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Top 10: Die beste Smartwatch für Damen im Test – Apple, Garmin, Samsung & Co.

Withings Scanwatch 2

Viele Hersteller bieten Smartwatches speziell für Frauen – mit eigenem Design, angepasster Technik. Wir zeigen die besten Modelle.

Smartwatches sind längst mehr als nur eine Spielerei fürs Handgelenk – sie ersetzen klassische Armbanduhren und ergänzen das Smartphone um praktische Funktionen. Für viele Nutzerinnen spielt dabei nicht nur die Technik, sondern auch das Design eine zentrale Rolle. Hersteller reagieren darauf mit speziell auf Frauen zugeschnittenen Modellen: kompakter gebaut, eleganter gestaltet – und technisch oft eigenständig.

Wie andere Smartwatches verbinden sich auch die Damen-Varianten per Bluetooth mit dem Smartphone und übertragen Gesundheits- sowie Aktivitätsdaten in die passende App. Einige bieten auch eine Telefonfunktion über das Smartphone – oder via LTE mit eSIM statt SIM-Karte wie bei der Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch.

Ein optischer Sensor misst den Puls, womit die Smartwatches auch den Schlaf überwachen – manche Modelle bieten sogar EKG-Funktionen oder Gesundheitsanalysen. Ein Schrittzähler ist immer an Bord, ebenso die Messung des Kalorienverbrauchs. Auch das Tracking der Fitness kommt nicht zu kurz: Je nach Modell gibt es umfassende Trainingsprofile, Sportmodi und individuelle Pläne oder konkrete Übungsvorschläge. Alle hier gezeigten Uhren sind zudem wasserdicht. Ein weiteres wichtiges Feature ist die Überwachung und Vorhersage des Menstruationszyklus.

Wir zeigen in dieser Bestenliste Smartwatches speziell für Damen und erklären, worauf es dabei ankommt.

Die Herzgesundheit im Blick behält man mit Uhren aus der Top 10: Die beste Smartwatch mit EKG im Test – Testsieger misst Blutdruck. Für sportlich aktive Nutzerinnen empfehlen wir die Top 10: Die beste Sportuhr im Test – Garmin ist Testsieger vor Huawei & Polar.

Welche ist die beste Smartwatch für Frauen?

Testsieger ist dank langer Akkulaufzeit, gutem Zyklus-Tracking sowie edlem Design die Withings Scanwatch 2 als 38-mm-Variante ab 247 Euro. Die Hybrid-Watch verzichtet auf ein großes Display und setzt stattdessen auf ein echtes Ziffernblatt. So hält die Smartwatch bis zu einem Monat mit einer Akkuladung durch.

Die beste Wahl für iPhone-Nutzerinnen bleibt die Apple Watch Series 11 mit 42-mm-Gehäusegröße ab 379 Euro. Geht es um smarte Features und Integration mit dem Smartphone, ist kaum eine andere Smartwatch besser. Das macht die Apple Watch Series 11 zum Technologiesieger. Einzige Schwachstelle bleibt die kurze Akkulaufzeit.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ab 50 Euro. Apps gibt es hier nicht, dafür bietet die Uhr eine präzise Pulsmessung und lange Akkulaufzeit – schick ist sie auch noch.

KURZÜBERSICHT

Withings Scanwatch 2

Wer eine klassische und elegante analoge Uhr sucht, aber auf smarte Funktionen, präzise Sensoren und EKG-Messung nicht verzichten will, bekommt mit der Withings Scanwatch 2 eine spannende hybride Uhr. Das Design der Uhr wirkt hochwertig und sieht schick sowie elegant aus. Die Akkulaufzeit von fast einem Monat ist unerreicht bei anderen Uhren dieser Bestenliste.

Wer auf einen Touchscreen verzichten kann, bekommt mit der Scanwatch 2 eine spannende Alternative. Derzeit kostet die Variante für Damen mit 38 mm rund 247 Euro. Die hybride Smartwatch mit 42 mm gibt es ab 255 Euro.

VORTEILE
  • edles Design
  • hervorragende Verarbeitung
  • fast 30 Tage Akkulaufzeit
  • EKG-Messung
  • Menstruationszyklus-Tracking 
NACHTEILE
  • kein integriertes GPS
  • keine Bezahlfunktion
  • entleert Smartphone-Akku schneller
  • keine Reparaturen, nur Umtausch

Apple Watch Series 11

Die Apple Watch Series 11 bringt gezielte Detailverbesserungen. Der Bildschirm ist heller, die 5G-Redcap-Konnektivität effizienter. Design und Sensorik bleiben vertraut und auf höchstem Niveau. Die neue Bluthochdruckwarnung ergänzt das starke Gesundheits- und Fitnesspaket. Minimal längere Laufzeiten sowie Schnellladen erhöhen die Alltagstauglichkeit.

Das 42-mm-Modell kostet ohne Mobilfunk 373 Euro und mit 5G rund 519 Euro. Die große 46-mm-Variante startet bei 400 Euro und kostet mit 5G mindestens 541 Euro. Die edle Ausführung aus Titan mit Milanaise-Armband liegt bei 787 Euro.

VORTEILE
  • helles Display mit LTPO-Technologie
  • erkennt Bluthochdruck
  • 1-Kanal-EKG
  • 5G-Konnektivät
NACHTEILE
  • wenig echte Neuerungen
  • kurze Akkulaufzeit
  • teuer

Xiaomi Smart Band 9 Pro

Das Xiaomi Smart Band 9 Pro bietet als Fitness-Tracker ein hervorragendes AMOLED-Display, einen zuverlässigen Pulssensor und im Vergleich zum regulären Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion. Außerdem überzeugt es mit seinen verhältnismäßig günstigen 50 Euro.

VORTEILE
  • hervorragendes AMOLED-Display
  • GPS-Funktion
  • guter Pulssensor
NACHTEILE
  • keine Bezahlfunktion
  • Google-Dienste nicht unterstützt
Ratgeber

Design: Größe und Komfort

Smartwatches, die sich gezielt an Frauen richten, unterscheiden sich im Design deutlich von typischen Herren- und Unisex-Modellen. Viele Hersteller setzen auf eine filigrane Optik oder ein buntes Armband aus Silikon oder Leder und orientieren sich an klassischen Armbanduhren, die zugleich Schmuckstück sein sollen. Farblich dominieren Silber-, Gold- und Creme-Töne – oft kombiniert mit Roségold oder zarten Farben wie Rosa oder Weiß. Ein Beispiel dafür ist die Garmin Lily 2 Active.

Einige Hersteller statten ihre Damen-Smartwatches mit kleineren Displays aus, wodurch die Uhren kompakter und leichter wirken. Sie tragen weniger auf und sind damit perfekt für schmale Handgelenke. Kleinere Gehäuse bieten allerdings weniger Platz für einen großen Akku. Entsprechend fällt die Laufzeit oft kürzer aus als bei größeren Unisex- oder Herrenmodellen, besonders wenn man das Display für Always-on aktiviert.

Manche Hersteller wie Polar verzichten auf spezielle Damen-Varianten und bieten ihre Modelle stattdessen in neutralem Design und in verschiedenen Farbvarianten an – etwa die Vantage M3. Die Technik bleibt dabei für alle Zielgruppen identisch.

Die Bedienung von Smartwatches erfolgt meistens per Touch über das AMOLED-Display sowie zum Teil auch per Tasten oder Sprachsteuerung. Hybriduhren wie die Scanwatch 2 bedient man stattdessen über die Krone. Größere Unterschiede gibt es je nach Modell und Hersteller in der Benutzerfreundlichkeit und den Steuerungsarten.

Sport-Features

Auch Smartwatches für Damen sind in der Regel mit umfangreichen Sportfunktionen ausgestattet. Ob sich diese von denen der Herrenmodelle unterscheiden, hängt vom Hersteller und der jeweiligen Modellpolitik ab. Meist bestehen keine nennenswerten Unterschiede – selbst wenn die Fitnessuhren in getrennten Varianten für Männer und Frauen angeboten werden.

Teilweise integrieren Hersteller in dedizierten Damen-Modellen gezielt Trainingsprofile wie Yoga, Pilates oder Tanzen. Diese sind jedoch häufig auch auf den Unisex- oder Herren-Geräten verfügbar. Ein Pulsmesser ermittelt die Herzfrequenz im Alltag sowie beim Sport. Ist die Belastung hoch und wechselhaft, können die optischen Sensoren nicht immer mit dem Herzschlag mitkommen. Die Genauigkeit verbessert sich jedoch zunehmend – selbst bei günstigen Modellen.

In unseren Tests zeigte sich jedoch: Design und kompakte Bauform gehen oft mit funktionalen Einschränkungen einher. Kleinere Gehäuse bedeuten nicht nur geringere Akkulaufzeit, sondern in manchen Fällen auch eine abgespeckte Ausstattung. Ein genauer Vergleich lohnt sich daher. Wer ein dediziertes Damen-Modell wählt, sollte prüfen, ob der Designvorteil mögliche Kompromisse bei Technik und Laufzeit rechtfertigt.

Sowohl die Apple Watch Series 11 als auch die Samsung Galaxy Watch 8 bieten eine hervorragende Pulsmessung beim Training. Das gilt auch für die Huawei Watch GT 6 in 41 mm sowie die Garmin Venu 4S und Lily 2 Active sowie Vivoactive 6.

Frauengesundheit

Zyklus-Tracking gehört inzwischen zur Standardausstattung vieler Smartwatches – die Umsetzung unterscheidet sich aber deutlich. Am umfangreichsten arbeitet die Apple Watch: In Kombination mit der Health-App erkennt sie über die Hauttemperatur die Ovulation und Zyklusabweichungen. Die Withings Scanwatch 2 bietet ein ähnlich präzises Tracking, verpackt in einem klassischen Uhrendesign – die Daten laufen übersichtlich in der Withings-App zusammen.

Die Huawei Watch GT 6 in 41 mm richtet sich mit einem dedizierten Zyklusfeature und dem kleineren Gehäuse gezielt an schmalere Handgelenke. Garmin setzt bei der Venu 4S und der Lily 2 Active auf Menstruations-Tracking mit Erinnerungen und Symptomprotokoll über Garmin Connect – solide, aber ohne Temperatursensorik.

Das Xiaomi Smart Band 9 Pro bietet nur ein rudimentäres Zyklus-Tracking: Auf Basis manueller Eingaben berechnet es Menstruationsphasen und fruchtbare Tage. Eine Temperaturmessung oder tiefergehende Symptomerfassung fehlen – das Tracking ist damit deutlich weniger präzise als bei der Apple Watch oder der Withings Scanwatch 2. Für eine grobe Übersicht reicht es. Wer aber verlässliche Daten zur Zyklusgesundheit sucht, stößt schnell an Grenzen.

Smarte Features vs. lange Akkulaufzeit

Wer eine besonders lange Akkulaufzeit will, muss bei den smarten Features Kompromisse eingehen. Sportuhren von Garmin setzen auf proprietäre Systeme mit wenigen Apps und verzichten auf Mobilfunk – halten dafür aber teilweise mehrere Wochen durch. Auch die Huawei Watch GT 6 in 41 mm, die Garmin Venu 4S und das Xiaomi Smart Band 9 Pro bieten eine mehrtägige Akkulaufzeit, verfügen aber ebenfalls nur über ein eingeschränktes App-Angebot.

Wer hingegen eine smarte Uhr bevorzugt, muss mit kürzerer Laufzeit leben. Die Apple Watch bietet ein riesiges App-Angebot und nahtlose iPhone-Anbindung. Das Android-Pendant ist die Galaxy Watch mit Wear OS – die jedoch nur mit Samsung-Smartphones den vollen Funktionsumfang bietet, etwa beim EKG. Für andere Android-Nutzerinnen bietet sich die Google Pixel Watch 4 an.

Alle drei Smartwatches gibt es zudem mit Mobilfunk, womit sie auch ohne Smartphone autark funktionieren. Der Preis dafür: In der kleinen Variante halten sie höchstens einen Tag ohne Ladegerät durch.

Fazit

Wer eine Smartwatch sucht, die stilistisch passt und technisch überzeugt, findet eine breite Auswahl. Ganz vorn liegt die Withings Scanwatch 2: Die Hybrid-Smartwatch kombiniert ausgefeilte Tracking-Funktionen mit einer Akkulaufzeit von über einem Monat und zeitlos-elegantem Design.

Die Apple Watch Series 11 ist die beste Wahl für iOS-Nutzerinnen – vorausgesetzt, die kurze Akkulaufzeit ist kein Dealbreaker. Das Gegenstück für Samsung-Handys ist die Samsung Galaxy Watch 8, für übrige Android-Smartphones die Google Pixel Watch 4. Wer längere Laufzeiten und gezielte Fitness-Features bevorzugt, findet Alternativen von Garmin oder Huawei. Preis-Leistungs-Sieger ist das Xiaomi Smart Band 9 Pro.

Ein Hinweis: Kompaktere Bauformen bringen häufig Abstriche bei Displaygröße, Akku und Ausstattung mit sich. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, statt blind zur vermeintlichen „Frauen-Smartwatch“ zu greifen – denn wer Technik und Design gleichermaßen priorisiert, wird in jeder Preisklasse fündig.

Weitere Wearables und mobile Devices zeigen wir in diesen Bestenlisten:

BESTENLISTE

Die hybride Smartwatch Withings Scanwatch 2 bietet ein klassisches Ziffernblatt und smarte Sensoren mit EKG-Messung. Der Akku hält einen ganzen Monat durch.

VORTEILE
  • edles Design
  • hervorragende Verarbeitung
  • fast 30 Tage Akkulaufzeit
  • EKG-Messung
  • Menstruationszyklus-Tracking 
NACHTEILE
  • kein integriertes GPS
  • keine Bezahlfunktion
  • entleert Smartphone-Akku schneller
  • keine Reparaturen, nur Umtausch

Die hybride Smartwatch Withings Scanwatch 2 bietet ein klassisches Ziffernblatt und smarte Sensoren mit EKG-Messung. Der Akku hält einen ganzen Monat durch.

Eine klassische, analoge Uhr mit smarten Funktionen und Sensoren? Withings spendiert seiner Scanwatch eine Neuauflage. Die Hybrid-Smartwatch läuft fast einen Monat lang mit nur einer Akkuladung. Möglich macht dies ein analoges Zifferblatt, in das nur ein kleines OLED-Display für Benachrichtigungen eingebettet ist.

Wie die meisten Produkte des französischen Herstellers ist die Withings Scanwatch ganz dem Thema Gesundheit verschrieben. Mit an Bord sind wieder Pulsmessung, Schrittzählung und die Überwachung des Blutsauerstoffgehalts. Die größte Besonderheit ist die frühzeitige Erkennung von Vorhofflimmern sowie auch die Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG). Neu hinzugekommen bei der Withings Scanwatch 2 ist eine Überwachung des Menstruationszyklus inklusive einer Prognose sowie einer Messung der Schwankungen der Körpertemperatur.

Der Vorgänger begeisterte unsere Redaktion, doch trifft dies auch auf das neue Modell zu? Das schildern wir in diesem Testbericht.

Design: Was ist das Besondere an der Scanwatch 2?

Wie schon beim Vorgänger handelt es sich bei der Scanwatch 2 um eine sogenannte Hybrid-Smartwatch. Das Ziffernblatt ist analog – was zu niedrigem Energieverbrauch führt. Neben dem schicken und klassischen Design in einem Gehäuse aus Edelstahl wirkt die Uhr so sehr klassisch. Sie macht sich gut am Handgelenk im Alltag, beim Ausgehen oder Geschäftsessen.

Das Gehäuse selbst ist eher klein, mit einem Durchmesser von 42 mm. Es gibt zudem eine noch kleine Ausführung mit 38 mm – insbesondere für Frauenhandgelenke. Der Tragekomfort ist aufgrund des eher niedrigen Gewichts hoch. Standardmäßig kommt die Uhr mit einem schwarzen Ziffernblatt und Armband oder einem weißen Ziffernblatt sowie grauem Armband jeweils aus Kunststoff. Die kleine Variante gibt es neben Edelstahl auch mit einem goldfarbenen Gehäuse mit Ziffernblatt in Dunkelbau oder Sandfarben. Der Hersteller bietet jedoch eine Vielzahl weiterer Armbänder in verschiedenen Farben sowie aus Leder, Edelstahl oder Milanaise an.

Eingebettet in das Ziffernblatt ist ein kleines rundes Display, das Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigt. Diese stromsparende Lösung sorgt für eine lange Akkulaufzeit. Auf Sensoren verzichtet die hybride Uhr jedoch nicht und bietet so umfassende Tracking-Möglichkeiten für Schlaf, Puls und Herzgesundheit. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht.

Eine Besonderheit gibt es: Withings repariert die Uhren nicht. Sollte während der zweijährigen Gewährleistung ein Schaden auftreten, dann tauscht der Hersteller das Produkt aus. Nach Ablauf der Garantie bietet Withings einen Preisnachlass für den Kauf einer neuen Uhr an.

Features: Hat die Scanwatch 2 ein GPS?

In der Uhr steckt eine Menge Technik. Die Sensoren erlauben eine Zählung von Schritten, sowie hochgestiegener Etagen, Schlafüberwachung, Zyklusüberwachung und die Messung der Herzfrequenz, des Blutsauerstoffs, Kalorienverbrauchs oder der Hauttemperatur. Ein Höhenmesser ist ebenfalls an Bord sowie eine Stoppuhr und Timer. Eine EKG-Funktion ist wie beim Vorgänger vorhanden. Es gibt zudem erneut einen Atem-Coach zum Entspannen.

