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Top 10: Die beste Dockingstation mit USB-C im Test – ein Kabel für alles
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Top 10: Der beste Mini-PC mit Windows 11 im Test – Testsieger Minisforum
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Top 5: Die beste Monitorhalterung für den Tisch im Test
Top 10: Die besten USB-C-Kabel bis 10 € im Test – Ladekabel für Laptop & iPhone
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Top 10: Der beste Sportkopfhörer im Test
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Top 10: Der beste Bluetooth-Adapter zum Nachrüsten für Auto, Heimkino & PC
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Top 10: Die beste Gaming-Tastatur im Test – Akko vor Logitech, Asus ROG & Razer
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Top 5: Der beste Mini-Gaming-PC im Test – mit Grafikkarte von Nvidia oder AMD
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Top 10: Die besten Controller für die Nintendo Switch ab 11 Euro
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Autorennen, Fliegen, U-Boot fahren: Die 10 besten Simulationen für VR-Brillen
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Bestenliste: Die zehn besten Spiele für die Playstation 5
Autorennen, Shooter, RPG: Die zehn besten Spiele für die Xbox One
Multiplayer-Top-10: Die besten Koop-Spiele für PS4 und PS5
Bestenliste: Die zehn besten offiziellen Retro-Konsolen
Top 10: Die besten Switch-Spiele für Multiplayer & Couch-Coop
Bestenliste: Die Top-10-Spiele für Xbox Series S & X
Xbox: Die Top-10 der Couch-Koop-Spiele für lokalen Multiplayer
Bestenliste: Gamepads für PC und Retro-Konsole
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
Top 10: Das beste Heizkörperthermostat im Test – smart heizen und Geld sparen
Top 10: Die besten Smart-Home-Systeme im Test – Home Assistant überragt alle
Top 10: Die beste Türklingel mit Kamera im Test – Eufy vor Reolink
Das beste Smart Lock im Test – Testsieger mit Gesichtserkennung vor Nuki
Top 10: Der beste Raumluftsensor fürs Smart Home im Test
Testsieger: Die beste Mini-Überwachungskamera im Test – Babyphone inklusive
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit PTZ im Test
Top 10: Der beste Luftreiniger im Test
Top 10: Die besten Überwachungskameras mit 4K-Auflösung im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Dual-Objektiv im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera für innen im Test
Die besten smarten LED-Stehlampen im Test – Govee vor Philips Hue
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Top-Nachtsicht im Test
Die besten Präsenzmelder mit Radar im Test – Aus für Bewegungsmelder?
Top 7: Das beste smarte LED-Panel – Nanoleaf, Govee & Alternativen
Top 5: Die besten smarten Bewässerungssysteme für den Garten im Test
Top 10: Stromverbrauch messen – die besten smarten Steckdosen im Test
Die besten Floodlight Cams: Überwachungskameras mit hellen LED-Strahlern im Test
Top 10: Die besten Saugroboter bis 300 Euro – Laser, App und Absaugstation
Top 5: Smarte Outdoor-Überwachungskamera mit WLAN & Akku
Top 5: Die besten smarten Indoor-Gärten ab 40 Euro
Top 10: Der beste Adapter für Android Auto Wireless – kabellos Handy nutzen
Top 5: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Airfryer von Ninja, Cosori & Co.
Top 10: Die beste Wärmebildkamera für das Handy im Test – Hikmicro, Flir & Co.
Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament im Test – perfekt drucken ab 190 Euro
Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger von Garmin & Nextbase
Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
Top 10: Der beste Wireless-Carplay-Adapter im Test – iPhone kabellos nutzen
Testsieger: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut schon ab 200 Euro
Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test
Top 5: Die beste Akku-Kaffeemaschine im Test – mobil Espresso kochen & trinken
Top 5: Der beste Adventskalender 2025 – für Bastler, Schlaumeier, Nerds & Geeks
Top 7: Die beste elektrische Fliegenklatsche im Test – schon ab 4 Euro
Top 5: Der beste DAB+-Adapter fürs Autoradio zum Nachrüsten im Test
Top 7: Die beste thermoelektrische Kühlbox im Test – perfekt für Auto & Urlaub
Top 5: Der beste Insektenstichheiler im Test – Heat It, Beurer, Bite Away & Co.
Top 5: Das beste ferngesteuerte Boot im Test
Top 5: Der beste Alkoholtester im Test – Promille selbst ermitteln
Top 6: Die beste kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten im Test
Top 10: Das beste Mehrfach-USB-Ladegerät im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
Top 6: Die besten Radar- und Blitzerwarner
Top 7: Der beste Lötkolben mit Stromversorgung per USB – perfekt fürs Hobby
Top 5: Die besten RC-Helikopter bis 100 Euro – Rundflug im Wohnzimmer
Top 5: Die besten 3D-Drucker für Anfänger – einfach & gut drucken ab 269 Euro
Top 5: Die besten smarten elektrischen Zahnbürsten – besser Putzen dank App
Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten
Top 10 SLA-Drucker: Die besten 3D-Drucker für Resin ab 130 Euro im Test
Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS

Top 10: Der beste Mini-PC mit Windows 11 im Test – Testsieger Minisforum

Die besten Mini-PCs im Test

Mini-PCs sind kompakt, sparsam und leistungsstark – ideal für Office bis Gaming. Wir zeigen die besten Modelle aus über 80 Tests über alle Preisbereiche hinweg.

Wenn Laptops zu sperrig sind und klassische Desktop-PCs zu viel Strom verbrauchen, schlägt die Stunde der Mini-PCs. Im meist rechteckigen Design finden sich in den kompakten Gehäusen inzwischen leistungsstarke Laptop-Prozessoren und ordentlich Arbeitsspeicher (RAM). Dieser ist in der Regel nicht fest verlötet und lässt sich austauschen und erweitern – meist bis 96 GB. Zudem kann man die kompakten Computer aufgrund ihrer Größe leicht verstecken, etwa hinter einem Monitor mit Vesa-Halterung.

Für diese Bestenliste haben wir zehn besonders empfehlenswerte Modelle über alle Preisbereiche hinweg aus unseren über 80 Einzeltests herausgesucht und vergleichen sie miteinander. Das Spektrum reicht dabei von Einsteiger- bis Gaming-Mini-PC, die beste Lösung für den eigenen Bedarf sollte dementsprechend dabei sein. Die kompakten PCs setzen hier auf AMD- oder Intel-Prozessoren der Reihen Ryzen oder Core. Zudem beschränken wir uns auf Mini-PCs mit Windows 11. Computer von Apple oder Google zeigen wir weiter unten.

Wem es besonders um die günstigen Mini-PCs geht, dem empfehlen wir unsere Bestenliste Top 10: Der beste günstige Mini-PC im Test. Was man an Gadgets und Helferlein zum Mini-PC noch bekommen kann, zeigen wir im Ratgeber: Das beste Zubehör für den Mini-PC – Maus, Tastatur, Monitor, RAM, USB-Hub & Co.

Welcher ist der beste Mini-PC?

Unser Testsieger Minisforum UM890 Pro ist besonders leise und dennoch sehr leistungsstark. Selbst unter Volllast bleibt der Mini-PC mit Ryzen 9 8945HS bürotauglich. Zudem bietet er ein gutes Anschlussangebot sowie gute Aufrüstbarkeit. Aktuell kostet er knapp 849 Euro.

Unser Technologiesieger Minisforum MS-S1 Max sprengt als Workstation im Mini-Format alle Grenzen. Ausgestattet mit dem 16-Kern Ryzen AI Max+ 395 und gewaltigen 128 GB RAM bietet er brachiale Rechenleistung für KI und Content Creation, die selbst den Mac Studio herausfordert. Hinzu kommt eine herausragende Konnektivität mit 80 Gbit/s schnellem USB4 v2 und dualem 10G-LAN. Diese extreme Performance hat jedoch ihren Preis von rund 2999 Euro und macht sich unter Volllast auch akustisch bemerkbar.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist der Minisforum UM870 Slim mit einem Ryzen 7 8745H. Das System ist im Betrieb angenehm leise und dennoch leistungsstark. Weiterhin verfügt der UM870 Slim über einen besonders ausgestatteten USB-C-Port, der nämlich sowohl Bild an einen Monitor ausgeben, als auch gleichzeitig Strom zum Betrieb des Mini-PCs aufnehmen kann. Abschließend ist auch der Preis ab 329 Euro für die Barebone-Variante ohne RAM & SSD sowie 629 Euro für die Vollausstattung noch einen Tick besser.

Minisforum UM870 Slim – Bilderstrecke

Die Platzierungen der Top 10 im Überblick setzen sich wie folgt zusammen:

Die hier benannten Preise beziehen sich auf den Zeitpunkt des letzten Artikel-Updates. Leider können sich Gutschein-Codes und Klick-Coupons innerhalb kurzer Zeit ändern, die Gültigkeit ist mitunter zeitlich begrenzt, weshalb die Preise sich minütlich verändern können.

KURZÜBERSICHT

Minisforum UM890 Pro

Der Minisforum UM890 Pro richtet sich an alle, die einen hochwertigen, leistungsstarken und selbst unter Volllast leisen Mini-PC suchen. Zudem bietet er dank seiner bemerkenswerten Aufrüstbarkeit auf 96 GB RAM und bis 8 TB Speicher eine gute Zukunftsfähigkeit; in Verbindung mit dem Ryzen 9 dürfte er so noch viele Jahre Freude bereiten. Preislich ist der Mini-PC mit 849 Euro zwar deutlich angestiegen, aber nach wie vor eine hervorragende Wahl. Ohne Speicher kostet er 469 Euro.

VORTEILE
  • Lüfter selbst unter Volllast bei max. 30 dB
  • starke Leistung des Ryzen 9
  • RAM auf 96 GB, SSD auf 8 TB erweiterbar
  • gute Kühlung, kein Thermal Throtteling
  • hochwertige Verarbeitung
NACHTEILE
  • kein USB-C zur Stromversorgung
  • Lüfterkabel bei der Wartung im Weg

Minisforum MS-S1 Max

Mit dem MS-S1 Max stößt Minisforum in Dimensionen vor, die bisher ausgewachsenen Workstations vorbehalten waren. Ausgestattet mit dem AMD Ryzen AI Max+ 395 (16 Kerne), der integrierten Radeon 8060S GPU und gewaltigen 128 GB Unified Memory, liefert dieser Mini-PC eine Rechenleistung, die begeistert. Die Anschlussvielfalt mit USB4 v2 (80 Gbit/s), Dual-10G-LAN und Wi-Fi 7 ist auf Top-Niveau. Ein PCIe-Slot ermöglicht zudem spezielle Erweiterungen, während das hochwertige Aluminiumgehäuse und die effiziente Kühlung für Stabilität sorgen. Diese extreme Leistung hat allerdings ihren Preis – 2999 Euro muss man investieren.

VORTEILE
  • hervorragend verarbeitetes Gehäuse mit leichtem Zugang
  • Top-Performance
  • Kühllösung effizient
  • mit PCIe-Karte erweiterbar
NACHTEILE
  • relativ laut unter Last
  • hoher Preis
  • nur zwei M.2-Steckplätze, wobei nur einer die volle Leistung bietet

Minisforum UM870 Slim

Der Minisforum Elitemini UM870 Slim richtet sich an jeden, der einen preis-leistungsstarken Mini-PC sucht, mit dem alltägliche Aufgaben sowie leichtes Gaming problemlos möglich sind. Für 629 Euro bietet er zudem mit USB4, 2,5-GBit-LAN sowie 32 GB RAM und 1 TB Speicher eine gute sonstige Ausstattung. Gefallen finden die abermals niedrigere Lautstärke im Vergleich zum bisherigen Testsieger Awow HA7 sowie der potente USB-C-Port. Dieser kann nicht nur ein Bild an den Monitor übertragen (Displayport-out), sondern auch gleichzeitig den Rechner mit Strom versorgen (PD-in) – bei Laptops Standard, bei Mini-PCs eine Seltenheit.

VORTEILE
  • USB4 Typ-C mit PD
  • viel Leistung
  • attraktiver Preis
NACHTEILE
  • nur einmal USB-C & Ethernet
Ratgeber

Performance: Wie ist die Leistung der Mini-PCs einzuordnen?

Um die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Mini-PCs besser einordnen zu können, haben wir die Ergebnisse relevanter Benchmarks in der nachfolgenden Tabelle zusammengetragen. Diese Werte ermöglichen einen direkten Vergleich der Rechenleistung und Grafikeignung der getesteten Geräte, sodass man auf einen Blick erkennen kann, welches Modell in puncto Performance überzeugt.

PlatzModellnameProzessorPCmark (durchschnittl.)Time Spy
1Minisforum UM890 ProAMD Ryzen 9 8945HS75623437 (CPU: 11218; GPU: 3063)
2Minisforum MS-S1 MaxAMD Ryzen AI Max+ 3951038111.618 (CPU: 11.061; GPU: 11.723)
3Minisforum UM870 SlimAMD Ryzen 7 8745H74803365 (CPU: 11075; GPU: 2997)
4Minisforum UM760 SlimAMD Ryzen 5 7640HS70002575 (CPU: 8006; GPU: 2300)
5Minisforum M1 ProIntel Core Ultra 9 285H80974100 (CPU: 11.114; GPU: 3690)
6Geekom GT1 MegaIntel Core 9 Ultra 185H80624099 (CPU: 11858; GPU: 3675)
7Geekom A9 MaxAMD Ryzen AI 9 HX 37076843868 (CPU: 11.305; GPU: 3466)
8Asus Expert Center PN54AMD Ryzen AI 7 35076483108 (CPU: 10.487; GPU: 2765)
9Minisforum AI X1 ProAMD Ryzen AI 9 HX 37077283622 (CPU: 11187; GPU: 3236)
10Geekom Mini IT15Intel Core 9 Ultra 285H83234212 (CPU: 10.056; GPU: 3821)

Preissteigerung bei Mini-PCs

Noch sind Mini-PCs zu attraktiven Preisen erhältlich. Allerdings haben einige Hersteller wie Minisforum aufgrund der durch den KI-Boom ausgelösten Kostenexplosion bei DDR5-Speicher Preiserhöhungen vorgenommen. Unser Testsieger, der Minisforum UM870 kostete Anfang 2025 knapp 520 Euro, jetzt sind es 629 Euro – eine Preissteigerung um 21 Prozent. Steigt der DRAM-Preis weiter, könnten sich Mini-PCs im kommenden Jahr insgesamt noch einmal deutlich verteuern.

Wann lohnt sich ein Mini-PC?

Mini-PCs zeichnen sich vorwiegend durch ein kompaktes Design mit handlichen Maßen aus. Damit kommen sie dort infrage, wo klassische Computer oder Laptops zu viel Platz einnehmen. Der Schreibtisch wirkt so ordentlicher und auch in Empfangsbereichen macht ein freier Tisch mehr her. Neben diesen rein optischen Vorteilen sind die kompakten PCs aber auch deutlich sparsamer. Nimmt ein Gaming-PC (Ratgeber) mitunter über 200 W auf, sind es beim Mini-PC häufig nur 20 W. Dadurch entsteht auch weniger Hitze beim Betrieb, was die Lautstärke reduziert und gerade im Sommer das Aufheizen des Raumes vermindert.

Was kann man mit einem Mini-PC machen?

Mit einem Mini-PC kann man alle Dinge tun, die auch mit einem Laptop möglich sind. Von Homeoffice bis Full-HD-Gaming ist inzwischen echt viel drin. Für klassische Office-Arbeiten mit Word und Browsern genügen selbst die günstigen Mini-PC-Modelle. Neben diesen recht gewöhnlichen Aufgaben eignen sich die Systeme je nach Ausstattung auch als Smart-Home-Zentrale, Homeserver oder für den Einsatz als Firewall-Appliance.

So vielseitig wie ihre Anwendungsbereiche ist auch das Preisspektrum der Mini-PCs. So reicht die Ausstattung vom Einsteiger-Modell für rund 84 Euro hin zur gehobenen Konfiguration weit über 700 Euro. Die Leistung ist dabei hoch genug, um Desktop-PCs bei Office-Arbeiten vollkommen ersetzen zu können. Ist man Hardcore-Gamer, kommt man an einem echten Gaming-PC aber nach wie vor nicht vorbei.

Was ist besser, Mini-PC oder Laptop?

Mini-PCs sind häufig eine günstigere Alternative für Homeoffice und Büro. Denn verglichen mit einem ähnlich ausgestatteten Laptop sind Modelle wie der U58 oder der Minisforum UM760 Slim teils knapp 500 Euro günstiger. Und auch unter 200 Euro gibt es noch gute Konfigurationen – bei Laptops mit Windows 11 ist in der Regel schon unter 400 Euro Schluss mit sinnvollen Lösungen.

Was die Hardware angeht, setzen Mini-PC und Laptop auf die gleichen Mobile-Chips, die sich durch Sparsamkeit und geringere Wärmeentwicklung auszeichnen. Die Leistung ist also vergleichbar. Der wesentliche Unterschied besteht im Fehlen von Tastatur, Trackpad und Monitor, den sich der Mini-PC spart. Damit steht bei den kleinen Würfelrechnern mehr finanzieller Spielraum für die Prozessor- und Grafik-Hardware bereit, wodurch man fürs gleiche Geld mehr beim Mini-PC bekommt. Zudem benötigt jemand, der bereits einen externen Monitor sowie Tastatur und Maus besitzt, ohnehin keinen Bildschirm am Laptop, womit man getrost darauf verzichten kann. Weiterhin ist ein Mini-PC deutlich weniger sperrig als ein Laptop und lässt sich so platzsparend auf dem Schreibtisch unterbringen.

Ob ein Mini-PC nun besser ist als ein Laptop, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt aber Fälle, in denen man keinen Laptop benötigt, bisher jedoch nur diese auf dem Schirm hatte. Für solche Situationen kann man jetzt besser zum kompakten & leisen Mini-Rechner greifen.

Mindestausstattung: Wie lange hält ein Mini-PC?

Bei Mini-PCs ist, wie bei allen Computern, wichtig, ein gewisses Mindestmaß an Ausstattung vorauszusetzen. So finden sich im Preisvergleich zahlreiche Modelle unter 300 Euro. Die wenigsten davon setzen mehr als 4 GB RAM ein. Diese kommen mitunter von namhaften Herstellern, wie Asus, Lenovo oder HP. Mit Windows sind aber inzwischen selbst 8 GB RAM das absolut unterste Minimum. Auch SSDs mit weniger als 256 GB sollte man meiden, da Windows 11 Pro dann bereits mehr als die Hälfte des Speichers belegt. Zudem sollte man darauf achten, dass ein halbwegs aktueller Chipsatz mit mindestens vier Kernen zum Einsatz kommt.

Bei AMD genügt die 5000er-Serie der Ryzen-CPUs für Homeoffice, wobei entsprechende Mini-PCs im Preissegment zwischen 240 und 450 Euro liegen. Bei Intel gibt es auch darunter CPUs für noch günstigere Konfigurationen, wie Intel N100, Celeron N4000/N5000 oder Intel N95/N97 – diese sind dann aber deutlich schwächer. Für Full-HD-Gaming sollte es dann schon eher die AMD Ryzen 7000er-Serie oder 8000er-Serie sein, wobei letztere einfach ein Refresh der siebten Generation ist – technisch sind die CPUs teils nur 50 MHz schneller und haben eine neue NPU für KI-Anwendungen.

Bei Intel gehören die 12. und 13. Generation bereits zum alten Eisen, denn sie setzen im Vergleich zur integrierten AMD-Grafik „Radeon 780M“ auf die nicht annähernd so starke Iris Xe Graphics, der Nachfolger der Intel UHD Graphics. Die neueste Generation setzt hier auf die Intel Arc Graphics, die in unseren Tests AMD deutlich unterliegt. Intel nennt seine Chips seitdem nicht mehr Core-i, sondern Core Ultra und verwendet eine neue, dreistellige Nomenklatur. Die Mini-PCs mit AMD-Chips der siebten Generation liegen preislich deutlich unter solchen mit Core-Ultra zwischen 400 und 650 Euro (Ausreißer mit 800 bis 900 Euro), Intel hingegen ab 750 Euro.

Hat man einen aktuellen Chip, genügend RAM oder rüstet diesen nach, kommt man mit einem Mini-PC über viele Jahre gut aus. Wichtig ist, sich vor dem Kauf im Klaren darüber zu sein, was man damit absehbar machen möchte und wie hoch das Budget ist.

NPUs: Was hat es mit den KI-Chips auf sich?

Ganz grundsätzlich, ob Intel oder AMD, ist ebendiese NPU im Moment eher eine Wette auf die Zukunft, konkrete Anwendungsfelder sind extrem rar. So nutzen selbst lokale KI-Modelle per LM-Studio nicht die NPU, sondern nach wie vor die GPU. Zudem ist die Leistung dieser integrierten NPUs, angegeben in TOPS (Terra Operations per Second) im Vergleich zu großen AI-PCs, etwa von Nvidia, eher gering. Während klassische Mini-PC-CPUs etwa 40 TOPS und im gesamten System bis zu 100 TOPS aufbieten können, erreichen solche speziellen AI-Systeme teils über 1000 TOPS.

