Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Fahrrad und E-Bike brauchen viel Platz, insbesondere wenn man mehr als nur eines davon zu Hause hat. Deckenlift, Wandhaken und Wandhalterungen erlauben eine platzsparende Aufbewahrung. Wir zeigen die besten Systeme und erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt.
Fahrräder sind nicht zuletzt dank des immer günstigeren und effektiveren E-Antriebs beliebt wie lange nicht und oft bleibt es auch nicht bei nur einem Bike pro Person. Neben dem Drahtesel für den Alltag gibt es dann etwa noch ein Rennrad oder Mountainbike für die sportliche Betätigung – und das am besten für jedes Familienmitglied. Da wird der Platz schnell eng in Einfahrt, Carport und Garage.
Wohin also mit dem Fahrrad? Halterungen und Aufhängungen für Fahrräder sind letztlich immer dann sinnvoll, wenn das Rad nicht täglich benötigt wird oder es aus Platzgründen schlicht nicht anders geht. Das Hauptproblem etwa den klassischen Wandhalterungen: So stehen die Bikes zwar nicht am Boden herum, wirklich platzsparend sind viele der simplen Halterungen aber nicht.
Am meisten freien Platz schafft ein Fahrradlift, der deshalb auf Platz Eins landet. Wer ausreichend Raumhöhe im Carport oder Garage zur Verfügung hat, sollte seine Drahtesel direkt unters Dach hängen.
Die dafür nötigen Deckenlifte für Fahrräder von Fischer & Co. gibt es bereits ab 12 Euro. Sie funktionieren mit einem Seilzug und einer Kombination aus mehreren Flaschenzügen und erlauben eine platzsparende Aufbewahrung in mehreren Metern Höhe. Auch hier gilt: Wer ein schweres E-Bike aufhängen will, sollte auf die Spezifikationen achten. Budget-Deckenlifte sind häufig nur bis maximal 20 kg Gewicht ausgelegt. Marken-Modelle, wie der Fahrradlift von P4B, schaffen bis zu 57 kg und kosten etwa 40 bis 50 Euro. Die besser ausgestattete Variante mit elektrischem Motor ist da schon deutlich teurer. Der elektrische Fahrradlift von Pallit für satte 260 Euro ist dann aber auch bis zu einem Maximalgewicht von 100 kg geeignet.
Etwas teurer, aber noch platzsparender sind Lifte, die das Bike flach unter die Decke hängen. Hier gibt es etwa das Modell Floaterhoist BA1 von Horsemen für knapp 140 Euro, aktuell ist das Modell allerdings nicht lieferbar. Auch hier gilt es, die Spezifikationen im Auge zu behalten, denn der Lift schafft maximal 25 kg.
Die Deluxe-Variante zur Deckenmontage ist der hydropneumatische Flat-Bike-Lift für satte 389 Euro. Hier wird das Rad bequem auf der Halterung abgestellt und mit einer Klammer fixiert. Anschließend wird es mit geringem Kraftaufwand an die Decke hochgeklappt. Abgesehen vom hohen Preis gibt es hier allerdings noch einen Nachteil: Der Standard-Flat-Bike-Lift ist nur für Fahrräder mit maximal 21 kg geeignet. Wie uns der Hersteller mitgeteilt hat, gibt es allerdings unter der Teilenummer S24 eine stärkere Gasdruckfeder, dann stemmt der Flat-Bike-Lift bis zu 28 kg. Das ist dann auch für viele E-Bikes ausreichend. Bei Carports mit schrägem Dach muss außerdem eine Hilfskonstruktion angebracht werden – hier ist dann handwerkliches Geschick gefragt.
Ist kein geeigneter Ort für einen Deckenlift zu finden, braucht es eine andere Lösung zur platzsparenden Lagerung des Fahrrads. Hier bieten sich dann etwa Wandhalterungen an. Wer das Bike mit einem Haken am Vorderrad aufhängt, verliert allerdings trotzdem Raumtiefe. Hier kommen klappbare Wandhaken ins Spiel. Diese funktionieren grundsätzlich wie klassische Fahrradwandhalterungen, können nach dem Einhängen des Bikes aber an seitlich weggeklappt werden. Der Raumgewinn im Vergleich zur klassischen Wandhalterung ist zwar nicht riesig, aber spürbar.
Preislich geht es bei etwa 26 Euro für das Modell Mimoke mit einer Tragkraft von bis zu 30 kg los. Die schwenkbare Halterung von Pro Bike Tool, ebenfalls bis 30 kg zulässig, gibt es für 40 Euro. Wer hier zuschlägt, kann aktuell von einem 25-Prozent-Coupon profitieren. Der Doppelpack von Dechoga, ebenfalls bis 30 kg, schlägt mit 44 Euro zu Buche. Die Variante von Steadyrack bis maximal 35 kg ist mit knapp 90 Euro deutlich teurer.
Auch hier gilt: Immer auf das maximal zulässige Gewicht achten, da viele Halterungen nicht für schwere E-Bikes geeignet sind. Wichtig bei der Lagerung an der Wand: Wer keine Reifenspuren an den Wänden möchte, sollte darauf achten, dass die Halterung einen Schutz für das Hinterrad mitbringt. Falls das nicht der Fall ist, lohnt sich die Anbringung einer selbstklebenden Wandschutzmatte ab 15 Euro.
Nicht nur für Garage und Carport, sondern auch für Innenräume geeignet sind Fahrradwandhalterungen für die Aufnahme von Rahmen oder den Pedalen. Hier hängt das Bike dann nicht vertikal am Vorderrad, sondern horizontal am Rahmen oder einem Pedal an der Wand. Das geht zwar zugunsten der Raumtiefe, das Aufhängen kostet aber Kraft.
