Berliner C/O-Galerie öffnet am 30. Oktober im Amerika Haus

Von Annie Leibovitz bis Peter Lindbergh – die C/O Galerie in Berlin gilt weltweit als ein wichtiges Zentrum für Fotokunst. Bis zum Herbst soll ihr neuer Standort fertig sein.

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Die international renommierte Berliner Fotogalerie C/O soll nach eineinhalbjähriger Pause am 30. Oktober im sanierten Amerika Haus wieder öffnen. In dem Gebäude hatten die Amerikaner nach dem Krieg ihr "Umerziehungs-Programm" für die Deutschen gestartet. Jetzt wird es zu einem modernen Ausstellungshaus umgebaut.

Ab Herbst zeigt die C/O Galerie Fotokunst im Amerika-Haus.

(Bild: David von Becker)

Mit gleich vier Ausstellungen will C/O im Oktober die Wiedereröffnung groß feiern. Darunter ist auch eine Schau des US-Künstlers Will McBride, dessen Werke 1957 in der ersten Fotoausstellung im Amerika Haus gezeigt wurden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) haben sich angesagt.

Die C/O Galerie hatte im März 2013 wegen eines Besitzerwechsels ihren angestammten Standort im Postfuhramt Berlin-Mitte verlassen müssen. Sie war lange auf der Suche nach einer neuen Bleibe, zwischenzeitlich fürchtete sie um ihre Existenz. "Wir waren ein Kind von Mitte, aber wir haben uns jeden Tag mehr in dieses Haus verliebt", sagte Galerie-Direktor Stephan Erfurt am Freitag bei der Vorstellung des neuen Programms.

Die privat finanzierte Galerie gilt deutschlandweit als eine der wichtigsten Adressen fĂĽr Fotokunst. Stephan Erfurt hatte das beispiellose Projekt im Jahr 2000 gemeinsam mit dem Designer Marc Naroska und dem Architekten Ingo Pott gegrĂĽndet. Seither kamen rund 950 000 Besucher.

Das alte Postfuhramt beherbergte mit der C/O Berlin ein weltweit wichtiges Zentrum fĂĽr Fotokunst. Nun zieht die Galerie nach Charlottenburg.

(Bild: Stephan Erfurt)

Für das Amerika Haus hat C/O, inzwischen von einer Stiftung getragen, einen Mietvertrag für 21 Jahre. Die Grundsanierung hat die Berliner Immobilienmanagement GmbH übernommen. 1,5 Millionen Euro muss die Stiftung selbst aufbringen. Ein Projekt, Fans als Unterstützer zu gewinnen («Crowdfunding»), hat bisher 15 000 Euro eingebracht.

Ursprünglich war die Wiedereröffnung schon für das Frühjahr angekündigt. Wegen des denkmalgeschützten Gebäudes habe man jedoch möglichst gründlich arbeiten wollen, sagte Sprecher Mirco Nowak auf Anfrage. (keh)