Überwachungskameras mit lichtstarkem Objektiv bieten eine farbige Nachtsicht ganz ohne LED-Zusatzbeleuchtung. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests.
Die meisten Überwachungskameras können bei Dunkelheit Videos mithilfe von Infrarot-LEDs nur in Schwarzweiß aufzeichnen. Im Unterschied zu diesen sorgen modernere Varianten dank heller LED-Strahler auch nachts für farbige Videos. In beiden Fällen erregen die leuchtenden LEDs jedoch Aufmerksamkeit, die nicht immer gewünscht ist. Zudem ist eine Zusatzbeleuchtung jedweder Art in puncto Belichtung eine echte Herausforderung für Überwachungskameras. Wenn man Pech hat, sieht man auf dem Video über- oder unterbelichtete Objekte, was die Identifizierung erschwert.
Für eine möglichst perfekte Nachtsicht verwenden daher inzwischen eine ganze Reihe von Herstellern lichtstarke F1.0-Objektivblenden mit entsprechend langer Belichtungsdauer, die zusammen mit einem hochempfindlichen Bildsensor auch nachts farbige Bilder ganz ohne Zusatzbeleuchtung aufnehmen. Solche Überwachungskameras machen im wahrsten Sinne des Wortes die Nacht zum Tag und liefern bei Dunkelheit Details, die man sonst nur von Tagesaufnahmen kennt. Allerdings benötigen sie trotzdem noch ein wenig Restlicht. Und daher findet man auch bei den besonders lichtstarken Überwachungskameras noch zusätzliche LED-Spotlights, die sie bei stockfinsterer Nacht für eine farbige Nachtsicht hinzuschalten können. Die Hersteller versehen ihre besonders lichtstarken Modelle mit einem speziellen Marketingbegriff. Bei Hikvision laufen sie unter Color VU, bei Annke unter Night Chroma (NC), Reolink verwendet Color X, Eufy Max Color Vision und TP-Link Color Pro.
Neben einer erhöhten Sicherheit erweitern Modelle mit lichtstarken Objektiven auch den Einsatzbereich einer Überwachungskamera. Ein Tourismusverband könnte für eine Webcam, die auch während der Nacht tolle Bilder aufnehmen soll, statt in teure Speziallösungen zu investieren, zu einer deutlich günstigeren Überwachungskamera mit einem lichtstarken Objektiv greifen.
Die Annke NCD800 überzeugt im Test mit beeindruckenden Nachtaufnahmen, einer hohen Auflösung sowie dem größten horizontalen Sichtfeld aller Überwachungskameras in dieser Bestenliste. Zieht man außerdem noch die vielfältigen Erkennungsfunktionen hinzu, ist sie für uns die klare Nummer 1 – auch wenn die Bedienung per App, Desktop-Anwendung und Browser etwas umständlich ist.
Die in der Kamera integrierte Bewegungserkennung differenziert zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten. Im Test kommt es daher zu keinerlei Fehlalarmen. Neben diesen auch von anderen Überwachungskameras bekannten Features bietet die Annke NCD800 noch zusätzliche Alarmfunktionen. Sie umfassen unter anderem eine Linienüberquerungserkennung: Hierfür zeichnet man eine Linie in den von der Kamera überwachten Bereich. Sobald diese überschritten wird, erfolgt ein Alarm. Optional alarmiert die Kamera, wenn Personen in einen zuvor definierten Bereich ein- und austreten (Bereichseingangs-/-ausgangserkennung). Zudem erkennt sie über die Option Szenenänderungserkennung, ob ein Angreifer die Kamera dreht, sodass sie den Überwachungsbereich aus den „Augen“ verliert. Wird das Objektiv der Kamera verdeckt (Sabotageüberwachung), bemerkt sie das ebenfalls und versendet eine Benachrichtigung.
Die PoE-Überwachungskamera Annke NCD800 gibt es als Bullet- und als Turm-Version. Regulär kostet sie etwa 390 Euro. Im Webshop des Herstellers ist die Annke NCD800 aktuell für 300 Euro erhältlich. Etwas günstiger gibt es sie für 275 Euro bei Aliexpress – der Versand erfolgt aus einem spanischen Warenlager.
Die Annke NCBR800 bietet Erkennungsfunktionen auf allerhöchstem Niveau. Und auch die Bildqualität weiß zu überzeugen. Die Auflösung ist mit 3840 × 2160 hoch, genauso wie die Bildwiederholrate von bis zu 25 fps.
Die Annke NCBR800 gibt es ausschließlich in Weiß als Bullet- und als Turm-Version direkt bei Annke. Regulär wird sie für 280 Euro angeboten, aktuell ist sie mit 160 Euro im Angebot. Gemessen an den Leistungen ist die Preisgestaltung fair.
Mit der Argus 4 Pro bietet Reolink die erste batteriebetriebene Überwachungskamera mit einem Dual-Objektiv und einem 180° breiten Sichtfeld. Farbige Nachtaufnahmen gelingen der Argus 4 Pro selbst mit wenig Restlicht. Reolink verkauft die Argus 4 Pro inklusive Solarpanel regulär für 230 Euro. Das Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich. Aktuell bekommt man sie auf Ebay mit Rabattcode für 141 Euro.
Auf dem vierten Platz landet ebenfalls eine Annke-Überwachungskamera. Die Annke NC500 löst die NC400 (Testbericht) als Einstiegsmodell der Night-Chroma-Serie ab. Sie ist als Turm- und klassische Bullet-Variante verfügbar. Der integrierte 1/3-Zoll-CMOS-Sensor zeichnet Videos mit maximal 3072 × 1728 Pixel und 20 fps auf. Bei 1920 × 1080 steigt die Bildrate auf 25 fps. Als Codec stehen neben H.264 auch die platz- und bandbreitensparende Varianten H.265 und H.265+ parat. Zur Verbesserung der Bildqualität unterstützt die Kamera wie die teureren Modelle NCD800 und NC800 Wide Dynamic Range (WDR) sowie Backlight- und Highlight Compensation (BLC, HLC), was besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen für klare und kontrastreiche Bilder sorgt.
Anders als noch der Vorgänger NC400 differenziert die NC500 bei der Bewegungserkennung zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten. Mit der Begrenzung auf Personen haben wir im Test keine Fehlalarme registriert.
Annke verlangt für die NC500 regulär 140 Euro. Aktuell ist sie für etwa 74 Euro im erhältlich.
In der Regel können die in dieser Bestenliste aufgeführten Überwachungskameras bei der Bewegungserkennung Personen von anderen sich bewegenden Objekten unterscheiden. Ohne diese Differenzierung kommt es zu Fehlalarmen, die etwa durch vom Wind bewegte Gegenstände oder vorbeiziehenden Wolken ausgelöst werden.
Die OEM-Hikvision-Modelle von Annke, NCD800, NCBR800 und NC800 bieten darüber hinaus eine ausgefeilte Linienübertretungserkennung. Eine einfachere Art dieser Erkennungsfunktion unterstützt auch die Tapo C325WB von TP-Link.
Mit lichtstarken Objektiven waren bis in jüngster Vergangenheit nur mehrere Hundert Euro teure, für den professionellen Einsatz konzipierte Überwachungskameras ausgestattet. Inzwischen gibt es aber auch viele Modelle für Privatanwender mit dieser Technik, die für unter 100 Euro erhältlich sind. Am günstigsten in dieser Bestenliste ist die Reolink CX410, die aktuell nur 60 Euro kostet.
Die Annke NCD800 bietet dank lichtstarker Objektive Nachtaufnahmen, die aussehen, als seien sie bei Tag entstanden. Sie unterstützt außerdem smarte Erkennungsfunktionen.
Die Annke NCD800 bietet dank lichtstarker Objektive Nachtaufnahmen, die aussehen, als seien sie bei Tag entstanden. Sie unterstützt außerdem smarte Erkennungsfunktionen.
Wie die Reolink Duo 3 WiFi (Testbericht) bietet die Annke NCD800 (I91BI) zwei Objektive, deren Einzelaufnahmen zusammengefasst ein Gesamtbild mit einem horizontalen Sichtfeld von 180° erzeugen. Über F1.0-Blenden fällt sehr viel Licht auf die 1/1.8"-Sensoren, sodass Nachtaufnahmen ohne Zusatzbeleuchtung in Farbe gelingen und das fast ohne Rauschen. Die PoE-Outdoor-Kamera ist ein OEM-Modell von Hikvision und in erster Linie für professionelle Anwender vorgesehen, die Überwachungskameras für eine unternehmensweite Sicherheitslösung suchen. Dafür ist die Annke NCD800 dank ONVIF-Support inklusive NAS- und NVR-Unterstützung hervorragend geeignet.
Die Annke NCD800 misst 118,6 × 105,1 × 305,4 mm und fällt damit gegenüber herkömmlichen Modellen sehr groß aus. Mit 1,42 Kilo ist sie zudem relativ schwer. Das hohe Gewicht resultiert in erster Linie aus einem robusten, aus Metall gefertigten Gehäuse. Die Überwachungskamera ist gegenüber Staub und starkem Spritzwasser nach IP67 geschützt und in einem Temperaturbereich zwischen -30 °C und 60 °C einsatzbereit.
Mit Strom wird die Kamera über Ethernet versorgt (PoE, 802.3af). Sie kann aber auch über ein optional erhältliches 12-Volt-Netzteil in Betrieb genommen werden. Die abwinkelbaren Halterung aus Metall ist direkt mit der Kamera verbunden. Mit insgesamt vier Schrauben (im Lieferumfang enthalten) kann die Annke NCD800 damit sicher an einer Wand oder Decke montiert werden.
Aus der Halterung führt ein etwa 25 cm langes Kabel, an dessen Ende vier Anschlüsse herausführen: Eine 12-Volt-Stromversorgung, eine PoE-Buchse, sowie zwei Anschlüsse für kabelgebundene Alarmsysteme.
An der Unterseite des Gehäuses befindet sich hinter einer mit Inbus-Schrauben montierten Abdeckung ein microSD-Card-Slot, der entsprechende Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 256 GByte aufnimmt. Aber auch ein NAS- oder ein NVR-System stehen als alternative Speichermöglichkeiten für Videos parat.
Neben dem microSD-Card-Slot sitzen noch eine serielle Schnittstelle und eine Reset-Taste. Im hinteren Bereich der Unterseite befindet sich hinter einer Abdeckung ein Lautsprecher, der bis zu 90 db laut werden kann. Damit bietet die Annke NCD800 zusammen mit den integrierte Mikrofonen auch eine Gegensprechfunktion. Sie hat im Test einwandfrei funktioniert. Die Gesprächsteilnehmer waren klar und deutlich zu hören, ohne dass dabei Hintergrundgeräusche gestört haben, was für eine gute Geräuschunterdrückung spricht.
Für die Inbetriebnahme der Kamera sieht der Hersteller die App Annke Vision vor. Da es sich bei der Annke NCD800 aber um ein OEM-Modell von Hikvision handelt, ist sie auch mit der App Hik-Connect for End User kompatibel. Allerdings bietet die Annke-App mit Web-Configuration noch einige zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, die aber längst nicht alle Optionen umfassen, die über den Browser oder die Desktop-Anwendung Guarding Vision (macOS und Windows) sowie Annke Vision (Windows) verfügbar sind. Alternativ kann man auch die Hikvision-Anwendung iVMS-4200 verwenden.
Wer sämtliche Funktionen der Annke NCD800 nutzen möchte, muss sie ohnehin per Browser oder Desktop-Anwendung konfigurieren, sodass die mobile App eine untergeordnete Rolle spielt. Ob man sich nun für die Annke- oder die Hikvsion-App entscheidet, in jedem Fall ist für die Anmeldung ein Benutzerkonto erforderlich.
Ein Installationsassistent in der App erleichtert die Inbetriebnahme der Kamera. Initiiert wird das Setup über das Plus-Zeichen rechts oben in der App und der Auswahl von „QR-Code scannen“. Mit dem Smartphone scannt man anschließend den QR-Code der Kamera. Nach wenigen Konfigurationsschritten (siehe auch Bildergalerie) ist die Kamera mit der App verbunden.
Sofern die Kamera frisch geliefert wurde, befindet sie sich im Kopplungsmodus. Gibt die Kamera keinen Ton von sich, lässt sich der Kopplungsmodus durch einen Reset aktivieren, der durch mehrsekündiges Drücken der Reset-Taste an der Unterseite der Kamera ausgelöst wird. Alles in allem ist die Inbetriebnahme sehr einfach und nach wenigen Schritten abgeschlossen.
Die in der Kamera integrierte Bewegungserkennung differenziert zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten. Zudem können Anwender den Bewegungsbereich und die Empfindlichkeit der Erkennung definieren. Außerdem können sie festlegen, was bei einem Alarm passieren soll: Zum einen kann man sich per E-Mail oder Push darüber benachrichtigen lassen, eine akustische Warnung konfigurieren, Videos auf ein Speichermedium hochladen und Lichtblitzalarm auslösen. Letztere wird über zwei LEDs unter jedem Objektiv realisiert.
All diese Alarmmethoden können Anwender zudem noch anpassen. Neben der standardmäßig voreingestellten Sirene stehen zudem noch vordefinierte Sprachbotschaften wie „Warning, this is a restricted Area“ zur Auswahl. Man kann aber auch eigene Botschaften erstellen. Auch der Lichtblitz zur Abschreckung kann konfiguriert werden. Hier können Nutzer die Dauer in Sekunden sowie die Blitzfrequenz (High, Medium, Low, On) definieren.
Mit Anpassungen dieser Einstellungen generiert die Annke NCD800 im Test so gut wie keine Fehlalarme. Sie erkennt Menschen und verschickt entsprechende Warnmeldungen per Pushbenachrichtigungen, bleibt aber bei Haustieren wie einer Katze stumm.
Neben diesen auch von anderen Überwachungskameras bekannten Einstellmöglichkeiten bietet die Annke NCD800 noch zusätzliche Alarmfunktionen. Sie beinhalten unter anderem eine Linienüberquerungserkennung: Hierfür zeichnet man eine Linie in den von der Kamera überwachten Bereich und sobald diese überschritten wird, erfolgt ein Alarm. Optional alarmiert die Kamera, wenn Personen in einen zuvor definierten Bereich ein- und austreten (Bereichseingangs-/-ausgangserkennung).
Zudem erkennt die Kamera über die Option Szenenänderungserkennung, ob ein Angreifer die Kamera dreht, sodass sie den Überwachungsbereich aus den „Augen“ verliert. Wird das Objektiv der Kamera verdeckt (Sabotageüberwachung), bemerkt sie das ebenfalls und versendet eine Benachrichtigung.
Zur Steigerung der Bildqualität bietet die Annke NCD800 zahlreiche Funktionen: Wide Dynamic Range (WDR), Backlight Compensation (BLC) und Highlight Compensation (HLC). Meistens kann man nur eine dieser Methoden verwenden, um Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht zu verbessern.
Vorkonfigurierte Bildparameter stehen unter Szene parat. Hier können Anwender zwischen Normal (Standardeinstellung mit BLC oben und HLC mit Level 50), Hintergrundbeleuchtung (WDR ein mit Level 50), Frontbeleuchtung und Schwachlicht auswählen. Letztere passen zur Verbesserung der Bildqualität die Parameter Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe an. Zudem stehen noch zwei Szenen für benutzerdefinierte Einstellungen zur Verfügung. Da die optimale Einstellung der Szenen abhängig von Jahres- und Tageszeit abhängig sind, kann man unter Bildparameterwechsel pro Monat festlegen, wann sie aktiviert werden sollen.
Die Funktionen zur Steigerung der Bildqualität stehen allerdings nur über den Zugriff per Browser oder Desktop-Anwendung zur Verfügung. Mit der Annke-App lassen sich nur einige wenige Parameter wie Auflösung, Videoqualität, Datenrate und Video-Codec (H2.65 oder H.264) festlegen.
Die verschiedenen Funktionen zur Steigerung der Bildqualität sind in der Praxis relevant und erleichtern die Identifizierung erkannter Objekte bei schwierigen Lichtverhältnissen (siehe auch Bildergalerie).
Kommen wir nun zum absoluten Highlight der Annke NCD800: die Bildqualität. Die Nachtaufnahmen suchen ihresgleichen. Mit einer Belichtungsdauer von 1/3 Sekunde erzeugt die Kamera eine farbige Nachtsicht ohne Zuhilfenahme der integrierten LED-Beleuchtung. Die Aufnahmen erscheinen auch dank digitaler Rauschunterdrückung so als wären sie bei Tag aufgenommen worden. Sagenhaft. In diesem Modus stehen allerdings die Bildverbesserungsverfahren WDR, BLC und HLC nicht zur Verfügung. Doch angesichts der gebotenen Qualität sind diese bei Nachtaufnahmen nahezu irrelevant. Was soll man noch verbessern, wenn das Bild bereits perfekt aussieht? Sie machen sich aber bei Tageslicht positiv bemerkbar, wie man an den Aufnahmen der bereits von uns getesteten Annke 4G LTE sehen kann.
Mit einer maximalen Auflösung von 5120 × 1440 Pixel bietet die Annke NCD800 auch beim Zoomen genügend Reserven (siehe auch Bildergalerie). Und dank zweier Objektive bietet sie mit 180° ein sehr großes horizontales Sichtfeld, während das vertikale Sichtfeld mit 44° relativ klein ausfällt.
Für die Inbetriebnahme der Überwachungskamera sind die mobilen Anwendungen von Annke oder Hikvision völlig ausreichend. Aber zur Konfiguration schöpfen sie das Potenzial der Annke NCD800 bei Weitem nicht aus. Erst mit den Desktop-Anwendungen Guarding Vision (alternativ IVMS 4200 oder Annke Vision für Windows) oder auch per Browser können Anwender die Leistung der Kamera voll ausreizen. Die bereits erwähnten Funktionen zur Steigerung der Bildqualität sind dabei nur ein Beispiel. Auch in anderen Bereichen wie Netzwerkeinstellungen finden Anwender umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten, etwa bezüglich DDNS, Ports, NAT, SNMP, FTP, E-Mail, HTTPS und QoS.
Was die Integration der Kamera in Smart-Home-Systeme anbelangt, gibt es gute und schlechte Nachrichten. Digitale Sprachassistenten wie Amazon Alexa und Google Assistant unterstützt die Kamera nicht. Dafür kann die Annke dank ONVIF-Support in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) mit entsprechender Unterstützung wie Homey Pro oder Open-Source-Lösungen wie Iobroker und Home Assistant problemlos eingebunden werden. Und zwar nicht nur partiell als Auslöser für bestimmte Routinen, sondern inklusive Zugriff auf die Bilddaten. Toll.
Die Annke NCD800 gibt es als Bullet- und als Turm-Version. Die für diesen Beitrag getestete Bullet-Variante kostet im Online-Store des Herstellers knapp 390 Euro. Aktuell ist sie dort für knapp 300 Euro verfügbar. Etwas günstiger gibt es sie für 275 Euro bei Aliexpress – der Versand erfolgt aus einem spanischen Warenlager.
Die Annke NCD800 hinterlässt im Test einen hervorragenden Eindruck. Die fantastische Bildqualität sucht ihresgleichen. Vor allem nachts liefert die Kamera ein Bild, das begeistert. Und auch die Einbindung in Smart-Home-Zentralen und die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten hinsichtlich Netzwerk und Benachrichtigungen überzeugen. Die schnelle Reaktionsgeschwindigkeit der Kamera steht ebenfalls auf der Habenseite. Die saubere Verarbeitung und das robuste Gehäuse komplettieren den positiven Gesamteindruck. Dieser wird auch nur unwesentlich durch das relativ kleine vertikale Sichtfeld sowie minimale Fehler in der Bildmitte, die offenbar durch die Überlagerung der von den beiden Objektiven erzeugten Bilder verursacht werden, geschmälert.
Insgesamt ist die Annke NCD800 also für alle empfehlenswert, die einen großen horizontalen Bereich überwachen müssen und dabei eine exzellente Bildqualität, tolle Überwachungsfunktionen sowie umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten zu schätzen wissen.
Hinweis: Der ursprüngliche Testbericht zur Annke NCD800 erschien am 17.9.2022. Bei besonders günstigen Angeboten aktualisieren wir den Artikel.
Neben einem lichtstarken Objektiv bietet die PoE-Überwachungskamera Annke NCBR800 zahlreiche smarte Erkennungsfunktionen. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Neben einem lichtstarken Objektiv bietet die PoE-Überwachungskamera Annke NCBR800 zahlreiche smarte Erkennungsfunktionen. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Annke hat mit der Night-Chroma-Serie wie der NCD800, der NC800 und dem PTZ-Modell (Bestenliste) NCPT500 Überwachungskameras mit besonders lichtstarken Objektiven im Portfolio. Über F1.0-Blenden fällt sehr viel Licht auf die 1/1.8" großen Sensoren, sodass Nachtaufnahmen ohne Zusatzbeleuchtung in Farbe gelingen und das fast ohne Rauschen. Anders als die NCD800, die mittels zweier Objektive Einzelaufnahmen zu einem Gesamtbild mit einem horizontalen Sichtfeld von 180° zusammenfasst, ist die 4K-Überwachungskamera (Bestenliste) Annke NCBR800 nur mit einem Objektiv ausgestattet.