Ein integriertes GPS gibt es nicht, wer also die Uhr zum Laufen nutzen will, muss das Smartphone mitnehmen. Eine Anbindung an ein Mobilgerät erfolgt per Bluetooth, eine Variante mit Mobilfunk gibt es nicht. Ebenso wenig ist eine Bezahlfunktion vorhanden. Die Schlafüberwachung erkannte im Test nächtliche Wachphasen. Am nächsten Morgen erhalten die Nutzer eine Übersicht der Schallqualität mit sämtlichen Schlafphasen.

Neu hinzugekommen ist die Überwachung des Menstruationszyklus, die sogar eine Prognose erlaubt. Welche Erfahrungen unsere Autorin Sara Petzold damit gemacht hat, erklären wir im separaten Kapitel weiter unten. Die Scanwatch 2 ist zudem in der Lage, Schwankungen der Körpertemperatur während des Tages und in der Nacht zu erkennen. Das kann etwa auf den Beginn einer Krankheit oder eine Veränderung des Gesundheitszustandes hindeuten.

Die Bedienung der Uhr erfolgt allein über die Krone am Gehäuse. Das ist etwas umständlicher, als man es von Touchscreen gewohnt ist. Sämtliche Messungen finden sich optisch aufbereitet in der Withings-App für das Smartphone, die es sowohl für Android als auch iOS gibt.

Die Scanwatch 2 eignet sich zudem für das Puls-Tracking beim Sport. Die Uhr verfügt über eine automatische Trainings-Erkennung für Laufen, Gehen, Schwimmen oder Radfahren. In der App können Nutzer aus insgesamt 40 verschiedenen Profilen wählen, bis zu acht davon kann man zu seinen Favoriten machen und zum Training direkt über die Uhr auswählen. Außerdem bietet Scanwatch 2 die Möglichkeit, die Leistung und Erholung beim Training mithilfe der Körpertemperaturzonen zu optimieren.

Bei schnellem Wechsel der Belastung kommt die sonst genaue Pulsmessung nicht immer mit. Etwas störend war folgendes Phänomen: Beim Krafttraining stoppte die Uhr automatisch die Messung bei Übungen auf dem Boden – hier hatten wir anfangs aber den Modus „sonstiges“ ausgewählt. Sobald eine Aktivität mehrmals manuell ausgewählt wurde, kann die Scanwatch 2 die Bewegungen besser einer Sportart zuordnen. Nutzt man dafür dann etwa den Modus „Bodybuilding“ stellt sich die Uhr besser auf Sit-ups am Boden ein, ohne automatisch das Training stoppen zu wollen.

EKG: Wie erkennt die Scanwatch 2 Vorhofflimmern?

Die Scanwatch 2 ist in der Lage, Anzeichen für Vorhofflimmern im Schlaf sowie auch am Tag frühzeitig zu erkennen. Ferner ist die hybride Smartwatch sowie der Vorgänger zertifiziert, um ein 1-Kanal-EKG zu erstellen. Diese Funktion erkennt Probleme wie Herzrhythmusstörungen und damit verbunden Vorhofflimmern. Dennoch sollte beachtet werden, dass die Zertifizierung dieser Funktion durch Withings keinen Arztbesuch ersetzt. Die Uhr und die zugehörige App betonen vor der ersten Nutzung die Wichtigkeit einer ärztlichen Konsultation bei auftretenden Beschwerden.

Um die Messung durchzuführen, trägt man die Uhr am linken Handgelenk und berührt mit den Fingern der rechten Hand das Metallgehäuse der Uhr, um den Stromkreis für die Messung zu schließen. Die Herzrhythmusdaten werden dann während der etwa 30 Sekunden dauernden Messung auf dem Display angezeigt. Nach der Messung steht ein Diagramm in der App als Animation sowie als PDF-Datei für den Export zur Verfügung.

Menstruation: Wie überwacht die Scanwatch 2 den Zyklus?

Unsere Autorin Sara Petzold hat die Zyklusüberwachung über mehrere Monate getestet. Während wir auf dem Display der Uhr lediglich den aktuellen Zyklustag ablesen können, ist der Großteil der zugehörigen Features in die App ausgelagert. Im Reiter „Zyklusverfolgung“ können Nutzerinnen die Dauer ihrer Periode eintragen. Je häufiger man die Daten in der App vermerkt, desto genauer fällt die Vorhersage der einzelnen Zyklusphasen aus. Basierend auf den bisher protokollierten Angaben können wir in der App nachlesen, wann voraussichtlich der nächste Eisprung und wann die nächste Menstruationsblutung stattfindet.

Basierend auf den vergangenen drei Zyklen berechnet die App eine durchschnittliche Dauer des Zyklus und gibt eine Abweichung von dieser Dauer an. Anhand dessen können wir ablesen, wie regelmäßig oder unregelmäßig unser Zyklus ist. Je größer die Abweichung in Tagen ausfällt, desto unregelmäßiger ist der Zyklus. Dasselbe gilt für die Dauer der Periode.

Ergänzend dazu haben wir in der App die Möglichkeit, den Zyklus beeinflussende Faktoren, wie Schwangerschaft, Stillzeit oder hormonelle Verhütungsmittel, zu notieren und detaillierte Einträge in einem Gesundheitsjournal zu ergänzen. Damit erfassen wir neben der Periode auch unsere sexuelle Aktivität, unsere Stimmung sowie körperliche Symptome (zum Beispiel Kopf-, Bauch- oder Brustschmerzen). Ergänzend haben wir die Möglichkeit, die Beschaffenheit des vaginalen Ausflusses einzutragen – eine Funktion, die für Nutzerinnen der NFP-Verhütungsmethode relevant ist. Leider geht mit diesem Feature zugleich eine ungenutzte Chance einher, denn die eigene Körpertemperatur können wir im Gesundheitsjournal nicht eintragen, obwohl diese für NFP ebenfalls relevant ist.

Trotzdem bietet die Scanwatch 2 eines der umfangreichsten Featuresets zum Thema Zyklusüberwachung, das der Smartwatch-Markt zu bieten hat. Die ergänzenden Informationen, die Withings seinen Anwenderinnen in der App erklärend zum Zyklus zur Verfügung stellt, runden das positive Gesamtbild ab. Die Genauigkeit der Zyklusvorhersage hängt zwar davon ab, wie regelmäßig oder unregelmäßig der eigene Zyklus tatsächlich verläuft, hat uns im Test aber überzeugen können. Einziges Manko ist die fehlende Möglichkeit, eine manuell gemessene Körpertemperatur einzutragen und die Fruchtbarkeitsphase nach der NFP-Methode zu berechnen.

Akku: Wie lange hält die Scanwatch 2?

Laut Hersteller hält die Scanwatch 2 bis zu 30 Tage lang mit nur einer Akkuladung durch. Im Test kamen wir nicht ganz auf diese Zeit, aber die Uhr hielt dennoch stolze 27 Tage durch bei täglicher Nutzung am Tage und gelegentlichem Tragen bei Nacht. Die Uhr wird in knapp eineinhalb Stunden per mitgelieferter Ladeschale über ein USB-C-Kabel geladen.

Auch wenn die Uhr so fast einen Monat durchhält. Einen Haken hat die Withings-App: Diese entleert den Smartphone-Akku spürbar schneller, da die App permanent im Hintergrund nach Bluetooth-Geräten sucht. In unserem Test kam das Handy dadurch nicht mehr über den ganzen Tag.

Preis: Was kostet die Withings Scanwatch 2?

Die UVP der Withings Scanwatch 2 beträgt 350 Euro. Aktuell bekommt man die Variante für Damen mit einer Größe von 38 mm in Weiß für 247 Euro und in Schwarz für 250 Euro. in Sand mir roségold sind es 280 Euro. Das blaue Modell leigt bei 279 Euro. Mit einem Durchmesser von 42 mm kostet die Uhr in Weiß 255 Euro und in Schwarz 270 Euro.

Fazit

Die Withings Scanwatch 2 ist eine hybride Smartwatch, bei der der Akku einen Monat lang durchhält. Sehr überzeugend ist das edle Design der Uhr, die gar nicht nach einer Smartwatch aussieht. Die EKG-Messung ist mit Android-Smartphones sowie dem iPhone ohne weitere Nebenkosten möglich. Dazu kommt eine SpO2-Messung (Sauerstoffsättigung). Es gibt sogar einen Export als PDF-Datei. Neu hinzugekommen ist die Vorhersage und das Tracking des weiblichen Menstruationszyklus. Neben iOS unterstützt die Uhr auch Android.

Einige Einschränkungen gibt es: So fehlt eine Bezahlfunktion, zudem ist das Display zur Anzeige von Nachrichten oder Meldungen vom Smartphone wirklich klein. Einen GPS-Empfänger gibt es nicht in der Uhr, anders als bei den anderen Modellen der Top 10. Zum Sport eignet sich die Hybrid-Uhr ebenfalls, aber es stehen nur wenige Profile und Fitness-Funktionen zur Verfügung. Zudem kommt die Messung der Herzfrequenz bei starkem Belastungswechsel nicht gut hinterher.

Dezente Updates, starke Leistung: Die Apple Watch Series 11 glänzt mit hellerem Bildschirm, 5G und neuer Bluthochdruckwarnung – ein smarter Feinschliff.

VORTEILE
  • helles Display mit LTPO-Technologie
  • erkennt Bluthochdruck
  • 1-Kanal-EKG
  • 5G-Konnektivät
NACHTEILE
  • wenig echte Neuerungen
  • kurze Akkulaufzeit
  • teuer

Dezente Updates, starke Leistung: Die Apple Watch Series 11 glänzt mit hellerem Bildschirm, 5G und neuer Bluthochdruckwarnung – ein smarter Feinschliff.

Die Apple Watch Series 11 erhält dezente Updates beim Display und der 5G-Konnektivität, während die Sensoren unverändert bleiben. Wie sich die neue Apple Watch im Alltag schlägt, haben die Kolleginnen und Kollegen von Mac & i ausführlich getestet – wir fassen für Sie die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Der vollständige Testbericht findet sich im Plus-Artikel Apple Watch Ultra 3, Series 11 und SE 3 im Test: Schneller, smarter, Satellit.

Design

Die Kantenlängen von 42 mm und 46 mm bei einer Dicke von 9,7 mm bleiben bei der Apple Watch Series 11 unverändert – sowohl bei der Aluminium- als auch Titanvariante. Das von Mac & i getestete Aluminiummodell mit 46 mm wiegt nur rund 1,5 g mehr als die Series 10 – im wahrsten Sinne des Wortes kaum spürbar.

Beim Aluminiumgehäuse kommt nun Ion‑X‑Glas zum Einsatz, das doppelt so kratzfest sein soll, während die Titanversion weiterhin auf bewährtes, widerstandsfähiges Saphirglas setzt. Die Apple Watch Series 11 ist wasserdicht nach 5 ATM.

Display

Das OLED-Display der Apple Watch Series 11 nutzt LTPO-Technologie, bleibt auch seitlich ablesbar und erreicht laut Apple eine Helligkeit von bis zu 2000 Nits. In Tests der Kollegen lag die Helligkeit im Freien bei 1598 Nits, etwas unter dem Vorgänger. Die Auflösung beträgt 446 × 374 Pixel (42 mm) oder 496 × 416 Pixel (46 mm).

Das Always-On-Display kann die Bildwiederholrate auf 1 Hertz reduzieren und dauerhaft einen Sekundenzeiger anzeigen – eine Funktion, die bereits mit der Series 10 eingeführt wurde.

Ausstattung

Die Apple Watch Series 11 wird über zwei Tasten gesteuert, darunter die drehbare Digital Crown, sowie über das Touch-Display per Wischen und Tippen. Die Bedienung bleibt insgesamt intuitiv und vertraut. Ein Mikrofon und ein lauter Lautsprecher sind für Telefonie vorhanden.

Im Inneren arbeitet weiterhin der S10-Chip, eine kompaktere Variante des S9 von 2023. Speicher, Lautsprecher, Mikrofon und Sensoren bleiben unverändert. Viele neue Funktionen wie der Schlafindex kommen mit Watch OS 26 auch auf ältere Modelle. Der Speicher liegt nach wie vor bei 64 GB.

Die Mobilfunkversionen unterstützen nun 5G nach dem Redcap-Standard („Reduced Capabilities“) mit Datenraten zwischen 10 und 100 MBit/s, der für Geräte mit kleinerem Akku optimiert ist. Redcap bietet geringere Latenzen und höhere Effizienz als LTE, der Unterschied ist aber kaum spürbar. Ist 5G nicht verfügbar, nutzt die Uhr automatisch LTE.

Fitness

Die Apple Watch Series 11 ist erneut mit elektrischen und optischen Herzsensoren, Temperatur-, Beschleunigungs- und einem Gyro-Sensor ausgestattet. Sie misst EKG, Herzfrequenz- und Blutsauerstoffmessung, Schlaf-Tracking, Sturzerkennung mit Notruf, Zyklustracking und Lärmüberwachung. Eine Erkennung von Schlafapnoe gehört ebenfalls dazu.

Die Apple Watch Series 11 führt mit der Bluthochdruckwarnung eine neue Gesundheitsfunktion ein. Sie nutzt den optischen Herzfrequenzsensor und einen Algorithmus, um über 30 Tage Anzeichen chronisch erhöhten Blutdrucks zu erkennen. Konkrete Messwerte liefert die Uhr nicht, sondern warnt bei Auffälligkeiten und empfiehlt eine ärztliche Kontrolle.

Eigene Testergebnisse lagen noch nicht vor. Die Bluthochdruckwarnung ist von der US-FDA und europäischen Behörden zugelassen. Sie steht auch auf der Apple Watch Series 9, 10 und Ultra 2 per Software-Update zur Verfügung.

Die neueste Apple Watch gehört bei der Trainingserfassung weiter zu den Top-Geräten, was Präzision angeht. Sie ist zudem für moderates Schnorcheln bis 6 Meter Tiefe einsetzbar, misst außerdem Wassertiefe und -temperatur und zeigt Gezeitenvorhersagen per App an.

Akku

Apple erhöht bei der Series 11 die Akkukapazität um 12 Prozent und verspricht weiterhin eine „ganztägige“ Laufzeit. Im Test der Kollegen von Mac & i hielt die 46-mm-Version bei moderater Nutzung rund 28 Stunden durch. Hauptverbraucher bleiben Display, Funk und GPS. Eine einstündige Outdoor-Einheit mit aktiviertem Always-On-Display kostete etwa 15 Prozent Akku.

Dank des Schnellladens erreicht die Uhr in 30 Minuten etwa 80 Prozent Ladestand. Für eine Nacht Schlaf-Tracking genügen fünf Minuten am Ladepuck. Zum Schnellladen sind der USB-C-Puck und ein 20-Watt-Netzteil mit Power Delivery erforderlich.

Preis

Die Apple Watch Series 11 hat eine UVP von 450 Euro für das Modell mit Aluminiumgehäuse. Das größere Modell kostet rund 30 Euro mehr. Die Mobilfunkvariante hat einen Aufpreis von rund 120 Euro. Neu ist die Farbe Spacegrau. Wie üblich gibt es Armbänder aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlicher Länge, die sich teilweise deutlich auf den Preis auswirken.

Am günstigsten ist derzeit das Modell ohne Mobilfunk in 42 mm ab 373 Euro. Die Variante mit 46 mm kostet 400 Euro. Mit Mobilfunkfunktion liegt der Preis für das 42-mm-Modell bei rund 519 Euro oder 541 Euro (46 mm). Am teuersten ist die große Titanausführung mit Milanaise-Armband für knapp 787 Euro.

Fazit

Die Apple Watch Series 11 setzt auf evolutionäre statt revolutionäre Neuerungen. Design, Sensorik und Bedienung bleiben nahezu unverändert, doch Display und Konnektivität wurden sinnvoll verbessert. Das OLED-Panel mit 2000 Nits bietet auch im Freien gute Ablesbarkeit, und die Unterstützung von 5G im Redcap-Standard sorgt für zukunftssichere Mobilfunkanbindung bei effizientem Energieverbrauch.

Mit der neuen Bluthochdruckwarnung stärkt Apple die Gesundheitsfunktionen weiter – eine konsequente Ergänzung zu EKG, Schlafanalyse und Blutsauerstoffmessung. Die Trainings- und Wassersportfunktionen bleiben präzise und vielseitig. Zudem profitiert die Uhr von der längeren Akkulaufzeit und dem schnellen Laden.

Insgesamt präsentiert sich die Apple Watch Series 11 als ausgereifte Smartwatch mit kleinen, aber durchdachten Verbesserungen – eher Feinschliff als Neuanfang, jedoch weiterhin eine der besten Allround-Uhren am Markt.

Der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ist nicht nur preiswert, sondern bringt im Vergleich zum Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion mit.

VORTEILE
  • hervorragendes AMOLED-Display
  • GPS-Funktion
  • guter Pulssensor
NACHTEILE
  • keine Bezahlfunktion
  • Google-Dienste nicht unterstützt

Der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ist nicht nur preiswert, sondern bringt im Vergleich zum Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion mit.

