Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Robuste Tablets sind praktische Begleiter für den Einsatz im Freien. Wir zeigen die aktuell sieben besten Outdoor-Tablets mit Android aus unseren Tests.
Tablets sind beliebte Geräte für die Unterhaltung auf der Couch. Wer aber ein solches Rugged Tablet im Freien nutzen will, muss vorsichtig sein. Sowohl Wasser als auch Schmutz und insbesondere ein Aufprall auf dem Boden können das vorzeitige Ableben bedeuten. Ähnlich wie Outdoor-Smartphones (Bestenliste) setzen hier Outdoor-Tablets als widerstandsfähige Lösung an.
Rugged Tablets zeichnen robuste, effektiv gepolsterte Gehäuse aus, die zudem auch wasserdicht sind. Das macht Outdoor-Tablets interessant für den Einsatz im Garten, beim Camping-Urlaub oder im Park. Dank des stabilen Gehäuses sind diese Geräte auch für Kinder geeignet, auch wenn sie meistens deutlich schwerer ausfallen als normale Tablets. Interessant ist diese Gerätekategorie auch im gewerblichen Bereich, etwa auf einer Baustelle oder im Gartenwesen und der Forstwirtschaft. Auch in der Industrie oder in der Logistik bietet sich die Nutzung eines robusten Tablets an.
Wir beschränken uns in dieser Bestenliste vorwiegend auf robuste Android-Tablets für den privaten Gebrauch in der Freizeit. Es gibt darüber hinaus professionelle Tablets mit Android oder Windows von Herstellern wie Panasonic (Preisvergleich) oder Durabook mit ATEX-Zertifizierung für explosionsgefährdete Umgebungen. Diese sind nur für extreme Situationen wie im Bergbau oder bei Öl- und Gasraffinerien gedacht und haben einen vierstelligen Preis. Diese Industrie-Tablets mit Windows sind nicht Gegenstand dieser Übersicht.
Robuste Mobilgeräte zeigen wir in der Top 10: Das beste Outdoor-Handy – Smartphones von Ulefone, Blackview & Co. Preiswerte Tablets für zu Hause finden sich in der Netflix & Co.: Tablets und Chromebooks fürs Streaming ab 120 Euro.
Das Oukitel RT8 hat einen riesigen Akku von 20.000 mAh, mit dem das Outdoor-Tablet bis zu fünf Tage durchhält. Es bietet zudem viel Speicher sowie LTE (4G) und überzeugt mit seinem widerstandsfähigen Gehäuse mit abgedecktem Anschluss für USB-C. Allerdings ist das Tablet mit knapp unter einem Kilogramm ziemlich schwer. Das Tablet ist mit einem Mediatek Helio G99 als Prozessor ausgestattet, der für die meisten Aufgaben ausreichen sollte.
Das Display hat eine gute Auflösung, jedoch auch einen deutlichen Blaustich und ist nicht so hell wie bei den weiter oben platzierten Samsung-Tablets. Ein spannendes Feature ist zudem die Nachtsichtkamera. Richtig üppig ist der Speicher von 256 GB gepaart mit 6 GB RAM. Im Hinblick auf Updates bringt es aber Nachteile gegenüber Samsung. Nicht wirklich erschwinglich ist der Preis von 320 Euro.
Das Oukitel RT3 Pro ist ein preiswertes und zuverlässiges Outdoor-Tablet für alle, die ein besonders kompaktes und dennoch robustes Gerät wollen. Mit einem 8-Zoll-Display bleibt es handlich. Der Bildschirm ist bei hoher Umgebungshelligkeit noch ablesbar – nur direktes Sonnenlicht stellt eine Herausforderung dar. Mit LTE und GPS ausgestattet, bietet es sich für vielfältige Einsatzzwecke unterwegs an, sei es als E-Book-Reader, Navigationshilfe oder Multimedia-Begleiter auf Outdoor-Touren. Die Akkulaufzeit von etwa 10 Stunden ist zudem solide.
Nachteilig fällt die begrenzte Displayauflösung auf, und die Kameraqualität bleibt eher einfach. Der verbaute Achtkern-Prozessor von Mediatek ist für alltägliche Aufgaben und gelegentliches Gaming geeignet, erreicht jedoch bei anspruchsvolleren Apps seine Grenzen. Die Software läuft auf Android 14, allerdings sind regelmäßige Updates nicht zu erwarten. Mit einem Preis von nur 185 Euro (Code: NEW30) ist das RT3 Pro eine günstige und kompakte Option für Outdoor-Fans.
Auf dem ersten Platz findet sich das Samsung Galaxy Tab Active 5 (Testbericht) ab 305 Euro. Es bietet ein helles Display, das auch im Freien nutzbar ist, einen flotten Octa-Core-Prozessor und gute technische Ausstattung. Streng genommen ist es damit sogar das beste 8-Zoll-Tablet mit Android. Zwar ist die eher kompakte Anzeige etwas klein, um damit einen Film anzusehen, das macht das Gerät aber besonders mobil – was im Outdoor-Bereich von großem Wert sein kann. Dahinter folgt das deutlich größere Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro (Testbericht) mit 10,1 Zoll und 5G ab 510 Euro.
Günstige Alternativen finden sich bei chinesischen Produzenten, einige der Unternehmen hier haben sich bei uns schon einen Namen gemacht für gute Powerstations (Bestenliste). Auf dem dritten Platz folgt das Oukitel RT8 (Testbericht) für 320 Euro. Dank des gigantischen Akkus hält das Gerät gerne mehrere Tage durch, bevor es wieder an die Steckdose muss. Zudem gibt es sogar eine Nachtsichtkamera bei dem Gerät.
Sehr preiswert ist zudem das Oscal Spider 8 (Testbericht) für 212 Euro. Eine kompakte und preiswerte Lösung ist das Oukitel RT3 Pro (Testbericht) für 185 Euro (Code: NEW30). Größte Schwäche der chinesischen Tablets im Vergleich zu Geräten von Samsung ist der Software-Support, so gibt es Updates nur sporadisch, nicht alle Geräte beherrschen die Wiedergabe von Inhalten aus Netflix in Full-HD.
Das Galaxy Tab Active 5 ist ein stabiles 8-Zoll-Tablet für den Outdoor-Einsatz. Wie sich das kompakte Gerät mit integriertem Stylus schlägt, zeigt der Test.
Das Galaxy Tab Active 5 ist ein stabiles 8-Zoll-Tablet für den Outdoor-Einsatz. Wie sich das kompakte Gerät mit integriertem Stylus schlägt, zeigt der Test.
Beim Samsung Galaxy Tab Active 5 handelt es sich um einen relativ handlichen Vertreter der Outdoor-Tablets. Es ist staub- und wasserdicht mit IP68-Zertifizierung, bietet einen in der Schutzhülle integrierten Stift und ein stoßfestes Gehäuse. Zudem ist der Akku wie schon beim Outdoor-Handy Samsung Galaxy Xcover 7 (Testbericht) austauschbar.
Das Active 5 ist der direkte Nachfolger des Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht) von 2020 und eine kleine Alternative zum Outdoor-Tablet Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro (Testbericht). Als Outdoor-Tablet ist das Active 5 als robuste Option mit guter, zeitgemäßer Hardware nicht nur für den gewerblichen Bereich interessant, sondern auch für Camping-Liebhaber oder Outdoor-Fans. Wir haben das kleine Tablet ausführlich getestet.
Mit einer Display-Diagonale von exakt 8 Zoll gehört das Galaxy Tab Active 5 zu den kompakten Tablets. Mit Abmessungen von 213,8 × 126,8 × 10,1 mm ist es in etwa so groß wie ein Blatt Papier im Format DIN A5 oder ein Taschenbuch oder Notizblock. Der Rahmen des Tablets ist gummiert, um so Stöße gut abzufangen. Die Verarbeitung ist hervorragend und robust. Zwar wiegt es mit 430 g fast so viel wie ein iPad, allerdings ist es verglichen mit anderen Outdoor-Tablets nur etwa halb so schwer.
Die Rückseite ist abnehmbar, der Akku damit austauschbar – sehr ungewöhnlich für ein Tablet. Das erlaubt es, einen zweiten Akku zu verwenden, wenn der andere leer ist. Zudem dürfte das die Lebenszeit des Geräts nochmals verlängern, da die Energiequelle einfacher getauscht werden kann, sollte sie sich abgenutzt haben.
Auch wenn das Tab Active 5 schon recht stabil ist, legt Samsung eine zusätzliche Schutzhülle namens Inbox-Cover bei, die ebenfalls gummiert ist. In dieses steckt man das Tablet, was das Gerät noch besser bei einem Sturz schützt. Ein Stift gehört ebenfalls zum Lieferumfang, der am oberen Rand einfach in das Inbox-Cover gesteckt wird – sehr praktisch. Es ist die bisher beste Lösung, die wir kennen, um einen Stylus aufzubewahren.
Das Tablet ist nach IP68 wasserdicht und staubgeschützt. Laut Hersteller hält es Süßwasser in einer Tiefe von bis zu 1,5 Meter für 30 Minuten aus. Zusätzlich kann man es mit Desinfektionsmittel reinigen. Es verfügt obendrein über ein Zertifikat für die US-Militärnorm MIL-STD-810H für Tests aus den Bereichen Luftfeuchtigkeit, Eintauchen, Salznebel, Staub, Vibration und Stürze. Laut Samsung übersteht es einen Sturz aus 1,5 Meter Höhe auf eine Sperrholzoberfläche, mit dem Inbox-Cover aus 1,8 Metern.
Das LCD mit einer Diagonale von genau 8 Zoll nutzt ein IPS-Panel und löst mit 1920 × 1200 Pixel (Full-HD) bei 283 Pixel pro Zoll (PPI) auf. Das sorgt für ein scharfes Bild, bei dem Pixel mit dem bloßen Auge kaum noch zu erkennen sind. Die Bildqualität ist hervorragend und bietet ausdrucksstarke Farben und ausgewogene Kontraste. Die Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz sorgt ferner für ein besonders flüssiges Bild bei Animationen, Spielen oder beim Scrollen.
Zur größten Stärke gehört aber die hohe Bildschirmhelligkeit des Tab Active 5. Wir konnten über 800 cd/m² messen – das ist für ein Tablet ein exzellenter Wert. Je heller ein Display, desto besser kann man es im Freien ablesen. Das ist ein wichtiges Kriterium für Outdoor-Geräte, das aber viele Smartphones und Tablets gar nicht erfüllen. Solange die Sonne nicht direkt auf die Anzeige knallt, ist der Bildschirm des Tab Active 5 unter freiem Himmel immer gut abzulesen.
Als Antrieb dient der Samsung Exynos 1380, der auch im Galaxy A54 (Testbericht) seinen Dienst verrichtet. Der Chip bietet eine mehr als solide Performance, die das Tab Active 5 zu den schnelleren Tablets mit Android macht. Bei PCmark Work 3.0 erreichten wir rund 12.700 Punkte, bei Wild Life von 3Dmark sind es 3000 Punkte. Damit legt das Tab Active auf Augenhöhe mit dem Samsung Galaxy Tab S9 FE (Testbericht). Im Alltag läuft das System samt Apps stets flüssig.
