Aktionärsvereinigung befürchtet Substanzverlust bei Telekom
"Das Unternehmen muss die Dividende auch verdienen", kommentierte ein Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz die Pläne der Deutschen Telekom zu einer Dividendenausschüttung, die über dem Überschuss liegt.
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) befürchtet wegen der geplanten Dividendenerhöhung einen Substanzverlust bei der Deutschen Telekom. Eine Anhebung sei nicht zu begrüßen, wenn die Dividende höher als der Überschuss ausfalle, sagte DSW-Sprecher Jürgen Kurz auf Anfrage. "Das Unternehmen muss die Dividende auch verdienen."
Die Deutsche Telekom hatte zuvor eine Anhebung der Ausschüttung um 8,3 Prozent auf 0,78 Euro pro Aktie angekündigt. Die Dividende wird damit nach Einschätzung von Analysten über dem Überschuss liegen. Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick hatte darauf verwiesen, dass als Grundlage für die Dividende der freie Kapitalfluss besser geeignet sei als der Überschuss.
Grundsätzlich begrüßte die DSW höhere Ausschüttungen. "Die Telekom ist eines der fleißigsten Unternehmen dabei", sagte Kurz. Für Anleger, die langfristig investiert hätten, sei dies eine Art "Schmerzensgeld", da sie viel Geld verloren hätten.
Siehe dazu auch:
- ver.di kritisiert Telekom-Dividende und kündigt hohe Lohnforderung an
- Deutsche Telekom will Dividende anheben
(dpa) / (jk)