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Top 10: Die beste Smartwatch mit EKG im Test – Testsieger misst Blutdruck

Huawei Watch D2

Vorhofflimmern bleibt häufig unbemerkt. Smartwatches mit EKG-Funktion können helfen, Herzrhythmusstörungen frühzeitig zu erkennen.

Smartwatches sind längst kein exotisches Gadget mehr. Die smarten Wearables erfreuen sich großer Beliebtheit und verfügen über viele Tracking-Funktionen. Die meisten Personen dürften eine Smartwatch oder einen Fitness-Tracker nutzen, um Schritte zu zählen oder die Herzfrequenz zu messen. Zusätzlich dient die schlaue Armbanduhr als Verlängerung des Smartphone-Displays auf das Handgelenk.

Manche Smartwatches können weitaus mehr. Spannend sind die Uhren, die ein EKG aufzeichnen können. Das erlaubt die Überwachung der Gesundheit, um Störungen am Herzrhythmus rechtzeitig festzustellen. Wir präsentieren in dieser Top 10 die besten EKG-Smartwatches und Gesundheitsuhren aus unseren Tests.

Welche Smartwatch ist die beste für EKG?

Welche Smartwatch mit EKG-Funktion die richtige ist, hängt von persönlichen Vorlieben, dem Einsatzzweck und den gewünschten Features ab. Zur medizinischen Qualität der EKG-Messungen können wir als technische Redaktion keine abschließende Einschätzung geben. In der EU dürfen nur CE-zertifizierte Modelle ein 1-Kanal-EKG anbieten – das erfüllen alle Uhren in unserer Bestenliste. Sie sind zudem zuverlässig genug, um Anzeichen für Vorhofflimmern zu erkennen.

Bei der Bewertung achten wir vorwiegend auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Kompatibilität mit möglichst vielen Smartphones. Deshalb landen die Premium-Modelle von Apple und Samsung trotz hoher Qualität weiter hinten.

Aufgrund der Kompatibilität zu iOS und Android sowie der Blutdruckmessung per Manschette ist die Huawei Watch D2 ab 345 Euro unser Testsieger. Für Personen, die auf Herzgesundheit achten, ist sie die erste Wahl.

Eine besonders lange Akkulaufzeit bietet die hybride Smartwatch Withings Scanwatch 2. Diese ist mit 247 Euro nicht nur preiswert, sondern wirkt wie eine klassische, analoge Armbanduhr – das macht sie zu unserem Technologiesieger.

Der Preis-Leistungs-Sieger ist die für den Outdoor-Einsatz geeignete Sportuhr Huawei Watch Fit 4 Pro für 162 Euro.

Für iPhone-Besitzer ist die Apple Watch Series 11 mit hellem AMOLED-Bildschirm die logische Wahl. Wer hingegen Samsung bevorzugt, erhält mit der Galaxy Watch 8 eine starke Smartwatch mit EKG-Messung – dieses Feature funktioniert allerdings nur in Verbindung mit einem Samsung-Handy. Andere Android-Nutzer greifen am besten zur Google Pixel Watch 4, die nicht auf Samsung beschränkt ist und eine gute Ausstattung bietet. Auch bei der Akkulaufzeit hat Google nachgebessert.

Anmerkung: Bei unseren Bestenlisten handelt es sich um Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Artikelerstellung. Preise der Geräte können bereits nach wenigen Tagen abweichen.

KURZÜBERSICHT

Huawei Watch D2

Die Huawei Watch D2 ist Testsieger der Gesundheitsuhren mit EKG. Sie bietet sogar echte Blutdruckmessung per Manschette. Diese Methode ist präziser und benötigt keine Kalibrierung. Die Uhr bietet intuitive Bedienung, ein brillantes OLED-Display und gute Akkulaufzeit. Sie ist mit Android und iOS kompatibel. Android-Nutzer (außer Samsung und Honor) müssen die Health App jedoch manuell als APK installieren.

Der Preis startet derzeit bei 349 Euro für das 2024er-Modell in Weiß/Gold und kostet 340 Euro in Schwarz. Das 2025er-Modell mit blauem Band liegt bei 345 Euro.

VORTEILE
  • echte Blutdruckmessung
  • EKG-Messung
  • einfache Bedienung
NACHTEILE
  • etwas klobig; sitzt eng
  • kaum Apps
  • Hürden bei der Installation der Health App

Withings Scanwatch 2

Wer eine klassische und elegante analoge Uhr sucht, aber auf smarte Funktionen, präzise Sensoren und EKG-Messung nicht verzichten will, bekommt mit der Withings Scanwatch 2 eine spannende hybride Uhr. Das Design der Uhr wirkt hochwertig und sieht schick sowie elegant aus. Die Akkulaufzeit von fast einem Monat ist unerreicht bei anderen Uhren dieser Bestenliste.

Wer auf einen Touchscreen verzichten kann, bekommt mit der Scanwatch 2 eine spannende Alternative. Derzeit kostet die Variante für Damen mit 38 mm rund 247 Euro. Die hybride Smartwatch mit 42 mm gibt es ab 269 Euro.

VORTEILE
  • edles Design
  • hervorragende Verarbeitung
  • fast 30 Tage Akkulaufzeit
  • EKG-Messung
  • Menstruationszyklus-Tracking 
NACHTEILE
  • kein integriertes GPS
  • keine Bezahlfunktion
  • entleert Smartphone-Akku schneller
  • keine Reparaturen, nur Umtausch

Huawei Watch Fit 4 Pro

Huawei hat die Watch Fit 4 Pro deutlich verbessert und zu einer vielseitigen Outdoor-Sportuhr mit umfangreichen Gesundheitsfunktionen inklusive EKG weiterentwickelt. Das leichte, schlanke Gehäuse trägt sich im Alltag angenehm, der helle Bildschirm bleibt auch bei Sonnenlicht ablesbar. Die Pulsmessung überzeugt im Test mit hoher Genauigkeit.

Insgesamt bietet die Watch Fit 4 Pro für 162 Euro das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den EKG- und Sportuhren.

VORTEILE
  • genaue Pulsmessung
  • leicht und schmal
  • 1-Kanal-EKG
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • kaum Apps und ohne Appstore
  • Health App bei Android nur über Umwege
  • Bezahlfunktion mit großen Einschränkungen
  • Bluetooth nicht abschaltbar
Ratgeber

Was sagt ein EKG aus?

Das sogenannte Vorhofflimmern gehört zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Bleibt es unerkannt, kann das ein großes Gesundheitsrisiko für Betroffene darstellen. Dabei handelt es sich um eine weitverbreitete Volkskrankheit: Die Deutsche Herzstiftung geht davon aus, dass etwa 1,5 bis 2 Millionen Menschen in Deutschland von Vorhofflimmern betroffen sind.

Nicht immer ist Vorhofflimmern durch ausgeprägte Symptome bemerkbar. Unerkannt kann das Krankheitsbild zu Herzschwäche oder zum Schlaganfall führen. Erste Anzeichen zeigen sich durch ein Gefühl der Beklommenheit und plötzliches Herzrasen. Eine genaue Diagnose bieten EKG-Daten.

EKG ist die Abkürzung für das medizinische Verfahren „Elektrokardiografie“ sowie das Ergebnis der Messung: „Elektrokardiogramm“. Die daraus resultierenden Messungen werden auch als EKG-Ableitungen bezeichnet. Mit dieser Untersuchungsmethode messen Ärzte die elektrische Aktivität des Herzens. Eine elektrische Erregung löst das Zusammenziehen (Kontraktion) des Herzmuskels aus. Diese erfolgt in einem bestimmten Muster, das sich wiederholt.

Das EKG hält die Spannungsveränderungen am Herzen grafisch in einer Kurve fest. Elektroden an der Haut erkennen und verstärken diese Signale. Richtig interpretiert zeigt das EKG, ob das Herz gesund ist und im richtigen Rhythmus schlägt. Etwaige Störungen zeigen sich an Unregelmäßigkeiten im Elektrokardiogramm.

Huawei Watch GT 6 Pro

Wie zuverlässig ist ein Smartwatch-EKG?

Lange Zeit konnte nur ein Arzt mit entsprechenden Gerätschaften ein EKG messen. Mittlerweile bieten auch bestimmte Smartwatches eine digitale EKG-Funktion an. Zur EKG-Messung tragen Anwender die Uhr am Handgelenk und berühren für etwa 30 Sekunden mit einem Finger der anderen Hand den Sensor an der Uhr. Dabei sollte man sich nicht bewegen und Ruhe bewahren.

Welche Smartwatch empfehlen Kardiologen? Ärzte sprechen nur ungern pauschale Aussagen zu Produkten aus. Sie betonen jedoch, dass Smartwatches mit EKG-Funktion eine sinnvolle Ergänzung zur Überwachung der Herzgesundheit sein können – insbesondere zur Erkennung von Vorhofflimmern (VHF). Einen Arztbesuch oder ein professionelles 12-Kanal-EKG ersetzen sie aber nicht. Die von den Uhren aufgezeichneten 1-Kanal-EKGs können dennoch wertvolle Hinweise für die weitere Diagnostik und Therapie liefern.

Tatsächlich liefern EKG-Smartwatches brauchbare Ergebnisse, wie der Hausarzt des Autors bestätigen kann. Die Uhren selbst können aber kein 24-Stunden-EKG erstellen. Die Zuverlässigkeit bei der Erkennung von Vorhofflimmern mit einer EKG-Aufzeichnung über eine Smartwatch liegt laut Deutscher Herzstiftung bei rund 90 Prozent.

Ratsam sind deshalb nur Modelle mit einer CE-Zertifizierung für den europäischen Markt. Dazu zählen unter anderem die Withings Scanwatch und Scanwatch 2, die Apple Watch, Samsungs Galaxy Watch, die Fitbit Sense und Sense 2 sowie die Huawei Watch D und Watch D2. Eine EKG-fähige Apple Watch etwa sei hervorragend, wie Prof. Dr. Veltmann, EKG-Experte der Medizinischen Hochschule in Hannover, im Interview mit Mac & i bestätigt.

Withings Scanwatch

Eine EKG-Smartwatch ist allerdings kein Ersatz für einen Arzt. Das 1-Kanal-EKG kann etwa Durchblutungsstörungen des Herzmuskels nicht feststellen und ein Langzeit-EKG kann die Funktion der Uhr nicht ersetzen. Eine Smartwatch ist nicht geeignet, um etwa einen Herzinfarkt oder bösartige Herzerkrankungen zu erkennen. Allerdings kann man mit einer solchen Uhr regelmäßig Daten sammeln und diese dann mit einem Arzt besprechen und gegebenenfalls abgleichen.

Vorsicht ist geboten bei Personen mit Herzschrittmacher oder Defibrillator. Generell raten wir jeder Person, vorher mit einem Arzt zu sprechen. Viele Smartwatches nutzen schwache Wechselströme zur Messung anderer Vitalwerte, etwa Körperfett sowie Herz- oder Atemfrequenz. Das nennt man auch Bioimpedanz-Analyse. Diese können den Herzschrittmacher stören, berichtet das Heart Rhythm Journal.

Hersteller wie Samsung, Huawei, Fitbit, Apple und Withings raten deshalb explizit davon ab, die EKG-fähigen Smartwatches mit einem Herzschrittmacher zu nutzen. Zum Aufzeichnen senden die Smartwatches ein elektrisches Signal in den Körper. Das kann den Herzschrittmacher stören. Ferner führen die EKG-Messungen in dem Fall zusätzlich zu falschen Ergebnissen, wie Apple bestätigt. Die Marke mit dem Apfel bietet schon seit der Apple Watch 4 ein entsprechendes Feature an.

Fazit: Ist eine Smartwatch mit EKG sinnvoll?

Wichtig: Eine Smartwatch ersetzt keine ärztliche Diagnose. Sie kann jedoch dabei helfen, regelmäßig ein 1-Kanal-EKG aufzuzeichnen und dadurch Hinweise auf Vorhofflimmern frühzeitig sichtbar zu machen. Für die Erkennung eines Herzinfarkts, komplexerer Herzrhythmusstörungen oder Durchblutungsstörungen reicht die Technik nicht aus. Menschen mit Herzschrittmacher sollten zudem auf EKG-fähige Modelle verzichten.

Den ersten Platz in unserem Test sichert sich die neue Huawei Watch D2, die zusätzlich den Blutdruck messen kann. Dahinter folgen die Withings Scanwatch 2 und die Huawei Watch Fit 4 Pro sowie die Watch 5. Für iPhone-Nutzer bleibt die Apple Watch erste Wahl, während im Android-Lager die Pixel Watch 4 überzeugt. Auch Garmin hat Modelle wie die Venu 4, Fenix 8 und Enduro 3 mittlerweile mit EKG-Funktion ausgestattet. Wer ein Samsung-Smartphone besitzt, fährt mit der Galaxy Watch 8 besonders gut, da nur hier die EKG-Funktion nutzbar ist.

Weitere Wearables zeigen wir in unseren Bestenlisten:

BESTENLISTE

Die Huawei Watch D2 erinnert an eine übergroße Apple Watch, hat aber ein Alleinstellungsmerkmal: Blutdruckmessung per Manschette. Ein EKG erstellt sie auch.

VORTEILE
  • echte Blutdruckmessung
  • EKG-Messung
  • einfache Bedienung
NACHTEILE
  • etwas klobig; sitzt eng
  • kaum Apps
  • Hürden bei der Installation der Health App

Die Huawei Watch D2 erinnert an eine übergroße Apple Watch, hat aber ein Alleinstellungsmerkmal: Blutdruckmessung per Manschette. Ein EKG erstellt sie auch.

Als Huawei uns 2022 die Watch D erstmals präsentierte, waren wir ganz schön verblüfft: Eine Smartwatch, die Blutdruck messen kann wie eine Manschette – samt 1-Kanal-EKG und weiteren üblichen Features einer Smartwatch. Zwar können auch die Samsung Galaxy Watch 7 und Watch 8 sowie Watch Ultra in Verbindung mit einem Samsung-Handy und einer Manschette zur Kalibrierung annähernd bestimmen, aber die Lösung von Huawei verspricht eine echte und genauere Messung.

Mit der Huawei Watch D2 steht ein Nachfolger bereit. Das wuchtige Design wirkt jetzt weniger klobig, erinnert aber verdächtig an den Smartwatch-Pionier aus Cupertino. Wir haben die Gesundheitsuhr getestet.

Erstmalig haben wir die Watch D2 Ende September 2024 getestet. Mit der 2025er-Variante haben wir im Anfang November 2025 auch das Modell mit neuem Armband in Blau unter die Lupe genommen. Technisch ist die Smartwatch identisch mit den anderen D2-Varianten, bekommt aber neben dem neuen Band neue Software-Features, die die älteren Modelle erst per Update erhalten.

Design & Tragekomfort

So genial die Watch D ist – einen Schönheitswettbewerb würde sie nicht unbedingt gewinnen. Die Smartwatch ist alles andere als filigran, wirkt aber beim Design dennoch deutlich filigraner. Wie so viele in der Branche bedient man sich am Standard-Design von Apple: Rechteckiges Gehäuse, Krone im oberen Bereich und ein weiterer Button. Schutz vor Wasser hat man nach IP68. Zum Schwimmen oder Tauchen sollte man die Uhr eher nicht tragen.

Die Watch D2 sieht verglichen mit dem klobigen Vorgänger dennoch ansehnlicher aus. Die Abmessungen sind mit 48 × 38 × 13,3 mm bei einem Gewicht von 40 g sehr ausgeprägt. Eine Besonderheit bringt die Schließe mit sich. Vorab misst man den Umfang des Handgelenks mit einem Messstreifen, der im Lieferumfang enthalten ist. Anschließend wählt man dazu das passende Loch aus.

Für unseren Geschmack sitzt die Uhr damit etwas eng am Handgelenk, zumindest beim 2025er-Modell. Bei der Variante aus dem Jahr 2024 wirkte der Sitz etwas luftiger. Man muss sich also erst an die Uhr gewöhnen. Weil sich die Manschette aufpumpt, um den Blutdruck zu messen, muss die Uhr gut und fest sitzen.

Display

Das OLED-Display ist mit 1,82 Zoll gegenüber dem Vorgänger mit 1,64 Zoll abermals größer geworden. Die Anzeige ist gestochen scharf bei einer Auflösung von 408 × 480 Pixel und einer Pixeldichte von 347 PPI. Eine automatische Helligkeitsanpassung ist vorhanden, die laut Huawei bis 1500 Nits erreicht. Im Freien bleibt die Uhr so stets ablesbar.

App & Bedienung

Aufgrund der US-Sanktionen gegen das chinesische Unternehmen muss man die Health App per Sideload aus anderen Quellen installieren. Alternativ gibt es die Anwendung im Galaxy Store von Samsung oder App Market von Honor. Im Apple App Store ist die App hingegen zu finden.

Das Betriebssystem Harmony OS ähnelt beim Interface anderen Smartwatches von Huawei wie der Watch GT 5 und GT 6. Die Uhr funktioniert mit Android-Smartphones und iPhones, bietet aber selbst kaum Apps. Neben Petal Maps gibt es eine Stoppuhr, Timer, Wecker und Taschenlampe. Zudem kann man eingehende Benachrichtigungen lesen, Antworten sind nur über vorgefertigte Kurztexte möglich.

Die Steuerung der Smartwatch erfolgt wie bei allen Huawei-Uhren gewohnt intuitiv. Das vorinstallierte Watchface zeigt neben der Uhrzeit und dem Datum auch den Puls sowie die letzten Blutdruckmessungen an. Durch Wischen nach rechts gelangt man zu den maximal sechs Karten. Das sind Widgets mit einer Übersicht der Funktionen der Uhr, etwa der Blutdruckmessung, einer 24-Stunden-Herzfrequenzübersicht, die Blutsauerstoffmessung, die Schlafanalyse und die Wettervorhersage. Anpassungen der Karten sind möglich, auch alternative Watchfaces stehen zur Auswahl.

Die untere Taste ruft standardmäßig die Blutdruckmessung auf, kann aber auch mit anderen Funktionen belegt werden, während die „Home“-Taste in der Krone die App-Übersicht oder wieder den Startbildschirm aufruft. Doppeltes Drücken der Krone ruft alle offenen Anwendungen auf. Die Watch D2 reagiert zügig, das Betriebssystem läuft flüssig und Apps öffnen sich schnell. Der Bildschirm setzt Touch-Eingaben und Wischgesten prompt und ohne Verzögerung um.

