Günstig & trotzdem gut: Wir haben preiswerte E-Mountainbikes von 600 Euro bis 1400 Euro getestet. Dabei kostet das beste E-MTB nur 800 Euro.
Robust, sicher und günstig: E-Mountainbikes machen im Gegensatz zu normalen E-Bikes nicht nur im Gelände eine gute Figur. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht. Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und zudem häufig ausverkauft.
In dieser Bestenliste zeigen wir aus über 70 E-Bike-Tests die zehn besten geländegängigen E-Bikes, die allesamt unter 1400 Euro kosten. Wer ein Fahrrad speziell für die Stadt sucht, dem empfehlen wir unsere Top 10: Das beste E-Bike für die Stadt. Lieber richtig fette Reifen? Dann hilft die Top 10: Das beste günstige E-Fatbike. Besser es klappt? Da hätten wir auch etwas: Top 10: E-Klapprad – die besten E-Bikes zum Falten.
Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet.
Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro.
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.
Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.
Das beste Verhältnis aus Preis und Leistung bietet das Eleglide M2. Es darf auch ein paar Euro mehr kosten? Dann könnte das Telefunken Aufsteiger M925 mit Mittelmotor das E-Bike der Wahl sein. Wer mit dem E-Mountainbike in Deutschland ausschließlich auf privatem Gelände unterwegs ist und den Fokus auf Power legt, der sollte sich unbedingt das Doppelmotormonster Duotts S26 anschauen.
Hydraulische Bremsen, stärkerer Motor, größerer Akku und eine sanfte Federung: Das E-MTB Eleglide M2 bessert an vielen Stellen nach und kostet dennoch weniger als viele andere E-Bikes. Wir haben es im Testbericht.
Hydraulische Bremsen, stärkerer Motor, größerer Akku und eine sanfte Federung: Das E-MTB Eleglide M2 bessert an vielen Stellen nach und kostet dennoch weniger als viele andere E-Bikes. Wir haben es im Testbericht.
Das Eleglide M1 wurde vor etwa zwei Jahren vorgestellt. Seitdem hat Eleglide das E-Bike stetig verbessert. So wurde unter anderem der Fahrradcomputer besser, die Reifen größer und die Federung sanfter. Das Eleglide M1 Plus Gen 2 ist die aktuelle Integration des E-MTBs. Das uns nun vorliegende Eleglide M2 schraubt an vielen Details und ist dennoch kaum teurer geworden. Wir schauen es uns hier im Testbericht ganz genau an.
Das Eleglide M2 kommt zum großen Teil vormontiert in einem dicken Karton zu uns. Der Aufbau sollte von jedem mit technischem Grundverständnis zu bewerkstelligen sein. Trotzdem gibt es hier mehr zu schrauben als etwa bei Fiido C21 (Testbericht). Vorderrad, Sattelstütze und Lenker einsetzen, Frontlicht und Schutzbügel für die Gangschaltung anschrauben, Reflektoren montieren, Pedale einsetzen, alle Schrauben nachziehen und aufpumpen – nach einer knappen Stunde ist das Eleglide M2 fahrbereit. Gut: Die hydraulischen Scheibenbremsen schleifen nicht.
Das Styropor im Karton soll dafür sorgen, dass es zu keinen Transportschäden kommt. Allerdings verteilt es beim Herausnehmen des E-Bikes viele kleine Brösel. Was wir vermissen, sind Schutzbleche. Wer so über nasse Straßen fährt, wird zwangsläufig vollgespritzt. Ab 10 Euro sollte man sich etwa über Amazon (Kauflink) entsprechende Schutzbleche nachkaufen. Das Eleglide M2 hat eine IPX4-Zertifizierung gegen Spritzwasser.
Optisch gefällt uns das 22 Kilogramm schwere Pedelec gut. Es wirkt dank dicker Reifen und sportlicher Geometrie, die sich auch für größere Fahrer eignet, vergleichsweise schick und hochwertig. Trotzdem hat uns der gelb-grüne Aufdruck auf dem Eleglide M1 noch etwa mehr angesprochen als das in Rot gehaltene Logo auf dem M2. Wie beim M1 ist auch beim neuen Modell das Kabelmanagement weniger gut gelöst. Vor dem Lenker sammeln sich zu viele über Spiralbinder gebündelte Kabel, die überwiegend am Rahmen entlang zu ihrer Destination führen. So ist es im Zweifelsfall zwar besser reparierbar, sieht aber unaufgeräumt aus.
An der linken Seite des Lenkers sitzt das hintergrundbeleuchtete Display mit vier Tastern, welches sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen lässt. Das Display zeigt die aktuelle Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, die gewählte Unterstützungsstufe, die Akkuladung in fünf Balken und die gefahrenen Kilometer an. Der untere Taster steuert das ausreichend helle Frontlicht. Ein Hecklicht gibt es nicht und muss nachgekauft werden. Bei Amazon (Kauflink) gibt es die ab etwa 8 Euro. Außerdem aktiviert der Fahrradcomputer auf Wunsch einen Gehmodus, der das Fahrrad auf 6 Kilometer pro Stunde auch ohne Tritt in die Pedale "anschiebt".
Das Eleglide M2 bietet eine korrespondierende App, über die der Nutzer unter anderem das Fahrrad sperren und ein Passwort einrichten kann. Einen wirksamen Diebstahlschutz bietet das jedoch nicht. Dazu empfehlen wir unseren Ratgeber Diebstahlschutz für Fahrrad, E-Bike & E-Scooter: Alarm, GPS-Tracker & Schlösser.
Auf der rechten Seite des Lenkers befindet sich eine kleine Klingel. Die Griffe sind angenehm gummiert. Eleglide legt dem M2 Ersatzgriffe bei. Die Installation sollte man in Deutschland allerdings tunlichst vermeiden, denn sie rüsten einen Gasgriff nach, der so hierzulande nicht erlaubt ist.
Was schon die M1-Serie auszeichnete, hat zum Glück auch den Sprung auf das M2 geschafft: die 24-Gang-Schaltung mit Shimano-Schaltwerk. Sie gewährt im niedrigsten Gang eine derart tiefe Übersetzung, dass selbst steile Anstiege kein Problem darstellen. Im höchsten Gang sorgt sie dafür, dass man auch bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren kann. Diese Gangschaltung ist im Bereich der günstigen China-E-Bikes ein echtes Novum. Die meisten anderen haben eine 7-Gang-Schaltung mit unpassender Übersetzung.
Das Eleglide M2 bietet statt der sonst bei E-MTBs unter 1000 Euro üblichen mechanischen Scheibenbremsen sogar hydraulische Scheibenbremsen. Sie bieten im Vergleich zu mechanischen Scheibenbremsen höhere Bremskraft und präzisere Dosierbarkeit. Zudem benötigen sie weniger Handkraft, justieren sich selbstständig und bremsen in nasser Umgebung besser. Nachteil: Sie sind im schwerer zu reparieren, hier ist Fachwissen und spezielles Werkzeug erforderlich. Im Bremstest erreicht das Eleglide M2 die volle Punktzahl. Wir empfehlen dennoch dringend das Tragen eines Helmes. Hier hilft unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Der 250-Watt-Motor am Hinterrad des Eleglide M2 mit einer Nennspannung von 36 Volt ist ausgesprochen stark. Er erreicht in der Spitze 570 Watt und bietet ein Ausgangsdrehmoment von 55 Newtonmeter. Das ist mehr als noch beim Eleglide M1. So beschleunigt der Motor auch schwerere Fahrer bis zu den zugelassenen 120 Kilogramm problemlos moderate – dank der guten Gangschaltung auch heftige – Steigungen hinauf.
Wie schon beim M1 benötigt der Motor auch beim M2 beim Pedalieren etwa eine halbe Umdrehung, damit er loslegt. Etwa genauso lange läuft er nach, kann jedoch über das Betätigen der Bremse sofort gestoppt werden. Schade, dass Eleglide hier keinen besseren Drehmomentsensor einbaut. Man sieht etwa beim sehr guten Fiido C21, was für einen großen Unterschied das für das Fahrgefühl bedeutet.
Damit einher geht auch das Verhalten der Unterstützungsstufen. So regulieren diese eben nicht die Kraft des Motors wie beim Mittelmotor-E-Bike Magmove CEH55M (Testbericht), sondern die Endgeschwindigkeit. Stufe 1 unterstützt bis 12 Kilometer pro Stunde, Stufe 5 bis zu den maximal erlaubten 25 Kilometer pro Stunde.
Insgesamt zeigt sich das Eleglide M2 beim Fahren wendig und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Das liegt auch an der nun deutlich besseren hydraulischen Frontgabelfederung, die auf Wunsch fixiert werden kann. Aber auch die Reifen von Kenda auf den 27,5-Zoll-Rädern haben ihren Anteil. Sie greifen etwa bei Matsch besser als noch die Reifen des Eleglide M1.
Der Akku sitzt deutlich sichtbar auf dem Rahmen des Eleglide M2. Über einen Schlüssel kann er entnommen werden, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller bleibt.
Seine Kapazität ist zum Eleglide M1 von 450 Wattstunden auf stolze 540 Wattstunden gestiegen. Das ist im Vergleich zu anderen E-Bikes richtig viel und in dieser Preiskategorie kaum zu sehen. Eleglide spricht unter Idealbedingungen von einer erreichbaren Maximalreichweite von 125 Kilometern. Bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm, viel Stopp-&-Go und Motorunterstützung, überwiegend flachem Untergrund und warmen Wetter gehen wir von 50 bis 60 Kilometern aus, bis der Akku leer ist. Nachgeladen wird er über das mitgelieferte Netzteil. Eleglide spricht von einer Ladezeit von zehn Stunden.
Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro. Wenn auch nicht so gut wie das M2, könnte sich für Sparfüchse auch das Eleglide M1 Plus Gen 2 lohnen. Es kostet im Abverkauf 699 Euro.
Eleglide hat es schon wieder geschafft: Mit dem M2 zeigen sie eine E-MTB, welches Features bietet, die sonst in dieser günstigen Preisklasse unüblich sind. Dazu gehören vor allem die hydraulischen Scheibenbremsen, der starke und dennoch legale Motor, der überaus großzügig dimensionierte Akku und die sanfte Frontgabel. Auch die 24-Gang-Schaltung, die griffigen Reifen und die gute Ergonomie sprechen für das Eleglide M2. Schade, dass Eleglide keinen besseren Drehmomentsensor eingebaut hat. Auch ein beiliegendes Hecklicht und ein Schutzblech wären schön gewesen. Allerdings lassen sich diese für wenige Euro nachkaufen. Insgesamt ist das Eleglide M2 ein für den günstigen Preis richtig gutes E-MTB und ein würdiger Nachfolger des Eleglide M1 Plus Gen 2.
Das Telefunken Aufsteiger M925 ist ein E-Bike mit einem starken 80-Nm-Mittelmotor für knapp 1100 Euro. Das kann ja nichts sein, oder? Wir verraten im Test, was das E-Mountainbike taugt.
Das Telefunken Aufsteiger M925 ist ein E-Bike mit einem starken 80-Nm-Mittelmotor für knapp 1100 Euro. Das kann ja nichts sein, oder? Wir verraten im Test, was das E-Mountainbike taugt.
Wenn ein E-Mountainbike mit Mittelmotor zu einem Preis von kaum mehr als 1000 Euro angeboten wird, sind die Erwartungen nicht unbedingt groß. Erstaunlicherweise zeigt sich im Test des Telefunken Aufsteiger M925 schnell, dass auch so ein günstiges E-Bike durchaus seine Reize hat. Das Rad ist ein Hardtail-E-Mountainbike mit einem leistungsstarken 250-Watt-Mittelmotor und einer 8-Gang-Kettenschaltung. Aktuell wird das Telefunken Aufsteiger M925 in zwei Farbmodellen angeboten: In Graphit/Grau und in Blau. Zudem ist das Bike in 27,5 Zoll und 29 Zoll verfügbar. Das klingt alles klasse, doch was ist mit den anderen Komponenten wie Bremsen, Sattel und Federgabel?
So viel sei vorweggenommen: Im Test gefallen uns neben dem starken 250-W-Mittelmotor mit 80 Nm besonders die hydraulischen Scheibenbremsen. Hinzu kommt die Bereifung vom Markenhersteller. Dass das alles zu einem Preis von nur 1099 Euro (zum Testzeitpunkt) zu haben ist, ist kaum zu glauben – irgendwo muss doch ein Haken sein?
Im Test muss das Telefunken Aufsteiger M925 beweisen, ob es trotz des günstigen Preises wirklich zu den „Aufsteigern“ gehört.
Der Aufbau des Telefunken Aufsteiger M925 ist einfach, da das Fahrrad bei Lieferung bereits zum Großteil montiert ist. Also einfach das Bike aus dem Karton nehmen, Lenker gerade stellen und die Pedalen anbauen. Wir empfehlen trotz der vollständigen Montage die Schrauben vor der ersten Fahrt noch mal nachzuziehen. Im Lieferumfang sind hierfür keine Werkzeuge enthalten. Für diejenigen, die kein Werkzeug zu Hause haben, empfehlen wir ein spezialisiertes Fahrrad-Multitool und einen Blick in unseren Ratgeber Das beste E-Bike-Zubehör: Smartes Schloss, Dashcam, Multitool, Licht & Co.
Optisch sieht das Telefunken Aufsteiger M925 durch den sportlich-modernen Trapezrahmen und der mattblauen Lackierung hochwertig aus. Ein kleiner, dezenter Schriftzug des Herstellers ziert den eher filigranen Rahmen. Durch das clevere Design wird der Akku Bestandteil des Rahmens, was das Bike zusätzlich eleganter aussehen lässt.
Das Fahrrad hat in der Ausführung von 27,5 Zoll eine Gesamtgröße von 179 cm x 68 cm x 109 cm (L x B x H) und ein Gewicht von 24 kg. Positiv fällt uns das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier sind die Kabel durch Spiralschläuche miteinander verbunden, was den Lenker cleaner aussehen lässt. Die Schweißnähte sind leider nicht alle sauber verarbeitet. Sie erfüllen ihren Zweck, sind aber nicht immer schön anzusehen. Viele Komponenten, etwa Bremsen und Schaltung, sind von Hersteller Shimano, liegen aber im unteren Preissektor. Die Pedalen bestehen aus Metall und wirken stabil. Zudem haben sie die für den deutschen Straßenverkehr benötigten gelben Reflektoren.
