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Top 10: Die beste Wärmebildkamera für das Handy im Test – Hikmicro, Flir & Co.
Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament im Test – perfekt drucken ab 190 Euro
Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger von Garmin & Nextbase
Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
Testsieger: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut schon ab 200 Euro
Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test
Top 5: Die beste Akku-Kaffeemaschine im Test – mobil Espresso kochen & trinken
Top 5: Der beste Adventskalender 2025 – für Bastler, Schlaumeier, Nerds & Geeks
Top 7: Die beste elektrische Fliegenklatsche im Test – schon ab 4 Euro
Top 5: Der beste DAB+-Adapter fürs Autoradio zum Nachrüsten im Test
Top 7: Die beste thermoelektrische Kühlbox im Test – perfekt für Auto & Urlaub
Top 5: Der beste Insektenstichheiler im Test – Heat It, Beurer, Bite Away & Co.
Top 5: Das beste ferngesteuerte Boot im Test
Top 5: Der beste Alkoholtester im Test – Promille selbst ermitteln
Top 6: Die beste kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
Top 6: Die besten Radar- und Blitzerwarner
Top 7: Der beste Lötkolben mit Stromversorgung per USB – perfekt fürs Hobby
Top 5: Die besten RC-Helikopter bis 100 Euro – Rundflug im Wohnzimmer
Top 5: Die besten 3D-Drucker für Anfänger – einfach & gut drucken ab 269 Euro
Top 5: Die besten smarten elektrischen Zahnbürsten – besser Putzen dank App
Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten
Top 10 SLA-Drucker: Die besten 3D-Drucker für Resin ab 130 Euro im Test
Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS

Top 10: Der beste Offroad-E-Scooter mit Federung – Ninebot vor Joyor und Navee

Joyor S8E

Wer mit dem E-Scooter über Bordstein, Wald und Wiese pflügt, benötigt eine gute Federung und robuste Verarbeitung. Wir zeigen die besten Offroad-E-Scooter.

Elektroroller sind mehr als nur Schönwetter-Gadgets. Mit ordentlicher Federung, stabiler Verarbeitung und starkem Motor eignen sich E‑Scooter auch für unbefestigte Wege. Dabei lohnt es sich beim E-Scooter-Kauf grundsätzlich, auf diese drei Attribute Wert zu legen, erhöhen sie doch den Fahrkomfort auch im urbanen Umfeld. Obwohl er nicht verpflichtend ist, empfehlen wir beim Fahren eines elektrischen Scooters dringend das Tragen eines Helms (Ratgeber).

Für unsere Bestenliste der Offroad-E-Scooter haben wir aus über 80 Einzeltests die besten zehn Elektroroller mit Straßenzulassung herausgesucht, die für unbefestigte Wege geeignet sind.

Noch mehr Informationen und die besten universell einsetzbaren Elektroscooter mit Straßenzulassung zeigen wir in unserer großen Top 10: Der beste E-Scooter im Test. Wer beim Kauf sparen will, dem empfehlen wir unsere Top 10 der günstigsten E-Scooter.

Welcher ist der beste Offroad-E-Scooter?

Am Testsieger Segway Ninebot Max G3 D für 890 Euro führt kein Weg vorbei. Souverän steht er an der Spitze dieser und auch der allgemeinen Bestenliste der E-Scooter.

Vor allem wegen der brachialen Power seiner zwei Motoren steht der iScooter IX7 Pro als Technologiesieger auf Platz 2. Er kostet 810 Euro (Code: Heise50).

Wer sparen will, greift zum Preis-Leistungs-Sieger Joyor Y8-S. Der kräftige Offroad-E-Scooter mit immens großem Akku kostet nur 499 Euro.

KURZÜBERSICHT

Segway Ninebot Max G3 D

Der Segway Ninebot Max G3 D ist der neue König im E-Scooter-Dschungel. Er übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan.

Der Listenpreis beträgt 999 Euro im Segway Shop. Bei einigen Händlern wie Expert ist er bereits ab 949 Euro zu haben. Nicht billig, aber angesichts der Ausstattung ein faires Angebot.

VORTEILE
  • Monster-Motor mit 2000 Watt Spitzenleistung
  • sehr gute Federung
  • viele Software-Features wie Navigation, Boost-Modus, Diebstahlschutz
  • sehr hohe Reichweite und integriertes Ladegerät
  • Verarbeitung auf bestem Niveau
NACHTEILE
  • hohes Gewicht von 24,6 kg
  • teuer
  • Akku fest eingebaut
  • Registrierungszwang

iScooter IX7 Pro

Der iScooter IX7 Pro ist ein legaler Dualmotor-E-Scooter mit ABE. Sein brachialer Antritt auf Schotter und Steigungen sucht seinesgleichen, die einstellbare Federung und 150 kg Zuladung runden das Offroad-Paket ab. Abzüge gibt es für das hohe Gewicht von 30 kg, die unpräzise Gassteuerung und die deutlich zu optimistische Reichweitenangaben. Für 810 Euro beim Hersteller (Code: Heise50) und 850 Euro bei Amazon ein fairer Deal für alle, die es regelmäßig ins Gelände zieht.

VORTEILE
  • Dualmotor mit brachialer Traktion
  • hydraulische Doppelfederung
  • 150 kg maximale Zuladung
  • großer 720-Wh-Akku
  • ABE-Straßenzulassung
NACHTEILE
  • 30 kg Eigengewicht
  • unpräzise Gassteuerung
  • nicht sehr wendig
  • teilweise günstige Bauteile

Joyor Y8-S

Der Joyor Y8-S ist ein echtes Brett. So gibt es wohl kaum einen anderen E-Scooter um die 700 Euro, der mehr bietet und trotzdem eine Straßenzulassung hat.

Der Joyor Y8-S kostet auf Amazon 499 Euro.

VORTEILE
  • extrem großer Akku
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Straßenzulassung, starker Motor, gute Bremsen
  • kompakter Klappmechanismus
NACHTEILE
  • Zeigefingergriff stört beim Bremsen
  • kein Blinker
Ratgeber

Worauf muss ich beim Kauf eines E-Rollers achten?

Eine solide Verarbeitung bieten mittlerweile die meisten elektrischen Scooter jenseits der 500-Euro-Marke. Hier sollte man darauf achten, dass die Lenkstange kaum wackelt und keine Teile leicht abzubrechen drohen. Der Lenker sollte zudem hoch und breit genug sein und das hintere Schutzblech fest sitzen. Die maximale Zuladung sollte zum eigenen Körpergewicht passen. Der Faltmechanismus muss leichtgängig, aber dennoch stabil sein.

Auch der besonders für schwerere Fahrer wichtige starke Motor hält in immer mehr E-Rollern ab der Mittelklasse Einzug. Hier ist es wichtig, nicht nur auf die Leistung des Motors in Watt, sondern besonders auf das Drehmoment in Newton-Meter (Nm) zu achten. Starke Motoren ermöglichen zügige Beschleunigung bis zur Höchstgeschwindigkeit, sichern ausreichende Leistung für Steigungen und gewährleisten zuverlässigen Vortrieb auch auf unebenem Untergrund wie Matsch, Schnee, Wald- oder Wiesenwegen.

Trittbrett Fritz Federung vorn

Was ist der Unterschied zwischen Federung und Dämpfung?

Der Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt, ist die Dämpfung, also wie viele Unebenheiten der Strecke an den elektrischen Scooter und Fahrer weitergegeben werden. Zunächst ist hier die Größe und die Art der Reifen relevant. Große Räder wie das 16 Zoll große Vorderrad schlucken Unebenheiten deutlich besser als 8-Zoll- oder 10-Zoll-Räder. Außerdem sind Luftreifen den Vollgummi- oder Honeycomb-Reifen vorzuziehen. Denn Luftreifen besitzen, je nachdem wie stark sie aufgepumpt sind, eine natürliche Dämpfung und greifen bei Nässe, Schnee und Matsch deutlich besser. Vorteil Vollgummi: Diese Reifenart ist pannensicher.

Wer jedoch abseits der befestigten Straßen und Wege mit seinem E-Roller mit vollem Tempo fahren will, der benötigt eine gute Federung. Diese umfasst im besten Fall nicht nur das Vorderrad, sondern auch das Hinterrad. Beim Vorderrad gibt es zwei verschiedene Ansätze. So nutzt der sehr beliebte und hervorragende Ninebot Segway Max G2D (Testbericht) genauso wie der Joyor Y8-S eine Federung, die an eine Federgabel am Fahrrad erinnert.

Die elektrischen Scooter Trittbrett Fritz und Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra nutzen hingegen eine zweite, hinter dem Vorderrad liegende Achse. Diese Variante hat mehr Hub und eignet sich tendenziell besser für Offroad-Fahrten. Bei der Federung des Hinterrads gibt es weniger eklatante Unterschiede zwischen den E-Scootern. Hier nutzen fast alle eine zweite Achse. Einen Sonderweg geht der Gomate Steap ER1 Evo. Dort erinnert das flexible Trittbrett an ein Skateboard mit seiner natürlichen Federung – es besteht aus geleimten Holzplatten.

Fazit

Wer auch Offroad sicher mit seinem E-Roller unterwegs sein will, sollte neben einer stabilen Verarbeitung und einem starken Motor primär auf eine richtig gute Federung achten.

Wer keinen Wert auf eine Straßenzulassung legt, kann auch zum Kugoo Kirin G3 (Testbericht) greifen. Dieser E-Scooter ist nicht nur günstig und hat eine hervorragende Federung, er fährt auf Wunsch auch lebensgefährliche 65 Kilometer pro Stunde.

Noch mehr Informationen und die besten universell einsetzbaren Elektroscooter aus weit über 80 Einzeltests zeigen wir in unserer großen Top 10 der besten E-Scooter. Wer beim Kauf sparen will, dem empfehlen wir unsere Top 10 der günstigsten E-Scooter.

BESTENLISTE

Der Segway Ninebot Max G3 D ist ein würdiger Nachfolger des G2 D und setzt im Test neue Maßstäbe mit starkem Motor, toller Federung und smarten Funktionen.

VORTEILE
  • Monster-Motor mit 2000 Watt Spitzenleistung
  • sehr gute Federung
  • viele Software-Features wie Navigation, Boost-Modus, Diebstahlschutz
  • sehr hohe Reichweite und integriertes Ladegerät
  • Verarbeitung auf bestem Niveau
NACHTEILE
  • hohes Gewicht von 24,6 kg
  • teuer
  • Akku fest eingebaut
  • Registrierungszwang

Der Segway Ninebot Max G3 D ist ein würdiger Nachfolger des G2 D und setzt im Test neue Maßstäbe mit starkem Motor, toller Federung und smarten Funktionen.

Segway dominiert den E-Scooter-Markt seit Jahren mit hochwertigen Modellen. Der Ninebot Max G2 D führte lange unsere Bestenliste an und überzeugte mit seiner Reichweite, dem integrierten Ladegerät und dem ausgezeichneten Fahrverhalten. Mit dem neuen G3 D legt Segway die Messlatte noch höher.

Im Vergleich zum Vorgänger G2 D bietet der G3 D zahlreiche Verbesserungen: Statt einer einfachen Federung kommt nun eine vollständige hydraulische Federung zum Einsatz. Der Motor wurde von 900 Watt Spitzenleistung auf beeindruckende 2000 Watt aufgerüstet. Neu ist auch das integrierte Navigationssystem, das den Fahrer sicher ans Ziel führt. Zudem wurde die Akkulaufzeit optimiert.

Gegenüber dem ZT3 Pro (Testbericht), der mit seiner hochwertigen Verarbeitung, dem 1600-Watt-Motor und der Vollfederung punktet, kann der G3 D in fast allen Bereichen mithalten oder ihn sogar übertreffen. Der G3 D bietet einen noch stärkeren 2000-Watt-Motor und ist mit 24,6 kg etwas leichter als der fast 30 kg schwere ZT3 Pro. Beide E-Scooter verfügen über große Reifen (11 Zoll), umfangreiche App-Funktionen und Apple-Find-My-Integration.

Der Registrierungszwang für die App bleibt bei Segway bestehen – ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten hervorragenden Gesamtpaket. Für 949 Euro (Expert) bekommt man ein Kraftpaket, das kaum Wünsche offenlässt.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Segway Ninebot Max G3 D gestaltet sich erfreulich einfach: Vier Schrauben fixieren den Lenker, zwei weitere das Nummernschild – fertig! Danach empfiehlt es sich, alle Schrauben und den Luftdruck zu prüfen. Wir raten außerdem dringend zum Helmtragen beim Fahren. Im Standardlieferumfang enthalten sind der E-Scooter selbst und ein Kabel für das integrierte Schnellladegerät. Wer auf zusätzliches Zubehör wie den optionalen 460-Wh-Akku oder das DC-Ladegerät hofft, muss sich bis Q3 2025 gedulden.

Optisch zeigt sich der G3 D in einem professionellen, funktionalen Design mit klaren Linien und mattschwarzer Oberfläche. Der E-Scooter wirkt massiv und haltbar, wenig filigran, aber dafür umso solider. Das silberne Segway-Logo auf der Lenkstange setzt einen dezenten Kontrast zur dunklen Grundfarbe. Rote Akzente wie das Bremskabel, die roten Bremsen und dezente rote Striche auf dem Trittbrett lockern das ansonsten schlichte Design etwas auf. Der Look ist professionell und wenig verspielt – eben ein E-Scooter für Erwachsene, nicht für Kinder.

Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig und übertrifft sogar den bereits gut verarbeiteten G2 D. Hier wackelt nichts, knarzt nichts – alles wirkt wie aus einem Guss. Die Materialqualität ist durchweg hoch, jedes Detail sorgfältig ausgeführt. Mit einer Wasserbeständigkeit von IPX6 für das Gehäuse und IPX7 für den Akku ist der E-Scooter gut gegen Spritzwasser und kurzes Eintauchen geschützt – perfekt für Fahrten bei leichtem Regen. Die maximale Tragfähigkeit beträgt beeindruckende 130 kg, was den E-Scooter auch für schwerere Fahrer attraktiv macht.

Besonders praktisch im Alltag: An der Lenkstange befindet sich ein Haken für Beutel oder Tüten – ideal für den schnellen Einkauf auf dem Heimweg. Die 11-Zoll großen, schlauchlosen Luftreifen kommen mit einer selbstabdichtenden Gelschicht, die Löcher bis zu 4 mm eigenständig repariert. Diese Technologie reduziert das Risiko von Reifenpannen erheblich.

Mit knapp 25 kg ist der G3 D allerdings kein Leichtgewicht. Wer den E-Scooter regelmäßig in den Kofferraum heben, Treppen hinauftragen oder zum Laden in die Wohnung bringen muss, sollte diesen Punkt bedenken. Zum Vergleich: Der ZT3 Pro wiegt mit fast 30 kg noch mehr, was den G3 D im direkten Vergleich fast schon schlank erscheinen lässt – alles eine Frage der Perspektive.