Das Tablet bietet 6 GB RAM und 128 GB internen Speicher. In Österreich ist auch eine Variante mit 8 GB RAM und 256 GB erhältlich. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist zudem möglich. In Hinblick auf Schnittstellen ist alles mit Wi-Fi 6, Bluetooth 5.3 und NFC auf einem aktuellen Stand. Optional gibt es eine Variante mit Mobilfunk über 5G. GPS ist auch an Bord. Enttäuschend ist allerdings der Anschluss, der nur den langsamen Standard USB-C 2.0 unterstützt. Für den Preis hätten wir hier schon USB 3.2 erwartet. Wie schon der Vorgänger bietet das Tablet erneut Pogo-Pins, daran kann man etwa eine Tastatur anschließen.
Im mechanischen Home-Button ist wieder ein Fingerabdrucksensor integriert, der schnell und zuverlässig arbeitet. Gut gefallen hat uns zudem der robuste S-Pen. Dieser erlaubt eine präzise Eingabe. Praktisch ist zudem der orangefarbene, physische Button an der Seite. Dieser ist programmierbar und kann mit zwei Features gleichzeitig belegt werden – jeweils für kurzes Drücken oder langes Halten.
Das Galaxy Tab Active 5 läuft mit Android 14 und der Samsung-Oberfläche One UI 6.0. Sehr vorbildlich ist Samsung bei der Update-Politik. Das 8-Zoll-Tablet bekommt standardmäßig Sicherheits-Patches für einen Zeitraum von 5 Jahren – allerdings anders als bei den Top-Smartphones der Koreaner nur quartalsweise, nicht monatlich. Zudem bekommt das Gerät vier große Android-Updates – bis einschließlich Android 18. Angeblich ist eine Ausweitung des Update-Zeitraums auf 8 Jahre für Modelle der Enterprise Edition geplant, auch wenn eine offizielle Bestätigung noch aussteht.
Als kompaktes Tablet bietet das Tab Active 5 wie schon der Vorgänger nur einen relativ kleinen Akku von 5050 mAh. Damit hält das Gerät im Battery Test von PCmark rund 8 Stunden durch. Die meisten Smartphones, aber auch Tablets im 10-Zoll-Format, halten meistens länger durch. Knapp einen Tag sollte man das Tab Active 5 im Alltag nutzen können, für mehr wird es aber etwas knapp.
Die UVP für das reine Wi-Fi-Modell mit 6/128 GB liegt bei 479 Euro, mittlerweile ist der Preis der Enterprise Edition auf 359 Euro gefallen. Das 5G-Modell gibt es ab 390 Euro, mit 8/256 GB und 5G sind es 569 Euro.
Das Samsung Galaxy Tab Active 5 ist ein exzellentes und kompaktes Outdoor-Tablet für den Einsatz im Freien, beim Camping-Urlaub oder im gewerblichen Bereich. Mit einem Format von 8 Zoll ist es sehr handlich und so für den mobilen Einsatz gut geeignet. Ideal für die Nutzung im Freien ist das ziemlich helle LCD, stark ist zudem die Performance sowie der langjährige Support mit Software-Updates. Einzige Schwäche ist der relativ hohe Preis.
Das Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro ist ein wasserdichtes und stabiles Tablet mit Stift, Schutzhülle und austauschbarem Akku. Wie gut das Gerät ist, zeigt der Test.
Das Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro ist ein wasserdichtes und stabiles Tablet mit Stift, Schutzhülle und austauschbarem Akku. Wie gut das Gerät ist, zeigt der Test.
Outdoor-Tablets sind eine Nische, die Auswahl an Modellen ist sehr übersichtlich. Von den großen etablierten Herstellern bietet nur Samsung seit einigen Jahren robuste und wasserdichte Tablets für den Business-Einsatz an. Das Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro ist ein stoßgeschütztes und wasserdichtes Outdoor-Tablet (IP68) im 10-Zoll-Format.
Das neue Modell ist der Nachfolger des Samsung Galaxy Tab Active Pro T545 von 2020. Mit dem Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht) bieten die Koreaner seit über 2 Jahren zudem ein robustes Outdoor-Tablet im kompakten 8-Zoll-Format an. Das aktuelle Modell dürfte sowohl die bisherige Pro-Version als auch das Active 3 als Outdoor-Tablet bei Samsung ablösen.
In erster Linie sind die Tablets der Active-Reihe für den gewerblichen Bereich gedacht, etwa in Fabriken, im Handwerk sowie bei Polizei und Feuerwehr oder in der Land- und Forstwirtschaft. Für Privatnutzer sind die Outdoor-Tablets von Samsung ebenfalls interessant. Das gilt besonders, wenn man das Tablet viel im Freien nutzen will – etwa im Garten oder beim Camping-Urlaub. Tollpatschige Personen, die schon versehentlich ein Tablet zerstört haben oder Eltern mit kleinen Kindern, können ebenfalls über ein solches Gerät nachdenken.
Optisch orientiert sich das Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro an weiteren Outdoor-Geräten des Herstellers. Im Design findet man Elemente der Outdoor-Handys Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht) oder Samsung Galaxy Xcover 5 (Testbericht) wieder. Der Gehäuserand des Tablets ist mit Gummi verstärkt, welcher mit Rillen für besseren Halt durchzogen ist. Die Rückseite aus Kunststoff ist abnehmbar, um den Akku bei Bedarf herauszunehmen und auszutauschen.
Zusätzlich liegt dem Tablet eine größere Schutzhülle bei, welche ebenfalls über gummierte Ränder und eine geriffelte Rückseite verfügt. Sie schützt das Tablet zusätzlich vor Stößen und wird ganz einfach über das Gerät gestülpt. An der Schutzhülle befindet sich eine Halterung, in die man den Stylus zum Aufbewahren und Laden hineinschiebt. Das Gehäuse ist griffig und bietet einen sicheren Halt.
So viel Schutz führt zu einem höheren Gewicht. So wiegt das Tablet ohne Schutzhülle 674 Gramm, mit sind es sogar 833 Gramm. Gewöhnliche 10-Zoll-Tablets wiegen normalerweise knapp über 500 Gramm. Die Größe fällt mit 170 × 243 × 10 Millimeter (ohne Schutzhülle) ebenfalls deutlich größer aus als bei den meisten 10-Zoll-Tablets. Mit Schutzhülle kommen links abermals knapp 20 Millimeter und an den übrigen Seiten etwa 10 Millimeter hinzu.
Das Galaxy Tab Active 4 Pro ist dafür auch nach IP68 zertifiziert. Damit übersteht es den Aufenthalt in Süßwasser bis in eine Tiefe von 1,5 Meter für etwa 30 Minuten. Staubgeschützt ist es ebenfalls, zudem erfüllt es eine Reihe von Anforderungen gemäß der US-Militärnorm MIL-STD-H810. Diese beziehen sich etwa auf Höhe, Luftfeuchtigkeit, Salzsprühnebel, Staub, Vibrationen und Stürze.
Es soll unter anderem einen Sturz aus 1,2 Meter Höhe auf harten Untergrund überstehen. Wir haben das Tablet mehrmals durch das Büro geworfen und anschließend in einem Waschbecken unter Wasser getaucht. Das Galaxy Tab Active 4 Pro hat das alles schadlos überstanden.
Die Verarbeitung wirkt überaus robust und solide. Neben dem Power-Button befindet sich eine Lautstärkewippe sowie ein roter Taster, der frei programmierbar ist. In den Einstellungen kann man dem Button zwei unterschiedliche Funktionen zuweisen. Diese lösen Nutzer entweder durch ein kurzes oder längeres Drücken aus. Den Knopf kennen wir bereits von den Vorgängermodellen sowie den Outdoor-Smartphones der Galaxy-Xcover-Reihe. Für Nostalgie sorgen zudem drei echte, physische Android-Buttons unter dem Display.
Das Display nutzt ein IPS-Panel und misst in der Diagonale 10,1 Zoll. Die maximale Auflösung beträgt 1920 × 1200 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 16:10. Für ein Gerät dieser Preisklasse ist das nicht sonderlich viel, reicht aber aus, um Inhalte von Streaming-Diensten in Full-HD anzusehen. Das dafür nötige Zertifikat für Widevine Level 1 ist vorhanden.
Die Bildqualität ist nicht überragend, aber gut. Farben erscheinen etwas blass. Kontraste sind ordentlich abgestimmt, können aber nicht mit dem LC-Display des Samsung Galaxy Tab S8 (Testbericht) oder dem OLED-Display des Galaxy Tab S8+ (Testbericht) mithalten. Die Blickwinkelstabilität ist gut ausgeprägt.
Wirklich stark ist die maximale Helligkeit beim Galaxy Tab Active 4 Pro: Im manuellen Modus erreicht die Anzeige etwa 500 cd/m², bei aktiver Helligkeitsanpassung schnellt dieser Wert bei Sonnenschein auf knapp 600 cd/m² hoch. Damit bleibt das Display im Freien ablesbar, auch bei schönem Wetter. Besser ist hier nur das teure Samsung Galaxy Tab S8 Ultra (Testbericht) mit über 850 cd/m².
Die Hauptkamera des Galaxy Tab Active 4 Pro nutzt eine 13-Megapixel-Linse mit Autofokus und LED-Blitz mit f/1.9-Blende. Für Selfies kommt auf der Vorderseite eine „Webcam“ mit 8 Megapixel (f/2.0) zum Einsatz.
Viel sollte man von den Linsen nicht erwarten. Die Kamera des Tablets bewegt sich auf dem Niveau eines Smartphones für 100 Euro. Das reicht etwa aus, um Dokumente abzufotografieren oder einen Videochat zu führen. Selfies sehen damit ganz passabel aus. Die meisten Laptop-Webcams sind im Vergleich dazu schwächer.
Als Antrieb kommt der Qualcomm Snapdragon 778G zum Einsatz. Das ist ein ordentlicher Mittelklasse-Chipsatz mit mehr als solider Leistung, der Chip läuft auch im Samsung Galaxy Xcover 6 Pro (Testbericht). Damit ist das Galaxy Tab Active 4 Pro sogar besser ausgestattet als das Samsung Galaxy Tab S7 FE (Testbericht). Mehr Leistung bei Samsung gibt es nur beim Premium-Tablet Galaxy Tab S8.
Beim Benchmark Work 3.0 von PCmark kommen wir auf etwa 9500 Punkte, bei „Wild Life“ von 3Dmark erreicht das Tablet etwa 4300 Punkte. Das Betriebssystem läuft flott und geschmeidig, für die meisten Aufgaben sind genügend Leistungsreserven vorhanden. Selbst für Spiele reicht die Power größtenteils aus.
