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Top 5: Der beste mobile Smart-TV im Test – Fernseher auf Rollen
Top 10: Der beste HDMI-Switch für Heimkino, TV & Co. im Test
Top 10: Der beste Sportkopfhörer im Test
Top 10: Das beste 2.1-Soundsystem im Test – PC-Lautsprecher mit Subwoofer
Top 10: Der beste Bluetooth-Adapter zum Nachrüsten für Auto, Heimkino & PC
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Top 10: Die besten Nintendo-Switch-Spiele im Test – Zelda vor Mario & Pokemon
Top 10: Die besten Controller für die Nintendo Switch ab 11 Euro
Top 5: Die besten Lenkräder für Rennsimulatoren
Top 7: Die besten Joysticks, Steuerknüppel & Hotas für den Flugsimulator
Autorennen, Fliegen, U-Boot fahren: Die 10 besten Simulationen für VR-Brillen
Die 10 besten Simulatoren für PC und Konsole
Bestenliste: Die zehn besten Spiele für die Playstation 5
Autorennen, Shooter, RPG: Die zehn besten Spiele für die Xbox One
Multiplayer-Top-10: Die besten Koop-Spiele für PS4 und PS5
Bestenliste: Die zehn besten offiziellen Retro-Konsolen
Top 10: Die besten Switch-Spiele für Multiplayer & Couch-Coop
Bestenliste: Die Top-10-Spiele für Xbox Series S & X
Xbox: Die Top-10 der Couch-Koop-Spiele für lokalen Multiplayer
Bestenliste: Gamepads für PC und Retro-Konsole
Top 10: Das beste Smart Lock im Test – Switchbot mit Gesichtserkennung vor Nuki
Top 10: Die besten Smart-Home-Systeme im Test – Home Assistant überragt alle
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
Top 10: Das beste Heizkörperthermostat im Test – smart heizen und Geld sparen
Top 10: Die beste Türklingel mit Kamera im Test – Eufy vor Reolink
Testsieger: Die beste Mini-Überwachungskamera im Test – Babyphone inklusive
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit PTZ im Test
Top 10: Der beste Luftreiniger im Test
Top 10: Die besten Überwachungskameras mit 4K-Auflösung im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Dual-Objektiv im Test
Top 10: Die beste Überwachungskamera für innen im Test
Die besten smarten LED-Stehlampen im Test – Govee vor Philips Hue
Top 10: Die beste Überwachungskamera mit Top-Nachtsicht im Test
Die besten Präsenzmelder mit Radar im Test – Aus für Bewegungsmelder?
Top 7: Das beste smarte LED-Panel – Nanoleaf, Govee & Alternativen
Top 5: Die besten smarten Bewässerungssysteme für den Garten im Test
Top 10: Stromverbrauch messen – die besten smarten Steckdosen im Test
Die besten Floodlight Cams: Überwachungskameras mit hellen LED-Strahlern im Test
Top 10: Die besten Saugroboter bis 300 Euro – Laser, App und Absaugstation
Top 5: Smarte Outdoor-Überwachungskamera mit WLAN & Akku
Top 5: Die besten smarten Indoor-Gärten ab 40 Euro
Das beste ferngesteuerte Boot im Test – bis zu 45 km/h mit dem RC-Speedboot
Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger Garmin vor Nextbase
Top 10: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut für Heim & Hobby ab 149 Euro
Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Top 10: Der beste Adapter für Android Auto Wireless – Handy kabellos verbinden
Top 10: Die besten Wireless‑Adapter für Carplay im Test – iPhone kabellos nutzen
Top 10: Das beste Mehrfach-USB-Ladegerät – Testsieger mit 100 Watt für 39 Euro
Top 5: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Airfryer von Ninja, Cosori & Co.
Top 10: Die beste Wärmebildkamera für das Handy im Test – Hikmicro, Flir & Co.
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament im Test – perfekt drucken ab 190 Euro
Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test
Top 5: Die beste Akku-Kaffeemaschine im Test – mobil Espresso kochen & trinken
Top 5: Der beste Adventskalender 2025 – für Bastler, Schlaumeier, Nerds & Geeks
Top 7: Die beste elektrische Fliegenklatsche im Test – schon ab 4 Euro
Top 5: Der beste DAB+-Adapter fürs Autoradio zum Nachrüsten im Test
Top 7: Die beste thermoelektrische Kühlbox im Test – perfekt für Auto & Urlaub
Top 5: Der beste Insektenstichheiler im Test – Heat It, Beurer, Bite Away & Co.
Top 5: Der beste Alkoholtester im Test – Promille selbst ermitteln
Top 6: Die beste kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
Top 6: Die besten Radar- und Blitzerwarner
Top 7: Der beste Lötkolben mit Stromversorgung per USB – perfekt fürs Hobby
Top 5: Die besten RC-Helikopter bis 100 Euro – Rundflug im Wohnzimmer
Top 5: Die besten 3D-Drucker für Anfänger – einfach & gut drucken ab 269 Euro
Top 5: Die besten smarten elektrischen Zahnbürsten – besser Putzen dank App
Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten
Top 10 SLA-Drucker: Die besten 3D-Drucker für Resin ab 130 Euro im Test
Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS

Top 10: Das beste Smartphone 2026 im Test – Samsung, Xiaomi, Apple & Co.

Samsung Galaxy S26 Ultra

High-End-Smartphones lassen kaum Wünsche offen – doch welches ist das Beste? Wir zeigen die zehn besten Mobilgeräte aus unzähligen Tests.

Gibt es „das beste Smartphone“? Objektiv vielleicht – technische Daten sind vergleichbar, Benchmarks zeigen klare Sieger. Doch in der Praxis zählen noch andere Dinge: Wie flüssig läuft das System? Wie gut ist die Kamera im Alltag? Wie lang ist die Akkulaufzeit?

Unsere Bestenliste basiert daher nicht nur auf Zahlen, sondern auf redaktioneller Erfahrung. Sie ist bewusst subjektiv: Die hier gelisteten Smartphones haben uns in den vergangenen Monaten am meisten überzeugt – durch Leistung, Ausstattung und Alltagstauglichkeit.

Was sollte ein Top-Gerät mitbringen? Ein OLED-Display mit mindestens Full-HD+-Auflösung, ein aktueller High-End-Chipsatz, mindestens 8 GB RAM und 256 GB Speicher. 5G, Wi-Fi 7, kabelloses Laden und eine vielseitige Kamera mit Teleobjektiv gehören ebenso dazu. Natürlich hängt die perfekte Wahl vom eigenen Nutzungsverhalten ab – diese Liste bietet eine fundierte Orientierung, keine absolute Wahrheit.

Kompakte Alternativen gibt es in der Top 10: Das beste Mini-Handy im Test – kleine Top-Smartphones bis 6,3 Zoll. Wer weniger Budget hat, dem raten wir zu einem Modell aus der Top 10: Das beste Mittelklasse-Smartphone – Xiaomi vor Motorola und Samsung.

Welches ist das beste Smartphone?

Neuer Testsieger ist das Samsung Galaxy S26 Ultra. Das verdankt das Top-Smartphone vor allem seinem Gesamtpaket aus gut abgestimmter Software und Hardware – sowie dem fast schon „fairen“ Straßenpreis ab 1145 Euro für die 512-GB-Version. Abgesehen vom Privacy Display merkt man allerdings deutlich, dass Samsung bei der Technologie zunehmend ins Hintertreffen gerät.

Der Technologiesieger ist das Xiaomi 17 Ultra. Es bietet eine deutlich bessere Telekamera, die auch bei Dunkelheit hochauflösende Ergebnisse liefert. Akku und Laufzeit sind ebenfalls überlegen, die Hardware auf Top-Niveau. Einziger Haken: Etwas viel Bloatware und der Preis startet bei stolzen 1383 Euro.

Neuer Preis-Leistungs-Sieger ist das Honor Magic 8 Pro. Das erste Flaggschiff des Jahres überzeugt mit exzellenter Kamera und Top-Hardware – und ist im Preis bereits kräftig gefallen: Ab 949 Euro geht es los.

Wer ohnehin im Apple-Kosmos zu Hause ist, kommt am hervorragenden iPhone 17 Pro Max kaum vorbei. Eine spannende Alternative ist zudem das Motorola Signature, das uns als Flaggschiff-Erstling überzeugt hat. Für preisbewusste Käufer bietet sich außerdem das Realme GT 8 Pro an.

Anmerkung: Dieser Artikel wird – wie unsere anderen Bestenlisten – regelmäßig aktualisiert. Dennoch handelt es sich um eine Momentaufnahme. Das gilt insbesondere für die Preise, die sich schnell ändern können.

KURZÜBERSICHT

Samsung Galaxy S26 Ultra

Das Samsung Galaxy S26 Ultra bleibt eines der besten Smartphones auf dem Markt: Top-Performance, erstklassige Verarbeitung, verbesserte Nachtfotografie und das innovative Privacy Display als echtes Alleinstellungsmerkmal.

Doch Samsung spielt auf Sicherheit und geizt mit Hardware-Innovationen. Bei Akku und Kamera hat die chinesische Konkurrenz die Koreaner überholt. Trotzdem ergibt das Gesamtpaket aus aufeinander optimierter Software und Hardware zum Straßenpreis ab 1145 Euro für die 512-GB-Version ein stimmiges Angebot.

VORTEILE
  • Top-Performance dank Snapdragon 8 Elite Gen 5
  • innovative Privatsphäre-Funktion beim Display
  • Kamera mit starkem Zoom und verbesserten Nachtaufnahmen
  • lädt jetzt mit 60 W
  • 7 Jahre Software-Updates
NACHTEILE
  • aktives Privatsphäre-Display verschlechtert Bildqualität
  • seit Jahren wenig verändertes Kamera-Setup
  • weniger Akkukapazität als bei Konkurrenz

Xiaomi 17 Ultra

Das Xiaomi 17 Ultra ist vorrangig eines: ein Kamera-Flaggschiff. Die Leica-Kooperation zahlt sich aus – besonders bei Nachtaufnahmen setzt das Smartphone Maßstäbe. Dazu kommen ein extrem helles Display, Top-Performance und ein Akku, der problemlos zwei Tage durchhält.

Wer möglichst viel Kamera im Smartphone sucht, bekommt hier eines der derzeit besten Geräte am Markt. Die Preise starten aktuell knapp 1388 Euro für 512 GB und rund 1480 Euro für 1 TB.

VORTEILE
  • exzellente Kamera von Leica
  • strahlend helles Display
  • Top-Performance
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • kostenintensiv
  • groß und schwer
  • kürzerer Update-Zeitraum als bei Konkurrenz

Honor Magic 8 Pro

Das Honor Magic 8 Pro überzeugt als Flaggschiff mit exzellentem Display, sehr hoher Leistung und langer Akkulaufzeit. Besonders die Telekamera weiß zu überzeugen. Insgesamt bietet es ein hervorragendes Gesamtpaket. Mit Preisen ab 949 Euro hat es zudem ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.

VORTEILE
  • starke Performance
  • exzellente Kamera
  • lange Akkulaufzeit
  • exzellentes Display
  • 3D-Gesichtserkennung
NACHTEILE
  • teuer
  • Kalender-App
Ratgeber

Display

In der Spitzenklasse lösen Displays jenseits von FHD+ auf, vereinzelt sogar bis 4K. Nötig ist das nicht: Bei typischen 6,5-Zoll-Diagonalen liefert schon FHD+ über 400 ppi – scharf genug für jedes Auge.

Bei der Technologie führt kein Weg an AMOLED vorbei. Schwarzwerte, Kontrast, Farbintensität und Betrachtungswinkel – hier kommen selbst die besten LCDs nicht heran. Dazu erreichen OLED-Panels bei HDR-Inhalten temporär Helligkeiten von mehreren Tausend Nits.

Bei der Bildwiederholrate bieten selbst günstige Panels mittlerweile 120 Hertz, ab 500 Euro trifft man gelegentlich auf 144 oder 165 Hertz. Standard ist inzwischen LTPO-Technik: Sie regelt die Bildwiederholrate je nach Inhalt variabel bis auf 1 Hertz herunter – das spart spürbar Strom.

Interessant ist das Privacy Display beim Samsung Galaxy S26 Ultra: Per Knopfdruck schränkt es den seitlichen Blickwinkel ein und verhindert ungewolltes Mitlesen. Allerdings leidet bei aktiver Funktion die Bildqualität. Und selbst im deaktivierten Zustand zeigt das Display eine leicht schwächere Blickwinkelstabilität als beim Vorgänger Galaxy S25 Ultra.

Leistung

Das Märchen vom unschlagbaren Apple-Chip hat ausgedient: Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 agiert auf Augenhöhe mit dem A19 Pro im iPhone 17 Pro Max. Beide Chips liefern erstklassige Performance. Ein Android-Flaggschiff sollte diesen Top-Prozessor oder zumindest den Vorgänger Snapdragon 8 Elite unter der Haube haben. Der leicht abgespeckte Snapdragon 8 Gen 5 ist ebenfalls eine solide Wahl, als weitere Alternativen bieten sich der MediaTek Dimensity 9500 oder Samsungs Exynos 2600 an.

Manche Hersteller sparen ausgerechnet beim Chipsatz und verbauen günstigere Varianten wie den Snapdragon 8s Gen 3. Im Alltag fällt das tatsächlich kaum noch auf – nur Benchmark-Enthusiasten und Hardcore-Gamer profitieren spürbar von den stärkeren GPUs der Spitzenchips. Wer sein Smartphone lange nutzen will, greift trotzdem besser zum schnelleren Chip. Bei High-End-Smartphones ist das aber ohnehin fast immer gegeben.

Beim Arbeitsspeicher sind 8 GB unter Android das Minimum. Top-Modelle bieten längst 12 oder 16 GB. Apple kommt mit 12 GB aus – wenn Hard- und Software aus einem Haus stammen, reicht das locker.

Kamera

Bei der Kamera ist in der Oberklasse eine Triple-Ausstattung mit Haupt-, Weitwinkel- und Telelinse Pflicht. Was Flaggschiffe darüber hinaus auszeichnet: exzellente Zoom-Objektive. Immer mehr Hersteller statten dabei die Telelinse statt des Hauptobjektivs mit der höchsten Auflösung aus.

Den größten optischen Zoomfaktor von fünf bieten das Google Pixel 10 Pro XL und das Samsung Galaxy S26 Ultra. Einige Modelle setzen sogar auf zwei Tele-Objektive, bei höheren Vergrößerungsstufen meist als Periskop-Linsen: Sie lenken das Licht um, weil ihre Baulänge nicht herkömmlich in ein dünnes Smartphone passt.

Welche Kamera die beste ist, darüber lässt sich streiten. Ganz vorn spielen derzeit das Xiaomi 17 Ultra, das Honor Magic 8 Pro, das Motorola Signature und das Vivo X300 Pro. Auch das iPhone 17 Pro Max, das Google Pixel 10 Pro XL und das Samsung Galaxy S26 Ultra machen tolle Bilder – hinken der chinesischen Konkurrenz mittlerweile aber etwas hinterher.

Vivo X300 Pro

In der oberen Preisklasse sind optische Bildstabilisatoren (OIS) Grundausstattung, immer öfter sogar für alle Linsen. Das sorgt in Kombination mit hochwertigen Linsen und großen Sensoren und hoch entwickelten KI-Features sowie Software dafür, dass Top-Smartphones auch bei Nacht erstaunlich gute Bilder knipsen. Bei Tag stehen sie selbst teuren Digitalkameras bis zu einem gewissen Grad qualitativ in nichts nach.

Bei Videos sind 4K-Aufnahmen Standard, immer öfter sogar 8K. Ruckelige seitliche Schwenks gibt es bei teuren Smartphones nicht, da sie 4K mit 60 oder sogar 120 Bildern pro Sekunde (FPS) aufnehmen. Setzt man auf 8K, ist überwiegend bei 30 FPS Schluss. Frontkameras bieten heute fast immer hohe Auflösungen, haben aber immer noch gelegentlich Probleme mit der Bilddynamik. Für Videochats und Social Media reicht das aber allemal.

Ausstattung

256 GB interner, schneller UFS-Speicher sind bei Top-Smartphones heute die Untergrenze, vor allem, wenn der Speicher nicht erweiterbar ist. Da die Geräte ab Werk ohnehin großzügig bestückt sind, ist ein Speicherkartenslot in der oberen Preisklasse kaum noch zu finden. Immer verbreiteter sind inzwischen 512 GB, und es gibt immer mehr Modelle, die 1 TB bieten. Beim iPhone 17 Pro Max gibt es sogar 2 TB – zum Preis eines Premium-Laptops.

Allerdings dürfte die aktuelle Speicherknappheit dafür sorgen, dass die Preise noch drastisch steigen – und viele Hersteller dann wieder eher kleinere Speichervarianten verbauen. Unser Tipp: Am besten jetzt zur größten Speichervariante greifen.

Technisch ist ansonsten alles an Bord, was in Smartphones verfügbar ist – natürlich auch NFC und 5G. Als weitere Standards gelten USB-C 3.x, Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Ultraschall-Fingerabdruckscanner. Akkus sollten nicht nur möglichst groß sein, sondern auch schnell (tendenziell Richtung 100 Watt) und kabellos geladen werden können. Eine IP68-Zertifizierung, die Schutz vor Staub und Wasser hin zum Untertauchen bietet, gehört in der Oberklasse ebenfalls zum Standard. Einige Hersteller bieten sogar IP69K.

