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Top 5: Das beste Gehäuse für M.2-SSD im Test – externe Festplatte im Selbstbau
Top 5: Die beste NVMe-SSD im Test – Kingston ist Testsieger vor Corsair & Lexar
Top 5: Das beste Bluetooth-Headset für Büro & Homeoffice – Poly vor Jabra
Top 7: Das beste WLAN-Mesh-System mit Wifi 7 – Asus vor Unifi, Xiaomi & Fritzbox
Top 10: Die beste Powerbank ab 20.000 mAh im Test – Anker, Ecoflow, Ugreen & Co.
Top 7: Der beste günstige Laptop im Test – schon ab 287 € gut für Office & Co.
Top 10: Das beste USB-C-Ladegerät ab 65 W – Testsieger mit 100 W für 23 Euro
Top 10: Die beste Dockingstation mit USB-C im Test – ein Kabel für alles
Top 10: Der beste günstige Mini-PC mit Windows 11 bis 300 Euro – erstaunlich gut
Top 10: Screenbar im Test – das beste Licht für den Schreibtisch
Top 10: Der beste USB-C-Hub im Test – HDMI, Displayport & Co. für Laptop und PC
Top 10: Der beste portable Monitor im Test
Top 10: Der beste KVM-Switch im Test
Top 5: Die beste Monitorhalterung für den Tisch im Test
Top 10: Die besten USB-C-Kabel bis 10 € im Test – Ladekabel für Laptop & iPhone
Top 5: Die besten Steckdosen-USVs – Schutz bei Stromausfall & Blitzschlag
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Bestenliste: Die Top 5 der WLAN Repeater und Access Points
Top 5: Die besten Micro-SD-Speicherkarten im Vergleichstest
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Top 10: Das beste günstige Tablet im Test – Honor vor Xiaomi und Samsung
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Top 10: Das beste günstige Smartphone bis 300 € im Test – schon mit guter Kamera
Top 10: Das beste Handy-Ladegerät im Test – für iPhone, Samsung & Co. ab 4 Euro
Top 10: Das beste kleine Smartphone bis 6,3 Zoll – Xiaomi vor Apple und Samsung
Top 10: Das beste Smartphone 2026 im Test – Samsung, Xiaomi, Apple & Co.
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Autorennen, Fliegen, U-Boot fahren: Die 10 besten Simulationen für VR-Brillen
Die 10 besten Simulatoren für PC und Konsole
Bestenliste: Die zehn besten Spiele für die Playstation 5
Autorennen, Shooter, RPG: Die zehn besten Spiele für die Xbox One
Multiplayer-Top-10: Die besten Koop-Spiele für PS4 und PS5
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Xbox: Die Top-10 der Couch-Koop-Spiele für lokalen Multiplayer
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Top 10: Die beste Türklingel mit Kamera im Test – Eufy vor Reolink
Testsieger: Die beste Mini-Überwachungskamera im Test – Babyphone inklusive
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit PTZ im Test
Top 10: Der beste Luftreiniger im Test
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Top 10: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut für Heim & Hobby ab 149 Euro
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Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
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Top 5: Der beste Insektenstichheiler im Test – Heat It, Beurer, Bite Away & Co.
Top 5: Der beste Alkoholtester im Test – Promille selbst ermitteln
Top 6: Die beste kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
Top 6: Die besten Radar- und Blitzerwarner
Top 7: Der beste Lötkolben mit Stromversorgung per USB – perfekt fürs Hobby
Top 5: Die besten RC-Helikopter bis 100 Euro – Rundflug im Wohnzimmer
Top 5: Die besten 3D-Drucker für Anfänger – einfach & gut drucken ab 269 Euro
Top 5: Die besten smarten elektrischen Zahnbürsten – besser Putzen dank App
Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten
Top 10 SLA-Drucker: Die besten 3D-Drucker für Resin ab 130 Euro im Test

Top 10: Die beste Sportuhr im Test – Garmin vor Huawei und Polar

Garmin Forerunner 970

Die besten Sportuhren im Test: GPS, präzise Pulsmessung und lange Akkulaufzeit – wir zeigen die Top-Modelle für Laufen, Fitness und Training.

Eine gute Sportuhr ist der ideale Begleiter für effektives Training: Sie misst Strecken per GPS, erfasst die Herzfrequenz präzise und bietet eine lange Akkulaufzeit – egal ob beim Laufen, im Fitnessstudio oder bei Outdoor-Aktivitäten.

Wer regelmäßig trainiert, möchte seine Fortschritte zuverlässig festhalten. Eine gute Sportuhr steigert die Motivation und hilft, das Training gezielt zu planen und zu optimieren. Entscheidend ist dabei nicht nur die Datenerfassung am Handgelenk, sondern auch eine ausführliche Auswertung per App.

Eine moderne Sportuhr vereint viele Funktionen einer Smartwatch, ist jedoch konsequent auf Fitness, Training und Gesundheit ausgerichtet. Eine GPS-Sportuhr eignet sich dank langer Akkulaufzeit gut für Läufer, Radfahrer und ambitionierte Freizeitsportler.

In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Sportuhren getestet. In dieser Bestenliste zeigen wir die Modelle, die besonders überzeugt haben. Der Fokus liegt auf Sportuhren fürs Laufen sowie auf Modellen für Fitness-Training und vielseitige Workouts.

Outdoor-Modelle wie die Garmin Fenix 8 finden sich hier allerdings nicht. Robuste Sportuhren zum Wandern zeigen wir stattdessen in der neuen Top 10: Die beste Outdoor-Smartwatch im Test – robuste Uhren für Abenteuer. Günstige Alternativen finden sich in Top 10: Der beste Fitness-Tracker im Test – gute Pulsuhren schon unter 100 Euro.

Welche ist die beste Sportuhr?

Neuer Testsieger ist die Garmin Forerunner 570 für 424 Euro. Die Sportuhr ist die perfekte Wahl für Läufer und bietet ein ausgewogenes Gesamtpaket.

Knapp dahinter folgt die Garmin Forerunner 970 als Technologiesieger. Technisch gesehen ist die GPS-Laufuhr mit 15 Tagen Akkulaufzeit und EKG sogar noch besser, aber mit 629 Euro deutlich teurer als die Forerunner 570.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Huawei Watch GT 6 Pro ab 309 Euro – diese bietet starke Features für Radsportler.

KURZÜBERSICHT

Garmin Forerunner 570

Die Garmin Forerunner 570 bietet nahezu den Funktionsumfang der Forerunner 970 zu einem deutlich niedrigeren Preis. Sie überzeugt mit hervorragendem Trainings-Tracking, adaptiver Trainingsplanung, präziser Navigation und sinnvollen Smartwatch-Funktionen. Die Akkulaufzeit ist solide, wenn auch nicht überragend. Der Straßenpreis liegt derzeit bei etwa 424 Euro.

VORTEILE
  • ausgezeichnetes AMOLED-Display
  • hervorragende Trainingsfunktionen
  • präzise Navigation per GPS
NACHTEILE
  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Garmin Forerunner 970

Die Garmin Forerunner 970 bietet ein verbessertes GPS, integriertes EKG, eine Sprechfunktion und LED-Taschenlampe – ideal für ambitionierte Ausdauersportler. Trotz etwas kürzerer Akkulaufzeit und höherem Preis setzt sie technische Maßstäbe.

Wer bereits die Forerunner 965 besitzt, muss nicht unbedingt zugreifen. Für alle anderen ist die Forerunner 970 für 629 Euro aktuell eine der besten Fitnessuhren auf dem Markt.

VORTEILE
  • hervorragendes AMOLED-Display
  • tolle Trainingsfunktionen
  • EKG, Taschenlampe und Telefonie
  • ausgezeichnete Navigation per GPS
NACHTEILE
  • teuer
  • geringere Akkulaufzeit als beim Vorgänger
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Huawei Watch GT 6 Pro (46 mm)

Die Huawei Watch GT 6 Pro zeigt im Test große Stärken bei der Pulsgenauigkeit, der hochwertigen Verarbeitung und langen Akkulaufzeit. Das OLED-Display ist zudem strahlend hell und die Ortung zuverlässig. Dazu kommen viele Trainingsmodi, auch für Golfer und Radsportler. Gesundheitsfunktionen wie EKG sind ebenfalls an Bord.

Das Modell in Schwarz kostet 309 Euro, die Variante in Braun rund 309 Euro. Mit Titanarmband sind es etwa 406 Euro.

VORTEILE
  • edles Design
  • Akkulaufzeit von 12 bis 14 Tagen
  • genaue Pulsmessung
  • EKG-Funktion
NACHTEILE
  • wenige Apps
  • kein LTE oder WLAN
  • Health-App bei Android nur über Umwege
Ratgeber

Was ist der Unterschied zwischen einer Smartwatch und einer Sportuhr?

Eine Sportuhr ist die beste Wahl für alle, die ihr Training regelmäßig und gezielt auswerten möchten. Im Vergleich zu einem Fitness-Tracker (Bestenliste) bieten Sportuhren deutlich mehr Funktionen für Training, Analyse und Planung. Gleichzeitig beherrschen viele Modelle auch wichtige Smartwatch-Funktionen für den Alltag.

Für präzise Trainingsdaten lassen sich viele Sportuhren mit externen Pulsgurten koppeln. Die integrierte Pulsmessung erfolgt meist optisch am Handgelenk, ergänzt durch Funktionen wie Blutsauerstoffmessung oder – bei einigen Modellen – sogar EKG. Bei schnellen Belastungswechseln sind Brustgurte weiterhin genauer, für Hobbysportler liefert eine moderne Sportuhr jedoch ausreichend präzise Werte. Weitere Tracking-Funktionen umfassen Schritte, Höhenmeter und Schlafanalyse.

Ein großer Vorteil gegenüber klassischen Smartwatches ist die Akkulaufzeit: Während eine Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch oft täglich geladen werden muss, halten viele Sportuhren mehrere Tage oder sogar Wochen durch. Zusätzlich bieten Sportuhren strukturierte Trainingspläne und umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten.

Einige Sportuhren unterstützen auch kontaktloses Bezahlen, etwa per Garmin Pay. Die Akzeptanz ist jedoch geringer als bei Apple Pay oder Google Pay. Bei ausgewählten Huawei-Sportuhren ist zudem das Bezahlen über Curve möglich – das haben wir bereits getestet.

Sportuhren sind robuster als klassische Smartwatches und für den Einsatz im Freien konzipiert: Sie sind wasserdicht, teilweise sogar zum Tauchen geeignet, und bei Lauf- und Ausdauersport besonders leicht. Wer unabhängig vom Smartphone trainieren möchte, sollte zu einer Sportuhr mit integriertem GPS greifen. Hochwertige Modelle nutzen zudem Dual-Frequenz-GPS für eine besonders präzise Positionsbestimmung. Hochwertige Sportuhren von Garmin, Polar oder Suunto bieten darüber hinaus erweiterte Navigations- und Trainingsfunktionen. Praktisch sind dabei Offline-Karten und Musikspeicher.

Daneben gibt es Sportuhren, die optisch und funktional näher an klassischen Smartwatches liegen. Dazu zählen Modelle wie die Garmin Vivoactive 6, die Polar Vantage V3 oder die Garmin Venu 4.

Welche Sportuhr ist einfach zu bedienen?

Grundsätzlich sind Sportuhren in der Bedienung etwas komplexer als klassische Smartwatches, da sie mehr Trainingsfunktionen bieten. Viele Modelle setzen auch heute noch auf mehrere Tasten statt ausschließlich auf Touch – ein klarer Vorteil, etwa beim Sport oder bei schlechtem Wetter.

Sportuhren von Garmin gelten für Einsteiger zunächst als etwas gewöhnungsbedürftig, überzeugen aber mit durchdachter Tastensteuerung, Touch-Display und teilweise auch Sprachfunktionen. Hat man sich einmal eingearbeitet, ist die Bedienung sehr effizient. Alternativen von Amazfit und Huawei setzen stärker auf eine intuitive Benutzeroberfläche und sind daher oft leichter zugänglich.

Wie sinnvoll ist eine Sportuhr?

Wer intensiv Sport betreibt, findet in einer Sportuhr von Garmin, Polar oder Suunto das ideale Werkzeug, um sein Training zu überwachen, zu planen und zu optimieren. Einfache Fitness-Tracker bieten deutlich weniger Analysefunktionen. Smartwatches wie die Samsung Galaxy Watch oder Apple Watch eignen sich zwar hervorragend für das Tracking beim Sport inklusive genauer Pulsmessung, schwächeln jedoch deutlich bei der Akkulaufzeit.

Sportuhren punkten primär mit einer signifikant längeren Akkulaufzeit als klassische Smartwatches. Das macht sie nicht nur für Ausdauersportarten, sondern auch für Wandern und andere Outdoor-Aktivitäten besonders interessant. Wer auf Features wie Telefonie über die Uhr oder umfassende App-Nutzung verzichten kann, dafür aber Wert auf Robustheit und Zuverlässigkeit legt, ist mit einer hochwertigen Sportuhr am besten beraten.

Ein Always-on-Display zeigt bei Sportuhren wichtige Trainingsinformationen an, verkürzt allerdings die Akkulaufzeit. Ein AMOLED-Display überzeugt mit brillanten Farben und hoher Kontraststärke, verbraucht aber mehr Strom.

Deutlich effizienter sind MIP-Displays (Memory-in-Pixel), wie sie etwa die Garmin Enduro 3, die Fenix 8 Solar oder die Coros Vertix 2 nutzen. Das Display bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar, da die Hintergrundbeleuchtung nur bei Dunkelheit aktiviert wird. Lebendigere Farben bieten AMOLED-Displays – die mittlerweile häufigste Display-Technologie bei Sportuhren.

Welche Sportuhr für Einsteiger am besten geeignet ist, hängt stark vom geplanten Einsatz ab. Schon günstige Modelle bieten heute wichtige Basisfunktionen wie integriertes GPS und präzise Trainingsmessungen. Für Freizeitsportler, die nur gelegentlich laufen, Rad fahren oder ins Fitnessstudio gehen, reicht meist eine Sportuhr unter 300 Euro vollkommen aus. Wer nur gelegentlich trainiert, kann alternativ zu einem günstigeren Fitness-Tracker (Bestenliste) mit GPS greifen.

Wer jedoch regelmäßig trainiert oder einen bestimmten Sport wie Tauchen oder Trailrunning betreibt, sollte zu einem hochwertigen Modell für Fortgeschrittene greifen. Diese Uhren bieten nicht nur spezialisierte Trainingsfunktionen, sondern auch eine robustere Bauweise, eine bessere Akkulaufzeit und oft noch präzisere Sensoren.

Fazit: Welche Sportuhr kaufen?

Wer nur gelegentlich laufen möchte, dürfte mit einem Fitness-Tracker oder einer klassischen Smartwatch vollkommen zufrieden sein. Wer jedoch gezielt Ausdauersport, Krafttraining oder Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Radfahren betreibt, profitiert deutlich von einer dedizierten Sportuhr.

Wichtig waren uns im Test neben umfassenden Tracking-Funktionen und präzisen Sensoren vor allem eine lange Akkulaufzeit. Deshalb finden sich in dieser Bestenliste keine klassischen Smartwatches mit Wear OS oder watchOS. An der Spitze steht Garmin mit der Forerunner 570, dicht gefolgt von der technisch noch stärkeren Forerunner 970. Die beste Preis-Leistung bietet die Huawei Watch GT 6 Pro.

Weitere Produkte für sportlich aktive Nutzer zeigen diese Bestenlisten:

BESTENLISTE

Die Garmin Forerunner 570 ist die günstigere, leicht abgespeckte Alternative zur Forerunner 970 – und bleibt damit eine Top-Wahl für Läufer und Triathleten.

VORTEILE
  • ausgezeichnetes AMOLED-Display
  • hervorragende Trainingsfunktionen
  • präzise Navigation per GPS
NACHTEILE
  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Die Garmin Forerunner 570 ist die günstigere, leicht abgespeckte Alternative zur Forerunner 970 – und bleibt damit eine Top-Wahl für Läufer und Triathleten.

Wer als Läufer oder Triathlet eine passende Sportuhr sucht, kommt an Garmins Forerunner-Serie kaum vorbei. Das aktuelle Topmodell Forerunner 970 ist allerdings hochpreisig. Deutlich günstiger, wenn auch mit leicht reduziertem Funktionsumfang, ist die Forerunner 570.

Wir haben die Sportuhr mit AMOLED-Display, GPS und umfangreichen Trainingsfunktionen getestet und zeigen, für welche Nutzergruppe die kleinere Schwester der Forerunner 970 eine empfehlenswerte Alternative ist.

Design und Bedienung

Optisch unterscheiden sich die Forerunner 970 und die Forerunner 570 auf den ersten Blick kaum. Beide Modelle wirken insgesamt etwas dezenter als Garmins Fenix-Serie, sind mit einer Gehäusedicke von 12,99 mm aber dennoch klar als Sportuhren erkennbar und keine unauffälligen Designer-Accessoires.

Anders als die Forerunner 970 bietet Garmin die Forerunner 570 jedoch in zwei Größen an: 42 mm und 47 mm. Entsprechend variiert die Display-Größe zwischen 1,2 und 1,4 Zoll. Das Gewicht liegt je nach Variante zwischen 42 g und 50 g, womit die Forerunner 570 grundsätzlich etwas leichter ist als die Forerunner 970 mit 53 g.