Mini-PCs mit dedizierter Grafikkarte

Mini-PC Minisforum Atomman G7 Pt im Test

Eine Klasse für sich sind Mini-PCs mit dedizierter Grafikkarte, wie der Minisforum Atomman G7 Pt. Die Mischlinge aus Mini-PC und Gaming-PC vereinen die Vorteile von sparsamen Mobilprozessoren und der geballten Leistung von dedizierten Grafikkarten. Sie sind die perfekte Symbiose aus klobigem, selbst im Büroalltag stromhungrigem Gaming-PC und einem leistungsschwächeren, dafür kompakten und stromsparendem Mini-PC.

Mehr zum Thema und welcher Mini-Gaming-PC am besten abgeschnitten hat, zeigt unsere Top 5: Der beste Mini-Gaming-PC im Test – mit Grafikkarte von Nvidia oder AMD.

Welche Anschlüsse sind wichtig?

Für Peripherie benötigt man in den meisten Fällen den klassischen USB-A-Port. Hier bieten die meisten Mini-PCs wenigstens zwei Stück, oft aber auch mehr. Für Audio-Peripherie, ob Lautsprecher, Kopfhörer oder Mikrofone, gibt es häufig einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Für den Anschluss von Bildschirmen ist HDMI weitverbreitet. Die meisten Laptops und Mini-PCs verwenden allerdings den schon in die Jahre gekommenen HDMI-2.0-Standard (aus 2013). Gegenüber dem konkurrierenden Anschlusstyp Displayport ist HDMI 2.0 deutlich unterlegen, sobald es um hohe Auflösungen und Bildwiederholraten geht. Maximal sind hier 4K bei 60 Hz möglich. Displayport ist insbesondere in Version 1.4 verbreitet, die mit 4K bei 120 Hz schon deutlich leistungsfähiger ist. Für Gamer ist dieser Anschluss also vorzuziehen.

Umso besser ist es, wenn Mini-PCs auf die neuen Displayport- oder HDMI-Schnittstellen setzen. HDMI 2.1 schafft ebenso 4K bei 120 Hz oder 8K bei 60 Hz, findet aber nur schleppend Verbreitung, obwohl er bereits seit 2017 auf dem Markt ist. Displayport 2.0 erreicht allerdings schon 16K bei 60 Hz oder 4K mit 144 Hz.

Ebenso praktisch ist USB-C, der Tausendsassa unter den Anschlüssen. Dieser Port ermöglicht nicht nur schnelle Datenübertragung, sondern auch die Bildübertragung an Monitore oder Beamer. Am besten achtet man auf den Thunderbolt oder USB-4-Standard. So kann man mit nur einem Anschluss alle Geräte, einschließlich Bildschirm, zeitgleich verbinden.

Auch beim Stromanschluss gibt es Unterschiede: Während viele Mini-PCs noch auf proprietäre, also herstellereigene Netzteile mit einem Rundstecker setzen, stellen mehr und mehr Hersteller auf USB-C um. Das schafft Flexibilität, denn dank Power Delivery kann man nicht nur beliebige 100-W-Ladegeräte anschließen, sondern auch starke Powerbanks verwenden. So lässt sich der Mini-PC fernab der Steckdose betreiben.

Mini-PC-Hersteller: Welche Marken gibt es und was unterscheidet sie?

Die Herstellerlandschaft im Bereich der Mini-PCs ist heutzutage breiter aufgestellt als je zuvor. Neben den traditionell dominierenden Akteuren wie HP, Lenovo und Asus treten vermehrt spezialisierte Anbieter in Erscheinung, darunter Minisforum, Geekom, Nipogi, Acemagic, Ninkear und GMKtec. Auffallend ist hierbei insbesondere, dass eine Vielzahl dieser chinesischen Hersteller ein signifikant besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Während man bei etablierten Marken für rund 300 Euro oft lediglich ein System mit einem Intel N100 Prozessor und 4 GB Arbeitsspeicher erhält, bieten chinesische Produzenten in derselben Preisklasse häufig bereits einen Ryzen 7 mit 32 GB RAM. Dieser beachtliche preisliche Vorteil ist zwar attraktiv, geht jedoch mit potenziellen Nachteilen einher, insbesondere im Hinblick auf den Kundenservice und die Verbraucherrechte – mehr dazu unten.

Die bekannten Hersteller punkten mit einem verlässlichen Support, regelmäßigen BIOS-Aktualisierungen und einer langjährigen Expertise. Bei den chinesischen Anbietern können hingegen Herausforderungen oder Einschränkungen bei der Produktpflege auftreten: BIOS-Updates sind oftmals schwer zu finden oder gar nicht vorhanden, Produktspezifikationen erweisen sich mitunter als ungenau, und die Produktlebenszyklen sind sehr kurz. Das kann dazu führen, dass Produkte, die erst kürzlich von uns getestet wurden, bereits nicht mehr auf dem Markt sind und die bereitgestellten Angebotslinks auf völlig andere Geräte verweisen.

Testverfahren: Wie testen wir Mini-PCs?

In unserem Praxistest stellen wir jeden Mini-PC in den Benchmarks PCmark 10, 3Dmark Time Spy, Cinebench und Geekbench auf den Prüfstand. Bei Modellen mit starker Grafik testen wir zudem Spiele – üblicherweise Anno 1800 und das anspruchsvollere Cities Skylines 2. Zudem bewerten wir die Performance im Alltag mit Windows 11 und einigen Programmen sowie die Gehäuseverarbeitung und das Anschlussangebot. Auch die Lautstärke ist ein wesentlicher Punkt, auf den wir in unseren Mini-PC-Tests achten und per Smartphone-App einmal am Gehäuse und mit einem Meter Abstand messen. In jeglicher Situation leise sind aber nur passiv gekühlte Modelle, wie der Asus Expertcenter PN42 (Testbericht), der Minix Z100 (Testbericht) oder die CSL Narrow Box (Testbericht). Leise luftgekühlte Modelle sind etwa der Minisforum UM890 Pro (Testbericht) und der Blackview MP80 (Testbericht).

Wesentlich in unsere Einstufung fließt das Preis-Leistungs-Verhältnis ein, denn diese Top 10 dient dazu, das Bestmögliche zum jeweiligen Preis zu empfehlen. Folglich landen Modelle, die eine gute Ausstattung haben, aber verglichen mit anderen Modellen zu teuer sind, auf den hinteren Plätzen. Da wir inzwischen mehr als 80 Mini-PCs getestet haben, finden sich weitere Modelle unter dieser Bestenliste. Bemerkenswert ist, dass sieben von zehn Plätzen von AMD-Mini-PCs besetzt werden – die bessere integrierte Grafik ist hier häufig ein wesentlicher Unterscheidungspunkt zur Intel-Konkurrenz. Die Modelle mit Minisforum M1 Pro, Intel Geekom GT1 Mega und Geekom Mini IT15 setzen nicht etwa auf einen i5 oder i7, sondern auf einen neueren Core-Ultra-Chip.

Alternativen: Günstige Laptops & Chromebooks

Abseits der kompakten Würfelrechner gibt es mit den Chromebooks günstige Laptop-Alternativen. Was man dafür erwarten kann, erklären wir im Ratgeber: Laptop in günstig – Chromebooks als flotte Windows-Alternative ab 169 Euro. Einen allgemeinen Überblick, welche günstigen und dennoch guten Arbeitsgeräte es unter 500 Euro gibt, verschafft unser Ratgeber: Laptop für Studium und Schule – günstig und dennoch gut schon ab 199 Euro. Zudem kann man sich nach gebrauchten Mini-PCs umsehen, Testgeräte bekommen wir dazu aber aufgrund mangelnder Verfügbarkeit bisher nicht. Weiterhin kann man sich auch nach einem All-in-One-Computer umsehen, der einen Micro-PC im Bildschirm integriert.

Raspberry Pi oder Mini-PC?

Die Einplatinenrechner Raspberry Pi sind vielfältige, handliche und günstige Lösungen, gerade als Server für ein Smart-Home mit Iobroker und ETS oder als ein einfacher Server zur Steuerung mehrerer Ubiquiti-Access-Points. Wer tatsächlich nur eine einzige Aufgabe lösen will, der ist mit einem Raspberry Pi meist gut bedient. Die Leistung könnte auch als Desktop-Ersatz ausreichend sein, der Prozess zur Einrichtung als Office-System ist aber eher was für Menschen mit Vorkenntnissen, denn für Laien. Eine Plug-and-play-Lösung darf man hier nicht erwarten, hier sind fertige Mini-PCs deutlich besser.

Mini-PC-Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux oder Chrome OS?

Die Mini-PCs in dieser Bestenliste bringen allesamt Windows 11 mit. Viele der kompakten Computer setzen dabei auf Windows 11 Pro, wenige auf Windows 11 Home. Für die meisten Anwender ist das optimal, weil gewohnt. Gerade bei den preiswerten Geräten erreicht man damit aber schnell die Grenzen des Geräts. Eine Alternative ist die Installation einer schlanken Linux-Distribution auf den Geräten. Wer den PC als Router oder Smart-Home-Zentrale nutzen möchte, kommt damit im Zweifel ohnehin weiter als mit Windows.

Es gibt aber auch fertige Mini-PCs mit dem Google-Betriebssystem Chrome OS, das sich gerade für den einfachen Office-Einsatz hervorragend eignet und vor allem sehr flüssig läuft auf günstiger Hardware, wie sie in solchen Mini-PCs oft verbaut ist. Sie werden unter anderem von HP, Acer oder Lenovo angeboten. Unter Chrome OS laufen dann sowohl Webseiten über den Chrome-Browser als auch Android-Apps und Linux-Programme. Das erweitert die Programmauswahl deutlich, wer aber spezifische Software benötigt, sollte bei Windows bleiben. Das System unterstützt Prozessoren mit ARM-Technologie gleichermaßen wie x86-Prozessoren von Intel oder AMD. Eine weitere Alternative sind Mac Minis mit macOS, die aber – wie bei Apple gewohnt – deutlich teurer sind. Früher kamen diese noch mit CPUs von Intel, inzwischen entwickelt Apple aber eigene Chips. Wir haben etwa den Mac Mini mit M4-Chip von Apple getestet und waren von der rohen Leistung und dennoch starken Effizienz des Systems beeindruckt. Während die Hardware unbestritten Maßstäbe setzt, ist die Vorliebe fürs Betriebssystem nochmal deutlich individueller. Den ganzen Test gibt es hier: Apple Mac Mini M4 im Test: Mini-PC mit viel Power, Top-Qualität & fairem Preis.

Beide Hersteller bieten neben fertigen Micro-PCs auch noch All-in-one-PCs. Mehr Informationen zu Mini-PCs ohne Windows finden sich im folgenden Ratgeber: Mini-PCs als Desktop-Ersatz ab 119 Euro: Windows, Linux oder Chrome OS.

Fazit

Mini-PCs haben sich inzwischen als echte Alternative zu Laptop und Desktop-PC gemausert. Dabei sind sie leistungsstärker, günstiger und sparsamer – letzteres sowohl was den Verbrauch angeht als auch den benötigten Platz. Der klassische Computer hat vor allem für Gelegenheitsnutzer ausgedient.

Unser Mini-PC-Vergleich zeigt die Vielfalt an Modellen, die allesamt klassische Desktop-Computer ersetzen können. Besonders empfehlenswert sind unser Testsieger Minisforum UM890 Pro, der Minisforum UM870 Slim und der Minisforum MS-S1 Max. Alle drei setzen durch die starken AMD-Prozessoren in ihren Preisbereichen ein Ausrufezeichen. Der Ryzen hat den Core von Intel im mobilen Einsatzbereich überholt, aber Intel kämpft sich langsam wieder heran. Inzwischen sind selbst auf integrierten Grafikkarten Spiele-Sessions in aufwendigen Spielen möglich, die Lautstärke muss (siehe Minisforum UM870 Slim) dabei aber nicht hoch sein. Praktisch und schick, wie der Minisforum UM760 Slim oder dessen großer Bruder UM870 Slim, sind die Mini-Computer ebenfalls – immer öfter finden wir einen USB-C-Anschluss, der mitunter sogar für die Stromversorgung Verwendung findet. Bei USB-Anschlüssen sind die kleinen PCs eigentlich immer gut ausgestattet.

Daneben zeigt unsere Bestenliste, dass 4 GB beim RAM in keinem Preisbereich zu rechtfertigen sind. Stattdessen sollte jeder moderne Computer mit Windows eher auf 16 GB RAM setzen, 8 GB sind inzwischen das unterste Minimum. Die etablierten Hersteller um Asus, Acer und Lenovo sollten sich warm anziehen, denn Fernost-PCs sind nicht nur günstig, sondern auch verdammt gut. Dabei gar nicht nur was die Leistung angeht, sondern tatsächlich auch bei neuen, unüblichen Features.

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BESTENLISTE
Minisforum UM890 Pro im Test: Der leiseste Mini-PC mit Ryzen 9

Leise unter Volllast und bis zu 96 GB RAM und 8 TB SSD aufrüstbar: Der Minisforum UM890 Pro gehört zu den Top-Mini-PCs am Markt. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE
  • Lüfter selbst unter Volllast bei max. 30 dB
  • starke Leistung des Ryzen 9
  • RAM auf 96 GB, SSD auf 8 TB erweiterbar
  • gute Kühlung, kein Thermal Throtteling
  • hochwertige Verarbeitung
NACHTEILE
  • kein USB-C zur Stromversorgung
  • Lüfterkabel bei der Wartung im Weg

Leise unter Volllast und bis zu 96 GB RAM und 8 TB SSD aufrüstbar: Der Minisforum UM890 Pro gehört zu den Top-Mini-PCs am Markt. Wir haben ihn getestet.

Minisforum hat es wieder getan: Der Hersteller aus Hongkong hat uns schon mit dem Minisforum UM780 XTX überzeugt; bot der Mini-PC doch eine ausgesprochen gute Leistung bei erstaunlich geringer Lautstärke. Mit dem UM890 Pro haben wir nun den quasi-Nachfolger bekommen. Das Datenblatt um AMD Ryzen 9 8945HS sowie 32 oder 64 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 1 TB SSD liest sich schon einmal gut. Ob der Minisforum UM890 Pro in die großen Fußstapfen passt, haben wir getestet.

Den Mini-PC hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt. Aktuell kostet der Minisforum UM890 Pro 849 Euro.

Update (26. Dezember 2025): Infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher ist auch der Minisforum UM890 Pro teurer geworden. Der Hersteller schlägt in der Basisversion nun 110 Euro zum vorherigen Preis auf, die größere Speichervariante mit 64 GB RAM ist nun etwa 220 Euro teurer. Ohne Speicher kostet der PC 469 Euro.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum UM890 Pro?

Im Minisforum UM890 Pro arbeitet AMDs aktuelle Speerspitze in Form des Ryzen 9 8945HS. Der Achtkerner kann dank SMT (Simultanes Multi Threading) auf 16 Threads zurückgreifen, sein Boost-Takt liegt bei bis zu 5,2 GHz, die TDP bei bis zu 70 Watt.

Zur Seite stehen in unserem Fall 32 GB an DDR5-5600-RAM, aufgeteilt über zwei SO-DIMM-Module von Crucial. Besonders an diesem System ist die Möglichkeit, den RAM auf bis zu 96 GB nachzurüsten, indem man die vorhandenen Module austauscht. Viele andere Mini-PCs lassen – wenn überhaupt – maximal 64 GB zu. Auch bei der 1 TB großen M.2-2280-SSD von Kingston ist eine gewaltige Nachrüstbarkeit gegeben; statt der üblichen 2 TB (wenn überhaupt) sind hier bis zu 8 TB möglich. Die vorhandene SSD ist von der Geschwindigkeit vollkommen solide, sie erreicht ausweislich des Speicher-Benchmarks Crystaldiskmark 3921 MB/s im Schreiben und 4807 MB/s beim Lesen. Das ist kein Spitzenwert, aber auch nicht langsam – im Alltag sind höhere Werte ohnehin fast nicht zu bemerken.

Die Auswahl an Anschlüssen deckt alles Notwendige und Moderne ab: 1x HDMI steht in Version 2.1 bereit, Displayport ist in Version 1.4 nicht ganz auf dem neuesten Stand. Weiterhin gibt es zweimal USB-C 4.0 sowie zwei 2,5-G-Ethernet-Ports. Es lassen sich folglich bis zu vier Monitore anschließen. Schade ist, dass ein proprietäres Netzteil mit Rundstecker zum Einsatz kommt anstelle von USB-C, so wie beim Aoostar God 78 – der damit zeigt, dass USB-C zur Stromversorgung auch in der hohen Leistungsklasse möglich ist.

Drahtlos spricht der Mini-PC mit Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 über einigermaßen neue, wenn auch nicht taufrische Standards. Im Gehäuse finden sich außerdem ein Button zum BIOS-Reset sowie eine Kopfhörerbuchse. Für Gamer und Grafiker spannend ist darüber hinaus der Oculink-Port – ein schneller Anschluss für externe Grafikkarten, womit man also die Grafikleistung des Rechners nachträglich erhöht. Die Platine des Anschlusses muss man aber selbst einsetzen – die Buchse ist gewissermaßen nur im Gehäuse ausgeschnitten.

Performance: Wie schnell ist Minisforum UM890 Pro?

In Anbetracht des Datenblatts überrascht es kaum mehr, dass der Ryzen 9 wirklich abliefert. Der Benchmark PCmark 10 attestiert dem UM890 Pro ein Ergebnis zwischen 7495 und 7630 Punkten. Neben diesem vorrangig für Office-Aufgaben interessanten Testlauf ist vor allem 3Dmark Time Spy spannend, das neben der Systemleistung von 3437 Punkten auch die Grafikperformance mit 3063 Punkten bebildert: Die iGPU Radeon 780M weiß auch hier wieder zu überzeugen. Die CPU-Punkte liegen mit 11218 Punkten sogar weit über dem Ergebnis unserer Desktop-CPU im Gaming-PC; der dort eingesetzte Ryzen 7 5800X3D kommt nur auf etwas über 8000 Punkte.

Auch die Werte aus Geekbench mit 2684 Punkten (Single Core) und 13587 Punkten (Multi Core) sind gut, wie auch Cinebench, wo der Mini-PC mit 985 Punkten (Multi Core) und 107 Punkten (Single Core) deutlich vor der Intel-Konkurrenz abschneidet. Insgesamt legt der UM890 Pro gegenüber der „nur“ mit Ryzen 7 ausgestatteten CSL Venom Box noch nach und erreicht etwas höhere Punktzahlen.

Der Disziplin Gaming ist die Radeon 780M ebenfalls mächtig, wir hatten sie bereits vielfach im Prüfstand. Auch hier können wir bei Full-HD wieder Counter Strike bei bis zu 80 FPS in hohen Einstellungen spielen. Anno 1800 läuft mit aktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution) unter hohen Qualitätseinstellungen mit bis zu 50 FPS. Das noch immer nicht gut optimierte und damit grafisch anspruchsvolle Cities Skylines 2 schafft die Hardware immerhin mit etwa 35 FPS – bei hohen Einstellungen. Reduziert man die Optionen, verliert das Spiel etwas an optischen Reiz, läuft dafür aber flüssiger. Insgesamt sind unsere Erwartungen damit absolut erfüllt.

Auf dem Rechner läuft Windows 11 Pro. Bei der Einrichtung kann man sich um die Verwendung eines Microsoft Accounts drücken, indem man die Internetverbindung deaktiviert lässt – unter Windows 11 Home wäre das Einrichten ohne Internet gar nicht mehr möglich. Auf dem System findet sich keine zusätzliche Bloatware, unser standardmäßiger Virentest mit Windows Defender verläuft ohne Negativbefund.

Löblich ist, dass Minisforum für nahezu jeden ihrer Mini-PCs eine Support-Seite bereitstellt, worüber man auch Treiber beziehen kann – wichtig, wenn man das System neu aufsetzt, um alle Funktionen zu garantieren. Andere Hersteller aus Fernost bieten dies gar nicht oder nutzen dafür dubios anmutende Cloud-Seiten. Treiber, aber nicht Dateien für ein neues BIOS sind auch für den UM890 Pro bei Minisforum verfügbar.

Stromverbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des UM890 Pro?

Der Verbrauch des Mini-PCs liegt ohne Last bei etwa 20 Watt. Reizen wir den Ryzen 9 mittels Stresstest von Prime95 aus, steigt er in der Spitze auf etwa 86 Watt. Diese Werte sind üblich bis leicht höher als anderswo.

Lüfter: Wie laut ist der UM890 Pro?

Neben der schieren Leistung ist allen voran die Kühlung des UM890 Pro bemerkenswert – was eine vollkommene Untertreibung ist. Wir haben das System, wie jedes andere, einem längeren Stresstest unter Volllast ausgesetzt. Nicht nur war der Mini-PC leise, die Lüfter waren nur mit am Gehäuse angelegten Ohr wahrnehmbar. Maximal ist ein leises Rauschen zu hören, das wir aber nicht in Dezibel beziffern können; es ist schlicht nicht von den Umgebungsgeräuschen zu differenzieren. Angesichts der hier verwendeten Hardware eine wirkliche Glanzleistung, die ihresgleichen sucht – Hut ab.

Minisforum UM890 Pro – Volllast-Test

Eine gute Kühlung sorgt aber nicht nur für eine geringe Lautstärke, sondern auch für eine gute Performance, da die CPU länger einen höheren Takt halten kann. Im Test mit Prime95 taktet der Ryzen 9 auch nach über 30 Minuten Volllast ausweislich Aida64 immer noch mit über 4,3 GHz. Das ist wirklich großes Kino, stürzen viele Chips doch nach kurzer Zeit auf etwa 3,0 bis 3,5 GHz ab.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum UM890 Pro?