Als Speicherausstattung stehen 4/64 GByte und 6/128 GByte zur Auswahl – wir empfehlen hier gleich zur größeren Variante zu greifen, auf Dauer könnte der kleinere Speicher nicht ausreichen. Eine Erweiterung mittels Micro-SD-Karte ist bis zu 1 TByte möglich. Erfreulich sind zudem die Anschlussmöglichkeiten. Eine 3,5-Millimeter-Klinke ist vorhanden, der USB-C-Anschluss bietet DisplayPort und USB 3.2. Das erlaubt eine schnelle Datenübertragung per Kabel. Ein Fingerabdruckscanner zum Entsperren ist ebenfalls vorhanden.
Flott surft es sich auch in heimischen Netzwerken, hier unterstützt das Tablet Wi-Fi 6. Es gibt zudem eine Variante für mobile Netzwerke, die mit 5G surft. Für kabellose Endgeräte steht Bluetooth 5.2 zur Verfügung, NFC ist ebenfalls an Bord. Ein Kompass ist vorhanden, zum Navigieren greift das Gerät auf GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS zurück.
Ausgeliefert wurde das Samsung Galaxy Tab Active4 Pro mit Android 12, ein Update auf Android 13 mit der Bedienoberfläche One UI 5 hat das Tablet im Zuge unseres Tests erhalten. Eine weitere Stärke des Tablets: Samsung bietet für einen langen Zeitraum Software-Updates und Patches an. Samsung verspricht Sicherheits-Updates für 5 Jahre und drei große Android-Upgrades, sodass noch mit Android 15 zu rechnen ist.
Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt noch aus November 2022, hier gehen wir von einem Update pro Quartal und nicht monatsweise aus, wie bei den aktuellen Galaxy-S-Modellen. Ansonsten passt Samsung die Bedienoberfläche recht stark an und bietet viele eigene Apps für Dienste, die es auch von Google gibt.
Die größte Besonderheit ist der austauschbare Li-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 7600 mAh. Man könnte also einen Ersatz-Akku nutzen, den es für etwa 50 Euro zu kaufen gibt. Verglichen mit einem Smartphone-Akku ist dieser aber recht groß und nicht für die Hosentasche geeignet. Sollte der Akku mit den Jahren an Kapazität einbüßen, kann man ihn immerhin einfach wechseln.
Die Akkulaufzeit des Galaxy Tab Active 4 Pro ist überzeugend: Bei Battery Test von PCmark kamen wir im simulierten Betrieb bei einer Helligkeit von 200 cd/m² auf eine Laufzeit von über 12 Stunden. Das ist einer der besten Werte, die wir bisher bei einem Tablet messen konnten – angemessen für ein Outdoor-Gerät.
Anders als beim Galaxy Tab S8 oder den aktuellen Smartphones legt Samsung sogar ein Netzteil bei, allerdings leistet es nur 15 Watt. Damit dauert ein Ladevorgang über 3 Stunden. Kabelloses Laden beherrscht es nicht. Das Tablet ist sogar ohne Akku nutzbar, wenn man das Netzteil eingestöpselt hat. Das soll etwa den Akku schonen, wenn man das Gerät zu Hause nutzt.
Das Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro als WLAN-Version kostet derzeit 520 Euro. Unser Tipp: Schon für 510 Euro bekommt man derzeit die 5G-Version mit 6/128 GB. Ein Ersatz-Akku kostet etwa 50 Euro.
Outdoor-Tablets haben noch einen Seltenheitswert. Etwas kleiner und preiswerterer, dafür aber mit älterer Technik ausgestattet, ist das Samsung Galaxy Tab Active 3 (Testbericht). Das Vorgängermodell Galaxy Tab Active Pro von 2020 bekommt man ab 390 Euro. Es gibt eine Reihe preiswerterer No-Name-Tablets, die wasserdicht sind. Das Cyrus CT1XA wirkt robust, bietet aber nur veraltete Technik und Software.
Samsung ist mit dem Galaxy Tab Active 4 Pro ein gutes Update der Outdoor-Serie gelungen. Es ist derzeit das einzige Tablet mit guter Technik, das robust und wasserdicht ist. Der Prozessor bietet mehr als ausreichend Leistung. Das Display ist hell genug für den Einsatz im Freien, könnte aber eine höhere Auflösung und kräftigere Farben vertragen. Das Tablet eignet sich sowohl für den gewerblichen Einsatz als auch beim Camping-Urlaub, im Garten oder für notorisch tollpatschige Personen. Allerdings hat so viel Stabilität einen hohen Preis.
Mit dem RT8 liefert Oukitel ein Tablet der Superlative. Das Gerät überzeugt mit seinem riesigen Akku, viel Speicher und 4G-Netzwerk. Was dieses Outdoor-Tablet so einzigartig macht, zeigt der ausführliche Test.
Mit dem RT8 liefert Oukitel ein Tablet der Superlative. Das Gerät überzeugt mit seinem riesigen Akku, viel Speicher und 4G-Netzwerk. Was dieses Outdoor-Tablet so einzigartig macht, zeigt der ausführliche Test.
Outdoor-Tablets sind nichts für jedermann. Wer benötigt schon einen mehr als ein Kilogramm schweren Brocken mit tagelanger Akkulaufzeit, wenn man doch eigentlich nur gelegentlich Serien streamen oder ein Spiel spielen möchte? Für solche Anwendungsszenarien eignen sich reguläre Tablets wesentlich besser.
Doch für die Nutzer, die ein robustes, ausdauerndes Tablet mit enormer Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen benötigen, sind solche Geräte ein Segen. Zu dieser Sorte gehört auch das heute zum Test vorliegende Oukitel RT8, das ganz frisch auf dem Markt ist. Hier ist unter anderem ein 20.000 Milliamperestunden (mAh) großer Akku mit an Bord – das ist mehr als das Vierfache eines regulären Handy-Akkus und so groß wie so manche Powerbank (Bestenliste). Auch mit dem flotten Prozessor, dem überaus robusten Design und dem umfangreichen Lieferumfang kann das Gerät begeistern. Doch einige Schwächen gibt es – welche das sind, zeigt sich im Test. Aktuell kostet das Outdoor-Tablet bei Amazon rund 320 Euro.
Holt man das Oukitel RT8 aus seiner Verpackung, fällt das große Gewicht des Geräts direkt auf. Fast ein Kilogramm bringt das Tablet auf die Waage – das ist wirklich stattlich. Zum Vergleich: ein Samsung Galaxy Tab S9 FE (Testbericht) mit 10,9 Zoll wiegt nur die Hälfte. Durch das hohe Gewicht ist man als Nutzer praktisch gezwungen, das Gerät in beiden Händen zu halten, einhändig wird es schnell unangenehm.
Zur Erleichterung der Bedienung und des Tragens des Geräts gibt es im Lieferumfang viele Zubehörteile, die auf die Rückseite des Geräts montiert werden können. Dazu gehört unter anderem ein um 180 Grad beweglicher Metallständer, ein Tragegurt und eine Handschlaufe. Letztere wird durch den Anpressdruck zweier Befestigungsbrücken an der Rückseite des Geräts gehalten, die ersten beiden Zubehörteile werden direkt auf die Rückseite geschraubt. Zu diesem Zweck gibt es vier Gewinde, sechs mitgelieferte Schlitzschrauben und einen kleinen Schraubenzieher.
Insbesondere die Installation der Handschlaufe war mit dem kleinen Schraubenzieher und den etwas zu kurzen Schrauben allerdings sehr fummelig, sodass wir raten würden, einen größeren Schraubenzieher zu nehmen. Das Zubehör vermittelt insgesamt einen ziemlich hochwertigen Eindruck. Gleiches gilt für das Tablet, dessen Rückseite größtenteils aus gummiertem Textur-Kunststoff besteht, der von präzise gesetzten orangefarbenen Akzenten unterbrochen wird – ein ansprechendes Detail.
Die Kameras auf der Rückseite stehen nicht zu sehr von der Rückseite ab, sind aber wegen des Metall-Rahmens allerdings ausgesprochen prominent platziert. Toll: Die Knöpfe sind aus texturiertem Metall und die Anschlüsse werden mit Gummistöpseln geschützt. Schade finden wir lediglich die etwas zu dicken Displayränder, die aber dem robusten Design geschuldet sind.
Das Display des Oukitel RT8 ist ein rund 11 Zoll großes und mit 1920 × 1200 Pixeln auflösendes IPS-Panel. Damit erreicht es eine Full-HD-Auflösung bei einer Pixeldichte von rund 205 Pixel pro Zoll – in Ordnung, insbesondere bei einem Tablet. Einzelne Pixel lassen sich nur erkennen, wenn man danach sucht. Löblich ist, dass eine Bildwiederholrate von 90 Hertz zur Verfügung steht. In den Einstellungen gibt es die Möglichkeit, die Bildwiederholrate je nach App variabel zu halten. Nach Bedarf wird dann zwischen 60 und 90 Hertz hin- und hergewechselt.
Die Farbdarstellung des Displays ist passabel, aufgrund eines sehr deutlichen Blaustichs raten wir allerdings davon ab, Bilder oder Videos zu bearbeiten oder andere Arbeiten auszuführen, die eine exakte Farbdarstellung erfordern. Die Blickwinkelstabilität ist in Ordnung. Bei unseren Messungen konnten wir eine maximale Helligkeit von über 500 cd/m² feststellen. Das ist für ein Tablet ein ziemlich guter Wert, aber für einen Outdoor-Einsatz etwas wenig. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Ablesen der Inhalte nicht immer so einfach.
Zur Kamera gibt es nicht allzu viel zu sagen. Verbaut wird eine 48-Megapixel-Hauptkamera mit f/1.8-Blende. Es handelt sich um einen Sony-IMX582-Sensor. Daneben gibt es eine Nachtsichtkamera in Schwarzweiß mit lobenswerten 20 Megapixeln und eine Makrokamera mit 5 Megapixeln.
Die Hauptkamera macht ordentliche Fotos mit einem zufriedenstellenden Dynamikumfang und einer guten Farbdarstellung. Auch diese Aufnahmen tendieren jedoch besonders bei weißen Flächen schnell ins kühle Blau hinein – selbst bei Betrachtung auf einem farblich akkuraten Bildschirm. Die Nachtsichtkamera wird von Infrarot-LEDs begleitet und macht Szenen in Monochrom selbst bei völliger Dunkelheit sichtbar. Bei Tageslichtaufnahmen wird die Nachtsichtkamera zudem zu einem schicken Schwarz-Weiß-Filter. Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf und ist mehr als brauchbar.
