Nutzer den Neomow X wie von anderen Modellen gewohnt per Smartphone als Fernbedienung einmal an den Grenzen entlang. Danach werden Korridore zwischen den Zonen und einer zur Ladestation erstellt, sofern diese nicht direkt an der Rasenfläche positioniert ist.

Die Verbindungswege müssen nach Angaben des Herstellers mindestens 77 cm breit sein, damit der Mäher sie passieren kann. Die Steuerung ist nach einigen Updates inzwischen feinfühliger als zu Verkaufsbeginn. Wer hier nicht zu schnell unterwegs ist, kann die Grenzen seiner Rasenfläche problemlos zentimetergenau abfahren. Zu beachten ist dabei, dass der Neomow X wegen des Vorderrad-Antriebs hinten ausschwenkt – an Zäunen oder Mauern sollten Nutzer also nicht zu eng vorbeifahren, wenn anschließend enge Innenkurven geplant sind. Der Hersteller empfiehlt generell 5 cm Abstand zur eigentlichen Grenze.

Die App selbst ist recht übersichtlich. Das liegt auch daran, dass Hookii dem Nutzer weniger Features als etwa Mammotion bietet. Dennoch sind alle wichtigen Funktionen dabei. Besonders wichtig: Es lassen sich Mähzonen bearbeiten, um etwa einzelne Grenzbereiche zu verändern, ohne gleich die ganze Mähzone neu anlegen zu müssen. In der App finden sich zudem Modi für hohes Gras, tägliche Pflege und eine leistungsbetonte Variante. Zudem dürfen Nutzer Parameter wie Schnitthöhe in Stufen zwischen 3 und 8,5 cm, Fahrgeschwindigkeit zwischen 0,2 und 0,6 m/s, Bahnenüberlappung von 14 bis 28 cm, Mähwinkel manuell, automatisch oder wechselnd sowie die Höhe der Hinderniserkennung von in einer eigenen Vorlage anpassen. Die Schnitthöhenanpassung erfolgt dann automatisch per Motor. Features wie einen Planer für Wochentage und Uhrzeiten, manuelles Mähen, Eingriff auf die Objekterkennung und Firmware-Updates sowie eine Anzeige der Betriebszustände gibt es in der App ebenfalls.

Hookii Neomow X: Mit der App lässt sich der Mähroboter in allen wesentlichen Punkten konfigurieren. Sie erlaubt außerdem die Korrektur einer Karte, was nicht jeder Mähroboter zu bieten hat.

Weitere Optionen betreffen das Mähen bei Regen und ob der Mäher einfache Linien oder ein Schachbrettmuster mähen soll. Hinzu komme Einstellungsmöglichkeiten, ob der Mäher Hindernisse per Kamera vermeiden soll, wie er zurück zur Ladestation findet (auf dem schnellsten Weg oder entlang der Grenzen) und ob er beim Mähen der Grenzen die Hinderniserkennung abschalten soll. Der Mäher kann auf Geheiß auch im Regen mähen, ansonsten lässt sich die Sensibilität für den Regensensor einstellen und sogar eine Wettervorhersage mit in die Mähplanung einbeziehen. Auch eine Option für „nur Grenzen mähen“ gibt es, und der leuchtende Hookii-Schriftzug, der rot bei Fehlern, grün bei Inaktivität und blau beim Arbeiten leuchtet, kann inzwischen ganz oder zeitlich begrenzt abgeschaltet werden.

Vermisst haben wir anfangs lediglich ein Log, aus dem hervorgeht, welche Aufgaben der Mäher zuletzt absolvierte. Das ist allerdings nur etwas umständlich auf der Startseite des Mähers unter den Buttons „Eintrag“ und dem gleichnamigen Reiter versteckt, aber vorhanden. Allerdings wirkt die Darstellung der bereits gemähten Fläche etwas an den Rändern ausgefranst – das ist aber nur eine Frage der Darstellung, tatsächlich mäht der Mäher lückenlos.

Navigation und Hindernisvermeidung

Kern der Positionsbestimmung ist beim Hookii Neomow X das oben auf dem Gehäuse installierte 3D-Lidar-Slam. Dabei handelt es sich um einen schwachen drehbaren Laser, der der mittels zehn- oder sogar hunderttausender Lichtpunkte die Umgebung in unterschiedlicher erfasst und so in Echtzeit zusammen mit weiteren IMU-Daten wie Beschleunigung oder Lage eine punktgenaue 3D-Karte erstellt (Slam – Simultaneous Localization and Mapping). Im Gegensatz zu Modellen wie dem Dreame A2 (Testbericht) lässt sich die 3D-Karte beim Hookii leider nicht einsehen.

Der Mäher fährt dank der 3D-Umgebungskarte planvoll in geraden Bahnen und navigiert so zentimetergenau. Eine Kamera ergänzt die Erkennung, identifiziert größere Objekte und erkennt Menschen und Tiere. Zusätzlich arbeitet ein mechanischer Stoßfänger als letzte Absicherung. Der Hersteller nennt für die Hinderniserkennung Mindestmaße von 1 cm Breite oder 15 Zentimeter Höhe für die erkennbaren Objekte – theoretisch werden also auch winzige Gegenstände erkannt. Sehr flache, bodennahe Gegenstände können allerdings durchflutschen. Kabel, Schläuche, Seile oder dünne Äste sollten daher vor dem Start entfernt werden.

Hookii Neomow X: Die Ladestation ist zwar nicht sehr groß, aber mit der blauen Reflektorfläche, die dem Mähroboter helfen soll zurückzufinden, sehr auffällig.

Die maximale Steigfähigkeit ist mit 24 Grad respektive 45 Prozent angegeben. Die grobstolligen und großen Räder scheinen dazu gut zu passen. Wie immer gilt, bei Feuchtigkeit können die Räder schon mal durchdrehen. Im Test passierte das bei manueller Fahrt, etwa, wenn der Mäher von dichtem Gestrüpp aufgehalten wurde – oder an stärkeren Steigungen. Die Roboter überfährt Hindernisse mit einer Höhe von bis 5 cm, aus dem Boden ragende Wurzeln sollten also nicht zu groß sein. Bei sehr unebenem Gelände sollte zudem nicht eine besonders niedrige Mähhöhe gewählt werden. Trotz schwimmendem Mähdeck kann die Mähscheibe dann nämlich aufsetzen, was in einer Fehlermeldung resultiert. Inzwischen kann die aber per App gelöscht und das Mähen fortgesetzt werden. Anfangs klappte das nur am Mäher selbst.

Engstellen erfordern Aufmerksamkeit: Durchgänge unter 77 cm Breite sind nicht vorgesehen und wurden vom Neomow X folgerichtig auch nicht verlässlich durchfahren. Um sicherzugehen, empfiehlt der Hersteller Rasenbereiche ab 150 cm Breite. Tatsächlich konnten wir das nicht testen, denn der Roboter weigerte sich beharrlich, eine kleine Teilfläche neben dem Haus zu erlernen, die ohne schmale Zufahrt nicht erreichbar ist. Das Problem war aber offenbar nicht die Engstelle, sondern die Kartierung: Irgendwann erkannte der Mäher seine tatsächliche Position nicht mehr und wähnte sich jedes Mal wieder auf der bereits zuvor angelernten Fläche. Eine ordentliche Erstellung der zusätzlichen Fläche war so nicht möglich. So etwas hatten wir auch noch nicht …

Beim Mähen des Randes gibt es leider zwei Probleme. Konstruktionsbedingt bleibt wegen des Sicherheitsabstands zwischen Messern und Gehäuserand ein Reststreifen von 10 bis 15 cm stehen. Zudem fährt der Mäher trotz speziellem Randmodus oder sogar ausgeschalteter Objekterkennung nicht unter überhängenden Zweigen, da er diese per Lidar als festes Hindernis erkennt. Zumindest teilweise Abhilfe schafft hier nur die Möglichkeit, die „Hindernisvermeidungshöhe“ auf 10 cm zu senken. Alles mäht der Neomow X aber auch dann nicht.

Während die Navigation per Lidar-Sensor in diesem Punkt nachteilig ist, bietet sie anderswo klare Vorteile. So benötigt der Mäher keine freie Sicht in den Himmel, um ein ausreichend starkes Satellitensignal zu finden. Das ist ein Vorteil unter Bäumen, Vordächern und nah an großen Objekten wie Häusern. Allerdings können dichtes Blattwerk, reflektierende Flächen und abrupt wechselnde Lichtverhältnisse zumindest die visuelle Erkennung des Neomow X per Kamera beeinflussen. Komplett darauf verlassen sollte man sich also nicht, auch wenn das Ausweichen vor Hindernissen im Test zuverlässig funktionierte. Immerhin gibt es den Frontbumper als letzte Sicherungs-Instanz – das ist bei Modellen wie einem Mammotion Yuka Mini (Testbericht) anders.

Die Rückkehr zur Station erfolgt wahlweise auf direktem Weg oder entlang des Randes und machte im Test keinerlei Probleme.

Mähleistung im Alltag

Der Neomow X fährt systematisch schön gerade Bahnen ab. Das Schnittbild bei typischem Nutzrasen ist bei regelmäßiger Maht in kurzen Intervallen gleichmäßig, aus täglicher oder zweitäglicher Pflege resultiert ein sauberer, kurzer Rasenteppich. Auch für das erste Mähen im Frühling ist der Neomow X gut gewappnet. Dafür gibt es den Modus „Hohes Gras“. Laut Hersteller kommt der Mäher mit bis etwa 15 cm hohen Halmen zurecht. So hoher Rasen sollte in mehreren Durchgängen mit Schritt für Schritt abnehmender Schnitthöhe abgetragen werden, um dem Gras nicht zu viele Nährstoffe zu entziehen und es dem Mäher nicht unnötig schwer zu machen. Außerdem muss so anschließend kein langer Grasschnitt entsorgt werden. Wer noch mehr Wildwuchs hat, sollte einen Blick auf den Lymow One (Testbericht) mit Kettenraupen und Mähbalken statt Messern werfen.

