Trotz ihrer im wahrsten Sinne des Wortes klassischen Ausbildung (Studium Geschichte/Latein) ist Sara (Jahrgang 1987) seit früher Jugend begeisterte und technikaffine Gamerin. Gleichzeitig liebt sie die Natur und verbringt viel Zeit mit Crossfit und Laufen in allen möglichen Varianten. Das Schreiben aber ist ihre größte Leidenschaft, weshalb sie bei Heise Bestenlisten begeistert ihr Hobby zum Beruf macht.
Viele Hersteller bieten Smartwatches speziell für Frauen – mit eigenem Design, angepasster Technik. Wir zeigen die besten Modelle.
Smartwatches sind längst mehr als nur eine Spielerei fürs Handgelenk – sie ersetzen klassische Armbanduhren und ergänzen das Smartphone um praktische Funktionen. Für viele Nutzerinnen spielt dabei nicht nur die Technik, sondern auch das Design eine zentrale Rolle. Hersteller reagieren darauf mit speziell auf Frauen zugeschnittenen Modellen: kompakter gebaut, eleganter gestaltet – und technisch oft eigenständig.
Wie andere Smartwatches verbinden sich auch die Damen-Varianten per Bluetooth mit dem Smartphone und übertragen Gesundheits- sowie Aktivitätsdaten in die passende App. Einige bieten auch eine Telefonfunktion über das Smartphone – oder via LTE mit eSIM statt SIM-Karte wie bei der Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch.
Ein optischer Sensor misst den Puls, womit die Smartwatches auch den Schlaf überwachen – manche Modelle bieten sogar EKG-Funktionen oder Gesundheitsanalysen. Ein Schrittzähler ist immer an Bord, ebenso die Messung des Kalorienverbrauchs. Auch das Tracking der Fitness kommt nicht zu kurz: Je nach Modell gibt es umfassende Trainingsprofile, Sportmodi und individuelle Pläne oder konkrete Übungsvorschläge. Alle hier gezeigten Uhren sind zudem wasserdicht. Ein weiteres wichtiges Feature ist die Überwachung und Vorhersage des Menstruationszyklus.
Wir zeigen in dieser Bestenliste Smartwatches speziell für Damen und erklären, worauf es dabei ankommt.
Die Herzgesundheit im Blick behält man mit Uhren aus der Top 10: Die beste Smartwatch mit EKG im Test – Testsieger misst Blutdruck. Für sportlich aktive Nutzerinnen empfehlen wir die Top 10: Die beste Sportuhr im Test – Garmin ist Testsieger vor Huawei & Polar.
Testsieger ist dank langer Akkulaufzeit, gutem Zyklus-Tracking sowie edlem Design die Withings Scanwatch 2 als 38-mm-Variante ab 247 Euro. Die Hybrid-Watch verzichtet auf ein großes Display und setzt stattdessen auf ein echtes Ziffernblatt. So hält die Smartwatch bis zu einem Monat mit einer Akkuladung durch.
Die beste Wahl für iPhone-Nutzerinnen bleibt die Apple Watch Series 11 mit 42-mm-Gehäusegröße ab 379 Euro. Geht es um smarte Features und Integration mit dem Smartphone, ist kaum eine andere Smartwatch besser. Das macht die Apple Watch Series 11 zum Technologiesieger. Einzige Schwachstelle bleibt die kurze Akkulaufzeit.
Preis-Leistungs-Sieger ist der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ab 50 Euro. Apps gibt es hier nicht, dafür bietet die Uhr eine präzise Pulsmessung und lange Akkulaufzeit – schick ist sie auch noch.
Wer eine klassische und elegante analoge Uhr sucht, aber auf smarte Funktionen, präzise Sensoren und EKG-Messung nicht verzichten will, bekommt mit der Withings Scanwatch 2 eine spannende hybride Uhr. Das Design der Uhr wirkt hochwertig und sieht schick sowie elegant aus. Die Akkulaufzeit von fast einem Monat ist unerreicht bei anderen Uhren dieser Bestenliste.
Wer auf einen Touchscreen verzichten kann, bekommt mit der Scanwatch 2 eine spannende Alternative. Derzeit kostet die Variante für Damen mit 38 mm rund 247 Euro. Die hybride Smartwatch mit 42 mm gibt es ab 255 Euro.
Die Apple Watch Series 11 bringt gezielte Detailverbesserungen. Der Bildschirm ist heller, die 5G-Redcap-Konnektivität effizienter. Design und Sensorik bleiben vertraut und auf höchstem Niveau. Die neue Bluthochdruckwarnung ergänzt das starke Gesundheits- und Fitnesspaket. Minimal längere Laufzeiten sowie Schnellladen erhöhen die Alltagstauglichkeit.
Das 42-mm-Modell kostet ohne Mobilfunk 373 Euro und mit 5G rund 519 Euro. Die große 46-mm-Variante startet bei 400 Euro und kostet mit 5G mindestens 541 Euro. Die edle Ausführung aus Titan mit Milanaise-Armband liegt bei 787 Euro.
Das Xiaomi Smart Band 9 Pro bietet als Fitness-Tracker ein hervorragendes AMOLED-Display, einen zuverlässigen Pulssensor und im Vergleich zum regulären Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion. Außerdem überzeugt es mit seinen verhältnismäßig günstigen 50 Euro.
Smartwatches, die sich gezielt an Frauen richten, unterscheiden sich im Design deutlich von typischen Herren- und Unisex-Modellen. Viele Hersteller setzen auf eine filigrane Optik oder ein buntes Armband aus Silikon oder Leder und orientieren sich an klassischen Armbanduhren, die zugleich Schmuckstück sein sollen. Farblich dominieren Silber-, Gold- und Creme-Töne – oft kombiniert mit Roségold oder zarten Farben wie Rosa oder Weiß. Ein Beispiel dafür ist die Garmin Lily 2 Active.
Einige Hersteller statten ihre Damen-Smartwatches mit kleineren Displays aus, wodurch die Uhren kompakter und leichter wirken. Sie tragen weniger auf und sind damit perfekt für schmale Handgelenke. Kleinere Gehäuse bieten allerdings weniger Platz für einen großen Akku. Entsprechend fällt die Laufzeit oft kürzer aus als bei größeren Unisex- oder Herrenmodellen, besonders wenn man das Display für Always-on aktiviert.
Manche Hersteller wie Polar verzichten auf spezielle Damen-Varianten und bieten ihre Modelle stattdessen in neutralem Design und in verschiedenen Farbvarianten an – etwa die Vantage M3. Die Technik bleibt dabei für alle Zielgruppen identisch.
Die Bedienung von Smartwatches erfolgt meistens per Touch über das AMOLED-Display sowie zum Teil auch per Tasten oder Sprachsteuerung. Hybriduhren wie die Scanwatch 2 bedient man stattdessen über die Krone. Größere Unterschiede gibt es je nach Modell und Hersteller in der Benutzerfreundlichkeit und den Steuerungsarten.
Auch Smartwatches für Damen sind in der Regel mit umfangreichen Sportfunktionen ausgestattet. Ob sich diese von denen der Herrenmodelle unterscheiden, hängt vom Hersteller und der jeweiligen Modellpolitik ab. Meist bestehen keine nennenswerten Unterschiede – selbst wenn die Fitnessuhren in getrennten Varianten für Männer und Frauen angeboten werden.
Teilweise integrieren Hersteller in dedizierten Damen-Modellen gezielt Trainingsprofile wie Yoga, Pilates oder Tanzen. Diese sind jedoch häufig auch auf den Unisex- oder Herren-Geräten verfügbar. Ein Pulsmesser ermittelt die Herzfrequenz im Alltag sowie beim Sport. Ist die Belastung hoch und wechselhaft, können die optischen Sensoren nicht immer mit dem Herzschlag mitkommen. Die Genauigkeit verbessert sich jedoch zunehmend – selbst bei günstigen Modellen.
In unseren Tests zeigte sich jedoch: Design und kompakte Bauform gehen oft mit funktionalen Einschränkungen einher. Kleinere Gehäuse bedeuten nicht nur geringere Akkulaufzeit, sondern in manchen Fällen auch eine abgespeckte Ausstattung. Ein genauer Vergleich lohnt sich daher. Wer ein dediziertes Damen-Modell wählt, sollte prüfen, ob der Designvorteil mögliche Kompromisse bei Technik und Laufzeit rechtfertigt.
Sowohl die Apple Watch Series 11 als auch die Samsung Galaxy Watch 8 bieten eine hervorragende Pulsmessung beim Training. Das gilt auch für die Huawei Watch GT 6 in 41 mm sowie die Garmin Venu 4S und Lily 2 Active sowie Vivoactive 6.
Zyklus-Tracking gehört inzwischen zur Standardausstattung vieler Smartwatches – die Umsetzung unterscheidet sich aber deutlich. Am umfangreichsten arbeitet die Apple Watch: In Kombination mit der Health-App erkennt sie über die Hauttemperatur die Ovulation und Zyklusabweichungen. Die Withings Scanwatch 2 bietet ein ähnlich präzises Tracking, verpackt in einem klassischen Uhrendesign – die Daten laufen übersichtlich in der Withings-App zusammen.
Die Huawei Watch GT 6 in 41 mm richtet sich mit einem dedizierten Zyklusfeature und dem kleineren Gehäuse gezielt an schmalere Handgelenke. Garmin setzt bei der Venu 4S und der Lily 2 Active auf Menstruations-Tracking mit Erinnerungen und Symptomprotokoll über Garmin Connect – solide, aber ohne Temperatursensorik.
Das Xiaomi Smart Band 9 Pro bietet nur ein rudimentäres Zyklus-Tracking: Auf Basis manueller Eingaben berechnet es Menstruationsphasen und fruchtbare Tage. Eine Temperaturmessung oder tiefergehende Symptomerfassung fehlen – das Tracking ist damit deutlich weniger präzise als bei der Apple Watch oder der Withings Scanwatch 2. Für eine grobe Übersicht reicht es. Wer aber verlässliche Daten zur Zyklusgesundheit sucht, stößt schnell an Grenzen.
Wer eine besonders lange Akkulaufzeit will, muss bei den smarten Features Kompromisse eingehen. Sportuhren von Garmin setzen auf proprietäre Systeme mit wenigen Apps und verzichten auf Mobilfunk – halten dafür aber teilweise mehrere Wochen durch. Auch die Huawei Watch GT 6 in 41 mm, die Garmin Venu 4S und das Xiaomi Smart Band 9 Pro bieten eine mehrtägige Akkulaufzeit, verfügen aber ebenfalls nur über ein eingeschränktes App-Angebot.
Wer hingegen eine smarte Uhr bevorzugt, muss mit kürzerer Laufzeit leben. Die Apple Watch bietet ein riesiges App-Angebot und nahtlose iPhone-Anbindung. Das Android-Pendant ist die Galaxy Watch mit Wear OS – die jedoch nur mit Samsung-Smartphones den vollen Funktionsumfang bietet, etwa beim EKG. Für andere Android-Nutzerinnen bietet sich die Google Pixel Watch 4 an.
Alle drei Smartwatches gibt es zudem mit Mobilfunk, womit sie auch ohne Smartphone autark funktionieren. Der Preis dafür: In der kleinen Variante halten sie höchstens einen Tag ohne Ladegerät durch.
Wer eine Smartwatch sucht, die stilistisch passt und technisch überzeugt, findet eine breite Auswahl. Ganz vorn liegt die Withings Scanwatch 2: Die Hybrid-Smartwatch kombiniert ausgefeilte Tracking-Funktionen mit einer Akkulaufzeit von über einem Monat und zeitlos-elegantem Design.
Die Apple Watch Series 11 ist die beste Wahl für iOS-Nutzerinnen – vorausgesetzt, die kurze Akkulaufzeit ist kein Dealbreaker. Das Gegenstück für Samsung-Handys ist die Samsung Galaxy Watch 8, für übrige Android-Smartphones die Google Pixel Watch 4. Wer längere Laufzeiten und gezielte Fitness-Features bevorzugt, findet Alternativen von Garmin oder Huawei. Preis-Leistungs-Sieger ist das Xiaomi Smart Band 9 Pro.
Ein Hinweis: Kompaktere Bauformen bringen häufig Abstriche bei Displaygröße, Akku und Ausstattung mit sich. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, statt blind zur vermeintlichen „Frauen-Smartwatch“ zu greifen – denn wer Technik und Design gleichermaßen priorisiert, wird in jeder Preisklasse fündig.
Weitere Wearables und mobile Devices zeigen wir in diesen Bestenlisten:
Die hybride Smartwatch Withings Scanwatch 2 bietet ein klassisches Ziffernblatt und smarte Sensoren mit EKG-Messung. Der Akku hält einen ganzen Monat durch.
Die hybride Smartwatch Withings Scanwatch 2 bietet ein klassisches Ziffernblatt und smarte Sensoren mit EKG-Messung. Der Akku hält einen ganzen Monat durch.
Eine klassische, analoge Uhr mit smarten Funktionen und Sensoren? Withings spendiert seiner Scanwatch eine Neuauflage. Die Hybrid-Smartwatch läuft fast einen Monat lang mit nur einer Akkuladung. Möglich macht dies ein analoges Zifferblatt, in das nur ein kleines OLED-Display für Benachrichtigungen eingebettet ist.
Wie die meisten Produkte des französischen Herstellers ist die Withings Scanwatch ganz dem Thema Gesundheit verschrieben. Mit an Bord sind wieder Pulsmessung, Schrittzählung und die Überwachung des Blutsauerstoffgehalts. Die größte Besonderheit ist die frühzeitige Erkennung von Vorhofflimmern sowie auch die Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG). Neu hinzugekommen bei der Withings Scanwatch 2 ist eine Überwachung des Menstruationszyklus inklusive einer Prognose sowie einer Messung der Schwankungen der Körpertemperatur.
Der Vorgänger begeisterte unsere Redaktion, doch trifft dies auch auf das neue Modell zu? Das schildern wir in diesem Testbericht.
Wie schon beim Vorgänger handelt es sich bei der Scanwatch 2 um eine sogenannte Hybrid-Smartwatch. Das Ziffernblatt ist analog – was zu niedrigem Energieverbrauch führt. Neben dem schicken und klassischen Design in einem Gehäuse aus Edelstahl wirkt die Uhr so sehr klassisch. Sie macht sich gut am Handgelenk im Alltag, beim Ausgehen oder Geschäftsessen.
Das Gehäuse selbst ist eher klein, mit einem Durchmesser von 42 mm. Es gibt zudem eine noch kleine Ausführung mit 38 mm – insbesondere für Frauenhandgelenke. Der Tragekomfort ist aufgrund des eher niedrigen Gewichts hoch. Standardmäßig kommt die Uhr mit einem schwarzen Ziffernblatt und Armband oder einem weißen Ziffernblatt sowie grauem Armband jeweils aus Kunststoff. Die kleine Variante gibt es neben Edelstahl auch mit einem goldfarbenen Gehäuse mit Ziffernblatt in Dunkelbau oder Sandfarben. Der Hersteller bietet jedoch eine Vielzahl weiterer Armbänder in verschiedenen Farben sowie aus Leder, Edelstahl oder Milanaise an.
Eingebettet in das Ziffernblatt ist ein kleines rundes Display, das Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigt. Diese stromsparende Lösung sorgt für eine lange Akkulaufzeit. Auf Sensoren verzichtet die hybride Uhr jedoch nicht und bietet so umfassende Tracking-Möglichkeiten für Schlaf, Puls und Herzgesundheit. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht.
Eine Besonderheit gibt es: Withings repariert die Uhren nicht. Sollte während der zweijährigen Gewährleistung ein Schaden auftreten, dann tauscht der Hersteller das Produkt aus. Nach Ablauf der Garantie bietet Withings einen Preisnachlass für den Kauf einer neuen Uhr an.
In der Uhr steckt eine Menge Technik. Die Sensoren erlauben eine Zählung von Schritten, sowie hochgestiegener Etagen, Schlafüberwachung, Zyklusüberwachung und die Messung der Herzfrequenz, des Blutsauerstoffs, Kalorienverbrauchs oder der Hauttemperatur. Ein Höhenmesser ist ebenfalls an Bord sowie eine Stoppuhr und Timer. Eine EKG-Funktion ist wie beim Vorgänger vorhanden. Es gibt zudem erneut einen Atem-Coach zum Entspannen.
Ein integriertes GPS gibt es nicht, wer also die Uhr zum Laufen nutzen will, muss das Smartphone mitnehmen. Eine Anbindung an ein Mobilgerät erfolgt per Bluetooth, eine Variante mit Mobilfunk gibt es nicht. Ebenso wenig ist eine Bezahlfunktion vorhanden. Die Schlafüberwachung erkannte im Test nächtliche Wachphasen. Am nächsten Morgen erhalten die Nutzer eine Übersicht der Schallqualität mit sämtlichen Schlafphasen.
Neu hinzugekommen ist die Überwachung des Menstruationszyklus, die sogar eine Prognose erlaubt. Welche Erfahrungen unsere Autorin Sara Petzold damit gemacht hat, erklären wir im separaten Kapitel weiter unten. Die Scanwatch 2 ist zudem in der Lage, Schwankungen der Körpertemperatur während des Tages und in der Nacht zu erkennen. Das kann etwa auf den Beginn einer Krankheit oder eine Veränderung des Gesundheitszustandes hindeuten.
Die Bedienung der Uhr erfolgt allein über die Krone am Gehäuse. Das ist etwas umständlicher, als man es von Touchscreen gewohnt ist. Sämtliche Messungen finden sich optisch aufbereitet in der Withings-App für das Smartphone, die es sowohl für Android als auch iOS gibt.
Die Scanwatch 2 eignet sich zudem für das Puls-Tracking beim Sport. Die Uhr verfügt über eine automatische Trainings-Erkennung für Laufen, Gehen, Schwimmen oder Radfahren. In der App können Nutzer aus insgesamt 40 verschiedenen Profilen wählen, bis zu acht davon kann man zu seinen Favoriten machen und zum Training direkt über die Uhr auswählen. Außerdem bietet Scanwatch 2 die Möglichkeit, die Leistung und Erholung beim Training mithilfe der Körpertemperaturzonen zu optimieren.
Bei schnellem Wechsel der Belastung kommt die sonst genaue Pulsmessung nicht immer mit. Etwas störend war folgendes Phänomen: Beim Krafttraining stoppte die Uhr automatisch die Messung bei Übungen auf dem Boden – hier hatten wir anfangs aber den Modus „sonstiges“ ausgewählt. Sobald eine Aktivität mehrmals manuell ausgewählt wurde, kann die Scanwatch 2 die Bewegungen besser einer Sportart zuordnen. Nutzt man dafür dann etwa den Modus „Bodybuilding“ stellt sich die Uhr besser auf Sit-ups am Boden ein, ohne automatisch das Training stoppen zu wollen.
Die Scanwatch 2 ist in der Lage, Anzeichen für Vorhofflimmern im Schlaf sowie auch am Tag frühzeitig zu erkennen. Ferner ist die hybride Smartwatch sowie der Vorgänger zertifiziert, um ein 1-Kanal-EKG zu erstellen. Diese Funktion erkennt Probleme wie Herzrhythmusstörungen und damit verbunden Vorhofflimmern. Dennoch sollte beachtet werden, dass die Zertifizierung dieser Funktion durch Withings keinen Arztbesuch ersetzt. Die Uhr und die zugehörige App betonen vor der ersten Nutzung die Wichtigkeit einer ärztlichen Konsultation bei auftretenden Beschwerden.
Um die Messung durchzuführen, trägt man die Uhr am linken Handgelenk und berührt mit den Fingern der rechten Hand das Metallgehäuse der Uhr, um den Stromkreis für die Messung zu schließen. Die Herzrhythmusdaten werden dann während der etwa 30 Sekunden dauernden Messung auf dem Display angezeigt. Nach der Messung steht ein Diagramm in der App als Animation sowie als PDF-Datei für den Export zur Verfügung.
Unsere Autorin Sara Petzold hat die Zyklusüberwachung über mehrere Monate getestet. Während wir auf dem Display der Uhr lediglich den aktuellen Zyklustag ablesen können, ist der Großteil der zugehörigen Features in die App ausgelagert. Im Reiter „Zyklusverfolgung“ können Nutzerinnen die Dauer ihrer Periode eintragen. Je häufiger man die Daten in der App vermerkt, desto genauer fällt die Vorhersage der einzelnen Zyklusphasen aus. Basierend auf den bisher protokollierten Angaben können wir in der App nachlesen, wann voraussichtlich der nächste Eisprung und wann die nächste Menstruationsblutung stattfindet.
Basierend auf den vergangenen drei Zyklen berechnet die App eine durchschnittliche Dauer des Zyklus und gibt eine Abweichung von dieser Dauer an. Anhand dessen können wir ablesen, wie regelmäßig oder unregelmäßig unser Zyklus ist. Je größer die Abweichung in Tagen ausfällt, desto unregelmäßiger ist der Zyklus. Dasselbe gilt für die Dauer der Periode.
Ergänzend dazu haben wir in der App die Möglichkeit, den Zyklus beeinflussende Faktoren, wie Schwangerschaft, Stillzeit oder hormonelle Verhütungsmittel, zu notieren und detaillierte Einträge in einem Gesundheitsjournal zu ergänzen. Damit erfassen wir neben der Periode auch unsere sexuelle Aktivität, unsere Stimmung sowie körperliche Symptome (zum Beispiel Kopf-, Bauch- oder Brustschmerzen). Ergänzend haben wir die Möglichkeit, die Beschaffenheit des vaginalen Ausflusses einzutragen – eine Funktion, die für Nutzerinnen der NFP-Verhütungsmethode relevant ist. Leider geht mit diesem Feature zugleich eine ungenutzte Chance einher, denn die eigene Körpertemperatur können wir im Gesundheitsjournal nicht eintragen, obwohl diese für NFP ebenfalls relevant ist.
Trotzdem bietet die Scanwatch 2 eines der umfangreichsten Featuresets zum Thema Zyklusüberwachung, das der Smartwatch-Markt zu bieten hat. Die ergänzenden Informationen, die Withings seinen Anwenderinnen in der App erklärend zum Zyklus zur Verfügung stellt, runden das positive Gesamtbild ab. Die Genauigkeit der Zyklusvorhersage hängt zwar davon ab, wie regelmäßig oder unregelmäßig der eigene Zyklus tatsächlich verläuft, hat uns im Test aber überzeugen können. Einziges Manko ist die fehlende Möglichkeit, eine manuell gemessene Körpertemperatur einzutragen und die Fruchtbarkeitsphase nach der NFP-Methode zu berechnen.
Laut Hersteller hält die Scanwatch 2 bis zu 30 Tage lang mit nur einer Akkuladung durch. Im Test kamen wir nicht ganz auf diese Zeit, aber die Uhr hielt dennoch stolze 27 Tage durch bei täglicher Nutzung am Tage und gelegentlichem Tragen bei Nacht. Die Uhr wird in knapp eineinhalb Stunden per mitgelieferter Ladeschale über ein USB-C-Kabel geladen.
Auch wenn die Uhr so fast einen Monat durchhält. Einen Haken hat die Withings-App: Diese entleert den Smartphone-Akku spürbar schneller, da die App permanent im Hintergrund nach Bluetooth-Geräten sucht. In unserem Test kam das Handy dadurch nicht mehr über den ganzen Tag.
Die UVP der Withings Scanwatch 2 beträgt 350 Euro. Aktuell bekommt man die Variante für Damen mit einer Größe von 38 mm in Weiß für 247 Euro und in Schwarz für 250 Euro. in Sand mir roségold sind es 280 Euro. Das blaue Modell leigt bei 279 Euro. Mit einem Durchmesser von 42 mm kostet die Uhr in Weiß 255 Euro und in Schwarz 270 Euro.
Die Withings Scanwatch 2 ist eine hybride Smartwatch, bei der der Akku einen Monat lang durchhält. Sehr überzeugend ist das edle Design der Uhr, die gar nicht nach einer Smartwatch aussieht. Die EKG-Messung ist mit Android-Smartphones sowie dem iPhone ohne weitere Nebenkosten möglich. Dazu kommt eine SpO2-Messung (Sauerstoffsättigung). Es gibt sogar einen Export als PDF-Datei. Neu hinzugekommen ist die Vorhersage und das Tracking des weiblichen Menstruationszyklus. Neben iOS unterstützt die Uhr auch Android.
Einige Einschränkungen gibt es: So fehlt eine Bezahlfunktion, zudem ist das Display zur Anzeige von Nachrichten oder Meldungen vom Smartphone wirklich klein. Einen GPS-Empfänger gibt es nicht in der Uhr, anders als bei den anderen Modellen der Top 10. Zum Sport eignet sich die Hybrid-Uhr ebenfalls, aber es stehen nur wenige Profile und Fitness-Funktionen zur Verfügung. Zudem kommt die Messung der Herzfrequenz bei starkem Belastungswechsel nicht gut hinterher.
Dezente Updates, starke Leistung: Die Apple Watch Series 11 glänzt mit hellerem Bildschirm, 5G und neuer Bluthochdruckwarnung – ein smarter Feinschliff.
Dezente Updates, starke Leistung: Die Apple Watch Series 11 glänzt mit hellerem Bildschirm, 5G und neuer Bluthochdruckwarnung – ein smarter Feinschliff.
Die Apple Watch Series 11 erhält dezente Updates beim Display und der 5G-Konnektivität, während die Sensoren unverändert bleiben. Wie sich die neue Apple Watch im Alltag schlägt, haben die Kolleginnen und Kollegen von Mac & i ausführlich getestet – wir fassen für Sie die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Der vollständige Testbericht findet sich im Plus-Artikel Apple Watch Ultra 3, Series 11 und SE 3 im Test: Schneller, smarter, Satellit.
Die Kantenlängen von 42 mm und 46 mm bei einer Dicke von 9,7 mm bleiben bei der Apple Watch Series 11 unverändert – sowohl bei der Aluminium- als auch Titanvariante. Das von Mac & i getestete Aluminiummodell mit 46 mm wiegt nur rund 1,5 g mehr als die Series 10 – im wahrsten Sinne des Wortes kaum spürbar.
Beim Aluminiumgehäuse kommt nun Ion‑X‑Glas zum Einsatz, das doppelt so kratzfest sein soll, während die Titanversion weiterhin auf bewährtes, widerstandsfähiges Saphirglas setzt. Die Apple Watch Series 11 ist wasserdicht nach 5 ATM.
Das OLED-Display der Apple Watch Series 11 nutzt LTPO-Technologie, bleibt auch seitlich ablesbar und erreicht laut Apple eine Helligkeit von bis zu 2000 Nits. In Tests der Kollegen lag die Helligkeit im Freien bei 1598 Nits, etwas unter dem Vorgänger. Die Auflösung beträgt 446 × 374 Pixel (42 mm) oder 496 × 416 Pixel (46 mm).
Das Always-On-Display kann die Bildwiederholrate auf 1 Hertz reduzieren und dauerhaft einen Sekundenzeiger anzeigen – eine Funktion, die bereits mit der Series 10 eingeführt wurde.
Die Apple Watch Series 11 wird über zwei Tasten gesteuert, darunter die drehbare Digital Crown, sowie über das Touch-Display per Wischen und Tippen. Die Bedienung bleibt insgesamt intuitiv und vertraut. Ein Mikrofon und ein lauter Lautsprecher sind für Telefonie vorhanden.
Im Inneren arbeitet weiterhin der S10-Chip, eine kompaktere Variante des S9 von 2023. Speicher, Lautsprecher, Mikrofon und Sensoren bleiben unverändert. Viele neue Funktionen wie der Schlafindex kommen mit Watch OS 26 auch auf ältere Modelle. Der Speicher liegt nach wie vor bei 64 GB.
Die Mobilfunkversionen unterstützen nun 5G nach dem Redcap-Standard („Reduced Capabilities“) mit Datenraten zwischen 10 und 100 MBit/s, der für Geräte mit kleinerem Akku optimiert ist. Redcap bietet geringere Latenzen und höhere Effizienz als LTE, der Unterschied ist aber kaum spürbar. Ist 5G nicht verfügbar, nutzt die Uhr automatisch LTE.
Die Apple Watch Series 11 ist erneut mit elektrischen und optischen Herzsensoren, Temperatur-, Beschleunigungs- und einem Gyro-Sensor ausgestattet. Sie misst EKG, Herzfrequenz- und Blutsauerstoffmessung, Schlaf-Tracking, Sturzerkennung mit Notruf, Zyklustracking und Lärmüberwachung. Eine Erkennung von Schlafapnoe gehört ebenfalls dazu.
Die Apple Watch Series 11 führt mit der Bluthochdruckwarnung eine neue Gesundheitsfunktion ein. Sie nutzt den optischen Herzfrequenzsensor und einen Algorithmus, um über 30 Tage Anzeichen chronisch erhöhten Blutdrucks zu erkennen. Konkrete Messwerte liefert die Uhr nicht, sondern warnt bei Auffälligkeiten und empfiehlt eine ärztliche Kontrolle.
Eigene Testergebnisse lagen noch nicht vor. Die Bluthochdruckwarnung ist von der US-FDA und europäischen Behörden zugelassen. Sie steht auch auf der Apple Watch Series 9, 10 und Ultra 2 per Software-Update zur Verfügung.
Die neueste Apple Watch gehört bei der Trainingserfassung weiter zu den Top-Geräten, was Präzision angeht. Sie ist zudem für moderates Schnorcheln bis 6 Meter Tiefe einsetzbar, misst außerdem Wassertiefe und -temperatur und zeigt Gezeitenvorhersagen per App an.
Apple erhöht bei der Series 11 die Akkukapazität um 12 Prozent und verspricht weiterhin eine „ganztägige“ Laufzeit. Im Test der Kollegen von Mac & i hielt die 46-mm-Version bei moderater Nutzung rund 28 Stunden durch. Hauptverbraucher bleiben Display, Funk und GPS. Eine einstündige Outdoor-Einheit mit aktiviertem Always-On-Display kostete etwa 15 Prozent Akku.
Dank des Schnellladens erreicht die Uhr in 30 Minuten etwa 80 Prozent Ladestand. Für eine Nacht Schlaf-Tracking genügen fünf Minuten am Ladepuck. Zum Schnellladen sind der USB-C-Puck und ein 20-Watt-Netzteil mit Power Delivery erforderlich.
Die Apple Watch Series 11 hat eine UVP von 450 Euro für das Modell mit Aluminiumgehäuse. Das größere Modell kostet rund 30 Euro mehr. Die Mobilfunkvariante hat einen Aufpreis von rund 120 Euro. Neu ist die Farbe Spacegrau. Wie üblich gibt es Armbänder aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlicher Länge, die sich teilweise deutlich auf den Preis auswirken.
Am günstigsten ist derzeit das Modell ohne Mobilfunk in 42 mm ab 373 Euro. Die Variante mit 46 mm kostet 400 Euro. Mit Mobilfunkfunktion liegt der Preis für das 42-mm-Modell bei rund 519 Euro oder 541 Euro (46 mm). Am teuersten ist die große Titanausführung mit Milanaise-Armband für knapp 787 Euro.
Die Apple Watch Series 11 setzt auf evolutionäre statt revolutionäre Neuerungen. Design, Sensorik und Bedienung bleiben nahezu unverändert, doch Display und Konnektivität wurden sinnvoll verbessert. Das OLED-Panel mit 2000 Nits bietet auch im Freien gute Ablesbarkeit, und die Unterstützung von 5G im Redcap-Standard sorgt für zukunftssichere Mobilfunkanbindung bei effizientem Energieverbrauch.
Mit der neuen Bluthochdruckwarnung stärkt Apple die Gesundheitsfunktionen weiter – eine konsequente Ergänzung zu EKG, Schlafanalyse und Blutsauerstoffmessung. Die Trainings- und Wassersportfunktionen bleiben präzise und vielseitig. Zudem profitiert die Uhr von der längeren Akkulaufzeit und dem schnellen Laden.