Der Lenker ist 68 cm breit, das entspricht der Standardgröße bei Mountainbikes. Durch die gute ergonomische Form hat man eine bequeme Sitzhaltung beim Fahren. Der Lenker hat eine angenehme Höhe und lässt sich durch das Umsetzen der Spacer (Abstandsringe zur Einstellung der Lenkerhöhe) noch ein wenig in der Höhe verstellen. Die Griffe sind Standard, fühlen sich aber angenehm an. Es gibt keinen Gasgriff – der wäre in Deutschland auch nicht erlaubt. Wer Wert auf eine Klingel legt, muss sie dazu kaufen. Wir haben uns für dieses kleine und unauffällige Modell entschieden, um das Bike straßentauglich zu bekommen.
Das monochrome LC-Display stellt die wichtigsten Punkte gut und übersichtlich dar. In der Hauptanzeige sieht man Geschwindigkeit, gefahrenen Kilometer und Unterstützungsstufe. Für weitere Infos müssen Fahrer die Menütaste wiederholt drücken. Hier zeigen sich dann Tageskilometerzähler, Gesamtkilometerzähler, Fahrdauer, maximale Geschwindigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit. Am Display ist auch das Bedienelement zum Ein- und Ausschalten des E-Bikes integriert. Außerdem reguliert man dort die Unterstützungsstufe über die Tasten „+“ und „-“.
Durch längeres Halten der Plustaste öffnet sich ein Zusatzmenü. Hier wird ein Hersteller Code benötigt. Dieser ist recht schnell im Internet zu finden. Damit ist es in diesem Menü möglich, Display-Helligkeit, Sprache sowie Einheiten einzustellen. Allerdings lässt sich hier auch die maximale Geschwindigkeit auf 99 Km/h ändern, dabei bedarf es aber noch eines zusätzlichen Sensors (MBIQ-S Ebike Tuning für Ananda Mittelmotoren für schlappe 135 Euro), der eingebaut werden muss. Eine deutlich höhere Geschwindigkeit als 25km/h plus Toleranz ist für E-Bikes in Deutschland allerdings illegal. Die Freischaltung bleibt einfach, ist aber unserer Meinung nach insgesamt umständlich genug, damit das Bike ohne die Anhebung legal bleibt.
Die Sattelhöhe lässt sich zwischen 61 cm und 82 cm beliebig anpassen, sodass es sich auch große Menschen auf dem Bike bequem machen können. Gemessen wurde von der Mitte des Tretlagers bis zur Sitzpolsteroberfläche. Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet mit seinem modernen sportlichen Trapezrahmen komfortablen Fahrspaß. Der Sattel hat beim Komfort allerdings noch Luft nach oben. Sättel sollten aber ohnehin individuell auf den Fahrer abgestimmt sein. Unterschiedlichste Exemplare von sportlich bis bequem gibt es hier.
Der Ananda-Mittelmotor hat eine Dauerleistung von 250 Watt und ein Drehmoment von 80 Nm. Hierbei ist er verhältnismäßig leise. Durch die starken 80 Nm beschleunigt das E-Bike kräftig – egal, ob beim Anfahren oder Durchbeschleunigen. Über das Bedienelement am Lenker kann der Fahrer zwischen fünf Unterstützungsstufen wählen. Mit ein wenig Übung bei der Einstellung der Unterstützungsstufen bekommt man ein angenehmes Fahrgefühl. Es ist möglich, auf höchster Stufe die Geschwindigkeit konstant zu halten. Sollte aber die Geschwindigkeit rasch abnehmen und dann wieder aufgenommen werden, sorgt der Motor mit seinen 80 Nm schnell für das erneute Erreichen der Höchstgeschwindigkeit. Wenn die 25 km/h erreicht sind, schaltet der Motor ab und es wird mit Muskelkraft weiter getreten. Beim Messen der Geschwindigkeit während des Fahrens per GPS wurden die 25 km/h nicht nennenswert überschritten. Insgesamt hinterlässt der Motor einen sehr guten Eindruck.
Die Federgabel hat laut Hersteller einen Federweg von 100 mm. Sie kann mit wenigen Handgriffen noch geringfügig an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Hierfür einfach den Hebel an der Federgabel nutzen und somit die Zugstufe einstellen. Insgesamt ist die Federgabel für den normalen Gebrauch (in der Stadt oder in moderatem Gelände) gut geeignet. Zum Springen oder zum Fahren in stark unebenem Gelände, etwa in Bikeparks, ist das Rad mit der gelieferten Federgabel jedoch nicht geeignet. Federweg und -kraft sind dafür dann doch etwas unterdimensioniert.
Bemerkenswert ist die Bereifung vom Hersteller Schwalbe. Bei unserem Testrad ist das Modell „Smart Sam“ in 27,5 zoll x 2,25 Zoll eingebaut. Während unserer Fahrten hat uns besonders das leise Geräusch beim Rollen auf der Straße gefallen. Aber auch im Gelände sind die Lauf- und Grippeigenschaften gut. Es gibt wenig Rollwiderstand und zugleich guten Halt. Das Profil ist griffig und durch die eng liegenden Noppen, die fast einen Mittelsteg ergeben, sehr ruhig.
Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano an Vorder- und Hinterrad sind nicht extrem hochwertig, das haben wir bei dem Preis des Bikes aber auch nicht erwartet. Dennoch arbeiten die Bremsen insgesamt gut dosierbar und bringen das Fahrrad nach etwas Einbremsen auch bei hoher Geschwindigkeit schnell und sicher zum Stehen.
Der Akku vom Telefunken Aufsteiger M925 stammt von Greenway und liefert 504 Wh bei 36 V und 14 Ah. Die Ladezeit betrug in unserem Test durchschnittlich 5,25 h. Als Reichweite gibt der Hersteller 120 km an. Im Test kamen wir, wie im Vorfeld bereits erwartet, jedoch nur auf 70 km gefahrene Strecke laut GPS – bei maximaler Unterstützungsstufe und häufig 25 Km/h in relativ ebenem Gelände mit wenig Steigung. Das ist dennoch ein guter Wert für so ein günstiges E-Bike. Für tägliche Fahrten zur Arbeit oder auch für kleinere Touren ist der Akku durchaus ausreichend. Die Entnahme des Akkus aus dem Bike ist mithilfe des beiliegenden Schlüssels einfach, sodass der Akku nicht nur im Rad, sondern auch bequem in der Wohnung geladen werden kann.
Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet insgesamt eine solide Ausstattung und eine (abgesehen von den optisch bisweilen unschönen Schweißnähten) gute Verarbeitung für einen richtig günstigen Preis. Neben dem optisch ansprechenden Trapezrahmen gefällt uns besonders der Mittelmotor, der das Fahrgefühl durch seine gute und kraftvolle Unterstützung sehr angenehm macht. Die hydraulischen Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad reagieren fein und bringen das Fahrrad schnell zum Stehen. Zudem sind die hochwertigen Reifen von Schwalbe ein weiterer Pluspunkt. Sie sind hilfreich sowohl in Natur (Feld- und Waldwege) als auch in der Stadt.
Die angegebenen "bis zu" 120 km Reichweite hat das Bike mit rund 70 km bei maximaler Unterstützungsstufe zwar wie fast immer deutlich unterschritten, dennoch ist die tatsächliche Reichweite aber in Ordnung. Dies lässt sich vor allem mit Blick auf den wirklich günstigen Preis verkraften. Wer ein preiswertes, sportlich-elegantes E-MTB für den Alltag sucht, erhält mit dem M925 einen wirklichen Aufsteiger, denn das Rad von Telefunken bietet ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.
Gleich zwei übertrieben starke Motoren, ein riesiger Akku, fette Reifen, Federung vorn und hinten, hydraulische Scheibenbremsen: Mehr E-Bike geht für 1300 Euro kaum. Wir testen das Duotts S26.
Gleich zwei übertrieben starke Motoren, ein riesiger Akku, fette Reifen, Federung vorn und hinten, hydraulische Scheibenbremsen: Mehr E-Bike geht für 1300 Euro kaum. Wir testen das Duotts S26.
E-Fatbikes verbinden die Vorteile von E-Mountainbikes und E-Citybikes. Ihre dicken Reifen haben mehr Profil und Auflagefläche als normale MTB-Reifen. Das sorgt für mehr Traktion und Komfort bei holprigen Untergründen wie Schotter, Sand oder Schnee. Gleichzeitig sind sie mit Schutzblechen, Gepäckträger und Beleuchtung alltagstauglich ausgestattet. Wer gerne on- und offroad unterwegs ist, liegt mit einem E-Fatbike goldrichtig.
Das Duotts S26 kommt mit einer Fully-Federung vorn und hinten, hydraulischen Scheibenbremsen, 4 Zoll breiten Reifen auf 26-Zoll-Felgen, einem üppigen 960-Wh-Akku, Schutzblechen und Gepäckträger. Das Besondere sind die zwei Motoren: Je ein 750W Nabenmotor sitzt im Vorder- und Hinterrad. Sie liefern jeweils ein Drehmoment von 65 Nm, was in Kombination für einen brutalen Vortrieb in jedem Gelände sorgt.
In Deutschland sind solche starken Motoren auf öffentlichen Straßen allerdings nicht erlaubt. Das Duotts S26 ist somit nur für den Einsatz auf unwegsamen Privatgelände zugelassen. Dort spielt es seine Stärken voll aus.
Der Aufbau des Duotts S26 erfordert etwas Schrauberei. Nach dem Auspacken muss man das Vorderrad einsetzen, den Lenker anschrauben, die Pedale fixieren, vorderes und hinteres Schutzblech anbringen, den Fahrradcomputer am Lenker befestigen, das Frontlicht montieren und den Gepäckträger anbringen. Danach alle Schrauben nachziehen, Reifen aufpumpen und wenn möglich einen Helm aufsetzen (siehe unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme) – dann kann die erste Fahrt losgehen. Wir benötigen trotz einiger Erfahrung etwa 45 Minuten für den Aufbau.
Erfreulich: Eine Luftpumpe und praktische Handyhalterung für den Lenker liegen bei. Das spart zusätzliche Kosten. Wer die beste Handyhalterung will, sollte hier vorbeischauen: Top 10: Die beste Handyhalterung für das Fahrrad.
Optisch wirkt das Duotts S26 massiv und bullig. Die dicken Reifen, der große aufgesetzte Akku und viele Extras wie der Gepäckträger machen mächtig Eindruck. Vorn sind viele Kabel sichtbar, was etwas unaufgeräumt aussieht. Der große goldene Duotts-Schriftzug auf dem Akku wirkt etwas unpassend zur sonst dunklen Farbgebung mit roten Akzenten.
Bei dem Preis von nur 1300 Euro verbaut Duotts verständlicherweise günstige Komponenten. Hier kann also etwas kaputtgehen. In unserem Test funktionierte aber alles tadellos.
Das Fahrrad wiegt stolze 42 kg und misst 190 × 113 × 71 cm. Die maximale Zuladung beträgt ordentliche 150 kg. Gegen Spritzwasser ist es nach IPX4 geschützt. Die Schutzbleche aus Plastik wirken etwas billig. Immerhin sind sie dabei und halten den gröbsten Dreck vom Fahrer fern.
Die ergonomisch geformten Handgriffe rutschen leider etwas auf dem Lenker. Eine Möglichkeit zur Fixierung gibt es nicht. Links befinden sich der An/Aus-Button, zwei Knöpfe zur Wahl des Unterstützungsmodus sowie ein Knopf zum Umschalten zwischen einem oder beiden Motoren.
Ein weiterer Knopf betätigt die elektrische Hupe, was in Deutschland allerdings nicht erlaubt ist. Dazu passt, dass eine normale Klingel fehlt. Ein Kippschalter aktiviert das Licht.
Rechts sitzt ein USB-A-Port zum Laden von Smartphones sowie eine einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano. Im rechten Griff ist zudem ein Gasgriff versteckt, der auf öffentlichen Straßen aber ebenfalls verboten ist.
Das große farbige Display in der Mitte spiegelt zwar etwas, ist aber auch bei Sonneneinstrahlung noch passabel ablesbar. Es informiert über Geschwindigkeit, Tageskilometer, Gesamtkilometer, Fahrzeit und einiges mehr.
Sehr gut: Vorder- und Rücklicht hängen am Stromkreislauf. Die Frontleuchte ist hell und gut ausgerichtet. Auch das hintere Licht strahlt kräftig und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.
Aufgrund seines hohen Gewichts ist das Duotts S26 nichts für Anfänger. Die Sitzposition ist angenehm aufrecht und nicht zu sportlich. Auch für größere Fahrer gibt es genug Platz.
Der Sattel ist sehr weich gepolstert und die dicken 4 Zoll breiten Reifen auf 26-Zoll-Felgen federn viele Unebenheiten zusätzlich ab. Das gilt auch für die Federgabel vorn und die hintere Federung, die den Fahrkomfort weiter erhöhen. Die Federgabel lässt sich bei Bedarf blockieren, die Stärke ist jedoch nicht einstellbar.
Ungewöhnlich sind die zwei Nabenmotoren in Vorder- und Hinterrad. In der Mitte sitzt kein Motor, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Die Motoren leisten je 750W und 65 Nm.
Die Motorelektronik regelt nicht sehr feinfühlig. Erst nach etwa einer vollen Pedalumdrehung springt der Antrieb an – dann aber gleich mit voller Kraft. Eine Zwischenstufe gibt es nicht. Auf Schotter dreht das Vorderrad dadurch manchmal durch.
Besser dosieren lässt sich die Power über den Gasgriff. Das ist aber wie bereits erwähnt nur abseits öffentlicher Straßen und Wege erlaubt.
Im Gelände sind die zwei Motoren ein echter Segen. Gerade auf Trails mit vielen Wurzeln kommt man so überall durch. Es gibt praktisch keine Steigung, die das Duotts S26 nicht packt. Wegen des hohen Gewichts bleibt das Handling aber anspruchsvoll.
In Unterstützungsstufe 5 beschleunigt das Duotts S26 in Windeseile auf über 50 km/h. Das fühlt sich schon extrem flott und teilweise unsicher an. Speziell auf Feldwegen wackelt dann alles ganz schön. Wir hatten etwas Sorge, dass die günstigen Komponenten bei Vollgas den Geist aufgeben und man dann womöglich stürzt. Ein Helm ist hier definitiv Pflicht.
