Gefährlicher Handel - Vorsicht beim Autokauf im Internet

Wer ein gebrauchtes Auto sucht, der wird im Internet garantiert fündig. Doch mitunter endet der Autokauf auch tragisch: Einen 17jährigen aus München kostet er sogar das Leben.

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Er sucht einen VW-Transporter im Internet. Das Geld zum Kauf steckt er ein und macht sich aus München auf zum vereinbarten Treffpunkt in Fulda. Dort erwartet ihn aber nicht etwa der versprochene VW-Bus, sondern ein eiskalter Betrüger, der den 17 jährigen niederschießt und ihm das Geld raubt. Es ist der traurige Höhepunkt eines Autobetruges, der sich im Internet angebahnt hat. Die Kriminalpolizei bestätigt, dass die Betrugsdelikte auch beim Autokauf  im Internet zunehmen, diese Dimension allerdings ist auch der Polizei neu. 

3000 Euro 

Lebensgefahr bestand für die 18jährige Sabrina aus Frankfurt nicht. Aber auf der Suche nach ihrem ersten Auto wäre sie fast auf einen Betrüger hereingefallen, der ihr über 3000 Euro abnehmen wollte. Seine Masche: Mit einer Überweisung beim Geldtransferdienst "Western Union“ sollte Sabrina die Ernsthaftigkeit ihres Interesses bekunden. Immerhin würde der Verkäufer ja zur Besichtigung extra aus den Niederlanden anreisen. Zur Bestätigung der Einzahlung bei "Western Union“ möge Sabrina doch bitte die Einzahlungsnummer per Mail schicken. Dann würde sich der freundliche Verkäufer umgehend auf den Weg machen. Sabrina will sicher gehen und erkundigt sich. Allein die Kenntnis der Einzahlungsnummer würde ausreichen, um sich ohne Ausweis an einem beliebigen Ort der Welt in einer "Western Union“ Niederlassung Sabrinas 3000 Euro auszahlen zu lassen. Die junge Frau ist geschockt, hat aber rechtzeitig reagiert und konnte so den Schaden abwenden. 

Warnungen und Empfehlungen

Beim Autokauf im Internet geht es immer um viel Geld. Lassen Sie sich also auf keinerlei unklaren Verhältnisse ein und treten Sie niemals in Vorleistung. Das gilt auch für evtl. anfallende Kosten für Notargebühren oder ähnliches. Treten Sie eine teure Reise zur Besichtigung erst an, wenn Sie Ihren Geschäftspartner auf Seriosität hin überprüft haben. Manche Anbieter schicken kaum Fotos des Autos – aus gutem Grunde. Denn die Wagen sind häufig stark abgenutzt und verkratzt. Der Anbieter hofft darauf, dass die Kunden das Auto wegen der langen Anreise dann trotzdem kaufen.  

Als Verkäufer geben Sie niemals konkrete Daten wie Versicherungsnummern oder Kennzeichen von ihrem Auto preis. Diese Daten können Betrüger verwenden, um vermeintliche Versicherungsschäden auf Ihren Namen zu melden und das Geld zu kassieren. Eine Probefahrt kommt nur in Frage, wenn Sie mitfahren. Lassen Sie sich Ausweis und Führerschein zeigen, ggf. verlangen Sie eine Kaution in Höhe des angedachten Kaufpreises. Eine hilfreiche Sammlung der aktuellen Tricks der Autobetrüger finden Sie auf der Webseite sicherer-autokauf.de, einer Initiative verschiedener Online-Autoverkäufer, dem ADAC und der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.