In unserem Test zum Xiaomi Smart Band 9 (Testbericht) störte uns neben dem fehlenden GPS und dem nicht immer zuverlässigen Pulssensor auch, dass das Smart Band 9 generell kaum Neuerungen mit sich brachte. Mit dem Smart Band 9 Pro hat Xiaomi nachgelegt: Die Pro-Variante des Fitness-Trackers unterscheidet sich nicht nur optisch vom regulären Smart Band 9, sondern eliminiert zumindest auf dem Papier einige Probleme, die wir mit dem Smart Band 9 hatten. Ob sich das auch im Alltag widerspiegelt, zeigen wir im Test.

Design und Bedienung

Hätten das Xiaomi Smart Band 9 und das Xiaomi Smart Band 9 Pro nicht fast denselben Namen, wäre man kaum geneigt zu glauben, dass es sich beim Xiaomi Smart Band 9 Pro um eine hochwertige Variante des Smart Band 9 handeln soll. Denn rein optisch haben die beiden Geräte fast nichts miteinander gemeinsam. Während Xiaomi beim Smart Band 9 das Design vorrangig auf Effizienz und Praktikabilität zum günstigen Preis getrimmt hat, merkt man dem Smart Band 9 Pro den Fokus auf dezente Eleganz deutlich an.

Das Smart Band 9 Pro erinnert an eine schicke, rechteckige Armbanduhr, die sich im Business-Kontext gut einfügt. Der Fitness-Tracker verfügt über ein 1,74-Zoll-großes AMOLED-Touch-Display inklusive automatischer Helligkeitsregelung, die sich an das Umgebungslicht anpasst. Das funktioniert im Test einwandfrei. Wer möchte, kann die Helligkeit auch manuell regulieren. Bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige jedenfalls gut lesbar.

Xiaomi bietet das Smart Band 9 Pro in vier verschiedenen Farbvarianten an, von denen drei mit Silikon- und eine mit einem Lederarmband ausgestattet sind. Das Lederarmband wirkt hochwertiger als die Silikonversionen und verfügt zudem über eine Metallschließe. Die funktioniert deutlich besser als der Druckknopf, den Xiaomi bei den Silikonarmbändern verbaut hat und der uns schon beim Smart Band 9 negativ aufgefallen ist. Xiaomi verkauft die Armbänder aber auch einzeln, sodass man je nach Anwendungszweck zwischen Leder und Silikon wechseln kann.

Die Bedienbarkeit des Xiaomi Smart Band 9 Pro lässt keine Wünsche offen. Unsere Eingaben werden zügig und präzise erkannt, und das Touch-Display kommt auch mit feuchten oder verschmutzten Fingern gut zurecht. Zudem ist der Tracker bis 5 ATM wasserdicht, sodass man ihn unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht abnehmen muss. Ausgiebige Tauchgänge und Saunabesuche empfiehlt der Hersteller allerdings ausdrücklich nicht.

Einrichtung und App

Wie von anderen Xiaomi-Smartwatches und Fitness-Trackern gewohnt, nutzt auch das Xiaomi Smart Band 9 Pro die App Mi Fitness. Anders als wir im Test des Smart Band 9 noch bemängelt haben, benötigt man mittlerweile kein Nutzerkonto mehr, um die App zu installieren und eine Verknüpfung zwischen dem Smart Band 9 Pro und dem Smartphone via Bluetooth herzustellen. Ein Teil der Datenschutzprobleme, mit denen das Smart Band 9 zum Testzeitpunkt noch zu kämpfen hatte, wurde damit behoben. Allerdings lässt sich die Bluetooth-Funktion des Smart Band 9 Pro nicht deaktivieren.

Ansonsten hat sich bei Mi Fitness nicht viel geändert. Der Startbildschirm zeigt eine frei konfigurierbare Auswahl an Kacheln mit Daten wie Herzfrequenz, Schlaf, Aktivität, Schritten, Blutsauerstoff und mehr an. Ein Klick auf eine der Kacheln öffnet eine Detailansicht, in der sich die jeweiligen Datensätze in Tagen, Wochen und Monaten aufgeschlüsselt anzeigen lassen. Das sorgt für Übersicht und eine intuitive Bedienbarkeit, die übrigens auch in den anderen Menüs der App (Training und Einstellungen) überzeugt.

Aktivität und Training

Die Möglichkeiten zum Aufzeichnen von täglichen Aktivitäten und sportlichen Trainingseinheiten gleichen sich beim Smart Band 9 und dem Smart Band 9 Pro in vielerlei Hinsicht, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Anders als das Band 9 verfügt das Smart Band 9 Pro über ein integriertes GPS-Modul. Nutzer können also ähnlich wie bei der Redmi Watch 4 auch ohne Smartphone zurückgelegte Strecken beim Laufen, Wandern und Radfahren zuverlässig aufzeichnen.

In unserem Test macht das GPS-Tracking, das neben GPS selbst auch Beidou, Glonass, Galileo und QZSS unterstützt, einen einwandfreien Job. Nennenswerte Abweichungen gegenüber unserem Kontrollgerät (Garmin Fenix 7) gab es keine. Auch die Messung unseres Lauftempos funktionierte hervorragend.

Als erfreulich empfanden wir zudem den großen Umfang an zusätzlichen Messwerten je nach Trainingsprofil, von denen das Smart Band 9 Pro insgesamt mehr als 150 verschiedene Varianten zu bieten hat. Anders als viele vergleichbare Tracker liefert Xiaomis Modell nicht nur Dauer und Puls sowie Kalorienverbrauch, sondern auch weitere nützliche Daten. Läufer bekommen etwa zusätzlich Tempo, Schritte, Schrittfrequenz, vertikales Verhältnis und Bodenkontaktzeit angezeigt. Für Radfahrer gibt es immerhin Messungen zum aktuellen und durchschnittlichen Tempo, während der Tracker beim Seilspringen zuverlässig die absolvierten Sprünge zählt.

Besonders praktisch sind zudem die Funktionen des Smart Band 9 Pro für das Schwimmtraining. Denn wir können direkt über das Display insbesondere die Länge der Bahn im Schwimmbecken eingeben oder (wie bei anderen Sportarten auch) konkrete Trainingsziele festlegen, wie geschwommene Bahnen, verbrannte Kalorien oder die generelle Aktivitätsdauer. Die Bahnenerkennung funktioniert in unserem Test auch zuverlässig, lediglich einmal wurde eine Bahn nicht korrekt gezählt (auf insgesamt 20 geschwommenen Bahnen).

Aber wie steht es eigentlich um die Genauigkeit der Pulsmessung? Während wir beim Smart Band 9 noch ebendiese bemängelt haben, können wir bei der Pro-Variante eine nennenswerte Verbesserung feststellen. Denn sowohl beim Ausdauer- als auch beim Krafttraining liefert das Smart Band 9 Pro durchgehend genaue Werte, die nur bei stark schwankendem Puls um maximal fünf Schläge pro Minute von den Messungen unseres Brustgurtes abweichen. Damit eignet sich das Smart Band 9 Pro definitiv für Hobbysportler, die nach Herzfrequenz trainieren möchten, aber nicht auf umfangreiche, sportartspezifische Daten angewiesen sind.

Schlaf

Obwohl Xiaomi beim Smart Band 9 Pro einige Anpassungen und Neuerungen gegenüber dem normalen Smart Band 9 vorgenommen hat, unterscheiden sich die beiden Tracker bei der Aufzeichnung unseres Schlafverhaltens nicht. Das Smart Band 9 Pro zeichnet genauso wie der kleine Bruder unseren Puls, die Blutsauerstoffsättigung, Atmung und unsere Schlafphasen auf.

Das funktioniert bei beiden Trackern ausgezeichnet, die ausgegebenen Werte wirken unserem subjektiven Empfinden nach plausibel. Auch die Schlaftier-Funktion aus der App ist beim Smart Band 9 Pro wieder verfügbar und liefert Nutzern hilfreiche Tipps zur Verbesserung der eigenen Schlafhygiene.

Zusatzfeatures

Anders als beim Design und bei den Trainingsfunktionen hat das Smart Band 9 Pro gegenüber seinem kleinen Bruder in Hinblick auf etwaige Zusatzfeatures keine nennenswerten Vorteile zu bieten. Die vom Smart Band 9 bekannte Benachrichtigungsfunktion ist ebenso vorhanden wie das rudimentäre Zyklus-Tracking und die angeleiteten Atemübungen zur Stressreduktion.

Einen integrierten Musikspeicher gibt es aber ebenso wenig wie eine Bezahlfunktion. Wie beim Smart Band 9 können wir auch bei der Pro-Variante lediglich auf dem Smartphone wiedergegebene Musik steuern. Wer sich mehr smarte Funktionen wünscht, als sie das Xiaomi Smart Band 9 Pro zu bieten hat, sollte sich die etwas teurere Redmi Watch 5 anschauen, die zusätzlich über einen integrierten Musikspeicher und eine Freisprechfunktion zum Telefonieren verfügt.

Akku

Xiaomi hat beim Smart Band 9 Pro einen Akku mit einer Leistung von 350 mAh verbaut. Das entspricht einer Steigerung von 117 mAh gegenüber dem normalen Smart Band 9, die das Pro-Modell wegen des größeren Displays und des integrierten GPS-Moduls aber auch benötigt. Laut Herstellerangaben soll der Akku bei Standardnutzung bis zu 21 Tage durchhalten, was demselben Wert wie dem Smart Band 9 entspricht.

Im Praxistest schaffte das Smart Band 9 Pro bei drei anderthalbstündigen Trainingseinheiten pro Woche (zwei davon mit GPS-Tracking), aktivierter Pulsmessung und Benachrichtigungen sowie voller Helligkeit immerhin etwas mehr als 17 Tage, bevor wir den Akku wieder aufladen mussten. Das ist ein ausgezeichneter Wert, der in etwa unseren Daten zum Smart Band 9 entspricht.

Preis

Xiaomi bietet das Smart Band 9 Pro zu einer UVP von 80 Euro respektive 90 Euro an, je nachdem, ob man sich für die Variante mit Silikon- oder die mit Lederarmband entscheidet. Das Modell in Rose-Gold mit Silikonarmband gibt es derzeit auf Ebay schon für 50 Euro.

Fazit

Das Smart Band 9 Pro von Xiaomi ist dem Smart Band 9 in vielerlei Hinsicht überlegen, kostet dafür aber auch gut 20 Euro mehr. Die Kaufentscheidung für eines der beiden Modelle dürfte deshalb mit dem GPS-Support fallen: Wer auf GPS-Tracking nicht verzichten kann, aber keine dedizierte Sportuhr für über 100 Euro kaufen möchte, trifft mit dem Smart Band 9 Pro die richtige Wahl.

Alle anderen können sich guten Gewissens auch für das preiswerte Smart Band 9 entscheiden. Wer zusätzlich noch einen integrierten Musikspeicher haben möchte, aber auf Support für Apps wie Spotify verzichten kann, dem legen wir Xiaomis Redmi Watch 5 ans Herz (Testbericht folgt in Kürze).

Die Huawei Watch GT 6 in der 41-mm-Variante für Damen setzt auf ein elegantes Design, eine lange Akkulaufzeit und eine Vielzahl an Fitness-Features.

VORTEILE
  • hervorragendes GPS-Tracking
  • umfangreiche Auswahl an Trainingsfeatures
  • hilfreiche Gesundheitsfunktionen (besonders für Frauen)
NACHTEILE
  • eingeschränkte App-Auswahl
  • Design ist Geschmackssache
  • umständliche Bezahlfunktion

Die Huawei Watch GT 6 in der 41-mm-Variante für Damen setzt auf ein elegantes Design, eine lange Akkulaufzeit und eine Vielzahl an Fitness-Features.

Mit der 41-mm-Varainte der Watch GT 6 will Huawei eigenwilliges, aber elegantes Design mit den Vorzügen einer Smartwatch und umfangreichen Fitness-Features vereinen. Als besondere Verkaufsargumente führt der chinesische Hersteller zudem eine hohe Akkulaufzeit sowie ein besonders helles Display ins Feld.

Wir haben die Watch GT 6 in der 41-mm-Variante mit 1,32-Zoll-AMOLED-Display im Alltag getestet und klären, für wen sich der Kauf wirklich lohnt. Eher für Herren konzipiert ist die Huawei Watch GT 6 mit 46 mm (Testbericht), die ein gänzlich anderes Design und mehr Akkukapazität bietet.

Design & Tragekomfort

Obwohl es sich bei der Huawei Watch GT 6 um eine vollwertige smarte Sportuhr mit diversen Fitness- und Gesundheitsfunktionen handelt, erinnert insbesondere die 41-mm-Variante optisch an eine Designer-Armbanduhr. Das ist laut Huawei auch so gewollt, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass das Design dieser Variante Geschmackssache ist.

Die abgerundete Lünette wirkt schlicht und elegant, doch die ovalen Ösen, durch die das Armband geführt wird, setzen einen auffälligen optischen Akzent, der gut auf den übrigen Körperschmuck abgestimmt sein will. Huawei bietet die 41-mm-Version in verschiedenen Farben mit unterschiedlichen Armbändern an – wobei das violette und das schwarze Silikonarmband nicht so recht zum eleganten Look der Uhr passen wollen. Weitaus stimmiger wirken die Modelle mit braunem oder weißem Lederarmband sowie die goldene Version mit Milanaise-Armband.

Trotz des filigranen Äußeren macht die Watch GT 6 einen robusten Eindruck. Alle Bestandteile sind solide verarbeitet und überstanden im Test auch Stürze aus anderthalb Metern Höhe auf Fliesen- und Steinboden ohne sichtbare Schäden. Laut Herstellerangaben ist die Watch GT 6 bis 5 ATM wasserbeständig und damit zum Schwimmen im flachen Wasser geeignet. Auch unter der Dusche lässt sich die Smartwatch tragen – Kontakt mit heißem Wasser sollte man allerdings vermeiden.

Display

Die von uns getestete 41-mm-Variante kommt auf eine Display-Diagonale von 1,32 Zoll. Die Auflösung liegt bei 466 × 466 Pixeln – wodurch das kleinere Modell mit 352 PPI eine etwas höhere Pixeldichte erreicht als die größere 46-mm-Version mit 317 PPI.

Die Displayhelligkeit ist eines der zentralen Verkaufsargumente der Watch GT 6: Huawei gibt bis zu 3000 Nits an, eine Steigerung um 1800 Nits gegenüber dem Vorgänger Watch GT 5. Im Praxistest hinterlässt das Display dann auch einen hervorragenden Eindruck. Die Helligkeit lässt sich stufenlos regulieren und reicht bereits auf mittlerem Niveau aus, um die Anzeige selbst bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen zu können. Eine automatische Helligkeitsanpassung ist ebenfalls an Bord und lässt sich bei Bedarf im Einstellungsmenü aktivieren – auch sie funktioniert im Test einwandfrei.

Einrichtung & Bedienung

Um die Huawei Watch GT 6 in vollem Umfang nutzen zu können, benötigen wir – wie bei Smartwatches üblich – die passende Companion-App auf dem Smartphone. Infolge der US-Sanktionen ist die Installation von Huawei Health auf Android deutlich umständlicher – denn die App gibt es nicht mehr im Play Store. iPhone-Nutzer hingegen bekommen die App regulär über den App Store.

Stattdessen müssen Android-Nutzer einen QR-Code scannen und die APK-Datei manuell installieren. Der gesamte Vorgang dauert zwar nicht besonders lange, ist aber ein lästiger Zusatzschritt. Dazu muss man unter Android einmalig die Berechtigung erteilen, Apps über externe Quellen zu installieren – diese Option sollte man aus Sicherheitsgründen anschließend wieder deaktivieren.

Die Huawei-Health-App setzt kein Benutzerkonto voraus – die Smartwatch lässt sich also auch ohne Huawei-Account via Bluetooth mit der App koppeln. Wer allerdings auf Premium-Dienste wie Health+ zugreifen oder bereits vorhandene Daten einer anderen Huawei-Uhr importieren möchte, muss sich mit einem Account anmelden.

Ist die Software installiert und die Uhr mit dem Smartphone verbunden, führt eine kurze Einleitung in die Bedienung der Watch GT 6 ein. Die funktioniert intuitiv und problemlos: Wer bereits Erfahrung mit Smartwatches hat, findet sich schnell zurecht – alle anderen dürften nach kurzer Eingewöhnung ebenfalls keine Schwierigkeiten haben. Das Touch-Display reagiert angenehm zügig auf Eingaben. Ruckler oder Fehlbedienungen traten im Test nicht auf, und auch mit feuchten oder verschmutzten Fingern lässt sich die Watch GT 6 über das Display problemlos steuern.

Training & Fitness

Auch wenn sich die Watch GT 6 bewusst als Lifestyle-Produkt präsentiert, kann sich ihre Ausstattung an Trainings- und Fitness-Features sehen lassen. Die Uhr bietet mehr als 100 verschiedene Trainingsprofile, wobei besonders Ausdauersportler auf ihre Kosten kommen, die viel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Für Radfahrer stehen zusätzliche Datenfelder wie FTP-Werte, Neigung, Distanz und Tempo zur Verfügung, Skifahrer können auf Daten wie Geschwindigkeit und Strecke zugreifen. Läufer erhalten neben Tempo und zurückgelegter Strecke zusätzlich Schrittfrequenz, Schrittzahl und Höhenmeter. Allen Profilen gemein ist die Aufzeichnung von Herzfrequenz und Trainingsdauer.