Lenker & Display

Der Lenker des Segway Ninebot Max G3 D ist ergonomisch geformt und bietet eine angenehme Griffposition. Obwohl er nicht in der Höhe verstellbar ist, passt er gut für mittlere bis große Personen. Die Bedienelemente sind durchdacht platziert und auch blind erreichbar – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, der es ermöglicht, den Blick stets auf die Straße gerichtet zu halten. Clever: Eine der Tasten kann frei belegt werden, was eine individuelle Anpassung an die eigenen Bedürfnisse erlaubt. So kann man etwa den Boost-Modus, die Lichtsteuerung oder andere häufig genutzte Funktionen auf Knopfdruck aktivieren.

Das 2,4-Zoll-Smart-TFT-Farbdisplay ist ein echtes Highlight und gehört zu den schönsten Displays, die wir je an einem E-Scooter gesehen haben. Es ist elegant in den Lenker integriert und zeigt alle wichtigen Informationen auf einen Blick: aktuelle Geschwindigkeit, Akkustand in Prozent (nicht nur als Balkenanzeige), gewählter Fahrmodus und zurückgelegte Strecke. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es zwar nicht perfekt ablesbar, aber immer noch ausreichend gut zu erkennen. Die Darstellung ist klar strukturiert und auch während der Fahrt gut zu erfassen.

Segway Ninebot Max G3 D

Der absolute Clou des Displays ist die integrierte Navigation mit dem Kartendienst Here. Im Test funktionierte diese Funktion tadellos und zeigte zuverlässig Richtungspfeile, Entfernungsanzeigen und sogar Straßennamen an. Dies ist ein echter Mehrwert gegenüber vielen Konkurrenzmodellen, bei denen man für die Navigation zusätzlich ein Smartphone benötigt. Schade ist allerdings, dass kein USB-A- oder USB-C-Port zum Laden von Endgeräten vorhanden ist – das wäre die perfekte Ergänzung zum Navigationssystem gewesen.

Die Beleuchtung des G3 D wirkt durchdacht. Das 6-Watt-LED-Frontlicht ist beeindruckend hell und bietet auch bei Dunkelheit eine gute Sicht. Es kann in der Höhe variiert werden, um den Abstrahlwinkel optimal einzustellen, und schaltet sich bei Dunkelheit automatisch ein. Das rote Rücklicht dient gleichzeitig als Bremslicht.

Die integrierten Blinker an den Enden des Lenkers erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Ein akustisches Signal beim Blinken erinnert daran, den Blinker nach dem Abbiegen wieder auszuschalten – diese Funktion lässt sich bei Bedarf über die App deaktivieren. Schade ist allerdings, dass keine zusätzlichen Blinker am Heck verbaut wurden, was die Sichtbarkeit für nachfolgende Verkehrsteilnehmer noch weiter verbessert hätte.

App

Die Segway Mobility App ist richtig gut, allerdings ist ihre Installation, wie bei anderen Segway-E-Scootern auch, Pflicht. Verfügbar für iOS und Android bietet sie ein übersichtliches Interface mit logisch strukturierten Menüs. Die Ersteinrichtung erfolgt schnell – alle Funktionen sind sinnvoll angeordnet und leicht zu finden. Im Gegensatz zu vielen anderen Hersteller-Apps, die oft unausgereift oder überladen wirken, hat Segway hier eine Lösung geschaffen, die das Nutzererlebnis tatsächlich verbessert und nicht verkompliziert.

Die Kernfunktionen der App umfassen die umfassende Überwachung des Fahrstatus. Neben Geschwindigkeit, Akkustand und zurückgelegter Strecke werden auch detaillierte Statistiken zu Fahrten angezeigt. Die App erlaubt die Anpassung der Fahrmodi an persönliche Vorlieben. Das Ladelimit kann eingestellt werden, um die Akkulebensdauer zu verlängern. Auch die Stärke der Energierückgewinnung beim Bremsen lässt sich individuell anpassen.

Das Sicherheitspaket der App ist beeindruckend umfangreich. Die Bluetooth-basierte Sperrtechnologie erkennt, wenn sich der Besitzer nähert, und entsperrt den Scooter automatisch – eine Art „Keyless Go“ für den E-Scooter. Alternativ funktioniert auch ein Code direkt am E-Scooter zur Entsperrung. Bei unerlaubter Bewegung kann die App einen Alarm auslösen und den Fahrer benachrichtigen. Apple-Nutzer profitieren zudem von der Integration mit „Find My“ – so lässt sich der Scooter bei Verlust oder Diebstahl orten. Die Toneffekte des E-Scooters, wie das akustische Signal beim Blinken, können über die App ein- oder ausgeschaltet werden.

Ein herausragendes Feature ist die integrierte Navigation mit dem Kartendienst Here. Nach Eingabe des Ziels werden die Anweisungen direkt auf dem Display des E-Scooters angezeigt – mit Pfeilen, Entfernungsanzeigen und Straßennamen. Im Test funktionierte diese Funktion tadellos und führte zuverlässig ans Ziel.

Einziger Wermutstropfen bleibt der Registrierungszwang bei der ersten Nutzung – ein kleines Ärgernis in einer ansonsten hervorragenden App, die in puncto Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit neue Maßstäbe setzt.

Fahren

Der Fahrspaß mit dem Segway Ninebot Max G3 D beginnt bereits beim ersten Tritt auf das großzügig dimensionierte Trittbrett. Es bietet ausreichend Platz für verschiedene Standpositionen und vermittelt sofort ein sicheres Gefühl. Das hintere Schutzblech macht einen robusten Eindruck und hält auch versehentlichen Tritten stand. Mit einer maximalen Zuladung von 130 kg ist der E-Scooter für ein breites Spektrum an Fahrern geeignet.

Ein Highlight ist die doppelte hydraulische Federung an Vorder- und Hinterrad. Sie nimmt holprigen Pflastersteinen den Schrecken und macht Fahrten auf unebenem Terrain zum Kinderspiel. Die Federung kann an das Fahrergewicht angepasst werden.

Segway Ninebot Max G3 D

Die 11-Zoll-Luftreifen tragen zusätzlich zum Fahrkomfort bei. Das Reifenprofil ist für Straßenfahrten optimiert, bietet aber auch auf leichteren Offroad-Strecken ausreichend Grip. Die Reifen rollen ruhig und schlucken viele Unebenheiten weg, was besonders bei längeren Fahrten den Komfort deutlich erhöht.

Trotz des stattlichen Eigengewichts zeigt sich der G3 D erstaunlich wendig und agil. Kurven lassen sich präzise nehmen, und auch bei engen Wendemanövern behält man stets die volle Kontrolle. Das Trittbrett sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt, was die Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten verbessert. Gleichzeitig bietet der E-Scooter genug Bodenfreiheit, um problemlos über kleinere Hindernisse wie abgesenkte Bordsteinkanten zu rollen.

Motor & Bremsen

Der Motor ist ein echtes Biest! 500 Watt Nennleistung (Deutschland-konform) und 2000 Watt Spitzenleistung katapultieren jeden Fahrer in kürzerester Zeit auf 20 km/h. Steigungen meistert er ohne zu schnaufen. Der Heckantrieb läuft angenehm ruhig.

Der Boost-Modus ist brutal: Per App freischaltbar und auf die programmierbare Taste legbar, liefert er volle Power auf Knopfdruck. Achtung: Nach vorne lehnen und festhalten, sonst droht ein unfreiwilliger Wheelie-Stunt! Im Test erweist sich dieser Motor als der stärkste, den wir bisher getestet haben.

Das Bremssystem mit doppelten Scheibenbremsen vorne und hinten plus elektronischer Hinterradbremse verzögert zuverlässig. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten steht man schnell und sicher.

Akku

Mit 597 Wh Kapazität verspricht der Akku laut Hersteller bis zu 80 km Reichweite (bei 75 kg, 15 km/h, 25 °C) oder 75 km bei Vollgas. Im echten Leben mit mehr Gewicht, kälterem Wetter, Hügeln und häufigem Stop-&-Go rechnet man besser konservativer.

Ab Q3 2025 soll ein zusätzlicher 460-Wh-Akku die Reichweite auf bis zu 135 km steigern. Das integrierte Netzteil braucht nur ein Kabel – ideal für Reisen und ein Feature, das wir schon beim Vorgänger liebten. Ladezeit: 3,5 Stunden, mit optionalem DC-Ladegerät nur 2,5 Stunden. Das intelligente Batteriemanagement schützt vor Überladung und Tiefentladung.

Preis

Der Listenpreis beträgt 999 Euro im Segway Shop. Bei einigen Händlern wie Expert ist er bereits ab 949 Euro zu haben. Nicht billig, aber angesichts der Ausstattung ein faires Angebot.

Fazit

Der Segway Ninebot Max G3 D ist der neue König im E-Scooter-Dschungel. Er übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Belangen. Die hydraulische Federung macht selbst Waldwege befahrbar, der Motor hat Power satt, und smarte Features wie Navigation erfreuen den Technik-Fan.

Das hohe Gewicht von 24,6 kg ist ein nennenswerter Kritikpunkt. Dass der Blinker nicht auch am Heck sitzt, der Zusatzakku erst ab Q3 2025 erhältlich ist und es keinen USB-Anschluss zum Laden von Endgeräten gibt, lässt sich leicht verschmerzen. Der Preis von 949 Euro erscheint angesichts des Gebotenen mehr als fair.

Wer einen hochwertigen, leistungsstarken E-Scooter für den täglichen Gebrauch sucht, kann die Suche beenden. Der G3 D ist die eierlegende Wollmilchsau unter den E-Scootern – nur ohne Eier und Milch, dafür mit jeder Menge Fahrspaß!

Der E-Scooter iScooter IX7 Pro mit zwei Motoren mit 1600 Watt Spitzenleistung glänzt mit brachialer Kraft und guter Federung – zeigt aber auch klare Schwächen.

VORTEILE
  • Dualmotor mit brachialer Traktion
  • hydraulische Doppelfederung
  • 150 kg maximale Zuladung
  • großer 720-Wh-Akku
  • ABE-Straßenzulassung
NACHTEILE
  • 30 kg Eigengewicht
  • unpräzise Gassteuerung
  • nicht sehr wendig
  • teilweise günstige Bauteile

Der E-Scooter iScooter IX7 Pro mit zwei Motoren mit 1600 Watt Spitzenleistung glänzt mit brachialer Kraft und guter Federung – zeigt aber auch klare Schwächen.

Zwei Motoren in einem E-Scooter mit deutscher Straßenzulassung – das ist auf dem hiesigen Markt eine echte Rarität. Der iScooter IX7 Pro bietet genau das: einen umschaltbaren Doppelantrieb, der wahlweise nur das Hinterrad oder beide Räder gleichzeitig antreibt. Das Ergebnis ist spürbar mehr Anfahrkraft und Steigfähigkeit als bei klassischen Einmotor-Modellen, besonders auf Schotter, Gras und losem Untergrund.

Legal bleibt der Spaß trotzdem. Die Software begrenzt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit fest auf 20 km/h, die Gesamt-Nennleistung liegt bei 500 Watt und die Ausstattung ist StVZO-konform. Die fast baugleiche internationale Version erreicht dagegen 60 km/h bei 2 × 1000 Watt Peak – hat aber keine ABE und ist in Deutschland im öffentlichen Verkehr nicht erlaubt.

Ob der Dualmotor-Offroad-E-Scooter für 810 Euro beim Hersteller (Code: Heise50) und 850 Euro bei Amazon auch im Alltag überzeugt, zeigt dieser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des iScooter IX7 Pro dauert rund zehn Minuten und gelingt ohne Vorkenntnisse. Lenkstange ausklappen, Lenker mit vier Schrauben fixieren, die Halterung für das Versicherungskennzeichen mit sechs Schrauben befestigen, Reifen aufpumpen – fertig. Die Bremsen waren bei unserem Testgerät ab Werk korrekt justiert. Im Lieferumfang stecken neben dem E-Scooter eine wasserdichte Transporttasche, ein 54,6-V/2-A-Ladegerät und eine deutschsprachige Bedienungsanleitung. Wir empfehlen dringend das Tragen eines Helms.

Optisch gibt sich der IX7 Pro als das, was er ist: ein Offroader ohne Schnörkel. Die breiten 10-Zoll-Tubeless-Offroad-Reifen, das großzügige Trittbrett mit 19 × 55 cm und leicht erhöhter Fußablage hinten sowie die fast 20 cm Bodenfreiheit lassen keinen Zweifel an seiner Bestimmung. Der robuste Rahmen aus Aluminiumlegierung mit Magnesium-Elementen trägt bis zu 150 kg Zuladung – ein Spitzenwert, den selbst der Isinwheel T4 (Testbericht) nur erreicht, aber nicht übertrifft. Farbelemente wie die rote Federung hinten sind selten, es dominieren Grau- und Schwarztöne.

Die Schweißnähte sind sauber und gleichmäßig ausgeführt, die Dichtungen nach IP54 schützen vernünftig gegen Spritzwasser. Allerdings wirken einige Kunststoffteile wie die Schutzbleche etwas wackelig, und die Steuereinheit am Lenker macht keinen besonders hochwertigen Eindruck. Wer das makellose Finish eines Segway oder die edle Optik des Navee ST3 Pro (Testbericht) mit seinen matt-goldenen Akzenten erwartet, wird hier nicht fündig. Massiv – ja. Premium-Feeling – nein.

Der Klappmechanismus funktioniert gewohnt unkompliziert: Hebel lösen, Lenker einklappen, Haken am Trittbrett fixieren. In wenigen Sekunden ist der E-Scooter gefaltet und misst dann etwa 117 × 65 × 55 cm, tragen lässt er sich an der Lenkstange. Das klingt praktischer, als es sich anfühlt: Mit 30 kg Eigengewicht wird jede Treppe zum Workout. Zum Vergleich – der Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) wiegt 24,6 kg und fühlt sich beim Tragen schon schwer an. Für Pendler mit Aufzug ist der IX7 Pro machbar, für Treppenhaus-Bewohner eher ein Grund zum Umziehen.

Lenker & Display

Der Lenker des iScooter IX7 Pro ist funktional gestaltet, auch wenn er optisch nicht mit den aufgeräumten Lösungen von Segway oder Navee mithalten kann. Rechts sitzt der Daumengriff für die Beschleunigung, links befinden sich Kippschalter für die integrierten Blinker an beiden Lenkerenden. Die Blinker schalten sich nicht automatisch ab – hier muss der Fahrer selbst daran denken, was im Eifer des Abbiegens schon mal vergessen werden kann.

Iscooter IX7 Pro

Das LED-Display hingegen gehört zu den Stärken des IX7 Pro. Es zeigt Geschwindigkeit in km/h, Akkustand in Balken, den aktiven Fahrmodus, die Trip-Distanz sowie den aktuellen Antriebsmodus (1-WD oder 2-WD) und Blinkersymbole übersichtlich an. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt es problemlos ablesbar.

