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Top 10: Das beste Mehrfach-USB-Ladegerät – Testsieger mit 100 Watt für 39 Euro
Top 10: Der beste Adapter für Android Auto Wireless – kabellos Handy nutzen
Top 5: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Airfryer von Ninja, Cosori & Co.
Top 10: Die beste Wärmebildkamera für das Handy im Test – Hikmicro, Flir & Co.
Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Top 10: Die beste elektronische Parkscheibe im Test – mit Zulassung ab 17 Euro
Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament im Test – perfekt drucken ab 190 Euro
Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger von Garmin & Nextbase
Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku
Testsieger: Die beste Wärmebildkamera im Test – gut schon ab 200 Euro
Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test
Top 5: Die beste Akku-Kaffeemaschine im Test – mobil Espresso kochen & trinken
Top 5: Der beste Adventskalender 2025 – für Bastler, Schlaumeier, Nerds & Geeks
Top 7: Die beste elektrische Fliegenklatsche im Test – schon ab 4 Euro
Top 5: Der beste DAB+-Adapter fürs Autoradio zum Nachrüsten im Test
Top 7: Die beste thermoelektrische Kühlbox im Test – perfekt für Auto & Urlaub
Top 5: Der beste Insektenstichheiler im Test – Heat It, Beurer, Bite Away & Co.
Top 5: Das beste ferngesteuerte Boot im Test
Top 5: Der beste Alkoholtester im Test – Promille selbst ermitteln
Top 6: Die beste kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten im Test
Top 7: Der beste elektrische Präzisionsschraubendreher
Top 6: Die besten Radar- und Blitzerwarner
Top 7: Der beste Lötkolben mit Stromversorgung per USB – perfekt fürs Hobby
Top 5: Die besten RC-Helikopter bis 100 Euro – Rundflug im Wohnzimmer
Top 5: Die besten 3D-Drucker für Anfänger – einfach & gut drucken ab 269 Euro
Top 5: Die besten smarten elektrischen Zahnbürsten – besser Putzen dank App
Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten
Top 10 SLA-Drucker: Die besten 3D-Drucker für Resin ab 130 Euro im Test
Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS

Das beste leichte E-Bike ab 800 Euro im Test – Urban-E-Bikes schon ab 13,5 kg

Fiido Air

Leichte E-Bikes sehen nicht nur toll aus, sondern fahren agil – auch ganz ohne Motorunterstützung. Wir zeigen die besten leichten E-Bikes aus unseren Tests.

Minimalistisch ausgestattete E-Bikes werden häufig auch als Urban- oder Gravel-E-Bikes (Ratgeber) bezeichnet. Man könnte sie auch Pendler-Pedelecs nennen. Sie sind besonders leicht – jedenfalls für ein Fahrrad mit elektrischem Antrieb – und bleiben meist unter 20 kg. Doch dafür muss der Käufer einige Kompromisse eingehen. So bieten anders als robuste City-E-Bikes (Bestenliste) Urban-E-Bikes überwiegend kleine Akkus.

Aus Gewichtsgründen verzichten die meisten E-Bikes dieser Klasse auf Gepäckträger und Schutzbleche. Aus dem gleichen Grund findet man auch keine gefederte Gabel. Damit wird klar: Leichte E-Bikes sind in erster Linie Schönwetter-Räder, die Stadtbewohner im Sommer bei strahlendem Sonnenschein für die Fahrt zur Arbeit verwenden.

Wir zeigen in dieser Bestenliste von uns getestete leichte E-Bikes, die auch StVZO-konform sind und sich perfekt für die Fahrt zur Arbeit oder für einen kurzen Ausflug eignen.

Das beste leichte E-Bike

Das Fiido Air ist das beste leichte E-Bike aus unseren Tests. Der Testsieger ist zwar nicht perfekt, so schleift die Bremse, es gibt kein Display und die App zickt, doch das geringe Gewicht von unter 14 kg sucht seinesgleichen. Das Fiido Air kostet 1799 Euro inklusive Smartwatch und Helm.

Richtig gut ist auch das Engwe Mapfour N1 Pro. Es wiegt dank des Carbon-Rahmens nur 19 kg, obwohl es einen Mittelmotor mit 80 Nm, GPS-Tracking, 4G, Fernlicht sowie Alarmanlage mitbringt. Dazu ist das 2099 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) teure E-Bike auch nicht richtig schick.

Auf Platz 3 sitzt mit dem Fiido C21 unser Preis-Leistungs-Sieger. Es kostet nur 999 Euro, wiegt unter 18 kg und gefällt uns im Test wegen seines natürlichen Fahrverhaltens, der guten Bremsen und der schicken, minimalistischen Optik.

  1. Fiido Air (14 kg) für 1799 Euro (inklusive Smartwatch & Helm)
  2. Engwe Mapfour N1 Pro (19 kg) für 2099 Euro (Code: DeliaKOL50OFF)
  3. Fiido C21 (18 kg) für 999 Euro
  4. Urtopia Carbon 1 Pro (17 kg) für 2499 Euro
  5. Engwe Mapfour N1 Air ST (19 kg) für 1499 Euro (Code: influencer150off)
  6. Diamant 365 (17 kg) für 1774 Euro
  7. Winora E-Flitzer (17 kg) für 1499 Euro
  8. Fafrees F1 (19 kg) für 809 Euro (Code: FALL10)
  9. Sharp Milano (19 kg) für 1899 Euro (Bestpreis)
KURZÜBERSICHT

Fiido Air

Das Fiido Air überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht von unter 14 kg. Das futuristische Design des Carbon-Rahmens und die leise Motorunterstützung und der Riemenantrieb machen es zu einem guten Begleiter für den urbanen Raum.

Die Reichweite des Akkus ist für den städtischen Pendelverkehr ausreichend, für längere Touren empfiehlt sich jedoch der optionale Range-Extender. Zum aktuellen Preis von 1499 Euro bietet das Fiido Air ein sehr gutes Gesamtpaket.

VORTEILE
  • federleicht (unter 14 kg)
  • Carbon-Rahmen und -Gabel
  • Gates-Riemenantrieb
  • leiser Motor mit natürlichem Fahrgefühl
  • futuristisches Design
NACHTEILE
  • Bremse schleift an Speichen (Konstruktionsfehler)
  • Sattelstange hält nicht ohne Klebeband-Trick
  • fehleranfällige, unübersichtliche App
  • Fingerabdrucksensor versagt bei Nässe
  • kein Display, keine optionale Smartwatch-Halterung

Engwe N1 Pro

Das Engwe N1 Pro ist ein ambitioniertes Stadtrad mit selbstbewusstem Preis. Der Carbon-Rahmen drückt das Gewicht, der Mittelmotor fährt sich kraftvoll, harmonisch und leise. Die App-Funktionen mit eSIM- und GPS-Ortung, automatischer Sperre und Alarmfunktion erhöhen die Alltagssicherheit und sind hilfreiche Extras.

Die unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland liegt bei 2.199 Euro mit dem Code DeliaKOL50OFF sinkt der Preis auf 2099 Euro.

VORTEILE
  • 19 kg dank Carbon-Rahmen
  • starker Mittelmotor mit Drehmomentsensor
  • autom. Sperre, Alarmanlage, eSIM, GPS-Ortung
  • schickes Design
NACHTEILE
  • Einheitsgröße nichts für große Fahrer
  • teuer
  • einige Komponenten nicht für deutschen Straßenverkehr

Fiido C21

Das Fiido C21 ist das beste günstige China-E-Bike aus unseren Tests. Mit seinem Preis von 999 Euro bietet es ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders beeindruckend ist seine natürliche Motorunterstützung dank des Drehmomentsensors, das Fahrverhalten, die leichte Bauweise und die ansprechende Optik.

VORTEILE
  • perfektes Fahrverhalten dank natürlicher Motorunterstützung
  • unter 18 Kilogramm
  • ansprechende, minimalistische Optik
  • hydraulische Scheibenbremsen
NACHTEILE
  • kleiner Akku, nicht entnehmbar
  • Geschwindigkeit einfach auf 32 km/h umzustellen
Ratgeber

Wann erfüllt ein E-Bike die StVZO?

Damit ein Fahrrad StVZO-konform ist, benötigt es bestimmte Ausstattungsmerkmale. Dazu gehören:

  • funktionierende Beleuchtung (vorn weiß, hinten rot; Achtung: blinkende Lichter sind nicht erlaubt!)
  • Reflektoren vorn (weiß), hinten (rot) sowie jeweils in den Speichen (orange) und Pedalen (gelb oder weiß). Speichenreflektoren entfallen, wenn reflektierende Linien am Reifen vorhanden sind.
  • zwei unabhängige Bremsen
  • Klingel (Achtung: elektrische Hupen sind nicht zulässig)

Bei einem E-Bike gibt es aber weitere Besonderheiten gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad zu beachten. Gemäß der StVZO werden E-Bikes in zwei Kategorien eingeteilt: Pedelecs (Pedal Electric Cycles) sowie S-Pedelecs (Schnelle Pedelecs) bis 45 Kilometer pro Stunde. Wir beschränken uns in dieser Bestenliste auf klassische Pedelecs. Diese benötigen weder Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung, wenn sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Motor mit einer kontinuierlichen Leistung von maximal 250 Watt.
  • Motor unterstützt nur, wenn in die Pedale getreten wird.
  • Ausnahme: Anschiebehilfe ist bis 6 Kilometer pro Stunde zulässig.
  • Die Motorunterstützung schaltet sich ab 25 Kilometern pro Stunde ab.

Antrieb: Heck-, Mittel- oder Frontmotor

Der Elektromotor sitzt bei E-Bikes entweder im Vorderrad, dem Heckrad oder im Bereich der Kurbel hinter dem Tretlager. Jede Variante hat unterschiedlichen Einfluss auf das Fahrverhalten, preislich gibt es ebenfalls größere Unterschiede. Mehr Informationen über die unterschiedlichen Motoren bietet unser Ratgeber E-Bike-Grundlagen: Antrieb, Akku, Schaltung & Co.

Die in dieser Bestenliste aufgeführten leichten E-Bikes setzen in puncto Antrieb auf einen Heckmotor. Dieser sorgt durch das Gewicht an der Hinterachse für eine gute Traktion, verlagert allerdings auch den Schwerpunkt nach hinten. Das Fahrgefühl ist natürlicher, da ohnehin der Antrieb beim Fahrrad über das Hinterrad erfolgt. Zudem sind sie optisch sehr unauffällig. Allerdings kann bei steilen Anstiegen das Rad eher aufbäumen.

Akku und Reichweite

Die Kapazität der Akkus bei den E-Bikes in dieser Bestenliste variiert von 209 Wattstunden bis zu 540 Wattstunden (Wh). Die Herstellerangaben zur Reichweite basieren meist auf praxisfremden Tests. Diese werden häufig auf Basis eines 75 Kilogramm schweren Fahrers, einer kontinuierlichen Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde und Windstille, sowie der niedrigsten Motorunterstützung ermittelt. In der Praxis bleibt dann von der angegebenen Reichweite oft nur die Hälfte übrig.

Doch es gibt noch weitere Abhängigkeiten, etwa Dauer und Stärke der Motorunterstützung. Wenn diese wie beim Winora E-Flitzer überwiegend auf flacher Strecke erfolgt, bietet der eingebaute 245-Wh-Akku eine Reichweite von über 70 Kilometern, während der gleiche Fahrer mit dem Diamant 365 und seinem mit 250 Wh etwas stärkerem Akku bei kontinuierlicher Motorunterstützung nur 37 Kilometer weit kommt.

Meistens sind bei den sehr leichten E-Bikes die im Rahmen integrierten Akkus nicht herausnehmbar. Fürs Aufladen ist das unpraktisch, da nicht jeder Stadtbewohner über eine leicht zugängliche Garage mit Stromanschluss verfügt.

Fazit

Leichte E-Bikes wiegen in der Regel weniger als 20 Kilogramm. Damit kann man sie auch ohne Motorunterstützung noch gut per Muskelkraft bewegen, was bei robusten E-Stadträdern oder E-Mountainbikes aufgrund des höheren Gewichts schwerer möglich ist. Leichte E-Bikes sind wendig und agil, mit den meisten Modellen dieser Bestenliste kann man dank robuster Reifen auch einen Abstecher auf unbefestigten Wegen unternehmen.

Wenn es ins Gelände gehen soll, empfehlen wir die Top 10: E-Mountainbike. Kompakte Alternativen für Pendler oder den Urlaub zeigten wir in der Top-10: Die besten Klapprad-E-Bikes. Und wer lieber ein Stadtrad zum Einkaufen benötigt, findet in unserer Top 10: Die besten City-E-Bikes genügend Auswahl.

Für mehr Sicherheit sorgen Fahrradhelme, die es auch mit genialen Features gibt. Mehr dazu zeigen wir im Ratgeber Blinker, Notruf & Musik: Deswegen lohnt sich ein smarter Fahrradhelm. Wer lieber rein elektrisch fährt, findet ein passendes Gefährt in der Top 10: Die besten E-Scooter von Segway bis Xiaomi im Test.

BESTENLISTE
Testsieger

Fiido Air

Fiido Air im Test: Irre leichtes E-Bike aus Carbon für 1500 Euro

Das Fiido Air ist ein futuristisches E-Bike mit Carbon-Rahmen, das gerade mal 14 Kilogramm wiegt. Mit wartungsarmem Riemenantrieb, Fingerabdrucksensor und ohne Display setzt es auf Minimalismus pur. Doch hinter der schicken Fassade verbergen sich Macken, die den Fahrspaß trüben.

VORTEILE
  • federleicht (unter 14 kg)
  • Carbon-Rahmen und -Gabel
  • Gates-Riemenantrieb
  • leiser Motor mit natürlichem Fahrgefühl
  • futuristisches Design
NACHTEILE
  • Bremse schleift an Speichen (Konstruktionsfehler)
  • Sattelstange hält nicht ohne Klebeband-Trick
  • fehleranfällige, unübersichtliche App
  • Fingerabdrucksensor versagt bei Nässe
  • kein Display, keine optionale Smartwatch-Halterung

Das Fiido Air ist ein futuristisches E-Bike mit Carbon-Rahmen, das gerade mal 14 Kilogramm wiegt. Mit wartungsarmem Riemenantrieb, Fingerabdrucksensor und ohne Display setzt es auf Minimalismus pur. Doch hinter der schicken Fassade verbergen sich Macken, die den Fahrspaß trüben.

Wer ein E-Bike sucht, das nur wenige als solches erkennen, wird beim Fiido Air fündig. Der silberne Carbon-Rahmen, die saubere Kabelführung und der optisch dezente Motor lassen Passanten rätseln, warum ich so mühelos an ihnen vorbeiziehe. Mehrfach wurde ich während des Tests angesprochen – das Fiido Air ist ein echter Blickfang.

Mit 13,75 Kilogramm ist es federleicht und lässt sich problemlos ein paar Stufen tragen – ohne anschließend einen Physiotherapeuten aufsuchen zu müssen. Damit ist es noch einmal deutlich leichter als das Fiido C21 (Testbericht) mit seinen 18 kg. Dass Fiido auch schwer kann, zeigt es etwa mit Fiido Titan (Testbericht) und seinem Kampfgewicht von fast 40 kg. Irgendwo dazwischen platziert sich das Fiido M1 Pro 2025 (Testbericht).

Preislich startet das Fiido Air bei 1499 Euro. Aktuell liegt dem E-Bike eine korrespondierende Smartwatch im Wert von 99 Euro bei.