Herz und Hirn des Oukitel RT8 ist ein MediaTek Helio G99-Prozessor mit einer Taktrate von 2,2 GHz und einer Mali-G57-GPU. Der Prozessor kommt in vielen Mittelklasse-Tablets im Preisbereich unter 250 Euro zum Einsatz und ist mit dem Dimensity 720 vergleichbar, welcher uns ebenfalls von Tablets dieser Preisklasse bekannt ist. Im Alltags-Test meistert das Tablet die allermeisten Aufgaben ohne ein Zögern, der moderne Chip sorgt für ein weitgehend ruckelfreies Benutzererlebnis. Im PCmark Work 3.0 gibt es rund 9500 Punkte, bei 3Dmark Wild Life erzielt das Tablet ein souveränes Ergebnis von 1350 Punkten. Das ist völlig in Ordnung, übertrifft aber auch keine Erwartungen. Komplexe 3D-Spiele sind bei dem Gerät allerdings nicht wirklich drin.
Ferner gibt es 6 GB RAM und 256 GB internen Speicher, auch das ist vollkommen ausreichend. Falls nicht, ist der interne Speicher mit einer microSD-Karte auf bis zu 1 TB erweiterbar. Auch 4G LTE wird mit Band 20 unterstützt. Ansonsten gibt es im Gerät GPS mit Glonass, Bluetooth 5.1 mit LE-Unterstützung und Wi-Fi 5 (802.11ac), hier wären insbesondere bei den letzten zwei Technologien modernere Versionen vielleicht noch drin gewesen.
Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind wirklich sehr laut, die Klangqualität ist allerdings nur ausreichend. Die Sprachqualität beim Telefonieren geht in Ordnung. Als Betriebssystem läuft auf dem Gerät Android 13 mit Sicherheitspatch aus Januar 2024 zum Tatzeitpunkt im April 2024. Zur Update-Politik von Oukitel ist nicht viel bekannt. Das Betriebssystem ist reines Android, ohne stark veränderte Bedienoberfläche oder Bloatware – das ist schön. Der vorinstallierte digitale Werkzeugkasten erweitert das Gerät um sinnvolle Features.
Eines der größten Highlights beim Oukitel RT8 ist natürlich der Akku. Verbaut sind insgesamt zwei Lithium-Ionen-Zellen mit jeweils 10.000 mAh, was eine Gesamtakkukapazität von ganzen 20.000 mAh ergibt. Das ist zwar nicht der größte Outdoor-Gerät-Akku, den wir je getestet haben, aber er ist sehr nah dran. Im PCmark Battery Test kommen wir mit dem Gerät auf 23 Stunden ununterbrochene Laufzeit, was wirklich hoch ist. In der Praxis bedeutet das eine Laufzeit von mehr als fünf Tagen, selbst bei sehr intensiver Nutzung dürfte erst nach vier Tagen Schluss sein. Das ist wirklich spitzenmäßig. Wiederaufgeladen wird das Gerät mit 33 Watt innerhalb von etwas mehr als 4 Stunden – der Nachteil des großen Akkus.
Aktuell bekommt man das taufrische Oukitel RT8 bei Amazon für 320 Euro.
Ein Tablet, das fast eine Woche bei Dauernutzung durchhält, hatten wir noch nie. Der riesige Akku ist ein Alleinstellungsmerkmal des Oukitel RT8 – für viele Menschen dürfte allein diese Eigenschaft ein Kaufgrund sein. Dazu kommt die gute Performance des Geräts, ein extrem robustes und mit dem vielen Zubehör Outdoor-fähiges Design und vieles mehr, etwa eine Nachtsichtkamera. Für das solide Gesamtpaket ist lediglich der dunkle und nicht ganz farbgetreue Bildschirm eine Schwäche, das ebenfalls als Nachteil empfundene große Gewicht ist zwangsläufig. Wer für sein Tablet einfach nach der längstmöglichen Akkulaufzeit sucht, ist hier bestens aufgehoben, wer nach einem soliden Outdoor-Gerät sucht, ebenso.
AGM bietet mit dem Pad P2 Active eine Outdoor-Version seines Preis-Leistungs-Krachers heraus. Ob sich der Aufpreis zum Basismodell lohnt und womit das Gerät punktet, zeigt sich im Test.
AGM bietet mit dem Pad P2 Active eine Outdoor-Version seines Preis-Leistungs-Krachers heraus. Ob sich der Aufpreis zum Basismodell lohnt und womit das Gerät punktet, zeigt sich im Test.
Das AGM Pad P2 Active, das vor Release noch als AGM Pad P2W bekannt war, basiert auf dem günstigen und guten AGM Pad P2 (Testbericht). Der einzige Unterschied: Der Hersteller hat eine robuste Outdoor-Hülle drumherum gebaut und somit daraus ein Outdoor-Tablet gemacht. Dieses wird aber für einen höheren Preis von 350 Euro verkauft. Ob das Outdoor-Tablet den Aufpreis wert ist, zeigt sich im ausführlichen Test.
In Bezug auf Design und Handhabung gehört das AGM Pad P2 Active mit seiner robusten Outdoor-Hülle schon zu den Besten, die wir testen durften. Die Hülle besteht aus drei Teilen und ist abnehmbar. Direkt am Gehäuse des Tablets selbst liegt eine Hülle aus gelbem Hartplastik an, die nicht auf das Gerät draufgeklipst wird, sondern vielmehr durch reinen Druck am Gehäuse festhält. Das ist zwar untypisch, aufgrund der weiteren Bauweise der Hülle aber nicht weiter problematisch. Im Plastikgehäuse verschraubt ist der riesige Halte- und Ständerring auf der Rückseite, der um 360° drehbar und nach oben um bis zu 180° in vier Stufen (0°, 70°, 120° und 180°) ausklappbar ist. Über das Plastikgehäuse wird eine Schicht aus einem dicken, schweren und weichen Silikon gezogen, die sowohl an den Rändern des Geräts als auch auf der Rückseite mittels kleiner Noppen festgehalten wird. Das Silikon fühlt sich sehr angenehm und hochwertig an.
Schließlich kommt frontal auf das Display ein Schutzrand auf schwarzem Hartplastik dazu. Dieser rastet ins gelbe Hüllengehäuse ein und deckt somit einerseits die leicht ungenauen Ränder der Silikonschicht sowie die noch sichtbaren Teile des gelben Gehäuses zumindest zum Großteil ab. Andererseits sorgt er für zusätzlichen Schutz des Bildschirms. Abgenommen werden kann die Hülle, indem ihr die beschriebenen Schichten in genau umgekehrter Reihenfolge entfernt. Der Plastik-Schutzrand muss dabei an den subtil markierten Stellen mit einem kleinen Werkzeug, wie einer Plastikkarte, ausgerastet werden.
Die Silikonschicht beinhaltet eine Abdeckung für den USB-C- und den Kopfhöreranschluss. Hier finden sich die einzigen Unterschiede zum AGM Pad P2 (Testbericht): Der Kopfhöreranschluss ist nicht mehr an einer Ecke im 45°-Winkel verbaut, sondern direkt neben dem USB-C-Anschluss. Zusätzlich gibt es direkt im Metallgehäuse des Tablets verschraubte Gummiabdeckungen für die beiden Anschlüsse. So erreicht das Gerät eine Zertifizierung nach IP69K. Das ist die höchste aller Wasserdichtigkeits-Zertifizierungen und ermöglicht sogar eine Heißwasser-Hochdruckreinigung bei geringem Abstand – wir raten aber sicherheitshalber davon ab.
Mit seinen 1096 g ist das Tablet ein absolutes Monster. Die Verarbeitung des AGM Pad P2 Active geht überwiegend in Ordnung, an einigen Stellen merkt man aber Schwächen. Bei der Verarbeitung des Tablets ohne Hülle haben wir die gleichen Beanstandungen wie beim AGM Pad P2. Die Hülle selbst fühlt sich einerseits ziemlich hochwertig an, anderseits gibt es aber auch hier Mankos: Die Ränder der Silikonhülle sind stellenweise unsauber, das gelbe Plastikgehäuse könnte besser sitzen und der Haltering ist trotz des hohen Gewichts des Tablets zu schwergängig.
Zum schönen Display des AGM Pad P2 Active lässt sich nicht allzu viel sagen – es ist unspektakulär. Das 11 Zoll große IPS-Panel löst mit 1920 × 1200 Pixeln auf, was bei einem Smartphone leicht über dem Durchschnitt wäre und bei einem Tablet mit einer Pixeldichte von 212 PPI (Pixel per Inch) leicht unter dem Durchschnitt ist. Die Inhalte werden dennoch ausreichend scharf dargestellt.
Gut finden wir, dass die Bildwiederholrate 90 Hz beträgt und Bildschirminhalte sowie Animationen somit flüssig dargestellt werden. Die maximale Helligkeit des Bildschirms liegt bei rund 500 cd/m². Das ist für ein Tablet ziemlich hoch. Für den Einsatz im Freien ist es aber nicht ausreichend, wenn die Sonne auf das Display scheint.
Beim AGM Pad P2 Active liegt der Fokus sehr deutlich nicht auf der Kamera – das konnten wir schon beim Testen der Nicht-Outdoor-Version feststellen. Der Hersteller verbaut hier eine Hauptkamera, die mit 50 Megapixeln auflöst, und eine Frontkamera mit 8-Megapixel-Auflösung. Konkret kommt als Hauptkamera der S5KJN1-Sensor von Samsung zum Einsatz, wobei hier der Markenname eindeutig keine Aussage über die Qualität der Aufnahme treffen kann.
Die Fotos sind verwaschen und ziemlich unscharf, Details gehen selbst ohne Heranzoomen schon bei leicht anspruchsvollen Szenen zu schnell verloren. Die Farben sehen überwiegend tolerabel, aber eher unnatürlich und ausgeblichen aus, wodurch die Fotos billig wirken. Bei wenig Tageslicht kann man die Kamera vergessen. Die Frontkamera leidet unter ähnlichen Qualitätsproblemen, wobei ihre Leistung noch für einen Videochat ausreichend sein sollte. Videoaufnahmen können bei maximal 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde angefertigt werden.
Beim AGM Pad P2 Active greift der Hersteller auf einen für günstige Tablets beliebten Chipsatz zurück – den Helio G99 von Mediatek. Die Performance im Alltag ist gut. Beim Benchmark von PCmark erreicht das Gerät einen Wert von rund 9600 Punkten, bei 3Dmark „Wild Life“ sind es 1250 Punkte. Den Prozessor begleiten 8 GB RAM und 256 GB interner Speicher bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben – beides vollkommen ausreichend. Der Speicher ist mit einer microSD-Karte um bis zu zwei Terabyte erweiterbar.
Die restliche Ausstattung des Tablets ist wenig bemerkenswert. Es gibt Wi-Fi 5 (802.11ac), Bluetooth 5.2 mit LE-Support, GPS mit Glonass und Unterstützung für Mobilfunknetze mit 4G (LTE). Die vier im Gerät verbauten Lautsprecher können zwar sehr laut werden, hören sich aber nicht außerordentlich hochwertig an.
Wie beim Pad P2 ist auch hier löblich, dass der Hersteller für eine Widevine-Level-1-Zertifizierung gesorgt hat. Das erlaubt die Wiedergabe von Inhalten bei Netflix, Disney und Prime Video in HD-Qualität.