Die Bedienung erfolgt über eine zentrale M-Taste, die zwischen den vier Geschwindigkeitsstufen (Gehmodus bei 6 km/h, dann 10, 15 und 20 km/h) umschaltet. Zwei kurze Drücke auf dieselbe Taste aktivieren den Dualmotor-Modus – simpel und auch während der Fahrt schnell erreichbar, ohne den Blick lange vom Weg zu nehmen.

Iscooter IX7 Pro

Beim Licht gibt sich der IX7 Pro pragmatisch. Der Front-LED-Scheinwerfer reicht für Radwege und den Alltag aus, ist aber weder besonders hell noch im Abstrahlwinkel verstellbar. Das rote Rücklicht leuchtet dauerhaft, funktioniert jedoch nicht als Bremslicht. Einen Dämmerungssensor hat der E-Scooter nicht.

Einen USB-Anschluss zum Laden mobiler Endgeräte gibt es ebenfalls nicht, während der Vmax VX2 Hub (Testbericht) mit seinem USB-C-Port zeigt, wie praktisch das im Alltag sein kann.

App

Die iScooter-App für iOS und Android verbindet sich per Bluetooth mit dem E-Scooter und bietet solide Grundfunktionen. Der Roller lässt sich per Passwort sperren und entsperren, die Beleuchtung steuern und der Fahrmodus wechseln. Die App zeigt den exakten Akkustand in Prozent und Spannung an – deutlich präziser als die Balkenanzeige auf dem Display. Dazu kommen Routen-Tracking, Fahrstatistiken und die Möglichkeit, Firmware-Updates einzuspielen.

Im Vergleich zur Segway Mobility App mit Navigation, Apple-Find-My-Integration und programmierbaren Tasten wirkt der Funktionsumfang überschaubar. Dafür gibt es beim IX7 Pro keine Registrierungspflicht vor der ersten Fahrt – ein willkommener Unterschied zu Segway und Navee, die ihre Nutzer zur Anmeldung zwingen, bevor der E-Scooter überhaupt einen Meter rollt.

Motor & Leistung

Wer zum ersten Mal auf dem iScooter IX7 Pro steht, merkt sofort den Unterschied zu herkömmlichen E-Scootern. Die Standposition ist deutlich erhöht, die fast 20 cm Bodenfreiheit und das breite Trittbrett vermitteln ein Gefühl wie auf einem kleinen Geländefahrzeug. Die aufrechte Haltung ist für längere Touren von ein bis zwei Stunden komfortabel, und dank der 150 kg Zuladung finden hier auch kräftigere Fahrer einen sicheren Stand. Allerdings ist der iScooter IX7 Pro nicht sehr wendig. Das liegt am hohen Eigengewicht und daran, dass der Lenker nicht sehr weit einschlägt.

Die beiden Motoren sind das Herzstück des IX7 Pro und sein klares Alleinstellungsmerkmal. Im Einzelmodus treibt nur das Hinterrad an – das reicht für ebene Strecken und den normalen Stadtverkehr vollkommen aus. Per doppeltem Druck auf die M-Taste schaltet man in den Dualmodus, und dann wird es ernst: Beide Motoren mit zusammen 1600 Watt Spitzenleistung greifen gleichzeitig zu, die Beschleunigung von 0 auf 20 km/h ist schlicht brachial.

Iscooter IX7 Pro

Dabei gilt eine eiserne Regel: Beim Beschleunigen im Dualmodus unbedingt das Gewicht nach vorne verlagern! Die Power ist so heftig, dass das Vorderrad gerne durchdreht. In Kurven sollte man keinesfalls Gas geben, vor allem nicht bei Nässe oder Schotter – sonst wird aus der kontrollierten Fahrt schnell eine unkontrollierte Rutschpartie. Wer das beherzigt, erlebt einen Antritt, der in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht. Steigungen von 25 bis 35 Prozent meistert der IX7 Pro im Dualmodus ohne Ruckeln, was Einmotor-Modelle wie der Joyor Y8-S (Testbericht) in dieser Souveränität nicht schaffen.

Ein spürbarer Schwachpunkt ist der Daumengriff: Er erlaubt im Grunde nur geringe Beschleunigung oder Vollgas, eine feinfühlige Dosierung dazwischen fehlt. Die brachiale Power ist dadurch schwer zu bändigen, besonders für Anfänger. Hier hätte iScooter deutlich mehr Wert auf gute Elektronik legen sollen – der Segway Ninebot Max G3 D zeigt mit seinem nahezu perfekten Gasgriff, wie präzise Beschleunigungskontrolle funktionieren kann.

Federung

Die hydraulische Doppelfederung an Vorder- und Hinterrad mit einstellbarer Dämpfung gehört zu den Stärken des IX7 Pro. Auf Schotter und unebenem Asphalt schluckt sie Schläge zuverlässig weg. Feldwege, Bordsteine und Kopfsteinpflaster verlieren ihren Schrecken. Im Zusammenspiel mit den grobstolligen 10-Zoll-Offroad-Reifen ergibt sich ein Fahrwerk, das für unebenes Terrain gemacht ist.

Iscooter IX7 Pro

Für leichte Fahrer unter 70 kg ist die Federung ab Werk allerdings zu hart eingestellt – hier lohnt sich das Anpassen der Dämpfung über die vorhandenen Einstellmöglichkeiten. Schwere Fahrer um 80 bis 100 kg profitieren dagegen von der strafferen Abstimmung, die ein Durchschlagen bei gröberen Hindernissen verhindert. Im Vergleich zur butterweichen Federung des Navee ST3 Pro fühlt sich der IX7 Pro deutlich straffer an. Für reinen Stadtbetrieb wäre das zu hart, für echtes Offroad-Fahren passt die Abstimmung.

Bremsen & Reifen

Die mechanischen Doppelscheibenbremsen mit 140-mm-Rotoren an Vorder- und Hinterrad überzeugen. Sie greifen direkt und kräftig, erlauben aber auch ein kontrolliertes, dosiertes Abbremsen. Bei Vollbremsungen steht der 30 kg schwere E-Scooter schnell und sicher – ein wichtiger Punkt bei der brachialen Beschleunigung, die der Dualmotor entfesselt.

Die 10-Zoll-Tubeless-Offroad-Reifen bieten guten Grip auf nahezu jedem Untergrund. Ihr grobes Profil beißt sich in Schotter, Gras und losen Boden, auf Asphalt rollen sie etwas lauter als Straßenreifen. Bei Nässe in der Stadt sollte man dennoch vorsichtig fahren – die Reifen sind klar für Gelände optimiert, nicht für regennasse Radwege.

Akku

Der fest integrierte Lithium-Ionen-Akku liefert 48 V bei 15 Ah und damit 720 Wh Kapazität. Das ist ein ordentlicher Wert, der den des Navee ST3 Pro (596,7 Wh) und den des Segway Ninebot Max G3 D (597 Wh) übertrifft.

Iscooter IX7 Pro

iScooter gibt eine Reichweite von 70 bis 80 km an – eine Angabe, die man getrost als Marketing-Optimismus verbuchen kann. Im Praxistest mit einem 80 kg schweren Fahrer, einem Mix aus Asphalt und Schotter bei 15 bis 20 km/h im Dualmodus kommen wir auf 35 bis 50 km. Bei Temperaturen unter 10 °C oder starken Steigungen sinkt die Reichweite weiter auf 25 bis 35 km. Wer ausschließlich im Einzelmodus auf ebener Strecke fährt, kommt entsprechend weiter.

Die Ladezeit beträgt 6 bis 7 Stunden mit dem mitgelieferten 54,6-V/2-A-Ladegerät. Das ist kein Schnellladen, aber deutlich erträglicher als die Marathonladezeit des Navee ST3 Pro mit seinen 10 Stunden. Ein Wechselakku ist nicht vorgesehen – der Akku bleibt fest im Rahmen.

Preis

Der iScooter IX7 Pro kostet aktuell 810 Euro beim Hersteller (Code: Heise50) und 850 Euro bei Amazon. Im Lieferumfang ist eine Lenkertasche enthalten.

Fazit

Der iScooter IX7 Pro ist ein Spezialist mit klarem Profil. Sein Doppelantrieb liefert auf Feldwegen, Schotter und Steigungen eine Traktion, die kein Einmotor-E-Scooter in dieser Preisklasse bieten kann. Die einstellbare hydraulische Federung, die beeindruckende Zuladung von 150 kg und die grobstolligen 10-Zoll-Offroad-Reifen machen ihn zum echten Geländegänger – und das mit legaler Straßenzulassung.

Die Schwächen liegen im Detail: Der Daumengriff erlaubt kaum feinfühlige Dosierung der brachialen Motorleistung, einige Kunststoffteile wirken billig, das Rücklicht hat keine Bremslichtfunktion und 30 kg Eigengewicht machen jeden Transport zur sportlichen Herausforderung. Die Reichweitenangaben des Herstellers ist zu optimistisch – ein Klassiker in dieser Branche.

Wer regelmäßig abseits asphaltierter Wege unterwegs ist und einen robusten Offroad-E-Scooter mit ABE sucht, findet im IX7 Pro für 810 Euro beim Hersteller (Code: Heise50) einen starken Begleiter. Für reine Stadtfahrer gibt es komfortablere und leichtere Alternativen. Der Dualmotor ist sein Alleinstellungsmerkmal – und auf dem Feldweg ein echtes Erlebnis.

Der Joyor Y8-S hat einen massiv großen Akku, dicke Reifen mit Vollfederung, viel Power und eine Straßenzulassung. Dabei kostet er vergleichsweise wenig. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE
  • extrem großer Akku
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Straßenzulassung, starker Motor, gute Bremsen
  • kompakter Klappmechanismus
NACHTEILE
  • Zeigefingergriff stört beim Bremsen
  • kein Blinker

Der Joyor Y8-S hat einen massiv großen Akku, dicke Reifen mit Vollfederung, viel Power und eine Straßenzulassung. Dabei kostet er vergleichsweise wenig. Wir haben ihn getestet.

Der Joyor Y8-S ist ein E-Scooter fürs Grobe. Seine dicken 10-Zoll-Reifen sollen ihn zusammen mit der Federung an Vorder- und Hinterrad für die Offroad-Nutzung qualifizieren. Dabei erinnert er uns bezüglich seiner Optik und der Ausstattung an den Eleglide D1 (Testbericht) – bietet jedoch im Gegensatz zu diesem eine Straßenzulassung.

Wer den ultimativen Offroad-E-Scooter zum Einstiegspreis sucht, sollte sich den Eleglide D1 Master (Testbericht) anschauen. Er hat gleich zwei Motoren, eine tolle Federung und einen sehr großen Akku. Allerdings fehlt ihm die Straßenzulassung. Ebenfalls gut, aber ohne ABE-Zulassung, ist der verboten schnelle Kugoo Kirin G3 (Testbericht). Dass es auch mit Straßenzulassung über Stock und Stein gehen kann, zeigt der Premium-E-Scooter IO Hawk Legend (Testbericht).

Spannend ist am Joyor Y8-S vor allem sein Preis. So kostet er trotz Mammut-Akku, guter Federung und starkem Motor auf Amazon 499 Euro.

Optik & Verarbeitung

Der Joyor Y8-S kommt quasi komplett vormontiert in einem Karton zum Käufer. Einzig das Display mit Zeigefingergriff will über zwei Schrauben am Lenker montiert werden. Der Lenker ist in seiner Höhe variabel. So eignet sich der Joyor Y8-S auch für größere Fahrer – die maximale Zuladung beträgt 120 Kilogramm. Nachteil der Höhenverstellbarkeit: Die Kabel führen erst recht weit unten in die Lenkstange, was etwas unaufgeräumt wirkt. Das Trittbrett des E-Scooters ist nicht sehr lang, dafür aber ausgesprochen breit. Das hintere Schutzblech besteht aus einem Kunststoff und wirkt, als könne es bei einem beherzten Tritt kaputt gehen.

Joyor Y8-S

Rein optisch macht der Joyor Y8-S einiges her. Das liegt vor allem an den breiten Reifen, der deutlich sichtbaren Federung und der robusten Bauweise. Farbelemente sucht man am Offroad-E-Scooter vergeblich – hier herrschen Grau- und Schwarztöne vor.

Klappt man den etwa 26 Kilogramm schweren E-Scooter zusammen, reduzieren sich seine Maße von 120 × 57 × 119 Zentimeter auf 1150 × 21 × 38 Zentimeter. Das ist ausgesprochen kompakt. Der Joyor Y8-S erreicht das unter anderem dadurch, dass sich die Lenkstange einfahren und die Griffe am Lenker umklappen lassen. So passt der E-Scooter auch in kleine Kofferräume oder unter den Sitz der S-Bahn.

Lenker

Die Haltegriffe sind ergonomisch geformt und entsprechend bequem. Auf der linken Seite sitzt neben dem Bremsgriff für die hintere mechanische Scheibenbremse zusätzlich eine schick integrierte Klingel und ein Taster zum Steuern des Lichts. Das Frontlicht ist hell, sitzt aber nur etwa 30 Zentimeter über dem Boden. Das beeinträchtigt die Sichtbarkeit negativ. Das Rücklicht hängt ebenfalls am Stromkreislauf und befindet sich direkt oberhalb des Versicherungskennzeichens. Es leuchtet beim Bremsen nicht zusätzlich auf.

Auf der linken Seite des Lenkers sitzt neben der Bremse das Display mit Zeigefingergriff für das Ansteuern des Motors. Auch wenn sich bei E-Scootern eher der klassische Daumengriff durchsetzt, hat ein Zeigefingergriff Vorteile. So ermüden die Finger bei längeren Fahrten weniger schnell. Beim Joyor Y8-S zeigt sich jedoch ein Problem. So ist es nur mit etwas Übung möglich, erst Gas zu geben und dann mit der gleichen Hand den Bremsgriff zu betätigen.

Joyor Y8-S

Das runde und farbige OLED-Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Es zeigt unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe, die Restkapazität des Akkus in fünf Balken und wahlweise die Trip-Kilometer, die Gesamtkilometer oder die gefahrene Zeit an. Eine App unterstützt der elektrische Tretroller nicht. Auch einen Blinker suchen wir vergeblich. Diese sind jedoch für wenige Euro nachrüstbar. Mehr dazu in unserem Ratgeber Zubehör & Tuning für E-Scooter: Blinker, smarte Schlösser, GPS-Tracker & Co.

Fahren

Der Joyor Y8-S kommt mit je einer mechanischen Scheibenbremse an Vorder- und Hinterrad. Beim Bremsen schaltet sich stets die Motorbremse hinzu. Das kann nerven, erschwert es doch ein sanftes Abbremsen. Das Lösen einer Steckverbindung unterbricht das automatische Zuschalten der Motorbremse. Wir empfehlen jedoch, dies nicht zu tun.

Im Bremstest schneidet der E-Scooter gut ab. Mit etwas Fingerspitzengefühl kommen wir flott zum Stehen. Allerdings sind die Bremsen nicht unbedingt für Anfänger geeignet. So kann es bei einer Vollbremsung passieren, dass das Vorderrad blockiert und wegrutscht. Das kann zu schweren Stürzen führen. Wir empfehlen dringend das Tragen eines Helms. Mehr dazu in unserer Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.