Fiido Air

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Das Fiido Air kommt größtenteils vormontiert. Sattel, Pedale, Lenker und Vorderrad müssen selbst angebracht werden – eine Aufgabe, die auch Schrauber-Neulinge meistern sollten. Seitenständer und Schutzbleche sind optional erhältlich und nicht im Lieferumfang enthalten.

Optisch ist das Fiido ein echter Hingucker. Der silberne Carbon-Rahmen wirkt edel, die Kabelführung ist sauber versteckt. Die 700C-Laufräder mit Kenda-Bereifung (27,6 × 1,57 Zoll) und der Gates-Riemenantrieb runden das Bild ab. Viele Passanten erkennen nicht, dass es sich um ein E-Bike handelt.

Bei der Verarbeitung offenbaren sich jedoch Mängel: Die Steckachse vorn zieht die Gabel zusammen, wodurch die Bremse in einigen Situationen an den Speichen schleift – ein klarer Konstruktionsfehler. Auch die Carbon-Sattelstütze (je nach Rahmengröße 355, 385 oder 415 mm) rutscht bei Belastung in den Rahmen, wenn man nicht mit Klebeband nachhilft. Die beiliegende Klingel ist mit dem Daumen schlecht erreichbar und hat scharfe Kanten.

Die Komponenten selbst sind etwas hochwertiger: Gates CDX Riemen, Shimano MT410 Bremsen und ein VELO Vakuumsattel. Fiido gewährt 24 Monate Garantie auf das E-Bike und 36 Monate auf den Rahmen.

Lenker & Bedienung

Das Fiido Air verzichtet komplett auf ein klassisches Display. Stattdessen erfolgt die Steuerung über eine App, einen Fingerabdrucksensor oder die beiliegende Smartwatch.

Überraschenderweise vermisste ich das Display im Test weniger als gedacht. Dennoch wäre eine Halterung für die Smartwatch am Lenker eine simple und kostengünstige Lösung gewesen. Die App selbst ist überladen, unübersichtlich und verbindet sich oft erst nach mehreren Versuchen mit dem E-Bike.

Die Beleuchtung ist dezent in Lenker und Sattelstütze integriert. Schade nur, dass sich der Abstrahlwinkel des Frontlichts nicht verstellen lässt – es könnte gerne etwas höher zielen, um den Weg besser auszuleuchten.

Der Fingerabdrucksensor funktioniert mit trockenen Fingern zuverlässig, versagt aber bei Regen oder nassen Händen komplett. Ärgerlich: Die Sicherheitsfunktionen können nicht deaktiviert werden, eine greift immer. Ich will mein Bike einfach anschalten und losfahren, ohne jedes Mal einen Fingerabdruck scannen, die App öffnen oder die Smartwatch in der Nähe haben zu müssen.

Fahren

Das Fahren mit dem Fiido Air macht richtig Spaß! Die sportliche Sitzposition, typisch für Gravelbikes, sorgt für ein dynamisches Fahrgefühl. Der Mivice M070 Motor (250 Watt, 35-40 Nm) arbeitet flüsterleise und bietet eine angenehm dezente Unterstützung.

Der Drehmomentsensor Mivice S200 reagiert minimal träge, was aber kaum auffällt. Er passt die Unterstützung präzise an die Tretkraft an, was zu einem natürlichen Fahrgefühl führt.

Das geringe Gewicht ist der heimliche Star: Es ermöglicht, auch jenseits der 25 km/h-Grenze flott voranzukommen, ohne dass sich das Bike wie ein Bleigewicht anfühlt. Erstaunlicherweise vermisste ich die fehlende Gangschaltung nicht. Das Anfahren klappt dank Motorunterstützung problemlos, und selbst bei über 30 km/h bleibt die Trittfrequenz angenehm. Die gewählte Übersetzung (Gates CDX 60T/22T) ist offenbar goldrichtig.

Die hydraulischen Shimano MT410 Bremsen packen beherzt zu. Für steile Anstiege oder längere Bergtouren ist der Motor allerdings etwas schwach auf der Brust. Im Stadtverkehr und auf flacheren Strecken reicht die Leistung völlig aus.

Fiido Air

Akku

Der fest im Rahmen integrierte Akku fasst 208 Wh – nicht gerade üppig. Im Test erreichte ich bei voller Unterstützung, hoher Geschwindigkeit, 20 Grad Außentemperatur und vielen Ampelstopps etwa 30 Kilometer Reichweite. Fiido verspricht 50 bis 60 Kilometer, was unter Idealbedingungen vielleicht möglich ist – im echten Leben eher nicht.

Für Pendler mit kürzeren Strecken reicht das dennoch. Wer längere Touren plant, sollte den optionalen Range-Extender (208 Wh für 250 Euro) in Betracht ziehen, der die Reichweite verdoppelt.

Färbt sich der LED-Ring am Rahmen Rot, ist der Akkustand niedrig. Wer es genauer wissen will, muss die App öffnen.

Preis

Preislich startet das Fiido Air bei 1499 Euro. Im Lieferumfang ist eine Smartwatch enthalten (Wert: 99 Euro). Optional erhältlich: Range-Extender (250 Euro), Seitenständer (38 Euro) und Handyhalter (22 Euro).

Fazit

Das Fiido Air überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht von unter 14 kg. Das futuristische Design des Carbon-Rahmens und die leise Motorunterstützung und der Riemenantrieb machen es zu einem guten Begleiter für den urbanen Raum. Die sportliche Sitzposition und das direkte Fahrverhalten sorgen für ein dynamisches Fahrgefühl.

Allerdings gibt es Konstruktionsmängel, die den positiven Gesamteindruck trüben. Die schleifende Bremse am Vorderrad und die rutschende Sattelstange sind vermeidbare Fehler, die bei einem E-Bike dieser Preisklasse nicht vorkommen sollten. Auch die App zeigt sich fehlerhaft und überladen, während der Fingerabdrucksensor bei Nässe versagt.

Die Reichweite des Akkus ist für den städtischen Pendelverkehr ausreichend, für längere Touren empfiehlt sich jedoch der optionale Range-Extender. Zum aktuellen Preis von 1499 Euro bietet das Fiido Air ein gutes Gesamtpaket für alle, die ein leichtes, sportliches E-Bike mit Riemenantrieb suchen und mit den genannten Schwächen leben können.

19-kg-Alleskönner

Engwe N1 Pro

City-E-Bike Engwe N1 Pro im Test: Carbon, Mittelmotor mit 80 Nm & GPS

19 kg dank Carbon-Rahmen, Mittelmotor mit 80 Nm, GPS-Tracking und 4G, Fernlicht sowie Alarmanlage: Das Engwe N1 Pro sieht schick aus und kann viel.

VORTEILE
  • 19 kg dank Carbon-Rahmen
  • starker Mittelmotor mit Drehmomentsensor
  • autom. Sperre, Alarmanlage, eSIM, GPS-Ortung
  • schickes Design
NACHTEILE
  • Einheitsgröße nichts für große Fahrer
  • teuer
  • einige Komponenten nicht für deutschen Straßenverkehr

19 kg dank Carbon-Rahmen, Mittelmotor mit 80 Nm, GPS-Tracking und 4G, Fernlicht sowie Alarmanlage: Das Engwe N1 Pro sieht schick aus und kann viel.

Das Engwe N1 Pro (ehemals Engwe Mapfour N1 Pro) für 2099 Euro (Code: DeliaKOL50OFF) zielt auf den Alltag in der Stadt und setzt dafür auf Highend durch Leichtbau und Hightech. Der Carbon-Rahmen reduziert Gewicht, der 250-Watt-Mittelmotor mit Drehmomentsensor soll die Unterstützung natürlicher dosieren als bei früheren Engwe-Modellen mit Heckmotor. Mit satten 80 Nm ist er zudem stärker und beschleunigt das Bike schneller. Im Rahmen steckt ein eSIM-Modul samt GPS-Ortung, Alarm und Achs-Sperre.

Navigation und Fahrdaten werden auf dem zentralen Farbdisplay angezeigt, das fest in den Lenkkopf integriert ist. Der Akku mit 360 Wattstunden lädt laut in unter zwei Stunden und soll für ordentliche 100 km Reichweite gut sein. Sieben Gänge und hydraulische Scheibenbremsen sind in der Preisklasse des N1 Pro hingegen eher Minimum. Klingt trotzdem grundsätzlich nicht verkehrt, aber wie ist das Bike im Alltag wirklich? Wir haben es getestet.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Die Montage des Engwe N1 Pro dauert keine halbe Stunde. Vorderrad einhängen, Lenker ausrichten, vorderes Schutzblech montieren, außerdem Pedale und Ständer montiert – fertig. Käufer sollten alle erkennbaren Schrauben vor Fahrtbeginn überprüfen und dabei ggf. die daneben aufgedruckten Drehmoment-Angaben befolgen. Der Aufbau ist so auch für Laien machbar.

Der Rahmen besteht laut Hersteller aus Carbonfaser, ausgeführt als einteiliges Monocoque mit intern verlegten Zügen und Kabeln. Das wirkt sehr aufgeräumt, auch wenn bei unserem Testgerät Bremsleitungen vor dem im Lenkkopf integrierten Vorderlicht hängen. Das ebenfalls in den Lenkkopf eingebaute Farbdisplay passt zum schnörkellosen Design und lässt das N1 Pro beinahe futuristisch wirken. Der Look ist kantig und modern, vor allem der Wegfall des Sitzrohres unterhalb des Sattels ist außergewöhnlich. Die Gabel ist ebenfalls aus Carbon, was die Front leichter und theoretisch auch stabiler macht sowie Vibrationen dämpft.

Engwe positioniert das N1 Pro als Stadt- und Pendlerrad, nicht als Geländespezialist. Entsprechend sind die Reifen schmaler gewählt und eine Federung vorn oder für den Rahmen fehlen. Im Paket sind 700C-Laufräder (Felgendurchmesser 622 mm, insgesamt etwa 28 Zoll) mit etwa 42 Millimeter Breite. Stabile Schutzbleche aus Metall sind ebenfalls dabei, ein Seitenständer auch. Einen Gepäckträger gibt es ab Werk nicht, wer Lasten transportieren will, muss ihn als Zubehör für rund 50 Euro einplanen. Die Schrauben dafür sind bereits im Rahmen des Bikes vorhanden.

Die Bremsanlage arbeitet hydraulisch im Verbund mit 160-Millimeter-Scheiben. Für den Stadtverkehr ist das absolut ausreichend und für mehr ist das Bike auch nicht gedacht. Die Schaltung kommt mit sieben Gängen von Shimano – die verwendete Tourney-Klasse ist im Einsteiger-Segment angesiedelt und passt zum Einsatzzweck als Citybike, aber eigentlich nicht zur Preisklasse des N1 Pro. Denn sie ist zwar einfach, robust und wartungsarm, bietet aber weniger Spreizung als eine Schaltung mit mehr Gängen und ist weniger stabil als teurere Modelle. Noch wartungsärmer wäre ein Riemenantrieb. Das Gesamtgewicht liegt bei etwa 19 kg, was für ein City-E-Bike mit Mittelmotor erfreulich wenig ist.

Die Verarbeitungsqualität geht insgesamt absolut in Ordnung und liegt über den früheren Engwe-Modellen. Grate oder unschönes Finish gibt es nicht, gerade letzteres fällt mit seinem matten Perlglanz sehr hochwertig aus. Während der Carbon-Rahmen das Gewicht des Bikes senkt, wirkt er sich an anderer Stelle negativ aus: Carbon ist insgesamt zwar stabiler als herkömmliche Stahl- oder Alurahmen, je nach Verarbeitungsqualität theoretisch aber auch brüchiger. Aus diesem Grund gibt es an mehreren Schrauben Drehmoment-Angaben auf den Rahmen gedruckt, mit denen Schrauben maximal angezogen werden dürfen. Diese Angaben sollten zwingend eingehalten werden. Außerdem gilt: Schon bei leichten Beschädigungen, die bei Alu oder Stahl nur eine hässliche Beule oder einen unschönen Kratzer hinterlassen würden, kann ein Carbon-Rahmen unbrauchbar sein, da die Stabilität betroffen ist. Hier helfen dann bisweilen nur aufwändige Kontrollen und Reparaturen durch Fachwerkstätten oder der Tausch des Rahmens.

Die Geometrie des Engwe N1 Pro ist sportlich, das Oberrohr fällt nur leicht ab. In der Praxis führt das zu einer eher nach vorn orientierten Haltung. Außerdem gibt es nur eine Rahmengröße und die richtet sich eher an mittelgroße Fahrer.

Lenker & Display

Engwe verwendet einen geraden Flatbar-Lenker mit integriertem Vorderlicht, eingelassenen RGB-LED-Streifen und eingepasstem Display. Durch die Integration und entsprechend unnötige Anbauten wirkt das Bike schnörkellos und modern, allerdings ist eine Verstellmöglichkeit für Winkel oder Höhe nicht gegeben. Der Lenker ist breit, die verwendeten Griffe durch Form und Material ausreichend bequem und griffig. Die Bedieneinheit liegt links am Lenker. Tasten mit klar spürbarem Druckpunkt wechseln die Unterstützungsstufe oder aktivieren das Bike. Langer Druck schaltet zudem das Licht ein und ein kurzer Druck auf den Power-Schalter wechselt dann zum Fernlicht. Die Bedienung gelingt auch mit Handschuhen. Eine klassische Klingel ist montiert und gut erreichbar, zusätzlich verfügt das Bike über eine elektronische Hupe. Nutzen sollte man die in Deutschland nicht. Eine motorische Schiebehilfe unterstützt beim Rangieren. Dazu muss der Minus-Knopf gedrückt gehalten werden.

Engwe Mapfour N1 Pro

Vorn in der Lenkstange installiert Engwe zwei RGB-Lichtbänder links und rechts des Frontlichts. Sie dienen als Zierelement und können über die App konfiguriert werden. Dort sind sie ab Werk abgeschaltet. Sonderlich hell sind sie auch in Aktion nicht, im Sonnenlicht sind sie schon kaum mehr erkennbar – gut so, denn im deutschen Straßenverkehr sind solche Zusatzbeleuchtungen ohnehin verboten. Nachts bieten sie eine auffällige Lichtshow mit dauerhaft leuchtenden, pulsierenden oder laufenden Lichtern in allen Regenbogenfarben.

Das Display sitzt mittig im Lenkkopf, direkt über dem Vorbau. Es zeigt Geschwindigkeit, Unterstützungsstufe, Akkustand, Distanzangaben, aktiviertes Licht und Fehlermeldungen. Außerdem werden hier Navigationshinweise in Form von Richtungspfeilen und Entfernungsangaben bis zum Abbiegen angezeigt, sofern zur Navigation die Engwe-App verwendet wird. Die Ablesbarkeit ist gut, bei direkter Sonne erschweren allerdings Spiegelungen die Ablesbarkeit leicht. Die Menüstruktur ist einfach und übersichtlich: kurze Klicks für Stufenwechsel, längere Drucks für Zusatzfunktionen wie Licht.

Engwe Mapfour N1 Pro

Die vordere Beleuchtung ist ebenfalls fest in den Lenker integriert. Praktisch: Sie verfügt über eine Fernlicht-Funktion, die die Leuchtweite spürbar vergrößert. Etwas unpraktisch ist dabei insgesamt allerdings, dass ein Teil der wenigen Kabel bei unserem Testmodell direkt vor dem Vorderlicht hängt. Das scheint bei späteren Bikes behoben worden zu sein, unser Testgerät ist ein sehr frühes Modell. Die Ausleuchtung des Vorderlichts ist sowohl in Bezug auf Helligkeit, aber auch Reichweite und Leuchtbreite hervorragend. Apropos Licht: Eine Bremslicht-Funktion gibt es nicht und die hintere Leuchte wird nicht vom Akku des Bikes mit Strom versorgt, sondern mittels kleiner Solarzellen. Sie schaltet sich bei Bewegung und Dunkelheit automatisch ein. Eine K-Nummer, die eine Genehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt darstellt, ist bei keiner der Lampen zu finden – entsprechend ist das N1 Pro eigentlich nicht für den deutschen Straßenverkehr zugelassen, auch wenn der Hersteller von „TÜV-certified“ und CE-Kennzeichnung spricht.

