Wenn Menschenleben gefährdet sind, gibt es keinen Bestandsschutz.
Gebäude werden geräumt, wenn sie mit Asbest verseucht sind oder wenn sich erhebliche Brandschutzmängel zeigen. Die Kosten, die dadurch entstehen sind dann erst mal zweitrangig.
Bei Dieselfahrzeugen weiß man schon lange um die gesundheitlichen Risiken. Die Grenzwerte in den Städten sind ja auch nicht neu sondern wurden von der EU vor etwa 20 Jahren festgelegt. Dabei wurden Kompromisse gemacht und neben relativ hohen Grenzwerten auch noch sehr lange Übergangszeiten genehmigt.
Dass VW den Lupo 3L damals mit einem Dieselmotor entwickelt wurde, haben Umweltschützer sofort kritisiert. Man hätte schon vor 20 Jahren deutlich sparsamere Autos mit Benzinmotor bauen können und viele Probleme wären dann schon längst nicht mehr so akut.
Greenpeace hat sogar einen Prototyp mit 3 Liter Benzinmotor entwickelt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Twingo_Smile
Aber das wollte man nicht und Fahrspaß scheint nach wie vor wichtiger zu sein als die Gesundheit. Das gilt nicht nur für Abgase sondern z.B. auch für den Lärm, den Autos und Motorräder heute noch produzieren. Nötig ist das nicht. Leute werden krank. Spaß geht aber trotzdem vor.