Sehr gut funktionieren die hydraulischen Scheibenbremsen. Nach kurzer Einbremsphase packen sie kräftig zu und lassen sich gut dosieren.
Mit einer Kapazität von 960 Wh gehört der abnehmbare Akku zu den größten am Markt. Laut Duotts soll er rein elektrisch für 50 - 60 km reichen. Das wurde aber unter Idealbedingungen ermittelt: Ebene Strecke, 25 °C, kaum Wind, niedriges Fahrergewicht und gemäßigtes Tempo.
Im realen Einsatz mit Steigungen, Schotter, Gegenwind und voller Motorleistung schaffen wir immer noch stolze 40 km. Wer ständig schnell unterwegs ist, muss die Reichweite deutlich nach unten korrigieren.
Geladen wird der Akku mit dem beiliegenden 48V/2A-Netzteil. Für eine volle Ladung müssen gute neun Stunden einkalkuliert werden.
Das Duotts S26 kostet bei Geekmaxi mit dem Gutscheincode GVvDC65p nur 1319 Euro.
Das Duotts S26 ist ein wahres Monster-E-Bike mit mächtig Leistung, fetten Reifen und ordentlicher Reichweite. Extras wie Vollfederung, hydraulische Scheibenbremsen, Gepäckträger und vollständige Lichtanlage findet man sonst eher an teureren Modellen.
In Deutschland darf man die volle Power der zwei Motoren zwar nur abseits öffentlicher Straßen auskosten. Aber genau dort fühlt sich das S26 ohnehin am wohlsten. Wurzeltrails und steile Rampen meistert es fast spielerisch. Wer gerne mit Motorunterstützung durchs Grobe pflügt, findet aktuell kaum ein besseres Angebot.
Schwachpunkte bleiben die sehr günstigen Komponenten, die auf Dauer Probleme machen könnten, sowie das sehr hohe Gewicht. Das Handling ist gewöhnungsbedürftig und nichts für E-Bike Neulinge.
Dennoch bietet das Duotts S26 einen unschlagbaren Gegenwert fürs Geld. Robust, vielseitig und extrem stark – mehr E-Fatbike für 1319 Euro (Gutscheincode GVvDC65p) geht fast nicht.
Das Eskute Netuno Plus mit Drehmomentsensor verspricht sportliches Fahrgefühl auf nahezu jeder Piste. Wir haben das E-MTB zum unschlagbaren Preis getestet.
Das Eskute Netuno Plus mit Drehmomentsensor verspricht sportliches Fahrgefühl auf nahezu jeder Piste. Wir haben das E-MTB zum unschlagbaren Preis getestet.
Wer auch abseits befestigter Pisten eine gute Figur beim Fahren machen will, sollte über ein E-Mountainbike nachdenken. Mit dem neuen Netuno Plus haben wir ein besonders preiswertes E-MTB im Test. Der Nachfolger des Eskute Voyager überrascht mit einem technischen Detail: An Bord ist ein Drehmomentsensor. Dieser sorgt für eine unmittelbare und dennoch situativ angepasste Unterstützung beim Treten.
Dank StVZO-konformer Beleuchtung und Reflektoren ist das Netuno Plus mit Heckantrieb zudem eine robuste Option für die Stadt als Alternative zu einem E-Citybike wie dem Eskute Polluno (Testbericht). Wie sich das Eskute Netuno Plus im Test schlägt, zeigt unser Testbericht.
Das Eskute Netuno Plus erreicht den Käufer teilmontiert in einem gesicherten, großen Karton (146 × 25 × 80 cm, 31 kg). Der Aufbau erfolgt etwa in einer Stunde. Die Bedienungsanleitung könnte hier gerne noch etwas detaillierter ausfallen, speziell für Anfänger sind vielleicht nicht alle Schritte gleich ersichtlich.
Das Design gefällt uns gut, das montierte E-MTB sieht wirklich schick und sportlich aus und wirkt zumindest optisch auch hochwertig. Die Verkabelung ist insgesamt gut aufgeräumt. Bei der Rahmenform handelt es sich um ein Hardtail – also einen Diamantrahmen für MTBs ohne integrierte Federung, bei dem das dünne Oberrohr schräg nach unten abgewinkelt ist. Die schräge Form des Oberrohrs ermöglicht es bei MTBs, den Rahmen steifer und fester zu gestalten, was für eine bessere Kontrolle und Stabilität beim Fahren auf unebenem Gelände sorgt.
Das wesentlich dickere Unterrohr ist rechteckig gestaltet und tritt sehr dominant auf. Typisch für ein MTB ist das Oberrohr dünn und leicht nach unten abgewinkelt und dient lediglich zur Stabilisierung des Rahmens. Der Akku versinkt ohne Spaltmaße im dicken Unterrohr. Alle Komponenten sitzen fest und klappern nicht. Sowohl die Schweißnähte als auch Lackierung sind sauber verarbeitet. Ob sich der Eindruck auch nach längerem Gebrauch bestätigt, werden wir mit dem nächsten Update des Testberichts klären.
Standardmäßig kommt das Netuno als klassisches Mountainbike zum Käufer – also ohne Schutzblech oder Gepäckträger. Beleuchtung sowie Reflektoren sind aber vorhanden, womit es die Vorgaben für StVZO erfüllt. Wer es aber häufiger auf dem Weg zur Arbeit nutzen möchte, sollte bei Regenwetter dann doch an ein Schutzblech zum Nachrüsten nachdenken – andernfalls wird man sehr schnell nass und schmutzig.
Mit einem Gesamtgewicht von 27 kg gehört das Eskute Netuno Plus zu den schwereren E-MTBs aus unseren Tests. Andere Modelle wiegen hier 22 bis 25 kg. Die maximale Zuladung beträgt 125 kg – also mehr als 100 kg sollte der Fahrer nicht wiegen.
Der breite Lenker ist nahezu gerade ausgerichtet – typisch für ein MTB. Lediglich der mittlere Bereich ist leicht nach vorn gewölbt. Bremsgriffe befinden sich auf beiden Seiten, die 7-Gang-Schaltung von Shimano liegt rechts, links gibt es zudem eine Glocke.
In der Mitte der Halterung des Lenkers sitzt das Display mit LED-Anzeige. Es sieht sehr aufgeräumt aus – fast schon minimalistisch. Zum Einschalten dient ein Knopf auf der linken Seite des Lenkers. Neben der Geschwindigkeit, gewählten Unterstützungsstufe (von 1 bis 5), zuletzt zurückgelegter Strecke sowie einer groben Akkustandsanzeige gibt es keine weiteren Informationen.
Leider ist die Anzeige recht dunkel, sodass sie bei Sonnenschein nur schwer ablesbar ist. Das ist ärgerlich, generell gefällt uns die Optik des Displays sonst gut. Ebenfalls schade: Das Fahrrad merkt sich nicht die zuletzt gewählte Unterstützungsstufe, man muss diese also jedes Mal neu auswählen.
Dank Rektoren und Licht vorn wie hinten sowie der Glocke erfüllt das E-Bike die Kriterien der StVZO. Das vordere Licht wird von der Bordelektronik über den Akku gespeist. Man schaltet es einfach über den Power-Button ein. Das Rücklicht ist nicht an den Stromkreis angeschlossen und benötigt eine Batterie.
Mit dem Eskute Netuno Plus macht das Fahren wirklich Spaß. Auf den beiden Rädern mit 27,5 Zoll rollt es sich sicher über Asphalt, Wiese, aber auch Stock und Stein – sofern diese nicht zu groß sind. Für eine Downhill-Fahrt durch sehr grobes Gelände ist das Netuno weniger gedacht.
Lediglich eine Federgabel mit einem Federweg von 100 mm sorgt dafür, dass zumindest vorn die Stöße etwas abgemildert werden – etwa bei einem Bordstein. Es fährt sich aber gut beim Einsatz auf Schotterpisten, Sand, Wiesen, ebenem Waldboden oder Asphalt. Hinten braucht es schon festes Sitzfleisch, auch wenn der Sattel bequem ist. Nicht umsonst spricht man von Hardtail.
Für einen kräftigen Vortrieb sorgt der Bafang-Motor mit 250 Watt im Hinterrad. Dieser erzeugt bis zu 45 Nm, mit denen er das Rad anschiebt. Das klingt nicht nach so viel, fühlt sich aber beim Fahren sportlich an. Die Intensität der Unterstützung des Elektromotors ist in fünf Stufen geregelt.
Ein besonderes Schmankerl ist der Drehmomentsensor im Tretlager. Dieser erkennt die Kraft, mit der man in die Pedale tritt. Proportional zur angewandten Kraft passt sich die Motorunterstützung an. Das bietet im Fall des Netuno Plus den Vorteil, dass der Motor zügig anschiebt, sobald man stark in die Pedale tritt. Oftmals kommt es bei E-Bikes mit Nabenmotor sonst zu einer spürbaren Verzögerung, bevor die Unterstützung einsetzt. Insgesamt entfaltet sich die Kraft harmonisch, aber zügig. Das sorgt fast für ein Fahrgefühl wie bei einem Mittelmotor.
Bergauf kommt man gut, auch bei größeren Steigungen. Auf ebener Fläche hält das Rad verlässlich die Spur und lenkt bei Bedarf präzise. Die Scheibenbremsen machen zuverlässig ihren Job, könnten vielleicht eine Spur fester zupacken. Hier bedarf es möglicherweise etwas Fein-Tuning. Mit der Zeit sollten sich diese erst noch einbremsen.
Die Gangschaltung von Shimano gehört eher zur einfachen, preiswerten Sorte. Der Gangwechsel verläuft meistens verlässlich. Etwas ungewöhnlich: Im siebten Gang ist es gar nicht so einfach, das Tempo von 25 km/h zu halten, sobald die Unterstützung nicht mehr greift. Die dicken Reifen sorgen dann für viel Rollwiderstand. Zudem scheint die Übersetzung nicht ideal für das Tempo eingestellt zu sein. Wir hatten bisher in unseren Test die Erfahrung gemacht, dass die Übersetzungen dazu führen, dass man sich gefühlt zu Tode strampelt. Beim Eskute Netuno Plus ist genau das Gegenteil der Fall.
Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 522 Wh (14,5 Ah bei 36 V). Er ist herausnehmbar und gut im Unterrohr integriert sowie per Schloss gesichert ist. Das Laden dauert mit dem beigelegten Netzteil bis zu 8 Stunden.
Eskute gibt eine Reichweite von bis zu 80 km. Das hängt letzten Endes von vielen Faktoren ab, wie der Strecke, dem Wetter oder Gewicht der fahrenden Person. Unsere Erfahrung spricht eher für 50 bis 60 km Reichweite bei moderater Fahrweise, mildem Wetter und ebener Strecke.
Das Eskute Netuno Plus ist derzeit ein echtes Schnäppchen. Bei Banggood bekommt man das E-MTB für nur 599 Euro!
| Eskute Netuno Plus | |
| Radgröße | 27,5 Zoll |
| Gewicht | 27 kg |
| Gesamtgewicht | 125 kg |
| Gangschaltung | 7 Gänge (Shimano) |
| Drehmoment | 45 Nm |
| Akkukapazität | 522 Wh |
| Motor | Bafang mit 250 W (Heckantrieb) |
| Federung | vorn (100 mm) |
Das Eskute Netuno Plus ist ein sportliches und flottes E-MTB zum derzeit unschlagbaren Preis. Die Verarbeitung und das Design überzeugen, der Drehmomentsensor macht eine Menge Spaß. Lediglich bei Geschwindigkeiten jenseits der 25 km/h wirkt das Rad dann etwas schwerfällig. Das aufgeräumte Display ist bei Sonnenschein leider kaum ablesbar. Wer ein günstiges und schickes E-MTB sucht, das auch im Straßenverkehr fahren darf, macht hier eigentlich nichts falsch.
Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein klappbares E-Bike mit fettem Design und einem kraftvollen Motor. Dank Gasgriff und leicht umgehbarer Geschwindigkeitsbegrenzung darf es jedoch nicht auf deutschen Straßen gefahren werden – mehr im Test.
Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein klappbares E-Bike mit fettem Design und einem kraftvollen Motor. Dank Gasgriff und leicht umgehbarer Geschwindigkeitsbegrenzung darf es jedoch nicht auf deutschen Straßen gefahren werden – mehr im Test.
Wir haben das Fiido M1 Pro bereits 2021 in einer älteren Version getestet. Nun zeigt Fiido eine Variante, in der unter anderem die Bremsen und der Motor verbessert wurden. Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein auffälliges faltbares E-Bike mit breiten 4-Zoll-Reifen und einem kräftigen 50-Nm-Heckmotor für nur 899 Euro direkt vom Hersteller. Es lässt sich kompakt zusammenklappen und so auch in öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei transportieren. Allerdings hat Fiido dem M1 Pro einen Gasgriff und eine leicht zu umgehende Geschwindigkeitsbegrenzung spendiert. Damit ist es nicht für deutsche Straßen zugelassen. Was es kann, zeigt unser Test des Fiido M1 Pro 2024.
Der Aufbau des Fiido M1 Pro 2024 geht einfach und schnell. Viele Teile wie Pedale und das hintere Schutzblech sind bereits vormontiert. Wir müssen nur noch das Vorderrad einsetzen, das vordere Schutzblech sowie das vordere Licht anschrauben sowie Lenker und Sattel werkzeugfrei montieren. Vor der ersten Fahrt sollte man noch alle Schrauben festziehen, die Reifen aufpumpen sowie einen Helm aufsetzen.
Die Verarbeitung des Fiido M1 Pro wirkt auf den ersten Blick ordentlich. Man muss sich aber im Klaren sein, dass der Hersteller viele günstige Teile einbaut, die tendenziell anfälliger sind. Beim Fahren bemerken wir ein Knacken und Knarzen der Frontfederung. Auch die anklappbaren Kunststoffpedale machen keinen sehr hochwertigen Eindruck. Das E-Bike ist für maximal 120 kg Zuladung ausgelegt und wiegt selbst 27 kg.
Optisch gefällt uns das klappbare Fiido M1 Pro. Die breite, flache Querstange mit integriertem Akku sieht schick aus, ebenso wie die fetten Reifen. Das Kabelmanagement ist vorbildlich gelöst. Die Kabel sind sauber gebündelt und verschwinden im Rahmen – besser als bei vielen Vergleichsrädern, die ebenfalls einen höhenverstellbaren Lenker besitzen. Der stabile Gepäckträger rundet die gelungene Optik ab.