Die Pulsmessung erfolgt erwartungsgemäß über einen optischen Sensor am Handgelenk. Im Test können wir der Huawei-Uhr dabei eine hohe Genauigkeit attestieren: Erfreulicherweise kommt die Smartwatch auch mit schwankendem Puls – etwa beim Krafttraining oder bei HIIT-Einheiten – gut zurecht. Abweichungen im Vergleich mit einem Brustgurt bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich von bis zu fünf Schlägen pro Minute.

Die Watch GT 6 verfügt zudem über ein integriertes GPS-Tracking, das laut Huawei um 20 Prozent genauer arbeiten soll als beim Vorgänger. Ob die Routenaufzeichnung tatsächlich exakt um diesen Wert besser ist, ließ sich im Test nicht verifizieren – das GPS arbeitete stets einwandfrei und genau. Die Aufzeichnung zurückgelegter Strecken funktioniert zuverlässig und ohne nennenswerte Abweichungen von der tatsächlichen Route. Ansonsten lässt sich mit der Uhr auch offline navigieren, sofern zuvor das entsprechende Kartenmaterial über die Huawei-Health-App heruntergeladen wurde. Im Offline-Laufmodus gibt Huawei eine Laufzeit von bis zu 40 Stunden an.

Wer möchte, kann sich in der Huawei-Health-App kostenlos per KI individuelle Trainingspläne fürs Laufen erstellen lassen – verfügbar für 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon. Dazu erfragt die KI Parameter wie Körpergröße, Alter, Gewicht und bisherige Lauferfahrung. Der auf Basis unserer Eingaben erstellte Trainingsplan machte im Test einen soliden Eindruck und eignet sich vorwiegend für ambitionierte Hobbysportler.

Wer mehr Unterstützung oder Anleitung beim täglichen Training sucht, kann zusätzlich auf das kostenpflichtige Huawei Health+ zugreifen. Der Premium-Dienst ist für Käufer der Watch GT 6 in den ersten drei Monaten kostenlos und kostet danach 7,99 Euro pro Monat. Enthalten sind Workouts für verschiedene Sportarten, Dehn- und Yogaübungen, geführte Meditationen sowie Pläne zum Abnehmen. Ob sich Health+ lohnt, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab – für die gebotenen Inhalte halten wir den Preis aber für fair.

Schlaf & Gesundheit

Die Huawei Watch GT 6 bringt erwartungsgemäß auch diverse Gesundheitsfunktionen sowie eine Schlafanalyse mit. Im Fokus steht ein ganzheitliches Tracking des eigenen Wohlbefindens: Die Uhr überwacht neben der Herzfrequenz auch HRV- und Blutsauerstoffwerte. Eine Messung des Stresslevels ist ebenfalls an Bord – im Test empfanden wir dieses Feature als akkurat. Wer sich gestresst fühlt, kann direkt über die Uhr eine Atemübung starten, die zur Entspannung beitragen soll. Mehr als ein nettes Gimmick ist das allerdings nicht.

Die Schlafanalyse zeichnet Schlafphasen, Schlafdauer, Wachzeiten, Herz- und Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung auf. Das funktioniert im Test einwandfrei: Schlafdauer und Wachzeiten werden zuverlässig erkannt, und auch die Bewertung der Schlafqualität deckt sich weitgehend mit dem subjektiven Empfinden. Selbst Nickerchen am Tag erfasst die Uhr zuverlässig. Lediglich Wachphasen erkennt die Uhr nicht immer. In der App finden sich zudem hilfreiche Tipps zur Verbesserung des Schlafs. Abonnenten von Huawei Health+ können zusätzlich auf eine Auswahl an Schlafmusik zugreifen, die für Nutzer der kostenlosen Version nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Weiterhin verfügt die Watch GT 6 über eine Funktion zur Emotionserkennung. Die Software erfasst dabei alle drei bis 20 Minuten automatisch den Gefühlszustand und ordnet ihn als „Angenehm“, „Neutral“ oder „Unangenehm“ ein – basierend auf den gemessenen körperlichen Daten. Eine Möglichkeit, Emotionen manuell einzutragen oder Stresssymptome zu notieren, gibt es leider nicht. Im Test lieferte die Emotionserkennung ordentliche Ergebnisse, in etwa vergleichbar mit der Stressanalyse. Allzu viel Gewicht sollte man der Auswertung allerdings nicht beimessen – dafür ist sie zu allgemein gehalten.

Anders als die Huawei Watch GT 6 Pro bietet die Watch GT 6 kein EKG-Feature. Immerhin gibt es eine Pulswellenanalyse, die mithilfe des optischen Sensors ebenfalls Vorhofflimmern oder Unregelmäßigkeiten des Herzschlags erkennen kann. Die Messung dauert 45 Sekunden und liefert im Test ein plausibles Ergebnis – das allerdings keine ärztliche Diagnose ersetzen kann.

Nicht zuletzt hat Huawei auch bei der Watch GT 6 die Frauengesundheit im Blick und ermöglicht das Tracking des eigenen Zyklus. In der App lassen sich Zeitpunkt und Dauer der vergangenen Periode eintragen; anhand von Daten wie Herzfrequenz, HRV, Hauttemperatur und Atemfrequenz berechnet die Uhr den Eisprung sowie fruchtbare Tage.

Ein großer Pluspunkt: Die Basaltemperatur lässt sich manuell nachtragen und körperliche Symptome – inklusive Zustand des Zervixschleims – können notiert werden. Damit ist Huawei Health derzeit eine der wenigen Apps auf dem Markt, die in Kombination mit einer Smartwatch die Anwendung der symptothermalen Methode (NFP) zumindest inoffiziell unterstützt.

Weitere Features

Die Auswahl an zusätzlichen Features bietet keine nennenswerten Überraschungen, sondern Smartwatch-Standard: Es gibt eine Benachrichtigungs- und Telefoniefunktion, wobei sich Letztere auf das Entgegennehmen von Anrufen beschränkt, die auf dem Smartphone eingehen – einen eSIM-Slot gibt es nicht. Dafür lassen sich über das integrierte Mikrofon per Knopfdruck Sprachnotizen aufnehmen. Eingehende Nachrichten können per Schnellantwort oder über die kleine Displaytastatur der Uhr beantwortet werden.

Erfreulicherweise verfügt die Watch GT 6 über einen integrierten Musikspeicher von 64 GB, auf den sich über die Huawei-Health-App eigene Songs zum Offline-Hören laden lassen. Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder Amazon Music werden aber nicht unterstützt. Ebenso fällt die Auswahl an zusätzlichen Apps, die sich auf der Smartwatch installieren lassen, überschaubar aus – zur Verfügung steht lediglich ein eingeschränktes Angebot aus der Huawei App Gallery.

Hier kommen erneut die US-Sanktionen zum Tragen, die sich auch beim kontaktlosen Bezahlen via NFC bemerkbar machen: Die Funktion erfordert ein Nutzerkonto bei Quicko Wallet, das auf einem Prepaid-Modell basiert: Das Guthaben muss separat aufgeladen werden – dabei fallen Aufladegebühren von jeweils 26 Cent an. Im Vergleich zu Google Wallet oder Apple Pay ist das in der Praxis deutlich umständlicher – die meisten Nutzer dürften deshalb weiterhin lieber per Smartphone bezahlen.

Akku

Huawei gibt die Akkulaufzeit der 41-mm-Variante mit bis zu 14 Tagen an, die 46-mm-Version soll bis zu 21 Tage durchhalten. Bei typischer Nutzung verspricht der Hersteller bis zu 7 Tage. Diese Angaben decken sich mit unseren Testergebnissen: Bei drei jeweils anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche – zwei davon mit aktiviertem GPS –, automatischer Displayhelligkeit und aktivierten Benachrichtigungen musste die Watch GT 6 nach knapp einer Woche wieder an die Ladeschale.

Über die beiliegende Ladeschale unterstützt die Uhr zudem Schnellladen und ist innerhalb einer Stunde wieder vollständig aufgeladen.

Preis

Huawei bietet die Watch GT 6 in zwei Gehäusegrößen an, die in der Standardvariante mit Kunststoffarmband jeweils 229 Euro (UVP) kosten. Wer sich für ein Armband aus Kunstleder entscheidet, zahlt 249 Euro, das Modell mit Nylonarmband schlägt mit 269 Euro zu Buche. Am teuersten ist die Watch GT 6 mit Milanaise-Armband für 299 Euro.

Der Straßenpreis liegt zum Testzeitpunkt je nach Variante bei unter 180 Euro – lediglich die goldene 41-mm-Version mit Milanaise-Armband ist mit rund 250 Euro etwas teurer.

Fazit

Huawei macht mit der Watch GT 6 vieles richtig, auch wenn die Uhr nicht frei von Schwächen ist. Dass die Smartwatch bei App-Auswahl, Streaming-Diensten und kontaktlosem Bezahlen Abstriche machen muss, ist allerdings weniger dem Hersteller als den US-Sanktionen anzulasten.

Abgesehen davon bekommen Käufer mit der 41-mm-Variante eine überzeugende Smartwatch mit vielen nützlichen Trainings- und Gesundheitsfunktionen. Das hervorragende GPS-Tracking und die präzise Herzfrequenzmessung bilden das Herzstück eines Gesamtpakets, das insbesondere für Frauen dank der umfangreichen Möglichkeiten zum Zyklustracking eine echte Bereicherung darstellt. Die gute Akkulaufzeit und der vergleichsweise günstige Preis machen die Watch GT 6 zu einer klaren Kaufempfehlung.

Mit einem kantigen und flachen Gehäuse kombiniert die Galaxy Watch 8 frische Funktionen mit bewährter Ausstattung. Neu ist etwa die Antioxidantien-Messung.

VORTEILE
  • schickes Design
  • leicht & bequem
  • helles Display
NACHTEILE
  • EKG und Blutdruckmessung nur mit Samsung-Smartphone
  • nicht sonderlich robust
  • kurze Akkulaufzeit

Mit einem kantigen und flachen Gehäuse kombiniert die Galaxy Watch 8 frische Funktionen mit bewährter Ausstattung. Neu ist etwa die Antioxidantien-Messung.

Mit der Galaxy Watch 8 bringt Samsung sein neuestes Modell unter den Smartwatches mit Wear OS heraus. Gegenüber dem Vorgänger hat der Hersteller insbesondere das Design deutlich überarbeitet. Die Watch 8 erinnert jetzt etwas mehr an die Watch Ultra.

Auch die Sensorik wurde erweitert. Neben präziser Pulsmessung und der Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs ist jetzt auch die Bestimmung körpereigener Antioxidantien möglich. Dank enger Verzahnung mit Android-Smartphones integriert sich die Uhr tief ins Ökosystem – viele Funktionen bleiben leider erneut nur Nutzern von Samsung-Geräten vorbehalten. Wie sich die Galaxy Watch 8 im Alltag schlägt, zeigt unser Test.

Design & Tragekomfort

Samsung hat das Design der Watch 8 stärker an die Watch Ultra angelehnt. Zwar bleibt das runde Zifferblatt erhalten, doch das Gehäuse ist kantiger und besitzt abgerundete Ecken – allerdings weniger markant als beim Ultra. Man spricht von einem „Squircle“-Design – ein Mix aus kreisförmig und eckig. Als Inspiration dienten offenbar klassische Modelle wie die Omega Jedi. So wirkt die Watch 8 erwachsener und eigenständiger als der schlichte Vorgänger.

Die Uhr ist in zwei Gehäusegrößen erhältlich: 40 mm und 44 mm. Vor allem die kleinere Variante eignet sich für schmalere Handgelenke. Das gebürstete Aluminiumgehäuse ist hochwertig verarbeitet und wiegt mit 30 g oder 34 g nur sehr wenig. Der Tragekomfort überzeugt: Durch das flachere, dünnere Gehäuse sitzt die Watch 8 angenehmer als die Watch 7 und stört selbst über längere Zeit, etwa im Schlaf, kaum.

Die Armbänder lassen sich weiterhin schnell wechseln. Samsung hat den Mechanismus verbessert, was jedoch den Nachteil hat, dass ältere Bänder nur mit Adaptern passen. Im Test nutzten wir das waschbare Silikon-Armband, das sich für Sport eignet. Überdies gibt es zahlreiche Varianten aus Nylon oder Kunstleder und weiteren Materialien von Samsung und Drittanbietern.

Die Galaxy Watch 8 ist nach IPX8 und 5 ATM (50 Meter) wasserdicht. Schwimmen ist problemlos möglich, Tauchen jedoch nicht. Ein Zertifikat nach US-Militärstandard MIL-STD-810H ist ebenfalls vorhanden. Damit sollte die Uhr auch Temperaturschwankungen, Erschütterungen sowie den Salzgehalt von Schweiß überstehen – selbst wenn man ihr diese Robustheit nicht ansieht.

Display

Das OLED-Display der Galaxy Watch 8 misst bei der 44-mm-Varainte 1,47 Zoll und löst mit 480 × 480 Pixeln auf. Das 40-mm-Modell bietet 1,34 Zoll bei 438 × 438 Pixel. Die Anzeige ist insgesamt etwas größer und deutlich heller als beim Vorgänger. Mit bis zu 3000 Nits bleibt es selbst in direkter Sonne einwandfrei ablesbar und liefert eine überzeugende Bildqualität. Ein Always-On-Display ist verfügbar.

Das Display ist geschützt von Saphirglas. Insgesamt wirkt die Uhr etwas filigran, wenngleich robuster als die Google Pixel Watch, und empfiehlt sich für Outdoor-Abenteuer nur eingeschränkt.

Software & Bedienung

Mit der Galaxy Watch 8 führt Samsung Wear OS 6 samt One UI Watch 8 ein. Die Software ist übersichtlich, bietet eine riesige App-Auswahl und zählt zu den smartesten Systemen bei Uhren. Neu ist etwa das Stapeln von Widgets, was die Bedienung flexibler macht.

Die Kopplung erfolgt über die App Galaxy Wearable. Auf Samsung-Smartphones ist sie vorinstalliert, andere Android-Geräte benötigen zusätzlich zur App ein Plug-in für die Uhr, das bei der Koppelung automatisch heruntergeladen wird. Gesundheitsdaten landen hingegen in der App Samsung Health, wo etwa Schlafanalysen ausgewertet werden.

Bedient wird die Uhr per Touchscreen sowie zwei Tasten. Beide Seitentasten sind frei belegbar. Zusätzlich gibt es eine digitale Lünette. Neu ist die direkte Nutzung von Gemini auf der Uhr, was eine Internetverbindung voraussetzt.

Ausstattung

Die Galaxy Watch 8 setzt wie schon der Vorgänger auf den Exynos W1000, der sich im Alltag als flott und effizient erweist. Mit 2 GB RAM und 32 GB Speicher läuft das System weitgehend ruckelfrei und bietet ausreichend Performance. Neben der reinen Bluetooth-Version mit Wi-Fi-4 gibt es auch ein Modell mit LTE per eSIM. GPS arbeitet nun noch präziser und zuverlässiger.

Zur Ausstattung zählen zudem optische Sensoren, Sturzerkennung sowie Bezahlen per Google Pay. Der Vibrationsmotor könnte kräftiger sein, dafür liefern die integrierten Lautsprecher ordentliche Sprachqualität – Ansagen und Telefonate sind weitgehend verständlich. Es gibt einen Flugmodus, der alle Funkverbindungen kappt. Zusätzlich steht ein Schlafmodus zur Verfügung, bei dem das Display ausgeschaltet bleibt und keine Benachrichtigungen durchgestellt werden. Das eignet sich auch für den Kinobesuch.

Training

Die Galaxy Watch 8 eignet sich hervorragend als Sportuhr. Für zahlreiche Sportarten gibt es vordefinierte Profile, der optische Pulssensor lieferte im Test sehr genaue Werte und reagierte zuverlässig auf Belastungswechsel. Wir hatten das mit einem Brustgurt verglichen und hatten nur minimale Abweichungen.

Die automatische Aktivitätserkennung funktioniert zuverlässig und erkennt Spaziergänge oder Radtouren meist selbstständig. Während des Trainings zeigt die Uhr Daten wie Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien und Puls, eine detaillierte Analyse erfolgt in Samsung Health.

Der Laufcoach bietet weiterhin Trainingsunterstützung und enthält nun einen Cooper-Test, der anhand von Strecke und Puls nach zwölf Minuten das Fitness-Level bestimmt und einen individuellen Plan erstellt. Ergänzend liefern erweiterte Laufmetriken Hinweise zur Optimierung des Laufstils.

Schlaf & Gesundheit

Die Schlafanalyse unterscheidet üblicherweise zwischen Tief-, Leicht- und REM-Phasen. Die Ergebnisse wirken insgesamt plausibel und recht genau. Auch Wachphasen vor dem Einschlafen oder in der Nacht werden erkannt. Allerdings registriert die Uhr diese nicht immer zuverlässig – so kann es vorkommen, dass man lange wach im Bett liegt und sich am nächsten Morgen müde fühlt, während die Uhr dennoch ein hohes Energielevel anzeigt.

Zusätzlich misst die Watch 8 neben dem Puls auch den Blutsauerstoff sowie Stresslevel. Neu hinzugekommen ist die Messung der Blutgefäßbelastung. Hierzu muss man die Uhr mindestens drei Nächte lang getragen haben.

Für die Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs dient die App Samsung Health Monitor, die aber nur auf Samsung-Smartphones im Galaxy Store gibt. Damit kann man Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen. Ferner kann man bei unregelmäßigem Herzrhythmus eine Benachrichtigung bekommen.

