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  • Erdbeertörtchen

mehr als 1000 Beiträge seit 11.11.2019

Re: Hier kannste die 'Bezahlkarte' aushebeln:)

kowski schrieb am 19.07.2024 18:56:

Erdbeertörtchen schrieb am 19.07.2024 17:49:

kowski schrieb am 19.07.2024 17:43:

Erdbeertörtchen schrieb am 19.07.2024 16:39:

kowski schrieb am 19.07.2024 16:04:

Erdbeertörtchen schrieb am 19.07.2024 14:55:

So funktioniert das imho grundsätzlich nicht.

Wir sprechen von Asylbewerbern. Statistisch gesehen, hat nur ein sehr geringer Anteil dieser Bewerber einen legitimen Asylgrund.

Das heißt: Alles was Asylbewerber erhalten, ist staatliche Wohlfahrt. Asylbewerber haben keinerlei Anspruch wie Bürgergeldempfänger behandelt zu werden. Dabei sind die Leistungen im Asylbewerberleistungsgesetz in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Staaten eher hoch bemessen. Wäre es anders, wäre Deutschland nicht das primäre Ziel von Migranten in der EU.

Das wäre ja mal eine ehrliche Diskussion, die man sowieso irgendwann führen muss. So wird aber nicht argumentiert.

Das häufigste Argument ist das dümmste: man will die rückwirkende Bezahlung der Schleuser erschweren. Als ob die Schleuser Kredit geben würden. Beträge werden nicht genannt.

Das zweithäufigste Argument sind die angeblich häufigen Geldüberweisungen an die in der Heimat gebliebenen Familien. Wenn es dazu konkrete Zahlen gäbe, hätten wir sie schon gehört. Wir könnten uns fragen, ob solches Sozialverhalten uns so viel kostet, dass wir unbedingt etwas dagegen tun müssen. Wir wissen nur nichts.

Dann hört man, durch diese Art des Leistungstransfers würde Geld gespart. Dann sollte allerdings die Abhebung von Bargeld keine zusätzlichen Kosten verursachen. Zahlen werden nicht genannt.

Im Ergebnis weiss man nicht, wieviel Geld durch die Drangsalierung eingespart wird und zusätzlich kann der gewünschte Effekt ganz leicht umgangen werden. In einer Zeit, in der man gerne Arbeitskräfte anlocken würde, schaut Deutschland kleinlich und fremdenfeindlich aus.

Grüsse,
Kowski

Hätte ich je aus im GG definierten Gründen aus meinem Land flüchten müssen, wegen unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben, Freunde und Familie zurücklassen, wäre es mir völlig egal ob es in Deutschland eine Bezahlkarte, Bargeld oder Casinochips gibt. Das wäre für mich komplett irrelevant. Dach überm Kopf, Lebensmittel und Sicherheit vor Verfolgung.

Dem Aufnahmestaat wäre ich für alle Zeiten dankbar.

Auch das ist eine Sicht der Dinge, die man diskutieren sollte. Wenn man aus moralischen Gründen hilft, stellt sich immer die Frage, wie weit die Hilfe gehen soll. Vorige Woche ist eine ältere Frau vor unserem Haus einfach zusammengebrochen. 112 anzurufen und im Haus zu bleiben wäre die minimale Hilfe gewesen, für die sie vielleicht noch dankbar sein müsste. Maximal könnte man viel mehr tun, erregt aber vielleicht den Neid anderer. Was ist richtig? Ich denke, die persönliche Hilfsbereitschaft und Empathie spielt eine Rolle, ist aber sehr unterschiedlich verteilt.

Grüsse,
Kowski

Das ist eine interessante Geschichte, welche ich persönlich sehr ähnlich erlebt habe.

Leider imho am Thema Asylbeweberleistungsgesetz komplett vorbei.

Gesetze sind der Versuch, unser natürliches Rechtsempfinden in allgemeingültige Regeln zu fassen. Manchmal muss man genauer hinschauen.

Grüsse,
Kowski

Mir ist tatsächlich nicht klar, was du damit konkret zum Fall sagen möchtest.

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