Das Gehäuse ähnelt sehr dem des Minisforum UM780 XTX. Die Verarbeitung kann sich in jedem Fall, wie schon zuvor, sehen lassen. Das Metallgehäuse ist zeitlos schick, die Beleuchtung im Deckel vermissen wir nicht.

Der Deckel ist ebenfalls wieder dank magnetischer Befestigung leicht abzunehmen. Nach dem Lösen der vier darunterliegenden Schrauben erreicht man das Gehäuseinnere für Wartung oder Aufrüstung – wäre da nicht das Lüfterkabel. Da der Lüfter an der Platte zwischen Platine und Deckel montiert ist, muss man den 4-Pin-Stecker vorsichtig abziehen. Ihn hinterher wieder reinzubekommen, erweist sich als noch fummeliger.

Mit Maßen von 130 × 127 × 60,6 Millimeter ist der Mini-PC deutlich höher als vergleichbare Modelle. Der Geekom AX8 Pro ist mit einer Höhe von nur 36 Millimeter deutlich flacher – Geekom opfert hierfür aber Platz für Kühlkörper, was mit einer höheren Lautstärke einhergeht. Nachdem der PC ohnehin irgendwo auf dem Tisch verschwindet, nehmen wir ein höheres Gehäuse immer viel lieber als einen lauten Lüfter. Das Gewicht liegt bei knapp 700 Gramm.

Was kostet der Minisforum UM890 Pro?

Aktuell bekommt man den Minisforum UM890 Pro mit 32 GB RAM und 1 TB SSD für 849 Euro im Shop des Herstellers, bei Amazon sind es 847 Euro. Die Variante mit doppeltem Arbeitsspeicher, also 64/1000 GB, kostet inzwischen ebenfalls deutlich mehr mit 1039 Euro. Für Selbstausrüster gibt es eine Barebone-Ausführung, also ohne RAM, SSD & Windows für 469 Euro.

Fazit

Minisforum trifft wieder einmal ins Schwarze: Auch der Nachfolger des UM780 XTX kann uns mit einer astreinen Leistung und bemerkenswerten Kühlung überzeugen. Nicht nur ist das System leistungsstark und dabei unhörbar, es kann die Leistung auch über längere Zeiträume aufrechterhalten. Die Verarbeitungsqualität ist nach wie vor hervorragend und der Mini-PC in seiner Schlichtheit dennoch schick.

Bei den Anschlüssen fehlt uns fast nichts; fast alle Schnittstellen setzen auf die neueste Version. Zwei USB-4-Ports sowie zwei Ethernet-Anschlüsse sind richtig praktisch, wir vermissen eigentlich nur einen USB-C-Port zur Stromversorgung. Das ist aber Mäkeln auf hohem Niveau. Insgesamt ein richtig guter Mini-PC, der sich mit der unhörbaren Kühlung trotz brachialer Ryzen-9-Power im Test volle fünf Sterne sichert.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Vor wenigen Jahren noch undenkbar – jetzt Realität: Der Minisforum MS-S1 Max vereint eine 16‑Core‑Ryzen‑AI‑CPU bis 5,1 GHz und 128 GB RAM im Mini‑PC‑Format.

VORTEILE
  • hervorragend verarbeitetes Gehäuse mit leichtem Zugang
  • Top-Performance
  • Kühllösung effizient
  • mit PCIe-Karte erweiterbar
NACHTEILE
  • relativ laut unter Last
  • hoher Preis
  • nur zwei M.2-Steckplätze, wobei nur einer die volle Leistung bietet

Vor wenigen Jahren noch undenkbar – jetzt Realität: Der Minisforum MS-S1 Max vereint eine 16‑Core‑Ryzen‑AI‑CPU bis 5,1 GHz und 128 GB RAM im Mini‑PC‑Format.

Mit dem MS-S1 Max kombiniert Minisforum den AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und einer leistungsstarken integrierten Radeon 8060S GPU zu einer kompakten KI-Leistungszentrale mit 128 GB RAM. Mit einer NPU-Leistung von bis zu 50 TOPS und einer systemweiten Rechenleistung von bis zu 126 TOPS ist der Mini-PC speziell für anspruchsvolle KI-Workloads, Content Creation und produktive Multitasking-Umgebungen ausgelegt. Das Gerät bietet zudem eine zukunftssichere Anschlussvielfalt, darunter Wi-Fi 7, zwei 10-Gbit-Netzwerkanschlüsse und mehrere USB4-Ports, alles verpackt in einem kompakten Gehäuse mit professionellem Kühlsystem.

Bei dieser Ausstattung ist klar, dass der MS-S1 Max kein gewöhnlicher Mini-PC für klassische Office-Aufgaben ist, sondern es sich vielmehr um eine Workstation im Mini-PC-Format handelt, die sich primär an vier technisch versierte Nutzergruppen richtet. Erstens an KI-Enthusiasten, die große Sprachmodelle lokal ausführen und Anwendungen mit niedriger Latenz entwickeln möchten. Zweitens an Power-User, die fortschrittliche KI-Frameworks testen und die extremen Speicher- und Rechenkapazitäten des Systems voll ausschöpfen wollen. Drittens an kreative Nutzer, deren Workflow in Videobearbeitung, 3D-Rendering und KI-Kunst durch die enorme Leistung und Multi-Display-Unterstützung beschleunigt wird. Viertens an Unternehmen und Universitäten mit Schwerpunkt KI.

Wie gut sich der Minisforum MS-S1 Max in der Praxis bewährt, zeigt unser Testbericht. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Was macht den Minisforum MS-S1 Max besonders?

Als Prozessor kommt AMDs leistungsstärkster Prozessor für Mini-PCs und Notebooks, der AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen, 32 Threads und einem Takt bis zu 5,1 GHz, zum Einsatz. In Kombination mit der integrierten Radeon 8060S Grafik (40 Kerne, 2,9 GHz) bildet dies die Grundlage für rechenintensive Aufgaben. Die integrierte Ryzen AI NPU mit einer Leistung von bis zu 50 TOPS ist für KI-Berechnungen vorgesehen. Die angegebene systemweite Gesamtrechenleistung beträgt bis zu 126 TOPS, was den Einsatz für lokale KI-Inferenz, Machine-Learning-Entwicklung und andere KI-beschleunigte Anwendungen ermöglicht.

Minisforum MS-S1 Max: Anschlüsse

Der Arbeitsspeicher ist als LPDDR5x-8000 im Quad-Channel-Modus mit einer Kapazität von 128 GB fest auf der Hauptplatine verbaut und kann nachträglich nicht erweitert oder ausgetauscht werden. Die Nutzung von schnellem LPDDR5x-Speicher in einer Unified Memory Architecture ist ein Schlüsselmerkmal. Der gesamte Speicherpool steht CPU und GPU mit hoher Bandbreite (256 GB/s) gleichzeitig zur Verfügung. In der Praxis bedeutet dies:

  • Nahezu Eliminierung des klassischen „VRAM-Flaschenhalses“ bei Grafik- und KI-Anwendungen.
  • Konfigurierbare Zuordnung von bis zu 96 GB des Systemspeichers als GPU-Speicher (entweder über UEFI oder per GPU-Treiber), was das Laden extrem großer KI-Modelle wie 70B-Parameter+ LLMs überhaupt erst möglich macht.
  • Deutlich reduzierte Latenzen im Vergleich zu Systemen mit getrenntem CPU-RAM und GPU-VRAM.

Für die Datenspeicherung stehen zwei M.2-2280-Slots bereit. Der erste Slot verfügt über eine PCIe-4.0-x4-Anbindung und unterstützt Speichergrößen bis 8 TB Kapazität. Der zweite Slot bietet eine PCIe-4.0-x1-Verbindung und erlaubt ebenfalls den Einsatz von SSDs mit bis zu 8 TB. Diese Aufteilung erlaubt es, das Betriebssystem auf einer hochperformanten SSD zu installieren und zusätzlichen, etwas langsameren Speicherplatz für Daten zu ergänzen.

Minisforum MS-S1 Max

Zur Vernetzung sind zwei 10-Gigabit-Ethernet-Ports (Realtek RTL8127) und ein Wi-Fi-7-Modul (Mediatek MT7925) verbaut. Für die Videoausgabe stehen ein HDMI-2.1-Anschluss sowie vier USB4/USB4 V2 Ports mit Displayport Alternate Mode bereit, die Multi-Monitor-Set-ups in hohen Auflösungen unterstützen.

Neben den beiden 40-Gbps schnellen USB-4-Ports in USB-C-Form an der Front gibt es dort noch einen USB-A-Anschluss mit USB 3.2 Gen2 mit 10 Gbps. Von letzterem sind auf der Rückseite zwei vorhanden und zusätzlich noch zwei USB-A-Ports mit USB 2.0, sowie zwei USB4-Ports mit 80 Gbps. Ein interner PCIe-x16-Steckplatz (elektrisch x4) bietet zudem eine interessante Erweiterungsmöglichkeit. Mögliche Anwendungen sind:

  • Installation einer Low-Profile-Netzwerkkarte für zusätzliche 10/25/40-GbE-Ports oder Fibre Channel.
  • Einbau einer Capture-Card für Video-Produktion.
  • Nutzung von PCIe-zu-NVME-Adaptern für massive lokale Speicher-Arrays
  • Anbindung spezieller Beschleunigerkarten oder I/O-Controller.
  • Die Stromversorgung des Slots mit bis zu 70 W deckt den Bedarf vieler professioneller Add-in-Karten.

Der Einbau einer dedizierten Grafikkarte wird hingegen nicht unterstützt. Für Audio sind ein kombinierter 3,5-mm-Klinkenanschluss und digitale Mikrofone (DMIC) an der Frontseite vorhanden.

Die Kühllösung mit sechs Heatpipes, massiver Kupferbasis, zwei Lüftern und Phasenwechselmaterial ist für Dauerlast konzipiert. Der praktische Vorteil liegt in der konsistenten Leistungsabgabe über Stunden, was für Render-Jobs, KI-Training oder Simulationsläufe essenziell ist. Die wählbaren Leistungsprofile im UEFI (Performance: 130 W, Balanced: 95 W, Quiet: 60 W) erlauben eine präzise Anpassung an den Einsatzort. Die Lüfter erreichen eine Drehzahl von bis zu 3600 U/min. Das Gehäuse ist für die Montage an einer VESA-Halterung vorbereitet und wiegt 2,8 kg.

Dass der Minisforum MS-S1 Max kein gewöhnlicher Mini-PC ist, zeigt sich auch daran, dass das Gehäuse integrierte Befestigungsmöglichkeiten für eine 2U-Rack-Montage bietet. Die Cluster-Fähigkeiten, unterstützt durch einen dedizierten Kaskaden-Einschalt-Header auf dem Mainboard, ermöglichen es, mehrere MS-S1 Max-Einheiten zu einem verteilten Rechencluster zu verbinden. Dies skaliert die Leistung linear für anspruchsvollere KI-Forschungsprojekte oder als kompaktes, energieeffizientes Rendering-Farm-Modul.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum MS-S1 Max?

Der Minisforum MS-S1 Max mit Ryzen AU Max+ 396 (16C/32T) setzt in unseren Benchmarktests wie erwartet neue Bestmarken. Sein ausgezeichnetes Kühlsystem sowie die Möglichkeit, per Profil der CPU bis zu 130 W Leistung zur Verfügung zu stellen, katapultiert ihn zumindest in puncto Mini-PCs an die Leistungsspitze. Doch nicht nur das: Auch im Vergleich zu anderen Mini-PCs mit Ryzen AI Max+ 395 kann er sich durchsetzen.

Im PCMark10, dem klassischen Office-Benchmark, erzielt er in der neuen Version 2.0 einen Wert von 10.381, mit der älteren Variante 1.x sind es 8808 und damit im Vergleich zum Geekom A9 Max (Testbericht) mit Ryzen AI 9 HX 370 (12C/24T) etwa 1000 Punkte mehr.

Auch die Werte aus Geekbench mit 2930 (Single Core) und 20083 (Multi Core) zeigen die Überlegenheit gegenüber dem Ryzen AI 9 HX 370, der 2890 Punkte (Single Core) und 15342 Punkte (Multi Core) erreicht.

Minisforum MS-S1 Max: PCMark 10

Noch deutlicher fällt der Leistungsunterschied im Cinebench 24 aus, bei dem der MS-S1 Max im Multi Core mit einem Wert von 1901 deutlich mehr Leistung bietet als der Geekom A9 Max mit Ryzen AI 9 HX 370, der 1176 Punkte erzielt. Auch gegenüber einem Apple M4 Max (16-CPU 40-GPU), der 2072 Punkte erzielt, muss sich der MS-S1 Max nicht verstecken. Mit einem Wert von 1865 Punkten liegt der MS-S1 Max mit dem Profil Balanced mit maximal 95 W nur wenige Punkte hinter dem Profil Performance, das für die CPU bis zu 130 W bereitstellt. Im Profil Quiet mit 60 W sinkt die Leistung auf 1517 Punkte.

Im Cinebench 24 erzielt der MS-S1 Max im Multi Core mit 1901 Punkten einen Top-Wert.

Bei 3DMark erreicht der MS-S1 Max im Test Time Spy eine Systemleistung von 11.618, während für CPU und Grafik 11.061 Punkte und 11.723 Punkte herausspringen. Der A9 Max kommt bei diesem Test nur auf 3868 Punkten, was an der weniger leistungsstarken Grafik Radeon 890M liegt, die nur ein GPU-Ergebnis von 3466 Punkten erreicht, während die CPU-Leistung mit 11.305 Punkten im A9 Max sogar leicht höher ausfällt. Die deutlich schwächere Leistung der Radeon 890M im Ryzen AI 9 HX 370 zu der im AMD Ryzen AI Max+ 395 integrierten Radeon 8060S liegt an der geringeren Anzahl von Grafikkernen, die bei identischer Taktfrequenz von 2900 MHz den Unterschied ausmacht: Während die 890M nur 16 bietet, sind es bei der 8060S ganze 40.

In puncto KI-Performance überzeugt der Minisforum MS-S1 ebenfalls. Im Geekbench AI erzielt er mit dem Framework ONNX einen Single Precision Score von 6448 und einen Quantized Score von 11.137. Wird die GPU für diesen Test verwendet, steigen die Werte auf 25.211 und 19.846. Weitere Benchmarks zeigt die Bildergalerie.

Minisforum MS-S1 Max: Die Leistungsaufnahme mit dem Profil Performance liegt zwischen 7 Watt und 210 Watt.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Minisforum MS-S1 Max?

Bei ruhendem Desktop liegt die Leistungsaufnahme lediglich zwischen 5 und 7 W, bei maximaler Belastung beträgt sie kurzzeitig 210 W, bevor sie sich dann auf 175 W einpendelt. Im Stand-by sind es etwa 1 W. Die CPU-Taktrate liegt unter Volllast zwischen 3990 MHz und 4185 MHz. Bei ruhendem Desktop sind es 2385 MHz.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum MS-S1 Max und wie zuverlässig funktioniert die Kühlung?

Mit der aktuellen UEFI-Version 1.03, die bei unserem Gerät bereits installiert war, ist der Minisforum MS-S1 Max im normalen Office-Betrieb relativ leise. Ein leichtes Surren der Lüfter ist zwar zu hören, doch nicht weiter störend. Bei maximaler Belastung steigt die Lautstärke aber auf über 50 dB(A). Das dürfte von vielen in herkömmlichen Büroumgebungen als störend empfunden werden.

Die verbaute Hightech-Kühlung ist sehr effektiv. Selbst unter Last, mit dem Stability-Test von AIDA64, bleibt die CPU-Temperatur mit maximal 77 °C weit unter der von AMD spezifizierten Maximaltemperatur von 100 °C.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Minisforum MS-S1 Max installiert?

Als Betriebssystem ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Mit Linux (Ubuntu 24.04) funktioniert der Minisforum aber auch, inklusive Unterstützung der für Wi-Fi-7 und Bluetooth zuständigen Mediatek-Lösung MT-7925. Auch das Aufwachen aus dem Stand-by bereitet unter Linux keine Probleme.

Update 30.12.: Obwohl der Stand-by unter Linux anfangs funktioniert hat, tut er das inzwischen nicht mehr. Von dem Problem sind auch andere Anwender betroffen. Womöglich ist die Ursache die fehlende Kernel-Unterstützung des 10G-Ethernetanschlusses, für den ein Treiber installiert werden muss. Auch die neue Bios-Version 1.05 ändert daran leider nichts.

Minisforum MS-S1 Max

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum MS-S1 Max?

Das qualitativ hochwertige und einwandfrei verarbeitete Unibody-Gehäuse aus Aluminium des Minisforum MS-S1 Max ist mit Abmessungen 22,2 × 20,6 × 7,7 cm deutlich größer als herkömmliche Mini-PC wie der Minisforum UM 760 Slim, dessen Gehäuse mit 13 × 12,7 × 5,4 cm deutlich kompakter ausfällt. Der MS-S1 Max kann flach oder senkrecht aufgestellt werden. Das robuste Gehäuse lädt dazu ein, einen Monitor darauf zu platzieren. Doch das ist keine gute Idee, denn auf der Gehäuseoberseite gibt es auf einer Fläche von 18 × 8 cm Luftauslässe, damit die Wärme aus dem Gerät effizient abgeführt werden kann.

Über zwei Schrauben an der Rückseite ist das Gehäuse mit der Innenkonstruktion, auf der Mainboard, CPU, Lüfter et cetera montiert sind, verbunden. Löst man die Schrauben, lässt sich die Innenkonstruktion einfach herausziehen.

Preis: Was kostet der Minisforum MS-S1 Max?

Zur Vorstellung Ende September war der Minisforum MS-S1 Max im Shop des Herstellers für knapp 2400 Euro erhältlich. Leider hat ein Anstieg der Speicherpreise die Workstation im Mini-PC inzwischen auf 2999 Euro verteuert (zum Testzeitpunkt am 14. Dezember 2025: 2719 Euro).

Fazit

Minisforum erfüllt mit dem MS-S1 Max im kompakten Mini-PC-Format alle Kriterien einer modernen Hochleistungs-Workstation: eine starke CPU/GPU-Kombination, praktische Erweiterungsmöglichkeiten (PCIe und zwei M.2-Slots), Energieeffizienz und erstklassige Konnektivität.

In der kompakten, integrierten Bauform (nur 3,52 l) steckt ein enormes Potenzial. Der große Pool an schnellem LPDDR5X-Speicher (128 GB, 8000 MT/s) und eine integrierte GPU, die sich mit dedizierten Grafikkarten messen kann, machen sie zu einem Allrounder, der kaum Wünsche offenlässt.

Ein absolutes Highlight ist das äußerst schnelle I/O-Interface – angeführt von zwei ultraschnellen USB4-v2-Anschlüssen mit 80 Gbit/s und zwei weiteren USB4-Ports mit 40 Gbit/s an der Vorderseite. Auch die dualen 10G-Netzwerkanschlüsse sind beeindruckend.

Abgerundet wird das Paket durch ein hochwertiges Unibody-Gehäuse aus einem einzigen Aluminiumblock, das für Robustheit, exzellente Kühlung und ein ansprechendes Design sorgt.

Wer also nach dem Motto „Das Beste oder nichts“ seine Kaufentscheidung fällt, kann gerne zum MS-S1 Max von Minisforum greifen. Allerdings hat Qualität und Leistung seinen Preis: Wegen der stark gestiegenen Speicherpreise kostet der MS-S1 Max inzwischen 2999 Euro. Zur Vorstellung im September war er im Shop des Herstellers noch für knapp 2400 Euro erhältlich. Der hohe Preis relativiert sich allerdings, wenn man für einen ähnlich ausgestatteten Mac Studio mit 16 CPU-Kernen, 40-GPU-Einheiten und 128 GB RAM über 4900 Euro hinblättern muss.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Der Minisforum UM870 Slim mit Ryzen 7 und Radeon-780M-Grafik ist leiser als der bisherige Testsieger Awow HA7. Er unterstützt die gleichzeitige Stromversorgung und Bildausgabe über einen USB-C-Port. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE
  • USB4 Typ-C mit PD
  • viel Leistung
  • attraktiver Preis
NACHTEILE
  • nur einmal USB-C & Ethernet

Der Minisforum UM870 Slim mit Ryzen 7 und Radeon-780M-Grafik ist leiser als der bisherige Testsieger Awow HA7. Er unterstützt die gleichzeitige Stromversorgung und Bildausgabe über einen USB-C-Port. Wir haben ihn getestet.

Minisforum ist ein etablierter Hersteller von Mini-PCs und hat sich in der Vergangenheit vor allem mit seiner starken Preis-Leistung einen Namen gemacht. Mit dem UM870 Slim, dem großen Bruder des günstigeren UM760 Slim, greift man in der gehobenen Mittelklasse im Preisbereich unter 600 Euro an. Der Mini-PC bietet dabei einen modernen Ryzen 7 8745H, 32 GB RAM und 1 TB SSD-Speicher, was auf dem Papier nach einer außerordentlich guten Ausstattung aussieht. Mit der starken integrierten Grafikeinheit Radeon 780M reicht die Leistung auch schon für modernere Spiele wie Anno 1800 oder Cities Skylines 2. Ob der Mini-PC hält, was das Datenblatt verspricht, zeigt unser Test.

