Verwirrung im Wohnzimmer - Wenn Röhrenfernseher und VHS-Recorder Flachbildschirm und Blu-ray-Player weichen müssen
Da steht man nun im Elektronikmarkt und ist erschlagen vom riesigen Angebot an Flachbildfernsehern, Settop-Boxen und Blu-ray-Abspielern. Aber damit nicht genug der Verwirrung: Da wären noch so Begriffe wie HD-Ready, Full HD-Ready, 1080i, 24P oder HD-TV. Dabei wollte man doch nur den alten Röhrenfernseher samt VHS-Recorder durch neue Geräte ersetzen. Was früher noch ganz einfach war, entpuppt sich heutzutage als undurchsichtiger Technikdschungel. Der c’t-magazin-Workshop klärt auf, welche Geräteklasse man sich heute kaufen sollte, welche Rolle das hochauflösende Fernsehen HDTV in naher Zukunft spielen wird und ob es bei der Neuanschaffung von DVD-Recorder und Flachbildfernseher wirklich immer das Teuerste sein muss.
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[b]HDTV [--] was benötige ich für hoch auflösendes Fernsehen?[/b]
[b]HD können sie mittlerweile alle[/b]
Ob Full HD oder HD ready [--] wer heutzutage einen Fernseher kauft, kann in der Regel sicher sein, dass das Gerät in der Lage ist, Fernsehen in hochauflösender Qualität auszustrahlen. Doch so ganz einfach ist es dann doch nicht, wirklich in den Genuss von HDTV (High Definition Television) zu kommen.
[b]Standard-Receiver reicht meist nicht[/b]
Denn wer meint, allein mit dem Anschluss ans Kabel oder den Satelliten alles Erforderliche getan zu haben, der irrt. Zwar hat jedes moderne, HD-fähige Fernsehgerät auch einen eingebauten Receiver (Empfänger), doch das sind in der Regel nur DVB-T-Empfänger. DVB-T bedeutet "Digital Video Broadcasting Terrestrial" und beschreibt die terrestrische Verbreitung digitaler Fernsehsignale. Die eingehenden Signale sind zwar digital, werden (in Deutschland) aber nicht in hochauflösender Qualität übermittelt.
[b]Voraussetzung: DVB-S oder DVB-C[/b]
Wer also Programme in HD-Qualität sehen will, benötigt [--] je nachdem, ob er einen Satelliten- oder Kabelanschluss hat [--] einen DVB-S Receiver (Digital Video Broadcasting Satellite) oder einen DVB-C Receiver (Digital Video Broadcasting Cable). Zwar gibt es auch Fernsehgeräte, die einen solchen Empfänger integriert haben (Loewe, Metz, Sharp, Sony), aber mit Preisen zwischen 2000 bis 3000 Euro sind sie in der Regel nicht gerade ein Schnäppchen. Als weitere Möglichkeit, hochauflösendes Fernsehen auf den Schirm zu bekommen bietet sich Internet-TV an. Hier sorgt eine vom Anbieter gelieferte Sttop-Box für die Verbindung zum Fernseher.
[b]Freies HDTV-Programm? Fehlanzeige[/b]
Auch wer solch einen Receiver als Beistellgerät (Set-Top-Box) an seinen neuen Fernseher anschließt, wird nicht automatisch glücklich. Denn nachdem Sat 1 und Pro Sieben die Ausstrahlung von Filmen in HDTV-Qualität vorläufig eingestellt haben und ARD sowie ZDF erst ab 2010 HDTV ausstrahlen wollen, bleiben den Konsumenten nur kostenpflichtige Anbieter (etwa Premiere HD, Discovery HD, Anixe HD). Die sind teilweise aber nur über Kabel empfangbar. Voraussetzung für den Empfang ist auch der Erwerb eines vom jeweiligen Anbieter zertifizierten Empfängers. Diese zertifizierten Empfänger, die Pay-TV in HD-Qualität empfangen, haben allerdings keine integrierte Festplatte, die die Möglichkeit böte, Filme zu speichern.
[b]Und nun? Zahlen. Oder warten[/b]
Wer zurzeit in den Genuss hoch auflösenden Fernsehens kommen will, muss also notgedrungen tief in die Tasche greifen und in ein Abo investieren. Für alle anderen bleibt die [--] berechtigte [--] Hoffnung, ab 2010 auch ohne finanziellen Mehraufwand HDTV ins Haus gebracht zu bekommen.