Joyor Y8-S

Der 500-Watt-Motor des Joyor Y8-S sitzt im Hinterrad und ist stark. Er schafft es mühelos, uns unsere Testhügel hinaufzuschieben. Allerdings fällt auf, dass er ein paar Meter benötigt, bevor er seine volle Power entfaltet.

Die Fahrt selbst gestaltet sich dank der guten Federung angenehm. Die Federung am Vorderrad hat einen großen Hub und ist gedämpft. Auch die Doppelzylinderfederung am Hinterrad gefällt uns. Im Zusammenspiel mit den dicken Offroad-Reifen auf dem 10-Zoll-Rädern ist es mit dem Joyor Y8-S kein Problem, über eine Wiese, einen Feldweg oder Trails zu heizen. Bordsteine stellen weder hinauf noch hinab ein Problem dar. Doch auch wenn die Federung gut ist, mit der des Eleglide D1 Master (Testbericht) kann sie nicht mithalten. Einen Nachteil hat die Federung: Die Lenkstange ist nicht fest mit dem Trittbrett verbunden und wirkt daher leicht schwammig.

Joyor Y8-S

Der Akku ist das Prachtstück des Joyor Y8-S. Er hat eine unfassbar hohe Kapazität von 1248 Wattstunden. Wir hatten noch nie einen E-Scooter mit einer höheren Kapazität in der Redaktion.

Laut Joyor soll der Y8-S mit einer Akkuladung 55 bis 75 Kilometer weit kommen. Tatsächlich halten wir diese Angabe bei einem Fahrergewicht von etwa 80 Kilogramm, warmen Wetter und Stadtverkehr für realistisch. Für eine komplette Ladung benötigt das mitgelieferte Netzteil mindestens acht Stunden.

Preis

Der Joyor Y8-S kostet auf Amazon 499 Euro.

Fazit

Der Joyor Y8-S ist ein echtes Brett. So gibt es wohl kaum einen anderen E-Scooter um die 700 Euro, der mehr bietet und trotzdem eine Straßenzulassung hat. Besonders krass ist die enorme Akkukapazität, mit der eine Reichweite von 50 Kilometern gar kein Problem ist, unter Umständen sind gar deutlich höhere Reichweiten möglich. Auch die massive Verarbeitung und die gute Federung wissen zu gefallen. Erwähnenswert ist zudem der Klappmechanismus. Dank einziehbarer Lenkstange und anklappbaren Lenkgriffen gibt es kaum einen E-Scooter, der kompakter klappt. Hier kommen noch der starke Motor, die dicken Reifen, das gute Display und die ordentlichen Bremsen hinzu.

Weniger gut gefällt uns, dass der Zeigefingergriff für das Gas und der Hebel der Bremse zu nah beieinander liegen. Auch fehlen Premium-Funktionen wir ein Blinker oder eine App. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit dem Joyor Y8-S einen Offroad-fähigen E-Scooter mit massiver Reichweite zum vernünftigen Preis.

Der Navee ST3 Pro überzeugt uns im Test mit seinem edlen Design, exzellenter Federung und einem kraftvollen Motor. Für seinen Preis gibt es kaum bessere E-Scooter.

VORTEILE
  • exzellente Federung an beiden Rädern
  • kraftvoller Motor mit 1350 W Spitzenleistung
  • hochwertige Verarbeitung mit eleganter Optik
  • selbstreparierende 10-Zoll-Gelreifen
  • Helle Blinker und Apple-Find-My-Integration
NACHTEILE
  • Gewicht von 25,3 kg
  • Marathonladezeit von 10 Stunden
  • App-Registrierungszwang
  • keine Blinker am Heck

Der Navee ST3 Pro überzeugt uns im Test mit seinem edlen Design, exzellenter Federung und einem kraftvollen Motor. Für seinen Preis gibt es kaum bessere E-Scooter.

Wenn man mit dem E-Scooter über eine Bordsteinkante fährt, spürt man häufig jeden Knochen im Körper. Genau hier kommt der Navee ST3 Pro ins Spiel. Mit seiner Vollausstattung verspricht er, den holprigen Alltag sanft zu versüßen.

Dafür kombiniert er eine vollwertige Federung an beiden Rädern mit einem starken Motor, selbstreparierenden Gelreifen und einer TÜV-zertifizierten Verarbeitung. Ob er tatsächlich das Zeug hat, mit Premium-Modellen wie dem Segway Ninebot Max G3 D mitzuhalten, verrät unser Härtetest.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Navee ST3 Pro ist schnell erledigt: Mit vier Schrauben den Lenker fixieren, fertig. Stolperstein: Der E-Scooter verlangt vor der ersten Fahrt eine Registrierung über die App.

Optisch ist der ST3 Pro ein echter Hingucker. Die mattgraue Oberfläche wirkt edel, die matt goldenen Elemente an der Federung, dem Logo und der Lenkstange verleihen ihm einen Hauch von Luxus. Hier wurde nicht am Design gespart – dieser E-Scooter sieht aus, als könnte er vor einer Boutique in Monaco parken.

Die robuste Konstruktion hält auch kritischen Blicken stand. Mit IPX5-Zertifizierung trotzt der ST3 Pro Regenschauern. Die TÜV-Rheinland-Zertifizierung gibt zusätzliche Sicherheit, dass hier nichts zusammenbricht, wenn man über eine Wurzel fährt.

An der Lenkstange befindet sich ein praktischer Haken für Einkaufstüten – endlich keine Plastiktüten mehr am Handgelenk. Die Klingel wirkt allerdings etwas aufgesetzt.

Mit gut 25 kg ist der Navee ST3 Pro kein Leichtgewicht. Niemand will ihn regelmäßig Treppenstufen hochtragen müssen. Dafür trägt er aber auch bis zu 120 kg Fahrergewicht.

Klappmechanismus

Ausgeklappt misst der E-Scooter stattliche 120 × 60 × 130 cm. Zusammengeklappt schrumpft er auf eine Höhe von 60 cm – kompakt genug für den Kofferraum, aber kein Raumwunder.

Der Schnellverschlusshebel zum Falten sitzt sicher, lässt sich aber trotzdem mit einer Hand bedienen. Der Verriegelungsmechanismus, bei dem die Lenkstange am hinteren Teil des Trittbretts einhakt, erfordert dagegen etwas Fingerspitzengefühl. Es ist zwar etwas umständlich, den Haken einzurasten, aber wenn er sitzt, hält er bombenfest. Tragen kann man den zusammengeklappten E-Scooter – vorausgesetzt, man hat vorher trainiert.

Lenker & Display

Die Lenkstange des Navee ST3 Pro ist ergonomisch gestaltet und leicht geneigt. Die Höhe des Lenkers ist perfekt für den Testfahrer mit 186 cm Körpergröße. Auch kleinere oder größere Fahrer dürften hier gut zurechtkommen, ohne sich zu verrenken.

Das LED-Display ist ein Schmuckstück: schick in den Lenker integriert, zeigt es Fahrmodus, Geschwindigkeit, Akkustand und Bluetooth-Status. Selbst bei strahlendem Sonnenschein bleibt es lesbar. Die Bedienung ist minimalistisch: Abgesehen vom Blinker gibt es nur eine einzige Taste für alle Funktionen.

Der Blinker des Navee ST3 Pro ist ausgesprochen hell.

An den Lenkerenden sitzen helle Blinker. Sie werden über zwei Knöpfe auf der linken Seite aktiviert und geben ein per App abschaltbares akustisches Signal von sich. Kleiner Wermutstropfen: am Heck fehlen sie komplett.

Der Daumengriff für die Beschleunigung verdient besonderes Lob: Er ist perfekt platziert und leichtgängig genug, um auch nach stundenlanger Fahrt keine schmerzenden Daumen zu verursachen.

Licht

Das Frontlicht sitzt direkt unter dem Lenker – höher als bei vielen Konkurrenzmodellen, was die Sichtbarkeit im Straßenverkehr verbessert. Der LED-Scheinwerfer ist angenehm hell und in der Höhe verstellbar. Per App lässt sich ein Dämmerungssensor aktivieren, der das Licht bei Dunkelheit automatisch einschaltet. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.

App

Die Navee-App für iOS und Android ist nicht nur ein nettes Extra, sondern leider zwingend erforderlich für die Aktivierung des E-Scooters.

Hat man diese Hürde genommen, bietet die App jedoch einige nützliche Funktionen: Sperren und Entsperren des E-Scooters, detaillierte Fahrstatistiken und die Einstellung der Rückspeisungsstärke. Updates werden ebenfalls über die App eingespielt.

Der Turbomodus sorgt für schnelleres Anfahren. Die Sicherheitsfunktionen sind umfangreich: Per Bluetooth lässt sich der E-Scooter entsperren, alternativ kann ein Code festgelegt werden, der direkt am Scooter über Blinker und Bremse eingegeben wird.

Insgesamt zeigt sich die App in schickem Design, ist selbsterklärend und funktional – wenn man den Registrierungszwang verschmerzen kann.

Fahren

Das Fahrgefühl auf dem Navee ST3 Pro ist schlichtweg fantastisch. Die Federung an Vorder- und Hinterrad ist für einen Fahrer mit 80 kg optimal eingestellt – etwas weich, aber genau richtig, um Unebenheiten wegzubügeln. Ob Asphalt, Kies, Pflaster oder Feldwege – dieser E-Scooter verwandelt holprige Strecken in eine Fahrt auf Wolken. Die 10-Zoll-Gelreifen sind selbstreparierend. Der E-Scooter ist dabei erstaunlich wendig und lässt sich präzise steuern.

Das Trittbrett ist mit 190 mm zwar etwas schmal, aber dank der gummierten, rutschfesten Oberfläche und der Erhöhung nach hinten bietet es dennoch guten Halt. Der Fuß findet hier seinen Platz.

Motor & Leistung

Der Motor mit 450 Watt Nennleistung (DE) entpuppt sich als kleines Kraftpaket. Mit einer Spitzenleistung von 1350 Watt beschleunigt er zügig und bringt den Fahrer auch steilere Hügel hinauf – wenn auch nicht ganz so mühelos wie der Segway Ninebot Max G3 D, der hier noch eine Schippe drauflegt.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt regulär bei 20 km/h, wobei der Bildschirm bis zu 22 km/h anzeigt. Die drei Fahrmodi (Fußgänger: 6 km/h, Standard: 15 km/h, Sport: 20 km/h) lassen sich einfach durchschalten und passen sich verschiedenen Situationen an.

Navee ST3 Pro

Bremsen

Das Bremssystem des Navee ST3 Pro ist durchdacht und effektiv. Vorn arbeitet eine Trommelbremse, hinten kombiniert eine Scheibenbremse mit E-ABS. Das sorgt für zuverlässige Verzögerung in jeder Situation.

Die regenerative Bremsung lässt sich in drei Stufen einstellen (schwach, mittel, stark) – je nach Vorliebe kann man mehr Energie zurückgewinnen oder ein natürlicheres Ausrollen bevorzugen. Das E-ABS verhindert zuverlässig ein Blockieren der Räder – selbst bei Vollbremsungen bleibt der E-Scooter kontrollierbar wie ein gut erzogener Hund an der Leine.

Akku

Mit einer Kapazität von 48V 12,75Ah (596,7Wh) ist der Akku des Navee ST3 Pro großzügig dimensioniert. Theoretisch soll er für 65 km bei 20 km/h oder sogar 75 km bei 15 km/h reichen – Zahlen, die unter Idealbedingungen ermittelt wurden.

In der Realität messen wir bei einem 80 kg schweren Fahrer, voller Leistung, typischem Stop-and-Go im Stadtverkehr und wenigen Hügeln eine Reichweite von 30 bis 40 Kilometern. Das ist immer noch beachtlich und reicht für die meisten täglichen Pendelstrecken.

Der Akku ist fest eingebaut – so ist kein werkzeugfreier Wechsel möglich, wenn der Saft ausgeht. Die Ladezeit von 10 Stunden ist ein echter Geduldstest – hier könnte man locker einen Arbeitstag plus Mittagspause unterbringen. Eine Schnellladefunktion hätte dem ST3 Pro gut zu Gesicht gestanden.

Navee ST3 Pro

Preis

Der Navee ST3 Pro kostet offiziell 999 Euro, ist aber im Straßenhandel bereits für deutlich günstigere 555 Euro zu haben.

Fazit

Der Navee ST3 Pro ist ein überzeugender E-Scooter für alle, die Wert auf Fahrkomfort und Qualität legen. Seine Stärken – die exzellente Federung, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung – machen ihn zum idealen Begleiter für den täglichen Stadtverkehr und gelegentliche Ausflüge auf unebenen Wegen.

Die goldenen Akzente verleihen dem E-Scooter sein edles Äußeres. Die selbstreparierenden Gelreifen, die hellen Blinker und die durchdachten Sicherheitsfunktionen runden das Paket ab.

Zu den wenigen Schwachpunkten zählen das hohe Gewicht von 25,3 kg, die lange Ladezeit von 10 Stunden und der Registrierungszwang über die App. Auch das Fehlen von hinteren Blinkern ist ein kleiner Schönheitsfehler.

Für 555 Euro bekommt man mit dem Navee ST3 Pro einen E-Scooter, der im Hinblick auf Fahrkomfort und Verarbeitung in der oberen Liga mitspielt – ohne dabei preislich durch die Decke zu gehen. Wer über das Gewicht hinwegsehen kann und keine Eile beim Laden hat, findet hier einen treuen Begleiter.

Der Vmax VX2 Hub kombiniert extreme Motorleistung mit robuster Offroad-Tauglichkeit und einer hohen Zuladung von 130 kg. Mit 1900 W Spitzenleistung, Vollfederung und durchdachten Features setzt er neue Maßstäbe für Geländefahrten.

VORTEILE
  • explosive Power
  • USB-C-Port
  • 130 kg Zuladung
  • Blinker vorn und hinten
NACHTEILE
  • 25 kg Eigengewicht
  • straffe Federung nicht einstellbar
  • kein Taschenhaken

Der Vmax VX2 Hub kombiniert extreme Motorleistung mit robuster Offroad-Tauglichkeit und einer hohen Zuladung von 130 kg. Mit 1900 W Spitzenleistung, Vollfederung und durchdachten Features setzt er neue Maßstäbe für Geländefahrten.

Nach dem VX2 Pro bringt Vmax mit dem VX2 Hub einen für Offroad-Einsätze konzipierten E-Scooter mit hoher Reichweite auf den Markt. Dabei tritt der VX2 Hub gegen etablierte Offroad-Spezialisten wie den Segway Ninebot Max G3 (Testbericht) an, der mit 2000 W Spitzenleistung und hydraulischer Federung punktet.