Software

Bei der Aktualität der Android-Version gibt es bei Spitzenmodellen in der Regel keine Probleme – sie kommen zum Marktstart stets mit der neuesten Version. Auch zukünftige Updates sollten kaum Schwierigkeiten bereiten: Hersteller wie Samsung und Google, mittlerweile aber auch Honor, versprechen volle Versions-Upgrades für bis zu sieben Jahre. Andere Anbieter wie Nubia, Vivo, Realme oder Oppo zeigen sich dagegen deutlich zurückhaltender. Apple-Kunden müssen sich um den Software-Support ohnehin kaum Sorgen machen – auch wenn iOS 26 anfangs bei einigen Nutzern für Stirnrunzeln gesorgt hat.

Günstige Alternativen

Ist das Budget deutlich kleiner, gibt es genügend preiswerte Alternativen. Das beste Smartphone bis 500 Euro – genauer gesagt auch das beste Mittelklasse-Handy– ist derzeit das Poco F8 Pro von Xiaomi ab 459 Euro auf Ebay. Der Prozessor ist flott, und es gibt sogar eine ordentliche Telelinse an Bord.

Weitere erschwingliche Alternativen mit guter Kamera zeigen wir in der Top 10: Das beste Mittelklasse-Smartphone – Xiaomi vor Motorola und Samsung. Preiswerte Einsteiger-Smartphones zeigen wir in der: Top 10: Das beste günstige Smartphone bis 300 Euro im Test – Motorola dominiert.

Welches Handy empfiehlt die Stiftung Warentest?

Unsere Tests unterscheiden sich bewusst von denen der Stiftung Warentest, die für viele Käufer dennoch eine wichtige unabhängige Orientierung bietet. Sie testet neue Geräte oft erst mit zeitlichem Abstand und legt den Fokus auf langfristige Kriterien wie Leistungsfähigkeit, Langlebigkeit und Alltagssicherheit.

In den aktuellen Rankings der Stiftung Warentest (Stand: Januar 2026) ist das Apple iPhone 16 Pro Max mit der Bestnote „sehr gut“ (1,4) Gesamtsieger, gefolgt vom Samsung Galaxy S25 Ultra (1,5) als bestem Android-Smartphone. Neben diesen Flaggschiffen empfiehlt die Stiftung für preisbewusste Nutzer häufig auch Modelle der Samsung-Galaxy-A-Serie oder Googles Pixel-A-Reihe als günstige Alternative.

Fazit

Aktuelle Flaggschiff-Smartphones von Apple, Xiaomi, Samsung, Honor und anderen Herstellern lassen kaum Wünsche offen. Allerdings liegt „das Beste“ oft im Auge des Betrachters – und hängt nicht zuletzt vom Budget ab.

Das beste Gesamtpaket aus Leistung, Qualität und Kamera bietet das Samsung Galaxy S26 Ultra – unser neuer Testsieger. Das Gerät verdankt diesen Titel vor allem der guten Abstimmung von Software und Hardware. Abseits des Privacy Displays sind echte Innovationen allerdings Mangelware – anders als bei der chinesischen Konkurrenz.

Technologiesieger ist das Xiaomi 17 Ultra: ein starker Akku, potente Hardware und eine exzellente Telelinse, die auch bei Nacht überzeugt. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat das Honor Magic 8 Pro – es muss sich kaum vor der Konkurrenz verstecken, ist aber deutlich günstiger zu haben.

Wer hier nicht fündig wird, sollte einen Blick in unsere weiteren Bestenlisten werfen, die wir regelmäßig aktualisieren:

BESTENLISTE

Samsung setzt beim S26 Ultra auf Software-Optimierungen statt Hardware-Sprünge. Das Privacy Display ist ein Alleinstellungsmerkmal – erfordert aber Kompromisse.

VORTEILE
  • Top-Performance dank Snapdragon 8 Elite Gen 5
  • innovative Privatsphäre-Funktion beim Display
  • Kamera mit starkem Zoom und verbesserten Nachtaufnahmen
  • lädt jetzt mit 60 W
  • 7 Jahre Software-Updates
NACHTEILE
  • aktives Privatsphäre-Display verschlechtert Bildqualität
  • seit Jahren wenig verändertes Kamera-Setup
  • weniger Akkukapazität als bei Konkurrenz

Samsung setzt beim S26 Ultra auf Software-Optimierungen statt Hardware-Sprünge. Das Privacy Display ist ein Alleinstellungsmerkmal – erfordert aber Kompromisse.

Mit dem Galaxy S26 Ultra setzt Samsung vorrangig dank des neuartigen Privacy-Displays ein Ausrufezeichen. Die Technik schränkt den seitlichen Blickwinkel auf Knopfdruck ein – neugierige Sitznachbarn im Zug schauen künftig in die Röhre. Ansonsten liefert das Ultra-Modell solide Kost: Top-Performance, eine starke Kamera mit zwei Telelinsen und verbesserter Nachtfotografie, lange Akkulaufzeit, langjährige Updates und KI-Features.

Große Sprünge bei den Kamera-Sensoren? Silizium-Karbon-Akkus? Fehlanzeige. Samsung poliert am Lack und setzt vorwiegend auf Software-Anpassungen, während die chinesische Konkurrenz teils mit ganz neuen Motoren vorfährt. Ob das reicht, zeigt unser Testbericht.

Für diesen Testbericht verbinden wir die Erkenntnisse der c't-Kollegen mit unseren eigenen Erfahrungen. Den vollständigen Test der Kollegen gibt es in diesem Plus-Artikel zu lesen: Galaxy S26 Ultra im Test – Samsungs Gratwanderung mit Privacy Display.

Design

Optisch nähert sich das Galaxy S26 Ultra weiter an die übrigen Modelle der Reihe an. Das Gehäuse bleibt kantig, die Ecken sind nun stärker abgerundet. Die drei Kameralinsen sitzen auf einem ovalen Element – ein Designmerkmal, das Samsung beim Samsung Galaxy Z Fold 7 (Testbericht) eingeführt hat und so auch beim Galaxy S26 und S26+ nutzt. Mit 163,6 × 78,1 × 7,9 mm und 214 g ist das S26 Ultra das bisher dünnste Modell der Reihe.

Statt Titan kommt nur noch Aluminium zum Einsatz – eine Sparmaßnahme, die in der Hand kaum auffällt. Glasrückseite und Rahmen sind erstklassig verarbeitet, dank IP68-Zertifizierung ist das Gerät staub- und wasserdicht.

Der S-Pen verschwindet nahtlos im Gehäuse, wirkt mit seiner hellgrauen Kunststoff-Optik aber weniger hochwertig als der Rest. Sein hinteres Ende ist leicht angeschrägt, um dem neuen Eckenradius zu folgen – dadurch lässt sich der Stift auch falsch herum einschieben. Bündig sitzt er dann nicht, funktioniert aber trotzdem.

Display

Das 6,9 Zoll große OLED-Display nimmt nahezu die komplette Front ein – nur ein schmaler Rahmen bleibt. Die Auflösung liegt bei 3120 × 1440 Pixeln, ab Werk stellt Samsung allerdings auf 2340 × 1080 Pixel ein. Besonders robustes Gorilla Glass Armor 2 mit spezieller Anti-Reflex-Schicht schützt das Panel. Bei der Helligkeit messen die Kollegen der c't 1466 cd/m² im Regelbetrieb – etwas weniger als der Vorgänger mit knapp 1600 cd/m². Im Alltag fällt das beim 120-Hz-Panel nicht ins Gewicht: Hell genug ist es allemal.

Das eigentliche Highlight des Galaxy S26 Ultra steckt im Display selbst: Privacy Display – von Samsung etwas sperrig „Datenschutzanzeige“ genannt. Die Funktion verdunkelt den Bildschirm für seitliche Blicke, sodass nebenstehende Personen nur noch ein nahezu schwarzes Panel sehen. Dafür hat Samsung die Pixelmatrix umgebaut: Die Hälfte der Bildpunkte sitzt hinter feinen Lochblenden, die Licht gezielt nach vorn kanalisieren. Fünf Jahre Entwicklungszeit, kein anderer Hersteller bietet derzeit Vergleichbares.

Die Funktion kann man in zwei Intensitätsstufen einstellen und entweder global aktivieren, für einzelne Apps automatisch einschalten oder nur auf eingehende Benachrichtigungen beschränken. Wirklich blickdicht ist es allerdings erst ab Stufe 2 – in der ersten Stufe können Personen direkt neben einem selbst noch mitlesen.

Der Schutz hat seinen Preis: Bei aktivem Privacy Display sinkt die Helligkeit um fast ein Viertel, Schwarztöne wirken eher dunkelgrau. Und auch bei deaktivierter Funktion hinterlässt die neue Pixelmatrix Spuren – die Blickwinkelstabilität ist im Vergleich zum Galaxy S25 Ultra schlechter, Farben wirken von der Seite weniger strahlend. Zudem schluckt die Anti-Reflex-Schicht weniger Reflexionen als beim Vorgänger. Privatsphäre gibt es hier also nicht zum Nulltarif.

Kamera

An den Sensoren hat sich wenig getan – Samsung setzt seit drei Jahren auf das gleiche Setup. Immerhin bekommen die 200-Megapixel-Hauptkamera und das 50-Megapixel-Fünffach-Tele größere Blenden für mehr Lichtausbeute. Das Dreifach-Tele verharrt bei mageren 10 Megapixeln, Ultraweitwinkel (50 Megapixel) und Selfie-Kamera (12 Megapixel) bleiben unverändert.

Bei der Bildqualität spielt Samsung weiterhin vorn mit. Die Hauptkamera liefert scharfe, kontrastreiche Bilder, der neue Bildsignalprozessor im Snapdragon produziert weniger Artefakte als der Vorgänger. Samsung belichtet tendenziell heller als etwa Apple – das kostet etwas Plastizität, bewahrt dafür mehr Details in dunklen Bereichen.

Bei den Tele-Aufnahmen ziehen Konkurrenten wie das Honor Magic 8 Pro mit natürlicheren Farben und mehr Details vorbei. Auch bei Nahaufnahmen hat etwa das Xiaomi 17 Ultra mit seinem LOFIC-Sensor die Nase vorn. Die Ultraweitwinkelkamera zählt dagegen wieder zu den Besseren am Markt.

Für das Aufnehmen von Videos hat Samsung einen neuen Stabilisator integriert: Er hält das Bild auch bei unruhigen Händen verlässlich stabil und orientiert sich an der zu Beginn eingefangenen Position – besonders nützlich, wenn man sich beim Filmen selbst bewegt.

Ausstattung

An der Leistung gibt es nichts zu meckern. Im Galaxy S26 Ultra arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 in der Variante „For Galaxy“ – mit leicht höheren Taktraten bei CPU und GPU als die Standardversion. Damit erreicht das Galaxy S26 Ultra bei 3DMark Wild Life Extreme überaus starke 8000 Punkte. Das sorgt für etwas größere Leistungsreserven als bei der Konkurrenz, auch wenn es in der Praxis kaum einen spürbaren Vorteil liefert.

Der Snapdragon erledigt alle Aufgaben spielend, das Smartphone läuft in jeder Lage flüssig und schnell. Das vergrößerte Kühlelement hält die Leistung auch unter Dauerlast auf hohem Niveau – in den 3DMark-Dauertests drosselt das S26 Ultra weniger als der Vorgänger und bleibt kühler als manch anderes Top-Smartphone, wenn auch spürbar warm. Bei der Effizienz im Stresstest ist mit knapp 50 Prozent allerdings noch Luft nach oben.

Als interner Speicher stehen 256 GB, 512 GB und 1 TB nach UFS 4.0 zur Auswahl, flankiert von 12 GB RAM. Einen microSD-Slot gibt es nicht. Bei den Schnittstellen ist alles auf dem neuesten Stand: USB-C 3.2 mit Displayport, Wi-Fi 7, 5G, Bluetooth 6.0, NFC und UWB. Auch die Ortung per GPS, Glonass, Beidou und Galileo arbeitet hinreichend präzise – im GPS-Test landen wir bei rund drei Metern Genauigkeit.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist gut – Stimmen kommen klar und verständlich an. Auch die Stereo-Lautsprecher überzeugen mit sauberem Klang. Der Fingerabdruckleser unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig, alternativ lässt sich das Gerät per Gesichtserkennung entsperren – die setzt allerdings nur auf 2D-Technik und ist damit weniger sicher. Mangels Bluetooth-Support kann man den S-Pen wie schon beim S25 Ultra nicht mehr als Fernauslöser für die Kamera nutzen.

Software

One UI 8.5 kommt in gewohnter Optik, an den Grundlagen hat Samsung nichts verändert. Erfahrene Nutzer fühlen sich sofort zu Hause, Neulinge finden sich schnell zurecht. Beim Update-Versprechen bleibt Samsung auf Kurs: sieben Jahre Android-Upgrades und Sicherheits-Patches, gerade bei den High-End-Modellen von Samsung erfahrungsgemäß schneller als bei den meisten Konkurrenten.

Bei den KI-Funktionen legt Samsung nach. Der totgeglaubte Assistent Bixby wurde aufpoliert und kümmert sich nun um die lokale Suche auf dem Gerät, neben Gemini ist außerdem Perplexity vorinstalliert. Sämtliche Galaxy-AI-Funktionen lassen sich einzeln aktivieren – wer möchte, kappt den Cloud-Zugriff komplett. Dann wird alles lokal verarbeitet, einige Features wie der digitale Radierer fallen allerdings weg.

Neu ist Now Nudge: Der proaktive KI-Assistent analysiert Bildschirminhalte in Echtzeit und schlägt kontextbezogen passende Aktionen vor – etwa einen Kalendereintrag bei Terminabsprachen, das Teilen passender Urlaubsfotos im Chat oder das automatische Ausfüllen von Formularen. In unserem Test blieb Now Nudge allerdings stumm. Und wie bei vielen Samsung-KI-Features gilt: Außerhalb der hauseigenen Apps passiert wenig.

Praktischer ist die Anrufprüfung: Ein Assistent nimmt Anrufe von unbekannten Nummern entgegen, prüft auf Spam und Scam und stellt verdächtige Telefonate gar nicht erst durch.

Akku

Einen Silizium-Karbon-Akku, wie ihn die chinesische Konkurrenz zunehmend verbaut, sucht man hier vergebens. Die Kapazität bleibt unverändert bei 5000 mAh – damit liegt Samsung deutlich hinter chinesischen Wettbewerbern, die teils 6000 mAh und mehr bieten.

Samsung steuert mit Software und Effizienz dagegen: Im Dauertest der c't-Kollegen hält der Akku rund 20 Stunden WLAN-Streaming durch. Im simulierten Betrieb mit dem PCMark Battery Test erreichen wir 16,5 Stunden – der bisher beste Wert für ein Galaxy-Gerät. Zwar kommt hier das Xiaomi 17 Ultra auf mehr als 18 Stunden, dennoch ist das eine solide Akkulaufzeit beim Koreaner. Im Alltag reicht das locker für einen vollen Tag, bei mäßiger Nutzung auch für annähernd zwei.

Erstmals lässt sich das S26 Ultra mit bis zu 60 Watt laden – von 20 auf 100 Prozent in 45 Minuten, komplett voll in knapp einer Stunde. Kabellos sind bis zu 15 Watt via Qi 2 möglich.

Preis

Das Galaxy S26 Ultra startet ab 1449 Euro mit 256 GB Speicher. Die 512-GB-Version kostet 1649 Euro, das 1-TB-Modell mit 16 GB RAM schlägt mit 1949 Euro zu Buche – jeweils spürbar teurer als beim Vorgänger.

Die Straßenpreise fallen allerdings rasant: Kurz nach Release gibt es das Galaxy S26 Ultra mit 512 GB bereits ab 1145 Euro – günstiger als die 256-GB-Version, die derzeit bei 1209 Euro liegt. Bei 1559 Euro startet die 1-TB-Variante. Angesichts der Preisdifferenz lohnt sich der Griff zur 512-GB-Version besonders – hier sollte man schnell zuschlagen. Verfügbare Farben sind Schwarz, Violett, Hellblau, Silber und Pinkgold.

Fazit

Das Samsung Galaxy S26 Ultra hinterlässt gemischte Gefühle. Einerseits ist es zweifellos eines der besten Smartphones auf dem Markt: Die Performance ist absolut top, die Verarbeitung erstklassig, dazu kommt eine ausgewogene Ausstattung – insbesondere bei Software und KI. Auch die Kamera liefert jetzt bessere Aufnahmen bei Nacht.

Andererseits wagt Samsung kaum Neues. Die einzige nennenswerte Hardware-Innovation ist das Privacy Display – im Test mit guten Ansätzen, aber auf Kosten der generellen Displayqualität. Bei Akku und Kamera hat die chinesische Konkurrenz mächtig aufgeholt und teils überholt. Die neuen Software-Features taugen nur bedingt als Kaufargument, da sie größtenteils per Update auch auf älteren Modellen landen werden.

Schlussendlich ist das S26 Ultra ein hervorragendes Smartphone, aber kein großer Wurf gegenüber dem Vorgänger. Samsung rettet sich aktuell mit Software-Optimierung und hoher Effizienz – für künftige Generationen muss aber deutlich mehr Innovation her, sonst droht der Anschluss verloren zu gehen.

Leica-Kamera mit 200-Megapixel-Tele, riesiger Akku und Top-Performance – das Xiaomi 17 Ultra ist ein Traum für Fotografen. Gibt es auch Schwächen?

VORTEILE
  • exzellente Kamera von Leica
  • strahlend helles Display
  • Top-Performance
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • kostenintensiv
  • groß und schwer
  • kürzerer Update-Zeitraum als bei Konkurrenz

Leica-Kamera mit 200-Megapixel-Tele, riesiger Akku und Top-Performance – das Xiaomi 17 Ultra ist ein Traum für Fotografen. Gibt es auch Schwächen?

