CeBIT 2009 - Die Trends
Auch wenn die CeBIT in diesem Jahr mit Ausstellerschwund zu rechnen hat, so zeigen sich auf der Messe in Hannover doch interessante Trends für 2009. Im Bereich der Fernseher und Monitore gibt es neue Entwicklungen zu vermelden, und das Thema Umweltschutz und Energieeinsparung gewinnt beim Massenprodukt Computer immer mehr an Bedeutung. Für besondere Aufregung aber wird das Thema Gesundheitskarte sorgen. Ohne Zweifel ist es für Patienten und Ärzte von großem Nutzen, wenn die gesamte Krankengeschichte sofort und überall zur Verfügung steht. Für den Patienten aber besteht ein erhebliches Risiko, wenn seine intimsten Daten dort landen, wo sie nicht hingehören. Das c't magazin wagt einen Ausblick auf die spannendsten Themen der CeBIT 2009.
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[b]CeBIT 2009![/b]
Wirtschaftskrise hin oder her. Die CeBIT wird auch in diesem Jahr das wichtigste Event in der IT-Branche sein. Es gibt einiges an Neuerungen, Innovationen zu sehen.
[b]Schlanke Riesen[/b]
Schlanke Fernseh-Giganten hängen schon in vielen Wohnzimmern. An der optimalen Bildqualität hapert es dennoch. Und außerdem sind die Riesen-Fernseher stromhungrig. Gibt es also endlich die flache Fernsehtapete mit exzellenter Bildqualität, die wenig Strom verbraucht?
Eine ganz interessante Technik, die auf der CeBIT präsentiert wird, ist die OLED-Technik: organische Leuchtdioden, aus denen jetzt auch große Fernseher gebaut werden können. Das heißt, die Geräte können flexibler werden [--] so flach, dass man sie wie ein Bild an die Wand hängen kann. Die Bildqualität wird besser und sie werden sparsamer. Das bedeutet, der Energiebedarf eines OLED-Fernsehers ist weitaus geringer, als die herkömmlichen Digital-Displays.
[b]Ökologie![/b]
Kaum ist der Computer eingeschaltet, frisst er auch schon jede Menge Strom. Und läuft er ein Jahr im Dauerbetrieb sind schnell 140 Euro Stromkosten fällig. Gibt’s da bald eine Entlastung?
Green IT ist ein ganz wichtiges Thema für die Aussteller. In diesem Jahr ist damit zu rechnen, dass Rechner auf den Markt kommen, die 10-20% weniger Energiebedarf haben werden, als heutige Geräte. Das bedeutet leider nicht, dass die gesamte Ökobilanz wirklich gut wird. Die Herstellung und auch die Geräte selber sind noch immer stark mit Umweltgiften belastet!
[b]Kraftzwerge![/b]
Die Abräumer im letzten Jahr waren die Netbooks! Klein und handlich [--] aber für viel mehr als zum Internet-Surfen oder Texte schreiben taugten die Zwerge bislang nicht. Und in diesem Jahr?
Die Hersteller haben gemerkt, dass es nicht ausreicht, ein abgespecktes Notebook anzubieten. Die Produktpalette wird einfach breiter. Es gibt verschiedene Angebote für verschiedene Einsatzzwecke. Einige Netbooks sind besonders lange nutzbar, ohne dass man die Akkus nach laden muss. Oder man kann sie zum Filme anschauen benutzen, was in den 1. Generationen nicht ging.
[b]Perfektion![/b]
Mit großem Show-Aufgebot präsentierte Microsoft 2007 das neue Betriebssystem "Windows Vista". Doch das Ganze erweist sich als Flop: Vista bringt die Nutzer mit seinen Macken an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Und was kommt jetzt?
Die nächste Generation von Windows ist da. Microsoft 7 soll das werden, was Vista hätte werden sollen. Das heißt für den Anwender: bessere Funktionen, besseres Multimedia, bessere Leistung, bessere Sicherheit. Ohne so Ressourcen fressend zu sein, wie Vista es war. Microsoft 7 soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Man kann davon ausgehen, wenn die Pläne von Microsoft so funktionieren, wie sie sich das vorgestellt haben, dass man Weihnachten PCs mit vorinstalliertem W7 kaufen kann.
[b]Gesundheit![/b]
Jeder kennt die Krankenversicherten-Karte. Sie speichert Daten wie etwa den Name, Adresse und Krankenversicherungs-Nummer. Nun sollen auf ihr auch persönliche medizinische Daten oder eingenommene Medikamente gespeichert werden, auf die dann jeder behandelnde Arzt Zugriff hat. Gute Idee. Doch wie sieht es mit der Datensicherheit aus?
Ganz wichtiges Thema auf der CeBIT 2009: eHealth, also eine elektronisch verwaltete Gesundheitsversorgung. Ungewöhnlich, aber in diesem Jahr fängt die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte an. Das soll für den Patienten vor allem bedeuten, dass er bessere Kontrolle hat, wann wer welche Daten über seinen Gesundheitszustand lesen kann. Er soll eine bessere Kontrolle über seinen Krankheitsverlauf haben von der Wiege bis zur Bahre. Die elektronische Gesundheitskarte ist das größte IT-Projekt das im Moment auf der Welt durchgeführt wird. Von vielen der dafür eingesetzten Techniken weiß man nicht, ob sie wirklich in dieser Größenordnung funktionieren. Es wird in den nächsten Jahren noch spannen werden, ob alles so funktioniert, wie man sich das gedacht hat.