Mit einem Preis von 1199 Euro (642 Wh) positioniert sich der VX2 Hub im Premium-Segment – bietet dafür aber auch Features, die man sonst selten findet: Turn-by-Turn-Navigation direkt auf dem Display, USB-C-Ladeport und eine der stärksten Beschleunigungen, die wir je bei einem legalen E-Scooter erlebt haben.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Vmax VX2 Hub erreicht den Käufer nahezu komplett vormontiert. Vier Schrauben am Lenker fixieren – fertig! Alle Teile sitzen fest, nichts wackelt. Vor der ersten Fahrt sollte man den Reifendruck prüfen (Top 10: Die beste Akku-Luftpumpe) und einen Helm aufsetzen (Top 7: Der beste smarte Fahrradhelm).

Optisch gibt sich der VX2 Hub bewusst unauffällig. Das matt-schwarze Finish dominiert, unterbrochen nur vom weißen Vmax-Logo auf der Lenkstange und den vorgeschriebenen Reflektoren. Die sichtbare Schwingfeder am Heck verleiht dem E-Scooter einen futuristischen Touch. Alle Kabel verschwinden sauber im Rahmen – keine herumbaumelnden Strippen stören das cleane Design.

Die Verarbeitung bewegt sich auf Premium-Niveau. Gleichmäßige Schweißnähte, IPX6-Schutz gegen Starkregen und eine maximale Belastbarkeit von beeindruckenden 130 kg sprechen für sich. Diese hohe Zuladung erreichen nur wenige Konkurrenten – der Segway Ninebot Max G3 schafft ebenfalls 130 kg, während der Navee ST3 Pro bei 120 kg sein Limit erreicht. Mit 25 kg Eigengewicht fühlt sich der VX2 Hub massiv an. Das erschwert den Transport, vermittelt aber auch Vertrauen in die Robustheit.

Lenker & Display

Der 54 cm breite Lenker bietet sicheren Halt und gute Kontrolle. Die Griffe liegen angenehm in der Hand, auch wenn sie nicht ergonomisch geformt sind. Links sitzen die Kippschalter für die Blinker, die sowohl an den Lenkerenden als auch am Heck montiert sind. Ein leises akustisches Signal begleitet das Blinken.

Das 3,5-Zoll-TFT-LC-Display gefällt mit seiner Farbdarstellung und bleibt selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Es zeigt alle wichtigen Informationen auf einen Blick und kann sogar Turn-by-Turn-Navigation darstellen – ein Feature, das auch der Segway Ninebot Max G3 bietet. Der 12-W-USB-C-Port mit Gummischutz lädt auf Wunsch unterwegs mobile Endgeräte. Das 60-Lux-Frontlicht leuchtet die Fahrbahn hervorragend aus und lässt sich im Winkel anpassen. Ein Lichtsensor aktiviert bei Dämmerung die Beleuchtung automatisch. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen auf.

Vmax VX2 Hub

Fahren

Die Fahrt mit dem VX2 Hub beginnt mit einem Adrenalinstoß. Die Beschleunigung von 0 auf 20 km/h erfolgt derart explosiv, dass man sich besser nach vorn lehnt und gut festhält – sonst droht ein unfreiwilliger Wheelie. Diese brutale Power kennen wir sonst nur vom Segway Ninebot Max G3 mit seinem Boost-Modus. Der Motor arbeitet dabei erstaunlich leise, nur ein dezentes Surren begleitet die Fahrt.

Die hydraulische Federgabel vorn und die Elastomer-Federung hinten sind straff abgestimmt – perfekt für schwere Fahrer, bei leichteren Personen dürfte die Federung gerne weicher sein. Einstellen kann man sie jedoch nicht. Trotzdem glättet sie in Kombination mit den schlauchlosen 10-Zoll-Luftreifen Unebenheiten souverän. Kopfsteinpflaster, Wurzeln und Schlaglöcher verlieren ihren Schrecken.

Das große Trittbrett bietet trotz kompakter Bauweise viel Platz. Die Erhöhung am Heck schützt das Schutzblech und dient als Ablage für den hinteren Fuß. Bei 22 km/h läuft der VX2 Hub stabil, in Kurven zeigt er sich agil. Steigungen? Kein Problem! Selbst extreme Anstiege meistert der Nabenmotor mit einer Dauerleistung von 500 W (48V) und Spitzenleistung von 1900 W sowie 35-A-Controller mühelos. Die angegebene Steigfähigkeit von 35 Prozent wird in der Praxis bestätigt.

Die Bremskombination aus vorderer Trommelbremse und hinterer Scheibenbremse plus Rekuperation verzögert zuverlässig. Das Bremsgefühl lässt sich gut modulieren, die Sensibilität ist hoch. Selbst aus voller Fahrt steht man schnell und sicher.

Vmax VX2 Hub

Akku

Käufer haben die Wahl zwischen zwei Akkuvarianten: 13 Ah/642 Wh für bis zu 70 km oder 18,2 Ah/874 Wh für bis zu 90 km Reichweite. Diese Werte gelten nur unter Idealbedingungen: 75 kg Fahrergewicht, konstant 15 km/h, ebene Strecke, 25 °C Außentemperatur.

In der Praxis muss man mit 25 bis 30 Prozent weniger rechnen. Wir kommen mit der kleinen Variante auf rund 55 km Reichweite – mit 85 kg Zuladung, häufigen Stop‑and‑Go-Situationen und hügeligem Gelände. Für die meisten Pendler ist das vollkommen ausreichend. Nur Vielfahrer profitieren vom Aufpreis von 300 Euro für die große Version.

Der Lithium-Ionen-Akku ist fest eingebaut. Die Ladezeit beträgt 6,5 Stunden für die 13Ah-Version, die größere Variante lädt dank 4A-Lader in nur 4 Stunden – ungewöhnlich schnell für diese Kapazität.

Preis

Der Vmax VX2 Hub kostet in der Basisversion mit 13 Ah/642-Wh-Akku 1199 Euro.

Fazit

Der Vmax VX2 Hub ist ein Kraftpaket für Offroad-Enthusiasten. Die explosive Beschleunigung sucht ihresgleichen, die Verarbeitung bewegt sich auf Premium-Niveau. USB-C-Port und Blinker vorn und hinten sind praktische Extras, die man bei der Konkurrenz häufig vergeblich sucht. Die straffe Federung meistert Feldwege souverän, könnte für leichte Fahrer aber weicher sein.

Das hohe Gewicht von 25 kg macht den Transport zur Herausforderung. Ein Haken für Taschen fehlt. Die nicht einstellbare Federung limitiert die Anpassungsmöglichkeiten. Trotzdem: Wer einen robusten Offroad-Scooter mit brachialer Power sucht, findet im VX2 Hub einen der besten legalen E-Scooter am Markt.

Der E-Scooter Egret Ey! 1 gefällt im Test dank toller Verarbeitung, starkem Motor, sehr guter Federung und einem großen Akku. Dafür ist er auch recht schwer und teuer.

VORTEILE
  • Verarbeitung, Optik, Blinker
  • hervorragende Vollfederung, gute Bremsen
  • starker Motor, großer Akku
NACHTEILE
  • hohes Gewicht von fast 30 kg 
  • kein Blinker hinten

Der E-Scooter Egret Ey! 1 gefällt im Test dank toller Verarbeitung, starkem Motor, sehr guter Federung und einem großen Akku. Dafür ist er auch recht schwer und teuer.

Egret gehört zu den beliebtesten Premium-Herstellern deutscher Elektroscooter. Bereits der Egret Pro, der Egret X und der Egret One beeindruckten uns in unserem Test. Wir lobten die hohe Verarbeitungsqualität, die guten Fahreigenschaften, die starken Bremsen und den großen Akku. Teuer sind sie alle.

Dank einer Kooperation mit Yadea geht Egret mit der Ey!-Serie nun den Mittelklasse-Markt an. Deren günstigstes Modell, der Ey! 3, schnitt bei uns im Test schon hervorragend ab. Nun will der Vollausgestattete Ey! 1 zeigen, was er kann. Er kostet 749 Euro. Wir haben ihn getestet.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau geht wie bei den meisten E-Scootern leicht von der Hand. Es müssen nur sechs Schrauben am Lenker fixiert werden. Danach sollte man noch die schlauchlosen Reifen aufpumpen und los geht's. Wir empfehlen, einen Helm (Bestenliste) zu tragen.

Die Verarbeitung des Egret Ey! 1 macht einen rundum gelungenen Eindruck. Der E-Scooter ist insgesamt recht groß und damit perfekt für größere Personen geeignet. Aufgeklappt misst er stolze 131 cm in der Höhe, 63,8 cm in der Breite (Lenker) und 122 cm in der Länge. Die Standfläche des Trittbretts ist mit 18,5 x 55 cm ebenfalls über dem Durchschnitt. Die Lenkstange ist nicht in der Höhe verstellbar und könnte somit für kleine Fahrer etwas zu hoch sein.

Vorbildlich gelöst ist die Kabelführung. Es sind lediglich zwei Bremskabel zu sehen, die sauber in der Lenkstange verschwinden. Nichts wackelt oder knarzt am Egret Ey! 1. Er wirkt robust gebaut und scheint eine Menge auszuhalten.

Auch die Optik des edlen E-Scooters gefällt uns. Er ist größtenteils in elegantem Grau gehalten, unterbrochen von türkisfarbenen Elementen. Dazu zählen etwa das Logo an der Lenkstange, das dezente Logo auf dem Trittbrett und die türkisfarbene Bremse am Hinterrad. Die graue Farbgebung zieht sich konsequent durch das ganze Design. Sogar die Handgriffe, die Klingel und der Gasgriff sind grau.

Gut gelöst ist der Klappmechanismus. Wie üblich legt man im unteren Bereich der Lenkstange einen Sicherungshebel um, klappt die Lenkstange nach hinten und lässt sie an einer Öse am Ende des Trittbretts einrasten. So kann man den E-Scooter tragen. Allerdings ist das kein Kinderspiel, denn mit satten 29,8 kg bringt der Egret ordentlich Gewicht auf die Waage.

Lenker & Display

Der Lenker des Egret Ey! 1 ist schön aufgeräumt. Auf der linken Seite sitzen zwei Taster für die zertifizierten Lenkerendenblinker. Diese sind hell und von anderen Verkehrsteilnehmern gut zu sehen. Einen zweiten Blinker am Heck des E-Scooters gibt es nicht. Eine schick integrierte, kleine Glocke rundet die linke Seite ab. Rechts befindet sich der Daumengriff für die Motorsteuerung. Er geht etwas straff.

In der Mitte thront das Display mit einem einzigen Knopf. Dieser dient zum Ein- und Ausschalten sowie zur Steuerung des Lichts und der Unterstützungsstufe. Die Anzeige ist ausreichend hell.

Das 425 Lumen starke, integrierte Frontlicht strahlt ausgesprochen hell. Leider lässt sich der Abstrahlwinkel nicht in der Höhe anpassen, was aber bei der guten Voreinstellung zu verschmerzen ist. Gegenverkehr wird so nicht geblendet. Das Rücklicht leuchtet dauerhaft und beim Bremsen zusätzlich auf. Darunter sitzt der Kennzeichenhalter.

Der E-Scooter kommt außerdem mit einer App. Diese benötigt für die Registrierung eine E-Mail-Adresse. Die App zeigt die insgesamt gefahrenen Kilometer sowie die restliche Reichweite an. Zudem kann man mit ihr den E-Scooter sperren. Das aktiviert die Motorbremse und lässt ein zu leises Warnsignal ertönen, wenn er weggeschoben wird. Potenzielle Diebe können ihn jedoch dennoch einfach wegtragen. Wir empfehlen dringend anzuschließen. Eine Öse für Schlösser hat der E-Scooter nicht.

Fahren

Der Egret Ey! 1 ist ein echter Offroad-Spezialist. Das liegt vor allem an der hervorragenden Vollfederung. Die Federwege sind mit 61 mm großzügig ausgelegt und haben eine perfekte Härte.

Auch bei höheren Geschwindigkeiten werden so Unebenheiten, kleine Schlaglöcher und Steine fantastisch weggeschluckt. Mit diesem E-Scooter macht es richtig Laune, über Feldwege zu brettern. Die breiten Schutzbleche bieten zudem einen effektiven Spritzschutz, selbst bei Fahrten durch Pfützen bleiben die Füße trocken.

Der starke Heckmotor kommt auf eine Spitzenleistung von 1512 Watt. Damit beschleunigt der Egret auch schwere Fahrer bis zur zugelassenen Personenlast von 120 kg zügig. Vier unterschiedliche Fahrstufen stehen zur Auswahl. Im Sportmodus greift die Motorunterstützung besonders dynamisch zu und lässt den E-Scooter in Sekundenschnelle auf die maximale Geschwindigkeit. Laut Tacho sind das 22 km/h. Per GPS-App nachgemessen sind das jedoch eher 21 km/h. Damit ist der Ey! 1 am obersten Limit dessen, was der Gesetzgeber erlaubt – aber immer noch absolut legal.

Egret Ey! 1

Die Bremsen sind schlicht hervorragend. Hinten verrichtet eine hydraulische Scheibenbremse gemeinsam mit der E-Bremse ihren Dienst. Vorne kommt eine Trommelbremse zum Einsatz. Der schwere E-Scooter lässt sich damit jederzeit sicher und schnell zum Stillstand bringen.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku hat eine üppige Kapazität von 678,6 Wattstunden. Das Datenblatt verspricht eine maximale Reichweite von bis zu 65 Kilometern. Unter Idealbedingungen ist das durchaus erreichbar. Dazu zählen ein niedriges Fahrergewicht von rund 70 kg, eine gemäßigte Geschwindigkeit von maximal 15-18 km/h, eine ebene Strecke, sommerliche Temperaturen über 20 Grad sowie ein defensiver Fahrstil ohne viel Bremsen und Anfahren.

Im Praxistest mit einem 85 kg schweren Fahrer, vielen Hügeln, kühlem Wetter und zügiger Gangart mit regelmäßigem Anhalten kommen wir immer noch auf gute 40 Kilometer Reichweite. Damit gehört der Egret Ey! 1 zur Spitzengruppe, was die Ausdauer angeht.

Preis

Der Egret Ey! 1 kostet in der von uns getesteten Variante mit 678,6 Wh Akku 749 Euro.

Fazit

Der Egret Ey! 1 ist ein fantastischer E-Scooter für alle, die Wert auf allerhöchste Qualität und maximalen Fahrkomfort legen. Er verfügt über alles, was das Elektrorollerherz begehrt: Eine hochwertige Verarbeitung, eine starke Vollfederung, einen kraftvollen Antrieb, einen riesigen Akku für hohe Reichweiten, eine helle Beleuchtung inklusive Blinker und vieles mehr. Auf der Habenseite stehen zudem die guten Bremsen, die App-Anbindung und der gute Spritzschutz.

Zu den Kritikpunkten zählen das hohe Gewicht von fast 30 kg und die fehlende Höhenverstellung des Lenkers. Auch gibt es keinen Blinker am Heck.

Der Egret Ey! 1 gehört zu den besten Elektrorollern auf dem Markt, besonders für Vielfahrer und Offroad-Fans.