Das neue Flaggschiff-Smartphone von Xiaomi lässt die Herzen von Fotofans höher schlagen. Dank der Kooperation mit Leica liefern die Chinesen gemeinsam mit dem deutschen Foto-Pionier eine exzellente Kamera – insbesondere die Telelinse mit sehr hoher Auflösung sucht ihresgleichen. Dazu kommen die üblichen Superlative: strahlend helles Display, Top-Performance und ein üppiger Akku.

Wie gut sich das Xiaomi 17 Ultra in der Praxis schlägt, zeigt unser Testbericht. Die Kollegen der c't haben das Premium-Smartphone ebenfalls getestet. Wir gleichen unsere Erkenntnisse mit deren Ergebnissen ab. Den vollständigen Test der Kollegen gibt es in diesem Plus-Artikel zu lesen: Smartphone mit Leica-Kamera – Xiaomi 17 Ultra im Test.

Design

Rein vom Design her hat sich nicht allzu viel getan: Das Xiaomi 17 Ultra ist erneut ein ziemlicher Brocken, und das kreisrunde Kameraelement auf der Rückseite macht sich nach wie vor unübersehbar breit. Mit Abmessungen von 162,9 × 77,6 × 8,3 mm bei einem Gewicht von 219 g ist es entsprechend groß und mit einer Hand kaum vernünftig zu bedienen. Wie schon beim Vorgänger ist das Smartphone wegen des schweren Kameraelements zudem recht kopflastig.

Die Verarbeitung ist gewohnt hochwertig: Der Rahmen besteht aus gebürstetem Aluminium, die Rückseite aus mattem Glas. Letzteres ist allerdings so dünn, dass es sich tatsächlich wie Kunststoff anfühlt – ein kleiner Dämpfer beim ersten Anfassen, weil man unweigerlich an billigeres Material denkt.

Die Tasten bieten einen knackigen Druckpunkt und lassen sich gut ertasten. Das Gehäuse ist nach IP68 gegen Staub, Untertauchen in Süßwasser bis 30 Minuten in anderthalb Metern Tiefe sowie gegen Strahlwasser unter Hochdruck nach IP69 geschützt. Als Farben stehen Schwarz, Weiß und Grün zur Auswahl. Letzteres bietet ein auffälliges Design mit einer speziellen Oberflächenstruktur mit glitzernden Partikeln.

Display

Das OLED-Panel des Xiaomi 17 Ultra misst 6,9 Zoll in der Diagonale und löst mit 2608 × 1200 Pixeln gestochen scharf auf. Bei der Helligkeit hat Xiaomi gegenüber dem Vorgänger nochmals nachgelegt: 1905 cd/m² im Regelbetrieb und über 3300 cd/m² Punkthelligkeit sorgen dafür, dass der Bildschirm in allen Lebenslagen mehr als hell genug strahlt. Die Farbdarstellung ist ab Werk eher knallig-bunt als natürlich abgestimmt – wer es dezenter mag, kann in den Systemeinstellungen nachregeln.

Kamera

Bei der Kamera fährt das Xiaomi 17 Ultra schwere Geschütze auf. Auf der Rückseite sitzen drei Objektive: Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixeln bei f/1.67 auf und bringt Phasenvergleichs-AF, Laser-AF sowie OIS mit. Daneben ein 50-Megapixel-Weitwinkel mit f/2.4. Das Highlight ist die Telelinse mit 200 Megapixeln und 4,3-fachem optischem Zoom – dank Periskop-Konstruktion mit beweglichem Linsenschlitten trotz flachem Gehäuse möglich. Die Frontkamera bringt ebenfalls 50 Megapixel mit.

Im Herzen der Hauptkamera arbeitet ein 1-Zoll-LOFIC-Sensor von Omnivision. Seine Spezialität: Ein Kondensator fängt überschüssige Ladung aus überbelichteten Pixeln ab, was längere Belichtungszeiten ohne Überstrahlungen erlaubt. Das zahlt sich primär bei schwierigen Lichtverhältnissen aus – mit besserer Lichtausbeute, höherem Dynamikumfang und weniger Bildrauschen.

Die Praxis bestätigt die Theorie: Nachtfotos gelingen mit hohem Dynamikumfang und starkem Kontrast, ohne dass Lichter ausfressen oder Schatten zulaufen. Im Vergleich mit dem Google Pixel 10 Pro behielt das Xiaomi 17 Ultra in kniffligen Szenen die Nase vorn – besonders beim Weißabgleich unter Mischlicht, wo warmes Laternengelb auf kaltes Neonlicht trifft. Während das Pixel hier ins Straucheln geriet, lieferte das Xiaomi 17 Ultra durchweg ausgewogene Farben.

Im Alltag fotografiert das Xiaomi 17 Ultra wahlweise mit 12 oder 50 Megapixeln. Wer maximale Details will, greift zum 200-Megapixel-Modus der Telekamera. Das erfordert jedoch eine ruhige Hand: Die Kamera verarbeitet das Bild abschnittsweise über mehrere Sekunden. Bewegte Objekte stören dabei erstaunlich wenig, etwas Übung braucht es trotzdem. Die Detailausbeute belohnt die Mühe: Selbst bei Nacht lieferte der 200-Megapixel-Modus sichtbar mehr Feinzeichnung als das Google Pixel 10 Pro.

Dank der Leica-Kooperation stehen zwölf Bildfilter zur Verfügung – von „Kino“ über „Sepia“ bis „Goldene Vibes“. Die Looks verleihen den Fotos eine sanfte Tönung und erhalten dabei weitgehend die Bilddetails. Einziges Manko: Bei Farbverläufen im Himmel traten gelegentlich sichtbare Bänder auf. Wichtig: Die Filter werden direkt ins Foto eingebacken – wer flexibel bleiben will, sollte neutrale JPEGs oder Raw-Aufnahmen wählen.

Auch beim Video überzeugt das Xiaomi 17 Ultra: Aufnahmen sind in bis zu 8K bei 30 FPS oder 4K bei bis zu 120 FPS möglich. Im 4K-Modus stehen ein Logprofil sowie Dolby Vision mit bis zu 12 Bit Farbtiefe bereit und liefern damit deutlich mehr Spielraum als etwa HDR10. Die Frontkamera filmt in bis zu 5K bei 60 FPS, für Selfie-Videos mehr als üppig. Besonders bei schwachem Licht überzeugten die Videoaufnahmen.

Ausstattung

Der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit 16 GB Arbeitsspeicher lässt im Xiaomi 17 Ultra die Muskeln spielen. Das Smartphone pflügt durch Webseiten, Apps und Menüs ohne jedes Zögern, Leistungsreserven sind im Überfluss vorhanden. Die flüssigen Animationen der Software tun ihr Übriges für einen rundum geschmeidigen Eindruck.

Die Benchmarks bestätigen das Bauchgefühl: Im 3DMark Wild Life Extreme erreicht das 17 Ultra starke 6700 Punkte – absolut Gaming-tauglich. Im Stresstest landen noch 65 Prozent der Ausgangsleistung auf dem Konto, das ist ein ordentlicher Wert. Das Gerät wird dabei spürbar warm, aber nicht unangenehm heiß. Bei anhaltender Volllast drosselt der Prozessor erwartungsgemäß die Leistung – ein altbekanntes Muster bei Xiaomi-Flaggschiffen.

Neben 512 GB bekommt man das teure Smartphone auch mit 1 TB. Bei der Konnektivität ist alles an Bord, was man 2026 erwarten darf: USB-C 3.2 mit DisplayPort, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und NFC. Nettes Extra: ein Infrarot-Port, mit dem sich der Fernseher steuern lässt. Mobilfunk reicht bis 5G, bei der Navigation werden alle gängigen Satellitensysteme unterstützt und liefern eine präzise Ortung.

Software

Als Software kommt Hyper OS 3 auf Basis von Android 16 zum Einsatz. Der Sicherheitspatch stammte zum Testzeitpunkt im März aus dem Februar – hinreichend aktuell. Optisch erinnert die Oberfläche allerdings auffällig an Apples iOS – Eigenständigkeit sieht anders aus.

Xiaomi verspricht fünf Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Das klingt zunächst ordentlich: Samsung, Honor und Google bieten aber bei ihren Flaggschiffen jeweils sieben Jahre für beides. Hier hinkt Xiaomi der Konkurrenz etwas hinterher.

Immerhin: So dreist mit Bloatware vollgestopft wie die günstigeren Modelle ist das Xiaomi 17 Ultra nicht. Ganz lassen kann es der Hersteller aber nicht: Diverse Shopping- und Social-Media-Apps sowie Spiele finden sich vorinstalliert auf dem Gerät. Und wer den hauseigenen Mi Store öffnet, wird sofort mit App-Vorschlägen bombardiert. Bei einem Smartphone jenseits der 1000-Euro-Marke wirkt das schlicht deplatziert.

Akku

Der 6000-mAh-Akku des Xiaomi 17 Ultra ist ein echtes Kraftpaket. Die Kollegen der c't ermittelten je nach Nutzungsszenario zwischen 14 und 27 Stunden Laufzeit. Beim PCMark Battery Test erreichten wir mit dem Gerät hervorragende 18,5 Stunden – ein exzellenter Top-Wert, der die meisten Flaggschiffe locker in die Tasche steckt.

In der Praxis bedeutet das: Bei mäßiger Nutzung sind locker zwei Tage drin, bei intensivem Einsatz hält der Akku bequem einen vollen Tag durch. Aufgeladen wird mit bis zu 90 Watt per Kabel oder 50 Watt kabellos – die Mittagspause reicht also locker für eine Vollladung. Ein passendes Ladegerät muss man aber dazukaufen.

Preis

Das Xiaomi 17 Ultra ist kein Schnäppchen: Die UVP für das 512-GB-Modell startet bei 1500 Euro, für 1 TB werden 1700 Euro fällig. Als Farben stehen Schwarz, Weiß und Grün zur Auswahl. Die besten Angebote starten derzeit bei 1388 Euro für 512 GB. Mit 1 TB ist das Gerät aktuell schon für 1480 Euro zu haben.

Fazit

Das Xiaomi 17 Ultra ist vor allem eines: eine herausragende Kamera, an die ein Smartphone dran gebaut wurde. Die Leica-Kooperation zahlt sich aus – insbesondere bei Nachtaufnahmen ist das Xiaomi 17 Ultra der Konkurrenz von Apple und Google überlegen. Dazu kommen ein extrem helles Display, brachiale Performance und ein Akku, der locker zwei Tage durchhält.

Schwächen gibt es dennoch: Das Gerät ist groß und kopflastig, bei der Update-Politik hinkt Xiaomi der Konkurrenz hinterher, und die vorinstallierte Bloatware wirkt in dieser Preisklasse deplatziert. Vor allem aber ist das Xiaomi 17 Ultra mit 1500 Euro (512 GB) oder 1700 Euro (1 TB) kein Schnäppchen.

Wer sich aber regelmäßig ärgert, dass statt der Systemkamera nur das Smartphone im Gepäck ist, findet im Xiaomi 17 Ultra einen würdigen Ersatz – und muss dafür nicht einmal auf Top-Performance oder Akkulaufzeit verzichten.

Noch mehr Einblicke finden sich bei den Kollegen im Plus-Artikel: Smartphone mit Leica-Kamera – Xiaomi 17 Ultra im Test.

Das Honor Magic 8 Pro bleibt beim bewährten Design. Es setzt auf eine starke 200-Megapixel-Telekamera und einen großen Akku.

VORTEILE
  • starke Performance
  • exzellente Kamera
  • lange Akkulaufzeit
  • exzellentes Display
  • 3D-Gesichtserkennung
NACHTEILE
  • teuer
  • Kalender-App

Das Honor Magic 8 Pro bleibt beim bewährten Design. Es setzt auf eine starke 200-Megapixel-Telekamera und einen großen Akku.

Seit Jahren überzeugt uns Honors Flaggschiff, insbesondere mit seiner starken Kamera. Für den Spitzenplatz fehlten meistens nur Kleinigkeiten gegenüber Samsung, Xiaomi oder Apple. Jetzt hat es geklappt: Das Honor Magic 8 Pro erklimmt die Spitze unserer Smartphone-Bestenliste – vorerst.

Der Fokus des Mobilgeräts liegt erneut auf der Telekamera. Technisch hat sich zwar wenig geändert. Das Feintuning sitzt dieses Mal aber punktgenau. Honor liefert hier keine Revolution, sondern Präzisionsarbeit.

Hinzu kommen ein widerstandsfähiges Gehäuse und ein ausdauernder Akku. Letzterer hält nicht nur auf dem Papier durch, sondern auch im Alltag. Das ist weniger spektakulär, aber deutlich angenehmer.

Wir haben das Honor Magic 8 Pro Ende letzten Jahres ausführlich getestet. Auch die Kolleginnen und Kollegen der c’t haben das High-End-Smartphone intensiv geprüft. In diesem Artikel fassen wir unsere Ergebnisse mit den Erfahrungen der c’t-Redaktion zusammen. Der vollständige Testbericht der c’t findet sich hier: Honor Magic 8 Pro und Magic 8 Lite – Android-Smartphones im Vergleich.

Design

Optisch hat sich tatsächlich wenig getan. Honor bleibt der bekannten Designsprache mit dem großen, runden Kameramodul treu. Die Unterschiede zum Vorgänger fallen minimal aus. Das runde Kameramodul wirkt lediglich etwas präsenter. Dieses findet sich inzwischen aber auch bei anderen Herstellern wie Xiaomi oder Vivo wieder. Für einen eigenständigen Look mit hohem Wiedererkennungswert reicht das nicht.

Allerdings sind die Abmessungen und Display-Diagonale etwas geringer: Das Honor Magic 8 Pro misst 161,2 × 75 × 8,3 mm und bringt 219 g auf die Waage. In einer ähnlichen Größenklasse und Gewichtsklasse bewegt sich auch das Xiaomi 15 Ultra. Die Verarbeitung ist erstklassig. Die Glasrückseite trifft auf einen dunklen Metallrahmen. Das fühlt sich hochwertig an und sieht auch so aus.

So filigran das Magic 8 Pro wirkt, so robust zeigt es sich. Vor Flüssigkeiten muss man sich kaum sorgen. Honor kombiniert IP68 und IP69 und erfüllt zusätzlich die IP69K-Norm. Das bedeutet, das Smartphone übersteht selbst Hochdruckreinigungen mit heißem Wasser. Eine Eigenschaft, die man hoffentlich nie benötigt.

Neu hinzugekommen ist eine sogenannte KI-Taste, die an den Action-Button des iPhone erinnert. Standardmäßig öffnet sie einen KI-Agenten, lässt sich jedoch auch mit weiteren Funktionen belegen – etwa zum Starten der Kamera oder vollständig deaktivieren, falls der Nutzer von einer solchen Taste nicht gestört werden will. Insgesamt können bis zu drei Aktionen zugewiesen werden, ausgelöst durch kurzes, doppeltes oder langes Drücken. Anders als bei Apple unterscheidet das System allerdings keine verschiedenen Druckstärken.

Display

Erstklassig präsentiert sich erneut das OLED-Display mit LTPO-Technologie und einer Diagonale von 6,71 Zoll. Damit fällt es minimal kleiner aus als beim Vorgänger mit 6,8 Zoll. Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch zwischen 1 und 120 Hz an, was sowohl für eine flüssige Darstellung als auch für einen geringeren Energieverbrauch im Always-on-Betrieb sorgt.

Mit 2808 × 1256 Pixeln ist die Auflösung sehr hoch und liefert eine entsprechend scharfe Darstellung. Zudem erreicht das Panel eine außergewöhnlich hohe Helligkeit: Laut Hersteller sind im HDR-Modus bis zu 6000 Nits möglich. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung blieb das Display im Test gut ablesbar.

Die Bildqualität überzeugt mit satten Farben, hohem Kontrast, tiefen Schwarzwerten und stabilen Blickwinkeln. Nutzer können verschiedene Farbtemperaturen wählen, standardmäßig ist der Modus „Lebhaft“ aktiviert. Dank hochfrequentem PWM-Dimming mit bis zu 4320 Hz gilt das Display zudem als besonders augenfreundlich, was durch eine Zertifizierung des TÜV-Rheinland bestätigt wird.

Kamera

Die Hauptkamera setzt erneut auf drei Objektive: eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit f/1,6-Blende und optischer Bildstabilisierung (OIS), ein 50-Megapixel-Weitwinkelobjektiv mit f/2,0-Blende, das zugleich für Makroaufnahmen genutzt wird, sowie ein Periskop-Teleobjektiv mit 200 Megapixeln, f/2,6-Blende, OIS und 3,7-fachem optischem Zoom.

Für Selfies stehen zwei Frontkameras zur Verfügung. Die eigentliche Aufnahmekamera löst mit 50 Megapixeln bei f/2,0 auf, während das zweite Modul ausschließlich zur Erfassung von Tiefeninformationen dient. Zudem bietet das Frontkamerasystem in einer etwas breiteren Notch auch 3D-Gesichtserkennung wie das iPhone – selten bei Android-Smartphones. Das ist sicherer als Gesichtserkennung mit 2D-Technologie.

Bei Tageslicht gelingen exzellente Aufnahmen. Die Hauptkamera liefert detailreiche, ausgewogene Bilder mit hohem Dynamikumfang. Damit schließt das Honor Magic 8 Pro zur Spitzengruppe auf und kann problemlos mit dem iPhone 17 Pro und dem Samsung Galaxy S25 Ultra mithalten. Lediglich aktuelle Pixel-Modelle sowie das Vivo X300 Pro und das Huawei Pura 80 Ultra liegen hier noch hauchdünn vorn.