Update (26. Dezember 2025): Infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher ist auch der Preis des UM870 Slim um knapp 70 Euro im Vergleich zum letzten Update gestiegen. Im Sommer war das Gerät zwischenzeitlich hingegen schon für 520 Euro erhältlich.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum UM870 Slim?

Der Elitemini UM870 Slim kommt mit dem Ryzen 7 8745H, der acht Zen4-Kerne und 16 Threads bietet. Der Grundtakt liegt bei 3,8 GHz, in der Spitze sind bis zu 4,9 GHz möglich. Die TDP ist dabei typisch bei 45 Watt, Minisforum verspricht aber sogar 54 bis 65 Watt mit den eigenen Leistungsprofilen. Laut AMD ist die CPU für den chinesischen Raum gedacht, weshalb es auch keine deutsche oder englische Übersichtsseite der Spezifikationen gibt.

Die verbauten 32 GB DDR5 RAM sind auf zwei Module von Corsair mit 5600 MT/s aufgeteilt. Diese laufen im Dual-Channel und können nachträglich auf bis zu 96 GB aufgerüstet werden. Der Speicherplatz geht mit 1 TB in Ordnung, beim Speicher-Benchmark Crystaldiskmark erreicht die M.2-SSD von Kingston 4061 MB/s im Lesen und 3287 MB/s im Schreiben. Auch hier kann nachträglich aufgerüstet werden, offiziell auf jeweils 4 TB bei beiden verfügbaren Steckplätzen im Formfaktor M.2-2280. Sowohl RAM als auch SSD werden von einem zusätzlichen Lüfter aktiv gekühlt.

Der UM870 Slim bietet die gleichen Anschlüsse wie sein kleinerer Bruder, dazu gehören einmal HDMI 2.1, einmal Displayport 1.4 und ebenfalls einmal USB-4-Typ-C. Dieser unterstützt auch wie der UM760 Slim PD-in, also die Stromversorgung des Rechners, sowie gleichzeitig Bildausgabe – über denselben Port. Man kann also einen externen Monitor mit nur einem Kabel anschließen und den PC direkt problemlos nutzen, ohne diesen separat mit einem zusätzlichen Netzteil verbinden zu müssen. Zudem kann der Mini-PC auch über den USB-C-Anschluss, statt der DC-Buchse, mit Strom versorgt werden und gleichzeitig einen Monitor ansteuern – das ist eine absolute Seltenheit bei Mini-PCs.

Außerdem gibt es 2,5-Gigabit-LAN, jedoch nur einfach, weshalb sich das System nicht ohne zusätzliche Hardware als Firewall-Lösung einsetzen lässt. Die Drahtlosschnittstellen gehen mit Wifi 6E und Bluetooth 5.3 ebenfalls in Ordnung. Dabei kommen die Chipsätze Mediatek MT7902 für WLAN und Bluetooth sowie Realtek RTL8125 Gaming 2.5GbE für Ethernet zum Einsatz. Für unseren Geschmack könnte der Mini-PC auf der Rückseite noch zwei weitere USB-A-Schnittstellen oder zumindest einen zweiten USB-C-Anschluss vertragen.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum UM870 Slim?

Gegenüber dem schwächeren Ryzen 5 der Vorgänger-Generation im UM760 Slim mit nur sechs statt acht Kernen ist ein deutlicher Leistungszuwachs zu erwarten.

Der neuere Ryzen 7 erzielt im PCmark 10 durchschnittlich 7480 Punkte – ein Plus von nur etwa 6 Prozent. In Cinebench R24 sind die CPUs im Single-Core mit 105 (Ryzen 7) zu 104 Punkten (Ryzen 5) identisch, im Multicore hat der Achtkerner die Nase mit 957 zu 739 Punkten erwartbar deutlich vorne. Der Open-Platform-Benchmark Geekbench 6 attestiert dem UM 870 Slim 2599 Punkte im Single- und 13071 Punkte im Multicore. Im OpenCL-Grafikbenchmark gibt es 31122 Punkte für die Radeon 780M und mit diesen gut 33 Prozent Leistungszuwachs den wohl größten Unterschied zur Radeon 760M im Ryzen 5 des Minisforum UM760. Zuletzt zeichnet das Ergebnis von 3365 Punkten im 3Dmark Time Spy ein ähnliches Bild. Mit 2997 Grafik- und 11075 CPU-Punkten bleibt man hier nur knapp hinter der Leistung des Ryzen 9 im UM890 Pro von Minisforum.

Auf dem UM870 Slim läuft Anno 1800 in Full-HD bei hohen Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Qualität“ mit durchschnittlich 33 FPS. Dabei sind wir im üblichen fortgeschrittenen Endlosspiel und schauen größtenteils auf unsere 50.000-Einwohner-Metropole.

Cities Skylines 2 spielen wir ebenfalls in Full-HD, jedoch nur bei mittleren Einstellungen und dynamischer Auflösungsskalierung im Modus „Automatisch“. So erreichen wir mit unserer 12.000-Einwohner-Stadt im Schnitt 23 FPS. All diese Ergebnisse und auch die Durchläufe in den Spielen sind nahezu identisch zu denen, die wir beim Awow HA7 gemacht haben – unserem bisherigen Testsieger der Mini-PCs. Zwar fallen die Benchmark-Resultate minimal geringer aus, das hat aber augenscheinlich wenig zu sagen.

Über Wifi erreichen wir im 5-GHz-Band einen Durchsatz von 605 MBit/s im Download und 712 MBit/s im Upload.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Minisforum UM870 Slim?

Im Idle verbraucht der Mini-PC nur etwa 13 Watt, während des Spielens von Cities Skylines 2 steigt der Verbrauch auf konstante 80 Watt an. Im Teillast-Betrieb, also der üblichen Nutzung mit ein paar geöffneten Programmen, liegen wir bei durchschnittlich 15 Watt. Der maximale Verbrauch bei voller Auslastung des Systems liegt kurzzeitig bei 95 Watt und fällt dann ein wenig auf 89 Watt. Dabei taktet die CPU erst mit maximal 4,8 GHz und danach konstant mit 3,9 bis 4,0 GHz. Bei der iGPU sind es maximal 2,175 GHz und im Schnitt 2 GHz. Erst nach über 15 Minuten unter Volllast fällt der Verbrauch erneut auf knapp 83 Watt. Dabei liegt der CPU-Takt nur noch bei 3,8 GHz und GPU-Takt weiterhin bei 2 GHz. Die Temperatur der CPU liegt nie über 89 Grad, bei der GPU sind es sogar nur 77 Grad unter Volllast. Im Idle liegt die CPU um die 35 Grad und die GPU bei etwa 34 Grad.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum UM870 Slim?

Trotz starker Leistung und hoher Stromaufnahme bleibt der UM870 Slim auch unter Last erstaunlich leise. Wir messen mit dem Smartphone im Schnitt 30 dB(A) am Gehäuse und etwa 19 dB(A) in einem Meter Entfernung. Die Umgebungslautstärke liegt bei etwa 17 dB(A). Im Idle ist der Mini-PC dann nahezu lautlos, da der Lüfter nur mit sehr niedriger Drehzahl arbeitet. Das ist noch geringer als beim ehemaligen Testsieger Awow HA7, den der UM870 Slim damit unterbietet – gut gemacht!

Das BIOS ist wie gewohnt etwa über den erweiterten Start von Windows erreichbar, einstellbare Lüfter und Leistungsmodi gibt es dort jedoch nicht.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Minisforum UM870 Slim installiert?

Auf dem UM870 Slim ist Windows 11 Pro mit allen Standardprogrammen vorinstalliert, die Einrichtung erfolgt mit dem Microsoft-Konto. Ein vollständiger Systemscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Die Installation von Ubuntu 24.01 klappt problemlos über das Booten auf das externe Speichermedium. Das System findet die richtige Bildschirmauflösung, und Audio sowie kabelgebundenes Internet funktionieren ebenfalls. Nur bei den Drahtlosschnittstellen findet das System selbst nicht den richtigen Treiber, weshalb diese außer Betrieb sind.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum UM870 Slim?

Das silberne Kunststoffgehäuse des UM870 ist identisch zu dem des UM760 Slim. Somit liegen die Abmessungen ebenfalls bei 130 x 127 x 54,5 mm, nur ist er mit 605 g minimal schwerer. Das Gehäuse selbst ist gut verarbeitet und fühlt sich dafür hochwertig an, ein Metallgehäuse würde die Wertigkeit noch einmal verbessern und ist in dieser Preisklasse längst keine Seltenheit. Zum Aufrüsten der Hardware müssen vier Schrauben unter den verklebten Gummifüßen gelöst werden. Anzumerken ist ebenfalls der CMOS-Reset-Knopf auf der Vorderseite des Mini-PCs, mit dem das BIOS im Notfall zurückgesetzt werden kann.

Preis: Was kostet der Minisforum UM870 Slim?

Der Minisforum UM870 Slim mit Ryzen 7, 32 GB RAM und 1 TB Speicher ist aktuell bei Amazon für 629 Euro erhältlich und damit etwa 70 Euro teurer als zuletzt. Beim Hersteller ist diese Variante ausverkauft.

Der UM870 Slim als Barebone-Variante kostet bei Amazon 459 Euro (letzter Bestpreis: 376 Euro), beim Hersteller selbst werden 329 Euro fällig und damit 50 Euro weniger als zuletzt.

Fazit

Der UM870 Slim ist die Verbesserung des UM760 Slim, vor allem in puncto Grafikleistung. Damit eignet sich der Mini-PC jetzt noch besser für Gaming und ist weiterhin angenehm leise. Doch unsere Kritik zum Kunststoffgehäuse und zur geringen Anzahl an USB-Anschlüssen, vor allem USB-C-Ports, bleibt die gleiche. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit dem Minisforum UM870 einen starken und zukunftstauglichen Mini-PC – der zudem über den besonderen USB-C-Port sowohl Strom bekommen als auch Bild ausgeben kann. Das ist unter den Mini-PCs eine absolute Seltenheit. Auch die enorm geringe Lautstärke kann Pluspunkte einsammeln.

Insgesamt handelt es sich um ein richtig gutes Gesamtpaket – mit genannten kleineren Kritikpunkten. Damit schiebt sich das System sogar vor unseren bisherigen Testsieger – den Awow HA7. Im Vergleich zu diesem sind die Benchmark-Ergebnisse zwar minimal geringer, unsere Spieldurchläufe liefern aber die gleichen Resultate. Zwar kann der Awow mit mehr Anschlüssen punkten, doch in der Gesamtschau zieht der UM870 Slim vorbei. Ausschlaggebend ist neben dem etwas niedrigeren Preis die abermals geringere Lautstärke. Daher gibt es im Test fünf von fünf Sternen.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Mini-PC Minisforum UM760 Slim mit Ryzen 5 im Test: Weniger Kerne, mehr Leistung

Mit dem UM760 Slim bietet Minisforum einen preiswerten Mini-PC mit einem bis zu 5 GHz schnellen Ryzen 5 7640HS. Der Test zeigt, ob das 380 Euro teure Gerät überzeugen kann.

VORTEILE
  • Gute Leistungswerte
  • leiser Betrieb
  • Stromversorgung und Bildausgabe über USB-C parallel möglich
  • HDMI-Port mit besserem 2.1-Standard
NACHTEILE
  • Nur ein USB-C-Port
  • Nur ein Ethernet-Port

Mit dem UM760 Slim bietet Minisforum einen preiswerten Mini-PC mit einem bis zu 5 GHz schnellen Ryzen 5 7640HS. Der Test zeigt, ob das 380 Euro teure Gerät überzeugen kann.

Minisforum gehört zweifellos zu den etablierten Herstellern von Mini-PCs, wie unsere zahlreichen Tests beweisen. Mit dem UM760 Slim bietet der Hersteller einen Mini-PC, der mit einem bis zu 5 GHz schnellen Ryzen 5 7640HS, 16 GB RAM und einer 1 TB großen SSD ausgestattet ist. Damit kann der UM760 Slim zwar nicht mit den High-Performance-Lösungen der neuesten Ryzen 7- oder Ryzen AI-Generation mithalten, doch für den Einsatz als Office-PC sollte die Leistung des Sechskerners dennoch mehr als ausreichen. Ob der für rund 420 Euro erhältliche UM760 Slim dafür optimal geeignet ist, zeigt unser Test.

Mit HDMI 2.1, Displayport 1.4 und USB4 kann der UM760 Slim bis zu drei Monitore bei einer 4K-Auflösung mit bis zu 120/140/240 Hz ansteuern. Sollte ein per USB-C angebundener Monitor eine Leistung von 90 Watt bereitstellen, kann er sogar die Stromversorgung des Mini-PCs übernehmen.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum UM760 Slim?

Der Mini-PC kommt mit einem Ryzen 5 7640HS, der nicht nur einen hohen Turbo-Takt von bis zu 5 GHz bietet, sondern auch einen schnellen Grundtakt mit 4,3 GHz. Dem Sechs-Kern-Prozessor stehen 16 GB RAM vom Typ DDR4-4800 und eine schnelle NVMe-SSD mit 1 TB Speicherplatz zur Seite. Letztere liefert im Test mit Crystaldiskmark eine Lese-/Schreibperformance von etwa 4600 MB/s. Der maximale Speicherausbau kann mit bis zu 96 GB und DDR5-5600 erfolgen. Dafür muss man die beiden SO-DIMM-Module aber ersetzen. Für den Ausbau von Speicherkapazität steht ein zweiter M.2-NVMe-Slot parat. Beide M.2-Slots werden durch im unteren Gehäusedeckel eingearbeitete Kühlbleche mit Wärmeleitpads gekühlt.

Die verfügbaren Anschlüsse sind eine Mischung aus Überraschung und Enttäuschung. So bietet der Mini-PC nur einen USB-C-Port. Dieser sitzt an der Rückseite und unterstützt USB 4.0 inklusive Display Port 2.0 Alt-Mode. Doch damit nicht genug, denn als einer von wenigen von uns getesteten Mini-PCs unterstützt derselbe USB-C-Port gleichzeitig auch PD-in, kann also Bild ausgeben und Strom aufnehmen zugleich – eine absolute Seltenheit. Die meisten anderen Mini-PCs mit USB-C können entweder nur Bild ausgeben oder ausschließlich Strom aufnehmen. Selbst die alleinige USB-C-Stromversorgung ist jedoch eine Seltenheit, da auch 2025 noch die überwiegende Mehrheit auf DC-Rundstecker für den Strom setzt.

Den UM760 Slim kann dagegen eine aktive Dockingstation (Bestenliste) oder ein entsprechend ausgestatteter Monitor mit Strom versorgen und dabei parallel das Bild übertragen – über einen Port. Im Test hat das mit dem Samsung View Finity S60UD einwandfrei funktioniert. Damit kann man sich den Anschluss des mitgelieferten 120-Watt-Netzteils sparen.

Generell wäre aber ein zweiter USB-C-Port wünschenswert, da zusätzliche USB-Geräte, die über die am Mini-PC verfügbaren Ports hinausgehen, nur per Dock verbunden werden können. Ansonsten muss man sich in puncto USB-Schnittstellen mit den zwei USB-2.0-Ports an der Rückseite und den zwei USB-3.2-Gen2-Steckplätzen an der Vorderseite begnügen – das ist etwas dürftig. Außerdem gibt es dort noch auf der linken Seite den Einschaltknopf, der von einer blauen LED hintergrundbeleuchtet wird, wenn der Mini-PC eingeschaltet ist. An der rechten Seite sitzt überdies noch ein Audioanschluss und rechts daneben ein versenkter Druckknopf, um das CMOS zu resetten.

An der Rückseite gibt es zudem noch einen modernen HDMI-2.1- sowie einen Display-Port-1.4-Anschluss. Insgesamt kann der UM760 Slim damit drei Monitore ansteuern, wobei bei 4K-Auflösung Wiederholraten von 120 Hz (HDMI), 144 Hz (DP) und 240 Hz (USB4) unterstützt werden. Mit 8K-Monitoren beträgt die maximale Wiederholrate 60 Hz. Üblicherweise setzen viele Geräte noch auf den älteren Standard HDMI 2.0, insofern ist HDMI 2.1 durchaus bemerkenswert – vor allem für ein System unter 420 Euro.

Des Weiteren bietet der Mini-PC an der Rückseite einen 2,5 Gbit/s schnellen Ethernet-Port, der vom Netzwerkchip Realtek RTL8125 angesteuert wird – einen zweiten davon gibt es aber nicht, womit sich der Mini-PC nicht ohne Zutun als Firewall-Appliance nutzen lässt.

Bei den Drahtlosschnittstellen setzt der UM760 Slim auf einen Mediatek MT7902, der Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 bietet. Damit verfügt der Mini-PC über halbwegs aktuelle Funk-Schnittstellen, gerade in diesem Preisbereich sind auch diese etwas älteren Standards aber noch gut. In preislich vergleichbaren Mini-PCs gibt es dagegen oft sogar nur Wi-Fi 5 – insofern gehört der UM760 Slim hier zu den besseren Modellen.

Im Lieferumfang befindet sich außerdem noch ein HDMI-Kabel sowie eine Adapterplatte, um den UM760 Slim an einer Wand oder einem VESA-Monitorarm montieren zu können.

Mit Werten um die 7000 Punkten im PCMark 10 überflügelt der UM760 Slim sogar Mini-PCs mit älteren Ryzen-7-Prozessoren wie den 5800U, der zwei Rechenkerne mehr bietet.

Performance: Wie schnell ist der UM760 Slim?

Dass mehr Rechenkerne nicht immer für eine höhere Leistung sorgen, zeigt der UM760 Slim mit seinem schnellen Sechs-Kerner Ryzen 5 7640HS. So erzielt der Mini-PC im Test mit PCmark um die 7000 Punkte, während etwa der Nipogi AM06 Pro (Bestenliste) mit dem 8-Kern-Prozessor Ryzen 7 5800U weniger als 6000 Punkte erreicht.

Die reine CPU-Leistung ist mit 739 Punkten (Nipogi: 502) im Multi- und 104 Punkten (Nipogi: 85) im Single-Core-Benchmark in Cinebench R24 ebenfalls stark. Geekbench 6 attestiert dem UM760 Slim 2608 Punkte (Nipogi: 1933) im Single- und 10795 Punkte (Nipogi: 6928) im Multi-Core sowie 23368 (Nipogi: 16682) Punkte im Grafikbenchmark (siehe auch Bildergalerie).

Auch im 3Dmark kann der UM760 Slim im Test Time Spy mit 2575 Punkten den Nipogi AM06 Pro mit 1287 Punkten klar zurückweisen. Dabei liegt der Score der CPU bei 8006 Punkten und der der integrierten Grafikeinheit bei glatten 2300 Punkten. Der UM760 Slim erreicht damit nicht die 3D-Performance, die Mini-PCs mit Ryzen 9 und iGPU Radeon 780M, etwa der Minisforum UM890 Pro (Bestenliste) mit 3430 Punkten bieten. Kein Wunder: Schließlich bieten diese mit 12 2800 MHz schnellen GPU-Einheiten auch mehr Potenzial als die im Ryzen 5 7640HS verbaute Grafiklösung Radeon 760M mit 8 Grafikkernen und 2600 MHz. Ein Spiele-Wunder ist der UM760 Slim also nicht. Wer aktuelle 3D-Games halbwegs flott spielen möchte, sollte daher zu einem Prozessor mit Radeon 780M oder besser greifen.

Über Wi-Fi erreicht der Mini-PC im 5-GHz-Band Durchsatzraten von 543 MBit/s im Download sowie 888 MBit/s im Upload und im 2,4-GHz-Netz 72 MBit/s im Download und 86 MBit/s im Upload (siehe auch Bildergalerie).

Minisforum UM760 Slim: Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei knapp 90 Watt. Im Stand-by sind es unter 1 Watt und im normalen Office-Betrieb in der Regel zwischen 24 und etwa 45 Watt. Bei ruhendem Desktop fließen weniger als 9 Watt aus der Steckdose.

Lüfter: Wie laut ist der UM760 Slim und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Im normalen Office-Betrieb ist der UM760 Slim mit etwa 30 dB kaum zu hören. Die CPU-Temperatur liegt dabei zwischen 35° und 50° Celsius. Erst bei maximaler Belastung machen sich die integrierten Lüfter mit 42 dB(A) bemerkbar. Man kann sie dann zwar hören, doch ist das Geräusch erstens nicht sonderlich laut und zweitens auch nicht nervig, anders als etwa beim Mini-PC H56. Bei Höchstlast beträgt die Temperatur maximal 85° Celsius und liegt damit deutlich unterhalb der Spezifikation von 100° Celsius. Das Kühlsystem arbeitet also leise und effizient. Auch das Netzteil gibt anders als bei manch billigem Mini-PC keinen Laut von sich.

Eine Lüftersteuerung mit Tools wie Fan Control ist nicht möglich. Auch das Auslesen der Lüfterdrehzahl gelingt mit Tools wie AIDA64 (Heise Download) bedauerlicherweise nicht. Diese sind nur im BIOS ersichtlich. Eine Optimierung der Lüftersteuerung bietet auch das BIOS nicht.