App

Die App ist Kernbestandteil des Engwe N1 Pro. Sie ist für Android und iOS kostenlos verfügbar und benötigt nur eine E-Mail-Adresse zur Registrierung. Manche Features lassen sich nur bei bestehender Bluetooth-Verbindung nutzen, wichtige Dinge wie die Verriegelung des Rades, Aktivieren des Alarms und die Darstellung der Position des Bikes auf einer Karte benötigen hingegen nur eine 4G-Verbindung. Dafür verfügt das N1 Pro über einen weiteren kleinen Akku samt GPS-Modul zur Standort-Übermittlung, ein 4G-Modul sowie Bewegungssensoren. Einschränkung: Laut Engwe ist die 4G-Konnektivität ein Jahr kostenfrei, danach fällt eine Jahresgebühr von 40 Euro an. In der App kann die 4G-Konnektivität verlängert werden.

Wird das Rad bewegt, meldet die App die Aktivität und auf Wunsch wird eine Alarmfunktion aktiviert. Die dann losheulende Sirene ist zwar nicht laut genug, um einen potenziellen Dieb allein durch den Schallpegel in die Flucht zu schlagen, reicht aber, um die Aufmerksamkeit Umstehender auf sich zu lenken. Die meisten Gelegenheits-Langfinger dürften daraufhin die Flucht ergreifen. Wegtragen kann man das N1 Pro natürlich trotzdem, denn die eingebaute „Feststellbremse“ blockiert beim Ausschalten lediglich die hintere Achse. Wer sichergehen will, muss das Bike also trotzdem irgendwo per Ketten- oder Bügelschloss anschließen. Um eben beim Bäcker reinzuspringen, reicht die integrierte Absicherung aber aus. Die Achsensperrung erfolgt nach kurzer Zeit automatisch bei Stillstand, sobald der Motor abgeschaltet ist und das Rad sich nicht bewegt. Das Schloss soll eigentlich auch automatisch aufsperren, wenn sich der Nutzer mit dem verbundenen Smartphone nähert. Das klappte im Test nicht immer direkt, ebenso wie das Entsperren per NFC.

Weitere Features der App: Routenaufzeichnung und einige Basis-Fitnesswerte wie gefahrene Strecke und die Trittfrequenz werden angezeigt. Klasse: Die Turn-by-Turn-Navigation wird auf dem Lenkerdisplay dargestellt – samt Abbiegepfeilen und metergenauer Entfernungsangabe bis zum Abbiegen. Ansonsten sieht man in der App typische Angaben wie den Akkustand, kann Tourenvorschläge entdecken und Firmware-Updates aufspielen.

Fahren

Im Tretlager des Engwe N1 Pro sitzt ein 250-Watt-Mittelmotor von Ananda, das entspricht der deutschen Straßenverkehrsordnung. Genannt wird ein Drehmoment von bis zu 80 Newtonmeter. Der Antrieb arbeitet mit Drehmomentsensor, entsprechend fühlt sich die Unterstützung natürlich und direkt an. Gut für Sportler, schlecht für Bewegungsmuffel: Im Gegensatz zu anderen Modellen mit Pedalsensor reicht die bloße Drehbewegung der Pedalerie nicht aus, um den Motor zur Mitarbeit zu bewegen. Der Drehmomentsensor misst die Kraft, mit der der Fahrer antritt und dosiert den Motor entsprechend. Es wird also immer etwas echte Muskelkraft benötigt – wenn auch viel weniger als ohne Motor.

Beim Anfahren setzt die Leistung weich ein, wer mehr in die Pedale tritt, wird mit mehr Unterstützung belohnt – bis 25 km/h. Hier wird – ebenfalls passend für den deutschen Straßenverkehr – sanft abgeriegelt. Das Halten der maximal unterstützten Geschwindigkeit ist kein Problem, ständiges Pendeln um 25 km/h wie bei manch anderem Bike gibt es hier nicht. Im Stadtverkehr fährt es harmonisch und gut dosierbar. Dabei ist die Geräuschkulisse dezent, erst unter hoher Last nimmt das leise Surren etwas zu, bleibt aber unauffällig.

Engwe Mapfour N1 Pro

Bei Anstiegen punktet das Bike dank des kräftigen Motors. Die Kombination aus Mittelmotor und Schaltung erlaubt es dem Nutzer, auch steile Abschnitte mit wenig eigener Kraft zu bewältigen. So bleibt die Trittfrequenz im optimalen Bereich. Die sieben Ritzel begrenzen zwar die Gangspreizung, reichen in der Ebene und bei leichten Steigungen aber aus, um bequem die 25 km/h zu halten. Wer häufig Steigungen zu überwinden hat, würde von einer größeren Bandbreite profitieren. Gleiches gilt, wenn man über die Motorunterstützung hinaus schneller fahren möchte. Das artet beim N1 Pro schnell in wildes Gestrampel aus.

Im Fahrbetrieb überzeugt das Bike dank der großen Räder mit guter Laufruhe. Bordsteinkanten und Fugen filtert es zwar nicht ganz so effektiv wie ein E-Fatbike (Bestenliste) mit dicken Reifen, dennoch bleibt das Fahrgefühl ausreichend bequem. Die ab Werk installierten Chaoyang-Reifen bieten in Kurven ausreichenden Grip auf Asphalt. Wer wie wir im Test einen verminderten Luftdruck von rund 1,8 bar statt der empfohlenen 3,5 bis 4 bar fährt, spürt einen deutlichen Fahrkomfort-Gewinn. Im Gegenzug wächst dabei das generell etwas zu weiche Gefühl des Vorderbaus am Engwe N1 Pro – der Bereich um die Vordergabel wirkt immer einen Tick zu gummiartig. Andere Bikes vermitteln auf holpriger Bahn ein stabileres Fahrgefühl, wirklich schlimm ist das beim N1 Pro aber nicht. In der Stadt mit befestigten Wegen dürfte das den meisten Fahrern gar nicht negativ auffallen – und dafür ist das N1 Pro schließlich auch gemacht. Der Sattel sieht nicht nur schick aus, sondern ist auf kürzeren Strecken auch ausreichend bequem. Wer für längere Touren noch mehr Komfort sucht, sollte über einen anderen Sattel und eventuell eine gefederte Sattelstütze nachdenken.

Engwe Mapfour N1 Pro

Die Bremsleistung ist voll in Ordnung. Die Bremsklötze packen auf den 160-Millimeter-Scheiben gut dosierbar zu, der Druckpunkt der nicht näher benannten Bremse ist dabei klar definiert. Bei Nässe steigt der Kraftaufwand nur leicht. Die Sitzposition ist sportlich, das macht in der Stadt Spaß, kann auf längeren Etappen aber Druck auf Hände und Verspannung im Nacken erzeugen und unbequem werden. Die Einheitsgröße des Rahmens sowie fehlende Anpassungsmöglichkeiten beim Lenker limitieren zudem eine ordentliche Abstimmung auf den Fahrer. Angaben zur empfohlenen Fahrergröße macht der Hersteller leider nicht, wir würden aber eher Fahrer bis 1,75 m empfehlen. Darüber wird es bei längeren Fahrten schnell unbequem. Interessenten sollten nach Möglichkeit vor dem Kauf prüfen, ob das Bike für sie geeignet ist – was bei einem Direktvertrieb wie bei Engwe äußerst schwierig ist.

Akku

Der 36-V-Akku des Engwe N1 Pro wird in das Unterrohr eingelegt, er kann, muss aber zum Laden nicht entnommen werden. Angaben zur genauen Zellchemie liegen nicht vor. Die Kapazität liegt bei 10 Ah, der Kraftspender kommt so auf 360 Wh. Der Hersteller kommuniziert Ladezeiten um 1,5 bis 2,0 Stunden, im Test erreichten wir knapp 2 Stunden. Deutlich unter der Herstellerangabe liegt die im Alltag erzielbare Reichweite des N1 Pro. Engwe spricht hier von bis zu 100 Km und bezieht sich dabei wie immer auf optimale Bedingungen mit leichtem Fahrer, sehr gutem, ebenem Untergrund, keinem Gegenwind etc. – Laborwerte eben.

Im Alltag liegt die tatsächliche Reichweite deutlich darunter. Auf maximaler Unterstützungsstufe, einem Fahrer jenseits der 90 kg und wechselnden Untergründen sowie typisch norddeutschem Wetter mitsamt seinen Wind-, Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen schaffte der Akku auf einer längeren Tour trotzdem rund 60 km. Wer viel Stadtverkehr mit Stop-and-Go hat, dürfte noch einmal deutlich darunterbleiben.

Positiv: Das System senkt die Leistung bei sehr niedrigem Ladestand sanft ab, statt abrupt abzuschalten. Der Akku verfügt laut Hersteller über ein Batteriemanagement (BMS) mit Schutzfunktionen gegen Über- und Tiefentladung sowie Temperaturüberwachung.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland liegt bei 2.199 Euro mit dem Code DeliaKOL50OFF sinkt der Preis auf 2099 Euro.

Fazit

Das Engwe N1 Pro ist ein ambitioniertes Stadtrad mit selbstbewusstem Preis. Der Carbon-Rahmen drückt das Gewicht, der Mittelmotor fährt sich kraftvoll, harmonisch und leise. Die App-Funktionen mit eSIM- und GPS-Ortung, automatischer Sperre und Alarmfunktion erhöhen die Alltagssicherheit und sind hilfreiche Extras. Das Ambiente-Licht im Lenker ist im Straßenverkehr nicht nur verboten, sondern auch eher eine Spielerei. Positiv ist hingegen die Bremsanlage. Sie ist fein dosierbar und für die Stadt ordentlich dimensioniert. Die Verarbeitung des Bikes ist ebenfalls solide, allerdings sollten Interessenten im Hinterkopf behalten, dass sich bei einem Carbon-Bike schon leichte Beschädigungen fatal auf die Stabilität des Bikes auswirken können.

In der Summe ergibt das ein modernes Pendelrad mit viel Technik. Grenzen zeigen sich bei Ergonomie und Reichweite. Die Einheitsgröße des Rahmens sowie fehlende Einstellungsmöglichkeiten am Lenker erschweren die Anpassung an den Fahrer. Wir sehen daher auf dem N1 Pro keine Fahrer über etwa 1,75 m Körpergröße, denn dann wird das Bike schnell unbequem. Der 360-Wh-Akku ist zwar für tägliche Kurzstrecken ausreichend, fordert bei längeren Touren aber Planung mit Ladestopps oder verhindert sie ganz. Licht und Schatten außerdem bei der Beleuchtung: Das Vorderlicht sorgt nachts zwar für perfekte Ausleuchtung samt Fernlicht-Funktion, aber sowohl vorn als auch beim Solar-Licht hinten fehlen K-Nummern – das N1 Pro ist damit streng genommen nicht für den deutschen Straßenverkehr zugelassen.

Preis-Leistungs-Sieger

Fiido C21

Fiido C21: Das beste sehr günstige China-E-Bike aus unseren Tests

Mittlerweile haben wir fast 40 E-Bikes aus China getestet. Das nur noch 999 Euro teure Fiido C21 gefällt uns am besten. Warum das so ist, zeigen wir im Test.

VORTEILE
  • perfektes Fahrverhalten dank natürlicher Motorunterstützung
  • unter 18 Kilogramm
  • ansprechende, minimalistische Optik
  • hydraulische Scheibenbremsen
NACHTEILE
  • kleiner Akku, nicht entnehmbar
  • Geschwindigkeit einfach auf 32 km/h umzustellen

Mittlerweile haben wir fast 40 E-Bikes aus China getestet. Das nur noch 999 Euro teure Fiido C21 gefällt uns am besten. Warum das so ist, zeigen wir im Test.

Fiido war der erste chinesische Hersteller, dessen E-Bike wir Mitte 2020 testeten. Das Fiido M1 (Testbericht) überzeugte uns damals dank seiner martialischen Optik, dem großen Akku, der guten Federung und vor allem wegen seines reizvollen Preis-Leistungs-Verhältnisses. In der Zwischenzeit kamen viele weitere Fiido-E-Bikes (Themenseite) dazu. Aber auch andere Hersteller aus China beweisen, dass sie gute E-Bikes für den europäischen Markt haben. Hier geht’s zur E-Bike-Übersichtsseite.

Das Fiido C21 zeigt sofort, dass es sich hier um ein besonderes E-Bike handelt. Es kostet direkt bei Fiido derzeit nur 999 Euro. Zum Testzeitpunkt im Juni 2023 wollte der Hersteller noch 1600 Euro für das E-Bike. Als fast baugleiches C22 kommt es sogar in einer Tiefeinsteigervariante mit abgesenkter Rahmenstange zum leichteren Auf- und Absteigen. Wir schauen uns das Fiido C21 im Test ganz genau an.

Aufbau & Optik

Das Fiido C21 kommt wie üblich teilmontiert in einem großen Karton. Auffällig: Fiido verzichtet bei der Verpackung im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen E-Bike-Herstellern überwiegend auf Kunststoff, Styropor und Folien. Das Zubehör sitzt übersichtlich sortiert in einem beiliegenden Karton. Für das Montieren von Vorderrad, Lenker, Display, Frontlicht und Pedale benötigen wir etwa 45 Minuten. Dem Lieferumfang liegen außerdem Schutzbleche und ein Hecklicht bei. Optional können Käufer auch einen zusätzlichen Gepäckträger im Fiido-Shop ordern.

Die Optik des Fiido C21 spricht uns voll an. Das mattgraue E-Bike ist schlank und minimalistisch. Der Rahmen ist schmal und die Geometrie sportlich. Weder vom Heckmotor noch vom Akku ist besonders viel zu sehen. Die Logos sind dezent platziert und das Display geschickt integriert. Die fast einzige Farbe geht von den großen 29-Zoll-Reifen aus, die seitlich einen hellbraunen Streifen tragen. Das Design wirkt durchdacht und wie aus einem Guss – abgesehen von der silbernen Klingel, die etwas plump auf dem Lenker sitzt.

Ausstattung

Fiido spricht beim C21 von einem E-Gravelbike. Für ein Gravelbike spricht der tief sitzende Lenker, das verhältnismäßig leichte Gewicht von unter 18 Kilogramm und die fehlende Federgabel. Für uns ist das C21 aber eher ein E-Citybike. Um als E-Gravelbike durchzugehen, fehlen ihm Befestigungsmöglichkeiten für Zubehör am Rahmen und der für Gravelbikes typische, gebogenen Lenker.

Am Lenker selbst sitzt neben der Klingel, der Gangschaltung und den Bremsen mittig das Display. Es ist farbig und auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar – außer man trägt eine polarisierende Sonnenbrille. Es zeigt in großen Lettern die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe und die Akkukapazität in fünf Balken.

Unterhalb des Displays sitzen vier Tasten. Mit ihnen schaltet der Fahrer unter anderem auf Wunsch in einen anderen Anzeigenmodus, der die gefahrenen Kilometer, die Maximalgeschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die gefahrene Zeit anzeigt. Außerdem spendiert Fiido dem C21 eine weitere Steuereinheit auf der linken Seite des Lenkers, damit der Fahrer die Unterstützungsstufe regulieren kann, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen.