Das Zusammenklappen geht leicht von der Hand. Hebel an der Querstange umlegen, Rad falten, Pedale anklappen, Lenker einfahren und umklappen – fertig. Zusammengefaltet ist das E-Bike deutlich kompakter und passt auch in die meisten öffentlichen Verkehrsmittel.
Die ergonomisch geformten Griffe des Lenkers fassen sich angenehm an, sitzen aber locker und verdrehen sich leicht. Links befindet sich der Fahrradcomputer mit vier Tasten. Er zeigt Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, Akkustand in fünf Balken und Unterstützungsstufe. Per langem Tastendruck auf die M-Taste kann man einen Turbomodus aktivieren, der die 25 km/h Begrenzung aufhebt – das ist in Deutschland nicht erlaubt. Ebenso verboten ist der Gasgriff rechts am Lenker.
Die einfache 7-Gang-Shimano-Schaltung rechts funktioniert gut. Die hydraulischen Scheibenbremsen vorne und hinten funktionieren klassisch mit Bremsgriffen. Front- und Rücklicht werden über den Fahrradcomputer geschaltet. Das höhenverstellbare Frontlicht leuchtet ausreichend hell, das sehr helle Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.
Der starke Heckmotor mit 50 Nm beschleunigt das Fiido M1 Pro 2024 selbst mit schweren Fahrern mühelos auf die maximale Geschwindigkeit, auch bergauf. Leider gibt es nur einen einfachen Trittfrequenzsensor statt eines Drehmomentsensors. Der Motor springt dadurch erst nach einer halben Pedalumdrehung an und läuft ebenso lang nach.
Vorder- und Hinterradfederung sowie die 4 Zoll breiten 20-Zoll-Reifen sorgen auch abseits befestigter Wege für Komfort und guten Grip – obwohl die Reifen weniger Profil bieten als noch beim Vorgänger. Vergleichbare E-Bikes mit größeren Laufrädern sind im Gelände aber überlegen. Die hydraulischen Scheibenbremsen packen hervorragend zu. Breite Schutzbleche halten den meisten Schmutz fern – ein paar Schlammspritzer finden wir dennoch auf unseren Schuhen.
Der Akku des Fiido M1 Pro fasst beachtliche 614 Wh. Damit sollen laut Hersteller bis zu 88 km Reichweite möglich sein – eine Übertreibung. Realistisch sind je nach Wetter, Zuladung, Fahrweise und Topografie eher 50 km. Zum Laden kann der Akku entnommen werden.
Das Fiido M1 Pro 2024 kostet direkt beim Hersteller 899 Euro.
Das Fiido M1 Pro 2024 ist ein schickes faltbares E-Bike mit fettem Design und kraftvollem Antrieb. Es lässt sich kompakt zusammenklappen und auch in Öffis mitnehmen. Praktisch sind die gute Vollfederung, hydraulische Bremsen, helle Beleuchtung und der große Akku. Leider ist die Verarbeitungsqualität nicht durchgängig hoch.
Auch wegen des Gasgriffs und der zu leicht deaktivierbaren Geschwindigkeitsbegrenzung darf das Fiido M1 Pro 2024 nicht legal auf deutschen Straßen bewegt werden – ein großer Nachteil. Für den reinen Offroad-Einsatz gibt es zudem besser geeignete E-Bikes.
Das Touroll U1 ist ein sehr preiswertes E-Bike mit einer deutschen Straßenzulassung. Für gerade einmal 599 Euro bekommt man ein gut ausgestattetes E-MTB mit starkem Motor und großem Akku. Wir haben das Touroll U1 getestet.
Das Touroll U1 ist ein sehr preiswertes E-Bike mit einer deutschen Straßenzulassung. Für gerade einmal 599 Euro bekommt man ein gut ausgestattetes E-MTB mit starkem Motor und großem Akku. Wir haben das Touroll U1 getestet.
Das Touroll U1 ist ein 29-Zoll-E-Mountainbike zum Kampfpreis von nur 599 Euro bei Geekbuying. Für das fast baugleiche Modell mit 26-Zoll-Rädern will der Online-Händler 549 Euro. Damit ist es eines der günstigsten E-MTBs auf dem Markt, das auch legal in Deutschland fahren darf.
In unserem Test muss das Touroll U1 beweisen, ob es trotz des niedrigen Preises ein gutes Gesamtpaket abliefert. Kann es mit den guten und kaum teureren Eleglide M1 Plus und Eleglide M2 mithalten oder muss man bei der Qualität Abstriche machen?
Der Aufbau des Touroll U1 geht vergleichsweise schnell und einfach von der Hand. Alle nötigen Werkzeuge liegen bei. Man muss lediglich die Pedale anschrauben, den Lenker befestigen, das Frontlicht montieren und die Reifen aufpumpen. Da keine Schutzbleche vorhanden sind, spart man sich hier etwas Zeit. Wer vor hat, häufig im Regen zu fahren, sollte sich jedoch welche nachrüsten.
Optisch ist das Touroll U1 dezent und wenig auffällig. Es ist bis auf wenige weiße Akzente wie Herstellerschriftzüge und Ziernähte am Sattel komplett in Schwarz gehalten. Andere Farboptionen gibt es beim Kauf nicht. Mit einer Größe von 187 cm x 69 cm x 111 cm und den großen 29-Zoll-Reifen wirkt das E-Bike sehr erwachsen. Hier hat man nicht das Gefühl, auf einem Kinderfahrrad zu sitzen, wie es bei manch anderen sehr günstigen E-Bikes mit kleineren Reifen häufig der Fall ist.
Negativ fällt das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier zeigen sich einige Kabel etwas wirr und unaufgeräumt. Im direkten Vergleich mit dem Eleglide M1 Plus und M2 wirkt das Touroll U1 optisch etwas schlichter und weniger auffällig.
Die Verarbeitung entspricht wie erwartet dem günstigen Preis. Es kommen überwiegend günstigere Komponenten zum Einsatz. Die Pedale bestehen aus Kunststoff und die Frontfederung hat keine Dämpfung, schlägt also recht laut zurück. Mit 23,5 kg ist das U1 kein Leichtgewicht. Die Wasserdichtigkeit wird mit IPX4 angegeben, was Schutz gegen allseitiges Spritzwasser bedeutet.
Die Schweißnähte am Rahmen sind nicht nachbearbeitet oder poliert. Ansonsten gibt es auf den ersten Blick jedoch wenig zu beanstanden.
Der Lenker des Touroll U1 ist mit 69 cm recht breit. Die Lenkgriffe sind ergonomisch geformt und verursachen auch bei längerer Fahrt keine Schmerzen. Erfreulich: Es gibt keinen Gasgriff, der in Deutschland illegal wäre. Beim Eleglide M1 Plus und M2 wird dieser optional mitgeliefert.
Statt eines richtigen Displays verfügt das U1 über eine einfache LED-Anzeige mit roten Leuchten. Hier werden die wichtigsten Informationen wie Unterstützungsstufe, Akkustand und der Status des Lichts angezeigt. Über die Tasten lässt sich das E-Bike ein- und ausschalten, die Unterstützung regulieren und der Gehmodus aktivieren. Eine Anzeige der Geschwindigkeit fehlt jedoch. Wir haben per GPS-App nachgemessen: Die erlaubten 25 km/h werden nicht überschritten. Das Frontlicht ist StVZO-zertifiziert. Ein Rücklicht fehlt und muss nachgerüstet werden.
Die Sattelhöhe lässt sich beim Touroll U1 von 93 bis 106 cm verstellen. Der Lenker sitzt verhältnismäßig tief und lässt sich nicht in der Höhe anpassen. Insgesamt hat das U1 eher eine sportliche Geometrie. Dank der großen 29-Zoll-Reifen mit einer Breite von 2,25 Zoll der Marke CST ist es auch für größere Fahrer geeignet.
Der 250-Watt-Heckmotor bietet ein Drehmoment von 45 Nm und arbeitet sehr leise. Er zieht erst sanft und dann zunehmend kräftig an. Einen Drehmomentsensor, wie hochwertigere E-Bikes ihn bieten, hat das U1 nicht. Der Motor springt erst nach fast einer ganzen Pedalumdrehung an und läuft auch etwas nach. Per Bremse lässt er sich sofort ausschalten. Insgesamt fühlt sich die Motorunterstützung trotzdem recht natürlich an und sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl.
Die 21-Gang-Kettenschaltung von Shimano mit 3 Kettenblättern vorne und 7 Ritzeln hinten erinnert an die Schaltung des M1 Plus und des M2. Sie schaltet präzise und bietet genug Übersetzung, um auch steile Anstiege zu bewältigen.
Die mechanischen Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad könnten etwas bissiger sein und müssen nachgestellt werden. Hier wären hydraulische Scheibenbremsen wie am Eleglide M2 von Vorteil gewesen.
Abgesehen davon, fährt sich das Touroll U1 dank der großen Reifen insgesamt sehr angenehm und komfortabel. Es bietet ein sicheres und stabiles Fahrgefühl.
Im Touroll U1 kommt ein Akku mit einer Kapazität von 468 Wh bei einer Spannung von 36 Volt zum Einsatz. Die Ladezeit beträgt laut Hersteller zwischen 4 und 6 Stunden. Als maximale Reichweite werden sehr optimistische 65 km angegeben.
In der Praxis sind jedoch eher um die 40 km realistisch. Das hängt stark von Faktoren wie der Unterstützungsstufe, dem Gewicht des Fahrers, der Topographie der Strecke und dem Untergrund ab. Wer viel im höchsten Modus fährt, häufig beschleunigt und bremst oder durchs Gelände pflügt, wird die 65 km nie erreichen. Für tägliche Wege sollten die 40 km aber für die meisten ausreichen. Der Akku lässt sich entnehmen und in der Wohnung laden.
Das Touroll U1 kostet bei Geekbuying 599 Euro. Für das fast baugleiche Modell mit 26-Zoll-Rädern zahlt man 549 Euro.
Das Touroll U1 ist ein sehr günstiges E-Mountainbike, das viel Ausstattung und eine ordentliche Qualität zum kleinen Preis bietet. Besonders positiv hervorzuheben sind die offizielle Straßenzulassung, der starke Motor, der große Akku, die präzise Shimano 21-Gang-Schaltung und die guten Fahreigenschaften.
Dafür muss man natürlich auch Abstriche machen. Die Verarbeitung der günstigen Komponenten ist teilweise nicht auf dem Niveau teurerer E-Bikes. Es fehlt ein vollwertiges Display, ein Rücklicht muss nachgerüstet werden und die mechanischen Scheibenbremsen könnten besser sein. Für den Preis von 649 Euro ist die Ausstattung aber überragend.
Wer ein günstiges Einsteiger-E-Mountainbike mit Straßenzulassung sucht und auf High-End-Komponenten verzichten kann, liegt mit dem Touroll U1 goldrichtig.
Das E-Bike Eleglide M1 Plus (Gen 2) befindet sich im Abverkauf und kostet aktuell nur noch 650 Euro – solange der Vorrat reicht. Wie gut das E-MTB ist, zeigt der Testbericht.
Das E-Bike Eleglide M1 Plus (Gen 2) befindet sich im Abverkauf und kostet aktuell nur noch 650 Euro – solange der Vorrat reicht. Wie gut das E-MTB ist, zeigt der Testbericht.
Schon das Eleglide M1 Plus der ersten Generation gefiel uns im Test richtig gut. Wir fuhren es seitdem etwa 150 Kilometer. Unsere Erfahrungen fließen in diesen Test mit ein. Denn in großen Teilen sind die beiden Modelle baugleich. Vor allem an einem Punkt besserte Eleglide aber gehörig nach. Denn das Eleglide M1 Plus Gen 2. hat jetzt einen echten Bordcomputer mit Display. Der Vorgänger musste mit ein paar Tastern und LEDs auskommen. Außerdem ist die Federgabel nun hydraulisch und der Lenker ist etwas breiter. Leider verzichtet Eleglide diesmal auf Schutzbleche. Dem Vorgänger lagen noch einfache Kunststoffschützer bei. Diese hielten Wasser jedoch ohnehin nicht zuverlässig vom Hochspritzen ab. Für wenige Euro lassen sich Schutzbleche nachkaufen.
Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus Gen 2 kostet bei Geekmaxi 699 Euro.
Das Rad kommt in Einzelteilen. Zunächst muss der E-Bike-Fahrer den Lenker, das Vorderrad, die Pedale (Markierung für Links und Rechts beachten!) und das Frontlicht montieren. Das entsprechende Werkzeug liegt bei. Zudem findet sich im Karton ein Bügel zum Schutz der Schaltung am Hinterrad und Schutzbleche aus Kunststoff. Vor der ersten Fahrt sollten Käufer alle Schrauben nachziehen. In unserem Fall mussten wir zudem die Bremsen justieren, gleiches gilt für die Schaltung.
Optisch gefällt uns das Eleglide M1 Plus. Der matt-schwarze Aluminium-Rahmen ist schmal. Darauf druckt der Hersteller viele kleine graue und gelbe Kreuzchen, zusammen mit dem auffällig gelben Eleglide-Logo. Dieses Muster setzt sich auch auf dem Akku fort, der auf dem Rahmen aufsitzt und nicht integriert wurde.
Gar nicht gefällt dagegen das Kabel-Management. Fahrer könnten sich schnell bei Fahrten durchs Unterholz am Kabelsalat vor dem Lenker verhaken und das E-Bike damit beschädigen. Hier sollten Käufer vor der ersten Fahrt mit Kabelbindern oder ähnlichem die Kabel bündeln.
Der Lenker wirkt vergleichsweise aufgeräumt. Dass er mit der neuen Version etwa breiter geworden ist, wäre uns nicht aufgefallen. Wir kamen auch mit der kürzeren Variante gut zurecht. Es gibt die üblichen Bremsgriffe für die mechanischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Ebenfalls auf beiden Seiten sitzen die Hebel zu Steuerung der 21-Gang-Shimano-Schaltung. Dort gibt es auch eine kleine Anzeige, die den eingelegten Gang verrät. Außerdem sitzt auf der rechten Seite eine Glocke.
Der neue Fahrradcomputer mit Display wertet das Fahrrad im Gegensatz zum Vorgänger ordentlich auf. Nun sieht der Fahrer, wie schnell er fährt und wie weit er bereits gefahren ist. Zudem gibt es eine Anzeige der Akkurestkapazität in Balken und der gewählten Assistenzstufe. Über einen langen Tastendruck der Tasten Plus und Minus kommt der Fahrer in die Optionen. Dort kann er viele Parameter bestimmen, unter anderem die maximale Endgeschwindigkeit.