In puncto Verarbeitung steht die Forerunner 570 dem teureren Modell trotz des niedrigeren Preises in nichts nach. Garmin liefert die gewohnt hohe Qualität, auch wenn die Lünette hier nicht aus Titan, sondern aus Aluminium besteht. Beim Display zeigt sich der Sparkurs ebenfalls, statt Saphirglas kommt Gorilla Glass 3 zum Einsatz. Das erwies sich im Test jedoch als ausreichend robust. Stürze aus etwa anderthalb Metern Höhe auf Fliesenboden sowie Belastungen beim Training mit Kettlebells hinterließen weder Kratzer noch andere sichtbare Schäden.

Wie die Forerunner 970 ist auch die Forerunner 570 für ausgiebige Schwimmtrainings geeignet. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht und übersteht damit sowohl den Gang unter die Dusche als auch den Einsatz im Triathlon problemlos. Für tiefes Tauchen oder starken Wasserdruck durch direkte Strahleneinwirkung ist sie allerdings nicht ausgelegt.

Einrichtung und App

Wie von Garmin gewohnt koppeln wir die Forerunner 570 per Bluetooth mit der Garmin Connect App. Ein kurzes Tutorial macht mit der Bedienung der Uhr und den wichtigsten Funktionen vertraut, erfahrene Garmin-Nutzer finden sich jedoch auch ohne Einführung schnell zurecht. Ebenfalls typisch für Garmin ist, dass sich zusätzliche Funktionen wie Garmin Pay oder der Musikspeicher direkt bei der ersten Kopplung einrichten lassen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können, inklusive Erinnerungsfunktion.

Das etwas eigenwillige Design der Garmin Connect App erfordert zunächst etwas Eingewöhnung, vorrangig für Nutzer, die von anderen Smartwatch-Plattformen wechseln. Die App kombiniert ein Kachel-Prinzip mit scrollbaren Diagrammansichten. Die meisten Elemente der Startseite lassen sich individuell anpassen und neu anordnen, die Bedienung wirkt dabei jedoch stellenweise etwas umständlich, da sich gesuchte Funktionen nicht immer sofort finden lassen. Mit etwas Einarbeitungszeit gewöhnt man sich jedoch schnell an Struktur und Design. Ein klarer Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzlösungen ist die große Menge an erfassten und aufbereiteten Daten, die Garmin Connect bereitstellt.

Aktivität und Training

Schon das Trainings-Tracking zeigt, dass sich die Forerunner 570 – wie die Forerunner 970 – primär an Triathleten und Ausdauersportler richtet. Im Fokus stehen Trainingszustand und Trainingsbereitschaft, die auf Gesundheits- und Leistungsdaten basieren. „Running Dynamics“ analysiert unter anderem Schrittlänge, Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeit. Ergänzend ermittelt „Running Power“ die Laufleistung unter Einbeziehung von Höhenmetern und Wind.

Zum Funktionsumfang zählen außerdem Herzfrequenzvariabilität, VO₂max, empfohlene Erholungszeiten und die bekannte Body Battery. Auch die Laufzeitprognosen für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon sind an Bord. Die Trainingsprofile decken zahlreiche Sportarten aus den Bereichen Ausdauer, Kraft, Winter-, Wasser- und Teamsport ab. Neben Klassikern wie Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Wandern gibt es auch Profile für Bogenschießen oder Discgolf. Auf dedizierte Profile für Functional Fitness oder Rucking verzichtet Garmin weiterhin.

Besonders stark ist die Forerunner 570 bei der Trainingsplanung. Über Garmin Connect lassen sich kostenlose Trainingspläne für Laufen, Radfahren, Triathlon und Krafttraining aktivieren. Diese werden direkt auf der Uhr angezeigt und passen sich automatisch an Leistungs- und Gesundheitsdaten an. Zusätzlich gibt die Uhr zu Beginn von Lauf- oder Radeinheiten tagesaktuelle Trainingsempfehlungen. Sowohl die Pläne als auch die dynamischen Hinweise erwiesen sich im Test als praxisnah und hilfreich.

Wie die Forerunner 970 bietet auch die Forerunner 570 umfangreiche Navigationsfunktionen mit Unterstützung für GPS, Glonass, Galileo, QZSS, Beidou und Navic. Routen lassen sich über Garmin Connect oder Drittanbieter wie Komoot importieren. Über die Connect-IQ-App zeigt die Uhr zudem Google-Maps-Abbiegehinweise an – allerdings nur in Verbindung mit Android-Smartphones.

Bei der Ortungsgenauigkeit liefert die Forerunner 570 die von Garmin gewohnte Qualität. Auch bei bewölktem Himmel oder im Wald ermittelt sie die Position zuverlässig. Nennenswerte Abweichungen von der tatsächlichen Route traten im Test nicht auf.

Schlaf und Gesundheit

Guter Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung, um ausgeruht ins Training zu starten. Entsprechend hat Garmin die Forerunner 570 mit einer Reihe von Funktionen zur Schlafaufzeichnung ausgestattet. Neben Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen und der nächtlichen Atmung erfasst die Smartwatch auch die Herzfrequenzvariabilität sowie die Hauttemperatur während der Nacht. Zudem weist sie auf Veränderungen der Atmung hin, etwa mögliche Atemaussetzer, die auf eine Schlafapnoe hindeuten könnten, und zeichnet tagsüber automatisch Nickerchen auf. Der sogenannte Sleepscore bewertet die Schlafqualität auf einer Skala von bis zu 100 Punkten.

Zur Unterstützung einer besseren Schlafhygiene steht auch bei der Forerunner 570 der Schlafcoach von Garmin zur Verfügung. Dieser liefert sowohl in der Connect-App als auch direkt auf der Uhr Hinweise zur Schlafoptimierung. Zusätzlich empfiehlt der Schlafcoach auf Basis des bisherigen Schlafs und der aktuellen Trainingsbelastung eine passende Schlafdauer für die folgende Nacht. Im Test funktionierten sowohl das Schlaftracking als auch der Schlafcoach zuverlässig und entsprachen weitgehend unserem subjektiven Empfinden.

Als weitere Gesundheitsfunktion bietet die Forerunner 570 ein separates Modul für Frauengesundheit. Neben der Zykluserfassung lässt sich hier auch eine bestehende Schwangerschaft begleiten. Die Uhr berechnet die Zyklusdauer anhand der eingetragenen Periodendaten und ermöglicht das Protokollieren verschiedener Symptome. Eine Funktion zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Körpertemperatur fehlt allerdings. Für Schwangere stehen zusätzliche Eingabemöglichkeiten zur Verfügung, darunter das Festhalten von Blutzuckerwerten und Kindsbewegungen.

Weitere Funktionen

Bei den Zusatzfunktionen liegt die Forerunner 570 weitgehend auf dem Niveau der Forerunner 970. Auf ein integriertes EKG verzichtet Garmin beim kleineren Modell allerdings. Zur Ausstattung zählen ein interner Musikspeicher mit App-Unterstützung für Streamingdienste wie Spotify oder Deezer sowie Garmin Pay für kontaktloses Bezahlen.

Ein integriertes Mikrofon und ein Lautsprecher ermöglichen es, eingehende Anrufe direkt über die Smartwatch anzunehmen und Sprachassistenten zu nutzen. Ebenso unterstützt die Forerunner 570 Google Maps, sodass sich auch Navigationshinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen.

Akku

Das AMOLED-Display wirkt sich auch bei der Forerunner 570 spürbar auf die Akkulaufzeit aus. Ähnlich wie bei der Forerunner 970 fällt diese im Vergleich zu älteren Modellen geringer aus. Garmin gibt für den Smartwatch-Modus eine Laufzeit von bis zu elf Tagen an, was vier Tage unter dem Wert der Forerunner 970 liegt.

Im Test lässt sich diese Angabe weitgehend bestätigen: Bei drei rund anderthalbstündigen Trainingseinheiten pro Woche und aktivierten Benachrichtigungen musste die Forerunner 570 nach gut zehn Tagen wieder ans Ladekabel, das zum Lieferumfang gehört. Die Akkulaufzeit ist damit solide, stellt im Vergleich zu anderen Garmin-Modellen jedoch kein herausragendes Kaufargument dar.

Preis

Die Forerunner 570 kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung unabhängig von der Displaygröße rund 550 Euro. Der Straßenpreis liegt mittlerweile bei etwa 424 Euro. Damit positioniert sich die Smartwatch im mittleren Preissegment der Garmin-Modelle und stellt eine vergleichsweise günstige Option für Sportler dar, die auf eine EKG-Funktion verzichten können und die im Vergleich zur Forerunner 970 etwas kürzere Akkulaufzeit akzeptieren. Preislich liegen die Varianten mit 42 und 47 mm gleich auf.

Fazit

Mit der Forerunner 570 richtet sich Garmin an sportlich ambitionierte Nutzer, die auf einzelne Extras der Forerunner 970 verzichten können. Dazu zählen etwa ein EKG oder die integrierte LED-Taschenlampe. Dafür fällt der Preis deutlich niedriger aus. Gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung liegt der Abstand bei rund 200 Euro, beim Straßenpreis in ähnlicher Größenordnung.

Auf den ersten Blick bietet die Forerunner 570 damit das attraktivere Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gilt umso mehr, da wir die Forerunner 970 im Test als vergleichsweise teuer eingestuft hatten. Eine zentrale Schwäche teilt sich das günstigere Modell allerdings mit dem größeren Schwestermodell: die durch das AMOLED-Display begrenzte Akkulaufzeit. Zwar hält die Uhr auch bei intensiver Nutzung länger als eine Woche durch. Für einige Nutzer lohnt sich dennoch der Blick auf andere Garmin-Modelle mit längerer Laufzeit.

Abseits davon überzeugt die Forerunner 570 als leistungsfähige Sportuhr. Sie bietet umfangreiche Trainingsfunktionen, eine zuverlässige Navigation und eine gelungene Integration von Alltags- und Smartwatch-Features. Für Sportler, die genau diesen Funktionsmix suchen, ist sie eine empfehlenswerte Option.

Die Garmin Forerunner 970 ist da und kann jetzt auch EKG – kann die Sportuhr den bisherigen Testsieger unserer Bestenliste verdrängen?

VORTEILE
  • hervorragendes AMOLED-Display
  • tolle Trainingsfunktionen
  • EKG, Taschenlampe und Telefonie
  • ausgezeichnete Navigation per GPS
NACHTEILE
  • teuer
  • geringere Akkulaufzeit als beim Vorgänger
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Die Garmin Forerunner 970 ist da und kann jetzt auch EKG – kann die Sportuhr den bisherigen Testsieger unserer Bestenliste verdrängen?

Bislang dominierte Garmin mit der Forerunner 965 unsere Bestenliste der Sportuhren und hielt souverän den ersten Platz. Jetzt bringt der Smartwatch-Hersteller mit der Forerunner 970 ein neues Modell für Läufer und Triathleten auf den Markt – ein heißer Anwärter auf den Thron.

Garmin selbst nennt sie die bislang „beste Lauf- und Triathlon-Smartwatch“ und stattet sie mit AMOLED-Touch-Display, einem 1-Kanal-EKG und zahlreichen Trainings-Features aus. Ob das reicht, um den bisherigen König abzulösen, zeigt unser Test.

Design und Bedienung

Anders als bei der Fenix-Reihe legt Garmin bei den Forerunner-Sportuhren mehr Wert auf ein dezentes Design – die Forerunner 970 bildet da keine Ausnahme. Optisch ähnelt sie stark dem Vorgängermodell: Die Unterschiede zwischen beiden Uhren sind auf den ersten Blick minimal. Die physische Größe der Forerunner 970 entspricht nahezu exakt der Forerunner 965, lediglich das Gehäuse ist um wenige Millimeter flacher. Das Gewicht von 53 Gramm, die Displaygröße von 1,4 Zoll und die Auflösung des AMOLED-Bildschirms von 454 × 454 Pixeln bleiben unverändert.

Damit setzt Garmin bei der Forerunner 970 auf die bewährten Stärken der 965: Die Uhr wirkt hochwertig und überzeugt mit exzellenter Verarbeitung – nicht zuletzt durch die Titan-Lünette. Das farbenfrohe, helle AMOLED-Display ist jederzeit gut ablesbar, auch bei direkter Sonneneinstrahlung oder schrägem Blickwinkel. Praktisch: Die Schriftgröße lässt sich individuell anpassen – ein Pluspunkt für Nutzer mit eingeschränktem Sehvermögen. Ein kleiner Wermutstropfen: Beim Scrollen durch Menüs kommt es gelegentlich zu leichten Rucklern – sowohl bei der Touch- als auch bei der Tastenbedienung. Diese fallen im Alltag jedoch kaum ins Gewicht.

Als Sportuhr für Triathleten ist die Forerunner 970 bis 5 ATM wasserdicht. Sie übersteht damit problemlos ein intensives Schwimmtraining oder den Gang unter die Dusche. Längere Tauchgänge oder harter Wasserdruck sollten jedoch vermieden werden.

Einrichtung und App

Die Einrichtung der Garmin Forerunner 970 verläuft reibungslos und ohne Überraschungen. Wer schon eine Garmin-Smartwatch genutzt hat, findet sich sofort zurecht. Neue Nutzer werden von einem Tutorial unterstützt, das nach der Bluetooth-Kopplung mit der Garmin Connect App Schritt für Schritt durch die wichtigsten Funktionen führt. Auf Wunsch lassen sich direkt Features wie Garmin Pay, der Sprachassistent oder die EKG-Funktion aktivieren. Wer die Einrichtung später abschließen möchte, kann sich von der App daran erinnern lassen.

Die Garmin Connect App bleibt im Kern unverändert: Sie bietet eine enorme Datenfülle, die jedoch zulasten der Übersichtlichkeit gehen kann. Hat man sich jedoch in den Menüs zurechtgefunden, liefert die App eine beeindruckend detaillierte Auswertung von Gesundheits- und Trainingsdaten – hier spielt Garmin weiterhin in einer eigenen Liga und bleibt der Konkurrenz deutlich voraus.

Aktivität und Training

Wie schon die Forerunner 965 richtet sich auch die Garmin Forerunner 970 gezielt an Ausdauersportler und Triathleten. Die Trainingsprofile und Funktionen sind speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Zu den zentralen Features zählt die Berechnung der Running Economy: Sie analysiert Lauftempo, Herzfrequenz, dynamische Laufwerte und den Geschwindigkeitsverlust, um den Energieverbrauch beim Laufen zu ermitteln. Ergänzend bewertet die Funktion „Running Tolerance“ die körperliche Belastung beim Laufen und liefert Empfehlungen zur maximalen Wochenkilometerzahl.

Auch bewährte Funktionen wie Angaben zum Trainingszustand – basierend auf HFV-Status, VO2max, Trainingsbelastung und Erholungszeit – sind wieder an Bord. Hinzu kommen personalisierte Trainingsempfehlungen, die Body-Battery-Anzeige sowie Prognosen für Wettkampfzeiten über 5000 Meter, 10.000 Meter, Halbmarathon und Marathon. Detaillierte Daten zur Laufeffizienz wie Schrittfrequenz, Schrittlänge oder Bodenkontaktzeit runden das Paket ab. Damit zählt die Forerunner 970 erneut zu den besten, wenn nicht sogar zur besten smarten Sportuhr für Ausdauersportler.

Aber auch Sportler anderer Disziplinen – etwa im Krafttraining, Yoga oder Ballsport – profitieren von der gewohnt breiten Auswahl an Trainingsprofilen, die Garmin sportartspezifisch anpasst. Die Pulsmessung über den optischen Sensor funktioniert sehr zuverlässig und schlägt sich besser als bei der Fenix-Reihe. Nur bei stark schwankendem Puls, etwa bei HIIT-Einheiten, kann es zu leichten Abweichungen kommen – ein Brustgurt schafft hier Abhilfe.

Bei den Navigationsfunktionen bleibt vieles wie beim Vorgängermodell, allerdings hat Garmin die GPS-Genauigkeit weiter verbessert. Die Forerunner 970 unterstützt GPS, Glonass, Galileo, Beidou und Sadiq und bietet Richtungsanweisungen sowie farbige Umgebungskarten. Die Streckenaufzeichnung überzeugt erneut mit hoher Präzision – ein Bereich, in dem Garmin weiterhin Maßstäbe setzt.

Schlafanalyse

Das Schlaftracking zählt auch bei der Forerunner 970 zu den zentralen Funktionen – wie bei fast allen Garmin-Uhren. Die Uhr erfasst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Diese Werte fließen in einen sogenannten Sleepscore ein, der die Schlafqualität bewertet und direkt in die Einschätzung der täglichen Trainingsbereitschaft einbezogen wird.

Wer schlecht geschlafen hat, erhält über den integrierten Schlafcoach individuelle Tipps zur Verbesserung der Schlafhygiene – praxisnah und alltagstauglich. Im Vergleich zur Forerunner 965 bringt die 970 keine Neuerungen im Schlaftracking mit. Das ist jedoch kein Nachteil, denn schon der Vorgänger lieferte in diesem Bereich hervorragende Ergebnisse.

Weitere Features

Im direkten Vergleich zur Forerunner 965 bleibt bei der Garmin Forerunner 970 vieles beim Alten – aber nicht alles. Bewährte Funktionen wie der integrierte Musikspeicher sind weiterhin an Bord. Über Apps wie Spotify oder Deezer lassen sich Songs direkt auf die Uhr laden, sodass Musik auch ohne Smartphone gehört werden kann. Der Speicherplatz beträgt wie beim Vorgänger 32 GB. Ebenfalls wieder dabei ist Garmin Pay für kontaktloses Bezahlen – vorausgesetzt, man hat ein Konto bei einer teilnehmenden Bank.

