Klingt nach einem, der noch nie in seinem Leben Physik unterrichtet hat.
Jedenfalls habe ich schon so einiges unterrichtet.
Warum soll das besser sein? Es ist evtl. gleichwertig, das will ich nicht bestreiten, kostet aber sehr viel mehr Zeit.
Weil eine Zeichnung eine abstrakte Darstellung ist. Eine Zeichnung benötigt VerstĂ€ndnis des Abbildungsgegenstands, man muss darĂŒber nachdenken, wie man was darstellt, und eine Zeichnung transportiert ausgewĂ€hlte Information. Um einen Versuchsaufbau darzustellen, ist eine Zeichnung daher viel besser als ein Foto, und der Prozess, sie zu erstellen, vermittelt etwas. Ein Foto zu machen, vermittelt gar nichts.
Und warum soll das besser sein? Wenn ich direkt vor dem Versuch stehe und ihn beschreiben muss, kann ich das doch deutlich besser machen, als es anhand von mehr oder weniger vollstÀndigen oder lesbaren Notizen Stunden oder Tage spÀter aus dem GedÀchtnis heraus zu machen.
Selber Grund, man muss Information strukturieren und sich spÀter nochmals mit ihr auseinandersetzen. Dieses Verarbeiten von Information, auswÀhlen, priorisieren, darstellen, das ist enorm wichtig. Das Arbeiten mit Text ist auch spÀter in akademischen Berufen von herausragender Bedeutung, das muss man lernen.
SpÀtestens hier bestÀtigt sich meine Anfangsvermutung, dass du wohl noch nie Physik unterrichtet hast. Da erzÀhlt also ein Blinder was von Farben, typischer Dunning-Kruger Effekt.
Deine Arroganz wird nur von Deiner Inkompetenz ĂŒbertroffen. Auch erkennbar an den Fragen, die Du gestellt hast. Du bist didaktisch offensichtlich ganz hinten mit dabei.
Die Videoanalyse ist ein elementarer Bestandteil von physikalischer Messwerterfassung. Schonmal einen Crashtest ausgewertet?
Nö. Du? :-D Machen die das da auch mit Tablets? :-D
Klar kann man mit Videos was machen. Aber die newtonsche Mechanik, Beschleunigungsexperimente usw. sind wenige Unterrichtseinheiten. Den Versuch mit ganz einfachen Mitteln zu machen, ist auf jeden Fall hilfreich, da ihn das sehr zugĂ€nglich macht. Ansonsten gehört zu einer gescheiten Physikausstattung diverses Material fĂŒr Versuche. Wir hatten damals auch einen Klassensatz damals sicher nicht ganz billiger Oszilloskope. Auch fĂŒr die newtonsche Mechanik gab es ExperimentsĂ€tze fĂŒr Beschleunigungsversuche. Da kann man auch noch 10 Digitalkameras fĂŒr 100 EUR das StĂŒck mit Ministativ oder so dazu packen, wenn man will, dass die SchĂŒler da in Kleingruppen die Experimente machen. Oder man erlaubt den SchĂŒlern dann halt mal, das Smartphone zu benutzen. Macht es nur der Lehrer, macht er es selber. FĂŒr eine Hand Voll Beschleunigungsversuche so ein Aufstand zu machen, ist unangebracht.
Warum bloĂ haben die Autos und die Crashtest Dummies Markierungen, die man in einem Video nachverfolgen kann... warum nur? Ich komm irgendwie nicht drauf. Und diese komischen Videos, die die Polizei auf der Autobahn aufnimmt, um Raser zu ĂŒberfĂŒhren... wie kann man die nochmal auswerten? Sag du es mir. Auch im Leistungssport ist eine gute Videoanalyse von BewegungsablĂ€ufen nicht mehr wegzudenken.
Findest Du Dein Gelaber nicht ein Bisschen Dumm? Was machst Du den im Physikunterricht da fĂŒr Experimente? Einmal Beschleunigung mit konstanter Kraft? Um da eine Messreihe aufzustellen um das Beschleunigungsgesetz abzuleiten, braucht man keine Kamera. Und wenn man es damit unterstĂŒtzen will, braucht man keine Vollausstattung aller Klassen mit Tablets oder sowas.
Newtonsche Mechanik ist nunmal die Grundlage fĂŒr viele Teilbereiche der Physik.
Naja, eigentlich nicht :-D Didaktisch vielleicht in dem Sinne, indem man die Physik damit ĂŒberhaupt erst einfĂŒhrt. Und die Anzahl der Experimente ist da sehr ĂŒberschaubar.