Apple-Chef Tim Cook: iPhone-5c-VerkÀufe geringer als geplant
Der Apple-Chef Ă€uĂerte sich zusammen mit seinem Finanzvorstand in der Nacht zum Mittwoch in einem AnalystengesprĂ€ch zum letzten Quartal. Die wichtigsten Aussagen im Ăberblick.
Apple-Chef Tim Cook hat sich zusammen mit Chief Financial Officer Peter Oppenheimer zu den jĂŒngsten Quartalszahlen [1] des iPhone- und Mac-Hersteller geĂ€uĂert, die erneut Rekorde brachten. Bei dem AnalystengesprĂ€ch, das wie ĂŒblich auch per Internet [2] zu hören war, verriet Cook unter anderem Details zur Strategie beim Fingerabdrucksensor Touch ID. Hier die wichtigsten Aussagen aus dem Conference Call:
- Tim Cook musste einrĂ€umen, dass Apple Probleme beim Absatz des iPhone 5c [3] hat. Die Nachfrage sei "anders als wir dachten". Man habe mit einem höheren Anteil an den gesamten iPhone-VerkĂ€ufen gerechnet. Die Kunden hĂ€tte es stark zum iPhone 5s gezogen, der Fingerabdrucksensor Touch ID sei hier besonders attraktiv gewesen. Angaben darĂŒber, was Apple mit dem iPhone 5c plant, machte Cook nicht. Es sei aber möglich, dass Apple sein Angebot "anpasse". Das iPhone 5c sei besonders bei Neueinsteigern beliebt gewesen.
(Bild: Immo JunghÀrtchen / Mac & i)
- Aufgrund der nicht den Erwartungen entsprechenden Nachfrage hatte Apple Probleme, seine iPhone-Produktion anzupassen. Das gab auch Cook zu. Es habe gedauert, die richtige GerĂ€temischung herzustellen, die die Kunden verlangten. Aus diesem Grund habe man einige VerkĂ€ufe in Nordamerika verloren. Das iPhone 5s war weltweit anfangs schwer verfĂŒgbar â besonders in der gefragten GehĂ€usefarbe Gold.
- Apples GeschĂ€ft in China wĂ€chst stark, was sich dank des neuen Vertrags mit China Mobile [4] zum Vertrieb des iPhones noch beschleunigen dĂŒrfte. Der Gesamtumsatz in dem Land liegt nun bei 8,4 Milliarden Dollar, das ist ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Japan wuchs um 11 Prozent, Europa dagegen nur um fĂŒnf (jetzt 13,07 Milliarden). In Amerika musste Apple dagegen ein Umsatzminus von rund einem Prozent auf knapp 20 Milliarden Dollar hinnehmen.
(Bild: Immo JunghÀrtchen / Mac & i)
- Wie bereits in der Meldung zu den Quartalszahlen erwĂ€hnt [5], geht Apples GeschĂ€ft mit dem iPod weiter zurĂŒck. Zwar wurden noch etwas mehr als sechs Millionen Einheiten verkauft, doch das ist ein Minus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das ist auch der bislang stĂ€rkste RĂŒckgang in der Sparte, den Apple jemals verzeichnen musste. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2012 gingen noch 15,4 Millionen Einheiten ĂŒber den Ladentisch.
- Apple erwĂ€gt, die Verwendung seiner Touch-ID-Technik auszuweiten. Der Bereich der mobilen Bezahlsysteme sei etwas, das man fĂŒr sehr spannend halte, sagte Cook. "Das war einer der Gedanken hinter Touch ID." Aktuell erlaubt Apple allein EinkĂ€ufe in seinem eigenen App- und iTunes-Store-Angebot ĂŒber den Sensor. Das sei bei den Kunden sehr beliebt. "Es ist unglaublich einfach, leicht und elegant." Der Bezahlbereich sei fĂŒr iOS "eine groĂe Chance", wenn man sich die demographische Zusammensetzung der Kundschaft und die Menge an E-Commerce ansehe, die auf der Plattform stattfinde â insbesondere im Vergleich zur (Android-)Konkurrenz.
- Tim Cook sieht keine Probleme, was Apples Innovationskraft anbelangt. Diese sei tief innerhalb der Mitarbeiterschaft verankert. Man komme stÀndig auf neue Ideen, Hauptproblem sei, sich auf die wenigen Dinge zu konzentrieren, die den Aufwand auch verdienten. "Das haben wir immer so gemacht und werden es weiter tun."
Siehe dazu auch:
(bsc [7])
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[4] https://www.heise.de/news/iPhone-Vertrieb-bei-China-Mobile-laeuft-an-2088093.html
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