Je nachdem, wo die Wandhaltung angebracht wird, lohnt sich der Griff zu einer klappbaren Rahmenhalterung, welche bei Nichtbenutzung einfach hochgeklappt wird. Einfache Rahmenhalterungen bis maximal 20 kg gibt es etwa von Trintion ab 15 Euro. Wer sich den Lack nicht verkratzen will, greift zur ebenfalls bis 20 kg zugelassenen und weich gepolsterten Variante von Borgen für 39 Euro. Die unauffällige Wandhalterung von Zamurano für 19 Euro hält das Bike am Pedal und den beiden Reifen in Position. Soll die Halterung gleichzeitig als Montageständer dienen, lohnt es sich etwas mehr zu investieren. Günstige Fahrrad-Reparaturständer zur Wandmontage mit Fixierung des Rahmens gibt es etwa für 29 Euro und 31 Euro.
Die sogenannten Pedal-Fahrradhalterungen kosten 17 bis 40 Euro. Die TÜV-zertifizierte Variante von Borgen bis 30 kg gibt es aktuell für 20 Euro. Die bis 40 kg zulässige Version von Flexowire gibt es ab 18 Euro, die von Cycliststar kostet 20 Euro.
Soll das Fahrrad nicht nur gelagert, sondern auch optisch entsprechend präsentiert werden, lohnt sich ein Blick auf die diversen Design-Rahmenhalterungen von Parax. Neben den edlen Wandhalterungen aus Holz gibt es hier etwa Modelle mit integrierter Ablage. Günstige Fahrradwandhalterungen aus Holz gibt es auch von anderen Shops ab unter 20 Euro – hier sollte man aber wieder das Maximalgewicht beachten.
Zwar kann man theoretisch auch mehrere Fahrräder übereinander hängen, das bietet sich in der Praxis aber nur für leichte Bikes wie Renn- oder Kinderrad an. Überhaupt muss man bei diesen Halterungen besonders auf die Spezifikationen achten – für schwere E-Bikes ist nur ein Teil der Halterungen geeignet. Wer keine Reifenspuren an den Wänden möchte, sollte auch hier darauf achten, Wandschoner zum Lieferumfang gehören. Falls nicht, tut es auch eine Wandschutzmatte ab 15 Euro.
Wer kein Problem damit hat, dass Fahrrad und E-Bike recht weit in den Raum hineinragen, sollte sich für eine klassische starre Wandhalterung entscheiden. Die Aufhängungen für das Vorderrad sind in zig Varianten erhältlich und im Vergleich meist günstiger.
Die einfache Fahrradwandhalterung von Relaydays (bis 25 kg) gibt es im Doppelpack ab 12 Euro. Die Variante von Borgen für Bikes bis 32 kg gibt es für 26 Euro und im Dreierpaket für 43 Euro. Für Familien mit mehreren Fahrrädern gibt es solche Wandhalterungen auch für drei bis sechs Bikes. Für deren Montage sind dann deutlich weniger Bohrungen nötig, als wenn man für jedes Fahrrad eine eigene Halterung montiert. Eine Vierfach-Halterung gibt es bei Amazon derzeit ab 55 Euro. Die Variante von Borgen für bis zu vier Fahrräder mit je 30 kg ist für 80 Euro erhältlich. Die kleine Version für zwei Bikes kostet 60 Euro.
Bei der Nutzung eines E-Bikes ist Aufhängen wegen des Zusatzgewichts noch schwieriger. Zudem muss man beim Kauf der Halterung genau dessen Spezifikation bezüglich des zulässigen Gewichts beachten. Wer ein schweres E-Bike regelmäßig an der Wand parken will, sollte sich die Fahrradhalter mit pneumatischer Hebefunktion wie den Fahrradlift von Velowup ansehen – der ist aktuell allerdings nur im Fachhandel erhältlich. Die integrierte Gasdruckfeder des Velowup nimmt einem einen Teil der Arbeit ab.
Soll der Platz in der Garage oder im Carport flexibel genutzt werden, bieten sich vertikale Fahrradständer an. Hier wird das Bike hochkant geparkt – anders als bei der Wandhalterung ist hier aber kein fester Platz nötig. Die Ständer können gänzlich frei im Raum positioniert werden. Bei Bedarf lassen sich die Ständer dann einfach verschieben – oft sogar bequem auf Rollen.
Einfache Modelle, wie den Fahrradständer von CClife gibt es ab 20 Euro. Der Hersteller Joparri verlangt rund 30 Euro, Begona nimmt 40 Euro. Der rollbare vertikale Fahrradständer von Mimoke schlägt mir 54 Euro zu Buche.
Es gibt viele Möglichkeiten, sein Fahrrad oder E-Bike platzsparend zu lagern – allerdings kommt es hier auch immer auf die persönlichen Vorlieben, die Menge und Art der Fahrräder, sowie die eigene Wohnsituation an.
Am meisten Platz sparen die günstigen Deckenlifte für Fahrräder. Hier muss allerdings auch ausreichend Deckenhöhe zur Verfügung stehen. Wer keine entsprechend hohe Garage, ein geeignetes Vordach oder einen Carport zur Verfügung hat, sollte sich für eine der Wandhalterungen oder einen vertikalen Ständer entscheiden.
Neben dem Design und dem Preis sollte man unbedingt das zulässige Maximalgewicht beachten. Normale Fahrräder sind zwar kein Problem, für schwere E-Bikes kommen viele der günstigen Halterungen aber nicht infrage.
Weitere Möglichkeiten Platz zu schaffen, zeigen wir im Artikel Endlich Platz in Garage und Carport: Die besten Deckenlifte, Wandsysteme & Co.
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