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mehr als 1000 Beiträge seit 11.06.2009

Bei mir ist es eigentlich genau anders herum

Das Pedelec riegelt bei 25 KM/h gnadenlos ab und es ist - alleine schon aufgrund des Gewichtes und der etwas unglĂĽcklichen Ăśbersetzung der NuVinci-Nabe - unglaublich anstrengend, Geschwindigkeiten ĂĽber 28 KM/h zu erreichen.

Auf einem normalen Fahrrad mit 'ner 8-Gang-Nexus oder Kettenschaltung komme ich locker über 30 KM/h. Genau so, wie mein 10-jähriger Sohn.

Als Autofahrer und Fußgänger kenne ich auch die Gegenseite der Medaille. Nahezu täglich erlebe ich riskante Situationen, in denen z.B. Einfahrverbote für Fußgängerzonen mißachtet werden oder Witwe Bolte im schwarzen Damenkleid in der Dämmerung auf der falschen Straßenseite auf dem Fußweg langbrettert. Natürlich ohne Licht und mit mindestens 20 KM/h.

Als meine Frau in Bremen "ihren" Unfall mit dem Pedelec hatte (100% Schuld des Autofahrers), galt das Hauptinteresse der Polizei übrigens nicht Ihr als Unfallopfer. Während sie blutend auf dem Gehsteig saß, war die Polizei akribisch damit beschäftigt zu prüfen, ob ihr E-Bike in irgendeiner Art und Weise frisiert war. Und da das Ding aus einer Zeit stammt(e), wo die Dinger noch nicht auf 25KM/h abgeregelt waren, ging der Affentanz dann richtig los. Achja: Aufgrund eines genetisch veranlagten chronischen Hüftleidens "schafft" meine Frau selbst auf einem E-Bike maximal 15 KM/h.

Lange Rede, kurzer Sinn: Statt zu reglementieren, wie sich die Fahrräder verhalten, sollte man mal lieber überlegen, eine entsprechende Infrastruktur (Radwege!) zu schaffen und gerne auch konsequent diejenigen bestrafen, die ihr E-Bike letztendlich als Waffe benutzen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.10.2017 11:37).

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