Der eigentliche Star des Kamerasystems ist jedoch das hochauflösende Teleobjektiv. Während viele Hersteller die höchste Sensorauflösung der Hauptkamera vorbehalten, setzt Honor erneut auf das Zoommodul – mit überzeugenden Ergebnissen. Selbst Aufnahmen mit zehnfacher Vergrößerung wirken noch scharf und detailreich.

Zusätzlich kann das Magic 8 Pro Fotos per KI nachschärfen, was allerdings eine aktive Internetverbindung erfordert. Ein bis zu 100-facher Zoom ist zumindest theoretisch möglich, wirkt dann jedoch trotz KI-Unterstützung sichtbar grobpixelig. Mit an Bord sind erneut die Porträtfilter, die in Zusammenarbeit mit dem französischen Fotostudio Harcourt entstanden sind und je nach Auswahl stimmungsvolle Aufnahmen im Vintage-Look erzeugen.

Auch bei Nacht überzeugt die Kamera mit einer effektiven Aufhellung der Aufnahmen. Lediglich das Ultraweitwinkelobjektiv fällt mangels optischer Bildstabilisierung etwas ab und liefert weniger scharfe Ergebnisse. Leichtes Bildrauschen bei höheren Zoomstufen lässt sich nicht vollständig vermeiden, insgesamt bleibt die Bildqualität jedoch auf hohem Niveau.

Auch für Videoaufnahmen eignet sich das Magic 8 Pro hervorragend. In 4K sind hohe Bildraten von bis zu 120 Bildern pro Sekunde möglich, auf 8K-Video verzichtet Honor allerdings. Ebenfalls überzeugend fallen die Selfies aus: Die Frontkamera liefert ansprechende Porträts mit natürlicher Anmutung.

Ausstattung

Als Antrieb kommt das derzeit Beste zum Einsatz, was Qualcomm zu bieten hat: der Snapdragon 8 Elite Gen 5. Mehr Rechenleistung gibt es aktuell in der Android-Welt nicht, lediglich Apples A19-Pro-Chip liegt noch etwas darüber. Im Alltag präsentiert sich das Magic 8 Pro jederzeit schnell und geschmeidig und dürfte auch auf lange Sicht über ausreichende Leistungsreserven verfügen. Das unterstreichen die fantastischen Ergebnisse im PCMark-Benchmark mit rund 23.000 Punkten.

Auch für Gaming ist das Magic 8 Pro uneingeschränkt geeignet. Im Grafik-Benchmark 3DMark Wild Life Extreme erreichten wir – ebenso wie die Kollegen der c’t – Spitzenwerte zwischen 6.800 und 7.100 Punkten. Bei Geekbench 6 wurden zudem rund 3.500 Punkte im Single-Core- sowie etwa 5.070 Punkte im Multi-Core-Test gemessen.

Unter Dauerlast wird das Gerät zwar spürbar warm, erreicht dabei jedoch eine insgesamt gute Effizienz von knapp über 60 Prozent. Noch etwas stärker – trotz identischem Chipsatz – schnitt allerdings das Gaming-Smartphone Redmagic 11 Pro ab, das im 3DMark Wild Life über 8.000 Punkte erzielte.

Als interner Speicher stehen grundsätzlich 512 GB zur Verfügung, der Arbeitsspeicher beträgt 12 GB RAM. Die Schnittstellen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und umfassen USB-C 3.2, Wi-Fi 7, 5G, Bluetooth 6.0 (inklusive aptX Adaptive, aptX Lossless, LDAC, LHDC, AAC, SBC und LC3), NFC sowie einen Infrarot-Port zum Steuern von kompatiblem TV oder Audio-Geräten. Für die Ortung setzt das Magic 8 Pro auf GPS, Glonass, Beidou und Galileo.

Einen microSD-Slot zur Speichererweiterung gibt es nicht, dafür unterstützt das Gerät Dual-SIM – wahlweise auch mit zwei eSIMs. Der unter dem Display integrierte Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlässig, auch der Klang des Lautsprechers überzeugt.

Software

Das Magic 8 Pro wird bereits mit Magic OS 10 auf Basis von Android 16 ausgeliefert. Standardmäßig verzichtet die Oberfläche auf einen App-Drawer und orientiert sich damit stärker an iOS als an klassischem Android. Auf Wunsch kann man diesen aber einblenden.

Wie üblich installiert Honor zahlreiche eigene Apps als Alternativen zu Google-Diensten, darunter einen eigenen Kalender und einen App-Store. Der Umfang fällt üppig aus, nicht alle Zusatz-Apps lassen sich deinstallieren. Der Kalender unterstützt neben Google-Konten auch Exchange, zeigte sich in der Praxis jedoch gelegentlich mit verzögerter Synchronisierung. Zudem ist standardmäßig stets der lokale Telefonkalender vorausgewählt.

Bei der Update-Versorgung verspricht Honor bis zu sieben Jahre lang monatliche Sicherheitspatches und Android-Upgrades und liegt damit auf Augenhöhe mit Samsung und Google. Zum Testzeitpunkt stammte der Sicherheitspatch von Ende November und war damit hinreichend aktuell.

Die wichtigste Neuerung von Magic OS 10 ist ein KI-Agent, der dabei helfen soll, Systemeinstellungen per Spracheingabe oder Kontext anzupassen. Statt sich durch teils verschachtelte Menüs zu arbeiten, lassen sich etwa Display- oder Konnektivitätsoptionen direkt per KI ändern.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine Multi-Window-Funktion, die seitlich einblendbare „Magic Sidebar“ mit häufig genutzten Apps sowie das „Magic Portal“. Darüber lassen sich Inhalte wie Adressen aus Textnachrichten markieren und direkt an passende Apps wie Google Maps übergeben. Alternativ kann per Kreisbewegung mit dem Fingerknöchel ein Bildausschnitt markiert werden – Honors Pendant zu Samsungs „Circle to Search“. Der markierte Bereich lässt sich teilen oder zur Objekterkennung an Google übergeben.

Die KI-Funktionen basieren weitgehend auf Google Gemini und sind tief ins System integriert. Dazu zählen unter anderem ein Fotoradierer, Übersetzungsfunktionen sowie die automatische Zusammenfassung von Mitschriften und Transkripten in der Notizen-App. Einige dieser Dienste sind langfristig kostenpflichtig, abhängig von den jeweiligen Google-Tarifen.

Akku

Dank Lithium-Carbon-Technologie bietet das Magic 8 Pro trotz schlanken Gehäuses eine sehr hohe Akkukapazität von 6270 mAh – ein klarer Vorteil gegenüber vergleichbaren Samsung-Modellen. In asiatischen Varianten fällt der Akku mit bis zu 7100 mAh sogar noch größer aus. Aufgrund von EU-Vorgaben zur Akkulogistik musste Honor hierzulande allerdings einen Kompromiss eingehen, der dennoch eine üppige Kapazität ermöglicht.

Die Akkulaufzeit fällt entsprechend beeindruckend aus. Im Alltag hält das Magic 8 Pro bis zu zwei Tage durch. Im PCMark Battery Test erreichten wir im simulierten Dauerbetrieb rund 15 Stunden. Die Kollegen der c’t kamen im Streaming-Test auf etwa 22 Stunden über WLAN und rund 20 Stunden über 5G. Auch beim Spielen hielt das Gerät lange durch, selbst die kontinuierliche Wiedergabe von 4K-Video ist bis zu 16 Stunden möglich.

Beim Laden zeigt sich das Magic 8 Pro ebenfalls sehr leistungsfähig: Kabelgebunden sind bis zu 100 Watt möglich, womit der Akku in rund 45 Minuten vollständig geladen ist. Kabelloses Laden unterstützt Honor mit bis zu 80 Watt – entsprechende, kompatible Ladegeräte vorausgesetzt.

Preis

Die UVP liegt bei 1299 Euro. Allerdings gibt es bereits Straßenpreise, die bei knapp 949 Euro starten. Als Farben gibt es Schwarz, Gold und Hellblau.

Fazit

Auf den ersten Blick hat sich wenig getan, tatsächlich ist Honor mit dem Magic 8 Pro jedoch ein starkes Update seiner Flaggschiff-Reihe gelungen. Das Gerät beseitigt die Schwächen des Vorgängers konsequent und präsentiert sich insgesamt so ausgereift, dass es derzeit zu den besten Smartphones am Markt zählt.

Das exzellente Display, der sehr leistungsstarke Prozessor und die hochwertige Verarbeitung überzeugen. Herausragend ist zudem das Kamerasystem, das auf Augenhöhe mit der Spitze agiert – insbesondere das Teleobjektiv. Hinzu kommt der große Akku, der für eine sehr lange Laufzeit sorgt.

Nur wenige Schwächen trüben den Gesamteindruck. Am ehesten betrifft dies die Software mit zahlreichen vorinstallierten Apps, die nicht immer den Komfort der Google-Pendants bieten. Der Einstiegspreis fällt hoch aus, dürfte sich am Markt aber rasch relativieren. Android-Enthusiasten, die ein starkes Gesamtpaket mit exzellenter Zoom-Kamera suchen, finden im Honor Magic 8 Pro ein nahezu perfektes Smartphone.

Apples neues Flaggschiff ist da: Im Test zeigt sich, welche Stärken das iPhone 17 Pro Max hat und ob Apple ein großer Wurf gelungen ist.

VORTEILE
  • brachiale Power
  • hervorragende Kamera
  • hohe Qualität
  • lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
  • kostenintensiv
  • Dynamic Island verdeckt Inhalte

Apples neues Flaggschiff ist da: Im Test zeigt sich, welche Stärken das iPhone 17 Pro Max hat und ob Apple ein großer Wurf gelungen ist.

Optisch hebt sich das neue iPhone 17 deutlich vom Vorgänger ab. Während derzeit vielerorts über mögliche Probleme mit Kratzern diskutiert wird, hat die Redaktion von Mac & i das neue Apple-Flaggschiff gründlich getestet und zeigt, was sich alles verbessert hat.

Wir fassen hier für Bestenlisten die wichtigsten Ergebnisse der Kollegen zusammen. Den vollständigen Test gibt es im Artikel: iPhone 17, 17 Pro, 17 Pro Max und Air im Test (Heise+). Einen Vergleich mit Googles Aushängeschild gibt es ferner im Artikel: Foto-Duell: Apple iPhone 17 Pro Max gegen Google Pixel 10 Pro XL (Heise+).

Design

Apple spendiert dem iPhone 17 Pro Max ein neues Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das nun auch Teile der Rückseite einbezieht. Dadurch soll die Wärmeableitung effizienter funktionieren als beim bisherigen Titanrahmen – etwas, das sich im Alltag durchaus bemerkbar machen dürfte. Allerdings geht das leichtere Material geringfügig zulasten der Stabilität.

Auffällig ist vor allem die Rückseite: Das breite Kameraplateau mit LED-Blitz und Lidar-Scanner dominiert das Design, während die drei Objektive deutlich hervorstehen und dem Pro Max seinen charakteristischen Look verleihen.

Damit wächst die Dicke auf 13,3 mm. Die Abmessungen liegen insgesamt bei 163,4 × 78 × 8,8 mm, das Gewicht bei 231 g. Die IP68-Zertifizierung ist wieder an Bord.

Display

Größe und Auflösung bleiben unverändert: Das 6,9-Zoll-OLED mit LTPO-Technik löst mit 2868 × 1320 Pixeln bei 458 PPI auf und bietet eine variable Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz. Die maximale Helligkeit steigt jedoch von 2000 auf 3000 Nits deutlich. Im Test der Kollegen erreichte es 803 Nits im Innenraum, 1403 Nits bei HDR und bis zu 2810 Nits unter direkter Sonneneinstrahlung.

Kamera

Das iPhone 17 Pro Max bringt deutliche Fortschritte bei der Kamera. Das Teleobjektiv erhält wie auch der Haupt- und Ultraweitwinkel einen 48-Megapixel-Sensor samt Tetraprisma und bis zu 8-fachen optischen Zoom. Die Frontkamera löst mit 18 Megapixeln auf.

Standardmäßig erzeugt die Kamera per Pixel Binning Aufnahmen mit 24 Megapixeln, die aus mehreren Sensordaten kombiniert werden. Im Test von Mac & i lieferte die Telelinse im Vergleich zum iPhone 16 Pro sichtbar schärfere Ergebnisse, selbst bei wenig Licht. Besonders beeindruckt zeigte sich die Redaktion vom Bildstabilisator, der selbst bei 200 Millimetern Brennweite und Belichtungszeit von einer Zehntelsekunde noch verwacklungsfreie Fotos ermöglicht.

Auch bei Videos setzt das iPhone 17 Pro Max Maßstäbe: 4K mit Dolby Vision gelingt nun mit 120 FPS, außerdem unterstützt das Gerät Prores RAW, Log 2 und Genlock. Damit richtet sich das Pro-Modell noch stärker als bisher an ambitionierte Filmer und Profis.

Die Heise-Redaktion hat das iPhone 17 Pro Max mit dem Google Pixel 10 Pro XL verglichen. Ergebnis: Das iPhone zeigt seine Stärken bei Porträt- und Ultraweitwinkelaufnahmen, während das Pixel vorrangig bei schwachem Licht überzeugt. Mehr Details finden sich im Plus-Artikel Foto-Duell: Apple iPhone 17 Pro Max gegen Google Pixel 10 Pro XL (Heise+).

Ausstattung

Der A19 Pro verleiht den iPhone‑17‑Pro-Modellen eine deutlich stärkere Performance, vorrangig bei Multi-Core-Aufgaben. Damit schlägt der Chip laut Mac & i auch die schnellsten Android-Smartphones. Die GPU mit sechs Kernen profitiert von neuen KI-Beschleunigern und verdoppelt die AI-Leistung gegenüber dem 16 Pro. Im Geekbench-AI-Benchmark legte das iPhone 17 Pro Max im GPU-Modus deutlich zu und steigerte die Punktzahl von 7144 auf 16.428 gegenüber dem 16 Pro. Im Test überzeugte das SoC mit dauerhaft hoher Geschwindigkeit ohne Hitzeprobleme.

Zudem gibt es mehr Arbeitsspeicher (12 statt 8 GB) und einen vergrößerten L2-Cache (6 statt 4 MB). Der interne Speicher startet bei 256 GB und reicht über 512 GB und 1 TB bis 2 TB.

Akku

Dank größerem Akku und effizienterem A19 Pro steigern die iPhone‑17‑Pro-Max-Modelle ihre Laufzeiten spürbar: Videos laufen nun knapp 32 Stunden, 3D-Spiele rund 15 Stunden. Die Surfzeiten bleiben nahezu unverändert gegenüber dem Vorgänger. Beim Schnellladen erreichte das Pro Max in 20 Minuten 41 Prozent – solide Werte, auch wenn Apples Versprechen von „50 Prozent“ knapp verfehlt wird.

Preis

So viel Qualität hat ihren Preis. Das iPhone 17 Pro Max wird mit Speichergrößen von 256 GB bis 2 TB angeboten, die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) liegen zwischen 1499 und 2449 Euro. Straßenpreise beginnen bei 1379 Euro. 512 GB gibt es ab 1549 Euro, für 1 TB sind 1879 Euro fällig, 2 TB kosten 2299 Euro. Erhältlich ist es in den Farben Silber, Cosmic Orange und Tiefblau.

Fazit

Im Test von Mac & i überzeugte das iPhone 17 Pro Max mit starker Performance dank A19 Pro, einer auf 48 Megapixel aufgerüsteten Tele-Kamera und verbessertem Wärmemanagement durch das neue Unibody-Design. Dazu kommen das noch hellere Display, längere Akkulaufzeiten und neue Profi‑Video-Features. Letztlich liefert Apple ein rundes Update, das vorrangig für Foto- und Videoenthusiasten ebenso wie für Power-User spannend ist.

Mehr Details, Benchmarks und Hintergründe finden sich bei den Kollegen in den Artikeln iPhone 17, 17 Pro, 17 Pro Max und Air im Test (Heise+) sowie Foto-Duell: Apple iPhone 17 Pro Max gegen Google Pixel 10 Pro XL (Heise+).

Top-Kamera, dünn und trotzdem ausdauernd: Das Motorola Signature ist vielleicht die zarteste Versuchung, seit es Smartphones gibt.

VORTEILE
  • Top-Kamera
  • starke Performance
  • exzellentes Display
  • lädt schnell
  • wunderschönes und flaches Design
NACHTEILE
  • nicht der schnellste Qualcomm-Chip
  • KI nur mit Account (aber kostenlos)

Top-Kamera, dünn und trotzdem ausdauernd: Das Motorola Signature ist vielleicht die zarteste Versuchung, seit es Smartphones gibt.

Mit dem Signature bringt Motorola erstmals seit Jahren ein echtes Smartphone-Flaggschiff heraus. Bislang richtete sich die Edge-Reihe des Herstellers eher an Käufer der gehobenen Mittelklasse – echte Spitzenklasse suchte man im Portfolio vergeblich. Das Signature ändert das: Es ist geradezu absurd dünn, packt aber trotzdem eine vollwertige Top-Kamera-Ausstattung samt Periskop-Telelinse ins Gehäuse.

Warum das Motorola Signature unser Geheimtipp unter den High-End-Smartphones ist, klären wir in diesem Testbericht.

Design

Einen Preis hat Motorola mit dem Signature bereits gewonnen: Es ist definitiv das schönste Smartphone, das wir in den vergangenen Jahren getestet haben. Der Hersteller setzt seine Design-Sprache konsequent fort. Das Gerät mutet dank einer Rückseite, die an textile Materialien wie Twill erinnert, angenehm organisch an. Wie gewohnt spendiert Motorola dem Gerät auch eine Duftnote – was allerdings Geschmackssache sein dürfte. Wer sich daran stören sollte: Der Geruch verfliegt schnell.