Als Betriebssystem kommt Android 14 mit einem Sicherheitspatch aus April 2024 zum Einsatz. Über Android 14 liegt eine Bedienoberfläche namens R-OS, die ein paar zusätzliche Features, aber Unsauberkeiten und Übersetzungsfehler mitbringt. Mit regelmäßigen Updates ist hier leider nicht zu rechnen.
Obwohl es sich um die Outdoor-Version des Pad P2 handelt, verbaut AGM im Pad P2 Active den gleichen Akku – eine 7850 mAh große Lithium-Ionen-Zelle. Im PCmark Battery Test erreichen wir damit einen Benchmark-Wert von rund 11 Stunden Wiedergabezeit. Das ist weniger als beim Original-Modell, was uns enttäuscht. So ist das Gerät problemlos innerhalb eines Tages leer zubekommen, insbesondere bei der Nutzung von Mobilfunk. Wiederaufgeladen wird auch hier mit nur 18 Watt.
Das AGM Pad P2 Active ist in Deutschland in der Speicherkonfiguration 8/256 GB in der Farbe Schwarz und Orange für rund 350 Euro erhältlich.
Das AGM Pad P2 Active punktet mit robustem Design und scharfem Full-HD-Display. Dank IP69K-Schutz ist es wasserdicht und hält extremen Bedingungen stand. Das mehrschichtige Gehäuse bietet Stoßsicherheit und erleichtert die Handhabung – ideal für Outdoor-Einsätze. Mit dem Helio G99 und großzügigem Speicher ist die Performance für solche Anforderungen ausreichend, dank Widevine Level 1 streamt es Inhalte sogar in Full-HD.
Das Gerät zeigt Schwächen bei der Kameraqualität, die selbst bei hoher Auflösung in schwachem Licht nicht überzeugen kann. Auch die Akkulaufzeit fällt mit rund 11 Stunden kürzer aus als beim Basismodell, was längere Außeneinsätze erschwert. Die Verarbeitung wirkt stellenweise unsauber, und der hohe Preis von 350 Euro ist für die geringen Anpassungen schwer zu rechtfertigen.
Weitere Alternativen zeigen wir in der Top 7: Das beste Outdoor-Tablet im Test – Samsung, Oukitel & Co.
Ob auf der Baustelle, im Garten oder beim Camping-Trip: Das Oscal Spider 8 von Blackview schlägt sich dank seiner robusten Bauweise durch jedes Szenario. Wie schneidet es im Test ab?
Ob auf der Baustelle, im Garten oder beim Camping-Trip: Das Oscal Spider 8 von Blackview schlägt sich dank seiner robusten Bauweise durch jedes Szenario. Wie schneidet es im Test ab?
Tablets scheinen immer schlanker, dünner und leichter zu werden. Solche Designs haben ihre Vorteile. Die Geräte lassen sich so wesentlich angenehmer in der Hand halten und besser transportieren. Tablets sind so kaum dicker als gewöhnliche Smartphones.
In eine komplett andere Richtung gehen Outdoor-Tablets. Hier ist Robustheit das A und O. Mit einem dicken Gehäuse, Extra-Bildschirmschutz und sturzsicheren Kanten möchten Hersteller solche Geräte so widerstandsfähig wie nur möglich machen. Ein ähnliches Vorgehen kennen wir von Outdoor-Handys (Bestenliste), von denen wir bereits eine Vielzahl getestet haben. Mehr dazu in unserer Top 10: Das beste Outdoor-Handy im Test – No-Name vor Samsung, Cat, Nokia & Co.
Das Oscal Spider 8 vom chinesischen Hersteller Blackview präsentiert sich als robustes Tablet für Draußen, das insbesondere bei der Stabilität keine Kosten und Mühen gescheut zu haben scheint. Auch in anderen Bereichen überrascht das Gerät positiv.
Bis zu einem gewissen Grad erinnern das Oscal Spider 8 an ein zu groß geratenes Outdoor-Smartphones (Bestenliste). Das Tablet kommt mit den typischen Designelementen eines Outdoor-Geräts. Das Spider 8 ist groß, schwer und dick. Mit seinen Abmessungen von 251 × 170 Millimetern bei einer Dicke von 15 Millimetern ist es ein wahres Monster. Man hat beim täglichen Gebrauch nicht selten das Gefühl, dass man damit einen erwachsenen Menschen erschlagen könnte, wenn man es versuchen würde.
Dieses Gefühl wird durch das Gewicht von sage und schreibe 854 Gramm um einiges intensiviert. Das Gerät bringt damit beinahe doppelt so viel auf die Waage wie ein iPad Pro mit ähnlicher Display-Größe. Es handelt sich in jedem Fall nicht um ein Gerät, das man über einen längeren Zeitraum in einer Hand halten möchte. Auf der Front erschrecken die relativ dicken Displayränder etwas, fügen sich aber nahtlos ins Design des Tablets ein.
Auf der Rückseite befinden sich zwei goldene Löcher – anfangs waren wir uns nicht sicher, wofür sie dienen. Es hat sich herausgestellt, dass es sich dabei um Gewinde handelt. Darin kann die im Lieferumfang enthaltene, elastische Handschlaufe befestigt werden – praktisch! Ein passender Schraubenzieher ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten, sodass man nicht im Werkzeugkasten stöbern muss. Die verschiedenen Texturen der schwarzen Plastikrückseite sorgen für ein originelles Gefühl und ein optisch ansprechendes Design. Die Kamera-Linse sowie der LED-Flash sind oben links in einem dreieckigen, mit dem Rest der Rückseite ebenen Modul eingebaut. Vier Kanten sind bewusst verstärkt, das soll laut Hersteller für absolute Sturzsicherheit bei einer Höhe von bis zu einem Meter sorgen.
Die Anschlüsse auf der Unterseite – ein USB-C-Anschluss, ein SIM- und microSD-Kartenslot sowie ein 3,5-mm-Klinkenanschluss – sind mit Abdeckungen versehen, die Wasser und Staub fernhalten. So konnte das Gerät eine Zertifizierung nach IP69K erreichen und ist damit auch gegen Hochdruck- und Dampfwasser geschützt. Die Verarbeitung des Geräts ist im Übrigen hochwertig – nichts knarzt oder quietscht, alle Kanten sind sauber verarbeitet.
Outdoor-Tablets sollten im Idealfall helle Displays bieten, damit Nutzer im Freien auch bei Sonnenschein gut den Bildschirm sehen können. Leider erfüllt das Display des Spider 8 diese Anforderungen kaum. Enttäuschend ist die Display-Helligkeit von nur 360 cd/m². Das ist kaum ausreichend hell, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar zu sein. Empfehlenswert wäre hier eine Helligkeit von mindestens 600 cd/m² – auf einen solchen Wert kommen aber nur wesentlich teurere Outdoor-Tablets wie das Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro (Testbericht).
Das 10,1 Zoll große Display löst mit 1920 × 1080 Pixel auf und zeigt Inhalte somit in Full-HD – das ergibt eine Pixeldichte von eher im Mittelfeld liegenden 224 ppi. In den Einstellungen können verschiedene Farbmodi ausgewählt werden. Im Standard-Modus hat das Display einen extremen Rotstich, wir empfehlen daher, den Modus „Erhöhter Kontrast“ zu verwenden. In diesem Modus sind die vom Display angezeigten Farben ganz okay und bewegen sich auf jeden Fall im Rahmen des Brauchbaren. Da es sich um ein LCD handelt, erwarten wir hier und bei den Schwarzwerten keine Wunder. Dennoch: Das Display geht für den Preis in Ordnung.
Verbaut sind im Oscal Spider 8 eine Hauptkamera und eine Frontkamera. Etwas dreist: eine der beiden Linsen auf der Rückseite ist eine Fake-Kamera. Die richtige Hauptkamera löst mit 13 Megapixeln auf, die Kamera auf der Vorderseite mit 16 Megapixel – das ist mittlerweile Durchschnitt. Bei solchen Geräten merkt man, dass das Hauptaugenmerk nie auf der Kamera lag. Das ist auch beim Oscal Spider 8 der Fall. Fotos, die wir mit der Hauptkamera schießen konnten, sind fad, unscharf und erinnern an die Fotoqualität einer billigen Webcam. Die Aufnahmen sind verwaschen und Farben unpräzise dargestellt. Ähnliches beobachten wir bei der Frontkamera. Somit eignen sich die verbauten Kameras höchstens für unwichtige Schnappschüsse oder kurze Videotelefonate (letzteres abhängig von den Ansprüchen eures Gegenübers).
Die Hersteller günstiger China-Tablets setzen bei der Entwicklung selten auf hochwertige Chips bekannter Hersteller. Beim Oscal Spider 8 ist es nicht anders. Hier verbaut der Hersteller einen Unisoc Tiger T616 – einen alten Bekannten, denn den Achtkerner haben wir unter anderem schon im wesentlich günstigeren N-One Npad Pro (Testbericht) erleben dürfen.
In der täglichen Nutzung zeigte sich das Gerät dennoch überraschend flüssig und schnell. Apps starten und laufen reibungslos und selbst einfache Spiele wie Angry Birds sind für das Gerät kein Problem. Hitzeentwicklung konnten wir nicht beobachten, ebenso wenig Aufhänger oder ein eingefrorenes System. Unsere üblichen Benchmarks wie PCmark Work 3.0 oder 3Dmark Wild Life konnten wir aus unerklärlichen Gründen leider nicht abspielen, die Werte dürften allerdings mit denen des Npad Pro vergleichbar sein. Mit an Bord ist die Unterstützung für Bluetooth 5.0, USB-C, GPS und 4G LTE sowie Wi-Fi 5 (IEEE 802.11ac). Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind gar nicht so schlecht. Besonders viel Tiefe gibt es nicht, aber brauchbar sind sie in jedem Fall.
Schade: Zwar ist das Gerät, so wie auf der Produktseite angegeben, nach Widevine Level 1 zertifiziert und kann somit HD-Inhalte bei Diensten wie Disney+ oder Prime Video abspielen. Jedoch greift diese Zertifizierung nicht bei Netflix – hier lassen sich Inhalte weiterhin nur in SD-Qualität mit 480p abspielen. Der Streaming-Dienst scheint mittlerweile eine eigene Zertifizierung zu verwenden. Der im Lieferumfang enthaltene Stylus-Stift ist in Ordnung, hat aber eine eigenartige, flache Spitze, die teilweise kontraproduktiv erschien. Nett: Die Kappe hält magnetisch am Stift. Ferner gibt es eine mäßig schnell funktionierende Gesichtsentsperrung.
Installiert ist auf dem Oscal Spider 8 Android 13 mit der Bedienoberfläche Doke OS 3.0. Sie erinnert optisch etwas an MIUI, aber nicht an allen Stellen. Schade ist, dass der aktuellste verfügbare Sicherheitspatch aus dem Juli 2023 stammte – das ist zum Testzeitpunkt Anfang 2024 schon über ein halbes Jahr alt. Es gibt auch auf der Hersteller-Website keine konkreten Versprechen bezüglich Software-Updates. Nutzer sollten also nur mit unregelmäßigen Sicherheits- und Software-Updates rechnen. Ob Android 14 beim Oscal Spider 8 ankommt, ist unklar. Das System an sich kommt nur mit einer vorinstallierten Bloatware-App aus, die man entfernen kann.