Bei ruhendem Desktop genehmigt sich der UM760 Slim lediglich eine Leistungsaufnahme von knapp 9 Watt. Sind Browser und Office-Programmen im Einsatz, erhöht sich die Leistungsaufnahme auf etwa 24 bis 45 Watt und bei maximaler Belastung mit Prime95 (Heise Download) oder dem Stability Test von AIDA64 (Heise Download) sind es knapp 90 Watt.

Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Mini-PC UM760 Slim?

Ausgeliefert wird der Minisforum UM760 Slim mit Windows 11 Pro. Bei unserem Testgerät war die Version 23H2 vorinstalliert. Da uns das langwierige Windows-Update auf Version 24H2 zu lange dauert, installieren wir die aktuelle Windows-Version einfach neu. Die meiste Hardware wird dabei erkannt. Allerdings müssen wir die AMD-Treiber für Chipsatz, Grafik und ACP-Bus sowie für den WLAN-Chip Mediatek MT7902 installieren, damit sämtliche gelben Ausrufezeichen im Gerätemanager verschwinden. Wer die Treiber nicht einzeln suchen möchte, kann sie bei Minisforum komplett herunterladen. Da wie üblich der Lizenzkey im EFI hinterlegt ist, aktiviert sich Windows automatisch.

Linux hat mit der Hardwareerkennung weniger Probleme und unterstützt auf Anhieb fast alle Komponenten. Leider gibt es derzeit keinen funktionierenden Treiber für den WLAN-Chip MT7902 von Mediatek, sodass man zu einer anderen Variante greifen muss. Das Mediatek-Modell MT7922 und der Intel AX210 arbeiten hingegen auf Anhieb*.

Im Test mit Tuxedo OS funktioniert auch der Stand-by-Modus problemlos. Auch Benchmarks laufen tadellos, wobei die Performance, etwa mit Geekbench etwas höher ausfällt als unter Windows. Und auch Blender liefert höhere Performance-Werte als unter Windows (siehe auch Bildergalerie).

Mit Linux in Form von Tuxedos OS auf Basis von Ubuntu 24.04 funktioniert der Minisforum UM760 Slim einwandfrei. Eine manuelle Treiberinstallation ist anders als unter Windows nicht nötig.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des UM760 Slim?

Das Gehäuse aus Plastik fällt mit Abmessungen von 13 × 12,7 × 5,4 cm für einen Mini-PC typisch kompakt aus. An den Seiten, hinten und unten bietet es Luftauslässe. Das schwarze Gehäuse ist etwas anfällig für Fingerabdrücke, die man allerdings nur bemerkt, wenn man ganz genau hinsieht. Mit einem Gewicht von 600 Gramm zählt der Mini-PC nicht zu den Leichtgewichten, was vermutlich auf den massiven Prozessor-Kühlkörper zurückzuführen ist. Insgesamt ist die Verarbeitung ausgezeichnet: Das Gehäuse ist stabil, die Schnittstellen schließen nahezu bündig ab und sind leicht zugänglich.

Preis: Was kostet der Minisforum UM760 Slim?

Der Minisforum UM760 Slim kostet regulär 449 Euro, aktuell liegt der Preis bei 420 Euro. Eine Barebone-Variante des UM760 Slim bietet Minisforum allerdings nicht.

Fazit

Der Minisforum UM760 Slim für knapp 420 Euro überzeugt im Test mit guten Leistungswerten, einem leisen Betrieb sowie der Möglichkeit, ihn über einen geeigneten Monitor mit Strom zu versorgen. Somit ist er für Anwender geeignet, die einen kompakten und leisen Mini-PC für typische Office- und Multimedia-Anwendungen suchen. Weniger gut gefallen hat uns, dass der UM760 Slim nur jeweils einen USB-C- und Netzwerk-Port bietet. Umso praktischer ist aber, dass ebenjener USB-C-Anschluss nicht nur Bild ausgeben, sondern gleichzeitig auch Strom aufnehmen kann. Das ist eine absolute Seltenheit am Markt und für viele Nutzer, die einen Monitor mit Stromausgabe oder eine aktive Dockingstation besitzen, enorm praktisch. Wer auf einen zweiten USB-C-Port verzichten kann, trifft mit dem UM760 Slim eine gute Wahl.

*Hinweis 27.2.2025: Anders als zuvor im Artikel beschrieben, funktionieren unter Linux nicht alle Komponenten. Für den WLAN-Chip MT7902 von Mediatek gibt es derzeit keinen funktionierenden Treiber. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Der Minisforum M1 Pro ist ein starker Mini-PC mit Intel-CPU. Zudem bietet er Oculink, zweimal USB4, davon einer mit PD-in, und einen integrierten Lautsprecher.

VORTEILE
  • zweimal USB4 Typ-C
  • integrierter Lautsprecher
  • Oculink-Anschluss
  • Eingangsstromversorgung über USB-C möglich
  • enorm leise
  • Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4
NACHTEILE
  • nur dreimal USB-A
  • nur ein Ethernet-Anschluss

Der Minisforum M1 Pro ist ein starker Mini-PC mit Intel-CPU. Zudem bietet er Oculink, zweimal USB4, davon einer mit PD-in, und einen integrierten Lautsprecher.

Minisforum hat es wieder getan: Der M1 Pro ist ein hervorragend ausgestatteter Mini-PC mit Intel Core Ultra 9 285H – und im Test dennoch schweigsam. Das hatten wir in der Vergangenheit etwa bereits mit dem Minisforum UM890 Pro (Testbericht), der trotz brachialer Leistung absolut leise blieb. Minisforum zählt neben Geekom zu den bekanntesten Mini-PC-Herstellern und konnte oft durch starke Preise und viele Zusatzfeatures, wie der Eingangsstromversorgung über USB-C, überzeugen. Bei unserem System handelt es sich gewissermaßen um die neue Variante des M1 Pro-125H, also um die Premium-Ausstattung mit Spitzenleistung. Das System runden 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und eine SSD mit 1 TB ab. Ob der Mini-PC mit einem Startpreis von 750 Euro im Spitzensegment mitmischen kann, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum M1 Pro?

Der Minisforum M1 Pro-285H ist, wie man bereits erahnen kann, mit dem Intel Core Ultra 9 285H ausgestattet. Dieser 16-Kerner setzt neben Intels big.Little-Architektur nun auch auf ein Chiplet-Design. Das SoC verfügt über 6 Performance-Kerne (Lion Cove), die mit bis zu 5,4 GHz die maximale Leistung aus der Architektur bereitstellen. Die 8 kleineren Effizienzkerne takten mit 4,5 GHz und setzen auf die ältere Skylake-Architektur. Zudem gibt es noch zwei Low-Power-Effizienzkerne mit bis zu 2,5 GHz, die ebenfalls auf Skylake basieren. Die 16 Kerne unterstützen kein Hyperthreading und haben Zugriff auf 24 MB Cache. Der Chip ist mit einer TDP (Thermal Design Power) von 45 W spezifiziert.

Die integrierte Grafikeinheit hört auf den Namen Arc 140T und soll das bisherige Leistungsdefizit zur AMD-Konkurrenz deutlich reduzieren. Dazu hat die iGPU acht Kerne, die mit bis zu 2,35 GHz takten können.

Die integrierte NPU ist mit 13 TOPS eher schwach. Wegen bisher größtenteils fehlender Unterstützung der Programme ist das zum aktuellen Zeitpunkt jedoch auch kein allzu großer Verlust. Insgesamt bietet das System bis 99 TOPS an KI-Leistung.

Zur weiteren Ausstattung gehören 32 GB RAM in Form von zwei SO-DIMM-Modulen im DDR5-Standard. Die Übertragungsrate der Riegel von Adata liegt bei den üblichen 5600 MT/s. Nach Herstellerangaben kann der RAM auf eine Gesamtkapazität von 128 GB mit 6400 MT/s aufgerüstet werden. Der Speichercontroller der CPU unterstützt offiziell sogar bis zu 192 GB mit 6400 MT/s für SO-DIMM-Module. Wir konnten unser 96-GB-Kit von Corsair mit 5600 MT/s problemlos nutzen, mehr Kapazität stand uns zum Testzeitpunkt nicht zur Verfügung.

Minisforum M1 Pro: RAM & SSD

Beim Speicher gibt es eine M.2-SSD im Formfaktor 2280 mit 1 TB Kapazität. Diese ist von Kingston über PCIe 4.0 angebunden und damit hervorragend schnell. Mit Crystaldiskmark messen wir 6120 MB/s im Lesen und 5265 MB/s im Schreiben. Zudem steht ein weiterer, noch freier M.2-Anschluss im Formfaktor 2280 zur Verfügung. Zur maximal unterstützten Kapazität macht der Hersteller keine Angaben, üblich sind 4 TB pro Steckplatz.

Der Mini-PC verfügt gleich über zwei USB4-Anschlüsse im Typ C, wobei nur der auf der Rückseite die Eingangsstromversorgung bis 100 W unterstützt. So stehen via Displayport-alt-mode (DP 1.4a) für Bildschirme eine Übertragungsrate bis 32 GBit/s bereit. Die gesamte USB-Schnittstelle überträgt mit maximal 40 GB/s. Zudem gibt es einen modernen HDMI-2.1- und einen älteren Displayport-1.4-Anschluss. Für die Kommunikation mit externen Grafikkarten, womit man den Mini-PC zum Gaming- oder Workstation-PC aufrüsten kann, gibt es zudem einmal Oculink. Die klassischen USB-A-Anschlüsse sind jedoch rar, hier gibt es insgesamt nur noch drei Stück. Der einzelne RJ45-Ethernet-Port kommuniziert über den Intel-Chipsatz I226-V mit maximal 2,5 Gigabit. Drahtlos funkt der Mini-PC mit den sehr aktuellen Standards Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Die Kommunikation erfolgt über den Chipsatz BE200, ebenfalls von Intel.

Der Mini-PC kommt zudem noch mit einem seltenen Feature: einem integrierten Lautsprecher. Die Qualität erinnert uns an einen im Monitor integrierten Speaker, der eher leise ist. Die Wiedergabequalität würden wir als okay bezeichnen, der Lautsprecher genügt zur Ausgabe von Benachrichtigungssounds. Ein Ersatz für Kopfhörer oder richtige Soundsysteme ist er aber definitiv nicht.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum M1 Pro?

In den vergangenen Jahren konnte Intel im Mobilsektor sowohl preislich als auch leistungstechnisch nicht mit AMD mithalten. Mit der Ultra-200-Serie konnte Intel zumindest in den Benchmarks die Konkurrenz von AMD überholen, wie unser Test des Geekom Mini IT15 (Testbericht) zeigt. Allerdings: Bei der Vorgängergeneration Intel-Ultra-100 ist aufgefallen, dass ein gutes Benchmarkergebnis nicht unbedingt ein gutes Spieleergebnis zu bedeuten hat.

Im PCmark 10 erzielt das System durchschnittlich 8097 Punkte – ein ausgezeichnetes Ergebnis, jedoch über 200 Punkte hinter dem Geekom IT 15. Die 4100 Punkte im 3Dmark Time Spy, zusammengesetzt aus 11.114 CPU- und 3690 Grafik-Punkten, sind ebenfalls auf Top-Niveau. Der IT15 holt 100 Punkte mehr, allerdings nur durch eine stärkere Grafik. Der CPU-Score ist sogar leicht schwächer (10.056 Punkte). Cinebench R24 attestiert dem System 128 Punkte im Single- und 981 Punkte im Multicore (IT15: 126 und 860 Punkte). Damit bestätigt sich die erste Beobachtung einer leicht stärkeren CPU-Leistung im M1 Pro. Zuletzt erreicht das System im Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 2980 Punkte im Single- und 15.115 Punkte im Multicore. Der integrierte OpenCL-Grafikbenchmark vergibt 41.087 Punkte.

Nun aber zur tatsächlichen Leistung mit unseren Spieltests. Wir spielen Anno 1800 in Full-HD bei hohen Einstellungen und zunächst deaktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution). In unserem fortgeschrittenen Endlosspiel erhalten wir beim Blick auf die 50.000-Einwohner-Metropole durchschnittlich 22 FPS. Damit fühlt sich alles sehr ruckelig an und unsere Aktionen werden nur mit deutlicher Verzögerung ausgeführt. Aktivieren wir FSR im Modus „Leistung“ erhalten wir im Schnitt 47 FPS bei hohen Einstellungen. Das Ruckeln wird dadurch allerdings kaum besser.

Ebenfalls in Full-HD spielen wir Cities Skylines. Das Spiel ist ein wenig leistungshungriger, weshalb wir mittlere Einstellungen mit dynamischer Auflösungsskalierung wählen. Bei unserem Spielstand mit 11.000 Einwohnern erhalten wir durchschnittlich 14 FPS. Schrauben wir die Einstellungen auf das niedrige Preset herunter, sind es 22 FPS, bei „sehr niedrig“ schließlich 30 FPS. Damit ist es nur schlecht spielbar und die Grafik ungenießbar. So zeigt dieses System, dass Intel auf einem guten Weg ist, wieder konkurrenzfähig zu sein. Wirklich spiele-tauglich ist der Mini-PC allerdings nur bei „leichten“ Titeln wie eben Anno 1800.

KI: Wie gut laufen lokale LLMs?

Wie üblich bei modernen, leistungsstarken Mini-PCs wirbt auch dieser mit KI. So besitzt das System eine NPU, welche von nahezu keinen Programmen wirklich verwendet wird. Um den KI-Features gerecht zu werden, haben wir lokale LLMs (Large Language Models) mit LM Studio auf dem System laufen lassen. Das Programm kann aktuell ebenfalls nicht die Rechenleistung der NPUs nutzen. Stattdessen erfolgt die Berechnung primär auf der Grafikeinheit und im Zweifel auch auf der CPU. Wir nutzen das MoE-Modell (Mixture of Experts) gpt-oss-20b von OpenAI. Dieses kann vollständig in den Grafikspeicher geladen und von der GPU verarbeitet werden. Auf unseren Prompt „Schreibe mir eine spannende Geschichte mit mindestens 1000 Wörtern“ antwortet das System mit 15,47 Tokens/s. Die Geschichte ist am Ende knapp 1200 Wörter lang, die Qualität lassen wir in diesem Fall unbeachtet.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Minisforum M1 Pro?

Im Idle verbraucht der Mini-PC durchschnittlich 15 Watt. Unter Volllast steigt der Verbrauch dann zunächst auf bis zu 78 Watt an. Dabei liegt die durchschnittliche Taktraten über alle Kerne der CPU bei 3,2 GHz. Erst nach knapp 2 Minuten sinkt der durchschnittliche Takt auf 2,8 GHz. Der Verbrauch beträgt dann im Mittel 70 Watt. Im weiteren Verlauf bleiben sowohl Takt als auch Verbrauch annähernd konstant. Den Stresstest in Aida64 besteht das System ohne weitere Auffälligkeiten.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum M1 Pro?

Minisforum M1 Pro: Wärmeverteilung am Gehäuse

Unter Last bleibt der Lüfter erstaunlich leise, ohne dass die CPU überhitzt. Im Stresstest messen wir eine maximale CPU-Temperatur von 82 Grad und eine GPU-Temperatur von 70 Grad. Das sind beides gute Werte, gerade für mobile Prozessoren, die generell zu höheren Temperaturen neigen. Das Erstaunliche dabei: Wir messen mit dem Smartphone nur 26 dB(A) am Gehäuse und 20 dB(A) in einem Meter Entfernung. Die Umgebungslautstärke beträgt dabei 17 dB(A). Damit ist das System enorm leise, ähnlich starke Mini-PC überschreiten gut und gerne die 30-dB-Marke. Das BIOS bietet, wie üblich für Minisforum, enorm viele Einstellungen, darunter auch Lüfter- und sehr detaillierte Leistungsmodi.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Minisforum M1 Pro installiert?

Auf dem Minisforum M1 Pro ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Minisforum M1 Pro: Übersichtliches BIOS

Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Auch Linux, bei uns am Beispiel von Ubuntu 24.04.3 LTS getestet, funktioniert problemlos auf dem M1 Pro. Beim Booten wird direkt die richtige Displayauflösung gefunden, WLAN und Bluetooth sind ebenfalls bereit. Auch der integrierte Lautsprecher wird korrekt erkannt und angesteuert, und sogar das Aufwecken aus dem Ruhemodus ist kein Problem – besser geht es nicht.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum M1 Pro?

Optisch erinnert das hellgraue Gehäuse des M1 Pro stark an die Mini-PCs A9 Max und GT1 Mega von Geekom. Allerdings unterscheidet sich der M1 Pro mit Außenmaßen von 128 × 126 × 59 mm. Sein Gewicht beläuft sich dabei auf 657 g. Seitlich hat das Gehäuse jeweils eine große Mesh-Front für den Luftaustausch. Die Oberseite ziert nur der Schriftzug des Herstellers. Auf der Rückseite gibt es ein wenig Kunststoff, in dem die zahlreichen Anschlüsse ihren Platz finden. Auch die Bodenplatte ist aus Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitung ist rundum tadellos, wie man es auch für einen Mini-PC dieser Preisklasse erwartet.

Minisforum M1 Pro: Geöffnetes Gehäuse mit Bodenplatte und Schrauben

Auf der Unterseite befinden sich vier lange Kreuzschlitzschrauben. Nach dem Lösen dieser muss die Abdeckung vorsichtig aufgehebelt werden – es gibt gleich zwei Kabel, die Mainboard und Bodenplatte verbinden. Nachdem die Platte entfernt ist, erhält man Zugriff auf RAM, beide M.2-Steckplätze, das Wi-Fi-Modul und die CMOS-Batterie. Leider kann das gesamte Mainboard nur herausgenommen werden, wenn man vorher beide Antennenkabel vom Wi-Fi-Modul löst – blöd nur, dass gerade diese Stecker sehr nervig zu lösen und gleichzeitig empfindlich sind.

Preis: Was kostet der Minisforum M1 Pro?

Zum Zeitpunkt des Tests suchen wir den Minisforum M1 Pro-285H auf der Herstellerseite vergeblich. Auf Amazon gibt es die Barbone-Variante, also ohne Arbeitsspeicher und SSD, für 750 Euro. Die von uns getestete Variante mit 32 GB RAM und 1 TB SSD kostet 989 Euro bei Proshop. Bei Amazon liegt der Preis je nach Ausstattung bei 750 Euro (Barebone), 999 Euro (32/1000 GB) oder 1159 Euro (64/2000 GB).

Fazit

Der M1 Pro ist ein enorm leistungsstarker Premium-Mini-PC. Er bietet zudem moderne und vielfältige Anschlüsse mit USB4 Typ C, Oculink und Wi-Fi 7. Auch RAM und SSD stehen der Konkurrenz in nichts nach. Der M1 Pro ist mit seinem Preis von 989 Euro definitiv nicht billig. Wer auf ein wenig Leistung verzichten kann, ist Preis-Leistungs-technisch im Bereich von 500 bis 700 Euro meist besser aufgehoben. Dafür bietet der M1 Pro mit die beste Leistung und eine der besten Ausstattungen, die man derzeit kaufen kann.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Luxus-Mini-PC im Test: Geekom GT1 Mega mit Intel Core Ultra 9 und Wifi 7

Der Geekom GT1 Mega ist das Topmodell der Intel-basierten GT-Reihe, dementsprechend hoch sind unsere Erwartungen. Wie gut der GT1 Mega tatsächlich ist, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • starke CPU-Leistung
  • Wifi 7
  • zweimal USB 4.0 Typ-C
  • hochwertige Verarbeitung
NACHTEILE
  • Grafik schwächer als bei AMD-Pendant
  • Lüfter bei Last laut
  • CPU mit hohem Stromverbrauch

Der Geekom GT1 Mega ist das Topmodell der Intel-basierten GT-Reihe, dementsprechend hoch sind unsere Erwartungen. Wie gut der GT1 Mega tatsächlich ist, zeigt unser Test.

Geekom ist mittlerweile vorrangig durch seine enorm leistungsstarken Mini-PCs im Premium-Segment bekannt. Der GT1 Mega soll das jedoch noch einmal zur Spitze treiben und der beste Mini-PC der Marke mit Intel-Prozessor sein. Daher bietet er einen Intel Core 9 Ultra mit ARC iGPU (integrated GPU), 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und eine 2 TB große SSD. Wie gut der GT1 Mega sich in der Praxis schlägt und wo er auch der Konkurrenz nachsteht, zeigt unser Test.

Update (26. Dezember 2025): Der Geekom GT1 Mega ist im Zuge der RAM-Krise nicht von einer Preiserhöhung verschont geblieben. Nachdem die Variante mit 32 GB RAM und 2 TB SSD zuletzt für 764 Euro verfügbar war, gibt es nun nur noch die 16-GB-Ausführung mit 1 TB – und das zum leicht höheren Preis von 799 Euro. Das ist nicht nur 35 Euro teurer, sondern es haben sich auch RAM und Speicher halbiert. Eine Variante mit 32 GB RAM und 1 TB SSD kostet beim Hersteller selbst aktuell 854 Euro mit dem Code GK22J5.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der GT1 Mega?