Eine Messung des Blutdrucks gibt es über den Health Monitor auch – diese erfordert eine einmalige Kalibrierung mit der Manschette. Allerdings sind die Werte nur näherungsweise zu betrachten und nicht so genau wie eine Messung mit einem medizinischen Gerät. Zudem soll die Uhr auch Schlafapnoe erkennen. Da wir nicht darunter leiden, konnten wir das nicht testen.

Der AGEs-Index erfasst schädliche Zucker-Protein-Verbindungen im Körper, die mit Alterung sowie Krankheiten wie Diabetes oder Herzproblemen in Zusammenhang stehen. Er dient als Indikator für ein mögliches Erkrankungsrisiko und wird ermittelt, indem man die Watch 8 im Schlaf regelmäßig trägt.

Ganz neu ist die Antioxidantien-Messung, die Hinweise auf die Fähigkeit des Körpers zur Abwehr freier Radikale geben soll. Hierzu muss man die Uhr abnehmen und den Daumen auf die Sensoren auf der Rückseite legen. Diese Werte sind jedoch eher als grobe Trends zu verstehen, da eine verlässliche Analyse üblicherweise nur im Labor per Blut- oder Urinprobe möglich ist. Das macht sie eher zu einer Wellness-Funktion.

Akku

Eine Schwachstelle bleibt der Akku bei Smartwatches mit umfangreicher Software und großer App-Auswahl – das gilt auch für die Apple Watch. Modelle von Garmin oder Huawei laufen zwar deutlich länger, bieten dafür aber weniger smarte Funktionen.

Im Test nutzten wir das Modell mit 44 mm. Dieses hat einen Akku mit 435 mAh und kam mit Always-On-Display auf knapp eineinhalb Tage Laufzeit und damit auf eine minimale Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Das kleine Modell mit 40 mm bietet nur 325 mAh und dürfte nur knapp einen Tag lang durchhalten.

Aufgeladen wird sie induktiv über ein Pad mit USB-C-Anschluss, der Ladevorgang dauert rund 75 Minuten und ist damit vergleichsweise lang. Prinzipiell kann man die Uhr auch mit anderen Ladepads induktiv laden – im Test funktionierte das jedoch nicht zuverlässig.

Preis

Die Galaxy Watch 8 startet mit einer UVP von 379 Euro (40 mm) sowie 409 Euro (44 mm). Für die LTE-Variante fällt ein Aufpreis von 60 Euro an. Bereits kurz nach Marktstart sind die Preise deutlich gefallen: Die 40-mm-Version mit WLAN und Bluetooth gibt es ab 217 Euro, das 44-mm-Modell ab 219 Euro. Mit LTE startet die Uhr schon bei rund 228 Euro (40 mm) oder 247 Euro (44 mm).

Mit der Zeit dürfte der Preis noch deutlich fallen. Als Farben gibt es Silber mit weißem Armband oder ganz Anthrazit. Das Band ist standardmäßig aus Fluorelastomer. Es gibt aber zahlreiche Austauschvarianten bei Samsung und Drittanbietern.

Fazit

Die Samsung Galaxy Watch 8 zeigt eindrucksvoll, wie smart eine Uhr mit Wear OS sein kann. Sie bietet eine sehr genaue Pulsmessung, spannende Features wie EKG, Blutdruckmessung sowie die neue Antioxidantien-Bestimmung – letztere ist allerdings in der jetzigen Form eher von begrenztem medizinischem Wert. Positiv fallen zudem das kantigere Design und das helle Display auf.

Allerdings gibt es erneut Einschränkungen: Funktionen wie das EKG oder die Blutdruckmessung stehen ausschließlich Nutzern eines Samsung-Smartphones zur Verfügung. Damit ist die Galaxy Watch 8 zwar die beste Smartwatch für Samsung-Handys, aber nicht unbedingt für andere Android-Smartphones. Wer mit der kurzen Akkulaufzeit leben kann, bekommt dennoch eine hervorragend ausgestattete Smartwatch mit breiter App-Auswahl und sehr genauen Sensoren.

Die Google Pixel Watch 4 punktet mit hellerem Display, besserem Akku und überraschender Reparierbarkeit – mehr im Test.

VORTEILE
  • deutlich helleres Display mit 3000 Nits
  • längere Akkulaufzeit
  • flüssige Performance durch Snapdragon W5 Gen 2
  • zuverlässige Aktivitätserkennung mit automatischer Aufzeichnung
NACHTEILE
  • vergleichsweise teuer
  • für Pixel Watch 3 Besitzer kaum Upgrade-Gründe
  • Fitbit-Implementierung teils mit Login-Problemen

Die Google Pixel Watch 4 punktet mit hellerem Display, besserem Akku und überraschender Reparierbarkeit – mehr im Test.

Google bringt mit der Pixel Watch 4 die vierte Generation seiner Smartwatch auf den Markt. Auf den ersten Blick ähnelt sie stark dem Vorgänger: Das runde, gewölbte Gehäuse bleibt, Gewicht und Maße ändern sich nicht. Im Detail zeigen sich aber wichtige Verbesserungen. Das Display ist deutlich heller und größer geworden, der Akku hält länger durch und der neue Chipsatz sorgt für flüssigere Performance.

Die Pixel Watch 4 gibt es in zwei Größen: 41 und 45 mm. Beide Varianten sind wahlweise mit Wi-Fi oder LTE erhältlich. Wie sich die Smartwatch im Alltag schlägt und ob sich der Kauf lohnt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns Google zur Verfügung gestellt. Auch die Kollegen der c't haben die Uhr getestet: Google Pixel Watch 4 im Test.

Design & Tragekomfort

Optisch bleibt Google dem runden Design mit gewölbtem Glas treu. Das Gehäuse aus Aluminium wiegt bei der 45-mm-Variante rund 37 g – identisch zum Vorgänger. Die Verarbeitung ist hochwertig, nichts knarzt oder wackelt. In der Farbe des Testgeräts Moonstone setzt Google auf ein mattes Finish statt auf glänzenden Edelstahl. Das wirkt edler und zieht weniger Fingerabdrücke und Kratzer an. Das matte Finish gab es beim Vorgänger nur in der Variante Matte Black Obsidian.

Die Kollegen der c't haben in ihrem Test festgestellt, dass sich die Uhr durch zwei winzige Torx-Schrauben neben dem Lautsprecher öffnen lässt. Löst man sie, lässt sich der rückseitige Gehäusedeckel abnehmen. Wenn nach einigen Jahren der Akku seine Kapazität eingebüßt hat oder nach einem Sturz das Glas einen Sprung hat, ist die Uhr kein Elektroschrott. Allerdings dürfte man dadurch die Garantieansprüche gefährden, und die Wasserdichtigkeit ist nach dem Öffnen nicht mehr gewährleistet.

Die Krone sitzt deutlich besser als beim Vorgänger und fühlt sich beim Drehen angenehmer an. Auch der kleine Knopf darüber, der die zuletzt verwendeten Apps oder bei längerem Druck den Gemini-Assistenten aufruft, fühlt sich besser an. Allerdings bleibt die Platzierung unglücklich – ein Vorteil ist nur, dass man ihn nicht versehentlich mit dem Handrücken auslöst.

Die Armbänder lassen sich weiterhin schnell wechseln. Positiv: Der Mechanismus ist kompatibel mit dem Vorgängermodell. Wer von einer älteren Pixel Watch umsteigt, kann seine Armbänder weiternutzen – gleiche Uhrengröße vorausgesetzt. Das mitgelieferte Silikonarmband liegt in zwei Größen bei. Im Test trocknet es unsere Haut allerdings zu stark aus, weshalb wir lieber zum Gliederarmband oder einem Stoffarmband greifen. Hier kann man auf die große Auswahl von Drittanbietern zurückgreifen, die es inzwischen zahlreich gibt. Wir selbst nutzen ein günstiges Modell von Amazon für 19 Euro, das seit über einem Jahr seinen Dienst tut.

Auch Google selbst bietet zehn verschiedene Armbänder zu Preisen zwischen 49 Euro (Silikonarmband) und 209 Euro (Kettenarmband). Die namhafteren Drittanbieter Bellroy und Spigen bieten ebenfalls Armbänder oder gleich ganze Rugged Bands, in denen auch das Uhrengehäuse gänzlich verschwindet, was dieses besser schützen soll. Angesichts der großflächigen Glaskuppel über dem Display erscheint das trotz Gorilla Glas 5 sinnvoll.

Die Uhr ist nach IP68 und 5 ATM wasserdicht. Farblich stehen Moonstone, Porcelain, Obsidian und Lemongrass zur Auswahl. Bei Porcelain kommt ein silbernes, bei Lemongrass ein goldfarbenes Finish des Rahmens zum Einsatz. Moonstone setzt auf einen blau-grauen, Obsidian auf einen schwarzen Rahmen. Die beiliegenden Armbänder sind entsprechend der Farbvarianten ebenfalls eingefärbt.

Display

Das OLED-Display der Pixel Watch 4 misst bei der 45-mm-Variante 1,45 Zoll und löst mit 456 × 456 Pixel auf. Die 41-mm-Variante bietet 1,34 Zoll bei 408 × 408 Pixel. Die Pixeldichte liegt bei 320 ppi. Der Bildschirm ist damit um zehn Prozent größer geworden, weil Google den Rand auf knapp 3 mm verkleinert hat. Zwar ist das Display nicht rahmenlos, der schwarze Rand fällt aber deutlich weniger auf als beim Vorgänger.

Das OLED folgt mit einer eigenen Biegung dem gewölbten Glas – Google nennt das Actua 360. Das sieht beim Scrollen durch Apps gut aus und lässt Zifferblätter plastischer wirken. Die maximale Helligkeit ist von 2000 auf 3000 cd/m² gestiegen. Damit lässt sich die Anzeige auch unter direktem Sonnenlicht einwandfrei ablesen. Im Test überzeugt das Display mit sattem Schwarz, hohem Kontrast und gestochen scharfer Schrift. Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch zwischen 1 und 60 Hz an den Bildinhalt an.

Software & Bedienung

Die Pixel Watch 4 läuft mit Wear OS 6, das auf Android 16 basiert. Google setzt hier auf die neue Designsprache Material 3 Expressive, die auch auf den Pixel-Smartphones bereits Einzug gehalten hat. Diese zeichnet sich durch größere, auffällig geformte Buttons aus. Schriften, Schaltflächen und Zifferblattelemente erscheinen in zueinander passenden Primär- und Akzentfarben. Das sieht schick aus und erlaubt es, den gesamten Look der Uhr in Windeseile zu ändern. Die Oberfläche reagiert auf Eingaben mit verrückten Animationen, Buttons verformen sich – insgesamt wirkt das Design eigenständiger und verspielter als zuvor.

Die Bedienung erfolgt über Wischgesten und zwei Tasten. Das gewohnte Bedienkonzept hat sich nicht geändert: Von oben öffnen sich die Kacheln mit den Schnelleinstellungen, die man vom Smartphone kennt. Hier lassen sich etwa WLAN, Bluetooth, Helligkeit, Lautstärke und der Flugmodus schnell anpassen. Von unten lassen sich Benachrichtigungen öffnen. Seitliches Wischen scrollt durch anpassbare Kacheln, die etwa übers Wetter, Termine, Körperdaten und Trainingsleistungen informieren. Diese Kacheln lassen sich individuell anordnen und auswählen.

Ein Druck auf die Krone öffnet die App-Übersicht, wo man durch Drehen der Krone durch die Icons scrollt. Begleitet wird das durch knackiges Vibrationsfeedback. Geöffnete Apps lassen sich mit der Krone auch schließen, denn ein Druck darauf bringt einen stets zurück auf die Standardansicht des Zifferblatts.

Oberhalb der Krone sitzt leicht versteckt ein weiterer Knopf, der je nach Dauer des Drückens entweder die zuletzt geöffneten Apps oder den digitalen Assistenten hervorholt. Hier hat Google den altgewohnten Assistant bereits begraben. Auf der Pixel Watch 4 steht die deutlich leistungsfähigere KI Gemini Rede und Antwort. Im Test schaltete sich Gemini allerdings gelegentlich unvermittelt ein, vor allem während Gesprächen. Wir sind uns ziemlich sicher, dabei nicht durch den Knopf den Assistenten ausgelöst zu haben. Naheliegend ist eine Fehlinterpretation eines Wortes oder Geräuschs als „Hey Google“. Mit dem Vorgänger hatten wir dieses Problem nicht.

Die Uhr benötigt zur Aktivierung eine Bluetooth-Verbindung zu einem Android-Smartphone sowie eine Anmeldung im eigenen Google-Konto. Die Verzahnung beider Geräte funktionierte im Test tadellos und sorgte dafür, dass das Handy seltener aus der Tasche gezogen werden muss. Auf eingehende Benachrichtigungen von Chat-Apps lässt sich direkt auf der Uhr antworten – entweder per Spracheingabe, Tastatur oder vordefinierten Antworten. Während Android-Nutzer über alle Hersteller hinweg die Pixel Watch nutzen können, bleiben iPhones draußen.

Die Einrichtung klappt über die Pixel Watch App. Ein Fast-Pair-Popup zeigt die Uhr direkt nach dem Einschalten an – sogar in der richtigen Farbe. Nach Bestätigung einer PIN zwischen Uhr und Smartphone wird die Verbindung hergestellt.

Anschließend meldet man sich im Google-Konto an, um Google-Apps zu nutzen, neue Apps herunterzuladen und „Mein Gerät finden“ zu verwenden. Danach fragt die Uhr, ob eine Sicherung der vorherigen Uhr wiederhergestellt werden soll. Falls im Google-Konto gespeichert, übernimmt sie automatisch das WLAN-Passwort.

Anschließend muss man sich noch bei Fitbit mit der Uhr registrieren. Hier gibt es nur ein Gerät pro Account – die Vorgängeruhr muss entfernt werden. Hierzu sollte man zuvor sicherstellen, dass alle Daten synchronisiert sind, da nicht synchronisierte Daten durch das Ersetzen verloren gehen. Bei uns gab es auf einem Honor-Handy Probleme: Wir konnten uns zwar mit Fitbit einloggen, die Uhr wollte aber nicht mit Fitbit synchronisieren. Erst nach mehrmaligem Zurücksetzen der Uhr klappte es. Einen wirklichen Grund haben wir nicht gefunden. Auf einem Google Pixel 10 Pro XL lief die Einrichtung dagegen weitgehend problemfrei.

Was vor einigen Jahren mit der Pixel Watch noch nicht möglich war, funktioniert jetzt reibungslos: eine Cloud-Sicherung oder die manuelle Übertragung von einer alten auf eine neue Uhr. Früher musste man die Uhr komplett neu einrichten und hatte keine Möglichkeit, Einstellungen und ähnliche Daten komfortabel zu übertragen. Das ist nun deutlich komfortabler.

Die App-Auswahl im Play Store ist riesig. Neben den üblichen Google-Apps wie Gmail, Kalender, Maps und YouTube Music gibt es zahlreiche Drittanbieter-Apps, wie Spotify, Strava, Komoot und weitere. Allerdings funktioniert die Musikwiedergabe über Spotify nicht direkt über den Lautsprecher der Uhr – die App öffnet immer das Bluetooth-Menü, um ein externes Gerät zu verbinden. Nur mit dem Samsung Internetbrowser aus dem Play Store lassen sich Medien direkt über den Lautsprecher abspielen.

Ausstattung

Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon W5 Gen 2. Der neue Chipsatz ist schneller und effizienter als der Vorgänger. Im Test läuft alles flüssig, Apps starten schnell, Mikroruckler gibt es keine. Der neue Chip beherrscht auch Satellitenfunk, womit die Uhr auch ohne Mobilfunkempfang Notrufe absetzen kann. Bislang funktioniert das jedoch nur in den USA.

Zur Ausstattung zählen 2 GB RAM und 32 GB Speicher. Neben Wi-Fi 6 gibt es Bluetooth 6.0, NFC und UWB. Die LTE-Variante nutzt eine eSIM. GPS arbeitet mit L1/L5, GLONASS und Galileo. Die Positionsbestimmung ist im Test sehr genau und schnell. Zur Sensorik gehören Beschleunigungssensor, Gyroskop, Lichtsensor, Barometer und Thermometer.

Der Lautsprecher klingt etwas besser als beim Vorgänger – für eine Uhr annehmbar. Er ist aber vorwiegend für die Wiedergabe von Klingeltönen oder dergleichen gedacht. Die Mikrofonqualität ist ausreichend, aber deutlich schlechter als am Smartphone. Telefonate über die Uhr sind möglich, klingen aber blechern.

Eine Funktion zum Austreiben von Wasser aus dem Lautsprecher nach dem Baden fehlt weiterhin. Das kennen wir von der Apple Watch, die durch das gezielte Abspielen von kurzen, lauten Geräuschen Wasser aus den Lautsprechern drückt. Wir würden uns wünschen, wenn Google dieses Feature auch bei der Pixel Watch nachliefern würde, da es sinnvoll ist, um Rückstände in den Lautsprechern zu vermeiden.

Training

Die Pixel Watch 4 bietet Trainingsprofile für zahlreiche Sportarten – etwa Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining. Der optische Pulssensor misst sehr genau und reagiert zuverlässig auf Belastungswechsel. Im Vergleich mit einem Brustgurt von Polar wich die Uhr nur um wenige Herzschläge ab – selbst bei hoher Belastung während des Intervalltrainings auf dem Spinning-Bike.