Ein nettes Gimmick im Betriebssystem: Es gibt einen „digitalen Werkzeugkasten“, der verschiedene Features wie einen Kompass, eine Höhenmessung, einen Schall- oder Winkelmesser und ein Lot enthält. Die Brauchbarkeit der einzelnen „Werkzeuge“ ist teils fraglich – beispielsweise zeigt der Schallmesser bei einem stillen Raum mit arbeitendem Ventilator 12 dB an. In der Realität dürfte der Wert eher 20 – 30 dB betragen. Auch die Höhenmessung von Objekten war nicht immer akkurat. Andere Features wie der Kompass oder der Kamera-Winkelmesser wiederum funktionierten relativ gut, sodass der Werkzeugkasten insgesamt ein nützliches Mittel sein kann.
Der im Oscal Spider 8 verbaute Akku ist mit 13.000 Milliamperestunden riesig und übertrifft die Werte vieler Top-Tablets – wer sich fragt, wo die beinahe 850 Gramm Eigengewicht herkommen, hat hier die Antwort. Die Akkugröße sorgt für eine ausgedehnte Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden. Wer das Gerät intensiv nutzt, kommt damit absolut problemlos durch zwei Tage, bei normaler Nutzung sind auch drei Tage Nutzungszeit realistisch. Der Verbrauch im Stand-by-Modus ist minimal. Wieder aufgeladen wird der Akku dank des im Lieferumfang enthaltenen 33-Watt-Netzteils in unter drei Stunden, von 0 auf 50 Prozent dauerte es im Test rund 75 Minuten.
Das Oscal Spider 8 von Blackview ist in den Farben Schwarz oder Orange in der einzigen verfügbaren Speicherkombination 8/128 GByte erhältlich. Regulär kostet das Oscal Spider 8 bei Amazon 220 Euro (60-Euro-Coupon anwählen). Das ist ein überaus fairer Preis.
Mit dem Oscal Spider 8 kann man, wenn man ein robustes, langlebiges und schickes Tablet für die Outdoor-Nutzung sucht, einfach nichts falsch machen. Die kleinen Macken wie das etwas dunkle Display oder die veraltete Software wird von den Vorteilen des Geräts mehr als ausreichend ausgeglichen. Egal, ob für den nächsten Camping-Trip, den Serienmarathon im Park (wenn ihr kein Netflix verwendet natürlich) oder draußen auf der Arbeit – mit diesem Tablet sind Nutzer für so einiges gerüstet. Dank des stabilen Gehäuses wäre da Gerät auch eine Option für Kinder. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in dieser Hinsicht ausgezeichnet.
Wer ein kleines Outdoor-Tablet sucht, wird beim Oukitel RT3 Pro fündig. Das 8-Zoll-Tablet bietet LTE und ein robustes und wasserdichtes Gehäuse.
Wer ein kleines Outdoor-Tablet sucht, wird beim Oukitel RT3 Pro fündig. Das 8-Zoll-Tablet bietet LTE und ein robustes und wasserdichtes Gehäuse.
Outdoor-Tablets gehören zu den Exoten unter den Scheibencomputern. Die Geräte zeichnen sich aus durch ein besonders robustes Gehäuse, das einen Sturz gut wegstecken kann und staub- sowie wasserdicht ist. Das macht diese Rugged Tablets interessant für den Urlaub auf dem Campingplatz, zum Medienkonsum am Pool oder Strand oder für Outdoor-Fans beim Wandern. Auch auf der Baustelle, in Lagerhäusern, im Gartenwesen oder in der Forstwirtschaft sowie bei Rettungskräften sind diese Geräte interessant.
Beim Oukitel RT3 Pro handelt es sich um ein kompaktes Outdoor-Tablet mit einer Diagonale von 8 Zoll. Das macht das Gerät interessant für jeden, der es häufig mit sich führen möchte. Damit eignet es sich auch gut als Alternative zum E-Book-Reader oder dank GPS und LTE als mobiles Navigationsgerät.
Das Oukitel RT3 Pro ist mit Abmessungen von 207 × 134 × 13,9 mm in etwa so groß wie ein Taschenbuch. Es fällt etwas dicker aus als ein herkömmliches 8-Zoll-Tablet, erscheint uns für ein Outdoor-Gerät aber noch angemessen. Das Design folgt der Optik eines Outdoor-Smartphones (Bestenliste) mit einem komplett gummierten Gehäuse. Die Ecken sind zusätzlich verstärkt und verleihen den abgerundeten Ecken am Display ein angedeutet achteckiges Äußeres. Der USB-C-Anschluss ist zusätzlich mit einem Gummipfropfen versehen, die Kamera auf der Rückseite ist nahezu eben eingelassen. Allerdings ist das RT3 Pro recht schwer und wiegt mit 538 Gramm so viel wie ein 10-Zoll-Tablet.
Das Oukitel RT3 Pro ist ziemlich robust gegenüber Stößen sowie Erschütterungen und bringt das obligatorische Zertifikat für MIL-STD-810H der US-Armee mit. Laut Hersteller übersteht es Stürze auf einen harten Untergrund aus rund 1,5 Metern Höhe. Wir haben es mehrfach durch das Büro geschleudert, dem Tablet ist nichts passiert. Zudem ist es wasserdicht nach IP68 sowie auch staubdicht. Es kann damit in Süßwasser bis in 1,5 Meter Tiefe für rund 30 Minuten überleben. Laut Hersteller ist das Tablet obendrein für Temperaturen von -20 Grad bis 55 Grad Celsius ausgelegt.
Das LCD mit IPS-Panel misst in der Diagonale 8 Zoll. Die Auflösung fällt mit 1280 × 800 Pixel nicht übermäßig hoch aus, was aber bei einem kleineren Display nicht ganz so ins Gewicht fällt wie bei einem großen. Full-HD ist damit aber nicht möglich, Bildpunkte sind ferner mit dem Auge bei 188 PPI (Pixel pro Inch) zudem noch zu erkennen. Die Screen-to-Body-Ratio liegt mit 88 Prozent auf einem guten Niveau. Support für Widevine Level 1 gibt es nicht, was die Wiedergabe bei Streaming-Diensten wie Netflix auf SD-Qualität beschränkt. Bei einem HD-Display ist das nicht so schlimm wie bei einem größeren Tablet.
Die Bildqualität ist für den Preis angemessen, auch wenn Farben und Kontraste gerne ausgeprägter sein könnten. Für ein Tablet fällt die Helligkeit sehr hoch aus. Wir konnten rund 500 cd/m² messen, der Hersteller spricht von bis zu 600 cd/m² bei automatischer Helligkeitsanpassung. Im Freien bleibt der Bildschirm damit weitgehend ablesbar. Fällt allerdings die Sonne direkt auf den Bildschirm, wird es etwas schwierig, da die Anzeige stark spiegelt – wie bei allen Tablets dieser Preisklasse.
Auf der Rückseite befinden sich überraschend gleich zwei Linsen und ein LED-Blitz. Allerdings ist nur eines der Objektive mit 16 Megapixeln (f/2.0) wirklich relevant, die andere Linse mit 0,3 Megapixeln ist für die Tiefenschärfe beim Bokeh-Effekt zuständig und dient so eher der Zierde. Der Sensor der Hauptkamera ist ein Sony OV16880. Als Frontkamera kommt ein 8-Megapixel-Objektiv mit dem Sony-Sensor IMX219 zum Einsatz.
Das Setup entspricht also eher einem günstigen Einsteiger-Smartphone – was bei preiswerten Tablets auch üblich ist. Bei Tag gelingen mit der Hauptkamera dennoch passable Aufnahmen, die sich für mehr als nur Schnappschüsse eignen. Bei Bilddetails, Schärfe und Dynamikumfang ist aber deutlich Luft nach oben. Selfies wirken zudem etwas blass und unscharf. Videos sind mit beiden Linsen in Full-HD-Auflösung bei 30 FPS (Frames pro Sekunde) möglich.
Der Mediatek G81 sorgt als Achtkerner für eine angemessene Leistung im Alltag, ist aber keine Rakete. Das System reagiert damit recht flott auf Eingaben, Ruckler halten sich in Grenzen. Mit rund 7500 Punkten fällt die Performance bei PCmark nicht übermäßig hoch aus, findet sich aber im gesicherten Mittelfeld bei preiswerten Tablets. Für Casual Games reicht die Performance ebenfalls aus, weniger jedoch für Grafik-lastige Spiele, was die 600 Punkte aus Wild Life von 3Dmark verdeutlichen.
Großzügig bemessen ist der Speicher mit 128 GB, zudem gibt es 4 GB RAM. Die Navigation mittels GPS, Glonass, Beidou und Galileo ist ebenfalls möglich und mit 2 Metern laut GPS-Test auch sehr genau. Zudem ist ein Modem für LTE integriert, auch der Dual-SIM-Betrieb ist möglich, alternativ kann dort auch eine microSD-Karte genutzt werden zur Speichererweiterung. Der Rest ist Standard für den Preis: Wi-Fi 5 für heimische Netzwerke, Bluetooth 5.0 und NFC. Der Typ-C-Anschluss unterstützt lediglich USB 2.0, was aber ebenfalls normal ist in der Preisklasse.
Das Oukitel RT3 Pro kommt mit Android 14 und einer nahezu unveränderten Bedienoberfläche zum Käufer. Der App-Drawer ist von Haus aus deaktiviert, ist aber schnell und einfach über die Homescreen-Einstellungen zuschaltbar. Einige für Outdoor-Geräte typische Gimmicks finden sich ebenfalls: Eine App namens Werkzeugtasche hält unter anderem eine Wasserwaage, ein digitales Lot, einen Kompass sowie ein Schallmessgerät parat.
Der Patch stammt zum Testzeitpunkt Ende Oktober aus August. Das ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber auch nicht maßlos veraltet. Wie häufig es Updates geben wird, lässt sich schwer abschätzen. Oukitel macht dazu keine Angaben. Mit einem regelmäßigen Software-Support sollte man aber eher nicht rechnen.
Der Akku fasst rund 5150 mAh. Beim Battery Test erreichten wir eine Akkulaufzeit von knapp über 10 Stunden, was für ein kompaktes Tablet mit dieser Kapazität ein ordentlicher Wert ist. Der Ladevorgang mit dem beigelegten Netzteil mit 10 Watt dauert aber fast 2 Stunden.
Das brandneue Oukitel RT3 Pro kann ab heute im Shop des Herstellers vorbestellt werden. Der Versand erfolgt ab dem 1. November. Mit dem Code NEW30 kostet das Tablet derzeit nur rund 185 Euro.