Training & Fitness

Die Huawei Watch D2 bietet über 70 Sportmodi, darunter Gehen, Radfahren, Rudern und Seilspringen. Verglichen mit einem Pulsbrustgurt von Polar wich der Herzschlag bei der D2 höchstens um zwei Schläge ab – selbst bei intensivem Training mit vielen Belastungswechseln.

Im Test überzeugte die Smartwatch durch präzise Schritterfassung. Dank integriertem GPS lassen sich Radtouren und Laufstrecken genau erfassen und anschließend kartografisch darstellen. Eine automatische Trainingserkennung für Laufen, Gehen, Rudern und Crosstrainer ist möglich: Die Watch D2 fragt dann von selbst, ob die Aktivität aufgezeichnet werden soll.

Für Läufer stehen mehr als ein Dutzend Trainingskurse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Nutzer können individuelle Ziele festlegen, etwa eine bestimmte Kilometerzahl oder den Kalorienverbrauch. Während des Trainings zeigt die Uhr die wichtigsten Parameter an, während die Huawei Health-App detailliertere Analysen bietet, etwa zur Belastung des Körpers und zur empfohlenen Regenerationszeit. Sie bietet auch Atemübungen, um den Stress zu reduzieren.

Gesundheit & Schlaf

Das Alleinstellungsmerkmal der Huawei Watch D2 ist wie beim Vorgänger die Blutdruckmessung, die nicht über optische Sensoren erfolgt, sondern mit einer aufpumpbaren Manschette. Daten zu Größe, Gewicht oder Alter müssen nicht hinterlegt werden, sodass die Messung direkt nach dem Anlegen der Uhr gestartet werden kann. Die Dauer der Messung entspricht in etwa der eines herkömmlichen Blutdruckmessgeräts, und Huawei gibt eine maximale Abweichung von drei Millimetern Quecksilbersäule an.

Wichtig ist, dass man das Armband abhängig vom Handgelenkumfang anpasst. Unsere Tests im Vergleich mit einem professionellen Messgerät beim Hausarzt zeigten nur minimale Abweichungen, was die Watch D2 für präzise Blutdruckmessungen geeignet macht. Bei auffälligen Werten sollte dennoch ein Arzt konsultiert werden.

Ein Zertifikat des TÜV Rheinland sowie eine medizinische Zertifizierung sind für die Blutdruckmessung vorhanden. Huawei verweist auf lobende Stimmen von Ärzten zur Erkennung von kardiovaskulären Erkrankungen mit der Watch D2.

Eine farbige Skala auf dem Display zeigt an, ob die Werte im unbedenklichen (grün), leicht erhöhten (orange) oder kritischen (rot) Bereich liegen. Die Messergebnisse lassen sich in der Huawei Health-App protokollieren und analysieren, wobei auch zusätzliche Informationen wie Aktivitäten ergänzt werden können.

Zusätzlich überwacht sie die Atemfrequenz im Schlaf und kann auf Wunsch für die ambulante Blutdruckmessung (ABMP) den Blutdruck nachts automatisch alle 30, 45 oder 60 Minuten messen. Nachts übernimmt die Uhr dies automatisch, tagsüber erinnert sie den Träger daran, eine Messung durchzuführen.

Die Uhr kann ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, indem man den Finger seitlich auf die untere Taste legt. Außerdem misst sie den Sauerstoffgehalt im Blut und die Hauttemperatur. In Kombination mit der Temperaturmessung bietet sie ein Zyklus-Tracking für Frauen, inklusive einer Vorhersage des nächsten Eisprungs. Zusätzlich stehen Atemübungen zur Stressreduktion bereit.

Die Huawei Watch D2 bietet eine Schlafanalyse, die in der Health-App die Schlafphasen in leicht, tief und wach unterteilt. Die Ergebnisse sind weitgehend plausibel, allerdings erkennt die D2 Wachphasen nachts nicht immer zuverlässig und weicht hier stärker von einem Smart Ring ab – ein Verhalten, das wir auch bei früheren Huawei-Uhren im Test beobachtet haben.

Mit der 2025er-Version erhält die Watch D2 mehrere neue Funktionen. Bei der Ausführung mit blauem Armband sind diese Software-Features bereits ab Werk enthalten. Frühere Modelle bekommen sie per Software-Update nachgeliefert.

Der Gesundheitsüberblick („Health Overview“) zeigt jetzt mehr Details und liefert neue Health Insights. Eine CE-zertifizierte Pulswellen-Arrhythmie-Analyse erkennt jetzt Herzrhythmusstörungen noch genauer. Neu ist auch die Schlaf-HRV-Messung, die die Herzratenvariabilität im Schlaf erfasst und so den Erholungszustand besser bewertet. Die Erinnerungsfunktion hilft, Blutdruckmessungen individuell zu planen – bis zu zehn am Tag. Obendrein gibt es neue Watchfaces, mit denen sich das Design der Uhr anpassen lässt.

Weitere Features

Die Huawei Watch D2 bietet neben Blutdruckmanschette, Pulsmessung, optischem Sensor und EKG-Funktion auch GPS, NFC und Bluetooth. Zudem sind Sensoren für Beschleunigung, Gyroskop, Herzfrequenz, Umgebungslicht, Temperatur und Differenzialdruck verbaut. Eine Bezahlfunktion oder Mobilfunkvariante gibt es allerdings nicht.

Die Watch D2 besitzt einen internen Musikspeicher, auf den sich Titel über die Health App übertragen und anschließend ohne Smartphone per Bluetooth-Kopfhörer abspielen lassen. Eine Anbindung an Spotify ist aber nicht möglich.

Akku

Huawei nennt eine Akkulaufzeit von rund sechs Tagen. Das hängt davon ab, wie oft Blutdruck- und EKG-Messungen erfolgen, ob das Always-on-Display aktiv ist und wie häufig das GPS beim Training genutzt wird. Im Test hielten wir knapp sechs Tage ohne Always-on-Display durch – inklusive nächtlichem Tragen und etwa drei Blutdruckmessungen pro Tag. Mit jeder zusätzlichen Messung sinkt die Laufzeit entsprechend.

Preis: Wie viel kostet die Huawei Watch D2?

Die UVP für die Huawei Watch D2 liegt bei 399 Euro. Erhältlich ist das Modell von 2024 in Gold mit weißem Lederarmband ab 349 Euro sowie in Dunkelgrau mit schwarzem Armband für 340 Euro. Die neue D2 von 2025 mit blauem Band kostet derzeit 345 Euro.

Fazit

Die Huawei Watch D2 bietet eine beeindruckende Kombination aus Blutdruckmessung per Manschette, EKG und einer breiten Palette an Fitness- und Gesundheitsfunktionen. Besonders die präzise Blutdruckmessung hebt sie von anderen Smartwatches ab, auch wenn das klobige Design und die fehlenden Apps einige Abstriche bedeuten. Im Alltag überzeugt sie durch ihre reibungslose Bedienung, die genaue Erfassung von Sportaktivitäten und die nützlichen Gesundheitsfeatures wie Schlaf- und Zyklus-Tracking.

Mit einer Akkulaufzeit von etwa fünf bis sechs Tagen und einem scharfen OLED-Display punktet die Watch D2 auch technisch. Trotz der hohen UVP ist sie eine sinnvolle Wahl für Gesundheitsbewusste, die den Blutdruck regelmäßig überwachen wollen. Wer hingegen auf erweiterte Smartwatch-Funktionen setzt, wird sich eventuell nach Alternativen umsehen müssen.

Die Withings Scanwatch 2 ist als hybride Smartwatch ein Exot. Die Uhr bietet ein klassisches Ziffernblatt und hält einen Monat durch, smarte Sensoren für EKG und mehr sind an Bord. Wie gut das im Alltag funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE
  • edles Design
  • hervorragende Verarbeitung
  • fast 30 Tage Akkulaufzeit
  • EKG-Messung
  • Menstruationszyklus-Tracking 
NACHTEILE
  • kein integriertes GPS
  • keine Bezahlfunktion
  • entleert Smartphone-Akku schneller
  • keine Reparaturen, nur Umtausch

Die Withings Scanwatch 2 ist als hybride Smartwatch ein Exot. Die Uhr bietet ein klassisches Ziffernblatt und hält einen Monat durch, smarte Sensoren für EKG und mehr sind an Bord. Wie gut das im Alltag funktioniert, zeigt der Test.

Eine klassische, analoge Uhr mit smarten Funktionen und Sensoren? Withings spendiert seiner Scanwatch eine Neuauflage. Die Hybrid-Smartwatch läuft fast einen Monat lang mit nur einer Akkuladung. Möglich macht dies ein analoges Zifferblatt, in das nur ein kleines OLED-Display für Benachrichtigungen eingebettet ist.

Wie die meisten Produkte des französischen Herstellers ist die Withings Scanwatch ganz dem Thema Gesundheit verschrieben. Mit an Bord sind wieder Pulsmessung, Schrittzählung und die Überwachung des Blutsauerstoffgehalts. Die größte Besonderheit ist die frühzeitige Erkennung von Vorhofflimmern sowie auch die Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG). Neu hinzugekommen bei der Withings Scanwatch 2 ist eine Überwachung des Menstruationszyklus inklusive einer Prognose sowie einer Messung der Schwankungen der Körpertemperatur.

Der Vorgänger begeisterte unsere Redaktion, doch trifft dies auch auf das neue Modell zu? Das schildern wir in diesem Testbericht.

Design: Was ist das Besondere an der Scanwatch 2?

Wie schon beim Vorgänger handelt es sich bei der Scanwatch 2 um eine sogenannte Hybrid-Smartwatch. Das Ziffernblatt ist analog – was zu niedrigem Energieverbrauch führt. Neben dem schicken und klassischen Design in einem Gehäuse aus Edelstahl wirkt die Uhr so sehr klassisch. Sie macht sich gut am Handgelenk im Alltag, beim Ausgehen oder Geschäftsessen.

Das Gehäuse selbst ist eher klein, mit einem Durchmesser von 42 mm. Es gibt zudem eine noch kleine Ausführung mit 38 mm – insbesondere für Frauenhandgelenke. Der Tragekomfort ist aufgrund des eher niedrigen Gewichts hoch. Standardmäßig kommt die Uhr mit einem schwarzen Ziffernblatt und Armband oder einem weißen Ziffernblatt sowie grauem Armband jeweils aus Kunststoff. Die kleine Variante gibt es neben Edelstahl auch mit einem goldfarbenen Gehäuse mit Ziffernblatt in Dunkelbau oder Sandfarben. Der Hersteller bietet jedoch eine Vielzahl weiterer Armbänder in verschiedenen Farben sowie aus Leder, Edelstahl oder Milanaise an.

Eingebettet in das Ziffernblatt ist ein kleines rundes Display, das Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigt. Diese stromsparende Lösung sorgt für eine lange Akkulaufzeit. Auf Sensoren verzichtet die hybride Uhr jedoch nicht und bietet so umfassende Tracking-Möglichkeiten für Schlaf, Puls und Herzgesundheit. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht.

Eine Besonderheit gibt es: Withings repariert die Uhren nicht. Sollte während der zweijährigen Gewährleistung ein Schaden auftreten, dann tauscht der Hersteller das Produkt aus. Nach Ablauf der Garantie bietet Withings einen Preisnachlass für den Kauf einer neuen Uhr an.

Features: Hat die Scanwatch 2 ein GPS?

In der Uhr steckt eine Menge Technik. Die Sensoren erlauben eine Zählung von Schritten, sowie hochgestiegener Etagen, Schlafüberwachung, Zyklusüberwachung und die Messung der Herzfrequenz, des Blutsauerstoffs, Kalorienverbrauchs oder der Hauttemperatur. Ein Höhenmesser ist ebenfalls an Bord sowie eine Stoppuhr und Timer. Eine EKG-Funktion ist wie beim Vorgänger vorhanden. Es gibt zudem erneut einen Atem-Coach zum Entspannen.

Ein integriertes GPS gibt es nicht, wer also die Uhr zum Laufen nutzen will, muss das Smartphone mitnehmen. Eine Anbindung an ein Mobilgerät erfolgt per Bluetooth, eine Variante mit Mobilfunk gibt es nicht. Ebenso wenig ist eine Bezahlfunktion vorhanden. Die Schlafüberwachung erkannte im Test nächtliche Wachphasen. Am nächsten Morgen erhalten die Nutzer eine Übersicht der Schallqualität mit sämtlichen Schlafphasen.

Neu hinzugekommen ist die Überwachung des Menstruationszyklus, die sogar eine Prognose erlaubt. Welche Erfahrungen unsere Autorin Sara Petzold damit gemacht hat, erklären wir im separaten Kapitel weiter unten. Die Scanwatch 2 ist zudem in der Lage, Schwankungen der Körpertemperatur während des Tages und in der Nacht zu erkennen. Das kann etwa auf den Beginn einer Krankheit oder eine Veränderung des Gesundheitszustandes hindeuten.

Die Bedienung der Uhr erfolgt allein über die Krone am Gehäuse. Das ist etwas umständlicher, als man es von Touchscreen gewohnt ist. Sämtliche Messungen finden sich optisch aufbereitet in der Withings-App für das Smartphone, die es sowohl für Android als auch iOS gibt.

Die Scanwatch 2 eignet sich zudem für das Puls-Tracking beim Sport. Die Uhr verfügt über eine automatische Trainings-Erkennung für Laufen, Gehen, Schwimmen oder Radfahren. In der App können Nutzer aus insgesamt 40 verschiedenen Profilen wählen, bis zu acht davon kann man zu seinen Favoriten machen und zum Training direkt über die Uhr auswählen. Außerdem bietet Scanwatch 2 die Möglichkeit, die Leistung und Erholung beim Training mithilfe der Körpertemperaturzonen zu optimieren.

Bei schnellem Wechsel der Belastung kommt die sonst genaue Pulsmessung nicht immer mit. Etwas störend war folgendes Phänomen: Beim Krafttraining stoppte die Uhr automatisch die Messung bei Übungen auf dem Boden – hier hatten wir anfangs aber den Modus „sonstiges“ ausgewählt. Sobald eine Aktivität mehrmals manuell ausgewählt wurde, kann die Scanwatch 2 die Bewegungen besser einer Sportart zuordnen. Nutzt man dafür dann etwa den Modus „Bodybuilding“ stellt sich die Uhr besser auf Sit-ups am Boden ein, ohne automatisch das Training stoppen zu wollen.

EKG: Wie erkennt die Scanwatch 2 Vorhofflimmern?

Die Scanwatch 2 ist in der Lage, Anzeichen für Vorhofflimmern im Schlaf sowie auch am Tag frühzeitig zu erkennen. Ferner ist die hybride Smartwatch sowie der Vorgänger zertifiziert, um ein 1-Kanal-EKG zu erstellen. Diese Funktion erkennt Probleme wie Herzrhythmusstörungen und damit verbunden Vorhofflimmern. Dennoch sollte beachtet werden, dass die Zertifizierung dieser Funktion durch Withings keinen Arztbesuch ersetzt. Die Uhr und die zugehörige App betonen vor der ersten Nutzung die Wichtigkeit einer ärztlichen Konsultation bei auftretenden Beschwerden.

Um die Messung durchzuführen, trägt man die Uhr am linken Handgelenk und berührt mit den Fingern der rechten Hand das Metallgehäuse der Uhr, um den Stromkreis für die Messung zu schließen. Die Herzrhythmusdaten werden dann während der etwa 30 Sekunden dauernden Messung auf dem Display angezeigt. Nach der Messung steht ein Diagramm in der App als Animation sowie als PDF-Datei für den Export zur Verfügung.

Menstruation: Wie überwacht die Scanwatch 2 den Zyklus?

Unsere Autorin Sara Petzold hat die Zyklusüberwachung über mehrere Monate getestet. Während wir auf dem Display der Uhr lediglich den aktuellen Zyklustag ablesen können, ist der Großteil der zugehörigen Features in die App ausgelagert. Im Reiter „Zyklusverfolgung“ können Nutzerinnen die Dauer ihrer Periode eintragen. Je häufiger man die Daten in der App vermerkt, desto genauer fällt die Vorhersage der einzelnen Zyklusphasen aus. Basierend auf den bisher protokollierten Angaben können wir in der App nachlesen, wann voraussichtlich der nächste Eisprung und wann die nächste Menstruationsblutung stattfindet.

Basierend auf den vergangenen drei Zyklen berechnet die App eine durchschnittliche Dauer des Zyklus und gibt eine Abweichung von dieser Dauer an. Anhand dessen können wir ablesen, wie regelmäßig oder unregelmäßig unser Zyklus ist. Je größer die Abweichung in Tagen ausfällt, desto unregelmäßiger ist der Zyklus. Dasselbe gilt für die Dauer der Periode.

Ergänzend dazu haben wir in der App die Möglichkeit, den Zyklus beeinflussende Faktoren, wie Schwangerschaft, Stillzeit oder hormonelle Verhütungsmittel, zu notieren und detaillierte Einträge in einem Gesundheitsjournal zu ergänzen. Damit erfassen wir neben der Periode auch unsere sexuelle Aktivität, unsere Stimmung sowie körperliche Symptome (zum Beispiel Kopf-, Bauch- oder Brustschmerzen). Ergänzend haben wir die Möglichkeit, die Beschaffenheit des vaginalen Ausflusses einzutragen – eine Funktion, die für Nutzerinnen der NFP-Verhütungsmethode relevant ist. Leider geht mit diesem Feature zugleich eine ungenutzte Chance einher, denn die eigene Körpertemperatur können wir im Gesundheitsjournal nicht eintragen, obwohl diese für NFP ebenfalls relevant ist.

Trotzdem bietet die Scanwatch 2 eines der umfangreichsten Featuresets zum Thema Zyklusüberwachung, das der Smartwatch-Markt zu bieten hat. Die ergänzenden Informationen, die Withings seinen Anwenderinnen in der App erklärend zum Zyklus zur Verfügung stellt, runden das positive Gesamtbild ab. Die Genauigkeit der Zyklusvorhersage hängt zwar davon ab, wie regelmäßig oder unregelmäßig der eigene Zyklus tatsächlich verläuft, hat uns im Test aber überzeugen können. Einziges Manko ist die fehlende Möglichkeit, eine manuell gemessene Körpertemperatur einzutragen und die Fruchtbarkeitsphase nach der NFP-Methode zu berechnen.