Die automatische Aktivitätserkennung der Pixel Watch 4 arbeitet zuverlässig und erkennt Spaziergänge, Läufe oder Radtouren meist von selbst. Neu ist, dass die Uhr nach einer Aktivität automatisch fragt, ob die erfassten Daten gespeichert werden sollen. Beim Vorgänger musste man die Aufzeichnung noch manuell bestätigen, sonst gingen Trainingszeit und Detaildaten verloren. Jetzt werden alle Parameter automatisch erfasst – nur die Bestätigung zum Speichern steht noch aus. So bleiben keine Trainingsdaten mehr auf der Strecke.

Während des Trainings zeigt die Uhr Daten wie Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien und Puls. Eine detaillierte Analyse erfolgt in der Fitbit-App auf dem Smartphone. Diese wartet mit umfangreichen Daten, Auswertungen und Handlungsempfehlungen auf. Man bekommt etwa Einblick in Herzfrequenzzonen, Rundenzeiten, Höhenmeter und vieles mehr. Auch eine Übersicht über die Trainingsbelastung und Erholungszeit wird angezeigt.

Der Datenfundus der Basisversion dürfte dem Großteil der Nutzer ausreichen. Das kostenpflichtige Fitbit-Pro-Abo bietet sich vorwiegend für ambitionierte Nutzer an, die anhand individueller Trainingspläne ihre Leistung steigern wollen. Hier gibt es etwa personalisierte Workouts, erweiterte Analysen und Vergleiche mit anderen Nutzern. Zum Kauf einer neuen Pixel Watch gibt es hier 6 Monate gratis zum Schnuppern.

Schlaf & Gesundheit

Das Schlaftracking der Pixel Watch 4 hinterlässt einen guten Eindruck. Sie unterscheidet zuverlässig zwischen Tief-, Leicht- und REM-Schlaf, die Ergebnisse wirken im Vergleich zum Oura Ring plausibel. Der Schlafscore berücksichtigt Schlafdauer, Wachphasen, Ruhepuls und Bewegung. Wachphasen erkannte die Uhr im Test zuverlässig, im Test der c’t fielen sie jedoch länger aus als bei Trackern von Polar und Xiaomi.

Zusätzlich schätzt die Uhr auch Schwankungen der Sauerstoffsättigung. Nach 14 Tagen bewertet Fitbit das Schlafmuster anhand eines „Schlaftiers“, das den eigenen Schlaftyp symbolisiert – etwa ob man kurz schläft, lange Tiefschlafphasen hat oder häufig aufwacht. Auch ein Vergleich der eigenen Werte mit denen anderer Nutzer ist möglich.

Zusätzlich zur präzisen, sekundengenauen Pulsmessung erfasst die Uhr Blutsauerstoff und Stresslevel. Zur Sensorik gehören optische Sensoren, eine Messeinheit für ein einkanaliges Elektrokardiogramm (EKG) und ein Sensor für Hauttemperatur und -leitfähigkeit. So ausgestattet, erfasst die Uhr nicht nur körperliche Aktivität, sondern generiert Metadaten wie den generellen Trainingsstand und den Stresslevel.

Die EKG-Funktion lässt sich manuell auslösen, indem man 30 Sekunden lang den Finger auf die Krone legt. Damit kann man Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen. Ferner kann man bei unregelmäßigem Herzrhythmus eine Benachrichtigung bekommen. Bei unseren Tests wurden die Schritte und die Pulsfrequenz recht genau erfasst.

Akku

Der Akku der Pixel Watch 4 ist in der 45‑mm‑Version von 420 auf 455 mAh gewachsen. Das klingt nach wenig, führt aber in Kombination mit dem effizienteren Prozessor zu einer deutlich längeren Laufzeit. Bei gelegentlichem Nachrichtenabruf und passivem Tracking von Aktivität und Schlaf lag der Akkustand nach 24 Stunden noch bei 55 bis 62 Prozent. Insgesamt kam die Uhr auf rund zweieinhalb Tage Laufzeit – zwei volle Tage sind also problemlos möglich.

Eine vollständige Ladung der Watch 4 in 45 mm dauert etwas mehr als 45 Minuten. Nach 15 Minuten ist die Uhr bereits etwa halb voll – genug, um beim Duschen schnell rund 20 Prozent nachzuladen.

Die 41-mm-Variante stand uns für den Test nicht zur Verfügung. Bei ihr ist der Akku von 307 auf 325 mAh gewachsen, sodass die Verlängerung der Laufzeit von 24 auf 30 Stunden laut Herstellerangabe uns plausibel erscheint.

Google hat auch den Ladeanschluss überarbeitet: Während die erste Generation noch kabellos lud, nutzten die zweite und dritte Generation Kontaktstifte auf der Unterseite. Bei der Pixel Watch 4 sitzen die beiden Ladekontakte nun seitlich gegenüber der Krone. Die Uhr steht beim Laden aufrecht in einer Ladeschale – das funktioniert zuverlässig, wirkt aber anfangs ungewohnt. Das beiliegende Kabel ist solide verarbeitet; ein Ersatz kostet im Google Store 29 Euro.

Preis

Die Google Pixel Watch 4 kostet je nach Größe, Ausstattung und Farbe zwischen 314 und 524 Euro. Die 41-mm-Variante mit Wi-Fi startet bei 300 Euro, die 45-mm-Version bei 369 Euro. Für die LTE-Variante fällt ein Aufpreis an: Die 41-mm-Version kostet nur 320 Euro, die 45-mm-Version immerhin schon 460 Euro.

Armbänder gibt es von Google für 49 bis 209 Euro, bei Drittanbietern oft günstiger. Das Ladekabel kostet bei Verlust 29 Euro im Google Store. Bereits kurz nach Marktstart sind die Preise teils deutlich gefallen – im freien Handel sind einzelne Varianten günstiger zu haben.

Fazit

Die Google Pixel Watch 4 ist eine ausgereifte Smartwatch, die in vielen Bereichen überzeugt. Das deutlich hellere Display mit 3000 Nits lässt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen. Die längere Akkulaufzeit von über einem Tag macht die Uhr alltagstauglich – auch für Schlaftracking. Der neue Snapdragon W5 Gen 2 sorgt für flüssige Performance ohne Ruckler.

Die Verzahnung mit Android-Smartphones funktioniert tadellos. Auf Benachrichtigungen lässt sich direkt auf der Uhr antworten, mit Google Wallet bezahlt man kontaktlos. Die Fitness- und Gesundheitsfunktionen sind umfangreich: Schritte, Puls, Blutsauerstoff, Stresslevel, Schlaftracking und EKG decken die wichtigsten Bereiche ab. Die automatische Aktivitätserkennung funktioniert zuverlässig und zeichnet nun alle Parameter automatisch auf.

Für Besitzer der Pixel Watch 3 lohnt sich ein Upgrade kaum – die Verbesserungen sind vorhanden, aber nicht gravierend. Wer neu einsteigen will und ein Android-Smartphone besitzt, bekommt mit der Pixel Watch 4 eine gut ausgestattete Smartwatch mit langer Akkulaufzeit und hellem Display.

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

VORTEILE
  • Offline-Musikspeicher und Garmin Pay
  • integriertes GPS
  • viele sinnvolle Trainingsprofile
  • EKG-Funktion
NACHTEILE
  • keine echte Navigation (abseits von Google Maps)
  • kaum Apps und KI-Support
  • teuer

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

Die Garmin Venu 4 verbindet ein dezentes, alltagstaugliches Design mit einem klaren Schwerpunkt auf Gesundheits- und Lifestyle-Funktionen. Gleichzeitig bleibt Garmin seinen Kernkompetenzen treu: GPS-Aufzeichnung und umfangreiches Fitness-Tracking gehören weiterhin zum festen Funktionsumfang. So positioniert sich die Smartwatch als elegante Alternative zu klassischen Sportuhren, ohne auf sportliche Grundlagen zu verzichten.

Getestet haben wir die Venu 4S in der 41-mm-Variante, die uns Garmin leihweise zur Verfügung gestellt hat. Welche Stärken und Schwächen die Venu 4 hat, klärt der Test.

Design & Tragekomfort

Garmin ändert das Design der Venu 4 im Vergleich zur Venu 3 nur wenig. Das Grundkonzept bleibt erhalten: Die Smartwatch wirkt eher wie eine klassische Armbanduhr als eine ausgewiesene Sportuhr. Auffällig sind jedoch Anpassungen bei der Tastenanordnung. Während die Venu 3 noch drei längliche, vertikal am Gehäuserand platzierte Knöpfe bot, setzt die Venu 4 nun auf eine Kombination aus einer länglichen und einer runden Taste. Die Bedienung über den Touchscreen bleibt unverändert.

Auch bei den Materialien bleibt Garmin dem Vorgänger treu. Die Venu 4 kombiniert ein AMOLED-Display mit Gorilla Glass 3, eine Edelstahllünette und ein Silikonarmband. Mit 33 Gramm ohne Armband zählt die Uhr zu den leichten Modellen, was sich positiv auf den Tragekomfort auswirkt. Am Handgelenk sitzt die Smartwatch angenehm, die Tasten sind so positioniert, dass sie nicht drücken. Auch beim Tragen in der Nacht zeigt sich die Venu 4 unauffällig.

Wie bereits die Venu 3 ist auch die Venu 4 bis zu einem Druck von 5 ATM wasserdicht. Schwimmen, Duschen oder Joggen im Regen stellen damit kein Problem dar. Für Aktivitäten bei hohem Wasserdruck oder längere Tauchgänge ist die Smartwatch jedoch nicht ausgelegt.

Der Hersteller bietet die Smartwatch erneut in zwei Größen an: Die Venu 4 misst 45 mm, während die Venu 4S mit 41 mm Durchmesser für kleinere Handgelenke – etwa bei Damen oder Jugendlichen – eine Option ist.

Display

Wie schon beim Vorgängermodell setzt Garmin bei der Venu 4 auf ein AMOLED-Display. Da der Hersteller die Smartwatch in zwei Größen anbietet, variiert auch die Display-Diagonale: Das 41-mm-Modell kommt auf 1,2 Zoll, die 45-mm-Variante auf 1,4 Zoll. Die Auflösung liegt entsprechend bei 390 × 390 Pixeln oder 454 × 454 Pixeln.

Das Display lässt sich – wie von aktuellen Garmin-Uhren gewohnt – jederzeit einwandfrei ablesen. Ein integrierter Umgebungslichtsensor passt die Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse an. Alternativ lässt sich die Helligkeit auch manuell einstellen. Beide Optionen arbeiten zuverlässig.

Einrichtung & Bedienung

Als festes Mitglied des Garmin-Ökosystems entfaltet die Venu 4 ihren Funktionsumfang nur in Verbindung mit der Garmin-Connect-App. Auf eine ausführliche Vorstellung der Anwendung verzichten wir an dieser Stelle, da wir sie bereits in früheren Garmin-Tests detailliert behandelt haben.

Die Kopplung erfolgt per Bluetooth, anschließend führen wir die Einrichtung direkt in der App durch. Ein kurzes Tutorial erklärt dabei die wichtigsten Funktionen und die Bedienlogik der Venu 4. Der gesamte Einrichtungsprozess dauert nur wenige Minuten. Funktionen wie Garmin Pay oder die Musikwiedergabe lassen sich bei Bedarf auch später konfigurieren.

In der Praxis überzeugt die Bedienung mit der von Garmin gewohnten Zuverlässigkeit. Die Uhr reagiert flüssig, das Touch-Display setzt Eingaben präzise um und kommt auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern gut zurecht. Nutzer, die bereits eine Garmin-Uhr verwendet haben, finden sich sofort zurecht. Aber auch Einsteiger sollten sich nach kurzer Zeit problemlos orientieren können.

Training & Fitness

Garmin richtet die Venu 4 klar auf eine Kombination aus Fitness und Lifestyle aus. Das zeigt sich nicht nur im Design, sondern auch im Funktionsumfang. Die Smartwatch unterstützt mehr als 80 Trainingsprofile sowie einen Multisport-Modus, mit dem sich mehrere Sportarten kombinieren lassen. Zur Auswahl stehen unter anderem verschiedene Ausdauerdisziplinen, Krafttraining, Yoga sowie Mannschafts- und Wintersportarten. Hinzu kommt ein spezielles Golf-Modul mit Daten zu mehr als 43.000 Golfplätzen weltweit.

Bei Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren erfasst die Venu 4 umfangreiche Trainingsdaten. Diese reichen zwar nicht an den Detailgrad der Forerunner- oder Fenix-Serie heran, sind jedoch für die meisten Hobbyathleten gänzlich ausreichend. Auf Basis der Messwerte berechnet die Uhr den Trainingsnutzen, die empfohlene Erholungszeit und die aktuelle Trainingsbereitschaft, wobei auch Schlaf- und Erholungsdaten einfließen.

Eigene Trainingseinheiten lassen sich in der Garmin-Connect-App erstellen und anschließend direkt auf der Uhr anzeigen. Zusätzlich bietet Garmin vorgefertigte Trainingspläne für Ausdauer- und Kraftsport sowie Einheiten für HIIT, Cardio, Yoga und Pilates. Eine Besonderheit ist der Rollstuhlmodus, mit dem Rollstuhlfahrer tägliche Schübe erfassen und speziell angepasste Trainings nutzen können.

Zentral für Training und Alltag ist der optische Pulssensor. Garmin setzt hier auf die bewährte Elevate-Technologie, die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität misst. Im Test arbeitet der Sensor zuverlässig und präzise. Sowohl bei lockeren Laufeinheiten als auch beim Krafttraining und bei HIIT-Einheiten liefert die Venu 4 hervorragende Messwerte. Bei stark schwankender Herzfrequenz zeigen sich im Vergleich zu einem Brustgurt lediglich geringe Abweichungen im niedrigen einstelligen Bereich, wie sie für optische Sensoren typisch sind.

Für die Streckenaufzeichnung verfügt die Venu 4 über ein integriertes GPS-Modul mit Unterstützung für Glonass, QZSS, Galileo und Beidou. Beim Laufen oder Radfahren speichert die Uhr die zurückgelegten Routen zuverlässig. Eine klassische Kartenansicht fehlt allerdings; die Navigation beschränkt sich auf Breadcrumb- und Trackback-Funktionen. Immerhin bietet die Venu 4 inzwischen Google Maps als eingeschränkte App-Integration aus dem Garmin Connect IQ Store, sodass sich Routen per Abbiegehinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen – allerdings keine Karten. In der Praxis funktioniert das problemlos und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.

Schlaf & Gesundheit

Die Venu 4 bietet eine umfassende Palette an Gesundheitsfunktionen, inklusive detaillierter Schlafanalyse. Im Zentrum steht der sogenannte Health Status, der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atmung, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur auswertet und mögliche Auffälligkeiten erkennt. Ergänzend dazu erfasst das Lifestyle Logging alltägliche Gewohnheiten wie Koffeinkonsum, Entspannungsmaßnahmen etwa durch Meditation sowie Aspekte der Schlafhygiene. Die von anderen Garmin-Modellen bekannte Body Battery liefert zusätzlich eine Einschätzung der aktuellen Energiereserven des Körpers.

Als sportlich orientierte Lifestyle-Smartwatch unterstützt die Venu 4 zudem Funktionen zur Frauengesundheit. Nutzerinnen können unter anderem physische Symptome, Stimmung, sexuelle Aktivität, Eisprung und Ausfluss dokumentieren. Der Funktionsumfang fällt umfangreich aus und eignet sich gut, um den eigenen Zyklus zu beobachten. In Kombination mit dem Lifestyle Logging lassen sich so auch stress- oder stoffwechselbedingte Veränderungen und Trends erkennen. Positiv fällt zudem die Möglichkeit auf, zu jedem Zyklustag eigene Notizen zu hinterlegen – etwa zur Dokumentation der Körpertemperatur im Rahmen der NFP-Methode.

Neben der kontinuierlichen Herzfrequenzmessung unterstützt die Venu 4 die Garmin-EKG-App. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren – in der Europäischen Union ist das Feature seit Längerem zertifiziert. Über Sensoren in der Uhr lässt sich innerhalb von 30 Sekunden ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, um den Sinusrhythmus zu prüfen und mögliche Hinweise auf Vorhofflimmern zu erkennen. Voraussetzung ist ein Software-Update sowie die einmalige Einrichtung der Funktion in der Garmin-Connect-App.

Im Test gelingt die Aufzeichnung zuverlässig: Nach dem Anlegen von Daumen und Zeigefinger an den Gehäuserand zeichnet die Uhr den Herzrhythmus auf, das Ergebnis lässt sich anschließend sowohl auf der Uhr als auch in der App einsehen und exportieren. Ein ärztliches EKG ersetzt die Funktion nicht, sie kann jedoch erste Hinweise auf Unregelmäßigkeiten liefern.

Für das Schlaftracking kombiniert Garmin bei der Venu 4 einen Sleep Score mit einem Schlafcoach. Die Uhr erkennt Schlafphasen und Nickerchen automatisch und erfasst neben der Herzfrequenz auch Hauttemperatur und Atemmuster, um die Schlafqualität zu bewerten. In der Praxis arbeitet das Tracking zuverlässig: Die Ergebnisse stimmen weitgehend mit dem subjektiven Empfinden überein, auch nächtliche Wachphasen erkennt die Uhr korrekt. Trotz ihres präsenten Gehäuses stört die Venu 4 beim Schlafen nicht.