Der Rasen zeigt bei trockenen Verhältnissen nach dem Mähgang ein sauberes Bild. Der Mulchschnitt verschwindet in der Grasnarbe und sorgt bei kontinuierlicher Pflege für Nährstoffrückführung. Fahrspuren bleiben zwar durch die relativ hohe Masse und mehr oder weniger breite Räder vorübergehend sichtbar, im Laufe der Stunden nach dem Mähen richten sich die Halme aber wieder auf. Auf sehr weichem, feuchtem Boden mit wenig Gras können allerdings Abdrücke an Wendepunkten entstehen. Variierte Startpunkte schaffen Abhilfe und manuelle oder automatische Winkeldrehungen der Fahrbahnen.

Hookii Neomow X: Der Hookii-Schriftzug leuchtet während des Mähens in Blau, in Rot bei Fehlern und in Grün bei Inaktivität. Die Funktion lässt sich in der App ausschalten.

Während der Innenraum von Grasflächen insgesamt optimal bearbeitet wird, sind Randbereiche die Achillesferse des Hookii Neomow X. Durch den bauartbedingten Abstand zu höheren Hindernissen wie Zäunen oder Mauern bleibt ein rund 10 bis 15 cm breiter Saum stehen. Das kann an Stellen mit ausreichend breiten Randsteinen oder an Terrassen, auf denen der Mäher halb Stein und halb Rasen befahren kann, minimiert oder ganz eliminiert werden. Allerdings sorgt Lidar als Navigationsmethode zu den bereits beschriebenen Problemen: Der Mäher will einfach nicht unter überhängenden Ästen und Zweigen fahren, weil er sie als feste Hindernisse ansieht. Je nach Höhe des Pflanzenüberhangs reicht dann auch das Herabsetzen der Erkennungshöhe nicht, und das Gras wächst an entsprechenden Stellen munter in den Himmel.

Hindernisse wie Bälle, Blumentöpfe, Stühle oder Spielzeug werden in der Regel erkannt und umfahren. Sehr flache Gegenstände, dünne Seile oder Gartenschläuche sind problematischer – sie können, müssen aber nicht zwingend erkannt werden. Lebewesen wie Haustiere und Igel werden besonders aufmerksam beachtet und ebenso vorsichtig umfahren. Mit einer Igel-Attrappe gab es keinerlei Probleme. Eine Garantie für jede Situation gibt es aber wie immer nicht, weshalb wir auch beim Neomow X dringend von Nachtfahrten und generell unbeaufsichtigtem Mähen abraten. Wer dennoch bei Nacht mäht, sollte die örtlichen Auflagen beachten. In Leipzig gilt etwa ein Nachtfahrverbot für Mähroboter, das bei Nichteinhaltung eine Strafe von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen kann.

Als einer von wenigen Mährobotern unterstützt der Hookii Neomow X eine Anpassung der kartierten Rasenfläche. Bei den meisten anderen Modellen müssen Anwender den kompletten Bereich neu kartieren.

Bei all den beschriebenen Aufgaben ist der Hookii Neomow X nicht übermäßig laut. Maximal 60 Dezibel verspricht der Hersteller, das passt zu unseren Messungen und geht in Ordnung. Tatsächlich ist es nicht die Lautstärke, sondern die Art der Geräusche des Roboters, die nicht immer gefällig sind. So vernimmt man immer wieder leises Knarren und Knacken während des Mähvorgangs, deutlich lauter ist aber das konstante, tiefe Brummen des drehenden Lidar-Sensors. Obwohl auch dieses Geräusch nicht übermäßig laut ist, ist die Stille, wenn es nach der Rückkehr in die Ladestation aufhört, irgendwie erleichternd. Neben diesen Geräuschen sind auch die Getriebe des Antriebs zu vernehmen, primär bei schneller Fahrt. Auch dann stören sie dabei aber weit weniger als beim Kärcher RCX 6 (Testbericht). Der Mähmotor ist hingegen nur in nächster Nähe zu vernehmen. Nachts kommt eine andere Art der „Belästigung“ hinzu: Während der Hookii-Schriftzug vorn am Mäher nachts entweder gedimmt oder ganz ausgeschaltet werden kann, leuchtet die kleine LED oben am Mäher und noch viel stärker, die grüne Lade-LED der Basisstation viel zu hell weiter.

Akku

Der Neomow X nutzt einen Lithium-NMC-Akkupack mit 13 Ah bei 18 Volt. NMC verspricht höhere Energiedichte und bessere Leistung bei Kälte als LFP, ist dafür aber etwas teurer und nicht ganz so zyklenfest. Der Hersteller nennt innerhalb des ersten Jahres eine Restkapazität von mindestens 80 Prozent als Richtgröße. Normalerweise liegen NMC-Akkus nach 1000 bis 2000 Zyklen bei rund 80 Prozent.

Die Herstellerangabe sieht bis zu 120 Minuten Laufzeit unter Normalbedingungen vor, die Ladezeit liegt bei rund 180 Minuten. Die Pro-Variante steigert die Kapazität auf 17,5 Ah und erreicht bis zu 180 Minuten Laufzeit. Im dichten, nassen oder hohen Rasen sinkt die Nettofläche pro Zyklus, auf großen freien Flächen steigt sie. Für unsere verwinkelte Haupt-Testfläche von etwas über 300 m² reicht eine Ladung aber immer locker aus, meist waren hinterher noch über 50 Prozent Restladung vorhanden. Im Schnitt benötigte der Mäher dafür – abhängig von der Fahrtgeschwindigkeit – etwa 2,5 Stunden. Das passt nicht mit den Herstellerangaben zusammen, ist aber ordentlich.

Preis

Die UVP für den Hookii Neomow X beträgt in Deutschland 2.799 Euro. Der Straßenpreis für den Neomow X bis 4000 m² liegt aktuell (Stand 10/2025) bei 2399 Euro. Das kleinere SE-Modell (bis 3000 m²) kostet inklusive Garage aktuell 1800 Euro, das Pro-Modell für bis zu 6000 m² rund 2799 Euro.

Fazit

Der Hookii Neomow X kann nach zahlreichen Firmware-Updates im Vergleich zu unserem abgebrochenen ersten Testversuch vor etlichen Monaten inzwischen überzeugen. Die 3D-Lidar-Slam-Navigation arbeitet verlässlich und strukturiert, und auch die Objekterkennung ist in den meisten Fällen einwandfrei. Zudem ist das Schnittbild auf der Fläche sehr sauber. Die App wirkt auf den ersten Blick fast etwas rudimentär, dennoch sind alle wesentlichen Funktionen inklusive Korrektur-Optionen von Grenzen vorhanden. Die Kombination passt insgesamt, primär zu Gärten mit großen, offenen Flächen, mit vielen Bäumen oder nahen, hohen Gebäuden, die zwar GPS, nicht aber Lidar stören können.

Schwächen gibt es aber auch. Für enge, verwinkelte und vielleicht auch noch stark bewachsene Gärten ist der Neomow X nichts. Denn er ist insgesamt groß und schwer, mag keine schmaleren Durchfahrten als 77 cm und will partout nicht unter auf die Rasenfläche hängende Zweige fahren. An Kanten bleibt daher nicht nur bauartbedingt ein Streifen stehen, sondern unter solchen Pflanzen macht sich schnell unbearbeiteter Wildwuchs breit. Hinzu kommt eine moderate, aber gut zu hörende Geräuschkulisse – gerade bei höherer Fahrtgeschwindigkeit.

Der Genie 3000 von Anthbot ist ein RTK-Mähroboter, der für einen vergleichsweise niedrigen Preis einiges zu bieten hat. Doch überzeugt er auch in der Praxis?

VORTEILE
  • Lange Betriebszeit
  • ausgezeichnete Zonenverwaltung
  • Randschnitt konfigurierbar
NACHTEILE
  • passiert Engstelle im Test-Garten nicht (wie alle RTK-Modelle)
  • teilweise erratische Navigation durch Update behoben
  • App könnte mehr technische Daten wie RTK-Empfangsqualität anzeigen

Der Genie 3000 von Anthbot ist ein RTK-Mähroboter, der für einen vergleichsweise niedrigen Preis einiges zu bieten hat. Doch überzeugt er auch in der Praxis?

Der aus einem Kickstarter-Projekt hervorgegangene Anthbot Genie 3000 bietet mit einem 10-Ah-Akku eine lange Betriebszeit. Die wird auch benötigt. Schließlich ist das Gerät für Gartengrößen bis 3600 m² vorgesehen. Dank integriertem 4G-Dienst, der für ein Jahr kostenlos ist, lässt er sich von unterwegs jederzeit steuern. Zudem soll er mit den vier Kameras nicht nur fehlerfrei navigieren, wenn das RTK-Signal mal unter Bäumen nicht empfangbar ist, sondern auch zahlreiche Hindernisse erkennen. Gemessen an der Ausstattung ist der kabellose Mähroboter mit einer Preisempfehlung von 1699 Euro relativ günstig. Aktuell gibt es ihn sogar im Angebot mit einer Garage für 1359 Euro. Ob sich die Investition in den Anthbot Genie 3000 lohnt, zeigt unser Testbericht.