Akku: Wie lange hält die Scanwatch 2?

Laut Hersteller hält die Scanwatch 2 bis zu 30 Tage lang mit nur einer Akkuladung durch. Im Test kamen wir nicht ganz auf diese Zeit, aber die Uhr hielt dennoch stolze 27 Tage durch bei täglicher Nutzung am Tage und gelegentlichem Tragen bei Nacht. Die Uhr wird in knapp eineinhalb Stunden per mitgelieferter Ladeschale über ein USB-C-Kabel geladen.

Auch wenn die Uhr so fast einen Monat durchhält. Einen Haken hat die Withings-App: Diese entleert den Smartphone-Akku spürbar schneller, da die App permanent im Hintergrund nach Bluetooth-Geräten sucht. In unserem Test kam das Handy dadurch nicht mehr über den ganzen Tag.

Preis: Was kostet die Withings Scanwatch 2?

Die UVP der Withings Scanwatch 2 beträgt 350 Euro. Aktuell bekommt man die Variante für Damen mit einer Größe von 38 mm für 247 Euro. Mit einem Durchmesser von 42 mm kostet die Uhr 269 Euro.

Fazit

Die Withings Scanwatch 2 ist eine hybride Smartwatch, bei der der Akku einen Monat lang durchhält. Sehr überzeugend ist das edle Design der Uhr, die gar nicht nach einer Smartwatch aussieht. Die EKG-Messung ist mit Android-Smartphones sowie dem iPhone ohne weitere Nebenkosten möglich. Dazu kommt eine SpO2-Messung (Sauerstoffsättigung). Es gibt sogar einen Export als PDF-Datei. Neu hinzugekommen ist die Vorhersage und das Tracking des weiblichen Menstruationszyklus. Neben iOS unterstützt die Uhr auch Android.

Einige Einschränkungen gibt es: So fehlt eine Bezahlfunktion, zudem ist das Display zur Anzeige von Nachrichten oder Meldungen vom Smartphone wirklich klein. Einen GPS-Empfänger gibt es nicht in der Uhr, anders als bei den anderen Modellen der Top 10. Zum Sport eignet sich die Hybrid-Uhr ebenfalls, aber es stehen nur wenige Profile und Fitness-Funktionen zur Verfügung. Zudem kommt die Messung der Herzfrequenz bei starkem Belastungswechsel nicht gut hinterher.

Eine schlanke Outdoor-Sportuhr mit EKG? Die Huawei Watch Fit 4 Pro macht der Apple Watch Ultra gehörig Konkurrenz, wie der Test zeigt.

VORTEILE
  • genaue Pulsmessung
  • leicht und schmal
  • 1-Kanal-EKG
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • kaum Apps und ohne Appstore
  • Health App bei Android nur über Umwege
  • Bezahlfunktion mit großen Einschränkungen
  • Bluetooth nicht abschaltbar

Eine schlanke Outdoor-Sportuhr mit EKG? Die Huawei Watch Fit 4 Pro macht der Apple Watch Ultra gehörig Konkurrenz, wie der Test zeigt.

Die Watch Fit ist erwachsen geworden. Galt sie in früheren Generationen noch als fortschrittlicher Fitness-Tracker, präsentiert sich die Watch Fit 4 Pro nun als vollwertige Outdoor-Sportuhr. Das Gehäuse ist trotz robuster Bauweise erstaunlich schlank und extrem leicht – die Fit 4 Pro könnte fast als kompakte Alternative zur Apple Watch Ultra durchgehen.

Auch bei den Funktionen hat Huawei deutlich aufgerüstet: Mit an Bord sind jetzt eine EKG-Messung, die Erkennung arterieller Steifigkeit sowie die Analyse der Herzfrequenzvariabilität. Hinzu kommen zahlreiche Sportmodi – von klassischen Disziplinen über Wassersport hin zu Golf. Besonders praktisch für Outdoor-Aktivitäten: Offline-Karten lassen sich beim Laufen oder Wandern anzeigen, inklusive Komoot-Integration.

Warum die Watch Fit 4 Pro ein echter Preis-Leistungs-Tipp ist, zeigt unser ausführlicher Testbericht.

Design

Die Huawei Watch Fit 4 Pro orientiert sich – wie schon ihr Vorgänger – mit einem rechteckigen Gehäuse und abgerundeten Ecken am Design der Apple Watch. Dieses Mal diente jedoch die robuste Apple Watch Ultra als Vorbild. Im Vergleich zur Watch Fit 3 und Fit 4 wirkt das Gehäuse der Pro-Version deutlich solider und stabiler. Der Rand um das Display ist nun etwas stärker ausgeprägt, was der Uhr zusätzliche Widerstandsfähigkeit verleiht.

Anders als die reguläre Watch Fit 4 ist die Pro-Variante als Outdoor-Smartwatch positioniert. Das Gehäuse der Uhr ist nach 5 ATM wasserdicht und für Temperaturen von -20 bis 45 Grad Celsius ausgelegt.

Trotz ihrer robusteren Bauweise bleibt die Huawei Watch Fit 4 Pro deutlich filigraner und kompakter als die Apple Watch Ultra. Mit nur 9,3 mm Bauhöhe ist sie fast halb so dick wie das Apple-Pendant – und sogar schlanker als die Watch Fit 3. Die Abmessungen von 44,5 × 40 mm machen sie handlich, das Gewicht von lediglich 30 g sorgt für hohen Tragekomfort. Zum Vergleich: Das ist etwa die Hälfte des Gewichts der Apple Watch Ultra.

Im Alltag bedeutet das: Dank des schlanken Gehäuses und des geringen Gewichts trägt sich die Uhr äußerst angenehm – auch nachts beim Schlafen. An der Seite sitzt eine Krone, darunter eine frei belegbare Taste. Die Verarbeitungsqualität ist tadellos. Besonders gut gefallen hat uns das flexible Nylonarmband mit Klettverschluss, das sich schnell und präzise anpassen lässt. Es gibt die Fit 4 Pro aber auch mit klassischen Armbändern aus Fluorelastomer.

Display

Das AMOLED-Display misst 1,82 Zoll in der Diagonale und liefert eine hohe maximale Helligkeit von bis zu 3000 cd/m². Damit bleibt der Inhalt auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Die automatische Helligkeitsregelung reagiert zügig auf wechselnde Lichtverhältnisse.

Die Auflösung sorgt mit 347 PPI für eine scharfe Darstellung, selbst bei feinen Texten und Grafiken. Farben wirken kräftig, der Kontrast ist AMOLED-typisch sehr hoch. Ein zusätzlicher Pluspunkt im Alltagseinsatz: Das Display wird durch kratzfestes Saphirglas geschützt.

Bedienung & App

Die Bedienung der Huawei Watch Fit 4 Pro erfolgt über einen kapazitiven Touchscreen sowie eine dreh- und drückbare Krone auf der rechten Gehäuseseite. Ein Druck auf die Krone öffnet die App-Übersicht, ein Doppelklick ruft die zuletzt verwendeten Anwendungen auf. Durch Drehen kann entweder durch Menüs gescrollt oder die Lautstärke angepasst werden. Ergänzend steht eine zweite Taste zur Verfügung, die frei belegt werden kann und ab Werk das Trainingsmenü aufruft.

Wie bei Huawei üblich erfolgt die Ersteinrichtung der Watch Fit 4 Pro über die hauseigene Health-App. Diese ist auch kompatibel zu Android und iOS, im Falle von Android jedoch nicht direkt über den Google Play Store erhältlich – ein weiterhin bestehender Nachteil infolge von US-Sanktionen. Nutzerinnen und Nutzer von Samsung-, Honor- und Apple-Geräten können die App über den jeweiligen App-Store (Galaxy Store, Honor App Market, Apple App Store) installieren.

Auf anderen Android-Geräten muss die App manuell über einen QR-Code aus einer externen Quelle heruntergeladen werden. Für die Installation sind entsprechende Systemberechtigungen erforderlich, die aus Sicherheitsgründen nach Abschluss des Vorgangs wieder entzogen werden sollten.

Zur Inbetriebnahme ist eine Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone sowie ein Huawei-Konto notwendig. Die Health-App ist übersichtlich strukturiert: Im Reiter „Health“ werden Aktivitäten in Form dreier Ringe (Bewegung, Training, Stehen) visualisiert. Ergänzend lassen sich dort Messwerte zu Herzfrequenz, Blutsauerstoff, EKG, Schlafqualität, Stresslevel und absolvierte Trainingseinheiten einsehen.

Leider lässt sich die Bluetooth-Verbindung an der Uhr nicht deaktivieren – etwa für die Nacht. Es bleibt nur die Möglichkeit, die Smartwatch komplett vom Smartphone zu entkoppeln. Eine einfache Option zum temporären Abschalten der Verbindung wäre hier wünschenswert gewesen – insbesondere für Nutzerinnen und Nutzer, die im Schlafzimmer möglichst wenig Strahlung ausgesetzt sein möchten.

Die Uhr läuft mit Harmony OS. Das System wirkt aufgeräumt, die Bedienung ist insgesamt intuitiv. Huawei folgt dem gewohnten Bedienkonzept seiner Wearables: Ein Wisch nach oben zeigt Benachrichtigungen, ein Wisch nach unten die Schnelleinstellungen. Seitlich kann durch anpassbare Infokarten, etwa mit Wetterinformationen, geblättert werden. Die App-Übersicht wird standardmäßig als App-Wolke dargestellt – optisch ansprechend, aber nicht besonders übersichtlich. Alternativ lässt sich eine Listenansicht aktivieren, die sich im Alltag als praktischer erweist.

Die Zahl der verfügbaren Apps auf der Watch Fit 4 Pro ist überschaubar. Einen App-Store gibt es nicht, es stehen aber einige wenige Huawei-Apps zur Verfügung. Integriert ist etwa Petal Maps, das als Alternative zu Google Maps brauchbar ist und für Smartphone auch regulär im Google Play Store oder Apple Appstore verfügbar ist. Hinzu kommt die erwähnte Komoot-Integration für Outdoor-Navigation. Wer beim Sport ohne Smartphone Musik hören möchte, kann einzelne Titel direkt auf die Uhr laden. Eine Offline-Integration für Streaming-Dienste wie Spotify wird jedoch nicht unterstützt. In Verbindung mit dem Smartphone kann man die Uhr aber als Fernsteuerung für die Musikwiedergabe nutzen.

Im Bereich „Training“ stehen zudem verschiedene Pläne zur Verfügung, etwa für Lauf- oder Eigengewichtstraining. Außerdem bietet die App einen Store mit kostenlosen und kostenpflichtigen Zifferblättern sowie zahlreiche Einstelloptionen. Es gibt in der App auch ein Tool zum Erfassen der aufgenommenen Kalorien durch Nahrung. Erweiterte Analysen, zusätzliche Trainingspläne und Ernährungstipps sind Teil des kostenpflichtigen Abonnements Huawei Health Plus. Dieses kostet 60 Euro im Jahr oder 8 Euro im Monat.

Tracking & Training

Kommen wir zur Basis-Funktion – der Pulsmessung über den optischen Sensor. Im Test zeigte sich die Watch Fit 4 Pro äußerst präzise: Selbst bei Intervalltraining lag sie fast auf Pulsgurt-Niveau. Zum Standard gehören auch die kontinuierliche Messung des Blutsauerstoffs (SpO₂) und jetzt neu die Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs, das potenziell erste Hinweise auf Vorhofflimmern liefern kann. Die Schlafanalyse liefert weitgehend plausible Ergebnisse. Die Uhr erkennt Leicht-, Tief- und REM-Schlaf sowie nächtliche Wachphasen weitgehend zuverlässig und differenziert.

Ebenfalls neu ist die fortlaufende Messung der Herzfrequenzvariabilität (HRV). Sie gibt Aufschluss über die zeitlichen Abstände zwischen Herzschlägen und gilt als sensibler Indikator für Stresslevel, Erholung und das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems. Eine hohe HRV steht für gute Fitness und Regeneration, eine niedrige kann auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme hindeuten.

Auch die Messung der arteriellen Steifigkeit ist nun möglich. Dieser Wert beschreibt die Elastizität der Blutgefäße – ein Frühindikator für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, oft noch bevor Symptome auftreten. Ferner gibt es auch die Möglichkeit, die Haupttemperatur zu messen.

Das integrierte GPS erlaubt es, mit der Uhr auch ohne das Smartphone eine Strecke beim Laufen, Wandern oder Radfahren festzuhalten. In unserem Test funktionierte das zuverlässig und genau.

Sportlich überzeugt die Watch Fit 4 Pro mit einer breiten Auswahl an Trainingsprofilen – darunter Klassiker wie Laufen, Radfahren und Krafttraining, aber auch Wassersportarten wie Freitauchen (bis zu 40 Meter) oder Kanufahren. Sogar spezielle Golfmodi sind integriert. Ein bekanntes, aber weiterhin praktisches Feature: Nach dem Training lassen sich kurze Videos mit Dehnübungen direkt auf der Anzeige sehen, um das Stretching direkt durchzuführen.

Neu ist zudem die Möglichkeit, Offline-Karten auf die Uhr zu laden und beim Lauftraining oder Wandern einzusehen. Neben der Funktion für Offline-Karten unterstützt die Uhr auch die Nutzung von Karten aus der App Komoot. Zudem kann man auch Karten im Format GPX, TCX und KML importieren.

Weitere Features

Neu an Bord ist ein Barometer, das den Luftdruck misst und sich unter anderem als Höhenmesser nutzen lässt – hilfreich für Outdoor-Aktivitäten und zur Einschätzung möglicher Wetterumschwünge.

Telefonate lassen sich bei bestehender Bluetooth-Verbindung ebenfalls über die Uhr führen. Die Sprachqualität ist dabei zwar nicht auf dem Niveau eines direkten Telefonats mit dem Smartphone, für kurze Gespräche ohne greifbares Handy aber ein praktisches Feature. Einen unabhängigen Betrieb über eSIM unterstützt die Watch Fit 4 Pro allerdings nicht.

Das integrierte NFC-Modul erlaubt nun auch kontaktloses Bezahlen. Im Vergleich zu Lösungen wie Google Wallet oder Apple Pay gestaltet sich der Prozess jedoch deutlich umständlicher – bedingt durch bestehende Sanktionen gegen Huawei.

Als Zahlungsdienstleister kommt voraussichtlich ab Juli der polnische Anbieter Quicko zum Einsatz. Die Lösung basiert auf einer virtuellen Bezahlkarte und dient als Prepaid-System, das per Kreditkarte aufgeladen werden kann. Dabei fallen allerdings Gebühren an, und eine direkte Anbindung an gängige Bankkonten ist nicht möglich.

Akku

Im Test hielt die Huawei Watch Fit 4 Pro mit einer Akkuladung rund sechs Tage durch – bei permanenter Nutzung, inklusive täglicher, kurzer Wanderungen. Huawei selbst gibt etwa sieben Tage bei „normaler“ Nutzung an. Das Always-on-Display war im Test deaktiviert. Wird es aktiviert, verkürzt sich die Laufzeit spürbar. Im Energiesparmodus sollen laut Hersteller bis zu zehn Tage möglich sein.

Verbessert wurde das Ladesystem: Die Uhr wird jetzt induktiv über ein mitgeliefertes magnetisches Ladepad mit USB-A-Anschluss geladen, statt wie bisher per Stecker. Auch die Ladezeit hat Huawei optimiert – nach etwa einer Stunde ist der Akku vollständig geladen.

Preis

Mit einer UVP von 279 Euro positioniert sich die Huawei Watch Fit 4 Pro im unteren Preisbereich vergleichbarer Sportuhren – angesichts des Funktionsumfangs ein konkurrenzfähiges Angebot. Bei Mindfactory kostet sie derzeit nur 162 Euro.

Fazit

Huawei hat die Watch Fit 4 Pro im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgewertet. Aus einem gut ausgestatteten Fitness-Tracker mit GPS ist eine ausgewachsene Outdoor-Sportuhr mit vielfältigen Gesundheitsfunktionen geworden – von der Messung der Herzfrequenzvariabilität über arterielle Steifigkeit bis zum EKG. Damit ist sie nicht nur für Sport, sondern auch für die Gesundheitsüberwachung interessant.

Das Gehäuse wirkt robust, ist dabei aber sehr dünn und leicht – das Tragen im Alltag ist kaum spürbar. Der Bildschirm ist hell und auch bei Sonnenlicht ablesbar. Die Genauigkeit der Pulsmessung überzeugt im Test durchweg. Angesichts des Funktionsumfangs ist auch der Preis fair.

Abstriche gibt es wie gewohnt bei der Installation der App – Android-Nutzer kennen dieses Problem. Zudem ist die NFC-Bezahlfunktion über den polnischen Dienstleister Quicko bisher nicht ausgereift und aufgrund des reinen Prepaid-Systems mit Gebühren eher unpraktisch.

Dennoch gilt: Wer eine bezahlbare Smartwatch mit langer Akkulaufzeit, präzisen Trainingsmessungen und umfangreicher Gesundheitsüberwachung sucht, kommt an der Watch Fit 4 Pro kaum vorbei.

Die Huawei Watch 5 misst den Puls präzise und erstellt ein EKG. Dank eSIM funktioniert die Smartwatch auch ohne Smartphone. Der Test zeigt, wo der Haken ist.

VORTEILE
  • edles und hochwertiges Design
  • Akkulaufzeit von drei bis vier Tagen
  • EKG und exakte Pulsmessung
  • praktischer zweiter Sensor für Fingerspitze
  • eSIM-fähig
NACHTEILE
  • eingeschränktes App-Angebot
  • Einrichtung auf Android teils per Sideload
  • kein echtes Bezahl-Feature verfügbar
  • teuer

Die Huawei Watch 5 misst den Puls präzise und erstellt ein EKG. Dank eSIM funktioniert die Smartwatch auch ohne Smartphone. Der Test zeigt, wo der Haken ist.

Die Huawei Watch 5 kombiniert klassische Optik mit moderner Sensorik. Sie misst den Puls beim Sport zuverlässig und genau und bietet eine EKG-Funktion. Mit an Bord ist ein neuer Sensor, um eine Messung des Blutsauerstoffgehalts sowie Pulses per Fingerspitze vorzunehmen – diese ist noch schneller und dennoch präziser als über die optischen Sensoren am Handgelenk.