Insgesamt präsentiert sich die Apple Watch Series 11 als ausgereifte Smartwatch mit kleinen, aber durchdachten Verbesserungen – eher Feinschliff als Neuanfang, jedoch weiterhin eine der besten Allround-Uhren am Markt.
Der vollständige Testbericht findet sich hier: Apple Watch Ultra 3, Series 11 und SE 3 im Test – Schneller, smarter, Satellit (Plus-Artikel).
Der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ist nicht nur preiswert, sondern bringt im Vergleich zum Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion mit.
Der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ist nicht nur preiswert, sondern bringt im Vergleich zum Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion mit.
In unserem Test zum Xiaomi Smart Band 9 (Testbericht) störte uns neben dem fehlenden GPS und dem nicht immer zuverlässigen Pulssensor auch, dass das Smart Band 9 generell kaum Neuerungen mit sich brachte. Mit dem Smart Band 9 Pro hat Xiaomi nachgelegt: Die Pro-Variante des Fitness-Trackers unterscheidet sich nicht nur optisch vom regulären Smart Band 9, sondern eliminiert zumindest auf dem Papier einige Probleme, die wir mit dem Smart Band 9 hatten. Ob sich das auch im Alltag widerspiegelt, zeigen wir im Test.
Hätten das Xiaomi Smart Band 9 und das Xiaomi Smart Band 9 Pro nicht fast denselben Namen, wäre man kaum geneigt zu glauben, dass es sich beim Xiaomi Smart Band 9 Pro um eine hochwertige Variante des Smart Band 9 handeln soll. Denn rein optisch haben die beiden Geräte fast nichts miteinander gemeinsam. Während Xiaomi beim Smart Band 9 das Design vorrangig auf Effizienz und Praktikabilität zum günstigen Preis getrimmt hat, merkt man dem Smart Band 9 Pro den Fokus auf dezente Eleganz deutlich an.
Das Smart Band 9 Pro erinnert an eine schicke, rechteckige Armbanduhr, die sich im Business-Kontext gut einfügt. Der Fitness-Tracker verfügt über ein 1,74-Zoll-großes AMOLED-Touch-Display inklusive automatischer Helligkeitsregelung, die sich an das Umgebungslicht anpasst. Das funktioniert im Test einwandfrei. Wer möchte, kann die Helligkeit auch manuell regulieren. Bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige jedenfalls gut lesbar.
Xiaomi bietet das Smart Band 9 Pro in vier verschiedenen Farbvarianten an, von denen drei mit Silikon- und eine mit einem Lederarmband ausgestattet sind. Das Lederarmband wirkt hochwertiger als die Silikonversionen und verfügt zudem über eine Metallschließe. Die funktioniert deutlich besser als der Druckknopf, den Xiaomi bei den Silikonarmbändern verbaut hat und der uns schon beim Smart Band 9 negativ aufgefallen ist. Xiaomi verkauft die Armbänder aber auch einzeln, sodass man je nach Anwendungszweck zwischen Leder und Silikon wechseln kann.
Die Bedienbarkeit des Xiaomi Smart Band 9 Pro lässt keine Wünsche offen. Unsere Eingaben werden zügig und präzise erkannt, und das Touch-Display kommt auch mit feuchten oder verschmutzten Fingern gut zurecht. Zudem ist der Tracker bis 5 ATM wasserdicht, sodass man ihn unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht abnehmen muss. Ausgiebige Tauchgänge und Saunabesuche empfiehlt der Hersteller allerdings ausdrücklich nicht.
Wie von anderen Xiaomi-Smartwatches und Fitness-Trackern gewohnt, nutzt auch das Xiaomi Smart Band 9 Pro die App Mi Fitness. Anders als wir im Test des Smart Band 9 noch bemängelt haben, benötigt man mittlerweile kein Nutzerkonto mehr, um die App zu installieren und eine Verknüpfung zwischen dem Smart Band 9 Pro und dem Smartphone via Bluetooth herzustellen. Ein Teil der Datenschutzprobleme, mit denen das Smart Band 9 zum Testzeitpunkt noch zu kämpfen hatte, wurde damit behoben. Allerdings lässt sich die Bluetooth-Funktion des Smart Band 9 Pro nicht deaktivieren.
Ansonsten hat sich bei Mi Fitness nicht viel geändert. Der Startbildschirm zeigt eine frei konfigurierbare Auswahl an Kacheln mit Daten wie Herzfrequenz, Schlaf, Aktivität, Schritten, Blutsauerstoff und mehr an. Ein Klick auf eine der Kacheln öffnet eine Detailansicht, in der sich die jeweiligen Datensätze in Tagen, Wochen und Monaten aufgeschlüsselt anzeigen lassen. Das sorgt für Übersicht und eine intuitive Bedienbarkeit, die übrigens auch in den anderen Menüs der App (Training und Einstellungen) überzeugt.
Die Möglichkeiten zum Aufzeichnen von täglichen Aktivitäten und sportlichen Trainingseinheiten gleichen sich beim Smart Band 9 und dem Smart Band 9 Pro in vielerlei Hinsicht, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Anders als das Band 9 verfügt das Smart Band 9 Pro über ein integriertes GPS-Modul. Nutzer können also ähnlich wie bei der Redmi Watch 4 auch ohne Smartphone zurückgelegte Strecken beim Laufen, Wandern und Radfahren zuverlässig aufzeichnen.
In unserem Test macht das GPS-Tracking, das neben GPS selbst auch Beidou, Glonass, Galileo und QZSS unterstützt, einen einwandfreien Job. Nennenswerte Abweichungen gegenüber unserem Kontrollgerät (Garmin Fenix 7) gab es keine. Auch die Messung unseres Lauftempos funktionierte hervorragend.
Als erfreulich empfanden wir zudem den großen Umfang an zusätzlichen Messwerten je nach Trainingsprofil, von denen das Smart Band 9 Pro insgesamt mehr als 150 verschiedene Varianten zu bieten hat. Anders als viele vergleichbare Tracker liefert Xiaomis Modell nicht nur Dauer und Puls sowie Kalorienverbrauch, sondern auch weitere nützliche Daten. Läufer bekommen etwa zusätzlich Tempo, Schritte, Schrittfrequenz, vertikales Verhältnis und Bodenkontaktzeit angezeigt. Für Radfahrer gibt es immerhin Messungen zum aktuellen und durchschnittlichen Tempo, während der Tracker beim Seilspringen zuverlässig die absolvierten Sprünge zählt.
Besonders praktisch sind zudem die Funktionen des Smart Band 9 Pro für das Schwimmtraining. Denn wir können direkt über das Display insbesondere die Länge der Bahn im Schwimmbecken eingeben oder (wie bei anderen Sportarten auch) konkrete Trainingsziele festlegen, wie geschwommene Bahnen, verbrannte Kalorien oder die generelle Aktivitätsdauer. Die Bahnenerkennung funktioniert in unserem Test auch zuverlässig, lediglich einmal wurde eine Bahn nicht korrekt gezählt (auf insgesamt 20 geschwommenen Bahnen).
Aber wie steht es eigentlich um die Genauigkeit der Pulsmessung? Während wir beim Smart Band 9 noch ebendiese bemängelt haben, können wir bei der Pro-Variante eine nennenswerte Verbesserung feststellen. Denn sowohl beim Ausdauer- als auch beim Krafttraining liefert das Smart Band 9 Pro durchgehend genaue Werte, die nur bei stark schwankendem Puls um maximal fünf Schläge pro Minute von den Messungen unseres Brustgurtes abweichen. Damit eignet sich das Smart Band 9 Pro definitiv für Hobbysportler, die nach Herzfrequenz trainieren möchten, aber nicht auf umfangreiche, sportartspezifische Daten angewiesen sind.
Obwohl Xiaomi beim Smart Band 9 Pro einige Anpassungen und Neuerungen gegenüber dem normalen Smart Band 9 vorgenommen hat, unterscheiden sich die beiden Tracker bei der Aufzeichnung unseres Schlafverhaltens nicht. Das Smart Band 9 Pro zeichnet genauso wie der kleine Bruder unseren Puls, die Blutsauerstoffsättigung, Atmung und unsere Schlafphasen auf.
Das funktioniert bei beiden Trackern ausgezeichnet, die ausgegebenen Werte wirken unserem subjektiven Empfinden nach plausibel. Auch die Schlaftier-Funktion aus der App ist beim Smart Band 9 Pro wieder verfügbar und liefert Nutzern hilfreiche Tipps zur Verbesserung der eigenen Schlafhygiene.
Anders als beim Design und bei den Trainingsfunktionen hat das Smart Band 9 Pro gegenüber seinem kleinen Bruder in Hinblick auf etwaige Zusatzfeatures keine nennenswerten Vorteile zu bieten. Die vom Smart Band 9 bekannte Benachrichtigungsfunktion ist ebenso vorhanden wie das rudimentäre Zyklus-Tracking und die angeleiteten Atemübungen zur Stressreduktion.
Einen integrierten Musikspeicher gibt es aber ebenso wenig wie eine Bezahlfunktion. Wie beim Smart Band 9 können wir auch bei der Pro-Variante lediglich auf dem Smartphone wiedergegebene Musik steuern. Wer sich mehr smarte Funktionen wünscht, als sie das Xiaomi Smart Band 9 Pro zu bieten hat, sollte sich die etwas teurere Redmi Watch 5 anschauen, die zusätzlich über einen integrierten Musikspeicher und eine Freisprechfunktion zum Telefonieren verfügt.
Xiaomi hat beim Smart Band 9 Pro einen Akku mit einer Leistung von 350 mAh verbaut. Das entspricht einer Steigerung von 117 mAh gegenüber dem normalen Smart Band 9, die das Pro-Modell wegen des größeren Displays und des integrierten GPS-Moduls aber auch benötigt. Laut Herstellerangaben soll der Akku bei Standardnutzung bis zu 21 Tage durchhalten, was demselben Wert wie dem Smart Band 9 entspricht.
Im Praxistest schaffte das Smart Band 9 Pro bei drei anderthalbstündigen Trainingseinheiten pro Woche (zwei davon mit GPS-Tracking), aktivierter Pulsmessung und Benachrichtigungen sowie voller Helligkeit immerhin etwas mehr als 17 Tage, bevor wir den Akku wieder aufladen mussten. Das ist ein ausgezeichneter Wert, der in etwa unseren Daten zum Smart Band 9 entspricht.
Xiaomi bietet das Smart Band 9 Pro zu einer UVP von 80 Euro respektive 90 Euro an, je nachdem, ob man sich für die Variante mit Silikon- oder die mit Lederarmband entscheidet. Das Modell in Rose-Gold mit Silikonarmband gibt es derzeit auf Ebay schon für 50 Euro.
Das Smart Band 9 Pro von Xiaomi ist dem Smart Band 9 in vielerlei Hinsicht überlegen, kostet dafür aber auch gut 20 Euro mehr. Die Kaufentscheidung für eines der beiden Modelle dürfte deshalb mit dem GPS-Support fallen: Wer auf GPS-Tracking nicht verzichten kann, aber keine dedizierte Sportuhr für über 100 Euro kaufen möchte, trifft mit dem Smart Band 9 Pro die richtige Wahl.
Alle anderen können sich guten Gewissens auch für das preiswerte Smart Band 9 entscheiden. Wer zusätzlich noch einen integrierten Musikspeicher haben möchte, aber auf Support für Apps wie Spotify verzichten kann, dem legen wir Xiaomis Redmi Watch 5 ans Herz (Testbericht folgt in Kürze).
Die Huawei Watch GT 6 in der 41-mm-Variante für Damen setzt auf ein elegantes Design, eine lange Akkulaufzeit und eine Vielzahl an Fitness-Features.
Die Huawei Watch GT 6 in der 41-mm-Variante für Damen setzt auf ein elegantes Design, eine lange Akkulaufzeit und eine Vielzahl an Fitness-Features.
Mit der 41-mm-Varainte der Watch GT 6 will Huawei eigenwilliges, aber elegantes Design mit den Vorzügen einer Smartwatch und umfangreichen Fitness-Features vereinen. Als besondere Verkaufsargumente führt der chinesische Hersteller zudem eine hohe Akkulaufzeit sowie ein besonders helles Display ins Feld.
Wir haben die Watch GT 6 in der 41-mm-Variante mit 1,32-Zoll-AMOLED-Display im Alltag getestet und klären, für wen sich der Kauf wirklich lohnt. Eher für Herren konzipiert ist die Huawei Watch GT 6 mit 46 mm (Testbericht), die ein gänzlich anderes Design und mehr Akkukapazität bietet.
Obwohl es sich bei der Huawei Watch GT 6 um eine vollwertige smarte Sportuhr mit diversen Fitness- und Gesundheitsfunktionen handelt, erinnert insbesondere die 41-mm-Variante optisch an eine Designer-Armbanduhr. Das ist laut Huawei auch so gewollt, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass das Design dieser Variante Geschmackssache ist.
Die abgerundete Lünette wirkt schlicht und elegant, doch die ovalen Ösen, durch die das Armband geführt wird, setzen einen auffälligen optischen Akzent, der gut auf den übrigen Körperschmuck abgestimmt sein will. Huawei bietet die 41-mm-Version in verschiedenen Farben mit unterschiedlichen Armbändern an – wobei das violette und das schwarze Silikonarmband nicht so recht zum eleganten Look der Uhr passen wollen. Weitaus stimmiger wirken die Modelle mit braunem oder weißem Lederarmband sowie die goldene Version mit Milanaise-Armband.
Trotz des filigranen Äußeren macht die Watch GT 6 einen robusten Eindruck. Alle Bestandteile sind solide verarbeitet und überstanden im Test auch Stürze aus anderthalb Metern Höhe auf Fliesen- und Steinboden ohne sichtbare Schäden. Laut Herstellerangaben ist die Watch GT 6 bis 5 ATM wasserbeständig und damit zum Schwimmen im flachen Wasser geeignet. Auch unter der Dusche lässt sich die Smartwatch tragen – Kontakt mit heißem Wasser sollte man allerdings vermeiden.
Die von uns getestete 41-mm-Variante kommt auf eine Display-Diagonale von 1,32 Zoll. Die Auflösung liegt bei 466 × 466 Pixeln – wodurch das kleinere Modell mit 352 PPI eine etwas höhere Pixeldichte erreicht als die größere 46-mm-Version mit 317 PPI.
Die Displayhelligkeit ist eines der zentralen Verkaufsargumente der Watch GT 6: Huawei gibt bis zu 3000 Nits an, eine Steigerung um 1800 Nits gegenüber dem Vorgänger Watch GT 5. Im Praxistest hinterlässt das Display dann auch einen hervorragenden Eindruck. Die Helligkeit lässt sich stufenlos regulieren und reicht bereits auf mittlerem Niveau aus, um die Anzeige selbst bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen zu können. Eine automatische Helligkeitsanpassung ist ebenfalls an Bord und lässt sich bei Bedarf im Einstellungsmenü aktivieren – auch sie funktioniert im Test einwandfrei.
Um die Huawei Watch GT 6 in vollem Umfang nutzen zu können, benötigen wir – wie bei Smartwatches üblich – die passende Companion-App auf dem Smartphone. Infolge der US-Sanktionen ist die Installation von Huawei Health auf Android deutlich umständlicher – denn die App gibt es nicht mehr im Play Store. iPhone-Nutzer hingegen bekommen die App regulär über den App Store.
Stattdessen müssen Android-Nutzer einen QR-Code scannen und die APK-Datei manuell installieren. Der gesamte Vorgang dauert zwar nicht besonders lange, ist aber ein lästiger Zusatzschritt. Dazu muss man unter Android einmalig die Berechtigung erteilen, Apps über externe Quellen zu installieren – diese Option sollte man aus Sicherheitsgründen anschließend wieder deaktivieren.
Die Huawei-Health-App setzt kein Benutzerkonto voraus – die Smartwatch lässt sich also auch ohne Huawei-Account via Bluetooth mit der App koppeln. Wer allerdings auf Premium-Dienste wie Health+ zugreifen oder bereits vorhandene Daten einer anderen Huawei-Uhr importieren möchte, muss sich mit einem Account anmelden.
Ist die Software installiert und die Uhr mit dem Smartphone verbunden, führt eine kurze Einleitung in die Bedienung der Watch GT 6 ein. Die funktioniert intuitiv und problemlos: Wer bereits Erfahrung mit Smartwatches hat, findet sich schnell zurecht – alle anderen dürften nach kurzer Eingewöhnung ebenfalls keine Schwierigkeiten haben. Das Touch-Display reagiert angenehm zügig auf Eingaben. Ruckler oder Fehlbedienungen traten im Test nicht auf, und auch mit feuchten oder verschmutzten Fingern lässt sich die Watch GT 6 über das Display problemlos steuern.
Auch wenn sich die Watch GT 6 bewusst als Lifestyle-Produkt präsentiert, kann sich ihre Ausstattung an Trainings- und Fitness-Features sehen lassen. Die Uhr bietet mehr als 100 verschiedene Trainingsprofile, wobei besonders Ausdauersportler auf ihre Kosten kommen, die viel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.
Für Radfahrer stehen zusätzliche Datenfelder wie FTP-Werte, Neigung, Distanz und Tempo zur Verfügung, Skifahrer können auf Daten wie Geschwindigkeit und Strecke zugreifen. Läufer erhalten neben Tempo und zurückgelegter Strecke zusätzlich Schrittfrequenz, Schrittzahl und Höhenmeter. Allen Profilen gemein ist die Aufzeichnung von Herzfrequenz und Trainingsdauer.
Die Pulsmessung erfolgt erwartungsgemäß über einen optischen Sensor am Handgelenk. Im Test können wir der Huawei-Uhr dabei eine hohe Genauigkeit attestieren: Erfreulicherweise kommt die Smartwatch auch mit schwankendem Puls – etwa beim Krafttraining oder bei HIIT-Einheiten – gut zurecht. Abweichungen im Vergleich mit einem Brustgurt bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich von bis zu fünf Schlägen pro Minute.
Die Watch GT 6 verfügt zudem über ein integriertes GPS-Tracking, das laut Huawei um 20 Prozent genauer arbeiten soll als beim Vorgänger. Ob die Routenaufzeichnung tatsächlich exakt um diesen Wert besser ist, ließ sich im Test nicht verifizieren – das GPS arbeitete stets einwandfrei und genau. Die Aufzeichnung zurückgelegter Strecken funktioniert zuverlässig und ohne nennenswerte Abweichungen von der tatsächlichen Route. Ansonsten lässt sich mit der Uhr auch offline navigieren, sofern zuvor das entsprechende Kartenmaterial über die Huawei-Health-App heruntergeladen wurde. Im Offline-Laufmodus gibt Huawei eine Laufzeit von bis zu 40 Stunden an.
Wer möchte, kann sich in der Huawei-Health-App kostenlos per KI individuelle Trainingspläne fürs Laufen erstellen lassen – verfügbar für 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon. Dazu erfragt die KI Parameter wie Körpergröße, Alter, Gewicht und bisherige Lauferfahrung. Der auf Basis unserer Eingaben erstellte Trainingsplan machte im Test einen soliden Eindruck und eignet sich vorwiegend für ambitionierte Hobbysportler.
Wer mehr Unterstützung oder Anleitung beim täglichen Training sucht, kann zusätzlich auf das kostenpflichtige Huawei Health+ zugreifen. Der Premium-Dienst ist für Käufer der Watch GT 6 in den ersten drei Monaten kostenlos und kostet danach 7,99 Euro pro Monat. Enthalten sind Workouts für verschiedene Sportarten, Dehn- und Yogaübungen, geführte Meditationen sowie Pläne zum Abnehmen. Ob sich Health+ lohnt, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab – für die gebotenen Inhalte halten wir den Preis aber für fair.
Die Huawei Watch GT 6 bringt erwartungsgemäß auch diverse Gesundheitsfunktionen sowie eine Schlafanalyse mit. Im Fokus steht ein ganzheitliches Tracking des eigenen Wohlbefindens: Die Uhr überwacht neben der Herzfrequenz auch HRV- und Blutsauerstoffwerte. Eine Messung des Stresslevels ist ebenfalls an Bord – im Test empfanden wir dieses Feature als akkurat. Wer sich gestresst fühlt, kann direkt über die Uhr eine Atemübung starten, die zur Entspannung beitragen soll. Mehr als ein nettes Gimmick ist das allerdings nicht.
Die Schlafanalyse zeichnet Schlafphasen, Schlafdauer, Wachzeiten, Herz- und Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung auf. Das funktioniert im Test einwandfrei: Schlafdauer und Wachzeiten werden zuverlässig erkannt, und auch die Bewertung der Schlafqualität deckt sich weitgehend mit dem subjektiven Empfinden. Selbst Nickerchen am Tag erfasst die Uhr zuverlässig. Lediglich Wachphasen erkennt die Uhr nicht immer. In der App finden sich zudem hilfreiche Tipps zur Verbesserung des Schlafs. Abonnenten von Huawei Health+ können zusätzlich auf eine Auswahl an Schlafmusik zugreifen, die für Nutzer der kostenlosen Version nur eingeschränkt zur Verfügung steht.
Weiterhin verfügt die Watch GT 6 über eine Funktion zur Emotionserkennung. Die Software erfasst dabei alle drei bis 20 Minuten automatisch den Gefühlszustand und ordnet ihn als „Angenehm“, „Neutral“ oder „Unangenehm“ ein – basierend auf den gemessenen körperlichen Daten. Eine Möglichkeit, Emotionen manuell einzutragen oder Stresssymptome zu notieren, gibt es leider nicht. Im Test lieferte die Emotionserkennung ordentliche Ergebnisse, in etwa vergleichbar mit der Stressanalyse. Allzu viel Gewicht sollte man der Auswertung allerdings nicht beimessen – dafür ist sie zu allgemein gehalten.
Anders als die Huawei Watch GT 6 Pro bietet die Watch GT 6 kein EKG-Feature. Immerhin gibt es eine Pulswellenanalyse, die mithilfe des optischen Sensors ebenfalls Vorhofflimmern oder Unregelmäßigkeiten des Herzschlags erkennen kann. Die Messung dauert 45 Sekunden und liefert im Test ein plausibles Ergebnis – das allerdings keine ärztliche Diagnose ersetzen kann.
Nicht zuletzt hat Huawei auch bei der Watch GT 6 die Frauengesundheit im Blick und ermöglicht das Tracking des eigenen Zyklus. In der App lassen sich Zeitpunkt und Dauer der vergangenen Periode eintragen; anhand von Daten wie Herzfrequenz, HRV, Hauttemperatur und Atemfrequenz berechnet die Uhr den Eisprung sowie fruchtbare Tage.
Ein großer Pluspunkt: Die Basaltemperatur lässt sich manuell nachtragen und körperliche Symptome – inklusive Zustand des Zervixschleims – können notiert werden. Damit ist Huawei Health derzeit eine der wenigen Apps auf dem Markt, die in Kombination mit einer Smartwatch die Anwendung der symptothermalen Methode (NFP) zumindest inoffiziell unterstützt.
Die Auswahl an zusätzlichen Features bietet keine nennenswerten Überraschungen, sondern Smartwatch-Standard: Es gibt eine Benachrichtigungs- und Telefoniefunktion, wobei sich Letztere auf das Entgegennehmen von Anrufen beschränkt, die auf dem Smartphone eingehen – einen eSIM-Slot gibt es nicht. Dafür lassen sich über das integrierte Mikrofon per Knopfdruck Sprachnotizen aufnehmen. Eingehende Nachrichten können per Schnellantwort oder über die kleine Displaytastatur der Uhr beantwortet werden.
Erfreulicherweise verfügt die Watch GT 6 über einen integrierten Musikspeicher von 64 GB, auf den sich über die Huawei-Health-App eigene Songs zum Offline-Hören laden lassen. Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder Amazon Music werden aber nicht unterstützt. Ebenso fällt die Auswahl an zusätzlichen Apps, die sich auf der Smartwatch installieren lassen, überschaubar aus – zur Verfügung steht lediglich ein eingeschränktes Angebot aus der Huawei App Gallery.
Hier kommen erneut die US-Sanktionen zum Tragen, die sich auch beim kontaktlosen Bezahlen via NFC bemerkbar machen: Die Funktion erfordert ein Nutzerkonto bei Quicko Wallet, das auf einem Prepaid-Modell basiert: Das Guthaben muss separat aufgeladen werden – dabei fallen Aufladegebühren von jeweils 26 Cent an. Im Vergleich zu Google Wallet oder Apple Pay ist das in der Praxis deutlich umständlicher – die meisten Nutzer dürften deshalb weiterhin lieber per Smartphone bezahlen.
Huawei gibt die Akkulaufzeit der 41-mm-Variante mit bis zu 14 Tagen an, die 46-mm-Version soll bis zu 21 Tage durchhalten. Bei typischer Nutzung verspricht der Hersteller bis zu 7 Tage. Diese Angaben decken sich mit unseren Testergebnissen: Bei drei jeweils anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche – zwei davon mit aktiviertem GPS –, automatischer Displayhelligkeit und aktivierten Benachrichtigungen musste die Watch GT 6 nach knapp einer Woche wieder an die Ladeschale.
Über die beiliegende Ladeschale unterstützt die Uhr zudem Schnellladen und ist innerhalb einer Stunde wieder vollständig aufgeladen.
Huawei bietet die Watch GT 6 in zwei Gehäusegrößen an, die in der Standardvariante mit Kunststoffarmband jeweils 229 Euro (UVP) kosten. Wer sich für ein Armband aus Kunstleder entscheidet, zahlt 249 Euro, das Modell mit Nylonarmband schlägt mit 269 Euro zu Buche. Am teuersten ist die Watch GT 6 mit Milanaise-Armband für 299 Euro.
Der Straßenpreis liegt zum Testzeitpunkt je nach Variante bei unter 180 Euro – lediglich die goldene 41-mm-Version mit Milanaise-Armband ist mit rund 250 Euro etwas teurer.
Huawei macht mit der Watch GT 6 vieles richtig, auch wenn die Uhr nicht frei von Schwächen ist. Dass die Smartwatch bei App-Auswahl, Streaming-Diensten und kontaktlosem Bezahlen Abstriche machen muss, ist allerdings weniger dem Hersteller als den US-Sanktionen anzulasten.
Abgesehen davon bekommen Käufer mit der 41-mm-Variante eine überzeugende Smartwatch mit vielen nützlichen Trainings- und Gesundheitsfunktionen. Das hervorragende GPS-Tracking und die präzise Herzfrequenzmessung bilden das Herzstück eines Gesamtpakets, das insbesondere für Frauen dank der umfangreichen Möglichkeiten zum Zyklustracking eine echte Bereicherung darstellt. Die gute Akkulaufzeit und der vergleichsweise günstige Preis machen die Watch GT 6 zu einer klaren Kaufempfehlung.
Mit einem kantigen und flachen Gehäuse kombiniert die Galaxy Watch 8 frische Funktionen mit bewährter Ausstattung. Neu ist etwa die Antioxidantien-Messung.
Mit einem kantigen und flachen Gehäuse kombiniert die Galaxy Watch 8 frische Funktionen mit bewährter Ausstattung. Neu ist etwa die Antioxidantien-Messung.
Mit der Galaxy Watch 8 bringt Samsung sein neuestes Modell unter den Smartwatches mit Wear OS heraus. Gegenüber dem Vorgänger hat der Hersteller insbesondere das Design deutlich überarbeitet. Die Watch 8 erinnert jetzt etwas mehr an die Watch Ultra.
Auch die Sensorik wurde erweitert. Neben präziser Pulsmessung und der Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs ist jetzt auch die Bestimmung körpereigener Antioxidantien möglich. Dank enger Verzahnung mit Android-Smartphones integriert sich die Uhr tief ins Ökosystem – viele Funktionen bleiben leider erneut nur Nutzern von Samsung-Geräten vorbehalten. Wie sich die Galaxy Watch 8 im Alltag schlägt, zeigt unser Test.
Samsung hat das Design der Watch 8 stärker an die Watch Ultra angelehnt. Zwar bleibt das runde Zifferblatt erhalten, doch das Gehäuse ist kantiger und besitzt abgerundete Ecken – allerdings weniger markant als beim Ultra. Man spricht von einem „Squircle“-Design – ein Mix aus kreisförmig und eckig. Als Inspiration dienten offenbar klassische Modelle wie die Omega Jedi. So wirkt die Watch 8 erwachsener und eigenständiger als der schlichte Vorgänger.
Die Uhr ist in zwei Gehäusegrößen erhältlich: 40 mm und 44 mm. Vor allem die kleinere Variante eignet sich für schmalere Handgelenke. Das gebürstete Aluminiumgehäuse ist hochwertig verarbeitet und wiegt mit 30 g oder 34 g nur sehr wenig. Der Tragekomfort überzeugt: Durch das flachere, dünnere Gehäuse sitzt die Watch 8 angenehmer als die Watch 7 und stört selbst über längere Zeit, etwa im Schlaf, kaum.
Die Armbänder lassen sich weiterhin schnell wechseln. Samsung hat den Mechanismus verbessert, was jedoch den Nachteil hat, dass ältere Bänder nur mit Adaptern passen. Im Test nutzten wir das waschbare Silikon-Armband, das sich für Sport eignet. Überdies gibt es zahlreiche Varianten aus Nylon oder Kunstleder und weiteren Materialien von Samsung und Drittanbietern.
Die Galaxy Watch 8 ist nach IPX8 und 5 ATM (50 Meter) wasserdicht. Schwimmen ist problemlos möglich, Tauchen jedoch nicht. Ein Zertifikat nach US-Militärstandard MIL-STD-810H ist ebenfalls vorhanden. Damit sollte die Uhr auch Temperaturschwankungen, Erschütterungen sowie den Salzgehalt von Schweiß überstehen – selbst wenn man ihr diese Robustheit nicht ansieht.
Das OLED-Display der Galaxy Watch 8 misst bei der 44-mm-Varainte 1,47 Zoll und löst mit 480 × 480 Pixeln auf. Das 40-mm-Modell bietet 1,34 Zoll bei 438 × 438 Pixel. Die Anzeige ist insgesamt etwas größer und deutlich heller als beim Vorgänger. Mit bis zu 3000 Nits bleibt es selbst in direkter Sonne einwandfrei ablesbar und liefert eine überzeugende Bildqualität. Ein Always-On-Display ist verfügbar.
Das Display ist geschützt von Saphirglas. Insgesamt wirkt die Uhr etwas filigran, wenngleich robuster als die Google Pixel Watch, und empfiehlt sich für Outdoor-Abenteuer nur eingeschränkt.
Mit der Galaxy Watch 8 führt Samsung Wear OS 6 samt One UI Watch 8 ein. Die Software ist übersichtlich, bietet eine riesige App-Auswahl und zählt zu den smartesten Systemen bei Uhren. Neu ist etwa das Stapeln von Widgets, was die Bedienung flexibler macht.
Die Kopplung erfolgt über die App Galaxy Wearable. Auf Samsung-Smartphones ist sie vorinstalliert, andere Android-Geräte benötigen zusätzlich zur App ein Plug-in für die Uhr, das bei der Koppelung automatisch heruntergeladen wird. Gesundheitsdaten landen hingegen in der App Samsung Health, wo etwa Schlafanalysen ausgewertet werden.
Bedient wird die Uhr per Touchscreen sowie zwei Tasten. Beide Seitentasten sind frei belegbar. Zusätzlich gibt es eine digitale Lünette. Neu ist die direkte Nutzung von Gemini auf der Uhr, was eine Internetverbindung voraussetzt.
Die Galaxy Watch 8 setzt wie schon der Vorgänger auf den Exynos W1000, der sich im Alltag als flott und effizient erweist. Mit 2 GB RAM und 32 GB Speicher läuft das System weitgehend ruckelfrei und bietet ausreichend Performance. Neben der reinen Bluetooth-Version mit Wi-Fi-4 gibt es auch ein Modell mit LTE per eSIM. GPS arbeitet nun noch präziser und zuverlässiger.