Als OEM-Hersteller von Hikvision-Kameras richten sich die Annke-Modelle in erster Linie an professionelle Anwender, die Überwachungskameras für eine unternehmensweite Sicherheitslösung suchen. Und dafür ist die Annke NCBR800 dank Onvif-Support (Ratgeber) inklusive NAS- und NVR-Unterstützung (Ratgeber) sowie smarter Erkennungsfunktionen wie Linienüberschreitung und Gesichtserkennung hervorragend geeignet. Außerdem können Anwender Annke-Überwachungskameras in einem lokalen Netzwerk betreiben, ohne dass sie auf eine Cloud angewiesen sind. Damit bieten die Modelle gegenüber Varianten mit Cloudzwang wie von Google, Ring oder Arlo einen besseren Schutz der Privatsphäre und ein höheres Sicherheitsniveau. Wie gut die Annke NCBR800 in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Die Annke NCBR800 wird im Shop des Herstellers als Turm- und als Bullet-Variante angeboten. Wir haben das Turmmodell getestet, das im Durchmesser knapp 14 cm misst und etwas über 800 Gramm wiegt. Es ist prädestiniert für die Montage an einer Decke, lässt sich dank drehbarer Kameraeinheit aber auch an einer Wand befestigen. Das Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet und gegenüber Staub und starkem Spritzwasser nach IP67 geschützt. Laut Annke ist die NCBR800 im Temperaturbereich zwischen –30 °C und 60 °C einsatzbereit.
Mit Strom wird die Kamera über Ethernet versorgt (PoE, 802.3af). Sie kann aber auch über ein optional erhältliches 12-Volt-Netzteil in Betrieb genommen werden. Entsprechende Anschlüsse liefert ein etwa 25 cm langes Kabel, das aus dem Gehäuse herausgeführt ist. Zudem finden sich dort noch zwei Anschlüsse für kabelgebundene Alarmsysteme.
An der Unterseite des Gehäuses befindet sich hinter einer mit Torx-T10-Schrauben montierten Abdeckung ein microSD-Card-Slot, der entsprechende Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 512 GByte aufnimmt. Ein entsprechender Torx-Schraubendreher ist im Lieferumfang enthalten. Aber auch NAS- oder NVR-Systeme stehen als alternative Speichermöglichkeiten für Videos parat. Videos zeichnet die NCBR800 standardmäßig kontinuierlich auf, wobei sie auch eine ereignisbasierte Aufnahme und die Codecs H.265 alias HEVC und H.264 unterstützt. Die microSD-Karte können Anwender außerdem verschlüsseln, sodass bei einem Verlust die aufgenommenen Videos nicht von jedem angesehen werden können.
Neben dem microSD-Card-Slot sitzen noch eine serielle Schnittstelle und eine Reset-Taste. Ausgestattet mit Mikrofon und Lautsprecher, kann man die Annke NCBR800 auch als Gegensprechanlage nutzen. Die Klangqualität ist dabei bauartbedingt wie üblich bei Überwachungskameras nicht besonders hoch, erfüllt aber ihren Zweck.
Für die Inbetriebnahme der Kamera sieht der Hersteller die App Annke Vision vor. Da es sich bei der Annke NCBR800 um ein OEM-Modell von Hikvision handelt, ist sie auch mit der App Hik-Connect for End User kompatibel. Allerdings bietet Annke Vision in der neuen Version deutlich mehr Funktionen, sodass man fast nicht mehr den Zugriff per Browser benötigt, um sämtliche Parameter konfigurieren zu können. Neben App und Browser stehen zur Steuerung der Kamera außerdem die Desktop-Anwendungen Guarding Vision (macOS und Windows) und Annke Vision (Windows) zur Verfügung. Alternativ können Anwender auch das Hikvision-Tool iVMS-4200 nutzen.
Ein Installationsassistent in der App erleichtert die Inbetriebnahme der Kamera. Diese ist nach wenigen Minuten abgeschlossen (siehe auch Bildergalerie).
Die in der Kamera integrierte Bewegungserkennung kann zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten differenzieren. Anwender können zudem den Erkennungsbereich einschränken und die Empfindlichkeit anpassen. Mit Anpassungen dieser Einstellungen erzeugt die Annke NCBR800 im Test so gut wie keine Fehlalarme. Sie erkennt Menschen und verschickt entsprechende Warnmeldungen, bleibt aber bei Haustieren wie einer Katze stumm.
Bis zu vier Datenschutzzonen, die bei Aufzeichnungen geschwärzt werden, erlaubt die Annke-Überwachungskamera. Das reicht für einen datenschutzkonformen Betrieb jedoch nicht aus, sollte sie auf ein fremdes Grundstück ausgerichtet sein. Ist das der Fall, ist eine Einwilligung zur Videoaufnahme bei den betreffenden Nachbarn einzuholen.
Über erkannte Objekte informiert die NCBR800 standardmäßig per Pushbenachrichtigung und optional auch per E-Mail. Zudem unterstützt sie einen automatischen Bild-Upload auf einen Server per FTP oder SFTP (siehe auch Bildergalerie).
Neben diesen Alarmfunktionen kann die Überwachungskamera aber auch von sich aus direkt am Gerät alarmieren. So können Anwender sie so konfigurieren, dass die integrierten LED-Leuchten bei einem erkannten Objekt abwechselnd rot und blau aufleuchten, und bei Bedarf verwandelt sich der integrierte Lautsprecher in eine Sirene.
Neben diesen auch von anderen Überwachungskameras bekannten Einstellmöglichkeiten bietet die Annke NCBR800 noch zusätzliche Erkennungsfunktionen. Sie beinhalten unter anderem eine Linienüberquerungserkennung: Hierfür zeichnet man eine Linie in den von der Kamera überwachten Bereich, und sobald diese überschritten wird, erfolgt ein Alarm. Optional alarmiert die Kamera, wenn Personen in einen zuvor definierten Bereich ein- und austreten (Bereichseingangs-/-ausgangserkennung).
Zudem erkennt die Kamera über die Option Szenenänderungserkennung, ob ein Angreifer die Kamera dreht, sodass sie den Überwachungsbereich aus den „Augen“ verliert. Wird das Objektiv der Kamera verdeckt (Sabotageüberwachung), bemerkt sie das ebenfalls und versendet eine Benachrichtigung.
Zur Steigerung der Bildqualität bietet die Annke NCBR800 wie auch die Modelle NC800 und NCD800 zahlreiche Funktionen: Wide Dynamic Range (WDR), Backlight Compensation (BLC) und Highlight Compensation (HLC). Meistens kann man nur eine dieser Methoden verwenden, um Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht zu verbessern.
Vorkonfigurierte Bildparameter stehen unter Szene parat. Hier können Anwender zwischen Normal (Standardeinstellung), Hintergrundbeleuchtung (WDR ein mit Level 50), Frontbeleuchtung und Schwachlicht (Belichtungsdauer 1/12) auswählen. Letztere passen zur Verbesserung der Bildqualität die Parameter Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe an. Zudem stehen noch zwei Szenen für benutzerdefinierte Einstellungen zur Verfügung. Da die optimale Einstellung der Szenen abhängig von Jahres- und Tageszeit ist, kann man unter Bildparameterwechsel pro Monat festlegen, wann sie aktiviert werden sollen. Damit bietet die Kamera zu jeder Zeit die optimalen Einstellungen für eine möglichst perfekte Bildqualität.
Mit den zur Verfügung stehenden Bildoptionen liefert die NCBR800 eine erstklassige Bildqualität und erleichtert so die Identifizierung erkannter Objekte selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen (siehe auch Bildergalerie).
Die Qualität bei Nachtaufnahmen erreicht ebenfalls ein überdurchschnittliches Niveau. Das liegt vor allem daran, dass man die optimalen Bildparameter je nach Tageszeit per Zeitplan automatisch aktivieren kann. Mit dem sehr lichtempfindlichen 2,8-mm-Objektiv bietet die Kamera farbige Nachtaufnahmen ohne Zuhilfenahme der integrierten LED-Beleuchtung. Allerdings benötigt sie dafür mit 0.0008 Lux mehr Licht als die NCD800 oder die NC800, die farbige Nachtaufnahmen schon mit 0.0005 Lux Restlicht erzeugen. Anders als NCD800 und NC800 verfügt die NCBR800 über integrierte Infrarot-LEDs, mit denen sie nachts klare Schwarzweiß-Aufnahmen erzeugt. Für eine optimale Bildqualität bei Dunkelheit sorgt die Einstellung Intelligente Lichtkompensation. Damit nutzt die NCBR800 zunächst die Infrarot-LEDs und schaltet bei einem erkannten Objekt die weißen LEDs für eine klare und farbige Aufnahme automatisch hinzu.
Mit einer maximalen Auflösung von 3840 × 2160 Pixel bietet die Annke NCBR800 auch beim Zoomen genügend Reserven (siehe auch Bildergalerie). Das Sichtfeld ist mit 108,8° horizontal, 56,4° vertikal und 134,3° diagonal guter Durchschnitt. Und mit bis zu 25 fps erkennt man auf den Videos auch dann noch Personen, wenn diese sich schnell bewegen.
Für die Inbetriebnahme der Überwachungskamera sind die mobilen Anwendungen von Annke oder Hikvision völlig ausreichend. Zumal die Annke-App seit neuestem fast sämtliche Konfigurationsoptionen bietet, wie sie bislang nur mit den Desktop-Anwendungen oder mit einem Browser zur Verfügung standen. Einige Netzwerkeinstellungen, etwa bezüglich Plattformzugriff, SNMP, HTTPS, Alarmserver und QoS können Anwender jedoch nur per Browser oder Desktop-Anwendung einstellen.
Was die Integration der Kamera in Smart-Home-Systeme anbelangt, gibt es gute und schlechte Nachrichten. Annke unterstützt zwar offiziell die Anbindung an Amazon Alexa, doch die NCBR800 hat Alexa nicht gefunden. Dementsprechend gelingt auch die Ausgabe des Livestreams auf einem smarten Display (Ratgeber) wie Amazon Echo Show nicht.
Dafür kann die Annke dank Onvif-Support in Smart-Home-Zentralen mit entsprechender Unterstützung wie Homey Pro (Testbericht) oder Open-Source-Lösungen wie Home Assistant (Test) problemlos eingebunden werden. Und zwar nicht nur partiell als Auslöser für bestimmte Routinen, sondern inklusive Zugriff auf die Bilddaten. Mit Home Assistant und dem Add-on Frigate können Anwender sogar den Livestream der Kamera betrachten und einen leistungsfähigen Videorekorder in Verbindung mit der Annke realisieren. Das gelingt freilich auch mit anderen Onvif-Kameras (Ratgeber).
Wer statt Home Assistant lieber eine vorkonfigurierte Lösung wie Synology Surveillance Station (Test) einsetzt, darf sich ebenfalls freuen: Zwar bietet Synology für die Annke NCBR800 kein eigenes Integrationsprofil an, doch mit der Hikvision-Voreinstellung hat die Einbindung im Test einwandfrei funktioniert (siehe auch Bildergalerie).
Die Annke NCBR800 gibt es ausschließlich in Weiß als Bullet- als Turm-Version direkt bei Annke. Regulär wird sie für 280 Euro angeboten, aktuell ist sie für 160 Euro im Angebot.
Die Annke NCBR800 kann in puncto Nachtsicht zwar nicht ganz mit den Schwester-Modellen NCD800 und NC800 mithalten. Doch dafür ist sie dank integrierter Infrarot-LEDs deutlich flexibler als diese. Diese Flexibilität hat Annke in Form einer intelligenten Lichtkomposition umgesetzt, die so lange die Infrarot-LEDs für eine klare Nachtsicht in Schwarzweiß nutzt und erst bei einem erkannten Objekt weißes LED-Zusatzlicht aktiviert. Dann sind die Aufnahmen nicht nur klar, sondern auch in Farbe. Und dank 25 fps Bildwiederholrate bleibt die Klarheit auch dann erhalten, wenn sich Personen schnell durchs Bild bewegen.
Insgesamt ist die Bildqualität erstklassig. Allerdings muss man dafür mit den zahlreichen Bildverbesserungseinstellungen etwas herumprobieren, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten.
Und auch die Einbindung in Smart-Home-Zentralen und die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten hinsichtlich Netzwerk und Benachrichtigungen überzeugen. Die schnelle Reaktionsgeschwindigkeit der Kamera steht ebenfalls auf der Habenseite. Und die saubere Verarbeitung und das robuste Gehäuse komplettieren den positiven Gesamteindruck.
Insgesamt ist die Annke NCBR800 also für alle empfehlenswert, die auf der Suche nach einer leistungsfähigen PoE-Überwachungskamera mit 4K-Auflösung (Bestenliste), smarten KI-Funktionen und einer hervorragenden Bildqualität sind. Zwar ist der Preis von aktuell 160 Euro relativ hoch, doch wir halten ihn angesichts der gebotenen Leistungen für fair.
Neben einem lichtstarken Objektiv bietet die PoE-Überwachungskamera Annke NC800 auch smarte Erkennungsfunktionen. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Neben einem lichtstarken Objektiv bietet die PoE-Überwachungskamera Annke NC800 auch smarte Erkennungsfunktionen. Wie gut sie in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Annke bietet mit der Night-Chroma-Serie wie der NCD800 (Test) und dem PTZ-Modell (Bestenliste) NCPT500 (Testbericht) Überwachungskameras mit besonders lichtstarken Objektiven. Über F1.0-Blenden fällt sehr viel Licht auf die 1/1.8" großen Sensoren, sodass Nachtaufnahmen ohne Zusatzbeleuchtung in Farbe gelingen und das fast ohne Rauschen. Anders als die NCD800, die mittels zweier Objektive Einzelaufnahmen zu einem Gesamtbild mit einem horizontalen Sichtfeld von 180° zusammenfasst, ist die 4K-Überwachungskamera (Bestenliste) Annke NC800 nur mit einem Objektiv ausgestattet. Als OEM-Hersteller von Hikvision-Kameras richten sich die Annke-Modelle in erster Linie an professionelle Anwender, die Überwachungskameras für eine unternehmensweite Sicherheitslösung suchen. Und dafür ist die Annke NC800 dank ONVIF-Support (Ratgeber) inklusive NAS- und NVR-Unterstützung (Ratgeber) sowie smarter Erkennungsfunktionen wie Linienüberschreitung und Gesichtserkennung hervorragend geeignet. Außerdem können Anwender die Annke-Überwachungskameras in einem lokalen Netzwerk betreiben, ohne dass sie auf eine Cloud angewiesen sind. Damit bieten die Modelle gegenüber Überwachungskameras mit Cloudzwang wie von Ring oder von Arlo einen besseren Schutz der Privatsphäre und ein höheres Sicherheitsniveau.
Die Annke NC800 gibt es als Bullet- und als Turm-Variante. Letztere misst im Durchmesser 14 cm und wiegt knapp 900 Gramm. Die Überwachungskamera ist gegenüber Staub und starkem Spritzwasser nach IP67 geschützt und in einem Temperaturbereich zwischen -30 °C und 60 °C einsatzbereit.
Mit Strom wird die Kamera über Ethernet versorgt (PoE, 802.3af). Sie kann aber auch über ein optional erhältliches 12-Volt-Netzteil in Betrieb genommen werden. Unser Testmodell steckt in einem typischen Turret-Gehäuse, das mit den mitgelieferten Schrauben sicher an einer Wand oder Decke montiert werden kann.
An der Unterseite des Gehäuses befindet sich hinter einer mit Torx-T10-Schrauben montierten Abdeckung ein microSD-Card-Slot, der entsprechende Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 256 GByte aufnimmt. Aber auch ein NAS- oder ein NVR-System stehen als alternative Speichermöglichkeiten für Videos parat.
Neben dem microSD-Card-Slot sitzen noch eine serielle Schnittstelle und eine Reset-Taste. Einen Lautsprecher bietet sie nicht und damit auch keine Gegensprechfunktion.
Für die Inbetriebnahme der Kamera sieht der Hersteller die App Annke Vision vor. Da es sich bei der Annke NC800 aber um ein OEM-Modell von Hikvision aus der Color-Vu-Linie handelt, ist sie auch mit der App Hik-Connect for End User kompatibel. Allerdings bietet die Annke-App mit Web-Configuration noch einige zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten. Wer die Möglichkeiten der Kamera voll ausreizen möchte, muss allerdings entweder einen Browser oder die Desktop-Anwendung Guarding Vision (macOS und Windows) oder Annke Vision (Windows) verwenden. Alternativ können Anwender auch die Hikvision-Anwendung iVMS-4200 nutzen.
Ein Installationsassistent in der App erleichtert die Inbetriebnahme der Kamera. Initiiert wird das Setup über das Plus-Zeichen rechts oben in der App und der Auswahl von „QR-Code scannen“. Mit dem Smartphone scannt man anschließend den QR-Code der Kamera. Nach wenigen Konfigurationsschritten (siehe auch Bildergalerie) ist die Kamera mit der App verbunden. Die Inbetriebnahme gelingt aber auch über den Browser oder die Desktop-Anwendung.
Die in der Kamera integrierte Bewegungserkennung differenziert zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten. Zudem können Anwender den Bewegungsbereich und die Empfindlichkeit der Erkennung definieren. Auch eine Datenschutzzone können sie definieren, der bestimmte Bereich der Aufnahme schwärzt. Damit kann sie DSGVO-konform betrieben werden, wenn sie etwa auf einen öffentlichen Bereich oder auf ein fremdes Grundstück ausgerichtet ist.
Außerdem können sie festlegen, was bei einem Alarm passieren soll: Zum einen kann man sich per E-Mail oder Push darüber benachrichtigen lassen oder Videos auf ein Speichermedium hochladen und Lichtblitzalarm auslösen. Letztere wird über zwei LEDs unter jedem Objektiv realisiert.
Mit Anpassungen dieser Einstellungen generiert die Annke NC800 im Test so gut wie keine Fehlalarme. Sie erkennt Menschen und verschickt entsprechende Warnmeldungen per Pushbenachrichtigungen, bleibt aber bei Haustieren wie einer Katze stumm.
Neben diesen auch von anderen Überwachungskameras bekannten Einstellmöglichkeiten bietet die Annke NC800 noch zusätzliche Alarmfunktionen. Sie beinhalten unter anderem eine Linienüberquerungserkennung: Hierfür zeichnet man eine Linie in den von der Kamera überwachten Bereich und sobald diese überschritten wird, erfolgt ein Alarm. Optional alarmiert die Kamera, wenn Personen in einen zuvor definierten Bereich ein- und austreten (Bereichseingangs-/-ausgangserkennung).
Zudem erkennt die Kamera über die Option Szenenänderungserkennung, ob ein Angreifer die Kamera dreht, sodass sie den Überwachungsbereich aus den „Augen“ verliert. Wird das Objektiv der Kamera verdeckt (Sabotageüberwachung), bemerkt sie das ebenfalls und versendet eine Benachrichtigung.
Zur Steigerung der Bildqualität bietet die Annke NC800 zahlreiche Funktionen: Wide Dynamic Range (WDR), Backlight Compensation (BLC) und Highlight Compensation (HLC). Meistens kann man nur eine dieser Methoden verwenden, um Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht zu verbessern.
Vorkonfigurierte Bildparameter stehen unter Szene parat. Hier können Anwender zwischen Normal (Standardeinstellung mit BLC oben und HLC mit Level 50), Hintergrundbeleuchtung (WDR ein mit Level 50), Frontbeleuchtung und Schwachlicht auswählen. Letztere passen zur Verbesserung der Bildqualität die Parameter Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe an. Zudem stehen noch zwei Szenen für benutzerdefinierte Einstellungen zur Verfügung. Da die optimale Einstellung der Szenen abhängig von Jahres- und Tageszeit sind, kann man unter Bildparameterwechsel pro Monat festlegen, wann sie aktiviert werden sollen. Damit bietet die Kamera zu jeder Zeit die optimalen Einstellungen für eine möglichst perfekte Bildqualität.
Die Funktionen zur Steigerung der Bildqualität stehen allerdings nur über den Zugriff per Browser oder Desktop-Anwendung zur Verfügung. Mit der Annke- oder der Hikvision-App lassen sich nur einige wenige Parameter wie Auflösung, Videoqualität, Datenrate und Video-Codec (H2.65 oder H.264) festlegen.
Die verschiedenen Funktionen zur Steigerung der Bildqualität sind in der Praxis relevant und erleichtern die Identifizierung erkannter Objekte bei schwierigen Lichtverhältnissen (siehe auch Bildergalerie).
Kommen wir nun zum absoluten Highlight der Annke NC800: der Bildqualität. Die Nachtaufnahmen suchen ihresgleichen respektive gleichen denen der mit Doppel-Objektiv ausgestatteten NCD800 (Testbericht) oder dem Full-HD-Modell NC400 (Testbericht).