Das Frontlicht sitzt mittig vor dem Lenker. Es ist ausreichend hell und in der Höhe variabel. Fiido legt dem C21 ein Rücklicht zur Montage am Rahmen bei. Es hängt nicht am Stromkreislauf, muss also zusätzlich ein- und ausgeschaltet werden. Geladen wird es über USB-C.

Fahren

Das Fiido C21 gibt es in drei Rahmengrößen. Wir sind 186 Zentimeter groß und fahren den größten Rahmen. Gefühlt sollte er auch für 2-Meter-Personen gut passen. Die Reifen haben ein tiefes Profil. Das wirklich Besondere am Fiido C21 ist sein hervorragendes Fahrverhalten. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen China-E-Bikes mit Heckmotor nutzt das Fiido C21 einen Drehmoment-Sensor. Der macht sich auch sofort bemerkbar. Während andere mindestens eine halbe Pedalumdrehung benötigen, bis der Motor mit voller Kraft mitzieht, aktiviert ihn beim C21 bereits ein sanfter Pedaltritt. Genauso schnell schaltet er sich auch wieder ab, wenn wir nicht mehr in die Pedale treten. So muss das sein! Tatsächlich fühlt sich der Heckmotor des C21 ähnlich natürlich an wie sonst nur ein Mittelmotor (Ratgeber).

Zum tollen Fahrgefühl trägt auch bei, dass die Unterstützungsstufen nicht wie sonst bei billigen E-Bikes üblich nur die maximal unterstützte Endgeschwindigkeit begrenzen. Das C21 fährt immer bis 25 Kilometer pro Stunde, die Unterstützungsstufe regelt lediglich die Kraft des Motors.

Allerdings hat das C21 eine vergleichbare Problematik wie damals die E-Bikes von Vanmoof. Mit einem einfachen Tastendruck hebt der Fahrer die maximale Endgeschwindigkeit auf 32 Kilometer pro Stunde an. Das ist in Deutschland so nicht erlaubt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, warum sich das Fiido C21 so gut fährt, ist sein geringes Eigengewicht von unter 18 Kilogramm. So ist es hier kein Problem, die vom Motor unterstützten 25 Kilometer pro Stunde mit reiner Muskelkraft auf 30 Kilometer pro Stunde oder mehr auszubauen. Das wäre etwa bei E-Fatbike Himiway Cruiser Step-Thru (Testbericht) nur schwer unmöglich. Außerdem nett: Der Motor surrt nur leise vor sich hin und ist für andere kaum zu hören.

Das Fiido C21 hat eine 9-Gangschaltung von L-Twoo. In unserem Fall benötigte sie etwas Feintuning. Ihr niedrigster Gang geht weit genug nach unten, um bequem anfahren zu können oder auch moderate Berge zu erklimmen. Der höchste Gang erlaubt entspanntes Pedalieren bei 25 Kilometer pro Stunde. Mit ihm ist es aber auch möglich, per Muskelkraft 35 Kilometer pro Stunde zu erreichen. Wir empfehlen dringend das Tragen eines Helmes (Ratgeber).

Statt den sonst bei den meisten chinesischen E-Bikes üblichen mechanischen Scheibenbremsen baut Fiido beim C21 hydraulische Scheibenbremsen von Tektro ein, die beim Bremsen beherzt zugreifen.

Akku

Die vielleicht größte Schwachstelle des C21 ist sein Akku. Dieser ist zwar kaum zu sehen und perfekt in den Rahmen integriert, kann aber nicht zum Laden entnommen werden. Außerdem ist er mit gerade einmal 209 Wattstunden nicht gerade groß. Fiido spricht dennoch von einer maximalen Reichweite von 80 Kilometern. Wir wissen nicht, unter welchen offensichtlich perfekten Bedingungen dieser Wert ermittelt wurde. Denn in unserem Test ist die tatsächliche Reichweite auf mittlerer Unterstützungsstufe, einem Fahrer mit einem Gewicht von 75 Kilogramm und viel Stopp-&-Go deutlich geringer. Wir kommen eher auf 25 Kilometer. Die tatsächliche Reichweite kann jedoch je nach Fahrerverhalten stark variieren.

Preis

Das Fiido C21 ist aktuell ausschließlich im Fiido-Shop erhältlich. Es kostet unabhängig von der Rahmengröße 999 Euro. Auch die Tiefeinsteigervariante C22 kostet 899 Euro. Sie ist in weiten Teilen baugleich zum C22. Zum Testzeitpunkt wollte Fido noch 1600 Euro. Hier im Preisvergleich zeigen wir die günstigsten E-Gravebikes und E-Rennräder anderer Hersteller.

Fazit

Das Fiido C21 ist das beste günstige China-E-Bike aus unseren Tests. Mit seinem Preis von 999 Euro bietet es ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders beeindruckend ist seine natürliche Motorunterstützung dank des Drehmomentsensors, das Fahrverhalten, die leichte Bauweise und die ansprechende Optik. Auch die umweltfreundliche Verpackung und die gute Ausstattung, einschließlich einer hydraulischen Scheibenbremse und einem gut ablesbaren Display, machen das Fiido C21 zu einer guten Wahl.

Allerdings gibt es auch Nachteile. So ist der eingebaute Akku mit 209 Wattstunden eher klein und nicht entnehmbar, was die Reichweite und Flexibilität des Fahrrads begrenzt. Trotz der vom Hersteller angegebenen maximalen Reichweite von 80 Kilometern, erreichen wir in unserem Test unter realistischen Bedingungen nur etwa 25 Kilometer.

Trotzdem ist das Fiido C21 ein bemerkenswertes E-Bike und die beste Wahl unter den von uns getesteten chinesischen Modellen. Für den Preis von 899 Euro erhalten Käufer ein verhältnismäßig hochwertiges, gut ausgestattetes und angenehm zu fahrendes E-Bike.

E-Bike Urtopia Carbon 1 Pro im Test: Sehr leicht und richtig gut mit GPS & eSIM

Das Urtopia Carbon 1 Pro ist die konsequente Weiterentwicklung des bereits sehr guten Carbon 1. Es fährt sich noch besser und bietet viele smarte Funktionen wie GPS-Diebstahlschutz mit eSIM und eine App-Anbindung. Im Test quatscht uns das Carbon 1 Pro jedoch zunächst voll.

VORTEILE
  • leicht mit tollem Karbon-Design
  • viele Features wie GPS, eSIM, Fingerabdrucksensor
  • gutes Fahrgefühl
NACHTEILE
  • hoher Preis
  • Software nicht immer perfekt

Das Urtopia Carbon 1 Pro ist die konsequente Weiterentwicklung des bereits sehr guten Carbon 1. Es fährt sich noch besser und bietet viele smarte Funktionen wie GPS-Diebstahlschutz mit eSIM und eine App-Anbindung. Im Test quatscht uns das Carbon 1 Pro jedoch zunächst voll.

Das Urtopia Carbon 1 Pro baut auf dem Vorgängermodell Urtopia Carbon 1 (Testbericht) auf. Dieses konnte im Test bereits mit seinem leichten Carbonrahmen, smarten Features und angenehmen Fahrgefühl überzeugen. Nun hat Urtopia nachgelegt und präsentiert mit dem Carbon 1 Pro eine Weiterentwicklung, die an vielen Stellen optimiert wurde.

Das beginnt schon bei der Verpackung, die weitgehend auf Kunststoff verzichtet und stattdessen umweltfreundlich auf Papier und Pappe setzt. Optisch bleibt sich das Carbon 1 Pro treu – der leichte und formschöne Carbonrahmen ist geblieben, ebenso die elegante Linienführung. Neu ist dagegen die Farbgebung: War das Carbon 1 noch in mehreren Farben erhältlich, gibt es das Pro-Modell nur noch in mattem Schwarz.

Aber Urtopia hat auch an der Ausstattung gefeilt. So verfügt das Carbon 1 Pro jetzt über einen Standardlenker, der sich dank Abstandshaltern in der Höhe verstellen lässt. Auch die Schaltung wurde auf ein 10-Gang-System von Shimano aufgerüstet. Geblieben ist das große LED-Matrix-Display in der Lenkermitte, das neben Fahrdaten auch Navigation bietet.

Dank integrierter eSIM und GPS-Modul ist das Carbon 1 Pro ständig online und lässt sich per App nicht nur orten, sondern auch gegen Diebstahl sichern. Wird das Bike unbefugt bewegt, schlägt es Alarm. Die Konnektivität erlaubt außerdem Over-the-Air-Updates für die Bordelektronik. Zudem muss das E-Bike zunächst jede Aktion lautstark verbal kommentieren.

Im Praxistest muss das smarte Pedelec nun zeigen, was es kann. Wir waren mit dem Carbon 1 Pro mehrere Wochen im Stadtverkehr und auf Touren unterwegs und haben es auf Herz und Nieren geprüft.

Noch mehr richtig gute Fahrräder für die Stadt zeigen wir in unserer Bestenliste Top 10: Das beste City-E-Bike – Pedelecs für die Stadt bis 1500 €. Die leichtesten elektrischen Fahrräder sammeln wir hier: Top 8: Die besten leichten E-Bikes im Test – Testsieger ab 660 Euro.

Highlights am Urtopia Carbon 1 Pro

  • leichter und stabiler Carbonrahmen
  • schicke Optik, gute Verarbeitung
  • komfortable Ausstattung mit 10-Gang-Schaltung und hydraulischen Scheibenbremsen
  • großes LED-Matrix-Display mit vielen Funktionen
  • integrierte eSIM und GPS für Konnektivität und Diebstahlschutz
  • per App steuerbar, Over-the-Air-Updates möglich
  • starker Heckmotor mit natürlichem Ansprechverhalten
  • angenehmes und agiles Fahrgefühl
  • hochwertige Komponenten von Markenherstellern
  • trotz Carbonrahmen verhältnismäßig erschwinglich
  • 2499 Euro

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Urtopia Carbon 1 Pro gestaltet sich etwas umfangreicher als bei vielen anderen online gekauften E-Bikes. Lenker, Display, Schutzblech, Vorderrad und Pedale wollen montiert werden. Die beiliegende Anleitung ist aber gut verständlich und auch versierte Schrauber sollten in etwa einer Stunde mit dem Zusammenbau durch sein. In unserem Fall ist die Markierung für die Gabelausrichtung falsch angebracht. Hier muss man beim Einbau aufpassen.

Optisch orientiert sich das Carbon 1 Pro stark am Vorgänger. Der formschöne Monocoque-Carbonrahmen mit seinem markanten Knick am Oberrohr ist geblieben – allerdings nur noch in Schwarz erhältlich. Aber das passt gut zum technoiden Charakter des Bikes. Elegant ist auch das Kabelmanagement gelöst, die Züge verschwinden unsichtbar im Rahmen. Die Schutzbleche schmiegen sich eng an die Reifen und fallen kaum auf.

Der Aufkleber steht auf dem Kopf und zeigt in die falsche Richtung. Hier muss der Käufer beim Aufbau des Urtopia Carbon 1 Pro aufpassen.

Bezüglich Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Nähte und Lackierung sind tadellos, alle Anbauteile sitzen passgenau. Der edle Carbonrahmen ist ein echter Hingucker und auf dem Niveau von deutlich teureren Rädern. Dank umfangreichem Zubehörangebot kann das Carbon 1 Pro aufgerüstet werden – von einem stabilen Gepäckträger über einen Flaschenhalter hin zu Packtaschen ist alles dabei. Sogar ein Fahrradständer liegt dieses Mal bei.

Lenker & Display

Während das Vorgängermodell noch mit einem speziellen Frontgepäckträger und integrierten Griffen aufwartete, setzt Urtopia beim Carbon 1 Pro auf einen konventionellen Lenker. Das hat den Vorteil, dass er sich dank beiliegender Spacer in der Höhe verstellen lässt. Zudem sind bei Bedarf Standardkomponenten nachrüstbar. Die Lenkergriffe selbst sind ergonomisch geformt und auch für längere Touren bequem.

Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt der Drehgriffschalter für die 10-Gang-Schaltung Shimano Cues U6000, die präzise und leichtgängig arbeitet. Die Übersetzung passt zum Einsatzgebiet des Carbon 1 Pro, der kleinste Gang erleichtert das Anfahren, der größte ermöglicht zügiges Vorankommen auch über 25 km/h.

Das große LED-Matrix-Display in der Lenkermitte liefert alle wichtigen Informationen wie Geschwindigkeit, Unterstützungslevel und Akkustand. Es bleibt auch bei Sonne lesbar – aber nur eingeschränkt, hier haben konventionelle LC-Displays Vorteile. Dafür sieht die LED-Matrix schicker aus. Praktisch ist der Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays, mit dem sich das Rad schnell entsperren lässt. Allerdings nicht bei Regen. Sind Sensor und Finger feucht, versagt der Sensor und das Rad muss per App entsperrt werden.

Die Lichtanlage wurde beim Carbon 1 Pro straßenverkehrstauglich umgestaltet. Das Frontlicht schaltet dank Dämmerungssensor automatisch und leuchtet den Weg gut aus. Das Rücklicht wird über eine separate Batterie betrieben und lässt sich mittels Gummiband am Sattel befestigen. Schade, dass Urtopia hier nicht wie beim Carbon 1 eine Integration ins Rahmendesign gelungen ist. Immerhin ist ein optionales, verbautes Rücklicht verfügbar – dieses kostet jedoch weitere 129 Euro und ist nicht Straßen-konform.

Urtopia Carbon 1 Pro

App

Eines der Highlights des Urtopia Carbon 1 Pro ist die Konnektivität. Dank eSIM-Karte und GPS-Modul ist es ständig online und mit der Urtopia-App verbunden. Nach der Registrierung lässt sich das Rad darüber nicht nur orten, sondern auch über einen Bewegungsalarm gegen Diebstahl sichern. Auch einen virtuellen Geofence kann man einrichten. Damit erfährt man sofort, wenn sich das Carbon 1 Pro außerhalb eines bestimmten Gebiets bewegt.

Praktisch ist zudem die Möglichkeit von Over-the-Air-Updates. Auch neue Features sollen sich künftig drahtlos aufspielen lassen. Ohnehin steckt viel Technik im Urtopia: Per Sprachsteuerung kann man etwa die Unterstützungsstufen wechseln oder sich den Akkustand ansagen lassen. Auch eine Navigationsfunktion ist integriert. Sie leitet über Richtungspfeile im Display ans Ziel.

In unserem Test funktionieren die smarten Funktionen weitgehend zuverlässig. Die App-Anbindung steht stabil, die GPS-Ortung ist präzise. Lediglich die Sprachsteuerung zickt bisweilen – insbesondere bei Fahrtwind versteht sie Kommandos nicht immer. Da ist wohl noch etwas Feinschliff nötig. Die Navigationsfunktion taugt eher als Zusatzfeature – für eine zuverlässige Zielfindung empfehlen wir weiterhin ein Smartphone mit Google Maps und einer guten Halterung (Top 10: Die beste Handyhalterung für das Fahrrad – Smartphone sicher am Lenker). Auch die Sprachausgabe kann schnell nerven. Sie ist zwar gut verständlich und laut – aber eben gut verständlich und laut. Andere Verkehrsteilnehmer könnten sich davon schnell gestört fühlen. Zum Glück muss man sich jedoch nicht anschreien lassen und kann die Sprachausgabe per App deaktivieren. Hier zeigt sich, dass Urtopia zwar ein tolles E-Bike baut, in Bezug auf Software aber noch Luft nach oben ist.