Das Frontlicht ist ausreichend hell, wenn auch nicht so hell wie das Frontlicht des Ado A26. Ein Rücklicht liegt dem Paket nicht bei, dies sollten sich Käufer für wenige Euro nachbestellen. Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehlen wir unseren großen Ratgeber: Das beste Fahrradlicht mit Akku oder Batterie ab 10 Euro.
Der Sattel ist ausreichend weich und wirkt dennoch nicht wie der eines Rentner-Bikes. Ein Schnellverschluss fixiert ihn in der gewünschten Höhe. Die Pedale sind aus Kunststoff, machen jedoch einen deutlich besseren Eindruck als die Pedale des Ado A26.
Das Eleglide M1 Plus Gen 2 mit seinen 27,5-Zoll-Reifen macht im Feldtest keine schlechte Figur. Für die harten Voraussetzungen einer rasanten Downhill-Fahrt sind seine Komponenten zwar nicht hochwertig genug. Um mit Schwung einen Bordstein in der Stadt zu nehmen, eignet es sich jedoch allemal.
Trotz der günstigen Komponenten ist es mit dem Eleglide M1 Plus im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen E-Bikes möglich, einen technisch anspruchsvollen Wald-Trail zu fahren und auch gewisse Steigungen zu überwinden, ohne absteigen zu müssen. Das liegt vorwiegend an der ordentlichen 21-Gang-Schaltung. Auch dass der Motor ohne Mindestgeschwindigkeit anfängt mitzuschieben, hilft. Das ist alles andere als normal. So unterstützt der Motor in Ado Bikes wie dem E-MTB Ado A26 (Testbericht) etwa erst ab 7 Kilometer pro Stunde.
Eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vorgänger betrifft die Federgabel, die jetzt hydraulisch federt. Das ist gerade auf wilden Trails eine echte Bereicherung. Auch knallt sie nicht mehr so unangenehm laut in ihre Ursprungsposition zurück. Wer will, kann sie fixieren. Unser Testfahrer hat eine Körpergröße von 186 Zentimeter. Viel größer sollten Käufer des Eleglide M1 Plus aber nicht sein.
Die Elektronik des E-Mountainbikes ist simpel. Einen Drehmomentsensor besitzt es nicht. Das heißt, dass der Motor erst nach etwa einer halben Umdrehung anfängt zu schieben und etwa genauso lange nachläuft. Der Nachlauf kann durch das Betätigen der Bremse gestoppt werden. Auch wenn das verspätete Anspringen des Motors zunächst nervt, gewöhnt man sich unserer Erfahrung nach schnell daran. Noch schneller gewöhnt man sich an die feine manuelle Motorsteuerung über den Gasring, der dem E-Bike zur optionalen Montage beiliegt.
Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus hat einen großen 450-Wattstunden-Akku. Das ist mehr, als die meisten anderen E-Bikes dieser Preiskategorie bieten. Eleglide spricht von einer Reichweite von 100 Kilometern. Realistisch sind das bei ebener Strecke, gutem Wetter, etwa 80 Kilogramm Zuladung und gemischter Motornutzung etwa 50 Kilometer.
Der Akku lässt sich über den mitgelieferten Schlüssel einfach entnehmen und zum Laden mit in die Wohnung nehmen, während das E-Mountainbike etwa im Keller bleibt. Alternativ kann der Akku zum Laden auch am Fahrrad bleiben. Dem Eleglide M1 Plus liegt ein 84-Watt-Netzteil mit 2 Ampere bei. Für eine volle Ladung benötigt es knapp fünf Stunden.
Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus Gen 2 kostet bei Geekmaxi 699 Euro. Zum Testzeitpunkt im April 2022 lag der Preis noch bei über 800 Euro. Die Lieferung erfolgt aus einem europäischen Lager. Zollgebühren fallen keine an.
Wer für sein E-Mountainbike deutlich unter 1000 Euro ausgibt, braucht nicht mit hochwertigen Komponenten zu rechnen. Das ist auch beim Eleglide M1 Plus Gen 2 der Fall. Trotzdem bessert Eleglide am neuen M1 Plus an entscheidenden Stellen nach. So bietet es jetzt ein Display und eine vernünftige Federgabel. So macht das E-MTB auch abseits befestigter Straßen Spaß. Das liegt auch an der ordentlichen Gangschaltung und der direkten Motorunterstützung in fünf Stufen. Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus ist für seinen günstigen Preis ein vernünftiges E-Mountainbike und besser als teurere Modelle wie das Ado A26 (Testbericht).
Das Sachsenrad R8 Ranger sieht richtig schick aus und schnürt ein in sich stimmiges Gesamtpaket. Trotzdem kostet das E-MTB nur um die 1000 Euro. Wir haben es getestet.
Das Sachsenrad R8 Ranger sieht richtig schick aus und schnürt ein in sich stimmiges Gesamtpaket. Trotzdem kostet das E-MTB nur um die 1000 Euro. Wir haben es getestet.
E-Mountainbikes machen nicht nur im Gelände, sondern auch in der Stadt eine gute Figur. Schließlich sind sie darauf ausgelegt, den ein oder anderen Schlag wegzustecken. So ist es mit ihnen meist kein Problem, einen Bordstein mit moderater Geschwindigkeit hinaufzufahren. Auch dank der hohen Flexibilität und den dennoch häufig moderaten Preisen sind sie bei Käufern enorm beliebt.
Hier im Testbericht nehmen wir uns das Sachsenrad R8 Ranger vor. Wie der Name bereits suggeriert, kommt es von einem deutschen Unternehmen. In der beiliegenden, sehr umfangreichen Anleitung werben sie mit einem Kundenservice, der im Gewährleistungszeitraum von 24 Monaten die geltenden Ansprüche schnell und unkompliziert umsetzen soll.
Das Sachsenrad R8 Ranger kostet auf deren Webseite 1500 Euro. Wer es bei Amazon kauft, zahlt aktuell 1149 Euro.
Das Sachsenrad R8 Ranger kommt zum großen Teil vormontiert in die Redaktion. Nach etwa 40 Minuten haben wir den Lenker und das Vorderrad eingesetzt, die Pedale, die Klingel, das Frontlicht und das Hecklicht angebracht, den Sattel auf die Sattelstange geschraubt und die Reifen aufgepumpt. Nach dem Nachziehen aller Schrauben kann es losgehen. Wir empfehlen beim Fahren grundsätzlich das Tragen eines Helms. Bei der Auswahl hilft unsere Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Optisch gefällt uns das Sachsenrad R8 Ranger ausgesprochen gut. Das liegt vor allem an der sportlichen Geometrie des Rahmens und an dem knalligen Gelb, welches sich auffällig über den mattgrauen Rahmen zieht. Weniger gelungen ist das Kabelmanagement. So bündelt Sachsenrad bei ihrem R8 Ranger ganze sieben vom Lenker kommende Kabel vor dem Lenker, bevor sie im unteren Teil des Rahmens verschwinden. Die Blende über dem herausnehmbaren Akku hat etwas unregelmäßige und zu große Spaltmaße. Eine IP-Zertifizierung können wir im Datenblatt nicht finden. Allerdings sollte zumindest diese Spalte bei Regen keine Probleme bereiten.
Der Lenker ist angenehm breit. Das passt gut zum großen Rahmen und der hohen maximalen Zuladung 125 Kilogramm. So eignet sich das R8 Ranger auch für große und schwere Fahrer. Das Eigengewicht des E-Bikes beiträgt knapp 23 Kilogramm. Die Lenkgriffe sind aus einem angenehm weichen Gummi und ergonomisch geformt. So sollte es auch bei längeren Fahrten zu keinen Ermüdungserscheinungen in den Händen kommen.
Auf der rechten Seite sitzt die Klingel, der Bremsgriff für das Hinterrad und die einfache 7-Gang-Schaltung der Tourney-Serie von Shimano. Auf der linken Seite sitzt neben dem Bremsgriff für das Vorderrad die Steuereinheit samt Display. In der Mitte befindet sich das Frontlicht. Hier hätten wir uns, wie bei den meisten anderen E-MTBs üblich, eine Position an der Federgaben gewünscht. So wirkt das Licht etwas aufgesetzt und bei Stürzen weniger gut geschützt.
Das LC-Display ist hintergrundbeleuchtet, spiegelt jedoch und lässt sich deshalb bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer ablesen. Es zeigt alle relevanten Informationen wie die aktuelle Geschwindigkeit, die verbleibende Akkukapazität, die gewählte Unterstützungsstufe und rotierend weiteren Daten wie die gefahrenen Kilometer, die maximale und die Durchschnittsgeschwindigkeit an. Eine App gibt es nicht.
Die Unterstützungsstufen regulieren die vom Motor maximal unterstützen Geschwindigkeiten, nicht die Kraft des Motors. Wer will, dass die Unterstützungsstufen die Kraft des Motors beeinflusst, muss zu einem Pedelec mit Trittfrequenzsensor wie dem Fiido C21 (Testbericht) oder einem elektrischen Fahrrad mit Mittelmotor wie dem Magmove CEH55M (Testbericht) greifen.
Über ein kurzes Drücken der On-/Off-Taste schaltet der Fahrer das Vorderlicht ein. Das beiliegende Rücklicht hängt nicht am Stromkreislauf und muss separat direkt am Licht ein- und ausgeschaltet werden.
Gerade größere Fahrer fühlen sich auf dem Sachsenrad R8 Ranger sofort wohl. Es ist auch im Gelände angenehm wendig und vermittelt das Gefühl der vollen Kontrolle. Die hydraulische Frontgabel fängt die meisten Unebenheiten ab. Sie kann auf Wunsch fixiert werden. Die Pedale sind aus Metall – das ist in dieser Preisklasse nicht immer der Fall. Auch die Compass-Reifen auf den 27,5 Zoll großen Rädern gefallen uns gut. Sie greifen bei unserer Testfahrt durch einen Wald-Trail zuverlässig.
Die Shimano-Schaltung funktioniert sofort, wir müssen nichts nachstellen. Auch geht der niedrigste Gang weit genug nach unten, um steilere Berge hinaufzukommen und der höchste Gang ist hoch genug, um bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren zu können. Für Berge gibt es eine Schiebehilfe, die das Fahrrad selbstständig mit 6 Kilometer pro Stunde bewegt.
Als ein Highlight hebt Sachsenrad die Hybrid-Hydraulikbremsen hervor. Sie sind über einen Bowdenzug mit den Bremsgriffen verbunden. Die Bremsklemme selbst funktioniert jedoch hydraulisch. Im Test greifen sie nach einigen Kilometern des Fahrens sehr gut. Auch lassen sie sich fein dosiert ansteuern.
Der Motor sitzt auf der Achse des Hinterrads und hat eine Nennleistung von 250 Watt bei 36 Volt. Angaben zur Peak-Leistung oder zu den Newtonmetern finden wir nicht. Insgesamt hinterlässt der Motor jedoch keinen besonders starken Eindruck. Hier hatten wir schon deutlich stärkere Modelle im Test, etwa das Himiway Cruiser Step-Thru (Testbericht).
Der Akku bietet eine Kapazität von 360 Wattstunden. Sachsenrad gibt eine durchschnittliche Reichweite von gut 25 Kilometern und eine maximale Reichweite von 50 Kilometern an. Das sind endlich mal realistische Reichweitenangaben, die jedoch von vielen Faktoren wie dem Gewicht des Fahrers, der Umgebungstemperatur, der Fahrweise, dem Untergrund, der Unterstützungsstufe, der Geschwindigkeit und vielem mehr abhängig sind. Wieder voll ist der Akku laut Sachsenrad in 4 bis 6 Stunden.
Das Sachsenrad R8 Ranger kostet bei Amazon 1149 Euro.
Das Sachsenrad R8 Ranger ist ein gelungenes E-Mountainbike zum Einstiegspreis. Es nutzt wie viele andere günstige E-MTBs eher einfache Komponenten, liefert aber zum einen ein stimmiges Gesamtpaket ohne große Schwächen ab. Zum anderen kann es sich etwa durch die hybrid-hydraulischen Scheibenbremsen, dem großen Rahmen und der hohen maximalen Zuladung sowie der Rahmengeometrie und der tollen Optik von der Konkurrenz im gleichen Preisfeld absetzen. Auch, dass Käufer hier für eventuelle Service-Fälle einen deutschen Ansprechpartner haben, dürfte für viele ein entscheidendes Kriterium sein.
Für unser Empfinden hätte der Motor gerne etwas stärker sein dürfen. Zudem ist der Akku mit 360 Wattstunden recht klein. Uns gefällt weder das Kabelmanagement noch das zwar beiliegende, aber nicht mit dem Stromkreislauf verbundene Rücklicht.
Das E-Mountainbike Fafrees KRE27.5 sieht schick aus, hat große und gute 27,5-Zoll-Reifen und ist mit weniger als 800 Euro auch noch richtig günstig. Wir machen den Test.
Das E-Mountainbike Fafrees KRE27.5 sieht schick aus, hat große und gute 27,5-Zoll-Reifen und ist mit weniger als 800 Euro auch noch richtig günstig. Wir machen den Test.
E-Mountainbikes aus China glänzen häufig mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu gehört das günstige und trotzdem gute Eleglide M1 Plus genauso wie das schicke Ado D30C (Testbericht). Auch das Fafrees KRE27.5 bildet hier keine Ausnahme. Für einen Preis von 800 Euro bietet es mehr, als man zunächst vermutet. Was es alles gut macht und was nicht, zeigen wir hier im Testbericht.
Das Fafrees KRE27.5 kommt teilmontiert in einem großen Karton zum Käufer. Vor der ersten Fahrt muss der Lenker, das Vorderrad, die Pedale, die Glocke und das Frontlicht montiert werden. Nach dem Festziehen aller Schrauben sollte man zudem die Reifen aufpumpen und die Scheibenbremsen justieren. Entsprechendes Werkzeug liegt bei. Wir benötigen insgesamt etwa 45 Minuten.