Mit dem sehr lichtempfindlichen 2,8-mm-Objektiv, bietet die Kamera farbige Nachtaufnahmen ohne Zuhilfenahme der integrierten LED-Beleuchtung. Und dank digitaler Rauschunterdrückung entstehen auch nachts Aufnahmen, als wären sie bei Tag aufgenommen worden. Sagenhaft. Bei der maximalen Belichtungsdauer von 1/3 stehen allerdings die Bildverbesserungsverfahren WDR (Wide Dynamic Range), BLC (Backlight Compensation und HLC (Highlight Compensation) nicht zur Verfügung.
Doch angesichts der gebotenen Qualität sind diese bei Nachtaufnahmen nahezu irrelevant. Es gibt aber einen Haken: So sind die Aufnahmen mit 1/3 Belichtung zwar nahezu rauschfrei, doch sinkt dann die Bildwiederholrate auf wenige fps ab. So kann man mit diesen Einstellungen zwar tolle Nachtaufnahmen machen, aber wenn eine Person durchs Bild läuft, kann man diese so gut wie nicht mehr erkennen. Erst ab geringerer Belichtungszeit von 1/25 werden Videos mit der maximalen Bildwiederholrate von 25 fps aufgezeichnet. Dann sind auch Personen wieder gut zu erkennen, doch nimmt das Rauschen dann zu.
Dennoch erzielt die Kamera mithilfe von WDR, BLC und dieser Einstellung nachts noch eine gute Darstellungsqualität – und zwar in Farbe. Und wem die Klarheit der nachts aufgenommenen Videos nicht ausreicht, schaltet einfach die integrierte LED-Beleuchtung hinzu (siehe auch Bildergalerie).
Mit einer maximalen Auflösung von 3840 × 2160 Pixel bietet die Annke NC800 auch beim Zoomen genügend Reserven (siehe auch Bildergalerie). Das Sichtfeld ist mit 102° horizontal, 52° vertikal und 124° diagonal aber nur guter Durchschnitt. Die Arlo Ultra 2 bietet mit einem diagonalen Sichtfeld von 180° deutlich mehr. Allerdings ist deren Objektiv längst nicht so lichtstark, sodass für farbige Nachtaufnahmen grundsätzlich die integrierte LED für Helligkeit sorgen muss.
Für die Inbetriebnahme der Überwachungskamera sind die mobilen Anwendungen von Annke oder Hikvision völlig ausreichend. Aber zur Konfiguration schöpfen sie das Potenzial der Annke NC800 bei Weitem nicht aus. Erst mit den Desktop-Anwendungen Guarding Vision (alternativ IVMS 4200 oder Annke Vision für Windows) oder auch per Browser können Anwender die Leistung der Kamera voll ausreizen. Die bereits erwähnten Funktionen zur Steigerung der Bildqualität sind dabei nur ein Beispiel. Auch in anderen Bereichen wie Netzwerkeinstellungen finden Anwender umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten etwa bezüglich DDNS, Ports, NAT, SNMP, FTP, E-Mail, HTTPS und QoS.
Problematisch erweisen sich im Test die mobilen Apps Annke Vision und Hik Connect, die den Stream mit voller Auflösung (HD) nicht immer fehlerfrei darstellen (siehe Bildergalerie), während das mit den Desktop-Apps nicht passiert. Auch die mobile App DS-Cam für die Synology Surveillance Station hat keinerlei Schwierigkeiten den 4K-Stream darzustellen.
Was die Integration der Kamera in Smart-Home-Systeme anbelangt, gibt es gute und schlechte Nachrichten. Digitale Sprachassistenten wie Amazon Alexa und Google Assistant unterstützt die Kamera zwar, aber die Darstellung des Livestreams auf einem smarten Display (Ratgeber) wie Amazon Echo Show gelingt im Test nicht.
Dafür kann die Annke dank ONVIF-Support in Smart-Home-Zentralen mit entsprechender Unterstützung wie Homey Pro (Testbericht) oder Open-Source-Lösungen wie Home Assistant (Test) problemlos eingebunden werden. Und zwar nicht nur partiell als Auslöser für bestimmte Routinen, sondern inklusive Zugriff auf die Bilddaten. Mit Home Assistant und dem Add-on Frigate können Anwender sogar den Livestream der Kamera betrachten und einen leistungsfähigen Videorekorder in Verbindung mit der Annke realisieren. Das gelingt freilich auch mit anderen Onvif-Kameras (Ratgeber).
Wer statt Home Assistant lieber eine vorkonfigurierte Lösung wie Synology Surveillance Station (Test) einsetzt, darf sich ebenfalls freuen: Im Test hat die Einbindung der Annke auf Basis des integrierten Hikivision-Profils einwandfrei funktioniert (siehe auch Bildergalerie).
Die Annke NC800 gibt es als Bullet- in Weiß und als Turm-Version auch in Schwarz und kostet reglär 350 Euro. Im Annke-Shop ist sie aktuell für 280 Euro erhältlich.
Die Annke NC800 hinterlässt im Test einen hervorragenden Eindruck. Wie bei der NCD800 überzeugt vorrangig die erstklassige Bildqualität. Vor allem nachts liefert die Kamera ein Bild, das begeistert. Allerdings muss man mit den Bildverbesserungseinstellungen etwas rumprobieren, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten.
Und auch die Einbindung in Smart-Home-Zentralen und die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten hinsichtlich Netzwerk und Benachrichtigungen überzeugen. Die schnelle Reaktionsgeschwindigkeit der Kamera steht ebenfalls auf der Habenseite. Die saubere Verarbeitung und das robuste Gehäuse komplettieren den positiven Gesamteindruck.
Insgesamt ist die Annke NC800 also für alle empfehlenswert, die auf der Suche nach einer leistungsfähigen PoE-Überwachungskamera mit 4K-Auflösung (Bestenliste) und smarten KI-Funktionen sind.
Panoramaaufnahmen auch nachts: Das verspricht die Argus 4 Pro dank ihres lichtstarken Doppel-Objektivs. Wie gut das funktioniert und was sie sonst noch zu bieten hat, zeigt der Testbericht.
Panoramaaufnahmen auch nachts: Das verspricht die Argus 4 Pro dank ihres lichtstarken Doppel-Objektivs. Wie gut das funktioniert und was sie sonst noch zu bieten hat, zeigt der Testbericht.
Reolink bringt mit der Argus 4 Pro eine 4K-Überwachungskamera (Bestenliste), die ein besonders lichtstarkes Dual-Objektiv mit einer Brennweite von 4 mm bietet und damit auch bei Dunkelheit farbige Aufnahmen ermöglicht. Das Hinzuschalten der integrierten weißen LEDs soll damit nur im Ausnahmefall für eine farbige Nachtsicht nötig sein. Die maximale Auflösung des 1/1.8-Zoll-Sensors beträgt 5120 × 1440 Pixel bei höchstens 15 Bilder pro Sekunde (fps).
Wie die Reolink Duo 3 (Testbericht) setzt die Argus 4 Pro Bilder aus zwei Linsen zusammen und sorgt damit für ein 180° breites Sichtfeld. Doch anders als die Duo 3, die per PoE oder Netzteil mit Strom versorgt wird, bietet die Argus 4 Pro einen 5000 mAh starken Akku. Damit lässt sich die 400 g schwere Überwachungskamera relativ flexibel positionieren. Einziges Limit dabei ist die Reichweite des heimischen WLAN-Netzwerks, wobei Anwender zwischen 2,4- und 5-GHz-Netzen wählen können.
Die Panorama-Überwachungskamera verkauft Reolink einzeln oder in Kombination mit einem 6-W-Solarpanel, das mithilfe weniger Sonnenstunden den Ladestatus des Akkus konstant hält. So muss man im günstigsten Fall die Kamera nicht manuell laden. Mit Solarpanel kostet die Argus 4 Pro regulär 200 Euro. Aktuell ist sie bei Ebay mit Rabattcode für 141 Euro im Angebot.
Wie gut die Nachtaufnahmen ohne Zusatzbeleuchtung sind und wie die Überwachungskamera ansonsten zu bieten hat, verrät unser Testbericht.
Die etwa 400 Gramm schwere Argus 4 Pro ist wetterbeständig nach IP66 und im Temperaturbereich zwischen –10 °C und 55 °C einsatzfähig. Die Kameratechnik steckt in einem weißen Gehäuse, das mit den Abmessungen 12,8 × 8,7 × 8,0 cm relativ kompakt ausfällt. An der Gehäuseunterseite befindet sich der PIR-Sensor, der auf die Infrarotstrahlung von Menschen oder Tieren reagiert und so Fehlalarme durch umherfliegende Blätter oder Insekten verhindert.
An der Unterseite des PIR-Sensors, der gleichzeitig auch als Standfuß fungiert, befinden sich hinter einer Gummiabdeckung microSD-Card-Slot sowie Einschalt- und Reset-Taste. Mit dem Standfuß kann man die Kamera auch leicht in Innenräumen, etwa in einem Regal, verwenden. Für den Außenbereich ist allerdings der Einsatz der mitgelieferten Halterung empfehlenswert, die an der Rückseite des PIR-Sensors in ein Gewinde geschraubt wird. Damit kann man die Argus 4 Pro an einer Wand mithilfe der im Lieferumfang befindlichen Schrauben und Dübeln montieren. Als alternative Befestigungsmöglichkeit können Anwender auch den mitgelieferten Haltegurt verwenden und die Kamera damit etwa an einer Säule oder an einem Baum montieren (siehe Bildergalerie).
Mit Strom wird die Argus Track über einen integrierten und nicht austauschbarem Akku mit einer Kapazität von 5000 mAh Stunden versorgt. Der soll eine Betriebszeit je nach Nutzung zwischen einer und vier Wochen ermöglichen. Hinten am Standfuß gibt es eine USB-C-Schnittstelle, über die der Akku geladen wird. Bei unserem Testexemplar war der Akku im Auslieferungszustand zu etwa 60 Prozent geladen. Nach der Aufladung per USB-C-Netzteil haben wir für den Betrieb im Außenbereich das mitgelieferte 6-W-Solarpanel daran angeschlossen. Mit ein paar Sonnenstunden pro Tag hält dieses den Akkustatus auf konstantem Niveau. Dank des fast vier Meter langen Verbindungskabels sollte die optimale Ausrichtung des Solarpanels in der Praxis kein Problem sein.
Durch den Akkubetrieb ist man bei der Montage etwas flexibler, sofern sich die Kamera im Empfangsbereich des heimischen WLANs (2,4 und 5 GHz) befindet. Doch man muss dadurch auch einige Kompromisse eingehen. So erlaubt die Argus 4 Pro lediglich eine ereignisbasierte, aber keine kontinuierliche Aufzeichnung von Videos. Aufgrund der Stromversorgung per Akku kann die Überwachungskamera zudem nicht an Reolink NVR-Lösungen angebunden werden. Und wegen des fehlenden Onvif-Supports (Ratgeber) lässt sie sich auch nicht an ein NAS wie Synology Surveillance Station (Ratgeber) oder an Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro oder Home Assistant koppeln.
Zur Speicherung von Videos bietet die Argus4 Pro einen microSD-Card-Slot, der kompatibel zu Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 128 GB ist. Im Test hat die Kamera aber auch mit einer 512 GB großen microSD-Karte von Sandisk funktioniert. Als alternative Speichermöglichkeit steht außerdem die Reolink-Cloud zur Verfügung. In Deutschland werden die Daten in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main gespeichert. Das kostenlose Basis-Abo bietet eine Kapazität von 1 GB und einen Videoverlauf für bis zu sieben Tage für eine Kamera. Das Standard-Abo kostet 4,19 Euro und bietet 30 Tage Cloud-Speicherung mit 30 GB für bis zu fünf Kameras. Mehr Leistung bietet das Premier-Abo für 8,29 Euro, das 80 GB Speicherplatz für bis zu zehn Kameras.
Die Inbetriebnahme der Argus 4 Pro erfolgt entweder mit der Desktop-Anwendung, die für Mac OS und Windows vorliegt oder mit der mobilen Reolink-App, die auch für Tablets optimiert ist (siehe Bildergalerie).
Die Batterielaufzeit können Anwender verlängern, indem sie den Betrieb der Kamera auf für sie wichtige Zeiten limitieren. Hilfreich ist auch, wenn man den Überwachungsbereich sowie die Alarmierung auf bestimmte Objekte begrenzt. Hierfür stehen in der Reolink-App sowohl in der mobilen als auch in der Desktop-Variante entsprechende Optionen in Abschnitten Kamera – Alarm-Einstellungen und Überwachen – Aufnahme bereit. Dort können Anwender etwa Bewegungszonen definieren, in denen kein Alarm ausgelöst wird oder die Bewegungserkennung auf bestimmte Objekttypen wie Personen, Fahrzeuge oder Haustiere begrenzen.
Für einen datenschutzkonformen Einsatz der Kamera, wenn diese auf ein fremdes Grundstück oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet ist, können Anwender über Einstellungen – Display – Privatsphärenmaske bis zu acht Zonen definieren, die von der Aufnahme ausgeschlossen respektive geschwärzt werden. Etwas unpraktisch ist allerdings, dass sämtliche dieser Kennzeichnungen gelöscht werden, wenn man noch einen Bereich hinzufügen möchte.
Alarme verschickt die Argus 4 Pro nicht nur per Pushnachricht auf das Smartphone des Anwenders. Auch eine E-Mail-Benachrichtigung und ein FTP-Upload sind möglich. Dabei unterstützt Reolink auch eine verschlüsselte Übertragung auf einen FTP-Server. Im Test hat das mit einem FTP-Server auf einer Synology-NAS einwandfrei funktioniert. Bei E-Mail-Konten mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung muss man ein App-Passwort erstellen. Im Test mit einem Gmail-Konto gibt es dabei keine Probleme (siehe auch Bildergalerie).
Alarme erreichen den Nutzer zeitnah. Fehlalarme sind dank der Differenzierung zwischen Mensch, Tier und Fahrzeugen im Test keine aufgetreten.
Die Bildqualität der Videos mit einer Auflösung von 5120 × 1440 oder 1536 × 432 Pixel bei 15 Frames pro Sekunde (fps) ist insgesamt gut. In der Regel liefert die Kamera detailreiche und scharfe Bilder mit einem ausreichenden Kontrast. Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht oder einem hohen Dynamikumfang kämpft sie aber teilweise mit ungenauer Belichtung, was in der Preisklasse allerdings der Standard ist. Nur teurere Profi-Kameras wie die Annke NCD800 (Testbericht) bieten zahlreiche Bildverbesserungstechniken, die sich zudem abhängig von der Tageszeit für eine optimale Bilddarstellung aktivieren lassen.
Dank des lichtstarken Objektivs mit F1.0-Blende zeichnet die Kamera auch nachts Videos in Farbe auf. Die Bildqualität ist dabei gut, aber nicht überragend. Im direkten Vergleich mit der Annke NCD800 muss man ein paar Kompromisse eingehen: So sind die Bilder nicht ganz so hell und teilweise verrauscht (siehe auch Bildergalerie).
Eine schwarz-weiße Nachtsicht auf Basis von Infrarot-LEDs hat die Argus 4 Pro nicht zu bieten. Stattdessen können Anwender die integrierten weißen Spotlight-LEDs dazuschalten, um ein besseres Bild zu erhalten. Allerdings ist die Ausleuchtung nicht ganz so homogen wie bei Varianten mit stärkeren Spotlights, wie der 2000 Lumen hellen Eufy Floodlight Cam E340 (Testbericht).
Die Reolink Argus 4 Pro lässt sich auch mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa bedienen. In Verbindung mit einem smarten Display (Ratgeber) können Anwender den Kamera-Livestream auf ein kompatibles Gerät wie Nest Hub oder Echo Show ausgeben. Allerdings ist der zeitliche Versatz mit über 10 Sekunden relativ groß.
Ansonsten bietet Reolink keine weiteren Möglichkeiten, die Argus 4 Pro direkt in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro oder Home Assistant einzubinden. Auch zu Smart-Home-Diensten wie IFTTT ist sie inkompatibel. Das Gleiche gilt für den Standard Open Network Video Interface (Onvif, Ratgeber), den Reolink mit seinen akkubetriebenen Modellen nicht unterstützt. Das liegt in dem fehlenden Support durch Dritthersteller-Software für den Batteriebetrieb, teilt Reolink in seinem Support-Forum mit. Damit können Anwender die Argus 4 Pro standardmäßig nicht für Automatisierungen, etwa zum Aufbau eines umfassenden Alarmsystems, nutzen.
Allerdings ermöglicht der Reolink Home Hub für aktuell 88 Euro die Ausgabe eines RTSP-Streams von daran angeschlossenen Überwachungskameras. Damit kann man die Argus 4 Pro und auch andere kompatible Reolink-Überwachungskameras mit Akku in ein NAS und in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) wie Home Assistant integrieren.
Die Argus 4 Pro unterstützt wie alle Reolink-Kameras das Erstellen von Zeitrafferaufnahmen. Die Funktion steht allerdings nur in der App unter Einstellungen – Zeitraffer und nicht in der Desktop-Anwendung zur Verfügung. Sie bietet bereits einige Profile wie Wolkenbewegungen, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Baustelle und Öffnende Blüte. Man kann aber auch ein eigenes Profil anlegen. Zu beachten ist allerdings, dass die Funktion den Akku stark beansprucht.
Reolink verkauft die Argus 4 Pro inklusive Solarpanel regulär für 200 Euro. Das Modell ist in Schwarz und in Weiß erhältlich. Aktuell bekommt man sie auf Ebay mit Rabattcode für 141 Euro. Der Tiefstpreis der letzten sechs Monate lag bei 128 Euro. Der Reolink Home Hub kostet aktuell 88 Euro.
Mit der Reolink Argus 4 Pro steht nach der Reolink Argus Track die zweite batteriebetriebene 4K-Überwachungskamera für den Außenbereich mit Dual-Objektiv zur Verfügung. Sie bietet, wie von Reolink-Kameras gewohnt, einwandfreie Leistungswerte in puncto Konfiguration, Bedienung und Alarm-Benachrichtigung. Und auch die Darstellungsqualität weiß mit Einschränkungen, etwa bei Gegenlicht, zu überzeugen. Mit seinem lichtstarken Objektiv liefert sie auch nachts Aufnahmen in Farbe – ohne dass dafür die integrierten LED-Spotlights zum Einsatz kommen müssen.
Doch der Akkubetrieb ist auch mit Kompromissen verbunden. Diese betreffen nicht nur die Laufzeit, die in der dunklen Jahreszeit vom mitgelieferten Solarpanel nur unter günstigen Umständen verlängert wird, sondern auch andere Bereiche. Wer etwa ein NAS oder ein NVR-System verwendet oder Überwachungskameras gerne mit einer Smart-Home-Zentrale koppelt, wird mit der Argus Track mangels Kompatibilität nicht glücklich. Immerhin bietet Reolink mit dem 88 Euro teuren Home Hub eine Möglichkeit, angeschlossene Überwachungskameras in ein NAS und in Smart-Home-Systeme (Bestenliste) einzubinden.
Mit der Eufycam S3 Pro bietet die Anker-Marke Eufy seine erste Überwachungskamera mit einem besonders lichtstarken Objektiv. Dank 4K-Auflösung gelingen ihr Aufnahmen mit vielen Details. Was sie sonst noch kann, zeigt der Test.
Mit der Eufycam S3 Pro bietet die Anker-Marke Eufy seine erste Überwachungskamera mit einem besonders lichtstarken Objektiv. Dank 4K-Auflösung gelingen ihr Aufnahmen mit vielen Details. Was sie sonst noch kann, zeigt der Test.
Eufy setzt bei der Eufycam S3 Pro auf eine F1.0-Blende, sodass sehr viel Licht auf den 1/1.8" großen Sensor fällt. Damit sollen ihr farbige Nachtaufnahmen ohne Zuhilfenahme von LED-Zusatzleuchten gelingen. Eufy nennt diese Technologie Max Color Vision. Auch andere Hersteller von Überwachungskameras, die mit einer F1.0-Blende eine besonders leistungsfähige Nachtsicht realisieren, vermarkten entsprechende Modelle mit Begriffen wie Night Chroma (Annke), Color X (Reolink) oder Color Pro (TP-Link).
Wie das Vorgängermodell S330 nimmt die S3 Pro Videos mit bis zu 4K-Auflösung mit 3840 × 2160 Pixel bei maximal 15 Bildern pro Sekunde auf. Sogenannte 4K-Überwachungskameras (Bestenliste) bieten mehrere Vorteile: Je höher die Auflösung, desto detailreicher sind die Aufnahmen, sodass 4K-Modelle auch bei der digitalen Vergrößerung, sprich Zoom, mehr Reserven bieten als etwa Varianten mit Full-HD-Auflösung.
In puncto Erkennung kombiniert Eufy bei der S3 Pro einen radargestützten Sensor mit herkömmlicher PIR-Technik und will damit 99 Prozent der Fehlalarme reduzieren. Gegenüber dem Vorgängermodell Eufycam S330 (Testbericht) bietet die S3 Pro auch eine größere Solarfläche für das automatische Aufladen des 13 Ah starken Akkus. Im günstigsten Fall muss die S3 Pro also nicht mehr zum Laden an die Steckdose.