Zur Ausstattung zählen zudem optische Sensoren, Sturzerkennung sowie Bezahlen per Google Pay. Der Vibrationsmotor könnte kräftiger sein, dafür liefern die integrierten Lautsprecher ordentliche Sprachqualität – Ansagen und Telefonate sind weitgehend verständlich. Es gibt einen Flugmodus, der alle Funkverbindungen kappt. Zusätzlich steht ein Schlafmodus zur Verfügung, bei dem das Display ausgeschaltet bleibt und keine Benachrichtigungen durchgestellt werden. Das eignet sich auch für den Kinobesuch.
Die Galaxy Watch 8 eignet sich hervorragend als Sportuhr. Für zahlreiche Sportarten gibt es vordefinierte Profile, der optische Pulssensor lieferte im Test sehr genaue Werte und reagierte zuverlässig auf Belastungswechsel. Wir hatten das mit einem Brustgurt verglichen und hatten nur minimale Abweichungen.
Die automatische Aktivitätserkennung funktioniert zuverlässig und erkennt Spaziergänge oder Radtouren meist selbstständig. Während des Trainings zeigt die Uhr Daten wie Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien und Puls, eine detaillierte Analyse erfolgt in Samsung Health.
Der Laufcoach bietet weiterhin Trainingsunterstützung und enthält nun einen Cooper-Test, der anhand von Strecke und Puls nach zwölf Minuten das Fitness-Level bestimmt und einen individuellen Plan erstellt. Ergänzend liefern erweiterte Laufmetriken Hinweise zur Optimierung des Laufstils.
Die Schlafanalyse unterscheidet üblicherweise zwischen Tief-, Leicht- und REM-Phasen. Die Ergebnisse wirken insgesamt plausibel und recht genau. Auch Wachphasen vor dem Einschlafen oder in der Nacht werden erkannt. Allerdings registriert die Uhr diese nicht immer zuverlässig – so kann es vorkommen, dass man lange wach im Bett liegt und sich am nächsten Morgen müde fühlt, während die Uhr dennoch ein hohes Energielevel anzeigt.
Zusätzlich misst die Watch 8 neben dem Puls auch den Blutsauerstoff sowie Stresslevel. Neu hinzugekommen ist die Messung der Blutgefäßbelastung. Hierzu muss man die Uhr mindestens drei Nächte lang getragen haben.
Für die Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs dient die App Samsung Health Monitor, die aber nur auf Samsung-Smartphones im Galaxy Store gibt. Damit kann man Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen. Ferner kann man bei unregelmäßigem Herzrhythmus eine Benachrichtigung bekommen.
Eine Messung des Blutdrucks gibt es über den Health Monitor auch – diese erfordert eine einmalige Kalibrierung mit der Manschette. Allerdings sind die Werte nur näherungsweise zu betrachten und nicht so genau wie eine Messung mit einem medizinischen Gerät. Zudem soll die Uhr auch Schlafapnoe erkennen. Da wir nicht darunter leiden, konnten wir das nicht testen.
Der AGEs-Index erfasst schädliche Zucker-Protein-Verbindungen im Körper, die mit Alterung sowie Krankheiten wie Diabetes oder Herzproblemen in Zusammenhang stehen. Er dient als Indikator für ein mögliches Erkrankungsrisiko und wird ermittelt, indem man die Watch 8 im Schlaf regelmäßig trägt.
Ganz neu ist die Antioxidantien-Messung, die Hinweise auf die Fähigkeit des Körpers zur Abwehr freier Radikale geben soll. Hierzu muss man die Uhr abnehmen und den Daumen auf die Sensoren auf der Rückseite legen. Diese Werte sind jedoch eher als grobe Trends zu verstehen, da eine verlässliche Analyse üblicherweise nur im Labor per Blut- oder Urinprobe möglich ist. Das macht sie eher zu einer Wellness-Funktion.
Eine Schwachstelle bleibt der Akku bei Smartwatches mit umfangreicher Software und großer App-Auswahl – das gilt auch für die Apple Watch. Modelle von Garmin oder Huawei laufen zwar deutlich länger, bieten dafür aber weniger smarte Funktionen.
Im Test nutzten wir das Modell mit 44 mm. Dieses hat einen Akku mit 435 mAh und kam mit Always-On-Display auf knapp eineinhalb Tage Laufzeit und damit auf eine minimale Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Das kleine Modell mit 40 mm bietet nur 325 mAh und dürfte nur knapp einen Tag lang durchhalten.
Aufgeladen wird sie induktiv über ein Pad mit USB-C-Anschluss, der Ladevorgang dauert rund 75 Minuten und ist damit vergleichsweise lang. Prinzipiell kann man die Uhr auch mit anderen Ladepads induktiv laden – im Test funktionierte das jedoch nicht zuverlässig.
Die Galaxy Watch 8 startet mit einer UVP von 379 Euro (40 mm) sowie 409 Euro (44 mm). Für die LTE-Variante fällt ein Aufpreis von 60 Euro an. Bereits kurz nach Marktstart sind die Preise deutlich gefallen: Die 40-mm-Version mit WLAN und Bluetooth gibt es ab 217 Euro, das 44-mm-Modell ab 219 Euro. Mit LTE startet die Uhr schon bei rund 228 Euro (40 mm) oder 247 Euro (44 mm).
Mit der Zeit dürfte der Preis noch deutlich fallen. Als Farben gibt es Silber mit weißem Armband oder ganz Anthrazit. Das Band ist standardmäßig aus Fluorelastomer. Es gibt aber zahlreiche Austauschvarianten bei Samsung und Drittanbietern.
Die Samsung Galaxy Watch 8 zeigt eindrucksvoll, wie smart eine Uhr mit Wear OS sein kann. Sie bietet eine sehr genaue Pulsmessung, spannende Features wie EKG, Blutdruckmessung sowie die neue Antioxidantien-Bestimmung – letztere ist allerdings in der jetzigen Form eher von begrenztem medizinischem Wert. Positiv fallen zudem das kantigere Design und das helle Display auf.
Allerdings gibt es erneut Einschränkungen: Funktionen wie das EKG oder die Blutdruckmessung stehen ausschließlich Nutzern eines Samsung-Smartphones zur Verfügung. Damit ist die Galaxy Watch 8 zwar die beste Smartwatch für Samsung-Handys, aber nicht unbedingt für andere Android-Smartphones. Wer mit der kurzen Akkulaufzeit leben kann, bekommt dennoch eine hervorragend ausgestattete Smartwatch mit breiter App-Auswahl und sehr genauen Sensoren.
Die Google Pixel Watch 4 punktet mit hellerem Display, besserem Akku und überraschender Reparierbarkeit – mehr im Test.
Die Google Pixel Watch 4 punktet mit hellerem Display, besserem Akku und überraschender Reparierbarkeit – mehr im Test.
Google bringt mit der Pixel Watch 4 die vierte Generation seiner Smartwatch auf den Markt. Auf den ersten Blick ähnelt sie stark dem Vorgänger: Das runde, gewölbte Gehäuse bleibt, Gewicht und Maße ändern sich nicht. Im Detail zeigen sich aber wichtige Verbesserungen. Das Display ist deutlich heller und größer geworden, der Akku hält länger durch und der neue Chipsatz sorgt für flüssigere Performance.
Die Pixel Watch 4 gibt es in zwei Größen: 41 und 45 mm. Beide Varianten sind wahlweise mit Wi-Fi oder LTE erhältlich. Wie sich die Smartwatch im Alltag schlägt und ob sich der Kauf lohnt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns Google zur Verfügung gestellt. Auch die Kollegen der c't haben die Uhr getestet: Google Pixel Watch 4 im Test.
Optisch bleibt Google dem runden Design mit gewölbtem Glas treu. Das Gehäuse aus Aluminium wiegt bei der 45-mm-Variante rund 37 g – identisch zum Vorgänger. Die Verarbeitung ist hochwertig, nichts knarzt oder wackelt. In der Farbe des Testgeräts Moonstone setzt Google auf ein mattes Finish statt auf glänzenden Edelstahl. Das wirkt edler und zieht weniger Fingerabdrücke und Kratzer an. Das matte Finish gab es beim Vorgänger nur in der Variante Matte Black Obsidian.
Die Kollegen der c't haben in ihrem Test festgestellt, dass sich die Uhr durch zwei winzige Torx-Schrauben neben dem Lautsprecher öffnen lässt. Löst man sie, lässt sich der rückseitige Gehäusedeckel abnehmen. Wenn nach einigen Jahren der Akku seine Kapazität eingebüßt hat oder nach einem Sturz das Glas einen Sprung hat, ist die Uhr kein Elektroschrott. Allerdings dürfte man dadurch die Garantieansprüche gefährden, und die Wasserdichtigkeit ist nach dem Öffnen nicht mehr gewährleistet.
Die Krone sitzt deutlich besser als beim Vorgänger und fühlt sich beim Drehen angenehmer an. Auch der kleine Knopf darüber, der die zuletzt verwendeten Apps oder bei längerem Druck den Gemini-Assistenten aufruft, fühlt sich besser an. Allerdings bleibt die Platzierung unglücklich – ein Vorteil ist nur, dass man ihn nicht versehentlich mit dem Handrücken auslöst.
Die Armbänder lassen sich weiterhin schnell wechseln. Positiv: Der Mechanismus ist kompatibel mit dem Vorgängermodell. Wer von einer älteren Pixel Watch umsteigt, kann seine Armbänder weiternutzen – gleiche Uhrengröße vorausgesetzt. Das mitgelieferte Silikonarmband liegt in zwei Größen bei. Im Test trocknet es unsere Haut allerdings zu stark aus, weshalb wir lieber zum Gliederarmband oder einem Stoffarmband greifen. Hier kann man auf die große Auswahl von Drittanbietern zurückgreifen, die es inzwischen zahlreich gibt. Wir selbst nutzen ein günstiges Modell von Amazon für 19 Euro, das seit über einem Jahr seinen Dienst tut.
Auch Google selbst bietet zehn verschiedene Armbänder zu Preisen zwischen 49 Euro (Silikonarmband) und 209 Euro (Kettenarmband). Die namhafteren Drittanbieter Bellroy und Spigen bieten ebenfalls Armbänder oder gleich ganze Rugged Bands, in denen auch das Uhrengehäuse gänzlich verschwindet, was dieses besser schützen soll. Angesichts der großflächigen Glaskuppel über dem Display erscheint das trotz Gorilla Glas 5 sinnvoll.
Die Uhr ist nach IP68 und 5 ATM wasserdicht. Farblich stehen Moonstone, Porcelain, Obsidian und Lemongrass zur Auswahl. Bei Porcelain kommt ein silbernes, bei Lemongrass ein goldfarbenes Finish des Rahmens zum Einsatz. Moonstone setzt auf einen blau-grauen, Obsidian auf einen schwarzen Rahmen. Die beiliegenden Armbänder sind entsprechend der Farbvarianten ebenfalls eingefärbt.
Das OLED-Display der Pixel Watch 4 misst bei der 45-mm-Variante 1,45 Zoll und löst mit 456 × 456 Pixel auf. Die 41-mm-Variante bietet 1,34 Zoll bei 408 × 408 Pixel. Die Pixeldichte liegt bei 320 ppi. Der Bildschirm ist damit um zehn Prozent größer geworden, weil Google den Rand auf knapp 3 mm verkleinert hat. Zwar ist das Display nicht rahmenlos, der schwarze Rand fällt aber deutlich weniger auf als beim Vorgänger.
Das OLED folgt mit einer eigenen Biegung dem gewölbten Glas – Google nennt das Actua 360. Das sieht beim Scrollen durch Apps gut aus und lässt Zifferblätter plastischer wirken. Die maximale Helligkeit ist von 2000 auf 3000 cd/m² gestiegen. Damit lässt sich die Anzeige auch unter direktem Sonnenlicht einwandfrei ablesen. Im Test überzeugt das Display mit sattem Schwarz, hohem Kontrast und gestochen scharfer Schrift. Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch zwischen 1 und 60 Hz an den Bildinhalt an.
Die Pixel Watch 4 läuft mit Wear OS 6, das auf Android 16 basiert. Google setzt hier auf die neue Designsprache Material 3 Expressive, die auch auf den Pixel-Smartphones bereits Einzug gehalten hat. Diese zeichnet sich durch größere, auffällig geformte Buttons aus. Schriften, Schaltflächen und Zifferblattelemente erscheinen in zueinander passenden Primär- und Akzentfarben. Das sieht schick aus und erlaubt es, den gesamten Look der Uhr in Windeseile zu ändern. Die Oberfläche reagiert auf Eingaben mit verrückten Animationen, Buttons verformen sich – insgesamt wirkt das Design eigenständiger und verspielter als zuvor.
Die Bedienung erfolgt über Wischgesten und zwei Tasten. Das gewohnte Bedienkonzept hat sich nicht geändert: Von oben öffnen sich die Kacheln mit den Schnelleinstellungen, die man vom Smartphone kennt. Hier lassen sich etwa WLAN, Bluetooth, Helligkeit, Lautstärke und der Flugmodus schnell anpassen. Von unten lassen sich Benachrichtigungen öffnen. Seitliches Wischen scrollt durch anpassbare Kacheln, die etwa übers Wetter, Termine, Körperdaten und Trainingsleistungen informieren. Diese Kacheln lassen sich individuell anordnen und auswählen.
Ein Druck auf die Krone öffnet die App-Übersicht, wo man durch Drehen der Krone durch die Icons scrollt. Begleitet wird das durch knackiges Vibrationsfeedback. Geöffnete Apps lassen sich mit der Krone auch schließen, denn ein Druck darauf bringt einen stets zurück auf die Standardansicht des Zifferblatts.
Oberhalb der Krone sitzt leicht versteckt ein weiterer Knopf, der je nach Dauer des Drückens entweder die zuletzt geöffneten Apps oder den digitalen Assistenten hervorholt. Hier hat Google den altgewohnten Assistant bereits begraben. Auf der Pixel Watch 4 steht die deutlich leistungsfähigere KI Gemini Rede und Antwort. Im Test schaltete sich Gemini allerdings gelegentlich unvermittelt ein, vor allem während Gesprächen. Wir sind uns ziemlich sicher, dabei nicht durch den Knopf den Assistenten ausgelöst zu haben. Naheliegend ist eine Fehlinterpretation eines Wortes oder Geräuschs als „Hey Google“. Mit dem Vorgänger hatten wir dieses Problem nicht.
Die Uhr benötigt zur Aktivierung eine Bluetooth-Verbindung zu einem Android-Smartphone sowie eine Anmeldung im eigenen Google-Konto. Die Verzahnung beider Geräte funktionierte im Test tadellos und sorgte dafür, dass das Handy seltener aus der Tasche gezogen werden muss. Auf eingehende Benachrichtigungen von Chat-Apps lässt sich direkt auf der Uhr antworten – entweder per Spracheingabe, Tastatur oder vordefinierten Antworten. Während Android-Nutzer über alle Hersteller hinweg die Pixel Watch nutzen können, bleiben iPhones draußen.
Die Einrichtung klappt über die Pixel Watch App. Ein Fast-Pair-Popup zeigt die Uhr direkt nach dem Einschalten an – sogar in der richtigen Farbe. Nach Bestätigung einer PIN zwischen Uhr und Smartphone wird die Verbindung hergestellt.
Anschließend meldet man sich im Google-Konto an, um Google-Apps zu nutzen, neue Apps herunterzuladen und „Mein Gerät finden“ zu verwenden. Danach fragt die Uhr, ob eine Sicherung der vorherigen Uhr wiederhergestellt werden soll. Falls im Google-Konto gespeichert, übernimmt sie automatisch das WLAN-Passwort.
Anschließend muss man sich noch bei Fitbit mit der Uhr registrieren. Hier gibt es nur ein Gerät pro Account – die Vorgängeruhr muss entfernt werden. Hierzu sollte man zuvor sicherstellen, dass alle Daten synchronisiert sind, da nicht synchronisierte Daten durch das Ersetzen verloren gehen. Bei uns gab es auf einem Honor-Handy Probleme: Wir konnten uns zwar mit Fitbit einloggen, die Uhr wollte aber nicht mit Fitbit synchronisieren. Erst nach mehrmaligem Zurücksetzen der Uhr klappte es. Einen wirklichen Grund haben wir nicht gefunden. Auf einem Google Pixel 10 Pro XL lief die Einrichtung dagegen weitgehend problemfrei.
Was vor einigen Jahren mit der Pixel Watch noch nicht möglich war, funktioniert jetzt reibungslos: eine Cloud-Sicherung oder die manuelle Übertragung von einer alten auf eine neue Uhr. Früher musste man die Uhr komplett neu einrichten und hatte keine Möglichkeit, Einstellungen und ähnliche Daten komfortabel zu übertragen. Das ist nun deutlich komfortabler.
Die App-Auswahl im Play Store ist riesig. Neben den üblichen Google-Apps wie Gmail, Kalender, Maps und YouTube Music gibt es zahlreiche Drittanbieter-Apps, wie Spotify, Strava, Komoot und weitere. Allerdings funktioniert die Musikwiedergabe über Spotify nicht direkt über den Lautsprecher der Uhr – die App öffnet immer das Bluetooth-Menü, um ein externes Gerät zu verbinden. Nur mit dem Samsung Internetbrowser aus dem Play Store lassen sich Medien direkt über den Lautsprecher abspielen.
Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon W5 Gen 2. Der neue Chipsatz ist schneller und effizienter als der Vorgänger. Im Test läuft alles flüssig, Apps starten schnell, Mikroruckler gibt es keine. Der neue Chip beherrscht auch Satellitenfunk, womit die Uhr auch ohne Mobilfunkempfang Notrufe absetzen kann. Bislang funktioniert das jedoch nur in den USA.
Zur Ausstattung zählen 2 GB RAM und 32 GB Speicher. Neben Wi-Fi 6 gibt es Bluetooth 6.0, NFC und UWB. Die LTE-Variante nutzt eine eSIM. GPS arbeitet mit L1/L5, GLONASS und Galileo. Die Positionsbestimmung ist im Test sehr genau und schnell. Zur Sensorik gehören Beschleunigungssensor, Gyroskop, Lichtsensor, Barometer und Thermometer.
Der Lautsprecher klingt etwas besser als beim Vorgänger – für eine Uhr annehmbar. Er ist aber vorwiegend für die Wiedergabe von Klingeltönen oder dergleichen gedacht. Die Mikrofonqualität ist ausreichend, aber deutlich schlechter als am Smartphone. Telefonate über die Uhr sind möglich, klingen aber blechern.
Eine Funktion zum Austreiben von Wasser aus dem Lautsprecher nach dem Baden fehlt weiterhin. Das kennen wir von der Apple Watch, die durch das gezielte Abspielen von kurzen, lauten Geräuschen Wasser aus den Lautsprechern drückt. Wir würden uns wünschen, wenn Google dieses Feature auch bei der Pixel Watch nachliefern würde, da es sinnvoll ist, um Rückstände in den Lautsprechern zu vermeiden.
Die Pixel Watch 4 bietet Trainingsprofile für zahlreiche Sportarten – etwa Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining. Der optische Pulssensor misst sehr genau und reagiert zuverlässig auf Belastungswechsel. Im Vergleich mit einem Brustgurt von Polar wich die Uhr nur um wenige Herzschläge ab – selbst bei hoher Belastung während des Intervalltrainings auf dem Spinning-Bike.
Die automatische Aktivitätserkennung der Pixel Watch 4 arbeitet zuverlässig und erkennt Spaziergänge, Läufe oder Radtouren meist von selbst. Neu ist, dass die Uhr nach einer Aktivität automatisch fragt, ob die erfassten Daten gespeichert werden sollen. Beim Vorgänger musste man die Aufzeichnung noch manuell bestätigen, sonst gingen Trainingszeit und Detaildaten verloren. Jetzt werden alle Parameter automatisch erfasst – nur die Bestätigung zum Speichern steht noch aus. So bleiben keine Trainingsdaten mehr auf der Strecke.
Während des Trainings zeigt die Uhr Daten wie Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien und Puls. Eine detaillierte Analyse erfolgt in der Fitbit-App auf dem Smartphone. Diese wartet mit umfangreichen Daten, Auswertungen und Handlungsempfehlungen auf. Man bekommt etwa Einblick in Herzfrequenzzonen, Rundenzeiten, Höhenmeter und vieles mehr. Auch eine Übersicht über die Trainingsbelastung und Erholungszeit wird angezeigt.
Der Datenfundus der Basisversion dürfte dem Großteil der Nutzer ausreichen. Das kostenpflichtige Fitbit-Pro-Abo bietet sich vorwiegend für ambitionierte Nutzer an, die anhand individueller Trainingspläne ihre Leistung steigern wollen. Hier gibt es etwa personalisierte Workouts, erweiterte Analysen und Vergleiche mit anderen Nutzern. Zum Kauf einer neuen Pixel Watch gibt es hier 6 Monate gratis zum Schnuppern.
Das Schlaftracking der Pixel Watch 4 hinterlässt einen guten Eindruck. Sie unterscheidet zuverlässig zwischen Tief-, Leicht- und REM-Schlaf, die Ergebnisse wirken im Vergleich zum Oura Ring plausibel. Der Schlafscore berücksichtigt Schlafdauer, Wachphasen, Ruhepuls und Bewegung. Wachphasen erkannte die Uhr im Test zuverlässig, im Test der c’t fielen sie jedoch länger aus als bei Trackern von Polar und Xiaomi.
Zusätzlich schätzt die Uhr auch Schwankungen der Sauerstoffsättigung. Nach 14 Tagen bewertet Fitbit das Schlafmuster anhand eines „Schlaftiers“, das den eigenen Schlaftyp symbolisiert – etwa ob man kurz schläft, lange Tiefschlafphasen hat oder häufig aufwacht. Auch ein Vergleich der eigenen Werte mit denen anderer Nutzer ist möglich.
Zusätzlich zur präzisen, sekundengenauen Pulsmessung erfasst die Uhr Blutsauerstoff und Stresslevel. Zur Sensorik gehören optische Sensoren, eine Messeinheit für ein einkanaliges Elektrokardiogramm (EKG) und ein Sensor für Hauttemperatur und -leitfähigkeit. So ausgestattet, erfasst die Uhr nicht nur körperliche Aktivität, sondern generiert Metadaten wie den generellen Trainingsstand und den Stresslevel.
Die EKG-Funktion lässt sich manuell auslösen, indem man 30 Sekunden lang den Finger auf die Krone legt. Damit kann man Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen. Ferner kann man bei unregelmäßigem Herzrhythmus eine Benachrichtigung bekommen. Bei unseren Tests wurden die Schritte und die Pulsfrequenz recht genau erfasst.
Der Akku der Pixel Watch 4 ist in der 45‑mm‑Version von 420 auf 455 mAh gewachsen. Das klingt nach wenig, führt aber in Kombination mit dem effizienteren Prozessor zu einer deutlich längeren Laufzeit. Bei gelegentlichem Nachrichtenabruf und passivem Tracking von Aktivität und Schlaf lag der Akkustand nach 24 Stunden noch bei 55 bis 62 Prozent. Insgesamt kam die Uhr auf rund zweieinhalb Tage Laufzeit – zwei volle Tage sind also problemlos möglich.
Eine vollständige Ladung der Watch 4 in 45 mm dauert etwas mehr als 45 Minuten. Nach 15 Minuten ist die Uhr bereits etwa halb voll – genug, um beim Duschen schnell rund 20 Prozent nachzuladen.
Die 41-mm-Variante stand uns für den Test nicht zur Verfügung. Bei ihr ist der Akku von 307 auf 325 mAh gewachsen, sodass die Verlängerung der Laufzeit von 24 auf 30 Stunden laut Herstellerangabe uns plausibel erscheint.
Google hat auch den Ladeanschluss überarbeitet: Während die erste Generation noch kabellos lud, nutzten die zweite und dritte Generation Kontaktstifte auf der Unterseite. Bei der Pixel Watch 4 sitzen die beiden Ladekontakte nun seitlich gegenüber der Krone. Die Uhr steht beim Laden aufrecht in einer Ladeschale – das funktioniert zuverlässig, wirkt aber anfangs ungewohnt. Das beiliegende Kabel ist solide verarbeitet; ein Ersatz kostet im Google Store 29 Euro.
Die Google Pixel Watch 4 kostet je nach Größe, Ausstattung und Farbe zwischen 314 und 524 Euro. Die 41-mm-Variante mit Wi-Fi startet bei 300 Euro, die 45-mm-Version bei 369 Euro. Für die LTE-Variante fällt ein Aufpreis an: Die 41-mm-Version kostet nur 320 Euro, die 45-mm-Version immerhin schon 460 Euro.
Armbänder gibt es von Google für 49 bis 209 Euro, bei Drittanbietern oft günstiger. Das Ladekabel kostet bei Verlust 29 Euro im Google Store. Bereits kurz nach Marktstart sind die Preise teils deutlich gefallen – im freien Handel sind einzelne Varianten günstiger zu haben.
Die Google Pixel Watch 4 ist eine ausgereifte Smartwatch, die in vielen Bereichen überzeugt. Das deutlich hellere Display mit 3000 Nits lässt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen. Die längere Akkulaufzeit von über einem Tag macht die Uhr alltagstauglich – auch für Schlaftracking. Der neue Snapdragon W5 Gen 2 sorgt für flüssige Performance ohne Ruckler.
Die Verzahnung mit Android-Smartphones funktioniert tadellos. Auf Benachrichtigungen lässt sich direkt auf der Uhr antworten, mit Google Wallet bezahlt man kontaktlos. Die Fitness- und Gesundheitsfunktionen sind umfangreich: Schritte, Puls, Blutsauerstoff, Stresslevel, Schlaftracking und EKG decken die wichtigsten Bereiche ab. Die automatische Aktivitätserkennung funktioniert zuverlässig und zeichnet nun alle Parameter automatisch auf.
Für Besitzer der Pixel Watch 3 lohnt sich ein Upgrade kaum – die Verbesserungen sind vorhanden, aber nicht gravierend. Wer neu einsteigen will und ein Android-Smartphone besitzt, bekommt mit der Pixel Watch 4 eine gut ausgestattete Smartwatch mit langer Akkulaufzeit und hellem Display.
Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.
Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.
Die Garmin Venu 4 verbindet ein dezentes, alltagstaugliches Design mit einem klaren Schwerpunkt auf Gesundheits- und Lifestyle-Funktionen. Gleichzeitig bleibt Garmin seinen Kernkompetenzen treu: GPS-Aufzeichnung und umfangreiches Fitness-Tracking gehören weiterhin zum festen Funktionsumfang. So positioniert sich die Smartwatch als elegante Alternative zu klassischen Sportuhren, ohne auf sportliche Grundlagen zu verzichten.
Getestet haben wir die Venu 4S in der 41-mm-Variante, die uns Garmin leihweise zur Verfügung gestellt hat. Welche Stärken und Schwächen die Venu 4 hat, klärt der Test.
Garmin ändert das Design der Venu 4 im Vergleich zur Venu 3 nur wenig. Das Grundkonzept bleibt erhalten: Die Smartwatch wirkt eher wie eine klassische Armbanduhr als eine ausgewiesene Sportuhr. Auffällig sind jedoch Anpassungen bei der Tastenanordnung. Während die Venu 3 noch drei längliche, vertikal am Gehäuserand platzierte Knöpfe bot, setzt die Venu 4 nun auf eine Kombination aus einer länglichen und einer runden Taste. Die Bedienung über den Touchscreen bleibt unverändert.
Auch bei den Materialien bleibt Garmin dem Vorgänger treu. Die Venu 4 kombiniert ein AMOLED-Display mit Gorilla Glass 3, eine Edelstahllünette und ein Silikonarmband. Mit 33 Gramm ohne Armband zählt die Uhr zu den leichten Modellen, was sich positiv auf den Tragekomfort auswirkt. Am Handgelenk sitzt die Smartwatch angenehm, die Tasten sind so positioniert, dass sie nicht drücken. Auch beim Tragen in der Nacht zeigt sich die Venu 4 unauffällig.
Wie bereits die Venu 3 ist auch die Venu 4 bis zu einem Druck von 5 ATM wasserdicht. Schwimmen, Duschen oder Joggen im Regen stellen damit kein Problem dar. Für Aktivitäten bei hohem Wasserdruck oder längere Tauchgänge ist die Smartwatch jedoch nicht ausgelegt.
Der Hersteller bietet die Smartwatch erneut in zwei Größen an: Die Venu 4 misst 45 mm, während die Venu 4S mit 41 mm Durchmesser für kleinere Handgelenke – etwa bei Damen oder Jugendlichen – eine Option ist.
Wie schon beim Vorgängermodell setzt Garmin bei der Venu 4 auf ein AMOLED-Display. Da der Hersteller die Smartwatch in zwei Größen anbietet, variiert auch die Display-Diagonale: Das 41-mm-Modell kommt auf 1,2 Zoll, die 45-mm-Variante auf 1,4 Zoll. Die Auflösung liegt entsprechend bei 390 × 390 Pixeln oder 454 × 454 Pixeln.
Das Display lässt sich – wie von aktuellen Garmin-Uhren gewohnt – jederzeit einwandfrei ablesen. Ein integrierter Umgebungslichtsensor passt die Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse an. Alternativ lässt sich die Helligkeit auch manuell einstellen. Beide Optionen arbeiten zuverlässig.
Als festes Mitglied des Garmin-Ökosystems entfaltet die Venu 4 ihren Funktionsumfang nur in Verbindung mit der Garmin-Connect-App. Auf eine ausführliche Vorstellung der Anwendung verzichten wir an dieser Stelle, da wir sie bereits in früheren Garmin-Tests detailliert behandelt haben.
Die Kopplung erfolgt per Bluetooth, anschließend führen wir die Einrichtung direkt in der App durch. Ein kurzes Tutorial erklärt dabei die wichtigsten Funktionen und die Bedienlogik der Venu 4. Der gesamte Einrichtungsprozess dauert nur wenige Minuten. Funktionen wie Garmin Pay oder die Musikwiedergabe lassen sich bei Bedarf auch später konfigurieren.
In der Praxis überzeugt die Bedienung mit der von Garmin gewohnten Zuverlässigkeit. Die Uhr reagiert flüssig, das Touch-Display setzt Eingaben präzise um und kommt auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern gut zurecht. Nutzer, die bereits eine Garmin-Uhr verwendet haben, finden sich sofort zurecht. Aber auch Einsteiger sollten sich nach kurzer Zeit problemlos orientieren können.
Garmin richtet die Venu 4 klar auf eine Kombination aus Fitness und Lifestyle aus. Das zeigt sich nicht nur im Design, sondern auch im Funktionsumfang. Die Smartwatch unterstützt mehr als 80 Trainingsprofile sowie einen Multisport-Modus, mit dem sich mehrere Sportarten kombinieren lassen. Zur Auswahl stehen unter anderem verschiedene Ausdauerdisziplinen, Krafttraining, Yoga sowie Mannschafts- und Wintersportarten. Hinzu kommt ein spezielles Golf-Modul mit Daten zu mehr als 43.000 Golfplätzen weltweit.
Bei Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren erfasst die Venu 4 umfangreiche Trainingsdaten. Diese reichen zwar nicht an den Detailgrad der Forerunner- oder Fenix-Serie heran, sind jedoch für die meisten Hobbyathleten gänzlich ausreichend. Auf Basis der Messwerte berechnet die Uhr den Trainingsnutzen, die empfohlene Erholungszeit und die aktuelle Trainingsbereitschaft, wobei auch Schlaf- und Erholungsdaten einfließen.
Eigene Trainingseinheiten lassen sich in der Garmin-Connect-App erstellen und anschließend direkt auf der Uhr anzeigen. Zusätzlich bietet Garmin vorgefertigte Trainingspläne für Ausdauer- und Kraftsport sowie Einheiten für HIIT, Cardio, Yoga und Pilates. Eine Besonderheit ist der Rollstuhlmodus, mit dem Rollstuhlfahrer tägliche Schübe erfassen und speziell angepasste Trainings nutzen können.