Der Segway Ninebot ZT3 Pro D ist ein massiver E-Scooter. Mit starkem Motor, großen Reifen und toller Federung meistert er auch unebenes Terrain. Wir haben den auffälligen E-Scooter getestet.

VORTEILE
  • hochwertige Verarbeitung
  • 1600-W-Motor & gute Bremsen
  • großes Trittbrett, 11-Zoll-Reifen, Vollfederung
  • üppige Reichweite
  • umfangreiche App & Apple Find My
NACHTEILE
  • 22 km/h erst nach "App-Trick"
  • Akku fest eingebaut
  • Registrierungszwang
  • hohes Gewicht von fast 30 kg
  • kein Blinker am Heck

Der Segway Ninebot ZT3 Pro D ist ein massiver E-Scooter. Mit starkem Motor, großen Reifen und toller Federung meistert er auch unebenes Terrain. Wir haben den auffälligen E-Scooter getestet.

Segway ist der unangefochtene Marktführer bei E-Scootern in Deutschland. Kein anderer Hersteller verkauft hierzulande auch nur annähernd so viele Elektro-Tretroller. Für das Jahr 2025 hat Segway viele neue Modelle angekündigt. Eines davon ist der Ninebot ZT3 Pro D, der sich an ambitionierte Einsteiger richtet, die nicht nur in der Stadt, sondern auch im Gelände unterwegs sein wollen. Deutsche Käufer sollten auf das "D" im Produktnamen achten, nur dieser hat eine ABE-Zertifizierung, um legal auf deutschen Straßen fahren zu dürfen.

Mit einem Preis von 719 Euro etwa bei Amazon ist der ZT3 Pro D im mittleren Preissegment angesiedelt.

Kann der Segway Ninebot ZT3 Pro D mit seinen geländetauglichen Eigenschaften auch abseits befestigter Straßen überzeugen? Wie schlägt er sich im urbanen Einsatz? Und rechtfertigt die Gesamtperformance den selbstbewussten Preis? Antworten liefert dieser Testbericht.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Wie von den meisten E-Scootern gewohnt, gestaltet sich auch der Aufbau des ZT3 Pro sehr einfach. Lediglich vier Schrauben müssen gesetzt werden, um den Lenker zu fixieren. Dann noch die Reifen aufpumpen und los geht's. Wir empfehlen jedem E-Scooter-Fahrer das Tragen eines Helms.

Optisch ist der Ninebot ZT3 Pro D ein echter Hingucker. Er wirkt massiv, robust und haltbar. Mit einer Länge von 125 cm, einer Höhe von 134 cm und einer Breite von 64 cm ist er ein wahrer Riese unter den E-Scootern. Mit einem Gewicht von fast 30 kg gehört der ZT3 Pro zu den schweren E-Scootern auf dem Markt.

Trotz seiner Größe lässt sich der E-Scooter leicht zusammenklappen. Dazu muss nur ein Sicherungshebel an der Vorderseite der Lenkstange umgelegt werden. Dann kann man die Lenkstange nach hinten umklappen, bis sie am Trittbrett einrastet. Dadurch verringern sich die Höhe auf 64 cm. Das maximale Fahrergewicht gibt Segway mit 120 kg an. Gegen Feuchtigkeit ist der Scooter nach IPX5 geschützt. Das bedeutet, er ist gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel geschützt, darf aber nicht komplett in Wasser eintauchen.

Lenker & Display

Der Lenker des Segway ZT3 Pro D sorgt dank hoher Breite für gute Lenkkontrolle. Kleinere Fahrer könnten sich jedoch von den Gesamtdimensionen des Scooters etwas überfordert fühlen. Auf der linken Lenkerseite befindet sich die Steuereinheit mit fünf Tastern, darunter sitzt eine kleine Klingel. Rechts ist der Daumenhebel für die stufenlose, die eine recht präzise Beschleunigungskontrolle ermöglicht.

Die hellen Blinklichter an den Lenkerenden sorgen für zusätzliche Sicherheit und sind auch bei Tageslicht gut erkennbar. Leider fehlen jedoch Blinkleuchten am Heck des Rollers. Die Bremshebel für die mechanischen Scheibenbremsen sind gut erreichbar.

Das große Farb-LED-Display in der Lenkermitte informiert über die wichtigsten Fahrdaten. Es ist hell genug und damit auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesba. Die Beleuchtung muss manuell aktiviert werden. Da das Frontlicht weit oben am Lenker positioniert ist, ist man stets gut sichtbar. Es ist zwar nicht im Abstrahlwinkel variabel, besitzt aber eine gute Grundeinstellung und leuchtet den Weg angenehm hell aus, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Beim Bremsen leuchtet das Rücklicht zusätzlich auf.

Segway Ninebot ZT3 Pro

App

Vor der ersten Fahrt mit dem Segway Ninebot ZT3 Pro ist die Registrierung in der zugehörigen Smartphone-App zwingend erforderlich. Nach der Anmeldung folgt zunächst ein Update der E-Scooter-Firmware. Die App selbst bietet zwar viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, ist jedoch nicht immer selbsterklärend zu bedienen.

Praktisch ist die Möglichkeit, über die App eine Verriegelungsfunktion zu aktivieren. Dann muss vor jeder Fahrt ein Code in der App oder direkt am Scooter eingegeben werden. Das soll vor Diebstahl schützen – auch wenn es nicht das Wegtragen des (30-kg-)E-Scooters verhindert. NFC-Unterstützung für ein einfaches Entsperren bietet der ZT3 Pro nicht. Immerhin gibt es optional per App aktivierbar eine Alarmfunktion, bei der ein akustisches Warnsignal ertönt, wenn der abgestellte Scooter bewegt wird. Allerdings ist der Warnton recht leise.

Weitere nützliche App-Funktionen sind die Traktionskontrolle für bessere Bodenhaftung, ein Berganfahrassistent, der das Wegrollen verhindert, sowie umfangreiche Anpassungsoptionen. So lassen sich unter anderem die Startgeschwindigkeit, die Rekuperationsstärke und die Tastenbelegung individuell einstellen. Insgesamt bietet die App viele Möglichkeiten, den ZT3 Pro D an die eigenen Vorlieben anzupassen.

Eine gute Idee ist die Integration von Apples "Find My"-Netzwerk. Damit lässt sich der Standort des abgestellten E-Scooters jederzeit via iPhone lokalisieren.

Fahren

Der Fahrspaß ist eines der Highlights des Segway Ninebot ZT3 Pro. Das liegt zum einen an der hervorragenden Federung an Vorder- und Hinterrad, die in Kombination mit den großen schlauchlosen 11-Zoll-Reifen für eine komfortable Fahrt sorgt. Feldwege, Bordsteinkanten und Kopfsteinpflaster sind damit kein Problem. Das breite und lange Trittbrett vermittelt jederzeit ein sicheres Gefühl und guten Grip. Kaum ein anderer E-Scooter bietet ein derart souveränes Fahrverhalten auch abseits befestigter Wege.

Zum anderen trägt der kraftvolle Heckmotor seinen Teil zum Fahrspaß bei. Mit einer Spitzenleistung von 1600 Watt beschleunigt er auch schwerere Fahrer mühelos, selbst an Steigungen. Wir haben die Maximalgeschwindigkeit per GPS nachgemessen. Dabei zeigt sich: Der ZT3 Pro D erreicht nicht ganz die maximal erlaubten 20 km/ plus 10 Prozent, also 22 km/h, sondern bleibt knapp unter 20 km/h. Andere Modelle schöpfen den gesetzlichen Rahmen hier besser aus.

UPDATE 3.2.25: Ein Leser machte uns über E-Mail darauf aufmerksam, dass die App die Maximalgeschwindigkeit auf 22 km/h anheben kann. Das klappt im Test, per GPS nachgemessen erreicht er nun über 21 km/h. Dafür muss der Käufer bei ausgeschaltetem WLAN und aktiviertem GPS des Smartphones in der App unter "Fahrzeugstandort" die Ländereinstellung auf Deutschland wechseln. Anschließend kann die Geschwindigkeit des Sportmodus auf 22 km/h angehoben werden. Schade, dass der E-Scooter nicht gleich so schnell fährt. Diese versteckte Option werden viele übersehen.

Gefallen haben uns die Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Sie lassen sich feinfühlig dosieren und verzögern den schweren E-Scooter zuverlässig. Die elektronische Motorbremse am Hinterrad unterstützt den Bremsvorgang automatisch.

Segway Ninebot ZT3 Pro

Akku

Der Akku des Segway ZT3 Pro hat eine Kapazität von 597 Wattstunden. Laut Segway soll damit eine Reichweite von bis zu 70 Kilometern möglich sein. Dieser Maximalwert wird jedoch nur unter optimalen Bedingungen erreicht: im Eco-Modus, mit einem leichten Fahrer, auf ebener Strecke, bei gutem Wetter und moderater Geschwindigkeit. Wer zügiger unterwegs ist, viele Steigungen oder unebenes Gelände bewältigen muss und vielleicht etwas mehr auf die Waage bringt, wird mindestens 35 Kilometer schaffen.

Geladen wird der Akku über das beiliegende Netzteil. Eine volle Ladung dauert rund fünf Stunden. Leider lässt sich der Akku nicht zum Laden entnehmen.

Preis

Der Segway Ninebot ZT3 Pro D kostet etwa bei Amazon 719 Euro. Angesichts der hochwertigen Verarbeitung, der umfangreichen Ausstattung und der überzeugenden Gesamt-Performance geht dieser Preis in Ordnung.

Fazit

Der massive E-Tretroller Segway Ninebot ZT3 Pro D punktet mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem kraftvollen Antrieb und einer hervorragenden Federung. Damit meistert er nicht nur urbanen Asphalt, sondern auch Feldwege und unebenes Terrain. Die üppige Reichweite, die starken Bremsen und durchdachte Details wie die hellen Blinker und die umfangreiche App runden das positive Gesamtbild ab.

Kritikpunkte gibt es nur wenige: Der E-Scooter ist sehr schwer, 22 km/h fährt er erst nach umständlicher App-Aktivierung, der Akku ist fest eingebaut, es gibt einen Registrierungszwang per App und der stolze Preis könnte manchen Interessenten abschrecken. Insgesamt ist der Segway Ninebot ZT3 Pro D aber ein rundum gelungener E-Scooter, der ambitionierten Einsteigern mit Offroad-Ambitionen eine klare Kaufempfehlung wert ist. Die hohe Qualität und die starke Performance rechtfertigen den selbstbewussten Preis.

Der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra schluckt dank toller Federung an Vorder- und Hinterrad mühelos Unebenheiten und sorgt für ein butterweiches Fahrgefühl. Blinker und starker Motor runden das Gesamtpaket ab.

VORTEILE
  • sehr gute Federung
  • Blinker, starker Motor
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • helles, gut gerichtetes Frontlicht
NACHTEILE
  • spiegelndes Display
  • hohes Eigengewicht

Der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra schluckt dank toller Federung an Vorder- und Hinterrad mühelos Unebenheiten und sorgt für ein butterweiches Fahrgefühl. Blinker und starker Motor runden das Gesamtpaket ab.

Xiaomi gehört zu den Platzhirschen im Bereich der E-Scooter. Immer wieder bringen sie hochwertige und trotzdem bezahlbare Modelle auf den Markt, die sich in unseren Tests bewähren. So auch die hervorragenden Xiaomi Electric Scooter 4 (Testbericht) und Xiaomi Electric Scooter 4 Pro (Testbericht).

Der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra (ehemals: Xiaomi Mi Electric Scooter 4 Ultra) mit Straßenzulassung bietet fest eingebauten Blinker, richtig starken Motor und ordentliche Reichweite. Außerdem setzt der Electric Scooter 4 Ultra auf eine Besonderheit, die man bei Xiaomi-Scootern bisher nicht kannte: eine Vollfederung an Vorder- und Hinterrad. Das soll für mehr Fahrkomfort sorgen, vor allem abseits asphaltierter Strecken. Was der E-Scooter sonst noch drauf hat und für wen er sich eignet, zeigt dieser Testbericht. Aktuell kostet er 510 Euro.

Aufbau des Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra

Der Aufbau des Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra geht leicht von der Hand. Wie man es von den meisten E-Scootern gewohnt ist, muss man lediglich ein paar Handgriffe erledigen. Dazu gehört es, den Lenker mittels vier Schrauben zu fixieren, die Reifen auf den empfohlenen Druck aufzupumpen (hier hilft unsere Bestenliste elektrische Luftpumpen), die Schrauben nachzuziehen, optimalerweise einen Helm aufzusetzen (siehe unsere Top 5 der besten smarten Fahrradhelme) und den Akku vor der ersten Fahrt vollständig aufzuladen – schon kann es losgehen.

Wie ist das Design des Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra?

Optisch präsentiert sich der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra elegant im dezenten Grau. Hier wurde auf Farbakzente wie ein rotes Bremskabel, das man es von anderen Xiaomi-E-Scootern kennt, verzichtet. Mit einer Länge von 120 cm ist das Gerät ausgesprochen lang. Das ist nötig, um die Federungen an Vorder- und Hinterrad unterzubringen und minimiert Vibrationen sowie Stöße und ermöglicht eine komfortablere Fahrt. Insgesamt gefällt uns die futuristische Optik des E-Scooters.

Wie gut ist der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra verarbeitet?

Das Trittbrett ist mit einer rutschfesten Gummierung überzogen und mit Abmessungen von 17,5 cm x 50 cm großzügig dimensioniert, damit auch größere Füße einen sicheren Stand finden. Das hintere Schutzblech ist stabil, man sollte sich aber trotzdem nicht darauf stellen. Die Lenkstange hat minimales Spiel, beim Fahren stört sie jedoch kaum. Die vordere Federung setzt unterhalb der Lenkstange an, wodurch die Lenkstange fest mit dem Trittbrett verbunden ist. Das bedeutet, dass sich die Lenkung nach wie vor direkt anfühlt.

Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 144 kg, das Eigengewicht 24 kg. Damit ist der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra für Personen bis zu 120 kg geeignet. Dank einer IP55-Zertifizierung ist er gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel geschützt. Alles in allem überzeugt der E-Scooter mit einer hochwertigen Verarbeitung ohne offensichtliche Mängel.

Optisch macht der Xiaomi Mi Electric Scooter 4 Ultra einiges her.

Wie gut klappt der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra?

Über einen einfachen, aber stabilen Sicherungshebel an der Lenkstange kann man diese nach hinten umlegen. Dort hakt sie sicher am Schutzblech ein. Zusammengeklappt reduzieren sich die Maße des Scooters auf 120 cm x 54 cm x 61 cm. Das Tragen an der Lenkstange ist zwar möglich, aber mit seinem hohen Gewicht von 24,5 kg kein Vergnügen. Der Vorteil des Zusammenklappens liegt auch darin, dass der E-Scooter so kostenlos in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden darf. Zudem passt er so selbst in kleinere Kofferräume.

Der einfache Sicherungshebel am Xiaomi Mi Electric Scooter 4 Ultra.