Die Verarbeitung ist erstklassig. Der Rahmen besteht aus gebürstetem Aluminium – ein solches Gerät möchte man eigentlich nicht in eine Schutzhülle packen. Muss man auch nicht unbedingt, denn das flache Smartphone ist robuster, als es vielleicht den Eindruck erweckt. Es erfüllt einige Tests der US-Militärnorm MIL-STD-810H – zumindest einen Sturz aus Hüfthöhe sollte das Gerät also problemlos überstehen. Zudem ist es staub- und wasserdicht nach IP68 – kann also 30 Minuten in 1,5 m Tiefe baden gehen – sowie nach IP69, was sogar den Einsatz von Hochdruckreinigern erlaubt.

Trotz dieser Robustheit bleibt das Gerät bemerkenswert filigran. Während Apple mit dem iPhone Air und Samsung mit dem Galaxy S25 Edge wenig Erfolg hatten, weil große Kompromisse bei Kamera und Akkugröße eingegangen wurden, bleibt das Signature hauchdünn, ohne auf Top-Ausstattung verzichten zu müssen. Das Handy ist mit Abmessungen von 162,1 × 76,4 mm zwar ausladend, aber mit einer Dicke von 7 mm sehr dünn und mit 186 g zudem angenehm leicht.

Display

Absolut erstklassig ist zudem das OLED-Display mit LTPO-Technologie. Dieses regelt die Aktualisierungsrate dynamisch und stufenweise von 1 bis 165 Hz – das sorgt für eine geschmeidige Bildbewegung bei hoher Energieeffizienz. Die Diagonale beträgt 6,8 Zoll bei einer messerscharfen Auflösung von 2.780 × 1.264 Pixeln (449 PPI).

Die Bildqualität ist exzellent: tiefes Schwarz, ausgewogene Kontraste und kräftige Farben. Auch unter Sonnenschein bleibt die Anzeige stets ablesbar – laut Motorola sind kurzzeitig bis zu 6200 Nits möglich.

Kamera

Als Kamera setzt Motorola auf ein Triple-Setup – alle drei Linsen lösen mit 50 Megapixeln auf. Das Hauptobjektiv nutzt eine f/1.6-Blende sowie optische Bildstabilisierung (OIS). Das Periskop-Teleobjektiv bietet ebenfalls OIS und einen dreifachen optischen Zoom. Dazu gesellt sich die Ultraweitwinkellinse mit f/2.0 und Autofokus – allerdings ohne OIS. Auch die Selfie-Kamera löst mit 50 Megapixeln auf.

Die Fotos können sich wirklich sehen lassen – für uns ist das Signature schon jetzt die Kamera-Überraschung des Jahres. Bei Tageslicht gelingen mit der Hauptlinse exzellente Aufnahmen: Bilddetails sind ausgewogen, der Dynamikumfang sehr stimmig. Auch bei Dunkelheit hellt die Kamera Motive effektiv auf, ohne den Betrachter mit übermäßigem Bildrauschen zu quälen. Etwas Unschärfe ist vorhanden, das Ergebnis insgesamt aber dennoch gut.

Noch besser hat uns die Telelinse gefallen. Diese holt Objekte verlustfrei bis zum Faktor drei heran. Aber auch beim hybriden Zoom mit digitaler Verstärkung sehen höhere Zoomstufen wirklich gut aus – nahezu verlustfrei bei sechsfacher Vergrößerung, aber auch noch mehr als ordentlich bei zehnfachem Zoom. Selbst Motive mit 30-facher Vergrößerung sahen überraschend brauchbar aus. Auch bei Dunkelheit macht die Telelinse eine gute Figur.

Die Ultraweitwinkellinse weicht farblich nicht von der Hauptlinse ab und bietet ordentliche Bilddetails. Sie kommt zudem auch als Makrolinse zum Einsatz. Lediglich bei Dunkelheit kann die Ultraweitwinkellinse mangels OIS nicht mehr ganz mitspielen. Selfies gelingen ebenfalls und überzeugen mit natürlicher Farbgebung und hoher Bildschärfe – wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der Flaggschiffe der Konkurrenz. Videos sind in 4K bei 60 FPS sowie in 8K bei 30 FPS in wirklich guter Qualität möglich.

Ausstattung

Kommen wir zur vielleicht ersten „Schwachstelle“ des Signature: An Bord arbeitet als Prozessor der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 (SM8845) – Achtung, Verwechslungsgefahr! Es handelt sich also nicht um den Snapdragon 8 Elite Gen 5 (SM8850-AC), sondern um den Gen 5 ganz ohne den Zusatz „Elite“. Das ist also nicht der schnellste Chip aus dem Hause Qualcomm, sondern eine leicht abgespeckte Variante.

Diese bietet eine vergleichbare Performance wie der Top-Chipsatz des letzten Jahres, bei etwas höherer Effizienz. Im Alltag dürfte kaum jemand einen echten Unterschied feststellen – das Signature arbeitet rasant und ist auch voll Gaming-tauglich. Lediglich Benchmark-Fetischisten könnten hier unruhig werden. Für alle anderen liefert das Smartphone hohe Leistung auf Jahre hinaus. Das belegen auch die starken Benchmark-Werte – etwa 20.000 Punkte bei PCMark sowie 5800 Punkte bei 3DMark Wild Life Extreme. Im Stresstest erreicht es dabei eine solide Effizienz von etwa 69 Prozent.

Der flotte Speicher nach UFS 4.1 bietet 512 GB bei 16 GB RAM. Eine Variante mit 1 TB gibt es aktuell allerdings nicht, zudem ist die Erweiterung per microSD-Karte nicht möglich. Im Hinblick auf Schnittstellen ist alles auf neuestem Stand: USB-C 3.2, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 sowie NFC und sogar UWB. Die Ortung mittels Multiband-GNSS ist gewohnt präzise.

Software

Das Motorola Signature läuft bereits mit Android 16. Die Bedienoberfläche erinnert stark an Vanilla-Android, ist aber mit zusätzlichen praktischen Gesten gespickt – etwa dreimal schütteln, um den LED-Blitz als Taschenlampe zu aktivieren, oder zweimal herumdrehen, um die Kamera zu starten.

Sehr untypisch für Motorola: Der Hersteller verspricht tatsächlich Android-Updates sowie Sicherheits-Patches für sieben Jahre – also auf Augenhöhe mit Samsung, Google und Honor. Bislang stand Motorola eher nicht für besonders lange Update-Zeiträume, die Edge-Reihe muss mit deutlich kürzeren Update-Zyklen leben. Umso erfreulicher, dass das Signature hier die volle Sieben bekommt. Zum Testzeitpunkt war der Sicherheits-Patch entsprechend auch aktuell.

Die Software läuft zudem geschmeidig, der Play Store macht keine Zicken. Interessant: Motorola legt ein umfangreiches KI-Paket bei – die hauseigenen „Moto AI“-Features plus satte sechs Jahre Perplexity Pro. Den Zugang gibt es aber nur mit kostenlosem Motorola-Account.

Akku

Trotz des dünnen Gehäuses kommt das Signature auf ordentliche 5.200 mAh – Silizium-Karbon-Technologie macht es möglich. Damit wird es zwar nicht zum Dauerläufer, aber es übertrifft andere schlanke Smartphones wie das Samsung Galaxy S25 Edge deutlich.

Beim PCMark Battery Test kamen wir im simulierten Betrieb auf rund 14 Stunden. Das ist ein starker Wert und auf Augenhöhe mit den meisten Flagship-Smartphones der letzten Jahre. Einen Tag schafft das Signature problemlos, bei sparsamerer Nutzung auch etwas mehr. Flott geladen ist es ebenfalls: Kabelgebunden sind bis zu 90 W möglich, per Induktion immerhin 50 W.

Preis

Die UVP für das Motorola Signature fällt mit 999 Euro erstaunlich niedrig aus. Mittlerweile bekommt man es bereits ab 939 Euro. Für ein derart schlankes High-End-Smartphone ist das ein attraktiver Preis. Als Farben stehen Olivgrün und Schwarz zur Auswahl. Es gibt allerdings nur eine Speichervariante mit 16/512 GB.

Fazit

Das Motorola Signature ist das dünnste und schönste Top-Smartphone, das man derzeit bekommen kann. Das Display ist erstklassig, die Kamera ebenfalls – und für genügend Performance ist gesorgt, auch wenn nicht der Top-Prozessor von Qualcomm zum Einsatz kommt, sondern nur eine leicht abgespeckte Variante.

Motorola ist der erste Versuch eines Flaggschiff-Smartphones sichtlich gelungen. Besonders zeigt der Hersteller, dass dünne Smartphones nicht bei der Akkulaufzeit oder der Telelinse schwächeln müssen. Nennenswerte Schwächen sehen wir bei dem Gerät keine – zudem ist es deutlich günstiger als die Konkurrenz. Das macht es zu einer überaus charmanten Alternative zu Xiaomi, Samsung oder Honor.

Das Vivo X300 Pro will mit der besten Smartphone-Kamera, starker Performance, einem fantastischen Display und einer langen Akkulaufzeit punkten.

VORTEILE
  • fantastische Smartphone-Kamera mit 200-MP-Teleobjektiv
  • Kamera-Zubehör-Set mit Griff und Zoom
  • lange Akkulaufzeit
  • starke Performance
  • exzellentes Display
NACHTEILE
  • gelegentliche Software-Bugs
  • kleinerer Akku in Europa (5440 vs 6510 mAh)
  • hoher Preis

Das Vivo X300 Pro will mit der besten Smartphone-Kamera, starker Performance, einem fantastischen Display und einer langen Akkulaufzeit punkten.

Nach zwei Jahren Funkstille ist Vivo zurück in Deutschland. Die Patentstreitigkeiten mit Nokia, die 2023 zum dramatischen Verkaufsstopp führten, sind Geschichte. Seit November 2025 gibt es das Vivo X300 Pro offiziell bei Amazon sowie weiteren Händlern – und das Warten hat sich gelohnt. Das Flaggschiff-Smartphone setzt kompromisslos auf Fotografie und will mit einer Zeiss-Kamera neue Maßstäbe setzen, die selbst das Samsung Galaxy S25 Ultra und das Pixel 10 Pro alt aussehen lassen.

Im Vergleich zum kleineren X300 packt das Pro-Modell mehr Leistung und ein größeres Display in das Gehäuse. Gegenüber dem hervorragenden Vorgänger X200 Pro trumpft es mit verbesserter Prozessorleistung, besserer Kamera-Dynamik und größerem Akku auf. Das Sahnehäubchen: Nur das X300 Pro unterstützt das außergewöhnliche Erweiterungsset mit Zeiss-Zoomobjektiv und Kameragriff.

Design und Verarbeitung

Das Vivo X300 Pro misst 161,2 × 75,5 × 8 mm bei 226 g. Damit spielt es in der Liga der größeren Smartphones mit, ohne zum unhandlichen Klotz zu werden. Der kantige Aluminiumrahmen trifft auf Gorilla Armor Glass vorn und matte Glasrückseite – eine Kombination, die Premium-Gefühle weckt.

Der kreisrunde Kamerablock dominiert die Rückseite. Er ist markant größer als bei den meisten Konkurrenten und zeigt sofort: Hier steckt richtig viel Foto-Handy drin. Die Farboptionen beschränken sich auf Phantom Black und Dune Brown in Europa, während globale Modelle zusätzlich Cloud White und Mist Blue bieten. Unser braunes Testgerät wirkt allerdings etwas zu zurückhaltend – hier hätte Vivo gerne mutiger sein können.

Die Verarbeitung überzeugt mit hochwertiger Aluminiumlegierung und robustem Glas. Die IP69-Zertifizierung schützt gegen das Eindringen von Staub und Wasser. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display reagiert blitzschnell und funktioniert auch mit feuchten Fingern zuverlässig.

Eine 3,5-mm-Klinke sucht man vergebens, dafür bieten die Stereo-Lautsprecher klaren und lauten Sound. Trotz der stattlichen Abmessungen liegt das Gerät gut in der Hand und wackelt dank des mittigen Kameramoduls nicht auf dem Tisch.

Vivo X300 Pro

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Vivo X300 Pro?

Das 6,78-Zoll-AMOLED-Display mit LTPO-Technologie setzt Maßstäbe. Mit 120 Hz Bildwiederholrate, 2160 Hz PWM-Dimmung und Unterstützung für HDR10+, HDR Vivid sowie Dolby Vision lässt es technisch keine Wünsche offen. Die Auflösung von 1260 × 2800 Pixeln erreicht scharfe 452 PPI bei einem modernen 20:9-Verhältnis.

Die maximale Helligkeit ist so hoch, dass selbst direktes Sonnenlicht kaum stört. Auch die automatische Helligkeitsanpassung arbeitet präzise, während die minimale Helligkeit dunkel genug ist, um nachts nicht zu stören. Zudem sind die Displayränder mit nur 1,1 mm äußerst schmal.

Die Farbdarstellung orientiert sich am sRGB-Standard, mit Optionen für dynamische Anpassung je nach Inhalt. Im Vergleich zum kleineren X300 (6,31 Zoll) ist es heller, gegenüber dem X200 Pro bieten die dünneren Ränder ein moderneres Erscheinungsbild.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Vivo X300 Pro?

Hier beginnt das X300 Pro der Konkurrenz davonzueilen. Das Dreifach-Kamerasystem mit Zeiss-Optik ist schlichtweg das Beste, was uns bisher untergekommen ist. Die Hauptkamera nutzt einen 50-Megapixel-Sensor (Sony-LYT-828; 1/1,28 Zoll, f/1,6, 24 mm) mit OIS, PDAF und 1,22 µm Pixeln. Der Dynamikumfang umfasst 10,5 Blendenstufen.

Das Teleobjektiv arbeitet mit satten 200 Megapixel (Samsung HPB; 1/1,4 Zoll, f/2,7, 85 mm) und bietet 3,7-fachen optischen Zoom sowie Makro-Funktionen im Verhältnis 2,7:1. Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 50 Megapixel auf (f/2,0, 15 mm, 119°) und verfügt über Autofokus.

Die Zeiss-Optik mit T*-Beschichtung und APO-Linse sorgt für natürliches Bokeh ohne störende Lens-Flares. Zusätzliche Features wie Laser-AF, Farbspektrum-Sensor, 3D-LUT-Import, HDR und Panorama-Funktionen machen das System komplett. Auffällig: Die Zoomlinse erzeugt oft bessere Bilder als die Hauptkamera.

Gegenüber dem Google Pixel 10 Pro XL gewinnt das X300 Pro deutlich. Fotos wirken farbenfroher, schärfer und ästhetischer in allen Szenarien – egal ob normaler Tag, Nacht, Makro oder Selfies.

Die Kamera-App bietet endlose Einstellungsmöglichkeiten für Foto-Nerds, aber auch einen vereinfachten Modus für Gelegenheitsknipser. Die automatische Szenenerkennung schlägt passende Modi für Essen oder Konzerte vor – und das Umstellen lohnt sich, da die Bilder dann nochmals eine Schippe drauflegen.

Vivo X300 Pro

Das optionale Kamera-Zubehör-Set setzt dem noch einen darauf. Die Teleobjektiv-Verlängerung bietet zusätzliche 2,35-fache Vergrößerung bis 300 mm Brennweite und ermöglicht bis zu 1600-fachen Hybrid-Zoom. Der Griff mit physischen Bedienelementen (Auslöser, Zoomhebel, Belichtung), Stativgewinde und integriertem 2300-mAh-Akku verwandelt das Smartphone fast in eine echte Kamera. Topp für Straßenfotografie und Zoom-Aufnahmen weit entfernter Objekte, sogar bei Nacht.

Videos entstehen in 8K bei 30 FPS oder 4K bei 120 FPS mit Dolby Vision und 10-Bit-Log. Zeitlupe funktioniert in 4K bei 120 FPS, Porträt-Videos in 4K bei 60 FPS. Die Stabilisierung kombiniert Gimbal-ähnliches OIS mit Software-Stabilisierung und hält selbst wackelige Hände ruhig. Die 50-Megapixel-Frontkamera (f/2,0, 20 mm, AF, HDR) nimmt Videos bis 4K bei 60 FPS auf und lässt Selfiesticks arbeitslos werden.

Hardware: Wie stark ist das Vivo X300 Pro?

Der MediaTek Dimensity 9500 ist ein Kraftpaket. Der Octa-Core-Prozessor mit 1 × 4,21 GHz, 3 × 3,5 GHz und 4 × 2,7 GHz wird von einer Arm-G1-Ultra-GPU und den speziellen Coprozessoren V3+/VS1 für Bildverarbeitung unterstützt. Das ist mehr Rechenpower, als manche Laptops bieten.

Vivo X300 Pro

Mit 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB UFS-4.1-Speicher ist das Gerät für die nächsten Jahre gerüstet. Ein Erweiterungsslot fehlt, aber bei dieser Kapazität wird ihn kaum jemand vermissen. In Benchmarks erreicht das X300 Pro 6690 Punkte bei 3DMark Wild Life Extreme (Vulkan) – ein Wert, der selbst Gaming-Smartphones erröten lässt. Im Vergleich zum X200 Pro (Dimensity 9300) arbeitet der neue Chip sparsamer, gegenüber dem kleineren X300 bietet das Pro-Modell deutlich mehr Speicher.

Die Konnektivität lässt keine Wünsche offen: Wi-Fi 7 (Dual-Band), Bluetooth 5.4/6 (aptX HD, LHDC 5), GPS (mehrere Bänder), NFC, Infrarot-Blaster und USB-C 3.2 (OTG). Easyshare ermöglicht Dateitransfer zu PCs, Macs und iPhones via NFC/Bluetooth/WLAN. KI-Features wie generative Bildbearbeitung runden die Ausstattung ab.