Neu bei der Forerunner 970 ist eine integrierte LED-Taschenlampe am Gehäuse, die sich vorwiegend bei Outdoor-Aktivitäten als praktisch erweist. Zudem ist die Uhr jetzt mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet. Damit lassen sich eingehende Anrufe direkt über die Smartwatch annehmen und führen – das Smartphone muss allerdings in Reichweite sein, da es keinen eigenen SIM-Slot gibt.

Ein Highlight ist das erstmals in einer Forerunner integrierte EKG-Feature, das Garmin bereits bei seinen neuen Premium-Modellen Anfang des Jahres auch in Europa eingeführt hat. Die Garmin-EKG-App erfasst mithilfe von Sensoren am Gehäuse in einer 30-sekündigen Messung die elektrischen Signale des Herzschlags. Ziel ist es, mögliche Auffälligkeiten wie Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen. In der Praxis arbeitet das EKG zuverlässig und liefert klar aufbereitete Ergebnisse in der App. Den Arztbesuch ersetzt diese Funktion jedoch nicht.

Akku

Ein Blick auf die Akkulaufzeit der Forerunner 970 bringt eine unerwartete Enttäuschung: Im Vergleich zur Forerunner 965 hat sich die Laufzeit spürbar verringert. Während Garmin beim Vorgängermodell im Smartwatch-Modus noch bis zu 23 Tage angab, sind es bei der Forerunner 970 nur bis zu 15 Tage.

Trotzdem: Die von Garmin versprochenen 15 Tage konnten wir im Test bestätigen – ein immer noch guter Wert. Dennoch schwächt die verkürzte Akkulaufzeit ein zentrales Kaufargument der Forerunner 965 und könnte für Nutzer mit Fokus auf maximale Ausdauer ein Nachteil sein.

Preis und Varianten

Während die Forerunner 965 laut UVP aktuell bei knapp 560 Euro liegt (Straßenpreis rund 500 Euro), müssen Käufer für die neue Forerunner 970 deutlich mehr investieren: Garmin ruft eine unverbindliche Preisempfehlung von 750 Euro auf – damit gehört die Uhr zu den teuersten Modellen im Sortiment. Derzeit bekommt man sie für 629 Euro.

Erhältlich ist die Forerunner 970 in den Farbvarianten Schwarz/Carbongrau, Steinweiß/Transparent Amp Yellow und French Gray/Softgold/Transparent Indigo.

Fazit

Mit der Forerunner 965 hat Garmin eine smarte Sportuhr auf den Markt gebracht, die sogar die teureren Modelle der Fenix-Reihe auf unserer Bestenliste in den Schatten stellen konnte. Aber wie steht es um den Nachfolger, die Forerunner 970? Gelingt es Garmin, eine hervorragende Uhr noch besser zu machen?

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Bei den Kern-Features bleibt die Forerunner 970 dem Vorgänger treu. Die schiere Fülle an Funktionen für Ausdauersportler sucht weiterhin seinesgleichen und macht die Uhr fast zum Must-have für Athleten, die auf diese Funktionen angewiesen sind. Das GPS-Tracking wurde noch einmal verbessert und Garmin hat der Uhr obendrein noch ein ausgezeichnetes EKG-Feature, eine Sprechfunktion und eine LED-Taschenlampe spendiert.

Aber es gibt auch eine Schattenseite: Denn die Forerunner 970 bietet eine geringere Akkulaufzeit als die Forerunner 965 und kostet zudem ein ganzes Stück mehr. Wer die Forerunner 965 bereits besitzt, sollte sich deshalb den Kauf des Nachfolgers gut überlegen. Alle anderen machen die Entscheidung davon abhängig, ob ihnen die zusätzlichen Features auf Kosten der Akkulaufzeit den entsprechend höheren Preis wert sind. Letztlich bleibt die Forerunner 970 für uns aus technischer Sicht die beste Sportuhr – die Forerunner 965 ist weiterhin eine attraktive Option für preisbewusste Nutzer.

Elegante Sportuhr mit starker Akkulaufzeit: Die Huawei Watch GT 6 Pro bietet präzises Tracking und Top-Verarbeitung, verzichtet aber auf Apps und Bezahlen.

VORTEILE
  • edles Design
  • Akkulaufzeit von 12 bis 14 Tagen
  • genaue Pulsmessung
  • EKG-Funktion
NACHTEILE
  • wenige Apps
  • kein LTE oder WLAN
  • Health-App bei Android nur über Umwege

Elegante Sportuhr mit starker Akkulaufzeit: Die Huawei Watch GT 6 Pro bietet präzises Tracking und Top-Verarbeitung, verzichtet aber auf Apps und Bezahlen.

Mit der Watch GT 6 Pro setzt Huawei seine Reihe edler Sportuhren fort. Optisch bleibt vieles beim Alten, das Design orientiert sich eng an den Vorgängern. Unter der Haube hat sich jedoch einiges getan: ein helleres OLED-Display, ein deutlich stärkerer Akku und neue Trainingsfunktionen sollen den Unterschied machen.

Anders als viele klassische Smartwatches versteht sich die GT 6 Pro nicht als Alleskönner mit App-Store und permanenter Online-Anbindung. Sie konzentriert sich auf Sport, Gesundheitsfunktionen samt EKG und eine lange Akkulaufzeit. Damit positioniert sie sich klar als Sportuhr zwischen Fitness-Tracker und Smartwatch – eleganter als die reinen Sportmodelle, aber ausdauernder als die meisten Smartwatches.

Wie sich die neue Huawei Watch GT 6 Pro im Alltag bewährt, haben wir in einem ausführlichen Test über sechs Wochen ausprobiert. Das Testgerät stellte uns der Hersteller zur Verfügung.

Update: Getestet haben wir die Sportuhr ursprünglich im September 2025. Es gibt jedoch einige Neuerungen. Die bisherige Bezahlmethode über Quicko gibt es nicht mehr. Dafür funktioniert jetzt Curve Pay als Bezahlsystem.

Design

Die Huawei Watch GT 6 Pro orientiert sich stark am Vorgänger und tritt erneut als elegante Sportuhr auf, die auch zur Abendgarderobe passt. Von der GT 5 Pro ist sie kaum zu unterscheiden, lediglich die etwas markanter hervorstehende Lünette setzt einen neuen Akzent. Das achteckige Design bleibt erhalten, eingefasst ist ein großes, rundes Display.

Das Gehäuse besteht aus Titan mit Keramikelementen, wirkt hochwertig verarbeitet und zeigte sich im Test widerstandsfähig: Kratzer blieben bislang aus. Mit Maßen von 45,6 × 45,6 × 11,3 mm und einem Gewicht von 55 g ist die Uhr zwar präsent, aber noch angenehm tragbar – zumindest an etwas kräftigeren Handgelenken.

Rechts oben sitzt die Krone, darunter eine programmierbare Taste. Angeboten werden drei Varianten: in Dunkelgrau mit schwarzem Fluorelastomer-Armband, in Silber mit braunem Armband inklusive gestreifter Nylon-Elemente, die optisch an die 70er erinnern, sowie eine edle Titan-Version mit Gliederarmband. Letztere wirkt besonders hochwertig, trägt sich im Alltag jedoch weniger komfortabel als die flexiblen Fluorelastomer-Varianten.

Die Armbänder lassen sich dank des Klicksystems schnell wechseln, beim Titanarmband können zudem einzelne Glieder ohne Werkzeug entfernt werden. Das klappt überraschend einfach, erfordert dennoch ein wenig Fingerspitzengefühl – und im Zweifel eine Lesebrille.

Die Huawei Watch GT 6 Pro ist gemäß 5 ATM bis 50 Meter (Wassersäule) wasserdicht und nach EN 13319 zertifiziert, was eine Tauchtiefe von bis zu 40 Metern erlaubt. Damit eignet sie sich nicht nur zum Schwimmen oder für Wassersport, sondern auch für Tauchgänge im Freizeitbereich.

Display

Das OLED-Display mit Touchfunktion ist durch schmalere Ränder noch etwas gewachsen und misst nun 1,47 Zoll in der Diagonale. Farben wirken kräftig, der Kontrast ist ausgewogen und die Bildqualität insgesamt hervorragend. Mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln ist die Darstellung gestochen scharf.

Huawei hat zudem die Helligkeit erhöht: Bis zu 3000 Nits soll der Bildschirm erreichen. Im Test ließ er sich selbst bei grellem Sonnenlicht problemlos ablesen. Zusätzlich kommt Saphirglas zum Einsatz, um den Bildschirm effektiv vor Kratzern zu schützen. Ein Always-on-Display ist optional verfügbar, geht aber stark zulasten der Akkulaufzeit.

App & Bedienung

Die Huawei Watch GT 6 Pro wird über die Health-App eingerichtet. Sie ist mit Android und iOS kompatibel, im Google Play Store aber nicht verfügbar. iPhone-, Samsung- und Honor-Nutzer finden sie in den jeweiligen Stores, andere Android-Geräte müssen sie per QR-Code installieren und kurzzeitig zusätzliche Berechtigungen erteilen.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und zeigt die wichtigsten Gesundheitswerte. Ergänzend gibt es Trainingspläne zur Auswahl und einen Zifferblatt-Store. Erweiterte Analysen, tiefergehende Trainingspläne oder Ernährungstipps gibt es nur im kostenpflichtigen Abo „Health Plus“.

Die Bedienung ist intuitiv: Neben dem Touchscreen gibt es eine Krone zum Drücken und Drehen sowie eine frei belegbare Taste für das Trainingsmenü. Wischgesten steuern Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen, Infokarten oder Wetterdaten. Die App-Übersicht erinnert an die Apple Watch, wirkt durch das neue Gitternetz aber übersichtlicher.

Auf der Uhr läuft Harmony OS, das aufgeräumt wirkt und vertraute Funktionen bietet. Vorinstalliert sind etwa Petal Maps und Komoot, Musik kann lokal gespeichert und über Kopfhörer wiedergegeben werden. Es gibt aber keinen App-Store und abgesehen von Komoot auch keine Apps von Drittanbietern. Immerhin dient die Uhr als Fernbedienung für Musik auf dem Smartphone.

Ein Schwachpunkt: Die Bluetooth-Verbindung lässt sich nicht direkt an der Uhr deaktivieren, sondern nur durch Entkoppeln – für strahlungssensible Nutzer wenig komfortabel.

Fitness-Tracking

Im Praxistest überzeugte die Pulsmessung der Huawei Watch GT 6 Pro mit hoher Genauigkeit. Selbst im Vergleich zu einem Polar-Brustgurt zeigten sich nur geringe Abweichungen von höchstens zwei bis drei Schlägen, auch bei intensiven Intervall-Einheiten auf dem Spinning-Bike. Ebenso präzise arbeitete die GPS-Ortung, die Trainingsstrecken verlässlich und sauber aufzeichnete.

Die Uhr deckt eine große Bandbreite an Sportarten ab – vom Laufen über Radfahren hin zu Kraft- und Intervalltraining. Outdoor-Sportler profitieren von der Möglichkeit, Routen in der App hochzuladen und Karten offline auf der Uhr zu speichern. Damit eignet sich die GT 6 Pro auch für längere Trailruns oder Touren abseits bekannter Wege. Die GT 6 Pro erstellt beim Sport ein Höhenprofil, wofür das integrierte Barometer sowie das GPS zum Einsatz kommen.

Für Radfahrer hat Huawei ein neues Feature integriert: Die Uhr versucht abzuschätzen, mit welcher Kraft in die Pedale getreten wird. Grundlage dafür sind GPS-Daten und Herzfrequenz. Da ein Powermeter fehlt, lässt sich die Genauigkeit dieser Werte nicht abschließend beurteilen, die Funktion erweitert aber das Trainingsangebot.

Wählt man Radfahren als Training aus oder erkennt die Watch GT 6 Pro die Aktivität automatisch, lässt sich das Smartphone am Lenker auch als Fahrradcomputer nutzen. Das kann jedoch störend sein, wenn man ohnehin schon Google Maps zur Navigation verwendet. Bis die Uhr selbstständig ein Radtraining startet, vergeht zudem meist etwas Zeit. Ist das Training einmal aktiv, erkennt die Uhr Stopps zuverlässig – etwa an einer Ampel.

Insgesamt zeigt sich die GT 6 Pro als vielseitige Sportuhr, die sowohl für alltägliche Workouts als auch für ambitioniertere Einsätze geeignet ist.

Gesundheit & Schlaf

Neben der Herzfrequenz misst die Watch GT 6 Pro auch den Blutsauerstoffgehalt (SpO₂), ermittelt die arterielle Steifigkeit und kann ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen. Dazu kommt das neue Feature einer medizinisch zertifizierten App zur Analyse von Pulswellenarrhythmien, das ein mögliches Vorhofflimmer-Risiko erkennen kann. Dieses muss man in der App aktivieren und ein Datenpaket dazu herunterladen.

Die Uhr misst auch die Herzfrequenzvariabilität (HRV), also die Abstände zwischen den Herzschlägen. Sie gilt als Indikator für Stress, Erholung und die Belastung des Nervensystems: Hohe Werte stehen größtenteils für gute Fitness, niedrige Werte können auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme hinweisen.

Die Schlafanalyse erwies sich im Test größtenteils als nachvollziehbar. Die Uhr unterscheidet zwischen Leicht-, Tief- und REM-Phasen, nächtliche Wachzeiten werden erkannt – aber nicht immer so zuverlässig erfasst wie bei einem hochwertigen Smart-Ring. Im Vergleich zum Vorgänger schneidet die GT 6 Pro jedoch besser ab.

Weitere Features

Bei bestehender Bluetooth-Verbindung lassen sich über die Uhr Telefonate führen. Die Sprachqualität reicht zwar nicht an ein Smartphone-Gespräch heran, ist für kurze Anrufe unterwegs aber mehr als brauchbar. Einen eigenständigen Mobilfunkbetrieb über eSIM für LTE sowie auch WLAN unterstützt die Watch GT 6 Pro nicht.

Dank des integrierten NFC-Moduls ist kontaktloses Bezahlen wieder problemlos möglich. Nachdem die bisherige Zwischenlösung Quicko aufgrund des Entzugs der Banklizenz des polnischen Betreibers eingestellt wurde, kommt nun Curve zum Einsatz. In unserem Test mit der neuen Huawei Watch GT Runner 2 funktionierte das Bezahlsystem reibungslos.

Akku

Die Sportuhr setzt klar auf Ausdauer. Der Akku basiert auf Silizium-Carbon-Technologie mit hoher Energiedichte. Damit erreicht er eine Kapazität von 867 mAh – rund 40 Prozent mehr als beim Vorgänger.

Huawei verspricht eine Laufzeit von bis zu 12 Tagen bei regulärer Nutzung. Im Test waren sogar fast 14 Tage möglich, ohne Always-on-Display, bei täglichem Tragen, gelegentlichem Schlaf-Tracking und zwei bis drei Workouts pro Woche. Mit aktiviertem Stromsparmodus sind theoretisch bis zu 21 Tage drin.

Wird das GPS häufiger genutzt, sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß deutlich. Im Trainingsmodus mit aktiver GPS-Aufzeichnung sollen laut Hersteller dennoch bis zu 40 Stunden erreicht werden.

Das Aufladen erfolgt über ein induktives Ladepad mit USB-A-Anschluss. Nach knapp einer Stunde ist der Akku wieder vollständig gefüllt.

Preis

Die UVP für die beiden Modelle mit Fluorelastomer-Armband liegt bei 379 Euro. Die Variante mit Titanarmband ist mit 499 Euro deutlich teurer. Mittlerweile sind die Preise gesunken. Das Modell in Schwarz kostet knapp 309 Euro, die Variante in Braun ebenfalls rund 309 Euro. Das Modell mit Titanarmband geht bei Amazon für 414 Euro über die virtuelle Ladentheke.

Fazit

Die Huawei Watch GT 6 Pro erweist sich im Test als gelungene Weiterentwicklung mit sportlichen Funktionen, hochwertiger Verarbeitung und langer Akkulaufzeit. Besonders das helle OLED‑Display, die präzise Pulsmessung, die zuverlässige GPS‑Ortung und die vielseitigen Trainingsmodi machen sie zu einer echten Sportuhr, die zugleich im Alltag mit ihrem edlen Design überzeugt. Ergänzt wird das Paket durch Wasserdichtigkeit und erweiterte Gesundheitsfunktionen von EKG bis Schlafanalyse.

Abstriche gibt es bei der App‑Auswahl und dem teils umständlichen App‑Download unter Android. Insgesamt positioniert sich die GT 6 Pro klar als Sportuhr zwischen Fitness‑Tracker und Smartwatch – mit Fokus auf Gesundheit, Tracking und Ausdauer. Wer auf App‑Vielfalt und mobiles Internet verzichten kann, erhält eine attraktive Alternative zu klassischen Smartwatches.

Die Amazfit Balance 2 verspricht viel: GPS, Navigation, Coaching, Tauchmodus und smarte Features – und das für unter 250 Euro.