Videos speichert die Eufycam S3 Pro auf einem zentralen Speicher in Form der Homebase S380. Diese bietet eine Speicherkapazität von 16 GByte und kann einer 2,5-Zoll-Festplatte oder -SSD mit SATA-Schnittstelle um bis zu 16 TByte erweitert werden. Zudem integriert die Homebase S380 KI-Funktionen wie Gesichtserkennung, eine einheitliche Ereignisübersicht und fasst Aufnahmen von unterschiedlichen Kameras zusammen. Letztere Funktion nennt Eufy Cross-Kamera-Verfolgung. Damit erhalten Anwender einen Zusammenschnitt eines Ereignisses aus unterschiedlichen Kameraperspektiven. So kann man schneller erfassen, welchen Weg die Eindringlinge zurückgelegt haben. Und zu Homekit ist die S3 Pro inklusive Unterstützung von Secure Video auch kompatibel.
Wie gut die neue Eufycam 3 Pro in der Praxis funktioniert, zeigt der Testbericht.
Die Eufycam S3 Pro wiegt 534 Gramm und misst 69 × 82,4 × 143,5 mm. Damit ist sie etwas größer und schwerer als das Vorgängermodell S330, das auf 65 × 65 × 129 mm kommt und 420 Gramm wiegt. Beides dürfte dem mit 13.000 mAh zu 9.400 mAh größeren Akku geschuldet sein. Das Sichtfeld fällt mit 112° horizontal, 60° vertikal und 135° relativ groß aus. Wie das Vorgängermodell ist die S3 Pro wetterfest nach IP67 und nach Angaben des Herstellers im Temperaturbereich von -20 Grad und 50 Grad Celsius einsetzbar.
Anders als die Eufycam 2 Pro bietet auch die S3 Pro keine magnetische Halterung mehr. Eufy empfiehlt, die Kamera in einer Höhe von zwei bis drei Metern zu montieren. Entsprechendes Befestigungsmaterial wie Dübel, Schrauben und Halterung ist im Lieferumfang enthalten.
Für die Einrichtung der Homebase muss man diese per Ethernet-Kabel mit dem heimischen Router verbinden. Später kann man sie auch per Wi-Fi mit diesem verbinden. Doch das sollte man vermeiden, da eine Ethernetverbindung stabiler ist.
Die Eufy-App ist reaktionsschnell und übersichtlich. Anwender dürften sich daher schnell zurechtfinden. In der unteren Menüleiste befinden sich Schaltflächen für Geräte, Ereignisse, AI-Edge, Sicherheit und Erkunden. Die Startseite (Geräte) listet sämtliche verwendeten Eufy-Kameras mit einem Vorschaubild des letzten Ereignisses respektive Livestream sowie relevante Informationen wie Energieversorgung, Netzwerkstatus und Anzahl registrierter Bewegungen auf.
Die Anzeigereihenfolge der Kameras können Anwender in den App-Einstellungen anpassen. Sie erlaubt außerdem eine Gruppensteuerung, mit der man, je nachdem, ob man zu Hause ist oder nicht, bestimmte Kameraeinstellungen wie Push-Benachrichtigungen oder Videoaufzeichnung aktivieren respektive deaktivieren kann. Diese Betriebsmodi können Anwender manuell festlegen oder per Geofencing bestimmen lassen. Für letzteres muss man der App aber einen dauerhaften Zugriff auf den Standort des Smartphones gewähren.
Unter Ereignisse finden Anwender sämtliche Videoaufnahmen der verwendeten Kameras mit Angaben zur Erkennung (Person, Haustier, Gesicht, Fahrzeug, Bewegung). Hat man mehrere Eufy-Kameras im Einsatz, kann diese Ansicht schnell unübersichtlich werden. Daher gibt es die Möglichkeit, Ereignisse nach Kamera, Ereignistyp, Erkennungsart, Speicherort des Videos und nach Favoriten filtern zu lassen.
Die Schaltfläche AI-Edge führt zu Informationen der in Verbindung mit der Homebase 3 eingeführten KI-Engine Bionic Mind. Dort lassen sich auch Gesichter in Form von Fotos hinzufügen sowie Einstellungen zur Cross-Kamera-Verfolgung vornehmen. Wird ein Gesicht von der KI identifiziert, kann aber nicht einer Person zugeordnet werden, kann man dies manuell erledigen. Somit wird die Funktion über die Zeit optimiert und arbeitet zuverlässiger.
Die Reichweite der Personenerfassung liegt zwischen zwei und acht Metern. Eine Gesichtserkennung erfolgt allerdings nur bis zu einer Entfernung von vier Metern und nur, wenn die Kamera möglichst große Teile des Gesichts erfassen kann. Bei Gesichtern, die in einem horizontalen Winkel von mehr als 45 Grad oder einem vertikalen Winkel von mehr als 30 Grad erfasst werden, funktioniert die Erkennung nicht zuverlässig. Entsprechend diesen Einschränkungen hat die Gesichtserkennung im Test einwandfrei funktioniert.
Während die Kamera bei der Bewegungserkennung zwischen Personen, Gesichtern, Haustieren und Fahrzeugen differenzieren kann, verschickt die App standardmäßig eine Benachrichtigung, sobald eine dieser Bewegungen erkannt wurde. Von Vorteil ist es daher, dass man Benachrichtigungen von Ereignissen mit bekannten Gesichtern in den Einstellungen der Homebase ausblenden kann.
Im Test hat ansonsten die Bewegungserkennung zuverlässig funktioniert. Die im Garten umherlaufenden Tiere wie Katze und Igel (siehe auch Bildergalerie) hat die Eufy-Lösung ohne Ausnahme als Haustier und nicht als Person identifiziert. Umgekehrt ist die Weste nicht ganz so weiß: Steht eine Person mit dem Rücken zur Kamera und wird von dieser nur die Frisur erfasst, „sieht“ die Kamera ebenfalls ein Tier. Allerdings sind derartige Fehlalarme prinzipbedingt eher selten und treten im Test auch mit Überwachungskameras anderer Hersteller auf.
Neben der Möglichkeit, einen Aktivitätsbereich für die Bewegungserkennung festzulegen, können Anwender außerdem noch sogenannte Datenschutzzonen definieren. Entsprechend konfigurierte Bereiche werden dabei geschwärzt (siehe auch Bildergalerie).
Dank eingebautem Mikro und bis zu 100 dB lautem Lautsprecher, der auch als Sirene fungieren kann, bietet die Eufycam S3 Pro auch eine Gegensprechfunktion. Wie üblich sollte man bauartbedingt aber keine Hi-Fi-Qualität erwarten. Den Zweck erfüllt sie aber: Beide Seiten können sich gut verstehen.
Ein Highlight ist der in der App integrierte Power Manager, der nicht nur Daten zur Erkennung liefert, sondern auch Informationen zum Akku und Solarladung bereitstellt. Und eine Diebstahlerkennung bietet die S3 Pro ebenfalls.
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
Die Bildqualität der Eufycam 3 Pro ist tagsüber bei guten Lichtverhältnissen ohne Fehl und Tadel. Bei Gegenlicht gelingt die Belichtung allerdings nicht immer optimal. Nachts liefert sie dank F1.0-Blende bei genügend Restlicht detailreiche und klare Aufnahmen. Allerdings kann sie diesbezüglich nicht mit der Annke NCD800 oder Annke NCBR800 nicht mithalten, sodass man bei zunehmender Dunkelheit die zusätzliche LED-Beleuchtung für farbige Aufnahmen oder die Infrarot-Beleuchtung für Aufnahmen in Schwarzweiß aktivieren muss (siehe auch Bildergalerie). Das kann man entweder manuell erledigen oder automatisch über die Option Bewegungsaktiviertes Licht. Damit die Helligkeit der LED-Beleuchtung nicht zu stark ausfällt, sollte man die Option Adaptive Helligkeit einschalten.
Eine Sprachsteuerung unterstützt die Eufycam S3 Pro über Amazon Alexa und Google Assistant. Im Test hat die Koppelung mit Alexa funktioniert, und der Livestream zeigt sich auf einem Echo Show 8 fast ohne Zeitversatz.
Wie alle mit Akku betriebenen Überwachungskameras unterstützt auch die Eufycam S3 Pro nicht den Onvif-Standard. Daher kann man sie in andere Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht) nicht ohne Weiteres integrieren. Für Home Assistant existiert allerdings eine Integration für Eufy-Überwachungskamera. Die Eufycam S3 Pro wird allerdings bisher nicht unterstützt. Da die S3 Pro aber einen RTSP-Stream auf Wunsch bereitstellt, gelingt eine Einbindung in Synology Surveillance Station (Testbericht). Allerdings bleibt die Auflösung dabei auf Full-HD begrenzt. Das Gleiche gilt für die offizielle Unterstützung für Homekit inklusive Secure Video (siehe auch Bildergalerie).
Die Eufycam S3 Pro kostet im Set mit zwei Kameras und einer Homebase S380 regulär 649 Euro. Aktuell ist das Set bei Tink für 589 Euro im Angebot. Im Set mit nur einer Kamera ist die Lösung für 340 Euro erhältlich. Wer schon eine Homebase S380 im Einsatz hat, bekommt die Eufycam S3 Pro einzeln für aktuell 226 Euro und im 2er-Set für 400 Euro.
Als Alternative zur S3 Pro bietet sich die Eufycam 3 (S330) an, die ebenfalls mit einer 4K-Auflösung aufwarten kann. Auf ein lichtstarkes Objektiv muss man allerdings verzichten. Doch dafür kostet sie im 2er-Set mit Homebase S380 auch nur 288 Euro.
Eufy bietet mit der Eufycam S3 Pro eine kabellose Überwachungskamera mit 4K-Auflösung, die über ein lichtstarkes Objektiv verfügt, das auch bei Dunkelheit in der Lage ist, farbige Videos aufzunehmen. Das gelingt aber nur bei genügend Restlicht. Bei zunehmender Dunkelheit ist der Einsatz der LED-Zusatzbeleuchtung nötig, um einwandfreie Bilder in Farbe zu erhalten. Alternativ kann man dafür auch die Infrarot-LEDs für Schwarz-Weiß-Aufnahmen nutzen. Insgesamt ist die Bildqualität gut, aber nicht so gut wie bei der Annke NCD800 oder Annke NCBR800.
Dafür ist die Eufy-App absolute Spitzenklasse. Sie bietet eine zentrale Ansicht von Ereignissen aller verwendeten Eufy-Kameras und liefert auch nützliche Statistiken zum Akkuverbrauch und zur Solarladung. Obendrein bietet sie mit der Cross-Kamera-Verfolgung eine Funktion, mit der bislang kein anderer Mitbewerber aufwarten kann. Im Test hat die Eufycam S3 Pro auch in puncto Bewegungserkennung überzeugt.
Leider ist das Set aus zwei Kameras und einer Homebase S380 mit aktuell 589 Euro nicht gerade günstig und die eingeschränkte Kompatibilität zu Smart-Home-Systemen ist ebenfalls zu bemängeln. Hier bietet Reolink mit seinem Home Hub, über den sämtliche daran angeschlossene Akku-Überwachungskameras per Onvif Anschluss an die Außenwelt finden, die klar bessere Lösung. Dafür gibt es bei Reolink keine Cross-Kamera-Verfolgung und auf eine zentrale Ansicht für erkannte Ereignisse muss man ebenfalls verzichten.
Mit der PoE-Überwachungskamera Annke NC500 gelingen farbige Nachtaufnahmen ganz ohne Zusatzbeleuchtung. Was das OEM-Hikvision-Modell sonst noch kann, zeigt der Test.
Mit der PoE-Überwachungskamera Annke NC500 gelingen farbige Nachtaufnahmen ganz ohne Zusatzbeleuchtung. Was das OEM-Hikvision-Modell sonst noch kann, zeigt der Test.
Unter Night Chroma (NC) vermarktet Überwachungskamerahersteller Annke besonders lichtstarke Modelle. Dabei reicht das Angebot von einfachen Kameras wie der NC500, über 4K-Varianten wie der NC800 (Testbericht) bis zu Ausführungen mit Doppelobjektiv wie der Annke NCD800 (Testbericht). Letztere sorgt für eine Panoramasicht mit einem Blickwinkel von 180° und kann damit sogar als Alternative für PTZ-Überwachungskamera (Bestenliste) dienen.
Die Annke NC500 ist der Nachfolger der NC400 (Testbericht) und löst diese als Einstiegsmodell der Night-Chroma-Serie ab. Sie ist als Turm- und klassische Bullet-Variante verfügbar. Der integrierte 1/3-Zoll-CMOS-Sensor zeichnet Videos mit maximal 3072 × 1728 Pixel und 20 fps auf. Bei 1920 × 1080 steigt die Bildrate auf 25 fps. Als Codec stehen neben H.264 auch die platz- und bandbreitensparende Varianten H.265 und H.265+ parat. Zur Verbesserung der Bildqualität unterstützt die Kamera Wide Dynamic Range (WDR) sowie Backlight- und Highlight Compensation (BLC, HLC), was besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen für klare und kontrastreiche Bilder sorgt (siehe Bildergalerie). Zudem bietet die Überwachungskamera eine digitale Rauschunterdrückung (3D DNR) zur Reduzierung von Bildrauschen und Fehlern bei der Farbmischung. Auf eine Gegensprechfunktion müssen Anwender bei der NC500 mangels Lautsprecher verzichten. Dafür kann sie dank Onvif-Kompatibilität auch mit Dritthersteller-Software wie Synology Surveillance Station (Testbericht) und Smart-Home-Systemen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht) betrieben werden. Anders als bei Cloud-gebundenen Überwachungskameras verbleiben die Daten dabei unter der Kontrolle des Anwenders (Ratgeber).
Mit Strom wird die Annke NC500 über das Netzwerkkabel (PoE) oder über ein 12-Volt-Netzteil (nicht im Lieferumfang) versorgt. Idealerweise ist für den Betrieb also ein PoE-Injector oder ein PoE-Switch nötig. Alternativ können professionelle Anwender die NC500 auch mit einem Netzwerkvideorekorder (NVR) und integrierten PoE-Ports verwenden (Ratgeber).
Mit Abmessungen von 76,6 × 76,6 × 164,4 mm fällt die Annke NC500 relativ kompakt aus. Trotzdem bringt sie mit 430 g ein ordentliches Gewicht auf die Waage. Das ist dem robusten Gehäuse aus Metall geschuldet, das tadellos verarbeitet ist. Gegenüber Wettereinflüssen ist die PoE-Überwachungskamera nach IP67 geschützt und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -30° und 60° Celsius einsetzbar. Das Objektiv mit einer Brennweite von 2,8 mm bietet ein horizontales Sichtfeld von 96°, vertikal sind es 52° und diagonal 113°. Obwohl die Blende mit F1.0 sehr lichtstark ist und bereits bei 0,001 Lux Videos auch nachts in Farbe aufzeichnet, bietet die Kamera noch eine zusätzliche LED für eine Ausleuchtung bei extremer Dunkelheit.
Im Lieferumfang ist neben einer englischsprachigen Kurzanleitung, einer Bohrschablone sowie drei Schrauben und Dübeln zur Befestigung noch ein wasserdichter Schutz für die Ethernetkabelverbindung enthalten.
Die Inbetriebnahme der Annke NC500 ist auf verschiedene Weise möglich, und zwar ohne sich beim Hersteller registrieren zu müssen. Entweder nutzt man dafür die mobile App Annke Vision, den Desktop-Client oder einen Browser. Am einfachsten gelingt das Set-up mit der mobilen App Annke Vision. Da es sich bei der Annke NC500 um ein OEM-Hikvision-Modell handelt, können Anwender auch das Tool SADP (Download) verwenden, um die Kamera am Desktop zu aktivieren. SADP identifiziert das Gerät samt IP-Adresse, wenn es am selben Router wie der Rechner angeschlossen ist. Anschließend kann man für Inbetriebnahme und Konfiguration neben dem Desktop-Client Guardian Vision (Windows, Mac OS) auch einen Browser oder die Hikvision-Anwendung IVMS 4200 (Windows, Mac OS) verwenden. Insgesamt ist die Inbetriebnahme einfach und nach wenigen Sekunden abgeschlossen (siehe auch Bildergalerie).
Anders als noch der Vorgänger NC400 differenziert die NC500 bei der Bewegungserkennung zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten. Mit der Begrenzung auf Personen haben wir im Test keine Fehlalarme registriert.
Wie Reolink-Überwachungskameras bietet die NC500 zahlreiche Benachrichtigungsmöglichkeiten. Push-Benachrichtigungen funktionieren nur in Verbindung mit der mobilen Anwendung Annke Vision, wenn man angemeldet ist. Ohne Annke-Konto kommen keine Pushbenachrichtigungen am Smartphone an. Ferner kann man sich noch per E-Mail oder einem FTP-Upload von einem Ereignis berichten lassen. Eine akustische Warnung am Gerät entfällt, da die Annke NC400 keinen Lautsprecher besitzt.
Von teureren Annke-Modellen wie FCD600 (Testbericht) oder NCD800 (Testbericht) bekannte Alarmmöglichkeiten wie Linienüberquerungserkennung oder Bereichseingangs-/-ausgangserkennung bietet die NC500 nicht. Aber über eine Sabotageüberwachung, wenn etwa das Objektiv verdeckt oder die Position der Kamera verändert wird, verfügt die NC500 genauso wie die teureren Varianten. Auch informiert sie über illegale Anmeldeversuche, wenn jemand versucht, sich über den Browser bei der Kamera erfolglos anzumelden.
Das absolute Highlight der Kamera ist die Bildqualität (siehe auch Bildergalerie). Egal, ob bei Gegenlicht oder bei Dunkelheit: Die Annke NC500 überzeugt tagsüber und auch nachts mit farbigen und kontrastreichen Videos. Bei Dunkelheit reicht das lichtstarke Objektiv in vielen Fällen für eine farbige Nachtsicht, ohne die LED an der Vorderseite aktivieren zu müssen. Dadurch lassen sich etwa Gesichter wesentlich leichter erkennen, da sie nicht von einer Zusatzbeleuchtung überbelichtet werden. Die Bildqualität ist allerdings abhängig, wie viel Restlicht zur Verfügung steht. Zur Not kann man den integrierten LED-Scheinwerfer (Spotlight) dazuschalten, sodass Aufnahmen klarer werden.
Die bereits in der Standardkonfiguration ausgezeichnete Bildqualität kann zudem noch mit verschiedenen Funktionen wie Belichtungseinstellungen, Tag/Nachtumschaltung, Gegenlichteinstellungen und Weißabgleich verbessert werden, sodass damit die Identifizierung erkannter Objekte bei schwierigen Lichtverhältnissen erleichtert wird. Allerdings können die bildverbessernden Funktionen wie Wide Dynamic Range (WDR), Backlight Compensation (BLC) und Highlight Compensation (HLC) in der Regel nicht gemeinsam genutzt werden und funktionieren nur, wenn die Belichtungszeit bei 1/25 oder niedriger liegt. Einen automatischen Bildparameterwechsel nach Monaten und Tageszeiten, was bei unterschiedlichen Tageslängen von großem Vorteil ist, unterstützt die Kamera, anders als die teureren Varianten FCD600 und NCD800, leider nicht.
Sämtliche bildverbessernden Funktionen können Anwender jedoch nur per Browser oder Desktop-Anwendung konfigurieren. Mit der Annke-Vision-App sind hingegen nur einige wenige Parameter wie Auflösung, Rauschunterdrückung, Datenrate und Video-Codec (H2.65 oder H.264) einstellbar. Insgesamt ist die Bedienung der Annke NC500 nicht so einfach wie bei anderen Überwachungskameras, etwa von Reolink oder Eufy. Das liegt weniger an der nur in Englisch vorliegenden Bedienoberfläche (nur die App ist größtenteils auf Deutsch), sondern an den vielen Konfigurationsoptionen, die zudem per Browser nur unter Windows zur Verfügung stehen. Während es für Mac OS noch einen Desktop-Client gibt, mit dem man die NC500 vollständig konfigurieren kann, muss man unter Linux einige Einschränkungen, wie die fehlende Anzeige des Livestreams, in Kauf nehmen.
Dank eines microSD-Card-Slots, der entsprechende Speicherkarten mit bis zu einer Größe von 256 GB unterstützt, speichert die Annke NC500 Videos und Bilder lokal. Alternativ können Anwender die Überwachungskamera auch mit Dritthersteller-Software wie Synology Surveillance Station nutzen, sodass Videos und Bilder zentral gespeichert werden und auch dann noch vorhanden sind, wenn jemand die Kamera stiehlt.
Während zahlreiche Consumer-Kameras, wenn überhaupt, nur rudimentäre Unterstützung zur Einbindung in Smart-Home-Zentralen bieten, sieht es bei der Annke NC500 dank Unterstützung des Onvif-Standards deutlich besser aus. So hat man etwa mit Homey Pro (Testbericht) Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen der Kamera und kann Automatisierungen auf Basis des Verbindungsstatus und sämtlicher Alarmmeldungen der Kamera einstellen. Unter Home Assistant kann man zudem noch auf den Livestream zugreifen. Über ein Standard-Hikvision-Profil lässt sich die NC500 auch in Synology Surveillance Station integrieren. Auf eine Steuerung per Sprache über digitale Assistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant muss man allerdings verzichten. Im Test hat zwar die Koppelung mit Amazon Alexa funktioniert, doch ein Livebild der Kamera wollte am Echo Show 8 nicht erscheinen.