Zentral für Training und Alltag ist der optische Pulssensor. Garmin setzt hier auf die bewährte Elevate-Technologie, die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität misst. Im Test arbeitet der Sensor zuverlässig und präzise. Sowohl bei lockeren Laufeinheiten als auch beim Krafttraining und bei HIIT-Einheiten liefert die Venu 4 hervorragende Messwerte. Bei stark schwankender Herzfrequenz zeigen sich im Vergleich zu einem Brustgurt lediglich geringe Abweichungen im niedrigen einstelligen Bereich, wie sie für optische Sensoren typisch sind.
Für die Streckenaufzeichnung verfügt die Venu 4 über ein integriertes GPS-Modul mit Unterstützung für Glonass, QZSS, Galileo und Beidou. Beim Laufen oder Radfahren speichert die Uhr die zurückgelegten Routen zuverlässig. Eine klassische Kartenansicht fehlt allerdings; die Navigation beschränkt sich auf Breadcrumb- und Trackback-Funktionen. Immerhin bietet die Venu 4 inzwischen Google Maps als eingeschränkte App-Integration aus dem Garmin Connect IQ Store, sodass sich Routen per Abbiegehinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen – allerdings keine Karten. In der Praxis funktioniert das problemlos und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.
Die Venu 4 bietet eine umfassende Palette an Gesundheitsfunktionen, inklusive detaillierter Schlafanalyse. Im Zentrum steht der sogenannte Health Status, der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atmung, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur auswertet und mögliche Auffälligkeiten erkennt. Ergänzend dazu erfasst das Lifestyle Logging alltägliche Gewohnheiten wie Koffeinkonsum, Entspannungsmaßnahmen etwa durch Meditation sowie Aspekte der Schlafhygiene. Die von anderen Garmin-Modellen bekannte Body Battery liefert zusätzlich eine Einschätzung der aktuellen Energiereserven des Körpers.
Als sportlich orientierte Lifestyle-Smartwatch unterstützt die Venu 4 zudem Funktionen zur Frauengesundheit. Nutzerinnen können unter anderem physische Symptome, Stimmung, sexuelle Aktivität, Eisprung und Ausfluss dokumentieren. Der Funktionsumfang fällt umfangreich aus und eignet sich gut, um den eigenen Zyklus zu beobachten. In Kombination mit dem Lifestyle Logging lassen sich so auch stress- oder stoffwechselbedingte Veränderungen und Trends erkennen. Positiv fällt zudem die Möglichkeit auf, zu jedem Zyklustag eigene Notizen zu hinterlegen – etwa zur Dokumentation der Körpertemperatur im Rahmen der NFP-Methode.
Neben der kontinuierlichen Herzfrequenzmessung unterstützt die Venu 4 die Garmin-EKG-App. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren – in der Europäischen Union ist das Feature seit Längerem zertifiziert. Über Sensoren in der Uhr lässt sich innerhalb von 30 Sekunden ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, um den Sinusrhythmus zu prüfen und mögliche Hinweise auf Vorhofflimmern zu erkennen. Voraussetzung ist ein Software-Update sowie die einmalige Einrichtung der Funktion in der Garmin-Connect-App.
Im Test gelingt die Aufzeichnung zuverlässig: Nach dem Anlegen von Daumen und Zeigefinger an den Gehäuserand zeichnet die Uhr den Herzrhythmus auf, das Ergebnis lässt sich anschließend sowohl auf der Uhr als auch in der App einsehen und exportieren. Ein ärztliches EKG ersetzt die Funktion nicht, sie kann jedoch erste Hinweise auf Unregelmäßigkeiten liefern.
Für das Schlaftracking kombiniert Garmin bei der Venu 4 einen Sleep Score mit einem Schlafcoach. Die Uhr erkennt Schlafphasen und Nickerchen automatisch und erfasst neben der Herzfrequenz auch Hauttemperatur und Atemmuster, um die Schlafqualität zu bewerten. In der Praxis arbeitet das Tracking zuverlässig: Die Ergebnisse stimmen weitgehend mit dem subjektiven Empfinden überein, auch nächtliche Wachphasen erkennt die Uhr korrekt. Trotz ihres präsenten Gehäuses stört die Venu 4 beim Schlafen nicht.
Nutzer, die mit Garmin-Smartwatches vertraut sind, erleben bei den Zusatzfunktionen der Venu 4 kaum Überraschungen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Lifestyle-Features. So unterstützt die Uhr Garmin Pay und bietet einen integrierten Musikspeicher. Damit lassen sich Zahlungen direkt über die Smartwatch abwickeln – sofern die eigene Bank Garmin Pay unterstützt – und Musik auch ohne Smartphone hören. Nach der Einrichtung über die App funktionieren beide Funktionen im Test problemlos. Die Venu 4 unterstützt unter anderem Spotify und Deezer, sodass sich Inhalte direkt auf den internen Speicher der Uhr herunterladen lassen.
Zusätzlich integriert Garmin ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Die Venu 4 verarbeitet damit Sprachbefehle und eignet sich zum Annehmen und Führen von Telefonaten. Für Anrufe ist jedoch stets ein gekoppeltes Smartphone erforderlich, da die Uhr über keinen eSIM-Slot verfügt.
Garmin beziffert die Akkulaufzeit der 41-Millimeter-Variante der Venu 4 auf bis zu zehn Tage, bei dauerhaft aktiviertem Display auf rund drei Tage. Das 45-Millimeter-Modell bietet einen etwas größeren Akku und soll bis zu zwölf Tage durchhalten. Damit bewegt sich die Venu 4 auf dem Niveau des Vorgängers. Im Praxistest – mit drei Sporteinheiten pro Woche à jeweils rund 90 Minuten, davon zwei mit GPS, aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Display-Helligkeit – musste die Uhr nach neun Tagen wieder an die Steckdose gehen. Das ist ein solider, wenn auch kein herausragender Wert für eine Smartwatch.
Die Venu 4 ist in mehreren Farbvarianten sowie in zwei Gehäusegrößen mit 41 und 45 Millimetern erhältlich. Garmin ruft für das kleinere Modell eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von rund 550 Euro auf, die größere Variante liegt bei etwa 600 Euro. Damit positioniert sich die Venu 4 deutlich über der Venu 3 und kostet je nach Ausführung 80 bis 120 Euro mehr.
Zum Testzeitpunkt ist die Smartwatch im Handel allerdings bereits günstiger zu haben: Der Straßenpreis startet für die Venu 4S mit 41 mm (Damen) ab rund 429 Euro sowie für die Venu 4 mit 45 mm (Herren) ebenfalls ab 429 Euro.
Wer weiß, was er will, erhält mit der Garmin Venu 4 eine ausgezeichnete Smartwatch mit klarem Fokus auf Gesundheits-, Fitness- und Alltagsfunktionen. Bei den klassischen Smartwatch-Features bleibt im Vergleich zu Wear OS deutlich Luft nach oben: Die eingeschränkten Navigationsmöglichkeiten sowie der weitgehende Verzicht auf KI-Funktionen fallen negativ auf.
Demgegenüber steht eine umfangreiche Auswahl an Fitness- und Lifestyle-Tracking-Funktionen sowie eine lange Akkulaufzeit, die im Alltag einen spürbaren praktischen Nutzen bieten. Auch die EKG-Funktion erweist sich im Test als sinnvolle Ergänzung. Garmin Pay und der integrierte Musikspeicher vervollständigen das insgesamt stimmige, wenn auch hochpreisige Gesamtpaket.
Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.
Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.
Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin den Nachfolger der Vivoactive 5 auf den Markt – ein Mix aus einfacher Smartwatch, schlanker Sportuhr und edlem Fitnesstracker für preisbewusste Käufer. Neu sind unter anderem ein verbessertes GPS, mehr Speicher und ein schlafzyklusbasierter Wecker. Im Test prüfen wir, wie sich die GPS-Smartwatch im Vergleich zur Konkurrenz und zur Vorgängerin schlägt.
Garmin bleibt beim Design der Vivoactive 6 der Linie des Vorgängers treu: funktional, unauffällig, robust. Das Gehäuse ist minimal flacher, die obere Taste leicht überarbeitet – Gewicht und Display bleiben gleich.
Das Gehäuse besteht aus glasfaserverstärktem Polymer, die Lünette ist aus Aluminium gefertigt. Etwas schlicht wirkt das Silikonarmband mit Kunststoffschließe, lässt sich bei Bedarf aber problemlos tauschen. Das 1,2-Zoll-AMOLED-Display wird von Gorilla Glass 3 geschützt und übersteht im Test Stürze auf Steinboden sowie Kollisionen mit harten Gegenständen unbeschadet. Insgesamt hinterlässt die Verarbeitung einen überzeugenden Eindruck.
Auch die Bedienung gelingt im Test problemlos. Eingaben werden präzise erkannt, die Navigation läuft flüssig. Die Menüführung hat Garmin überarbeitet: Statt direkt in Aktivitäten zu springen, öffnet die Menütaste nun ein zentrales Menü mit Zugriff auf Training, Musik, Garmin Pay und mehr. Das neue Interface wirkt moderner und erleichtert die Orientierung – nach kurzer Eingewöhnung klappt die Bedienung reibungslos.
Die Ersteinrichtung der Vivoactive 6 läuft typisch für Garmin: App herunterladen, Uhr einschalten, per Bluetooth koppeln. Die Garmin-Connect-App führt anschließend kurz durch Funktionen und Bedienung. Zusätzliche Features wie Garmin Pay oder Musiksteuerung richtet man danach individuell ein.
Zur App selbst: Das zentrale Dashboard zeigt konfigurierbare Gesundheits- und Fitnessdaten wie Herzfrequenz, Schlaf, VO2max, Schritte oder Trainingsbelastung. In der Community ist die Bedienung umstritten – vorwiegend nach dem letzten Update, das nicht alle als Fortschritt sehen. Letztlich bleibt auch hier vieles eine Gewöhnungssache, wenngleich andere Hersteller wie Polar oder Huawei eine klarere Struktur bieten.
Auch wenn die Vivoactive 6 nicht den klaren Sportfokus einer Garmin Fenix 8 oder Forerunner 965 verfolgt, bietet sie viele der typischen Tracking-Funktionen. Neben zahlreichen Trainingsprofilen zeichnet die Uhr Werte wie Herzfrequenz, Schritte, Intensitätsminuten, Kalorien, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoffsättigung präzise auf. Die Genauigkeit reicht zwar nicht an medizinische Geräte heran, ist für den Alltag aber vollkommen ausreichend.
Besonders überzeugen die umfangreichen Trainingsfunktionen. Jedes Profil bietet spezifische Anzeigen – etwa Pace, Distanz und Puls beim Laufen oder Wiederholungen und Sätze beim Krafttraining. Datenseiten lassen sich individuell konfigurieren, direkt über das Display und ohne Umwege.
Für viele Sportarten gibt es zusätzliche Coaching-Funktionen. Läufer greifen auf Trainingspläne aus der Garmin-App zu, alternativ lassen sich eigene Einheiten aus über 1600 Fitnessübungen zusammenstellen oder direkt von der Uhr vorschlagen. Mobilitätstrainings stehen zum Download bereit, für Rollstuhlfahrende gibt es spezielle Workouts inklusive Schub- und Handbiking. Viele Übungen zeigt die Uhr sogar animiert an – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse.
Nach dem Training liefert die Uhr Analysen zur Belastung, dem Trainingsnutzen und der Erholungszeit. Mit dem bekannten Pace-Pro-Feature lassen sich Wettkampfstrategien basierend auf Zielzeit und Streckenprofil planen. Das klappt im Test gut, ersetzt aber keine durchdachte Trainingsplanung.
Zur Hardware: Die Vivoactive 6 nutzt einen optischen Pulssensor sowie integriertes GPS, das Glonass, Galileo, QZSS und Beidou unterstützt. Im Test arbeiten beide Sensoren zuverlässig. Die Pulsmessung bleibt auch bei Belastung stabil, wenn auch nicht auf Brustgurt-Niveau. Das GPS liefert exakte Daten – wie von Garmin gewohnt. Einschränkungen gibt es bei der Navigation: Abseits einer einfachen Breadcrumb-Führung fehlt eine echte Kartendarstellung. Diese bleibt höherpreisigen Modellen wie der Fenix 8 vorbehalten.
Beim Schlaf-Tracking bleibt die Vivoactive 6 größtenteils beim Bewährten. Die Uhr erfasst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Daraus berechnet sie die Schlafqualität, ergänzt durch Tipps eines integrierten Schlafcoachs zur Verbesserung der Schlafhygiene. Im Test stimmten die gemessenen Werte gut mit unserem subjektiven Eindruck überein.
Neu ist die smarte Weckfunktion: Sie weckt per Vibration bis zu 30 Minuten vor der eingestellten Zeit – abhängig von der aktuellen Schlafphase. So wird ein Aufwachen aus dem Tiefschlaf vermieden. In der Praxis funktioniert das zuverlässig und sorgt für ein deutlich angenehmeres Aufwachen.
Wie von Garmin gewohnt, bringt auch die Vivoactive 6 eine Reihe praktischer Zusatzfunktionen mit. Auf ein EKG oder Telefonie über Mikrofon – wie bei der Venu 3 – müssen Nutzer zwar verzichten, doch mit Garmin Pay und integriertem Musikspeicher ist die Uhr gut ausgestattet.
Statt 4 GB wie beim Vorgänger bietet die Vivoactive 6 nun 8 GB internen Speicher, nutzbar für Musik oder Apps. Songs lassen sich per USB direkt vom PC übertragen oder über Streamingdienste wie Spotify, Deezer und Amazon Music laden – inzwischen auch ohne Umweg über die Connect-IQ-App direkt auf der Uhr. Im Test funktionierte das schnell und problemlos – spürbar besser als noch bei der Vivoactive 5.
Garmin Pay läuft wie gewohnt: Code festlegen, Karte in Garmin Connect hinterlegen, fertig. Die Liste unterstützter Banken bleibt überschaubar, umfasst aber große Anbieter wie Commerzbank, Comdirect, Santander oder Revolut. Eine aktuelle Übersicht bietet Garmin online.
Garmin nennt für die Vivoactive 6 bis zu 11 Tage Laufzeit im Smartwatch-Modus ohne Always-On-Display und 17 bis 21 Stunden mit aktivem GPS. Im Test erreichten wir rund 8 Tage – bei drei rund 90-minütigen Sporteinheiten (davon zwei mit GPS), aktivem Schlaf-Tracking und deaktiviertem Always-On. Eine Stunde GPS verbrauchte im Schnitt etwa 6 Prozent Akku, was rund 16,5 Stunden GPS-Betrieb entspricht.
Auch wenn die Praxiswerte leicht unter den Herstellerangaben lagen, liefert die Vivoactive 6 solide Laufzeiten. Im Vergleich zu Modellen wie der Apple Watch schneidet sie deutlich besser ab.
Während Garmin mit Modellen wie der Fenix 8 oder Forerunner 965 vorrangig ambitionierte Sportler mit großem Budget anspricht, richtet sich die Vivoactive 6 an preisbewusste Nutzer, die eine solide GPS-Smartwatch mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Mit einer UVP von 330 Euro liegt sie im mittleren Preissegment. Die Uhr ist in den Farben Bone/Lunargold, Schwarz/Schiefergrau, Jaspisgrün und Pink Dawn erhältlich. Der Straßenpreis liegt je nach Farbvariante schon bei unter 300 Euro. Das beste Angebot liegt bei 278 Euro.
Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin eine Smartwatch mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt. Sie verbessert den Vorgänger in nahezu allen Punkten und ist den aktuellen Straßenpreis von rund 300 Euro wert.
Wer auf Kartenfunktionen und Telefonie verzichten kann, erhält eine vielseitige GPS-Uhr mit umfangreichen Trainingsfunktionen, solider Smartwatch-Ausstattung und langer Akkulaufzeit – in dieser Preisklasse kaum zu schlagen. Auch im Vergleich zur Apple Watch macht sie eine gute Figur.
Ob sich ein Umstieg von der Vivoactive 5 lohnt, hängt vom Bedarf ab. Die 6er punktet mit neuer Menüführung, mehr Speicher und smartem Wecker – der Vorgänger bleibt aber weiterhin eine gute Wahl.
Die Huawei Watch GT 5 Pro ist eine verbesserte Version der GT 5 mit EKG-Funktion und mehr. Ob sich der Aufpreis lohnt, zeigt unser Test der 42-mm-Variante für Damen.
Die Huawei Watch GT 5 Pro ist eine verbesserte Version der GT 5 mit EKG-Funktion und mehr. Ob sich der Aufpreis lohnt, zeigt unser Test der 42-mm-Variante für Damen.
Mit der Watch GT 5 hat der chinesische Hersteller Huawei eine neue Smartwatch vorgestellt, die mit einer langen Akkulaufzeit und einer ausgezeichneten Navigation überzeugen soll. Das Pro-Modell bietet zusätzlich ein EKG-Feature und erweiterte Trainingsfunktionen für Golf-Fans. Diese Extras gehen jedoch mit einem deutlichen Preisaufschlag einher.
Ob der höhere Preis der Huawei Watch GT 5 Pro in der Damenvariante im Vergleich zur Standardversion gerechtfertigt ist, wird in diesem Test überprüft. Im Fokus stehen dabei neben dem Design auch die Trainingsfunktionen, das EKG sowie die smarten Features der Uhr.
Das Design der Huawei Watch GT 5 Pro in der 42-mm-Variante unterscheidet sich deutlich von der Herren-Version mit 46 mm (Testbericht). Während letztere eher wuchtig wirkt, erscheint das Damenmodell schlanker und eleganter. Huawei setzt auf ein Gehäuse aus Keramik und Titan sowie eine drehbare Krone, die optisch an einen Kristall erinnert. Das Armband besteht aus Fluorelastomer, einem synthetischen Gummi auf Fluorkohlenstoffbasis, das für seine Widerstandsfähigkeit und Robustheit bekannt ist. Alternativ kann die Uhr für einen Aufpreis von 130 Euro auch mit einem Keramikarmband erworben werden.
Das 1,32 Zoll große AMOLED-Farbdisplay mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln ist identisch mit dem der normalen Watch GT 5 (Testbericht), obwohl das Gehäuse der Pro-Version einen um einen Millimeter größeren Durchmesser aufweist. Die Verarbeitung und Lesbarkeit der Watch GT 5 Pro hinterlassen einen hervorragenden Eindruck, das Display bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Allerdings wirkt das Keramikgehäuse aufgrund der glänzend weißen Oberfläche etwas gewöhnungsbedürftig, da es an günstiges Plastik erinnert – dies bleibt jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Die Watch GT 5 Pro bietet in beiden Größen eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM sowie eine Klassifizierung nach IP69K-Standard. Damit eignet sich das Damenmodell nicht nur zum Schwimmen, sondern auch zum Freitauchen bis zu einer Tiefe von 40 Metern.
Die Bedienung der Huawei Watch GT 5 Pro in der Damenversion entspricht der normalen Watch GT 5. Auch die Pro-Variante setzt auf eine Kombination aus einer Bedientaste, einer dreh- und drückbaren Krone sowie einem Touch-Display. Eingaben werden stets problemlos und ohne nennenswerte Verzögerungen erkannt, was einen positiven Eindruck hinterlässt. Auch bei feuchten oder verschwitzten Fingern bleibt die Bedienung der Uhr problemlos möglich.
Die zugehörige App sowie das Betriebssystem der Smartwatch sind ebenfalls identisch mit denen der normalen Watch GT 5, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. So müssen Android-Nutzer die Huawei Health App manuell über einen QR-Code herunterladen, da sie im Google Play Store nicht verfügbar ist. Zudem läuft die Uhr mit Huaweis eigenem Harmony OS, was die Auswahl an verfügbaren Apps einschränkt, die zusätzlich auf der Watch GT 5 Pro installiert werden können. Die Bedienung der App und des Betriebssystems erfolgt jedoch intuitiv und problemlos.
Wie bereits die normale Huawei Watch GT 5 bietet auch das Pro-Modell eine Auswahl von über 100 verschiedenen Trainingsprofilen sowie eine automatische Trainingserkennung. Letztere funktioniert in unserem Test zwar grundsätzlich gut, ist jedoch nicht immer ganz zuverlässig. Es empfiehlt sich, die Aufzeichnung stets nachzuprüfen oder das Feature, das eher als nettes Gimmick zu betrachten ist, komplett zu deaktivieren.
Auch in der Pro-Version bleiben der optische Pulssensor sowie das Höhenbarometer unverändert. Die Herzfrequenzmessung liefert präzise Werte, jedoch kann es bei stark schwankendem Puls zu minimalen Verzögerungen kommen, bis die Uhr den aktuellen Wert korrekt anzeigt. In der Praxis ist dieser Umstand jedoch tolerierbar.
Während die normale Watch GT 5 vorgefertigte Trainingspläne für Laufeinheiten bietet, aber auf zusätzliche Funktionen für Sportler verzichtet, stellt die GT 5 Pro einige interessante Extras zur Verfügung. So kann über die Huawei Health App eine vorgefertigte Route für Laufeinheiten importiert und vor Trainingsbeginn auf dem Display der Uhr angezeigt werden. Die Navigation während des Laufens funktioniert im Test problemlos.
Für Golfsportler bietet die Damenvariante der Watch GT 5 Pro umfassende Funktionen, darunter eine Vorschau von 15.000 Golfplätzen weltweit, einschließlich 3D-Ansicht und Daten zu Windverhältnissen sowie der Entfernung zum jeweiligen Loch. Zudem zeichnet die Uhr den Golfschwung auf, was eine messbare Analyse des Trainingserfolgs ermöglicht.
Mit einem Abonnement von Huawei Health+ können auf der Watch GT 5 Pro zudem Trainingspläne für Sportarten wie Krafttraining erstellt und an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.
Beim Schaf-Tracking unterscheidet sich die Watch GT 5 Pro nicht vom Standardmodell, deshalb gehen wir an dieser Stelle nur kurz darauf ein. Wir können mit der Uhr die einzelnen Schlafphasen aufzeichnen und außerdem die Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung und die Hauttemperatur überwachen lassen. Das klappt in unserem Test größtenteils gut, auch wenn die Uhr vereinzelte Wachphasen nicht registriert. Das Zyklustracking, das wir bereits bei der normalen Watch GT 5 gelobt haben, ist auch bei der Watch GT 5 Pro wieder mit an Bord und leistet einen guten Job.
Ein Alleinstellungsmerkmal der Watch GT 5 Pro sind aber erweiterte Gesundheitsfunktionen wie die Messung der arteriellen Steifigkeit und die Möglichkeit, ein EKG zu erstellen. Um die Herzfrequenz mit dem EKG zu messen, müssen wir lediglich 30 Sekunden den Finger auf die Elektrode am Gehäuse der Uhr legen. Die Messung erbringt im Test ein realistisches und genaues Ergebnis. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Features nicht um einen Ersatz für eine professionelle Messung beim Arzt, allerdings reichen die Daten aus, um langfristige Trends zu erkennen und ungewöhnliche Abweichungen zu registrieren.
Wie bereits bei der normalen Watch GT 5, bleibt auch die Watch GT 5 Pro in Bezug auf Zusatzfunktionen und smarte Features etwas zurück. Apps für Musikdienste wie Deezer oder Spotify auf der Uhr gibt es nicht. Auch auf Google Maps und Google Pay muss man verzichten. Als Alternative gibt es aber zum Navigieren immerhin Petal Maps von Huawei.
So bleibt bei der Watch GT 5 Pro alles wie bei der Standardversion der Huawei-Smartwatch. Petal Maps ermöglicht die Navigation über GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS sowie den Download von Offline-Karten für Trainingseinheiten im Freien. Wer Musik abspielen möchte, muss auf Huawei Music oder den integrierten Player zurückgreifen, einen eigenen Musikspeicher bietet die Uhr jedoch nicht.
Lautsprecher und Mikrofon ermöglichen Telefonate, solange die Uhr mit dem Smartphone gekoppelt ist. Das Betriebssystem Harmony OS sorgt für eine flüssige Bedienung. Im Gegensatz zur Damenvariante der Watch GT 5 verfügt die Pro-Version jedoch über eine integrierte Tastatur, mit der sowohl Textnachrichten als auch Sprachmitteilungen über das Display der Uhr eingegeben werden können. Eine Telefoniefunktion via Bluetooth ist ebenfalls vorhanden, sodass Anrufe über das integrierte Mikrofon entgegengenommen und beantwortet werden können.
Abgesehen davon bleibt die Pro-Version in dieser Hinsicht unverändert zur herkömmlichen Watch GT 5. Die ursprünglich für Dezember 2024 angekündigte Bezahlfunktion via NFC ist in Deutschland bisher nicht verfügbar, soll jedoch bald über das polnische System Quicko Wallet App integriert werden.
Die Akkulaufzeit der Watch GT 5 Pro in der Damenvariante liegt, wie bei der Watch GT 5, bei bis zu sieben Tagen. Damit hält die Smartwatch auf dem Papier nur halb so lange wie das Modell mit 46-mm-Display. Je nach Aktivierung der Always-On-Funktion variiert die Akkulaufzeit in der Praxis zwischen drei und sechs Tagen. Im Test haben wir die Uhr dauerhaft getragen und es wurden während der Laufzeit drei Sporteinheiten mit einer Dauer von jeweils anderthalb Stunden absolviert, darunter zwei Laufeinheiten mit GPS-Tracking.
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Huawei Watch GT 5 Pro mit 42-mm-Durchmesser liegt bei 449 Euro für das Modell mit Gummiarmband und 579 Euro für die Variante mit Keramikarmband. Damit ist die Uhr in der günstigeren Variante deutlich teurer als die normale Watch GT 5 und kostet mehr als das Herrenmodell.
Der Straßenpreis für die Huawei Watch GT 5 Pro in der 42-mm-Version mit Fluorelastomer-Armband liegt zum Testzeitpunkt bei knapp 302 Euro. Das Modell mit Keramik-Armband liegt bei üppigen 429 Euro.
Angesichts der Tatsache, dass die Damenversion über ein kleineres Display und eine geringere Akkulaufzeit verfügt, erscheint der Preisaufschlag für das Keramikgehäuse nicht gerechtfertigt. Auch der Aufpreis gegenüber der normalen Watch GT 5 fällt erheblich aus.
Die Damenversion der Huawei Watch GT 5 Pro zeigt in unserem Test ähnliche Schwächen wie die GT 5, möglicherweise sogar etwas stärker ausgeprägt: Das Design mit dem Keramikgehäuse bleibt Geschmackssache, zudem müssen Käufer bei der Akkulaufzeit Abstriche hinnehmen. Hinzu kommt, dass die 42-mm-Variante der Watch GT 5 Pro deutlich teurer ist als die Standardversion der GT 5 sowie die Herrenversion der Pro-Version.
Zudem sind, wie bereits bei der normalen Watch GT 5, einige Funktionen in Deutschland nach wie vor nicht verfügbar. Aufgrund der fehlenden Google-Unterstützung bei der App-Auswahl muss man mit entsprechenden Einschränkungen leben. Der optische Pulssensor, die hervorragende Routennavigation und das Zyklustracking stellen zwar überzeugende Kaufargumente dar, doch allein das EKG und die Golfplatz-Karten rechtfertigen nicht den erheblichen Aufpreis für die Pro-Version.
Stylish, elegant und sportlich – so bewirbt Garmin die Lily 2 Active. Wir haben die Smartwatch getestet und zeigen, ob sie ihr Geld wirklich wert ist.
Stylish, elegant und sportlich – so bewirbt Garmin die Lily 2 Active. Wir haben die Smartwatch getestet und zeigen, ob sie ihr Geld wirklich wert ist.
Garmin brachte vor einigen Jahren mit der Lily (Testbericht) eine Smartwatch mit Sportfunktionen auf den Markt – primär für eine weibliche Zielgruppe. Im Test überzeugte das Modell damals jedoch nur bedingt. Nun folgt mit der Lily 2 Active ein Nachfolger, der auf dem Papier vieles besser machen soll – inklusive optimierter Sensorik und mehr Funktionen.
Im Fokus des Tests stehen Verarbeitung, Funktionsumfang und der Spagat zwischen dezenter Eleganz und alltagstauglicher Sportlichkeit – stets unter dem Blickwinkel: bekommt man eine stilbewusste Smartwatch oder greift doch besser gleich zu einem anderen Garmin-Modell?
Wie schon beim Vorgänger setzt Garmin auch bei der Lily 2 Active auf dezente Eleganz. Mit einer Displaygröße von 25,4 × 21,3 mm und 240 × 201 Pixeln zählt die Uhr zu den kompaktesten Modellen im Garmin-Portfolio – ideal für schmale Handgelenke. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium, das Silikonarmband mit Kunststoffschließe wirkt hingegen weniger hochwertig. Optional bietet Garmin im hauseigenen Shop Wechselarmbänder aus Nylon oder Leder an, die den eleganten Anspruch besser einlösen.
Die Verarbeitung entspricht dem bekannten Garmin-Standard. Das Display ist durch Corning Gorilla Glass 3 vor Kratzern und Stößen geschützt, die Wasserdichtigkeit liegt bei 5 ATM – Schwimmen inklusive, passende Trainingsprofile sind vorhanden.
Auf ein AMOLED-Display verzichtet Garmin bewusst zugunsten der Akkulaufzeit. Stattdessen kommt ein Bildschirm mit 16 Graustufen zum Einsatz. Die Entscheidung zugunsten längerer Akkulaufzeiten ist angesichts der kompakten Bauweise nachvollziehbar.
Die Garmin Lily 2 Active setzt die Installation der Garmin-App voraus – ohne sie lässt sich die Smartwatch nicht nutzen. Nach dem Download aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store erfolgt die Kopplung über das Geräte-Menü unkompliziert. Anschließend führt die App kurz durch die Grundfunktionen der Uhr. Da die Garmin-App bereits in anderen Tests behandelt wurde, nur so viel: Der Aufbau ist Geschmackssache, die Startseite lässt sich individuell anpassen. Einzelne Funktionen sind zwar etwas tief in den Menüs versteckt, mit etwas Einarbeitung gelingt die Bedienung jedoch problemlos.
Auch die Handhabung der Smartwatch selbst überzeugt mit gewohnter Garmin-Qualität. Das versteckte Touch-Display, das per Antippen oder Handgelenkdrehung aktiviert wird, reagiert schnell und präzise. Die Helligkeit ist regulierbar, das Display bleibt selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Auch mit feuchten Fingern ist die Bedienung problemlos möglich. Zwei seitliche Tasten ergänzen die Steuerung und erleichtern die Navigation durch die Menüs.
Wie für eine smarte Sportuhr aus dem Hause Garmin üblich, zeichnet die Lily 2 Active Schritte, Intensitätsminuten und verbrauchte Kalorien automatisch auf. In der Praxis funktioniert das zuverlässig und ohne nennenswerte Abweichungen zum Kontrollgerät Garmin Fenix 7 (Testbericht). Für das Training stehen diverse Sportprofile bereit – darunter Klassiker wie Laufen, Radfahren und Schwimmen, aber auch Yoga, Krafttraining, Tennis oder Tanzen. Im Vergleich zu vollwertigen Garmin-Sportuhren fällt die Auswahl jedoch begrenzt aus: Ein Triathlon-Modus oder eine Multisport-Funktion fehlen komplett.
Auch bei der Datendarstellung während des Trainings zeigt sich die Uhr eher zurückhaltend. Beim Laufen werden Puls, Distanz, Dauer, Rundenzeit und Pace angezeigt – Funktionen wie Kartenansicht, VO2max, Belastungszonen oder Schrittfrequenz fehlen trotz integriertem GPS. Beim Krafttraining lassen sich Sätze und Wiederholungen manuell eintragen, Puls und Kalorienverbrauch werden protokolliert. Die übrigen Trainingsprofile liefern je nach Sportart nur Basiswerte wie Herzfrequenz, Dauer und Energieverbrauch.