VORTEILE
  • ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Trainingsprofile mit sinnvollen Ergänzungen für einzelne Sportarten
  • GPS inklusive Navigation
  • hervorragende Sensoren
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • Zepp Pay nur von wenigen Banken unterstützt
  • voller Funktionsumfang setzt kostenpflichtiges Abo voraus
  • keine eSIM

Die Amazfit Balance 2 verspricht viel: GPS, Navigation, Coaching, Tauchmodus und smarte Features – und das für unter 250 Euro.

Mit der Balance 2 hat Amazfit eine Sportuhr entwickelt, die umfangreiche Trainingsfunktionen mit Navigation und smarten Features kombiniert. Der Clou: Sie ist sogar fürs Tauchen zertifiziert. Da sie deutlich günstiger ist als vergleichbare Modelle von Garmin, Polar oder Suunto, wird sie zu einer interessanten Option für preisbewusste Sportler, die nicht auf Smartwatch-Komfort verzichten möchten.

Im Test zeigt sich, ob die Balance 2 hält, was Amazfit verspricht – auch im Vergleich zum Vorgänger.

Design & Tragekomfort

Im Gegensatz zur T‑Rex 3 (Pro) wirkt die Amazfit Balance 2 deutlich dezenter und erinnert eher an eine klassische Smartwatch als an eine Sportuhr. Das hat den Vorteil, dass ihre sportlichen Funktionen nicht sofort ins Auge fallen und man sie im Alltag oder zum Anzug gut tragen kann. Mit einem Durchmesser von 47,4 mm wirkt sie dennoch recht wuchtig und ist damit eher nichts für schmale Handgelenke.

Durch das Aluminiumgehäuse macht sie einen hochwertigen Eindruck, ohne klobig zu wirken. Das Kunststoffarmband fühlt sich dank der angerauten Oberfläche fast wie Leder an. Im Lieferumfang liegen zwei Armbänder bei – eines in Schwarz und eines in Orange.

Die Balance 2 ist TÜV-zertifiziert und laut Hersteller bis 10 ATM (entspricht einer Wassersäule von 100 Metern) wasserdicht. Zwar verfügt die Uhr über einen integrierten Tauchcomputer und ist nach EN 13319 für Tauchtiefen bis 45 Meter zertifiziert, für Gerätetauchgänge empfiehlt sich jedoch eher ein Modell mit einer Wasserdichtigkeit von mindestens 20 ATM. Zum Schnorcheln ist die Balance 2 hingegen geeignet

Auch in puncto Robustheit überzeugt sie mit MIL-STD-810G: Im Test überstand die Uhr Stürze auf Steinboden aus rund 1,5 Metern Höhe sowie Schläge mit einer Kettlebell am Handgelenk ohne Schäden.

Display

Das 1,5 Zoll große OLED‑Display mit 480 × 480 Pixeln überzeugt mit hoher Bildschärfe und Helligkeit – Amazfit spricht von bis zu 2000 Nits. Geschützt wird die Anzeige durch kratzfestes Saphirglas.

Die Helligkeit lässt sich einfach über das Schnellzugriffsmenü der Uhr stufenlos verändern, wobei die höchste Einstellung zulasten der Akkulaufzeit geht. Allerdings reicht eine mittlere Helligkeit bereits aus, damit das Display auch unter direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar bleibt.

Einrichtung & Bedienung

Die Balance 2 funktioniert wie andere Amazfit-Modelle in Verbindung mit der Smartphone-App Zepp. Nach dem Download koppelt sich die Uhr per Bluetooth in wenigen Minuten mit der App. Die App zeigt alle erfassten Daten in Kacheln auf dem Startbildschirm, deren Reihenfolge und Anzeige sich individuell anpassen lassen – ein typisches Merkmal von Amazfit.

Im Trainingsmenü finden sich absolvierte Einheiten samt Leistungsdaten. Zusätzlich lassen sich eigene Trainingspläne erstellen oder Workouts manuell starten. Verschiedene Metriken wie VO2max, Trainingsbelastung und Erholungszeit zeigen den aktuellen Fitnesszustand. Auch das kostenpflichtige Aura-Feature wird unterstützt und liefert erweiterte Schlafanalysen, Meditationen und einen KI-basierten Schlafcoach.

Bei der Bedienbarkeit kann die Balance 2 überzeugen: Wir steuern die Uhr mit den beiden seitlichen Bedientasten, darunter einer drehbaren Krone, sowie Wischgesten auf dem Touch-Display. Unsere Eingaben werden dabei stets zuverlässig erkannt und ohne Verzögerung.

Fitness & Training

Amazfit bewirbt die Balance 2 ausdrücklich als Hyrox-Uhr. Sie verfügt daher über eigene Sportprofile für Hyrox-Training und Hyrox-Rennen. Vor allem der Rennmodus ist praktisch: Jede Laufrunde und Station kann man speichern und abhaken. So behalten Athleten ihre Zeiten im Blick und wissen genau, welche Übung als Nächstes folgt.

Insgesamt bietet die Balance 2 mehr als 170 Trainingsprofile – etwas weniger als die T-Rex 3 Pro, aber ausreichend für nahezu alle Sportarten. Ein Pluspunkt sind die anpassbaren Trainingsvorlagen in der Zepp-App. Aus 23 Sportarten können Nutzer wählen und ihre Einheiten individuell zusammenstellen – etwa mit HIIT-, EMOM- oder Ausdauerformaten. Die Vorlagen lassen sich anschließend direkt auf der Uhr starten, was im Test problemlos funktionierte.

Wie die T-Rex 3 Pro beherrscht die Uhr PAI (Personal Activity Intelligence) und erkennt Trainingseinheiten automatisch für Laufen, Radfahren, Schwimmen, Crosstrainer und Rudergerät. Im Test funktionierte die automatische Erkennung zuverlässig: Die Uhr registrierte echte Trainingseinheiten, ohne kurze Sprints fälschlich als Training zu erfassen.

Besonders hervorzuheben sind die Tauchfunktionen für Frei- und Gerätetauchen sowie die herunterladbaren Karten von über 40.000 Golfplätzen. Die Herzfrequenzmessung arbeitet dabei sehr präzise: Im Test wich die Balance 2 nur minimal von der Garmin Fenix 7 ab. Bei wechselnder Trainingsintensität gab es Unterschiede von maximal fünf Schlägen pro Minute – ein hervorragender Wert.

Schlaf

Das Schlaf-Tracking unterscheidet sich bei der Balance 2 praktisch nicht von anderen Amazfit-Uhren, wie der T-Rex 3. Die Uhr misst Schlafphasen, Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte und Wachzeiten. Ein Index gibt basierend auf diesen Daten entsprechende Auskunft über unsere Schlafqualität.

Die Genauigkeit der Messungen lässt sich im Test zwar mangels eines Vergleichs im Schlaflabor nur begrenzt beurteilen, geht unserer Meinung nach aber absolut in Ordnung. Die Uhr erkennt Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte ebenso zuverlässig wie Wachzeiten und liefert eine Schlafbewertung, die sich mit unserem subjektiven Empfinden deckt.

Weitere Features

Die Auswahl an Zusatzfunktionen fällt bei der Balance 2 etwas kleiner aus als bei der T‑Rex 3 Pro, bietet aber dennoch ein solides Paket. Eine eSIM gibt es nicht, dafür sind Mikrofon und Lautsprecher integriert, sodass Anrufe direkt über die Uhr angenommen werden können, wenn diese mit dem Smartphone per Bluetooth gekoppelt ist.

Zudem unterstützt die Balance 2 die Sprachsteuerung. Eine vollständige QWERTZ‑Tastatur ermöglicht das Beantworten von Nachrichten über das Display, alternativ stehen Schnellantworten zur Verfügung. Auch der KI‑Assistent Zepp Flow ist an Bord und arbeitete im Test zuverlässig.

Wichtiges Zusatzfeature ist die integrierte GPS‑Navigation. Die Uhr bietet POI‑ und Kartendarstellung sowie aktives Routing. Das Kartenmaterial lässt sich per WLAN oder Bluetooth laden, was je nach Größe bis zu einer Stunde dauert. Eigene Strecken können als GPX-Tracks importiert werden. Im Test funktionierte die Navigation präzise und stabil.

Der interne Speicher ist mit 32 GB jetzt deutlich größer als beim Vorgänger. Auf der Smartwatch lassen sich damit Musikdateien (MP3) ablegen und direkt abspielen. Eine App‑Anbindung an Spotify für die Offline‑Wiedergabe gibt es jedoch nicht.

Akku

Bei der Amazfit Balance haben wir im Test seinerzeit bereits die hervorragende Akkulaufzeit gelobt, doch bei der Balance 2 legt der Hersteller noch einmal nach. Statt 475 mAh bekommen wir beim Nachfolgemodell einen Nennwert von 658 mAh, was die Akkulaufzeit von 14 Tagen auf bis zu 21 Tage bei typischer Nutzung erhöhen soll.

Wir haben die Uhr im Test mit aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Displayhelligkeit genutzt, wobei wir pro Woche drei anderthalbstündige Trainingseinheiten absolviert haben (zwei mit GPS-Tracking). Die Uhr schaffte dabei 18 Tage, bevor wir sie wieder aufladen mussten. Das ist ein exzellenter Wert für eine Smartwatch dieser Preisklasse und fast eine Woche mehr als beim Vorgängermodell.

Um den Akku der Balance 2 aufzuladen, verwenden wir die beiliegende Ladeschale. Das benötigte USB-C-Kabel ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. Der Ladevorgang dauert gut anderthalb Stunden.

Preis

Amazfit ruft für die Balance 2 eine unverbindliche Preisempfehlung von 300 Euro auf. Das Vorgängermodell kostete ursprünglich 250 Euro. Angesichts der zahlreichen Verbesserungen ist der Aufpreis unserer Meinung nach gerechtfertigt. Die Straßenpreise für die Balance 2 liegen bei rund 233 Euro – ein attraktives Angebot im Verhältnis zur Leistung.

Wer sparen möchte, greift zur Amazfit Balance 2 XT ab 175 Euro. Das Modell ist einfacher ausgestattet, verzichtet auf Saphirglas und setzt auf ein Gehäuse aus Aluminium und Kunststoff, das nur bis 5 ATM wasserdicht ist. Der Prozessor ist zudem leicht abgespeckt.

Fazit

Die Amazfit Balance 2 ist eine ideale smarte Sportuhr für alle, denen die T-Rex 3 (Pro) zu wuchtig ist. Sie bietet nahezu die gleichen Funktionen – abgesehen vom Musikspeicher – und eignet sich zusätzlich fürs Tauchen. GPS, Akku und Sensoren überzeugen im Test, die Trainingsprofile sind sinnvoll auf die jeweilige Sportart abgestimmt.

Die Uhr überzeugt mit einer flexiblen Trainingsplanung und praktischen Smartwatch-Funktionen wie der integrierten QWERTZ-Tastatur. Nur die lange Übertragungszeit beim Karten-Download, der fehlende Musikspeicher und das eingeschränkt verfügbare Zepp Pay mindern den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck.

Update: In einer früheren Version dieses Artikels (15.11.2025) hatten wir fälschlicherweise berichtet, dass die Balance 2 keinen Musikspeicher besitzt. Diese Angabe ist nicht korrekt. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

Die Huawei Watch GT Runner 2 ist eine kompakte, leichte Sportuhr – ideal für Läufer. EKG und umfangreiche Herzgesundheits-Features gibt es obendrein.

VORTEILE
  • leicht und bequem
  • genaue Pulsmessung bei hoher Belastung
  • EKG & Gesundheits-Features
  • Bezahlfunktion via Curve
NACHTEILE
  • Pulsprobleme bei Warm-up mit Crosstrainer
  • Health App nicht im Play Store

Die Huawei Watch GT Runner 2 ist eine kompakte, leichte Sportuhr – ideal für Läufer. EKG und umfangreiche Herzgesundheits-Features gibt es obendrein.

Lange hat die Huawei Watch GT Runner auf einen Nachfolger gewartet. Mit der GT Runner 2 bringt Huawei die klar auf Läufer ausgerichtete Sportuhr zurück. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Lauftraining, auch wenn die Uhr inzwischen deutlich breiter aufgestellt ist.

Neben klassischen Sportfunktionen integriert Huawei zahlreiche Gesundheits-Features bis hin zum EKG. Das wertet die Uhr spürbar auf, schlägt sich aber auch im Preis nieder. Ob sich die Runner 2 dennoch als Geheimtipp empfiehlt, klärt dieser Test.

Design

Die Huawei Watch GT Runner 2 richtet sich klar an Läufer und setzt konsequent auf ein leichtes, kompaktes Gehäuse. Im Vergleich zur Watch GT 6 fällt sie spürbar kleiner aus. Das Titan-Gehäuse misst 43,5 × 43,5 × 10,7 mm, die Unterseite mit den PPG-Sensoren besteht aus Kunststoff. Das reduziert das Gewicht auf 34,5 g. Am Handgelenk ist die Uhr kaum zu spüren – genau das, was man beim Laufen will.

Neben dem Touchscreen erfolgt die Bedienung über eine drückbare Krone oben rechts sowie eine frei belegbare Taste darunter. Das funktioniert direkt und zuverlässig. Unser Testgerät kommt mit einem blauen Nylonarmband samt Klettverschluss. Es sitzt sicher und ist auch bei längerem Tragen bequem – selbst im Schlaf. Der Verschluss lässt sich schnell anpassen und bei Bedarf enger ziehen, etwa für eine präzisere Pulsmessung.

Ein Nachteil: Bei starkem Schwitzen saugt sich das Band mit Feuchtigkeit voll und benötigt nach dem Abspülen etwas Zeit zum Trocknen. Huawei legt daher ein Kautschukarmband bei. Beim blauen Modell ist es schwarz, weitere Varianten gibt es in Weiß mit orangenen Akzenten sowie in Schwarz. Der Wechsel gelingt dank des Klicksystems schnell und werkzeuglos.

Die Watch GT Runner 2 ist bis 5 ATM wasserdicht (entspricht rund 50 Metern) und nach IPX9 gegen starken Wasserdruck geschützt. Schwimmen ist damit problemlos möglich. Zudem erfüllt sie die Norm EN 13319, die Anforderungen an Tauchinstrumente wie Messgenauigkeit, Ablesbarkeit unter Wasser und Druckbeständigkeit definiert – laut Huawei ist sie sogar freigegeben für Einsätze bis 40 Meter. Für das Gerätetauchen ist sie jedoch unserer Ansicht nach wegen ATM 5 weniger zu empfehlen, zum Schnorcheln kann man sie problemlos nutzen.

Display

Das runde OLED-Display misst 1,32 Zoll und löst mit 466 × 466 Pixeln auf. Es liefert eine scharfe Darstellung mit kräftigen Farben und hohem Kontrast. Insgesamt überzeugt die Bildqualität: klar, leuchtstark und jederzeit gut im Blick.

Mit bis zu 3000 Nits erreicht es eine beeindruckende Helligkeit – Inhalte bleiben selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Die automatische Helligkeitsanpassung arbeitet zuverlässig und passt das Display unauffällig an die Umgebung an.

App & Bedienung

Als Companion-App dient Huaweis Health App. Aufgrund der US-Sanktionen ist sie nicht im Google Play Store verfügbar, der Download erfolgt alternativ per QR-Code und Sideloading. Im Samsung Galaxy Store sowie im Apple App Store steht sie hingegen regulär bereit. Die Uhr ist mit Android, iOS und Huaweis EMUI kompatibel.

Die App ist übersichtlich und zeigt die wichtigsten Gesundheitsdaten zentral an. Trainingspläne und ein Zifferblatt-Store sind integriert, viele Ziffernblätter kosten jedoch extra. Erweiterte Analysen, Trainingsprogramme und Ernährungstipps bleiben dem Abo „Health Plus“ vorbehalten.

Die Bedienung gelingt intuitiv. Neben dem Touchscreen stehen eine drückbare Krone sowie eine frei belegbare Taste zur Verfügung. Wischgesten führen durch Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen, Infokarten und Wetterinfos. Die App-Übersicht wirkt im Rasterlayout aufgeräumt.

Als Betriebssystem kommt Harmony OS zum Einsatz. Es läuft flüssig und reagiert schnell. Über die Appgallery lassen sich zusätzliche Apps installieren, das Angebot bleibt jedoch überschaubar. Dazu zählen vor allem kleinere Tools wie eine Fernsteuerung für Spotify, Petal Maps zur Navigation oder der Bezahldienst Curve – eine zusätzliche Installation auf dem Smartphone ist dann erforderlich. Bluetooth lässt sich nicht manuell trennen, ein Flugmodus fehlt. Dafür stehen ein „Nicht-stören“-sowie ein Schlafmodus mit deaktiviertem Display zur Verfügung.

Training & Fitness

Die Pulsmessung arbeitet bei intensiven Workouts sehr genau. Im Vergleich mit einem Polar-Brustgurt weicht sie selbst bei Intervallen nur um ein bis zwei Schläge ab – auch über längere Distanzen.

Beim Warm-up auf dem Crosstrainer kam es allerdings zu ungewohnten Ausreißern: Kurzzeitig zeigte die Uhr über 190 BPM an, obwohl der tatsächliche Puls bei etwa 120 lag. Solche Fehlmessungen sind bei optischen PPG-Sensoren nicht ungewöhnlich – geringe Durchblutung und ruckartige Bewegungen können das Signal verfälschen. Im Test half es, die Uhr enger zu tragen, die Haut vorher anzuwärmen und den Trainingsmodus frühzeitig zu starten.

