Samsung Galaxy Note 7: wasserdichtes Phablet mit Iris-Scanner
Samsung kombiniert beim Phablet Galaxy Note 7 High-End-Hardware mit kleinen Extras wie HDR-Video-Streaming, einem Iris-Scanner zur Entsperrung des Displays per Auge und einem wasserdichten GehÀuse.
Samsungs Galaxy-Note-Reihe hat eine breite Fan-Basis: Zum einen setzte sich das Smartphone beziehungsweise Phablet von Beginn an durch seine Display-GröĂe von deutlich ĂŒber 5 Zoll ab. Zum anderen ist es mittlerweile das einzige Smartphone mit Eingabestift.
Mit dem Galaxy Note 7 setzt Samsung diese Tradition fort und prÀsentiert ein High-End-Smartphone mit 5,7 Zoll Display-Diagonale und stiftsensitivem Touchpad. c't konnte es einem ersten Kurztest unterziehen.
Iris-Scanner ersetzt Fingerabdruck und PIN
Nachdem sich Fingerabdruck-Scanner selbst in Mittelklasse-Smartphones etabliert haben, geht Samsung nun einen Schritt weiter und baut als erster groĂer Hersteller einen Iris-Scanner ein. Haben Benutzer die unverwechselbare Struktur ihres Auges vom Scanner erfassen lassen, können sie damit alles absichern, wozu sie bisher PIN, Wischmuster oder Fingerabdrucksensor benötigten. Beispielsweise entsperrt man so das Smartphones oder schlieĂt Samsungs Secure Folder auf. Die bisherigen Sicherungsmethoden lassen sich als Alternative beziehungsweise Backup wĂ€hlen; eine doppelte Sicherung etwa per Iris und PIN hat Samsung nicht vorgesehen.
Samsung Note 7 (0 Bilder) [1]
Im Kurztest brauchte der Iris-Scanner rund eine Sekunde, um das Display zu freizuschalten, also spĂŒrbar lĂ€nger als mit dem Fingerabdruck-Scanner, der nur Sekundenbruchteile beansprucht. Die Reaktionszeit ist unter anderem von den LichtverhĂ€ltnissen abhĂ€ngig, mit Gegenlicht hatte die Technik so ihre Probleme. Samsung rĂ€t zwar von Brillen und Kontaktlinsen ab, im Test konnte der Scanner aber auch damit umgeben. Das Smartphone nutzt zum Scannen die normale Frontkamera und beleuchtet das Nutzergesicht dabei mit einer ebenfalls in der Front eingebauten Infrarot-LED. Den Unterschied zwischen echten Augen und einem Bild oder Foto soll der Sensor dadurch problemlos erkennen.
Weitere Sicherheits-Funktionen sind die Software Knox und der sogenannten Secure Folder: In den Ordner legt man Apps, Dateien und Accounts, die dann mithilfe von Passwort, Fingerabdruck oder Iris-Scanner geschĂŒtzt sind. So lassen sich Apps beispielsweise mit verschiedenen Accounts betreiben.
Note-SpezialitÀt Eingabestift S Pen
Wie bei den VorgĂ€ngern steckt der charakteristische Eingabestift im GehĂ€use und schnellt auf leichten Druck ein StĂŒck hervor, sodass man ihn herausziehen kann. Der sogenannten S Pen hat eine besonders feine Spitze, die mit 0,7 mm Durchmesser in etwa der eines klassischen Kugelschreibers entspricht. Mit 108 Gramm ist er aber leichter als die meisten echten Stifte, auĂerdem befindet sich am GehĂ€use eine Daumentaste, die beispielsweise MenĂŒs aufruft.
Der Touchscreen bemerkt den S Pen bereits, wenn er etwa einen Zentimeter ĂŒber dem Display schwebt. DrĂŒckt man dann die Stifttaste, öffnet sich das sogenannten Air-Command-MenĂŒ mit speziellen Stift-Apps, etwa einer Ăbersetzungsfunktion, die auch Schrift in Bildern erkennt oder einer Bildschirmlupe. Die Samsung-eigenen Apps Scrap Book, Memo, Action Memo und S Note, die man teils nur auf den Galaxy-Note-Modellen findet und die auch mit dem S Pen funktionieren, fasst der Hersteller nun unter der App Samsung Notes zusammen. Zieht man bei ausgeschaltetem Display den Stift aus dem GehĂ€use, lassen sich Notizen auf dem gröĂtenteils ausgeschalteten Display anfertigen (Stichwort: Always On). Der Hersteller nennt die Funktion Screen-Off-Memo; sie ist inzwischen auch auf dem Note 4 und Note 5 implementiert.
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Galaxy S7 lĂ€sst grĂŒĂen
Einiges vom Vorzeige-Smartphone Galaxy S7 [4] hat Samsung auch fĂŒr das Galaxy Note 7 ĂŒbernommen. Bereits bei der Nummerierung fĂ€ngt es an: Das letzte hierzulande erhĂ€ltliche GerĂ€t der Reihe war das Note 4, das voriges Jahr vorgestellte Note 5 war hierzulande niemals offiziell im Handel. Und um die Bezeichnung der Galaxy S-Reihe anzupassen â und noch mehr Verwirrung zu stiften â, lĂ€sst der Hersteller die Nummer 6 aus und springt zum Note 7.