Software

Das Vivo X300 Pro läuft mit Origin OS 6 auf Basis von Android 16 – eine Premiere für Europa. Bisher bekam der Kontinent eine abgespeckte Funtouch-OS-Variante, jetzt erhalten alle Regionen das vollwertige System. Vivo verspricht fünf Jahre Hauptupdates und sieben Jahre Sicherheitsaktualisierungen.

Die umfangreichen Anpassungen umfassen intelligente Stromspar-Modi, KI-gestützte Kamera-Features wie Fokus-Tracking und sogar Integration zu Apple-Produkten mit Drag-and-drop. Die Nutzung gefällt mit eleganten Öffnungsanimationen und bietet unzählige Optionen.

Das Design überzeugt mit vielen Anpassungsmöglichkeiten. Apps lassen sich in Fenstern zusammenfassen, im Sperrbildschirm verschwindet die Uhr künstlerisch hinter Hintergrundbildern. Die Origin-Insel um die Frontkamera ähnelt Apples Dynamic Island, ein programmierbarer Hardware-Knopf bietet schnellen Zugriff auf Lieblingsfunktionen. Die intelligente Seitenleiste macht wichtige Features schneller verfügbar.

Nach drei Wochen intensiver Nutzung zeigt sich die Kehrseite: OriginOS ist mächtig und kommt mit vielen innovativen Funktionen, ist aber nicht fehlerfrei. Die Kamera öffnet sich gelegentlich nicht über den Schnellzugriff, geschossene Bilder lassen sich nicht sofort teilen, Screenshots können nicht direkt zugeschnitten werden. Die Origin-Insel setzt manchmal aus, Apps laufen nicht so geschmeidig wie bei Pixel-Handys oder iPhones. Hier zeigt sich: Software-Perfektion ist schwerer als Hardware-Excellence.

Akku: Wie lange hält das Vivo X300 Pro durch?

Der Akku fasst 5440 mAh in Europa – weniger als die globale Version mit 6510 mAh. Schuld ist ein EU-Gesetz, das Vivo höhere Einfuhrgebühren bescheren würde. Die Si/C-Li-Ion-Technik sorgt trotzdem für beeindruckende Effizienz.

Das Laden erfolgt mit bis zu 90 W – allerdings nur mit Vivos nicht beiliegendem, speziellem Netzteil für 55 Euro. Das X300 Pro lädt mit normalen Schnellladegeräten immerhin noch mit 45 Watt. Drahtloses Laden funktioniert mit maximal 40 W, umgekehrtes Laden funktioniert sowohl verkabelt als auch drahtlos.

Die Laufzeit beeindruckt: Zwei volle Tage mit einer Ladung sind problemlos möglich. Das zuvor genutzte Google Pixel 9 Pro musste viel schneller wieder ans Netz. Selbst in der gedrosselten europäischen Variante bietet das X300 Pro eine hervorragende Ausdauer.

Preis

In Europa hat das Vivo X300 Pro mit 512 GB und 16 GB RAM eine UVP von 1399 Euro. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 1145 Euro. Das Kamera-Zubehör schlägt mit 200 Euro zu Buche.

Fazit

Das Vivo X300 Pro ist ein fotografisches Meisterwerk im Smartphone-Format. Die Zeiss-Kamera mit dem außergewöhnlichen Teleobjektiv und dem optionalen Zubehör-Set bietet Möglichkeiten, die derzeit kaum ein anderes Smartphone erreicht. Die beste Handy-Kamera, die wir je getestet haben, stellt selbst das Google Pixel 10 Pro XL locker in den Schatten.

Display, Performance und Akkulaufzeit spielen ebenfalls in der Champions League mit. Die Rückkehr nach Europa nach den Nokia-Querelen ist mehr als gelungen – Vivo liefert ein echtes Flaggschiff für Foto-Enthusiasten, welches keine Kompromisse eingeht.

Die Software-Bugs trüben den sonst makellosen Eindruck, zeigen aber auch: Perfektion ist ein Prozess, kein Zustand. Wer bereit ist, gelegentliche Ruckler zu verkraften, bekommt das derzeit beste Fotografie-Smartphone.

Ein Flagship-Smartphone für unter 800 Euro? Das Realme GT 8 Pro glänzt als Preis-Leistungs-Hit unter den Android-Smartphones.

VORTEILE
  • Top-Performance
  • lange Akkulaufzeit
  • schickes Design
NACHTEILE
  • nur USB-C 2.0
  • Display weniger hell als Mitbewerber
  • starke Hitzeentwicklung drosselt das Handy

Ein Flagship-Smartphone für unter 800 Euro? Das Realme GT 8 Pro glänzt als Preis-Leistungs-Hit unter den Android-Smartphones.

In Deutschland ist die Marke Realme weiterhin wenig bekannt. Der Hersteller verkauft hierzulande bislang nicht direkt, auch wenn online eine breite Auswahl verfügbar ist. Weltweit setzt Realme jedoch deutlich mehr Smartphones ab als Motorola oder Google.

Bereits das Realme GT 7 Pro (Testbericht) überzeugte mit hoher Leistung, guter Kamera und fairem Preis. Der Nachfolger soll an diese Stärken anknüpfen.

Die c’t hat das Gerät ausführlich getestet. Für Heise Bestenlisten sind hier die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst. Der vollständige Plus-Artikel mit dem Test ist hier zu finden: Realme GT 8 Pro – High-End-Smartphone im Test.

Design

Die Rückseite besteht aus „paper-like Leather“, einer papierähnlichen Kunststoffmischung mit weicher Haptik, die angenehm in der Hand liegt und weitgehend unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist, ohne Schutzhülle jedoch mit der Zeit verkratzen dürfte.

Mit Abmessungen von 161,8 × 76,9 × 8,3 mm und einem Gewicht von 218 g zählt das Realme GT 8 Pro zu den größeren Smartphones und lässt sich nur mit einer Hand nicht mehr komfortabel bedienen. Das Gehäuse ist nach IP68/IP69 zertifiziert und damit staubdicht sowie selbst gegen starkes Strahlwasser geschützt.

Wer das runde Kameraelement auf der Rückseite nicht mag, kann es austauschen. Realme legt einen passenden Mini-Schraubendreher bei. Die runde Zierblende ist mit zwei Torx-Schrauben befestigt und lässt sich gegen eine optionale quadratische Variante tauschen oder ganz entfernen, was Realme als „Robot“-Look bezeichnet. Eine Hülle für das runde Element liegt bei. Die quadratische Blende samt Hülle soll separat erhältlich sein, ist derzeit jedoch nicht gelistet.

Display

Das 6,79-Zoll-OLED des Realme GT 8 Pro zählt zu den größeren Displays und bietet mit 3136 × 1440 Pixeln sowie 508 dpi eine sehr hohe Auflösung, die auch feine Schriften klar darstellt. Die Bildwiederholrate erreicht 144 Hertz, ein sichtbarer Vorteil gegenüber 120 Hertz ergibt sich jedoch kaum.

Helligkeit und Farbdarstellung überzeugen. Statt der angegebenen 2000 cd/m² erreicht das Display im Test der Kollegen 1790 cd/m², was für gute Ablesbarkeit ausreicht. Neben der natürlichen Voreinstellung stehen zwei satte Farbmodi zur Verfügung.

Kamera

Realme kooperiert bei der Kamera mit Ricoh. Das GT 8 Pro bietet eine Triple-Kamera mit 50-Megapixel-Hauptsensor, 200-Megapixel-Telelinse mit optischem Dreifach-Zoom und 50-Megapixel-Ultraweitwinkel sowie eine 32-Megapixel-Frontkamera. Sichtbares Ergebnis der Partnerschaft ist der Ricoh-GR-Modus mit vier festen Bildlooks und den Brennweiten 24 und 40 mm.

Die Bildqualität überzeugt insgesamt mit natürlicher Farbwiedergabe und stimmiger Belichtung. Feine Details gehen bei stärkerem Zoom durch Nachbearbeitung verloren. Das Tele ist gut stabilisiert, das Ultraweitwinkel besser als bei vielen Konkurrenzmodellen, zeigt aber ebenfalls Detailverluste. Insgesamt liefert das GT 8 Pro eine gute, aber keine Spitzenkamera.

Ausstattung

Mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 gehört das Realme GT 8 Pro zu den leistungsstärksten Smartphones am Markt. In Benchmarks setzt es bei Rechen- und Grafikleistung vielfach Bestmarken und liegt in Multi-Thread- und GPU-Tests teils klar vor aktuellen iPhones. Entsprechend souverän zeigt sich die Alltagsperformance, mit durchweg flüssiger Bedienung und hohen Leistungsreserven.

Problematisch ist jedoch die Wärmeentwicklung. Unter längerer Last drosselt das GT 8 Pro die Leistung deutlich, in Dauertests sinkt sie teils auf rund ein Drittel des Maximums. Auch bei längeren Gaming-Sessions macht sich die Drosselung spürbar bemerkbar. Ob dies am Chip selbst oder am Kühlsystem liegt, bleibt vorerst offen.

Die drahtlosen Schnittstellen sind mit Wi-Fi 7, 5G und Bluetooth 6.0 auf dem neuesten Stand. Der USB-Anschluss arbeitet jedoch nur nach USB 2.0 und ist damit vergleichsweise langsam und veraltet.

Software

Das Realme GT 8 Pro läuft mit Android 16 und der hauseigenen Oberfläche Realme UI, die nah an Stock-Android bleibt und nur wenig vollständig entfern­bare Bloatware mitbringt. Eigene Apps wie AI Creator für generative KI und die Zen Zone ergänzen das System, bieten aber teils Funktionen, die Android bereits abdeckt. Realme verspricht vier große Android-Updates sowie fünf Jahre Sicherheitsupdates.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku mit Silizium-Kohlenstoff-Anode fällt mit 7000 mAh sehr üppig aus. Bei der Akkulaufzeit überzeugt das Realme GT 8 Pro folglich mit hervorragenden Ergebnissen und zählt in allen Testszenarien zur Spitze. Dazu gehören etwa üppige 25 Stunden beim Streaming im WLAN oder bei Spielen. Im Alltag reicht eine Ladung selbst bei intensiver Nutzung für zwei Tage. Geladen wird mit bis zu 120 Watt per Kabel und 50 Watt kabellos, ein vollständiger Ladevorgang dauert knapp eine Stunde.

Preis

Die UVP des Realme GT 8 Pro liegt für die Variante mit 12/256 GB bei rund 1000 Euro, die Dream Edition mit 16/512 GB kostet etwa 1200 Euro. Die Straßenpreise sind jedoch deutlich gefallen: Das Modell mit kleinerem Speicher ist bereits ab rund 757 Euro erhältlich, die Version mit 512 GB ab etwa 799 Euro. Erhältlich ist das Smartphone in Blau und Weiß sowie als Sonderedition in Grün (nur mit großem Speicher).

Fazit

Im Alltag überzeugt das Realme GT 8 Pro mit hoher Performance und sehr langen Akkulaufzeiten. Display und Kamera liefern ebenfalls solide Ergebnisse. Kritisch ist die hitzebedingte Leistungsdrosselung des Kühlsystems, die sich jedoch nur bei länger anhaltender hoher Belastung bemerkbar macht.

Zum vollständigen Test geht es hier: Realme GT 8 Pro – High-End-Smartphone im Test.

Das Xiaomi 15 Ultra bietet eine erstklassige Leica-Kamera, ein starkes Display und Top-Performance. Warum das Flaggschiff-Smartphone so gut ist, klärt dieser Test.

VORTEILE
  • exzellente Leica-Kamera
  • hervorragendes Display
  • Top-Performance
  • lange Akkulaufzeit und schnelles Laden
  • Software-Updates für 6 Jahre
NACHTEILE
  • Benchmark-Ergebnisse leicht hinter Samsung Galaxy S25 Ultra
  • sehr wuchtig wegen präsenter Kamera
  • Luft nach oben bei Nachtaufnahme mit Zoom
  • teuer

Das Xiaomi 15 Ultra bietet eine erstklassige Leica-Kamera, ein starkes Display und Top-Performance. Warum das Flaggschiff-Smartphone so gut ist, klärt dieser Test.

Mit dem Xiaomi 15 Ultra liefern die Chinesen ein Top-Smartphone mit klarem Fokus auf die Leica-Kamera. An Bord des Flaggschiffs findet sich alles, was man von einem High-End-Gerät erwartet: der schnellste Qualcomm-Prozessor, eine Telekamera sowie zusätzlich eine Periskop-Telelinse – letztere sogar mit 200 Megapixeln. Ähnlich hat das auch Honor beim Magic 7 Pro gehandhabt, wo die Telelinse die größte Auflösung erhalten hat. Auch bei der Software legt der Hersteller nach und bietet jetzt sechs Jahre Updates. Damit setzt sich das Xiaomi 15 Ultra in unserer Bestenliste erstmals seit Jahren vor Samsung.

Design

Xiaomi bleibt dem Design seiner Ultra-Reihe weitgehend treu. Das große, runde Kameraelement auf der Rückseite dominiert erneut das Erscheinungsbild. Wie schon bei den Vorgängern stand Leica als Kamera-Partner Pate für das Flaggschiff-Smartphone. Entsprechend prangt auch dieses Mal der Schriftzug des Kamera-Pioniers aus Wetzlar auf dem Modul, das ganze 7 Millimeter aus dem Gehäuse herausragt. Die fein geriffelte Struktur entlang des umlaufenden Metallrings erinnert dabei nicht zufällig an ein echtes Kameraobjektiv. Damit wirkt das Smartphone allerdings auch sehr massiv und weniger handlich. Es ist zudem sehr kopflastig. Selbst das Samsung Galaxy S25 Ultra wirkt dagegen fast schon filigran.

Der Rahmen besteht aus Metall. In unserem Test hatten wir die Variante mit einer Rückseite aus weißem Glas, das mit einer Marmor-ähnlichen Maserung veredelt ist. Alternativ bietet Xiaomi auch eine Version mit schwarzem Glas an. Besonders auffällig ist jedoch das Modell in Silver Chrome, das optisch einer echten Leica-Kamera nachempfunden wurde – ein Highlight für Freunde auffälliger Designs.

Die Verarbeitungsqualität ist, wie es sich für ein Flaggschiff gehört, tadellos. Allerdings hört man ein leichtes Klappern deutlich, wenn man es schüttelt. Mit Abmessungen von 161,3 × 75,3 × 9,5 mm gehört das Gerät zu den größeren Smartphones, bei denen eine einhändige Bedienung kaum möglich ist. Das Gewicht von 225 g ist angesichts der Größe noch im Rahmen und liegt auf dem Niveau der Konkurrenz wie dem Apple iPhone 16 Pro Max oder dem Samsung Galaxy S25 Ultra. Dank IP68-Zertifizierung übersteht das Gerät problemlos den Aufenthalt in bis zu 1,5 Meter tiefem Süßwasser für rund 30 Minuten.

Display

Wie gewohnt setzt Xiaomi auf ein erstklassiges OLED-Display mit moderner LTPO-Technologie. Diese ermöglicht eine variable Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz – je nach Inhalt und Nutzungssituation. Die Auflösung von 3200 × 1440 Pixel bei einer Bildschirmdiagonale von großzügigen 6,73 Zoll sorgt mit 521 PPI für eine messerscharfe Darstellung.

Die Bildqualität ist schlichtweg hervorragend – mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Farben wirken lebendig, Kontraste ausgeprägt und Schwarz ist wirklich tiefschwarz. Auch im Freien macht das Display Freude: Selbst bei direktem Sonnenlicht bleibt der Bildschirminhalt ablesbar. Dafür sorgt die enorme Spitzenhelligkeit von bis zu 3000 Nits laut Herstellerangaben.

Kamera

Herzstück des Xiaomi 15 Ultra ist die gemeinsam mit Leica entwickelte Kamera. Die Hauptlinse nutzt ein 50-Megapixel-Objektiv mit optischer Bildstabilisierung (OIS) und einer lichtstarken f/1.63-Blende. Ergänzt wird sie durch eine Ultraweitwinkelkamera mit 50 Megapixeln, OIS und f/2.2, die auch als Makroobjektiv dient.

Für entfernte Objekte stehen zwei Telelinsen zur Verfügung: Die erste ist vorwiegend für Porträtaufnahmen und näher gelegene Motive gedacht und bietet eine dreifache optische Vergrößerung mit 50 Megapixeln, f/1.8 und OIS. Der eigentliche Star des Xiaomi 15 Ultra ist jedoch das Periskop-Teleobjektiv mit satten 200 Megapixeln, f/2.6 und OIS. Es ermöglicht einen 4,3-fachen optischen Zoom. Für Selfies kommt eine 32-Megapixel-Frontkamera (f/2.0) zum Einsatz. Das Xiaomi 15 Ultra zählt damit zu den vielseitigsten Smartphone-Kameras auf dem Markt. Der Pro-Modus wiederum erlaubt sehr viele Einstellungen für Hobbyfotografen.

Die Hauptkamera liefert detailreiche Aufnahmen mit hoher Bildschärfe und ausgewogenen Kontrasten, während der Autofokus schnell und präzise arbeitet. Nutzer können zwischen zwei Farbmodi wählen: Leica Vibrant („lebendig“) sorgt für kräftige Farben und intensivere Kontraste, während Leica Authentic („authentisch“) dezenter gesättigte Farben mit einem leicht finsteren Look erzeugt. Im Alltag bewährt sich der lebendige Modus am besten, der aber recht knallig herüberkommt. Der authentische Modus eignet sich gut dazu, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen.