Anthbot Genie 3000: Design, Ausstattung, Funktionen

Der Anthbot Genie 3000 fällt mit 41 × 27 × 64 Zentimetern (BHL) und einem Gewicht von 13 Kilogramm im Vergleich zu anderen Mährobotern, die für eine Rasenfläche von 3000 m² und größer gedacht sind, relativ kompakt und leicht aus. Der Mammotion Luba 2 AWD ist etwa 5 Zentimeter länger, 10 cm breiter und über 5 kg schwerer. Diese Kompaktheit hat aber ihren Preis. Während der Luba 2 AWD eine Schnittbreite von 40 cm bietet und so beim Mähvorgang entsprechend schnell voranschreitet, begnügt sich der Anthbot Genie 3000 mit einer Schnittbreite von gerade einmal 20 cm. Die großen Hinterräder bieten ein großes Profil, sodass der Genie 3000 auch steilere Stücke bis zu 45 Prozent Steigung schafft.

Die vier Kameras zur Optimierung der Navigation sowie der Erkennung von Objekten befinden sich an der Front und an den Seiten. Der 10-Ah-Akku bietet eine Betriebszeit von vier Stunden. Das ist enorm und erlaubt dem Genie 3000 auch größere Rasenflächen in einem Stück zu mähen. Außerdem ist er austauschbar und unterstützt ein schnelles Aufladen innerhalb von zwei Stunden. Ein Ersatz-Akku kostet für den Genie 3000 329 Euro.

Die Mähscheibe bietet fünf Klingen, eine Modifikation der Drehgeschwindigkeit wie bei Mammotion-Mährobotern ist allerdings nicht möglich. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Mähroboter noch eine RTK-Empfangseinheit mit Erdstab, die Strom direkt von der mitgelieferten Ladestation erhält. Es gibt zwar ein RTK-Verlängerungskabel, sodass man die Antenne einige Meter vom Aufstellort der Ladestation platzieren kann, dennoch hätte uns eine Antenne mit Netzteil, weil flexibler positionierbar, besser gefallen. Wie üblich muss die Ladestation auf einer ebenen Fläche stehen. Laut Handbuch soll man sie entweder auf dem Rasen oder an der Rasengrenze aufstellen. Mäher, Ladestation und RTK-Antenne sind nach IPX6 gegen starkes Strahlwasser geschützt. Eine Garage ist also nicht unbedingt nötig, kann aber sinnvoll sein, wenn der Aufstellort starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Die kann in der Praxis für eine Erwärmung des Akkus sorgen, sodass der Mähroboter seine Arbeit nicht beginnen kann. Das gilt allerdings für sämtliche Modelle.

Das Gehäuse in Anthrazit-Grau ist einwandfrei verarbeitet. Beim ersten Kontakt bemerkt man allerdings, dass es recht wacklig ist. Der Grund dafür ist recht simpel: Es dient damit zusätzlich als Bumper, auf den die Steuerung entsprechend korrigierend eingreift, wenn der Genie 3000 Kontakt mit Objekten hat. Auf der Oberseite befindet sich wie üblich der Not-Aus-Schalter. Darüber befinden sich drei Soft-Touch-Schalter sowie ein Display. Nach dem Einschalten gibt man über diese den vierstelligen PIN-Code ein. Erst danach ist das Gerät betriebsbereit. Überdies kann man mit den Tasten den Mähroboter ein- und ausschalten, einen Mähvorgang starten oder ihn zurück zur Ladestation schicken. Unterhalb des Not-Aus-Schalters sitzt der Regensensor, der dafür sorgt, dass bei Regen der Genie 3000 seine Arbeit einstellt und zur Ladestation zurückkehrt. Hört der Regen auf, setzt der Mähroboter innerhalb einer per App definierten Zeit (0 bis 8 Stunden) den Mähvorgang fort.

Ausgestattet ist der Genie 3000 außerdem mit einer 4G-SIM-Karte, für die im ersten Jahr keine Servicegebühr anfällt. Danach kann man den Dienst innerhalb der App verlängern. Über den 4G-Dienst ist der Roboter auch dann erreichbar, wenn er sich außerhalb der Reichweite des heimischen WLANs befindet. Zudem kann der Genie 3000 damit einen Alarmton von sich geben, wenn sich das Gerät fünf Meter außerhalb der Rasengrenze befindet. Diese Funktion muss man in der App über die Option Diebstahlschutz-Modus aktivieren.

Aufstellort, Inbetriebnahme, Kartierung und Konfiguration

Die Inbetriebnahme sollte dank einer großformatigen Schnellstart-Anleitung schnell erledigt sein. Das mitgelieferte Handbuch, das elektronisch auch innerhalb der App zur Verfügung steht, bietet zusätzliche Informationen. Überdies hat Anthbot Videos zur Inbetriebnahme und Konfiguration sowie zur Wartung des Mähroboters veröffentlicht. Damit sollten selbst Anfänger kein Problem haben, einen passenden Aufstellort zu finden und den Mähroboter mit der Anthbot-App einzurichten. Letztlich muss man bei der Wahl des Aufstellorts nur darauf achten, dass die RTK-Antenne Satellitensignale empfangen kann. Im Erfolgsfall signalisiert die RTK-Antenne dies mit einer grün leuchtenden LED.

Anthbot Genie 3000: Pro Zone kann man die Mähhäufigkeit, die Schnitthöhe, die Hinderniserkennung sowie die Mährichtung konfigurieren.

Nachdem der Mähroboter mit der Anthbot-App, – die leider nicht für Tablets, sondern nur für Smartphones optimiert ist, – über das heimische 2,4-GHz-WLAN verbunden wurde, erfolgt als Erstes die Kartierung. Hierbei kann man zwischen automatischer und manueller Kartierung wählen. Bei Gärten mit fester Begrenzung kann die automatische Kartierung funktionieren, dennoch bekommt man mit der manuellen Kartierung eine präzisere Karte hin. Wer also an einem optimalen Mähergebnis inklusive gutem Randschnitt interessiert ist, wählt die manuelle Kartenerstellung. Bei Rasenflächen, wie in unserem Test-Garten, mit offenen Übergängen und über einen schmalen Pfad verbundenen Bereichen, ist die automatische Kartierung keine Option. Hier ist die manuelle Erstellung Pflicht.

Bei der manuellen Kartierung steuert man den Mähroboter über die App an der Rasengrenze entlang, bis man wieder zum Ausgangspunkt kommt. Die Kartenerstellung stoppt dann automatisch und speichert die Karte ab. Mit der App kann man anschließend Zonen anlegen, um den Garten sinnvoll aufzuteilen. Das ist etwa dann empfehlenswert, wenn zur Rasenfläche Bereiche gehören, die der Roboter mit einer global eingestellten Mährichtung nicht optimal mäht. So kann man pro Zone nicht nur die Mährichtung festlegen, sondern auch die Anzahl der Mähvorgänge (1 oder 2), die Schnitthöhe (3–7 cm) und die Empfindlichkeit der Kameras zur Objekterkennung (hoch, mittel, niedrig). Letztere lässt sich auch ganz deaktivieren, was etwa in Gärten sinnvoll sein kann, wenn angrenzende Sträucher mit ihren Ästen in die Rasenfläche hineinreichen. In diesem Fall mäht der Roboter die darunterliegende Rasenfläche nicht, weil er die Äste als Hindernis erkennt und sie umfährt. Wer die „Visuelle Inspektionseinstellung“ komplett deaktiviert, sollte aber bei Gärten mit Gefahrenbereichen wie Beete, Schwimmbecken und innerhalb der Rasenfläche stehende Bäume oder Sträucher entsprechende No-Go-Zonen anlegen, um sicherzustellen, dass der Genie 3000 diese Bereiche unter keinen Umständen befährt.

Neben der Möglichkeit, die Rasenfläche in Zonen aufzuteilen, um den Rasenschnitt individuell in puncto Mährichtung und Schnitthöhe anzupassen, bietet die Anthbot-App, wie könnte es anders sein, auch noch eine KI-Funktion. Damit soll der Genie 3000 die Mähstrategie an das Wachstum des Rasens anpassen. Bei dieser Option lässt sich allerdings nur die Zeit sowie Wochentag und Schnitthöhe für die gesamte Rasenfläche einstellen. Die individuellen Einstellmöglichkeiten für die Zonen in Verbindung mit einem Zeitplan gefallen uns für unseren anspruchsvollen Test-Garten jedoch besser. So lassen wir den Mähroboter 3x die Woche für die ihm zugänglichen Bereiche mähen. Leider lässt sich das Randmähen nur manuell durchführen und nicht per Zeitplan festlegen.

Anthbot Genie 3000 im Praxiseinsatz

Der Anthbot Genie 3000 mäht unsere Rasenflächen in gleichmäßigen Bahnen, auch wenn die Vorderräder nicht sehr spurtreu sind und auf unebenem Untergrund zu leichten Schlangenlinien neigen. Dennoch kann sich das Mähergebnis sehen lassen. Auch Beschädigungen am Rasen bleiben aus. Allerdings ist das bei aktuellen Robotern bei den derzeit trockenen Verhältnissen kein nennenswertes Problem. Auf nassem Untergrund sollte man die Geräte ohnehin nicht zur Arbeit schicken.

Das Randmähen gehört standardmäßig allerdings nicht zu seinen Stärken. Hier lässt er mehr Abstand als nötig. Hinzu kommen bauartbedingt noch etwa 12 cm (Abstand vom Gehäuserand zum Messerteller). Hier arbeiten die Ecovacs-Modelle A3000 Lidar und A1600 RTK mit einem Abstand vom Rand zum Messerteller von nur 5 cm deutlich effizienter. Doch das Problem kann teilweise behoben werden, indem man in der App unter „Rand“ die Grenzen der Rasenfläche unterteilt und die Randüberlappung (5–20 cm) je nach Bereich anpasst.