Lenker des Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra

Mit einer Breite von 55 cm ist der Lenker des Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra ausgesprochen breit, was für eine gute Kontrolle des Rollers sorgt. Die Lenkergriffe liegen auf einer Höhe von 126 cm – gut für größere Fahrer. Leider lässt sich die Lenkerhöhe nicht verstellen. Die Lenkergriffe sind nicht ergonomisch geformt und könnten daher auf längeren Strecken zu Ermüdungserscheinungen oder gar Schmerzen in den Händen führen. Der Gasgriff auf der rechten Seite ist gut mit dem Daumen zu erreichen, geht aber etwas schwergängig. Auf Dauer kann das ebenfalls zu einer Überanstrengung des Daumens führen.

Auf der linken Seite befinden sich zwei gut erreichbare Knöpfe für die Blinker an den Enden der Lenkstange. So kann man Richtungswechsel frühzeitig anzeigen, ohne eine Hand vom Lenker nehmen zu müssen. Das erhöht die Fahrsicherheit. Die Blinker selbst sind ausreichend hell. Eine kleine Glocke ist unauffällig im Bremshebel integriert.

Display und Licht am Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra

Das farbige LC-Display sitzt gut geschützt in der Mitte der Lenkerstange. Es zeigt neben der aktuellen Geschwindigkeit in km/h ohne Nachkommastelle unter anderem auch die Restkapazität des Akkus in Balkenform an. Allerdings ist es bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer abzulesen. Per Knopfdruck schaltet man das helle Frontlicht und das Rücklicht ein. Das Frontlicht befindet sich direkt unterhalb der Lenkerstange, lässt sich aber nicht in der Höhe verstellen. Dennoch ist es angenehm hell und gut auf die Straße ausgerichtet, sodass es den Gegenverkehr nicht blendet.

Wie fährt sich der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra?

Der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra bietet ein sehr angenehmes und komfortables Fahrgefühl. Das liegt an mehreren Faktoren: Zum einen an der guten Ergonomie, die auch größeren Fahrern eine bequeme Haltung auf dem Roller ermöglicht und den 10 Zoll großen, schlauchlosen Reifen, die für zusätzliche Dämpfung sorgen und leise abrollen. Für Einsätze abseits asphaltierter Wege wäre allerdings etwas mehr Profil im Reifen von Vorteil.

Zum anderen kommt die butterweiche Federung an Vorder- und Hinterrad zum Tragen. Sie schluckt Unebenheiten zuverlässig weg und sorgt für ein glattes Fahrgefühl. In der Stadt ist sie ein Segen bei Bordsteinkanten, Kopfsteinpflaster und Schlaglöchern. Aber vor allem auf unbefestigten Wegen wie Feldwegen spielt sie ihre Stärken voll aus. Selbst bei voller Geschwindigkeit werden Unebenheiten effektiv ausgeglichen. Für schmale Waldwege mit Wurzeln ist der Electric Scooter 4 Ultra aber weniger geeignet, da die Reifen mit 10 Zoll doch eher klein sind und an größeren Hindernissen hängen bleiben könnten.

Angetrieben wird der E-Scooter von einem 500 Watt starken Motor im Hinterrad, der in der Spitze sogar 940 Watt leistet. Damit ist er ausgesprochen kraftvoll und beschleunigt den Roller in der höchsten Unterstützungsstufe innerhalb weniger Sekunden auf 20 km/h. Auch Steigungen sind für den Motor kein Problem. Die von Xiaomi angegebene Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h haben wir per GPS-App nachgemessen und können sie bestätigen. Allerdings wären die in Deutschland maximal erlaubten 20 km/h plus 10 % Toleranz drin gewesen. Einige andere E-Scooter wie der Epowerfun EPF-2 XT 600 (Testbericht) und der Epowerfun EPF-2 City (Testbericht) fahren schneller.

Gebremst wird beim Mi Electric Scooter 4 Ultra über einen Bremsgriff, der eine Trommelbremse am Vorderrad und gleichzeitig die elektrische Motorbremse am Hinterrad aktiviert. Dieses Zusammenspiel funktioniert zuverlässig und ermöglicht ein sicheres Abbremsen. Auch sanfte Bremsmanöver sind damit gut dosierbar.

Wie groß ist der Akku des Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra?

Der Akku des Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra hat eine Kapazität von 561 Wh. Das ist ein ordentlicher, aber kein herausragender Wert. In unserer Bestenliste der E-Scooter mit dem größten Akku schafft er es immerhin auf einen der hinteren Plätze. Von einer Ultra-Version hätten wir uns hier etwas mehr erhofft. Laut Herstellerangaben soll eine Maximalreichweite von 70 km möglich sein. Allerdings wurde dieser Wert unter Idealbedingungen ermittelt, das heißt mit einem 75 kg leichten Fahrer bei konstant 15 km/h auf ebener Strecke ohne Windeinfluss bei etwa 25 °C Außentemperatur.

In der Praxis sieht das natürlich anders aus. Bei unserem Test mit einem 85 kg schweren Fahrer im Stopp-&-Go-Stadtverkehr mit einigen Ausflügen auf Feldwege haben wir immerhin noch gute 45 km Reichweite ermittelt. Dieser Wert lässt sich nicht verallgemeinern, da viele individuelle Faktoren wie Fahrergewicht, Streckenprofil, Beschaffenheit des Untergrunds, Außentemperatur, Reifendruck und Fahrstil die Reichweite beeinflussen.

Der Akku lässt sich nicht entnehmen, um ihn separat zu laden oder durch einen Ersatzakku zu tauschen. Aufgeladen wird er über das mitgelieferte Netzteil. Eine volle Ladung dauert circa sechs Stunden.

Was kostet der Xiaomi Mi Electric Scooter 4 Ultra?

Als der Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra auf den Markt kam, lag sein Preis konstant über 1000 Euro. Inzwischen ist er deutlich günstiger geworden. Aktuell kostet er 510 Euro.

Fazit

Mit dem Electric Scooter 4 Ultra hat Xiaomi einen sehr guten E-Scooter vorgestellt, der vor allem mit seinem exzellenten Fahrkomfort dank der Federung an Vorder- und Hinterrad punktet. Schlaglöcher, Kopfsteinpflaster und unebene Feldwege sind damit kein Problem mehr. In Verbindung mit den großen 10-Zoll-Reifen ergibt sich ein angenehmes, komfortables Fahrgefühl. Der starke Motor beschleunigt zügig und meistert auch Steigungen problemlos. Die 20 km/h Höchstgeschwindigkeit werden zuverlässig erreicht.

Ebenfalls positiv fallen die fest integrierten Blinker auf, mit denen man sicherer im Straßenverkehr ist. Das farbige Display liefert alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Schade nur, dass es bei Sonneneinstrahlung etwas schwer abzulesen ist. Weniger gut gefällt uns das hohe Eigengewicht.

Verarbeitung und Qualität bewegen sich auf dem hohen Niveau, das man von Xiaomi erwartet. Hier haben wir keine offensichtlichen Schwächen festgestellt. Auch optisch macht der große E-Roller in dezentem Grau eine gute Figur. Allerdings könnte er einigen vielleicht zu farblos sein. Insgesamt schnürt Xiaomi hier ein beeindruckendes Gesamtpaket. Gerade die sanfte Federung sucht ihresgleichen und ist sowohl in der Stadt als auch auf dem Land ein echter Segen.

Der Slidefox NT beeindruckt im Test mit futuristisch-schickem Design, bärenstarkem Motor und richtig großen Akku. Auch die gute Verarbeitung, der Doppel-Blinker und die Federung wissen zu gefallen.

VORTEILE
  • starker Motor, großer Akku
  • Federung sowie Blinker vorn und hinten
  • schicke Optik, hochwertige Verarbeitung
NACHTEILE
  • Federung zu hart
  • hohes Eigengewicht

Der Slidefox NT beeindruckt im Test mit futuristisch-schickem Design, bärenstarkem Motor und richtig großen Akku. Auch die gute Verarbeitung, der Doppel-Blinker und die Federung wissen zu gefallen.

Slidefox ist hierzulande noch ein recht unbekannter Hersteller von E-Scootern. Dabei haben sie mit dem Slidefox NT einen Elektroscooter im Programm, der sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht – im Gegenteil. Mit seinem spektakulären Design, dem leistungsstarken Motor und der enormen Reichweite hat er das Zeug, in unseren Bestenlisten weit nach vorne zu fahren. Ob der Slidefox NT hält, was das Datenblatt verspricht, zeigen wir in diesem Testbericht.

Der Slidefox NT kommt in einer Variante mit einem 720-Wh-Akku und in einer Variante mit 912-Wh-Akku. Der kleine Slidefox NT kostet regulär 849 Euro, der große 1049 Euro.

Hier versteckt sich der starke Motor des Slidefox NT.

Versicherung

Fahrradfahren hat nachweislich positive Auswirkungen auf die Gesundheit – selbst E-Bikes sind viel besser als etwa Autofahren. Doch selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern.

Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen wirklich. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.

Wie gelingt der Aufbau des Slidefox NT?

Der Aufbau des Slidefox NT geht schnell und einfach von der Hand. Lediglich vier Schrauben sind nötig, um den Lenker zu fixieren. Noch die Reifen aufpumpen, Schrauben nachziehen und los geht’s. Allerdings empfehlen wir dringend, bei der Fahrt einen Helm zu tragen. Mehr dazu in unserer Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.

Wie gut schaut der Slidefox NT aus?

Optisch präsentiert sich der Slidefox NT überaus schick und futuristisch. Sein Rahmen ist zum Großteil in mattem Silber und mattem Schwarz gehalten. Einige blaue Elemente, etwa als Ring um die Reifen, setzen spannende Akzente. Insgesamt wirkt der E-Scooter wie aus einem Guss. Dank seines außergewöhnlichen Rahmendesigns hat er einen hohen Wiedererkennungswert. Durch die vielen Öffnungen im Rahmen eignet er sich hervorragend für normale Fahrradschlösser. Mehr Informationen dazu finden sich in unserem Ratgeber Das beste E-Scooter-Zubehör: Blinker, smartes Schloss, GPS-Tracker, Tuning & Co. Gut: Kabel sind nur wenige zu sehen. Die vordere Federung erinnert etwas an die des Xiaomi Mi 4 Ultra (Testbericht) und sieht richtig futuristisch aus.

Ist der Slidefox NT gut verarbeitet?

Der Slidefox NT scheint sehr robust zu sein. Das hintere Schutzblech hat einen Aufkleber, dass man nicht draufsteigen soll. Im Praxistest konnte ihm jedoch selbst ein fester Tritt nichts anhaben. Mit einer maximalen Zuladung von 125 kg trägt der E-Scooter auch schwerere Personen. Schön: Die Lenkstange ist erfreulich dick und wackelt nicht. Auch der Ständer ist sehr elegant im Rahmen integriert.

Der Klappmechanismus am Slidefox NT

Die Maße betragen 119 × 58 × 116 cm im ausgeklappten und 119 × 58 × 55 cm im gefalteten Zustand. Ungewöhnlich ist der Klappmechanismus, denn die Lenkerstange rastet nicht wie meist üblich am hinteren Schutzblech ein. Stattdessen fixiert ein Haken nahe des Sicherungshebels die Lenkstange. So lässt sich der E-Scooter auch zusammengeklappt tragen. Wegen des hohen Gewichts von 24,5 kg macht das auf Dauer aber wenig Spaß. Für den gelegentlichen Transport, etwa in der Bahn oder im Auto, ist dieser Mechanismus aber geeignet.

Wie ist der Lenker des Slidefox NT?

Der Blinker am Slidefox NT ist hell und gut zu sehen.

Der Lenker ist mit 59 cm sehr breit und hat schick designte und gleichzeitig griffige Lenkergriffe. Allerdings sind diese nicht ergonomisch geformt, sodass die Hände bei langen Fahrten ermüden können.

An den Lenkerenden sitzen die Blinker. Zusätzlich blinkt der Slidefox NT auch auf Höhe des Hinterrads. Das erhöht die Sichtbarkeit deutlich, da die Blinker so auch von der Seite gut zu sehen sind. Die hellen Blinker am Heck stehen leicht ab, sind aber flexibel, sodass sie nicht kaputtgehen, falls man mal irgendwo hängen bleibt. Der größte Vorteil der Blinker: Man muss die Hände nicht mehr vom Lenker nehmen, um einen Richtungswechsel anzuzeigen.

Aktiviert werden die Blinker über zwei gut erreichbare Schalter auf der linken Seite des Lenkers. Ja, richtig gelesen, Schalter, nicht Taster. Das heißt, wenn wir den Schalter für den linken Blinker drücken, während der rechte noch aktiviert ist, müssen wir beim nächsten Rechtsblinken erst den Schalter ausschalten, bevor wir ihn wieder aktivieren können. Klingt kompliziert, ist es auch. Das wäre mit Tastern statt Schaltern einfacher gewesen. Der Gashebel auf der rechten Seite ist angenehm leichtgängig, sodass der Daumen nicht so schnell ermüdet.

Licht & Display am Slidefox NT

Ein großes, helles LED-Display ist sehr schick in der Lenkermitte integriert. Es ist auch bei strahlendem Sonnenlicht noch gut ablesbar und zeigt Geschwindigkeit, Akkustand in Balken, Licht und Unterstützungsstufe an. Das Frontlicht ist hell und lässt sich in der Höhe anpassen. Es sitzt weit oben, direkt unter dem Lenker. Das ist gut, da es so den Weg besser ausleuchtet und der E-Scooter auch von Weitem gesehen wird. Toll: Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf. So werden nachfolgende Verkehrsteilnehmer gewarnt.

Es gibt auch eine App, über die sich unter anderem Updates einspielen lassen. Außerdem kann man dort seine Fahrdaten wie Geschwindigkeit oder Strecke auslesen. Praktisch: Es lässt sich eine Wegfahrsperre aktivieren. Trotzdem sollte der E-Scooter immer mit einem stabilen Schloss gesichert werden, damit er nicht einfach weggetragen werden kann. Dazu empfehlen wir unseren Ratgeber Fahrradschloss für E-Bike & E-Scooter: Smart, mit App, Alarm & GPS.

Wie fährt sich der Slidefox NT?

Die dicken Reifen des Slidefox NT greifen gut.

Das große und breite Trittbrett ist gummiert. Die 10-Zoll-Reifen sind stolze 3 Zoll dick und greifen richtig gut. Die Federung vorne und hinten ist allerdings etwas zu straff eingestellt. Dadurch kann es auf Dauer unangenehm sein, Feldwege oder holpriges Pflaster zu befahren. Trotzdem ist es ein Quantensprung im Vergleich zu einem E-Scooter ohne Federung. Bordsteine oder Pflastersteine sind so kein Problem.