Besser gelungen ist da schon die automatische Aktivitätsaufzeichnung. Dank GPS und Beschleunigungssensoren erkennt das Carbon 1 Pro zuverlässig, wann und wo man gefahren ist. Die Aufzeichnung lässt sich in der App einsehen und exportieren. Eine schöne Spielerei für Technikbegeisterte, die aber nicht zwingend nötig ist.

Fahren

Dank des leichten Carbonrahmens bringt das Urtopia nur etwas über 17 Kilogramm auf die Waage – ein hervorragender Wert für ein vollausgestattetes Urban-E-Bike. Das macht sich auch beim Fahren positiv bemerkbar, so ist das Carbon 1 Pro sehr agil und wendig. Es lässt sich spielerisch durch den Stadtverkehr manövrieren und auch enge Kurven und schnelle Richtungswechsel meistert es mit Bravour.

Möglich macht das auch die sportliche Sitzposition. Sie ist deutlich gestreckter als bei komfortorientierten City-Bikes, dennoch aber nicht unbequem. Der Carbonrahmen filtert Vibrationen etwa, auf Kopfsteinpflaster wünscht man sich jedoch etwas mehr Dämpfung – eine gefederte Sattelstütze würde hier sicher nicht schaden. Die Sitzposition lässt sich dank des höhenverstellbaren Lenkers individuell anpassen. Fahrer bis etwa 1,85 m finden auf jeden Fall eine gute Position. Wer größer ist, benötigt eine längere Sattelstütze.

Urtopia Carbon 1 Pro

Der Heckmotor leistet nominell 250 Watt und stellt ein Drehmoment von 45 Nm bereit. Beim Vorgänger waren das noch 35 Nm. Dank eines feinfühligen Drehmomentsensors spricht er spontan an und schiebt nach kurzer Verzögerung kräftig an. Ein zweiter Sensor in der Kurbel sorgt zudem für eine sehr natürliche Leistungsentfaltung. Im Zusammenspiel mit der präzisen Kraftübertragung der Kette fühlt es sich fast an, als würde man mit reiner Muskelkraft beschleunigen.

Bergauf schiebt der Motor spürbar mit, auch größere Steigungen lassen sich so mühelos bewältigen. Und das bei angenehmer Laufruhe – der Antrieb bleibt stets leise. Wem die Serienübersetzung nicht reicht, kann problemlos in die Pedale treten und deutlich über die 25 km/h Unterstützungsgrenze hinaus beschleunigen. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro packen im Bedarfsfall massiv zu und lassen sich gut dosieren.

Eine gelungene Detailverbesserung sind die breiteren Reifen. Im Vergleich zum Vorgänger bieten sie deutlich mehr Komfort und Grip.

Urtopia Carbon 1 Pro

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku von Samsung hat eine Kapazität von knapp 360 Wh. Laut Urtopia soll er im Eco-Modus für eine maximale Reichweite von bis zu 130 Kilometer reichen – allerdings nur unter idealen Bedingungen. Darunter versteht der Hersteller eine ebene Strecke, eine gleichmäßige Geschwindigkeit von 15 km/h, eine Zuladung von 60 bis 70 kg und eine Außentemperatur von ca. 25 °C.

In der Praxis kommen wir mit einer Akkuladung etwas über 35 Kilometer weit – bei einem Fahrergewicht von 80 kg, vorwiegend urbaner Strecke mit vielen Ampelstopps und Temperaturen um 25 °C. Dabei wählen wir meist die höchste Unterstützungsstufe, um zügig voranzukommen. Ein respektabler Wert, der für die meisten Alltagsfahrten in der Stadt völlig ausreicht.

Geladen wird das Carbon 1 Pro innerhalb von 2,5 h über das mitgelieferte Netzteil. Dazu lässt sich der Akku dank Schloss einfach entnehmen. So kann man den Akku bequem in der Wohnung laden, während das Rad im Keller oder der Garage parkt. Über den Ladezustand informiert sowohl das Display als auch eine LED-Anzeige am Akku selbst.

Preis

Mit 2499 Euro ist das Urtopia Carbon 1 Pro kein Schnäppchen. Dafür bekommt man aber auch ein High-End-Pedelec, das sich weder technisch noch optisch verstecken muss. Der edle Carbonrahmen, die hochwertigen Komponenten und die umfangreiche Ausstattung rechtfertigen den stolzen Preis. Hinzu kommt die smarte Elektronik, die intuitive App-Anbindung und der effektive GPS-Diebstahlschutz. Das findet man in dieser Vollständigkeit bei kaum einem anderen Hersteller.

Dazu gewährt Urtopia 2 Jahre Garantie auf den Carbonrahmen und 1 Jahr auf Komponenten wie Akku und Display. Verschleißteile wie Reifen und Kette sind davon ausgenommen. Nachschub an Originalteilen ist online ebenfalls kein Problem, da Urtopia viele Ersatzkomponenten direkt über den Webshop anbietet.

Fazit

Das Urtopia Carbon 1 Pro ist ein rundum gelungenes Upgrade des ebenfalls sehr guten Urtopia Carbon 1 (Testbericht). Smarte Features wie automatische Beleuchtung, GPS-Tracking, eSIM und Alarmanlage wurden beibehalten. Gleichzeitig punktet die neue Version mit besserer Ergonomie, stärkerem Motor und hochwertigeren Komponenten. Trotz starrer Carbongabel bietet es guten Komfort und fährt sich mit seinem geringen Gewicht fast wie ein unmotorisiertes Rad. Der hohe Preis kann zunächst abschrecken. Wer jedoch ein smartes, leichtes und elegant designtes Smart-E-Bike sucht, liegt mit dem Carbon 1 Pro goldrichtig.

Als Alternative sind die folgenden E-Bikes einen Blick wert:

Außerdem empfehlen wir die folgenden Bestenlisten:

Smart, leicht & günstig: Carbon-E-Bike Engwe N1 Air ST mit GPS im Test

Das E-Bike Engwe N1 Air ST wiegt dank Carbonrahmen nur 16,4 kg. Für 1499 Euro bietet es GPS-Tracking und weitere smarte Features – wir machen den Test.

VORTEILE
  • geringes Gewicht von nur 16,4 kg
  • App mit GPS-Tracking
  • verstellbarer Vorbau
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • agiles, spaßiges Fahrgefühl
NACHTEILE
  • Motor nur 40 Nm
  • mechanische statt hydraulische Scheibenbremsen
  • keine Vordergabelfederung
  • kein Gepäckträger
  • Solar-Rücklicht nicht am Stromkreislauf

Das E-Bike Engwe N1 Air ST wiegt dank Carbonrahmen nur 16,4 kg. Für 1499 Euro bietet es GPS-Tracking und weitere smarte Features – wir machen den Test.

Leichte E-Bikes sind begehrt, aber meist teuer. Das Engwe N1 Air ST, ehemals Engwe Mapfour N1 Air ST, mit seinem Carbonrahmen bringt nur 16,4 kg auf die Waage und kostet trotzdem vergleichsweise günstige 1499 Euro (Rabatt-Code: influencer150off). Der Tiefeinsteiger richtet sich an urbane Pendler, die Wert auf Agilität und moderne Technik legen.

Das „ST“ steht für Step-Through und beschreibt den niedrigen Einstieg ohne Querstange. Engwe bietet parallel das fast baugleiche N1 Air ohne ST-Zusatz an, das mit Querstange sogar nur 15,6 kg wiegt. Beide Modelle setzen auf einen Carbonrahmen von Toray und moderne Ausstattung mit GPS-Tracking dank integriertem Mobilfunkmodul.

Leichter war in unseren Tests nur das Fiido Air (Testbericht) mit unter 14 kg und ebenfalls sehr konkurrenzfähigen 1499 Euro. Verglichen mit dem Ado Air 30 Ultra bietet das Engwe weniger Motor-Power, punktet aber mit deutlich geringerem Gewicht. Das Ado wiegt mit 22 kg fast sechs Kilogramm mehr. Auch der Preis-Leistungs-Kracher Touroll MA2 bringt mit 24,3 kg deutlich mehr auf die Waage. Ob das Leichtbau-Konzept aufgeht und wo Engwe bei dem attraktiven Preis Kompromisse eingehen musste, zeigt unser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Die Montage des Engwe N1 Air ST dauert etwa 45 Minuten. Vorderrad, Lenker, vorderes Schutzblech, Frontlicht, Pedale und Ständer müssen montiert werden. Wichtig: Die Metallschutzbleche sitzen nah an den Reifen, sie dürfen nicht schleifen. Nach dem Zusammenbau folgen Aufpumpen, Schrauben nachziehen und Lenkerhöhe einstellen. Der Aufbau ist auch für Laien machbar.

Der Carbonrahmen von Toray wiegt laut Engwe nur 1,28 kg und trägt zu einem puristischen, modernen Design des E-Bikes bei. Die geometrischen Linien wirken minimalistisch und schlank. Unser Testmodell in Graugrün mit dezentem weißem Engwe-Schriftzug gefällt uns gut – die Variante ohne ST wirkt allerdings noch eleganter. Alternativ gibt es das E-Bike in Anthrazit.

Die Verarbeitung überzeugt größtenteils. Kabel sind überwiegend intern verlegt, die mattschwarzen Metallschutzbleche sitzen nah am Reifen und erfüllen ihren Zweck zuverlässig. Der Kettenschutz verhindert Verschmutzung der Kleidung und das Verfangen von Röcken. Die Nutzlastkapazität liegt bei soliden 120 kg, das E-Bike ist CE-konform.

Die Kunststoffpedale wirken stabil, der ungeschützte Schaltmechanismus könnte bei Stürzen jedoch Schaden nehmen. Am Rahmen finden sich praktische Befestigungsmöglichkeiten für Trinkflasche oder Fahrradschloss. Schade: Ein Gepäckträger fehlt im Lieferumfang. Das Solar-Rücklicht hängt zudem nicht am Stromkreislauf.

Lenker & Display

Die Bedienung erfolgt über versteckte Tasten unterhalb des Displays. Fünf Unterstützungsstufen und eine Schiebehilfe stehen zur Verfügung. Die Shimano 7-Gang-Schaltung war bei unserem Testmodell von Haus aus perfekt eingestellt.

Das Farbdisplay zeigt alle wichtigen Informationen übersichtlich an. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird die Ablesbarkeit jedoch problematisch – ein typisches Problem günstiger Displays. Der Lenker lässt sich dank verstellbaren Vorbaus in der Höhe anpassen – ein Pluspunkt für verschiedene Fahrergrößen.

App

Das Verbinden der App per QR-Code-Scan funktionierte bei uns sofort und ohne Probleme – ein erfreulicher Kontrast zu anderen E-Bikes, wo die Kopplung oft frustrierend ist.

Das GPS-Tracking funktioniert zuverlässig in den meisten europäischen Ländern und ermöglicht Echtzeit-Verfolgung des E-Bikes. Geo-Fencing sendet automatisch Benachrichtigungen, wenn das Bike einen definierten Bereich verlässt. Im Test arbeiteten beide Funktionen einwandfrei.

Das integrierte Mobilfunkmodul macht das System unabhängig vom Smartphone und funktioniert auch bei ausgeschaltetem E-Bike. Das erste Jahr ist kostenfrei, danach fallen Zusatzkosten von etwa 45 Euro pro Jahr an. Die Bewegungsdetektion löst einen kurzen, aber hörbaren Signalton aus, der die meisten Gelegenheitsdiebe abschrecken dürfte.

Auf Wunsch lässt sich eine elektronische Verriegelung aktivieren, die das E-Bike automatisch entsperrt, wenn sich das gekoppelte Smartphone nähert. Im Test funktionierte das nicht immer zuverlässig. Optional bietet Engwe einen separaten Vibrationsalarm mit 120 dB für 24 Euro an – ein einfacher Bewegungssensor mit Fernbedienung, aber wirkungsvoll.

Fahren

Das Engwe N1 Air ST fährt sich erfrischend agil und macht in der Stadt richtig Spaß. Der 250-Watt-Heckmotor mit 40 Nm Drehmoment und Drehmomentsensor sorgt für natürliche Unterstützung. Das Ansprechverhalten ist gut, auch wenn es nicht an die Präzision teurerer Mittelmotoren heranreicht. Bei starken Steigungen stößt der Motor jedoch an seine Grenzen – hier hilft das geringe Gewicht und die gute Schaltung, auch mit Muskelkraft voranzukommen.

Die Ergonomie stimmt größtenteils: Der verstellbare Vorbau ermöglicht eine komfortable Sitzposition, der Sattel ist angenehm gepolstert und die Griffe bieten eine Handballenauflage. Die Geometrie eignet sich laut Engwe für Fahrer zwischen 1,55 und 1,98 Meter. Unser 186 cm großer Testfahrer fand eine gute Position, deutlich größere Personen könnten jedoch Probleme bekommen. Der Tiefeinsteiger-Rahmen erleichtert das Aufsteigen, der Einstieg ist allerdings höher als bei klassischen Hollandrädern.

Engwe Mapfour N1 Air ST

Das Fahrgefühl ist sportlich-urban. Der Carbonrahmen dämpft Vibrationen etwas ab, eine Vordergabelfederung fehlt jedoch. Das ist angesichts des Fokus auf geringes Gewicht verständlich, macht sich aber auf Kopfsteinpflaster unangenehm bemerkbar. Eine gefederte Sattelstütze wäre nachträglich empfehlenswert.

Die mechanischen Scheibenbremsen sind von Anfang an gut eingestellt und bieten ausreichende Bremskraft. Sie erreichen jedoch nicht das Niveau hydraulischer Systeme, wie sie bei anderen chinesischen E-Bikes dieser Preisklasse mittlerweile Standard sind. Hier hat Engwe gespart. Verglichen mit dem Eleglide C1 oder dem Heybike EC 1-ST fehlen hydraulische Bremsen.

Akku

Der 36V-10Ah-Samsung-Akku mit 360 Wh Kapazität lässt sich per Schloss sichern und zum Laden entnehmen. Engwe verspricht bis zu 100 km Reichweite – eine kaum zu erreichende Distanz, unter unrealistischen Idealbedingungen ermittelt. In der Praxis sind bei voller Unterstützung, Stop-&-Go-Verkehr und 85 kg Zuladung etwa 40 km realistisch. Je nach Fahrweise und Gelände kann die Reichweite stark variieren.

Das Laden geht erfreulich schnell vonstatten. Der Akku kann im Rahmen verbleiben oder zum sicheren Laden in die Wohnung mitgenommen werden. Für ein 360-Wh-System ist die Reichweite angemessen, erreicht aber nicht die Werte größerer Akkus wie beim Engwe P275 ST mit fast 700 Wh.

Preis

Das Engwe N1 Air ST kostet direkt bei Engwe 1649 Euro. Mit dem Rabattcode influencer150off reduziert sich der Preis um 150 Euro auf 1499 Euro. Wer lieber bei Mediamarkt kauft, zahlt ebenfalls 1499 Euro. Für ein Carbon-E-Bike mit smarten Features ist das ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Leichter war in unseren Tests nur das Fiido Air (Testbericht) mit unter 14 kg und ebenfalls sehr konkurrenzfähigen 1499 Euro.

Fazit

Das Engwe N1 Air ST überzeugt als agiles City-E-Bike mit modernem Carbon-Design und cleveren Features. Das geringe Gewicht von nur 16,4 kg macht es zum Leichtgewicht unter den E-Bikes und sorgt für außergewöhnliche Wendigkeit in der Stadt. Die App mit GPS-Tracking, Geo-Fencing und Alarm-Funktionen hebt sich von der Konkurrenz ab.