Rein optisch ist das Fafrees KRE27.5 ein echter Hingucker. Es wirkt deutlich teurer als es der Preis von 800 Euro vermuten lässt. Das liegt vor allem an den großen Reifen und Kombination mit dem schnittigen Rahmen und seiner gelungenen Lackierung. Die Oberstange des Rahmens ist recht schmal, der Akku sitzt dezent im unteren Teil des Rahmens. Die schwarze Lackierung wird von orangefarbenen Elementen und einem großen, ebenfalls orangefarbenen Aufdruck unterbrochen. Den unteren Teil der Lenkstange empfinden wir wegen seiner konischen Form jedoch als etwas gewöhnungsbedürftig. An den Rädern befindet sich an Speichen jeweils ein Katzenauge. Dieses ist Weiß. Das sieht richtig schick aus. In Deutschland ist allerdings die Farbe Gelb vorgeschrieben. Schutzbleche liegen dem E-MTB nicht bei.
Der Lenker ist mit 69 Zentimetern ausreichend breit. Die Lenkgriffe sind gummiert, jedoch gerade für große Hände etwas klein. Die beiden Bremshebel für die vordere und hintere Scheibenbremse sind angenehm straff und nicht zu groß. Einen Gasgriff gibt es nicht. Auf der rechten Seite sitzt die einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano. Auf der linken ein kleines LC-Display mit Bedieneinheit. Die dort angezeigte Geschwindigkeit lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen. Wer die Power-Taste etwa eine Sekunde gedrückt hält, navigiert durch die Anzeige der Durchschnittsgeschwindigkeit, der maximalen Geschwindigkeit und der insgesamt gefahrenen Kilometer.
Die Plus- und die Minus-Tasten schalten das Frontlicht ein und aus, aktivieren die Anschiebehilfe und bestimmen die Unterstützungsstufe. Wie so häufig bei günstigen E-Bikes und Pedelecs begrenzt die Unterstützungsstufe die maximale Geschwindigkeit des Motors.
Wer die Plus und Minus-Taste länger gleichzeitig gedrückt hält, kommt in das Untermenü. Dort kann man unter anderem die maximale Geschwindigkeit von 25 auf 40 Kilometer pro Stunde hochsetzen. Diese Option verhindert jedoch, dass das Fafrees KRE27.5 in Deutschland als Pedelec gilt.
Der Sensor an der Kurbel erkennt das Pedalieren vergleichsweise schnell und schaltet den Motor flott hinzu. Genauso schnell schaltet er sich auch wieder ab. Interessanterweise erkennt der Sensor, ob der Fahrer langsam oder schnell tritt und passt die Leistung des Motors daran an.
Der 250-Watt-Motor am Hinterrad gehört nicht zu den stärksten von uns bisher getesteten. Hier leistet etwa das gute 1100-Euro-E-MTB Decathlon E-ST 100 mehr. Allerdings gelingt es ihm problemlos, den 80 Kilogramm schweren Testfahrer auf 25 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Bei Steigungen kommt er jedoch schnell an seine Grenzen. Ist die Steigung zu stark, hilft nicht einmal mehr die Gangschaltung, da der erste Gang nicht weit genug nach unten reicht. Der höchste Gang reicht gerade noch, um bei 25 Kilometer pro Stunde noch mittreten zu können.
Die Ergonomie des Fafrees KRE27.5 ist erstaunlich gut. Der Sattel lässt sich für Fahrer mit einer maximalen Größe von etwa 190 Zentimetern ausfahren. Allerdings ist der Sattel selbst zu schmal und zu hart. Wer mit dem E-Mountainbike längere Touren plant, sollte sich Ersatz besorgen.
Bei unserer Testfahrt über einen anspruchsvollen Wald-Trail mit engen Kurven und vielen Wurzeln mach das Fafrees KRE27.5 eine ordentliche Figur. Das liegt an der Rahmengeometrie, den griffigen 27,5 Zoll großen Reifen, der vergleichsweise direkten Motorunterstützung und der passablen Federgabel am Vorderrad. Diese ist bei uns jedoch von Haus aus zu weich eingestellt. Mit einer entsprechenden Dämpferpumpe lässt sich die Härte anpassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Federgabel zu fixieren.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Lenkeinheit mit Vorderrad. Zum einen wackelt sie auch bei fest angezogenen Schrauben leicht. Zum andere scheint sie weniger agil als bei anderen E-Mountainbikes. Allerdings gewöhnt man sich schnell daran.
Der Akku sitzt optisch schick integriert im unteren Rahmenrohr. Er bietet bei 36 Volt eine Kapazität von 360 Wattstunden. Laut Hersteller reicht das für eine Reichweite von maximal 150 Kilometern. Auch wenn sehr viele Faktoren wie Fahrergewicht, Temperatur, Untergrund, Steigung, Geschwindigkeit und mehr bei der realen Reichweite eine entscheidende Rolle spielen, halten wir diese Angabe für maßlos übertrieben. Wir rechnen bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm und gemischter Nutzung im urbanen Umfeld mit maximal 50 Kilometer Reichweite.
Der Akku lässt sich über einen mitgelieferten Schlüssel einfach vom Rahmen lösen, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller steht. Für eine komplette Ladung benötigt das mitgelieferte Netzteil etwa vier Stunden.
Das Fafrees KRE27.5 kostet bei Geekmaxi 999 Euro. Verschickt wird ohne zusätzliche Versandkosten aus europäischen Lagerbeständen.
Für den aufgerufenen Preis von unter 800 Euro bietet das Fafrees KRE27.5 richtig viel. Uns gefällt vor allem die geschmeidige Optik und die beim Fahren gute Ergonomie. Auch die Elektronik des Motors funktioniert besser als bei vielen anderen E-Mountainbikes dieser Preiskategorie. Toll sind gerade abseits befestigter Straßen die großen Reifen mit ihrem tiefen Profil.
Wer auf deutschen Straßen fahren will, sollte sich jedoch besser nach einem anderen Modell umsehen. Denn die für Pedelecs maximal erlaubte Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde lässt sich hier sehr einfach am Bordcomputer heraufsetzen. Bereits die Option ist nicht erlaubt.
Das Engwe L20 ist ein elektrisches Fahrrad mit großem Akku, starkem Motor und breiten Reifen. Wie gut man damit durch den Schnee pflügen kann, zeigt der Test.
Das Engwe L20 ist ein elektrisches Fahrrad mit großem Akku, starkem Motor und breiten Reifen. Wie gut man damit durch den Schnee pflügen kann, zeigt der Test.
E-Bikes mit breiten Reifen, sogenannte Fatbikes wie das Engwe E26, liegen im Trend und bieten gerade im Winter auf schneebedeckten Wegen klare Vorteile gegenüber klassisch bereiften Pedelecs. Sie sind dank der breiten Bereifung gerade auf Schnee wesentlich spurtreuer als herkömmliche E-Bikes. So ist man trotz weichem Untergrund sicherer unterwegs.
Fatbikes gibt es mit unterschiedlichen Reifengrößen. In der Regel sind sie, wie die Modelle Engwe E26 und Himiway D3 Cruiser Step-Thru mit 4 Zoll breiten und 26 Zoll großen Rädern bestückt. Doch es gibt auch kleinere Varianten wie das Himiway Escape Pro und das E-Klapprad Ado A20F+ mit einer Radgröße von 20 Zoll. Die Breite beträgt auch bei den kleineren Rädern 4 Zoll.
Ein solches E-Bike hat nun auch Engwe mit dem L20 im Programm. Es bietet mit einem Tiefeinstieg ein besonders bequemes Auf- und Absteigen. Der hinter der Sattelstange integrierte Akku mit einer Kapazität von 624 Wh (48 Volt, 13 Ah) soll in Verbindung mit dem 250 Watt starken Hinterradmotor mit einem maximalen Drehmoment von 50 Nm eine Laufleistung von 140 km bieten. Außerdem gibt es Vorder- und Rücklicht, die der integrierte E-Bike-Akku zum Leuchten bringt und nicht, wie häufig bei günstigen Rädern der Fall, von einer eigenen Batterie mit Strom versorgt werden. Zudem kommt es mit Schutzblechen aus Metall, einem hinteren Gepäckträger mit einer maximalen Zuladung von 26 kg, einem Gepäckkorb an der Vordergabel mit einer maximalen Zuladung von 13 kg, einer Vorderradfederung und mechanischen Scheibenbremsen.
Obendrein eignet es sich auch für schwere Personen bis 120 kg – was im E-Bike-Bereich inzwischen allerdings keine Seltenheit mehr ist. Engwe verkauft das L20 in den Farben Rosa, Grün, Schwarz und Weiß für 999 Euro (Rabatt-Code DeliaKOL50OFF an der Kasse eingeben).
Geliefert wird Engwe L20 teilmontiert in einem großen Karton. Das englischsprachige Handbuch beschreibt den Aufbau sehr detailliert und sollte auch für Personen ohne englische Sprachkenntnisse kein Problem darstellen, da die Vorgehensweise auch in Form von aussagekräftigen Schaubildern verdeutlicht wird. Eigenes Werkzeug wird nicht benötigt, da es im Lieferumfang enthalten ist.
Zunächst montieren wir den Lenker und setzen danach das Vorderrad ein. Dann folgen vorderes Schutzblechs und der Gepäckkorb, an den wir die vordere Leuchte fest schrauben. Die Zuleitung befestigen wir mit den beiliegenden Kabelbindern an der Unterseite des Korbs. Zum Schluss erfolgt die Montage der mit L und R eindeutig gekennzeichneten Pedale. Der Aufbau hat bei uns etwa eine halbe Stunde gedauert. Allerdings muss man etwa genauso viel Zeit für das Entpacken des Rads einkalkulieren, da sämtliche Teile, die während des Transports beschädigt werden könnten, mit Schaumstoff gepolstert und mit Kabelbinder befestigt sind. Vor der ersten Fahrt ziehen wir alle Schrauben nach. Die breiten Reifen müssen wir nicht aufpumpen. Sie sind bereits fahrbereit. Wir empfehlen für die Fahrt einen Helm, die es auch in smart gibt. Bei der Auswahl hilft unsere Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Optisch ist das Engwe L20 ein echter Hingucker. Dieser Eindruck bestätigt sich bereits auf der ersten Testfahrt an den teils überraschten Blicken der Passanten. Ein Fatbike mit 20-Zoll-Rädern sieht man nicht alle Tage. Zudem sorgt die rosafarbene Lackierung des Rahmens mit Tiefeinstieg für einen starken Kontrast zu den in Schwarz gehaltenen restlichen Bauteilen wie Reifen, Felgen, Lenker, Gepäckträger hinten, Gepäckkorb vorn, Vorderradfederung, Akku, Kettenblatt vorn, sowie Sattelstütze und Sattel.
Als Tiefeinsteiger ist das Engwe L20 besonders für kleine Personen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen geeignet, für die es oft mühsam ist auf ein Rad mit Querstange auf- oder abzusteigen. Das leichte Absteigen ist vorwiegend bei schneebedeckten Fahrbahnen bei einem notwendigen Halt, etwa an einer Ampel, von Vorteil. Laut Hersteller ist das L20 für Personen mit einer Körpergröße zwischen 154 und 183 cm optimal geeignet. Mit einer Körpergröße von 156 cm hat sich unsere Testperson sehr wohl auf dem Rad gefühlt. Auch der Sitz wurde als besonders bequem und sicher empfunden. Für die zweite Testperson mit einer Größe von 186 cm reicht die Länge der Sattelstütze gerade noch für eine ergonomische Sitzposition aus. Größere Fahrer werden diese nur durch den Austausch der 25 cm langen Sattelstütze erreichen. Das entsprechende Sattelrohr bietet eine Tiefe von 39 cm.
Ansonsten ist das 34 kg schwere Engwe L20 sauber verarbeitet, auch wenn die Schweißnähte nicht so sauber abgeschliffen sind wie beim teureren E-Bike Cannondale Canvas Neo 1 (Testbericht). Auch das Kabelmanagement hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck.
Der Lenker ist wie bei einem Mofa deutlich gebogen. Die Griffe sind ergonomisch geformt und bieten eine Auflagefläche für die Handballen. Die Klingel sitzt praktisch erreichbar am linken Bremsgriff. Am rechten Griff gibt es außerdem noch einen Gashebel, der aber standardmäßig deaktiviert ist. Mit ihm kann man die Motorunterstützung auch ohne Treten aktivieren und so das Rad bis zur Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h beschleunigen. Das ist aber in Deutschland verboten, sodass man den Gashebel besser ausgeschaltet lässt.
Das Display ist relativ klein, hintergrundbeleuchtet und auch bei Sonne noch ausreichend gut ablesbar. Einen USB-A-Anschluss zum Aufladen von Smartphones bietet es leider nicht. Die Steuereinheit des Fahrrad-Computers sitzt auf der linken Seite des Lenkers. Damit kann der Fahrer über Plus- und Minustaster am unteren Rand die Unterstützungsstufe (1-5) des Motors einstellen und das Licht ein- und ausschalten. Das Frontlicht ist ausgesprochen hell, hat aber den Nachteil, dass es starr am Gepäckkorb montiert in Kurven den Weg nicht optimal ausleuchtet.
Der 624 Wh starke Akku befindet sich hinter der Sattelstütze. Zunächst dachten wir, dass wir ihn erst entnehmen können, wenn wir die Sattelstütze abgeschraubt haben. Doch weit gefehlt: Der Sattel lässt sich per Hebel entriegeln und nach vorn klappen, sodass man den Akku problemlos entnehmen kann.
Ein E-Fatbike fährt sich etwas behäbiger als ein herkömmliches Pedelec mit normalen Reifen. Das konnten wir bereits beim Eleglide Tankroll (Testbericht) feststellen und bemerken es auch hier. So ist das Engwe L20 nicht besonders wendig, benötigt also einen höheren Wendekreis. Dafür ist es spurtreu und dank breiter Bereifung, weichem Sitz sowie Vorderradfederung schmälern Unebenheiten auf Radwegen, aber auch im Gelände und im Wald nicht den Fahrkomfort. Das ist nicht nur im Wald mit viel Wurzelwerk praktisch. Auch in der Stadt ist es ein leichtes, Bordsteine heraufzufahren. Das Fahrgeräusch ist aufgrund der größeren Auflagefläche der 4 Zoll breiten Reifen auf dem Asphalt allerdings höher als mit gewöhnlichen E-Bikes.
Das Fahren mit dem Engwe L20 macht richtig Spaß. Kaum etwas bringt es aus der Ruhe, es überrollt einfach kleinere Probleme, die bei normalen Fahrrädern unüberwindbare Hindernisse gewesen wären. Auch im Wald auf schneebedeckten Wegen hat es uns sicher transportiert. Dankbar sind wir auch über die montierten Schutzbleche aus Metall, die bei nasser Fahrbahn vor Spritzer an der Kleidung schützen.