Der optische Pulssensor liefert gewohnt solide Ergebnisse, zeigt bei intensiven Intervallen (HIIT) aber leichte Schwächen – hier empfiehlt sich ein externer Brustgurt. Funktionen wie Trainingspläne oder vorinstallierte Übungseinheiten sucht man vergeblich. Auch Demo-Animationen spezifischer Workouts fehlen. Hintergrund dürfte das bewusst einfache Display-Design sein.
Bei den Schlaf- und Gesundheitsfunktionen der Lily 2 Active gibt es für Garmin-Kenner keine großen Überraschungen. Die Uhr zeichnet kontinuierlich die Herzfrequenz auf und sammelt Daten zu Schlafphasen, Blutsauerstoffsättigung, Atmung und Herzfrequenzvariabilität (HRV). Die Messergebnisse wirken im Test plausibel und nachvollziehbar.
Zudem erkennt die Lily 2 Active zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten sowie nächtliche Wachphasen. Nach dem Aufwachen wird ein Sleep Score angezeigt, der die Erholungsqualität der Nacht bewertet. Gemeinsam mit der HRV ergibt sich ein solides Bild der nächtlichen Regeneration, das Garmin als sogenannte Body Battery zusammenfasst – ein Indikator dafür, wie viel Energie für Training und Alltag noch zur Verfügung steht. In der Praxis funktioniert das System ordentlich, sollte aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage für intensive Belastungen herangezogen werden. Eine hilfreiche Orientierung bietet es dennoch.
Optional lässt sich mit der Lily 2 Active auch ein sogenannter Health Snapshot erstellen. Dabei misst die Uhr über zwei Minuten hinweg die Herzfrequenzvariabilität in zwei Kategorien: SDRR (Standardabweichung der Zeit zwischen Herzschlägen) und RMSSD (Mittelwert der Differenzen zwischen normalen Herzschlägen). Daraus generiert sie einen Gesundheitsbericht, der sich etwa für ein Arztgespräch nutzen lässt.
Für Frauen bietet die Smartwatch außerdem die Möglichkeit, den Menstruationszyklus zu dokumentieren. In der App lassen sich Beginn und Dauer der Periode sowie psychische und körperliche Symptome—einschließlich Schleimkonsistenz—erfassen. Auf Basis vergangener Zyklen berechnet die App fruchtbare Phasen und den voraussichtlichen Beginn der nächsten Periode. Eine Temperaturerfassung zur Nutzung der NFP-Methode ist allerdings nicht vorgesehen.
Umfangreiche Zusatzfeatures bietet die Garmin Lily 2 Active abseits von Training und Gesundheit nicht. Es gibt weder integrierten Musikspeicher noch ein Mikrofon – freihändiges Telefonieren oder die Nutzung von Sprachassistenten sind damit also nicht möglich.
Unterstützt werden jedoch Garmins Unfallerkennung und Garmin Pay. Erkennt die Uhr etwa einen Sturz, sendet Garmin Connect den Nutzernamen und den aktuellen Standort per Live-Track an zuvor festgelegte Notfallkontakte. Voraussetzung dafür sind aktiviertes GPS-Tracking, eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone und ein vorhandener Mobilfunkempfang.
Garmin Pay ermöglicht kontaktloses Bezahlen – vorausgesetzt, die eigene Bank unterstützt das System. In Deutschland ist die Auswahl noch begrenzt, aber mit Commerzbank, Santander, Comdirect und der Sparda-Bank Baden-Württemberg sind inzwischen einige große Institute mit an Bord.
Die Akkulaufzeit der Garmin Lily 2 Active liegt laut Hersteller bei bis zu neun Tagen, ein beachtlicher Wert für eine Uhr dieser Größe. Der Vorgänger kam lediglich auf rund fünf Tage. Im Praxistest—bei voller Display-Helligkeit, aktivierten Benachrichtigungen und drei Sporteinheiten (davon zwei mit GPS)—hielt die Smartwatch eine Woche durch. Für diese Gerätekategorie ein sehr ordentlicher Wert.
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Garmin Lily 2 Active liegt zum Testzeitpunkt bei 350 Euro. Garmin bietet die Smartwatch in den Farben Silber, Lunargold und Jaspisgrün an. Wechselarmbänder aus Leder kosten 60 Euro, für Nylonvarianten werden 50 Euro fällig. Der Straßenpreis liegt bei rund 263 Euro – damit bewegt sich die Uhr auf einem ähnlichen Niveau wie die Polar Ignite 3 (Test bei Mac & i) oder die Google Pixel Watch 3 (Testbericht).
Bei der ersten Lily stellte sich im Test die Frage, welche Zielgruppe Garmin überhaupt im Blick hatte – denn das Modell verzichtete weitgehend auf typische Garmin-Stärken. Wie steht es nun um die Lily 2 Active? Die Antwort fällt gemischt aus.
Positiv fällt die deutlich verbesserte Akkulaufzeit auf. Auch Design, Herzfrequenzmessung und das integrierte GPS machen einen soliden Eindruck. Doch schließlich bleibt die Ausstattung hinter den Erwartungen zurück – vorwiegend angesichts des Preises.
Besonders enttäuschend ist der Verzicht auf ein AMOLED-Display. Zwar lässt sich das mit der Akkulaufzeit begründen, doch die pixelige Schwarz-Weiß-Anzeige wirkt altbacken und passt nicht zu einer Smartwatch in dieser Preisklasse. Auch das Fehlen von Funktionen wie Freisprecheinrichtung, Musikspeicher oder erweiterten Sportfeatures sorgt dafür, dass die Lily 2 Active—wie schon ihr Vorgänger—zwischen den Kategorien Sportuhr und Smartwatch festhängt.
Wer eine elegante und besonders kompakte Uhr mit Grundfunktionen und GPS für Frauen sucht, kann dennoch einen Blick riskieren. Ein echter Preis-Leistungs-Tipp ist die Lily 2 Active jedoch nicht.
Die Apple Watch 10 bietet ein schärferes Display mit besserer Lesbarkeit aus jedem Winkel – und das in einem flacheren, leichteren Gehäuse. Auch der Akku lädt jetzt schneller. Wie sich die Smartwatch in der Praxis schlägt, zeigen wir in diesem Test.
Die Apple Watch 10 bietet ein schärferes Display mit besserer Lesbarkeit aus jedem Winkel – und das in einem flacheren, leichteren Gehäuse. Auch der Akku lädt jetzt schneller. Wie sich die Smartwatch in der Praxis schlägt, zeigen wir in diesem Test.
Vor zehn Jahren erschien die erste Apple Watch. Vom Jubiläumsmodell hätte man also spektakuläre Neuerungen erwarten können. Davon kann bei der Apple Watch der 10. Generation nicht die Rede sein, aber das liegt vorwiegend daran, dass die letzten Generationen der Apple Watch bereits nur wenig Luft nach oben ließen.
Eine echte KI statt Siri wäre eine solche spektakuläre Neuerung gewesen, aber da muss man sich noch etwas gedulden. Zumindest in Europa. Dennoch ist die Apple Watch 10 wieder mal ein Meisterstück. Wir haben die Apple Watch 10 in der Variante mit 42-mm-Display und GPS getestet.
Die Apple Watch 10 verfügt über das größte Display, das es je gab. Apple bietet das diesjährige Modell mit 42 mm und 46 mm an, was jeweils ein Millimeter mehr ist als beim Vorgänger.
Trotz des größeren Displays ist die neue Apple Watch flacher und leichter als die Apple Watch 9 (Testbericht). Da es sich bei der Aluminiumvariante nur um einen Millimeter und etwa ein Gramm handelt, lässt sich das in der Praxis kaum wahrnehmen. Die neue Variante aus Titan liefert im Vergleich zu der Edelstahlvariante der Apple Watch 9 weit beeindruckendere Werte. Apple hat die Titanuhr robuster als den Vorgänger aus Edelstahl konstruiert und dabei dennoch 20 Prozent an Gewicht eingespart.
Das Aluminiumgehäuse gibt es dieses Jahr neu in schickem Diamantschwarz, und auch die Armbänder wurden an die neuen Gehäusefarben angepasst. Trotz der neuen Displaygröße sind die Armbänder der vorherigen Modelle aber kompatibel.
Apple setzt bei den Armbändern auf Nachhaltigkeit. Das Sport-Loop-Armband der getesteten Apple Watch ist zu 82 Prozent aus recycelten Garnen hergestellt. Es sitzt bequem, ohne dass der Verschluss auf der Unterseite stört.
Nicht nur in der Größe hat sich etwas getan, das Display hat zudem einen dünneren Rand, sodass insgesamt mehr Darstellungsfläche zur Verfügung steht. Außerdem ermöglicht das neue Display einen flexibleren Blickwinkel, es ist auch bei starker Neigung noch gut ablesbar. Das zeigte sich auch im Praxistest.
Vor allem im Vergleich zu einer älteren Apple Watch zeigt sich ein spürbarer Unterschied, für eine gute Lesbarkeit muss der Arm viel weniger zum Gesicht gedreht werden. Gerade in der Sonne profitiert man von der bis zu 40 Prozent höheren Helligkeit im Vergleich zur Apple Watch 9 bei schrägem Blickwinkel. Hier brilliert Apple wieder mit seiner hohen Qualität, ein Jahr zuvor unter gleichen Bedingungen getestete Fitbit war unter diesen Umständen gar nicht mehr abzulesen, während es für die Apple Watch eine Leichtigkeit zu sein scheint.
Die Gesamthelligkeit liegt nach wie vor bei 2000 Nits. Apple hat sie nicht weiter optimiert, das war aber offensichtlich auch nicht notwendig. Das Display der Apple Watch 10 hat zudem eine höhere Aktualisierungsrate und kann im Always-on-Modus nun sekündlich die Anzeige aktualisieren, ohne dabei mehr Strom zu verbrauchen.
Das neue Zifferblatt „Reflexionen“ hat einen funktionierenden Sekundenzeiger und gibt der Apple Watch besonders in Kombination mit dem neuen diamantschwarzen Aluminiumgehäuse eine tolle Eleganz.
Natürlich hat sich unter der Haube einiges getan: Der neue Apple S10 Chip macht die Apple Watch schneller als das Vorgängermodell, was sich besonders in der Kommunikation mit Siri spüren lässt. Der Speicher liegt nach wie vor bei 64 GB und damit auf dem Niveau der Apple Watch 9.
Nutzer kritisierten in der Vergangenheit oft, dass der integrierte Lautsprecher keine Medien direkt abspielt. Das hat Apple jetzt behoben und man kann Musik und Podcasts direkt auf der Uhr anhören. Ein ganzer Raum lässt sich damit natürlich nicht beschallen, aber diese neue Funktion kann sich im Alltag als praktisch erweisen, wenn man in eine Audiodatei hineinhören will, ohne das Telefon zur Hand zu haben. Auch die Qualität der Telefonate mit der Apple Watch ist dank Stimmisolation nun noch besser.
Spitzenreiter ist die Apple Watch bei der Sammlung und Auswertung von Gesundheitsdaten, und das nicht erst seit der Apple Watch 10. Sie verfügt über einen elektrischen und optischen Herzsensor, einen Temperatursensor und einen Beschleunigungs- sowie Gyro-Sensor. Damit misst die Apple Watch nicht nur die Herzfrequenz, sondern schreibt sogar ein EKG. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit beeindrucken hier besonders. Die FDA (die amerikanische Behörde für „Food and Drug Administration“) hat viele der Funktionen zugelassen, und klinische Studien haben sie bestätigt.
Neben dem EKG und der Herzfrequenzmessung bietet die Apple Watch eine Blutsauerstoffmessung, Schlaftracking, Sturzerkennung mit automatischem Notruf, Zyklustracking mit temperaturgestützter Vorhersage der fruchtbaren Tage und eine Lärmüberwachung. Neu dabei ist seit der Watch OS 11 eine Erkennung von Schlafapnoe, die seit dem Betriebssystemupdate auch auf der Apple Watch 9 zur Verfügung steht.
Im Praxistest sind alle Gesundheitsfunktionen einfach und ohne viel Aufwand nutzbar, selbst ein EKG ist in gerade mal 30 Sekunden geschrieben. Einmal in den Einstellungen aktiviert, arbeitet die Health App im Hintergrund und erfasst die Herzfrequenz und warnt bei ungewöhnlich hohen oder niedrigen Werten.
Die Apple Watch erfasst und analysiert automatisch Schlaf und Aktivität im Hintergrund. Außerdem misst sie den Blutsauerstoff und erfasst Atemaussetzer. In der Praxis ließ sich nur der Blutsauerstoffmesser der Apple Watch 10 gegen ein medizinisches Gerät testen. Im Vergleich zum verwendeten Pulsmesser für den Heimgebrauch lag der Blutsauerstoffwert bei der Apple Watch bei allen Tests einige Prozentpunkte darunter. Apple selbst gibt an, dass die Messung nicht für medizinische Zwecke bestimmt ist.
Dass die in den USA verkauften Apple Watches keine Blutsauerstoffmessung mehr anbieten, liegt allerdings an einem Patentstreit und nicht an der Funktion selbst. Studien haben gute Ergebnisse bei der Herzfrequenzmessung sowie dem EKG zur Erkennung von Vorhofflimmern erzielt.
Die Reaktionszeiten der Apple Watch sind durch den schnellen S10 Prozessor sehr kurz. Das Scrollen durch die Liste der Apps ist flüssig. Jede App öffnet sich ohne spürbare Verzögerung. Man bedient die Apple Watch mit zwei Tasten, wovon eine in der drehbaren Krone verbaut ist, und mit dem Touch-Display durch Wischen oder Tippen. Die Bedienung ist intuitiv.
Nicht nur bei der Erfassung von Gesundheitsdaten gehört die Apple zu den Spitzenreitern, auch bei der Trainingserfassung gehört sie zu den besten Smartwatches. In der Apple Watch 10 ist nun ein Sensor verbaut, der die Wassertiefe und die Wassertemperatur messen kann. Im Gegensatz zur Apple Watch Ultra zwar nur bis zu einer Tiefe von 6 Metern. Das reicht für Alltagssportler aber aus. Beckenschwimmen ist als weiteres Training seit Watch OS 11 mit dabei. Die integrierte Tiefe App hat eine hohe Lesbarkeit, damit man die Werte auch unter Wasser gut erfassen kann.
Das ist nicht nur für Taucher, sondern für viele Wassersportler ein echter Gewinn. Neu dabei ist auch eine Gezeiten-App, die für sieben Tage die Gezeitenvorhersage für Lieblingsorte oder nächstgelegene Strände anzeigt.
Außerhalb des Wassersports bringt die Apple Watch 10 keine Neuerungen mit. Muss sie auch nicht, denn das bisherige Angebot ist schon hervorragend. Es gibt 20 voreingestellte Trainings-Profile, inklusive der Option „Sonstiges“, die Nutzer für Sportarten verwenden können, die die Watch nicht als voreingestelltes Training anbietet. Der Trainingsmodus „Gehen“ zeichnet die zurückgelegte Strecke auf und auch wenn es das sehr präzise GPS nur mit der Apple Watch Ultra gibt, ist die Streckenaufzeichnung für Laien mehr als ausreichend. Im Praxistest zeigte sich kein Unterschied zum Tracking mit einfachen GPS-Geräten.
Der Akku ist einer der häufigsten Kritikpunkte der Apple Watch. In der Praxis zeigte sich aber, dass die Batterieleistung der Apple Watch 10 ausreichend ist. Trotz einer sechsstündigen Trainingsaufzeichnung inklusive GPS-Tracking war der Akku abends nicht leer. In Kombination mit der schnellen Aufladung reicht es also vollkommen aus, die Apple Watch einmal am Tag während einer Aktivität wie dem Duschen aufzuladen.
Ohne Trainingsaufzeichnung hielt der Akku bei alltäglicher Nutzung mit Always-on-Display 31 Stunden durch, ohne Always-on sogar 45 Stunden. Eine der größten Verbesserungen für den Alltag ist die optimierte Ladezeit. Die Apple Watch 10 braucht nur noch 30 Minuten, um den Akku auf 80 Prozent zu laden.
Die Variante in Aluminium kostet bei Apple in der 42-mm-Variante ohne Cellular derzeit 349 Euro, die 46-mm-Variante 370 Euro. Wenn die Apple Watch eine eigene Mobilfunkverbindung haben soll, kostet die Apple Watch mit 42 mm rund 435 Euro, die größere Ausgabe 415 Euro. Die Apple Watch mit Gehäuse aus Titan gibt es nur in der Variante mit Mobilfunk. Sie kostet mit 42 mm 562 Euro und mit 46 mm 521 Euro.
Die Apple Watch 10 ist eine der besten Smartwatches auf dem Markt. Auch wenn im Vergleich zum Vorgängermodell keine spektakulären Neuerungen integriert wurden, hat Apple seine Watch nochmals verbessert. Die sehr kurze Ladezeit entkräftet den Kritikpunkt des im Vergleich zu anderen Smartwatches eher schwachen Akkus ein wenig. Im Praxistest zeigt sich die Apple Watch 10 als zuverlässig, intuitiv bedienbar und durch die hohe Anpassbarkeit auch vielseitig im Stil.
Auch wenn sie im Vergleich zu anderen Smartwatches besonders bei den Gesundheitsdaten und der Trainingserfassung punktet, ist sie nicht nur für Menschen mit eingeschränkter Gesundheit oder besonders gesundheitsbewussten Menschen eine hervorragende Wahl. Ihre intuitive Bedienung und hohe Zuverlässigkeit machen sie zu einem guten Alltagsbegleiter für jedermann – sofern „jedermann“ ein iPhone besitzt, denn mit Android-Smartphones funktioniert die Apple Watch nach wie vor nicht.
Ein Neukauf mag sich für Besitzer einer Apple Watch 8 oder 9 nicht unbedingt lohnen, ein Upgrade von einer alten Apple Watch lohnt sich aber ebenso wie eine Erstanschaffung.
Mit noch besseren Sensoren und Gesundheits-Features weiß die Galaxy Watch 7 von Samsung wieder zu beeindrucken. Welche Schwächen geblieben sind, zeigt der Test.
Mit noch besseren Sensoren und Gesundheits-Features weiß die Galaxy Watch 7 von Samsung wieder zu beeindrucken. Welche Schwächen geblieben sind, zeigt der Test.
Mit der Galaxy Watch 7 zeigt Samsung, wie sich die Koreaner eine perfekte Smartwatch für Android-Handys vorstellen. Auf den ersten Blick scheint sich das neue Modell wenig vom Vorgänger zu unterscheiden. Eine Variante mit echter Lünette wie bei der Samsung Galaxy Watch 6 Classic gibt es dieses Jahr nicht.
Die Vorgänger überzeugten als starke Ergänzung zum Samsung-Smartphone mit bewährtem, rundem Design und als Gegenspieler zur eckigen Apple Watch in der Android-Welt. Zu den Stärken von Uhren mit Wear OS gehört die tiefe Integration mit Google-Diensten und dem Smartphone. Dafür schwächeln diese Smartwatches meistens bei der Akkulaufzeit, ähnlich wie bei Apple.
Bei der Galaxy Watch 7 kommt ein neuer Prozessor zum Einsatz, zudem sind die Sensoren noch präziser. Was das für den Alltag bedeutet und ob sich was bei der Akkulaufzeit getan hat, zeigt dieser Test.
Die Uhr ist nach IPX8 zertifiziert und bis 5 ATM (50 m Wassersäule) wasserdicht. Sowohl duschen als auch schwimmen sollten kein Problem sein mit der Watch 7, auch wenn sich solche Wasserdichtigkeit meist ausschließlich auf Süßwasser bezieht, also ohne Zusätze wie Duschgel oder Chlor im Schwimmbad. Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger wenig getan. Die Galaxy Watch 7 ist mit sportlich-minimalistischem Design und kreisrundem Display wieder sehr filigran, leicht und schick. Es gibt wieder zwei Tasten an der rechten Seite, eine Krone oder physische Lünette hingegen nicht.
Die Verarbeitung ist hervorragend, der komplette Korpus besteht jetzt aus Aluminium, womit die Uhr wie aus einem Guss erscheint. Allerdings wirkt das Gehäuse nicht sonderlich resistent gegenüber Kratzern. Dennoch ist die Uhr nach MIL-STD-810H-zertifiziert, was sie etwa robust gegenüber Vibrationen und extremen Temperaturen macht.
Sie trägt nicht dick auf und passt sowohl zu sportlichem als auch edlem Kleidungsstil. Im Zusammenspiel mit dem weichen Armband ist der Tragekomfort ausgesprochen hoch. Sowohl im Alltag als auch beim Sport oder im Schlaf ist die Uhr angenehm zu tragen. Die Uhr ist wieder in zwei Größen erhältlich: 40 mm und 44 mm.
Das OLED-Display mit 1,3 Zoll (Auflösung: 432 × 432 Pixel) bei der kleinen und 1,5 Zoll (Auflösung: 480 × 480 Pixel) bei der größeren Variante ist allererste Sahne. Für Schutz sorgt kratzfestes Saphirglas. Es gibt optional ein Always-on-Display, das die Uhrzeit permanent anzeigt. Allerdings verkürzt das die schon ohnehin knappe Akkulaufzeit nochmals.
Die Bildqualität ist hervorragend, zudem ist die Anzeige immer hell genug, um auch bei starkem Sonnenlicht ablesbar zu sein. Die maximale Helligkeit liegt laut Hersteller bei 2000 Nits – das ist eine Menge! Auf Wunsch passt sich der Bildschirm automatisch an das Umgebungslicht an.
An Bord ist der neue Prozessor Samsung Exynos W1000, der im 3-nm-Verfahren gefertigt ist. Damit läuft die Uhr äußerst geschmeidig und ohne Verzögerungen und Ruckler. Der Gerätespeicher ist jetzt mit 32 GB doppelt so groß bei 2 GB RAM. Ein interner Musikspeicher steht damit zur Verfügung, wenn man die Uhr ohne das Handy oder offline nutzen möchte. Die drahtlose Kommunikation erfolgt primär per Bluetooth 5.3 oder optional per WLAN (2 GHz und 5 GHz), es gibt zudem eine Variante mit LTE für die Nutzung einer eSIM, womit man vom Smartphone komplett unabhängig wäre.
NFC ist vorhanden, damit kann man die Uhr auch zum Bezahlen via Samsung Pay nutzen. Zur Standortbestimmung stehen GPS, Glonass, Beidou und Galileo zur Verfügung – man kann die Smartwatch also zum Laufen auch ohne das Smartphone verwenden. Die Genauigkeit hat hier aber noch Luft nach oben, solange keine eSIM für A-GPS zur Verfügung steht.
Voraussetzung für die Nutzung ist ein Android-Smartphone mit mindestens Android 11. iPhones sind inkompatibel. Das App-Angebot ist umfangreich, da der Google Play Store zur Verfügung steht und Wear OS die Nutzung von Google-Anwendungen wie Bixby, Smartthings, Samsung Pay und Google Maps sowie Spotify oder Komoot und viele weitere Apps ermöglicht. Allerdings können nur Samsung-Smartphones die Smartwatch vollständig nutzen, da Funktionen wie EKG, Blutdruckmessung und Herzrhythmusanalyse nur exklusiv auf Samsung-Smartphones über die App Samsung Health Monitor verfügbar sind.
Sehr umfangreich sind wieder die Sensoren. Die Uhr überwacht Schlaf, Zyklus, Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Blutdruck, Kalorienverbrauch und die Hauttemperatur und zählt Schritte sowie Schwimmzüge. Auch ein Höhenmesser und Luftdrucksensor sind integriert. Die Blutdruckmessung erfolgt nur optisch und steht ausschließlich Nutzern eines Samsung-Smartphones zur Verfügung. Hierzu muss man die Uhr mit einer Oberarmmanschette vorab kalibrieren. Die Messergebnisse sind danach aber überzeugend.
Wear OS sorgt dafür, dass die Uhr zahlreiche smarte Funktionen beherrscht und eng mit dem Smartphone verzahnt ist. Die Galaxy Watch 7 synchronisiert automatisch unterstützte Apps vom Smartphone sowie einige Einstellungen. Zum bequemen Beantworten von eingehenden SMS und Whatsapp-Nachrichten stehen eine QWERTZ-Tastatur sowie vorgefertigte Antworten bereit. Telefonieren mit der Uhr ist ebenfalls möglich. Einige Features von Galaxy AI sind vorhanden, aber bisher nicht die ganze Bandbreite.
Zur Kopplung der Uhr mit dem Smartphone dient die App Galaxy Wearable, die bei Samsung-Handys schon vorhanden ist. Für Nutzer eines Android-Handys anderer Hersteller muss zusätzlich das Galaxy-Watch-7-Plug-in installiert werden. Schlafanalysen findet man in der App Samsung Health, die ihr volles Potenzial (etwa EKG, Blutdruck) aber nur bei Samsung-Smartphones ausschöpft.
Der hohe Bedienkomfort der Galaxy-Watch-Serie bleibt auch beim neuen Modell erhalten. Die Smartwatch lässt sich intuitiv über den Touchscreen sowie zwei seitliche Tasten steuern. Wischbewegungen ermöglichen eine schnelle Navigation durch die klar strukturierten Menüs. Eine physische Lünette fehlt, es gibt aber eine digitale Variante. Ein Fingerwischen am Display-Rand scrollt durch Informationskacheln zu Gesundheitsdaten und allgemeinen Smartwatch-Infos. Ein haptisches Feedback bestätigt dabei jede Eingabe. Ferner kann man auch die Sprachassistenten Bixby oder Google Assistant nutzen.
Die obere Taste führt zum Startbildschirm zurück. Standardmäßig öffnet das doppelte Tippen die zuletzt genutzte App, man kann aber auch eine bestimmte Anwendung oder anderweitige Funktion für das doppelte Drücken dieser Taste festlegen. Längeres Halten starten den Samsung-Assistenten Bixby, hier kann man auch als Alternative den Google Assistant oder das Menü zum Ausschalten wählen. Die untere Taste dient als Zurück-Button. In den Einstellungen kann man den Knopf aber auch umstellen, damit er alle geöffneten Apps anzeigt.
Sehr erfreut waren wir über die genaue Messung des Pulssensors, der auch bei stark wechselnder Belastung gut mitkommt. Es finden sich zahlreiche Profile für die unterschiedlichsten Sportarten. Für unseren Geschmack geht hier Samsung sogar zu detailliert vor, so gibt es Profile für jede erdenkliche Übung im Fitness-Studio, dabei würde uns ein Profil für „Krafttraining“ reichen – das es aber nicht gibt. Mitunter fühlt man sich bei den Auswahlmöglichkeiten fast erschlagen.
Einwandfrei funktioniert die automatische Trainingserkennung, die etwa beim Radfahren schnell merkt, dass man auf einem Zweirad unterwegs ist und bei Pausen die Aufzeichnung auch automatisch wieder beendet. Sitzt man länger am Arbeitsplatz, ruft die Uhr den Träger spätestens nach einer Stunde dazu auf, sich zu bewegen.
Während des Trainings werden Daten wie Distanz, maximale Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch, maximaler Puls und Pulsverlauf angezeigt. Eine detaillierte Analyse gibt es in der App Samsung Health, wo auch Jogger vom „Laufcoach“ profitieren, der sie motiviert und bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützt. Zusätzlich misst die Uhr den Blutsauerstoffgehalt und das Stresslevel. Die „erweiterten Laufmetriken“ analysieren den Laufstil und bieten Optimierungsvorschläge basierend auf verschiedenen Parametern wie Kontaktzeit und Regelmäßigkeit.
Die Uhr kann aber mehr als nur Sport festhalten. Sie analysiert den Schlaf und gibt ihn recht zuverlässig eingeteilt in verschiedene Phasen wieder (leichter Schlaf, Tiefschlaf, REM, Wachphasen). Basierend auf der Schlafqualität und aller vorherigen Aktivitäten wertet die Uhr aus, wie es um das Energie-Niveau des Trägers bestimmt ist.
Neu und besonders spannend ist die Messung des AGEs-Index (Advanced Glycation End-products), der die Menge der Glykationsendprodukte im Körper bestimmt. AGEs entstehen, wenn Zucker sich an Proteine oder Fette bindet, was zu einer nicht enzymatischen Reaktion führt. Diese Verbindungen können sich im Gewebe ansammeln und sind mit verschiedenen altersbedingten und chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerativen Krankheiten verbunden.
Der AGEs-Index gibt Aufschluss über das Ausmaß dieser Verbindungen im Körper und kann als Indikator für das Risiko solcher Erkrankungen dienen. Je gesünder die möglichst zuckerarme Ernährung, desto besser der Index. Noch befindet sich die Funktion im Beta-Stadium, könnte aber eine Vorstufe für die spätere Messung von Blutzucker sein.
Die größte Schwachstelle der Galaxy Watch 7 bleibt die Akkulaufzeit. Höchstens zwei Tage, eher einen Tag, hält die Uhr durch. Trägt man diese auch im Schlaf und absolviert ein längeres Training, sind rund 24 Stunden das Maximum – ohne Always-on-Display.
Mit dem beigelegten Ladepad samt USB-C-Anschluss dauert ein Ladevorgang rund eine Stunde, was ziemlich lang ist, aber zum Ladetempo eines Samsung-Smartphones passt. Über andere Qi-Ladematten oder Smartphones kann man die Uhr nicht aufladen. Ein Netzteil fehlt, zudem benötigt man eines mit USB-C-Anschluss, was viele ältere Netzteile aus dem Spiel nimmt – schade.
Die UVP für die Galaxy Watch 7 mit 40 mm liegt bei stolzen 319 Euro. Das kleine Modell mir 40-mm vorwiegend für Damen oder Kinder kostet ohne Mobilfunkanbindung 139 Euro (Code: SANTA25-CU10), mit LTE sind es 162 Euro (Code: SANTA). Die größere 44-mm-Version für Herren liegt bei 169 Euro sowie mit LTE bei nur 175 Euro.
Die Samsung Galaxy Watch 7 gehört zu den besten Smartwatches mit Wear OS und bleibt die erste Wahl für Nutzer eines Galaxy-Smartphones. Große Neuerungen gibt es aber nicht, das neue Modell arbeitet jetzt flotter und misst den Puls noch präziser. Die Uhr bietet vielfältige smarte Features und eine gute Integration mit Android-Smartphone. Die spannendsten Features wie die Blutdruckmessung und das Erstellen eines 1-Kanal-EKGs bleiben aber weiterhin nur Samsung-Handys vorbehalten. Das können wir nur bedingt nachvollziehen und interpretieren es als bewusste Gängelung der Käufer, sich „gefälligst“ auch noch ein Samsung-Smartphone zuzulegen.
Damit bleibt die Galaxy Watch 7 das Gegenstück zur Apple Watch im Android-Kosmos. Wer ein Samsung-Smartphone nutzt und kein Problem damit hat, die Uhr jeden Abend mit dem Handy zu laden, kommt kaum an der Smartwatch vorbei. Für Nutzer anderer Android-Smartphones sind aber andere Optionen möglicherweise die bessere Wahl.
Die Vivomove Sport von Garmin will als Hybrid-Watch das Beste aus zwei Welten bieten und analoge Armbanduhr sowie Smartwatch in einem sein. Wie sich der Neuling im Garmin-Portfolio in der Praxis schlägt, klären wir in unserem Test.
Die Vivomove Sport von Garmin will als Hybrid-Watch das Beste aus zwei Welten bieten und analoge Armbanduhr sowie Smartwatch in einem sein. Wie sich der Neuling im Garmin-Portfolio in der Praxis schlägt, klären wir in unserem Test.
Analog und smart in einem: Das bietet Garmin seit Neuestem mit der Vivomove Sport an, die ein analoges Ziffernblatt mit einem Touch-Display kombiniert. Ob die Uhr mit normalen Smartwatches mithalten kann, was die smarten Funktionen im Einzelnen taugen und für wen sich diese Uhr lohnt, haben wir in unserem Test geprüft.