Die smarten Sicherheitsfeatures funktionieren zuverlässig, das integrierte Mobilfunkmodul ermöglicht echtes Tracking. Optional gibt es sogar einen 120-dB-Vibrationsalarm für 24 Euro. Die Bewegungsdetektion schreckt mit einem kurzen Signalton potenzielle Diebe ab.

Kompromisse zeigen sich bei Motor-Power und Ausstattung. Der 250-Watt-Heckmotor mit 40 Nm reicht für flache Stadtfahrten, bei steilen Anstiegen fehlt die Kraft. Die mechanischen Scheibenbremsen erfüllen ihren Zweck, hydraulische Systeme wären zeitgemäßer. Das Fehlen einer Vordergabelfederung und eines Gepäckträgers schränkt Komfort und Alltagstauglichkeit ein.

Für 1499 Euro (Rabatt-Code: influencer150off) bietet das Engwe N1 Air ST trotzdem ein überzeugendes Gesamtpaket für technikaffine Stadtfahrer, die Wert auf geringes Gewicht und moderne Connectivity legen.

Das Pedelec Diamant 365 besteht aus einem in Deutschland gefertigten Rahmen. Es ist top verarbeitet, bietet aber nur eine begrenzte Reichweite. Ob man damit leben kann, zeigt unser Testbericht.

VORTEILE
  • perfekt abgestimmter Motor
  • Fahrdaten per App abrufbar
  • Erstklassiges Kabelmanagement und Top-Verarbeitung
NACHTEILE
  • kein Display
  • Reichweite relativ kurz

Das Pedelec Diamant 365 besteht aus einem in Deutschland gefertigten Rahmen. Es ist top verarbeitet, bietet aber nur eine begrenzte Reichweite. Ob man damit leben kann, zeigt unser Testbericht.

Urban Bikes oder Lifestyle-Räder wie das Accolmile E-Road (Testbericht), das Urtopia Carbon 1 (Testbericht) oder das Fiido C21 (Testbericht) sind gewichtsoptimierte Pedelecs für kurze Strecken. Sie kommen meist ohne Gepäckträger, teilweise sogar ohne Schutzbleche aus und wiegen in der Regel unter 20 kg. Das Diamant 365 ist ein solches Urban Bike und wird nicht in China gefertigt, sondern in der Nähe von Chemnitz von den dort ansässigen Diamantwerken hergestellt. Das Traditionsunternehmen existiert bereits seit 1885 und zählt zu den ältesten deutschen Fahrradherstellern. Bereits 2003 wurde das sächsische Unternehmen vom US-Hersteller Trek übernommen. Am Standort bei Chemnitz produzieren 500 Mitarbeitern täglich über 1200 Räder.

Eines davon ist das Diamant 365 mit einem Gewicht von nur 17 kg. Das Rad bietet zwar Schutzbleche, aber keinen Gepäckträger. Wer letzteren bevorzugt, kann zum fast baugleichen, aber etwas schwereren Modell Diamant 365 Deluxe greifen. Mit drei Rahmengrößen sind die Urban Bikes aus Sachsen für Personen mit einer Größe zwischen 164 cm und 197 cm geeignet. Wie gut das Diamant 365 in der Praxis funktioniert, zeigt unser Testbericht.

Aufbau & Verarbeitung

Im Unterschied zu vielen E-Bikes aus China wird das Diamant 365 nahezu komplett montiert zum Kunden geliefert. Man muss also nicht mehr viel schrauben. Wir montieren lediglich die Pedale und die vier Reflektoren und ziehen die Schrauben von Lenker und Gabel fest. Die dafür nötigen Werkzeuge sind auf der Verpackung aufgedruckt (siehe Bildergalerie), zählen aber nicht zum Lieferumfang. Außerdem justieren wir noch Gangschaltung und Klingel am Lenker, sodass wir sie bequem bedienen können. Das Vorderlicht richten wir für eine optimale Ausleuchtung aus.

Insgesamt dauert die Montage inklusive Nachziehen aller Schrauben sowie dem Aufpumpen der Reifen nur etwa 15 Minuten. Weitere 15 Minuten gehen zuvor für das Entpacken drauf, da viele Bauteile des Rads mit Schaumstoff gepolstert und mit Kabelbindern verbunden sowie mit Klebestreifen zum Schutz vor Kratzern überzogen sind.

Die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Die Schweißnähte sind im oberen Bereich an Gabel und unterhalb der Sattelstütze geschliffen, sodass man sie auch dank der schwarzen Lackierung kaum erkennt. Lediglich im unteren Bereich sind sie wie bei E-Bikes aus China unbehandelt. Der stabile Rahmen aus Aluminium trägt Personen bis maximal 119 kg bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 136 kg. Die Schutzbleche bestehen aus Metall und die Pedale aus Plastik. Beim Fahren wackelt oder klappert nichts.

Gegenüber einem günstigen E-Bike aus China ist das Kabelmanagement beim Diamant 365 vorbildlich. Die vorderen Kabel und Bremszüge der hydraulischen Bremse verschwinden in der Gabel und im Rahmen. Die Verkabelung für das Rücklicht verläuft unsichtbar in der Innenseite des hinteren Schutzblechs.

Der Rahmen des Diamant 365 ist in Schwarz lackiert. Fast sämtliche anderen Bauteile, selbst die Sattelstütze und die Speichen, sind in dieser Farbe gehalten. Lediglich die Speichenschutzscheibe am Hinterrad besteht aus transparentem Kunststoff.

Lenker, Licht & App

Der Lenker wirkt angenehm aufgeräumt. Das liegt auch daran, dass das Diamant 365 kein Display bietet. Wer auf die im Computer gespeicherten Daten wie gefahrene Kilometer zugreifen möchte, muss das Rad mit der App Hyena Rider Assistant (HRA) des Motorenherstellers koppeln. Für die Nutzung der App muss man sich registrieren.

Eingeschaltet wird das Rad über das Bedienpanel auf der linken Seite am Lenker, das insgesamt drei Tasten bietet. Ein langes Drücken der Einschalttaste aktiviert das Rad. Im Panel leuchten dann zwei unterschiedliche LED-Anzeigen: Eine zeigt den aktuellen Batterieladestatus (grün), während die andere die gewählte Unterstützungsstufe (rot) signalisiert. Mit der Plus- und Minus-Taste kann man letztere anpassen. Nach dem Einschalten des Rads leuchten Vorder- und Rücklicht. Mit einem langen Drücken der Plus-Taste kann man das Licht aus- und wieder einschalten.

Auf der rechten Seite des Lenkers sitzen die Schalthebel (Shimano Altus M2010), die die 9-Gang-Schaltung Shimano Altus M2000 mit Schaltkassette HG200 und der Übersetzung 11 - 36 bedienen. Das Zusammenspiel der Shimano-Schaltung funktioniert auf Anhieb gut, die Gangwechsel erfolgen problem- und nahezu geräuschlos. Schon im achten Gang lässt sich das Rad bei höchster Unterstützungsstufe auf über 25 km/h im Flachen beschleunigen. Noch mehr Tempo kann man mit dem höchsten Gang erzielen. Dann aber ohne Unterstützung des Motors, der das Rad nur bis zu der hierzulande gültigen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h beschleunigt.

Die Handgriffe fühlen sich gut an und bieten genügend Grip. An den seitlichen Enden bieten sie eine breitere Auflagefläche für die Handballen.

Diamant 365: Leicht, gut verarbeitet, 9-Gang-Schaltung, begrenzte Reichweite

Ergonomie

Der Winkel und die Höhe des Vorbaus lassen sich über ein Gelenk anpassen, das ist hervorragend. Zusammen mit dem ausreichend höhenverstellbaren Sattel bietet das Diamant 365 damit eine gute Ergonomie. Jedenfalls fühlt sich unser 186 cm großer und 90 kg schwerer Fahrer sehr wohl auf dem Diamant 365 mit XL-Rahmen.

Wir haben das Rad mit hohem Rahmen getestet. Zur Auswahl steht aber auch noch eine Variante mit Trapez-Rahmen, der einen deutlich niedrigeren Zustieg bietet, fast wie bei einem echten Tiefeinsteiger. Letzteren werden vermutlich vor allem Rock-tragende Frauen sowie ältere Menschen oder Personen mit körperlicher Beinträchtigung zu schätzen wissen, die Schwierigkeiten haben, ihr Bein zum Aufsteigen über das Rad zu schwingen.

Diamant 365: Leicht, gut verarbeitet, 9-Gang-Schaltung, begrenzte Reichweite

Fahren

Aufgrund der starren Gabel spürt man Unebenheiten auf der Fahrbahn deutlicher als bei Rädern mit einem gefederten Vorderrad. Anderseits vermittelt das Diamant 365 mit seinen 28 Zoll großen und 40 mm breiten Reifen einen direkten Straßenkontakt und lässt sich in jeder Situation sicher fahren. Es ist natürlich nicht ganz so flexibel wie ein Rad mit kleineren Rädern, ist dafür aber spurtreu und bleibt auch in Kurven sicher beherrschbar. Im Zusammenspiel mit dem großen und gut gepolsterten Selle-Royal-Vivo-Sattel bietet es trotz starrer Gabel noch einen guten Fahrkomfort. So ist es etwa kein Problem, mit dem Pedelec auch mal abseits der Straße durch den Park auf Schotterwegen zu fahren.

Die hydraulischen Scheibenbremsen vorn und hinten lassen sich gut dosieren und greifen perfekt. Die Schutzbleche sehen nicht nur brauchbar aus, sie sind es auch. Bei der Fahrt durch Pfützen erfüllen sie ihre Pflicht und halten den Fahrer trocken.

Elektronik & Akku

Den 250-Watt-Motor mit seinen 40 Nm haben Diamant und Trek zusammen dem taiwanischen Hersteller Hyena entwickelt. Er beschleunigt angenehm flott bis zur gewählten Höchstgeschwindigkeit und bleibt dabei sehr leise. Auch moderate Steigungen sind kein Problem. Den Ausflug auf den doch recht steilen Olympiaberg in München hat das Diamant 365 ebenfalls mit Bravour gemeistert. Klar ist aber auch: Für solche Einsätze ist das Diamant 365 nicht gemacht. Wer gerne Berge auf- und abfährt, ist mit einem E-Mountainbike (Bestenliste) besser bedient.

Positiv ist die gute Abstimmung zwischen Drehmomentsensor und Motorsteuerung. Während man bei anderen E-Bikes mit Hinterrad-Nabenmotor oft mehrmals treten muss, damit der Motor seine Kraft entfaltet, greift die Motorunterstützung beim Diamant 365 sofort. Auch während der Fahrt bleibt die Motorunterstützung konstant und setzt sofort ein, wenn die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h unterschritten wird. Ein ähnlich gutes Fahrverhalten haben wir auch beim Accolmile E-Road (Testbericht), beim Fafrees F26 Pro (Testbericht) und beim Himiway Escape Pro (Testbericht), sowie Pedelecs mit Mittelmotor wie dem Magmove CEH55M beobachtet.

Der Akku sitzt schick integriert im Rahmen, kann zum Laden aber nicht entnommen werden. Das ist, wenn es ums Aufladen geht, unpraktisch, da nicht jeder Stadtbewohner über eine leicht zugängliche Garage mit Stromanschluss verfügt. Wir mussten das leichte E-Bike etwa in den Keller zum Aufladen tragen. Das ist bei einem Gewicht von gut 17 Kg zwar nicht allzu schwer, es nervt aber auf Dauer trotzdem.

Diamant 365: Leicht, gut verarbeitet, 9-Gang-Schaltung, begrenzte Reichweite

Ein entsprechendes Netzteil liegt bei. Laut Hersteller kann man mit dem Diamant 365 bis zu 60 km fahren, bevor der Akku wieder aufgeladen werden muss. Dieser Wert ist jedoch unter unrealistischen Vorgaben entstanden. So ist unter anderem der Fahrer leicht, die Höchstgeschwindigkeit gering, das Wetter warm, die Strecke eben, glatt und unterbrechungsfrei. Im Test mit einem 90 kg schweren Fahrer stellt der Akku nach knapp 37 km den Betrieb ein. Bei unserer täglichen Pendelstrecke von 19 km einfach, mussten wir daher auf dem letzten Kilometer auf die Motorunterstützung verzichten. Gut, dass das Rad mit gut 17 kg relativ wenig wiegt. Insofern war es kein großes Problem, die letzten Meter nur mit Muskelkraft zu bewerkstelligen. So wie früher, als es noch keine E-Bikes gab.

Angenehmer ist es natürlich mit Motorunterstützung, besonders, wenn es wie im Testzeitraum mehr als 30 °C im Schatten hat. Immerhin bietet Diamant einen Zusatzakku für etwa 550 Euro, der wie der eingebaute 250 Wh bietet und somit die Reichweite verdoppelt. Andererseits dürften aber in einer Stadt die wenigsten eine tägliche Pendelstrecke von 38 km zurücklegen, sodass das Akku-Limit in der Praxis für viele weniger relevant ist.

Diamant 365: Leicht, gut verarbeitet, 9-Gang-Schaltung, begrenzte Reichweite

Preis

Das Diamant 365 mit einem per Handarbeit in Deutschland hergestellten Rahmen kostet 1540 Euro.

Fazit

Wer ein E-Bike für die Stadt sucht, ist mit dem Diamant 365 bestens bedient. Es zeichnet sich durch eine hohe Verarbeitungsqualität aus, die man an geschliffenen Schweißnähten und an dem erstklassigen Kabelmanagement erkennt. Das Fahrverhalten vermittelt zu jeder Zeit Sicherheit, die auch durch die ausgezeichneten hydraulischen Bremsen unterstützt wird. Der Motor ist perfekt abgestimmt und beginnt unmittelbar mit der Unterstützung, sobald man in die Pedale tritt. Dabei bleibt er sehr leise und dank des im Rahmen versteckten Akkus sieht das Diamant 365 fast wie ein normales Fahrrad aus.

Der Akku ist mit 250 Wattstunden allerdings nicht für die Langstrecke konzipiert. Im Test mussten wir nach etwa 37 Kilometer allein in die Pedale treten, um vorwärtszukommen, was aber bei einem relativ niedrigen Gewicht von rund 17 kg noch verschmerzbar war. Wer größere Pendelstrecken zurücklegt, kann dieses Manko mit dem Erwerb eines Zusatzakkus beseitigen. Ein Display ist für das Fahren eines Rads zwar nicht nötig, wir hätten uns aber trotzdem eines gewünscht, um Geschwindigkeit, Stärke der Motorunterstützung sowie zurückgelegte Kilometer während der Fahrt zu verfolgen. Das ist zwar auch mit der App möglich, doch dafür müssten wir eine Smartphone-Halterung (Bestenliste) auf den Lenker montieren. Last but not least überzeugt auch die äußere Erscheinung des Diamant 365: Fast alle Bauteile, sogar Sattelstütze und Speichen, sind in Schwarz gehalten. Wer mehr Kontrast wünscht, kann auch zum Modell in Rot greifen.

Mehr Informationen zu E-Bikes für die Stadt bietet unsere Bestenliste Top 10: Die besten E-Bikes für die Stadt – Pedelecs ab 700 Euro im Test.

Das Pedelec Winora E-Flitzer sieht auf den ersten Blick nicht aus wie ein E-Bike. Doch kann das spartanisch ausgestattete Urban-Bike auch in der Praxis überzeugen?