Die mechanischen Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 160 mm bringen das L20 schnell zum Stehen. Auch auf Schnee bieten sie in Kombination mit den breiten Reifen ein optimales Bremsverhalten, wobei das Rad bei gerader Lenkerstellung nicht aus der Spur gebracht wird.
Der Heckmotor bietet die erlaubten 250 Watt Nennleistung und ein hohes Drehmoment von maximal 50 nm. Damit er seine Leistung entfalten kann, muss einer der beiden mitgelieferten Akkuschlüssel im Schloss stecken und umdreht werden. Erst dann kann man ihn über das Bedienpanel aktivieren. Er beschleunigt ziemlich stark und bringt selbst schwere Fahrer locker auf die erlaubten 25 km/h. Moderate Steigerungen sind mit dem Antrieb problemlos möglich. Und auch steilere Anstiege mit bis zu 13 Prozent hat das Rad im Test problemlos bewältigt.
Für steilere Berge geht die Übersetzung der 7-Gang-Shimano-Schaltung Altus nicht tief genug nach unten. Wie bei Heckmotoren üblich, benötigt der Motor etwa eine halbe Pedalumdrehung, bis er loslegt. Mit dem Betätigen der Bremsen stoppt er sofort. Ein Nachlaufen haben wir nicht festgestellt. Während der Fahrt reicht bereits ein simuliertes Treten, um den Vortrieb des Motors auszulösen.
Der 624 Wh starke Akku soll laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 140 km bieten. Aufgrund der wechselhaften und kalten Bedingungen der letzten Tage sind wir bislang mit dem Engwe L20 nur 20 km weit gefahren. Nach einem längeren und steilen Anstieg bei Minusgraden zeigt das Display oben am Berg nur noch zwei von fünf Balken an. Am Tag darauf wurden hingegen wieder fünf Balken angezeigt.
Grundsätzlich beziehen sich die Reichweitenangaben der Hersteller auf Idealbedingungen, mit leichtem Fahrer, gutem Wetter, gerader Stecke und so weiter gemessen. In der Praxis ist der Akku, vor allem wenn man bei Minusgraden und höchster Unterstützungsstufen unterwegs ist, deutlich früher erschöpft. Außerdem sollte man den Akku auch nicht komplett leer fahren, weil das die Haltbarkeit erheblich negativ beeinflusst.
Das Engwe L20 für kostet mit dem Code DELIAKOL50OFF 999 Euro. Engwe bietet zudem interessantes Zubehör für das L20. Für 379 Euro hat es etwa einen Ersatz-Akku im Programm. Gepäcktaschen gibt es ab 25 Euro und eine Telefonhalterung aus Aluminium für 19 Euro. Diverse Gepäckträger für hinten sind ab 69 Euro erhältlich.
Der Test des Engwe L20 hat uns richtig Spaß gemacht. Gerade auf schneebedeckten Fahrbahnen, ob auf befestigten Wegen oder im Wald, hat uns das L20 immer sicher transportiert. Der Motor bietet auch für steilere Anstiege genügend Leistung. Die mechanischen Bremsen funktionieren gut und bringen das Engwe L20 auch bei schwierigen Bedingungen nicht aus der Spur. Zudem bietet das Fatbike mit seinen dicken 20-Zoll-Reifen und der einstellbaren Vorderradfederung einen hohen Fahrkomfort.
Bereits ein leichtes Treten der Pedale bringt den Motor auf Trab. Auf flacher Strecke reicht bereits ein Scheintreten aus, um die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h zu halten. Insgesamt ist das Engwe L20 ideal für jeden, der auf der Suche nach einem praktischen Winterrad ist, das auch dank des bereits montierten Gepäckkorbs und dem optional bestückbaren Gepäckträger auch fürs Einkaufen gut geeignet ist. Viele Anwender werden auch den bequemen Tiefeinstieg zu schätzen wissen. Engwe verkauft das L20 für 999 Euro (Rabatt-Code DELIAKOL50OFF an der Kasse eingeben).
Hinweis I: Der Test erschien bereits am 5.12.2023. Bei attraktiven Angeboten wird der Artikel aktualisiert.
Hinweis II: Anders als in einer früheren Version des Artikels berichtet wurde, bietet das Display des Engwe keinen USB-Anschluss. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Seit einem halben Jahr fahren wir regelmäßig mit dem Decathlon E-ST 100. Dabei schlägt sich das E-Mountainbike für nur 1000 Euro richtig gut, wie unser Langzeittest zeigt.
Seit einem halben Jahr fahren wir regelmäßig mit dem Decathlon E-ST 100. Dabei schlägt sich das E-Mountainbike für nur 1000 Euro richtig gut, wie unser Langzeittest zeigt.
E-Mountainbikes sind beliebt wie nie zuvor – und entsprechend in weiten Teilen ausverkauft. Nicht so das Decathlon E-ST 100. Wer es im Decathlon-Store (Kauflink) erwirbt, zahlt dafür aktuell 1000 Euro. Ein guter Preis.
Noch günstiger sind E-Bikes von chinesischen Händlern, die meist aus europäischen Lagern verschicken. So kostet etwa das gute Eleglide F1 (Testbericht) nur 700 Euro und kann sogar zusammengeklappt werden. Das Eleglide M1 Plus (Testbericht) kostet nur 50 Euro mehr, klappt nicht, hat aber einen fetten Akku. In einer preislich ähnlichen Kategorie bewegt sich das Eskute Voyager (Testbericht) und überzeugt vor allem durch eine schicke Integration des großen Akkus in den Rahmen. Allen Einsteigern empfehlen wir die Lektüre unseres Ratgebers E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.
Das Decathlon E-ST 100 mit seinen 27,5 Zoll großen Rädern kommt in einem gefälligen Design. Der sportlich geformte Alurahmen ist grau-blau lackiert. Einige gelbe Akzente sorgen für optische Highlights. Der Akku sitzt auf dem Rahmen auf. Das ist leider nicht so schön gelöst wie beim Eskute Voyager (Testbericht) und entlarvt das Decathlon E-ST 100 auf den ersten Blick als elektrischen Mountainbike. Gut gefällt uns der steile Neigungswinkel der Vordergabel, was man so vor allem aus dem Downhill-Bereich kennt. Auch wenn Decathlon überwiegend auf sehr günstige Komponenten setzt, zickt nichts nach unseren knapp 500 gefahrenen Kilometern rum.
So wie das E-MTB geliefert wird, ist es erst einmal nicht straßentauglich. Dafür fehlen ihm ein vorderes und ein hinteres Licht. Dafür empfehlen wir unseren Ratgeber: Helle Fahrradleuchten mit und ohne Akku ab 15 Euro. Was dem E-Mountainbike ebenfalls fehlt, ist ein Ständer. Auch wenn dieser nicht sicherheitsrelevant ist, empfinden wir ihn dennoch im Alltag als praktisch und notwendig. Ebenfalls praktisch und für viele notwendig sind Schutzbleche, die dem E-MTB nicht beiliegen. Zum Glück kann man beides für wenige Euro nachkaufen. Die obligatorischen Reflektoren liegen dem E-Bike bei. Auch über eine CE-Kennzeichnung verfügt das elektrische Fahrrad.
Am Lenker sitzen Bremshebel für die mechanischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Diese sind von Tektro und greifen von Anfang an ohne Nachjustierung richtig gut. Die Bedienung der 8-Gangschaltung eines unbekannten Herstellers ist zunächst etwas ungewohnt, geht aber mit der Zeit flüssig von der Hand. In den 500 von uns gefahrenen Kilometern ist die Kette kein einziges Mal herausgesprungen. Gut: Zum einen geht der niedrigste Gang tief genug herunter, um auch schwierige Trail-Passagen zu meistern. Zum anderen ist der höchste Gang hoch genug, um auch in flotten Geschwindigkeiten noch kräftig zutreten zu können. Die Federgabel kann in ihrer Härte justiert werden und verfügt über eine Dämpfung.
Die 27,5 Zoll großen Rockrider All Terrain light-Reifen mit einer Innenweite von 2,2 Zoll des knapp 23 Kilogramm schweren E-Bikes bieten ein gutes Profil und geben auch auf anspruchsvollen Trails eine ganz gute Figur ab. Die flachen Pedale bieten ebenfalls einen guten Halt und sind aus einem festen Kunststoff gefertigt.
Der Lenker des Decathlon E-ST 100 sitzt tief, was besonders bei großen Fahrern zu einer sportlichen Haltung führt. Beim Fahren haben wir stets das Gefühl der vollen Kontrolle. Das liegt am guten Rahmen, den passenden Reifen und insgesamt gut aufeinander abgestimmten Bauteilen. Im Gegensatz zu einigen sehr günstigen China-Bikes quietscht und wackelt hier nichts. Das Decathlon E-ST 100 macht nicht nur im urbanen Umfeld eine gute Figur. So ist es etwa problemlos möglich, einen Bordstein hinaufzufahren. Auch auf schwierigen Wald-Trails kommt man mit dem E-Bike gut voran.
Am Lenker sitzt die kleine Steuereinheit mit hintergrundbeleuchtetem LD-Display. Die Anzeige gibt Auskunft über aktuelle Geschwindigkeit, Akkukapazität, Unterstützungsstufe und insgesamt gefahrene Kilometer. Das Display spiegelt etwas, kann aber dennoch in den meisten Fällen auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut abgelesen werden. Neben dem Display befinden sich neben dem Knopf zum Ein- und Ausschalten außerdem zwei Knöpfe für die Wahl der Unterstützungsstufe. Dabei startet das Decathlon E-ST 100 stets in der Stufe 1 mit der geringsten Motorunterstützung. In Stufe 2 gibt der 250-Watt-Motor alles, was er hat. Dabei ist die Motorkraft zusammen mit der gut eingestellten Gangschaltung absolut ausreichend, um auch steile Berge hinaufzukommen.
Außergewöhnlich gut hat uns die elektronische Steuerung gefallen. Da das Decathlon E-ST 100 über einen Trittfrequenzsensor verfügt, erkennt es schneller als viele andere E-Bikes mit Heckantrieb, wenn der Fahrer in die Pedale tritt und schaltet den Motor zur Unterstützung hinzu. Genauso flott schaltet die Steuerung den Motor auch wieder aus, sobald der Fahrer nicht mehr beschleunigt.
Der Akku des E-Mountainbikes Decathlon E-ST 100 hat eine Kapazität von 380 Wattstunden. Das ist weniger als etwa beim sehr günstigen Eleglide M1 Plus (Testbericht) mit seinem 450-Wattstunden-Akku. Trotzdem kommen wir bei flacher Strecke, guten Wetter, 80 Kilogramm Zuladung und überwiegend voller Unterstützung im Schnitt gut 50 Kilometer weit, bevor das E-Mountainbike für etwa sieben Stunden ans mitgelieferte Netzteil muss. Zum Laden kann der Akku entnommen werden.
Das Decathlon E-ST 100 kostet aktuell in verschiedenen Größen im Decathlon-Store (Kauflink) 1000 Euro. Derzeit ist es verfügbar, was man nicht von allen E-Bikes dieser beliebten Preiskategorie behaupten kann.
Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die aktuell günstigsten verfügbaren E-Mountainbikes:
Das Decathlon E-ST 100 hat uns überzeugt. Für seinen recht günstigen Preis begleitet es uns nun schon knapp 500 Kilometer und machte bisher keine Probleme. Auch wenn hier überwiegend preiswerte Bauteile zum Einsatz kommen, arbeiten diese zuverlässig und wirken aufeinander abgestimmt. Die Reifen greifen zuverlässig, der Motor ist stark genug, der Akku ausreichend groß, die Schaltung sowie die Bremsen arbeiten gut und insgesamt vermittelt das E-Bike dem Fahrer das Gefühl, stets Herr der Situation zu sein. Einen großen Teil trägt dazu die gute elektronische Steuerung bei. Denn dank eines Trittfrequenzsensors reagiert der Motor zuverlässig auf die Pedalbewegungen des Fahrers.
Insgesamt können wir das Decathlon E-ST 100 empfehlen. Aktuell gibt es wohl nur wenige Fahrräder in dieser Preisregion, die ein ähnlich überzeugendes Gesamtpaket bieten. Ähnlich günstig ist das Voyager Eskute (Testbericht). Es sieht jedoch dank des versteckten und sehr großen 480-Wattstunden-Akkus eleganter aus.
Wer weniger Geld ausgeben will, sollte sich das Eleglide F1 (Testbericht) genauer anschauen. Für gerade einem 700 Euro kann dieses 26-Zoll-E-MTB sogar klappen. Wer sich tiefer einlesen will, dem empfehlen wir die Lektüre unseres Ratgebers E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.
Das E-Bike Samebike LO26 – II kann mehr, als man von einem 1000-Euro-E-MTB erwartet: Es ist vollgefedert, hat 21 Gänge, einen starken Motor und klappt auf Wunsch. Wir haben es getestet.
Das E-Bike Samebike LO26 – II kann mehr, als man von einem 1000-Euro-E-MTB erwartet: Es ist vollgefedert, hat 21 Gänge, einen starken Motor und klappt auf Wunsch. Wir haben es getestet.
Als wir im September 2021 das E-Mountainbike Eleglide F1 (Testbericht) in die Redaktion bekamen, waren wir von seiner Vielseitigkeit begeistert. Schließlich sieht man nur selten ein ausgewachsenes 26-Zoll-E-Bike mit Federung vorn und hinten und einer guten 21-Gang-Schaltung, welches sich auch noch zusammenklappen lässt. Dabei kostete es nur gut 700 Euro. Allerdings war das E-Bike nur wenige Wochen erhältlich, bevor es wieder vom Markt verschwand.
Nun gibt es mit dem Samebike LO26 – II eine verbesserte Neuauflage, die jedoch mit einem Preis von gut 1000 Euro auch etwas teurer ist.
Schon auf den ersten Blick sieht man dem Samebike LO26 – II an, dass es sich hier um ein außergewöhnliches E-Bike handelt. Das liegt vor allem an seinem Rahmen, in dessen optisch dominanten Quersteg sich der Akku verbirgt und welches eine Federung für das Hinterrad bietet. Auch die dicken Felgen sind schick. Als weniger gelungen empfinden wir die wahlweise schwarze oder weiße Farbwahl. Denn während das Eleglide F1 dank der Kombination aus Blau und Orange ein echter Hingucker ist, fehlen dem Samebike LO26 – II jegliche Farbakzente.