Garmin sieht die Vivomove Sport als Hybrid-Smartwatch mit traditionellem Design, das vor allem Liebhaber analoger Armbanduhren ansprechen soll. Dementsprechend schlicht fällt auch die Optik der Uhr aus. Es gibt keinerlei Knöpfe an den Seiten, die Bedienung erfolgt ausschließlich über das Touch-Display. Die analogen Uhrzeiger werden automatisch mit der Garmin Connect App synchronisiert, damit sie die korrekte Uhrzeit anzeigen.
Weil der Durchmesser der Uhr in etwa mit dem der Garmin Forerunner 245 vergleichbar ist, kommt die Vivomove Sport sowohl an schmalen als auch breiteren Handgelenken zur Geltung. Leider hat Garmin bei der Vivomove Sport auf ein Kunststoffgehäuse gesetzt, was den ansonsten wertigen Business-Look der Uhr ein wenig schmälert. Insbesondere in den Farben Mint und Mokka wirkt die Vivomove Sport eher billig und kann sich einer gewissen Plastik-Optik nicht verwehren. Käufer sollten deshalb darüber nachdenken, ein passendes Lederarmband nachzukaufen, um das Design etwas aufzuwerten.
Die Bedienbarkeit der Uhr konnte uns demgegenüber schon eher überzeugen, auch wenn wir im Test ein paar kleinere Ungenauigkeiten festgestellt haben. Im unteren Bereich des Displays befindet sich eine Anzeige, über die wir das Menü und die weiteren Funktionen der Vivomove Sport aufrufen können. Das Menü bedienen wir über den Touchscreen per Gestensteuerung. Das funktioniert in den meisten Fällen auch recht gut, allerdings registriert die Uhr einzelne Angaben nicht ganz genau, sodass wir statt eines Untermenüs die Zurück-Taste erwischen und wieder neu navigieren müssen. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und etwas Übung konnten wir dieses Problem aber schnell lösen.
Die Einrichtung der Vivomove Sport funktioniert wie bei allen anderen Smartwatches von Garmin: Ein Download der App reicht aus, damit wir die Uhr in wenigen Schritten per Bluetooth mit unserem Smartphone koppeln können. Das läuft erwartungsgemäß ohne Probleme und absolut intuitiv. Wer schon einmal eine Garmin-Uhr benutzt hat, findet sich hier schnell zurecht, aber auch Neueinsteiger stoßen hier auf keine Hindernisse. Wer möchte, kann sich danach noch über ein rudimentäres Tutorial mit den wichtigsten Funktionen der Uhr vertraut machen.
Daten, die die Vivomove Sport aufzeichnet, werden in der Garmin Connect App übersichtlich aufbereitet. Verbrannte Kalorien, zurückgelegte Schritte, Schlaf und mehr finden hier Platz. Außerdem dürfen wir einstellen, welche Benachrichtigungen wir auf unserer Uhr erhalten möchten.
Weil es sich bei der Vivomove Sport um eine Hybrid-Smartwatch handelt, verfügt die Uhr zwar über diverse Tracking-Funktionen für alltägliche Aktivitäten, allerdings ist die Anzeige auf dem Display stark reduziert. Anders als bei herkömmlichen Smartwatches und Fitnesstrackern zeigt das Display nur einzelne Informationen an – welche das sind, können wir über die App bestimmen. Die Vivomove Sport zeichnet konkret zurückgelegte Schritte, die Herzfrequenz, die Blutsauerstoffsättigung und den Stresslevel auf. Außerdem berechnet sie anhand der Aktivitäten eines Tages und des Schlafverhaltens den aktuellen Energielevel.
Wer möchte, kann außerdem aufgenommene Flüssigkeiten tracken und die Atemfrequenz aufzeichnen. Um zu entspannen, bietet die Uhr die typische Atemübungsfunktion aktueller Garmin-Uhren an, die aber eher ein nettes Gimmick als eine echte Hilfe zur Entspannung darstellt. Das Tracking von Flüssigkeitsaufnahme und Energielevel sowie Blutsauerstoffsättigung kann demgegenüber aber dabei helfen, bestimmte langfristige Trends zu erkennen und negative oder positive Einflüsse auf die eigene Gesundheit zu analysieren. Deshalb empfinden wir diese Funktionen als nützlich, auch wenn sie kein Alleinstellungsmerkmal der Vivomove Sport darstellen.
Was sich beim Aktivitätstracking bereits angedeutet hat, gilt auch und vor allem für das sportliche Training mit der Vivomove Sport. Denn obwohl die Uhr den Begriff Sport im Namen trägt, müssen gerade Sportler ein paar Abstriche im Vergleich zu anderen Garmin-Modellen machen. Zwar gibt es verschiedene Trainingsprofile für Laufen, Radfahren, Wandern, Schwimmen, Yoga und mehr, aber die Anzeige während des Trainings fällt sehr spartanisch aus. Vorinstallierte Trainingseinheiten gibt es übrigens nicht, auch die Trainingsplan-Funktion der Garmin-Connect-App ist nicht mit der Vivomove Sport kompatibel.
Trotzdem leistet die Hybrid-Smartwatch zumindest eine solide Analyse unserer Trainingseinheiten: Herzfrequenz, VO2-Max, Blutsauerstoffsättigung und zurückgelegte Strecke misst die Uhr zuverlässig. Beim Krafttraining, das als separates Trainingsprofil enthalten ist, zeigt die Vivomove Sport aber ähnliche Schwächen wie andere Smartwatches, die den Puls über einen Sensor am Handgelenk messen: Die Uhr kommt mit schnellen Wechseln der Herzfrequenz nicht gut zurecht und misst den Puls bei derartigen Sporteinheiten recht ungenau.
Dazu kommt, dass die Bedienung des Touch-Displays beim Training ziemlich fummelig ausfällt. Die kleine Fläche erfordert eine hohe Präzision bei der Bedienung. Sind die Finger noch dazu feucht oder schmutzig, ist ein Navigieren durch die Menüs praktisch unmöglich – für uns ein K.-o.-Kriterium bei ernsthaften Lauftrainings. Wer also über gelegentliche Laufrunden oder Radtouren hinausgeht und eine Uhr sucht, mit der sich das eigene Training vernünftig und umfangreich analysieren lässt, sollte lieber eine echte Sportuhr anstelle der Vivomove Sport nutzen.
Gegenüber anderen Garmin-Modellen ist die Funktionalität begrenzt. Wichtige Zusatzfunktionen wie eine Musiksteuerung, Connected GPS, smarte Benachrichtigungen und eine Wetteranzeige sind aber mit an Bord und funktionieren absolut einwandfrei.
Die Benachrichtigungsfunktion lässt sich über die Garmin-Connect-App konfigurieren. Im entsprechenden Menü können wir genau festlegen, welche App uns Benachrichtigungen auf unsere Garmin-Uhr senden darf. Entsprechende Nachrichten wie E-Mails, Whatsapp-Messages oder andere App-Meldungen erscheinen dann im Display der Vivomove Sport. Weil die Anzeige aber deutlich kleiner ausfällt als bei herkömmlichen Smartwatches, müssen Nutzer hier ein paar Abstriche bei der Lesbarkeit der Nachrichten machen. Trotzdem empfanden wir die Darstellung noch als ausreichend.
Die übrigen Funktionen der Vivomove Sport gehören bei Garmin mittlerweile zum Standard: Musiksteuerung, Livetrack und die Möglichkeit, spezielle Gesundheitswerte für Frauen (etwa den eigenen Zyklus) aufzuzeichnen, funktionierten in unserem Test erwartungsgemäß und ließen keinen Raum für Kritik.
Wie es bei Garmin-Uhren üblich ist, hat auch die Vivomove Sport eine Funktion zur Aufzeichnung des Schlafverhaltens mit an Bord. Die arbeitet mithilfe der Messung von Herzfrequenz, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Auf Basis dieser Daten errechnet die Uhr dann die Body Battery (sprich: den Energiezustand des Körpers) und gibt die einzelnen Schlafphasen an. Dementsprechend gibt es in der App dann konkrete Empfehlungen, ob wir an einem bestimmten Tag besonderen Wert auf Entspannung legen sollten, um unsere Energiereserven wieder aufzufüllen.
Unsere Empfehlung in Bezug auf das Schlaftracking bei der Vivomove Sport gleicht unserem Fazit für alle Garmin-Uhren und vergleichbare Smartwatches: Die ausgegebenen Daten erlauben über einen längeren Zeitraum gewisse Rückschlüsse zur eigenen Schlafhygiene. Allerdings kann die Analyse selbstverständlich nicht mit der Untersuchung in einem Schlaflabor mithalten. Man sollte sich also nicht ausschließlich auf die Werte der Vivomove Sport verlassen, auch wenn diese eine gute Orientierung für einen langfristigen Trend bieten und dadurch Ungereimtheiten aufzeigen können.
Die Akkulaufzeit der Garmin Vivomove Sport liegt bei fünf Tagen. Damit liegt die Hybrid-Watch eher im unteren Mittelfeld – ein enttäuschendes Ergebnis in Anbetracht der Tatsache, dass Garmin schon länger Uhren im Portfolio hat, die deutlich länger durchhalten. Insbesondere für eine Uhr, die die Vorzüge eines analogen Modells bieten will, empfinden wir das als eine zu geringe Laufzeit.
Garmin kann sich hier auch nicht mit eventuellen Zusatzfeatures herausreden, die die Akkulaufzeit verringern. Denn es gibt eigentlich nichts, was einen hohen Energiebedarf rechtfertigen würde. Immerhin konnten wir Garmins Angaben zur Akkulaufzeit in unserem Test bestätigen.
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Garmin Vivomove Sport liegt bei 180 Euro für alle drei Farbvarianten (Mint, Mokka und Schwarz). Wer möchte, kann zu Preisen ab 30 Euro verschiedene Wechselarmbänder erwerben (die Ledervarianten kosten 60 Euro).
Die Garmin Vivomove Sport hat uns im Test etwas ratlos zurückgelassen. Denn eigentlich liefert Garmin mit dieser Hybrid-Smartwatch zu dem aufgerufenen Preis ein ordentliches Produkt ab. Aber wir sind uns nicht ganz sicher, wer eigentlich die Zielgruppe für diese Uhr sein soll, die unserer Meinung nach weder Fisch noch Fleisch ist.
Optisch macht die Vivomove Sport einfach zu wenig her, als dass sie wirklich als stylishes Modeaccessoire durchgehen könnte – auch wenn sich über Geschmack ja streiten lässt. Bei den Smartwatch-Funktionen kann sie aber ebenfalls nicht mit anderen Garmin-Modellen mithalten und platziert sich dementsprechend ein wenig zwischen den Stühlen. Wer mit dem Design der Uhr und ihren sonstigen kleinen Schwächen leben kann und explizit eine Hybrid-Smartwatch sucht, kann sich die Vivomove Sport aber zumindest einmal näher anschauen.
Hama bietet mit der Smartwatch 7000 eine Sportuhr an, die mit einem eleganten Design zum kleinen Preis überzeugen soll. Ob die Smartwatch eine günstige Alternative zur Huawei Watch GT 5 sein kann, klären wir im Test.
Hama bietet mit der Smartwatch 7000 eine Sportuhr an, die mit einem eleganten Design zum kleinen Preis überzeugen soll. Ob die Smartwatch eine günstige Alternative zur Huawei Watch GT 5 sein kann, klären wir im Test.
Günstig, aber trotzdem elegant – unter diesem Motto hat Hama die Smartwatch 7000 auf den Markt gebracht. Für rund 69 Euro sollen Käufer eine smarte Armbanduhr bekommen, die nicht nur schick aussieht, sondern auch unter der Haube neben diversen Sportfunktionen Gesundheits-Tracking und eine Telefonfunktion.
Dabei richtet sich die Hama Smartwatch 7000 optisch explizit an Frauen und ähnelt beim Design der Huawei Watch GT 5 mit 41 mm (Testbericht). Wir haben uns die Hama-Uhr im Test genauer angeschaut und verraten, ob die günstige Smartwatch ihr Geld wert ist.
Hama hat mit der Smartwatch 7000 explizit eine weibliche Zielgruppe im Fokus. Das 1,32-Zoll große AMOLED-Display ist in einem goldfarbenen Gehäuse eingefasst, an dem sich zwei blau-goldene Bedientasten befinden. Das weiße Armband besteht aus Silikon und verfügt über eine vergoldete Metallschnalle. Die Optik der Uhr wirkt insgesamt allerdings eher gewollt als gekonnt elegant. Insgesamt sieht das Design nicht direkt billig aus, einen Preis für edlen Chic bekommt die Smartwatch aber auch nicht. Das Aussehen der Smartwatch 7000 ist letztlich Geschmackssache, geht aber für den Preis absolut in Ordnung.
Demgegenüber kann die Verarbeitung der Hama-Uhr überzeugen. Das Armband macht einen robusten Eindruck und auch das Gehäuse, das auf den ersten Blick eher empfindlich wirkt, übersteht Stöße und Stürze aus einer Höhe von 1,5 Metern auf Steinboden ohne Probleme.
Das AMOLED-Farbdisplay gehört mittlerweile zum Standard bei den meisten Smartwatches und punktet im Test mit einer hohen Helligkeit (in fünf Stufen regelbar) und einer verzögerungsfreien Reaktion auf Touch- und Tasteneingaben. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich das Display gut ablesen. Laut Herstellerangaben ist die Uhr übrigens nach IP68 zertifiziert und bis zu 3 ATM wasserdicht. Man könnte die Smartwatch 7000 also auch unter der Dusche oder beim Schwimmen tragen.
Um den vollen Funktionsumfang der Hama Smartwatch 7000 nutzen zu können, muss man auf dem Smartphone die Hama-Fit-Move-App installieren. Die App findet man kostenlos im Google Play Store oder im Apple App Store. Beim Einrichten bittet die App darum, ein Konto anzulegen. Das ist hilfreich, wenn man Daten auf ein neues Gerät übertragen möchte. Damit bleiben die Daten auch bei Gerätewechsel oder App-Neuinstallation erhalten. Die App kann aber auch ohne Account verwendet werden, wobei alle Daten lokal gespeichert werden.
Wie bei den meisten anderen Smartwatch-Apps benötigt man auch für Hama Fit Move einen eigenen Account. Leider fehlt hier die Möglichkeit, ein bereits bestehendes Google-Konto oder vergleichbare Optionen zu nutzen. Stattdessen muss man umständlich E-Mail-Adresse und Passwort vergeben sowie einen Verifizierungscode eintippen, den die App zuschickt. Das geht auch einfacher.
Ansonsten unterscheidet sich die App praktisch nicht viel von der Huawei Health App. Der Aufbau ähnelt dem chinesischen Pendant in vielen Details, und selbst die Anzeige mit den Ringen zu Aktivität, Training und Bewegungszeit ist gleich. Allerdings wirkt die Software in Teilen nicht ganz so optimiert, wie es bei Huawei der Fall ist. Beispielsweise werden die Beschreibungen der Kacheln im Hauptbildschirm teils seltsam getrennt, sodass beim Wort „Umgebungsschallpegel“ etwa der letzte Buchstabe in eine neue Zeile rutscht. Vereinzelt finden sich auch einige ungelenke Übersetzungen in der App, wie der „Zifferblatt-Markt“ oder die „Periodenverfolgung“. Das sind zwar keine echten Fehler, etwas merkwürdig lesen sich die Beschreibungen dann aber schon. Ansonsten funktioniert die App aber problemlos und überzeugt mit einer guten Übersichtlichkeit.
Die Hama Smartwatch 7000 selbst lässt bei der Bedienbarkeit grundsätzlich keine Wünsche offen. Der Bildschirm reagiert zuverlässig auf unsere Eingaben und erkennt auch dann noch Touch-Gesten, wenn unsere Finger feucht oder verschwitzt sind. Das Betriebssystem der Uhr funktioniert wie schon bei der App weitestgehend genauso wie bei Huawei-Smartwatches, weshalb man sich recht schnell zurechtfinden sollte. Hama setzt auf die üblichen Touch- und Wischgesten in Kombination mit den beiden Buttons an der Gehäuseseite, sodass man zügig durch die übersichtlichen Menüs navigiert.
Obwohl Hama die Smartwatch 7000 explizit mit smarten Funktionen wie Telefonie, Sprachassistenz und Musiksteuerung bewirbt, hat die Uhr auf dem Papier auch für Sportler eine ganze Menge zu bieten. Wir können aus 110 verschiedenen Sportarten wählen, um Trainingseinheiten aufzuzeichnen, darunter Laufen, Gehen, Radfahren und Schwimmen, Kraftsport, aber auch verschiedene Ball- und Randsportarten.
Je nach gewählter Sportart zeigt die Uhr zusätzliche Informationen wie Lauftempo, Schritte und aerobische Belastung an. Beim Laufen spricht die Uhr über „rollendes Tempo“ und meint damit die rollende Pace, also das Tempo des letzten Kilometers. Daneben gibt es noch „Echtzeittempo“ und „durchschnittliches Tempo“. Die meisten Sportprofile müssen ohnehin mit einer reduzierten Datenanzeige auskommen und geben lediglich Informationen über Puls und Trainingsdauer an.
Zusätzlich verfügt die Hama Smartwatch 7000 über eine automatische Trainingserkennung für Gehen, Laufen, Rudern und den Crosstrainer. Dieses Feature lässt sich für jede der genannten Sportarten separat aktivieren. Im Test funktioniert die Erkennung allerdings nur mittelmäßig. Laufeinheiten erkennt die Uhr recht zuverlässig, aber nicht durchgehend, beim Gehen klappt es hingegen gut. Mit dem Rudern hat die Smartwatch am meisten Probleme.
Ordentlich, aber nicht perfekt, arbeitet derweil der Herzfrequenzsensor. Im Ruhezustand weicht der gemessene Puls regelmäßig drei bis fünf Schläge von der Messung des Kontrollgeräts ab, bei lockeren Laufeinheiten im Grundlagenausdauerbereich kommt es zwischendurch gelegentlich zu Differenzen im Bereich von bis zu zehn Schlägen.
Wirklich ungenau werden die Messungen allerdings bei HIIT-Einheiten oder Krafttraining. Hier leidet die Uhr unter dem typischen Problem vieler günstiger Smartwatches: Ein schwankender Puls stellt den optischen Sensor vor Probleme. Die Uhr kommt dann bei der Pulsmessung einfach nicht schnell genug hinterher, sodass entsprechende Ungenauigkeiten im Bereich von bis zu 70 Schlägen (zum Beispiel 105 statt 161 BPM) auftreten, und das auch über mehrere Minuten. Für das gelegentliche Tracking von moderaten Sporteinheiten reicht die Hama Smartwatch 7000 aber aus.
Ein nettes Extra für Laufanfänger sind die sogenannten „Laufkurse“, deren Bezeichnung allerdings etwas in die Irre führt. Es handelt sich hierbei nämlich nicht um echte Trainingspläne, sondern nur um eine Sammlung von sechs verschiedenen Lauf-Workouts. Die wiederum sind nach Schwierigkeitsgrad geordnet und dauern zwischen 5 und 29 Minuten.
Leider verfügt die Hama Smartwatch 7000 über kein eigenes GPS-Modul, sodass wir für eine Aufzeichnung von Lauf- und Radstrecken zusätzlich eine Verbindung mit dem Smartphone herstellen müssen. Das ist etwas schade, denn die Konkurrenz zeigt, dass ein GPS-Feature auch im Preissegment unter 100 Euro möglich ist.
Die Hama Smartwatch 7000 setzt beim Schlaf-Tracking auf die üblichen Standard-Features: Neben Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt zeichnet die Uhr die einzelnen Schlafphasen sowie unsere Atmung auf und bewertet unsere Schlafqualität auf einer Skala von 1 bis 100. Dabei erkennt sie die Schlafdauer zuverlässig, registriert aber andere Schlafphasen als unser Kontrollgerät Garmin Fenix 7 (Testbericht). Inwiefern die Messungen korrekt sind, können wir nicht abschließend beurteilen, aber die Bewertung des Schlafs entspricht unserem subjektiven Empfinden.
Neben dem reinen Schlaf-Tracking verfügt die Smartwatch 7000 noch über eine zusätzliche Gesundheitsfunktion, nämlich das Perioden-Tracking. Dieses Feature beschränkt sich aber darauf, dass wir das Datum der vergangenen Periode, die Zyklusdauer und die Periodendauer angeben können. Anhand dieser Daten berechnet die Uhr dann den zu erwartenden Termin von Eisprung, Menstruation und Ovaluationstagen. Weil die App keine Möglichkeit bietet, zusätzliche Informationen wie Menstruationssymptome, Körpertemperatur oder Zervixschleim anzugeben, hat das Feature allerdings fast keinen praktischen Nutzen.
Die Auswahl an Zusatz-Features bei der Hama Smartwatch 7000 ist ziemlich begrenzt. Immerhin kann man sie zum Freisprechen mit dem Smartphone verwenden. Wir haben also die Möglichkeit, etwa Telefonanrufe direkt über die Smartwatch zu starten oder entgegenzunehmen und über das integrierte Mikrofon mit Gesprächspartnern zu kommunizieren. Das funktioniert in der Praxis auch tadellos. Allerdings verfügt die Uhr über keinen SIM-Slot, sodass zum Telefonieren immer auch das Smartphone benötigt wird.
Die Uhr verfügt ansonsten weder über einen integrierten Musikspeicher noch über eine Bezahlfunktion. Das integrierte Mikrofon erfüllt neben der Telefonie übrigens noch eine weitere Funktion. Man könnte nämlich über die Smartwatch auch Siri oder Google Assistent aktivieren. Je nachdem, welches Betriebssystem man auf eurem Smartphone verwendet, steuert die Uhr über das Sprachassistenz-Feature den jeweiligen KI-Helfer an. Auch das klappt in unserem Test ohne Probleme.
Laut Hama beträgt die Akkulaufzeit der Smartwatch 7000 sechs bis acht Tage, je nach Nutzungsszenario. Das vollständige Aufladen dauert 2,5 Stunden. Im Test haben wir die Uhr mit drei anderthalbstündigen Workouts (davon zwei Laufeinheiten und eine Krafteinheit) bei voller Helligkeit und aktivierten Benachrichtigungen getestet. Dabei hielt die Smartwatch knapp sieben Tage durch – ein Wert, der für eine Uhr dieser Preiskategorie absolut in Ordnung geht und die Huawei Watch GT 5 deutlich übertrifft.
Hama verkauft die Smartwatch 7000 zum Preis von 89 Euro. Die Uhr ist ausschließlich mit goldfarbenem Gehäuse und weißem Silikonarmband erhältlich, andere Modellvarianten gibt es nicht. Der Straßenpreis liegt bei knapp 69 Euro, je nach Anbieter. Damit gehört die Smartwatch zu den günstigsten Uhren mit Telefonfunktion am Markt.
Hama hat mit der Smartwatch 7000 eine Smartwatch auf den Markt gebracht, die in einigen Bereichen punkten kann, dafür in anderer Hinsicht aber eher wie gewollt und nicht gekonnt wirkt. Was uns definitiv überzeugt hat, sind das Display, die Telefonfunktion und die Akkulaufzeit. Der optische Sensor und die Übersetzung der Menüs schneiden aber weniger gut ab. Außerdem vermissen wir ein umfangreicheres Zyklus-Tracking und ein GPS-Modul.
Insgesamt ist die Hama Smartwatch 7000 damit keine schlechte Uhr, aber die Konkurrenz hat teilweise einfach die Nase vorn. Wer allerdings eine günstige Smartwatch mit Freisprechfunktion sucht und sich an den Mankos der Hama nicht stört, kann hier zugreifen.
Die Pixel Watch 3 punktet mit hellerer Anzeige, längerer Akkulaufzeit und mehr Fitness-Funktionen als beim Vorgänger. Dank zweier Größen passt sie jetzt auch an kräftigere Handgelenke.
Die Pixel Watch 3 punktet mit hellerer Anzeige, längerer Akkulaufzeit und mehr Fitness-Funktionen als beim Vorgänger. Dank zweier Größen passt sie jetzt auch an kräftigere Handgelenke.
Der Wear-OS-Primus aus dem Hause Google wird in Generation 3 endlich größer, die Pixel Watch 3 bringt das lange erwartete 45-mm-Upgrade für kräftige Handgelenke. Weiterhin hat der Hersteller bei Display und Akkulaufzeit nachgelegt. Für den Fitness-Part ist weiterhin Fitbit verantwortlich. Das Design belässt Google zum dritten Mal bei der runden Glaskuppel und einer drehbaren Krone zur Bedienung.
Der Vorgänger konnte im Unterschied zur ersten Iteration der Pixel Watch erstmals überzeugen, war endlich frei von Rucklern und Softwarefehlern. Seitdem hat Google sein Smartwatch-Betriebssystem Wear OS immer wieder mit neuen Funktionen bedacht – nach Jahren der Brache auf diesem Feld. So will der Android-Entwickler das System als ernst zu nehmenden Konkurrenten zu Apples Uhren und Watch OS etablieren. Die Stärke des Google-Systems liegt in der tiefen Integration der Google-Dienste. Gemein mit Apple haben die Wear-OS-Uhren die vergleichsweise geringe Akkulaufzeit von meist weniger als zwei Tagen.
Genau hier setzt die Google Pixel Watch 3 an und verspricht bessere Akkulaufzeiten. Wie gut das gelungen ist und was sich noch getan hat, zeigt sich im Testbericht.
Wie schon der Vorgänger ist auch die Pixel Watch 3 nach IPX8 zertifiziert und bis 5 ATM (50 Meter Wassersäule) wasserdicht. Entsprechend unproblematisch sollte es sein, mit der Uhr schwimmen oder duschen zu gehen. Grundsätzlich beziehen sich derartige Angaben aber ausschließlich auf Süßwasser, das also frei von Zusätzen wie Chlor oder Duschgel ist. Demnach ist auch ein Bad im Meer nicht durch die Zertifizierung abgedeckt.
Auch die Google Pixel Watch 3 kommt im ikonisch runden Design mit Glaskuppel aus Gorilla-Glas 5. Das wirkt edel und schick und hebt sich angenehm extravagant von der Konkurrenz ab. Das Material ist auf diese Weise aber deutlich stärker Umwelteinflüssen ausgesetzt und damit anfällig für Kratzer. Nach einigen Wochen der Benutzung haben wir aber bisher Glück gehabt und keine Schrammen ins Glas gehackt. Beim Vorgänger war das anders, nach wenigen Wochen war bereits eine Macke in der Kuppel. Die Seiten bestehen wie letztes Jahr aus Aluminium, in unserem Fall in Silber. Es gibt aber auch matt-schwarz sowie Hazel.
Zur Bedienung gibt es wieder die Kombination aus drehbarer Krone und Druckknopf. Seitlich finden sich sonst noch eine Öffnung für das Mikrofon sowie der Spalt für den Lautsprecher. Highlight bei Generation 3 ist, dass es nun zwei Größen – 41 mm und 45 mm – gibt. Nebeneinander gelegt wirkt der kleine Vorgänger wie eine Spielzeuguhr.
Das OLED-Display, von Google Actua genannt, hat ebenfalls eine Schippe zugelegt. Es liefert jetzt statt 1000 Nits bis zu 2000 Nits Helligkeit, ist also gerade bei Sonneneinstrahlung abermals deutlich besser ablesbar. Wie hell es wird, kann man manuell einstellen oder der Automatik abhängig von der Lichteinstrahlung überlassen. Zudem spendiert Google mit dem Generationssprung jetzt eine variable Bildwiederholrate zwischen einem und 60 Hz. Auch die Größe variiert, je nach Ausführung ist der Bildschirm entweder 1,2 Zoll oder 1,45 Zoll groß. Die Auflösung liegt beim kleinen Modell etwas höher (408 × 408 Pixel) gegenüber dem Vorgänger (384 × 384 Pixel). Die 45 mm große Ausführung bietet 456 × 456 Pixel auf. Das entspricht in beiden Fällen etwa 320 ppi (Pixel pro Zoll).
Wie es sich für eine moderne Smartwatch gehört, gibt es auch hier ein optionales Always-on-Display für die dauerhafte Anzeige der Uhrzeit.
Aufseiten der Ausstattung findet sich mehr Evolution als Revolution. Der Prozessor kommt wieder von Qualcomm mit dem Snapdragon W5 Gen 1 – hier hat sich nichts getan. Dennoch läuft die Uhr ausgesprochen flüssig, Ruckler stellen wir keine fest. Das liegt gewiss auch am für Smartwatches üppigen RAM von 2 GB – für PC-gewohnte Nutzer klingt das vielleicht nicht nach viel, reicht aber für die Ansprüche von Uhren dicke aus. Dazu gesellen sich 32 GB an Systemspeicher, was das ausgiebige Herunterladen von Apps und Musik über die klassischen Streaming-Dienste erlaubt.
Weiterhin verfügt die Uhr über WLAN, das nun vom stark überholten Wi-Fi-4-Standard immerhin auf Wi-Fi 6 gehoben wurde – das ist weiterhin nicht auf dem neuesten Stand, aber deutlich besser als beim Vorgänger. Bluetooth macht den Sprung von Version 5.0 auf 5.3, NFC steht für kontaktloses Bezahlen per Google Wallet wieder bereit. Hinzugekommen ist noch UWB (Ultrabreitband). Das kommt bei der Pixel Watch 3 bisher ausschließlich dann zum Einsatz, wenn man die ausgeschaltete Uhr über Google Find my Device suchen möchte. So kann man auch bei leerem Akku seine Smartwatch finden.
Die Positionsbestimmung für Navigation und mehr findet über GPS, Galileo, Beidou, Glonass oder QZSS statt. Bei den Sensoren finden sich neben den üblichen Verdächtigen auch wieder ein Blutsauerstoff-Sensor (SpO2), optischer Herzfrequenzsensor. Zudem gibt es wieder den Schweißsensor oder genauer gesagt einen elektrischen Sensor zur Messung der Hautleitfähigkeit (cEDA), der über den Schweiß Körperreaktionen, wie Stress, erkennen soll. Auch ein Hauttemperatur-Sensor ist an Bord, genauso wie Sensor zur EKG-Messung.
Nach dem Einschalten taucht bei unserem Google-Pixel-Smartphone direkt ein Pop-up-Fenster von Androids Fast-Pair-Funktion auf, über welches wir die Uhr direkt vom Homescreen aus mit dem Handy koppeln können. Die Anweisungen leiten einen Schritt für Schritt durch die Funktionen und Berechtigungsabfragen. Die wichtigsten Einrichtungsprozesse übernimmt nach wenigen Klicks dann die App Google Pixel Watch. Diese verbindet man dann mit dem Google-Account und wird zum Schluss gebeten, die Fitness-Funktionen mit der Fitbit-App zu aktivieren. Nach wie vor ist das als viel Hin und Her. Dass zur Einrichtung zwei Apps erforderlich sind, wirkt womöglich etwas verwirrend. Doch damit nicht genug, denn Google führt zusätzlich die Google-Fit-App fort, die ebenso für Fitness- und Gesundheitsdaten zuständig ist: Etwas mehr Kongruenz wäre hier angenehm. Immerhin tauschen sich die Apps durch Googles neue App-Schnittstelle Health Connect nun untereinander aus, durch Fitbit aufgezeichnete Schritte sind so auch in Google Fit sichtbar.
Die Bedienung der Pixel Watch 3 erfolgt zumeist direkt über das OLED-Touch-Display, ansonsten über die haptische Krone und den darüber liegenden Druckknopf. Wie auch schon in vorherigen Generationen ist dieser nicht unkompliziert zu bedienen, seine Positionierung macht ihn etwas schwer erreichbar. Im Alltag benötigen wir ihn aber auch nur selten, da er vorwiegend für die Auslösung des Google Assistant verantwortlich ist sowie zum Abruf der zuletzt genutzten Apps.