Mit der niedrigsten Einstellung fährt er direkt am Rand, während er mit den anderen Werten diesen in einer bestimmten Breite überfährt. Letzteres ist etwa sinnvoll, wenn an den Rasen eine nicht bewachsene Fläche auf gleicher Ebene grenzt. Wird die Mähfläche hingegen von wenigen Zentimetern hohen Randsteinen begrenzt, ist erstere Einstellung empfehlenswert. Damit verbessert sich das Mähergebnis an der Rasengrenze erheblich. Allerdings muss man den Rand zusätzlich mähen lassen. Das ist zwar etwas umständlicher als bei anderen Herstellern wie Mammotion, deren Mähroboter die Ränder automatisch bei einem Mähvorgang gezielt abfahren, dafür differenziert der Mammotion nicht nach Randtyp.

Anthbot Genie 3000 im Test: RTK-Mähroboter mit vier Kameras und großem Akku

Wie alle RTK-Mäher scheitert auch der Genie 3000 an unserer Engstelle, die zwei Rasenzonen verbindet. Dabei rutscht er ab und seine Messer touchieren die Begrenzungssteine. Bislang haben diese Herausforderung nur Modelle mit Lidar wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar (Testbericht) und der Dreame A2 (Testbericht) sowie der aktuell im Test befindliche Mammotion Luba Mini AWD Lidar gemeistert.

Im Test mäht der Genie 3000 recht flott und benötigt für 339 m² etwa 3,5 Stunden – und das dank des großen Akkus an einem Stück. 80 m² schafft er in 45 Minuten. Klar ist aber auch, dass Mähroboter mit einer größeren Schnittbreite wie der Ecovacs Goat A3000 oder der Mammotion Luba 2 AWD mit 32 cm und 40 cm deutlich flotter zu Werke gehen als der Genie 3000, der nur eine Schnittbreite von 20 cm bietet. Der Ecovacs Goat A3000 schafft etwa eine Fläche von 258 m² in 73 Minuten.

Die Hinderniserkennung funktioniert im Test gut: Menschen, Hunde und Katzen erkennt der Genie 3000 einwandfrei und umfährt sie. Bei kleineren Objekten wie Tennisbällen hat er aber Probleme – hier liegt die Erkennungsquote bei etwa 50 Prozent.

Die RTK-Antenne signalisiert mit einer grün leuchtenden LED, dass sie genügend Satellitendaten für die Navigation empfängt. Wird sie vom Strom getrennt, meldet die App einen Fehler, dass sich die Antenne zur Seite geneigt hätte. Dann muss man die Karte neu anlegen - ein Fehler, der hoffentlich bald korrigiert wird.

Im Test zeigt der Genie 3000 respektive seine RTK-Station aber Mängel. Trennt man die Ladestation vom Strom und schließt sie wieder an, meldet die App, dass die RTK-Antenne bewegt wurde. Dann ist eine Neukartierung fällig. Wer also die RTK-Station samt Mäher während der Wintermonate einlagert und sie im Frühjahr wieder in Betrieb nimmt, darf – Stand heute – eine Neukartierung vornehmen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Problem durch ein Firmware-Update behoben wird.

Nicht immer hat der Genie 3000 die Grenzen unseres Gartens korrekt interpretiert und ist etwa über Randsteine gefahren. Das Problem betrifft aber nahezu alle Mähroboter. In diesem Fall muss man die Kartierung anpassen oder No-Go-Zonen anlegen. Zudem hat er Schwierigkeiten bei Rasenflächen, die mit Fliesen durchsetzt sind. Hier hat der Genie 3000 häufig die Richtung gewechselt. Irgendwann hat er aber auch diesen Bereich gemeistert.

Preis: Was kostet der Anthbot Genie 3000?

Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 1699 Euro zählt der Anthbot Genei 3000 zu einem der günstigsten Mähroboter ohne Begrenzungskabel, die für große Flächen ab 3000 m² vorgesehen sind. Erst recht, wenn man ihn, wie aktuell, inklusive Garage für 1359 Euro kaufen kann. Unter 2000 Euro listet der Preisvergleich nur noch den Segway Navimow H-Serie (Testbericht) für 1889 Euro, den Dreame A2 (Testbericht) für 1567 Euro und den Ecovacs Goat A3000 Lidar für 1599 Euro.

Während der Genie 600 für Gärten bis 900 m² ausgelegt ist, kann der Genie 1000 bis zu 2000 m² große Gärten mähen und der Genie 3000 ist für Rasenflächen bis 3600 m² vorgesehen.

Für kleinere Gärten hat Anthbot die Modelle Genie 600 und Genie 1000 im Programm. Sie eignen sich für Rasengrößen von 900 m² und 2000 m² und basieren auf dem Genie 3000, sind aber mit leistungsschwächeren Akkus ausgestattet und können nur 20 Zonen verwalten, während der Genie 3000 bis zu 30 Zonen unterstützt. Bei der Einstiegsvariante muss man zudem auf 4G verzichten. Den Anthbot Genie 600 gibt es aktuell für knapp 750 Euro (Coupon aktivieren), während der Genie 1000 1100 Euro kostet.

Fazit

Der noch relativ unbekannte Hersteller Anthbot bietet mit dem Genie 3000 einen überzeugenden Mähroboter ohne Begrenzungskabel mit langer Akkulaufzeit. Mit einem Preis von nur 1359 Euro ist der Genie 3000 aktuell der günstigste Mähroboter, der für Gärten mit 3000 m² und größer ausgelegt ist. Die App bietet eine ausgezeichnete Zonenverwaltung mit unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten je nach Gartenbereich für ein optimales Mähergebnis. Auch die individuelle Konfiguration des Randschnitts ist positiv hervorzuheben.

Wie alle Mähroboter mit Satellitennavigation passiert aber auch der Genie 3000 nicht unsere Engstelle im Garten, sodass wir ihn in die daran anschließende Zone tragen müssen, damit er seine Arbeit dort fortsetzen kann. In diesem speziellen Fall zeigen Mähroboter mit Lidar-Navigation wie Ecovacs Goat A3000 Lidar (Testbericht) und Dreame A2 (Testbericht) klare Vorteile. Auch die teilweise erratische Navigation auf Flächen, bei denen der Rasen mit Steinplatten durchsetzt ist, ist zu bemängeln. Durch Update behoben. Und die App könnte mehr technische Daten liefern, etwa wie stark der aktuelle Satellitenempfang pro Zone ist, und eine Quadratmeterangabe für die Rasenfläche in der Karte, so wie sie in der Mähaufzeichnung angegeben ist, wäre ebenfalls wünschenswert.

Preis-Leistungs-Sieger

Mammotion Yuka Mini

Mammotion Yuka Mini im Test – der beste Mähroboter für kleine Gärten

Die Yuka-Mini-Serie sieht Mammotion für kleinere Gärten vor. Wie gut sich der RTK-Mähroboter in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • leicht, klein und wendig, optimal für kleine Gärten
  • Nahezu fehlerfreie und smarte Navigation sowie zuverlässiger Betrieb
  • Integration für Home Assistant
NACHTEILE
  • Anlegen von Zeitplänen könnte besser sein
  • Kantenmähen bei hoher Begrenzung nicht optimal
  • relativ langsam, aber ausreichend für kleinere Gärten

Die Yuka-Mini-Serie sieht Mammotion für kleinere Gärten vor. Wie gut sich der RTK-Mähroboter in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Mit der Yuka-Mini-Serie zeigt Mammotion Mähroboter für kleinere Gärten, die dank einer mitgelieferten RTK-Station ganz ohne Begrenzungskabel auskommen. Die Abmessungen des sauber verarbeiteten Yuka Mini fallen mit 52,5 *41,3 * 28,1 cm recht schnittig aus. Auch in puncto Design weiß der Mähroboter mit einem Gewicht von nur 10,6 kg zu gefallen. Und mit dem neuen Dienst iNavi können die Yuka Minis sogar unabhängig von lokalen Satelliten-Signalen navigieren. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn die Rasenfläche von hohen Gebäuden umgeben ist und die RTK-Station wie beim Ecovacs Goat A1600 RTK (Testbericht) nicht genügend Signale empfangen kann. Für den Test der Yuka-Mini-Serie hat uns Mammotion den Yuka Mini 600 zur Verfügung gestellt, der aktuell 599 Euro kostet. Den Yuka Mini 500, der statt fünf (Mini 600) nur drei Zonen mähen kann, kostet aktuell nur noch 549 Euro. Und den 700er gibt es ebenfalls günstiger für 649 Euro. Er mäht maximal sieben Zonen.

Wie gut der Yuka Mini 600 unseren anspruchsvollen Test-Parcours bewältigt, zeigt der Test.

Mammotion Yuka Mini 600: RTK, iNavi, Ausstattung und Lieferumfang

Die Yuka Minis navigieren, wie bereits erwähnt, standardmäßig mithilfe von Satelliten-Daten, die der Roboter über die mitgelieferte RTK-Empfangsstation erhält. Das ist in der Regel die beste Methode, da sie ohne Folgekosten auskommt. Sollte der Empfang von Satelliten-Daten wegen baulicher Gegebenheiten nicht möglich sein, kann der Yuka Mini den neuen Mammotion-Dienst iNavi nutzen, der den Roboter aus der Cloud mit Satelliten-Daten versorgt. Dieser kann über WLAN oder über eine 4G-Verbindung genutzt werden. Da WLAN-Empfang nicht immer im ganzen Garten zur Verfügung steht, bieten die Yuka Minis eine eingebaute SIM-Karte, die wie der Cloud-Dienst selbst 2025 kostenlos zur Verfügung steht. Was iNavi danach kosten wird, steht bisher nicht fest. Fest steht hingegen, dass die Mobilfunkverbindung 50 Euro pro Jahr oder 35 Euro für sechs Monate oder 20 Euro für einen Monat kostet.