Annke verlangt für die NC500 regulär 140 Euro. Aktuell ist sie für etwa 80 Euro im Online-Shop des Herstellers und bei Ebay für 74 Euro erhältlich. Für den professionellen Einsatz mit kontinuierlicher Aufnahme bietet Annke ein Set aus vier NC-500-Überwachungskameras mit 8-Kanal-NVR für 456 Euro im Angebot. Einen NVR mit vier PoE-Ports gibt es bereits für unter 90 Euro.
Als Alternative für die NC500 zeigen wir in folgender Tabelle weitere Überwachungskameras mit besonders lichtstarken Objektiven.
Die Annke NC500 ist für einen Preis von etwa 74 Euro ein No-Brainer, wenn es um farb- und kontrastreiche Nachtaufnahmen geht: Keine andere Überwachungskamera in dieser Preisklasse kann mit der Annke in dieser Disziplin mithalten. Die hervorragende Verarbeitungsqualität und das robuste Gehäuse stehen ebenfalls auf der Habenseite. Positiv ist auch, dass dank Onvif-Kompatibilität die Kamera zudem Anschluss an NAS-Systeme und Software von Drittherstellern findet. Wer Datenschutz schätzt, freut sich, dass man sich für die Nutzung der Hersteller-Anwendungen nicht registrieren muss. Eine Hersteller-App wird nicht einmal für den Betrieb der Kamera benötigt, ein Browser reicht aus.
Allerdings muss man mit der Annke NC500 auch auf einiges verzichten: Hierzu zählen eine Gegensprechfunktion und die Sprachsteuerung über einen digitalen Assistenten. Anders als bei den meisten Consumer-Überwachungskameras ist die Bedienung der NC500 nicht ganz so einfach.
Mit der CX810 bietet Reolink eine weitere lichtstarke Überwachungskamera, die eine sehr gute Nachtsicht bietet. Tagsüber verbessert die Unterstützung von HDR die Bildqualität erheblich. Was sie sonst noch kann, zeigt der Test.
Mit der CX810 bietet Reolink eine weitere lichtstarke Überwachungskamera, die eine sehr gute Nachtsicht bietet. Tagsüber verbessert die Unterstützung von HDR die Bildqualität erheblich. Was sie sonst noch kann, zeigt der Test.
Mit Color X bezeichnet Reolink seine Überwachungskameras mit einer besonders guten Nachtsicht. Diese bieten dank einer großen Blendenöffnung von F1.0 auch nachts eine farbige Nachtsicht, ohne dass eine zusätzliche Leuchte eingeschaltet werden muss.
Anders als die CX410, die eine Auflösung von 4 Megapixel bietet und Videos mit bis zu 30 fps aufzeichnet, sind es bei der CX810 8 Megapixel und 35 fps. Je höher die Wiedergaberate, desto klarer erscheinen Objekte.
Das Sichtfeld der CX810 beträgt horizontal 93,2° und vertikal 48,2°, was 111,6° diagonal ergibt. Wie gut die aktuell für 100 erhältliche Reolink CX810 in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Die 467 Gramm schwere Reolink CX810 ist wetterbeständig nach IP67 und damit für den Außeneinsatz geeignet, sofern die Temperaturen zwischen -10° und 50° liegen. Das runde Kameragehäuse mit einem Durchmesser von 6,7 cm besteht vollständig aus Metall und ist knapp 19 cm lang. Aus dem Gehäuse verläuft ein kurzes Kabel, das drei Anschlüsse (Strom, Ethernet, Reset) bietet. Da die Kamera PoE unterstützt, ist der Stromanschluss nur nötig, falls das vorhandene Ethernetkabel nicht mit einem PoE-Switch verbunden ist. Ein dafür nötiges 12-Volt-Netzteil befindet sich allerdings nicht im Lieferumfang. Am dritten Kabelausgang befindet sich eine Reset-Taste, mit der man die CX810 neu starten oder zurücksetzen kann. Dank integriertem Mikrofon und Lautsprecher stellt die Kamera auch eine Gegensprechfunktion zur Verfügung. Wie üblich ist die Klangqualität bauartbedingt nicht besonders hoch, erfüllt aber ihren Zweck.
Das 4-mm-Objektiv zeichnet Videos mit maximal 3840 × 2160 Pixel und 25 fps auf. Bei voller Auflösung kommt dabei der platzsparende Codec H.265 alias HEVC zum Einsatz. Mit den niedrigeren Auflösungen Balance mit 896 × 512 Pixel und Low mit 640 × 360 Pixel wird H.264 verwendet. Videos speichert die CX810 auf einer bis zu 256 GB großen microSD-Karte, die aber nicht zum Lieferumfang zählt. Optional ist auch eine zentrale Speicherung auf dem 100 Euro teuren Reolink Home Hub möglich.
Inbetriebnahme und Bedienung der Reolink CX810 können per Browser, App oder Desktop-Anwendung erfolgen. Die Bedienung ist somit sehr flexibel und man ist, anders als bei vielen Herstellern von Überwachungskameras, nicht nur auf eine App begrenzt. Browser und Desktop-Anwendung bieten außerdem eine nahezu identische Bedienoberfläche, sodass man sich schnell zurechtfindet, wenn man von der einen zur anderen Plattform wechselt. Auch bieten die genannten Bedienoptionen die gleichen Funktionen. Das war nicht immer so. Die Aufnahme von Zeitraffer-Videos war in der Vergangenheit nur mit der App möglich. Jetzt ist das auch per Browser und Desktop-Anwendung möglich.
Das einfache Set-up ist nach wenigen Minuten abgeschlossen (siehe auch Bildergalerie). Die Konfiguration der Kamera dauert aber etwas länger. Nicht weil sie schwierig wäre, sondern weil die Reolink sehr viele Parameter bietet.
Für Benachrichtigungen unterstützt Reolink nicht nur einen Push aufs Mobilgerät, sondern auch E-Mails sowie einen Upload auf einen FTP-Server. Will man sämtliche Funktionen nutzen, dauert es ein wenig, bis diese eingerichtet sind. Will man etwa die E-Mail-Benachrichtigung nutzen, muss gegebenenfalls ein App-Passwort eingerichtet werden, wenn das Konto über eine Zwei-Faktor-Autorisierung geschützt ist.
Benachrichtigungen über eine Bewegungserkennung können Anwender auf Personen, Tiere oder Fahrzeuge einschränken, sodass sie von Fehlalarmen durch umher fliegende Blätter verschont bleiben. Auch lassen sich Benachrichtigungen per Zeitplan einschränken (siehe auch Bildergalerie). Push-Benachrichtigungen erfolgen im Test zuverlässig und zeitnah.
Die Aufnahmen bei Tag sind dank Unterstützung von HDR hervorragend und mit der höchsten Auflösung von 3840 × 2160 Pixel auch sehr detailreich, die auch Reserven für die digitale Vergrößerung bietet. Die CX810 gehört zu einer der ersten Reolink-Überwachungskameras, die HDR-Support bietet.
Bei Nacht zeichnet sie Videos ebenfalls in Farbe auf. Das funktioniert aber nur, wenn genügend Restlicht vorhanden ist. Ist es stockdunkel, helfen vier weiße LED-Spotlights mit einer Leuchtkraft von bis zu 400 Lumen für farbige und klare Bilder. Im Unterschied zur CX410 müssen diese allerdings früher aktiviert werden. Der Grund ist einfach: Beide Kameras verwenden den gleichen Sensor, sodass die Lichtausbeute bei höherer Auflösung bei der CX810 geringer ausfällt. Infrarot-LEDs für Nachtaufnahmen in Schwarzweiß besitzt die CX810 nicht.
Die Reolink CX810 können Anwender auch per Sprache über Google Assistant und Amazon Alexa steuern. In Verbindung mit einem smarten Display (Ratgeber) kann man den Kamera-Livestream auf ein kompatibles Gerät wie Nest Hub oder Echo Show respektive Echo Hub ausgeben. Im Test gelingt die Ausgabe des Livestreams auf einen Echo Show 8 allerdings nur mit einem zeitlichen Versatz von 11 Sekunden. Das ist nicht unüblich, funktioniert aber mit Modellen der Amazon-Tochter Ring nahezu in Echtzeit.
Mit der Unterstützung von Onvif (Open Network Video Interface) können Anwender die CX810 auch in kompatible Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant (Testbericht) und Homey Pro (Testbericht) einbinden. Unter Home Assistant haben sie zudem die Möglichkeit, über das Add-on Frigate einen leistungsfähigen Netzwerkvideorekorder umzusetzen. Die Integration in Home Assistant ermöglicht sogar, Firmware-Updates durchzuführen (siehe auch Bildergalerie).
Im Test hat auch die Ansteuerung mit Dritthersteller-Lösungen funktioniert. So lässt sich die Reolink CX810 etwa problemlos in Synology Surveillance Station einbinden.
Die Reolink CX810 kostet regulär 120 Euro. Aktuell ist sie bei Amazon mit einem 30-Euro-Rabatt für 90 Euro im Angebot. Und wer die 4K-Überwachungskamera mit dem Reolink Home Hub koppeln möchte, muss dafür weitere 80 Euro investieren.
Mit der CX810 bietet Reolink eine 4K-Überwachungskamera, die dank PoE/Ethernet-Verkabelung deutlich reaktionsschneller als WLAN-Pendants ist. Der Livestream wird zügig dargestellt und funktioniert zuverlässig. Dank HDR-Unterstützung liefert die Reolink CX810 eine erstklassige Bildqualität, die auch durch Gegenlicht nicht beeinträchtigt wird. Zudem können Anwender die CX810 dank Onvif-Support einfach mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station steuern oder in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant einbinden.
Die Bildqualität bei Dunkelheit gelingt ihr ohne Zusatzbeleuchtung allerdings nicht so gut wie der Reolink CX410. Auch deutlich teurere Lösungen wie die Annke NC800 bieten eine bessere Bildqualität bei Nacht.
Insgesamt überzeugt die Reolink CX810 im Test aber mit einer hervorragenden Bildqualität bei hellen Bedingungen. Außerdem lässt sie sich per Browser, App und Desktop-Anwendungen flexibel und einfach bedienen und relativ einfach in Smart-Home-Systeme integrieren.
Die PoE-Überwachungskamera Reolink CX410 bietet eine farbige Nachtsicht, eine smarte Bewegungserkennung und noch viel mehr. Was sie sonst kann, zeigt unser Test.
Die PoE-Überwachungskamera Reolink CX410 bietet eine farbige Nachtsicht, eine smarte Bewegungserkennung und noch viel mehr. Was sie sonst kann, zeigt unser Test.
Überwachungskameras mit fester Ethernet-Verkabelung bieten gegenüber WLAN-Modellen entscheidende Vorteile: Die Verbindung ist wesentlich stabiler und leistungsfähiger. Der Livestream steht auch mit hoher Auflösung und Datenrate sofort parat und auch der Zugriff auf vergangene Ereignisse gelingt deutlich schneller und zuverlässiger.
Praktisch ist obendrein, dass die Ethernet-Verbindung zudem die Energieversorgung übernehmen kann (PoE, Power over Ethernet). Da eine PoE-Verkabelung allerdings in bestehenden Objekten aufwendig sein kann, kommen PoE-Überwachungskameras vorwiegend im professionellen Umfeld zum Einsatz. Bauherren, die eine spätere Überwachung ihrer Immobilie in Betracht ziehen, sollten auf eine bedarfsgerechte PoE-Verkabelung achten.
Die Unterstützung von Onvif (Themenschwerpunkt) bei fast allen PoE-Überwachungskamera ist ein weiterer Vorteil: Dadurch können Anwender PoE-Varianten von Dritthersteller-Software wie einer Synology-NAS (Ratgeber) auch ohne Internetzugang und Hersteller-App (Ratgeber) lokal steuern, während man bei akkubetriebenen WLAN-Überwachungskameras darauf verzichten muss.
Die genannten Vorteile hat auch die neue PoE-Überwachungskamera Reolink CX410. Sie bietet aber mit einem besonders lichtstarken Objektiv mit einer Blendenöffnung von f/1.0 und einer Brennweite von 4 mm ein weiteres Highlight. Denn damit macht sie im wahrsten Sinne des Wortes die Nacht zum Tag – ganz ohne den Einsatz von zusätzlicher Beleuchtung in Form von hell leuchtenden weißen LEDs oder Infrarot-LEDs nimmt sie auch bei Dunkelheit Videos in Farbe auf. Dabei zeichnet der 1/1,8" große Sensor Videos mit bis zu einer Auflösung von 2560 × 1440 bei bis zu 30 fps auf. Letztere sorgen auch bei schnellen Bewegungen für eine relativ detailreiche Aufnahme. Andere Überwachungskameras, auch Modelle von Reolink, begnügen sich hingegen häufig mit 25, 20 oder 15 fps. Schnelle Bewegungen erfassen sie somit deutlich unschärfer.
Zudem integriert die Reolink CX410 eine Zwei-Wege-Kommunikation, sodass Anwender die Kamera auch als Gegensprechanlage nutzen können. Um Fehlalarme zu reduzieren, bietet sie überdies eine smarte Objekterkennung, die zwischen Menschen, Tieren und Fahrzeugen differenziert. Die lokale Aufzeichnung von Videos realisiert sie mithilfe einer bis zu 256 GByte großen microSD-Karte, die allerdings nicht zum Lieferumfang gehört. Anwender können die Reolink CX410 zudem mit einem Network Video Rekorder (NVR) oder einer Dritthersteller-Lösung wie einer NAS betreiben und aufgezeichnete Videos zentral und lokal abspeichern. Wie gut die Reolink in der Praxis funktioniert und was sie sonst noch zu bieten hat, zeigen wir in folgendem Testbericht.
Die in einem runden Metallgehäuse (Bullet) mit einem Durchmesser von 67 und einer Länge von 187 mm gehaltene CX410 ist nach IP66 gegenüber Staub und starkem Strahlwasser unempfindlich. Sie bringt 480 Gramm auf die Waage und ist laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -10° und 50° Celsius und einer Luftfeuchte zwischen 10 und 90 Prozent einsatzbereit. Reolink bietet für die CX410 zwei Jahre Garantie.
Der Lieferumfang enthält neben der Kamera noch Netzwerkkabel, Montageplatte sowie Lochschablone und Schrauben und Dübel zur Befestigung. Gegen das Eindringen von Wasser an der Verbindungsstelle zwischen den Netzwerkkabeln liegt auch eine wasserfeste Hülle inklusive Gummidichtungen bei. Neben dem 100-MBit/s-Ethernet Anschluss führen noch zwei weitere Kabel aus dem Gehäuse. Das eine bietet einen runden 12-Volt-Eingang für ein entsprechendes Netzteil (nicht im Lieferumfang), um damit die Kamera mit Strom zu versorgen, wenn sie nicht mit einem PoE-Switch/Injektor verbunden ist. Im anderen Kabel ist ein Reset-Knopf eingelassen, mit dem man die CX410 in den Auslieferungszustand zurücksetzen kann.
Die Inbetriebnahme erfolgt entweder mit der Reolink-App, die für iOS und Android vorliegt, dem Desktop-Client, der für macOS und Windows erhältlich ist oder mit einem Browser. Egal für welchen Weg man sich auch entscheidet, nach wenigen Minuten ist die Einrichtung abgeschlossen und die Kamera einsatzbereit (siehe auch Bildergalerie). Erfreulicherweise ist die Oberfläche der verschiedenen Bedienoptionen größtenteils identisch. Man muss sich also nicht umgewöhnen. Die Einstellungsoptionen sind logisch aufgebaut, sodass selbst unerfahrene Anwender mit der Einrichtung und den wichtigsten Kameraeinstellungen kaum Probleme haben dürften.
Um eine microSD-Karte einzusetzen, muss man die Abdeckung an der hinteren Gehäuseseite mit einem Schraubenzieher öffnen und ein entsprechendes Speichermedium in den microSD-Card-Slot einrasten (siehe auch Bildergalerie). Maximal sind Modelle mit einer Kapazität von bis zu 256 GByte unterstützt.
Das Sichtfeld der CX410 beträgt horizontal 89°, vertikal sind es 46°. Das ist etwas geringer als bei anderen Überwachungskameras und wahrscheinlich dem lichtstarken Objektiv geschuldet. Zum Vergleich: Die 4K-Kamera Reolink 811A bietet mit 105° horizontal und 55° vertikal ein größeres Sichtfeld.
Die Einstellungen der Kamera erreichen Anwender über das Zahnradsymbol. Dabei stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung. So kann man etwa unter Display die Qualität der Aufnahme und des Livestreams für die Betriebsarten Klar und Flüssig in Bezug auf Auflösung, Bildrate (fps) und maximale Bitrate (kbps) anpassen. Für Klar stehen neben der maximal möglichen Auflösung mit 2560 × 1440 noch 1080p zur Auswahl. Die Bitrate kann man auf 2, 4, 5 und 6 MBit/s einstellen und bei der Bildrate niedrigere Werte als standardmäßig 30 fps auswählen. Für die Option Flüssig lässt sich hingegen die Auflösung von 640 × 480 Pixel nicht verändern, wohl aber die Bild- und auch die maximale Datenrate. Im Livestream steht mit der Option Balanciert eine weitere Darstellungsmöglichkeit zur Verfügung, deren Parameter (896 × 512 Pixel, 20 fps) man jedoch nicht verändern kann. Zudem können Anwender den Bildrate-Modus von einer automatischen Anpassung auf konstant umstellen.
Mit diesen Einstellungsmöglichkeiten können Anwender die Reolink optimal auf unterschiedliche Situationen anpassen. Möchten diese etwa per Smartphone aus der Ferne auf die Kamera zugreifen, erfolgt die Übertragung trotz Ethernet-Verkabelung teilweise über Funk. Zu hohe Qualitätseinstellungen können dazu führen, dass das Funknetz überlastet und der Livestream unterbrochen wird. Steuert man die Reolink hingegen ausschließlich lokal über Ethernet, kann man sie mit den maximal möglichen Einstellungen betreiben, um somit die beste Bildqualität zu erreichen.
Um die Reolink CX410 datenschutzkonform zu betreiben, wenn sie etwa auf öffentliches Gelände oder ein fremdes Grundstück ausgerichtet ist, können Anwender unter Privatsphärenmaske drei Zonen definieren. Hier erfolgt dann keine Aufnahme, respektive dieser Bereich ist im Video geschwärzt (siehe auch Bildergalerie).
Im Abschnitt Alarm-Einstellungen können Anwender die Empfindlichkeit bei der Bewegungserkennung einstellen. Grundsätzlich unterscheidet die Kamera bei der Bewegungserkennung zwischen Menschen, Fahrzeuge, Haustieren und anderen sich bewegenden Objekte. Zudem lassen sich Alarme einschränken, indem man unter Bewegungszonen Bereiche für Personen, Fahrzeuge, Tiere und andere Objekte definiert, in denen keine Alarmierung erfolgen soll.
Unter Dimension des Objekts können Nutzer außerdem noch einen minimalen und maximalen Größenbereich für ein Objekt festlegen, außerhalb dessen kein Alarm erfolgt. Zur Feinjustierung von Alarmen kann man diese auf bestimmte Wochentage und Stunden eingrenzen. Eine jährliche Planung steht hingegen nicht zur Verfügung. Mit diesen Einstellungsmöglichkeiten treten im Test praktisch keine Fehlalarme auf.
Zeitnahe Benachrichtigungen zu Alarmen erfolgen per Pushbenachrichtigung und optional über E-Mail. Für letzteren Übertragungsweg lassen sich bis zu drei E-Mail-Adressen konfigurieren, wobei die erste mit Angabe des SMTP-Servers und Ports konfiguriert sein muss. Im Test hat das mit einem Gmail-Konto mit aktivierter Zwei-Faktor-Überprüfung aber nicht funktioniert. Ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung verläuft die E-Mail-Benachrichtigung problemlos. Einen Gerätealarm in Form einer Sirene gibt es ebenfalls. Allerdings ist diese mit gemessenen 80 dB direkt am Lautsprecher nicht ganz so laut. Zum Vergleich: Die Floodlight Cam 2 Pro (Testbericht) von Eufy bietet eine 100 dB laute Sirene.
Die Kamera zeichnet Videos nicht nur bei Bewegung oder kontinuierlich auf. Wer sie nicht zu Sicherheitszwecken verwendet, kann sie dank integrierter Zeitraffer-Funktion auch nutzen, um den Fortschritt beim Hausbau oder anderer Ereignisse zu dokumentieren. Für die Konfiguration empfiehlt die App je nach Verwendung unterschiedlich lange Intervalle.
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
heise bestenlisten
Wie von Reolink-Kameras (Themenwelt) gewohnt, reagiert die CX410 zügig auf Nutzereingaben, wenn sie vom Desktop aus per Client oder Browser gesteuert wird. Dank Ethernet-Verbindung erfolgt auch die Darstellung des Livestreams mit maximaler Auflösung und Datenrate nahezu verzögerungsfrei.
