Amazons Netzwerk-Lautsprecher Echo lässt sich einfach reparieren

Noch vor der offiziellen Veröffentlichung hat iFixit den smarten Amazon-Lautsprecher Echo in seine Einzelteile zerlegt. Die Hardware ist einfach zu reparieren, zum Öffnen muss man dem Echo allerdings mit einem Messer zu Leibe rücken.

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Amazons Netzwerk-Lautsprecher Echo lässt sich einfach reparieren

Amazons Echo erinnert beim Aufbau entfernt an Apples Mac Pro.

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Denise Bergert

Im vergangenen Monat kündigte Amazon überraschend eine eigene Interpretation eines smarten Assistenten für die heimischen vier Wände an. Im Gegensatz zu Siri und Cortana ist der Amazon-Helfer jedoch nicht in einem Smartphone, sondern in einem Netzwerk-Lautsprecher untergebracht. Die zylinderförmige Hardware trägt den Namen Echo und ist in etwa so groß wie zwei übereinander gestapelte Konservendosen.

Welche Technik unter der Haube werkelt, hat sich iFixit genauer angesehen. Noch vor dem offiziellen Release des Amazon Echo wurde der Lautsprecher von den Reparatur-Experten in seine Einzelteile zerlegt. Will man den Zylinder öffnen, so empfiehlt es sich, an der Unterseite zu beginnen. Schicht für Schicht finden sich am Boden unter anderem Power- und Speaker-Driver-Boards mit Technik von Texas Instruments.

Anschließend kann der innere Zylinder entnommen werden. Um an dessen Einzelteile zu kommen, muss allerdings ein Messer zu Hilfe genommen werden. Das Innenleben ist mit vibrationsdämpfendem Stoff umwickelt, der aufgeschnitten und anschließend wieder zusammengeklebt werden muss. Nach der Demontage von Woofer und Dämpfer kommt schließlich das Motherboard zum Vorschein. Hier hat Amazon einen Prozessor von Texas Instruments, RAM von Samsung und Speicher von SanDisk verbaut. Das WLAN- und Bluetooth-Modul stammt von Qualcomm.

An der Oberseite findet sich schließlich das Herzstück von Assistentin Alexa: Ein Ring aus sechs Mikrofonen mit einem zusätzlichen Mikrofon in der Mitte, der auf die Sprachbefehle des Nutzers hört. Ein LED-Ring leuchtet auf, wenn Alexa das Kommando verstanden hat.

Amazons Echo erreicht im iFixit Teardown einen Reparatur-Score von sieben aus zehn möglichen Punkten. Die Hardware lässt sich relativ leicht öffnen, die Lautsprecher können einfach ausgetauscht werden. Klebestoff wurde nur beim Gummifuß und beim Dämmstoff benutzt, mit dem der innere Zylinder umwickelt ist. iFixit weist außerdem darauf hin, dass bislang noch keine Dokumentationen für eventuelle Reparaturen verfügbar sind.

Amazon Echo (4 Bilder)

Eine schwarze Röhre mit leuchtendem Ring: Amazons Echo präsentiert sich schlicht, verspricht aber guten Klang. Der drehbare Ring am Kopf dient als Lautstärkeregler.
(Bild: Amazon.com)

(axk)