Die Navigation wird zusätzlich durch das sogenannte Ultra-Sense-KI-Vision-System unterstützt, das mithilfe einer Kamera zwischen Gras- und anderen Flächen unterscheidet, um so eingeschränkte Bereiche zu vermeiden. Zudem erkennt das System über 200 Objekte, die der Roboter im Mähbetrieb umfährt. Im Test hat das bei herumlaufenden Hunden und spielenden Kindern einwandfrei funktioniert, die der Yuka Mini großräumig umfahren hat. Kleinere Objekte hat er hingegen nicht immer erkannt. Man sollte die Grasfläche also vor dem Mähvorgang von diesen befreien. Grundsätzlich gilt: kein Betrieb während der Nacht, damit nachtaktive Tiere wie Igel geschützt sind. Hierfür kann man in der Mammotion-App, für die eine Registrierung mit einer E-Mail-Adresse nötig ist, unter der Option Zeitlimit Zeiten definieren, in denen der Yuka Mini nicht aktiv wird. Mit dem neuesten App-Update gibt es mit der Option Wildtierschutzmodus zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten wie Nachtbetrieb verboten und Sicherheitsgeschwindigkeit des Nachtbetriebs. In Leipzig gilt sogar ein Nachtfahrverbot für Mähroboter, das bei Nichteinhaltung eine Strafe von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen kann.

Der Lieferumfang des Mähroboters Mammotion Yuka Mini ist sehr umfangreich und deckt alle wesentlichen Komponenten für Installation, Betrieb und Wartung ab. Hier eine kurze Zusammenfassung und Einordnung:

Hauptkomponenten:

  • Mähroboter selbst
  • Sicherheitsschlüssel (Ersatz) – Wichtig für Notfall-Stopp und Diebstahlschutz.
  • Ersatzteile für Messer (6 Messer + Schrauben/Unterlegscheiben) – Praktisch für langfristigen Betrieb.

Ladestation:

  • Komplette Ladestation (Grundplatte, Ladesäule, Netzteil, Erdspieße) – Alles für den stationären Betrieb.
  • 4 Schrauben + Spreizdübel – Flexible Montage auf hartem oder weichem Untergrund.

RTK-Antenne:

  • RTK-Empfangseinheit + Funkantenne – Ermöglicht cm-genaue Positionsbestimmung.
  • Erdspieß + 2 Montagestangen – Einfache Installation der Antenne.
  • 5 m Verlängerungskabel + Kabelklemmen – Sichere Verlegung im Rasen (Schutz vor Durchtrennen).

Werkzeuge & Zubehör:

  • Innensechskantschlüssel, Schraubendreher, Bürste – Für Montage und Reinigung.
  • Kabelbinder – Praktisch für Kabelmanagement.

Der Lieferumfang enthält also alles Nötige für sofortigen Betrieb, inklusive Ersatzteile und Werkzeuge.

Mammotion Yuka Mini: Ladestation und RTK-Antenne

Aufstellort von Ladestation, RTK-Antenne und Inbetriebnahme

Die Ladestation und die RTK-Antenne haben wir am Rand des Rasens platziert, der etwa drei Meter von der Hauswand entfernt beginnt. Die Ladestation kann auch außerhalb der Rasenfläche platziert werden. Dann muss man eine Route zu dieser mit der App anlegen, sodass der Mähroboter sie erreichen kann. In jedem Fall benötigt sie einen ebenen Untergrund. Die RTK-Station muss mindestens drei Meter von Gebäuden und Bäumen entfernt platziert werden. Dank des mitgelieferten, fünf Meter langen Verbindungskabels, das entweder von der Ladestation oder dem ebenfalls im Lieferumfang befindlichen Netzteil mit Strom versorgt wird, lässt sie sich relativ flexibel positionieren.

In unseren beiden Test-Gärten hat die RTK-Antenne auf Anhieb die für den Betrieb nötige Anzahl von Satelliten empfangen. Selbst in dem von hohen Gebäuden umgebenen Garten gelangt der Empfang, während etwa die RTK-Antenne von Ecovacs dort nicht genügend Satelliten empfangen konnte (siehe auch: Testbericht zum Ecovacs Goat A1600 RTK).

Die für die Montage nötigen Werkzeuge sind im Lieferumfang enthalten. Der Aufbau und die Inbetriebnahme gelingen dank Schnellstart-Anleitung und der selbsterklärenden Mammotion-App im Test innerhalb weniger Minuten. Bei schwierigen Empfangsbedingungen kann es allerdings nötig sein, die RTK-Antenne an einer Wand oder auf dem Dach zu montieren. Mehr Informationen bietet das sehr gute Handbuch (PDF), das auch in deutscher Sprache vorliegt. Mehr zur Inbetriebnahme mit der App zeigt die Bildergalerie.

Was sollte man bei der Kartierung beachten?

Wie fast alle neuen Mähroboter ohne Begrenzungskabel bietet auch der Yuka Mini eine automatische Kartierung. Wer allerdings einen offenen Garten mit angrenzenden Pflanzenbeeten hat, sollte besser manuell kartieren. Der Mensch sieht einfach mehr und kann den Roboter exakter an den Grenzen navigieren – noch jedenfalls. Und das gelingt mit der Mammotion-App sehr einfach. Sie bietet zwei Steuerungsflächen: Eine für Vor und Zurück und die zweite für Links und Rechts. Damit ist die Kartierung schnell abgeschlossen.

Doch Obacht: Der Yuka Mini ist hinsichtlich der Mähgeschwindigkeit eher ein gemächlicher Mähroboter (siehe auch Abschnitt weiter unten), sodass es ratsam ist, eine Rasenfläche mit etwa 258 m² von vorneherein aufzuteilen. Denn leider ist eine spätere Aufteilung der Gesamtfläche in mehrere Zonen nicht möglich.

Zwar mäht der Roboter auch unsere Rasenfläche komplett an einem Stück, doch muss er aufgrund der geringen Batteriekapazität relativ häufig zurück an die Ladestation und verteilt die Arbeit so über den ganzen Tag. Und zwar nur, wenn es zwischendurch nicht zu regnen beginnt. Mit einer Aufteilung können Anwender einzelne, kleinere Abschnitte komplett mähen lassen. Der Garten wirkt dann deutlich ordentlicher als wenn etwa ein Drittel gemäht ist und der Rest nicht. Außerdem kann man durch die Aufteilung von Zonen gezielter vorgehen und den Yuka Mini bestimmte Bereiche mähen lassen. Etwa, wenn man in einem bestimmten Bereich eine Grillparty plant und dieser vorher gemäht werden muss.

Kartiert man aus den genannten Gründen in Zonen, muss man anschließend noch Pfade erstellen, die diese miteinander verbinden.

Mammotion Yuka Mini: Der Mähteller bietet fünf Klingen und kommt auf eine Schnittbreite von 19 cm.

Wie gut gelingt die Navigation und wie effizient arbeitet das Schneidesystem?

Die Schnitthöhe des Yuka Minis können Anwender mit einem Drehregler auf der Oberseite zwischen 20 und 60 mm einstellen. Die Mähscheibe bietet fünf Messer und eine Schnittbreite von 19 cm. Damit ist klar, dass der Yuka Mini nicht mit den Top-Modellen wie dem Ecovacs Goat A3000 Lidar mithalten kann, der über zwei Mähscheiben verfügt und so eine Schnittbreite von 32 cm bietet. Ebenso muss man Abstriche beim Kantenmähen machen, da die Mähklingen 10 cm vom Gehäuserand des Roboters entfernt sind. In der Praxis bedeutet dies, dass bei einer mit Steinen begrenzten Rasenfläche bauartbedingt mindestens ein Rand von 10 cm ungemäht bleibt. Hier muss man also nacharbeiten. Das ist allerdings bei jedem Mähroboter der Fall, wenngleich die Top-Modelle wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar nur einen Abstand von 5 cm ungemäht lassen. Doch der spielt auch in einer anderen Preisklasse. Bei fließenden Übergängen zwischen Rasen und Wegen mäht der Yuka Mini 600 den Rand hingegen wie ein Top-Modell. Hier ist eine Nacharbeit nicht nötig. So soll es sein.

Über die von Steinen begrenzte Rasenkante hat der Yuka Mini mit der Einstellung "Empfindlich" für die Hinderniserkennung nicht mehr überfahren.

Die Navigation hat im Test in vier von fünf Zonen einwandfrei mit den Standardeinstellungen funktioniert. In der fünften Zone hat sich der Yuka Mini 600 zunächst an einem befestigten Rand und darunterliegendem Weg festgefahren. Mit der Einstellung „Empfindlich“ für die Hinderniserkennung ist der Yuka Mini in der Folge an dieser Stelle auf dem Rasen geblieben. Allerdings lässt er dann etwas mehr Gras stehen, sodass man mit einem Trimmer nacharbeiten muss. Praktisch ist aber, dass man Einstellungen dieser Art pro Zone und nicht global festlegt und somit in allen Zonen mehr nacharbeiten muss. Das hat Mammotion gut gelöst.

Wie schnell und wie lange mäht der Yuka Mini 600?

