Netzwerkautomatisierung mit YANG und NETCONF erklÀrt
(Bild: Tommy Lee Walker / Shutterstock.com)
Zum Verwalten aktiver Netzwerkkomponenten nutzen Systemverantwortliche zahlreiche Automatisierungswerkzeuge. YANG und NETCONF sichern zusammen den Ăberblick.
Zum Konfigurationsmanagement setzen Admins diverse Tools ein, etwa Ansible, proprietĂ€re Software oder Native Scripting in Python oder anderen Skriptsprachen. Dabei mĂŒssen sie uneinheitliche Datenstrukturen und Konfigurationsmodi der Komponenten beachten. Es gilt nicht nur, Unterschiede zwischen unterschiedlichen Betriebssystemversionen in den Skripten abzubilden.
Noch schwieriger ist es, heterogene Netze mit Komponenten zahlloser Hersteller in den Griff zu bekommen. Wer einmal ein individuelles Skript fĂŒr eine Konfigurationsanpassung auf der Kommandozeile geschrieben hat, kennt die TĂŒcken. Diese Schnittstellen sind fĂŒr Mensch-Maschine-Interaktionen ausgelegt, nicht fĂŒr automatisierte AblĂ€ufe zwischen Maschinen.
Um die divergierenden Entwicklungen zu vereinheitlichen, entstand mit YANG (Yet Another Next Generation) in RFC 6020 [1] [1] und RFC 7950 [2] [2] eine Sprache fĂŒr ein einheitliches Datenmodell. Sie hilft dabei, Attribut-Wert-Paare im Netzwerkumfeld besser zu organisieren und Konfigurationen einfacher zu validieren. Das Datenmodell allein ermöglicht jedoch noch keine KonfigurationsĂ€nderungen; hierfĂŒr steht das Network Configuration Protocol (NETCONF, RFC 6241 [3] [3]) als Schnittstelle zur VerfĂŒgung.
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[1] https://tools.ietf.org/html/rfc6020
[2] https://tools.ietf.org/html/rfc7950
[3] https://tools.ietf.org/html/rfc6241
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