Der Zugriff von unterwegs ist allerdings nicht unproblematisch: Ein Internetanschluss mit einer niedrigen Uploadrate kann dafür sorgen, dass bei höchster Auflösung der Livestream ins Stocken gerät. Das ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal von Reolink-Überwachungskameras, sondern betrifft auch Modelle anderer Hersteller mit relativ hoher Auflösung. Reduziert man die Auflösung der Kamera, gibt es auch von unterwegs keine Probleme mit dem Livestream. Apropos unterwegs: Möchte man den Livestream der Kamera über das Mobilfunknetz abrufen, erscheint unter dem Play-Button der Hinweis „Abspielen über Mobilfunkdaten“. Diese Warnung ist angesichts der hohen Datenmengen einer 2K-Kamera und Nutzung eines Volumenvertrags sehr nützlich.
Die Aufnahmequalität ist in puncto Bild und Ton insgesamt gut und auch die Gegensprechfunktion funktioniert tadellos. Videos und Bilder sind dank 4-Megapixel-Auflösung bei Tag und bei Nacht detailreich und scharf. Die farbige Nachtsicht funktioniert ganz ohne Zusatzbeleuchtung, Aufnahmen sind teilweise aber verrauscht. Mit den 400 Lumen hellen Spotlights ist die Aufnahmequalität nachts hingegen ohne Fehl und Tadel.
Auf unserer Test-Terrasse mit elf Meter Breite war die Ausleuchtung in beiden Fällen einwandfrei. Tagsüber neigt die Kamera bei einem hohen Dynamikumfang dazu, helle Bereiche etwas überzubelichten. Immerhin erlauben die Bildeinstellungen, die standardmäßig auf Automatik stehen, durch eine manuelle Anpassung der Parameter Licht und Schatten dieses Problem etwas abzumildern. An die erstklassige Bildqualität der Annke-Kamera NCD800 (Test), die ebenfalls ohne Zusatzbeleuchtung eine farbige Nachtsicht bieten, reicht die Reolink aber nicht heran.
Über Amazon Alexa und Google Assistant können Anwender die Reolink CX410 auch per Sprache steuern. Hierfür wird allerdings ein Konto bei Reolink benötigt, das mit dem Amazon- oder/und Google-Konto gekoppelt werden muss. Dann ist es auch möglich, den Livestream der Kamera auf einem smarten Display (Ratgeber) wie Amazon Show oder Google Nest Hub wiederzugeben.
Dank Onvif-Support findet die Reolink CX410 auch Anschluss an entsprechend kompatible Smart-Home-Zentralen (Bestenliste). Unter Homey Pro (Test) ist die Einbindung wie auch bei anderen Onvif-Kameras (Ratgeber) nahezu perfekt. Zwar gibt es wie üblich nur ein Standbild statt eines Livestreams, aber dafür erfasst die Smart-Home-Zentrale Bewegungs- und Sabotage-Ereignisse, die Anwender für Automatisierungen nutzen können. Wer Home Assistant als Smart-Home-Zentrale verwendet, kann in Verbindung mit dem Add-on Frigate sogar einen leistungsfähigen Netzwerk-Video-Rekorder (NVR) aufbauen – zu einem Bruchteil der Kosten, die man ansonsten dafür ausgeben müsste.
Auch wird die Kamera von Onvif-kompatibler Software und auch von NAS-Systemen unterstützt. Im Test mit der Synology DS223 und der für die Plattform erhältlichen Surveillance Station hat der Zugriff auf die Reolink CX410 funktioniert. Der Onvif-Support garantiert außerdem den Weiterbetrieb der Reolink-Kamera, wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – vom Hersteller nicht mehr unterstützt wird.
Reolink verkauft die PoE-Überwachungskamera CX410 regulär für 120 Euro. Aktuell ist sie für 60 Euro erhältlich.
Die PoE-Überwachungskamera Reolink CX410 kann im Test nahezu in jedem Bereich überzeugen. Mit 2K-Auflösung und einer Bildrate von 30 fps liefert sie bei Tag und bei Nacht detailreiche und scharfe Aufnahmen. Die farbige Nachtsicht erreicht zwar nicht ganz die Qualität der Annke NCD800 (Testbericht), beeindruckend ist sie aber dennoch. Zudem kostet die CX410 auch nur ein Drittel.
Überzeugend sind auch die dank Onvif-Support vielseitigen Einsatzmöglichkeiten mit NAS- oder Smart-Home-Koppelung. Zudem bietet Reolink mit Zeitrafferaufnahmen ein Feature, das nur sehr selten bei Überwachungskameras zu finden ist und wenn, dann ist es meist nicht so einfach konfigurierbar wie bei dieser hier. Anwender können die Reolink außerdem vollständig lokal und sogar mit Dritthersteller-Software betreiben. Kosten für ein Cloud-Abonnement, wie bei Ring und Arlo üblich, fallen standardmäßig auch nicht an.
Abgerundet werden die sehr guten Leistungen der Hardware durch eine einfache Bedienung der Software, wobei man beim Wechsel von App zu Desktop-Client oder Browser eine einheitliche Bedienoberfläche vorfindet und sich somit bei der Bedienung nicht umgewöhnen muss. Wie bei allen PoE-Überwachungskameras muss man allerdings die Herausforderungen bei der Verkabelung meistern.
Die neue Überwachungskamera Tapo C325WB von TP-Link bietet ein lichtstarkes Objektiv und zahlreiche smarte Erkennungstechniken. Wie gut sie funktioniert, zeigt der Test.
Die neue Überwachungskamera Tapo C325WB von TP-Link bietet ein lichtstarkes Objektiv und zahlreiche smarte Erkennungstechniken. Wie gut sie funktioniert, zeigt der Test.
TP-Link integriert in der neuen Überwachungskamera (Bestenliste) Tapo C325WB mit einer Blende F1.0 ein besonders lichtstarkes Objektiv. Damit liefert die für den Außenbereich gedachte Überwachungskamera auch nachts eine farbige Nachtsicht mit einer detailreichen Darstellung. Das diagonale Sichtfeld beträgt üppige 127°. Einen optischen Zoom bietet sie zwar nicht, aber dafür erzeugt die mit WLAN- und Ethernetschnittstelle ausgestattete Überwachungskamera mit einer Auflösung von 2688 × 1520 Pixeln doppelt so scharfe Bilder wie Full-HD-Modelle. Und so kann auch der digitale Zoom noch mit brauchbaren Ergebnissen überzeugen.
Zudem unterstützt die Kamera den Onvif-Standard (Ratgeber), sodass sie sich komplett ohne Hersteller-App und Cloud lokal steuern lässt. Auch die Einbindung in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Home Assistant (Testbericht) oder Homey Pro (Testbericht) ist damit gewährleistet. Die Speicherung der Videos erfolgt auf einer bis zu 512 GByte großen microSD-Karte, optional steht dafür auch ein kostenpflichtiges Cloud-Abo parat. Und dank Onvif-Kompatibilität gibt es mit der Einbindung in ein NAS wie Synology Surveillance Station (Ratgeber) eine weitere Speicheroption.
Die in der Tapo C325WB integrierte KI kann bei der Bewegungserkennung zwischen Personen, PKWs und Haustieren differenzieren, was Fehlalarme reduziert. Auch eine Überschreitung einer virtuellen Linie registriert die Tapo C325WB und eine Manipulationserkennung bietet sie ebenfalls. Anwender können zudem Datenschutzzonen einrichten, sodass der ausgewählte Bildbereich geschwärzt wird. Das ist Voraussetzung für einen DSGVO-konformen Betrieb der Überwachungskamera, wenn sie auf fremde Grundstücke oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet ist.
Über die integrierte Gegensprechfunktion können Anwender mit Personen kommunizieren. Wie gut sich die nur etwa in der Praxis bewährt, zeigt unser Test.
Die Überwachungskamera Tapo C325WB ist nach IP66 vor Feuchtigkeit und Staub geschützt und zwischen -20° und 45 °C einsatzbereit. Der Lieferumfang der Überwachungskamera enthält Schrauben und Dübel zur Befestigung, wasserdichte Adapter für eine Ethernetverkabelung sowie ein 9-Volt-Netzteil. Eine Stromversorgung per PoE ist hingegen nicht möglich.
Vor der Inbetriebnahme sollte man zunächst den microSD-Card-Slot unterhalb des Objektivs mit einer passenden microSD-Karte befüllen. Die Einrichtung der Kamera erfolgt mit der Tapo-App, für die ein Nutzerkonto erforderlich ist. Ein Installationsassistent hilft beim Setup, das nach wenigen Minuten abgeschlossen ist (siehe auch Bildergalerie). Wird die Tapo C325WB per Ethernetkabel verbunden, schlägt der Installationsassistent trotzdem die Koppelung mit einem WLAN vor. Das hat den Vorteil, dass beide Verbindungsoptionen aktiv sind und die Kamera beim Entfernen des Ethernetkabels automatisch auf WLAN umstellt. Wird das Kabel anschließend wieder mit der Kamera verbunden, wechselt die Verbindung erneut auf Ethernet. Wenn man die Kamera hingegen nur per Wi-Fi einrichtet und steckt später ein Ethernetkabel an, muss man sie zurücksetzen, um die kabelgebundene Verbindung nutzen zu können.
Sollte es bei der Koppelung mit dem WLAN zu Problemen kommen, empfiehlt sich, wie bei allen Überwachungskameras, die wie die Tapo C325WB auf 2,4-GHz-WLANs beschränkt sind, das 5-GHz-Band des Routers vor der Inbetriebnahme temporär abzuschalten.
Bei der Bewegungserkennung kann die Tapo C325WB zwischen Personen, Fahrzeugen, Haustieren und anderen sich bewegenden Objekten unterscheiden. Im Test kommt es mit der standardmäßig aktivierten Bewegungserkennung allerdings häufig zu Fehlalarmen, durch etwa vom Wind bewegte Äste, Luftballons und andere Gegenstände. Erst nachdem wir die generelle Bewegungserkennung ausgeschaltet und nur für Personen aktiviert haben, registrieren wir keine Fehlalarme mehr. Aufnahmen von erkannten Bewegungen zeigt die App im Bereich Abspielen & Herunterladen mit einem entsprechenden Symbol je nach Erkennungsart übersichtlich an. Sie können ereignisbasiert nach einem Alarm oder kontinuierlich erfolgen.
Außerdem kann man die Bewegungserfassung über Aktivitätszonen einschränken, sodass Benachrichtigungen nur erfolgen, wenn eine Bewegung in einer der festgelegten Aktivitätszonen erfolgt.
Mit der Linienüberschreitungserkennung registriert die Tapo C325WB, wenn ein Objekt eine zuvor vom Anwender erstellte Linie überschreitet. Dabei erfasst die Kamera standardmäßig Überschreitungen von beiden Richtungen. Man kann die Erfassung aber auch auf eine der beiden Richtungen begrenzen. Eine Personenzählung bietet die Funktion allerdings nicht.
Die Alarmierungsmöglichkeiten der Kamera sind vielfältig und umfassen neben den klassischen Pushbenachrichtigungen auf das Smartphone auch Alarmtöne, die über den integrierten Lautsprecher an der Rückseite der Kamera erklingen. Zur Auswahl stehen dabei drei Alarmtöne. Man kann aber auch einen benutzerdefinierten Ton einstellen. Die Lautstärke könnte aber etwas höher ausfallen. Zusätzlich kann man den integrierten LED-Scheinwerfer (Spotlight) bei einem Alarm aufblinken lassen.
Nützlich ist die Möglichkeit, Benachrichtigungen nach Aktivitätstyp und Zeit einschränken zu können.
Die Steuerung über die App ist intuitiv und die Darstellung des Livestreams erfolgt zügig. In der Hauptansicht gibt es Schalter für das schnelle Aktivieren bestimmter Funktionen. Anwender können darüber die Tapo C325WB leicht deaktivieren (Privatsphärenmodus), den Alarm sowie die Etikettierung des Alarm auslösenden Objekts ein- und ausschalten (siehe auch Bildergalerie), sowie die Gegensprechfunktion aktivieren. Letztere bietet eine gute Qualität.
Um die Tapo C325BW in eine Smart-Home-Zentrale einzubinden oder per Dritthersteller-Software wie Synology Surveillance Station zu steuern, muss man unter Erweiterte Einstellungen ein Kamerakonto anlegen. Dadurch wird die Onvif-Kompatibilität aktiviert. Für die Integration in Home Assistant oder Homey Pro muss man neben der IP-Adresse der Überwachungskamera noch den entsprechenden Service-Port kennen, um die Kamera anzusteuern. Leider liefert weder die App noch das Handbuch diese Information. Erst in einer FAQ von TP-Link werden wir fündig. Für Onvif lautet dieser 2020 und für rtsp 554.
Leichter gelingt die Integration in Amazon Alexa und Google Home. Hier muss man lediglich den entsprechenden Skill verbinden, damit die Ausgabe des Livestreams etwa auf einem Amazon Echo Show erfolgen kann.
Der in der Kamera verbaute 1/1,79-Zoll große Sensor nimmt Bilder mit 2688 × 1520 Pixel (QHD) oder 720p bei 20 fps auf. Einen optischen Zoom bietet die Kamera nicht, sodass man mit der digitalen Vergrößerung vorliebnehmen muss. Dank der mit 4 Megapixel zu Full-HD-Überwachungskameras doppelt so großen Auflösung bietet die Tapo C325WB aber auch bei digitaler Vergrößerung noch akzeptable Ergebnisse (siehe auch Bildergalerie).
Und auch die Nachtsicht kann sich sehen lassen: Das lichtstarke Objektiv bietet bei abnehmender Helligkeit bis zu 0,0005 Lux farbige Aufnahmen. Bei stockfinsterer Nacht hilft dann der integrierte LED-Scheinwerfer für eine farbige Nachtsicht. Diesen können Anwender so konfigurieren, dass er sich automatisch einschaltet. Eine manuelle Aktivierung ist über die Liveansicht möglich.
Bei schwierigen Lichtverhältnissen kann es aber zu Fehlbelichtungen kommen. Auch dann gleicht das Spotlight diesen Mangel aus. Insgesamt ist die Bildqualität der Tapo C325BW hervorragend. Während tagsüber auch viele andere Modelle eine tolle Aufnahmequalität bieten, stellt die Tapo C325BW vor allem bei Nachtaufnahmen die Konkurrenz in den Schatten. Selbst die deutlich teurere Annke NCD800 (Testbericht) hat gegenüber der Tapo C325BW das Nachsehen (siehe auch Bildergalerie).
Allerdings verzichtet die Tapo C325WB auf die Nutzung des platzsparenden Codecs H.265 und zeichnet stattdessen Videos mit der Variante H.264 auf. Trotzdem erscheint der Livestream in der App nahezu verzögerungsfrei. Und nicht nur dort: Bei Bedarf ist dieser auch auf einem smarten Display wie Amazon Echo Show zu sehen.
TP-Link verkauft die Tapo C325WB zu einem regulären Preis von 120 Euro. Aktuell ist sie für knapp 80 Euro erhältlich.
Mit der Tapo C325WB bietet TP-Link eine leistungsfähige Überwachungskamera, die vor allem mit einer hervorragenden Nachtsicht aufwarten kann. Diese verdankt sie einem lichtstarken Objektiv, das in den meisten Fällen ganz ohne zusätzlichen Scheinwerfer für eine farbige und klare Darstellung sorgt. Nur bei stockfinsterer Nacht muss man für eine farbige Nachtsicht das integrierte Spotlight zu Hilfe nehmen.
Die Bewegungserkennung hat im Test einwandfrei funktioniert. Allerdings sollte man sie auf Personen, Haustiere und PKWs begrenzen, da es sonst zu Fehlalarmen durch vom Wind bewegte Objekten kommen kann. Auf der Habenseite stehen außerdem die flexible Netzanbindung per WLAN oder Ethernet, die leichte Bedienung und Inbetriebnahme, die zügige Darstellung des Livestreams in App und auf einem smarten Display wie Echo Show. Und dank Onvif-Support lässt sich die Tapo C325WB zudem in eine kompatible Smart-Home-Zentrale wie Homey Pro (Testbericht) oder Home Assistant (Testbericht) einbinden oder mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station (Ratgeber) betreiben.
Wer auf der Suche nach einer leistungsfähigen Überwachungskamera für den Außenbereich ist und diese lokal ohne Cloudanbindung betreiben möchte, liegt mit der TP-Link Tapo C225WB genau richtig.
Dennoch gibt es auch ein paar Kritikpunkte: Eine Stromversorgung per PoE wäre wünschenswert, sodass man dafür nicht auf die Nähe einer Steckdose angewiesen ist. Und die Ports für Onvif sollte TP-Link in der App hinterlegen und auch die Erstellung eines RTSP-Links kann man dort einbauen, sodass man nicht danach lange suchen muss. Schade ist auch, dass es keine Desktop-Anwendung zur Steuerung der Kamera gibt, auch ein Zugriff per Browser ist nicht möglich.
Die Ring Stick Cam Pro ist für innen und außen geeignet und bietet einen radargestützten Bewegungsmelder und HDR. Videos zeichnet sie in Full-HD auf. Dafür wird aber ein kostenpflichtiges Cloud-Abo benötigt.
Die Ring Stick Cam Pro ist für innen und außen geeignet und bietet einen radargestützten Bewegungsmelder und HDR. Videos zeichnet sie in Full-HD auf. Dafür wird aber ein kostenpflichtiges Cloud-Abo benötigt.
Die Überwachungskamera Stick Up Cam Pro ist Rings aktuelles Spitzenmodell. Sie gibt es mit Akku oder festem Stromanschluss in Schwarz oder Weiß. Beide Variante unterstützen gegenüber dem Standardmodell ohne „Pro“ HDR für besonders gute Aufnahmen mit hohem Dynamikumfang und bieten eine radargestützte Bewegungserfassung (Ratgeber). Letztere sorgt für eine präzisere Bewegungserkennung, unabhängig von Wetter- und Lichtbedingungen und ermöglicht eine neue Funktion, mit der Anwender auf Basis des Kartenmaterials von Mapbox Eindringlinge aus der Vogelperspektive beobachten können. Dank „Pre-Roll“ beginnt die Aufnahme sechs Sekunden vor einer Aktion.
Mit Lautsprecher und Mikrofon ausgestattet, bietet die Stick Up Cam Pro auch eine Gegensprechfunktion. Die Pro-Modelle filtern zudem Störgeräusche, sodass Stimmen deutlich verständlicher erklingen. Der Lautsprecher dient auch als Sirene, die bei einem Abstand von einem Meter eine Lautstärke von lauten 85 dB erreicht.
Wie bei Ring üblich speichert die Stick Up Cam Videos nur in Kombination mit einem kostenpflichtigen Cloud-Abo, das für 30 Tage kostenlos ist und danach, falls man das Abo verlängert, Kosten in Höhe von 4 Euro monatlich oder 40 Euro jährlich verursacht. Hat man mehrere Ring-Kameras im Einsatz, verteuert sich das Abo auf 10 Euro im Monat oder 100 Euro pro Jahr.
Wie gut die Stick Up Cam von Ring in der Praxis funktioniert, zeigt unser Testbericht.
Der Lieferumfang enthält neben der Kamera eine mehrsprachige Anleitung, sowie Schrauben und Dübel zur Montage. Ein obligatorischer Aufkleber, der Besucher über die Überwachung der Kamera informiert, liegt ebenfalls bei. Ebenso befindet sich ein kurzes USB-A auf Micro-USB-Ladekabel im Lieferumfang, mit der man den austauschbaren Akku laden kann. Dieser lädt aber auch, wenn man die Kamera mit einem USB-C-Kabel und einer USB-Stromquelle verbindet. Das kann ein USB-Netzteil oder eine USB-Steckdose (Ratgeber) sein.
Das zylinderförmige Gehäuse ist nach vorn abgeflacht und misst in der Höhe 15,4 cm bei einem Durchmesser von 7 cm. Unten am Gehäuse befindet sich ein verschraubbarer Standfuß, der zu allen Seiten beweglich ist, sodass man die Stick Up Cam Pro zur optimalen Ausrichtung leicht neigen kann. Die Kamera kann einfach ins Regal oder auf eine ebene Fläche gestellt werden. Eine Montage an Wand oder Deck ist ebenfalls möglich.
Das lichtstarke Objektiv sorgt auch nachts für farbige Aufnahmen. Eine zusätzliche LED besitzt die Überwachungskamera nicht. Mehr Informationen dazu bietet der Beitrag Top 5: Die besten Überwachungskameras mit perfekter Nachtsicht im Test.
Der Blickwinkel des Kameraobjektivs umfasst 140° horizontal und 80° vertikal. Insgesamt belaufen sich die Abmessungen der Ring Floodlight Cam Wired Plus auf 24,6 × 29,9 cm × 17,9 cm. Laut Hersteller ist sie in einem Temperaturbereich zwischen -20 und 48,5 °C einsetzbar. Sie ist witterungsbeständig, verfügt aber über keine offizielle IP-Zertifizierung.
