Ganz so wĂĽrde ich es nicht ausdrĂĽcken.
Grundsätzlich hat die Linux-Sicherheit erstmal exakt die gleichen Probleme wie jedes (!) andere OS auch. Ein paar hunderttausend oder gar Millionen Zeilen Code im Kernel, dazu nochmal so ein Haufen in den Anwendungen... wer ernsthaft glaubt, das alles sei fehlerlos, - egal bei welchem System - der gehört mal zum Realitätstest.
Es gibt allerdings ein paar Dinge, wo ich (Nutzer von Android, SuSE, Ubuntu, Raspbian, Mint, iOS, Windows) auch bei Linuxdistros den Kopf schĂĽttele.
Ubuntu LTS - LTS steht fĂĽr Long Term Support. Die LangzeitunterstĂĽtzung erweist sich allerdings bei genauem Hinsehen nicht als das, was der Begriff suggeriert. LangzeitunterstĂĽtzung und damit Sicherheitspatche bekommt nur ein kleinerer Teil, sozusagen die Innereien. Gewiss kann man neuere Versionen der nicht mehr unterstĂĽtzten Programme manuell installieren. Nur: Das wird Otto Normalo nicht tun. Der sieht "LangzeitunterstĂĽtzung" - und findet es toll, mit dem normalen apt-get update/upgrade auf dem Stand zu sein.
Das das LTS nicht alles betrifft, wird nur sehr leise kommuniziert - und das schafft LĂĽcken.
Solche oder ähnliche Probleme haben alle Distros und auch nicht nur Linux.
Das gehört so weit wie möglich abgestellt, notfalls mit ein bisschen Druck durch Veröffentlichung. Ein "verrotteter Desktop" fällt für mich eher unter Balmerisieren.