Der Motor am Hinterrad ist unglaublich stark. 500 Watt beträgt seine Nennleistung, 1200 Watt die Spitzenleistung. Damit gehört er zu den kräftigsten Motoren, die es aktuell in E-Scootern gibt. Eine Angabe zu den maximalen Newtonmetern haben wir nicht gefunden. Der Motor beschleunigt den Slidefox NT in Windeseile auf Maximalgeschwindigkeit. Auch steilere Steigungen meistert er mühelos. Mit etwas über 20 km/h Höchstgeschwindigkeit bewegt er sich im legalen Rahmen.

Am Vorder- und Hinterrad sitzen mechanische Scheibenbremsen. Diese schalten automatisch die Motorbremse hinzu. Die Bremswirkung ist hervorragend, lässt sich aber auch gut dosieren. So kommt man jederzeit schnell und sicher zum Stehen.

Wie hoch ist die Reichweite des Slidefox NT?

Der Slidefox NT ist in zwei Akku-Varianten erhältlich: 720 Wh und 912 Wh. Wir haben die Version mit dem 912 Wh Akku im Test. Laut Slidefox soll man damit bis zu 87 km weit fahren können. Diese Reichweite wurde jedoch unter Idealbedingungen ermittelt: Eine leichte Person fährt mit mittlerer Geschwindigkeit auf ebener Strecke bei perfekten Wetterbedingungen. In der Realität fällt die Reichweite deutlich geringer aus. Faktoren wie das Fahrergewicht, viele Steigungen, hohe Geschwindigkeiten, ständiges Anfahren und Bremsen sowie Kälte reduzieren die Reichweite. Wir kommen im Test auf immer noch sehr gute 40 km. Das Netzteil benötigt etwa 8 Stunden für eine komplette Ladung.

Preis

Der Slidefox NT kommt in einer Variante mit einem 720-Wh-Akku und in einer Variante mit 912-Wh-Akku. Der kleine Slidefox NT kostet regulär 849 Euro, der große 1049 Euro.

Fazit

Der Slidefox NT ist ein sehr gelungener E-Scooter, der optisch wie technisch überzeugt. Sein futuristisch-schickes Design ist ein Hingucker und verleiht ihm einen hohen Wiedererkennungswert. Auch haptisch gefällt er mit einer robusten Verarbeitung und hochwertigen Materialien. Besonders gefallen haben uns die serienmäßigen Blinker vorn und hinten, die ein deutliches Plus an Sicherheit bringen. Der bärenstarke Motor beschleunigt den Slidefox NT mit Wucht und macht dabei richtig Spaß. Auch die enorme Reichweite von bis zu 87 km sucht ihresgleichen. Die Vollfederung schluckt die meisten Unebenheiten weg und sorgt für ein komfortables Fahrgefühl.

Einzige Kritikpunkte: Die Federung ist etwas zu straff eingestellt und das hohe Gewicht schränkt die Transportmöglichkeiten etwas ein. In Summe ist der Slidefox NT aber ein absolutes Top-Modell, das auch anspruchsvolle Nutzer überzeugt. Der Preis ist in Anbetracht der gebotenen Leistung gerechtfertigt.

Der Ausom L1 zeigt im Test viel Offroad-Tauglichkeit fürs Geld: Vollfederung, 749-Wh-Akku, Blinker und Straßenzulassung. Doch ein Punkt trübt den positiven Gesamteindruck.

VORTEILE
  • großer 749-Wh-Akku
  • gute Vollfederung vorn/hinten
  • fairer Preis
  • helle Blinker
  • kräftiger 930-W-Motor
NACHTEILE
  • schwammiges Fahrgefühl
  • umständlicher Klappmechanismus
  • hohes Gewicht von 28 kg
  • Ladezeit 9–10 Stunden

Der Ausom L1 zeigt im Test viel Offroad-Tauglichkeit fürs Geld: Vollfederung, 749-Wh-Akku, Blinker und Straßenzulassung. Doch ein Punkt trübt den positiven Gesamteindruck.

Vollfederung, Riesenakku, Blinker und Straßenzulassung für unter 500 Euro? Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Doch der Ausom L1 will genau das liefern. Der robuste Offroad-E-Scooter kombiniert einen 749 Wh großen Akku mit einem 930-W-Motor, einstellbarer Federung an beiden Rädern und StVO-konformen Blinkern. Hier ist dank Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) alles legal.

Damit wildert der Ausom L1 im Revier etablierter Offroad-Modelle. Der Joyor Y8-S (Testbericht) kostet ähnlich wenig und bringt sogar mit 1248 Wh einen fast doppelt so großen Akku mit. Wer mehr investieren kann, greift zum Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) – geniale Federung, perfekte Verarbeitung und 2000 W Spitzenleistung sprechen für unseren Testsieger.

Aktuell kostet der Ausom L1 bei Amazon 499 Euro. Ob er trotz des günstigen Preises mit der Konkurrenz mithalten kann, zeigt unser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Ausom L1 dauert rund 15 Minuten – etwas länger als bei den meisten Konkurrenten. Nach der Fixierung der Lenkerstange müssen Lenker, Display und Frontlicht separat angeschraubt werden. Im Karton liegen neben dem E-Scooter ein Netzteil, drei NFC-Karten, Montagehandschuhe und eine Bedienungsanleitung. Anschließend muss man den Reifendruck und die Bremsen prüfen. Wir empfehlen das Tragen eines Helms.

Optisch macht der Ausom L1 mehr her, als sein günstiger Preis vermuten lässt. Der massive Stahlrahmen in Grau mit gelb-orangen Akzenten wirkt erwachsen und robust. Das breite Trittbrett (51 × 19 cm) bietet ausreichend Standfläche. Am Heck schützt eine leicht erhöhte Ablage das Schutzblech und dient gleichzeitig als Stütze für den hinteren Fuß. 15 cm Bodenfreiheit sorgen dafür, dass auch höhere Bordsteinkanten oder Wurzeln kein Problem darstellen. Die großen Schutzbleche aus Kunststoff sitzen fest und halten Spritzwasser zuverlässig ab.

Die Verarbeitung überrascht für diese Preisklasse. Saubere Schweißnähte, ein steifes Lenkrohr, ein verwindungsarmer Rahmen – Billig-Plastikteile oder störende Spaltmaße sucht man vergeblich. Der E-Scooter sieht schlicht teurer aus, als er ist. Mit IP54-Zertifizierung trotzt er Spritzwasser aus beliebigem Winkel.

Mit 28 kg ist der Ausom L1 allerdings ein echtes Schwergewicht. Selbst der schwere Doppelmotor-Bolide Iscooter IX7 Pro (Testbericht) wiegt mit 30 kg nur wenig mehr. Wer den Ausom L1 regelmäßig in den dritten Stock ohne Aufzug schleppen muss, sollte vorher seinen Bizeps trainieren.

Ausom L1: Unnötig komplizierter Klappmechanismus.

Der Klappmechanismus ist unnötig kompliziert. Statt eines einfachen Schnellverschlusshebels muss zunächst eine große Kunststoffschraube gelöst werden – das dauert etwa zehn Sekunden. Auch das Einhaken der Lenkstange am hinteren Trittbrett gelingt nicht intuitiv: Die Lenkstange muss erst auf die richtige Höhe gebracht werden, bevor der Haken greift. Das hätte man deutlich einfacher lösen können. Zusammengeklappt misst der E-Scooter etwa 125 × 69 × 56 cm. Für den täglichen Transport im ÖPNV oder häufiges Treppensteigen ist er damit weniger geeignet.

Lenker & Display

Der Lenker ist mit 69 cm erfreulich breit und vermittelt gute Kontrolle. Seine Höhe lässt sich zwischen 113 und 133 cm verstellen – damit eignet sich der E-Scooter für Fahrer von 150 bis 200 cm Körpergröße. Die ergonomisch geformten Griffe liegen angenehm in der Hand.

Der Kippschalter für den Blinker des Ausom L1.

Etwas gewöhnungsbedürftig: Der Gashebel wird nicht mit dem Daumen, sondern mit dem Zeigefinger bedient. Er geht etwas straff. Bei längeren Fahrten kann das zu Ermüdung oder gar Schmerzen im Finger führen.

Das 4,5-Zoll-LC-Display ist eines der größten, die wir bisher an einem E-Scooter gesehen haben. Es zeigt Geschwindigkeit, Fahrmodus, Akkustand, Distanz und verschiedene Untermenüs übersichtlich an. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt es gut ablesbar.

Die integrierten Blinker an den Lenkerenden sind erfreulich hell. Ein Wippschalter auf der linken Seite aktiviert sie. Ein akustisches Signal gibt es nicht und der Blinker schaltet sich nicht automatisch ab – hier muss der Fahrer aufpassen.

Das Voll-LED-Lichtsystem überzeugt. Der im Abstrahlwinkel verstellbare Frontscheinwerfer leuchtet hell und hat einen seitlichen Lichtaustritt, der die Sichtbarkeit bei Nachtfahrten verbessert. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf. Einen Dämmerungssensor gibt es nicht, das Licht wird über einen separaten Schalter aktiviert.

Ohne Anleitung ist das Sicherheitssystem des Ausom L1 nicht zu verstehen.

Besonders ist das Sicherheitskonzept. Vor jeder Fahrt muss ein Passwort eingegeben (Standard: 0000) oder eine der drei beiliegenden NFC-Karten ans Display gehalten werden. Über ein verstecktes Untermenü – Plus- und Minus-Taste gleichzeitig gedrückt halten – lassen sich unter Position P23 neue Passwörter und unter P18 neue NFC-Karten binden. Sogar das eigene Smartphone funktioniert mit einer entsprechenden NFC-App als Schlüssel. Coole Option, aber alles andere als selbsterklärend. Ohne Bedienungsanleitung steht man hier auf dem Schlauch.

Eine eigene App gibt es leider nicht. Schade, denn sie hätte die Passwort- und NFC-Verwaltung deutlich komfortabler gemacht.

Fahren

Auf dem Ausom L1 stehen – das fühlt sich erst mal gut an. Das breite Trittbrett bietet viel Platz, die erhöhte Ablage am Heck gibt dem hinteren Fuß Halt. Dank des höhenverstellbaren Lenkers und der ergonomischen Griffe finden Fahrer unterschiedlicher Statur eine bequeme Position. Drei Fahrmodi stehen zur Wahl: Eco (ca. 10 km/h), Sport (ca. 15 km/h) und Race (ca. 20–22 km/h). Die Umschaltung erfolgt über die Plus- und Minus-Tasten an der rechten Seite des Lenkers.

Die Federung des Ausom L1 ist fantastisch!

Die Vollfederung mit einstellbaren Federn an Vorder- und Hinterrad ist das Herzstück des E-Scooters. Sie schluckt Schlaglöcher, Kopfsteinpflaster, Schotter und kleine Wurzeln hervorragend. Auf Feldwegen fühlt sich der Ausom L1 richtig wohl – hier spielt er seine Stärken voll aus. Die 10-Zoll-Tubeless-Offroad-Reifen bieten guten Grip auf Asphalt und leichten Waldwegen.

Allerdings – und das ist der größte Kritikpunkt am E-Scooter – fühlt sich das Fahren ungewöhnlich schwammig an. Präzise Lenkmanöver gelingen nur mit Mühe. Das liegt vermutlich an der weichen Federung. Dieses Problem kennen wir auch vom Trittbrett Fritz (Testbericht), dort ist es aber weniger ausgeprägt. Andere vollgefederte Modelle wie der Segway Ninebot Max G3 D oder der Navee S65D bekommen das deutlich besser hin. Wer ein knackiges, direktes Fahrgefühl erwartet, wird enttäuscht.

Der Heck-Nabenmotor mit 500 W Nennleistung (48-V-System) und bis zu 930 W Spitzenleistung zieht kräftig aus dem Stand an. 29 Nm Drehmoment sorgen dafür, dass auch leichte Steigungen souverän gemeistert werden. Im Race-Modus schöpft der Motor den gesetzlichen Rahmen mit 20 bis 22 km/h gut aus.

Das Trittbrett des Ausom L1 ist auch für Schuhgröße 46 geeignet.

Das Bremssystem mit E-ABS und mechanischen Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad packt satt zu. Der Bremsweg ist kurz, die Dosierung gelingt feinfühlig. Auch bei Vollbremsungen bleibt der E-Scooter kontrollierbar.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 749 Wh (48 V / 15,6 Ah) und ist fest eingebaut. Laut Hersteller soll eine Reichweite von bis zu 70 km möglich sein – unter Idealbedingungen.

Im Praxistest mit einem 85 kg schweren Fahrer, Race-Modus, flacher Strecke und 15 °C Außentemperatur kommen wir auf 35 bis 45 km. Ein solider Wert, der für die meisten Pendelstrecken und Freizeitausflüge ausreicht. Die reale Reichweite hängt wie immer von Fahrergewicht, Temperatur, Streckenprofil und Fahrstil ab.

Die Ladezeit ist mit bis zu 10 Stunden deutlich zu lang.

Die Ladezeit von 9 bis 10 Stunden mit dem mitgelieferten 54,6 V / 1,5-A-Ladegerät ist eine echte Geduldsprobe. Über Nacht laden – andere Optionen gibt es kaum.

Preis

Der Ausom L1 kostet aktuell 499 Euro bei Amazon. Für einen vollgefederten Offroad-E-Scooter mit 749 Wh Akku, Blinkern und Straßenzulassung ist das ein ausgesprochen fairer Preis. In dieser Ausstattungskombination gibt es aktuell kaum Konkurrenz zu diesem Kurs.

Fazit

Der Ausom L1 liefert für vergleichsweise wenig Geld eine beeindruckende Ausstattung. Der große 749-Wh-Akku sorgt für ordentliche Reichweite, die Vollfederung schluckt Feldwege und Schlaglöcher zuverlässig, die Blinker erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Auch schwerere Fahrer zieht der kräftige Motor souverän durch die Gegend. Die Bremsen packen verlässlich zu. Und die Verarbeitung überrascht positiv für diese Preisklasse – saubere Schweißnähte, steifer Rahmen, keine Billig-Anmutung.

Doch es gibt Schattenseiten. Das schwammige Fahrgefühl ist der größte Kritikpunkt. Andere vollgefederte E-Scooter fahren sich deutlich präziser. Der umständliche Klappmechanismus nervt, das Gewicht von 28 kg macht den Transport zur Kraftübung, und die Ladezeit von 9 bis 10 Stunden erfordert Geduld. Auch der straffe Zeigefinger-Gashebel ist ein Minuspunkt.

Wer einen günstigen Offroad-E-Scooter mit großem Akku und Straßenzulassung sucht und über das schwammige Fahrgefühl hinwegsehen kann, bekommt hier viel E-Scooter fürs Geld. Für den Preis gibt es schlicht keinen besser ausgestatteten Offroad-Roller mit ABE – man muss nur damit leben, dass er sich eher wie ein gemütlicher Feldweg-Cruiser als ein präzises Fahrinstrument anfühlt.

ZUSÄTZLICH GETESTET
Ninebot Segway Max G2D
Navee S65D
Isinwheel T4
Gomate Staep ER1 Evo
Egret Ey! 3
Epowerfun EPF-Pulse
Trittbrett Fritz
Joyor S5

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.