Vor der Inbetriebnahme laden wir zunächst den Akku auf. Dafür öffnen wir das Gehäuse und entfernen das Plastikband zwischen Akku und den internen Anschlüssen. Die Inbetriebnahme erfolgt anschließend mit der Ring-App, für die ein Nutzerkonto erforderlich ist. Sie ist nach wenigen Minuten abgeschlossen. Gegenüber anderen Überwachungskameras dauert das Setup etwas länger, nicht weil es schwieriger ist, sondern weil Ring sich sehr viel Mühe gibt, die Funktionen der Kamera ausführlich zu erläutern. Das ist vorbildlich (siehe auch Bildergalerie).
In der Praxis hat die Stick Up Cam Pro zuverlässig funktioniert: Weder gab es Probleme mit der WLAN-Verbindung, noch mit dem Gerät als solchem. Es war jederzeit über die App oder auch per Browser (siehe auch Bildergalerie) nach Anmeldung über ring.com/users/sign_in steuerbar und hat auf Nutzereingaben zügig reagiert. Die App wirkt insgesamt aufgeräumt, in Teilbereichen allerdings etwas überladen. Das Dashboard bietet grundsätzlich eine gute Übersicht, aber die insgesamt elf Kacheln für weitere Bedienmöglichkeiten sind im Alltag etwas viel. Weniger wäre hier mehr.
Positiv ist die Geofence-Funktionalität, mit der Ring-Kameras etwa automatisch in den Schlummermodus versetzt werden, wenn man nach Hause kommt und so den Anwender nicht mit unnötigen Benachrichtigungen über die Aufnahme der eigenen Person belästigt. Praktisch ist auch die Möglichkeit, Ring-Kameras miteinander zu koppeln: Sobald eine Kamera einen Alarm ausgelöst hat, beginnen auch die anderen mit der Aufnahme. Da alle Ring-Kameras aber ohnehin bei Bewegung aufzeichnen und dank Pre-Roll auch nichts verpassen, verliert dieses Feature in unseren Augen etwas an Bedeutung.
Push-Benachrichtigungen erfolgen sowohl auf dem Mobilgerät als auch am Desktop über den Browser unverzüglich. Dabei kommt es im Test zu keinen Fehlalarmen, was für eine optimale Grundeinstellung der Kamera spricht. Falls es doch einmal zu Fehlalarmen kommen sollte, helfen die anpassbaren Bewegungszonen und der integrierte Assistent, der verständlich durch die relevanten Einstellmöglichkeiten wie Smart Alerts, Bewegungszonen, -empfindlichkeit und -häufigkeit führt und Erläuterungen für die jeweilige Einstellung liefert. Für Anfänger eine vorbildliche Vorgehensweise. Mit dem Schwärzen von zwei Bereichen können Anwender zudem den Schutz der Privatsphäre optimieren. Das ist für einen DSGVO-konformen Betrieb der Kamera wichtig, etwa wenn die Stick Up Cam Pro auf ein fremdes Grundstück oder öffentlichen Bereich ausgerichtet ist.
Die Darstellungsqualität der Videos ist bei Tagesaufnahmen für eine 1080p-Kamera gut. Den farbigen Nachtaufnahmen mangelt es hingegen etwas an Details und sie sind leicht grünstichig. Die Gegensprechfunktion funktioniert hingegen einwandfrei. Teilnehmer vor und hinter der Kamera sind gut zu verstehen.
Als Amazon-Tochter bietet Ring eine Integration für den hauseigenen Sprachdienst Alexa. Wer ein Amazon Echo Show verwendet, kann den Livestream der Kamera dort anzeigen lassen. Im Test klappt das einwandfrei, ohne dass es dabei zu Verzögerungen oder Unterbrechungen kommt. Andere Sprachassistenten wie Google Assistant und Apple Siri unterstützt die Ring-Kamera hingegen nicht.
Obwohl es keine frei verfügbare API von Ring gibt, können Ring-Geräte auch in andere Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) eingebunden werden. Entsprechende Lösungen existieren für einige Open-Source-Lösungen wie Home Assistant, für Smartthings (Testbericht) und für Homey Pro (Testbericht). Meist wird allerdings kein Livestream übertragen, sondern nur ein Standbild. Aber immerhin kann man Events des Bewegungsmelder für Automatisierungen nutzen.
Die Ring Stick Up Cam Pro gibt es mit Akku oder festem Stromanschluss in Schwarz und Weiß. Außerdem verkauft Ring die Akku-Varianten noch im Bundle mit einem Solarpanel. Regulär kostet die getestete Stick Up Cam Pro Akku 180 Euro. Aktuell ist sie für nur 90 Euro im Angebot. Zu diesem Preis gibt es auch die Variante mit festem Stromanschluss. Die Akku-Variante mit Solarpanel kostet regulär 240 Euro, derzeit ist sie für günstige 120 Euro erhältlich.
Zu diesem Betrag müssen Interessierte allerdings noch Kosten für das Cloud-Abo einkalkulieren. Pro Monat fallen dabei 4 Euro an. Wer das Abo für ein Jahr bucht, zahlt 40 Euro. Dadurch sinkt der monatliche Beitrag auf 3,33 Euro. Allerdings gilt das Abo nur für eine Überwachungskamera. Sind mehrere im Einsatz, lohnt das Plus-Abo, das monatlich 10 Euro kostet. Pro Jahr zahlt man 100 Euro, was einem Monatspreis von 8,33 Euro entspricht. Mit dem Plus-Abo können Kunden außerdem Ring-Alarm-Anlagen inklusive Mobilfunk-Reserve, falls das WLAN ausfällt, in Kombination mit den Überwachungskameras nutzen. Ohne Abo gibt es keine Personenerfassung und keine Speicherung von Videos. Wer das Cloud-Angebot von Ring nutzt, sollte in jedem Fall dieses mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (Heise-Ratgeber) absichern. Ansonsten könnte es zu ungebetenen Besuchen der ganz anderen Art kommen: Der Hacker im Smart Home: Amazons Ring-Kameras werden immer öfter gehackt.
Neben Angeboten zur Ring Stick Up Cam Pro zeigen wir in folgender Übersicht auch Alternativen aus unserer Bestenliste Top 10: Die besten kabellosen Überwachungskameras mit WLAN/LTE und Akku im Test.
Mit der Stick Up Cam Pro bietet Amazon-Tochter Ring eine hervorragende Überwachungskamera, die aktuelle für günstige 90 Euro im Angebot ist: Sie nimmt Videos zwar nur in Full-HD auf, dafür aber mit bis zu 25 FPS, einem riesigen Sichtfeld und farbiger Nachtsicht ganz ohne Zusatz-LED. Auch die Software weiß zu überzeugen: Dank der Assistenten gesteuerten Einrichtung ist die Inbetriebnahme auch für Anfänger ein Kinderspiel. Lob verdient auch der Zugriff per Browser, der längst nicht mit jeder Überwachungskamera möglich ist. Die Möglichkeit für standortbasierte Automatisierungen (Geofencing) sowie der reaktionsschnelle und stabile Betrieb stehen ebenfalls auf der Habenseite.
Allerdings gibt es ein für viele Anwender großes Aber: Ohne Cloud-Abo ist die Stick Up Cam Pro nicht sinnvoll einsetzbar. Man muss etwa auf Personenerkennung und der Speicherung von Videos verzichten. Der Einsatz der Ring-Überwachungskamera ist somit hauptsächlich für Anwender interessant, die sich an den Zusatzkosten für die Cloud nicht stören. Alle anderen finden interessante Alternativen in unserer Top 10: Die besten kabellosen Überwachungskameras mit WLAN/LTE und Akku im Test.
Auch die Integrationsmöglichkeit in Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro (Testbericht) oder Home Assistant (Testbericht) gibt Anlass zu Kritik. Denn diese ist nur über die Cloud, aber nicht lokal möglich. Wer an letzterem interessiert ist, sollte auf Modelle mit Onvif-Support achten. Mehr dazu bietet der Beitrag Überwachungskameras ohne Cloud: Keine monatlichen Kosten & mehr Datenschutz sowie unsere Onvif-Themenwelt.
Videos in Farbe aufzuzeichnen gelinkt der Annke NCPT500 auch nachts – und das ganz ohne Zusatzbeleuchtung. Was sie sonst noch kann, zeigt unser Test.
Videos in Farbe aufzuzeichnen gelinkt der Annke NCPT500 auch nachts – und das ganz ohne Zusatzbeleuchtung. Was sie sonst noch kann, zeigt unser Test.
Annke (Themenwelt) bietet als OEM-Hersteller von Hikvision hochwertige Überwachungskameras (Themenwelt) zu verhältnismäßig günstigen Preisen. Modelle aus der Night-Chroma-Serie wie die Annke NCD800 (Testbericht) sind mit einem besonders lichtstarken Objektiv und einer Blende f/1.0 ausgestattet, das den Überwachungskameras erlaubt, auch nachts Videos in Farbe aufzunehmen, ohne dass sie dafür Infrarot-LEDs oder andere Beleuchtungshilfen benötigen. Die Annke NCPT500 ist das jüngste Modell dieser Serie. Neben einem lichtstarken Objektiv bietet sie ein schwenk- und neigbares Objektiv mit einer Auflösung von bis zu 3072 × 1728 Pixel – gegenüber Full-HD-Varianten ist das eine Steigerung um das 2,5-fache. Zudem unterstützt sie dank Onvif-Support (Themenwelt) auch eine lokale Ansteuerung per Drittanbieter-Software wie Synology Surveillance Station (Ratgeber). Was die Annke NCPT500 sonst noch zu bieten hat, zeigt unser Testbericht.
Mit Abmessungen von 16,2 × 12,0 × 23,42 Zentimeter fällt die Annke NCPT500 wie andere PTZ-Überwachungskameras für den Außenbereich (Bestenliste) groß aus. Gehäuse und Halterung bestehen aus Kunststoff, hinterlassen aber einen stabilen Eindruck. An der Fertigungsqualität der 780 Gramm schweren PTZ-Überwachungskamera gibt es nichts auszusetzen. Gegenüber Wettereinflüssen ist sie nach IP66 geschützt und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -30° und 50° Celsius einsetzbar. Das Objektiv mit einer Brennweite von 2,8 mm bietet ein horizontales Sichtfeld von 105,7°, vertikal sind es 57,3° und diagonal 124,9°. Dank schwenk- und neigbarem Objektiv erfasst sie diagonal einen Bereich von bis zu 340° und vertikal zwischen -5° und maximal 105°. Eine automatische Bewegungsverfolgung wie die Reolink Trackmix Akku (Testbericht) oder die Ezviz C8W Pro 2k (Testbericht) bietet sie allerdings nicht. Immerhin können Anwender Positionen der Kamera abspeichern, sodass diese schnell erreicht werden (siehe auch Bildergalerie). Die PTZ-Steuerung ist reaktionsschnell und geht zügig zu Werke. Für einen Schwenk um 180° vergehen etwa sechs Sekunden. Die Geschwindigkeit für die manuelle Steuerung können Anwender anpassen.
Obwohl die Blende mit F1.0 recht lichtstark ist und bereits bei 0,001 Lux Videos auch nachts in Farbe aufzeichnet, bietet die Kamera zusätzlich noch zwei LEDs, die bei extremer Dunkelheit für eine klarere farbige Nachtsicht bis zu 30 Meter sorgen.
Im Lieferumfang ist neben einer englischsprachigen Kurzanleitung, einer Bohrschablone sowie Schrauben und Dübeln zur Befestigung noch ein wasserdichter Schutz für Ethernetkabelverbindungen sowie ein Inbusschlüssel enthalten. Letztere dient zur Befestigung der Halterung am Kameragehäuse.
Mit Strom wird die NCPT500 über Ethernet versorgt (PoE, 802.3af). Sie kann aber auch über ein optional erhältliches 12-Volt-Netzteil in Betrieb genommen werden. Dementsprechend verläuft aus dem Gehäuse ein etwa 25 cm langes Kabel mit einem PoE-Anschluss und einer 12-Volt-Buchse.
Bei der Inbetriebnahme zeigt sich die Annke NCPT500 sehr flexibel. Anwender können sie mithilfe eines Browsers, eines Desktop-Clients oder mit einer App einrichten, und zwar ohne sich beim Hersteller registrieren zu müssen. Am einfachsten gelingt das Setup mit der mobilen App Annke Vision oder mit dem Hikvision-Pendants Hik Connect.
Da die Annke NCPT500 kompatibel zu Hikvision-Kameras ist, können Anwender auch das Tool SADP verwenden, um die Kamera am Desktop zu aktivieren. Das Tool identifiziert die Kamera samt IP-Adresse, wenn sie am selben Router wie der Rechner angeschlossen ist. Anschließend kann man für Inbetriebnahme und Konfiguration neben des Desktop-Clients Annke Vision (Windows) auch einen Browser oder die Hikvision-Anwendung IVMS 4200 (Windows, macOS) verwenden. Bei Annke wird allerdings eine ältere Variante zum Download angeboten, sodass man am besten die Software bei Hikvision herunterlädt. Insgesamt ist die Inbetriebnahme einfach und nach wenigen Sekunden abgeschlossen (siehe auch Bildergalerie). In Verbindung mit einem Mac mit M1- oder M2-Prozessor können Anwender auch die für iOS vorgesehene mobile App Annke Vision verwenden.
Die in der Kamera integrierte Bewegungserkennung differenziert leider nicht zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten. Dadurch kommt es in der Praxis bedauerlicherweise zu vielen Fehlalarmen. Ist die Kamera etwa nahe Pflanzen positioniert, sorgen bereits wehende Blätter oder Äste für entsprechende Alarmierungen – selbst wenn die Empfindlichkeit auf die niedrigste Stufe eingestellt ist. Für die Praxis ist es also wichtig, dass vor dem unmittelbaren Erfassungsbereich der Kamera keine Pflanzen positioniert sind, die bei Wind Fehlalarme auslösen. Um Fehlalarme zu minimieren, sollte man zudem Alarmierungen auf selbst definierte Bewegungszonen begrenzen. Das kann man mit der App unter Einstellungen – Benachrichtigung – Einen Bewegungserkennungsbereich zeichnen erledigen.
Eine Alarmierung bei einer erkannten Bewegung erfolgt entweder über E-Mail oder Push. Eine akustische Warnung am Gerät über den integrierten Lautsprecher oder die Aktivierung der LED bietet die Annke NCPT500 nicht. Tonaufnahmen sind dank des integrierten Mikrofons möglich. Und auch als Gegensprechanlage lässt die Kamera verwenden. Die Sprachqualität geht in Ordnung, ist aber – wie bei allen anderen Überwachungskameras auch – bauartbedingt nicht von hoher Qualität. Aber für einen Informationsaustausch mit dem Paketboten oder anderen Personen reicht es allemal.
Von teureren Annke-Modellen wie FCD600 (Testbericht) oder NCD800 (Testbericht) bekannte Einstellmöglichkeiten wie Linienüberquerungserkennung, Bereichseingangs-/-ausgangserkennung oder Datenschutzzonen bietet die NCPT500 nicht. Für einen DSGVO-konformen Betrieb sollte sie also nicht auf das Nachbargrundstück oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet sein. Aber über eine Sabotageüberwachung, wenn etwa das Objektiv verdeckt wird, verfügt sie genauso wie die teureren Varianten. Auch informiert sie über illegale Anmeldeversuche, wenn jemand versucht, sich über den Browser bei der Kamera anzumelden.
Zur Speicherung von Aufnahmen bietet die Kamera an der Unterseite einen microSD-Card-Slot, der Speichermedien bis zu einer Größe 256 GByte unterstützt. Unter Einstellungen – Web Configuration – Storage – Schedule Settings können Anwender nach Tag und Zeit definieren, wie die Aufnahme (kontinuierlich oder bei erkannter Bewegung) erfolgen soll. Neben Videos kann die NCPT500 auch Bilder zu bestimmten Zeiten oder anlässlich eines Alarms aufzeichnen.
Zur Steigerung der Bildqualität bietet die NCPT500 die von anderen Annke- respektive Hikvision-Kameras gewohnten Funktionen: Dazu zählen Wide Dynamic Range (WDR), Backlight Compensation (BLC) und Highlight Compensation (HLC). Meistens kann man nur eine dieser Verfahren verwenden, um Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht zu verbessern. Außerdem stehen diese nicht zur Verfügung, wenn die maximal mögliche Belichtungszeit aktiviert ist. Erst bei kürzerer Belichtungszeit von 1/25 S funktionieren diese.
Vorkonfigurierte Bildparameter stehen unter Szene parat. Hier können Anwender zwischen Normal (Standardeinstellung mit BLC oben und HLC mit Level 50), Hintergrundbeleuchtung (WDR ein mit Level 50), Frontbeleuchtung und Schwachlicht auswählen. Letztere passen zur Verbesserung der Bildqualität die Parameter Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe an. Zudem stehen noch zwei Szenen für benutzerdefinierte Einstellungen zur Verfügung.
Die Funktionen zur Steigerung der Bildqualität können Anwender allerdings nur über den Zugriff per Browser oder der Desktop-Anwendung konfigurieren. Mit der Annke-App lassen sich nur einige wenige Parameter wie Auflösung, Videoqualität, Datenrate und Video-Codec (H.2.65 oder H.264) festlegen. Die verschiedenen Funktionen zur Steigerung der Bildqualität sind in der Praxis relevant und erleichtern die Identifizierung erkannter Objekte bei schwierigen Lichtverhältnissen.
Die Aufnahmequalität ist tagsüber hervorragend. An Schärfe, Kontrast und Farbdarstellung gibt es nichts auszusetzen und bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa Gegenlicht, kann man die vielfältigen Einstellmöglichkeiten zur Optimierung verwenden. Dank einer hohen Auflösung von 3072 × 1728 Pixel bieten die Aufnahmen auch beim Zoom noch Reserven. Nach Einbruch der Dunkelheit zeichnet die NCPT500 dank des lichtstarken Objektivs Aufnahmen weiterhin in Farbe auf, ohne dass sie dafür die integrierte Beleuchtungsoption in Form von weißen LEDs aktiviert. Mit zunehmender Dunkelheit nimmt die Qualität allerdings ab. Dann sind die Videos oft verrauscht und zeigen nicht mehr viele Details. Anwender sollten dann die zusätzlichen LEDs einschalten, um klarerer und detailreichere Aufnahmen zu erhalten. Das können sie über die bereits erwähnten Bildparametereinstellungen vornehmen, wobei sie je nach Tages-/Nachtzeit unterschiedliche Parameter definieren können, die die Kamera je nach Lichtintensität automatisch auswählt.
Dank PoE-Anbindung per Ethernetkabel gibt es anders als bei WLAN-Kameras im Test keinerlei Verzögerung bei der Darstellung des Livestreams, wenn der Client wie ein PC oder Mac ebenfalls per Ethernet angebunden ist. Minimal länger muss man auf den Livestream warten, wenn man per Smartphone über WLAN oder Mobilfunk auf den Livestream zugreift.
Dank Onvif-Unterstützung können Anwender die Annke NCPT500 sehr einfach in leistungsfähige Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Homey Pro (Testbericht) oder Home Assistant einbinden und für Automatisierungen nutzen. In Verbindung mit anderen smarten Sensoren (Ratgeber) ist so der Aufbau eines leistungsfähigen Alarmsystems möglich. Home Assistant unterstützt über das Plug-in Frigate sogar den Aufbau eines leistungsfähigen Netzwerk-Video-Rekorders. Alternativ kann man für letzteres aber auch Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station (Ratgeber) verwenden, in die sich die Annke NCPT500 mit dem Hikvision-Profil problemlos einbinden lässt.
Last but not least unterstützt die Annke außerdem die Ausgabe des Livestreams auf einem Echo Show. Allerdings funktioniert das in letzter Zeit nicht so zuverlässig wie gewohnt – unabhängig vom Hersteller der Überwachungskamera.
Regulär kostet die PoE-Überwachungskamera mit schwenk- und neigbaren Objektiv Annke NCPT500 130 Euro. Aktuell ist sie für rund 65 Euro im Angebot. Wer noch keinen PoE-Switch oder PoE-Injektor verwendet, muss dafür zusätzliche Kosten kalkulieren. Angebote zur NCPT500, zu weiteren Annke-Überwachungskameras und PoE-Switches haben wir in folgender Tabelle zusammengefasst.
Die Annke NCPT500 überzeugt im Test mit einer insgesamt ausgezeichneten Bildqualität. Tagsüber sind Aufnahmen detail- und kontrastreich und die Farben kräftig. Zwar zeichnet die Kamera auch nachts Videos in Farbe auf, bei geringem Restlicht empfiehlt sich allerdings die Aktivierung der integrierten LEDs, da Aufnahmen dann verrauscht sind und nur wenige Details bieten. In puncto farbige Nachtsicht erreicht sie also nicht ganz die Qualität der Annke NCD800 (Testbericht), die mit knapp 400 Euro aber auch deutlich teurer ist. Positiv ist auch, dass die Annke NCPT500 per Browser, Desktop-Client oder mobiler App gesteuert werden kann. Dank Onvif-Support lässt sie sich komplett lokal steuern und in Smart-Home-Zentralen oder Dritthersteller-Lösungen einbinden. Und auch die Gegensprechfunktion steht auf der Habenseite.