Die beiden Teleobjektive bieten mit dreifacher und 4,3-facher optischer Vergrößerung einen guten kreativen Spielraum. Besonders die Periskop-Telelinse mit 200 Megapixeln ermöglicht eine weitere digitale Vergrößerung – bis etwa zum zehnfachen Zoom bleiben die Ergebnisse noch ansehnlich, darüber hinaus werden Fotos dann sichtbar pixelig.

In der Nachtfotografie schlägt sich das Xiaomi 15 Ultra mit der Hauptkamera richtig gut, auch wenn in dieser Disziplin das Pixel 9 Pro von Google vielleicht etwas stärker ist. Die Selfie-Linse ist recht unspektakulär und entspricht dem Vorgänger. Die Ultraweitwinkellinse macht ebenfalls einen guten Job, kann bei Dunkelheit wenig überraschend nicht mit der Hauptkamera mithalten.

Bei Videos ist das Xiaomi 15 Ultra gut aufgestellt: Die Hauptkamera nimmt bei 8K mit 30 FPS und bei 4K mit 60 FPS auf, während die Frontkamera immerhin 4K mit 60 FPS bietet. Die Bildqualität der Video-Clips ist tadellos, die Stabilisierung gelungen.

Ausstattung

Im Xiaomi 15 Ultra arbeitet der derzeit leistungsstärkste Chip aus dem Hause Qualcomm – der Snapdragon 8 Elite. Dieser sorgt für eine erstklassige Performance. Damit ist das Flaggschiff für jeden Einsatzzweck bestens gerüstet, egal ob Gaming, Streaming, Multitasking oder einfach nur Surfen und Chatten. Die gebotene Leistung dürfte für die nächsten Jahre mehr als ausreichen.

Etwas überraschend ist jedoch das Abschneiden in den Benchmarks: Hier liegt das Xiaomi 15 Ultra leicht hinter dem Samsung Galaxy S25 Ultra, obwohl beide Geräte denselben Prozessor verwenden. Allerdings hat Samsung den Zusatz „for Galaxy“ und hat hier eng mit Qualcomm zusammengearbeitet. Nicht falsch verstehen, das Xiaomi ist dennoch ausgesprochen schnell, wie die rund 19.000 Punkte im PCmark-Test und über 6000 Punkte bei 3Dmark Wild Life Extreme zeigen.

Dafür zeigt sich das Xiaomi 15 Ultra in einem anderen Bereich überlegen – bei der Effizienz. Im Stresstest von Wild Life Extreme erreicht in unserem Test einen Effizienzwert von 73 Prozent, was deutlich über dem Ergebnis des koreanischen Konkurrenten liegt. In der Praxis bedeutet das, dass das 15 Ultra seine hohe Performance über einen längeren Zeitraum konstant halten kann, ohne schnell zu drosseln. Das Handy wird spürbar warm, aber nicht heiß.

Auch abseits der reinen Rechenleistung gibt es keine Kompromisse. Das Gerät kommt mit satten 512 GB internem Speicher nach UFS-4.1-Standard und großzügigen 16 GB RAM. Es unterstützt modernste Standards wie Wi-Fi 7, 5G und Bluetooth 6.0 und bringt darüber hinaus NFC, einen Infrarot-Port sowie einen USB-C-3.2-Anschluss mit. Eine eSIM-Unterstützung ist vorhanden. Die Stereo-Lautsprecher überzeugen mit richtig gutem, klarem und vollem Klang, und auch die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist gut und klar. Eine Speichererweiterung ist aber nicht möglich.

Der im Display integrierte Fingerabdrucksensor auf Ultraschall-Basis reagiert schnell und präzise. Für die Ortung werden alle gängigen Satellitensysteme unterstützt, darunter GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS sowie Navic. Die Positionsgenauigkeit liegt bei etwa drei Metern. Schön wäre allerdings ein eigener Knopf als Kameraauslöser gewesen, wie ihn mittlerweile Apple bietet.

Software

Auf dem Xiaomi 15 Ultra läuft Android 15 mit der Xiaomi-Benutzeroberfläche Hyper OS 2, die eher an iOS denn Stock-Android erinnert. Die Bedienoberfläche erlaubt umfangreiche optische Anpassungen – vom Hintergrundbild über Icons bis zur Schriftart, teils über kostenpflichtige Themes sowie mit oder ohne App-Drawer. Neben den Google-Apps installiert Xiaomi eigene Dienste, inklusive eines eigenen App-Stores namens App Mall. Das bringt Vielfalt, aber auch Dopplungen, da sich weder die Google- noch die Xiaomi-Apps einfach deinstallieren lassen.

Immerhin hält sich die Zahl der vorinstallierten Drittanbieter-Apps dieses Mal in Grenzen. Bei den KI-Funktionen setzt Xiaomi primär auf Google Gemini. Ergänzend liefert der Hersteller unter dem Namen Hyper AI einige eigene KI-Funktionen kostenlos mit, darunter dynamisch generierte Hintergrundbilder, einen Schreibassistenten, Zusammenfassen von Texten und einen Sprachrekorder mit Übersetzungsfunktion. Bei Fotos kann man – wie auch bei Google oder Samsung – etwa Spiegelungen oder ganze Objekte verschwinden lassen.

Bei der Update-Politik zeigt sich Xiaomi jetzt großzügiger und verlängert den Zeitraum für Patches auf sechs Jahre – also bis 2031. Android-Updates soll es bis 2029 insgesamt vier Stück geben. Samsung, Google und mittlerweile auch Honor beim Magic 7 Pro gewähren jedoch sieben Jahre Software-Updates. Zum Testzeitpunkt im März stammt der Patch allerdings noch aus dem Januar und könnte bald ein Update vertragen.

Akku

Der Akku des Xiaomi 15 Ultra fasst stattliche 5410 mAh und zeigt sich im Alltag erfreulich ausdauernd. Im Battery Test von PCmark erreicht das Gerät solide 15 Stunden – ein hervorragender Wert. Hier zeigt sich die gute Energieeffizienz des Geräts. Damit kommt man problemlos durch einen Tag, bei sparsamer Nutzung sind auch zwei volle Tage drin.

Aufgeladen wird wahlweise kabelgebunden mit bis zu 90 Watt oder kabellos mit satten 80 Watt. Ein Netzteil liegt allerdings nicht im Lieferumfang bei. Mit einem 120-Watt-Netzteil mit USB PD 3.0 dauert eine vollständige Ladung rund 90 Minuten, von 20 auf 100 Prozent gelingt das in knapp über einer Stunde. Das können andere Smartphones schneller.

Preis

Die UVP für die Variante mit 512 GB liegt bei rund 1500 Euro, mit 1 TB sind es 1700 Euro – eine Menge Geld. Mittlerweile bekommt man das Xiaomi 15 Ultra bereits ab 1129 Euro in Silver Chrome. Das Modell in Schwarz liegt bei 1129 Euro. Das weiße Modell startet bei 1279 Euro.

Als Zubehör gibt es wieder ein Photography Kit für 170 Euro. Dabei handelt es sich um einen Kamera-Griff mit Auslöser, Zoom-Wippe und Zusatzakku, was aus dem Smartphone eine richtige Kompaktkamera macht.

Fazit

Das Xiaomi 15 Ultra ist ein hervorragendes Smartphone mit viel Power, einem brillanten Display, hervorragender Akkuleistung und einer exzellenten Kamera von Leica. Damit übertrifft das 15 Ultra in unseren Augen sogar das Samsung Galaxy S25 Ultra. Die Ausstattung ist top und das Design ist gelungen – auch wenn das Kameramodul äußerst massiv wirkt. Mit dem Gesamtpaket ist das Xiaomi 15 Ultra derzeit das in unsern Augen beste Smartphone.

Das Samsung Galaxy S25 Ultra wirkt auf den ersten Blick nicht revolutionär neu, bietet im Detail aber starke Verbesserungen. Mehr dazu im Test.

VORTEILE
  • Top-Performance
  • lange Akkulaufzeit
  • exzellente Kamera
  • hervorragendes Display
  • 7 Jahre Sicherheits-Updates
NACHTEILE
  • teuer
  • S-Pen ohne Bluetooth
  • keine Speichererweiterung möglich
  • wenig Innovationen

Das Samsung Galaxy S25 Ultra wirkt auf den ersten Blick nicht revolutionär neu, bietet im Detail aber starke Verbesserungen. Mehr dazu im Test.

Samsung hat sein neues Flaggschiff-Handy vorgestellt. Neben dem Apple iPhone gehört die Galaxy-S-Reihe zu den meist erwarteten Smartphone-Neuheiten des Jahres. Große Änderungen gibt es auf den ersten Blick wenig, doch im Detail hat sich einiges getan.

Das Galaxy S25 Ultra setzt auf den leistungsstarken Snapdragon 8 Elite von Qualcomm. Die Kamera erhält ein neues 50-Megapixel-Weitwinkelobjektiv. Samsung integriert zudem seine KI-Features noch tiefer in das Smartphone und System. Optisch bleibt das Ultra-Modell der Designsprache der Reihe treu – mit einem kantigen Gehäuse, rechteckigen Seiten und abgerundeten Ecken. Ob es das beste Android-Smartphone des Jahres ist, klären wir im Test.

Design

Samsung passt das Ultra-Modell stärker an die restliche Galaxy-S-Serie an. Die Ecken sind nun sanfter abgerundet, wodurch das Smartphone angenehmer in der Hand liegt. Gleichzeitig ist der Rahmen kantiger und rechteckiger als beim Vorgänger. Dadurch lässt sich das S25 Ultra auf den ersten Blick kaum vom S25+ unterscheiden. Es wirkt jedoch in unseren Augen jetzt eleganter und weniger klobig als sein Vorgänger.

Die Verarbeitung des Titanrahmens ist erstklassig und vermittelt hohe Wertigkeit. Ein stilistischer Bruch zeigt sich beim S-Pen: Er verschwindet zwar nahtlos im Gehäuse, wirkt mit seiner hellgrauen Kunststoff-Optik aber weniger hochwertig als der Rest des Designs.

Mit 162,8 × 77,6 × 8,2 mm bleibt das S25 Ultra nahezu unverändert, ist aber mit 219 g rund 10 g leichter und minimal dünner als zuvor. Auf der Rückseite kommt Gorilla Glass Victus 2 zum Einsatz. Zudem ist das Smartphone nach IP68 gegen Staub und Süßwasser bis in eine Tiefe von 1,5 m für 30 Minuten geschützt – nicht jedoch gegen Salzwasser, Chlor, Seifenlauge oder heiße Flüssigkeiten. Wichtig: Der SIM-Kartenhalter muss fest verschlossen sein, um Wassereintritt zu verhindern.

Display

Wie beim Vorgänger setzt Samsung auf ein flaches Display – ideal für die Nutzung des S-Pen. Der Displayrand wurde weiter verschlankt, wodurch die Diagonale von 6,8 auf 6,9 Zoll wächst. Die 3120 × 1440 Pixel Auflösung sorgt für ein gestochen scharfes Bild mit 499 PPI. Dank einer adaptiven Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz bleibt das Bild flüssig, während der Energieverbrauch optimiert wird.

Neu ist der Schutz durch Corning Gorilla Armor 2, das noch widerstandsfähiger sein soll und Reflexionen reduziert. Samsung verspricht, dass das Display Stürze aus einer Höhe von 2,2 m auf harten Untergrund übersteht. Wir haben es nicht übers Herz gebracht, das wirklich zu testen.

Mit einer maximalen Helligkeit von 2600 Nits bleibt das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Die Reflexionsminderung durch Gorilla Armor 2 ist spürbar, verhindert Spiegelungen aber nicht vollständig.

Kamera

Das Setup belässt Samsung bei der Quad-Kamera und zwei Telelinsen nahezu gleich. Samsung hat primär bei der Weitwinkellinse nachgebessert, die jetzt mit bis zu 50 Megapixel auflöst. Üblicherweise fasst sie per Pixel-Binning vier Bildpunkte zu einem zusammen. Dazu kommt die potente 200-Megapixel-Linse (f/​1.7) mit optischer Bildstabilisierung (OIS) sowie eine Periskop-Telelinse mit 50 Megapixel, OIS und ein weites Teleobjektiv mit 10 Megapixeln (f/​2.4) und OIS. Für Selfies kommt erneut eine 12-Megapixel-Linse (f/2.2.) zum Einsatz.

Die Hauptlinse liefert schon wie die Vorgänger exzellente und scharfe Aufnahmen bei Tag, mit ausgeprägten Bilddetails und einem weiten Dynamikumfang. Farben und Kontraste wirken sehr naturgetreu. Auch bei Dunkelheit gelingen gute Fotos mit einem effektiv aufhellendem Nachtmodus. Bildrauschen hält sich in Grenzen, Details sind meistens gut erkennbar, auch wenn Aufnahmen etwas verwaschen wirken. Lediglich eine Aufnahme des Sternenhimmels wollte in der Großstadt nicht so recht gelingen.

Beide Telelinsen liefern ab, wobei Fotos mit der Periskop-Telelinse bei fünffacher Vergrößerung detaillierter sind als mit der einfachen Telelinse bei dreifachem Zoom. Auch bei zehnfachem Hybrid-Zoom sind Aufnahmen noch ausreichend scharf. Aufnahmen mit dem Weitwinkelobjektiv weichen farblich nicht von der Hauptlinse ab und bieten jetzt deutlich mehr Details als beim S24 Ultra. Einen expliziten Makromodus gibt es an sich nicht, aber mit der Weitwinkellinse gelingen jetzt bessere Nahaufnahmen. Auch an den Selfies ist nichts auszusetzen. Videoaufnahmen sehen ebenfalls klasse und hervorragend stabilisiert aus.

Ausstattung

Mit dem Snapdragon 8 Elite kommt der beste Prozessor von Qualcomm zum Einsatz. Der Zusatz „for Galaxy“ verdeutlicht, dass er für Samsung optimiert wurde. Die Performance ist grandios – bis zu 6800 Punkte bei Wild Life Extreme von 3DMark sowie 20.000 Punkte bei PCMark sind eine Ansage. Das Galaxy S25 Ultra reagiert immer flott, egal ob beim Gaming oder produktiven Tätigkeiten. Die Reserven dürften auch noch auf Jahre hinaus ausreichen. Luft nach oben ist lediglich bei der Effizienz, die beim Stress-Test von Wild Life Extreme nur auf etwa 51 Prozent kommt.

Der Arbeitsspeicher beträgt immer 12 GB RAM. Als interner Speicher stehen jeweils 256 GB, 512 GB oder 1 TB zur Auswahl – und zwar in der schnellen Variante UFS 4.0. Eine Speichererweiterung ist aber nicht möglich. Auch die Schnittstellen arbeiten nach neuesten Standards mit Bluetooth 5.4, NFC, UWB, Wi-Fi 7, 5G sowie USB-C 3.2. Zur Ortung nutzt das Gerät GPS, Glonass, Beidou und Galileo mit einer Genauigkeit von rund 3 m laut GPS-Test.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist gut, die Stimmen der Teilnehmer jeweils deutlich zu verstehen – ein kleines Rauschen ist gelegentlich zu vernehmen, was aber auch an der Netzqualität am Standort liegen könnte. Die Soundqualität der Lautsprecher ist ebenfalls überzeugend und liefert einen sehr klaren Klang.

Der Fingerabdruckleser sitzt unter dem Bildschirm im unteren Drittel und arbeitet schnell und verlässlich. Die Entsperrung per Gesichtserkennung ist möglich, aber weniger sicher, da hier nur 2D-Technologie zum Einsatz kommt. Einen kleinen Rückschritt gibt es beim S-Pen. Dieser unterstützt kein Bluetooth mehr, eignet sich folglich auch nicht mehr als Fernsteuerung für den Fotoauslöser.

Software

Das Galaxy S25 Ultra wird bereits mit Android 15 und One UI 7 ausgeliefert. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt im Januar aus dem Dezember. Vorbildlich ist Samsung bei den Updates: Mittlerweile können Käufer mit 7 Jahren Software-Support sowie sieben Android-Versionen rechnen. Vermutlich überdauert damit die Software in den meisten Fällen die Hardware.

Augenmerk des S25 Ultra ist die noch tiefere und App-übergreifende Integration der KI. Besonders spannend sind die neuen „AI Agents“, die App-übergreifende Aufgaben erledigen. So ersetzt Googles Gemini weitgehend Samsungs Bixby und führt komplexe Befehle aus, etwa das Suchen von Sport-Events, das Erstellen von Kalendereinträgen und das Versenden von Nachrichten. So kann man das Gerät bitten, die nächsten fünf Spiele einer Fußballmannschaft direkt im Kalender zu hinterlegen. Bixby verschwindet allerdings nicht ganz, das kann etwas verwirrend sein.

Weitere KI-Funktionen umfassen die sprachbasierte Suche in den Einstellungen und Fotos sowie „AI Select“ zum automatischen Zuschneiden von Bildschirminhalten. „Circle-to-Search“ erkennt nun auch Musik aus Filmen oder von Nutzern gesungene oder gesummte Titel – letzteres nicht immer perfekt. Aber Shazam kann man sich jetzt schenken. Samsung hat sich zudem praktische Features für die Bedienoberfläche überlegt: Ein KI-Briefing bietet tägliche Zusammenfassungen von Wetter, Terminen und Verkehr, während die neue „Now Bar“ Live-Widgets mit nützlichen Informationen, etwa der laufenden Stoppuhr, direkt auf dem Startbildschirm anzeigt.

An Bord ist ferner ein KI-gestütztes Zeichen-Feature. Man kritzelt mit dem S-Pen auf den Bildschirm, und die KI versucht daraus eine Zeichnung oder ein Gemälde zu erstellen. Zumindest als moderne Kunst könnten die Ergebnisse des Autors dieses Textes durchgehen. Außerdem gibt es den bekannten Radierer, mit dem sich Objekte aus Bildern entfernen oder verschieben lassen.