Die Smartwatch läuft mit Android und iOS, unter Android ist jedoch in der Regel ein Sideload der App nötig. Mit eSIM ist sie auch ohne Smartphone nutzbar. Der Akku hält rund vier Tage, der Preis startet bei 449 Euro. Wie sich die Uhr im Alltag und beim Sport schlägt, erklären wir in diesem Testbericht.

Design & Tragekomfort

Die Huawei Watch 5 ist hochwertig verarbeitet und orientiert sich im Design an klassischen Armbanduhren. Das große, runde Gehäuse mit 46 mm Durchmesser besteht je nach Modell aus Edelstahl oder Titan und wirkt robust, aber dennoch schlicht.

Wer es dezenter mag, greift zur neuen 42-mm-Version. Sie ist schmaler, leichter und eignet sich besonders für kleinere Handgelenke. Die Armbänder – wahlweise aus Fluorelastomer, Titan oder Kunstleder – lassen sich werkzeuglos wechseln. Die Uhr ist nach IP69 und bis 5 ATM wasserdicht. Zusätzlich erfüllt sie die Tauchzubehör-Norm EN 13319, was Einsätze bis zu 40 Meter Wassertiefe ermöglicht.

Angenehm trägt sich die Uhr am Arm. Sie ist weniger klobig als das Vorgängermodell Watch 4 Pro, aber deutlich präsenter als etwa die Watch Fit 4 Pro. Auch beim Schlafen stört sie nicht. Mit 63 g (46 mm) oder 48 g (42 mm) bringt sie zwar Gewicht mit, bleibt im Alltag aber komfortabel.

Oben rechts befindet sich eine dreh- und drückbare Krone zur Navigation. Auf der rechten Seite mittig sitzt der neue X-Tap-Sensor, der über die Fingerspitze Puls und Blutsauerstoff besonders präzise misst – genauer als herkömmliche Sensoren über das Handgelenk. Unten gibt es eine weitere Taste, die ein neues Schnellstart-Menü öffnet.

Display

Das 46-mm-Modell ist mit einem 1,5-Zoll-OLED-Display ausgestattet, das eine Auflösung von 466 × 466 Pixeln bietet. Die Darstellung ist scharf, Farben wirken kräftig, und Kontraste sind gut abgestimmt. Mit einer maximalen Helligkeit von bis zu 3000 Nits bleibt das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Die kleinere 42-mm-Variante verfügt über ein 1,38-Zoll-OLED-Panel mit gleicher Auflösung. Der Touchscreen reagiert im Test schnell und präzise auf Eingaben.

Einrichtung & Bedienung

Für die Nutzung der Watch 5 ist die App Huawei Health erforderlich. Sie ist mit Android ab Version 9 sowie mit iOS ab Version 13 kompatibel. Unter iOS lässt sich die App regulär über den App-Store installieren. Auf Android-Geräten ist sie aufgrund der US-Sanktionen gegen Huawei nicht im Google Play Store verfügbar. Stattdessen muss sie per Sideload installiert werden, was ein gewisses Maß an technischem Verständnis voraussetzt. Alternativ ist die App auch über die App-Stores von Honor und Samsung verfügbar.

Die App ist übersichtlich strukturiert. Die Erfassung und Analyse von Gesundheitsdaten stehen im Vordergrund. Im Startbereich („Gesundheit“) werden zentrale Messwerte wie Herzfrequenz, Schrittzahl, Schlafdaten und sportliche Aktivitäten zusammengefasst. Unter dem Reiter „Training“ finden sich geführte Programme, darunter auch ungewöhnliche Angebote wie eine Golfplatzkarte für den aktuellen Standort. Weitere Inhalte zu Themen wie Wellness und Ernährung bietet der Bereich „Entdecken“. Im Menüpunkt „Geräte“ lassen sich Watchfaces (teils kostenlos, teils kostenpflichtig) herunterladen und Einstellungen zu Benachrichtigungen, Offline-Karten, Musik und anderen Geräteeigenschaften vornehmen. Für die Nutzung ist ein Huawei-Konto erforderlich.

Huawei hat die Bedienoberfläche der Watch 5 im Vergleich zu Sportuhren wie der Watch Fit 4 Pro oder der Watch GT 5 leicht überarbeitet. Das wirkt moderner und ermöglicht eine intuitive Bedienung. Ein Druck auf die Krone öffnet nun eine App-Übersicht mit kleinen Icons – nicht mehr als lose Wolke wie früher, sondern klar in einem Raster angeordnet. Eine sinnvolle Verbesserung. Alternativ lässt sich eine klassische Listenansicht aktivieren.

Ein Doppeldruck auf die Krone öffnet den Taskmanager mit allen geöffneten Apps, wobei automatisch zur zuletzt genutzten Anwendung gesprungen wird. Neu ist ein kleines Schnellstart-Menü, das erscheint, wenn man die untere Taste drückt. Hier lassen sich drei zuvor definierte Apps direkt starten.

Legt man den Finger auf den neuen X-Tap-Sensor, beginnt die Uhr automatisch mit einer Gesundheitsmessung – vorausgesetzt, den entsprechenden Messungen wurde zuvor zugestimmt.

Ein Wisch nach oben führt zum Benachrichtigungsbereich. Welche Mitteilungen angezeigt werden, lässt sich vorab in der App auf dem Smartphone festlegen. Etwas unpraktisch: Bereits auf dem Smartphone gelesene Benachrichtigungen verschwinden nicht automatisch von der Uhr. Hier besteht Optimierungsbedarf.

Ein Wisch nach unten öffnet das Schnellmenü mit Zugriff auf WLAN, Bluetooth, Schlafmodus und Nicht-stören-Funktion. Links vom Homescreen finden sich verschiedene Kacheln mit Informationen, etwa zu Wetter oder Kalendereinträgen. Weitere Infokarten sind rechts angeordnet – ebenfalls neugestaltet, kompakt und übersichtlich.

Ebenfalls neu sind Gesten mit Daumen und Mittelfinger. Die Gesten lassen sich zum Abnehmen eingehender Anrufe, zum Abstellen des Weckers oder Bedienung der Musiksteuerung verwenden. Die Gestensteuerung muss in den „Geräteeinstellungen“ aktiviert und per Anleitung eingerichtet werden.

Es stehen zwei Gesten zur Verfügung: Double Tap und Double Slide. Beim Double Tap tippt der Zeigefinger doppelt auf den Daumen, beim Double Slide streicht man mit dem Daumen zweimal vom mittleren Gelenk des Zeigefingers zur Spitze – um etwa durch Optionen zu wechseln. Im Test funktionierte das jedoch nicht zuverlässig – hier braucht es sowohl Übung durch den Nutzer als auch weitere Optimierung seitens Huawei.

Technische Ausstattung

Die Huawei Watch 5 ist umfangreich ausgestattet und bringt eine Vielzahl an Sensoren und Schnittstellen mit. Zur Erfassung von Bewegungs- und Umweltdaten sind ein Beschleunigungssensor, Gyroskop, Kompass, Barometer, Umgebungslichtsensor, Temperatursensor sowie ein Tiefensensor verbaut. Für Gesundheitsmessungen stehen zwei optische Herzfrequenzsensoren, ein EKG-Sensor sowie der neue X-Tap-Sensor für die Fingerspitzenmessung bereit.

Die Ortung erfolgt über Multiband-GNSS mit Unterstützung für GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS. Im Test erwies sich hier die Uhr als überaus präzise. Für die Kommunikation sind LTE per eSIM, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 LE und NFC an Bord. Ein integrierter Lautsprecher und ein Mikrofon gehören ebenfalls zur Ausstattung, um per Uhr zu telefonieren – sowohl eigenständig per eSIM als auch mit Bluetooth ans Mobiltelefon gekoppelt.

Das App-Angebot bleibt aufgrund der US-Sanktionen weiterhin eingeschränkt. Im Unterschied zur Watch Fit 4 Pro oder Watch GT 5 steht bei der Watch 5 jedoch ein größerer Teil der Huawei Appgallery zur Verfügung. Nennenswert ist etwa Petal Maps – eine Alternative zu Google Maps, die auch Navigation direkt über die Uhr ermöglicht. An die Funktionsvielfalt und die tiefe Integration ins Smartphone-Ökosystem, wie man sie von der Apple Watch, Galaxy Watch oder Pixel Watch kennt, reicht die Huawei Watch 5 allerdings bei weitem nicht heran.

Dank integriertem NFC-Modul unterstützt die Watch 5 theoretisch kontaktloses Bezahlen. Der Vorgang ist jedoch deutlich umständlicher als bei Google Wallet oder Apple Pay – eine Folge der anhaltenden US-Sanktionen gegen Huawei. Direkt mit gängigen Banken ist das nicht möglich.

Zum Zug kommt ab Juli als Alternative die App des polnischen Zahlungsdienstleisters Quicko Wallet. Die Lösung generiert eine virtuelle Kreditkarte, die über ein Prepaid-System mit einem anderen Zahlungsmittel aufgeladen werden kann, was aber Gebühren pro Aufladevorgang zur Folge hat. Eine direkte Verknüpfung mit Bankkonten ist nicht vorgesehen. Wir haben das bisher nicht ausprobiert.

Tracking & Training

Wie von Huawei gewohnt, ist die Pulsmessung äußerst präzise. Selbst bei intensivem Training mit schnell wechselnder Belastung – etwa auf dem Spinning-Bike – weicht die Messung im Vergleich zu einem Brustgurt höchstens um zwei bis drei Schläge pro Minute ab und reagiert zügig.

Besonders gut hat uns der neue X-Tap gefallen. Er ermöglicht eine Blutsauerstoffmessung per Fingerberührung in knapp zehn Sekunden – deutlich schneller als die herkömmliche Methode und dabei zuverlässiger sowie präziser. Auch ein EKG lässt sich über den zweiten Pulssensor erstellen. Die Uhr erkennt dabei sogar Anzeichen von Vorhofflimmern.

Ferner misst die Watch 5 arterielle Steifheit, die Herzfrequenzvariabilität (HRV) im Schlaf, die Hauttemperatur, den Stresslevel sowie die Schlafatmung zur Erkennung möglicher Schlafapnoe. Die Schlafanalyse unterteilt die Nacht wie gewohnt in Phasen wie REM, Tief- und Leichtschlaf. Die Ergebnisse wirkten im Test plausibel und entsprachen weitgehend unserem subjektiven Schlafempfinden.

Auch als Sportuhr macht die Watch 5 eine ausgezeichnete Figur: Sie bietet zahlreiche Trainingsprofile für verschiedenste Disziplinen. Besonders Golf-Fans und Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten.

X-Tap in Aktion

Akku

Im Test hielt der Akku des 46-mm-Modells rund vier Tage durch – bei durchgehendem Tragen und täglicher Trainingseinheit von etwa 30 Minuten. Damit liegt die Laufzeit deutlich über den vielen Konkurrenzmodellen mit Wear OS oder von Apple. Wer den Stromsparmodus aktiviert, bei dem Funktionen wie Konnektivität eingeschränkt werden, kann laut Hersteller bis zu zehn Tage erreichen.

Das kleinere 42-mm-Modell hält laut Hersteller etwas kürzer durch: etwa drei Tage im Normalbetrieb oder knapp eine Woche im Stromsparmodus. Wir werden das in einem Test noch überprüfen. Geladen wird über einen mitgelieferten magnetischen Dongle, der den Akku in etwa einer Stunde vollständig auflädt.

Preis

Die UVP für die günstigste 46-mm-Variante mit schwarzem Gehäuse aus Edelstahl und Armband aus Fluorelastomer beträgt 449 Euro. Die Watch 5 bekommt man mittlerweile ab 279 Euro. Das Titan-Modell mit Kunstlederarmband (UVP 549 Euro) in Violett kostet 349 Euro und in Braun ebenfalls 349 Euro. Das Top-Modell ganz aus Titan kostet bei Ebay derzeit 399 Euro (UVP 649 Euro).

Die Preise für das Modell mit 42 mm sind geringfügig niedriger – die Farben weichen jeweils leicht ab. Den Einstieg macht die Watch 5 mit 42 mm und Band aus Fluorelastomer in Weiß für 291 Euro und in Grün für 329 Euro. Mit hochwertigerem Band und Edelstahlgehäuse in Beige sind es knapp 395 Euro. Das Premium-Modell mit goldenem Titanarmband liegt bei 399 Euro.

Fazit

Die Huawei Watch 5 ist eine rundum gelungene Smartwatch, die vorwiegend mit hochwertigem Design und präzisen Messwerten im Sport- und Gesundheitsbereich überzeugt. Sie macht am Handgelenk als elegantes Accessoire ebenso eine gute Figur wie als vollwertige Sportuhr mit umfassendem Tracking. Auch die Akkulaufzeit fällt deutlich besser aus als bei Modellen mit Wear OS oder der Apple Watch. Der Bildschirm ist kontrastreich, hell und gestochen scharf. Spannend ist zudem die Kompatibilität sowohl zu Android als auch iOS.

Ganz ohne Einschränkungen kommt die Watch 5 jedoch nicht aus: Aufgrund der US-Sanktionen ist das App-Angebot in der Huawei App Gallery begrenzt und kann mit dem Ökosystem von Apple oder Google nicht mithalten. Auch die Bezahlfunktion ist derzeit kaum sinnvoll zu nutzen und nicht zu empfehlen. Deshalb reicht es am Ende nur für 4,5 von 5 Sternen – eine Wertung, die allein durch die starke Hardware sonst problemlos bei der Höchstnote liegen würde.

Elegante Sportuhr mit starker Akkulaufzeit: Die Huawei Watch GT 6 Pro bietet präzises Tracking und Top-Verarbeitung, verzichtet aber auf Apps und Bezahlen.

VORTEILE
  • sehr edles Design
  • helles Display
  • Akkulaufzeit von 12 bis 14 Tagen
  • genaue Pulsmessung
  • EKG-Funktion
NACHTEILE
  • kein App-Store
  • kein LTE oder WLAN
  • Health App bei Android nur über Umwege
  • Bezahlfunktion nicht zu empfehlen
  • teuer

Elegante Sportuhr mit starker Akkulaufzeit: Die Huawei Watch GT 6 Pro bietet präzises Tracking und Top-Verarbeitung, verzichtet aber auf Apps und Bezahlen.

Mit der Watch GT 6 Pro setzt Huawei seine Reihe edler Sportuhren fort. Optisch bleibt vieles beim Alten, das Design orientiert sich eng an den Vorgängern. Unter der Haube hat sich jedoch einiges getan: ein helleres OLED-Display, ein deutlich stärkerer Akku und neue Trainingsfunktionen sollen den Unterschied machen.

Anders als viele klassische Smartwatches versteht sich die GT 6 Pro nicht als Alleskönner mit App-Store und permanenter Online-Anbindung. Sie konzentriert sich auf Sport, Gesundheitsfunktionen samt EKG und eine lange Akkulaufzeit. Damit positioniert sie sich klar als Sportuhr zwischen Fitness-Tracker und Smartwatch – eleganter als die reinen Sportmodelle, aber ausdauernder als die meisten Smartwatches.

Wie sich die neue Huawei Watch GT 6 Pro im Alltag bewährt, haben wir in einem ausführlichen Test über sechs Wochen ausprobiert. Das Testgerät stellte uns der Hersteller zur Verfügung.

Design

Die Huawei Watch GT 6 Pro orientiert sich stark am Vorgänger und tritt erneut als elegante Sportuhr auf, die auch zur Abendgarderobe passt. Von der GT 5 Pro ist sie kaum zu unterscheiden, lediglich die etwas markanter hervorstehende Lünette setzt einen neuen Akzent. Das achteckige Design bleibt erhalten, eingefasst ist ein großes, rundes Display.

Das Gehäuse besteht aus Titan mit Keramikelementen, wirkt hochwertig verarbeitet und zeigte sich im Test widerstandsfähig: Kratzer blieben bislang aus. Mit Maßen von 45,6 × 45,6 × 11,3 mm und einem Gewicht von 55 g ist die Uhr zwar präsent, aber noch angenehm tragbar – zumindest an etwas kräftigeren Handgelenken.

Rechts oben sitzt die Krone, darunter eine programmierbare Taste. Angeboten werden drei Varianten: in Dunkelgrau mit schwarzem Fluorelastomer-Armband, in Silber mit braunem Armband inklusive gestreifter Nylon-Elemente, die optisch an die 70er erinnern, sowie eine edle Titan-Version mit Gliederarmband. Letztere wirkt besonders hochwertig, trägt sich im Alltag jedoch weniger komfortabel als die flexiblen Fluorelastomer-Varianten.

Die Armbänder lassen sich dank des Klicksystems schnell wechseln, beim Titanarmband können zudem einzelne Glieder ohne Werkzeug entfernt werden. Das klappt überraschend einfach, erfordert dennoch ein wenig Fingerspitzengefühl – und im Zweifel eine Lesebrille.

Die Huawei Watch GT 6 Pro ist gemäß 5 ATM bis 50 Meter (Wassersäule) wasserdicht und nach EN 13319 zertifiziert, was eine Tauchtiefe von bis zu 40 Metern erlaubt. Damit eignet sie sich nicht nur zum Schwimmen oder für Wassersport, sondern auch für Tauchgänge im Freizeitbereich.

Display

Das OLED-Display mit Touchfunktion ist durch schmalere Ränder noch etwas gewachsen und misst nun 1,47 Zoll in der Diagonale. Farben wirken kräftig, der Kontrast ist ausgewogen und die Bildqualität insgesamt hervorragend. Mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln ist die Darstellung gestochen scharf.

Huawei hat zudem die Helligkeit erhöht: Bis zu 3000 Nits soll der Bildschirm erreichen. Im Test ließ er sich selbst bei grellem Sonnenlicht problemlos ablesen. Zusätzlich kommt Saphirglas zum Einsatz, um den Bildschirm effektiv vor Kratzern zu schützen. Ein Always-on-Display ist optional verfügbar, geht aber stark zulasten der Akkulaufzeit.

App & Bedienung

Die Huawei Watch GT 6 Pro wird über die Health-App eingerichtet. Sie ist mit Android und iOS kompatibel, im Google Play Store aber nicht verfügbar. iPhone-, Samsung- und Honor-Nutzer finden sie in den jeweiligen Stores, andere Android-Geräte müssen sie per QR-Code installieren und kurzzeitig zusätzliche Berechtigungen erteilen.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und zeigt die wichtigsten Gesundheitswerte. Ergänzend gibt es Trainingspläne zur Auswahl und einen Zifferblatt-Store. Erweiterte Analysen, tiefergehende Trainingspläne oder Ernährungstipps gibt es nur im kostenpflichtigen Abo „Health Plus“.