Weitere Features

Nutzer, die mit Garmin-Smartwatches vertraut sind, erleben bei den Zusatzfunktionen der Venu 4 kaum Überraschungen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Lifestyle-Features. So unterstützt die Uhr Garmin Pay und bietet einen integrierten Musikspeicher. Damit lassen sich Zahlungen direkt über die Smartwatch abwickeln – sofern die eigene Bank Garmin Pay unterstützt – und Musik auch ohne Smartphone hören. Nach der Einrichtung über die App funktionieren beide Funktionen im Test problemlos. Die Venu 4 unterstützt unter anderem Spotify und Deezer, sodass sich Inhalte direkt auf den internen Speicher der Uhr herunterladen lassen.

Zusätzlich integriert Garmin ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Die Venu 4 verarbeitet damit Sprachbefehle und eignet sich zum Annehmen und Führen von Telefonaten. Für Anrufe ist jedoch stets ein gekoppeltes Smartphone erforderlich, da die Uhr über keinen eSIM-Slot verfügt.

Akku

Garmin beziffert die Akkulaufzeit der 41-Millimeter-Variante der Venu 4 auf bis zu zehn Tage, bei dauerhaft aktiviertem Display auf rund drei Tage. Das 45-Millimeter-Modell bietet einen etwas größeren Akku und soll bis zu zwölf Tage durchhalten. Damit bewegt sich die Venu 4 auf dem Niveau des Vorgängers. Im Praxistest – mit drei Sporteinheiten pro Woche à jeweils rund 90 Minuten, davon zwei mit GPS, aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Display-Helligkeit – musste die Uhr nach neun Tagen wieder an die Steckdose gehen. Das ist ein solider, wenn auch kein herausragender Wert für eine Smartwatch.

Preis

Die Venu 4 ist in mehreren Farbvarianten sowie in zwei Gehäusegrößen mit 41 und 45 Millimetern erhältlich. Garmin ruft für das kleinere Modell eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von rund 550 Euro auf, die größere Variante liegt bei etwa 600 Euro. Damit positioniert sich die Venu 4 deutlich über der Venu 3 und kostet je nach Ausführung 80 bis 120 Euro mehr.

Zum Testzeitpunkt ist die Smartwatch im Handel allerdings bereits günstiger zu haben: Der Straßenpreis startet für die Venu 4S mit 41 mm (Damen) ab rund 429 Euro sowie für die Venu 4 mit 45 mm (Herren) ebenfalls ab 429 Euro.

Fazit

Wer weiß, was er will, erhält mit der Garmin Venu 4 eine ausgezeichnete Smartwatch mit klarem Fokus auf Gesundheits-, Fitness- und Alltagsfunktionen. Bei den klassischen Smartwatch-Features bleibt im Vergleich zu Wear OS deutlich Luft nach oben: Die eingeschränkten Navigationsmöglichkeiten sowie der weitgehende Verzicht auf KI-Funktionen fallen negativ auf.

Demgegenüber steht eine umfangreiche Auswahl an Fitness- und Lifestyle-Tracking-Funktionen sowie eine lange Akkulaufzeit, die im Alltag einen spürbaren praktischen Nutzen bieten. Auch die EKG-Funktion erweist sich im Test als sinnvolle Ergänzung. Garmin Pay und der integrierte Musikspeicher vervollständigen das insgesamt stimmige, wenn auch hochpreisige Gesamtpaket.

Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.

VORTEILE
  • hervorragendes AMOLED-Display
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hervorragende Trainings-Features
  • smarte Weckfunktion
NACHTEILE
  • keine Telefonie
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.

Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin den Nachfolger der Vivoactive 5 auf den Markt – ein Mix aus einfacher Smartwatch, schlanker Sportuhr und edlem Fitnesstracker für preisbewusste Käufer. Neu sind unter anderem ein verbessertes GPS, mehr Speicher und ein schlafzyklusbasierter Wecker. Im Test prüfen wir, wie sich die GPS-Smartwatch im Vergleich zur Konkurrenz und zur Vorgängerin schlägt.

Design und Bedienung

Garmin bleibt beim Design der Vivoactive 6 der Linie des Vorgängers treu: funktional, unauffällig, robust. Das Gehäuse ist minimal flacher, die obere Taste leicht überarbeitet – Gewicht und Display bleiben gleich.

Das Gehäuse besteht aus glasfaserverstärktem Polymer, die Lünette ist aus Aluminium gefertigt. Etwas schlicht wirkt das Silikonarmband mit Kunststoffschließe, lässt sich bei Bedarf aber problemlos tauschen. Das 1,2-Zoll-AMOLED-Display wird von Gorilla Glass 3 geschützt und übersteht im Test Stürze auf Steinboden sowie Kollisionen mit harten Gegenständen unbeschadet. Insgesamt hinterlässt die Verarbeitung einen überzeugenden Eindruck.

Auch die Bedienung gelingt im Test problemlos. Eingaben werden präzise erkannt, die Navigation läuft flüssig. Die Menüführung hat Garmin überarbeitet: Statt direkt in Aktivitäten zu springen, öffnet die Menütaste nun ein zentrales Menü mit Zugriff auf Training, Musik, Garmin Pay und mehr. Das neue Interface wirkt moderner und erleichtert die Orientierung – nach kurzer Eingewöhnung klappt die Bedienung reibungslos.

Einrichtung und App

Die Ersteinrichtung der Vivoactive 6 läuft typisch für Garmin: App herunterladen, Uhr einschalten, per Bluetooth koppeln. Die Garmin-Connect-App führt anschließend kurz durch Funktionen und Bedienung. Zusätzliche Features wie Garmin Pay oder Musiksteuerung richtet man danach individuell ein.

Zur App selbst: Das zentrale Dashboard zeigt konfigurierbare Gesundheits- und Fitnessdaten wie Herzfrequenz, Schlaf, VO2max, Schritte oder Trainingsbelastung. In der Community ist die Bedienung umstritten – vorwiegend nach dem letzten Update, das nicht alle als Fortschritt sehen. Letztlich bleibt auch hier vieles eine Gewöhnungssache, wenngleich andere Hersteller wie Polar oder Huawei eine klarere Struktur bieten.

Aktivität und Training

Auch wenn die Vivoactive 6 nicht den klaren Sportfokus einer Garmin Fenix 8 oder Forerunner 965 verfolgt, bietet sie viele der typischen Tracking-Funktionen. Neben zahlreichen Trainingsprofilen zeichnet die Uhr Werte wie Herzfrequenz, Schritte, Intensitätsminuten, Kalorien, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoffsättigung präzise auf. Die Genauigkeit reicht zwar nicht an medizinische Geräte heran, ist für den Alltag aber vollkommen ausreichend.

Besonders überzeugen die umfangreichen Trainingsfunktionen. Jedes Profil bietet spezifische Anzeigen – etwa Pace, Distanz und Puls beim Laufen oder Wiederholungen und Sätze beim Krafttraining. Datenseiten lassen sich individuell konfigurieren, direkt über das Display und ohne Umwege.

Für viele Sportarten gibt es zusätzliche Coaching-Funktionen. Läufer greifen auf Trainingspläne aus der Garmin-App zu, alternativ lassen sich eigene Einheiten aus über 1600 Fitnessübungen zusammenstellen oder direkt von der Uhr vorschlagen. Mobilitätstrainings stehen zum Download bereit, für Rollstuhlfahrende gibt es spezielle Workouts inklusive Schub- und Handbiking. Viele Übungen zeigt die Uhr sogar animiert an – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse.

Nach dem Training liefert die Uhr Analysen zur Belastung, dem Trainingsnutzen und der Erholungszeit. Mit dem bekannten Pace-Pro-Feature lassen sich Wettkampfstrategien basierend auf Zielzeit und Streckenprofil planen. Das klappt im Test gut, ersetzt aber keine durchdachte Trainingsplanung.

Zur Hardware: Die Vivoactive 6 nutzt einen optischen Pulssensor sowie integriertes GPS, das Glonass, Galileo, QZSS und Beidou unterstützt. Im Test arbeiten beide Sensoren zuverlässig. Die Pulsmessung bleibt auch bei Belastung stabil, wenn auch nicht auf Brustgurt-Niveau. Das GPS liefert exakte Daten – wie von Garmin gewohnt. Einschränkungen gibt es bei der Navigation: Abseits einer einfachen Breadcrumb-Führung fehlt eine echte Kartendarstellung. Diese bleibt höherpreisigen Modellen wie der Fenix 8 vorbehalten.

Schlaf-Analyse

Beim Schlaf-Tracking bleibt die Vivoactive 6 größtenteils beim Bewährten. Die Uhr erfasst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Daraus berechnet sie die Schlafqualität, ergänzt durch Tipps eines integrierten Schlafcoachs zur Verbesserung der Schlafhygiene. Im Test stimmten die gemessenen Werte gut mit unserem subjektiven Eindruck überein.

Neu ist die smarte Weckfunktion: Sie weckt per Vibration bis zu 30 Minuten vor der eingestellten Zeit – abhängig von der aktuellen Schlafphase. So wird ein Aufwachen aus dem Tiefschlaf vermieden. In der Praxis funktioniert das zuverlässig und sorgt für ein deutlich angenehmeres Aufwachen.

Weitere Features

Wie von Garmin gewohnt, bringt auch die Vivoactive 6 eine Reihe praktischer Zusatzfunktionen mit. Auf ein EKG oder Telefonie über Mikrofon – wie bei der Venu 3 – müssen Nutzer zwar verzichten, doch mit Garmin Pay und integriertem Musikspeicher ist die Uhr gut ausgestattet.

Statt 4 GB wie beim Vorgänger bietet die Vivoactive 6 nun 8 GB internen Speicher, nutzbar für Musik oder Apps. Songs lassen sich per USB direkt vom PC übertragen oder über Streamingdienste wie Spotify, Deezer und Amazon Music laden – inzwischen auch ohne Umweg über die Connect-IQ-App direkt auf der Uhr. Im Test funktionierte das schnell und problemlos – spürbar besser als noch bei der Vivoactive 5.

Garmin Pay läuft wie gewohnt: Code festlegen, Karte in Garmin Connect hinterlegen, fertig. Die Liste unterstützter Banken bleibt überschaubar, umfasst aber große Anbieter wie Commerzbank, Comdirect, Santander oder Revolut. Eine aktuelle Übersicht bietet Garmin online.

Akku

Garmin nennt für die Vivoactive 6 bis zu 11 Tage Laufzeit im Smartwatch-Modus ohne Always-On-Display und 17 bis 21 Stunden mit aktivem GPS. Im Test erreichten wir rund 8 Tage – bei drei rund 90-minütigen Sporteinheiten (davon zwei mit GPS), aktivem Schlaf-Tracking und deaktiviertem Always-On. Eine Stunde GPS verbrauchte im Schnitt etwa 6 Prozent Akku, was rund 16,5 Stunden GPS-Betrieb entspricht.

Auch wenn die Praxiswerte leicht unter den Herstellerangaben lagen, liefert die Vivoactive 6 solide Laufzeiten. Im Vergleich zu Modellen wie der Apple Watch schneidet sie deutlich besser ab.

Preis

Während Garmin mit Modellen wie der Fenix 8 oder Forerunner 965 vorrangig ambitionierte Sportler mit großem Budget anspricht, richtet sich die Vivoactive 6 an preisbewusste Nutzer, die eine solide GPS-Smartwatch mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Mit einer UVP von 330 Euro liegt sie im mittleren Preissegment. Die Uhr ist in den Farben Bone/Lunargold, Schwarz/Schiefergrau, Jaspisgrün und Pink Dawn erhältlich. Der Straßenpreis liegt je nach Farbvariante schon bei unter 300 Euro. Das beste Angebot liegt bei 278 Euro.

Fazit

Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin eine Smartwatch mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt. Sie verbessert den Vorgänger in nahezu allen Punkten und ist den aktuellen Straßenpreis von rund 300 Euro wert.

Wer auf Kartenfunktionen und Telefonie verzichten kann, erhält eine vielseitige GPS-Uhr mit umfangreichen Trainingsfunktionen, solider Smartwatch-Ausstattung und langer Akkulaufzeit – in dieser Preisklasse kaum zu schlagen. Auch im Vergleich zur Apple Watch macht sie eine gute Figur.

Ob sich ein Umstieg von der Vivoactive 5 lohnt, hängt vom Bedarf ab. Die 6er punktet mit neuer Menüführung, mehr Speicher und smartem Wecker – der Vorgänger bleibt aber weiterhin eine gute Wahl.

Die Huawei Watch GT 5 Pro ist eine verbesserte Version der GT 5 mit EKG-Funktion und mehr. Ob sich der Aufpreis lohnt, zeigt unser Test der 42-mm-Variante für Damen.

VORTEILE
  • hervorragender Pulssensor
  • umfangreiches Zyklustracking
  • gute Routennavigation
NACHTEILE
  • diverse Smartfeatures in DE nicht verfügbar
  • Design ist Geschmackssache
  • sehr hoher Preis

Die Huawei Watch GT 5 Pro ist eine verbesserte Version der GT 5 mit EKG-Funktion und mehr. Ob sich der Aufpreis lohnt, zeigt unser Test der 42-mm-Variante für Damen.

Mit der Watch GT 5 hat der chinesische Hersteller Huawei eine neue Smartwatch vorgestellt, die mit einer langen Akkulaufzeit und einer ausgezeichneten Navigation überzeugen soll. Das Pro-Modell bietet zusätzlich ein EKG-Feature und erweiterte Trainingsfunktionen für Golf-Fans. Diese Extras gehen jedoch mit einem deutlichen Preisaufschlag einher.

Ob der höhere Preis der Huawei Watch GT 5 Pro in der Damenvariante im Vergleich zur Standardversion gerechtfertigt ist, wird in diesem Test überprüft. Im Fokus stehen dabei neben dem Design auch die Trainingsfunktionen, das EKG sowie die smarten Features der Uhr.

Design & Verarbeitung

Das Design der Huawei Watch GT 5 Pro in der 42-mm-Variante unterscheidet sich deutlich von der Herren-Version mit 46 mm (Testbericht). Während letztere eher wuchtig wirkt, erscheint das Damenmodell schlanker und eleganter. Huawei setzt auf ein Gehäuse aus Keramik und Titan sowie eine drehbare Krone, die optisch an einen Kristall erinnert. Das Armband besteht aus Fluorelastomer, einem synthetischen Gummi auf Fluorkohlenstoffbasis, das für seine Widerstandsfähigkeit und Robustheit bekannt ist. Alternativ kann die Uhr für einen Aufpreis von 130 Euro auch mit einem Keramikarmband erworben werden.

Das 1,32 Zoll große AMOLED-Farbdisplay mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln ist identisch mit dem der normalen Watch GT 5 (Testbericht), obwohl das Gehäuse der Pro-Version einen um einen Millimeter größeren Durchmesser aufweist. Die Verarbeitung und Lesbarkeit der Watch GT 5 Pro hinterlassen einen hervorragenden Eindruck, das Display bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Allerdings wirkt das Keramikgehäuse aufgrund der glänzend weißen Oberfläche etwas gewöhnungsbedürftig, da es an günstiges Plastik erinnert – dies bleibt jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Die Watch GT 5 Pro bietet in beiden Größen eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM sowie eine Klassifizierung nach IP69K-Standard. Damit eignet sich das Damenmodell nicht nur zum Schwimmen, sondern auch zum Freitauchen bis zu einer Tiefe von 40 Metern.

Bedienbarkeit & App

Die Bedienung der Huawei Watch GT 5 Pro in der Damenversion entspricht der normalen Watch GT 5. Auch die Pro-Variante setzt auf eine Kombination aus einer Bedientaste, einer dreh- und drückbaren Krone sowie einem Touch-Display. Eingaben werden stets problemlos und ohne nennenswerte Verzögerungen erkannt, was einen positiven Eindruck hinterlässt. Auch bei feuchten oder verschwitzten Fingern bleibt die Bedienung der Uhr problemlos möglich.

Die zugehörige App sowie das Betriebssystem der Smartwatch sind ebenfalls identisch mit denen der normalen Watch GT 5, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. So müssen Android-Nutzer die Huawei Health App manuell über einen QR-Code herunterladen, da sie im Google Play Store nicht verfügbar ist. Zudem läuft die Uhr mit Huaweis eigenem Harmony OS, was die Auswahl an verfügbaren Apps einschränkt, die zusätzlich auf der Watch GT 5 Pro installiert werden können. Die Bedienung der App und des Betriebssystems erfolgt jedoch intuitiv und problemlos.

Aktivität & Training

Wie bereits die normale Huawei Watch GT 5 bietet auch das Pro-Modell eine Auswahl von über 100 verschiedenen Trainingsprofilen sowie eine automatische Trainingserkennung. Letztere funktioniert in unserem Test zwar grundsätzlich gut, ist jedoch nicht immer ganz zuverlässig. Es empfiehlt sich, die Aufzeichnung stets nachzuprüfen oder das Feature, das eher als nettes Gimmick zu betrachten ist, komplett zu deaktivieren.

Auch in der Pro-Version bleiben der optische Pulssensor sowie das Höhenbarometer unverändert. Die Herzfrequenzmessung liefert präzise Werte, jedoch kann es bei stark schwankendem Puls zu minimalen Verzögerungen kommen, bis die Uhr den aktuellen Wert korrekt anzeigt. In der Praxis ist dieser Umstand jedoch tolerierbar.

Während die normale Watch GT 5 vorgefertigte Trainingspläne für Laufeinheiten bietet, aber auf zusätzliche Funktionen für Sportler verzichtet, stellt die GT 5 Pro einige interessante Extras zur Verfügung. So kann über die Huawei Health App eine vorgefertigte Route für Laufeinheiten importiert und vor Trainingsbeginn auf dem Display der Uhr angezeigt werden. Die Navigation während des Laufens funktioniert im Test problemlos.