Das GehĂ€use des Note 7 gleicht dem eines vergröĂerten Galaxy S7: Glas an Vorder- und RĂŒckseite und zusammenlaufende RĂ€nder. Die Display-Kanten sind leicht nach hinten gebogen, aber nicht mehr so stark wie beim Galaxy Note Edge. GröĂter sichtbarer Vorteil der Biegung ist: Der Bildschirm wirkt an den Flanken randlos. Als GehĂ€usefarben stehen vorerst nur Schwarz, Hellblau und Silber zur VerfĂŒgung; in anderen LĂ€ndern wird es auch ein goldenes Modell geben. Mit an Bord ist die Software Edge-UX, die von der Display-Seite aus ein MenĂŒ mit SchnellverknĂŒpfungen einblendet, wenn man mit dem Finger in den Bildschirm hinein wischt.
Wasser und Staub können dem Note 7 nichts anhaben, da es nach Schutzklasse IP68 geschĂŒtzt ist. Dasselbe gilt fĂŒr den S Pen. Der funktioniert sogar fehlerfrei, wenn der Touchscreen nass ist. Fingereingaben erkannte das nasse GerĂ€t zuverlĂ€ssiger als andere, wenn auch nicht ganz perfekt.
Bei der rĂŒckseitigen Kamera handelt es sich um das 12-Megapixel-Modul, dass auch im S7 knipst. Die Software ist allerdings um einige Funktionen erweitert und beispielsweise fĂŒr die Einhandbedienung optimiert.
Auch der Prozessor Exynos 7 Octa ist der gleiche wie im S7. Er zĂ€hlt aktuell zu den schnellsten Smartphone-Prozessoren und lĂ€sst kaum Performance-WĂŒnsche offen. Ihm stehen 4 GByte RAM zur VerfĂŒgung, 64 GByte ist der interne Flash-Speicher groĂ, der mithilfe einer MicroSD-Karte um bis zu 256 GByte erweitert werden kann. Das vorinstallierte Android 6.0.1 (Marshmallow) lief darauf sehr flott und absolut flĂŒssig.
Im Unterschied zum S7 verfĂŒgt das Note 7 bereits ĂŒber die verdrehsichere USB-Buchse vom Typ-C. Um den 3500 mAh-Akku besonders schnell laden zu können, ist die Schnellladetechnik Qualcomm QuickCarge 3.0 eingebaut. Drahtlos lĂ€sst sich das Note 7 per PMA und WPC laden.
HDR-Video-Streaming
Das OLED-Display des Note 7 hat eine Diagonale von 5,7 Zoll ( rund 14,5 Zentimeter) und löst mit 2560 Ă 1440 Bildpunkten auf. OLED-typisch zeichnet es sich durch eine sehr sattes Schwarz und eine krĂ€ftige Farbdarstellung aus. Damit soll es vor allem bei Fotos, Spielen und Videos eine gute Figur machen. Laut Samsung ist das Note 7 das erste MobilgerĂ€t, das sich auf HDR-Streaming versteht â also die Wiedergabe von besonders kontrastreichen Inhalten (High Dynamic Range).
Welche Formate, Codecs und Streaming-Dienste dabei zum Einsatz kommen, teilte Samsung bislang nicht mit. Das Display selbst sollte dank seiner Darstellungscharakteristik aber problemlos in der Lage sein, farbstarke und kontrastreiche Videos anzuzeigen.
FĂŒr ungetrĂŒbtes Spiel- und VR-VergnĂŒgen ist zudem die Rendering-API namens Vulkan an Bord. Sie soll einen deutlichen Performance-Schub gegenĂŒber dem derzeit verwendeten OpenGL ES bringen.
Virtual Reality-Brille Gear VR
Als Zubehör wird es eine neue Version der Virtual-Reality-Brille Gear VR geben. Ihr Blickfeld ist im Vergleich zu den VorgĂ€ngern von 97 Grad auf 101 Grad gewachsen, was im Kurztest aber kaum einen Unterschied machte. Ihr Touchpad ist nun etwas gröĂer und es sind mehr Polster fĂŒr den begquemeren Sitz angebracht. AuĂerdem ist das GehĂ€use nun schwarz, was die Augen laut Samsung weniger ablenken soll. FĂŒr die Verbindung zum Smartphone nutzt die Brille einen Typ-C-Anschluss; mithilfe eines Adapters funktioniert die Gear VR aber auch mit Ă€lteren Smartphones wie Samsungs Galaxy S7.
Galaxy Note 7: Preis und VerfĂŒgbarkeit
Das Note 7 wird ab dem 2. September fĂŒr 850 Euro erhĂ€ltlich sein. Vorbestellbar ist es ab dem 16. August. Besteller bekommen es drei Tage frĂŒher geliefert â inklusive einer Gear VR.
| Samsung Galaxy Note 7 | |
| Betriebssystem | Android 6.0.1 mit GUI |
| Display | AMOLED / 5,7 Zoll / 2560 x 1440 (518 dpi) |
| Prozessor | Exynos 8 Octa (4 x 2,3 GHz + 4 x 1,6 GHz) |
| RAM | 4 GByte |
| Flash-Speicher | 64 GByte |
| Speicherkarten-Slot | MicroSDXC (bis 256 GByte) |
| Funk | LTE Cat. 9 / Bluetooth 4.2 / 802.11a/b/g/n/ac |
| MaĂe | 15,4 cm x 7,4 cm x 7,9 mm |
| Gewicht | 169 g |
(spo [5])
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