Der Yuka Mini 600 mäht zuverlässig in geraden Bahnen, aber er ist dabei nicht besonders schnell, um nicht zu sagen langsam. Für eine Zone mit 91 m² benötigt er 76 Minuten. In dieser Zeit hat unser aktueller Testsieger, der Ecovacs Goat A3000 Lidar, die gesamte Rasenfläche von 258 m² gemäht. Allerdings kostet der auch dreimal so viel wie der Yuka Mini. Mit der Einstellung "Optimal" unter Schnittbahnenwinkel wählt der Mammotion die effizienteste Mährichtung und mäht längs zur längsten Zonengrenze. Andere Hersteller wie Ecovacs erlauben lediglich eine Einstellung der Mährichtung, die für alle Zonen gilt. Dann mähen diese unter Umständen quer zur längsten Zonengrenze, was ineffizient ist.

Erreicht der Akku eine Kapazität von 15 Prozent, fährt er zurück zur Ladestation. Dort vergehen gut 45 Minuten, bis der Ladestand 80 Prozent erreicht und der Yuka Mini seine Arbeit fortsetzt.

Modelle und Preise: Was kostet der Yuka Mini?

Mammotion bietet den Yuka Mini in den Varianten 500, 600, 700 und 800 an. Wie häufig bei Mährobotern geben die Zahlen Aufschluss darüber, für welche Rasengröße der Hersteller das Modell empfiehlt. Während die Varianten 500 und 700 aktuell nur über Amazon erhältlich sind, gibt es die Modelle 600 und 800 direkt bei Mammotion und einigen Fachhändlern. Die maximale Rasenfläche, die die Varianten 600 und 800 mähen können, beträgt 800 m² und 1200 m². Für die Varianten 500 und 700 liegen diesbezüglich keine Angaben vor.

Den Yuka Mini gibt es in verschiedenen Varianten. Die Zahl hinter der Modellbezeichnung entspricht der vom Hersteller empfohlenen Rasengröße.

Die vom Hersteller empfohlene Rasengröße ist üblicherweise an den integrierten Akku gekoppelt. Bei den Modellen 500 und 600 ist das aber nicht der Fall. Beide sind mit einem 2,4 Ah starken Akku ausgestattet. Die Varianten 700 und 800 arbeiten mit 4,5 Ah und 6,1 Ah starken Batterien. Diese sind austauschbar, allerdings hat der Hersteller derzeit keine passenden Austausch-Akkus im Programm. Lediglich für die normale Yuka-Serie gibt es einen Ersatzakku, der mit 4,5 Ah knapp 200 Euro kostet. Außerdem unterscheiden sich die Yuka Minis noch in der Anzahl der maximal möglichen Zonen. Wer also einen Garten hat, der in mehrere Bereiche unterteilt ist, sollte ein entsprechendes Modell wählen. Der Yuka Mini 800 unterstützt zehn Zonen, der 700er sieben, der 600er fünf und das 500er-Modell nur drei. Zum Black Friday sind die Yukas zum Tiefstpreis erhältlich.

Die Klingen des Mähtellers müssen nach 50 Stunden gewendet und nach 100 Stunden ersetzt werden. 24 Ersatzklingen gibt es bei Mammotion für 55 Euro. Günstiger ist das Angebot von Greengrass bei Amazon. Dort kosten 24 Stück nur 28 Euro.

Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt der Mammotion Yuka Mini?

Mithilfe von Google Assistant und Amazon Alexa können Anwender den Yuka Mini auch per Sprache steuern. Auch gibt es für Home Assistant eine Community-Integration, mit der man den Yuka Mini steuern kann und Zugriff auf Daten erhält, die in der App nicht vorhanden sind. So zeigt Home Assistant über die Integration sehr informativ den Ladevorgang der Batterie. Mit diesen Daten können Anwender optimale Zeitpläne für Aufgaben erstellen, bei denen die Batterie vollständig geladen ist, sodass man damit weniger Zeit für An- und Abfahrt des Mähroboters zur Ladestation verliert.

Derzeit erlaubt die Integration, ohne selbst Hand anzulegen, allerdings keine automatisierten Mähpläne. Wer genügend Zeit hat, kann die Vorarbeit eines Users nutzen, der die Integration um diese Funktion erweitert hat.

Mähroboter von Mammotion lassen sich auch unter Home Assistant einbinden und für Automatisierungen nutzen. Außerdem hat man dadurch deutlich mehr Daten im Blick. Etwa wie lange der Yuka Mini benötigt, bis er wieder aufgeladen ist. Das ist beim Yuka Mini mit begrenzter Batteriekapazität hilfreich, um möglichst optimale Zeitpläne zu erstellen.

Fazit

Mammotion bietet mit der Yuka-Mini-Serie leistungsfähige Mähroboter, die dank RTK-Navigation ohne Begrenzungskabel auskommen und besonders für kleine Gärten geeignet sind. Im Test hat der Yuka Mini 600 mit seinen kompakten Abmessungen und klassischem Mammotion-Design bis auf ein kleines Malheur, als er sich an einer mit Steinplatten befestigten Rasenkante festgefahren hat, einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Zumal das Problem mit der Einstellung „Empfindlich“ für die Hinderniserkennung diese kritische Stelle in der Folge gemeistert hat. Letztlich passiert das aber auch bei teureren Modellen. Man muss eben für jeden Gartenbereich Anpassungen vornehmen. Ansonsten entpuppt sich der kompakte und nur knapp 11 kg schwere Yuka Mini als sehr wendig und rasenschonend. Anders als seine größeren Brüder mit Allrad, die fast 8 kg mehr auf die Waage bringen und bei feuchten Bedingungen an besonders steilen Steigungen ihre Spuren im Gras hinterlassen können, geht der Yuka Mini auch bei feuchtem Untergrund mit dem Rasen sehr pfleglich um.

Ein paar Kompromisse muss man allerdings eingehen. So ist der Abstand der Klinge zum Rand mit 10 cm relativ groß. Das bekommen Modelle wie der Ecovacs Goat A1600 RTK und der A3000 Lidar mit nur 5 cm besser hin. Allerdings kosten diese auch deutlich mehr. Zudem ist die Mähgeschwindigkeit nicht die schnellste. Und auch die ansonsten gelungene App könnte Mammotion noch verbessern. So ist das Erstellen der Zeitpläne zwar kein Problem. Doch in der Übersicht werden die Zeiten nicht angezeigt, sondern nur die Dauer bis zum Start. Und in puncto Kartierung wäre es wünschenswert, wenn man großen Bereich nachträglich einfach in Zonen aufteilen könnte. Was Ecovacs hinbekommt, sollte auch für Mammotion kein Problem sein.

Insgesamt hat uns der Yuka Mini überzeugt, sodass wir das Modell für kleine und auch komplizierte Rasenflächen empfehlen können. Für 549 Euro erhält man derzeit keinen besseren Mähroboter ohne Begrenzungskabel.

Hinweis: Der Testbericht erschien am 9. Mai 2025. Bei aktuellen Angeboten oder Software-Neuerungen wird er aktualisiert.

Mammotion Luba Mini AWD im Test – Mähroboter mit Allrad und Home-Assistant-Support

Der Mammotion Luba Mini AWD verspricht präzises Mähen dank Allradantrieb und RTK-GPS. Unser Test überprüft Leistung, Handling und smarte Features.

VORTEILE
  • Austauschbarer Akku
  • Integration für Home Assistant
  • Stark in steilem Gelände
NACHTEILE
  • Anlegen von Zeitplänen könnte besser sein
  • Kantenmähen bei hoher Begrenzung nicht optimal
  • Engstellen problematisch

Der Mammotion Luba Mini AWD verspricht präzises Mähen dank Allradantrieb und RTK-GPS. Unser Test überprüft Leistung, Handling und smarte Features.

Mit der Luba-Mini-Serie bietet Mammotion Mähroboter für kleine und mittlere Gärten, die dank einer mitgelieferten RTK-Station ganz ohne Begrenzungskabel auskommen. Wie der große Luba 2 (Bestenliste) bietet der Luba Mini Allradantrieb und bewältigt damit Steigungen bis zu 38,6 Grad. Die Luba Minis gibt es in zwei Varianten: Der Luba Mini AWD 800 ist mit einem 4,5 Ah starken Akku ausgestattet und für eine Rasenfläche von 800 m² empfohlen, maximal kann er eine Fläche von 1000 m² mähen, während der Luba Mini AWD 1500 mit einer 6,1 Ah starken Batterie kommt und bis zu 1800 m² mähen kann, empfohlen ist er aber nur für eine Rasengröße von 1500 m². Beide mähen das Gras mit einer Schnittbreite von 20 cm in bis zu 20 Zonen. Die Akkus sind austauschbar, während bei den großen Lubas die Batterien fest verbaut sind.

Mit 58,4 * 43,0 * 28,2 cm (L * B * H) fallen die Luba Minis deutlich kompakter aus als die großen Lubas mit 69,0 * 51,3 * 27,3 cm. Außerdem wiegen sie mit 15 kg etwa 3,6 kg weniger als die großen Modelle, die mit einer Schnittbreite von 40 cm Rasenflächen von 3600 m² und 6000 m² mähen können.

Der Luba Mini AWD bietet eine integrierte Kamera, mit der man den Mähvorgang beobachten kann. Ein Klick auf das POS-Symbol zeigt den Status der Navigation und Verbindungseinstellungen.

In puncto Design ähneln die Luba Minis ihren großen Brüder. Sie wirken aber wegen der Kompaktheit noch etwas schnittiger. Das sportliche Design wird auch durch die sichtbaren Stoßdämpfer hervorgehoben. Aufgrund der geringeren Größe sind sie wendiger und so ideal für verwinkelte Gärten. Ansonsten ist die Verarbeitung tipptopp.