Das Oukitel RT3 Pro ist eine günstige und gute Wahl für Nutzer, die ein kompaktes, aber robustes Outdoor-Tablet suchen. Mit seinem 8-Zoll-Display bleibt es handlich und bietet eine hohe Helligkeit, was eine gute Ablesbarkeit im Freien ermöglicht – solange die Sonne nicht direkt darauf scheint. Zudem punktet es mit LTE und GPS, was es zu einer vielseitigen Option für den Einsatz unterwegs macht, sei es als E-Book-Reader, Navigationsgerät oder Mediengerät bei Outdoor-Abenteuern. Die Akkulaufzeit von rund 10 Stunden ist solide, auch wenn der Ladevorgang etwas länger dauert.
Die Auflösung des Displays könnte allerdings höher sein, und die Kameras entsprechen eher einfachen Standards. Der Achtkern-Prozessor von Mediatek ist ausreichend für Alltagsaufgaben und Casual Games, doch anspruchsvolle Apps bringen das Tablet an seine Grenzen. Die Software basiert auf Android 14, Updates sind vermutlich nicht regelmäßig zu erwarten. Für nur 185 Euro ist das RT3 Pro ein interessantes Angebot für Outdoor-Fans, die ein günstiges, gut geschütztes Tablet für einfache Anwendungen suchen.
Hart im Nehmen und wasserdicht: Das Fossibot DT1 gehört zur seltenen Kategorie der Outdoor-Tablets. Was im preiswerten Gerät steckt und was es leistet, zeigt der Test.
Hart im Nehmen und wasserdicht: Das Fossibot DT1 gehört zur seltenen Kategorie der Outdoor-Tablets. Was im preiswerten Gerät steckt und was es leistet, zeigt der Test.
Outdoor-Smartphones haben wir bereits einige getestet. Tablets, die Wasser und rauer Umgebung trotzdem, sind bislang deutlich seltener anzutreffen. Mit dem Fossibot DT1 konnten wir jetzt ein preiswertes und vollwertiges Outdoor-Tablet ausprobieren. Bisher hat sich der Hersteller bei uns einen Namen für starke, aber preiswerte Powerstations (Bestenliste) gemacht.
Jetzt dürften sich vielleicht einige die Frage stellen: Wozu benötigt man ein Outdoor-Tablet? Zur nächsten Wanderung würden die wenigsten ein solches Gerät mitnehmen. Allerdings zeigt unsere Erfahrung, dass ein Tablet schneller kaputtgeht, als es einem lieb ist. Dem Autor dieses Textes sind in den vergangenen Jahren bereits drei Geräte nach einem Sturz kaputtgegangen, ein Display-Bruch passiert schneller als gedacht. Zudem bieten die wenigsten Tablets Schutz vor Wasser – die neue, aber teurere Galaxy-Tab-S9-Reihe ist da eine Ausnahme.
Wer das Tablet häufig mitnimmt oder auch öfter im Park oder im Urlaub, beim Camping oder einem Festival nutzen möchte, profitiert von einem robusten Gerät. Das macht diese Tablets auch interessant im gewerblichen Bereich (Industrie, Handwerk, Rettungskräfte), wo häufig eine entsprechende Stabilität eine Grundvoraussetzung ist. Gerade auf Baustellen kommen häufig Tablets statt Plänen auf Papier zum Einsatz – immer aktuell und mit der Möglichkeit, Änderungen und Dokumentation in Echtzeit durchzuführen.
Das Fossibot DT1 bringt als robustes Gerät alles mit, um auch in rauer Umgebung zu funktionieren: Es ist zertifiziert nach IP69K und MIL-STD-810H. Damit ist es wasserdicht, staubdicht und stoßfest. Dank LTE-Modul kann man mit einer SIM-Karte autonom ins Internet, einen entsprechenden Tarif (Tipp: Die besten monatlich kündbaren Tarife) vorausgesetzt. Ein großer Akku verspricht zudem eine lange Akkulaufzeit. Eine Erfahrung haben wir jedoch bei Outdoor-Smartphones oft gemacht: Die Technik bei Prozessor oder Display ist selten auf hohem Niveau und dem neusten Stand. Viel besser sieht es auch beim Fossibot DT1 nicht aus, aber dazu später mehr.
Optisch erinnert das Fossibot DT1 an ein etwas zu groß geratenes, typisches Outdoor-Handy. Das Gehäuse ist kantig und an den Rahmen und der Rückseite gummiert. Die Ecken sind jeweils zusätzlich verstärkt, um so Stöße bei einem Sturz gut abzufangen und geben dem Gerät eine angedeutete achteckige Form. Die Rückseite ist jeweils links und rechts geriffelt, um so zusätzlich Grip zu bieten, damit das Tablet nicht so leicht aus den Händen rutscht. Für einen Akzent sorgen dort orangefarbene Linien, die dem Gerät einen Sci-Fi-Look verpassen. Es gibt auch eine Variante mit eher zurückhaltenden grauen Linien.
Der USB-C-Anschluss sowie der Schacht für die SIM-Karte sind hinter einer Gummiabdeckung verborgen, um die Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Die Hauptkamera sitzt in einem achteckigen Metallelement, das nahezu eben mit der Rückseite abschließt. Dort sind zwei Linsen eingelassen. Das ist allerdings Augenwischerei, denn das Gerät verfügt lediglich über ein echtes Kameraobjektiv.
Wasserscheu ist da Fossibot DT1 nicht. Es verfügt über die höchstmögliche Zertifizierung nach IP69K. Damit ist es nicht nur gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser (ohne Zusätze) geschützt, sondern übersteht auch einen Hochdruckstrahler bei hohen Temperaturen.
Zusätzlich verfügt das Tablet über eine Zertifizierung nach der US-Militärnorm MIL-STD-810H. Prinzipiell muss man diese Angabe mit Vorsicht genießen, da nicht alle Hersteller angeben, welche einzelnen Tests der Zertifizierung sie genau durchgeführt haben. Im Fall des Fossibot DT1 trifft das auf Stoßfestigkeit sowie besonders niedrige oder hohe Temperaturen zu. Laut Hersteller übersteht das Tablet den Sturz auf harten Untergrund aus 1,5 Meter Höhe. Wir haben das DT1 mehrfach quer durch das Büro geworfen: Es hat alle Stürze schadlos überstanden. Zudem soll das Tablet Außentemperaturen von -40 bis 70 Grad Celsius überstehen.
So viel Stabilität hat Folgen für Gehäuse und Gewicht. Mit fast 800 Gramm ist das DT1 wirklich schwer. Zum Vergleich: Das „gewöhnliche“ Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht) wiegt rund 500 Gramm. Selbst das Outdoor-Tablet Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro (Testbericht) ist dagegen mit 700 Gramm noch deutlich leichter. An den Abmessungen von 252,8 × 162,65 × 14,6 Millimetern zeigt sich ebenfalls der robuste Charakter. Damit ist das DT1 doppelt so dick wie das Galaxy Tab A8.
Das IPS-LCD-Panel misst 10,4 Zoll (26,42 Zentimeter) in der Diagonale und bietet eine Full-HD-Auflösung mit 2000 × 1200 Pixeln. Das Bildformat beträgt 5:3 (15:9). Mit einer Screen-to-Body-Ratio von 94 Prozent fällt das Verhältnis von Bildfläche zu Gerätegröße recht hoch aus. Der Rand ums Display ist damit nur unwesentlich größer als bei anderen Tablets dieser Preisklasse, was bei Outdoor-Geräten nicht immer der Fall ist. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hertz.
Die Bildqualität kann sich sehen lassen und muss sich nicht vor einem Samsung Galaxy Tab A8 (Testbericht) verstecken. Farben wirken kraftvoll und lebendig, die Bildschärfe ist bei 224 Pixel pro Zoll (PPI) ausreichend, Pixel sind mit dem bloßen Auge kaum noch zu erkennen. Die Blickwinkelstabilität ist ausgesprochen hoch, lediglich bei Kontrasten ist etwas Luft nach oben. Das zeigt sich insbesondere bei Videos mit Szenen, wo die Lichtverhältnisse stark wechseln.
Einen Dämpfer gibt es für Serien-Fans: Das Fossibot DT1 verfügt über kein Zertifikat für DRM nach Widevine Level 1. In der Folge ist die Wiedergabe von Inhalten von Streaming-Anbietern (Ratgeber) wie Netflix, Disney Plus, Prime Video oder Paramount Plus nur mit niedriger SD-Auflösung (720 × 576 Pixel) möglich. Dieses Phänomen tritt häufiger bei Herstellern preiswerter Tablets auf.
Bei einem Outdoor-tauglichen Gerät spielt eine möglichst hohe Bildschirmhelligkeit eine große Rolle, um unter freiem Himmel ablesbar zu sein. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass das leider auch selten auf Outdoor-Smartphones zutrifft. Beim Fossibot DT1 konnten wir eine maximale Display-Helligkeit von 450 cd/m² messen. Das ist für ein Tablet dieser Preisklasse ein mehr als ordentlicher Wert, ein Wohnzimmer-Gerät wie das Galaxy Tab A8 kommt hier nur auf 350 cd/m². Damit die Anzeige bei Sonnenschein ausreichend ablesbar bleibt, wäre allerdings eine Helligkeit von mindestens 600 cd/m² zu empfehlen. Das erreichen aber nur teurere Geräte wie das Samsung Galaxy Tab Active 4 Pro (Testbericht).
Rein von den technischen Daten klingt die Ausstattung der Kamera des DT1 erstaunlich gut für ein Tablet: Eine Hauptkamera mit 48 Megapixeln (f/1.8) samt Autofokus sowie eine Frontkamera mit 16 Megapixeln (f/2.2.). Das Ergebnis ist jedoch weniger überzeugend: Farben wirken blass und nicht naturgetreu. Der Dynamikumfang lässt ebenfalls zu wünschen übrig und kommt mit Licht und Schatten nur schwer zurecht. Das sorgt für viele zu dunkle Bereiche bei Aufnahmen. Bilddetails und Bildschärfe gehen halbwegs in Ordnung.
Die Frontkamera knipst solide Selfies, die ausreichend scharf sind. Die Farben haben ebenfalls einen Hang zu Warntönen. Videoaufnahmen sind damit nur maximal mit HD-Auflösung möglich. Die Hauptkamera schafft hier auch Full-HD. Letzten Endes messen wir der Kamera bei Tablets keine so große Bedeutung wie bei einem Smartphone. Für Schnappschüsse oder zum Fotografieren von Dokumenten sowie für Videochats per Skype oder Teams reicht die Kamera beim Fossibot DT1 aber aus.
Als Antrieb dient ein Mediatek MT8788. Die Octa-Core-CPU stammt noch aus 2018. Sonderlich schnell ist das Tablet damit nicht – womit sich ein kleines Vorurteil bei Outdoor-Geräten bezüglich der Chip-Ausstattung bestätigt. Allerdings kann man die Performance guten Gewissen als „ausreichend“ bezeichnen, sie ist in etwa vergleichbar mit dem Snapdragon 680 von Qualcomm. Kleinere Denkpausen sind spürbar im Alltag, quälen den Nutzer aber nicht übermäßig.