Am Lenker dominiert das sehr große, farbige LED-Display. Hinter einer Abdeckung verbirgt sich ein USB-A-Anschluss zum Laden von mobilen Endgeräten wie Smartphones. Das Display ist beleuchtet, lässt sich aber bei direkter Sonneneinstrahlung nicht gut ablesen. Es zeigt in Anlehnung an eine analoge Geschwindigkeitsanzeige, wie schnell man unterwegs ist. Das sieht gut aus, ist aber wenig praktikabel. Egal, schließlich gibt es diese Anzeige auch in großen Zahlen. Zusätzlich zeigt das Display den Akkustand, die gefahrenen Kilometer, die Zeit und auf Wunsch vieles mehr.
Wer am Bordcomputer die zwei Tasten zum Einstellen der Unterstützungsstufe gedrückt hält, kommt in ein umfangreiches Untermenü. Dort bestimmt der Fahrer unter anderem die maximal Unterstützungsgeschwindigkeit. Diese kann auf 100 Kilometer pro Stunde gesetzt werden. Das ist Augenwischerei. Selbst bei vollgeladenem Akku erreicht das Samebike LO26 – II mit Motorunterstützung selten 35 Kilometer pro Stunde oder mehr.
Die Handgriffe am Lenker sind dank ihrer ergonomischen Form recht bequem. Auf jeder Seite sitzt je ein Bremshebel für die mechanischen Scheibenbremsen vorn und hinten. Diese sind von Haus aus ordentlich eingestellt. Dennoch greifen sie wie so häufig bei billigen E-Bikes aus China nicht optimal. Wer sie über die mitgelieferten Inbusschlüssel einstellt, kann noch etwas mehr Bremskraft herausholen.
Auch die 21-Gang-Schaltung von Shimano funktioniert auf Anhieb gut. Alle Gänge rasten so ein, wie sie sollen. Überhaupt begrüßen wir es, dass das Samebike LO26 – II derart viele Gänge bietet. So ist es mit dem E-Fully dank sehr niedriger Gänge auch möglich, steile Berge zu bezwingen oder auf einem anspruchsvollen Trail langsam große Wurzeln zu überwinden.
Das Frontlicht lässt sich über den Bordcomputer steuern, ist ausreichend hell und kann im Abstrahlwinkel variiert werden. Hinten gibt es kein Licht, welches nachgerüstet werden kann. Dazu empfehlen wir unseren Ratgeber Fahrradleuchten: Helles Licht mit Akku oder Batterie ab 15 Euro.
Das Samebike LO26 – II kommt mit einfachen Schutzblechen aus Kunststoff. Diese wirken nicht robust. Trotzdem sind sie ein Pluspunkt. Denn gerade bei billigen E-Mountainbikes aus China verzichten Hersteller gerne auf dieses praktische Zubehör.
Die Federgabel am Vorderrad, welches sich über einen Schnellspanner entnehmen lässt, ist zu weich. Über einen Drehregler kann der Fahrer sie fixieren. Die Federgabel scheint über eine Dämpfung zu verfügen. Diese ist jedoch zu hart. So knallt sie etwas ruppig zurück in ihre Ursprungsposition.
Für die Federung des Hinterrads zeichnet sich der 125-Millimeter-Dämpfer FA-688 verantwortlich. Er fängt leichte Stöße ab und erleichtert die Fahrt über Stock und Stein erheblich. Dennoch sollte man von ihm keine Wunder erwarten. Mit hochwertigen Fullys kann die Hinterradfederung des Samebike LO26 – II nicht mithalten.
Der Sattel ist ausreichend bequem. Nach hinten gerichtet sitzt ein rotes Katzenauge. Allerdings ist die Sattelstütze für Fahrer ab 180 Zentimeter zu kurz. Hier hat Samebike an der Länge des Rohrs gespart. Das ist schade, schließlich war das Rohr des Eleglide F1 (Testbericht) deutlich länger. Große Fahrer, die auf das Samebike LO26 – II schielen, sollten sich gleich eine passende Sattelstütze kaufen.
Ein echtes Novum stellt die Möglichkeit dar, das Samebike LO26 – II zusammenklappen zu können. Dafür legt der Fahrer den Sicherungshebel in der Mitte des Rahmens um und faltet das E-Bike zusammen. Die Pedale können nicht angelegt werden. Dafür sind sie aus Metall und machen den Eindruck, einiges auszuhalten. Auch der Lenker kann nicht, wie man es von vielen E-Klapprädern (Bestenliste) gewohnt ist, nach unten geklappt werden. Trotzdem ist der Faltmechanismus praktisch. So passt das Samebike LO26 – II in größere Kofferräume.
Für uns hat der Klappmechanismus jedoch auch Nachteile. Zum einen könnte das Scharnier bei sehr starken Belastungen nachgeben und quietschen oder im schlimmsten Fall gar biegen und brechen. Zum andern stehen das Scharnier und der Sicherungshebel etwas vom Rahmen ab. Wer wie wir dazu neigt, seine Beine nah am Rahmen zu bewegen, bleibt zuweilen unsanft daran hängen.
Der 500-Watt-Motor (erlaubt sind 250 Watt) am Hinterrad kommt mit einer Spannung von 48 Volt. Er ist außergewöhnlich kräftig und schafft es auch schwerere Fahrer (zugelassen ist das E-Bike bis 150 Kilogramm Zuladung) flott zu beschleunigen.
Die Elektronik funktioniert grundsätzlich gut. So springt der Motor beim Pedaltritt schnell an und hört genauso schnell wieder auf. Die fünf Unterstützungsstufen variieren die maximale Geschwindigkeit, in der der Motor beim Beschleunigen hilft. Praktisch, aber in Deutschland nicht erlaubt, ist der Daumengriff, der den Motor direkt anspricht. Er aktiviert so den vollelektrischen Modus. So schiebt der Motor das Fahrrad an, ohne dass der Fahrer die Pedale auch nur berühren muss.
Unterhalb des Daumengriffs sitzt die elektrische, sehr laute Hupe, die in Deutschland ebenfalls nicht erlaubt ist. Die Einheit mit Griff und Hupe lässt sich dank Steckverbindung recht einfach entfernen. Das macht das Samebike LO26 – II aber noch lange nicht zum legalen Pedelec.
Egal, wie schnell man mit dem E-Bike unterwegs ist, wir empfehlen dringend das Tragen eines Helmes. Mehr dazu in unserem Beitrag Blinker, Notruf & Musik: Deswegen lohnt sich ein smarter Fahrradhelm.
Der Akku sitzt im Rahmen und hat eine Kapazität von 499 Wattstunden. Er lässt sich zum Laden entnehmen, kann aber zum Befüllen auch im E-Bike bleiben. Samebike gibt an, dass eine Akkuladung im vollelektrischen Modus für 25 bis 35 Kilometer reicht. Im Unterstützungsmodus sollen 40 bis 80 Kilometer drin sein. Diese Angaben sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Hier spielen Faktoren wie Geschwindigkeit, Gewicht des Fahrers, Fahrweise, Bodenbeschaffenheit, Höhenmeter, Temperatur und viele mehr mit ein. In unserem Fall erreichen wir bei gemischter Nutzung gut 25 Kilometer, bevor der leere Akku über das mitgelieferte Netzteil wieder aufgeladen werden muss.
Das Samebike LO26 – II kostet noch bis zum 12. September 2022 bei Banggood (Kauflink) 1018 Euro. Bei Geekmaxi (Kauflink) zahlen Käufer 1026 Euro. Danach steigt der Preis. Hier im Preisvergleich zeigen wir die günstigsten E-Mountainbikes von deutschen Händlern. Mit dabei auch unsere Kaufempfehlung Eleglide M1 Plus (Testbericht).
Das Samebike LO26 – II gehört zu den spannendsten E-Mountainbikes für gut 1000 Euro, die wir bisher gesehen haben. Das liegt vor allen daran, dass es dank 26-Zoll-Rädern eine vernünftige Größe hat, sich wegen seiner Vollfederung auch für schwieriges Gelände eignet und sich dennoch zusammenklappen lässt. Dazu bietet es einen starken Motor, einen großen Akku, ein schickes Display, viele Gänge und sogar Schutzbleche. Allerdings ist seine Sattelstütze zu kurz, es fehlt ein Rücklicht und das Scharnier zum Falten könnte einigen Fahrern beim Pedalieren im Weg sein. Sein größter Nachteil: Es hat keine Zulassung für den Straßenverkehr nach StVO. Gefahren werden darf es in Deutschland nur auf Privatgelände.
Beim Kauf muss man sich außerdem darüber im Klaren sein, dass hier aufgrund des günstigen Preises auch nur sehr günstige Bauteile zum Einsatz kommen. So kann es sein, dass es im Dauereinsatz an der ein oder anderen Stelle zu Problemen kommen wird.
Wer sich für günstige E-MTBs interessiert, sollte sich unsere Bestenliste: Top-7 E-Mountainbikes von 800 bis 1600 Euro durchlesen. Lieber ein Pedelec mit Mittelmotor? Schon ab 950 Euro: So viel kostet ein gutes E-Bike mit Mittelmotor.
Damit man bedenkenlos auf deutschen Straßen mit einem E-Bike fahren kann, sollte es die Voraussetzungen eines Pedelecs erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass der Motor nicht stärker als 250 Watt sein darf. Auch muss sich der Motor beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde abschalten. Eine bei einigen chinesischen E-Bikes übliche Hupe ist genauso wenig erlaubt wie ein Gasgriff. Ausnahme: Der Gasgriff beschleunigt das E-Bike nur bis 6 Kilometer pro Stunde, wie beim Himiway Cruiser Step-Thru (Testbericht).
Die CE-Kennzeichnung, die einigen chinesischen E-Bikes fehlt, ist übrigens nicht verpflichtend. Allerdings handelt es sich beim Fehlen der CE-Kennzeichnung um eine Ordnungswidrigkeit. Hier kann es zu Bußgeldern gegenüber Hersteller und Händler kommen, nicht aber gegenüber dem Käufer oder Fahrer.
Wer sein E-Mountainbike online bestellt, muss es nach der Lieferung zusammenschrauben. Das ist meist nicht schwierig, die jeweiligen Werkzeuge liegen bei. Häufig muss der Käufer den Lenker und das Frontlicht festschrauben sowie das Vorderrad einsetzen. Auch der Ständer und die Pedale sind üblicherweise nicht vormontiert. Vor der ersten Fahrt sollten dann noch alle Schrauben nachgezogen und die Reifen aufgepumpt werden. Im Schnitt benötigen wir dafür 30 bis 60 Minuten.
Während die Preise im Jahr 2022 aufgrund der hohen Nachfrage, Lieferengpässen, Rohstoffmangel, Ukraine-Krieg und Inflation um bis zu 30 Prozent anzogen, sind sie im Jahr 2023 und auch im Jahr 2024 wieder gefallen. Im Jahr 2025 sehen wir aufgrund der hartnäckigen Inflation wieder etwas höhere Preise. Trotzdem sind elektrische Fahrräder aus China in den meisten Fällen nach wie vor günstiger als europäische Varianten von etablierten Marken.
Interessanterweise macht die Qualität der günstigen E-Bikes von Jahr zu Jahr deutliche Sprünge. 2024 hatten wir mit dem Engwe P275 Pro (Testbericht) beispielsweise erstmals ein Fahrrad mit Mittelmotor, Riemenantrieb und automatischer Gangschaltung eines chinesischen Herstellers im Test. Auch wegen der hohen Innovationsgeschwindigkeit konzentrieren wir uns in unseren zahlreichen Tests auf Modelle aus Fernost.
Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Bei E-Mountainbikes der unteren Preiskategorie kommen fast immer Heckmotoren zum Einsatz. Doch es gibt Ausnahmen, wie das Magmove CEH55M (Testbericht) für 1199 Euro bei Geekmaxi oder das Eleglide C1 (Testbericht) für 1249 Euro bei Geekmaxi.
In den meisten Fällen springen die Heckmotoren mit einer gewissen Verzögerung an. Will heißen, dass der Fahrer erst einmal eine halbe Umdrehung in die Pedale steigen muss, bevor der Motor mitzieht. Genauso lange laufen sie in der Regel dann auch nach. Wer diesen Effekt vermindern will, sollte darauf achten, dass das E-Mountainbike der Wahl ähnlich wie das Urban-E-Bike Fiido C21 (Testbericht) nicht nur einen Trittfrequenzsensor, sondern einen Drehmomentsensor hat.
Eine echte Besonderheit ist das Duotts S26. Dieses Mountainbike hat gleich zwei Elektromotoren. Bezüglich Leistung macht ihm kein anderes E-Bike etwas vor. Das ist so in Deutschland auf öffentlichen Straßen jedoch nicht erlaubt.
Fahrradfahren hat nachweislich positive Auswirkungen auf die Gesundheit – selbst E-Bikes sind viel besser als etwa Autofahren. Doch selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Zudem sind E-Bikes bei Dieben heiß begehrt. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern. Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen wirklich. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.
Ja, es gibt sie: richtig günstige und dennoch brauchbare E-Mountainbikes. Hier sticht vorrangig das Eleglide M2 für 799 Euro aus der Masse hervor. Es gibt kein anderes legales E-MTB für diesen Preis, welches besser ausgestattet ist. Doch auch das E-MTB mit Mittelmotor Telefunken Aufsteiger M925 für 1383 Euro bei Amazon und das Duotts S26 mit gleich zwei Motoren für 1390 Euro bei Geekmaxi sind empfehlenswert.
Wer ein Fahrrad speziell für die Stadt sucht, dem empfehlen wir unsere Top 10: Das beste E-Bike für die Stadt. Lieber richtig fette Reifen? Dann hilft die Top 10: Das beste günstige E-Fatbike. Besser es klappt? Auch da hätten wir etwas: Top 10: E-Klapprad – die besten E-Bikes zum Falten.
Im Rahmen dieses Beitrags haben wir die E-Bikes in verschiedenen Szenarien wie geteerten Radwegen, geschotterten Feldwegen und steilen Anstiegen getestet. Langfristige Probleme, die eventuell bei monate- oder jahrelanger Alltagsnutzung auftreten, können wir auf diese Weise nicht erfassen. Finden wir nach Veröffentlichung unseres Testberichts noch Fehler oder werden von unseren Lesern auf etwas hingewiesen, tragen wir das nach.
Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.
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