VORTEILE
  • gut verarbeitetes und schickes Pedelec
  • hervorragende Reichweite
  • gutes Kabelmanagement
NACHTEILE
  • Aufzeichnung der Wegstrecker nur über App
  • geringe Motorunterstützung bei Anstiegen

Das Pedelec Winora E-Flitzer sieht auf den ersten Blick nicht aus wie ein E-Bike. Doch kann das spartanisch ausgestattete Urban-Bike auch in der Praxis überzeugen?

Sogenannte Urban Bikes oder Urban-E-Bikes sind Pedelecs, die sich aufs Wesentliche konzentrieren und vor allem für kurze Trips wie die Fahrt in die Arbeit oder einen Abstecher in den Park oder Baggersee infrage kommen. Sie verzichten in der Regel auf Gepäckträger und Schutzbleche und wiegen daher nicht viel.

Der Winora E-Flitzer ist eine Ausnahme: Trotz Schutzblechen und Gepäckträger wiegt das Pedelec nur rund 17 kg. Dank des im Rahmen verbauten Akku sieht es auf den ersten Blick gar nicht aus wie ein E-Bike. Ein Display, das auf einen elektrischen Antrieb hindeutet, fehlt ebenfalls. Stattdessen integriert es eine Art Home-Button, mit dem man das Pedelec und die Lichtanlage ein- und ausschaltet sowie die Unterstützungsstufe des 250 Watt starken Mahle-X35-Hinterradnabenmotors auswählt. Unser Test zeigt, ob das Winora E-Flitzer mit seinem spartanischen Bedienkonzept in Kombination mit einem relativ schwachen 250-Wh-Akku überzeugen kann.

Aufbau und Verarbeitung

Wie bei den zuletzt getesteten Pedelecs Diamant 365 (Testbericht) und Cannondale Canvas Neo 1 (Testbericht) ist der Montageaufwand im Unterschied zu preiswerten China-E-Bikes nicht sehr groß. Das Winora E-Flitzer kommt in einem großen Karton und ist fast vollständig montiert. Man muss lediglich Lenker sowie Vorderlicht ausrichten und festziehen und die Pedale anschrauben. Zuvor entfernen wir allerdings einige zum Schutz vor Transportschäden angebrachten und von Klebestreifen gehaltenen Plastikpolsterungen.

Bis auf einen Schnellspanner zum Einstellen der Sitzposition ist kein Werkzeug im Lieferumfang enthalten. Mitgeliefert sind aber noch zwei gelbe Reflektoren, die man jedoch wegen der in den 27,5 Zoll großen Reifen integrierten Reflektorstreifen nicht montieren muss. Nach einer guten Viertelstunde ist das Pedelec einsatzbereit. Wir fahren aber nicht gleich los, sondern laden den Akku mit dem mitgelieferten 84-Watt-Netzteil auf.

Beim mitgelieferte Handbuch handelt es sich um eine Version, die für eine Vielzahl von Rädern der niederländischen Accel Group gilt, zu der eben Winora gehört. Für das E-Bike relevanter sind da schon die Faltblätter von Mahle, dem Hersteller des Hinterradnabenmotors, sowie das in der oberen Querstange integrierte Bedienpanel Iwoc One.

Die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Sämtliche Schweißnähte sind geschliffen und die Kabel der 10-Gang-Schaltung Shimano Deore sowie für die hydraulischen Scheibenbremsen (160 mm) von Tektro verschwinden größtenteils bereits in der oberen Gabel, die aus Carbon gefertigt ist. Lediglich den Zug der Vorderbremse sieht man etwas länger, bevor er im unteren Bereich auf der linken Seite in die Gabel führt.

Lenker, Licht & App

Am 640 mm breiten Topflat-Lenker ist auf der linken Seite neben dem Tektro-Bremshebel eine Klingel montiert, die allerdings lauter sein könnte. Auf der rechten Seite befindet sich neben dem Tektro-Bremshebel für die Hinterradbremse der Schalthebel vom Typ Shimano Deore M4100, mit der man die Deore-Schaltung M4120 mit der Schaltkassette CSM4100 steuert.

Eingeschaltet wird das Pedelec über das im vorderen Bereich der oberen Querstange integrierten Bedienknopf Iwoc, der wie ein Home-Button aussieht. Auch die Lichtanlage schaltet man damit ein und auch die verschiedenen Unterstützungsstufen des X35-Motors von Mahle wählt man damit aus (Weiß = keine Unterstützung, Stufe 1 = Grün, Stufe 2 = Orange). Je nachdem, welche davon gewählt ist, blinkt ein um den Bedienknopf verlaufender LED-Streifen in unterschiedlichen Farben kurz auf, bevor er dauerhaft leuchtend den Batteriestatus in unterschiedlichen Farben anzeigt (Weiß mehr als 75 Prozent, Grün 50 bis 75 Prozent, Rot weniger als 25 Prozent). Sobald der Ladezustand der Batterie unter 15 Prozent fällt, beginnt die der LED-Ring rot zu blinken.

Angaben zur gefahrenen Wegstrecke oder der aktuellen Geschwindigkeit können Anwender nur über die Mahle-App My Smartbike abrufen. Dafür muss man sich allerdings mit einer E-Mail registrieren. Für die Aufzeichnung der pro Tour gefahrenen Kilometer muss man allerdings vor jeder Fahrt das Smartphone mit dem Fahrradcomputer über Bluetooth koppeln und anschließend in der App auf den roten Aufzeichnungsbutton zum Start einer Tour drücken. Die Wegstrecke pro Trip wird also nicht vom Fahrradcomputer aufgezeichnet, sondern vom Smartphone.

Ergonomie

Das Winora E-Flitzer gibt es in unterschiedlichen Rahmengrößen. Zur Auswahl stehen die Größen 42, 46, 50 und 55 cm. Welche Größe die passende ist, kann man im Hersteller-Shop, aber auch bei vielen Händlern, unter Angabe von Körper-, Bein- und Armlänge abrufen. Für unseren Testfahrer mit einer Größe von 186 cm wurde die Rahmengröße 55 cm ausgewählt. Damit bietet das Rad in Kombination aus Sitzhöhe und Lenkerhöhe für unseren Fahrer eine sportlich-ergonomische Sitzposition. Noch wohler würden wir uns auf dem Rad fühlen, wenn die Lenkergriffe, die einen guten Grip bieten, an den Rändern eine verbreiterte Auflagefläche für eine ergonomische Handposition hätten.

Elektronik & Akku

Das Winora E-Flitzer bietet einen 250 Watt starken Hinterradnabenmotor. Der Mahle X35+ bietet ein maximales Drehmoment 40 Nm und geht recht leise zu Werke. Das turbinenartige Antriebsgeräusch hört man in der Regel nur kurz beim Anfahren. Während der Fahrt hört man ihn kaum.

Während die Unterstützung im flachen Terrain sehr natürlich wirkt, muss man bei Anstiegen stärker in die Eisen treten. Immerhin ist dafür die 10-Gang-Schaltung mit einer Übersetzung von 11 bis 42 Zähnen gut ausgerüstet. Die Antriebsabstimmung ist also eher an sportlich ambitionierte Fahrer ausgerichtet. Wer mehr Unterstützung auch bei Anstiegen wünscht, ist mit den Pedelecs Accolmile E-Road (Testbericht), Diamant 365 (Testbericht), Fafrees F1 (Testbericht), Honbike Uni 4 (Testbericht), Fiido C21 (Testbericht), Lemmo One (Testbericht) oder Urtopia Carbon 1 (Testbericht) besser bedient.

Der Akku sitzt schick integriert im Rahmen, kann aber zum Laden nicht entnommen werden. Das ist vorwiegend in der Stadt ein Problem, da die meisten Bewohner nicht über einen leicht zugänglichen Fahrradkeller mit Stromanschluss verfügen. Zudem dauert es etwas, bis man den vierpoligen Stecker in der richtigen Position eingesteckt hat.

Der mit nur 245 Wh nicht besonders üppig ausgestattete Akku bietet eine erstaunliche Reichweite. Im Test zeigt er bei maximaler Motorunterstützung nach 72 km zurückgelegter größtenteils flacher Strecke und einem 90 kg schweren Fahrer noch eine Restkapazität von 60 Prozent und einer Reichweite von 46 km an. Auch wenn die Prozentangaben oft nicht linear erfolgen, gehen wir davon aus, dass man mit einer Akkuladung eine Reichweite von 100 km erzielen kann. Mit dem mitgelieferten über 83 Watt starken Netzteil dauert der Ladevorgang etwa fünf bis sechs Stunden.

Fahren

Aufgrund der starren Gabel spürt man Unebenheiten auf der Fahrbahn deutlicher als bei Rädern mit einem gefederten Vorderrad. Anderseits vermittelt das Winora E-Flitzer mit seinen 27,5 Zoll großen und 5 cm breiten Reifen (Continental Contact Urban Sfaety Pro 50) einen direkten Straßenkontakt. Es fährt sich in nahezu jeder Situation sicher. Für eine bessere Federung kann man den Reifendruck etwas unter die maximal möglichen 73 psi (5 Bar) einstellen. Im Zusammenspiel mit dem gepolsterten Selle-Royal-Sattel Vivo Ergo bietet das Winora E-Flitzer einen guten Fahrkomfort. Auch Ausflüge abseits der Straße durch den Park auf Schotterwegen sind für das Urban E-Bike kein Problem.

Die hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen mit 160 mm großen Bremsscheiben vorn und hinten geben kein Anlass zu Kritik. Sie packen gut zu und lassen sich gut dosieren. Auch die Deore-Gangschaltung von Shimano funktioniert im Test einwandfrei. Die schwarzen Schutzbleche passen nicht nur zum Design des E-Bikes, sondern erfüllen auch ihren Zweck und verhindern bei feuchter Fahrbahnunterlage, dass der Fahrer nass wird. Praktisch ist auch der Gepäckträger SKS Urban GT, den man mit bis zu 15 kg schwerem Gepäck in Form von klickbaren Satteltaschen beladen kann.

Preis

Das Winora E-Flitzer ist in Weinrot und in Schiefergrau erhältlich. Im Winora-Online-Shops kostet es 1999 Euro. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 2599 Euro. Das Pedelec wird aber von anderen Händlern für 1499 Euro angeboten. Die folgende Tabelle enthält die besten Angebote für den Winora E-Flitzer und zeigt auch Alternativen.

Fazit

Das Winora E-Flitzer ist mit einem Gewicht von rund 17 kg ein Leichtgewicht unter den E-Bikes. Und das trotz Schutzblechen und Gepäckträger. Für die tägliche Pendelstrecke zur Arbeit oder einem Ausflug zum Baggersee ist das sehr gut verarbeitete E-Bike für sportliche Fahrer, die an Steigungen auch gerne mal selbst in die Eisen treten, perfekt geeignet.

Weniger gut gefallen hat uns allerdings, dass man Daten zur Wegstrecke und Geschwindigkeit nur über eine App abrufen kann. Ein kleines Display am Lenker, das diese Daten bereithält, hätte uns besser gefallen.

Fafrees F1 im Test: Leichtes und schickes E-Bike als Fixie für 694 Euro

Als E-Bike ohne Gangschaltung ist das Fafrees F1 ein minimalistischer Exot unter den Rädern aus unseren Tests. Wie sich das Singlespeed-Pedelec fährt, zeigt der Test.

VORTEILE
  • leicht (19 Kilogramm)
  • sehr schickes Design
  • hält mit wenig Mühe 25 km/h 
NACHTEILE
  • Übersetzung für Steigungen ungeeignet
  • ungünstiges Design des Akkus in der Sattelstange
  • nichts für große Personen

Als E-Bike ohne Gangschaltung ist das Fafrees F1 ein minimalistischer Exot unter den Rädern aus unseren Tests. Wie sich das Singlespeed-Pedelec fährt, zeigt der Test.

Das Fafrees F1 gehört definitiv zu den ungewöhnlichen Testkandidaten unter den elektrifizierten Rädern. Das E-Bike sieht aus wie eine Mischung aus Crossbike und Rennrad. Es handelt sich dabei um ein Singlespeed-Bike oder auf Deutsch einfach nur: Eingangrad. Eine Schaltung gibt es demzufolge nicht, das E-Bike verfügt tatsächlich nur über einen Gang, realisiert über jeweils einen Zahnkranz vorn und hinten, die über eine Kette angetrieben werden. Anders als beim Honbike Uni 4 (Testbericht) kommt kein Riemenantrieb zum Einsatz.

Singlespeed-Bikes werden gerne gleichgesetzt mit dem Begriff „Fixie“ (Kurzform von „fixed gear“ auf Englisch). Ein Fixie ist immer auch ein Singlespeed-Bike, umgekehrt gilt das nicht. Bei dieser Kategorie gibt es keinen Freilauf. Stattdessen liegt eine fixierte Verbindung für die Kette zwischen Ritzel und Kettenblatt vor. Um ein waschechtes Fixie handelt es sich beim Fafrees F1 also nicht, da es einen Freilauf gibt.

Singlespeed-Bikes haben ein minimalistisches Design ohne Schaltung, was bedeutet, dass weniger Teile verbaut sind und weniger Wartung erforderlich ist. Somit fallen mögliche Probleme mit der Schaltung schon mal weg. Zudem sind sie oftmals besonders leicht. Das Fahren ist puristischer, man muss sich keine Gedanken machen, wann man schaltet, sondern man tritt einfach nur in die Pedale. In Kombination mit einem E-Motor entwickelt sich so ein ganz neues Fahrgefühl.

Allerdings gibt es auch Nachteile mit nur einem Gang, etwa bei großen Steigungen. Damit sind solche Räder vor allem eine Option für einen Ort mit ebenem Gelände – wie eben das Fafrees F1. Wie sich das leichte und schicke Zweirad fährt, zeigt dieser Testbericht. Weitere E-Bikes für die Stadt zeigen wir in der Top 10: Die besten E-Bikes für die Stadt – Pedelecs ab 700 Euro im Test.

Design & Verarbeitung

Das Fafrees F1 kommt wie üblich teilmontiert zum Käufer. In knapp unter einer Stunde ist es montiert und aufgepumpt – zumindest theoretisch. Denn als wir die Sattelstange mit integriertem Akku in den Rahmen gesteckt haben, wunderten wir uns über das viele Spiel. Nach Rücksprache mit dem Anbieter haben wir erfahren, dass ein Kunststoffeinsatz gefehlt hatte, der uns prompt nachgeliefert wurde. Allerdings gestaltete es sich schwerer als gedacht, die Sattelstange samt Akku in das Rad zu bekommen. Das klappte nur recht schwergängig und mit viel Kraftaufwand.

Am Schnellspanner der Sattelstütze befindet sich zudem ein Schloss, um die Stange zu fixieren, damit niemand den Akku ohne Weiteres entnehmen kann. Am Alltag ist das etwas unpraktisch, denn es ist weniger komfortabel, jedes Mal den Sattel mit Akku zu entnehmen als bei einer Variante, in der die Batterie im Rahmen integriert ist. Allerdings kommt so das E-Bike mit einem sehr schlanken und leichten Rahmen aus. Lediglich das Hauptrohr unter dem Sitz ist deutlich dicker.

Vom Typ her beschreibt sich das Fafrees F1 am ehesten als sogenanntes „Fitnessbike“, auch als „Sportrad“ bekannt. Die schlanke Rahmenform des Diamantrahmens und die dünnen Reifen entsprechen einem Rennrad. Der Lenker ist allerdings gerade, was eine aufrechte Sitzposition fördert und somit den Komfort und die Sicht verbessert, ähnlich wie bei einem Crossbike oder Mountainbike. Der Rahmen besteht aus Eisen und ist recht dünn und schlank. Die Räder bieten einen Durchmesser von 28 Zoll.