Viel lieber rufen wir gleich alle Apps über einen einfachen Druck auf die Krone ab. Hier kann man dann mit dem Finger oder durch Drehen der Krone scrollen, wobei man inzwischen unter Wear OS 5 zwischen einer Symbol- oder Listenansicht wählen kann. Erstere erinnert stark an Apples Umsetzung unter Watch OS.
Alle Eingaben per Krone werden durch ein angenehmes haptisches Vibrationsfeedback bestätigt. Google hat hier abermals einen verbesserten Motor eingesetzt, der deutlich feiner und angenehmer wirkt. Das merken wir auch bei Benachrichtigungen, Anrufen oder Weckern. Gleiches gilt für den Lautsprecher, der in der vorherigen Generation einen kleinen Rückschritt hinnehmen musste. Nun klingt er recht sauber für einen so kleinen Speaker. Außer telefonieren oder dem etwas übersteuert klingenden Google Assistant zuhören, kann man darüber aber noch immer nichts wiedergeben. Google sorgt dafür, dass alle lokalen Wiedergaben direkt in die Bluetooth-Einstellungen umgeleitet werden, man wird gebeten, seine Kopfhörer oder Lautsprecher-Box zu verbinden.
Die Nutzeroberfläche der Uhr zeichnet sich Wear-OS-typisch durch die flexibel anpassbaren Kacheln aus, die es für verschiedene Anwendungen gibt. Dazu zählen etwa Trainingsprogramme, Schlaferfassung, Wecker und Wetter. Das Ziffernblatt kann man einfach durch längeren Druck auf den Homescreen wechseln, wobei man nicht nur auf die bereits üppige Vorauswahl von Google beschränkt ist. Über den Playstore kann man sowohl von der Uhr als auch vom Smartphone aus Ziffernblätter nachinstallieren. Je nach Auswahl kann man hier mehr oder weniger sogenannte Komplikationen ausfüllen, also die Infofelder für etwa Schritte, Herzfrequenz oder Ähnliches auf dem Homescreen.
Neu ist die Google-Rekorder-App, die Transkripte von Sprachnotizen erstellt. Damit gibt es nun auch für Wear OS endlich eine vernünftige Aufnahme-App, die wir bereits von den Pixel-Smartphones kennen. Dort ist Google in den vergangenen Jahren nicht müde geworden, nachzubessern und bietet indessen sogar die ersten integrierten KI-Lösungen dafür. Weiterhin neu ist das tägliche Morgenbriefing, das Informationen zu Schlafdaten, Wetter und Terminen liefert.
Fitnesstechnisch hat Google ebenfalls den Funktionsumfang ausgebaut und Fitbit tief integriert, wodurch umfassende Gesundheits- und Aktivitätsdaten zur Verfügung stehen. Die Pixel Watch 3 misst Herzfrequenz, EKG, Schritte, Hauttemperatur und Schlafphasen und kann über einen Workout-Builder bei der Trainingsplanung helfen. Während die Sportfunktionen stark auf Laufen ausgerichtet sind, ermöglicht die Kalibrierung in den ersten Tagen eine langfristige Überwachung der Fitness.
Weiterhin gibt es wieder den Hautreaktionssensor, der durch Schweißanalyse die Emotionslage analysieren möchte. Fällt der Pixel Watch eine Veränderung auf, bekommt man eine Benachrichtigung, dass die Uhr etwa Stress erkannt hat. Hier kann man wie bei einem Tagebuch seine aktuelle Stimmungslage eintragen und sich so seinen Körperreaktionen bewusst werden. Die Uhr lernt dabei dazu.
Das Schlaftracking hat Google ebenfalls aufgebohrt: Nicht nur wird das eigene Schlaf-Verhalten nun in sogenannten Schlaftieren zusammengefasst, sondern auch Bewegung und Hautreaktionen werden nun berücksichtigt. Eine größere Rolle spielt dabei auch der Tagesform-Index, der sich etwa aus Schlafqualität, letztem Training und Ruhefrequenz zusammensetzt. Das Schlaftracking erfolgt ausführlich in den Schlafphasen REM, Tiefschlaf, Leichtschlaf und wachen Phasen.
Google erklärt in der Fitbit-App noch detaillierter, welche Funktionen welchen Nutzen haben. Das ist sinnvoll, um Neubesitzer informativ abzuholen, aber auch um bei neuen Features direkt zu erklären, wozu sie sinnvoll sind. Wesentlich prominenter hebt sich das Feature Cardio-Belastung hervor, das ein tägliches Belastungsziel für Aktivitäten vorgibt. Erfüllt oder übererfüllt man es, gibt es Lob von der App – wer zu viel macht, wird aber freundlich hingewiesen, sich nicht zu überlasten. Das Ziel gibt man bei der Ersteinrichtung der App selbst vor.
Während eines Trainings, das die Pixel Watch seit diesem Jahr auch selbstständig erkennen und aufzeichnen kann, sieht man beim Laufen etwa Trainingszeit, Herzfrequenz sowie Distanz und Schritte. Wählt man hingegen einen Modus, wie Crosstrainer, aus, gibt es Informationen zu verbrauchten Kalorien, Herzfrequenz und Zonenminuten – Fitbits Erfassung der Zeit, bei der Herz durch Aktivitäten besonders schnell schlägt. Die Auswahl der Modi ist wie von Fitbit gewohnt sehr vielseitig. Die Erfassung gelingt im Test gut und ist eine kontinuierliche Fortsetzung der angemessenen Qualität der vorherigen Google- und Fitbit-Uhren.
Ein Kritikpunkt bleibt das kostenpflichtige Fitbit-Abo, das für alle erweiterten Funktionen benötigt wird. Immerhin spendiert Google auch in der dritten Generation für sechs Monate das Abo zu jeder gekauften Uhr.
Die Akkulaufzeit kann sich bei der Pixel Watch 3 erstmals sehen lassen und erreicht für Wear OS respektable zweieinhalb Tage im Test. Dabei nutzen wir die Uhr mit mittlerer Helligkeit, deaktiviertem Always-On-Display, aktiven Benachrichtigungen, Schlaftracking und Wecker. Weiterhin bezahlen wir regelmäßig per Google Wallet und sehen über den Tag verteilt viel auf die Uhr. Mit Always-on-Display schrumpft die Laufzeit, so ist der zweite Tag nur mit Ach und Krach zu überstehen.
Vergleichbar mit dem Vorgänger sind diese Akkulaufzeiten aber leider nicht. Denn bei unserem Testgerät handelt es sich ja um das 45-mm-Modell, das einen Akku mit 420 mAh besitzt. Der Vorgänger wartet hier nur mit 306 mAh auf, hat aber ein kleineres Display. Um nachvollziehen zu können, ob Googles Software- und Hardware-Kniffe einen spürbaren Unterschied machen, müssten wir die Pixel Watch 2 aber mit der kleinen Pixel Watch 3 vergleichen, die mit 307 mAh nur minimal zugelegt hat. Geschickt bekommen haben wir aber nur die größere, eine Anfrage nach der kleinen Uhr konnte uns Google nicht erfüllen. Insofern können wir nur die allein durch den größeren Akku erwartbar längere Akkulaufzeit beschreiben.
Geladen wird wieder mit dem aus Generation 2 bekannten magnetischen Ladepad mit vier Kontakt-Pins. Dabei ist auch das 45-mm-Modell mit dem Lader kompatibel, es gibt nur eine Größe.
Der Pixel Watch 3 liegt wieder ein Sport-Armband in zwei Größen bei, das aus Fluorelastomer besteht, ähnlich zu Silikon. Den Verschlussmechanismus hat Google beibehalten, die Kompatibilität zu bisherigen Armbändern ist also gewährleistet – sofern man die Watch 3 in Klein kauft. Da es bisher noch kein 45-mm-Modell gab, kann man die alten Bänder dafür allerdings nicht mehr verwenden und muss neue kaufen. Google bietet in seinem Shop verschiedene Materialien und Designs, die allesamt aber eines sind: teuer. So kostet bereits das beiliegende Sportarmband knapp 50 Euro, Gliederarmbänder liegen sogar jenseits von 150 Euro.
Für unseren Test haben wir daher einen Blick auf Amazon geworfen und ein paar günstigere Alternativen bestellt, darunter ein schwarzes Milanaise-Armband, ein silbernes Gliederarmband sowie ein elastisches, gewebtes Stoff-Armband in Schwarz. Das Milanaise-Armband von Pacebid überzeugt bei der Verarbeitungsqualität, auch wenn die schwarze Lackierung sich nach einiger Nutzungszeit etwas abnutzen dürfte. Dafür ist es mit 14 Euro aber auch entsprechend günstig im Vergleich zur über 100 Euro teuren Herstellervariante.
Auch das silberne Gliederarmband aus Stainless Steel von Miimal wirkt ordentlich verarbeitet. Im Lieferumfang liegen mehrere Pins zum Herausstoßen der Haltestifte bei, wodurch man einzelne Glieder herausnehmen kann. So kann man das Armband an das eigene Armgelenk anpassen. Der Preis von 19 Euro ist ein Bruchteil des originalen Armbands.
Mit dem elastischen 41-mm-Stoffarmband von Pacebid hatten wir in der Vergangenheit Probleme. Die grundsätzliche Verarbeitung des Stoffs ist absolut tadellos, allerdings gibt es Probleme mit der Befestigung an der Uhr. Bereits bei minimalem Zug auf dem Armband löste es sich auf einer Seite aus der Uhr. So fällt die Pixel Watch im Zweifel einfach zu Boden – keine Eigenschaft, die ein Armband haben sollte. Mit 13 Euro ist es recht günstig und die Farbauswahl ist vielseitig. Weiterhin gefällt uns das Material des Armbands, das durch die Maschen auch viel Luft ans Handgelenk lässt. Mit den Mängeln bei der Arretierung ist es aber leider nicht zu empfehlen, hier muss der Hersteller an der Produktionsqualität nachbessern.
Die 41-mm-Variante hat eine stolze UVP von 399 Euro, das Modell in 45 mm liegt bei einer UVP von 449 Euro. Das ist deutlich teurer als die Galaxy Watch 7 von Samsung. Mit Wi-Fi kostet die Watch 3 in 41 mm rund 231 Euro. MIT LTE startet sie bei 264 Euro. Das Modell in 45 mm kostet als Wi-Fi-Version 251 Euro, in der LTE-Ausführung sind es 348 Euro.
Die Pixel Watch 3 von Google zeigt mit einem helleren, etwas größeren Display und einer verlängerten Akkulaufzeit gezielte Verbesserungen gegenüber den Vorgängermodellen. Für Besitzer der Pixel Watch 2 ist der Zugewinn eher gering, doch für Android-Nutzer, die eine Smartwatch neu kaufen möchten, ist sie eine hervorragende Wahl. Einen wesentlichen Vorteil bietet nur das Upgrade auf die neue 45-mm-Variante für alle, denen die 41 mm des Vorgängers zu klein waren. Zudem hat Google im Detail an der Akkulaufzeit geschraubt, die Verbesserungen sind spürbar, rechtfertigen aber nicht allein einen Neukauf.
Insgesamt bietet Googles neue Uhr starke Alltagsfunktionen und zusätzliche Fitness-Features, wodurch sie auch im Vergleich zur Konkurrenz gut abschneidet – ein Vorteil, da das Angebot an Alternativen nach dem Rückzug der Fossil-Gruppe geschrumpft ist.
Auch die Kollegen vom c't Magazin haben die Google-Smartwatch getestet, deren ausführlicher Testbericht findet sich hier: Google Pixel Watch 3 im Test.
Die Garmin Venu geht als erschwingliche Sportuhr in die dritte Runde, kostet aber mehr als das Vorgängermodell. Rechtfertigen die Features den Preis?
Die Garmin Venu geht als erschwingliche Sportuhr in die dritte Runde, kostet aber mehr als das Vorgängermodell. Rechtfertigen die Features den Preis?
Garmin spendiert eine Neuauflage der beliebten Venu 2 (Testbericht). Mit der Garmin Venu 3 möchte der Hersteller explizit Hobby-Athleten ansprechen, die neben Trainingseinheiten im Alltag vor allem auch ihre Gesundheit überwachen und auf nützliche smarte Features nicht verzichten wollen. Wir haben das Modell im Test gründlich unter die Lupe genommen und zeigen in diesem Test, ob die Venu 3 ihr Geld wert ist.
Update: Wir haben die Garmin Venu 3 erstmalig im November 2023 getestet. Garmin hat zum 15. Januar 2025 die EKG-Funktion der Uhr für die Europäische Union per App-Update freigeschaltet. Deswegen haben wir uns die Venu 3 nochmals abgesehen und den Test aktualisiert.
Wie schon bei der Venu 2 setzt Garmin auch bei der Venu 3 auf ein betont schlichtes und elegantes Design. Die Smartwatch soll weniger als wuchtige Outdoor-Uhr, sondern vielmehr als schickes Business-Accessoire daherkommen. Dementsprechend schlank und unauffällig ist das Gehäuse gestaltet, wobei die drei Bedienknöpfe der Uhr kaum aus der Lünette hervorstehen und damit praktisch unsichtbar bleiben. Garmin bietet die Uhr mit zwei unterschiedlichen Gehäusegrößen (Venu 3S: 41 mm und Venu 3: 45 mm) an, sodass die Venu 3 sowohl als schmalen als auch kräftigen Handgelenken gut zur Geltung kommt.
Bei der Bedienbarkeit haben wir nichts zu meckern, denn hier liefert Garmin gewohnte Qualität ab. Wie schon beim Vorgänger setzt der Hersteller auf das robuste Gorilla Glass 3 für das AMOLED-Display, das auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleibt. Wer möchte, kann das Display wahlweise auf Always-on einstellen, was dann aber – ähnlich wie die anpassbare Helligkeitsstufe – zulasten der Akkulaufzeit geht. Die Bedientasten sind stets gut erreichbar und wer sich mit Garmin-Uhren auskennt, findet sich mit deren Funktionsweise schnell zurecht, auch wenn die Venu 3 über eine zusätzliche Taste im Vergleich zur Venu 2 verfügt.
Zur App und der Einrichtung der Venu 3 müssen wir an dieser Stelle wohl nicht mehr allzu viele Worte verlieren, denn hier bleibt Garmin dem eigenen Standard treu. Wir installieren die App Garmin Connect auf dem Smartphone und verbinden via Bluetooth die Venu 3 mit der App. Das Ganze dauert nur wenige Minuten.
Anschließend erklärt uns die App die Bedienung der Uhr und führt uns durch die Einrichtung der wichtigsten Features. Diese Einrichtung lässt sich auf Wunsch aber auch überspringen und zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Die App selbst bereitet dann alle von der Uhr aufgezeichneten Daten zur Aktivität, zum Training, zur Gesundheit und zum Schlaf in gesonderten Menüs auf. Welche Menüs die App auf der Startseite anzeigen soll, können wir dabei selbst bestimmen. Ein Klick auf die jeweilige Kachel öffnet dann eine Detailansicht der jeweiligen Daten.
Die Venu 3 misst sowohl Gesundheits- als auch Aktivitätsdaten. Dazu zählen neben Standards wie Schritten, Kalorienverbrauch und hochgestiegenen Stockwerken auch eine Analyse des Stresslevels, der Herzfrequenzvariabilität, der Atmung und der Blutsauerstoffsättigung im Blut. Alle diese Werte sind standardmäßig bei Garmin-Uhren in den Messdaten enthalten und werden erwartungsgemäß zuverlässig aufgezeichnet. Zusätzlich haben Nutzer die Möglichkeit, einen Health Snapshot zu erstellen. Auch dieses Feature kennen wir bereits von anderen Garmin-Modellen: Innerhalb von zwei Minuten zeichnet die Uhr verschiedene Gesundheitsstatistiken auf, die wir dann als Bericht mit unserem Arzt teilen können.
Ergänzend dazu bietet die Venu 3 weitere Garmin-typische Features wie Atemübungsaktivitäten und geführte Meditationen. Letztere gibt es in drei geführten Varianten. Zusätzlich können wir benutzerdefinierte Meditationen erstellen. Bei den geführten Meditationen sind neben einer Stretching-Variante auch Fokus- und Mantra-Meditationen enthalten. Alle geführten Meditationen stehen aber nur in englischer Sprache zur Verfügung. Zudem empfanden wir die Stimme als eher wenig entspannend, aber das ist Geschmackssache. Unser Fazit: Die Meditations-App der Venu 3 ist maximal ein nettes Gimmick. Mit Marktführern wie Headspace kann sie aber auf keinen Fall mithalten.
Eine Besonderheit der Venu 3 ist in Bezug auf die Gesundheitsüberwachung noch der Jetlag-Ratgeber. Dieses Feature beinhaltet konkrete Empfehlungen, wie wir Schlaf und Aktivität anpassen sollten, um die Auswirkungen eines Jetlags zu minimieren. In Ermangelung einer entsprechenden Fernreise konnten wir diese Funktion im Test allerdings nicht ausprobieren.
Auch wenn die Venu 3 keine reine Sportuhr sein soll oder will, verfügt sie dennoch über eine solide Auswahl an nützlichen Trainings-Features. Insgesamt können wir aus über 30 verschiedenen Sportprofilen wählen, um Trainingseinheiten aufzuzeichnen. Neben Standards wie Gehen, Laufen, Radfahren und Schwimmen gibt es auch Apps für Kraftsport sowie – ganz neu – für Rollstuhlfahrer. Letztere kommen in den Genuss spezieller Trainingspläne. Außerdem zeichnet die Uhr die mit den Armen ausgeführten Vorwärtsschübe auf, mit denen Rollstuhlfahrer ihr Gefährt voranbewegen.
Einen gewohnt guten Eindruck macht das GPS-Tracking der Venu 3. Hier bekommen wir die bekannte Garmin-Qualität geboten, wobei die Smartwatch neben GPS auch Glonass und Galileo unterstützt. Ein Barometer und ein Kompass sind ebenfalls verfügbar. In unserem Test funktionierte das GPS-Tracking zuverlässig und genau, sodass wir unsere Laufeinheiten und Wanderungen ohne Probleme aufzeichnen konnten. Ein kleines Manko: Auf eine Navigation per Karte müssen wir trotz GPS im Fall der Venu 3 leider verzichten.
Garmin setzt bei der Messung der Herzfrequenz auf den bekannten optischen Elevate-Sensor. Der Hersteller nutzt dabei spezielle Algorithmen, um Messungenauigkeiten durch Schweiß, Vibrationen, Temperatureinflüsse und Bewegungen herauszufiltern. Wie gut dieses System mittlerweile arbeitet, bewies die Venu 3 in unserem Test: Denn die Messung der Herzfrequenz förderte fast durchweg genaue Werte zutage. Selbst beim Krafttraining, wo optische Sensoren mit einer schwankenden Pulsrate häufig schlecht zurechtkommen, lieferte die Smartwatch von Garmin brauchbare Ergebnisse, wenn auch mit Messungenauigkeiten im niedrigen einstelligen Bereich (Vergleichswert: Brustgurt).
Ansonsten erwarten Käufer der Venu 3 in Hinblick auf die Trainingsaufzeichnung die aktuellen Standardfunktionen von Garmin. Läufer können wieder auf den Garmin-Coach und Pläne für 5K, 10K und Halbmarathon zurückgreifen, während Kraftsportler und Fitness-Fans sich von animierten Workouts auf dem Display der Uhr anleiten lassen können. All das funktionierte in unserem Test intuitiv und problemlos.
Ausdauersportler profitieren schließlich von der Berechnung der eigenen VO2-Max-Werte und können eigene Intervalle für Laufen und Radfahren erstellen. Bei der Programmierung eines Intervalltrainings bietet die Venu 3 diverse Auswahlmöglichkeiten wie Länge, Pausenzeit und Wiederholungszahl. Wer möchte, kann über die sogenannten „offenen Intervalle“ per Druck auf die Rundentaste das Ende eines Intervalls selbst bestimmen. Ein Warm-up ist auf Wunsch bei beiden Varianten möglich.
Neben den verschiedenen Funktionen zur Gesundheitsüberwachung und dem Tracking der körperlichen Aktivität bietet die Venu 3 auch eine umfangreiche Aufzeichnung der Schlafdaten inklusive dedizierter Coachings. Die Uhr misst die einzelnen Schlafphasen sowie den Puls, Blutsauerstoff und die Atmung. Auf Basis dieser Daten erhalten Nutzer einen Sleep Score und die sogenannte Body Battery, die den aktuellen körperlichen Energielevel angeben. Der Energielevel berücksichtigt auch den Stress und körperliche Aktivität, die wir tagsüber registrieren.
Ferner informiert uns ein Schlaf-Coach darüber, wie wir unseren Schlaf verbessern können. Dabei nimmt der Algorithmus der Venu 3 konkrete Empfehlungen zur Schlafdauer der bevorstehenden Nacht vor und gibt an, wie groß unser aktuelles Schlafbedürfnis ausfällt. Auch wenn die Messungen nicht mit den Datenerhebungen eines echten Schlaflabors mithalten können, so geben sie dennoch hinreichend Auskunft über die eigene Schlafhygiene und können dabei helfen, langfristige Probleme mit der Nachtruhe zu identifizieren. Die Messungen entsprachen im Test auch größtenteils unserem subjektiven Empfinden.
Bei der Benachrichtigungsfunktion und den Zusatzfeatures erwarten uns keine großen Überraschungen, wenngleich die Venu 3 gegenüber dem Vorgängermodell eine wesentliche Neuerung besitzt: Wir können über die Venu 3 nämlich Anrufe entgegennehmen und starten. Die Uhr verfügt über ein integriertes Mikrofon, sodass wir unterwegs telefonieren können, ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Eine Stummschaltfunktion für das Mikrofon gibt es ebenfalls. Ein weiterer Vorteil: Wir können mithilfe des Mikrofons auch auf den Sprachassistenten unseres Smartphones zugreifen und Nachrichten (SMS, Whatsapp) beantworten.
Ein Pluspunkt, den auch die Venu 2 zu bieten hatte, ist der integrierte Musikspeicher sowie die Kompatibilität der Venu 3 mit Musikapps wie Deezer, Spotify oder Amazon Music. Wer möchte, kann nämlich vorgefertigte Playlists direkt aus der App auf die Uhr herunterladen. Damit braucht es dann kein Smartphone mehr, wenn man unterwegs Musik hören möchte.
Andere Garmin-typische Features wie eine Notfallbenachrichtigung im Fall eines Unfalls, Garmin Pay und Support für Sprachassistenten sind ebenfalls an Bord und funktionierten in unserem Test tadellos.
In der Garmin Venu 3 ist zudem Sensorik verbaut, um ein 1-Kanal-EKG aufzuzeichnen. Die Funktion ist in den USA schon länger verfügbar. Seit Mitte Januar 2025 steht das Feature nun auch in der EU zur Verfügung. Das Elektrokardiogramm ist laut Garmin nur für Personen ab 22 Jahren geeignet und kann häufige Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern erkennen. Bei Verdacht auf Vorhofflimmern sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Für die Nutzung müssen die Smartwatch-Firmware und die Garmin Connect App auf die neueste Version aktualisiert werden. Anschließend steht das EKG als App auf der Uhr bereit. Diese startet man und muss dann das Gehäuse mit zwei Fingern berühren. Die Venu 3 führt dann die Messung mittels Elektrokardiogramm durch und stellt die Auswertung davon in der Connect-App bereit.
Neben der zusätzlichen Taste, den erweiterten Trackingfeatures und der Telefoniefunktion hat Garmin gegenüber der Venu 2 vor allem am Akku der Venu 3 geschraubt. Denn wo die Venu 2 es noch auf bis zu 10 Tage im Smartwatch-Modus und bis zu 19 Stunden im GPS-Modus brachte, hält die Venu 3 bis zu 14 Tage im Smartwatch-Modus oder bis zu 26 Stunden mit GPS. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell, die sich sehen lassen kann. Im Alltag realistischer ist jedoch eine Laufzeit von rund 5 Tagen.
Wenn wir nun etwas an der Venu 3 zu bemängeln haben, dann ist es wohl der Preis. Die Venu 3 hat eine UVP von 499 Euro. Das beste Angebot liegt derzeit bei nur 339 Euro bei Ebay (Code: POWEREBAY10E). Die kleinere Venu 3S startet bei 350 Euro.
Die Garmin Venu 3 richtet sich wie schon das Vorgängermodell an eine Nutzergruppe, die geschäftlich oft unterwegs ist und Wert auf smarte Funktionen legt. Als dedizierte Uhr für sehr aktive Sportler ist die Venu 3 weniger gedacht, aber das ist auch nicht die Zielsetzung der Smartwatch. Seit Januar 2025 gibt es in Europa endlich auch die EKG-Funktion.
Für das, was Garmin mit der Venu 3 anbieten will, nämlich eine hervorragende Armbanduhr, die mit smarten Features und einem eleganten Design überzeugt sowie nebenbei noch für Trainingseinheiten und zur Gesundheitsüberwachung taugt, macht der Hersteller einen hervorragenden Job. Zudem hat Garmin die Venu 3 gegenüber dem Vorgängermodell in diverser Hinsicht verbessert und erweitert, sodass sich auch für Besitzer der Venu 2 ein Kauf lohnen kann.
Die Venu 3 punktet mit vielen sinnvollen Funktionen, einer guten Gesundheitsüberwachung, soliden Trainingsoptionen und einem eleganten Design. Lediglich der Preis schmälert den sehr positiven Gesamteindruck, ist aber in Anbetracht von Musikspeicher, GPS, Akkulaufzeit und Sprechfunktion noch verschmerzbar.
Garmin hat mit der Vivomove Trend eine sportliche Smartwatch für Frauen im Programm, die Trainingsfunktionen mit Lifestyle-Design verbinden soll. Ob das funktioniert, zeigt unser Test.
Garmin hat mit der Vivomove Trend eine sportliche Smartwatch für Frauen im Programm, die Trainingsfunktionen mit Lifestyle-Design verbinden soll. Ob das funktioniert, zeigt unser Test.
Die Vivomove Trend von Garmin soll Lifestyle mit Funktionalität kombinieren. Style trifft smarte Funktionen, ein dezentes Äußeres trifft auf umfangreiche Trainingsfeatures – zumindest auf dem Papier. Wir haben uns die Uhr genauer angeschaut und im Test geprüft, inwiefern Garmin seine Versprechen halten kann.
Die Vivomove Trend nimmt im Portfolio von Garmin eine Sonderstellung ein. Es handelt sich nämlich nicht um eine smarte Sportuhr im herkömmlichen Sinne, sondern um eine Hybrid-Smartwatch. Das bedeutet: Die Vivomove Trend verfügt über analoge Zeiger und ein verstecktes Touch-Display. Dadurch sieht sie aus wie eine klassische Armbanduhr, verfügt aber trotzdem über smarte Features. Deshalb eignet sie sich besonders als elegante und dezente Lösung für den Business-Look.
Der Look der Vivomove Trend ist dementsprechend verhältnismäßig dezent gehalten. Die Uhr verzichtet auf die typischen fünf Buttons an der Seite des Gehäuses, die wir von anderen Garmin-Modellen kennen. Die Steuerung funktioniert dementsprechend ausschließlich über das Touch-Display. In unserem Test ließ sich die Uhr durchweg gut bedienen. Das Display reagierte zuverlässig auf Eingaben, allerdings ließ die Helligkeit bei hoher Sonneneinstrahlung ein wenig zu wünschen übrig. Auf dem Roségold-farbigen Ziffernblatt unserer Testuhr waren die weißen Anzeigen des Smart-Displays teilweise schlecht zu erkennen. Möglicherweise ist das bei der schwarzen Farbvariante der Uhr besser.
Etwas enttäuschend finden wir außerdem, dass das Gehäuse der Vivomove Trend teilweise aus Kunststoff und nicht aus Metall besteht. Dasselbe gilt für die Schnalle des Silikonarmbands. Das passt nicht ganz zu dem Anspruch, dass die Vivomove Trend eine Art Lifestyle-Sportuhr mit Business-Look sein soll.
Bei der Einrichtung hingegen haben wir nichts zu meckern. Hier kommt gewohnte Garmin-Qualität zum Tragen, wodurch die Verknüpfung der Uhr mit dem Smartphone absolut intuitiv und problemlos abläuft: Wir installieren die Garmin Connect App, wählen die verknüpften Geräte und folgen den Anweisungen, um innerhalb weniger Minuten die Vivomove Trend mit unserem Smartphone zu verbinden. Bei der App selbst hat sich übrigens nichts geändert – wir haben sie bereits in anderen Garmin-Tests näher vorgestellt, deshalb verzichten wir an dieser Stelle auf eine genauere Analyse.
Beim Aktivitätstracking erwartet Garmin-Kenner das Standardprogramm: Die Vivomove Trend zählt unsere Schritte und misst unsere Herzfrequenz. Letzteres passiert über den optischen Sensor, der auch bei anderen Garmin-Geräten zum Einsatz kommt. Außerdem findet eine Messung unserer Atmung und Blutsauerstoff-Sättigung statt. Basierend auf diesen Daten und der Schlafmessung (siehe unten) berechnet die Uhr unseren Stresslevel und unsere sogenannte Body Battery – also unsere verfügbare körperliche Energie.
Body Battery und Stresslevel sind in dieser Form bei fast allen Garmin-Uhren implementiert. Die bekannten und bewährten Features funktionieren dementsprechend zuverlässig und geben eine gute Orientierung zum eigenen Gesundheits- und Trainingszustand. Zwar sollte man sich nicht ausschließlich auf die Angaben der Uhr verlassen, aber wer sich unsicher ist, ob ein Tag Pause beim Training angemessen wäre oder man vielleicht anderweitig ein wenig Erholung gebrauchen könnte, bekommt zumindest eine Entscheidungshilfe.
Auch beim Training bietet die Vivomove Trend den gewohnten Garmin-Standard, allerdings in recht rudimentärer Form. Denn im Vergleich mit dedizierten Sportuhren wie der Garmin Fenix 7 (Testbericht) oder der Forerunner 955 (Testbericht) bietet die Vivomove Trend nur eine recht kleine Auswahl an Trainingsprofilen. Rudern, Trend-Sportarten oder auch unterschiedliche Lauf-Varianten (inklusive Wandern) suchen wir vergeblich. Auch Schwimmer müssen mit einem reinen Schwimmbad-Profil vorliebnehmen. Immerhin sind Sportarten wie Yoga und Krafttraining enthalten, außerdem existiert ein Profil namens „Sonstiges“, das für alle nicht explizit genannten Sportarten genutzt werden kann.
Wer allerdings lediglich gelegentliche Lauf- oder andere Sporteinheiten aufzeichnen möchte, ohne auf umfangreiche Trainingsfunktionen zurückgreifen zu können, kommt mit der Auswahl an Profilen halbwegs gut zurecht. Die integrierte GPS-Funktion macht einen ordentlichen Job, zieht aber ordentlich Akku. Auch die Herzfrequenzmessung funktioniert ordentlich, auch wenn die Vivomove Trend wie alle Uhren mit optischem Sensor die bekannten Probleme bei stark schwankenden Pulsschlägen hat. Womit wir beim Training ebenfalls Probleme bekommen, ist die Bedienung der Uhr: Denn wer (schweiß-)nasse Finger hat, muss damit rechnen, dass das Touch-Display ungenau reagiert. Im Eifer des Gefechts kann das ganz schön nerven.
Das obligatorische Schlaf-Tracking ist bei der Vivomove Trend ebenfalls wieder mit an Bord. Wir haben die Schlafaufzeichnung von Garmin-Geräten bereits in anderen Tests detailliert erläutert, deshalb gehen wir an dieser Stelle nicht mehr ausführlich darauf ein. Die Vivomove Trend macht in dieser Hinsicht insgesamt einen guten Eindruck: Sie zeichnet zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie die Dauer unserer Schlafphasen auf. Basierend darauf berechnet die Garmin Connect App dann unseren Sleeping Score und gibt Empfehlungen zur Schlafhygiene. Das kann Nutzern dabei helfen, ihre eigenen Schlafgewohnheiten zu verbessern und mögliche Ursachen von schlechtem Schlaf zu analysieren.