Die Bedienung ist intuitiv: Neben dem Touchscreen gibt es eine Krone zum Drücken und Drehen sowie eine frei belegbare Taste für das Trainingsmenü. Wischgesten steuern Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen, Infokarten oder Wetterdaten. Die App-Übersicht erinnert an die Apple Watch, wirkt durch das neue Gitternetz aber übersichtlicher.

Auf der Uhr läuft Harmony OS, das aufgeräumt wirkt und vertraute Funktionen bietet. Vorinstalliert sind etwa Petal Maps und Komoot, Musik kann lokal gespeichert und über Kopfhörer wiedergegeben werden. Es gibt aber keinen App-Store und abgesehen von Komoot auch keine Apps von Drittanbietern. Immerhin dient die Uhr als Fernbedienung für Musik auf dem Smartphone.

Ein Schwachpunkt: Die Bluetooth-Verbindung lässt sich nicht direkt an der Uhr deaktivieren, sondern nur durch Entkoppeln – für strahlungssensible Nutzer wenig komfortabel.

Fitness-Tracking

Im Praxistest überzeugte die Pulsmessung der Huawei Watch GT 6 Pro mit hoher Genauigkeit. Selbst im Vergleich zu einem Polar-Brustgurt zeigten sich nur geringe Abweichungen von höchstens zwei bis drei Schlägen, auch bei intensiven Intervall-Einheiten auf dem Spinning-Bike. Ebenso präzise arbeitete die GPS-Ortung, die Trainingsstrecken verlässlich und sauber aufzeichnete.

Die Uhr deckt eine große Bandbreite an Sportarten ab – vom Laufen über Radfahren hin zu Kraft- und Intervalltraining. Outdoor-Sportler profitieren von der Möglichkeit, Routen in der App hochzuladen und Karten offline auf der Uhr zu speichern. Damit eignet sich die GT 6 Pro auch für längere Trailruns oder Touren abseits bekannter Wege. Die GT 6 Pro erstellt beim Sport ein Höhenprofil, wofür das integrierte Barometer sowie das GPS zum Einsatz kommen.

Für Radfahrer hat Huawei ein neues Feature integriert: Die Uhr versucht abzuschätzen, mit welcher Kraft in die Pedale getreten wird. Grundlage dafür sind GPS-Daten und Herzfrequenz. Da ein Powermeter fehlt, lässt sich die Genauigkeit dieser Werte nicht abschließend beurteilen, die Funktion erweitert aber das Trainingsangebot.

Wählt man Radfahren als Training aus oder erkennt die Watch GT 6 Pro die Aktivität automatisch, lässt sich das Smartphone am Lenker auch als Fahrradcomputer nutzen. Das kann jedoch störend sein, wenn man ohnehin schon Google Maps zur Navigation verwendet. Bis die Uhr selbstständig ein Radtraining startet, vergeht zudem meist etwas Zeit. Ist das Training einmal aktiv, erkennt die Uhr Stopps zuverlässig – etwa an einer Ampel.

Insgesamt zeigt sich die GT 6 Pro als vielseitige Sportuhr, die sowohl für alltägliche Workouts als auch für ambitioniertere Einsätze geeignet ist.

Gesundheit & Schlaf

Neben der Herzfrequenz misst die Watch GT 6 Pro auch den Blutsauerstoffgehalt (SpO₂), ermittelt die arterielle Steifigkeit und kann ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen. Dazu kommt das neue Feature einer medizinisch zertifizierten App zur Analyse von Pulswellenarrhythmien, das ein mögliches Vorhofflimmer-Risiko erkennen kann. Dieses muss man in der App aktivieren und ein Datenpaket dazu herunterladen.

Die Uhr misst auch die Herzfrequenzvariabilität (HRV), also die Abstände zwischen den Herzschlägen. Sie gilt als Indikator für Stress, Erholung und die Belastung des Nervensystems: Hohe Werte stehen größtenteils für gute Fitness, niedrige Werte können auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme hinweisen.

Die Schlafanalyse erwies sich im Test größtenteils als nachvollziehbar. Die Uhr unterscheidet zwischen Leicht-, Tief- und REM-Phasen, nächtliche Wachzeiten werden erkannt – aber nicht immer so zuverlässig erfasst wie bei einem hochwertigen Smart-Ring. Im Vergleich zum Vorgänger schneidet die GT 6 Pro jedoch besser ab.

Weitere Features

Bei bestehender Bluetooth-Verbindung lassen sich über die Uhr Telefonate führen. Die Sprachqualität reicht zwar nicht an ein Smartphone-Gespräch heran, ist für kurze Anrufe unterwegs aber mehr als brauchbar. Einen eigenständigen Mobilfunkbetrieb über eSIM für LTE sowie auch WLAN unterstützt die Watch GT 6 Pro nicht.

Kontaktloses Bezahlen ist über das integrierte NFC-Modul technisch möglich, gestaltet sich jedoch komplizierter als bei Google Wallet oder Apple Pay. Als Zahlungsdienstleister dient der polnische Anbieter Quicko. Das System basiert auf einer virtuellen Prepaid-Karte, die nur per Kreditkarte aufgeladen wird. Dafür fallen aber Gebühren an, eine direkte Verknüpfung mit Bankkonten gibt es nicht.

Akku

Die Sportuhr setzt klar auf Ausdauer. Der Akku basiert auf Silizium-Carbon-Technologie mit hoher Energiedichte. Damit erreicht er eine Kapazität von 867 mAh – rund 40 Prozent mehr als beim Vorgänger.

Huawei verspricht eine Laufzeit von bis zu 12 Tagen bei regulärer Nutzung. Im Test waren sogar fast 14 Tage möglich, ohne Always-on-Display, bei täglichem Tragen, gelegentlichem Schlaf-Tracking und zwei bis drei Workouts pro Woche. Mit aktiviertem Stromsparmodus sind theoretisch bis zu 21 Tage drin.

Wird das GPS häufiger genutzt, sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß deutlich. Im Trainingsmodus mit aktiver GPS-Aufzeichnung sollen laut Hersteller dennoch bis zu 40 Stunden erreicht werden.

Das Aufladen erfolgt über ein induktives Ladepad mit USB-A-Anschluss. Nach knapp einer Stunde ist der Akku wieder vollständig gefüllt.

Preis

Die UVP für die beiden Modelle mit Fluorelastomer-Armband liegt bei 379 Euro. Die Variante mit Titanarmband ist mit 499 Euro deutlich teurer. Mittlerweile sind die Preise gesunken. Das Modell in Schwarz kostet 299 Euro, die Variante in Braun 316 Euro. Das Modell mit Titanarmband geht bei Amazon für 409 Euro über die virtuelle Ladentheke.

Fazit

Die Huawei Watch GT 6 Pro erweist sich im Test als gelungene Weiterentwicklung mit sportlichen Funktionen, hochwertiger Verarbeitung und langer Akkulaufzeit. Besonders das helle OLED‑Display, die präzise Pulsmessung, die zuverlässige GPS‑Ortung und die vielseitigen Trainingsmodi machen sie zu einer echten Sportuhr, die zugleich im Alltag mit ihrem edlen Design überzeugt. Ergänzt wird das Paket durch Wasserdichtigkeit und erweiterte Gesundheitsfunktionen von EKG bis Schlafanalyse.

Abstriche gibt es bei der App‑Auswahl, der Bezahlfunktion und dem teils umständlichen App‑Download unter Android. Insgesamt positioniert sich die GT 6 Pro klar als Sportuhr zwischen Fitness‑Tracker und Smartwatch – mit Fokus auf Gesundheit, Tracking und Ausdauer. Wer auf App‑Vielfalt, eSIM und komfortables Bezahlen verzichten kann, erhält eine attraktive Alternative zu klassischen Smartwatches.

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

VORTEILE
  • Offline-Musikspeicher und Garmin Pay
  • integriertes GPS
  • viele sinnvolle Trainingsprofile
  • EKG-Funktion
NACHTEILE
  • keine echte Navigation (abseits von Google Maps)
  • kaum Apps und KI-Support
  • teuer

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

Die Garmin Venu 4 verbindet ein dezentes, alltagstaugliches Design mit einem klaren Schwerpunkt auf Gesundheits- und Lifestyle-Funktionen. Gleichzeitig bleibt Garmin seinen Kernkompetenzen treu: GPS-Aufzeichnung und umfangreiches Fitness-Tracking gehören weiterhin zum festen Funktionsumfang. So positioniert sich die Smartwatch als elegante Alternative zu klassischen Sportuhren, ohne auf sportliche Grundlagen zu verzichten.

Getestet haben wir die Venu 4S in der 41-mm-Variante, die uns Garmin leihweise zur Verfügung gestellt hat. Welche Stärken und Schwächen die Venu 4 hat, klärt der Test.

Design & Tragekomfort

Garmin ändert das Design der Venu 4 im Vergleich zur Venu 3 nur wenig. Das Grundkonzept bleibt erhalten: Die Smartwatch wirkt eher wie eine klassische Armbanduhr als eine ausgewiesene Sportuhr. Auffällig sind jedoch Anpassungen bei der Tastenanordnung. Während die Venu 3 noch drei längliche, vertikal am Gehäuserand platzierte Knöpfe bot, setzt die Venu 4 nun auf eine Kombination aus einer länglichen und einer runden Taste. Die Bedienung über den Touchscreen bleibt unverändert.

Auch bei den Materialien bleibt Garmin dem Vorgänger treu. Die Venu 4 kombiniert ein AMOLED-Display mit Gorilla Glass 3, eine Edelstahllünette und ein Silikonarmband. Mit 33 Gramm ohne Armband zählt die Uhr zu den leichten Modellen, was sich positiv auf den Tragekomfort auswirkt. Am Handgelenk sitzt die Smartwatch angenehm, die Tasten sind so positioniert, dass sie nicht drücken. Auch beim Tragen in der Nacht zeigt sich die Venu 4 unauffällig.

Wie bereits die Venu 3 ist auch die Venu 4 bis zu einem Druck von 5 ATM wasserdicht. Schwimmen, Duschen oder Joggen im Regen stellen damit kein Problem dar. Für Aktivitäten bei hohem Wasserdruck oder längere Tauchgänge ist die Smartwatch jedoch nicht ausgelegt.

Der Hersteller bietet die Smartwatch erneut in zwei Größen an: Die Venu 4 misst 45 mm, während die Venu 4S mit 41 mm Durchmesser für kleinere Handgelenke – etwa bei Damen oder Jugendlichen – eine Option ist.

Display

Wie schon beim Vorgängermodell setzt Garmin bei der Venu 4 auf ein AMOLED-Display. Da der Hersteller die Smartwatch in zwei Größen anbietet, variiert auch die Display-Diagonale: Das 41-mm-Modell kommt auf 1,2 Zoll, die 45-mm-Variante auf 1,4 Zoll. Die Auflösung liegt entsprechend bei 390 × 390 Pixeln oder 454 × 454 Pixeln.

Das Display lässt sich – wie von aktuellen Garmin-Uhren gewohnt – jederzeit einwandfrei ablesen. Ein integrierter Umgebungslichtsensor passt die Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse an. Alternativ lässt sich die Helligkeit auch manuell einstellen. Beide Optionen arbeiten zuverlässig.

Einrichtung & Bedienung

Als festes Mitglied des Garmin-Ökosystems entfaltet die Venu 4 ihren Funktionsumfang nur in Verbindung mit der Garmin-Connect-App. Auf eine ausführliche Vorstellung der Anwendung verzichten wir an dieser Stelle, da wir sie bereits in früheren Garmin-Tests detailliert behandelt haben.

Die Kopplung erfolgt per Bluetooth, anschließend führen wir die Einrichtung direkt in der App durch. Ein kurzes Tutorial erklärt dabei die wichtigsten Funktionen und die Bedienlogik der Venu 4. Der gesamte Einrichtungsprozess dauert nur wenige Minuten. Funktionen wie Garmin Pay oder die Musikwiedergabe lassen sich bei Bedarf auch später konfigurieren.

In der Praxis überzeugt die Bedienung mit der von Garmin gewohnten Zuverlässigkeit. Die Uhr reagiert flüssig, das Touch-Display setzt Eingaben präzise um und kommt auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern gut zurecht. Nutzer, die bereits eine Garmin-Uhr verwendet haben, finden sich sofort zurecht. Aber auch Einsteiger sollten sich nach kurzer Zeit problemlos orientieren können.

Training & Fitness

Garmin richtet die Venu 4 klar auf eine Kombination aus Fitness und Lifestyle aus. Das zeigt sich nicht nur im Design, sondern auch im Funktionsumfang. Die Smartwatch unterstützt mehr als 80 Trainingsprofile sowie einen Multisport-Modus, mit dem sich mehrere Sportarten kombinieren lassen. Zur Auswahl stehen unter anderem verschiedene Ausdauerdisziplinen, Krafttraining, Yoga sowie Mannschafts- und Wintersportarten. Hinzu kommt ein spezielles Golf-Modul mit Daten zu mehr als 43.000 Golfplätzen weltweit.

Bei Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren erfasst die Venu 4 umfangreiche Trainingsdaten. Diese reichen zwar nicht an den Detailgrad der Forerunner- oder Fenix-Serie heran, sind jedoch für die meisten Hobbyathleten gänzlich ausreichend. Auf Basis der Messwerte berechnet die Uhr den Trainingsnutzen, die empfohlene Erholungszeit und die aktuelle Trainingsbereitschaft, wobei auch Schlaf- und Erholungsdaten einfließen.

Eigene Trainingseinheiten lassen sich in der Garmin-Connect-App erstellen und anschließend direkt auf der Uhr anzeigen. Zusätzlich bietet Garmin vorgefertigte Trainingspläne für Ausdauer- und Kraftsport sowie Einheiten für HIIT, Cardio, Yoga und Pilates. Eine Besonderheit ist der Rollstuhlmodus, mit dem Rollstuhlfahrer tägliche Schübe erfassen und speziell angepasste Trainings nutzen können.

Zentral für Training und Alltag ist der optische Pulssensor. Garmin setzt hier auf die bewährte Elevate-Technologie, die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität misst. Im Test arbeitet der Sensor zuverlässig und präzise. Sowohl bei lockeren Laufeinheiten als auch beim Krafttraining und bei HIIT-Einheiten liefert die Venu 4 hervorragende Messwerte. Bei stark schwankender Herzfrequenz zeigen sich im Vergleich zu einem Brustgurt lediglich geringe Abweichungen im niedrigen einstelligen Bereich, wie sie für optische Sensoren typisch sind.

Für die Streckenaufzeichnung verfügt die Venu 4 über ein integriertes GPS-Modul mit Unterstützung für Glonass, QZSS, Galileo und Beidou. Beim Laufen oder Radfahren speichert die Uhr die zurückgelegten Routen zuverlässig. Eine klassische Kartenansicht fehlt allerdings; die Navigation beschränkt sich auf Breadcrumb- und Trackback-Funktionen. Immerhin bietet die Venu 4 inzwischen Google Maps als eingeschränkte App-Integration aus dem Garmin Connect IQ Store, sodass sich Routen per Abbiegehinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen – allerdings keine Karten. In der Praxis funktioniert das problemlos und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.

Schlaf & Gesundheit

Die Venu 4 bietet eine umfassende Palette an Gesundheitsfunktionen, inklusive detaillierter Schlafanalyse. Im Zentrum steht der sogenannte Health Status, der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atmung, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur auswertet und mögliche Auffälligkeiten erkennt. Ergänzend dazu erfasst das Lifestyle Logging alltägliche Gewohnheiten wie Koffeinkonsum, Entspannungsmaßnahmen etwa durch Meditation sowie Aspekte der Schlafhygiene. Die von anderen Garmin-Modellen bekannte Body Battery liefert zusätzlich eine Einschätzung der aktuellen Energiereserven des Körpers.

Als sportlich orientierte Lifestyle-Smartwatch unterstützt die Venu 4 zudem Funktionen zur Frauengesundheit. Nutzerinnen können unter anderem physische Symptome, Stimmung, sexuelle Aktivität, Eisprung und Ausfluss dokumentieren. Der Funktionsumfang fällt umfangreich aus und eignet sich gut, um den eigenen Zyklus zu beobachten. In Kombination mit dem Lifestyle Logging lassen sich so auch stress- oder stoffwechselbedingte Veränderungen und Trends erkennen. Positiv fällt zudem die Möglichkeit auf, zu jedem Zyklustag eigene Notizen zu hinterlegen – etwa zur Dokumentation der Körpertemperatur im Rahmen der NFP-Methode.

Neben der kontinuierlichen Herzfrequenzmessung unterstützt die Venu 4 die Garmin-EKG-App. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren – in der Europäischen Union ist das Feature seit Längerem zertifiziert. Über Sensoren in der Uhr lässt sich innerhalb von 30 Sekunden ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, um den Sinusrhythmus zu prüfen und mögliche Hinweise auf Vorhofflimmern zu erkennen. Voraussetzung ist ein Software-Update sowie die einmalige Einrichtung der Funktion in der Garmin-Connect-App.

Im Test gelingt die Aufzeichnung zuverlässig: Nach dem Anlegen von Daumen und Zeigefinger an den Gehäuserand zeichnet die Uhr den Herzrhythmus auf, das Ergebnis lässt sich anschließend sowohl auf der Uhr als auch in der App einsehen und exportieren. Ein ärztliches EKG ersetzt die Funktion nicht, sie kann jedoch erste Hinweise auf Unregelmäßigkeiten liefern.

Für das Schlaftracking kombiniert Garmin bei der Venu 4 einen Sleep Score mit einem Schlafcoach. Die Uhr erkennt Schlafphasen und Nickerchen automatisch und erfasst neben der Herzfrequenz auch Hauttemperatur und Atemmuster, um die Schlafqualität zu bewerten. In der Praxis arbeitet das Tracking zuverlässig: Die Ergebnisse stimmen weitgehend mit dem subjektiven Empfinden überein, auch nächtliche Wachphasen erkennt die Uhr korrekt. Trotz ihres präsenten Gehäuses stört die Venu 4 beim Schlafen nicht.