Sämtliche Kabel sind umwickelt und miteinander verbunden. Das ist prinzipiell gut gelöst, denn so hängt kein Kabel ungünstig im Weg. Weniger gut gefallen hat uns allerdings die Lösung mit der Hauptstromversorgung. Hierzu hängt aus dem Controller am Rahmen unter dem Sattel ein Kabel heraus, das man in den Akku stecken muss. Das wirkt nicht ganz so vertrauenerweckend, vor allem stellt sich die Frage, wie gut das Rad einen starken Regen übersteht. Der Hersteller gibt lediglich eine Zertifizierung nach IPX3 an – was nur Schutz vor Spritzwasser in einem Winkel von bis zu 60° gewährleistet. Nicht nur wegen Langfingern sollte man das E-Bike daher eher nicht im Freien dauerhaft stehen lassen.

Licht, Display & Bremsen

Auf dem geraden Lenker befinden sich zwei Hebel für die Scheibenbremsen sowie ein kleines LED-Display auf der linken Seite. Die Anzeige informiert über die Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe, zurückgelegten Gesamtkilometer und den Ladestand des Akkus. Neben einem Power-Button, mit dem man das Licht einschaltet, gibt es eine weitere Taste, um eine von fünf Unterstützungsstufen zu wählen. Rechts befindet sich eine Glocke.

Reflektoren sind vorhanden, das Licht unter dem Sattel sowie vorn am Rad bezieht seinen Strom direkt aus dem Akku. Damit erfüllt das Rad eigentlich die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung, wäre da nicht der Gashebel am Lenker. Diesen sollte man dringend abmontieren, wenn man das Fafrees F1 im Straßenverkehr nutzen möchte. Andernfalls gilt das Rad nicht als Pedelec, sondern als E-Bike. Das würde eine Versicherungspflicht nach sich ziehen, allerdings dürfte das Fahrzeug dafür keine Betriebserlaubnis haben. Auf privatem Gelände oder abseits des öffentlichen Straßenverkehrs könnte man mit dem Rad fahren. Ohne den Gashebel sollte es aber kein Problem darstellen, das F1 in der Stadt zu nutzen.

Das F1 ist mit Scheibenbremsen von und hinten ausgestattet – das ist zunächst gut. Allerdings packen diese nicht sonderlich gut zu ab Werk. Hier bedarf es nochmals eine Feinabstimmung.

Motor & Akku

Der Motor bietet 250 Watt – wie es auch der Gesetzgeber für den Einsatz bei Pedelecs vorsieht. Als Drehmoment stehen wie beim Diamant 365 (Testbericht) rund 40 Nm zur Verfügung, das ist verglichen mit E-MTBs oder größeren City-E-Bikes weniger stark ausgeprägt. Zum Vergleich: Das ebenfalls leichte Urban Bike Accolmile E-Road (Testbericht) kommt auf 45 Nm, beim hochpreisigen Cannondale Canvas Neo 1 (Testbericht) sind es stolze 85 Nm. Beim Antritt schiebt der Motor etwas gemächlich an: Erst nach rund 1,5 Umdrehungen entfaltet er seine Wirkung.

Zur Auswahl stehen dem Fahrer fünf Unterstützungsstufen, nur bei der letzten Stufe unterstützt der Motor bis zu einem Tempo von 25 Kilometern pro Stunde, bevor er dann die Hilfe einstellt. Bei den unteren Stufen reduziert sich das Tempo, ab wann der Elektromotor nicht mehr anschiebt, die Kraft wird nicht reguliert.

Der Akku hat eine Kapazität von rund 313 Wh bei 8700 mAh und 36 Volt. Das ist etwas mager. Das ähnlich leichte Accolmile kommt hier immerhin auf 345 Wh, die meisten der City-E-Bikes aus unseren Tests liegen bei 360 bis 450 Wh.

Der Hersteller verspricht eine Reichweite von rund 80 Kilometern. Das halten wir für etwas zu optimistisch, letzten Endes hängt die Reichweite aber stark von Faktoren ab, wie dem Gewicht des Fahrers, der Stecke sowie Witterung. Wir halten 50 bis 60 Kilometer bei einer Person mit 185 Zentimeter Körpergröße und einem Gewicht von rund 90 Kilogramm für realistischer. Aufgeladen ist der Akku in knapp drei Stunden.

Fahrverhalten & Ergonomie

Das Fafrees F1 macht wirklich Spaß beim Fahren. Man weiß schnell den minimalistischen Charakter des E-Bikes zu schätzen. Wir können nicht sagen, dass wir das Schalten sonderlich vermisst hätten – außer eben bei einer größeren Steigung über eine Straßenüberführung. Kombiniert mit dem verzögert reagierenden und weniger zugkräftigem Motor kommt man nur mit Mühe einen steilen Hügel hoch.

Auf ebenem Gelände fühlt sich das Fafrees F1 aber pudelwohl und überzeugt mit einem agilen Verhalten. Das Rad hält die Spur verlässlich und wirkt in jeder Lage stabil beim Fahren. Auch wenn es nur einen Gang gibt, erreicht man das Spitzentempo mit Tretunterstützung von 25 km/h nahezu mühelos und kann die Pace dann auch gut halten, ohne sich abzustrampeln. Bei vielen unserer getesteten E-Bikes ist das trotz Schaltung nur mit hoher Trittfrequenz möglich.

Allerdings ist bei Bordsteinen Vorsicht angesagt, die Reifen sind sehr dünn, eine Federung gibt es nicht. Das macht die Fahrt selbst über niedrige Bordsteine zur Qual. Das E-Bike ist eindeutig für die Straße gemacht. Nicht erschrecken: In engeren Kurven geben die Reifen einen merkwürdigen Ton von sich, was an der unterschiedlichen Riffelung liegt.

Leider bietet das Fafrees F1 einen recht kleinen Rahmen. Für Personen jenseits von 180 Zentimetern können wir es nur bedingt empfehlen. Aufgrund des Diamantrahmens ist der Zustieg etwas unbequemer als bei einem Tiefeinsteiger, was für weniger gelenkige Personen eine Herausforderung sein kann. Diese sollten aber solch ein sportliches Modell ohnehin nicht kaufen. Dennoch kann das leichte Pedelec mit einem Gewicht von 19 Kilogramm mehr tragen, als man es erwarten würde. Die Zuladung beträgt 110 Kilogramm, nicht schlecht für ein kleineres Rad.

Preis

Das Fafrees F1 kostet direkt beim Hersteller 809 Euro (Code: RIDE10).

Fazit

Das Fafrees F1 ist als Singlespeed-Bike eine günstige, leichte und sportlich anmutende Option für Puristen und Minimalisten. Es fährt sich agil und flott, über die Schaltung muss sich niemand ärgern – denn es gibt gar keine. Das klappt bei hohem Tempo erstaunlich gut, ohne sich abzustrampeln. Das Design unterstreicht den sportlichen Charakter dieses elektrifizierten Fitnessbikes. Gut ist zudem die Beleuchtung, die rein über den Akku gespeist wird.

Allerdings bietet die Eingang-Lösung auch Nachteile: So kommt man steile Steigungen nur mit Mühe hoch, der Antritt könnte zudem besser sein, da der Motor spät und zurückhaltend anschiebt. Wer das Fafrees F1 im Straßenverkehr nutzen will, muss unbedingt den Gashebel abmontieren. Die übrige Ausstattung ist ansonsten konform mit den hierzulande geltenden Regeln.

Weniger gut gelungen ist die Platzierung des etwas schwachbrüstigen Akkus, bei der sich auch ein paar Verarbeitungsmängel zeigen. Das Kabelmanagement ist zwar dank Bindern so gelöst, dass nichts im Weg hängt. Allerdings wirkt die Verkabelung zwischen Akku und Controller nicht so vertrauenswürdig in unseren Augen, was Regenwetter angeht. Das Rad ist definitiv nichts für große Personen oder holprige Pisten.

Eine noch günstigere und leichtere Alternative ist das sportliche Accolmile E-Road (Testbericht). Wer bereit ist, mehr Geld auszugeben, dem raten wir zum Testsieger Fiido C21 (Testbericht) sowie dem Design-Meisterwerk Honbike Uni 4 (Testbericht). Weitere Alternativen zeigt unsere Top 10: Die besten E-Bikes für die Stadt – Pedelecs ab 700 Euro im Test.

Das E-Bike Sharp Milano kombiniert feinen Retro-Look mit moderner Technik. Der zerlegbare Rahmen ermöglicht zudem einen platzsparenden Transport. Wir haben das leichte Pedelec getestet.

VORTEILE
  • schickes Retro-Design
  • Carbon-Riemen
  • geringes Gewicht
  • zerlegbarer Rahmen
  • hydraulische Scheibenbremsen
NACHTEILE
  • keine Schaltung, keine Federung
  • Beleuchtung nicht integriert
  • hoher Preis
  • Sattelstütze verklemmt sich nach Fall
  • kein Drehmomentsensor

Das E-Bike Sharp Milano kombiniert feinen Retro-Look mit moderner Technik. Der zerlegbare Rahmen ermöglicht zudem einen platzsparenden Transport. Wir haben das leichte Pedelec getestet.

Das Sharp Milano sticht aus der Masse der E-Bikes heraus. Denn der Hersteller kombiniert einen edlen Vintage-Look mit ungewöhnlichen Features wie einem zerlegbaren Rahmen. So lässt sich das Urban-E-Bike platzsparend transportieren und einlagern. Dank Carbon-Riemen und hydraulischen Scheibenbremsen will das Milano technisch auf der Höhe der Zeit sein. Ob das Konzept in der Praxis aufgeht, zeigt unser Test.

Aufbau

Das Sharp Milano wird in einem kompakten Karton geliefert. Alle Werkzeuge für die Montage liegen bei, eine bebilderte Anleitung führt Schritt für Schritt durch den Aufbau. Wir müssen das Vorderrad einsetzen, Pedale, Ständer, Schutzbleche, Lenker, Klingel sowie Front- und Rücklicht anbringen. Zuletzt den Sattel montieren, alle Schrauben festziehen und die Reifen aufpumpen. Das dauert insgesamt etwa eine Stunde.

Besonders ist der zerlegbare Rahmen. Allerdings ist die Demontage deutlich aufwendiger als bei einem Klapprad. Viele Schrauben müssen gelöst werden, ein technisches Grundverständnis ist dabei von Vorteil. Dafür lässt sich das Rad sehr platzsparend einlagern oder transportieren, etwa im Wohnmobil.

Verarbeitung

Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Viele Teile wie Lenkervorbau und Pedale sind aus Metall gefertigt. Der weiche Sattel mit schicken Ziernieten ist bequem. Weniger gefallen die silbernen Schutzbleche aus dünnem Kunststoff. Erfreulich: Das Milano bringt nur 19 kg auf die Waage und eignet sich dennoch für Personen mit einem Körpergewicht von maximal 120 kg. Das Milano ist staub- und wasserdicht nach IP66.

Allerdings gibt es auch Anlass zur Kritik. So fiel uns das E-Bike im Test einmal um. Daraufhin verkeilte sich die Sattelstütze derart heftig im Rahmen, dass wir sie auch mit viel Kraft nicht mehr lösen konnten. Das sollte nicht passieren.

Design

Das Milano gibt es in mattem Schwarz oder auffälligem Metallic-Hellbraun – uns liegt die zuletzt genannte Version vor. Die braunen Lenkergriffe, Sattel und Reifen harmonieren optisch mit dem silbernen Rahmen. Sharp legt dabei Wert auf Details. So sind sowohl Motor, Kettenblatt, Felge, Ständer, Lenkervorbau und mehr in Metallic-Silber gehalten. Zusammen mit dem grauen „Sharp“-Schriftzug versprüht das Rad einen reizvollen Retro-Charme.

Lenker & Display

Die gummierten Lenkergriffe bieten guten Halt und sitzen fest. Links sitzt die übersichtliche Steuereinheit mit vier Tasten. Einen USB-Port zum Laden von Endgeräten gibt es nicht. Das mittige Farbdisplay ist angenehm groß und auch bei Sonne gut ablesbar. Es zeigt Geschwindigkeit, Akku-Stand in Prozent, Unterstützungsstufe und weitere Daten wie Gesamtkilometer oder Durchschnittstempo.

Front- und Rücklicht liegen bei. Sie haben eigene Akkus und werden per USB geladen. Das Licht ist ausreichend hell. Eine Stromversorgung und Steuerung über die Elektronik des E-Bikes wären jedoch deutlich komfortabler gewesen.

Das Milano kommt zudem mit einer App. Die Installation kann man sich sparen. Wir haben keine wichtigen Optionen gefunden, die nicht per Fahrradcomputer eingestellt werden können.

Fahren

Das Sharp Milano hat eine sportliche Sitzposition mit hohem Sattel und tiefem Lenker. Das optimiert die Kraftübertragung, könnte aber für einige auf Dauer unbequem werden. Hinzu kommt der Verzicht auf eine Dämpfung – das Befahren eines Feldwegs kann so schnell zur Tortur werden. Wer überwiegend auf Asphalt unterwegs ist, für den sollte das jedoch kein Problem darstellen.

Dank des geringen Gewichts fährt sich das E-Bike agil – auch ohne Motorunterstützung. Der leise 250-W-Heckmotor schiebt kräftig an. Statt eines Drehmomentsensors kommt nur ein einfacher Bewegungssensor zum Einsatz. So springt der Motor erst nach einer halben Kurbelumdrehung an. Die Unterstützungsstufen regeln nur die Maximalgeschwindigkeit, nicht die Motorleistung. Bei höchstens 25 km/h wird abgeregelt. Im Leerlauf ist ein leichtes Klackern vom Hinterrad zu hören.

Die Kraftübertragung erfolgt über einen wartungsarmen Carbon-Riemen von Gates. Auf eine Schaltung verzichtet Sharp. Die Übersetzung ist gut gewählt – das Anfahren ist leichtgängig und die Trittfrequenz bei 25 km/h moderat. Die hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen packen gut zu und waren bei uns schleiffrei eingestellt. Das kann aber variieren.

Akku

Der 252-Wh-Akku ist fest im Rahmen integriert und kann nur mit Werkzeug entnommen werden. Sharp verspricht bis zu 80 km Reichweite – unter optimalen Bedingungen. Realistisch sind bei voller Motorunterstützung, Stop-and-go-Verkehr und 80 kg Zuladung eher 25 km bis 30 km. Danach lässt sich das Milano aber auch ohne Motorhilfe noch gut fahren. Geladen ist der Akku in zwei bis drei Stunden.

Preis

Das Sharp Milano kostete ursprünglich 2500 Euro. Aktuell ist es ab rund 1900 Euro (Bestpreis) laut Preisvergleich erhältlich.

Fazit

Das Sharp Milano ist ein schickes E-Bike im Retro-Stil, das mit cleveren Features punktet. Der zerlegbare Rahmen ermöglicht eine platzsparende Lagerung und einen flexiblen Transport. Hochwertige Komponenten wie der Carbon-Riemen, hydraulische Scheibenbremsen und das geringe Gewicht sprechen für das Milano.

Allerdings ist die Demontage des Rahmens aufwendig und die Reichweite eher gering. Auch eine Schaltung und eine Dämpfung fehlen. Zudem liegt nur eine einfache Beleuchtung bei, es gibt keinen Drehmomentsensor und in unserem Fall hat sich die Sattelstütze nach dem Umfallen des E-Bikes derart heftig im Rahmen verklemmt, dass wir sie nicht mehr bewegen können.