Auch bei der Ortung überzeugt die Runner 2. Huawei setzt auf eine entkoppelte 3D-Floating-Antenne und Dualband-GNSS mit allen gängigen Satellitensystemen. Strecken, Tempo und Routen werden zuverlässig erfasst – auch ohne Smartphone.

Die Uhr unterstützt zahlreiche Sportarten. Nutzer können Routen planen und inklusive Kartenmaterial offline auf die Uhr laden. Ein Barometer liefert Höhenprofile, ein virtueller Coach erstellt personalisierte Trainingspläne. Die Trainingsanalyse unterscheidet zwischen aeroben und anaeroben Belastungen und ordnet sie in Intensitätszonen ein. Eine Erholungsauswertung berechnet ferner auf Basis von Schlaf- und Stressdaten die Regenerationszeit. Neu ist ein Marathon-Modus, der mit strukturiertem Intervalltraining gezielt auf die große Distanz vorbereiten soll.

Neu ist ein Algorithmus zur Bestimmung der Laktatschwelle. Die Uhr führt dafür durch einen gestuften Outdoor-Lauf mit vorgegebenen Intensitäten. Im Test ließ sich die Messung allerdings nicht abschließen – sie brach mit einer Fehlermeldung ab. Wir werden das erneut prüfen und den Testbericht entsprechend aktualisieren.

Gesundheit & Schlaf

Die Watch GT Runner 2 eignet sich nicht nur für Ausdauersport, sondern bietet auch eine Vielzahl an Gesundheits-Features – ein deutliches Upgrade gegenüber dem Vorgänger.

Die Uhr ermöglicht jetzt eine 1-Kanal-EKG-Messung: Dazu berührt man das Gehäuse mit einer Hand und sitzt möglichst ruhig. Messungen erfolgen situativ und nicht im Hintergrund. Anhand des EKGs lassen sich Unregelmäßigkeiten in der Herzfrequenz erkennen – etwa Anzeichen für Vorhofflimmern. Einen Arztbesuch ersetzt die Uhr nicht, sie ist aber eine sinnvolle Kontrolle, um bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat einzuholen.

Ergänzend analysieren die optischen PPG-Sensoren die Pulswellen und können ebenfalls Arrhythmien erkennen. Über die Huawei Health App lässt sich zudem ein Herzrhythmus-Check im Ruhezustand durchführen – die Erkennungsgenauigkeit wurde durch Updates weiter verbessert.

Ansonsten misst die Uhr die arterielle Steifigkeit – also wie stark die Arterienwände an Elastizität verloren haben. Steife Arterien erhöhen den Blutdruck und gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich erfasst sie die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – die Abstände zwischen den Herzschlägen. Sie gilt als Indikator für Stress und Erholung: Hohe Werte deuten auf gute Fitness hin, niedrige auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme.

Die Schlafanalyse unterscheidet zwischen Leicht-, Tief- und REM-Phasen und erkennt sporadisch nächtliche Wachzeiten. Die Ergebnisse waren weitgehend plausibel, aber weniger genau als bei einem hochwertigen Smart-Ring wie von Oura – die gemessene Schlafdauer fiel in der Regel etwas länger aus. Letztlich basieren alle Schätzungen auf Herzfrequenz-Algorithmen. Nur ein EEG könnte präzisere Angaben liefern. Als Orientierung taugt die Analyse aber gut – zumal die Uhr bequem genug ist, um nachts nicht zu stören.

Weitere Features

Die Huawei Watch GT Runner 2 verfügt weder über WLAN noch über Mobilfunk – die Verbindung zum Smartphone erfolgt ausschließlich per Bluetooth. Telefonieren ist dank Mikrofon und Lautsprecher dennoch direkt von der Uhr aus möglich und bietet eine ordentliche Sprachqualität. Das ist praktisch, wenn das Smartphone gerade nicht griffbereit, aber in der Nähe ist.

An Sensoren bringt die Uhr unter anderem einen Kompass, Beschleunigungssensor, Gyroskop und Lichtsensor mit. Ein Barometer schätzt anhand von Luftdruckmessungen die Höhe über dem Meeresspiegel, ein Thermometer erfasst die Hauttemperatur – letzteres ist als Indikator für Zyklus-Tracking nützlich.

Neues gibt es bei der Bezahlfunktion, die endlich zuverlässig funktioniert. Zum Einsatz kommt der Dienstleister Curve. Die zugehörige App muss sowohl auf der Uhr als auch auf dem Smartphone installiert und verifiziert werden. Nach Hinterlegung einer Kredit- oder Debitkarte sind Zahlungen per NFC direkt über die Uhr möglich – im Test funktionierte das hervorragend.

Akku

Das kompakte Gehäuse hat einen Nachteil: Der Akku fällt mit 540 mAh deutlich kleiner aus als etwa bei der Watch GT 6 Pro mit 46 mm. Im Test hielt die Uhr bei täglichem Tragen – inklusive Schlaftracking und einem Workout pro Tag – rund sechs bis sieben Tage durch. Laut Hersteller sollen mit aktiviertem Sparmodus sogar knapp zwei Wochen möglich sein. Mit aktiver GPS-Aufzeichnung sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß deutlich.

Aufgeladen wird über ein induktives Ladepad mit USB-A-Anschluss. Nach knapp einer Stunde ist der Akku wieder voll.

Preis & Varianten

Die UVP liegt bei 399 Euro – ein spürbarer Anstieg gegenüber dem Vorgänger. Dafür bietet die Uhr aber auch deutlich mehr Features. Bei Huawei gibt es sie zum Marktstart bis zum 13. Mai mit 30 Euro Rabatt für 369 Euro. Erhältlich ist sie mit schwarzem, blauem oder weiß-orangem Armband.

Fazit

Die Huawei Watch GT Runner 2 ist ein ausgereiftes Upgrade des Vorgängers. Die kompakte, leichte Sportuhr bietet eine handliche Alternative zur wuchtigen GT-Reihe – ideal für alle, die beim Laufen nicht ständig an die Uhr am Handgelenk erinnert werden wollen. Der Tragekomfort ist hoch, die Ortung präzise, die Pulsmessung sehr genau. Dazu kommen EKG sowie weitere Features zur Überwachung der Herzgesundheit. Auch die neue Bezahlfunktion per Curve funktioniert jetzt endlich einwandfrei.

Kleine Schwächen gibt es dennoch: Beim Warm-up auf dem Crosstrainer kam es gelegentlich zu Ausreißern bei der Pulsmessung. Das lässt sich aber beheben, indem man die Haut vorher anwärmt und die Uhr eng trägt. Die Akkulaufzeit fällt knapper aus als bei Garmin oder den großen Huawei-Uhren der GT-Reihe – ein Tribut ans kompakte Gehäuse. Und ganz so günstig wie der Vorgänger ist die GT Runner 2 nicht mehr. Dennoch bleibt sie eine preiswerte und überzeugende Alternative zu Garmin und Polar.

Die Suunto Race will Ausdauersportler perfekt auf Wettkämpfe vorbereiten. Wir klären im Test, ob die Rechnung des finnischen Unternehmens aufgeht.

VORTEILE
  • Sportprofile lassen sich umfangreich individualisieren
  • kostenlose Offline-Navigation
  • integrierter Trainer
  • umfangreicher App-Store
NACHTEILE
  • kein Musikspeicher
  • keine Bezahlfunktion
  • Download von Karten dauert lange

Die Suunto Race will Ausdauersportler perfekt auf Wettkämpfe vorbereiten. Wir klären im Test, ob die Rechnung des finnischen Unternehmens aufgeht.

Mit der Suunto Race hat der Hersteller Suunto eine neue smarte Sportuhr auf den Markt gebracht, die sich speziell an Ausdauersportler und Triathleten richtet. Das Modell steht damit unter anderem in Konkurrenz zur Polar Vantage V3 und Garmin Forerunner 970. Neben umfangreichen Wettkampffunktionen besitzt die Suunto Race eine integrierte Navigation sowie einen leistungsfähigen Akku. Wir haben uns die High-End-Uhr genauer angeschaut und zeigen, für wen sich der Kauf lohnt.

Design und Bedienung

Wer bereits eine Suunto-Uhr kennt, wird beim Design und der Bedienung der Suunto Race kaum überrascht. Die Smartwatch wirkt groß und wuchtig, was vor allem am dicken Gehäuse und der markanten, drehbaren Krone an der Lünette liegt. Neben der Krone sitzen zwei weitere Tasten, wie man sie auch von anderen Suunto-Modellen kennt.

Die Lünette besteht aus gebürstetem Edelstahl, das Gehäuse aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Ein Silikonarmband mit Kunststoffschließe gehört zum Lieferumfang. Es gibt zudem eine hochwertige Variante mit Titangehäuse.

Die Uhr wirkt sehr robust und hochwertig verarbeitet. Im direkten Vergleich mit der Polar Vantage V3 und der Garmin Forerunner 970 wirken Gehäuse und Armband jedoch etwas weniger hochwertig. Dafür ist die Suunto Race spürbar günstiger als die beiden Konkurrenten.

Bedient wird die Uhr über die drei Seitentasten und den Touchscreen. Praktisch: Während des Trainings kann man eine Tastensperre aktivieren – hilfreich für lange, intensive Einheiten. Im Test reagierte die Steuerung zuverlässig, Eingaben wurden durchweg korrekt erkannt. Lediglich beim Scrollen durch Menüs traten gelegentlich kleinere Ruckler auf.

Die drehbare Krone erleichtert die Navigation, besonders wenn der Touchscreen schwer zu nutzen ist – etwa mit Handschuhen oder nassen Händen. Das AMOLED-Display überzeugt mit hoher Helligkeit und bleibt auch in direkter Sonne gut ablesbar.

App und Einrichtung

Wie bei den meisten Sportuhren müssen wir vor der Nutzung der Suunto Race zunächst die zugehörige App auf dem Smartphone installieren. Nach der Kontoerstellung und Eingabe der persönlichen Daten lässt sich die Uhr via Bluetooth koppeln. Dieser Vorgang ist in wenigen Minuten erledigt. Im Anschluss spielt die App automatisch das aktuelle Update auf die Uhr – das dauert deutlich länger als die eigentliche Einrichtung.

Die Suunto-App präsentiert eine Übersicht zu vergangenen Aktivitäten und Gesundheitsdaten. Auf der Startseite finden sich Zusammenfassungen der eigenen Trainingseinheiten sowie Beiträge von anderen Suunto-Nutzern, denen man folgen kann. Zusätzlich gibt es einen Kalender und ein Navigationsmenü.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte Training Zone: Hier sind die Bereiche Training, Aktivität, Schlaf, Erholung und Fortschritt getrennt aufgeführt. Die Daten sind detailliert aufbereitet, verlangen aber etwas Einarbeitung, um die Vielzahl an Informationen vollständig zu erfassen.

Aktivität und Navigation

Beim Aktivitätstracking bietet die Suunto Race die üblichen Standardfunktionen: Sie misst Schritte, Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität sowie den Kalorienverbrauch. Der Schrittzähler zeigte sich im Test zuverlässig und wich kaum von einer manuellen Zählung ab. Nutzer können in der App persönliche Ziele für Schritte oder Kalorienverbrauch festlegen und sich bei deren Erreichen benachrichtigen lassen.

Ein zentrales Highlight ist jedoch die umfangreiche Navigation. Dass Suunto als traditionsreicher Kompass-Hersteller hier Stärken hat, überrascht nicht. Vor der Nutzung müssen allerdings zunächst Karten heruntergeladen werden – entweder ganze Länderpakete oder ausgewählte Regionen. Der Download erfolgt über WLAN bei angeschlossenem Ladekabel und kann je nach Paketgröße bis zu 50 Minuten in Anspruch nehmen. Anschließend ist noch eine kurze Kompasskalibrierung erforderlich.

Im Einsatz überzeugt die Navigation. Auf dem Display erscheint eine Karte mit präzisem GPS-Standort. Nutzer starten direkt auf der Uhr eine Peilungsnavigation oder legen in der App eigene Routen an. Das Planen funktioniert ähnlich einfach wie bei Google Maps oder Komoot. Routen kann man bearbeiten, benennen, speichern und sogar teilen. Auf der Uhr ruft man sie über das Navigationsmenü ab – wahlweise zur Orientierung oder zur Nutzung in einer Trainingseinheit. Zusätzlich lässt sich flexibel hineinzoomen oder eine Richtungsanweisung aktivieren.

Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie der Polar Vantage V3 zeigt sich hier die Kernstärke der Finnen: Die Navigation der Suunto Race gehört zu den besten im Bereich Sportuhren.

Training

Das sportliche Training steht im Mittelpunkt der Suunto Race – vorwiegend für Ausdauersportler. Trotzdem bringt die Uhr über 90 Trainingsprofile mit, die sich für nahezu jede Sportart eignen. Während einer Einheit erfasst sie Herzfrequenz, Belastung und Erholung, bewertet den Fortschritt anhand der Herzfrequenzvariabilität und berechnet in der App einen Training Stress Score (TSS). Dafür fließen Werte wie Laufpace, Leistung, Schwimmpace oder Aktivitätstyp ein. Ein integrierter Coach analysiert die Daten, schätzt den Fitnesslevel ein und gibt konkrete Empfehlungen, wie man diesen verbessern kann.

Viele Informationen wie Erholungsgrad oder Trainingsfortschritt lassen sich direkt auf dem Bildschirm abrufen – praktisch, wenn man nicht jedes Mal die App öffnen will. Im Test lieferten TSS und Coaching-Infos sinnvolle Hinweise für die Trainingssteuerung. Man sollte sich zwar nicht blind darauf verlassen und stets das eigene Körpergefühl berücksichtigen, doch die Race bietet damit einen nützlichen Begleiter.

Ein echtes Highlight im Test war der Wettkampfsportmodus. Hier lassen sich individuelle Sportmodi anlegen – flexibler als bei den Konkurrenten. Nutzer vergeben Namen, wählen bis zu sieben Datenfelder pro Display oder zeigen Rundentabellen, Intensitätszonen und unterschiedliche Intervallformen an. Je nach Bedarf ist auch eine Kombination mit Navigation und weiteren Daten möglich. Damit deckt die Race das gesamte Spektrum von Laufen über Radfahren, Schwimmen bis Rudern ab.

Zusätzliche Funktionen lassen sich über den Suunto Store nachrüsten: von Ernährungshelfern für Energie- und Flüssigkeitsmanagement über sportspezifische Score-Apps hin zu Tools wie einem Schuhtester oder einer Backyard-Ultra-App. Für ambitionierte Ausdauersportler eröffnet das eine große Spielwiese.

Die Herzfrequenzmessung mit dem optischen Sensor überzeugte im Test. Bei langen Laufeinheiten stimmten die Werte nahezu mit denen eines Brustgurts überein. Lediglich bei intensiven HIIT-Workouts mit stark wechselndem Puls geriet der Sensor manchmal ins Hintertreffen – ein bekanntes Problem fast aller Sportuhren mit optischer Messung.

Schlafanalyse

Die Suunto Race nutzt Puls, Blutsauerstoff und Schlafphasen, um die Schlafqualität zu bewerten. In der App lassen sich individuelle Ziele für die Schlafdauer festlegen. Die Ergebnisse erscheinen in übersichtlichen Diagrammen, ergänzt durch eine Einschätzung, ob der Schlaf erholsam genug für weiteres Training war.

Im Test arbeitete das Schlaf-Tracking grundsätzlich zuverlässig: Die aufgezeichneten Werte deckten sich mit unserem eigenen Empfinden, auch kurze Wachphasen erkannte die Uhr korrekt. Allerdings fiel die Aufzeichnung an zwei Nächten komplett aus, obwohl sie aktiviert war – die Ursache konnten wir nicht feststellen. Zudem kann das recht wuchtige Gehäuse beim Schlafen stören, je nachdem, wie man liegt.

Weitere Features

Wer Extras wie Musikspeicher, EKG oder kontaktloses Bezahlen erwartet, wird enttäuscht. Die Suunto Race beschränkt sich auf ihre Kernkompetenzen. Musik lässt sich zwar über das Display steuern, das Smartphone muss dabei aber immer in der Nähe sein. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie der Garmin Forerunner 970 oder Polar Vantage V3 fehlen damit einige Komfortfunktionen.

Akku

Der Akku zählt klar zu den Stärken der Suunto Race. Im reinen Uhrenmodus läuft die Smartwatch bis zu 26 Tage. Mit dauerhaft aktivierter Herzfrequenzmessung, aber ohne GPS, hält sie rund 12 Tage durch. Bei eingeschaltetem GPS variiert die Laufzeit je nach Modus: maximal 40 Stunden mit höchster Genauigkeit und allen Messungen, bis zu 120 Stunden bei reduzierter Genauigkeit und ohne Pulsmessung. Im Test bestätigten sich die Herstellerangaben weitgehend. Damit liegt die Suunto Race bei der Akkulaufzeit deutlich vor der Polar Vantage V3 und der Garmin Forerunner 970.

Preis

Suunto bietet die Race aktuell in einer Edelstahl-Version für 499 Euro (UVP) an, das Titanium-Modell kostet 599 Euro. Damit ist sie fast 200 Euro günstiger als die Garmin Forerunner 970. Zum Testzeitpunkt bewegte sich der Straßenpreis nur geringfügig unter der UVP.

Fazit

Im Vergleich zur Garmin Forerunner 970 spielt die Suunto Race mehrere Trümpfe aus: Sie kostet deutlich weniger, bietet kostenlose Offline-Karten mit starker Navigation und lässt sich über zahlreiche ebenfalls kostenlose Apps funktional erweitern.