Weitere Features

Nutzer, die mit Garmin-Smartwatches vertraut sind, erleben bei den Zusatzfunktionen der Venu 4 kaum Überraschungen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Lifestyle-Features. So unterstützt die Uhr Garmin Pay und bietet einen integrierten Musikspeicher. Damit lassen sich Zahlungen direkt über die Smartwatch abwickeln – sofern die eigene Bank Garmin Pay unterstützt – und Musik auch ohne Smartphone hören. Nach der Einrichtung über die App funktionieren beide Funktionen im Test problemlos. Die Venu 4 unterstützt unter anderem Spotify und Deezer, sodass sich Inhalte direkt auf den internen Speicher der Uhr herunterladen lassen.

Zusätzlich integriert Garmin ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Die Venu 4 verarbeitet damit Sprachbefehle und eignet sich zum Annehmen und Führen von Telefonaten. Für Anrufe ist jedoch stets ein gekoppeltes Smartphone erforderlich, da die Uhr über keinen eSIM-Slot verfügt.

Akku

Garmin beziffert die Akkulaufzeit der 41-Millimeter-Variante der Venu 4 auf bis zu zehn Tage, bei dauerhaft aktiviertem Display auf rund drei Tage. Das 45-Millimeter-Modell bietet einen etwas größeren Akku und soll bis zu zwölf Tage durchhalten. Damit bewegt sich die Venu 4 auf dem Niveau des Vorgängers. Im Praxistest – mit drei Sporteinheiten pro Woche à jeweils rund 90 Minuten, davon zwei mit GPS, aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Display-Helligkeit – musste die Uhr nach neun Tagen wieder an die Steckdose gehen. Das ist ein solider, wenn auch kein herausragender Wert für eine Smartwatch.

Preis

Die Venu 4 ist in mehreren Farbvarianten sowie in zwei Gehäusegrößen mit 41 und 45 Millimetern erhältlich. Garmin ruft für das kleinere Modell eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von rund 550 Euro auf, die größere Variante liegt bei etwa 600 Euro. Damit positioniert sich die Venu 4 deutlich über der Venu 3 und kostet je nach Ausführung 80 bis 120 Euro mehr.

Zum Testzeitpunkt ist die Smartwatch im Handel allerdings bereits günstiger zu haben: Der Straßenpreis startet für die Venu 4S mit 41 mm bei rund 420 Euro sowie für die Venu 4 mit 45 mm bei ebenfalls 420 Euro.

Fazit

Wer weiß, was er will, erhält mit der Garmin Venu 4 eine ausgezeichnete Smartwatch mit klarem Fokus auf Gesundheits-, Fitness- und Alltagsfunktionen. Bei den klassischen Smartwatch-Features bleibt im Vergleich zu Wear OS deutlich Luft nach oben: Die eingeschränkten Navigationsmöglichkeiten sowie der weitgehende Verzicht auf KI-Funktionen fallen negativ auf.

Demgegenüber steht eine umfangreiche Auswahl an Fitness- und Lifestyle-Tracking-Funktionen sowie eine lange Akkulaufzeit, die im Alltag einen spürbaren praktischen Nutzen bieten. Auch die EKG-Funktion erweist sich im Test als sinnvolle Ergänzung. Garmin Pay und der integrierte Musikspeicher vervollständigen das insgesamt stimmige, wenn auch hochpreisige Gesamtpaket.

Die Google Pixel Watch 4 punktet mit hellerem Display, besserem Akku und überraschender Reparierbarkeit – mehr im Test.

VORTEILE
  • deutlich helleres Display mit 3000 Nits
  • längere Akkulaufzeit
  • flüssige Performance durch Snapdragon W5 Gen 2
  • zuverlässige Aktivitätserkennung mit automatischer Aufzeichnung
NACHTEILE
  • vergleichsweise teuer
  • für Pixel Watch 3 Besitzer kaum Upgrade-Gründe
  • Fitbit-Implementierung teils mit Login-Problemen

Die Google Pixel Watch 4 punktet mit hellerem Display, besserem Akku und überraschender Reparierbarkeit – mehr im Test.

Google bringt mit der Pixel Watch 4 die vierte Generation seiner Smartwatch auf den Markt. Auf den ersten Blick ähnelt sie stark dem Vorgänger: Das runde, gewölbte Gehäuse bleibt, Gewicht und Maße ändern sich nicht. Im Detail zeigen sich aber wichtige Verbesserungen. Das Display ist deutlich heller und größer geworden, der Akku hält länger durch und der neue Chipsatz sorgt für flüssigere Performance.

Die Pixel Watch 4 gibt es in zwei Größen: 41 und 45 mm. Beide Varianten sind wahlweise mit Wi-Fi oder LTE erhältlich. Wie sich die Smartwatch im Alltag schlägt und ob sich der Kauf lohnt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns Google zur Verfügung gestellt. Auch die Kollegen der c't haben die Uhr getestet: Google Pixel Watch 4 im Test.

Design & Tragekomfort

Optisch bleibt Google dem runden Design mit gewölbtem Glas treu. Das Gehäuse aus Aluminium wiegt bei der 45-mm-Variante rund 37 g – identisch zum Vorgänger. Die Verarbeitung ist hochwertig, nichts knarzt oder wackelt. In der Farbe des Testgeräts Moonstone setzt Google auf ein mattes Finish statt auf glänzenden Edelstahl. Das wirkt edler und zieht weniger Fingerabdrücke und Kratzer an. Das matte Finish gab es beim Vorgänger nur in der Variante Matte Black Obsidian.

Die Kollegen der c't haben in ihrem Test festgestellt, dass sich die Uhr durch zwei winzige Torx-Schrauben neben dem Lautsprecher öffnen lässt. Löst man sie, lässt sich der rückseitige Gehäusedeckel abnehmen. Wenn nach einigen Jahren der Akku seine Kapazität eingebüßt hat oder nach einem Sturz das Glas einen Sprung hat, ist die Uhr kein Elektroschrott. Allerdings dürfte man dadurch die Garantieansprüche gefährden, und die Wasserdichtigkeit ist nach dem Öffnen nicht mehr gewährleistet.

Die Krone sitzt deutlich besser als beim Vorgänger und fühlt sich beim Drehen angenehmer an. Auch der kleine Knopf darüber, der die zuletzt verwendeten Apps oder bei längerem Druck den Gemini-Assistenten aufruft, fühlt sich besser an. Allerdings bleibt die Platzierung unglücklich – ein Vorteil ist nur, dass man ihn nicht versehentlich mit dem Handrücken auslöst.

Die Armbänder lassen sich weiterhin schnell wechseln. Positiv: Der Mechanismus ist kompatibel mit dem Vorgängermodell. Wer von einer älteren Pixel Watch umsteigt, kann seine Armbänder weiternutzen – gleiche Uhrengröße vorausgesetzt. Das mitgelieferte Silikonarmband liegt in zwei Größen bei. Im Test trocknet es unsere Haut allerdings zu stark aus, weshalb wir lieber zum Gliederarmband oder einem Stoffarmband greifen. Hier kann man auf die große Auswahl von Drittanbietern zurückgreifen, die es inzwischen zahlreich gibt. Wir selbst nutzen ein günstiges Modell von Amazon für 19 Euro, das seit über einem Jahr seinen Dienst tut.

Auch Google selbst bietet zehn verschiedene Armbänder zu Preisen zwischen 49 Euro (Silikonarmband) und 209 Euro (Kettenarmband). Die namhafteren Drittanbieter Bellroy und Spigen bieten ebenfalls Armbänder oder gleich ganze Rugged Bands, in denen auch das Uhrengehäuse gänzlich verschwindet, was dieses besser schützen soll. Angesichts der großflächigen Glaskuppel über dem Display erscheint das trotz Gorilla Glas 5 sinnvoll.

Die Uhr ist nach IP68 und 5 ATM wasserdicht. Farblich stehen Moonstone, Porcelain, Obsidian und Lemongrass zur Auswahl. Bei Porcelain kommt ein silbernes, bei Lemongrass ein goldfarbenes Finish des Rahmens zum Einsatz. Moonstone setzt auf einen blau-grauen, Obsidian auf einen schwarzen Rahmen. Die beiliegenden Armbänder sind entsprechend der Farbvarianten ebenfalls eingefärbt.

Display

Das OLED-Display der Pixel Watch 4 misst bei der 45-mm-Variante 1,45 Zoll und löst mit 456 × 456 Pixel auf. Die 41-mm-Variante bietet 1,34 Zoll bei 408 × 408 Pixel. Die Pixeldichte liegt bei 320 ppi. Der Bildschirm ist damit um zehn Prozent größer geworden, weil Google den Rand auf knapp 3 mm verkleinert hat. Zwar ist das Display nicht rahmenlos, der schwarze Rand fällt aber deutlich weniger auf als beim Vorgänger.

Das OLED folgt mit einer eigenen Biegung dem gewölbten Glas – Google nennt das Actua 360. Das sieht beim Scrollen durch Apps gut aus und lässt Zifferblätter plastischer wirken. Die maximale Helligkeit ist von 2000 auf 3000 cd/m² gestiegen. Damit lässt sich die Anzeige auch unter direktem Sonnenlicht einwandfrei ablesen. Im Test überzeugt das Display mit sattem Schwarz, hohem Kontrast und gestochen scharfer Schrift. Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch zwischen 1 und 60 Hz an den Bildinhalt an.

Software & Bedienung

Die Pixel Watch 4 läuft mit Wear OS 6, das auf Android 16 basiert. Google setzt hier auf die neue Designsprache Material 3 Expressive, die auch auf den Pixel-Smartphones bereits Einzug gehalten hat. Diese zeichnet sich durch größere, auffällig geformte Buttons aus. Schriften, Schaltflächen und Zifferblattelemente erscheinen in zueinander passenden Primär- und Akzentfarben. Das sieht schick aus und erlaubt es, den gesamten Look der Uhr in Windeseile zu ändern. Die Oberfläche reagiert auf Eingaben mit verrückten Animationen, Buttons verformen sich – insgesamt wirkt das Design eigenständiger und verspielter als zuvor.

Die Bedienung erfolgt über Wischgesten und zwei Tasten. Das gewohnte Bedienkonzept hat sich nicht geändert: Von oben öffnen sich die Kacheln mit den Schnelleinstellungen, die man vom Smartphone kennt. Hier lassen sich etwa WLAN, Bluetooth, Helligkeit, Lautstärke und der Flugmodus schnell anpassen. Von unten lassen sich Benachrichtigungen öffnen. Seitliches Wischen scrollt durch anpassbare Kacheln, die etwa übers Wetter, Termine, Körperdaten und Trainingsleistungen informieren. Diese Kacheln lassen sich individuell anordnen und auswählen.

Ein Druck auf die Krone öffnet die App-Übersicht, wo man durch Drehen der Krone durch die Icons scrollt. Begleitet wird das durch knackiges Vibrationsfeedback. Geöffnete Apps lassen sich mit der Krone auch schließen, denn ein Druck darauf bringt einen stets zurück auf die Standardansicht des Zifferblatts.

Oberhalb der Krone sitzt leicht versteckt ein weiterer Knopf, der je nach Dauer des Drückens entweder die zuletzt geöffneten Apps oder den digitalen Assistenten hervorholt. Hier hat Google den altgewohnten Assistant bereits begraben. Auf der Pixel Watch 4 steht die deutlich leistungsfähigere KI Gemini Rede und Antwort. Im Test schaltete sich Gemini allerdings gelegentlich unvermittelt ein, vor allem während Gesprächen. Wir sind uns ziemlich sicher, dabei nicht durch den Knopf den Assistenten ausgelöst zu haben. Naheliegend ist eine Fehlinterpretation eines Wortes oder Geräuschs als „Hey Google“. Mit dem Vorgänger hatten wir dieses Problem nicht.

Die Uhr benötigt zur Aktivierung eine Bluetooth-Verbindung zu einem Android-Smartphone sowie eine Anmeldung im eigenen Google-Konto. Die Verzahnung beider Geräte funktionierte im Test tadellos und sorgte dafür, dass das Handy seltener aus der Tasche gezogen werden muss. Auf eingehende Benachrichtigungen von Chat-Apps lässt sich direkt auf der Uhr antworten – entweder per Spracheingabe, Tastatur oder vordefinierten Antworten. Während Android-Nutzer über alle Hersteller hinweg die Pixel Watch nutzen können, bleiben iPhones draußen.

Die Einrichtung klappt über die Pixel Watch App. Ein Fast-Pair-Popup zeigt die Uhr direkt nach dem Einschalten an – sogar in der richtigen Farbe. Nach Bestätigung einer PIN zwischen Uhr und Smartphone wird die Verbindung hergestellt.

Anschließend meldet man sich im Google-Konto an, um Google-Apps zu nutzen, neue Apps herunterzuladen und „Mein Gerät finden“ zu verwenden. Danach fragt die Uhr, ob eine Sicherung der vorherigen Uhr wiederhergestellt werden soll. Falls im Google-Konto gespeichert, übernimmt sie automatisch das WLAN-Passwort.

Anschließend muss man sich noch bei Fitbit mit der Uhr registrieren. Hier gibt es nur ein Gerät pro Account – die Vorgängeruhr muss entfernt werden. Hierzu sollte man zuvor sicherstellen, dass alle Daten synchronisiert sind, da nicht synchronisierte Daten durch das Ersetzen verloren gehen. Bei uns gab es auf einem Honor-Handy Probleme: Wir konnten uns zwar mit Fitbit einloggen, die Uhr wollte aber nicht mit Fitbit synchronisieren. Erst nach mehrmaligem Zurücksetzen der Uhr klappte es. Einen wirklichen Grund haben wir nicht gefunden. Auf einem Google Pixel 10 Pro XL lief die Einrichtung dagegen weitgehend problemfrei.

Was vor einigen Jahren mit der Pixel Watch noch nicht möglich war, funktioniert jetzt reibungslos: eine Cloud-Sicherung oder die manuelle Übertragung von einer alten auf eine neue Uhr. Früher musste man die Uhr komplett neu einrichten und hatte keine Möglichkeit, Einstellungen und ähnliche Daten komfortabel zu übertragen. Das ist nun deutlich komfortabler.

Die App-Auswahl im Play Store ist riesig. Neben den üblichen Google-Apps wie Gmail, Kalender, Maps und YouTube Music gibt es zahlreiche Drittanbieter-Apps, wie Spotify, Strava, Komoot und weitere. Allerdings funktioniert die Musikwiedergabe über Spotify nicht direkt über den Lautsprecher der Uhr – die App öffnet immer das Bluetooth-Menü, um ein externes Gerät zu verbinden. Nur mit dem Samsung Internetbrowser aus dem Play Store lassen sich Medien direkt über den Lautsprecher abspielen.

Ausstattung

Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon W5 Gen 2. Der neue Chipsatz ist schneller und effizienter als der Vorgänger. Im Test läuft alles flüssig, Apps starten schnell, Mikroruckler gibt es keine. Der neue Chip beherrscht auch Satellitenfunk, womit die Uhr auch ohne Mobilfunkempfang Notrufe absetzen kann. Bislang funktioniert das jedoch nur in den USA.

Zur Ausstattung zählen 2 GB RAM und 32 GB Speicher. Neben Wi-Fi 6 gibt es Bluetooth 6.0, NFC und UWB. Die LTE-Variante nutzt eine eSIM. GPS arbeitet mit L1/L5, GLONASS und Galileo. Die Positionsbestimmung ist im Test sehr genau und schnell. Zur Sensorik gehören Beschleunigungssensor, Gyroskop, Lichtsensor, Barometer und Thermometer.

Der Lautsprecher klingt etwas besser als beim Vorgänger – für eine Uhr annehmbar. Er ist aber vorwiegend für die Wiedergabe von Klingeltönen oder dergleichen gedacht. Die Mikrofonqualität ist ausreichend, aber deutlich schlechter als am Smartphone. Telefonate über die Uhr sind möglich, klingen aber blechern.

Eine Funktion zum Austreiben von Wasser aus dem Lautsprecher nach dem Baden fehlt weiterhin. Das kennen wir von der Apple Watch, die durch das gezielte Abspielen von kurzen, lauten Geräuschen Wasser aus den Lautsprechern drückt. Wir würden uns wünschen, wenn Google dieses Feature auch bei der Pixel Watch nachliefern würde, da es sinnvoll ist, um Rückstände in den Lautsprechern zu vermeiden.

Training

Die Pixel Watch 4 bietet Trainingsprofile für zahlreiche Sportarten – etwa Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining. Der optische Pulssensor misst sehr genau und reagiert zuverlässig auf Belastungswechsel. Im Vergleich mit einem Brustgurt von Polar wich die Uhr nur um wenige Herzschläge ab – selbst bei hoher Belastung während des Intervalltrainings auf dem Spinning-Bike.

Die automatische Aktivitätserkennung der Pixel Watch 4 arbeitet zuverlässig und erkennt Spaziergänge, Läufe oder Radtouren meist von selbst. Neu ist, dass die Uhr nach einer Aktivität automatisch fragt, ob die erfassten Daten gespeichert werden sollen. Beim Vorgänger musste man die Aufzeichnung noch manuell bestätigen, sonst gingen Trainingszeit und Detaildaten verloren. Jetzt werden alle Parameter automatisch erfasst – nur die Bestätigung zum Speichern steht noch aus. So bleiben keine Trainingsdaten mehr auf der Strecke.

Während des Trainings zeigt die Uhr Daten wie Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien und Puls. Eine detaillierte Analyse erfolgt in der Fitbit-App auf dem Smartphone. Diese wartet mit umfangreichen Daten, Auswertungen und Handlungsempfehlungen auf. Man bekommt etwa Einblick in Herzfrequenzzonen, Rundenzeiten, Höhenmeter und vieles mehr. Auch eine Übersicht über die Trainingsbelastung und Erholungszeit wird angezeigt.

Der Datenfundus der Basisversion dürfte dem Großteil der Nutzer ausreichen. Das kostenpflichtige Fitbit-Pro-Abo bietet sich vorwiegend für ambitionierte Nutzer an, die anhand individueller Trainingspläne ihre Leistung steigern wollen. Hier gibt es etwa personalisierte Workouts, erweiterte Analysen und Vergleiche mit anderen Nutzern. Zum Kauf einer neuen Pixel Watch gibt es hier 6 Monate gratis zum Schnuppern.