Beim Geekom GT1 Mega setzt man mit dem Intel Core Ultra 9 185H auf die Speerspitze der ersten Core-Ultra-Generation. Dessen 22 Threads speisen sich aus sechs Performance-, acht Effizienz- und zwei Low-Power-Kernen. Hier lässt sich schon vermuten, dass die CPU ein wahrer Stromfresser ist. Schon die Grundleistungsaufnahme liegt zwischen 28 und 45 Watt. Geekom wirbt mit einer Leistungsaufnahme von nur 64 Watt, tatsächlich sind bis zu 115 Watt möglich. Die iGPU ist eine Intel ARC mit 2,35 GHz und acht Kernen. Außerdem verfügt der Chip noch über eine integrierte NPU für KI-Anwendungen.

Beim RAM gibt es 32 GB mit 5600 MT/s (Mega Transfers per Second) in Form von zwei SO-DIMM-Modulen mit DDR5-Standard. Diese können laut Hersteller maximal auf 64 GB Gesamtspeicher aufgerüstet werden. Wir haben den Betrieb mit 96 GB RAM getestet, was problemlos funktionierte, nachdem sich der Mini-PC eine lange Denkminute beim ersten Booten genommen hat. Die ab Werk verbauten Module stammen von Crucial.

Die verwendete SSD im Formfaktor M.2-2280 ist 2 TB groß und kommt ebenfalls von Crucial. Genauer handelt es sich hier um das Modell Crucial P3 Plus. Diese kann problemlos ausgetauscht werden, zudem gibt es noch einen freien Steckplatz für eine kürzere M.2-2242-SSD. Beim Test mit dem Speicher-Benchmark Crystaldiskmark schneidet die SSD mit 3510 MB/s im Lesen und 3190 MB/s im Schreiben gut ab, ist aber keinesfalls eines der schnellsten Modelle.

Mit der Größe des GT1 Mega hat Geekom die Chance genutzt, um dem PC etliche Anschlüsse zu spendieren. Darunter finden sich zweimal 2,5-Gigabit-Ethernet, zweimal USB 4.0 mit Typ-C sowie zwei HDMI-2.0-Ports. Gerade in dieser Preis- und Leistungs-Klasse wäre unserer Meinung nach zumindest ein Displayport-Anschluss sinnvoll gewesen, der höhere Bildwiederholraten zuließe.

Für die Stromversorgung verwendet der PC ein 120-Watt-Netzteil mit DC-Hohlrundstecker. Das kleine Stromstecker-Symbol über dem Thunderbolt-Port bedeutet tatsächlich nicht, dass dieser für die Stromversorgung des Geräts genutzt werden kann. Versucht man dies nämlich mit einem Netzteil oder einer Powerbank, in unserem Fall der Sharge 170 Powerbank von Shargeek, schaltet sich der PC spätestens beim Erreichen des Anmeldebildschirms ab. Stattdessen unterstützt dieser USB-Anschluss Typ-C-Power-on mit maximal 15 Watt. So bleiben alle Geräte an diesem Port auch nach Ausschalten des Mini-PCs mit Strom versorgt.

Bei den Drahtlos-Schnittstellen glänzt der GT1 Mega mit den neusten verfügbaren Standards: Wifi 7 und Bluetooth 5.4. Dies ist aufgrund der Intel-CPU möglich, da die einzigen Wifi-7-Chipsätze bisher von Intel oder Mediatek kommen. Während letztere kaum verfügbar sind, können die Intel-BE200-Chipsätze aktuell nur mit Intel-Prozessoren genutzt werden.

Performance: Wie schnell ist der GT1 Mega?

Mit 22 Threads bei bis zu 5,1 GHz bringt der Core 9 Ultra auf dem Papier brachiale Leistung, die unsere Benchmarks nur bestätigen können. Bei PCmark10 erreicht der GT1 Mega ein Top-Ergebnis mit durchschnittlich 8062 Punkten. So auch im Cinebench R24 mit 113 Punkten in Single- und 927 Punkten im Multi-Core. Ausgezeichnet sind auch die 4099 Punkte bei 3Dmark Time Spy, zusammengesetzt aus 11858 CPU- und 3675 Grafik-Punkten. Zum Abschluss noch der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6. Der attestiert dem GT1 Mega 2571 Single- und 13878 Multi-Core-Punkte sowie einen Score von 39946 im OpenCL-Benchmark für die iGPU.

In der Vergangenheit hat sich aber immer wieder gezeigt, dass ein gutes Ergebnis in Benchmarks noch nicht für eine gute Alltagsleistung oder Performance in Spielen stehen muss. Bei so viel Leistung können wir daher unsere Spieletests in Anno 1800 und Cities Skylines 2 natürlich nicht außen vor lassen. In Anno 1800 schaffen wir durchschnittlich 53 FPS (Frames per Second) in einem fortgeschrittenen Endlosspiel bei niedrigen Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFx Super Resolution) im Modus „Ausgeglichen“. Daher haben wir die Grafikeinstellungen noch ein wenig hochgeschraubt. Bei hohen Grafikeinstellungen mit weiterhin aktiviertem FSR erhalten wir immer noch gute 23 FPS im Durchschnitt. Es lässt sich also sagen, dass Intel hier deutlich zu AMD aufgeholt hat und die integrierte Grafik jetzt auch langsam „Gaming-tauglich“ wird.

In Cities Skylines 2 starten wir mit einem neuen Spiel im mittleren Grafikeinstellungs-Preset und dynamischer Auflösungsskalierung im Modus „Automatisch“. Wir erreichen zwar nur stabile 17 FPS, das ist aber für diese Art Spiel noch ausreichend flüssig. Dafür kommen die schönen Details des Spiels einfach besser zur Geltung.

Alle Tests haben wir im voreingestellten Leistungsmodus „Normal“ durchgeführt. Dieser kann im BIOS geändert werden, dazu kann man den Weg über das erweiterte Startmenü in Windows nehmen.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des GT1 Mega?

Der Takt der CPU liegt so im Boost bei maximal 5,1 GHz und fällt dann nach kurzer Zeit erst auf 2,6 und dann auf 1,5 GHz ab. Der Verbrauch liegt unter Last zuerst bei 111 Watt und sinkt mit dem Takt dann auf etwa 78 Watt. Die CPU allein genehmigt sich unter Last bis zu 70 Watt. Das ist für einen Mini-PC schon sehr hoch, zumal AMD-Ryzen-Chips in Systemen für die Hälfte des Preises eine vergleichbare Leistung bei deutlich geringerem Stromverbrauch bieten. Insofern erkauft sich der Intel Ultra 9 im GT1 Mega seine gute Leistung gleich in mehrfacher Hinsicht teuer. Die Höchsttemperaturen liegen auch bei längerer Auslastung unter 90 °C und sind daher vollkommen unbedenklich.

Im Performance-Modus bleibt der Takt dauerhaft zwischen 2,6 und 2,9 GHz, der Lüfter ist aber auch dementsprechend lauter. Bei Stromverbrauch ändert sich mit maximal 114 Watt kaum noch etwas. Hier laufen wir dann auch schon in das Limit des mitgelieferten 120-Watt-Netzteils. Die Temperaturen erhöhen sich in diesem Modus nur um wenige Grad und überschreiten kurzzeitig auch die 90-Grad-Marke.

Im Eco-Modus startet der CPU-Takt direkt nur bei 2,6 GHz und fällt dann auf 1,5 GHz ab. Der Verbrauch liegt hier nur bei maximal 85 Watt.

Nutzt man den Mini-PC normal und hat ein paar Programme geöffnet, liegt der Verbrauch etwa bei 30 Watt.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Mini-PC U58 installiert?

Der Mini-PC kommt mit Windows 11 Pro und den üblichen, vorinstallierten Programmen. Ein vollständiger Systemscan mit Windows Defender spürte keine Viren auf. Die Installation von Linux dürfte ebenfalls für den Einen oder Anderen von Interesse sein. Wir konnten Proxmox problemlos auf der verbauten SSD, über die Auswahl des USB-Sticks im erweiterten Startmenü, installieren und nutzen.

Lüfter: Wie laut ist der GT1 Mega und wie hoch ist der Stromverbrauch?

Wie bereits erwähnt verfügt der GT1 Mega über drei verschiedene Leistungsprofile: Eco, Normal und Performance. Ab Werk ist der Modus „Normal“ eingestellt, was aus unserer Sicht uns auch die beste Wahl ist. Wir können unter Last eine Lautstärke von 23 dB(A) in einem Meter Entfernung und 37 dB(A) am Gehäuse messen. Wir nutzen Aida64 für die Last-Tests und messen mit dem Smartphone. Im Idle sind es etwa 18 dB(A) und der Lüfter ist aus. Bei normaler Nutzung mit ein paar geöffneten Programmen kann der GT1 Mega auch kurzzeitig bis zu 30 dB(A) am Gehäuse erreichen. Der Mini-PC zieht im Performance-Modus etwas mehr Leistung und muss daher die CPU auch besser kühlen. Daher dreht der Lüfter deutlich stärker auf und wir messen eine Lautstärke von 45 dB(A) am Gehäuse. Der Eco-Modus ist allen mit empfindlichem Gehör zu empfehlen, hier liegt die Lautstärke unter Volllast bei 34 dB(A). Wir sind generell positiv überrascht, dass der GT1 Mega für seine außerordentlich hohe Leistungsaufnahme vergleichsweise leise ist.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des GT1 Mega?

Der GT1 Mega misst 135 × 132,2 × 47,1 mm und ist 685 g schwer. Damit ist das Standard-Gehäuse der GT-Serie in allen Dimensionen ein Stück gewachsen. Es ist weiterhin matt-grau und aus Metall, die Bodenplatte und Rückseite sind aus schwarzem Kunststoff. Die Verarbeitung ist hervorragend und das Design erinnert stark an einen Mac Mini von Apple.

Beim GT1 Mega kann man jedoch leicht RAM und SSD aufrüsten, hierzu muss man nur die verklebten Gummifüße und die darunter liegenden Schrauben entfernen. Bei der danach folgenden Metallplatte mit den WLAN- und Bluetooth-Antennen ist wie schon bei den Vorgängern Vorsicht geboten, um die Koaxialkabel nicht von dem PCIe-Modul zu kappen.

Preis: Was kostet der GT1 Mega?

Im Shop von Geekom gibt es den GT1 Mega mit Core 9 Ultra für 854 Euro mit 32/1000 GB. Um auf den Preis zu kommen, muss man unseren Code GK22J5 an der Kasse einfügen. Bei Amazon gibt es nur noch eine Variante mit 16/1000 GB zum Preis von 799 Euro. Beide Ausführungen bieten damit eine geringe Speicherausstattung als die zuvor angebotene Konfiguration mit 32/2000 GB. Damit ist der GT1 Mega im Umkehrschluss ebenfalls deutlich im Preis gestiegen infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher. Dennoch liegt der Preis unter dem zum Testzeitpunkt im März 2025 aufgerufenen Kurs von knapp 980 Euro.

Fazit

Der GT1 Mega ist ein starker Mini-PC, der viel CPU-Leistung bietet. Problemkind bleibt bei Intel nach wie vor die Grafikeinheit, die zwar zu AMD aufschließt, aber in der Praxis noch Defizite hat. Hier wird auch deutlich, dass Benchmark-Ergebnisse nicht alles sind, denn dort performt der Intel Core Ultra 9 185H absolut lobenswert. Neben diesen Dingen bietet der -Mini-PC außerdem eine hervorragende Konnektivität, egal ob kabelgebunden oder drahtlos. Kleinere Mankos sind der etwas laute Lüfter – wenn auch nur unter Last – sowie die SSD-Geschwindigkeit. Gerade in diesem Preisbereich sind wir besonders von Geekom schon schnelleres gewohnt, wobei die Performance-Unterschiede im Alltag kaum spürbar sind.

Der Preis ist auch ein gutes Stichwort, denn das System ist mit fast 1000 Euro sehr teuer. Bei Mini-PCs mit AMD-Prozessoren gibt es zum Teil für die Hälfte der Kosten eine nahezu gleichwertige CPU-Leistung und eine nach wie vor bessere GPU-Leistung. Hier muss man sich ehrlich fragen, warum man den GT1 Mega kaufen sollte, zumal sich dieser im Unterschied zu AMD seine gute CPU-Leistung durch massive Einbußen beim Stromverbrauch erkauft – unter Last genehmigt sich das System etwa 111 Watt.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Geekom A9 Max im Test: Starker KI-Mini-PC mit Ryzen AI 9 für unter 1000 Euro

Der Geekom A9 Max ist ein starker Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power überzeugt. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE
  • Wi-Fi 7 & Bluetooth 5.4
  • starke CPU und KI-Leistung
  • hochwertige Verarbeitung
  • starke Grafikleistung
  • zweimal 2,5-Gbit-Ethernet
NACHTEILE
  • laut unter Last
  • Nachteile bei der Wartung: schwierig zu öffnen

Der Geekom A9 Max ist ein starker Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power überzeugt. Wir haben ihn getestet.

Der Geekom A9 Max schließt sich dem aktuellen KI-Hype an und will mit AMDs Ryzen AI 9 370 HX die dafür benötigte Leistung liefern. Eine kleine Besonderheit ist hier zudem der aufrüstbare, ab Werk 32 GB große Arbeitsspeicher (RAM), was für moderne CPUs mehr zur Seltenheit wird. Zusammen mit einer starken NPU ist das System für KI-Aufgaben gerüstet. Die gute Ausstattung wird mit einer 2 TB SSD, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 abgerundet. Wie gut sich der A9 Max in der Praxis schlägt, zeigt unser Test. Der Geekom A9 Max ist mit einem Preis 1092 Euro (Code: GKXMAS5) eine starke Option.

Update (26. Dezember 2025): Nachdem der Geekom A9 Max zum Testzeitpunkt im Oktober 2025 noch bei 939 Euro lag, kostet er infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher inzwischen 1092 Euro – und liegt damit fast 100 Euro über der UVP.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom A9 Max?

Der Geekom A9 Max mischt mit dem Ryzen AI 9 HX 370 an der Spitze der leistungsstarken und KI-fokussierten Mini-PCs mit. Der Zwölfkerner basiert auf der Strix-Point-Architektur, die der Philosophie von Intels bigLittle-Design folgt. Daher gibt es nur vier Zen-5-Kerne, die die volle Leistung bereitstellen und mit maximal 5,1 GHz takten. Die restlichen acht Zen-5c-Kerne sind vor allem sparsam und erreichen eine Taktrate von maximal 3,3 GHz. Dank Hyperthreading stehen insgesamt 24 Threads zur Verfügung.

Als Resultat des KI-Hypes verfügt der Chip auch über eine leistungsstarke NPU (Neural Processing Unit) mit maximal 50 TOPS (Trillion Operations per Second). Im Zusammenspiel mit der CPU sind bis zu 80 TOPS möglich – andere Systeme, wie der Geekom Mini IT15, schaffen sogar 99 TOPS. Damit kann etwa lokales Machine Learning deutlich effizienter vonstattengehen. Für lokale KI-Sprachmodelle via Ollama oder LM Studio werden NPUs derzeit noch nicht genutzt. Daher sind sie aktuell primär für die Zukunftssicherheit des Systems integriert.

Außerdem bietet der Prozessor die aktuell leistungsstärkste integrierte Grafikeinheit in Form der Radeon 890M. Deren 16 Grafikkerne takten mit bis zu 2900 MHz. Das SoC ist mit einer Standard-TDP von 28 W konfiguriert, maximal sind 54 W vorgesehen.

Dem zur Seite stehen zwei DDR5 SO-DIMM-Module mit 5600 MT/s – dem Maximum in puncto Geschwindigkeit für nicht verlöteten RAM. Die beiden je 16 GB großen Crucial-Module können nachträglich auf offiziell 128 GB, in der Theorie sogar 256 GB, aufgerüstet werden. Das ist etwa bei vielen Strix-Point-Mini-PCs mit verlötetem RAM nicht möglich und damit umso erfreulicher.

Die verbaute M.2-SSD im Formfaktor 2280 ist über vier der 16 PCIe-4.0-Lanes angebunden und dementsprechend flott. Im Crystaldiskmark erreicht die Wooposit-SSD 7090 Punkte im Lesen und 6319 Punkte im Schreiben. Die Kapazität von 2 TB ist ebenfalls großzügig. Zudem verfügt der Mini-PC über einen weiteren, noch ungenutzten M.2-Steckplatz im Formfaktor 2230. Beide Steckplätze sind mit einer Kapazität bis zu 4 TB spezifiziert. Der AI X1 Pro von Konkurrent Minisforum bietet diesbezüglich mehr und kann bis zu drei M.2-NVMe-SSDs aufnehmen.

Mit zwei HDMI-2.1- und zwei USB-4.0-Anschlüssen steuert der A9 Max problemlos bis zu vier Bildschirme mit 8K bei 60 Hz parallel an. Zudem kann die Stromversorgung neben dem beigelegten Netzteil mit DC-Buchse auch via USB-C erfolgen – die Funktion unterstützt allerdings nur einer der Anschlüsse (gekennzeichnet mit einem Netzsteckersymbol). Neben gleich sechs USB-A-Anschlüssen gibt es noch zweimal 2,5-Gigabit-Ethernet.

Drahtlos kommuniziert das System ebenfalls auf aktuellstem Stand mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Dazu kommt der Chipsatz MT7925 von Mediatek zum Einsatz. Bei LAN setzt man mit dem Realtek RTL8125 Gaming auf weitverbreitete Hardware.

Performance: Wie schnell ist der Geekom A9 Max?

Wie zu erwarten, liefert der Ryzen AI 9 370 HX eine hervorragende Leistung. Im Vergleich zum nahezu identischen Minisforum AI X1 Pro ergibt sich jedoch kein klarer Leistungs-Sieger.

In PCmark 10 schneidet der A9 Max mit durchschnittlich 7684 Punkten minimal schlechter ab, die Abweichung liegt jedoch unter 1 Prozent und fällt damit in die Messtoleranz. Im 3Dmark Time Spy ist der Unterschied deutlicher: Der A9 Max liegt mit 3868 Punkten fast 7 Prozent vor der Konkurrenz von Minisforum. Die Punktzahl setzt sich aus 3466 Grafik- und 11.305 CPU-Punkten zusammen. Der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 attestiert dem Geekom-Mini-PC 2890 Punkte im Single- und 15342 Punkte im Multi-Core. Das Grafik-Ergebnis im OpenCL-Benchmark beläuft sich auf starke 39.670 Punkte. Zuletzt Cinebench R24: Hier liegen beide Systeme im Single-Core gleichauf mit 119 und 120 Punkten. Im Multi-Core erzielt der AI X1 Pro ein um 5,6 Prozent höheres Ergebnis als die 1176 Punkte des A9 Max.

Damit liegen beide Systeme größtenteils gleichauf – der Leistungsunterschied im 3Dmark Time Spy lässt jedoch vermuten, dass Spiele auf dem A9 Max noch einmal besser laufen.

Daher haben wir wieder Anno 1800 in unserem fortgeschrittenen Endlosspiel gestartet. In Full-HD erhalten wir bei ultrahohen Einstellungen und deaktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution) im Schnitt 18 FPS. Mit FSR im Modus „Ausgewogen“ sind es bis zu 32 FPS bei Blick auf die 50.000-Einwohner-Stadt und 95 FPS beim Blick auf das offene Meer.

Im anspruchsvolleren Cities Skylines 2 erhalten wir bei mittleren Einstellungen, aktivierter dynamischer Auflösungsskalierung (Modus „Automatisch“) und Full-HD-Auflösung etwa 16 FPS.

KI: Wie gut laufen lokale LLMs?

Um dem KI-Fokus des Mini-PCs und der CPU gerecht zu werden, haben wir LLMs (Large Language Models) mittels LM Studio lokal auf dem System laufen lassen. Das MoE-Modell (Mixture of Experts) gpt-oss-20b von Openai kann bereits vollständig in den Arbeitsspeicher geladen werden. In unserem Geschwindigkeitstest schafft das Modell 24,3 Tokens/s – dabei sind alle Schichten auf die GPU ausgelagert. Die Qualität des Outputs lassen wir erst einmal unbetrachtet, da diese von vielen weiteren Faktoren abhängt. So geben größere Modelle üblicherweise bessere Antworten, die mit aufgerüsteten 96 GB RAM auch zum Großteil geladen werden können.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Geekom A9 Max?

Im Idle genehmigt sich der A9 Max nur zwischen 10 und 15 W. Bei voller Auslastung des gesamten Systems steigt der Gesamtverbrauch kurzzeitig auf bis zu 96 W an, fällt dann aber auf 82 W ab. Der CPU-Takt beträgt erst 4,3 GHz, dann etwa 3,3 GHz. Erst nach weiteren knapp 5 Minuten fallen Stromaufnahme und Taktrate erneut. Bei einem CPU-Takt von durchschnittlich 2,9 GHz verbraucht das System noch 70 W und hält dies konstant. Der zweite Abfall der Leistung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht temperaturbedingt, diese liegt durchweg unter 82 Grad.

Geekom A9 Max: Wärmeverteilung

Lüfter: Wie laut ist der Geekom A9 Max?

Im Idle ist das System quasi geräuschlos, und der Lüfter springt erst bei aufwendigeren Aufgaben an. Dafür ist das System unter Volllast wiederum relativ laut. Wir messen mit dem Smartphone 38 dB(A) am Gehäuse und 24 dB(A) in einem Meter Entfernung. Damit ähnelt das System auch hier stark dem Minisforum AI X1 Pro, nur dass dieser um abermals zehn Grad kühler bleibt – also effektiver kühlt.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Geekom A9 Max installiert?