Besonders stark zeigt sich die Uhr bei der Personalisierung der Sportmodi. Kein anderes Modell erlaubt es derzeit, eigene Profile so flexibel zu erstellen, zu benennen und bis ins Detail anzupassen.

Wer Wert auf Individualisierbarkeit legt und kleinere Schwächen wie den fehlenden Musikspeicher oder gelegentliche Aussetzer beim Schlaf-Tracking akzeptieren kann, erhält mit der Suunto Race eine leistungsstarke Sportuhr, die sich vor Garmin und Polar nicht verstecken muss.

Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.

VORTEILE
  • hervorragendes AMOLED-Display
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hervorragende Trainings-Features
  • smarte Weckfunktion
NACHTEILE
  • keine Telefonie
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.

Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin den Nachfolger der Vivoactive 5 auf den Markt – ein Mix aus einfacher Smartwatch, schlanker Sportuhr und edlem Fitnesstracker für preisbewusste Käufer. Neu sind unter anderem ein verbessertes GPS, mehr Speicher und ein schlafzyklusbasierter Wecker. Im Test prüfen wir, wie sich die GPS-Smartwatch im Vergleich zur Konkurrenz und zur Vorgängerin schlägt.

Design und Bedienung

Garmin bleibt beim Design der Vivoactive 6 der Linie des Vorgängers treu: funktional, unauffällig, robust. Das Gehäuse ist minimal flacher, die obere Taste leicht überarbeitet – Gewicht und Display bleiben gleich.

Das Gehäuse besteht aus glasfaserverstärktem Polymer, die Lünette ist aus Aluminium gefertigt. Etwas schlicht wirkt das Silikonarmband mit Kunststoffschließe, lässt sich bei Bedarf aber problemlos tauschen. Das 1,2-Zoll-AMOLED-Display wird von Gorilla Glass 3 geschützt und übersteht im Test Stürze auf Steinboden sowie Kollisionen mit harten Gegenständen unbeschadet. Insgesamt hinterlässt die Verarbeitung einen überzeugenden Eindruck.

Auch die Bedienung gelingt im Test problemlos. Eingaben werden präzise erkannt, die Navigation läuft flüssig. Die Menüführung hat Garmin überarbeitet: Statt direkt in Aktivitäten zu springen, öffnet die Menütaste nun ein zentrales Menü mit Zugriff auf Training, Musik, Garmin Pay und mehr. Das neue Interface wirkt moderner und erleichtert die Orientierung – nach kurzer Eingewöhnung klappt die Bedienung reibungslos.

Einrichtung und App

Die Ersteinrichtung der Vivoactive 6 läuft typisch für Garmin: App herunterladen, Uhr einschalten, per Bluetooth koppeln. Die Garmin-Connect-App führt anschließend kurz durch Funktionen und Bedienung. Zusätzliche Features wie Garmin Pay oder Musiksteuerung richtet man danach individuell ein.

Zur App selbst: Das zentrale Dashboard zeigt konfigurierbare Gesundheits- und Fitnessdaten wie Herzfrequenz, Schlaf, VO2max, Schritte oder Trainingsbelastung. In der Community ist die Bedienung umstritten – vorwiegend nach dem letzten Update, das nicht alle als Fortschritt sehen. Letztlich bleibt auch hier vieles eine Gewöhnungssache, wenngleich andere Hersteller wie Polar oder Huawei eine klarere Struktur bieten.

Aktivität und Training

Auch wenn die Vivoactive 6 nicht den klaren Sportfokus einer Garmin Fenix 8 oder Forerunner 965 verfolgt, bietet sie viele der typischen Tracking-Funktionen. Neben zahlreichen Trainingsprofilen zeichnet die Uhr Werte wie Herzfrequenz, Schritte, Intensitätsminuten, Kalorien, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoffsättigung präzise auf. Die Genauigkeit reicht zwar nicht an medizinische Geräte heran, ist für den Alltag aber vollkommen ausreichend.

Besonders überzeugen die umfangreichen Trainingsfunktionen. Jedes Profil bietet spezifische Anzeigen – etwa Pace, Distanz und Puls beim Laufen oder Wiederholungen und Sätze beim Krafttraining. Datenseiten lassen sich individuell konfigurieren, direkt über das Display und ohne Umwege.

Für viele Sportarten gibt es zusätzliche Coaching-Funktionen. Läufer greifen auf Trainingspläne aus der Garmin-App zu, alternativ lassen sich eigene Einheiten aus über 1600 Fitnessübungen zusammenstellen oder direkt von der Uhr vorschlagen. Mobilitätstrainings stehen zum Download bereit, für Rollstuhlfahrende gibt es spezielle Workouts inklusive Schub- und Handbiking. Viele Übungen zeigt die Uhr sogar animiert an – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse.

Nach dem Training liefert die Uhr Analysen zur Belastung, dem Trainingsnutzen und der Erholungszeit. Mit dem bekannten Pace-Pro-Feature lassen sich Wettkampfstrategien basierend auf Zielzeit und Streckenprofil planen. Das klappt im Test gut, ersetzt aber keine durchdachte Trainingsplanung.

Zur Hardware: Die Vivoactive 6 nutzt einen optischen Pulssensor sowie integriertes GPS, das Glonass, Galileo, QZSS und Beidou unterstützt. Im Test arbeiten beide Sensoren zuverlässig. Die Pulsmessung bleibt auch bei Belastung stabil, wenn auch nicht auf Brustgurt-Niveau. Das GPS liefert exakte Daten – wie von Garmin gewohnt. Einschränkungen gibt es bei der Navigation: Abseits einer einfachen Breadcrumb-Führung fehlt eine echte Kartendarstellung. Diese bleibt höherpreisigen Modellen wie der Fenix 8 vorbehalten.

Schlaf-Analyse

Beim Schlaf-Tracking bleibt die Vivoactive 6 größtenteils beim Bewährten. Die Uhr erfasst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Daraus berechnet sie die Schlafqualität, ergänzt durch Tipps eines integrierten Schlafcoachs zur Verbesserung der Schlafhygiene. Im Test stimmten die gemessenen Werte gut mit unserem subjektiven Eindruck überein.

Neu ist die smarte Weckfunktion: Sie weckt per Vibration bis zu 30 Minuten vor der eingestellten Zeit – abhängig von der aktuellen Schlafphase. So wird ein Aufwachen aus dem Tiefschlaf vermieden. In der Praxis funktioniert das zuverlässig und sorgt für ein deutlich angenehmeres Aufwachen.

Weitere Features

Wie von Garmin gewohnt, bringt auch die Vivoactive 6 eine Reihe praktischer Zusatzfunktionen mit. Auf ein EKG oder Telefonie über Mikrofon – wie bei der Venu 3 – müssen Nutzer zwar verzichten, doch mit Garmin Pay und integriertem Musikspeicher ist die Uhr gut ausgestattet.

Statt 4 GB wie beim Vorgänger bietet die Vivoactive 6 nun 8 GB internen Speicher, nutzbar für Musik oder Apps. Songs lassen sich per USB direkt vom PC übertragen oder über Streamingdienste wie Spotify, Deezer und Amazon Music laden – inzwischen auch ohne Umweg über die Connect-IQ-App direkt auf der Uhr. Im Test funktionierte das schnell und problemlos – spürbar besser als noch bei der Vivoactive 5.

Garmin Pay läuft wie gewohnt: Code festlegen, Karte in Garmin Connect hinterlegen, fertig. Die Liste unterstützter Banken bleibt überschaubar, umfasst aber große Anbieter wie Commerzbank, Comdirect, Santander oder Revolut. Eine aktuelle Übersicht bietet Garmin online.

Akku

Garmin nennt für die Vivoactive 6 bis zu 11 Tage Laufzeit im Smartwatch-Modus ohne Always-On-Display und 17 bis 21 Stunden mit aktivem GPS. Im Test erreichten wir rund 8 Tage – bei drei rund 90-minütigen Sporteinheiten (davon zwei mit GPS), aktivem Schlaf-Tracking und deaktiviertem Always-On. Eine Stunde GPS verbrauchte im Schnitt etwa 6 Prozent Akku, was rund 16,5 Stunden GPS-Betrieb entspricht.

Auch wenn die Praxiswerte leicht unter den Herstellerangaben lagen, liefert die Vivoactive 6 solide Laufzeiten. Im Vergleich zu Modellen wie der Apple Watch schneidet sie deutlich besser ab.

Preis

Während Garmin mit Modellen wie der Fenix 8 oder Forerunner 965 vorrangig ambitionierte Sportler mit großem Budget anspricht, richtet sich die Vivoactive 6 an preisbewusste Nutzer, die eine solide GPS-Smartwatch mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Mit einer UVP von 330 Euro liegt sie im mittleren Preissegment. Die Uhr ist in den Farben Bone/Lunargold, Schwarz/Schiefergrau, Jaspisgrün und Pink Dawn erhältlich. Der Straßenpreis liegt je nach Farbvariante schon bei unter 300 Euro. Das beste Angebot liegt bei 278 Euro.

Fazit

Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin eine Smartwatch mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt. Sie verbessert den Vorgänger in nahezu allen Punkten und ist den aktuellen Straßenpreis von rund 300 Euro wert.

Wer auf Kartenfunktionen und Telefonie verzichten kann, erhält eine vielseitige GPS-Uhr mit umfangreichen Trainingsfunktionen, solider Smartwatch-Ausstattung und langer Akkulaufzeit – in dieser Preisklasse kaum zu schlagen. Auch im Vergleich zur Apple Watch macht sie eine gute Figur.

Ob sich ein Umstieg von der Vivoactive 5 lohnt, hängt vom Bedarf ab. Die 6er punktet mit neuer Menüführung, mehr Speicher und smartem Wecker – der Vorgänger bleibt aber weiterhin eine gute Wahl.

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

VORTEILE
  • Offline-Musikspeicher und Garmin Pay
  • integriertes GPS
  • viele sinnvolle Trainingsprofile
  • EKG-Funktion
NACHTEILE
  • keine echte Navigation (abseits von Google Maps)
  • kaum Apps und KI-Support
  • teuer

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

Die Garmin Venu 4 verbindet ein dezentes, alltagstaugliches Design mit einem klaren Schwerpunkt auf Gesundheits- und Lifestyle-Funktionen. Gleichzeitig bleibt Garmin seinen Kernkompetenzen treu: GPS-Aufzeichnung und umfangreiches Fitness-Tracking gehören weiterhin zum festen Funktionsumfang. So positioniert sich die Smartwatch als elegante Alternative zu klassischen Sportuhren, ohne auf sportliche Grundlagen zu verzichten.

Getestet haben wir die Venu 4S in der 41-mm-Variante, die uns Garmin leihweise zur Verfügung gestellt hat. Welche Stärken und Schwächen die Venu 4 hat, klärt der Test.

Design & Tragekomfort

Garmin ändert das Design der Venu 4 im Vergleich zur Venu 3 nur wenig. Das Grundkonzept bleibt erhalten: Die Smartwatch wirkt eher wie eine klassische Armbanduhr als eine ausgewiesene Sportuhr. Auffällig sind jedoch Anpassungen bei der Tastenanordnung. Während die Venu 3 noch drei längliche, vertikal am Gehäuserand platzierte Knöpfe bot, setzt die Venu 4 nun auf eine Kombination aus einer länglichen und einer runden Taste. Die Bedienung über den Touchscreen bleibt unverändert.

Auch bei den Materialien bleibt Garmin dem Vorgänger treu. Die Venu 4 kombiniert ein AMOLED-Display mit Gorilla Glass 3, eine Edelstahllünette und ein Silikonarmband. Mit 33 Gramm ohne Armband zählt die Uhr zu den leichten Modellen, was sich positiv auf den Tragekomfort auswirkt. Am Handgelenk sitzt die Smartwatch angenehm, die Tasten sind so positioniert, dass sie nicht drücken. Auch beim Tragen in der Nacht zeigt sich die Venu 4 unauffällig.

Wie bereits die Venu 3 ist auch die Venu 4 bis zu einem Druck von 5 ATM wasserdicht. Schwimmen, Duschen oder Joggen im Regen stellen damit kein Problem dar. Für Aktivitäten bei hohem Wasserdruck oder längere Tauchgänge ist die Smartwatch jedoch nicht ausgelegt.

Der Hersteller bietet die Smartwatch erneut in zwei Größen an: Die Venu 4 misst 45 mm, während die Venu 4S mit 41 mm Durchmesser für kleinere Handgelenke – etwa bei Damen oder Jugendlichen – eine Option ist.

Display

Wie schon beim Vorgängermodell setzt Garmin bei der Venu 4 auf ein AMOLED-Display. Da der Hersteller die Smartwatch in zwei Größen anbietet, variiert auch die Display-Diagonale: Das 41-mm-Modell kommt auf 1,2 Zoll, die 45-mm-Variante auf 1,4 Zoll. Die Auflösung liegt entsprechend bei 390 × 390 Pixeln oder 454 × 454 Pixeln.

Das Display lässt sich – wie von aktuellen Garmin-Uhren gewohnt – jederzeit einwandfrei ablesen. Ein integrierter Umgebungslichtsensor passt die Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse an. Alternativ lässt sich die Helligkeit auch manuell einstellen. Beide Optionen arbeiten zuverlässig.

Einrichtung & Bedienung

Als festes Mitglied des Garmin-Ökosystems entfaltet die Venu 4 ihren Funktionsumfang nur in Verbindung mit der Garmin-Connect-App. Auf eine ausführliche Vorstellung der Anwendung verzichten wir an dieser Stelle, da wir sie bereits in früheren Garmin-Tests detailliert behandelt haben.

Die Kopplung erfolgt per Bluetooth, anschließend führen wir die Einrichtung direkt in der App durch. Ein kurzes Tutorial erklärt dabei die wichtigsten Funktionen und die Bedienlogik der Venu 4. Der gesamte Einrichtungsprozess dauert nur wenige Minuten. Funktionen wie Garmin Pay oder die Musikwiedergabe lassen sich bei Bedarf auch später konfigurieren.

In der Praxis überzeugt die Bedienung mit der von Garmin gewohnten Zuverlässigkeit. Die Uhr reagiert flüssig, das Touch-Display setzt Eingaben präzise um und kommt auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern gut zurecht. Nutzer, die bereits eine Garmin-Uhr verwendet haben, finden sich sofort zurecht. Aber auch Einsteiger sollten sich nach kurzer Zeit problemlos orientieren können.

Training & Fitness

Garmin richtet die Venu 4 klar auf eine Kombination aus Fitness und Lifestyle aus. Das zeigt sich nicht nur im Design, sondern auch im Funktionsumfang. Die Smartwatch unterstützt mehr als 80 Trainingsprofile sowie einen Multisport-Modus, mit dem sich mehrere Sportarten kombinieren lassen. Zur Auswahl stehen unter anderem verschiedene Ausdauerdisziplinen, Krafttraining, Yoga sowie Mannschafts- und Wintersportarten. Hinzu kommt ein spezielles Golf-Modul mit Daten zu mehr als 43.000 Golfplätzen weltweit.

Bei Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren erfasst die Venu 4 umfangreiche Trainingsdaten. Diese reichen zwar nicht an den Detailgrad der Forerunner- oder Fenix-Serie heran, sind jedoch für die meisten Hobbyathleten gänzlich ausreichend. Auf Basis der Messwerte berechnet die Uhr den Trainingsnutzen, die empfohlene Erholungszeit und die aktuelle Trainingsbereitschaft, wobei auch Schlaf- und Erholungsdaten einfließen.

Eigene Trainingseinheiten lassen sich in der Garmin-Connect-App erstellen und anschließend direkt auf der Uhr anzeigen. Zusätzlich bietet Garmin vorgefertigte Trainingspläne für Ausdauer- und Kraftsport sowie Einheiten für HIIT, Cardio, Yoga und Pilates. Eine Besonderheit ist der Rollstuhlmodus, mit dem Rollstuhlfahrer tägliche Schübe erfassen und speziell angepasste Trainings nutzen können.

Zentral für Training und Alltag ist der optische Pulssensor. Garmin setzt hier auf die bewährte Elevate-Technologie, die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität misst. Im Test arbeitet der Sensor zuverlässig und präzise. Sowohl bei lockeren Laufeinheiten als auch beim Krafttraining und bei HIIT-Einheiten liefert die Venu 4 hervorragende Messwerte. Bei stark schwankender Herzfrequenz zeigen sich im Vergleich zu einem Brustgurt lediglich geringe Abweichungen im niedrigen einstelligen Bereich, wie sie für optische Sensoren typisch sind.

Für die Streckenaufzeichnung verfügt die Venu 4 über ein integriertes GPS-Modul mit Unterstützung für Glonass, QZSS, Galileo und Beidou. Beim Laufen oder Radfahren speichert die Uhr die zurückgelegten Routen zuverlässig. Eine klassische Kartenansicht fehlt allerdings; die Navigation beschränkt sich auf Breadcrumb- und Trackback-Funktionen. Immerhin bietet die Venu 4 inzwischen Google Maps als eingeschränkte App-Integration aus dem Garmin Connect IQ Store, sodass sich Routen per Abbiegehinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen – allerdings keine Karten. In der Praxis funktioniert das problemlos und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.