Schlaf & Gesundheit

Das Schlaftracking der Pixel Watch 4 hinterlässt einen guten Eindruck. Sie unterscheidet zuverlässig zwischen Tief-, Leicht- und REM-Schlaf, die Ergebnisse wirken im Vergleich zum Oura Ring plausibel. Der Schlafscore berücksichtigt Schlafdauer, Wachphasen, Ruhepuls und Bewegung. Wachphasen erkannte die Uhr im Test zuverlässig, im Test der c’t fielen sie jedoch länger aus als bei Trackern von Polar und Xiaomi.

Zusätzlich schätzt die Uhr auch Schwankungen der Sauerstoffsättigung. Nach 14 Tagen bewertet Fitbit das Schlafmuster anhand eines „Schlaftiers“, das den eigenen Schlaftyp symbolisiert – etwa ob man kurz schläft, lange Tiefschlafphasen hat oder häufig aufwacht. Auch ein Vergleich der eigenen Werte mit denen anderer Nutzer ist möglich.

Zusätzlich zur präzisen, sekundengenauen Pulsmessung erfasst die Uhr Blutsauerstoff und Stresslevel. Zur Sensorik gehören optische Sensoren, eine Messeinheit für ein einkanaliges Elektrokardiogramm (EKG) und ein Sensor für Hauttemperatur und -leitfähigkeit. So ausgestattet, erfasst die Uhr nicht nur körperliche Aktivität, sondern generiert Metadaten wie den generellen Trainingsstand und den Stresslevel.

Die EKG-Funktion lässt sich manuell auslösen, indem man 30 Sekunden lang den Finger auf die Krone legt. Damit kann man Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen. Ferner kann man bei unregelmäßigem Herzrhythmus eine Benachrichtigung bekommen. Bei unseren Tests wurden die Schritte und die Pulsfrequenz recht genau erfasst.

Akku

Der Akku der Pixel Watch 4 ist in der 45‑mm‑Version von 420 auf 455 mAh gewachsen. Das klingt nach wenig, führt aber in Kombination mit dem effizienteren Prozessor zu einer deutlich längeren Laufzeit. Bei gelegentlichem Nachrichtenabruf und passivem Tracking von Aktivität und Schlaf lag der Akkustand nach 24 Stunden noch bei 55 bis 62 Prozent. Insgesamt kam die Uhr auf rund zweieinhalb Tage Laufzeit – zwei volle Tage sind also problemlos möglich.

Eine vollständige Ladung der Watch 4 in 45 mm dauert etwas mehr als 45 Minuten. Nach 15 Minuten ist die Uhr bereits etwa halb voll – genug, um beim Duschen schnell rund 20 Prozent nachzuladen.

Die 41-mm-Variante stand uns für den Test nicht zur Verfügung. Bei ihr ist der Akku von 307 auf 325 mAh gewachsen, sodass die Verlängerung der Laufzeit von 24 auf 30 Stunden laut Herstellerangabe uns plausibel erscheint.

Google hat auch den Ladeanschluss überarbeitet: Während die erste Generation noch kabellos lud, nutzten die zweite und dritte Generation Kontaktstifte auf der Unterseite. Bei der Pixel Watch 4 sitzen die beiden Ladekontakte nun seitlich gegenüber der Krone. Die Uhr steht beim Laden aufrecht in einer Ladeschale – das funktioniert zuverlässig, wirkt aber anfangs ungewohnt. Das beiliegende Kabel ist solide verarbeitet; ein Ersatz kostet im Google Store 29 Euro.

Preis

Die Google Pixel Watch 4 kostet je nach Größe, Ausstattung und Farbe zwischen 314 und 524 Euro. Die 41-mm-Variante mit Wi-Fi startet bei 300 Euro, die 45-mm-Version bei 348 Euro. Für die LTE-Variante fällt ein Aufpreis an: Die 41-mm-Version kostet 415 Euro, die 45-mm-Version ab 460 Euro.

Armbänder gibt es von Google für 49 bis 209 Euro, bei Drittanbietern oft günstiger. Das Ladekabel kostet bei Verlust 29 Euro im Google Store. Bereits kurz nach Marktstart sind die Preise teils deutlich gefallen – im freien Handel sind einzelne Varianten günstiger zu haben.

Fazit

Die Google Pixel Watch 4 ist eine ausgereifte Smartwatch, die in vielen Bereichen überzeugt. Das deutlich hellere Display mit 3000 Nits lässt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen. Die längere Akkulaufzeit von über einem Tag macht die Uhr alltagstauglich – auch für Schlaftracking. Der neue Snapdragon W5 Gen 2 sorgt für flüssige Performance ohne Ruckler.

Die Verzahnung mit Android-Smartphones funktioniert tadellos. Auf Benachrichtigungen lässt sich direkt auf der Uhr antworten, mit Google Wallet bezahlt man kontaktlos. Die Fitness- und Gesundheitsfunktionen sind umfangreich: Schritte, Puls, Blutsauerstoff, Stresslevel, Schlaftracking und EKG decken die wichtigsten Bereiche ab. Die automatische Aktivitätserkennung funktioniert zuverlässig und zeichnet nun alle Parameter automatisch auf.

Für Besitzer der Pixel Watch 3 lohnt sich ein Upgrade kaum – die Verbesserungen sind vorhanden, aber nicht gravierend. Wer neu einsteigen will und ein Android-Smartphone besitzt, bekommt mit der Pixel Watch 4 eine gut ausgestattete Smartwatch mit langer Akkulaufzeit und hellem Display.

Dezente Updates, starke Leistung: Die Apple Watch Series 11 glänzt mit hellerem Bildschirm, 5G und neuer Bluthochdruckwarnung – ein smarter Feinschliff.

VORTEILE
  • helles Display mit LTPO-Technologie
  • erkennt Bluthochdruck
  • 1-Kanal-EKG
  • 5G-Konnektivät
NACHTEILE
  • wenig echte Neuerungen
  • kurze Akkulaufzeit
  • teuer

Dezente Updates, starke Leistung: Die Apple Watch Series 11 glänzt mit hellerem Bildschirm, 5G und neuer Bluthochdruckwarnung – ein smarter Feinschliff.

Die Apple Watch Series 11 erhält dezente Updates beim Display und der 5G-Konnektivität, während die Sensoren unverändert bleiben. Wie sich die neue Apple Watch im Alltag schlägt, haben die Kolleginnen und Kollegen von Mac & i ausführlich getestet – wir fassen für Sie die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Der vollständige Testbericht findet sich im Plus-Artikel Apple Watch Ultra 3, Series 11 und SE 3 im Test: Schneller, smarter, Satellit.

Design

Die Kantenlängen von 42 mm und 46 mm bei einer Dicke von 9,7 mm bleiben bei der Apple Watch Series 11 unverändert – sowohl bei der Aluminium- als auch Titanvariante. Das von Mac & i getestete Aluminiummodell mit 46 mm wiegt nur rund 1,5 g mehr als die Series 10 – im wahrsten Sinne des Wortes kaum spürbar.

Beim Aluminiumgehäuse kommt nun Ion‑X‑Glas zum Einsatz, das doppelt so kratzfest sein soll, während die Titanversion weiterhin auf bewährtes, widerstandsfähiges Saphirglas setzt. Die Apple Watch Series 11 ist wasserdicht nach 5 ATM.

Display

Das OLED-Display der Apple Watch Series 11 nutzt LTPO-Technologie, bleibt auch seitlich ablesbar und erreicht laut Apple eine Helligkeit von bis zu 2000 Nits. In Tests der Kollegen lag die Helligkeit im Freien bei 1598 Nits, etwas unter dem Vorgänger. Die Auflösung beträgt 446 × 374 Pixel (42 mm) oder 496 × 416 Pixel (46 mm).

Das Always-On-Display kann die Bildwiederholrate auf 1 Hertz reduzieren und dauerhaft einen Sekundenzeiger anzeigen – eine Funktion, die bereits mit der Series 10 eingeführt wurde.

Ausstattung

Die Apple Watch Series 11 wird über zwei Tasten gesteuert, darunter die drehbare Digital Crown, sowie über das Touch-Display per Wischen und Tippen. Die Bedienung bleibt insgesamt intuitiv und vertraut. Ein Mikrofon und ein lauter Lautsprecher sind für Telefonie vorhanden.

Im Inneren arbeitet weiterhin der S10-Chip, eine kompaktere Variante des S9 von 2023. Speicher, Lautsprecher, Mikrofon und Sensoren bleiben unverändert. Viele neue Funktionen wie der Schlafindex kommen mit Watch OS 26 auch auf ältere Modelle. Der Speicher liegt nach wie vor bei 64 GB.

Die Mobilfunkversionen unterstützen nun 5G nach dem Redcap-Standard („Reduced Capabilities“) mit Datenraten zwischen 10 und 100 MBit/s, der für Geräte mit kleinerem Akku optimiert ist. Redcap bietet geringere Latenzen und höhere Effizienz als LTE, der Unterschied ist aber kaum spürbar. Ist 5G nicht verfügbar, nutzt die Uhr automatisch LTE.

Fitness

Die Apple Watch Series 11 ist erneut mit elektrischen und optischen Herzsensoren, Temperatur-, Beschleunigungs- und einem Gyro-Sensor ausgestattet. Sie misst EKG, Herzfrequenz- und Blutsauerstoffmessung, Schlaf-Tracking, Sturzerkennung mit Notruf, Zyklustracking und Lärmüberwachung. Eine Erkennung von Schlafapnoe gehört ebenfalls dazu.

Die Apple Watch Series 11 führt mit der Bluthochdruckwarnung eine neue Gesundheitsfunktion ein. Sie nutzt den optischen Herzfrequenzsensor und einen Algorithmus, um über 30 Tage Anzeichen chronisch erhöhten Blutdrucks zu erkennen. Konkrete Messwerte liefert die Uhr nicht, sondern warnt bei Auffälligkeiten und empfiehlt eine ärztliche Kontrolle.

Eigene Testergebnisse lagen noch nicht vor. Die Bluthochdruckwarnung ist von der US-FDA und europäischen Behörden zugelassen. Sie steht auch auf der Apple Watch Series 9, 10 und Ultra 2 per Software-Update zur Verfügung.

Die neueste Apple Watch gehört bei der Trainingserfassung weiter zu den Top-Geräten, was Präzision angeht. Sie ist zudem für moderates Schnorcheln bis 6 Meter Tiefe einsetzbar, misst außerdem Wassertiefe und -temperatur und zeigt Gezeitenvorhersagen per App an.

Akku

Apple erhöht bei der Series 11 die Akkukapazität um 12 Prozent und verspricht weiterhin eine „ganztägige“ Laufzeit. Im Test der Kollegen von Mac & i hielt die 46-mm-Version bei moderater Nutzung rund 28 Stunden durch. Hauptverbraucher bleiben Display, Funk und GPS. Eine einstündige Outdoor-Einheit mit aktiviertem Always-On-Display kostete etwa 15 Prozent Akku.

Dank des Schnellladens erreicht die Uhr in 30 Minuten etwa 80 Prozent Ladestand. Für eine Nacht Schlaf-Tracking genügen fünf Minuten am Ladepuck. Zum Schnellladen sind der USB-C-Puck und ein 20-Watt-Netzteil mit Power Delivery erforderlich.

Preis

Die Apple Watch Series 11 hat eine UVP von 450 Euro für das Modell mit Aluminiumgehäuse. Das größere Modell kostet rund 30 Euro mehr. Die Mobilfunkvariante hat einen Aufpreis von rund 120 Euro. Neu ist die Farbe Spacegrau. Wie üblich gibt es Armbänder aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlicher Länge, die sich teilweise deutlich auf den Preis auswirken.

Am günstigsten ist derzeit das Modell ohne Mobilfunk in 42 mm ab 379 Euro. Die Variante mit 46 mm kostet nur 399 Euro. Mit Mobilfunkfunktion liegt der Preis für das 42-mm-Modell bei rund 518 Euro oder 555 Euro (46 mm). Am teuersten ist die große Titanausführung mit Milanaise-Armband für knapp 787 Euro.

Fazit

Die Apple Watch Series 11 setzt auf evolutionäre statt revolutionäre Neuerungen. Design, Sensorik und Bedienung bleiben nahezu unverändert, doch Display und Konnektivität wurden sinnvoll verbessert. Das OLED-Panel mit 2000 Nits bietet auch im Freien gute Ablesbarkeit, und die Unterstützung von 5G im Redcap-Standard sorgt für zukunftssichere Mobilfunkanbindung bei effizientem Energieverbrauch.

Mit der neuen Bluthochdruckwarnung stärkt Apple die Gesundheitsfunktionen weiter – eine konsequente Ergänzung zu EKG, Schlafanalyse und Blutsauerstoffmessung. Die Trainings- und Wassersportfunktionen bleiben präzise und vielseitig. Zudem profitiert die Uhr von der längeren Akkulaufzeit und dem schnellen Laden.

Insgesamt präsentiert sich die Apple Watch Series 11 als ausgereifte Smartwatch mit kleinen, aber durchdachten Verbesserungen – eher Feinschliff als Neuanfang, jedoch weiterhin eine der besten Allround-Uhren am Markt.

Mit einem kantigen und flachen Gehäuse kombiniert die Galaxy Watch 8 frische Funktionen mit bewährter Ausstattung. Neu ist etwa die Antioxidantien-Messung.

VORTEILE
  • schickes Design
  • leicht & bequem
  • helles Display
NACHTEILE
  • EKG und Blutdruckmessung nur mit Samsung-Smartphone
  • nicht sonderlich robust
  • kurze Akkulaufzeit

Mit einem kantigen und flachen Gehäuse kombiniert die Galaxy Watch 8 frische Funktionen mit bewährter Ausstattung. Neu ist etwa die Antioxidantien-Messung.

Mit der Galaxy Watch 8 bringt Samsung sein neuestes Modell unter den Smartwatches mit Wear OS heraus. Gegenüber dem Vorgänger hat der Hersteller insbesondere das Design deutlich überarbeitet. Die Watch 8 erinnert jetzt etwas mehr an die Watch Ultra.

Auch die Sensorik wurde erweitert. Neben präziser Pulsmessung und der Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs ist jetzt auch die Bestimmung körpereigener Antioxidantien möglich. Dank enger Verzahnung mit Android-Smartphones integriert sich die Uhr tief ins Ökosystem – viele Funktionen bleiben leider erneut nur Nutzern von Samsung-Geräten vorbehalten. Wie sich die Galaxy Watch 8 im Alltag schlägt, zeigt unser Test.

Design & Tragekomfort

Samsung hat das Design der Watch 8 stärker an die Watch Ultra angelehnt. Zwar bleibt das runde Zifferblatt erhalten, doch das Gehäuse ist kantiger und besitzt abgerundete Ecken – allerdings weniger markant als beim Ultra. Man spricht von einem „Squircle“-Design – ein Mix aus kreisförmig und eckig. Als Inspiration dienten offenbar klassische Modelle wie die Omega Jedi. So wirkt die Watch 8 erwachsener und eigenständiger als der schlichte Vorgänger.

Die Uhr ist in zwei Gehäusegrößen erhältlich: 40 mm und 44 mm. Vor allem die kleinere Variante eignet sich für schmalere Handgelenke. Das gebürstete Aluminiumgehäuse ist hochwertig verarbeitet und wiegt mit 30 g oder 34 g nur sehr wenig. Der Tragekomfort überzeugt: Durch das flachere, dünnere Gehäuse sitzt die Watch 8 angenehmer als die Watch 7 und stört selbst über längere Zeit, etwa im Schlaf, kaum.

Die Armbänder lassen sich weiterhin schnell wechseln. Samsung hat den Mechanismus verbessert, was jedoch den Nachteil hat, dass ältere Bänder nur mit Adaptern passen. Im Test nutzten wir das waschbare Silikon-Armband, das sich für Sport eignet. Überdies gibt es zahlreiche Varianten aus Nylon oder Kunstleder und weiteren Materialien von Samsung und Drittanbietern.

Die Galaxy Watch 8 ist nach IPX8 und 5 ATM (50 Meter) wasserdicht. Schwimmen ist problemlos möglich, Tauchen jedoch nicht. Ein Zertifikat nach US-Militärstandard MIL-STD-810H ist ebenfalls vorhanden. Damit sollte die Uhr auch Temperaturschwankungen, Erschütterungen sowie den Salzgehalt von Schweiß überstehen – selbst wenn man ihr diese Robustheit nicht ansieht.

Display

Das OLED-Display der Galaxy Watch 8 misst bei der 44-mm-Varainte 1,47 Zoll und löst mit 480 × 480 Pixeln auf. Das 40-mm-Modell bietet 1,34 Zoll bei 438 × 438 Pixel. Die Anzeige ist insgesamt etwas größer und deutlich heller als beim Vorgänger. Mit bis zu 3000 Nits bleibt es selbst in direkter Sonne einwandfrei ablesbar und liefert eine überzeugende Bildqualität. Ein Always-On-Display ist verfügbar.

Das Display ist geschützt von Saphirglas. Insgesamt wirkt die Uhr etwas filigran, wenngleich robuster als die Google Pixel Watch, und empfiehlt sich für Outdoor-Abenteuer nur eingeschränkt.

Software & Bedienung

Mit der Galaxy Watch 8 führt Samsung Wear OS 6 samt One UI Watch 8 ein. Die Software ist übersichtlich, bietet eine riesige App-Auswahl und zählt zu den smartesten Systemen bei Uhren. Neu ist etwa das Stapeln von Widgets, was die Bedienung flexibler macht.

Die Kopplung erfolgt über die App Galaxy Wearable. Auf Samsung-Smartphones ist sie vorinstalliert, andere Android-Geräte benötigen zusätzlich zur App ein Plug-in für die Uhr, das bei der Koppelung automatisch heruntergeladen wird. Gesundheitsdaten landen hingegen in der App Samsung Health, wo etwa Schlafanalysen ausgewertet werden.

Bedient wird die Uhr per Touchscreen sowie zwei Tasten. Beide Seitentasten sind frei belegbar. Zusätzlich gibt es eine digitale Lünette. Neu ist die direkte Nutzung von Gemini auf der Uhr, was eine Internetverbindung voraussetzt.