Und mit dem neuen Dienst iNavi können die Luba Minis wie die Yuka Minis (Bestenliste) sogar unabhängig von lokalen Satelliten-Signalen navigieren. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn die Rasenfläche von hohen Gebäuden umgeben ist und die RTK-Station wie beim Ecovacs Goat A1600 RTK (Testbericht) nicht genügend Signale empfangen kann. Für den Test der Luba-Mini-Serie hat uns Mammotion den Luba Mini AWD 1500 zur Verfügung gestellt, der für knapp 2000 Euro erhältlich ist. Wie gut der Luba Mini AWD 1500 unseren anspruchsvollen Test-Parcours bewältigt, zeigt der Test.

Mammotion Luba Mini AWD 1500: RTK, iNavi, Ausstattung und Lieferumfang

Die Luba Minis navigieren, wie bereits erwähnt, standardmäßig mithilfe von Satelliten-Daten, die der Roboter über die mitgelieferte RTK-Empfangsstation erhält. Das ist in der Regel die beste Methode, da sie ohne Folgekosten auskommt. Sollte der Empfang von Satelliten-Daten wegen baulicher Gegebenheiten nicht möglich sein oder der Luba Mini AWD in einem fremden Garten ohne RTK-Station zum Einsatz kommen, kann der Mähroboter zur Navigation den neuen Mammotion-Dienst iNavi nutzen. Dieser versorgt den Roboter aus der Cloud mit Satelliten-Daten. Der Dienst kann entweder über eine WLAN- oder über eine 4G-Verbindung genutzt werden. Da WLAN-Empfang nicht immer im ganzen Garten zur Verfügung steht, bieten die Luba Minis eine eingebaute SIM-Karte, die wie der Cloud-Dienst selbst 2025 kostenlos zur Verfügung steht. Was iNavi danach kosten wird, steht bisher nicht fest. Fest steht hingegen, dass die Mobilfunkverbindung knapp 50 Euro pro Jahr, 35 Euro für 6 Monate oder 20 Euro für einen Monat kostet.

Größere Objekte wie einen Hund umfährt der Luba Mini AWD 1500 großräumig, sodass dieser entspannt seine Pause weiter genießen kann.

Die Navigation wird zusätzlich durch das sogenannte Ultra-Sense-KI-Vision-System unterstützt, das mithilfe einer Kamera zwischen Gras- und anderen Flächen unterscheidet, um so eingeschränkte Bereiche zu vermeiden. Zudem erkennt das System über 200 Objekte, die der Roboter im Mähbetrieb umfährt. Im Test hat das bei herumlaufenden Hunden und spielenden Kindern einwandfrei funktioniert, die der Luba Mini AWD großräumig umfahren hat. Kleinere Objekte hat er hingegen nicht immer erkannt. Man sollte die Grasfläche also vor dem Mähvorgang von diesen befreien. Grundsätzlich gilt: kein Betrieb während der Nacht, damit nachtaktive Tiere wie Igel geschützt sind. Hierfür kann man in der Mammotion-App, für die eine Registrierung mit einer E-Mail-Adresse nötig ist, unter der Option Zeitlimit Zeiten definieren, in denen der Luba Mini AWD nicht aktiv wird. Mit dem neuesten App-Update gibt es mit der Option Wildtierschutzmodus zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten wie Nachtbetrieb verboten und Sicherheitsgeschwindigkeit des Nachtbetriebs. In Leipzig gilt sogar ein Nachtfahrverbot für Mähroboter, das bei Nichteinhaltung eine Strafe von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen kann.

Der Lieferumfang des Mähroboters Mammotion Luba Mini ist sehr umfangreich und deckt alle wesentlichen Komponenten für Installation, Betrieb und Wartung ab. Hier eine kurze Zusammenfassung und Einordnung:

Hauptkomponenten:

  • Mähroboter selbst
  • Sicherheitsschlüssel (Ersatz) – Wichtig für Notfall-Stopp und Diebstahlschutz.
  • Ersatzteile für Messer (6 Messer + Schrauben/Unterlegscheiben) – Praktisch für langfristigen Betrieb.

Ladestation:

  • Komplette Ladestation (Grundplatte, Ladesäule, Netzteil, Erdspieße) – Alles für den stationären Betrieb.
  • 4 Schrauben + Spreizdübel – Flexible Montage auf hartem oder weichem Untergrund.

RTK-Antenne:

  • RTK-Empfangseinheit + Funkantenne – Ermöglicht cm-genaue Positionsbestimmung.
  • Erdspieß + 2 Montagestangen – Einfache Installation der Antenne.
  • 5 m Verlängerungskabel + Kabelklemmen – Sichere Verlegung im Rasen (Schutz vor Durchtrennen).

Werkzeuge & Zubehör:

  • Innensechskantschlüssel, Schraubendreher, Bürste – Für Montage und Reinigung.
  • Kabelbinder – Praktisch für Kabelmanagement.

Der Lieferumfang enthält also alles Nötige für sofortigen Betrieb, inklusive Ersatzteile und Werkzeuge.

Aufstellort von Ladestation, RTK-Antenne und Inbetriebnahme

Die Ladestation und die RTK-Antenne haben wir am Rand des Rasens platziert, der etwa drei Meter von der Hauswand entfernt beginnt. Sie kann auch außerhalb der Rasenfläche platziert werden. Dann muss man eine Route zu dieser mit der App anlegen, sodass der Mähroboter sie erreichen kann. In jedem Fall benötigt sie einen ebenen Untergrund. Die RTK-Station muss mindestens drei Meter von Gebäuden und Bäumen entfernt platziert werden, um möglichst viele Satelliten empfangen zu können. Dank des mitgelieferten, fünf Meter langen Verbindungskabels, das entweder von der Ladestation oder dem ebenfalls im Lieferumfang befindlichen Netzteil mit Strom versorgt wird, lässt sie sich relativ flexibel positionieren.

Besonders an Steilstücken kann der Mammotion Luba Mini AWD mit Allrad-Antrieb seine Stärken ausspielen.

In unseren beiden Test-Gärten hat die RTK-Antenne auf Anhieb die für den Betrieb nötige Anzahl von Satelliten empfangen. Selbst in dem von hohen Gebäuden umgebenen Garten gelangt der Empfang, während etwa die RTK-Antenne von Ecovacs dort nicht genügend Satelliten empfangen konnte (siehe auch: Testbericht zum Ecovacs Goat A1600 RTK).

Der Aufbau und die Inbetriebnahme gelingen dank Schnellstart-Anleitung und der selbsterklärenden Mammotion-App im Test innerhalb weniger Minuten. Bei schwierigen Empfangsbedingungen kann es allerdings nötig sein, die RTK-Antenne an einer Wand oder auf dem Dach zu montieren. Mehr Informationen bietet das sehr gute Handbuch (PDF), das auch in deutscher Sprache vorliegt. Mehr zur Inbetriebnahme mit der App zeigt die Bildergalerie.

Was sollte man bei der Kartierung beachten?

Wie fast alle neuen Mähroboter ohne Begrenzungskabel bietet auch der Luba Mini AWD eine automatische Kartierung. Wer allerdings einen offenen Garten mit angrenzenden Pflanzenbeeten hat, sollte besser manuell kartieren, da das menschliche Auge der Technik noch immer überlegen ist und man den Roboter mit der App exakter an den Grenzen navigieren kann – noch jedenfalls. Und das gelingt mit der Mammotion-App sehr einfach. Sie bietet zwei Steuerungsflächen: Eine für Vor und Zurück und die zweite für Links und Rechts. Damit ist die Kartierung schnell abgeschlossen.

Die Mammotion-App ist auch für Tablets optimiert. Sie bietet eine intuitive Bedienung, mit der Anwender die wichtigsten Einstellungen wie Mähgeschwindigkeit, Schnitthöhe, Schnittbahnwinkel, Schnittbahnmodus, Modus für die Hinderniserkennung pro Mähzone vornehmen können. Andere Hersteller wie Ecovacs bieten in puncto Mährichtung (Schnittbahnwinkel) nur eine globale Einstellung, die für alle Zonen gilt. Aber auch die Mammotion-App hat noch Optimierungspotenzial, etwa was die Darstellung der Zeitpläne anbelangt.

Grundsätzlich empfehlen wir bei Rasenflächen, die unterschiedliche Ausrichtungen und Begrenzungen aufweisen, entsprechende Zonen anzulegen. Das hat den Vorteil, dass man pro Zone unterschiedliche Einstellungen vornehmen kann. Bei einer einfachen Struktur mit ebenem Untergrund kann man etwa den Luba 2 AWD mit der Höchstgeschwindigkeit von 0,6 m/s mähen lassen. Bietet die Rasenfläche einen ebenen Übergang zu etwa einem gepflasterten Weg, kann man den Modus für die Hinderniserkennung auf „Aus“ stellen. Dann fungiert lediglich die vordere Stoßstange des Luba als Hinderniserkennung, sobald der Mähroboter gegen ein Objekt fährt. Bei der Kartierung eines solchen Bereichs fährt man den Luba überlappend zwischen Rasen und angrenzendem Weg, sodass kein Gras stehen bleibt. Denn mit einem Abstand der Klingen von etwa 12 cm zum äußeren Gehäuserand lässt der Luba an einer Kante ansonsten relativ viel Gras stehen. Diesbezüglich sind die Ecovacs-Modelle Goat A3000 (Bestenliste) und Goat A1600 RTK (Bestenliste) mit einem Klingenabstand von 5 cm zum Gehäuserand deutlich besser aufgestellt.