Auch bei den vorhandenen Zusatzfeatures erwarten uns im Fall der Vivomove Trend keine Überraschungen. Die Bezahlfunktion Garmin Pay ist ebenso vorhanden wie eine Benachrichtigungsfunktion, Life-Tracking und Notfallbenachrichtigungen sowie eine Musiksteuerung. Alle diese Features funktionieren wie von Garmin gewohnt tadellos. Wer mit Garmin Pay zahlen möchte, benötigt allerdings eine Kredit- oder Debitkarte, die das System unterstützt.
Garmin gibt die Akkulaufzeit der Vivomove Trend mit bis zu sechs Tagen an, abhängig vom Nutzungsverhalten. In unserem Test hielt die Uhr viereinhalb Tage durch, wobei wir in dieser Zeit vier Trainingseinheiten absolvierten und die smarten Funktionen des Geräts maximal ausgereizt haben.
Damit bewegt sich die Vivomove Trend eher im unteren Bereich, was die Akkulaufzeit anbelangt. Bis zu sechs Tage sind in Ordnung, aber nicht mehr. Wer beispielsweise von einer Apple Watch auf die Vivomove Trend umsteigt, freut sich über mehr Akkulaufzeit, aber langjährige Garmin-Nutzer wissen, dass es auch deutlich besser geht. Dass eine hybride Smartwatch mehrere Wochen durchhalten kann, zeigt etwa die Withings Scanwatch (Testbericht).
Eine Sache, die uns zusätzlich negativ aufgefallen ist, betrifft das Ladekabel. Anders als bei den meisten übrigen Garmin-Uhren liegt der Vivomove Trend nicht das übliche Kabel mit USB-A-Stecker bei, sondern eine Klemme für das Gehäuse der Uhr an einem Kabel mit USB-C-Port. Wer die Uhr an einer Steckdose aufladen will, benötigt also einen separaten Stecker mit USB-C-Slot. Außerdem funktioniert das Kabel dementsprechend nur mit diesem Garmin-Modell – nachhaltig geht anders.
Garmin verkauft die Vivomove Trend in vier Farbvarianten: Pastellbraun/Cremegold, Hellgrau/Silber, Schwarz/Schiefergrau sowie Creme/Perlgold. Normalerweise kostet die Vivomove Trend 330 Euro, allerdings bekommt die Uhr bei einigen Drittanbietern schon ab 268 Euro. Damit gehört die Vivomove Trend in das mittlere Preissegment für Smartwatches und Sportuhren.
Ein Blick auf die Feature-Liste der Vivomove Trend zeigt: Die Hybrid-Smartwatch ist verhältnismäßig teuer. Die deutlich besser ausgestattete, aber schon etwas ältere Garmin Fenix 6 (Testbericht) gibt es teilweise bereits ab 360 Euro. Wer mit dem Kauf einer Vivomove Trend liebäugelt, sollte sich also überlegen, ob das Design der Uhr wichtig genug ist, um den Preis und das Fehlen bestimmter Funktionen zu rechtfertigen.
Die Garmin Vivomove Trend ist dementsprechend keine schlechte Uhr, aber sie lässt Dinge vermissen, die Garmin-Uhren normalerweise ausmachen – etwa umfangreiche Trainingsprofile. Als Sportuhr ist die Vivomove Trend unserer Meinung nach nicht geeignet. Die smarten Funktionen taugen demgegenüber, aber der Look der Uhr als Lifestyle-Objekt wird wiederum durch das inkonsequente Gehäusedesign geschmälert. Damit ist die Bezeichnung als Hybrid-Smartwatch auch im negativen Sinne Programm: Denn die Vivomove Trend sitzt zwischen den Stühlen, will alles sein, ist am Ende aber nichts richtig.
Die Huawei Watch GT 5 überzeugte im Test als sportliche Smartwatch mit guter Akkulaufzeit. Eher für filigrane Handgelenke ist das schicke Modell mit 41 mm gedacht, das wir ebenfalls getestet haben.
Die Huawei Watch GT 5 überzeugte im Test als sportliche Smartwatch mit guter Akkulaufzeit. Eher für filigrane Handgelenke ist das schicke Modell mit 41 mm gedacht, das wir ebenfalls getestet haben.
Huawei bietet mit der Watch GT 5 einen Nachfolger zur beliebten Watch GT 4 an, der gleich in zwei verschiedenen Design-Varianten daherkommt. Beide Modelle sollen ein merkliches Upgrade gegenüber dem Vorgängermodell darstellen. Nach der Watch GT 5 mit 46-mm-Display haben wir uns jetzt auch noch die 41-mm-Variante näher angeschaut. Letztere richtet sich vorwiegend an Frauen und kommt mit einem vergleichsweise dezenten und eleganten Design daher.
Wie sich die 41-mm-Version der Watch GT 5 von ihrem großen Bruder unterscheidet und was die Uhr sonst auf dem Kasten hat, finden wir in unserem Test heraus. Dabei gehen wir nicht nur auf das Design der Uhr, sondern auch auf Features wie Sportfunktionen, Navigation und smarte Dienste ein.
Wir haben es bereits angedeutet: Die kleinere 41-mm-Variante der Huawei Watch GT 5 setzt auf ein dezenteres Design als die 46-mm-Version der Smartwatch. Das macht sich nicht nur bei der Größe des Displays, sondern auch bei der Optik von Lünette und Armband bemerkbar. Alles in allem erinnert die Watch GT 5 an eine elegante Damenuhr, die sich auf den ersten Blick nicht von einem analogen Modell unterscheidet. Dabei setzt der Hersteller auch nicht auf ein Armband aus Silikon, sondern verwendet stattdessen Kunstleder mit einer Metallschnalle, die farblich auf die Legierung der Lünette angepasst ist. Das macht sie zur schicken Begleiterin im Alltag, aber auch im Beruf, wenn ein gewisser Chic gefragt ist.
In Hinblick auf die Bildschirmtechnologie hat sich Huawei für ein 1,32-Zoll-großes AMOLED-Display entschieden, das über eine Auflösung von 466 × 466 Pixeln verfügt. Die Anzeige der 41-mm-Variante ist damit im Vergleich zum 46-mm-Modell mit 1,43 Zoll um 0,09 Zoll kleiner, was der guten Lesbarkeit des Displays aber keinerlei Abbruch tut. Die Auflösung ist übrigens bei beiden Modellen dieselbe.
Übrigens übersteht die Huawei Watch GT 5 ein Eintauchen in 50 Metern Wassertiefe für 10 Minuten, weshalb ihr sie auch beim Schwimmen nutzen könnt. Beim Damenmodell gilt allerdings eine Einschränkung: Varianten mit einem Armband aus veganem Verbundleder, Verbundgewebe, Keramik oder Titan eignen sich laut Herstellerangaben nicht für Aktivitäten im Wasser. Auch Schweiß vertragen sie nicht besonders gut, weshalb Huawei empfiehlt, gegebenenfalls ein Ersatzarmband aus einem anderen Stoff zu verwenden. Die Armbänder lassen sich übrigens mit wenigen Handgriffen zügig und einfach austauschen.
Wie die meisten modernen Smartwatches setzt auch die Huawei Watch GT 5 auf eine Kombination aus Bedientasten und Touch-Display zur Steuerung. Der Hersteller hat bei beiden Modellen (46 mm und 41 mm) einen einzelnen Button sowie eine dreh- und drückbare Krone im Gehäuse verbaut. Die Bedienung funktioniert sowohl über die Tasten als auch das Touch-Display einwandfrei; nennenswerte Verzögerungen bei der Eingabe können wir nicht feststellen. Dabei funktioniert die Gestenerkennung auch mit leicht feuchten Fingern noch problemlos, sodass wir sowohl bei schweißtreibenden Sporteinheiten als auch beim Schwimmen oder unter der Dusche die Uhr noch ohne Schwierigkeiten steuern können.
Für die Anzeige hat Huawei sich übrigens eine besondere Zusatzoption einfallen lassen: Anstelle einer Always-on-Funktion, die auf Dauer zulasten der Akkulaufzeit geht, kann man im Menü der Watch GT 5 den Bildschirm für eine gewisse Dauer aktivieren. Wer möchte, kann in fünf-Minuten-Schritten zwischen fünf und maximal 20 Minuten einen Zeitraum festlegen, währenddessen der Bildschirm dauerhaft eingeschaltet bleiben soll. Wir empfinden das als guten Kompromiss zwischen der manuellen Aktivierung des Displays und einem echten Always-On-Display.
Eine weitere Besonderheit der Huawei Watch GT 5 ist die App sowie Harmony OS. Die zugehörige Huawei Health App ist wegen der US-Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller nicht im Play Store von Google verfügbar, weshalb Android-Nutzer sie über den Scan eines QR-Codes manuell herunterladen müssen. Apple-Nutzer finden die App hingegen wie gewohnt im Play Store. Um die Abhängigkeit von Googles Wear OS aufzulösen, hat Huawei zudem das eigene Harmony OS entwickelt. Wie gut das funktioniert, haben wir im Test der Watch GT 5 mit 46 mm bereits genauer ausgeführt, deshalb hier nur ein kurzes Fazit: Die Bedienung der Uhr über Harmony OS funktioniert ohne Probleme und recht intuitiv, auch wenn das Wolkendesign mitunter leicht unübersichtlich wirkt. Man kann aber auf Wunsch auch zu einer Listenansicht wechseln.
Zur Aufzeichnung von Aktivitäten und Trainingseinheiten verfügt die Huawei Watch GT 5 über eine große Auswahl unterschiedlicher Trainingsprofile. Das 41-mm-Modell unterscheidet sich dabei nicht von der 46-mm-Variante; auch die Sensoren bleiben dieselben. Neben dem optischen Herzfrequenzsensor gibt es unter anderem auch ein Barometer, das die Aufzeichnung eines Höhenprofils beim Radfahren, Laufen und Wandern erlaubt. Zudem kann die Uhr auf Wunsch bestimmte Trainingseinheiten aus der Kategorie der Ausdauersportarten automatisch erkennen. Wie beim 46-mm-Modell funktioniert das bei der Damenuhr aber nicht immer ganz zuverlässig.
Dafür punktet der optische Sensor zur Messung der Herzfrequenz, denn der hat selbst mit stark schwankendem Puls wie bei HIIT-Einheiten, funktioneller Fitness oder Krafttraining keine Schwierigkeiten. Das Messergebnis nähert sich dem unseres Brustgurts (Polar H10) bis auf minimale Abweichungen im niedrigen einstelligen Bereich an.
Als Unterstützung für das eigene Training können wir über die Uhr auch Trainingspläne auswählen. Standardmäßig sind verschiedene Trainingseinheiten für das Laufen vorinstalliert, weitere Pläne kann man über die App hinzufügen. Für bestimmte Sportarten wie Krafttraining ist dazu aber ein Abonnement von Huawei Health+ erforderlich, mit dem man dann eigene Trainingspläne passend zu den individuellen Ansprüchen erstellen kann.
Wie es sich für eine Smartwatch mit Sport- und Gesundheits-Features gehört, bietet die Huawei Watch GT 5 auch eine Funktion für Schlaf-Tracking. Die Schlafanalyse zeichnet dabei die einzelnen Schlafphasen auf, die in Leicht- und Tiefschlaf unterteilt sind. Letztere werden größtenteils, aber nicht immer vollständig erkannt – in unserem Test lag die Genauigkeit auf eine Woche gerechnet bei sieben von neun registrierten Wachphasen. Zusätzlich misst die Uhr auch unsere Atemfrequenz, wobei man mit dieser Funktion genau wie mit dem Schlaftracking an sich zwar langfristige Trends ablesen kann, darin aber keinen Ersatz für eine tiefgreifende medizinische Analyse sehen sollte. Immerhin erhalten wir in der App aber konkrete Tipps, wie wir unsere Schlafhygiene verbessern können.
Neben dem Schlaftracking bietet die Watch GT 5 in der Damenversion auch die Möglichkeit, den eigenen Menstruationszyklus aufzuzeichnen. Das entsprechende Feature müssen wir zuerst manuell über die App aktivieren und dann verschiedene Daten wie den Termin der vergangenen Periode, deren Dauer und die allgemeine Zyklusdauer angeben. Anschließend berechnet der Algorithmus der App unsere voraussichtlichen Zyklusphasen. Wer möchte, kann Erinnerungen für Termine wie den erwarteten Beginn und das Ende der Periode sowie der fruchtbaren Tage einstellen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, in der App körperliche Symptome (auch Zervixschleim), die psychische Stimmung, sexuelle Aktivität, Wasseraufnahme, Gewicht, Körpertemperatur und persönliche Anmerkungen zu notieren. Die Watch GT 5 ist damit eine der wenigen Smartwatches, die es neben der reinen Aufzeichnung und Vorhersage der Zyklusphasen auch erlaubt, die Beschaffenheit des Zervixschleims sowie die Körpertemperatur zu tracken. Damit eignet sich die Uhr endlich auch für Frauen, die nach der NFP-Methode verhüten oder ihre fruchtbaren Phasen bestimmen möchten.
Obwohl es sich bei Huaweis Watch GT 5 um eine Smartwatch handelt, ist die Verfügbarkeit zusätzlicher Apps und Funktionen eher eingeschränkt. Weil Huawei nicht auf das Portfolio an Zusatzsoftware für Googles Wear OS zurückgreifen kann, müssen wir beispielsweise auf Dienste wie Deezer oder Spotify verzichten. Stattdessen steht uns lediglich Huawei Music oder eine Option zur Steuerung von Musik auf dem Smartphone zur Verfügung.
Statt Google Maps gibt es Petal Maps, das auch ordentlich funktioniert und den Download von Offline-Karten erlaubt. Außerdem können wir Routen als gpx-Datei oder aus Komoot auf die Uhr importieren. Ein zentrales Feature ist zudem die Routedraw-Funktion, die uns laufbare Strecken vorschlägt. Allerdings wird das Feature nur in einigen wenigen Städten unterstützt.
Die mangelnde Unterstützung ist bei der Huawei Watch GT 5 übrigens ein grundlegendes Problem, denn auch die Bezahlfunktion via NFC mit Huawei Wallet wird in Deutschland bisher nicht unterstützt.
Weil die Watch GT 5 aber über ein integriertes Mikrofon verfügt, können wir mit der Uhr immerhin Telefonanrufe annehmen, sofern eine Bluetooth-Verbindung zu unserem Smartphone besteht. Das funktioniert im Test ohne Probleme. Wer direkt über die Uhr einen Anruf auslösen will, muss vorher allerdings in der App die Kontakte einzeln einer Favoritenliste zufügen. Zugriff auf die eigene Kontaktliste hat man ansonsten über die Smartwatch nicht. Dafür erlaubt das integrierte Mikrofon, zusätzlich zu vordefinierten Schnellantworten auch Textantworten per Spracherkennung zu formulieren. Aber auch hier gibt es eine Einschränkung: Das Feature funktioniert nur in Kombination mit einem Huawei Smartphone ab EMUI 10.1.
Während Huawei die Akkulaufzeit für das 46-mm-Modell der Watch GT 5 mit zwei Wochen angibt, die die Uhr in unserem Test auch tatsächlich durchhält, müssen Käufer der kleineren 41-mm-Version ein paar Abstriche machen. Laut Herstellerangaben schafft die Damen-Smartwatch bis zu sieben Tage.
Auch diese Laufzeit können wir bestätigen: In unserem Test mussten wir die Watch GT 5 nach knapp über sechs Tagen wieder aufladen. Dabei haben wir die Uhr dauerhaft getragen und während der Laufzeit vier Sporteinheiten mit einer Dauer von jeweils anderthalb Stunden absolviert (zwei davon mit GPS-Tracking).
Huawei verkauft die Watch GT 5 mit 41-mm-Display nur rund 10 Euro günstiger als das größere Modell. In Anbetracht der Unterschiede bei der Display-Größe und der Akkulaufzeit empfinden wir diesen geringen Preisunterschied als frech, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis geht in Hinblick auf die Verarbeitungsqualität und die Features der Uhr trotzdem dennoch in Ordnung. Der Straßenpreis leigt bei 199 Euro für das Modell mit schwarzem Fluorelastomerarmband. Mit weißem Lederarmband kostet sie 200 Euro. In Silber mit hellbraunem Armband aus Leder legt sie bei 229 Euro.
Die Huawei Watch GT 5 in der 41 mm eignet sich durch Form und Größe gut für das Handgelenk einer Frau. Die Uhr bietet ein tolles Design und ausgezeichnete Sport- sowie Gesundheits-Features. Insbesondere der präzise Pulssensor und das üppig ausgestattete Zyklustracking können für bestimmte Nutzerinnen ein echtes Kaufargument sein.
Obwohl Huawei die Watch GT 5 hierzulande als Smartwatch bewirbt, kann die Uhr gerade im Bereich der smarten Features nicht mit Wear-OS-Uhren mithalten. Das liegt ganz einfach daran, dass viele Funktionen hierzulande einfach nicht verfügbar sind oder aufgrund der begrenzten App-Auswahl für Harmony OS vereinzelte Wünsche offen lässt (etwa nach Support für Dienste wie Spotify). Allerdings müssen Käufer auf die hervorragende Akkulaufzeit der 46-mm-Variante verzichten, da das 41-mm-Modell nur halb so lange durchhält. Der geringe Preisunterschied zwischen den Modellen hinterlässt einen faden Beigeschmack.
Die Garmin Lily will mit einem dezent eleganten Design, einer geringen Größe und einem günstigen Preis vor allem Frauen ansprechen, die sich eine kleidsame Smartwatch wünschen. Dazu müssen Käufer allerdings einige Kompromisse eingehen. Welche das sind und ob die Garmin Lily trotzdem ihr Geld wert ist, klären wir in unserem Test.
Die Garmin Lily will mit einem dezent eleganten Design, einer geringen Größe und einem günstigen Preis vor allem Frauen ansprechen, die sich eine kleidsame Smartwatch wünschen. Dazu müssen Käufer allerdings einige Kompromisse eingehen. Welche das sind und ob die Garmin Lily trotzdem ihr Geld wert ist, klären wir in unserem Test.
Sportuhren sind meist klobig, schwer und groß. Fitbit versucht sich zumindest an kleineren Varianten, vergleichbare Größen zu klassischen Frauenuhren sind selten. Garmin hat die Marktlücke wohl erkannt und bringt aus diesem Grund die Garmin Lily auf den Markt. Die schmale Sportuhr mit vergleichsweise kleiner Anzeige soll sich für alle eigenen, die eher schmale Handgelenke haben. Die Lily zeigt bereits auf den ersten Blick, wo die Reise mit dieser Uhr hingeht: Sie erinnert optisch viel weniger an eine Smartwatch, geschweige denn eine Sportuhr, sondern wirkt eher wie ein Modeaccessoire. Das schmale Armband und der Verzicht auf seitliche Tasten unterstreichen das dezente Äußere der Garmin Lily.
Garmin verkauft die Lily in zwei Varianten. Beide Modelle gibt es jeweils in drei Farben und unterschiedlichen Armbändern. Die Lily ist die kleinste Smartwatch im Portfolio von Garmin, weshalb das TFT-LCD-Display nur 25,4 x 21,3 Millimeter misst. Die Lünette besteht aus Aluminium und ergänzt die schlichte Eleganz im Design.
Obwohl die Lily auf eine eher günstige LC-Display-Technologie setzt, garantiert das eingesetzte Gorilla Glas 3 ein hohes Maß an Kratzfestigkeit. Das konnten wir im Test bestätigen. Stürze oder versehentliches Fallenlassen auf harten Boden übersteht die Uhr problemlos. Das Display selbst lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln auch bei hoher Sonneneinstrahlung noch gut ablesen. Dafür sorgt unter anderem auch die in mehreren Stufen einstellbare Helligkeit der Anzeige. Die höchste Einstellung ist sogar so hell, dass sie bei schlechten Lichtverhältnissen fast schon blendet. Eine Auto-Funktion sorgt dafür, dass die Uhr selbst die Helligkeit reguliert und den Umgebungsbedingungen anpasst.
Die Bedienung der Uhr erfolgt über eine in das Display eingelassene Taste sowie per Berührung und Gestensteuerung. Das funktionierte in unserem Test die meiste Zeit über gut. Allerdings reagierte der Bildschirm in seltenen Fällen nicht auf Berührung. Außerdem funktionierte das Aufwecken der Uhr durch das Heben des Handgelenks nicht immer zuverlässig – Nutzer müssen hier eine sehr deutliche Armbewegung ausführen, damit sich das Display von allein einschaltet. Wir können die Sensibilität der Erkennung zwar regulieren, aber selbst auf der höchsten Einstellung funktionierte dieser Automatismus in Einzelfällen nicht. Trotzdem: Wer die Touch-Steuerung nach kurzer Nutzungsdauer verinnerlicht hat, findet sich bei der Bedienung der Lily schnell zurecht.
Die Garmin Lily nutzt wie alle Garmin-Uhren die App Garmin Connect. Wir haben in vergangenen Testberichten bereits die Funktionsweise der App beleuchtet, weshalb wir uns an dieser Stelle nicht noch genauer darauf eingehen werden. Nur so viel: Wer die Lily das erste Mal hochfährt, wird direkt aufgefordert, die Uhr mit der App zu verknüpfen. Das funktioniert wie gewohnt über das Geräte-Menü der App und einen Pairing-Code, der auf dem Display der Lily erscheint. Die Einrichtung dauert nur ein paar Minuten. Nutzer können sich anschließend wahlweise mit der Bedienung der Uhr vertraut machen lassen.
Dass die Garmin Lily eine unscheinbare, elegante Smartwatch sein will, zeigt sich besonders beim Aktivitäts- und Trainings-Tracking. Die Lily misst Schritte und bietet eine Option zur Aufzeichnung der Blutsauerstoffsättigung, Schlafverhalten und Energielevel via Body Battery. Weil sich die Lily speziell an Frauen richtet, bewirbt Garmin explizit den Menstruationszyklus- und Schwangerschafts-Tracker, der bei anderen Garmin-Uhren wie der Venu 2 aber auch vorhanden ist.
Der Schrittzähler funktioniert zuverlässig und zählt die Schritte glaubhaft und genau. Die Abweichung von unserem Kontrollgerät (Garmin Vivoactive 3) betrug auf 10.000 Schritte weniger als 100 Schritte – ein guter Wert. Wer möchte, kann wie von anderen Garmin-Geräten gewohnt in der App ein Schrittziel festlegen. Erreichen wir dieses Tagesziel, meldet sich die Uhr mit einer entsprechenden Nachricht auf dem Display.
Wie schon erwähnt hält die Garmin Lily auf Wunsch den Menstruationszyklus fest. Der erfordert eine entsprechende Einrichtung über die App Garmin Connect. Nutzerinnen können dann Informationen wie den Zyklustyp, den Beginn der vorigen Periode sowie deren Dauer und Verhütungsmethoden eintragen. Wer möchte, hat die Möglichkeit, für jeden Zyklustag spezielle Symptome oder allgemeine Notizen einzutragen. Die App berechnet den wahrscheinlichen Beginn der nächsten Periode und informiert über mögliche Auswirkungen der einzelnen Zyklusphasen auf das körperliche Wohlbefinden. Dieses Feature kann hilfreich sein, um Unregelmäßigkeiten beim Zyklus aufzudecken oder unangenehme Begleiterscheinungen zu verstehen. Allerdings ist das Zyklus-Tracking kein Alleinstellungsmerkmal der Lily, nahezu alle aktuellen Sportuhren bieten diese Funktion.
Wer die Lily für das Tracking eigener Trainingseinheiten nutzen möchte, muss mit einem ziemlich eingeschränkten Funktionsumfang auskommen. Die Uhr bietet lediglich eine Handvoll Trainingsprofile für Laufen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining und Cardio. Dabei misst sie Herzfrequenz, Strecke und Kalorienbedarf. Beim Schwimm-Profil können wir außerdem die Größe des Schwimmbeckens einstellen (25 oder 50 Meter), eine Freiwasser-Option gibt es aber nicht.
Leider wirkt die Trainingsaufzeichnung der Lily in einigen Punkten undurchdacht. Wir uns können beispielsweise beim Laufen lediglich die zurückgelegte Strecke und die Trainingsdauer anzeigen lassen oder zum Bildschirm mit der Uhrzeit wechseln. Es gibt keine Möglichkeit, die aktuelle Herzfrequenz abzulesen oder die Musiksteuerung aufzurufen. Das macht die Uhr für ambitionierte Hobbysportler praktisch unbrauchbar. Ein weiterer Nachteil: Das Display der Lily reagierte in unserem Test beim Training teilweise sehr ungenau auf unsere Eingaben. Manchmal mussten wir wiederholt doppelt auf den Bildschirm tippen, bis die Uhr die Aufzeichnung stoppte.
Darüber hinaus besitzt die Garmin Lily kein eigenes GPS, sondern muss sich immer mit dem GPS des Smartphones verbinden. Zwar können wir Strecken auch ohne GPS aufzeichnen, aber dann lässt die Genauigkeit extrem zu wünschen übrig: Eine Strecke, die wir per GPS als 2,3 km aufgezeichnet haben, entsprach auf der Lily ohne GPS knapp einem Kilometer. Die Pulsmessung funktioniert bei gleichmäßiger Belastung passabel, versagt aber im Fall von Kraft- und HIIT-Training mit stark wechselnder Intensität. Wer also eine Smartwatch sucht, die sich für mehr als gelegentliche kurze Lauf- oder Radrunden eignet, sollte sich lieber nach einem anderen Modell umsehen (etwa der Venu 2 (Testbericht) oder der Polar Variety Sense (Testbericht)).
Während die Lily beim Tracking von Aktivitäten und Trainingseinheiten eher auf Sparflamme arbeitet, kann sich der Funktionsumfang bei der Schlafüberwachung schon eher sehen lassen. Die Uhr misst beim Schlafen sowohl die Herzfrequenz als auch die Atemfrequenz und die Blutsauerstoffsättigung. Basierend auf diesen Werten gibt die Garmin Connect App dann eine umfangreiche Bewertung der Schlafqualität ab. Wir erfahren, wie viel Schlafzeit auf welche Schlafphase entfällt und wie unser Atmungsverhalten in der Nacht ausgesehen hat.
Leider bekommen wir weder von der Uhr selbst noch in der Garmin Connect App irgendwelche Hinweise darauf, was die einzelnen Werte bedeuten. Es gibt weder Empfehlungen, wie wir unseren Schlaf verbessern können, noch eine konkrete Bewertung der Schlafqualität. Da leisten mittlerweile selbst günstige Fitness-Tracker mehr – und Garmin selbst hat mit der (zugegebenermaßen auch deutlich teureren) Venu 2 gezeigt, wie es besser geht.
Trotzdem taugt die Analyse der Schlafphasen in Kombination mit den Werten von Blutsauerstoff und Atemfrequenz dazu, über einen längeren Zeitraum vorhandene Unregelmäßigkeiten beim Schlafverhalten festzustellen. Die geringe Größe der Garmin Lily ist beim Schlafen außerdem ein Vorteil, denn die Uhr stört nachts überhaupt nicht. Die Weckfunktion konnte ebenfalls überzeugen und weckt mit intensiver Vibration auch Tiefschläfer zuverlässig auf.
Obwohl Garmin die Lily als Smartwatch bewirbt, fallen die zugehörigen Funktionen rudimentär aus. Es gibt zwar ein Feature für Benachrichtigungen sowie eine Musiksteuerung, beides beschränkt sich aber auf die allernötigsten Optionen. Wer Benachrichtigungen für die Lily in der App aktiviert, bekommt eingehende SMS, E-Mails, Termine und App-Meldungen auf dem Display der Uhr angezeigt. Eine Antwortfunktion gibt es allerdings nur für SMS und nur für Android-Smartphones.
Die Garmin Lily verfügt über keinen eigenen Musikspeicher und ist nicht direkt mit Apps wie Spotify kompatibel. Stattdessen steht Nutzern nur eine normale Musiksteuerung wie bei der Garmin Vivoactive 3 zur Verfügung. Musik, die wir über das Smartphone wiedergeben, lässt sich damit steuern – eine aktive Verbindung zum Smartphone vorausgesetzt.
Wer auf eine Bezahloption wie Garmin Pay gehofft hat, wird enttäuscht. Die Garmin Lily bietet keinen Support für derartige Features. Immerhin können wir über die Uhr eine Benachrichtigung an unsere Notfallkontakte senden – vorausgesetzt, die Lily ist an unser Smartphone gekoppelt. Die Uhr bewegt sich damit in Sachen smarter Funktionen etwa auf dem Niveau günstiger Fitness-Tracker wie dem Mi Band 6 (Testbericht).
Garmin gibt die Akkulaufzeit der Garmin Lily mit bis zu fünf Tagen (ohne Messung der Blutsauerstoffsättigung beim Schlafen) an. Damit bewegt sich die Lily im unteren Segment für Fitness-Tracker und Smartwatches, was in Anbetracht des kleinen Gehäuses nicht überrascht. Wir konnten die Laufzeit in unserem Test bestätigen: Die Uhr hielt bei drei knapp einstündigen Trainingseinheiten, aktivierter Benachrichtigungsfunktion, automatischer Helligkeitsregulierung und ohne Blutsauerstoffsättigungsmessung gut vier Tage durch. Das ist für eine Smartwatch gerade noch akzeptabel, aber nicht herausragend.
Leider gibt es keine Möglichkeit, die Lily händisch auszuschalten. Wer bei Nichtbenutzung den Akku schonen möchte, muss sich also auf die Standby-Funktion der Uhr verlassen und zusätzliche Tracking-Features manuell abschalten. Eine Art Energiesparmodus gibt es nicht. Ein weiterer Haken: Die Lily nutzt ein eigenes Ladekabel mit einem Adapter, der nicht mit den sonstigen Ladekabeln von Garmin kompatibel ist. Wer bereits eine Uhr von Garmin besitzt, kann deren Ladekabel also nicht mit der Lily verwenden, es sei denn, es handelt sich um das Kabel einer Forerunner.
Garmin bietet die Lily in einer klassischen Version mit Lederarmband für 250 Euro (UVP) und in einer Sportvariante mit Silikon-Armband für 200 Euro an. Wechselarmbänder aus Silikon gibt es in verschiedenen Farben für 30 Euro (UVP), für die Lederarmbänder werden 59,99 Euro fällig.
Bestimmte Modelle und Farbvarianten der Lily gibt es im Handel aber bereits deutlich günstiger. Der Straßenpreis beginnt bei rund 160 Euro, was eher der Leistung der Uhr entspricht. Die Garmin Lily reiht sich damit unter den günstigsten Garmin-Uhren ein und liegt beim Straßenpreis aktuell auf einem ähnlichen Niveau wie die Vivoactive 3.
Die Garmin Lily kann vor allem eins: gut aussehen. Leider geht die Optik deutlich zulasten der Funktionalität. Käufer müssen auf viele Vorzüge verzichten, die Garmin-Geräte sonst bieten, wie etwa ein integriertes GPS, Garmin Pay oder zusätzliche (nützliche) Trainingsfunktionen und -Pläne. Abgesehen vom dezenten Design bietet die Lily kein Alleinstellungsmerkmal, für das wir eine bedingungslose Kaufempfehlung aussprechen könnten.
Dass die Lily zu einem vergleichsweise günstigen Straßenpreis von knapp 170 Euro erhältlich ist, macht sie allerdings für eine gewisse Zielgruppe interessant: Wer eine Smartwatch sucht, die Funktionen eines Fitness-Trackers mitbringt, aber nicht danach aussieht, kann sich die Lily einmal genauer anschauen. Alle anderen, die Wert auf Sportfunktionen und Zusatzfeatures wie Garmin Pay oder eine umfangreiche Musiksteuerung Wert legen, sollten sich nach einem anderen Gerät umsehen.
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