Leider bietet die integrierte Bewegungserkennung keine Differenzierung zwischen Menschen, Fahrzeugen und andere sich bewegenden Objekten. Im Test hat die Kamera selbst bei niedrigster Empfindlichkeit alarmiert, wenn sie etwa in der Nähe von Pflanzen positioniert war, deren Äste und Blätter vom Wind bewegt wurden. Das schränkt die Positionierung der Kamera etwas ein. Sind Äste und Blätter hingegen etwas weiter entfernt, gibt es keine Fehlalarme. Auch bietet sie keine automatische Bewegungsverfolgung und das Anlegen von Datenschutzzonen ist ebenfalls nicht möglich. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, erhält mit der Annke eine PTZ-Überwachungskamera, die hauptsächlich in puncto Bildqualität überzeugt und vollständig lokal gesteuert werden kann.
In Situationen, in denen weder eine Ethernet-Verkabelung noch eine Stromversorgung zur Verfügung steht, empfehlen sich WLAN- oder LTE-Überwachungskameras mit Akku. Wer sich dafür interessiert, findet in unserer Bestenliste Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test.
genügend Auswahl. Anwender, die nach lokal steuerbaren Überwachungskameras suchen, die ohne Cloud auskommen, finden weitere Informationen dazu in unseren Ratgebern Überwachungskameras ohne Cloud: Keine monatlichen Kosten & mehr Datenschutz und Synology Surveillance Station: NAS als Zentrale für Überwachungskameras im Test.
Mit der PoE-Überwachungskamera Annke NC400 wird die Nacht zum Tag. Farbige Nachtaufnahmen gelingen ihr mit einer Auflösung von bis zu 2560 × 1440 Pixel.
Mit der PoE-Überwachungskamera Annke NC400 wird die Nacht zum Tag. Farbige Nachtaufnahmen gelingen ihr mit einer Auflösung von bis zu 2560 × 1440 Pixel.
Unter Night Chroma (NC) vermarktet Überwachungskamerahersteller Annke besonders lichtstarke Modelle. Dabei reicht das Angebot von einfachen Kameras wie NC400, über 4K-Varianten wie NC800 bis zu Ausführungen mit Doppelobjektiv wie bei der Annke NCD800 (Testbericht). Letztere sorgt für eine Panoramasicht mit einem Blickwinkel von 180° und kann damit sogar als Alternative für PTZ-Überwachungskamera (Bestenliste) dienen.
Die Annke NC400 ist das Einstiegsmodell der Night-Chroma-Serie von Annke und als Turm- und klassische Bullet-Variante verfügbar. Der integrierte 1/2,7-Zoll-CMOS-Sensor zeichnet Videos mit maximal 2560 × 1440 Pixel und 20 fps auf. Als Codec stehen neben H.264 auch die platz- und bandbreitensparende Varianten H.265 und H.265+ parat. Zur Verbesserung der Bildqualität unterstützt die Kamera Wide Dynamic Range (WDR) sowie Backlight- und Highlight Compensation (BLC, HLC), was besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen für klare und kontrastreiche Bilder sorgen soll. Zudem unterstützt die Überwachungskamera (Themenwelt) eine digitale Rauschunterdrückung (3D DNR) zur Reduzierung von Bildrauschen und Fehlern bei der Farbmischung. Auf eine Gegensprechfunktion müssen Anwender bei der NC400 mangels Mikrofon und Lautsprecher verzichten. Dafür kann sie dank Onvif-Kompatibilität auch mit Dritthersteller-Software betrieben und an ein NAS angeschlossen werden. Mit Strom wird sie über das Netzwerkkabel (PoE) oder über ein 12-Volt-Netzteil (nicht im Lieferumfang) versorgt. Idealerweise ist für den Betrieb also ein PoE-Injector oder ein PoE-Switch nötig, während professionelle Anwender die NC400 zusammen mit einem Netzwerkvideorekorder (NVR) mit integrierten PoE-Ports betreiben.
Mit Abmessungen von 68,4 × 65,2 × 161,1 mm fällt die Annke NC400 relativ kompakt aus. Trotz der geringen Abmessungen bringt sie 438 Gramm auf die Waage. Das ist dem robusten Gehäuse aus Metall geschuldet. Die Verarbeitung ist tadellos. Die PoE-Überwachungskamera ist gegenüber Wettereinflüssen nach IP67 geschützt und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -30° und 60° Celsius einsetzbar. Das Objektiv mit einer Brennweite von 2,8 mm bietet ein horizontales Sichtfeld von 102°, vertikal sind es 54°. Obwohl die Blende mit F1.0 sehr lichtstark ist und bereits bei 0,001 Lux Videos auch nachts in Farbe aufzeichnet, bietet die Kamera noch eine zusätzliche LED für eine Ausleuchtung bei extremer Dunkelheit.
Im Lieferumfang ist neben einer englischsprachigen Kurzanleitung, einer Bohrschablone sowie drei Schrauben und Dübeln zur Befestigung noch ein wasserdichter Schutz für Ethernetkabelverbindungen enthalten.
Die Inbetriebnahme der Annke NC400 ist auf verschiedene Weise möglich, und zwar ohne sich beim Hersteller registrieren zu müssen. Entweder nutzt man dafür die mobile App, den Desktop-Client oder einen Browser. Am einfachsten gelingt das Setup mit der mobilen App Annke Vision. Da die Annke NC400 kompatibel zu Hikvision-Kameras ist, können Anwender auch das Tool SADP verwenden, um die Kamera am Desktop zu aktivieren. Das Tool identifiziert die Kamera samt IP-Adresse, wenn sie am selben Router wie der Rechner angeschlossen ist. Anschließend kann man für Inbetriebnahme und Konfiguration neben des Desktop-Clients Annke Vision (Windows) auch einen Browser oder die Hikvison-Anwendung IVMS 4200 (Windows, macOS) verwenden. Bei Annke wird allerdings eine ältere Variante zum Download angeboten, sodass man am besten die Software bei Hikvision herunterlädt. Insgesamt ist die Inbetriebnahme einfach und nach wenigen Sekunden abgeschlossen (siehe auch Bildergalerie).
Die in der Kamera integrierte Bewegungserkennung kann nicht zwischen Menschen, Fahrzeugen und anderen sich bewegenden Objekten differenzieren. In der Standardkonfiguration kommt es daher zu einigen Fehlalarmen. Diese können Anwender aber auf nahe null reduzieren, wenn sie den Bewegungsbereich und die Empfindlichkeit der Erkennung anpassen. Außerdem können sie festlegen, was bei einem Alarm passieren soll: Zum einen kann man sich per E-Mail oder Push darüber benachrichtigen lassen. Eine akustische Warnung am Gerät entfällt, da die Annke NC400 keinen Lautsprecher besitzt.
Von teureren Annke-Modellen wie FCD600 (Testbericht) oder NCD800 (Testbericht) bekannte Einstellmöglichkeiten wie Linienüberquerungserkennung oder Bereichseingangs-/-ausgangserkennung bietet die NC400 nicht. Aber über eine Sabotageüberwachung, wenn etwa das Objektiv verdeckt wird, verfügt die NC400 genauso wie die teureren Varianten. Auch informiert sie über illegale Anmeldeversuche, wenn jemand versucht, sich über den Browser bei der Kamera anzumelden.
Da die Annke NC400 keinen microSD-Card-Slot bietet, erlaubt sie eine kontinuierliche Aufzeichnung nur in Verbindung mit einem NAS oder mit einem NVR. Eine Benachrichtigung über eine erkannte Bewegung erhalten Anwender aber auch ohne Einbindung von Netzwerkspeicher inklusive Bildaufnahme zugestellt. Vom Anwender initiierte Videoaufnahmen werden, entweder auf PC oder Smartphone, je nachdem von wo aus sie gestartet wurde, abgespeichert.
Das absolute Highlight der Kamera ist die Aufnahmequalität bei Dunkelheit (siehe auch Bildergalerie). Die Annke NC400 nimmt selbst nachts farbige und kontrastreiche Videos auf, ohne dabei die LED an der Vorderseite zu aktivieren. Dadurch lassen sich etwa Gesichter wesentlich leichter erkennen, da sie nicht von einer Zusatzbeleuchtung überbelichtet werden.
Die bereits in der Standardkonfiguration ausgezeichnete Bildqualität kann zudem noch mit verschiedenen Funktionen wie Belichtungseinstellungen, Tag/Nachtumschaltung, Gegenlichteinstellungen und Weißabgleich verbessert werden, sodass damit die Identifizierung erkannter Objekte bei schwierigen Lichtverhältnissen erleichtert wird. Allerdings können die bildverbessernden Funktionen wie Wide Dynamic Range (WDR), Backlight Compensation (BLC) und Highlight Compensation (HLC) in der Regel nicht gemeinsam genutzt werden und funktionieren nur, wenn die Belichtungszeit bei 1/25 oder niedriger liegt. Es ist aber möglich, optimale Einstellungen für Tag und Nacht festzulegen, die dann nach vorgegebenen Zeiten aktiviert werden. Einen Bildparameterwechsel nach Monaten, was bei unterschiedlichen Tageslängen von Vorteil ist, unterstützt die Kamera, anders als die teureren Varianten FCD600 und NCD800, leider nicht.
Sämtliche bildverbessernden Funktionen stehen zudem nur per Browser oder Desktop-Anwendung zur Verfügung. Mit der Annke-Vision-App können Anwender hingegen nur einige wenige Parameter wie Auflösung, Rauschunterdrückung, Datenrate und Video-Codec (H2.65 oder H.264) festlegen.
Während zahlreiche Consumer-Kameras, wenn überhaupt, nur rudimentäre Unterstützung zur Einbindung in Smart-Home-Zentralen bietet, sieht es bei der Annke NC400 dank Unterstützung des Onvif-Standards deutlich besser aus. So hat man etwa mit Homey Pro (Testbericht) Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen der Kamera und kann Automatisierungen auf Basis des Verbindungsstatus und sämtlicher Alarmmeldungen der Kamera einstellen. Auf eine Steuerung per Sprache über digitale Assistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant muss man allerdings verzichten.
Annke verlangt für die NC400 regulär 120 Euro. Aktuell ist sie aber für etwa 64 Euro im Online-Shop des Herstellers erhältlich. Für den professionellen Einsatz mit kontinuierlicher Aufnahme hat Annke ein Set aus vier Überwachungskameras mit 8-Kanal-NVR für 438 Euro im Angebot. Einen NVR mit vier PoE-Ports gibt es bereits für unter 90 Euro.
Inzwischen ist das Modell nicht mehr verfügbar. Stattdessen gibt es mit der NC500 (Testbericht) den Nachfolger, der einen microSD-Card-Slot sowie ein Mikrofon bietet.
Die Annke NC400 ist für einen Preis von etwa 64 Euro ein No-Brainer, wenn es um farb- und kontrastreiche Nachtaufnahmen geht: Keine andere Überwachungskamera in dieser Preisklasse kann mit der Annke in dieser Disziplin mithalten. Die hervorragende Verarbeitungsqualität und das robuste Gehäuse stehen ebenfalls auf der Habenseite. Positiv ist auch, dass dank Onvif-Kompatibilität die Kamera zudem Anschluss an NAS-Systeme und Software von Drittherstellern findet. Wer Datenschutz schätzt, freut sich, dass man sich für die Nutzung der Hersteller-Anwendungen nicht registrieren muss. Spezielle Hersteller-Apps werden nicht einmal für den Betrieb der Kamera benötigt, ein Browser reicht aus.
Allerdings muss man mit der Annke NC400 auf einiges verzichten: So gibt es keinen lokalen Speicher für eine kontinuierliche Aufnahme. Wer das wünscht, muss die Annke mit einem NAS oder NVR betreiben. Auch unterscheidet sie bei der Bewegungserkennung nicht zwischen Menschen, Tiere und anderer Objekte, was Fehlalarme begünstigt. Auf eine Gegensprechfunktion und Sprachsteuerung muss man ebenfalls verzichten.
Mehr Informationen zum Thema finden TechStage-Leser im Themenschwerpunkt Überwachungskameras. Nützliche Informationen zur Auswahl einer Überwachungskamera bietet der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentieren die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.
Und wer an Überwachungskameras mit 4K-Auflösung interessiert ist, findet in unserer Bestenliste die besten fünf Modelle aus unseren Tests. Anwender, die stattdessen eine große Fläche wie eine Hofeinfahrt beleuchten und gleichzeitig überwachen möchten, werden in unserer Bestenliste Top 5 – Hoflicht mit Überwachungskamera: Die besten Floodlight Cams fündig. Weitere interessante Überwachungskameras zeigen wir außerdem in unserer Bestenliste Top 5: Die besten autarken Überwachungskameras mit WLAN, LTE, Akku & Solar.
Bis auf die Akku-betriebenen Überwachungskameras Reolink Argus 4 Pro, Eufycam S3 Pro und Ring Stick Up Cam Pro unterstützen alle anderen in dieser Bestenliste vertretenen Variante den Onvif-Standard (Open Network Video Interface Forum). Onvif (Ratgeber) bietet gleich mehrere Vorteile. So können Anwender kompatible Geräte nicht nur in Amazon Alexa und Google Assistant einbinden, sondern auch in kompatible Smart-Home-Zentralen wie Homey Pro (Testbericht) und Open-Source-Lösungen wie Home Assistant (Testbericht), Open Hab und Iobroker integrieren. Dadurch können die Smart-Home-Zentralen den in den Überwachungskameras integrierten Bewegungsmelder für Automatisierungen in Kombination mit anderen Smart-Home-Geräten verwenden, etwa zum Aufbau einer leistungsfähigen Alarmanlage.
Zudem lassen sich Onvif-Kameras mit Dritthersteller-Software wie Blue Iris steuern und an eine NAS wie Synology Surveillance Station (Testbericht) einbinden und auch dann noch betreiben, wenn der Hersteller nicht mehr existiert oder ältere Modelle nicht mehr unterstützt. Des Weiteren erlauben Onvif-Varianten eine lokale Steuerung. Man ist also nicht auf ein Konto beim Hersteller oder einer Cloud wie bei Überwachungskameras von Arlo, Blink, Google und Ring angewiesen. Einen Zugriff per Browser bieten sie bis auf die Tapo C325WB ebenfalls.
Die Speicherung der Videos erfolgt bei fast allen Modellen standardmäßig auf einer microSD-Karte. Dank Onvif-Support kann aber auch ein NAS wie Synology Surveillance Station (Testbericht) als Speicherort dienen. Nur die Ring Stick Up Cam Pro speichert Videos in der Cloud.
Bei der Auswahl einer Überwachungskamera mit besonders lichtstarken Objektiven gelten selbstverständlich auch die üblichen Auswahlkriterien von Überwachungskameras.
Die Auflösung einer IP-Kamera beeinflusst die Kaufentscheidung wesentlich. Je höher diese ausfällt, desto mehr Details liefern die aufgezeichneten Videos und Bilder. 4K-Überwachungskameras bieten Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 8 Megapixel (Ultra HD, UHD) und damit die vierfache Auflösung von Full-HD-Varianten. Das ist bei der Videoüberwachung, etwa beim digitalen Zoomen vorteilhaft, da die höhere Auflösung deutlich mehr Reserven für eine digitale Vergrößerung bietet.
| Platzierung | Modell | Auflösung/Bildrate | Onvif | Netzwerk / Stromversorgung | Sichtfeld (h/v/d) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Annke NCD800 | 5120 x 1440/20 fps | ja | Ethernet / PoE | 180°/44°/- |
| 2 | Annke NCBR800 | 3840 × 2160/25 fps | |||
| 3 | Annke NC800 | 3840 × 2160/20 fps | ja | Ethernet / PoE | 102°/52°/124° |
| 4 | Reolink Argus 4 Pro | 5120 x 1440/15 fps | nein (nur mit Reolink Home Hub) | Wi-Fi / Akku | 180°/50°/- |
| 5 | Eufy Eufycam S3 Pro | 3840 × 2160/15 fps | nein | Wi-Fi / Akku | 112°, 60°, 135° |
| 6 | Annke NC500 | 3072 × 1728/20 fps | ja | Ethernet / PoE | 96°, 52°, 113° |
| 7 | Reolink CX410 | 2560 x 1440/30 fps | ja | Ethernet / PoE | 89°/46°/- |
| 8 | Reolink CX810 | 3840 × 2160/25 fps | ja | Ethernet / PoE | 93.2°, 48.2°, 111.6° |
| 9 | TP-Link Tapo C325WB | 2688 × 1520/20 fps | ja | Wi-Fi, Ethernet / Netzteil | -/-/127° |
| 10 | Ring Stick Up Cam Pro Battery | 1920 x 1080/30 fps | nein | Wi-Fi / Akku | 139°, 80°, 155° |
Insofern ist die Ring Stick Up Cam Pro mit Full-HD-Auflösung für das Zoomen am schlechtesten von allen anderen Kameras dieser Bestenliste geeignet. Schon die Reolink CX410, die mit 3,7 Megapixel (MP) nach der Ring die niedrigste Auflösung aufweist, erreicht fast doppelt so viele Bildpunkte. Dann folgen TP-Link Tapo mit 4 MP und Annke NC500 mit 5 MP. Die restlichen Varianten toppen diese Werte und erreichen Auflösungen von 7,3 und 8,3 MP.
Die Bildrate der aufgenommenen Videos ist ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt. Je höher diese ausfällt, um so deutlicher sind sich schnell bewegende Objekte im Video zu sehen. In dieser Hinsicht liefern mit je 30 Bilder/s die Reolink CX410 und die Ring Stick Up Cam Pro die beste Leistung. Von den höher auflösenden Überwachungskameras schneiden die Annke NCBR800 und Reolink CX810 mit je 25 Bilder/s am besten ab.
Wichtig ist natürlich auch ein großes Sichtfeld: Unsere erstplatzierte Kamera in dieser Bestenliste, die Annke NCD800, bietet mit 5120 × 1440 Pixel nicht nur eine hohe Auflösung, sondern dank Doppel-Objektiv mit 180° auch das größte horizontale Sichtfeld. Das Gleiche gilt für die viertplatzierte Reolink Argus 4 Pro, die allerdings wegen des fehlenden Onvif-Supports, der nur über den optional erhältlichen Reolink Home Hub möglich ist, weniger flexibel ist. Mehr Informationen über Überwachungskameras mit zwei Objektiven bietet unsere Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Dual-Objektiv im Test. Von den Überwachungskameras mit nur einem Objektiv belegen in puncto Sichtfeld bei hoher Auflösung die Annke NCBR800 mit 134° und die Eufycam S3 Pro mit 135° die vorderen Plätze. Auf Platz 1 in dieser Kategorie landet mit 155° die Ring Stick Up Cam Pro – allerdings bietet sie nur Full-HD.
Egal für welche lichtstarke Überwachungskamera man sich auch entscheidet: Die Nachtaufnahmen der in dieser Bestenliste gelisteten Varianten sind beeindruckend. Im Detail gibt es allerdings große Unterschiede, nicht nur in puncto Bildqualität.
Das mit 180° größte horizontale Sichtfeld, kombiniert mit einer hohen Auflösung von 5120 × 1440 Pixel, bieten die Annke NCD800 und die Reolink Argus 4 Pro. Die NCD800 liefert zusammen mit der NC800 die beste Bildqualität und überzeugt zudem mit den meisten smarten KI-Features. Auch die Annke NCBR800 glänzt mit einer guten Bildqualität und bietet zudem noch einen Infrarot-Sensor für klare Aufnahmen in Schwarzweiß. Trotz der etwas umständlicheren Bedienung belegen die drei Annke-Überwachungskameras daher die ersten Plätze. Wem diese zu teuer sind, findet mit der Annke NC500 auf Platz 5 für aktuell 74 Euro eine günstige Alternative.
Die Reolink Argus 4 Pro muss sich trotz hoher Auflösung und breitem Sichtfeld mit Platz 4 begnügen, da sie in puncto Bildqualität, vor allem bei Gegenlicht und hohem Dynamikumfang, nicht mit den erstplatzierten Varianten mithalten kann. Dafür ist sie dank WLAN und Akku besonders flexibel einsetzbar und dank intuitiver Bedienoberfläche von mobiler App und Desktop-Anwendung leicht zu steuern. Letzteres gilt auch für die siebtplatzierte platzierte Reolink CX410 und die Reolink CX810 dahinter, die Anwender darüber hinaus noch über einen Browser steuern können.
In puncto Software weiß auch die Eufycam S3 Pro zu gefallen. Die Eufy-App bietet nicht nur eine zentrale Alarm-Ansicht aller mit ihr verbundenen Kameras inklusive nützlicher Filter für eine bessere Übersicht, sondern zeigt mit der Cross-Kamera-Verfolgung eine innovative Funktion, die sonst kein anderer Hersteller zu bieten hat.
Überwachungskameras gibt es viele: PTZ-Modelle, Varianten mit Dual-Objektiv oder sogenannte Floodlight-Cams. Dies und andere zeigen wir in folgenden Bestenlisten:
Affiliate-Information
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.