Wenn hingegen die Rasenfläche von hohen Randsteinen begrenzt wird oder ein etwas niedriger gelegener Weg an diese grenzt, sollte man beim Kartieren zum Rand etwas Abstand lassen. Damit gibt man dem Luba Mini etwas mehr Raum für nötige Richtungsänderungen, ohne dass das Gehäuse beschädigt wird. Zudem verhindert man, dass der Mähroboter über die Kante hinausfährt und an dieser hängenbleibt. Bei schwierigen Zonen sollte man außerdem die Mähgeschwindigkeit herabsetzen, – 0,2 m/s ist die langsamste Geschwindigkeit –, und die Hinderniserkennung auf „Empfindlich“ einstellen. Letztlich gelten diese Vorsichtsmaßnahmen und Einstellungen für schwierige Bereiche aber für jeden Mähroboter. Auch unser aktueller Testsieger, der Ecovacs Goat A3000 Lidar, der dank Laserabtastung besonders exakt arbeitet, ist an einer Kante hängen geblieben.

Kartiert man aus den genannten Gründen in Zonen, muss man anschließend noch Pfade erstellen, die diese miteinander verbinden, damit der Mähroboter zu diesen finden kann. Die App weist auf diesen Zusammenhang hin.

Wie gut gelingt die Navigation und wie effizient arbeitet das Schneidesystem?

Die Schnitthöhe können Anwender über die App zwischen 20 mm und 65 mm einstellen. Die Mähscheibe bietet fünf Messer und eine Schnittbreite von 20 cm. Damit ist klar, dass der Luba Mini nicht zu den schnellsten Vertretern seiner Art zählt. Der größere Luba 2 AWD arbeitet mit 40 cm Schnittbreite doppelt so effizient und auch die Ecovacs-Modelle Goat A3000 Lidar und Goat A1600 RTK sind mit einer Schnittbreite von 32 cm dem Luba Mini AWD deutlich überlegen. Ebenso muss man Abstriche beim Kantenmähen machen, da die Mähklingen 12 cm vom Gehäuserand des Roboters entfernt sind. In der Praxis bedeutet dies, dass bei einer mit Steinen begrenzten Rasenfläche bauartbedingt mindestens ein Rand von 12 cm ungemäht bleibt. Hier muss man also nacharbeiten. Das ist allerdings bei jedem Mähroboter der Fall, wenngleich die Top-Modelle wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar und Goat A1600 RTK nur einen Abstand von 5 cm ungemäht lassen. Bei fließenden Übergängen zwischen Rasen und Wegen mäht der Luba Mini AWD 1500 den Rand hingegen wie ein Top-Modell, wenn diese Bereiche überlappend kartiert wurden. Hier ist eine Nacharbeit nicht nötig. So soll es sein.

Die Navigation hat im Test in vier von sechs Zonen einwandfrei mit den Standardeinstellungen funktioniert. In der fünften Zone hat sich der Luba Mini AWD 1500 zunächst an einem befestigten Rand und darunterliegendem Weg festgefahren. Nach einer erneuten Kartierung dieses Bereichs, mit etwas mehr Abstand zum Rand und mit der Einstellung „Empfindlich“ für die Hinderniserkennung hat der Luba Mini AWD in der Folge diese Stelle gemeistert. Allerdings lässt er dann etwas mehr Gras stehen, sodass man mit einem Trimmer nacharbeiten muss. Praktisch ist aber, dass man Einstellungen dieser Art pro Zone und nicht global festlegt und somit in allen Zonen mehr nacharbeiten muss. Das hat Mammotion gut gelöst.

Diese Engstelle hat der Mammotion Luba Mini AWD im Test verweigert. Letztlich haben wir in manuell in Ziel-Zone gesteuert.

Bei der Zufahrt zur sechsten Zone konnte der Luba Mini AWD eine enge Stelle nicht passieren. Er bleibt an dieser Stelle wie ein Pferd vor einem großen Hindernis einfach stehen. Auch eine Neukartierung mit dem Anlegen eines Kanals half nichts. Schließlich haben wir den Luba Mini AWD manuell durch diese Engstelle gesteuert. Die Ecovacs-Modelle sind an dem engen Durchgang zunächst an einer Kante hängen geblieben. Nachdem wir den Kanal etwas weiter entfernt davon neu angelegt hatten, haben diese allerdings das Engstück problemlos passiert.

Wie gut und wie schnell mäht der Luba Mini AWD 1500?

Der Luba Mini AWD 1500 mäht zuverlässig in geraden Bahnen, aber er benötigt aufgrund der relativ geringen Schnittbreite von 20 cm für das Mähen einer bestimmten Rasenfläche deutlich länger als etwa die Top-Modelle von Ecovacs mit einer Schnittbreite von 32 cm. Zwar wählt der Mammotion mit der Einstellung „Optimal“ unter Schnittbahnenwinkel die effizienteste Mährichtung und mäht längs zur längsten Zonengrenze, während andere Hersteller wie Ecovacs lediglich eine feste Einstellung der Mährichtung erlauben, die für alle Zonen gilt. Dann mähen diese unter Umständen quer zur längsten Zonengrenze, was ineffizient ist. Dennoch benötigt der Luba 2 Mini AWD für eine Zone mit 242 m² mit 142 Minuten deutlich mehr Zeit als der Ecovacs Goat A1600 RTK, der diese Aufgabe in nur 74 Minuten erledigt.

Erreicht der Akku eine Kapazität von 15 Prozent, fährt der Luba Mini AWD zurück zur Ladestation. Dort vergehen gut 45 Minuten, bis der Ladestand 80 Prozent erreicht und er seine Arbeit fortsetzt.

In unserem zweiten Test-Garten mit teils sehr steilen Stellen zeigt der Luba Mini AWD, was er drauf hat. Während bei den Ecovacs-Modellen bei einer Querfahrt der Kippsensor ausschlägt und sie diesen Bereich nur in der Falllinie bemähen können, zeigt der Luba Mini AWD dank Allradantrieb, egal in welcher Mährichtung, keine Schwächen in diesem Bereich.

Modelle und Preise: Was kostet der Luba Mini AWD 1500?

Mammotion bietet den Luba Mini AWD in zwei Varianten an. Das für 800 m² empfohlene Modell kostet aktuell statt 1400 Euro nur noch 999 Euro – ein Rabatt von 29 Prozent (Code MAMMOTIONDE50 an der Kasse eingeben). Auch der von uns getestete Luba Mini AWD 1500 für eine empfohlene Rasenfläche von 1500 m² ist mit 1399 Euro etwa 30 Prozent günstiger (Code MAMMOTIONDE50 an der Kasse eingeben). Beide Modelle erreichen damit ihren bisherigen Bestpreis.

Die Klingen des Mähtellers müssen nach 50 Stunden gewendet und nach 100 Stunden ersetzt werden. 24 Ersatzklingen gibt es bei Mammotion für 55 Euro. Günstiger ist das Angebot von Greengrass bei Amazon. Dort kosten 24 Stück nur 23 Euro. Im Lieferumfang befinden sich sechs Ersatzklingen.

Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt der Mammotion Luba Mini?

Mithilfe von Google Assistant und Amazon Alexa können Anwender den Luba Mini auch per Sprache steuern. Auch gibt es für Home Assistant eine Community-Integration, mit der man den Luba Mini AWD und andere Mammotion-Mäher wie den Yuka Mini (Bestenliste) steuern kann und Zugriff auf Daten erhält, die in der App nicht vorhanden sind. So zeigt Home Assistant über die Integration sehr informativ den Ladevorgang der Batterie. Mit diesen Daten können Anwender optimale Zeitpläne für Aufgaben erstellen, bei denen die Batterie vollständig geladen ist, sodass man damit weniger Zeit für An- und Abfahrt des Mähroboters zur Ladestation verliert.

Derzeit erlaubt die Integration, ohne selbst Hand anzulegen, allerdings keine automatisierten Mähpläne. Wer genügend Zeit hat, kann die Vorarbeit eines Users nutzen, der die Integration um diese Funktion erweitert hat.

Mähroboter von Mammotion lassen sich auch unter Home Assistant einbinden und für Automatisierungen nutzen. Außerdem hat man dadurch deutlich mehr Daten im Blick. Etwa wie lange der Luba Mini AWD benötigt, bis er wieder aufgeladen ist.

Fazit

Mammotion bietet mit der Luba-Mini-Serie leistungsfähige Mähroboter, die dank RTK-Navigation ohne Begrenzungskabel auskommen und besonders für kleine und mittelgroße Gärten geeignet sind. Im Test hat der Luba Mini AWD 1500 mit seinen kompakten Abmessungen und klassischem Mammotion-Design bis auf kleinere Aussetzer insgesamt einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Seine besonderen Stärken spielt er auf steilem Terrain aus. Dann können allenfalls noch die größeren Modelle von Mammotion aus der Luba-2-Serie mit dem kleineren Luba Mini mithalten.

Ein paar Kompromisse muss man allerdings eingehen. So ist der Abstand der Klinge zum Rand mit 12 cm relativ groß. Das bekommen Modelle wie der Ecovacs Goat A1600 RTK und der A3000 Lidar mit nur 5 cm besser hin. Letzterer ist mit 3000 Euro allerdings deutlich teurer, während der Ecovacs Goat A1600 RTK aktuell für 999 Euro erhältlich ist. Für flache Gärten würden wir diesen dem Mammotion Luba Mini AWD vorziehen. Im steilen Gelände ist der Luba Mini AWD 1500 aber besser als der Ecovacs.

Die ansonsten gelungene App könnte Mammotion noch hinsichtlich der Erstellung von Zeitplänen verbessern. So werden in der Übersicht die Zeiten nicht angezeigt, sondern nur die Dauer bis zum Start. Und in puncto Kartierung wäre es wünschenswert, wenn man großen Bereich nachträglich einfach in Zonen aufteilen könnte. Was Ecovacs hinbekommt, sollte auch für Mammotion kein Problem sein.

Hinweis: Der Testbericht erschien am 13.5.2025. Das aktuelle Artikel-Datum zeigt das letzte Preis-Update.

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