Auf dem Geekom A9 Max ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund. Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Das Booten von Ubuntu 24.04.1 LTS funktionierte problemlos über das erweiterte Windows-Startmenü. In Ubuntu angekommen, wurden bereits alle Treiber korrekt geladen, sodass Bild, Audio, WLAN, Bluetooth und Ethernet direkt funktionierten – so muss das gehen. Aus dem Standby-Modus wacht das System aber leider nicht zuverlässig auf.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Geekom A9 Max?

Der Geekom A9 Max ist nahezu vollständig aus Metall gefertigt. Das graue Gehäuse mit Herstellernamen auf der Oberseite folgt dem üblichen Design der Marke. Nur die abnehmbare Abdeckung auf der Unterseite besteht aus schwarzem Kunststoff. Auf den Seiten gibt es jeweils Meshgitter-Öffnungen zur Frischluftzufuhr. Die erwärmte Luft strömt durch Aussparungen auf der Rückseite heraus. Damit ähnelt der Mini-PC stark dem Geekom GT1 Mega. Das Gehäuse misst 135,3 × 132,0 × 47,0 mm inklusive der verklebten Gummi-Standfüße.

Das Öffnen des Mini-PCs gestaltet sich bedauerlicherweise unnötig schwierig, denn die Kabel vom WLAN/Bluetooth-Chipsatz zu den Antennen sind enorm kurz. Beim Abnehmen der Zwischenplatte mit den Antennen passiert es also schnell, dass die Stecker vom Chipsatz abgesteckt werden. Hier ist also Vorsicht geboten, denn das Anstecken der Kabel ist sehr umständlich.

Preis: Was kostet der Geekom A9 Max?

Der Geekom A9 Max kostet normalerweise 999 Euro. Aktuell bekommt man ihn bei Amazon für 1149 Euro. Beim Hersteller liegt der Preis bei 1092 Euro (Code: GKXMAS5).

Bei den Ausstattungsoptionen hat der Minisforum AI X1 Pro klare Vorteile, da es ihn auch als gänzlich Speicher-lose Barebone-Variante gibt, aber auch mit deutlich mehr Speicher: Bis zu 96 GB RAM und 2 TB SSD kann bei Minisforum bestellen.

Fazit

Der Geekom A9 Max liefert enorm viel Leistung in einem kleinen Formfaktor. Mit aufrüstbarem RAM eignet er sich zudem so gut für lokale KI-Anwendungen, etwa LMMs, wie kaum ein anderer Mini-PC. Im Vergleich zu anderen Mini-PCs dieser Leistungs- und Ausstattungsklasse ist der A9 Max preislich stark aufgestellt und erfüllt alle Grundanforderungen. Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken Mini-PC ist, sei es für Gaming oder KI, ist mit dem Geekom A9 Max gut beraten.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Das Asus Expert Center PN54 ist ein leistungsstarker Mini-PC mit Premium-Extras und extrem guter Reparierbarkeit: Das Gehäuse öffnet sich per Schiebeknopf.

VORTEILE
  • gute Leistung
  • extrem einfache Reparatur/Wartung
  • Fingerabdrucksensor
  • sehr flaches Gehäuse
NACHTEILE
  • sehr teuer
  • CPU bei Last teils über 95 Grad heiß

Das Asus Expert Center PN54 ist ein leistungsstarker Mini-PC mit Premium-Extras und extrem guter Reparierbarkeit: Das Gehäuse öffnet sich per Schiebeknopf.

Gute Reparierbarkeit, flaches Gehäuse und trotzdem starke Hardware: Diesen Weg beschreitet das Asus Expert Center PN54. Es bietet neben einem aktuellen AMD Ryzen AI 7 350 ganze 32 GB an Arbeitsspeicher (RAM) und eine 512 GB große NVMe-SSD. Zudem gibt es Annehmlichkeiten, wie einen integrierten Fingerabdrucksensor. Besondere Kniffe hat sich Asus aber für die Komponentenwartung überlegt. Das allerdings hat auch seinen Preis: Satte 1126 Euro sind derzeit fällig für das System. Wie gut der Mini-PC sich schlägt, zeigen wir im Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet das Asus Expert Center PN54?

Im Asus Expert Center PN54 arbeitet ein im Januar 2025 vorgestellter AMD Ryzen AI 7 350 mit acht Kernen bei 16 Threads. Diese sind aufgeteilt in vier Performance-Kerne (Zen 5) mit bis zu 5,0 GHz Taktrate und vier Effizienz-Kerne (Zen 5c) mit maximal 3,5 GHz. Der Chip ist im 4-nm-Verfahren bei TSMC gefertigt und stammt aus der Krackan-Point-Serie. Seine TDP liegt bei 28 W, die TDP im Turbo PL2 bei 54 W und die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad. Als integrierte Grafikeinheit kommt eine Radeon 860M zum Einsatz. Sie verfügt über 8 Grafikkerne und taktet maximal mit 3000 MHz.

Der DDR5-RAM kommt in zwei 16 GB großen SO-DIMM-Modulen von Samsung mit 5600 MT/s. Das ist die Maximalgeschwindigkeit für DDR5-SO-DIMM-Module, mehr Tempo gibt es dann nur noch mit aufgelöteten Speicherchips. Die integrierte, 512 GB große SSD stammt von Western Digital (Modell: SN5000S) und schreibt laut Crystaldiskmark mit 5470 MB/s und liest mit 6383 MB/s. Das ist wirklich ordentlich und liegt sogar über der von WD angegebenen Leserate von 5150 MB/s.

Anschlussseitig lässt das Expert Center PN54 wenig Wünsche offen: Es gibt USB4 mit Displayport-2.1-Protokoll und PD-in – der Mini-PC kann also auch anstelle des DC-Rundhohlsteckers und dem klassischen Netzteil per USB-C mit Strom versorgt werden. Dazu gesellen sich gleich zweimal Displayport 1.4, HDMI 2.1 und zwei 2,5G-LAN-Buchsen. Auf der Vorderseite gibt es einen weiteren USB-C-Port (USB 3.1) sowie zweimal USB-A (insgesamt 3x USB-A 3.1). Obendrauf kommen noch ein Fingerabdrucksensor sowie ein integrierter Lautsprecher, der für das Abspielen von Benachrichtigungssounds ausreicht, für Videos, Musik oder gar Spiele aber viel zu dünn klingt – ein voluminöser Klang war aber auch nicht zwingend unsere Erwartung.

Drahtlos kommuniziert das System mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 auf modernsten Schnittstellen. Als WLAN-Chipsatz arbeitet der Mediatek MT7925, für LAN ein Realtek-Modul.

Performance: Wie schnell ist das Asus Expert Center PN54?

Der AMD Ryzen AI 7 350 im Expert Center PN54 beherrscht durch seinen aufgeteilten Aufbau aus Effizienz-Kernen und Performance-Kerne gut den Spagat zwischen Sparsamkeit und Leistung. Beim Büro-Benchmark PCmark 10 erreicht das System im Schnitt 7648 Punkte, mit Spitzen bei 7570 Punkten und 7709 Punkten. Das sind absolut ordentliche Werte, die im guten Schnitt für Oberklasse-Mini-PCs liegen.

Auch über die Resultate bei 3Dmark Time Spy können wir nicht klagen, das Expert Center erreicht hier gute 3108 Punkte. Diese setzen sich aus 2765 Grafik-Punkten und 10487 CPU-Punkten zusammen. Weiter geht es mit dem CPU-Benchmark Cinebench 2024, wo es im Single-Core 117 Punkte und im Multi-Core 882 Punkte gibt. Abschließend kommt das System beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 auf 2868 Punkte (Single-Core) sowie auf 13599 Punkte (Multi-Core).

Auch die Spielleistung des Expert Center PN54 kann sich absolut sehen lassen. In Full-HD können wir mehrere Titel sehr gut spielen. So läuft Anno 1800 in niedrigen Grafikoptionen ohne FSR-Upsampler (AMD Fidelity FX Super Resolution) mit stabilen 50 FPS bei etwa 14400 Einwohnern. Stellen wir die Einstellungen ohne FSR auf „hoch“, fällt die Performance ab auf 20 FPS. In Hoch und mit FSR sind es dann etwa 24 FPS. Counter Strike 2 läuft in hohen Grafik-Settings bei knapp 70 FPS richtig gut. Cities Skylines 2 allerdings ist wieder eine harte Nuss, unter sehr niedrigen Einstellungen sind es immerhin bis zu 28 FPS, die Grafik ist dann aber sehr rauschig und detaillos. Mit höheren Einstellungen (niedrig bis mittel) sinkt die Performance unter 17 FPS. Das ist unspielbar.

Lüfter: Wie laut ist das Asus Expert Center PN54?

Die Lüfterlautstärke des Asus Expert Center PN54 ist im Test absolut angemessen. Im Idle steht der Lüfter entweder still oder säuselt mit 24 dB(A) vor sich hin. Lasten wir das System voll aus, können wir maximal 37 dB(A) aus dem Gehäuse entlocken. Der Verbrauch liegt dann bei maximal 68 W. Im normalen Anwendungsgebrauch sind es meist 24 W, mit kurzen Spitzen bei doch erstaunlich hohen 45 W, etwa beim Öffnen des Browsers. Ohne Last im Idle sind es hingegen nur 9 bis 12 W. Während eines Stresstests mit Aida64 heizt sich die CPU auf bis zu 97 Grad auf, was auf Dauer zu viel ist. Der Takt liegt dabei bei 3,8 GHz, nachdem es kurzzeitig 5,0 GHz waren. Nach etwa 10 Minuten fällt mit dem Takt auch die Temperatur, es geht auf 3,5 GHz und maximal 81 Grad, wobei es auch zwischenzeitlich nur noch 76 Grad sind. Außen am Gehäuse messen wir maximal 46 Grad.

Asus Expert Center PN54: Wärmeverteilung (von oben gesehen)

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet das Asus Expert Center PN54?

Das Expert Center PN54 kommt mit Windows 11 Pro. Neben den üblichen, vorinstallierten Tools bei der Windows-Installation hat Asus noch zusätzlich die MyAsus-Software hinterlegt. Hierüber lässt sich das System auslesen, Updates der Firmware aufspielen sowie kleinere Einstellungen vornehmen. Wie schon im Asus-UEFI gibt es auch in der MyAsus-Software drei auswählbare Lüfterprofile (Flüstermodus, Standard und Leistung). Ärgerlich ist hingegen die Vorinstallation von McAfee als klassische Bloatware. Dieses Antivirenprogramm belästigt zudem regelmäßig mit Pop-ups, die auf die ablaufende Lizenz oder Angebote hinweisen.

Der Betrieb von Linux gelingt ohne Probleme. Das übersichtliche und ansprechend gestaltete BIOS lässt sich über die F2-Taste abrufen. Dort muss man zunächst – je nach gewünschtem Betriebssystem/gewünschter Distribution – das Feature Secure Boot deaktivieren. Zugleich kann man die Bootreihenfolge verändern, sodass das Bootmedium (bei uns der USB-Stick) als Erstes abgerufen wird. Daraufhin startet das installierte OS, in unserem Fall das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Angekommen auf dem Desktop können wir auf Anhieb WLAN, Bluetooth und Audio nutzen. Auch die Bildschirmauflösung sowie die Helligkeitseinstellungen sind korrekt nutzbar. Und aus dem Standby wacht der PN54 ebenfalls auf – so muss das sein.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Asus Expert Center PN54?

Das Gehäuse des Asus Expert Center PN54 ist erstaunlich flach. Die Außenmaße betragen kompakte 130 × 34 × 130 mm. Mit 650 g ist er etwas schwerer als der Durchschnitt. Beim Material setzt der Hersteller auf teils matten, teils glänzenden Kunststoff, der an den Seitenkanten zudem eine geriffelte Struktur aufweist. Für die Wartung der Komponenten hat Asus ein besonderes Ass im Ärmel, denn der PN54 lässt sich ganz einfach per verstellbarem Knopf öffnen. Auf diese Weise bekommt man das Gehäuse ganz ohne Schrauben auf, indem man den gesamten Unterboden herausnehmen kann. Verriegelt wird er mit einem weiteren Schieberegler. Dieses Konzept ist an Durchdachtheit und Einfachheit kaum zu überbieten und darf gerne auch bei der Konkurrenz in gleicher oder ähnlicher Form Schule machen.

Im Gehäuse ist neben dem Powerknopf noch der Shortcut-Button zum Abruf vom Microsoft Copilot enthalten. Auf der Oberseite ist der Fingerabdrucksensor integriert. Auf der rechten und linken Seite, sowie der Rück- und Unterseite befinden sich zahlreiche Öffnungen zur Luftzufuhr.

Preis

Der Preis des Asus Expert Center PN54 ist dessen wunder Punkt, denn er kostet über 1100 Euro. Aktuell bekommt man ihn mit Windows 11 Home für 1126 Euro bei Galaxus oder Easy Notebooks, bei Amazon sind es sogar 1143 Euro. Mit Windows 11 Pro und TPM-Modul liegt man 1173 Euro. Für die schwächere Ausführung mit Ryzen AI 5 340 werden 900 Euro fällig.

Fazit

Trotz des saftigen Preises hat es uns das Expert Center durchaus angetan. Die Leistung ist mehr als ordentlich und der Oberklasse absolut würdig, und der flache Aufbau macht ihn trotz der starken Hardware sehr kompakt. Premium-Extras, wie der integrierte Lautsprecher oder der Fingerabdrucksensor auf der Oberseite, sind willkommene Annehmlichkeiten. Die verwendete Hardware ist ebenfalls auf Top-Niveau und so gibt es Wi-Fi 7, 3x Displayport und einmal USB4 Typ-C mit Displayport-2.1-Protokoll sowie die Unterstützung von PD-in. Das heißt, der PC kann auch mit einem klassischen 100-W-Ladegerät vom Handy, mit einer entsprechend starken Dockingstation oder einem Monitor mit PD-Ausgang betrieben werden. Das ist enorm praktisch und noch immer verfügen viel zu wenige Mini-PCs über diese bei Laptops seit Jahren übliche Technik. Der Star der Show ist neben der Ausstattung aber vor allem die so gute Reparierbarkeit des Mini-PCs. Ein Schiebeknopf auf der Unterseite entriegelt die gesamte Bodenplatte, die man auf diese Weise einfach abnehmen kann und so direkten Zugang zu den Komponenten hat. Das darf so gerne Verbreitung finden.

Im Lasttest allerdings stellen wir kurzzeitig sehr hohe CPU-Temperaturen über 95 Grad fest, die auf Dauer nicht der Langlebigkeit zuträglich sind. Allerdings drosselt das System nach etwa 10 Minuten die Leistung, sodass die Werte absinken. Der größte Downer ist aber ganz klar der aufgerufene Preis: Satte 1126 Euro müssen Interessierte hinblättern. Die Konkurrenz bietet ähnliche Leistung für weniger Geld, dann aber ohne das gute Wartungskonzept und die Annehmlichkeiten der MyAsus-Software. Zudem ist bei Asus mit zuverlässigem Support zu rechnen. Insgesamt vergeben wir vier Sterne abzüglich der Kritikpunkte für das sehr gute Mini-PC-System.

Der Minisforum AI X1 Pro ist ein hervorragender Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power, etwa für lokale Sprachsteuerung mit Home Assistant überzeugt. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE
  • Wi-Fi 7 & Bluetooth 5.4
  • starke CPU mit KI-Chip
  • hochwertige Verarbeitung
  • Fingerabdrucksensor
  • vergleichsweise leise
NACHTEILE
  • nur zwei schnelle USB-A-Ports
  • Gehäuseöffnung aufwendig, aber möglich
  • teuer

Der Minisforum AI X1 Pro ist ein hervorragender Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power, etwa für lokale Sprachsteuerung mit Home Assistant überzeugt. Wir haben ihn getestet.

An jeder Ecke wird die große Werbetrommel für KI gerührt, alles hat heutzutage KI – und auch der Minisforum AI X1 Pro scheint in dieses Lied einzustimmen. AI (Artificial Intelligence) im Prozessornamen, AI im Produktnamen – und doch hier ist weit mehr dahinter. Denn der verwendete Ryzen AI 9 HX 370 setzt auf eine starke NPU (Neural Processing Unit), die die lokale Verwendung großer Sprachmodelle (LLAMs) sowie lokale Sprachsteuerung, etwa in Home Assistant erlaubt. Darüber hinaus bietet das System echte Premium-Ausstattung mit 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 1 TB SSD in der Basisversion für 1199 Euro, was aber beim Hersteller auch auf bis zu 96 GB RAM und 2 TB SSD angehoben werden kann. Dazu gesellen sich modernste Anschlüsse, Wi-Fi 7, ein internes Netzteil und ein Fingerabdrucksensor. Doch genug der Datenschlacht, wir zeigen im Test, ob das System die Versprechungen der Hardware einhält.

Das Testgerät haben wir von Minisforum zur Verfügung gestellt bekommen.

Update (26. Dezember 2025): Infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher haben viele Mini-PC-Hersteller die Preise ihrer Produkte deutlich erhöht. Auch den Minisforum AI X1 Pro hat es getroffen und sein Preis steigt von 999 Euro auf 1199 Euro.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum AI X1 Pro?

Der Minisforum AI X1 Pro setzt wie bereits angesprochen auf den noch kein Jahr alten Ryzen AI 9 HX 370, der 12 Prozessorkerne bei 24 Threads bietet und zwischen 2,0 und 5,1 GHz takten kann. Dabei setzt der Chip auf einen Aufbau nach dem Vorbild von Intels bigLittle-Architektur bestehend aus sparsamen und stärkeren Kernen. Beim HX 370 kommen so vier leistungsstarke Zen-5-Kerne zum Einsatz, die die vollen 5,1 GHz ausschöpfen dürfen, sowie acht sparsame Zen-5c-Kerne, die bei 3,3 GHz Schluss machen.

Namensgebender Vorteil ist aber die sogenannte NPU für KI-Anwendungen, die gerade im Smart Home oder bei großen Sprachmodellen zum Einsatz kommt. Während die Overall-TOPS (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) bei 80 TOPS liegen, hat die NPU 50 TOPS. Der Konkurrenz-Chip Intel Ultra 9 185H hat hingegen in der kombinierten Overall-Berechnung aus CPU, iGPU und NPU schon nur 34 TOPS.

Apropos iGPU: Hier treffen wir auf die leistungsstarke AMD Radeon 890M. Mit 16 Grafikkernen und einem Takt von 2900 MHz lässt sie auf abermals mehr Leistung gegenüber der bereits begeisternden 780M hoffen – doch dazu später mehr. Die gesamte CPU hat eine Standard-TDP von 28 Watt, die zwischen 15 und 54 Watt konfigurierbar ist.

Kommen wir zum Speicher, wo von der CPU 16 PCIe-Lanes der Version 4.0 bereitstehen sowie DDR5-RAM mit bis zu 8000 MT/s verwendet werden kann – vorausgesetzt es handelt sich um verlöteten LPDDR5X-RAM. Hier kommt jedoch zur Freude aller Nachrüster klassischer SODIMM-RAM mit Steckmodulen von Crucial zum Einsatz, die mit 5600 MT/s arbeiten – dem Maximum. Konfigurierbar ist das System bis zu 96 GB, die CPU könnte sogar bis zu 256 GB, wir haben die Basisversion mit 32 GB bekommen.

Die SSD von Kingston im Formfaktor M.2-2280 ist bei unserem Testgerät 1 TB groß und schreibt ausweislich des Speicher-Benchmarks Crystaldiskmark mit 3844 MB/s und liest mit 4699 MB/s. Das sind gute, aber nicht herausragende Werte im Premium-Segment. Von Steigerungen der Geschwindigkeit ist abgesehen von der Übertragung großer Dateimengen im Alltag aber ohnehin kaum etwas zu bemerken. Insgesamt gibt es drei M.2-Slots im AI X1 Pro, die alle auf einen Steckplatz mit M-Key setzen. Maximal kann man 12 TB einsetzen, was enorm ist.

Anschlussseitig bietet der AI X1 Pro das Beste vom Besten. Neben Oculink für externe Grafikkarten (eGPUs), zweimal USB-C 4.0 mit DP-Alt-Mode gibt es zwei Ethernet-Ports mit 2,5-G-Anbindung sowie je einmal HDMI 2.1 und Displayport 2.0. Das sind die aktuellst-möglichen Standards, was ausgesprochen lobenswert ist – nachdem die Konkurrenz teilweise selbst bei vergleichbar bepreisten Systemen veraltete Schnittstellen verwendet. Nur bei den USB-A-Buchsen gibt es leichte Kritik, da drei Stück sehr wenig sind und einer zudem nur auf USB 2.0 setzt – für einen Premium-PC etwas unwürdig.

Weiterhin verfügt das System über einen SD-Kartenslot und einen auf der Oberseite integrierten Fingerabdrucksensor. Das finden wir für den alltäglichen Login ausgesprochen praktisch, leider handelt es sich dabei um eine absolute Seltenheit unter den Mini-PCs.

Ungewöhnlich ist bei diesem Mini-PC zudem das im Gehäuse integrierte 135-Watt-Netzteil. Man steckt also nur ein Zweipol-AC-Kabel an, der außerhalb herumliegende Ladeziegel entfällt. Das ist praktisch, allerdings kann man so bei Problemen mit der Stromzufuhr nicht einfach das Netzteil am Kabel austauschen, sondern muss das ganze interne Bauteil ersetzen. Dies könnte wiederum Nachteile für die langfristige Nutzung und Haltbarkeit haben.