Für Golfsportler bietet die Damenvariante der Watch GT 5 Pro umfassende Funktionen, darunter eine Vorschau von 15.000 Golfplätzen weltweit, einschließlich 3D-Ansicht und Daten zu Windverhältnissen sowie der Entfernung zum jeweiligen Loch. Zudem zeichnet die Uhr den Golfschwung auf, was eine messbare Analyse des Trainingserfolgs ermöglicht.

Mit einem Abonnement von Huawei Health+ können auf der Watch GT 5 Pro zudem Trainingspläne für Sportarten wie Krafttraining erstellt und an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Schlaf- & Gesundheitsfunktionen

Beim Schaf-Tracking unterscheidet sich die Watch GT 5 Pro nicht vom Standardmodell, deshalb gehen wir an dieser Stelle nur kurz darauf ein. Wir können mit der Uhr die einzelnen Schlafphasen aufzeichnen und außerdem die Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung und die Hauttemperatur überwachen lassen. Das klappt in unserem Test größtenteils gut, auch wenn die Uhr vereinzelte Wachphasen nicht registriert. Das Zyklustracking, das wir bereits bei der normalen Watch GT 5 gelobt haben, ist auch bei der Watch GT 5 Pro wieder mit an Bord und leistet einen guten Job.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Watch GT 5 Pro sind aber erweiterte Gesundheitsfunktionen wie die Messung der arteriellen Steifigkeit und die Möglichkeit, ein EKG zu erstellen. Um die Herzfrequenz mit dem EKG zu messen, müssen wir lediglich 30 Sekunden den Finger auf die Elektrode am Gehäuse der Uhr legen. Die Messung erbringt im Test ein realistisches und genaues Ergebnis. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Features nicht um einen Ersatz für eine professionelle Messung beim Arzt, allerdings reichen die Daten aus, um langfristige Trends zu erkennen und ungewöhnliche Abweichungen zu registrieren.

Weitere Features

Wie bereits bei der normalen Watch GT 5, bleibt auch die Watch GT 5 Pro in Bezug auf Zusatzfunktionen und smarte Features etwas zurück. Apps für Musikdienste wie Deezer oder Spotify auf der Uhr gibt es nicht. Auch auf Google Maps und Google Pay muss man verzichten. Als Alternative gibt es aber zum Navigieren immerhin Petal Maps von Huawei.

So bleibt bei der Watch GT 5 Pro alles wie bei der Standardversion der Huawei-Smartwatch. Petal Maps ermöglicht die Navigation über GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS sowie den Download von Offline-Karten für Trainingseinheiten im Freien. Wer Musik abspielen möchte, muss auf Huawei Music oder den integrierten Player zurückgreifen, einen eigenen Musikspeicher bietet die Uhr jedoch nicht.

Lautsprecher und Mikrofon ermöglichen Telefonate, solange die Uhr mit dem Smartphone gekoppelt ist. Das Betriebssystem Harmony OS sorgt für eine flüssige Bedienung. Im Gegensatz zur Damenvariante der Watch GT 5 verfügt die Pro-Version jedoch über eine integrierte Tastatur, mit der sowohl Textnachrichten als auch Sprachmitteilungen über das Display der Uhr eingegeben werden können. Eine Telefoniefunktion via Bluetooth ist ebenfalls vorhanden, sodass Anrufe über das integrierte Mikrofon entgegengenommen und beantwortet werden können.

Abgesehen davon bleibt die Pro-Version in dieser Hinsicht unverändert zur herkömmlichen Watch GT 5. Die ursprünglich für Dezember 2024 angekündigte Bezahlfunktion via NFC ist in Deutschland bisher nicht verfügbar, soll jedoch bald über das polnische System Quicko Wallet App integriert werden.

Akku

Die Akkulaufzeit der Watch GT 5 Pro in der Damenvariante liegt, wie bei der Watch GT 5, bei bis zu sieben Tagen. Damit hält die Smartwatch auf dem Papier nur halb so lange wie das Modell mit 46-mm-Display. Je nach Aktivierung der Always-On-Funktion variiert die Akkulaufzeit in der Praxis zwischen drei und sechs Tagen. Im Test haben wir die Uhr dauerhaft getragen und es wurden während der Laufzeit drei Sporteinheiten mit einer Dauer von jeweils anderthalb Stunden absolviert, darunter zwei Laufeinheiten mit GPS-Tracking.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Huawei Watch GT 5 Pro mit 42-mm-Durchmesser liegt bei 449 Euro für das Modell mit Gummiarmband und 579 Euro für die Variante mit Keramikarmband. Damit ist die Uhr in der günstigeren Variante deutlich teurer als die normale Watch GT 5 und kostet mehr als das Herrenmodell.

Der Straßenpreis für die Huawei Watch GT 5 Pro in der 42-mm-Version mit Fluorelastomer-Armband liegt zum Testzeitpunkt bei knapp 302 Euro. Das Modell mit Keramik-Armband liegt bei üppigen 429 Euro.

Angesichts der Tatsache, dass die Damenversion über ein kleineres Display und eine geringere Akkulaufzeit verfügt, erscheint der Preisaufschlag für das Keramikgehäuse nicht gerechtfertigt. Auch der Aufpreis gegenüber der normalen Watch GT 5 fällt erheblich aus.

Fazit

Die Damenversion der Huawei Watch GT 5 Pro zeigt in unserem Test ähnliche Schwächen wie die GT 5, möglicherweise sogar etwas stärker ausgeprägt: Das Design mit dem Keramikgehäuse bleibt Geschmackssache, zudem müssen Käufer bei der Akkulaufzeit Abstriche hinnehmen. Hinzu kommt, dass die 42-mm-Variante der Watch GT 5 Pro deutlich teurer ist als die Standardversion der GT 5 sowie die Herrenversion der Pro-Version.

Zudem sind, wie bereits bei der normalen Watch GT 5, einige Funktionen in Deutschland nach wie vor nicht verfügbar. Aufgrund der fehlenden Google-Unterstützung bei der App-Auswahl muss man mit entsprechenden Einschränkungen leben. Der optische Pulssensor, die hervorragende Routennavigation und das Zyklustracking stellen zwar überzeugende Kaufargumente dar, doch allein das EKG und die Golfplatz-Karten rechtfertigen nicht den erheblichen Aufpreis für die Pro-Version.

Stylish, elegant und sportlich – so bewirbt Garmin die Lily 2 Active. Wir haben die Smartwatch getestet und zeigen, ob sie ihr Geld wirklich wert ist.

VORTEILE
  • gute Akkulaufzeit
  • dezentes Design
  • integriertes GPS
NACHTEILE
  • teuer
  • kaum Zusatzfunktionen
  • kein Farb-Display

Stylish, elegant und sportlich – so bewirbt Garmin die Lily 2 Active. Wir haben die Smartwatch getestet und zeigen, ob sie ihr Geld wirklich wert ist.

Garmin brachte vor einigen Jahren mit der Lily (Testbericht) eine Smartwatch mit Sportfunktionen auf den Markt – primär für eine weibliche Zielgruppe. Im Test überzeugte das Modell damals jedoch nur bedingt. Nun folgt mit der Lily 2 Active ein Nachfolger, der auf dem Papier vieles besser machen soll – inklusive optimierter Sensorik und mehr Funktionen.

Im Fokus des Tests stehen Verarbeitung, Funktionsumfang und der Spagat zwischen dezenter Eleganz und alltagstauglicher Sportlichkeit – stets unter dem Blickwinkel: bekommt man eine stilbewusste Smartwatch oder greift doch besser gleich zu einem anderen Garmin-Modell?

Design & Verarbeitung

Wie schon beim Vorgänger setzt Garmin auch bei der Lily 2 Active auf dezente Eleganz. Mit einer Displaygröße von 25,4 × 21,3 mm und 240 × 201 Pixeln zählt die Uhr zu den kompaktesten Modellen im Garmin-Portfolio – ideal für schmale Handgelenke. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium, das Silikonarmband mit Kunststoffschließe wirkt hingegen weniger hochwertig. Optional bietet Garmin im hauseigenen Shop Wechselarmbänder aus Nylon oder Leder an, die den eleganten Anspruch besser einlösen.

Die Verarbeitung entspricht dem bekannten Garmin-Standard. Das Display ist durch Corning Gorilla Glass 3 vor Kratzern und Stößen geschützt, die Wasserdichtigkeit liegt bei 5 ATM – Schwimmen inklusive, passende Trainingsprofile sind vorhanden.

Auf ein AMOLED-Display verzichtet Garmin bewusst zugunsten der Akkulaufzeit. Stattdessen kommt ein Bildschirm mit 16 Graustufen zum Einsatz. Die Entscheidung zugunsten längerer Akkulaufzeiten ist angesichts der kompakten Bauweise nachvollziehbar.

Bedienung & App

Die Garmin Lily 2 Active setzt die Installation der Garmin-App voraus – ohne sie lässt sich die Smartwatch nicht nutzen. Nach dem Download aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store erfolgt die Kopplung über das Geräte-Menü unkompliziert. Anschließend führt die App kurz durch die Grundfunktionen der Uhr. Da die Garmin-App bereits in anderen Tests behandelt wurde, nur so viel: Der Aufbau ist Geschmackssache, die Startseite lässt sich individuell anpassen. Einzelne Funktionen sind zwar etwas tief in den Menüs versteckt, mit etwas Einarbeitung gelingt die Bedienung jedoch problemlos.

Auch die Handhabung der Smartwatch selbst überzeugt mit gewohnter Garmin-Qualität. Das versteckte Touch-Display, das per Antippen oder Handgelenkdrehung aktiviert wird, reagiert schnell und präzise. Die Helligkeit ist regulierbar, das Display bleibt selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Auch mit feuchten Fingern ist die Bedienung problemlos möglich. Zwei seitliche Tasten ergänzen die Steuerung und erleichtern die Navigation durch die Menüs.

Aktivität & Training

Wie für eine smarte Sportuhr aus dem Hause Garmin üblich, zeichnet die Lily 2 Active Schritte, Intensitätsminuten und verbrauchte Kalorien automatisch auf. In der Praxis funktioniert das zuverlässig und ohne nennenswerte Abweichungen zum Kontrollgerät Garmin Fenix 7 (Testbericht). Für das Training stehen diverse Sportprofile bereit – darunter Klassiker wie Laufen, Radfahren und Schwimmen, aber auch Yoga, Krafttraining, Tennis oder Tanzen. Im Vergleich zu vollwertigen Garmin-Sportuhren fällt die Auswahl jedoch begrenzt aus: Ein Triathlon-Modus oder eine Multisport-Funktion fehlen komplett.

Auch bei der Datendarstellung während des Trainings zeigt sich die Uhr eher zurückhaltend. Beim Laufen werden Puls, Distanz, Dauer, Rundenzeit und Pace angezeigt – Funktionen wie Kartenansicht, VO2max, Belastungszonen oder Schrittfrequenz fehlen trotz integriertem GPS. Beim Krafttraining lassen sich Sätze und Wiederholungen manuell eintragen, Puls und Kalorienverbrauch werden protokolliert. Die übrigen Trainingsprofile liefern je nach Sportart nur Basiswerte wie Herzfrequenz, Dauer und Energieverbrauch.

Der optische Pulssensor liefert gewohnt solide Ergebnisse, zeigt bei intensiven Intervallen (HIIT) aber leichte Schwächen – hier empfiehlt sich ein externer Brustgurt. Funktionen wie Trainingspläne oder vorinstallierte Übungseinheiten sucht man vergeblich. Auch Demo-Animationen spezifischer Workouts fehlen. Hintergrund dürfte das bewusst einfache Display-Design sein.

Schlaf- und Gesundheitsfunktionen

Bei den Schlaf- und Gesundheitsfunktionen der Lily 2 Active gibt es für Garmin-Kenner keine großen Überraschungen. Die Uhr zeichnet kontinuierlich die Herzfrequenz auf und sammelt Daten zu Schlafphasen, Blutsauerstoffsättigung, Atmung und Herzfrequenzvariabilität (HRV). Die Messergebnisse wirken im Test plausibel und nachvollziehbar.

Zudem erkennt die Lily 2 Active zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten sowie nächtliche Wachphasen. Nach dem Aufwachen wird ein Sleep Score angezeigt, der die Erholungsqualität der Nacht bewertet. Gemeinsam mit der HRV ergibt sich ein solides Bild der nächtlichen Regeneration, das Garmin als sogenannte Body Battery zusammenfasst – ein Indikator dafür, wie viel Energie für Training und Alltag noch zur Verfügung steht. In der Praxis funktioniert das System ordentlich, sollte aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage für intensive Belastungen herangezogen werden. Eine hilfreiche Orientierung bietet es dennoch.

Optional lässt sich mit der Lily 2 Active auch ein sogenannter Health Snapshot erstellen. Dabei misst die Uhr über zwei Minuten hinweg die Herzfrequenzvariabilität in zwei Kategorien: SDRR (Standardabweichung der Zeit zwischen Herzschlägen) und RMSSD (Mittelwert der Differenzen zwischen normalen Herzschlägen). Daraus generiert sie einen Gesundheitsbericht, der sich etwa für ein Arztgespräch nutzen lässt.

Für Frauen bietet die Smartwatch außerdem die Möglichkeit, den Menstruationszyklus zu dokumentieren. In der App lassen sich Beginn und Dauer der Periode sowie psychische und körperliche Symptome—einschließlich Schleimkonsistenz—erfassen. Auf Basis vergangener Zyklen berechnet die App fruchtbare Phasen und den voraussichtlichen Beginn der nächsten Periode. Eine Temperaturerfassung zur Nutzung der NFP-Methode ist allerdings nicht vorgesehen.

Zusatzfunktionen

Umfangreiche Zusatzfeatures bietet die Garmin Lily 2 Active abseits von Training und Gesundheit nicht. Es gibt weder integrierten Musikspeicher noch ein Mikrofon – freihändiges Telefonieren oder die Nutzung von Sprachassistenten sind damit also nicht möglich.

Unterstützt werden jedoch Garmins Unfallerkennung und Garmin Pay. Erkennt die Uhr etwa einen Sturz, sendet Garmin Connect den Nutzernamen und den aktuellen Standort per Live-Track an zuvor festgelegte Notfallkontakte. Voraussetzung dafür sind aktiviertes GPS-Tracking, eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone und ein vorhandener Mobilfunkempfang.

Garmin Pay ermöglicht kontaktloses Bezahlen – vorausgesetzt, die eigene Bank unterstützt das System. In Deutschland ist die Auswahl noch begrenzt, aber mit Commerzbank, Santander, Comdirect und der Sparda-Bank Baden-Württemberg sind inzwischen einige große Institute mit an Bord.

Akku

Die Akkulaufzeit der Garmin Lily 2 Active liegt laut Hersteller bei bis zu neun Tagen, ein beachtlicher Wert für eine Uhr dieser Größe. Der Vorgänger kam lediglich auf rund fünf Tage. Im Praxistest—bei voller Display-Helligkeit, aktivierten Benachrichtigungen und drei Sporteinheiten (davon zwei mit GPS)—hielt die Smartwatch eine Woche durch. Für diese Gerätekategorie ein sehr ordentlicher Wert.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Garmin Lily 2 Active liegt zum Testzeitpunkt bei 350 Euro. Garmin bietet die Smartwatch in den Farben Silber, Lunargold und Jaspisgrün an. Wechselarmbänder aus Leder kosten 60 Euro, für Nylonvarianten werden 50 Euro fällig. Der Straßenpreis liegt bei rund 263 Euro – damit bewegt sich die Uhr auf einem ähnlichen Niveau wie die Polar Ignite 3 (Test bei Mac & i) oder die Google Pixel Watch 3 (Testbericht).

Fazit

Bei der ersten Lily stellte sich im Test die Frage, welche Zielgruppe Garmin überhaupt im Blick hatte – denn das Modell verzichtete weitgehend auf typische Garmin-Stärken. Wie steht es nun um die Lily 2 Active? Die Antwort fällt gemischt aus.

Positiv fällt die deutlich verbesserte Akkulaufzeit auf. Auch Design, Herzfrequenzmessung und das integrierte GPS machen einen soliden Eindruck. Doch schließlich bleibt die Ausstattung hinter den Erwartungen zurück – vorwiegend angesichts des Preises.

Besonders enttäuschend ist der Verzicht auf ein AMOLED-Display. Zwar lässt sich das mit der Akkulaufzeit begründen, doch die pixelige Schwarz-Weiß-Anzeige wirkt altbacken und passt nicht zu einer Smartwatch in dieser Preisklasse. Auch das Fehlen von Funktionen wie Freisprecheinrichtung, Musikspeicher oder erweiterten Sportfeatures sorgt dafür, dass die Lily 2 Active—wie schon ihr Vorgänger—zwischen den Kategorien Sportuhr und Smartwatch festhängt.

Wer eine elegante und besonders kompakte Uhr mit Grundfunktionen und GPS für Frauen sucht, kann dennoch einen Blick riskieren. Ein echter Preis-Leistungs-Tipp ist die Lily 2 Active jedoch nicht.

ZUSÄTZLICH GETESTET
Apple Watch Series 10
Samsung Galaxy Watch 7
Garmin Vivomove Sport
Hama Smartwatch 7000
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