Apple verkauft erneut weniger GerÀte
(Bild: Gemeinfrei)
Im jĂŒngsten Quartal hat Apple erneut weniger iPhones, iPads und Macs verkauft. Dienstleistungen spielten indes mehr ein. In Summe ist der Reingewinn dennoch um knapp ein FĂŒnftel gefallen. Die Börse reagierte gelassen.
Apple hat in den drei Monaten bis Ende September 46,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das ist ein RĂŒckgang von neun Prozent gegenĂŒber dem gleichen Quartal des Vorjahres [1]. Der Betriebsgewinn ist um 19,6% auf 11,8 Milliarden Dollar, der Reingewinn um 19% auf neun Milliarden Dollar gefallen. Das ist vor allem auf deutlich zurĂŒckgegangenen Absatz von EndgerĂ€ten zurĂŒckzufĂŒhren.
(Bild:Â dpa)
Die Bruttomarge des wertvollsten Unternehmens der Welt ist von 40 auf 38 Prozent zurĂŒckgegangen. Das geht aus den Dienstagabend veröffentlichten Finanzzahlen [2] hervor. Es ist das dritte Quartal in Folge mit schrumpfendem Umsatz.
Die Quartalszahlen entsprachen im Wesentlichen den Erwartungen der Finanzanalysten. Auch Apples Umsatzprognose fĂŒr das laufende Quartal mit dem wichtigen WeihnachtsgeschĂ€ft hatten die Analysten fast exakt vorhergesagt. Allerdings dĂŒrften sich manche Anleger angesichts von Samsungs Schwierigkeiten mit dem zurĂŒckgerufenen Galaxy Note 7 eine bessere Prognose Apples erwartet haben. Der Aktienkurs gab im nachbörslichen Handel um 2,8 Prozent nach.
GerÀte weniger gefragt
FĂŒnf Prozent weniger iPhones, sechs Prozent weniger iPads und 14% weniger Macs lieferte Apple in den drei Monaten aus, jeweils verglichen mit dem selben Quartal des Vorjahres. Es ist das vierte Quartal des Finanzjahres. Bei iPads konnte die Firma einen höheren Durchschnittspreis erzielen, so dass der Umsatz stabil geblieben ist.
(Bild:Â dpa)
Bei iPhones und Macs ging indes der Durchschnittspreis zurĂŒck, so dass die Einnahmen hier um 13% respektive 17% gefallen sind. Der Verkauf von iPhones stemmt aber immer noch 60 Prozent des Konzernumsatzes. Noch stĂ€rker bergab ging es bei den sonstigen Produkten, die 22% weniger eingebracht haben. In diese Kategorie fallen beispielsweise die Apple Watch, Apple TV, iPods, diverses Zubehör und die Beats-Kopfhörer.
Dienstleistungen wachsen hingegen. Nach einem Umsatzplus von 24% bringen sie inzwischen 13,5 Prozent des Konzernumsatzes. In diesen Bereich fallen etwa der App Store, GerÀteversicherungen und Apple Pay. Gerade damit hat Apple-Chef Tim Cook besondere Freude: "Apple-Pay-Transaktionen waren fast 500 Prozent höher [...]", sagte der Manager in einer Telefonkonferenz [3] mit Finanzanalysten. "Wir haben im Monat September mehr Transaktionen abgewickelt als im gesamten Finanzjahr 2015."
Greater China -30%
In regionaler Hinsicht verlief das GeschĂ€ft uneinheitlich. Umsatzzuwachs gab es in Japan (+10%) und Europa (+3%), wĂ€hrend es allen anderen Regionen fĂŒr Apple weniger zu holen gab. Richtig eingebrochen ist das GeschĂ€ft in "Greater China", wo 30% weniger eingenommen wurde als vor einem Jahr.
(Bild:Â Thierry Ehrmann CC-BY 2.0 [4])
Cook fĂŒhrt das auf auĂergewöhnlich hohen Kundenzustrom vor einem Jahr zurĂŒck, als viele Chinesen auf iPhone 6 oder 6 Plus upgegradet haben. Inzwischen sei die Upgrade-Rate auf einem normalen Wert zurĂŒckgekehrt. Die Fallhöhe sei eben groĂ gewesen.
Unter dem Strich druckt Apple weiterhin Geld. Der Operative Cashflow erreichte 16,1 Milliarden US-Dollar. Trotz Dividenden und AktienrĂŒckkĂ€ufen konnte Apple seinem Barvermögen 5,4 Milliarden Dollar hinzufĂŒgen. Insgesamt lagen per Ende September mehr als 67 Milliarden Dollar bereit.
Im Weihnachtsquartal erwartet Apple 76 bis 78 Milliarden Dollar Umsatz. Das liegt leicht ĂŒber den 75,9 Milliarden Dollar des letzten Weihnachtsquartals [5]. Die Bruttomarge soll von damals 40,1 auf 38 bis 38,5 Prozent schrumpfen.
Jahresvergleich
Das Ende September abgelaufene Jahresviertel war das vierte und letzte Quartal von Apples Finanzjahr 2016. Der Jahresumsatz ist von 234 auf 216 Milliarden Dollar gefallen (-7,7%). Die Bruttomarge ist um einen Prozentpunkt von 40,1% auf 39,1% gesunken.
Der Jahresbetriebsgewinn ist um 16,6% auf 60 Milliarden Dollar zurĂŒckgegangen. Der Reingewinn 2016 erreichte annĂ€hernd 45,7 Milliarden Dollar. Das sind 14,4 Prozent weniger als im Finanzjahr 2015.
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(ds [7])
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[1] https://www.heise.de/news/Apple-beschleunigt-zum-Ende-des-Finanzjahres-2428700.html
[2] http://www.apple.com/newsroom/2016/10/apple-reports-fourth-quarter-results.html
[3] http://www.apple.com/investor/earnings-call/
[4] https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
[5] https://www.heise.de/news/Rekordgewinn-Apple-trotzt-dem-starken-Dollar-3085026.html
[6] https://www.heise.de/news/Statistisch-gesehen-So-wichtig-ist-das-iPhone-fuer-Apple-3314887.html
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