Schlaf & Gesundheit

Die Venu 4 bietet eine umfassende Palette an Gesundheitsfunktionen, inklusive detaillierter Schlafanalyse. Im Zentrum steht der sogenannte Health Status, der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atmung, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur auswertet und mögliche Auffälligkeiten erkennt. Ergänzend dazu erfasst das Lifestyle Logging alltägliche Gewohnheiten wie Koffeinkonsum, Entspannungsmaßnahmen etwa durch Meditation sowie Aspekte der Schlafhygiene. Die von anderen Garmin-Modellen bekannte Body Battery liefert zusätzlich eine Einschätzung der aktuellen Energiereserven des Körpers.

Als sportlich orientierte Lifestyle-Smartwatch unterstützt die Venu 4 zudem Funktionen zur Frauengesundheit. Nutzerinnen können unter anderem physische Symptome, Stimmung, sexuelle Aktivität, Eisprung und Ausfluss dokumentieren. Der Funktionsumfang fällt umfangreich aus und eignet sich gut, um den eigenen Zyklus zu beobachten. In Kombination mit dem Lifestyle Logging lassen sich so auch stress- oder stoffwechselbedingte Veränderungen und Trends erkennen. Positiv fällt zudem die Möglichkeit auf, zu jedem Zyklustag eigene Notizen zu hinterlegen – etwa zur Dokumentation der Körpertemperatur im Rahmen der NFP-Methode.

Neben der kontinuierlichen Herzfrequenzmessung unterstützt die Venu 4 die Garmin-EKG-App. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren – in der Europäischen Union ist das Feature seit Längerem zertifiziert. Über Sensoren in der Uhr lässt sich innerhalb von 30 Sekunden ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, um den Sinusrhythmus zu prüfen und mögliche Hinweise auf Vorhofflimmern zu erkennen. Voraussetzung ist ein Software-Update sowie die einmalige Einrichtung der Funktion in der Garmin-Connect-App.

Im Test gelingt die Aufzeichnung zuverlässig: Nach dem Anlegen von Daumen und Zeigefinger an den Gehäuserand zeichnet die Uhr den Herzrhythmus auf, das Ergebnis lässt sich anschließend sowohl auf der Uhr als auch in der App einsehen und exportieren. Ein ärztliches EKG ersetzt die Funktion nicht, sie kann jedoch erste Hinweise auf Unregelmäßigkeiten liefern.

Für das Schlaftracking kombiniert Garmin bei der Venu 4 einen Sleep Score mit einem Schlafcoach. Die Uhr erkennt Schlafphasen und Nickerchen automatisch und erfasst neben der Herzfrequenz auch Hauttemperatur und Atemmuster, um die Schlafqualität zu bewerten. In der Praxis arbeitet das Tracking zuverlässig: Die Ergebnisse stimmen weitgehend mit dem subjektiven Empfinden überein, auch nächtliche Wachphasen erkennt die Uhr korrekt. Trotz ihres präsenten Gehäuses stört die Venu 4 beim Schlafen nicht.

Weitere Features

Nutzer, die mit Garmin-Smartwatches vertraut sind, erleben bei den Zusatzfunktionen der Venu 4 kaum Überraschungen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Lifestyle-Features. So unterstützt die Uhr Garmin Pay und bietet einen integrierten Musikspeicher. Damit lassen sich Zahlungen direkt über die Smartwatch abwickeln – sofern die eigene Bank Garmin Pay unterstützt – und Musik auch ohne Smartphone hören. Nach der Einrichtung über die App funktionieren beide Funktionen im Test problemlos. Die Venu 4 unterstützt unter anderem Spotify und Deezer, sodass sich Inhalte direkt auf den internen Speicher der Uhr herunterladen lassen.

Zusätzlich integriert Garmin ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Die Venu 4 verarbeitet damit Sprachbefehle und eignet sich zum Annehmen und Führen von Telefonaten. Für Anrufe ist jedoch stets ein gekoppeltes Smartphone erforderlich, da die Uhr über keinen eSIM-Slot verfügt.

Akku

Garmin beziffert die Akkulaufzeit der 41-Millimeter-Variante der Venu 4 auf bis zu zehn Tage, bei dauerhaft aktiviertem Display auf rund drei Tage. Das 45-Millimeter-Modell bietet einen etwas größeren Akku und soll bis zu zwölf Tage durchhalten. Damit bewegt sich die Venu 4 auf dem Niveau des Vorgängers. Im Praxistest – mit drei Sporteinheiten pro Woche à jeweils rund 90 Minuten, davon zwei mit GPS, aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Display-Helligkeit – musste die Uhr nach neun Tagen wieder an die Steckdose gehen. Das ist ein solider, wenn auch kein herausragender Wert für eine Smartwatch.

Preis

Die Venu 4 ist in mehreren Farbvarianten sowie in zwei Gehäusegrößen mit 41 und 45 Millimetern erhältlich. Garmin ruft für das kleinere Modell eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von rund 550 Euro auf, die größere Variante liegt bei etwa 600 Euro. Damit positioniert sich die Venu 4 deutlich über der Venu 3 und kostet je nach Ausführung 80 bis 120 Euro mehr.

Zum Testzeitpunkt ist die Smartwatch im Handel allerdings bereits günstiger zu haben: Der Straßenpreis startet für die Venu 4S mit 41 mm (Damen) ab rund 429 Euro sowie für die Venu 4 mit 45 mm (Herren) ebenfalls ab 429 Euro.

Fazit

Wer weiß, was er will, erhält mit der Garmin Venu 4 eine ausgezeichnete Smartwatch mit klarem Fokus auf Gesundheits-, Fitness- und Alltagsfunktionen. Bei den klassischen Smartwatch-Features bleibt im Vergleich zu Wear OS deutlich Luft nach oben: Die eingeschränkten Navigationsmöglichkeiten sowie der weitgehende Verzicht auf KI-Funktionen fallen negativ auf.

Demgegenüber steht eine umfangreiche Auswahl an Fitness- und Lifestyle-Tracking-Funktionen sowie eine lange Akkulaufzeit, die im Alltag einen spürbaren praktischen Nutzen bieten. Auch die EKG-Funktion erweist sich im Test als sinnvolle Ergänzung. Garmin Pay und der integrierte Musikspeicher vervollständigen das insgesamt stimmige, wenn auch hochpreisige Gesamtpaket.

Starker Akku, großes Display, zusätzlicher Speicher: Die Amazfit Active Max verspricht viel Sportuhr für wenig Geld. Ob sie liefert, klären wir im Test.

VORTEILE
  • ausgezeichneter Pulssensor und GPS
  • günstig
  • sehr lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • Zyklustracking enttäuscht
  • kein WLAN-Support
  • kein Musikspeicher

Starker Akku, großes Display, zusätzlicher Speicher: Die Amazfit Active Max verspricht viel Sportuhr für wenig Geld. Ob sie liefert, klären wir im Test.

Die Smartwatches von Amazfit haben sich am umkämpften Wearables-Markt längst als Preis-Leistungs-Tipps etabliert: viele Features für wenig Geld. Mit der Amazfit Active Max treibt der chinesische Hersteller dieses Prinzip nun auf die Spitze. Die Uhr soll in jeder Hinsicht größer und besser sein als die Amazfit Active 2, kostet dafür aber rund 70 Euro mehr.

Ein Schnäppchen ist die Active Max mit einer UVP von knapp 170 Euro trotzdem – denn auf dem Papier bietet die Smartwatch nicht nur ein großes und helles Display, sondern auch eine lange Akkulaufzeit, diverse Fitness- und Gesundheitsfunktionen sowie Navigation. Ob die Active Max wirklich das Maximum ist und den Kauf lohnt, klären wir im Test.

Design & Tragekomfort

Optisch orientiert sich die Active Max an der Active 2, mit ein paar Unterschieden im Detail: Die Lünette besteht aus schwarzem Aluminium statt gebürstetem Edelstahl. Das Silikonarmband ähnelt dem der Active 2 und verfügt über eine einigermaßen robust wirkende Kunststoffschließe. An der rechten Gehäuseseite sitzen zwei schmale Bedienknöpfe mit angenehmem Druckpunkt.

Die Verarbeitung macht insgesamt einen guten Eindruck – man merkt der Uhr ihren günstigen Preis nicht an. Obwohl Amazfit keine Angaben zur Stoßfestigkeit macht, übersteht die Active Max problemlos Stürze auf Steinboden aus anderthalb Metern Höhe oder Stöße am Handgelenk mit einer Kettlebell. Zudem ist die Smartwatch bis 5 ATM wasserdicht und eignet sich damit auch zum Schwimmen im Pool oder See.

Der Tragekomfort ist trotz der Displaygröße hoch. Weder im Alltag noch beim Schlafen drückt die Uhr unangenehm am Handgelenk. Mit 39,5 g ohne Armband ist die Active Max zwar rund 10 g schwerer als die Active 2, beim Tragen fällt das aber kaum auf.

Display

Beim Display hat Amazfit gegenüber der Active 2 ordentlich nachgelegt: Der Bildschirm misst nun 1,5 Zoll und löst mit 480 × 480 Pixeln auf – eine höhere Auflösung als die Active 2 (466 × 466 Pixel) und sogar mehr Pixel als die größere Active 2 Square (390 × 450 Pixel). Die Pixeldichte sinkt mit 323 PPI dennoch leicht, da sich die Pixel auf eine größere Fläche verteilen – im Praxistest fällt das aber nicht auf.

Deutlich zugelegt hat auch die Spitzenhelligkeit: Bis zu 3000 Nits gibt Amazfit an, während Active 2 und Active 2 Square bei 2000 Nits abregeln. Der Bildschirm bleibt damit auch bei direkter Sonneneinstrahlung einwandfrei ablesbar.

Einrichtung & Bedienung

Wie bei anderen Amazfit-Smartwatches verbinden wir die Active Max über die Zepp App per Bluetooth mit dem Smartphone. Die App führt durch die wichtigsten Funktionen und installiert das aktuelle Firmware-Update – bis die Uhr einsatzbereit ist, dauert es nur wenige Minuten.

Bei der Bedienung finden sich Amazfit-Veteranen schnell zurecht, andere Nutzer müssen sich eventuell kurz umstellen: Anordnung und Belegung der Tasten sind genau umgekehrt zu dem, was etwa bei Garmin oder Polar üblich ist. Hat man sich daran gewöhnt, geht die Bedienung aber bequem und intuitiv von der Hand. Eingaben werden sowohl über die Tasten als auch über das Touch-Display zügig erkannt – auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern. Verzögerungen oder Fehleingaben stellen wir im Test nicht fest.

Training & Fitness

Bei den Trainings- und Fitness-Features bietet die Active Max den gewohnten Amazfit-Standard: Mehr als 170 Sportprofile decken neben Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen auch diverse Ball-, Wasser- und Trendsportarten sowie Kraftsport ab – bis hin zu Exoten wie Darts oder Tischfußball. Über den Sinn von Profilen wie Bridge lässt sich streiten, die Datensätze der meisten Sportarten sind aber gut durchdacht: Je nach Disziplin unterscheiden sich die aufgezeichneten Daten deutlich voneinander.

Selbstverständlich mit an Bord ist der Hyrox-Race-Modus, der ein komplettes Rennen inklusive der einzelnen Stationen aufzeichnet – für Athleten auf Bestzeit-Jagd ein praktisches Tool. Wer sich beim Training anleiten lassen will, kann über eine KI individuelle Trainingspläne erstellen, die sich an das eigene Fitnessniveau anpassen. Über die Zepp App lassen sich zudem eigene Trainingseinheiten planen, etwa für Kraftsport – das funktioniert dank der großen Übungsauswahl hervorragend.

Beim GPS-Modul setzt Amazfit preisklassentypisch auf Single-Band-Tracking, das aber wie von anderen Amazfit-Uhren gewohnt sehr genau arbeitet. In Städten mit dichter Bebauung gibt es vereinzelt leichte Abweichungen bei der Streckenerkennung, die gegenüber unserem Kontrollgerät mit Multiband-GPS (Garmin Fenix 7) aber minimal ausfallen: Eine 5-Kilometer-Strecke unterscheidet sich am Ende um maximal 20 bis 30 Meter.

Dank GPS-Modul und integriertem Speicher beherrscht die Active Max Navigation per Offline-Karte inklusive Höhenlinien. Von den beworbenen 4 GB bleiben allerdings nur 2,7 GB übrig, da das System bereits 1,3 GB belegt. Routen lassen sich auf die Uhr übertragen, beim Kartenmaterial beschränkt sich Amazfit aber wie gewohnt auf regionale Ausschnitte – komplette Europakarten sind nicht vorgesehen. Da der Datentransfer mangels WLAN ausschließlich über Bluetooth läuft, erfordert der Download etwas Geduld.

Die Pulsmessung macht im Test einen guten Job. Im Vergleich zum Brustgurt gibt es kaum Unterschiede: Bei gleichmäßigen Ausdauereinheiten stimmen die Werte bis auf wenige Herzschläge überein. Bei HIIT-Einheiten können die Abweichungen minimal größer ausfallen, bleiben aber im einstelligen Bereich.

Schlaf & Gesundheit

Die Active Max bietet eine umfassende Schlafüberwachung mit Restore IQ – einem KI-Algorithmus, der Schlafdaten analysiert und bei der Optimierung der Erholungsphasen helfen soll. Neben Schlafstadien registriert die Uhr auch Nickerchen und zeichnet Puls, Blutsauerstoff sowie Atemfrequenz auf. Nicht jede einzelne Wachphase wird zuverlässig erkannt, ansonsten funktioniert das Schlaftracking aber tadellos: Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt stimmen, die Bewertung der Schlafqualität wirkt nachvollziehbar. In der App gibt es zusätzliche Tipps zur Verbesserung der Schlafhygiene.

Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Atmung misst die Active Max ebenfalls. Damit die Uhr bei abnormalen Werten warnt, muss man die Pulsmessung in den Einstellungen allerdings von fünf auf eine Minute erhöhen – die Blutsauerstoffmessung ist ab Werk sogar komplett deaktiviert. Die Aktivierung beider Funktionen geht zulasten der Akkulaufzeit.

Stiefmütterlich behandelt Amazfit auch bei der Active Max die weibliche Gesundheit. Das Zyklustracking erlaubt lediglich die Eingabe von Datum und Dauer der letzten Periode. Daraus errechnet die App den Zyklus inklusive fruchtbarer Tage und Eisprung. Zusätzliche Symptome lassen sich aber weder außerhalb noch während der Periode erfassen – in der Praxis macht das die Funktion nahezu nutzlos.

Weitere Features

Die Active Max unterstützt eine Reihe von Zusatzfunktionen, die mittlerweile zum Repertoire jeder aktuellen Amazfit-Uhr gehören. Der KI-Sprachassistent Zepp Flow erlaubt das Beantworten eingehender Nachrichten oder die Steuerung der Uhr per Sprachbefehl. Auch Anfragen an die KI – etwa zum Wetter oder zu aktuellen Schlafdaten – sind möglich und funktionieren im Test problemlos und ohne Verzögerung. Telefonieren klappt ebenfalls, allerdings nur in Kombination mit einem Smartphone – ein eSIM-Slot fehlt.

Obwohl Amazfit damit wirbt, dass sich Podcasts in den integrierten Speicher laden lassen, steht uns diese Funktion zum Testzeitpunkt nicht zur Verfügung. Einen eigenen Musikspeicher bietet die Uhr ebenfalls nicht – sie erlaubt lediglich die Steuerung der Musikwiedergabe auf dem Smartphone. Kontaktloses Bezahlen via NFC mit Zepp Pay wird zwar unterstützt, das Feature leidet aber weiterhin darunter, dass nur wenige deutsche Banken Zepp Pay aktuell unterstützen.

Akku

Amazfit-Uhren halten in der Regel lange durch. Die Active Max legt hier aber noch einmal zu: Ihr 658-mAh-Akku ist mehr als doppelt so groß wie der 270-mAh-Akku der Active 2. Laut Hersteller sind bei typischer Nutzung bis zu 25 Tage drin, bei durchgehender GPS-Nutzung bis zu 64 Stunden.

Wie lange der Akku im Alltag tatsächlich durchhält, hängt stark von den Einstellungen ab. Ab Werk misst die Uhr die Herzfrequenz nur alle fünf Minuten, die Blutsauerstoffmessung ist komplett deaktiviert. Wer das Messintervall verkürzt, die Blutsauerstoffmessung hinzuschaltet und das Always-On-Display aktiviert, muss mit deutlich kürzerer Laufzeit rechnen.

Trotzdem hielt die Uhr in unserem Test gut 12 Tage durch – und das bei minütlicher Herzfrequenzmessung, aktivierter Blutsauerstoffmessung und drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche, davon zwei mit GPS. Für eine Smartwatch dieser Preisklasse ein hervorragender Wert.

Vollständig geladen ist die Active Max über die beiliegende Ladeschale in knapp zwei Stunden. Nach 30 Minuten steht der Akku bei rund 30 Prozent. Ein passendes Netzteil für das Ladekabel liegt allerdings nicht bei.

Preis

Die Amazfit Active Max kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung 170 Euro und damit 70 Euro mehr als die Active 2. Die Uhr ist ausschließlich in Schwarz erhältlich. Aktuell gibt es die Sportuhr schon für 159 Euro.

Fazit

Die Amazfit Active Max hat zwei Besonderheiten, die die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen dürften: Die Smartwatch kostet mehr als andere Amazfit-Uhren mit vergleichbarem Feature-Set, bietet dafür aber ein größeres Display und vor allem einen deutlich leistungsfähigeren Akku.