Ausstattung

Die Galaxy Watch 8 setzt wie schon der Vorgänger auf den Exynos W1000, der sich im Alltag als flott und effizient erweist. Mit 2 GB RAM und 32 GB Speicher läuft das System weitgehend ruckelfrei und bietet ausreichend Performance. Neben der reinen Bluetooth-Version mit Wi-Fi-4 gibt es auch ein Modell mit LTE per eSIM. GPS arbeitet nun noch präziser und zuverlässiger.

Zur Ausstattung zählen zudem optische Sensoren, Sturzerkennung sowie Bezahlen per Google Pay. Der Vibrationsmotor könnte kräftiger sein, dafür liefern die integrierten Lautsprecher ordentliche Sprachqualität – Ansagen und Telefonate sind weitgehend verständlich. Es gibt einen Flugmodus, der alle Funkverbindungen kappt. Zusätzlich steht ein Schlafmodus zur Verfügung, bei dem das Display ausgeschaltet bleibt und keine Benachrichtigungen durchgestellt werden. Das eignet sich auch für den Kinobesuch.

Training

Die Galaxy Watch 8 eignet sich hervorragend als Sportuhr. Für zahlreiche Sportarten gibt es vordefinierte Profile, der optische Pulssensor lieferte im Test sehr genaue Werte und reagierte zuverlässig auf Belastungswechsel. Wir hatten das mit einem Brustgurt verglichen und hatten nur minimale Abweichungen.

Die automatische Aktivitätserkennung funktioniert zuverlässig und erkennt Spaziergänge oder Radtouren meist selbstständig. Während des Trainings zeigt die Uhr Daten wie Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien und Puls, eine detaillierte Analyse erfolgt in Samsung Health.

Der Laufcoach bietet weiterhin Trainingsunterstützung und enthält nun einen Cooper-Test, der anhand von Strecke und Puls nach zwölf Minuten das Fitness-Level bestimmt und einen individuellen Plan erstellt. Ergänzend liefern erweiterte Laufmetriken Hinweise zur Optimierung des Laufstils.

Schlaf & Gesundheit

Die Schlafanalyse unterscheidet üblicherweise zwischen Tief-, Leicht- und REM-Phasen. Die Ergebnisse wirken insgesamt plausibel und recht genau. Auch Wachphasen vor dem Einschlafen oder in der Nacht werden erkannt. Allerdings registriert die Uhr diese nicht immer zuverlässig – so kann es vorkommen, dass man lange wach im Bett liegt und sich am nächsten Morgen müde fühlt, während die Uhr dennoch ein hohes Energielevel anzeigt.

Zusätzlich misst die Watch 8 neben dem Puls auch den Blutsauerstoff sowie Stresslevel. Neu hinzugekommen ist die Messung der Blutgefäßbelastung. Hierzu muss man die Uhr mindestens drei Nächte lang getragen haben.

Für die Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs dient die App Samsung Health Monitor, die aber nur auf Samsung-Smartphones im Galaxy Store gibt. Damit kann man Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen. Ferner kann man bei unregelmäßigem Herzrhythmus eine Benachrichtigung bekommen.

Eine Messung des Blutdrucks gibt es über den Health Monitor auch – diese erfordert eine einmalige Kalibrierung mit der Manschette. Allerdings sind die Werte nur näherungsweise zu betrachten und nicht so genau wie eine Messung mit einem medizinischen Gerät. Zudem soll die Uhr auch Schlafapnoe erkennen. Da wir nicht darunter leiden, konnten wir das nicht testen.

Der AGEs-Index erfasst schädliche Zucker-Protein-Verbindungen im Körper, die mit Alterung sowie Krankheiten wie Diabetes oder Herzproblemen in Zusammenhang stehen. Er dient als Indikator für ein mögliches Erkrankungsrisiko und wird ermittelt, indem man die Watch 8 im Schlaf regelmäßig trägt.

Ganz neu ist die Antioxidantien-Messung, die Hinweise auf die Fähigkeit des Körpers zur Abwehr freier Radikale geben soll. Hierzu muss man die Uhr abnehmen und den Daumen auf die Sensoren auf der Rückseite legen. Diese Werte sind jedoch eher als grobe Trends zu verstehen, da eine verlässliche Analyse üblicherweise nur im Labor per Blut- oder Urinprobe möglich ist. Das macht sie eher zu einer Wellness-Funktion.

Akku

Eine Schwachstelle bleibt der Akku bei Smartwatches mit umfangreicher Software und großer App-Auswahl – das gilt auch für die Apple Watch. Modelle von Garmin oder Huawei laufen zwar deutlich länger, bieten dafür aber weniger smarte Funktionen.

Im Test nutzten wir das Modell mit 44 mm. Dieses hat einen Akku mit 435 mAh und kam mit Always-On-Display auf knapp eineinhalb Tage Laufzeit und damit auf eine minimale Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Das kleine Modell mit 40 mm bietet nur 325 mAh und dürfte nur knapp einen Tag lang durchhalten.

Aufgeladen wird sie induktiv über ein Pad mit USB-C-Anschluss, der Ladevorgang dauert rund 75 Minuten und ist damit vergleichsweise lang. Prinzipiell kann man die Uhr auch mit anderen Ladepads induktiv laden – im Test funktionierte das jedoch nicht zuverlässig.

Preis

Die Galaxy Watch 8 startet mit einer UVP von 379 Euro (40 mm) sowie 409 Euro (44 mm). Für die LTE-Variante fällt ein Aufpreis von 60 Euro an. Bereits kurz nach Marktstart sind die Preise deutlich gefallen: Die 40-mm-Version mit WLAN und Bluetooth gibt es ab 219 Euro, das 44-mm-Modell ab 220 Euro. Mit LTE startet die Uhr schon bei rund 259 Euro (40 mm) oder 253 Euro (44 mm).

Mit der Zeit dürfte der Preis noch deutlich fallen. Als Farben gibt es Silber mit weißem Armband oder ganz Anthrazit. Das Band ist standardmäßig aus Fluorelastomer. Es gibt aber zahlreiche Austauschvarianten bei Samsung und Drittanbietern.

Fazit

Die Samsung Galaxy Watch 8 zeigt eindrucksvoll, wie smart eine Uhr mit Wear OS sein kann. Sie bietet eine sehr genaue Pulsmessung, spannende Features wie EKG, Blutdruckmessung sowie die neue Antioxidantien-Bestimmung – letztere ist allerdings in der jetzigen Form eher von begrenztem medizinischem Wert. Positiv fallen zudem das kantigere Design und das helle Display auf.

Allerdings gibt es erneut Einschränkungen: Funktionen wie das EKG oder die Blutdruckmessung stehen ausschließlich Nutzern eines Samsung-Smartphones zur Verfügung. Damit ist die Galaxy Watch 8 zwar die beste Smartwatch für Samsung-Handys, aber nicht unbedingt für andere Android-Smartphones. Wer mit der kurzen Akkulaufzeit leben kann, bekommt dennoch eine hervorragend ausgestattete Smartwatch mit breiter App-Auswahl und sehr genauen Sensoren.

Die Scanwatch Nova kombiniert Taucheruhr-Optik mit einem Edelstahlarmband und smarten Sensoren. Wie sich die Hybrid-Smartwatch mit EKG schlägt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • tolle Verarbeitung
  • schickes Design
  • lange Akkulaufzeit
  • EKG-Messung
NACHTEILE
  • teuer
  • keine Bezahlfunktion
  • kein integriertes GPS
  • App mit hohem Energieverbrauch auf dem Smartphone

Die Scanwatch Nova kombiniert Taucheruhr-Optik mit einem Edelstahlarmband und smarten Sensoren. Wie sich die Hybrid-Smartwatch mit EKG schlägt, zeigt der Test.

Smartwatches erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie dienen als Verlängerung des Smartphones auf dem Handgelenk und messen mit Sensoren den Puls, überwachen den Schlaf, zählen Schritte und halten das Training fest. Das macht sie zu spannenden Instrumenten, um die Gesundheit im Blick zu behalten. Smartwatches wie die Samsung Galaxy Watch oder Apple Watch bieten jedoch nur eine kurze Akkulaufzeit. Eine spannende Alternative für alle, die ein klassisches, analoges Ziffernblatt und eine lange Akkulaufzeit bevorzugen, sind hybride Smartwatches.

Zu dieser Kategorie gehört die Withings Scanwatch Nova. Der Nachfolger der Scanwatch Horizon (Testbericht) verbindet eine edle Taucheruhr-Optik im Stile von James Bond mit smarter Sensorik. Die Uhr läuft mit einer Akkuladung fast einen Monat lang und bietet auch eine EKG-Messung zum frühzeitigen Erkennen von Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern. Technisch gesehen ist sie identisch mit der Withings Scanwatch 2 (Testbericht) – bietet aber ein deutlich hochwertiges und edles Design. Wie gut sich die schicke Uhr in der Praxis schlägt, zeigt der Test.

Wer eine besonders schicke Uhr für Alltag oder Abendgarderobe sucht, aber auf smarte Sensoren nicht verzichten möchte, ist bei der Scanwatch Nova ab 469 Euro richtig aufgehoben. Sie gehört ohne Zweifel zu den schickesten Smartwatches, die wir je getestet haben.

Die Uhr nutzt für die Uhrzeit ein analoges Zifferblatt, in das eine kleine Anzeige integriert ist, um Benachrichtigungen oder Messungen anzuzeigen. Damit läuft die Uhr bis zu 30 Tage nur mit einer Akkuladung. Zudem erstellt die Nova ein 1-Kanal-EKG, um Herzrhythmusstörungen frühzeitig zu erkennen. Das macht die Uhr zur perfekten Wahl für jeden, der eine schicke Uhr mit smarten Funktionen wünscht, um die Herzgesundheit zu überwachen.

Design: Wie sind Verarbeitung und Tragekomfort?

Im Lieferumfang in einem schicken Karton sind die Uhr mit Metallarmband, ein zusätzliches Sportarmband aus Silikon und eine Ladeschale mit USB-C-Anschluss enthalten. Weiterhin liefert Withings Werkzeuge mit, um das Metallarmband auf die richtige Größe anzupassen. Das ist praktisch, erspart es einem doch den Besuch beim Uhrmacher.

Die Scanwatch Nova gleicht dem Vorgänger Scanwatch Horizon nahezu wie ein Ei dem anderen. Mit dem Erscheinungsbild erinnert die Uhr an eine traditionelle Taucheruhr und verfügt über einen verstellbaren Außenring. Mit einer Wasserdichtigkeit von 10 ATM eignet sie sich auch zum Tauchen. Das Edelstahlgehäuse hat immer einen Durchmesser von 42 mm.

Das Ziffernblatt gibt es in Blau, Grün und Schwarz, es setzt einen ansprechenden Akzent, besonders im Kontrast zum runden Display, das sich erneut unterhalb der 12-Uhr-Position befindet. Darunter gibt es eine weitere analoge Anzeige, die den Stand des täglichen Schrittziels zeigt.

Nachdem das Armband mithilfe des beiliegenden Werkzeugs auf die passende Länge angepasst wurde, trägt sich die Uhr komfortabel am Handgelenk. Wir haben sie über einen längeren Zeitraum getragen und empfanden sie stets als angenehm – sowohl tagsüber als auch nachts. Das Metallarmband eignet sich auch für sportliche Aktivitäten, jedoch empfehlen wir dazu eher das Silikonarmband. Dank des Schnellverschlusses können die Armbänder ohne Werkzeug, wenn auch mit etwas Geschick, ausgetauscht werden.

Das kleine runde Display ist nur aktiv, wenn man auf die Krone drückt oder eine Benachrichtigung eingeht. Dann weichen die Zeiger aus, um den Blick auf das kleine Display nicht zu verdecken. Der Kontrast ist gestochen scharf, wodurch Inhalte optimal erkennbar sind. Die Darstellung ist einfach, aber gut erkennbar und die Texte scrollen sanft, was auch längeres Lesen ermöglicht.

Withings gewährt zwei Jahre Garantie auf die Scanwatch Nova. Bei einem Defekt repariert der Hersteller die Uhr derzeit aber leider nicht, sondern tauscht sie aus. Nach Ablauf der Garantie bekommen Käufer für den Fall eines Schadens einen Rabatt-Code. Schade, eine Reparaturmöglichkeit wäre in unseren Augen bei einem so hochwertigen und kostspieligen Produkt nachhaltiger.

Funktionen: Welche Features bietet die Scanwatch Nova?

Die Technologie der Nova entspricht weitgehend der Withings Scanwatch 2. Sie bietet Sensoren zur Schrittzählung, Etagenzählung, Schlafüberwachung, Zyklusüberwachung und zur Messung von Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Kalorienverbrauch und Hauttemperatur. Auch ein Höhenmesser, eine Stoppuhr, ein Timer und eine EKG-Funktion sind vorhanden. Neu sind die Überwachung des Menstruationszyklus und die Erkennung von Körpertemperaturschwankungen, die auf eine Veränderung des Gesundheitszustands hinweisen können.

Die Uhr ermöglicht Puls-Tracking beim Sport, automatische Trainings-Erkennung für verschiedene Aktivitäten, Training und Erholung basierend auf Körpertemperaturzonen zu optimieren. Es fehlen jedoch ein integriertes GPS, Mobilfunkanbindung, ein Musikspeicher oder eine Bezahlfunktion. Um eine Laufstrecke festzuhalten, greift die Uhr also auf das GPS des Smartphones zurück.

Gelegentliche Probleme mit der Pulsmessung bei schnellen Belastungswechseln und automatischem Stopp der Messung bei bestimmten Übungen treten anfangs auf, jedoch verbessert sich die Zuordnung von Aktivitäten mit regelmäßiger Nutzung bei der Auswahl des passenden Trainingsprofils. Davon stehen 40 verschiedene Profile zur Verfügung.

Die Scanwatch überwacht zudem den Schlaf und liefert eine Übersicht mit Dauer, Tiefe, Regelmäßigkeit und Unterbrechungen sowie einen Sleep Score über die App. Die Daten sind nützlich, aber nicht so präzise wie bei Garmin. Außerdem erkennt die Uhr Atemstörungen und warnt davor. Es gibt zudem einen Atem-Coach für Entspannungs-Übungen.

Die Scanwatch Nova ist zertifiziert, um ein 1-Kanal-EKG zu erstellen und erkennt Probleme wie Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern. Die Funktion ersetzt jedoch keinen Arztbesuch, wie von Withings betont wird. Zur Durchführung der Messung trägt man die Uhr am linken Handgelenk und berührt für etwa 30 Sekunden mit den Fingern der rechten Hand das Metallgehäuse, um den Stromkreis zu schließen. Die Herzrhythmusdaten werden dann auf dem Display angezeigt und stehen in der App als Diagramm und PDF-Datei zur Verfügung.

Usability: Wie funktionieren die Bedienung und App?

Die Bedienung erfolgt über die Krone am Gehäuse, während die Messergebnisse in der Withings-App visualisiert werden. Durch Drücken der Krone wird die digitale Uhrzeit angezeigt, während sich die Zeiger zurückziehen. Dreht man die Krone, gelangt man zu verschiedenen Funktionen wie Pulsmessung, Schrittzählung, Etagenerkennung, EKG, SpO2-Messung, Workout-Modus, Atemübungen, Alarmeinstellungen und allgemeinen Einstellungen.

Die App führt alle gemessenen Daten und erreichten Ziele zu Aktivitäten, Schlaf oder EKG-Messungen in einem Diagramm zusammen. Es ist sogar möglich, einen Gesundheitsreport für sich oder den Hausarzt als PDF zu exportieren. Für 10 Euro im Monat können Nutzer ein Abonnement für Withings+ abschließen. Dann stehen erweiterte Funktionen und exklusive Inhalte zur Optimierung der Gesundheit zur Verfügung. Abonnenten haben dann Zugang zum Health Improvement Score für einen Überblick aller Gesundheitsdaten und zu Trainingskursen, Artikeln, Rezepten und angeleiteten Programmen.

Laufzeit: Wie lange hält der Akku?

Withings gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 30 Tagen für die Scanwatch Nova an. Wie lange der Akku hält, hängt natürlich davon ab, wie man die Uhr nutzt. Wer häufig trainiert oder jede Nacht zur im Schlaf trägt, verkürzt die Akkulaufzeit. Wir kamen im Test auf eine Laufzeit von 22 bis 25 Tagen – bei zwei bis drei Workouts pro Woche, einer Wanderung, aber ohne regelmäßige Schlafüberwachung.

Das Aufladen der Uhr dauert knapp anderthalb Stunden mit der mitgelieferten Ladeschale über ein USB-C-Kabel. Im Test zeigte sich aber, dass Withings-App den Energieverbrauch des Handys erhöht, da sie permanent im Hintergrund nach Bluetooth-Geräten sucht.

Preis: Was kostet die Withings Scanwatch Nova?

Die Withings Scanwatch Nova sieht sehr edel aus, ist aber auch kostspielig. Die UVP beträgt stolze 600 Euro – das fast das Doppelte der sonst technisch baugleichen Scanwatch 2. Mittlerweile bekommt man die Uhr zu Straßenpreisen ab 445 Euro.

Fazit

Die Withings Scanwatch Nova vereint elegant Taucheruhren-Ästhetik mit fortschrittlichen Sensoren, die eine breite Palette an Gesundheitsmetriken erfassen, darunter auch ein EKG zur frühzeitigen Erkennung von Herzrhythmusstörungen. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 30 Tagen und einem ansprechenden analogen Zifferblatt bietet sie eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Smartwatches. Ihr hochwertiges Design und die vielfältigen Funktionen machen sie zu einer schicken und funktionalen Wahl für diejenigen, die sowohl Stil als auch Gesundheitsüberwachung schätzen.

Trotz ihrer Vorzüge weist die Scanwatch Nova einige Schwächen auf, darunter das Fehlen integrierter GPS- und Musikspeicherfunktionen sowie die gelegentlichen Probleme mit der Pulsmessung bei schnellen Belastungswechseln. Die App bietet eine umfassende Visualisierung der gemessenen Daten, jedoch kann die permanente Bluetooth-Suche im Hintergrund den Energieverbrauch des verbundenen Smartphones erhöhen. Auch die begrenzte Reparaturmöglichkeit nach Ablauf der Garantiezeit könnte für einige potenzielle Käufer ein Nachteil sein. Insgesamt ist die Scanwatch Nova jedoch eine attraktive Option für diejenigen, die eine stilvolle Hybrid-Smartwatch mit umfassenden Gesundheitsfunktionen suchen.

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