Bei Work 3.0 von PCmark erreicht das DT1 rund 6700 Punkte. Damit liegt das Gerät auf dem Niveau eines Honor Pad 8 (Testbericht) oder Lenovo Tab M10 Plus Gen 3 (Testbericht). Viele Reserven bietet die integrierte Mali-GPU aber nicht. Bei „Wild Life“ von 3Dmark erreichten wir damit knapp über 600 Punkte. Für Casual Games in der Machart von Angry Birds reicht das aus, bei Titeln wie Asphalt 9 oder PUBG Mobile muss man die Grafikdetails aber herunterschrauben.
Sehr üppig für den Preis ist die Ausstattung bei der Speicherkapazität. 8 GByte RAM sowie ein interner Speicher mit 256 GByte sind alles andere als üblich in dieser Preisklasse und Gerätekategorie. Damit ist der Betrieb mehrerer Apps ohne Verzögerung möglich, zudem ist genug Platz für Anwendungen, Musik oder Filme vorhanden. Wem das nicht reicht: Eine Erweiterung per microSD-Karte ist um bis zu 1 TByte möglich.
Für heimische Netzwerke steht maximal Wi-Fi 5 zur Verfügung. Das ist nicht mehr der neueste Stand, aber bei Geräten dieser Preisklasse üblich. Das Tablet surft bei Bedarf mit LTE über eine SIM-Karte. Ein Kompass sowie GPS-Modul sind ebenfalls integriert. Zur Navigation nutzt das Gerät A-GPS, Glonass und Galileo. Die Genauigkeit von rund 2 Metern überzeugt und liegt auf dem Niveau von Flagship-Smartphones. Damit wäre das Tablet auch eine Option zum Navigieren im Auto – vorausgesetzt, man findet eine Halterung, die das schwere Gerät sicher halten kann.
Einen Fingerabdruckscanner gibt es nicht, als Alternative zur PIN ist Gesichtserkennung über die Frontkamera möglich. Diese Methode ist aber aufgrund von 2D-Technologie anfällig für Täuschungsversuche. Für brauchbaren Klang sorgen vier Lautsprecher. Der räumliche Sound überzeugt, lediglich bei höherer Lautstärke klingt er zuweilen etwas schrill.
Erfreulich beim DT1: Android 13 läuft bereits ab Werk, nicht selten finden sich bei chinesischen Tablets heillos veraltete Software-Versionen. Der Hersteller hat zudem etwas an der Bedienoberfläche gespielt. So ist die Übersicht der Apps in einer Art Fenster integriert, bei dem der Rest des Bildschirmhintergrunds teilweise noch sichtbar bleibt. Das sieht erfrischend anders aus. Das Einstellungsmenü weicht etwas ab von Vanilla Android, man findet sich damit aber schnell zurecht. Von Bloatware wird man weitestgehend verschont.
Kurz nach dem Einrichten stand sogar ein System-Update parat – auch das ist bei günstigen Tablets nicht immer garantiert. Der darin integrierte Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt aus Juli 2023. Damit ist er nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Wie häufig Updates auf das Tablet kommen, ist schwer abzuschätzen. Unserer Erfahrung nach ist hier nicht mit einer regelmäßigen Pflege zu rechnen. Ob das Gerät jemals Android 14 (Ratgeber) bekommt, bleibt abzuwarten.
Beim Fossibot DT1 kommt ein recht großer Akku zum Einsatz, der etwa 11.000 mAh bietet. Zum Vergleich: Das Galaxy Tab A8 kommt lediglich auf 7040 mAh, beim Galaxy Tab Active 4 Pro sind es rund 7600 mAh.
Überraschenderweise stellt das Tablet dennoch keinen neuen Rekord auf. Die Laufzeit von knapp über 11 Stunden im simulierten Dauerbetrieb von Battery Test bei einer Helligkeit von 200 cd/m² ist zwar ein guter Wert, mit dem das Fossibot-Tablet sich im oberen Bereich wiederfindet. Das Galaxy Tab Active 4 Pro etwa kommt mit kleinerem Akku beim gleichen Test auf über 12 Stunden. Zum Aufladen liegt ein Netzteil bei, das maximal 18 Watt leistet. Damit dauert ein Ladevorgang von 20 auf 100 Prozent rund 2,5 Stunden. Laden per Induktion ist nicht möglich.
Das Fossibot DT1 kostet normalerweise rund 299 Euro. Wir haben das Gerät exklusiv von Geekmaxi bekommen, dort bekommt man das Outdoor-Tablet zum Kampfpreis von 189 Euro.
Wer ein fast unzerstörbares Tablet sucht, ist beim Fossibot DT1 gut aufgehoben. Das Gehäuse ist äußerst robust und stoßfest. Zudem ist das Gerät wasserdicht. Das macht es zur idealen Alternative für alle, die ein Tablet gerne im Freien oder beim Camping und Festival nutzen möchten. Wer tollpatschig ist, macht hier ebenfalls wenig verkehrt – und auch vor Kinderhänden muss man keine Angst haben. Technisch überzeugt das DT1 für den Preis und braucht sich vor günstigen Konkurrenten von Samsung oder Lenovo nicht zu verstecken. Dank LTE surft man mit dem Gerät auch mobil, die Akkulaufzeit ist gut.
Das stabile Gehäuse hat auch Nachteile, so ist das Gerät ziemlich schwer. Die Leistungsfähigkeit könnte zudem besser sein. Die vielleicht größte Schwäche ist das fehlende Zertifikat für Widevine Level 1. Serien-Fans müssen sich bei Netflix & Co. dann mit SD-Auflösung begnügen, aber wer einen Begleiter für die Arbeit sucht, hat den Punkt vielleicht nicht so weit oben auf der Prioritätenliste. Der Sicherheits-Patch ist nicht ganz auf dem neuesten Stand.
In erster Linie muss ein Outdoor-Tablet, auch Rugged Tablet genannt, für die Nutzung im Freien oder den gewerblichen Einsatz wasserdicht und stoßfest sein. Hierzu ist das Gehäuse meistens mit Gummi- und Metallelementen verstärkt, um Stöße bei einem Fall gut abzufedern. Eine Zertifizierung mit einer IP-Schutzklasse von mindestens IP68 ist in unsern Augen Pflicht. Damit überstehen die Geräte in der Regel den Aufenthalt unter Wasser für eine Zeitspanne von 30 Minuten bis in eine Tiefe von 1 bis 1,5 Metern – in Süßwasser wohlgemerkt. Empfehlenswert ist zudem ein Zertifikat nach MIL-STD-810H oder MIL-STD-810G gegen Schock, Vibration, starke Sonneneinstrahlung, Kontakt mit Chemikalien oder Sprühnebel.
Die Hardware sollte ebenfalls gewisse Mindestkriterien erfüllen. Dazu gehört ein Display mit Full-HD-Auflösung, das idealerweise auch hell genug ist, um gut im Freien ablesbar zu sein. Als Antrieb ist zudem ein Prozessor wünschenswert, mit dem das Tablet nicht quälend langsam läuft – glücklicherweise sind alle hier gezeigten Geräte schnell genug für einfache Aufgaben. Wir raten zu mindestens zu 4 GB RAM und 64 GB internem Speicher, besser wären 6 GB RAM sowie 128 GB Speicher.
Wi-Fi und Bluetooth sind Standard. Wer mit dem Outdoor-Tablet-PC auch unterwegs und im Freien surfen will, sollte zu einer Variante mit einem Schacht für eine SIM-Karte für LTE oder 5G greifen. Zur mobilen Ortung ist dann auch ein Modell mit GPS ratsam, was alle Rugged Tablets dieser Bestenliste bieten. Für Industrie-Tablets wichtig sind zudem Features wie Barcode-Scanner oder RFID-Leser.
MIL-STD-810H ist ein Standard des US-Militärs. Er umfasst verschiedene Tests für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Vibration, Stoß, Fall und andere Umweltfaktoren, um die Robustheit und Zuverlässigkeit von militärischer Ausrüstung sicherzustellen. Die Tests definieren die Umweltbelastungen, denen die Ausrüstung standhalten muss, um das Zertifikat zu erhalten. Allerdings geben nicht alle Hersteller an, welche einzelnen Tests der US-Norm sie exakt durchgeführt haben. Dennoch zeigt unsere Erfahrung, dass Geräte mit MIL-STD-810H meistens einiges einstecken.
Die IP-Zertifizierung bewertet den Schutzgrad elektronischer Geräte gegen das Eindringen von Staub und Wasser. Es besteht aus einem zweistelligen Code, wobei die erste Ziffer den Schutz gegen Staub und die zweite den Schutz gegen Wasser angibt. Eine 6 vorn steht für vollständigen Schutz vor Staubeintritt – also staubdicht. Eine 5 an erster Stelle steht nur für geschützt vor Staub in schädigender Menge (staubgeschützt).
Die zweite Ziffer gibt den Schutz vor dem Eindringen von Wasser wider. In der Tabelle haben wir alle Kategorien zusammengefasst:
| Kennziffer | Schutz gegen Flüssigkeit nach DIN EN 60529 |
| IPx1 | Geschützt vor senkrecht fallendem Tropfwasser |
| IPx2 | Geschützt vor schräg (bis 15°) fallendem Tropfwasser |
| IPx3 | Geschützt vor Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte |
| IPx4 | Schutz gegen allseitiges Spritzwasser |
| IPx5 | Schutz gegen allseitiges Strahlwasser |
| IPx6 | Schutz gegen allseitiges starkes Strahlwasser |
| IPx7 | Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen |
| IPx8 | Schutz gegen dauerndes Untertauchen in 1,5 Meter Tiefe |
| IPx9 | Schutz gegen Wasser bei Hochdruck- oder Dampfreinigung |
| IPx9K | Geschützt vor Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung für Straßenfahrzeuge |
Outdoor-Tablets sind Begleiter für anspruchsvolle Umgebungen, sei es im Freien oder im gewerblichen Einsatz. Besonders hervorzuheben sind das Samsung Galaxy Tab Active 5 und 4 Pro mit robusten Gehäusen, hellen Displays und umfassendem Update-Support. Allerdings sind diese Modelle auch teuer.
Preislich günstige Alternativen wie das Oukitel RT8 und Oscal Spider 8 überzeugen ebenfalls durch Widerstandsfähigkeit und lange Akkulaufzeiten – jedoch mit Abstrichen bei der Display-Qualität und dem Update-Support. Für Outdoor-Fans, die auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legen, sind preisgünstige Tablets von Oukitel, Oscal oder Fossibot aber immer eine interessante Wahl. Wer jedoch langfristigen Software-Support und starke Hardware sucht, sollte die Samsung-Modelle in Betracht ziehen.
Weitere Tablets finden sich in diesen Bestenlisten:
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