Trotz des Aufpreises gegenüber der Active 2 oder der Bip 6 bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu teureren Modellen von Garmin, Polar und Co. unschlagbar. Wer eine Uhr mit Navigation sucht und großen Wert auf lange Akkulaufzeit legt, bekommt mit der Active Max ein echtes Schnäppchen.

Die High-End-Sportuhr Vantage V3 vom Garmin-Konkurrenten Polar verspricht mit umfangreichen Features ein optimaler Begleiter für Ausdauer-Athleten zu sein. Was die Uhr kann, zeigen wir in unserem Test.

VORTEILE
  • gute Akkulaufzeit
  • hervorragende Verarbeitung
  • EKG-Funktion
  • Offline-Navigation möglich
NACHTEILE
  • kein Musikspeicher
  • teils unübersichtliche App
  • umständliches Navigationsfeature
  • verhältnismäßig teuer

Die High-End-Sportuhr Vantage V3 vom Garmin-Konkurrenten Polar verspricht mit umfangreichen Features ein optimaler Begleiter für Ausdauer-Athleten zu sein. Was die Uhr kann, zeigen wir in unserem Test.

Mit der Vantage V3 spendiert Polar seiner Vantage-Serie ein neues Modell. Die Premium-Sportuhr mit EKG richtet sich vorwiegend an Ausdauer-Athleten, denen sie – so die Werbung des Herstellers – „zu Bestleistung verhelfen“ will. Ob dieser Plan aufgeht und ob die Vantage V3 ihren Preis von fast 600 Euro wirklich wert ist, klären wir in unserem Test.

Design & Bedienung

Legt man die Vantage V3 direkt neben das Vorgängermodell, wird schnell deutlich: Großartige Unterschiede beim Design gibt es zwischen den Uhren nicht. Polar hält bei der V3 an der bewährten schlichten Optik fest – inklusive fünf dezenten Seitentasten und großem Gehäuse. Auch das Armband aus Silikon mit aufgerauter Oberfläche ist gleich geblieben und leidet weiterhin darunter, dass es recht schnell Staub und Schmutz anzieht.

Insgesamt machen sowohl das Gehäuse als auch das Armband einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Wie schon beim Vorgängermodell hat Polar bei der Vantage V3 auf Gorilla-Glas 3 gesetzt, dieses Mal aber ein hochauflösendes AMOLED-Touchscreen-Display mit 462 ppi verbaut. Einen Rückschritt gegenüber der V2 gibt es aber in Hinblick auf die Wasserdichtigkeit, denn die liegt statt 100 m nur noch bei 50 m – was aber für die vorgesehenen Anwendungsszenarien der Vantage V3 (Triathlon, Schwimmen) absolut ausreichend ist.

Die Bedienung der Uhr erfolgt über fünf Bedienknöpfe und das Touch-Display. Nach kurzer Eingewöhnung geht die Steuerung der Uhr gut von der Hand und auch das Touch-Display reagiert zügig und zuverlässig auf unsere Eingaben. Die Helligkeit des Displays lässt sich in drei Stufen regeln, wobei die Anzeige auch bei direkter Sonneneinstrahlung stets ablesbar bleibt.

App & Einrichtung

Direkt beim ersten Start fordert uns die Uhr auf, nach der Sprachauswahl die Einrichtung der Vantage V3 über das Smartphone oder den PC vorzunehmen. Entscheiden wir uns für Erstes, müssen wir die Polar Flow App herunterladen und ein Nutzerkonto anlegen. Anschließend koppeln wir die Vantage V3 per Bluetooth mit unserem Smartphone. Die Uhr funktioniert zwar auch, wenn wir sie über den PC einrichten (möglich mit dem beiliegenden Lade- bzw. USB-C-Kabel), allerdings empfehlen wir den Download der App für den vollen Funktionsumfang der Uhr.

Bei der App hat sich in der Vergangenheit und insbesondere seit unserem Test der Vantage V2 nicht allzu viel verändert. Das etwas gewöhnungsbedürftige und teils unübersichtliche Tortendiagramm, das uns mit einem Überblick unserer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Daten versorgt, ist ebenso noch vorhanden wie die einzelnen Kontextmenüs zu Schlaf, Aktivitäten und Training. Ebenfalls mit an Bord ist wieder die Möglichkeit, die App mit Google Fit, Strava, Komoot, Myfitnesspal, Trainingpeeks und Nike+ zu verbinden. Neu ist mittlerweile aber das sogenannte Tagebuch, über das wir Trainingseinheiten planen und aktuelle Neuigkeiten aus unserem Tagesablauf auf einen Blick sehen können.

Aktivität

Wie es sich für eine smarte Sportuhr gehört, bietet die Polar Vantage V3 eine Vielzahl an Möglichkeiten, die eigene tägliche Aktivität aufzuzeichnen. Die V3 zeichnet Schritte, Kalorien, Puls und Hauttemperatur durchgängig auf. Wer möchte, kann über die App eigene Aktivitätsziele festlegen und eine Bewegungserinnerung einstellen. Alle diese Funktionen gehören zum Standard gängiger Smartwatches, liefen in unserem Test aber einwandfrei und zuverlässig.

Ein zentrales Feature der Vantage V3 ist außerdem die Navigation inklusive Offline-Karten. Was bei der Konkurrenz von Garmin und Suunto schon länger zum Standard gehört, erreicht jetzt auch die Polar-Uhren, die sich aber die Frage gefallen lassen müssen: Kann die Navigation der Vantage V3 beispielsweise mit einer Garmin Fenix 7 mithalten? Die kurze Antwort lautet: leider nein. Denn dafür leidet das Feature noch unter zu vielen kleinen Problemen.

Aber zuerst das Positive: Polar nutzt bei der Vantage V3 ein GPS-System, das sich sowohl Glonass und Galileo als auch QZSS für die Navigation zunutze macht. Weil die Uhr zusätzlich Assisted-GPS unterstützt, findet sie unsere Position besonders schnell und mit einer hohen Genauigkeit. Letztere bleibt auch während der Bewegung erhalten, wie wir im Test bei Lauf- und Radfahr-Einheiten feststellen konnten.

Wer das Navigationsfeature während des Trainings nutzen möchte, kann auf voreingestellte Routen zurückgreifen, die bereits gelaufene Strecke zurückverfolgen (Track back) oder die schnellste, genauer gesagt kürzeste Route zum Ausgangspunkt (Back-to-Start) anzeigen lassen. Das funktionierte im Test auch passabel, allerdings hat die Navigation der Vantage V3 ein paar Haken.

Erstens funktioniert die Navigation auf der Uhr nicht für sich genommen. Wir können zwar unseren Standort anzeigen, müssen aber erst einmal eine Trainingseinheit beginnen, um eine voreingestellte Route nutzen zu können. Letztere lassen sich zudem nicht auf der Uhr direkt planen, sondern nur über im Vorfeld importierte GPX- oder TCX-Tracks, Komoot oder Strava nutzen. Um GPX- oder TCX-Routen zu importieren, müssen wir die Uhr mit dem PC verbinden oder die Route mit der Flow App synchronisieren und als Favorit festlegen. Die Navigation via Strava oder Komoot erfordert die Verknüpfung des entsprechenden Nutzerkontos mit der jeweiligen Drittanbieter-App.

Zweitens verfügt die Uhr von Werk ab nur über Basiskarten, in denen lediglich Hauptverkehrswege eingezeichnet sind. Kleine Trails und Nebenstraßen sucht man hier vergeblich. Deshalb müssen wir zusätzlich ein großes (kostenloses) Kartenpaket herunterladen und über den PC mit der Vantage V3 synchronisieren.

Auch wenn die Navigation in der Praxis zwar zuverlässig funktioniert, ist das Einrichten der Routen dann doch ziemlich umständlich. Hier zeigt die Konkurrenz von Garmin, wie es besser und vor allem nutzerfreundlicher geht.

Training

Dass Polar eine der größten Marken für smarte Sportuhren ist, merkt man der Vantage V3 direkt an. Die Smartwatch richtet sich zwar explizit an Ausdauersportler, verfügt aber über mehr als 150 verschiedene Sportprofile, sodass nicht nur Läufer, Radfahrer und Triathleten auf ihre Kosten kommen, sondern auch Kraft-, Wasser- und Wintersportler.

Trotzdem gilt, wie auch bei der Konkurrenz von Garmin und Co: Läufer, Radfahrer und Triathleten profitieren am meisten von den Trainingsfeatures der Vantage V3, und davon gibt es jede Menge. Nutzer haben die Möglichkeit, individuelle Trainingsprogramme für Läufer zu verwenden, um sich auf Wettkämpfe vom 5K hin zu Marathon vorzubereiten. Polar Flow berücksichtigt dabei das wöchentliche Trainingspensum und gibt Empfehlungen für Warm-up und Cooldown.

Wer lieber eigene Trainings erstellt, kann das mithilfe der App ebenfalls tun. Wir dürfen Trainingseinheiten mit bestimmten Zielen vorausplanen, darunter etwa Intervalle nach Herzfrequenz, Tempo oder Leistung. Ferner haben wir die Möglichkeit, spezifische Ziele wie eine bestimmte Kalorien-Menge oder eine Dauer für das Training einzustellen. Starten wir dann die entsprechende Einheit, informiert uns die Uhr darüber, mit welcher Intensität wir unser Ziel erreichen (schneller oder langsamer laufen). Das Erstellen der Trainingsziele über die App fühlt sich anfangs etwas umständlich an, geht mit ein bisschen Übung dann aber gut von der Hand.

Ein weiterer Trumpf, den die Polar Vantage V3 bei der Trainingsüberwachung ausspielt, ist die Anzeige von verschiedenen Parametern auf dem Display. Die Uhr kann bis zu vier Werte auf einem Bildschirm anzeigen, wobei wir frei entscheiden können, um welche Werte es sich dabei handeln soll. Den Aufbau des Bildschirms bestimmen wir über die App, was ebenfalls zuverlässig funktioniert. Der Kreativität sind dabei so gut wie keine Grenzen gesetzt, und die Auswahl an Werten lässt keine Wünsche offen.

Was Polar-Kennern bereits bekannt vorkommen dürfte, sind schließlich Features wie Fuelwise, Training Load Pro oder Recovery Pro. Diese Funktionen ermöglichen uns eine genaue Wettkampfplanung und Erholung nach dem Training: Die Vantage V3 berechnet anhand unserer Leistungsdaten unsere Erschöpfung und informiert uns, wann wir welche Art von Makronährstoffen zuführen sollten. Eine Trinkerinnerung ist ebenfalls mit an Bord. Besonders für Sportler, die im Training und bei Wettkämpfen längere Distanzen zurücklegen, sind solche Features ein nützliches Beiwerk.

Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten, und der (marginal vorhandene) Schatten betrifft im Fall der Vantage V3 die Wattmessung beim Laufen sowie den Herzfrequenz-Sensor. Die Wattmessung erfolgt bei der Polar Vantage V3 über die sogenannte Running Power, die anhand der Bewegungen unseres Handgelenks beim Laufen unsere Leistung berechnet. Der Sensor funktionierte in unserem Test zwar ordentlich, wer auf genaue Daten angewiesen ist, sollte aber zu einem externen Sensor wie dem Stryd oder vergleichbaren Geräten greifen.

Ein Problem, das bei vielen anderen Sportuhren auftritt, kommt derweil auch bei der Vantage V3 vor: Die Uhr kommt bei Krafttrainingseinheiten nicht so gut mit stark schwankenden Herzfrequenzen zurecht. Allerdings beschränkten sich die daraus resultierenden Ungenauigkeiten auf einen mittleren einstelligen Bereich. Derweil lieferte die Vantage V3 zuverlässige Pulsdaten, als wir bei einem rund anderthalbstündigen Wettkampf größtenteils mit hoher Intensität unterwegs waren. Auch bei Einheiten im Grundlagenausdauerbereich konnten wir keine merklichen Probleme feststellen. Plötzliche Ausschläge nach oben, die nicht mit den Daten unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 6 mit Brustgurt) übereinstimmten, konnten wir übrigens nicht feststellen – obwohl andere Tester von derartigen Abweichungen berichteten.

Schlaf

Während die Vantage V3 bei der Herzfrequenz und der Navigation noch einiges an Feinschliff vermissen lässt, trumpft Polar bei der Schlafüberwachung ordentlich auf. Denn die Vantage V3 berechnet anhand von Daten wie Schlafmenge und Schlafqualität eine umfangreiche Menge an Datensätzen zu unserem Schlafverhalten. Auf dieser Basis erhalten wir dann verschiedene Prognosen darüber, wie unsere Schlafhygiene unseren Alltag beeinflusst – beispielsweise, ob unsere Aufmerksamkeit tagsüber unter Schlafmangel leidet oder zu welcher Uhrzeit wir schlafen gehen sollten. Außerdem berechnet die Vantage V3 einen sogenannten Nightly Recharge Status, der angibt, wie gut wir uns im Schlaf von unserem Training und dem Alltagsstress erholt haben.

Für Nutzer, die generell Probleme mit ihrer Schlafhygiene haben, können diese umfangreichen Features eine hilfreiche Orientierung bieten. Zwar ersetzen sie keine Analyse im Schlaflabor, aber die nachvollziehbaren Ergebnisse des Schlaftrackings in Kombination mit den Empfehlungen der Polar-App empfanden wir im Test als angenehme Hilfestellung auf dem Weg zu einem besseren Schlaf.

Zusätzliche Features

Anders als die Garmin-Modelle Fenix 7 und Forerunner 965, die in einer ähnlichen High-End-Riege unterwegs sind wie die Vantage V3, besitzt die Polar-Uhr keinen integrierten Musikspeicher oder eine Bezahlfunktion. Dafür hat die Vantage V3 aber ein Feature zu bieten, das bei hochpreisigen Smartwatches immer häufiger zum Einsatz kommt: nämlich ein EKG. Dieses ist allerdings in Deutschland bisher nicht medizinisch zertifiziert worden.

Zusätzlich zur normalen Pulsmessung können Nutzer über das Tests-Menü der Vantage V3 ein EKG starten. Um die Messung zu beginnen, legen wir einen Finger auf die linke obere Taste der Uhr. Anschließend zeichnet die Uhr für 30 Sekunden das Elektrokardiogramm unseres Herzens auf. In unserem Test hat dieses Feature ohne Probleme funktioniert. Wir haben das EKG mehrfach ausprobiert und es gab nie Fehlermeldungen. Die Ergebnisse wirkten glaubwürdig, auch wenn die Aussagekraft natürlich nicht mit einem professionellen EKG beim Arzt mithalten kann.

Akku

Polar hat in der Vantage V3 einen Akku mit einer Kapazität von 488mAh verbaut. Dieser Wert liegt deutlich über den 346mAh der V2, was sich auch in der Laufzeit widerspiegelt. Die betrug beim Vorgängermodell noch 40 Stunden im Trainingsmodus bei aktiviertem GPS und bis zu einer Woche im Uhrmodus mit Pulsmessung. Die V3 hingegen hält laut Polar im Trainingsmodus bis zu 61 Stunden durch, während der Uhrmodus die Smartwatch rund 12 Tage am Laufen halten soll. In unserem Test konnten wir diese Werte bestätigen: Bei drei Trainingseinheiten zu je anderthalb Stunden mit aktiviertem GPS läuft die V3 knapp 10 Tage am Stück.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung der Vantage V3 liegt bei 600 Euro. Das entspricht einer Preiserhöhung von rund 100 Euro gegenüber dem Vorgängermodell. Mittlerweile bekommt man die Vantage V3 ab 400 Euro.

Fazit

Polar macht mit der Vantage V3 vieles richtig: Die Uhr ist ein Fest für Datennerds, die nicht davor zurückschrecken, sowohl von der App als auch von Polar Flow am PC entsprechend Gebrauch zu machen. Umfangreiche Features wie die Auswertung der Trainingsbelastung und die Möglichkeit, die Nährstoffzufuhr während eines Wettkampfs zu planen, machen die V3 primär für Ausdauersportler und Langstrecken-Wettkämpfer interessant.

Bei der Navigation gibt es derweil aber ebenso noch Verbesserungsbedarf wie bei den Zusatzfeatures. Das Fehlen eines eigenen Musikspeichers oder einer Bezahlfunktion wären vielleicht noch zu verschmerzen, aber bei der Bedienbarkeit der Karten und den zugehörigen Nutzungsoptionen sollte Polar noch einmal nachbessern.

ZUSÄTZLICH GETESTET
Amazfit Active 2 Square
Garmin Fenix 8 OLED
Amazfit Active 2
Coros Apex 2 Pro
Huawei Watch GT 5 Pro
Coros Vertix 2
Garmin Enduro 3
Garmin Epix 2
Garmin Fenix 7 Pro
Huawei Watch GT 5
Garmin Forerunner 255
Garmin Enduro 2
Huawei Watch GT 4
Garmin Forerunner 165
Garmin Vivoactive 5
Polar Street X
Suunto Vertical 2
Huawei Watch Fit 4 Pro
Huawei Watch Ultimate
Polar Grit X2 Pro
Huawei Watch Ultimate 2
Garmin Venu 3
Rogbid Tank S3 Pro
Suunto Race
Garmin Venu X1
Suunto 9 Baro
Hama Smartwatch 9000
Garmin Forerunner 965
Xiaomi Watch S4
Motorola Moto Watch
Huawei Watch GT 6 (46 mm)
Polar Grit X2
Huawei Watch GT 6 41 mm