Weiterhin selten sind die im Gehäuse eingelassenen Mikrofone sowie die integrierten Lautsprecher, die allerdings einen sehr dünnen Klang bieten. Für mehr als Systemsounds sind sie fast nicht zu gebrauchen, selbst das Zuhören bei einem Gespräch fällt schwer – zumindest wenn man den zur Unterseite gerichteten Speakern abgewandt sitzt.

Drahtlos spricht der Minisforum AI X1 Pro ebenfalls über die neuesten Standards, die gerade verfügbar sind: Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Gerade ersteres ist ungemein selten bei Mini-PCs und bisher, wenn nur bei Systemen mit Intel-CPUs vertreten. Das liegt daran, dass der Wi-Fi-7-Chipsatz von Intel bisher nur mit Intel-Chips funktioniert und es sonst nur einen von Mediatek gibt, der kaum zu bekommen ist. Hier kommt er nun zum Einsatz bei einem AMD-System – der Mediatek MT7925.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum AI X1 Pro?

Die Performance des Minisforum AI X1 Pro ist so beeindruckend wie erwartbar. Bei PCmark 10 gibt es durchweg mehr als 7300 Punkte, um genau zu sein durchschnittlich 7728 Punkte. Ausreißer gibt es Richtung 7901 Punkte und 7374 Punkte, wobei nach einem neuen Windows-Update alle danach erzielten Ergebnisse bei über 7850 Punkten lagen. Der Benchmark Time Spy von 3Dmark fördert ein Ergebnis von 3622 Punkten bei 3236 Grafik-Punkten sowie 11187 CPU-Punkten zutage. Das gehört zu den Spitzenergebnissen unter den Mini-PCs und lässt sich im Alltag und bei Spielen merken – zu letzterem gleich mehr. Bei Cinebench 2024 gibt es im Single-Core-Durchlauf 120 Punkte und im 1242 Punkte im Multi Core.

Die Spieleleistung des Systems ist bei Full-HD-Auflösung hervorragend, die iGPU Radeon 890M bietet viel Power. In Anno 1800 können wir selbst mit ultrahohen Einstellungen etwa 20 FPS erzielen, mit aktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution) sind es bis zu 40 FPS. Dabei blicken wir auf eine knapp 15.000 Einwohner große Stadt und können die volle Pracht und Detailtiefe des Spiels genießen. Auch Cities Skylines 2 läuft mit immerhin mittleren Einstellungen bei 25 FPS flüssig, wobei wir eine ausgebaute Stadt mit viel Gewusel haben.

Zum Test KI-Fähigkeiten haben wir uns das Large-Language-Model Deepseek R1. Dabei handelt es sich zwar in unserem Fall nur um ein kleineres Paket mit entsprechenden Schwächen und Halluzinationen. So erklärt unsere Deepseek-Instanz etwa, dass Olaf Scholz insbesondere als Youtuber und Streamer bekannt sei. Um die Fallstudie zu machen, dass es grundsätzlich technisch funktioniert, genügt aber auch dieses ulkige Ergebnis.

Ein anderer Einsatzzweck der KI-Fähigkeiten wäre als Sprachsteuerung im Smart Home. Wir haben hier die Voice-Preview-Edition von Home Assistant getestet, die jedoch als Basis für eine lokale Sprachverarbeitung einen leistungsstarken Rechner, wie ebendiesen Mini-PC benötigt. Je schwächer dessen Hardware, desto langwieriger ist die Verarbeitung von Spracheingaben, und die gewünschte Reaktion lässt auf sich warten. Daher empfiehlt sich die Verwendung eines Prozessors mit starker NPU. Für weitere Anwendungen ist die NPU aber bisher nicht zu gebrauchen und insofern eher als Wette auf die Zukunft zu verstehen.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum AI X1 Pro und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Die Lautstärke der beiden Lüfter im Minisforum AI X1 Pro lässt sich nicht als leise, aber als moderat bezeichnen. Bei ruhendem Desktop schalten sie sich gänzlich ab, beim Browsen im Internet erreichen sie bei Messung direkt am Gehäuse subtile 27 dB(A). Starten wir aber einen Stresstest mit Aida64 und lasten den PC voll aus, steigt die Lautstärke auf 35 dB(A) am Gehäuse. Aus einem Meter sind davon nur noch knapp 20 bis 23 dB(A) zu messen.

Die Leistungsaufnahme beträgt im Idle etwa 15 bis 22 Watt. Bei höherer Auslastung sind es 35 bis 45 Watt, bei Vollauslastung schnellt der Wert auf bis zu 96 Watt. Die Temperaturen von CPU und restlicher Hardware sind allesamt im normalen Bereich und unauffällig – trotz des Umstandes, dass das Netzteil als Abwärme-produzierendes Bauteil nun mit im Gehäuse sitzt. Dennoch erreicht der Ryzen AI 9 HX 370 nie höhere Temperaturwerte als 70 Grad bei absoluter Vollauslastung. Das ist schon beachtlich, wenn man die Leistungsfähigkeit und die moderate Lüfterlautstärke im Kopf behält. Im BIOS sind außerdem vier Optionen für die Lüftergeschwindigkeit verfügbar (Auto, Quiet, Balance, Performance), wobei standardmäßig Auto eingestellt ist.

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Minisforum AI X1 Pro?

Minisforum AI X1 Pro – Bilderstrecke

Auf dem AI X1 Pro kommt Windows 11 Pro zum Einsatz. Stellt man bei der Einrichtung keine Internetverbindung her, lässt sich der PC mit lokalem Konto verwenden. Andernfalls ist die etwas langwierige Registrierung oder Einrichtung mittels Microsoft-Account vonnöten. Windows kommt mit den üblichen Applikationen vorinstalliert, Viren findet unser vollständiger Systemscan mit Windows Defender aber nicht. Auch die Nutzung von Linux ist möglich, wobei man zum Aufrufen des BIOS-Setups entweder über die Windows-Wiederherstellungsoptionen oder die Tabulator-Taste vorgehen muss. Die klassischen F-Tasten zeigten im Test keine Wirkung. Da es beim Start von unserem Testsystem Tuxedo OS (auf Basis von Ubuntu) Probleme gab, haben wir zudem Secure Boot deaktiviert. Alsdann gelang der Betrieb von Linux und alle USB-Geräte sowie Wi-Fi, Bluetooth und Audio funktionierten auf Anhieb problemfrei.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum AI X1 Pro?

Die Verarbeitungsqualität des Minisforum AI X1 Pro kann sich mehr als sehen lassen. Das Gehäuse aus hellgrauem Aluminium ist makellos hochwertig, wie wir es von einem Premium-Mini-PC auch erwarten. Die Antennenstreifen sind innenliegend am schwarz gefärbten Kunststoffbereich rund um die rückseitigen Anschlüsse angeklebt, um trotz Metallgehäuse einen guten Empfang zu ermöglichen. Neben dem bereits erwähnten, in der Oberseite eingelassenen Fingerabdrucksensor finden sich vorderseitig links noch der Ein-/Aus-Knopf sowie rechts der Button zum Aufrufen des Copilot-Assistenten unter Windows. Neben diesen beiden Buttons liegen die kleinen Öffnungen für die Mikrofone im System.

Für eine ästhetischere Platzierung auf dem Tisch sowie zur besseren Luftzufuhr legt Minisforum einen farblich passenden Standfuß mit gummierter Standfläche bei, in den man den AI X1 Pro einfach einsteckt. Dabei hält sie diesen sogar fest genug, um beim Anheben nicht direkt herunterzufallen. Mit Maßen von 195 x 195 x 47,5 mm ist der Mini-PC im Vergleich enorm groß, aber nicht so hoch. Das ist insbesondere dem integrierten Netzteil sowie der Kühllösung mit zwei Lüftern geschuldet. Das Gewicht von 1,5 kg ist ebenfalls gewaltig, aber auf die gleichen Begründungen wie die Ausmaße zurückzuführen.

Die Gehäuseöffnung erfordert etwas Geduld und viel Schrauberei. Zwar kommt man gut an alle Schrauben, aber es sind enorm viele, die es zu lösen gilt. Zudem sind die Schrauben im Unterboden zwar nicht unter den Gummifüßen verborgen, eine einzelne, aber unter einer kleinen Gummiabdeckung, die wir zunächst übersehen haben. Außerdem muss man vor angeklebten Kabeln Acht geben, um nichts abzureißen – von denen es beim AI X1 Pro innen einige gibt. Überdies muss man das Netzteil und dessen Lüfter ausbauen, um endlich an RAM, SSD und WLAN-Karte zu gelangen.

Preis: Was kostet der Minisforum AI X1 Pro?

Der Minisforum AI X1 Pro ist ein absoluter Premium-Mini-PC, was man nicht nur der Ausstattung, sondern auch dem Preis anmerkt. In der Basisausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB SSD schlägt das System bereits mit 1199 Euro beim Hersteller zu Buche. Weitere Konfigurationen gibt es in Form unserer Testausstattung mit 64/1000 GB sowie 96/2000 GB, die jedoch beide ausverkauft sind. Weiterhin ist eine günstigere Barebone-Variante (ohne RAM und SSD) für 769 Euro erhältlich.

Fazit

Der Minisforum AI X1 Pro ist das absolute Flaggschiff im Sortiment des Herstellers, abgesehen von den Modellen mit dedizierter Grafik, die dann aber noch einmal beträchtlich teurer sind. Im Falle des vorliegenden PCs lohnt sich der hohe Preis von knapp 1000 Euro, denn die Ausstattung ist auf absolutem Top-Niveau. Nicht nur bekommt man hier Wi-Fi 7 auf einer AMD-Plattform, sondern auch noch luxuriöse Annehmlichkeiten, wie einen Fingerabdrucksensor, integrierte Lautsprecher und ein internes Netzteil.

Neben der KI-Fähigkeiten dank einer starken NPU bietet das System auch für Gaming – wie von AMD gewohnt – viel Leistung. In Full-HD laufen viele aktuelle Titel mit mittleren bis hohen Einstellungen. Dabei bleibt der Minisforum AI X1 Pro bei moderater Lüfterlautstärke, und die CPU wird kaum wärmer als 70 Grad. Insgesamt ein hervorragendes Gesamtpaket, das hauptsächlich beim Preis nachdenklich macht.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Starker Mini-PC Geekom Mini IT15 im Test: Intel Ultra 9 kann mit AMD mithalten

Der Geekom Mini IT15 ist ein starker Premium-Mini-PC. Neben der Leistung bietet er viele Anschlüsse, darunter USB-C 4.0 mit Eingangsstromversorgung.

VORTEILE
  • gute Performance
  • hochwertige Verarbeitung
  • USB-C-Port mit Eingangsstromversorgung
NACHTEILE
  • teuer
  • zu laut

Der Geekom Mini IT15 ist ein starker Premium-Mini-PC. Neben der Leistung bietet er viele Anschlüsse, darunter USB-C 4.0 mit Eingangsstromversorgung.

Die IT-Serie von Geekom steht seit Jahren für absolute Top-Mini-PCs zur jeweiligen Zeit. Der Mini IT15 ist hier keine Ausnahme und bereits die vierte Iteration, die wir testen. Er wartet mit einem Intel Core Ultra 9 285H auf, bietet 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und wahlweise eine 1 oder 2 TB große SSD. Kostenseitig bewegt sich der PC in jedem Fall auf Premium-Niveau mit 1044 Euro (Code GKXMAS5). Im Test beantworten wir die Fragen, ob er den Preis wert ist, das Konzept weiterhin aufgeht und wie sich der IT15 im Alltag schlägt.

Das Testgerät hat uns Geekom zur Verfügung gestellt.

Update (26. Dezember 2025): Der Geekom Mini IT15 ist derzeit wie viele Mini-PCs von Preiserhöhungen betroffen, die auf die Kostenexplosion bei DDR5-Speicher zurückzuführen ist. Statt zuletzt 979 Euro kostet er daher nun 1044 Euro.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom Mini IT15?

Im recht neuen Geekom Mini IT15 werkelt eine mobile High-End-CPU von Intel, die Anfang des Jahres 2025 vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um den 16-kernigen Intel Core Ultra 9 285H auf Basis der Arrow-Lake-Architektur im 5-nm-Verfahren. Wie von Intel gewohnt kommt wieder ein big.LITTLE-Aufbau zum Tragen: Es gibt sechs schnelle Performance-Kerne (P-Kerne; Lion Cove) mit bis zu 5,4 GHz, acht Effizienz-Kerne (E-Kerne; Lion Cove) mit maximal 4,5 GHz sowie zwei Low-Power-Effizienzkerne (Skymont) mit maximal 2,5 GHz. Je nach anliegender Anwendungslast schalten die Kerne zu oder ab. Hyper-Threading für Thread-Verdopplung gibt es nicht, mit 16 Kernen steht die CPU aber für Multitasking-Aufgaben nicht schlecht da. Die angegebene TDP (thermische Verlustleistung) liegt standardmäßig bei 45 Watt, kann aber auch im Turbo bis zu 115 Watt betragen.

Als integrierte Grafikeinheit kommt eine Intel Arc Graphics 140T zum Einsatz, die acht Xe-Kerne bietet und mit bis zu 2350 MHz taktet. Die NPU (Neural Processing Unit) trägt den Namen AI Boost und stellt 13 TOPS bereit. Wahlweise gibt es anstelle des Intel Core Ultra 9 285H noch eine Variante mit Ultra 5 225H.

An RAM bietet der IT15 in unserer Testausstattung 32 GB, die von Crucial kommen. Dabei handelt es sich um zwei 16 GB große SO-DIMM-Module nach DDR5-Standard mit 5600 MT/s. Als SSD kommt das NVMe-Modell Crucial P3 Plus mit 2 TB zum Einsatz. Diese schreibt ausweislich Crystaldiskmark mit 4743 MB/s und liest mit einer Geschwindigkeit von 5051 MB/s.

Anschlussseitig hat sich im Vergleich zu Vorgängermodellen wie dem Mini IT13 oder IT12 nicht viel getan, denn bis auf die Farbe ist das Gehäuse weitestgehend identisch – aber dazu später mehr. So gibt es vier USB-A-Buchsen (3x USB 3.2 Gen 2, 1x USB 2.0) und zwei USB-C-Ports (2x USB 4.0) wovon einer zudem Eingangsstromversorgung unterstützt. Andernfalls steht zur Stromversorgung ein DC-Rundhohlstecker bereit, an den man das beiliegende, recht kompakte 120-Watt-Netzteil anschließt. Weiterhin gibt es zweimal HDMI 2.0, einen SD-Kartenleser sowie einen LAN-Port.

Drahtlos arbeitet der Mini-PC mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 mit sehr aktuellen Schnittstellen. Als WLAN-Chipsatz verwendet der IT15 einen Intel BE200.

Performance: Wie schnell ist der Geekom Mini IT15?

In unseren klassischen Benchmarktests schneidet der Geekom Mini IT15 erstaunlich gut ab. Erstaunlich deshalb, da Intel-CPUs insbesondere im Mobilbereich nicht gerade für eine gegenüber AMD konkurrenzfähige Performance und Effizienz verfügten – und das meist zu erheblich höheren Preisen. Mit der Ultra-Reihe scheint Intel sich langsam aber sicher zurückzukämpfen.

So erreicht das System im Anwendungsbenchmark PCmark 10 einen durchschnittlichen Score von 8323 Punkten. Das ist absolutes Spitzen-Niveau. Auch die 4212 Punkte in 3Dmark Time Spy sind mehr als sehenswert. Hier schneidet die iGPU mit 3821 Punkten und die CPU mit 10.056 Punkten ab. Damit setzt sich der Intel Ultra 9 285H ab – zumindest in Benchmarks. Nur ein Minisforum AI X1 Pro (Testbericht) mit Ryzen AI 9 HX 370 erreicht annähernd solche Werte.

Bei Cinebench 2024 gibt es für die Leistung im Single-Core-Durchlauf 126 Punkte und 860 Punkte im Multi-Core. Beim Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 fährt der IT15 2016 Punkte (Single-Core) und 15.320 Punkte (Multi-Core) ein. Der OpenCL-Grafiktest endet mit 40.045 Punkten.

Die Benchmark-Performance ist das eine, die tatsächliche Performance, etwa in Spielen, das andere. Während bei vergangenen Spieletests bei Mini-PCs mit Intel Ultra immer Ernüchterung bei uns einkehrte, ist das dieses Mal anders. So erreicht der IT15 in Counter Strike 2 etwa in Full-HD bei niedrigen Einstellungen 111 FPS ohne Framedrops. Damit ist das Spiel sehr gut spielbar. Cities Skylines 2 läuft zwar, wirklich schön ist es bei niedrigen Optionen aber dennoch nicht spielbar. Anno 1800 läuft hingegen auf mittleren Grafikoptionen und FSR (AMD Fidelity FX Super Resolution) auf „Qualität“ mit 29 bis 33 FPS – und ist damit noch recht ordentlich spielbar. Klar kann die Grafik hier durch Treiberupdates immer noch nachlegen, doch so nah war sie schon lange nicht an den Radeon-iGPUs von AMD.

Lüfter: Wie laut ist der Geekom Mini IT15?

Eine geringe Lüfterlautstärke gehört definitiv nicht zu den Stärken des Mini IT15 – und beim Blick auf vorangegangene Geekom-Mini-PC-Tests auch generell nicht unbedingt zu den Stärken des Herstellers. So ist der Lüfter hier auch im Idle durchgehend bei 33 dB(A) am Gehäuse aktiv und springt beim Öffnen von Anwendungen sofort auf über 37 dB(A). Unter Volllast sind es dann knapp 42 dB(A), was entschieden zu laut ist. Dafür klettert die CPU-Temperatur unter Last maximal auf 74 Grad, der Takt pendelt sich bei 1,7 GHz ein mit anfänglichen Spitzen bei 3,7 GHz.

Geekom Mini IT15: Wärmeverteilung am Gehäuse

Bei Volllast durch Stresstest von Aida64 klettert der Stromverbrauch des IT15 auf bis 77 W, pendelt sich aber nach kurzem Anlauf bei 55 W ein. In Spielen beträgt er dann meist 46 bis 55 W, im Alltag mit geöffneten Anwendungen 20 bis 32 W. Im Idle sinkt der Verbrauch auf unter 10 W. Für Intel-Verhältnisse ist das richtig gut.

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Geekom Mini IT15?

Auf dem Geekom Mini IT15 ist Windows 11 Pro vorinstalliert in Version 24H2, das langwierige Funktionsupdate muss man also nicht mehr installieren. Ansonsten kommt das System ohne zusätzliche Bloatware. Unser üblicher vollständiger Virentest mit Windows Defender findet auf dem Rechner keine Probleme. Der Betrieb von Linux ist ebenfalls möglich. Um die Bootreihenfolge im Ami-BIOS zu ändern oder direkt den USB-Stick auszuwählen, kann man die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows abrufen. Wir haben das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS ausprobiert, das ohne Probleme lief. Die Displayauflösung wird richtig erkannt und WLAN, Bluetooth sowie Audio funktionieren auf Anhieb. Auch aus dem Standby lässt sich der Rechner einwandfrei zurückholen.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Geekom Mini IT15?

Geekom Mini IT15 vs. Geekom Mini IT13

Das Gehäuse des Geekom Mini IT15 kennen wir von den Vorgängern, dort aber in blauer Farbe. Hier ist es nun schwarz, besteht wieder weitestgehend aus Aluminium und fühlt sich nach wie vor absolut hochwertig an. An der Zugänglichkeit der Gehäusekomponenten hat Geekom gefeilt, und so müssen nur die vier Bolzenschrauben auf der Unterseite gelöst werden. Diese lassen sich dank der an der Schraube befestigten Gummifüße mit der Hand losdrehen. Danach kann man die Bodenplatte abnehmen und hat direkt Zugang zu RAM und SSD. Der Deckel auf der Oberseite lässt sich ebenfalls durch Aufhebeln abnehmen, darunter befinden sich der Lüfter sowie Kabel der WLAN-Antennen.

Preis: Was kostet der Geekom Mini IT15?

Normalerweise kostet der Geekom Mini IT15 in unserer Testausstattung 1199 Euro. Aktuell bekommt man ihn bei Amazon für 1099 Euro (zuletzt: 999 Euro). Beim Hersteller selbst sind es mit dem Code GKXMAS5 aktuell 1044 Euro (zuletzt: 979 Euro).

Fazit

Der Geekom Mini IT15 ist eine gelungene Neuauflage der IT-Serie des Herstellers. Der Intel Ultra 9 kann hier erstmals mit AMD-Chips mithalten. Das gilt für die beachtlichen Benchmark-Ergebnisse. Tatsächlich kann man aber nun auch unter Intels Federführung auf diesem PC einige Spiele in Full-HD zocken. Auch das Gehäuse und die Reparierbarkeit wissen zu gefallen. Nachteilig ist allerdings die hohe Lautstärke bereits im Idle, die unter Last umso höher wird. Zudem ist der IT15 mit einem Preis von 1044 Euro (Code GKXMAS5) recht teuer. AMD-Systeme mit vergleichbarer Leistung gibt es deutlich günstiger. Im Test gibt es abzüglich der Kritikpunkte vier von fünf Sternen.

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