Der Dolmetscher ist ebenfalls praktisch, zeigt aber noch Schwächen der Vorgängermodelle. So dauert die Live-Übersetzung bei Telefonanrufen relativ lange und funktioniert im Test beispielsweise mit Polnisch nicht besonders gut. Richtig gut ist der Audioradierer: Dieses Feature entfernt Hintergrundgeräusche aus Videoaufnahmen, etwa das Rauschen des.

Akku

Der 5000-mAh-Akku des Galaxy S25 Ultra hält im Battery Test von PCMark starke 15 Stunden durch – ein hervorragender Wert. Im Alltag sind damit bis zu zwei Tage möglich, unter hoher Last ein voller Tag. Geladen wird mit maximal 45 Watt, was für Samsung ausgesprochen viel ist. Die chinesische Konkurrenz lädt hier aber bis zu dreimal so schnell. In einer Stunde ist der Akku voll, von 20 auf 100 Prozent dauert es 45 Minuten. Kabelloses Laden wird mit bis zu 15 Watt ebenfalls unterstützt.

Preis

Das Samsung Galaxy S25 Ultra startet mit einer nahezu identischen UVP: Das Modell mit 256 GB beginnt bei 1449 Euro, während die Version mit 1 TB bei 1809 Euro liegt. Obwohl der offizielle Verkaufsstart erst am 7. Februar erfolgt, gibt es bereits jetzt attraktive Angebote. Mit 256 GB bekommt man das S25 Ultra für 899 Euro. Die 512-GB-Version ist ab 1035 Euro erhältlich. Bei 1 TB sind es mindestens 1249 Euro.

Interessierte sollten zum Verkaufsstart auf gute Deals mit Trade-In-Optionen achten. Beim Eintausch eines alten Smartphones gibt es oft einen zusätzlichen Rabatt. Das Samsung Galaxy S25 Ultra ist in den Farben Titanium Silverblue, Titanium Gray, Titanium Black und Titanium Whitesilver erhältlich. Zudem gibt es exklusive Sondereditionen in Titanium Jetblack, Titanium Jadegreen und Titanium Pinkgold, die nur online bei Samsung verfügbar sind. Spannend sind hier die Bundles mit den Galaxy Buds 3, den Galaxy Buds 3 Pro oder der Galaxy Watch 7.

Fazit

Ohne Zweifel ist das Samsung Galaxy S25 Ultra das beste Samsung-Smartphone und vielleicht auch derzeit das beste Android-Handy auf dem Markt. Große Änderungen gibt es auf den ersten Blick nicht, das an die Reihe angepasste Design hat uns aber hervorragend gefallen. Der Prozessor bietet enorm viel Power und an der Kamera kam es ohnehin wenig auszusetzen. Zudem baut Samsung konsequent seine KI-Services aus, auch wenn diese nicht immer ausgreift sind und für uns auch kein primäres Kaufargument liefern – die Hardware schon.

Die Konkurrenz ist allerdings sehr dicht auf den Fersen und in Teilbereichen sogar stärker. Speziell für Samsung spricht aber neben der Qualität der gute Software-Support. Wer ein Galaxy S24 Ultra hat, wird kaum einen Grund haben zu kaufen, aber für Besitzer älterer Smartphones ist das S25 Ultra ein Top-Flaggschiff.

Das Google Pixel 10 Pro XL setzt auf eine starke Kamera, ein riesiges Display und massenhaft tatsächlich sinnvolle KI-Funktionen.

VORTEILE
  • exzellentes Display
  • hervorragende Kamera mit 100x-KI-Zoom
  • 16 GB RAM standardmäßig
  • 7 Jahre Updates
  • Magnetisches Qi2.2-Laden
NACHTEILE
  • Tensor G5-Chip recht langsam
  • Akkulaufzeit nur durchschnittlich
  • unhandlich für kleine Hände
  • teuer

Das Google Pixel 10 Pro XL setzt auf eine starke Kamera, ein riesiges Display und massenhaft tatsächlich sinnvolle KI-Funktionen.

Das Pixel 10 Pro XL im 6,8-Zoll-Format richtet sich an Nutzer, die maximale Bildschirmfläche wollen – und bereit sind, dafür beide Hände einzusetzen. Herzstück sind der neue Tensor G5-Chip und erweiterte KI-Funktionen. Im Vergleich zum kompakteren Pixel 10 Pro bietet das XL-Modell mehr Display, einen größeren Akku und standardmäßig 16 GB RAM. Das kleinere Pixel 10 muss bei der Kamera Abstriche machen – es bietet nur zweifachen statt fünffachen optischen Zoom und weniger KI-Features.

Design und Verarbeitung

Google bleibt seinem Designkredo treu – und das ist auch gut so. Das Pixel 10 Pro XL wirkt mit seinem Kamerabalken vertraut, das Design hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert. Die matte Oberfläche mit den abgerundeten Ecken zeigt keine Fingerabdrücke und sorgt für einen sicheren Griff. Mit 220 g und Abmessungen von 162,8 × 76,6 × 8,5 mm gehört es zu den Schwergewichten – einhändige Bedienung ist meist aussichtslos.

Die Verarbeitung liegt auf Spitzenniveau. Gorilla Glass Victus 2 schützt Vorder- und Rückseite vor den Tücken des Alltags. Der Aluminiumrahmen verleiht die nötige Stabilität. Die IP68-Zertifizierung gewährleistet Schutz vor Wasser und Staub bis 1,5 Meter Tiefe für 30 Minuten – perfekt für unfreiwillige Tauchgänge.

Neu sind die integrierten Magnete für Pixelsnap-Zubehör, das mit dem Qi2-Standard kompatibel ist. Google übernimmt hier das von Apple geprägte Magsafe-Konzept – und macht es richtig gut. Die verfügbaren Farben Moonstone, Jade, Porcelain und Obsidian wirken dezent bis langweilig. Google hat sich nicht getraut, dem Pixel 10 Pro XL knalligere Farben zu spendieren – schade, aber die meisten werden ihr Telefon ohnehin in einer Hülle verstecken.

Die Stereo-Lautsprecher liefern klaren und lauten Sound ohne Verzerrungen. Hier hat Google insbesondere am Ohrmuschel-Lautsprecher nachgebessert. Das sorgt für noch satteren Klang und ist richtig gut. Das haptische Feedback gehört zur Spitzenklasse. Die Tasten haben einen präzisen Druckpunkt. Ein Nachteil des markanten, hervorstehenden Kamerabalkens ist, dass sich dort gerne in den Ritzen Staub sammelt.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Pixel 10 Pro XL?

Das 6,8-Zoll-OLED-Display ist schlicht spektakulär. Mit QHD+-Auflösung (1344 × 2992 Pixel) zeigt es gestochen scharfe Inhalte. Die 120 Hz Bildwiederholrate sorgt für butterweiche Animationen.

Die Spitzenhelligkeit von 2200 cd/m², partiell gar 2600 cd/m², ist ein echter Gamechanger. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt alles ablesbar. Gleichzeitig wird das Display auf Wunsch angenehm dunkel für nächtliche Netflix-Sessions. Dabei hat Google die bisherige Option „Extradunkel“ abgeschafft und erlaubt nun, den Helligkeitsregler weiter herunterzustellen. Die adaptive Helligkeit arbeitet zuverlässig, ohne dass man ständig nachjustieren muss.

Die Farbwiedergabe wirkt natürlich und lebendig, ohne ins Knallige abzudriften. HDR10+-Inhalte kommen perfekt zur Geltung. Das Always-On-Display informiert dezent über Benachrichtigungen. Für Medienkonsum und Multitasking bietet das große Display Vorteile gegenüber dem Pixel 10 Pro mit seinen 6,3 Zoll. Split-Screen-Apps sind so besser nutzbar.

Google Pixel 10 Pro XL

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Pixel 10 Pro XL?

Google stattet das Pixel 10 Pro XL mit einer Quad-Kamera aus, die technisch identisch zum Pixel 10 Pro ist. Die 50-MP-Hauptkamera (f/1.68) mit optischer Stabilisierung liefert exzellente Aufnahmen. Der Dynamikumfang ist beeindruckend, die Farben wirken natürlich ohne Googles frühere Tendenz zu übersättigten Tönen. Besonders bei Essen-Aufnahmen zeigt sie ihre Stärken – Gerichte wirken natürlicher und leckerer als bei der Konkurrenz. Auch Produktbilder profitieren vom höheren Dynamikumfang.

Die 48-MP-Ultraweitwinkelkamera (f/1.7) erfasst mit 123° Bildwinkel weitläufige Szenen. Die Details bleiben auch an den Rändern scharf, Verzerrungen hält Google geschickt in Grenzen. Bei Tag entstehen hervorragende Aufnahmen, bei schwachem Licht zeigt sich minimales Bildrauschen.

Highlight ist die 48-MP-Periskop-Telelinse mit fünffachem optischen Zoom und f/2.8-Blende. Bis zum zehnfachen Zoom bleiben Aufnahmen beeindruckend scharf. Ansonsten unterstützt die KI-Funktion Pro Res Zoom bis zu 100-facher Vergrößerung. Die generative KI ergänzt dabei Details und vermeidet Verzerrungen bei Gesichtern – ein cleverer Kniff. Allerdings macht sie aus Text unlesbares Kauderwelsch und funktioniert nicht bei Personen. Das Pixel 10 muss sich mit nur zweifachem optischen Zoom begnügen – ein deutlicher Nachteil.

Dank der 42-MP-Frontkamera (f/2.2) mit Autofokus gelingen scharfe Selfies. Der Autofokus arbeitet zuverlässig. KI-Features wie Best Take wählen automatisch die besten Gesichtsausdrücke.

Videos entstehen standardmäßig in 10-Bit-Qualität bei 4K mit 60 fps. Die Stabilisierung arbeitet perfekt, Motion Deblur reduziert Bewegungsunschärfe effektiv. Der Audio Magic Eraser entfernt störende Hintergrundgeräusche aus Clips. Video Boost verbessert die Qualität über die Cloud, benötigt aber eine Internetverbindung.

Hardware: Wie stark ist das Pixel 10 Pro XL?

Der neue Tensor G5-Chip von TSMC bringt verbesserte Effizienz und läuft kühler als der Vorgänger. Das ist auch bitter nötig – frühere auf Basis von Samsungs Exynos-SoCs gefertigte Tensor-Chips verwandelten Pixel-Phones gerne in Handwärmer. Mit standardmäßig 16 GB RAM ist das XL-Modell bestens für Multitasking gerüstet. Die Speicheroptionen reichen von 256 GB bis zu 1 TB.

Im 3DMark Wild Life Extreme erreicht das Gerät 3323 Punkte – ein ordentlicher, aber nicht überragender Wert. Das ist kaum besser als beim Pixel 9, zeigt aber Googles entspannte Haltung zu Benchmark-Rennen. Für anspruchsvolle Games reicht die Leistung nicht – hier dominiert weiterhin Snapdragon und Co. Im Alltag arbeitet das Gerät aber flüssig und ohne Ruckler. Trotzdem sehen wir den Prozessor als Schwachstelle. Von einem Flagship-Smartphone dieser Preisklasse erwarten wir mehr.

Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display reagiert schnell und zuverlässig. Bei der Konnektivität ist alles auf dem neuesten Stand: 5G, Wi-Fi 7, das brandneue Bluetooth 6 und NFC funktionieren tadellos. Sogar als Auracast-Sender fungiert das Smartphone auf Wunsch. Auch der Funkstandard UWB (Ultra Wideband) für eine sehr präzise Positionsbestimmung ist an Bord. Diese ist von Apples Air Tags bekannt und erlaubt dort, den Tracker innerhalb der eigenen Wohnung gezielt orten zu können. Bei Android sind die konkreten Anwendungsfelder aber bis dato rar gesät, so gibt es bisher nur einen UWB-Tracker für Googles Suchnetzwerk-Pendant Find Hub.

Die KI-Funktionen profitieren spürbar vom größeren Arbeitsspeicher. Während das Pixel 10 Pro mit 12 oder 16 GB RAM auskommen muss und das Pixel 10 nur 12 GB bekommt, läuft die KI-Verarbeitung beim XL merklich schneller. Gemini Nano arbeitet vollständig auf dem Gerät für Sprachübersetzungen und Bildbearbeitung. Der Tensor G5 bleibt jedoch die größte Schwäche – von einem Flagship-Smartphone dieser Preisklasse erwarten wir mehr.

Software

Das Pixel 10 Pro XL wird mit Android 16 ausgeliefert. Google verspricht sieben Jahre Updates bis 2032. Die Material-3-Expressive-Oberfläche wirkt modern mit flüssigen Animationen und lässt sich umfangreich personalisieren. Die Bedienoberfläche reagiert flüssig und ohne Verzögerungen.

Googles KI-Features sind tief integriert und funktionieren größtenteils gut. Der Magic Editor verbessert Fotos automatisch mit beeindruckenden Ergebnissen. Add Me fügt nachträglich Personen in Fotos ein – perfekt für den Fotografen, der immer hinter der Kamera steht. Detail Recovery verbessert Gruppenaufnahmen automatisch.

Call Assist screent unerwünschte Anrufe intelligent – eine Funktion, die jeder Smartphone-Hersteller kopieren sollte. Die Pixel-exklusiven Tools wie Anrufscreening machen den Alltag spürbar angenehmer.

Beeindruckt hat uns auch der lokale KI-Dolmetscher, der während Telefonaten die eigene und die Fremdstimme übersetzt. Dabei nutzt die KI tatsächlich die echte Originalstimme. Vorbei sind die Zeiten, in denen eine generische KI-Stimme die Übersetzung vorliest. Allerdings übersetzt die KI zuweilen noch Quatsch. Für Business-Gespräche ist diese Lösung noch nicht geeignet, im privaten Umfeld dagegen schon. Vor der Erstverwendung muss man die Funktion in der Telefon-App aktivieren und das über 1 GB große Datenpaket für die lokale KI-Verarbeitung herunterladen.

Akku: Wie lange hält das Pixel 10 Pro XL durch?

Der 5200-mAh-Akku ist eine deutliche Verbesserung. Im PCMark Battery Test erreicht das Gerät solide 15,5 Stunden. In unserem Praxiseinsatz über die letzten Wochen kamen wir meist auf etwa 5 bis 6 Stunden Displayzeit. Das ist weniger als bei der Konkurrenz mit ähnlicher Akkukapazität.

Das reicht für einen Tag normaler Nutzung. Power-User müssen abends nachladen, was bei der Größe des Geräts keine Überraschung ist. Das Pixel 10 Pro mit 4870 mAh und das Pixel 10 mit 4970 mAh halten etwas kürzer durch.

Die Ladegeschwindigkeit legt endlich etwas zu, bleibt aber immer noch unter dem Niveau von schnell ladenden Smartphones von Motorola, Xiaomi und Co. Mit 45 Watt erreicht das Gerät in 30 Minuten 70 Prozent Akkustand. Dafür benötigt man ein PPS-Netzteil mit 21 Volt und mindestens 2 Ampere – unser Ladegerät-Testsieger Novoo RG100 (Testbericht) für nur 22 Euro kann das und funktioniert hier perfekt.

Kabelloses Laden funktioniert mit bis zu 25 Watt über Qi2.2-Standard – deutlich schneller als die anderen Pixel 10-Modelle. Zudem ist es abwärtskompatibel mit Qi2-Zuebhör sowie früherem Magsafe-Ladeequipment, dann aber mit deutlich geringerer Ladegeschwindigkeit (15 Watt oder weniger). Umgekehrtes Laden zum Laden kleiner Gadgets auf dem Smartphone gibt es im Unterschied zum Vorgänger nicht mehr, schuld sind die Magnete. Die magnetische Pixelsnap-Technik erleichtert die Positionierung auf kabellosen Ladestationen – endlich kein Fummelei mehr im Dunkeln.

Preis

Die UVP von 1299 Euro ist happig. Mittlerweile sind die Preise gesunken. Für die 256-GB-Variante sind 899 Euro fällig, angesichts der Ausstattung gerechtfertigt. Die 512-GB-Version kostet 1049 Euro, die 1-TB-Variante schlägt mit 1329 Euro zu Buche. Google positioniert sich damit im Premium-Segment. Beim Kauf gewährt Google ein Jahr lang den kostenfreien Zugang zu seinem KI-Abo Google One Pro.

Fazit

Das Google Pixel 10 Pro XL ist Googles bisher bestes Smartphone. Das 6,8-Zoll-Display setzt Maßstäbe, die exzellente Kamera mit cleveren KI-Features sucht ihresgleichen. Sieben Jahre Updates sind vorbildlich, die Verarbeitung liegt auf Spitzenniveau.

Das Design wirkt zeitlos elegant, ohne aufdringlich zu sein. Die KI-Funktionen sind größtenteils nützlich und arbeiten dank 16 GB RAM flüssig. Google hat endlich ein Smartphone gebaut, das in allen Bereichen überzeugt – fast.

Schwächen zeigen sich beim Tensor G5-Chip, der bei anspruchsvollen Aufgaben nicht mit Snapdragon oder Apple Silicon mithalten kann. Die Akkulaufzeit fällt trotz großer Kapazität nur durchschnittlich aus. Der hohe Preis macht das Gerät zu einer kostspieligen Investition, die sich nicht jeder leisten kann oder will.

Wer Googles KI-Features schätzt, ein großes Display benötigt und bereit ist, viel Geld auf den Tisch zu legen, erhält ein hervorragendes Smartphone. Alle anderen greifen zum kompakteren Pixel 10 Pro oder warten auf Preissenkungen.

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