zurück zum Artikel

Bitkom fordert Nachbesserungen beim neuen Rundfunkbeitrag

Hajo Schulz

Der Branchenverband Bitkom begrĂŒĂŸt den am 1. Januar 2013 in Kraft tretenden gerĂ€teunabhĂ€ngigen Rundfunkbeitrag grundsĂ€tzlich, fordert aber Nachbesserungen an der neuen Beitragsordnung fĂŒr Privatpersonen und Unternehmen.

Der Branchenverband Bitkom [1] begrĂŒĂŸt den am 1. Januar 2013 in Kraft tretenden gerĂ€teunabhĂ€ngigen Rundfunkbeitrag [2] grundsĂ€tzlich, fordert aber Nachbesserungen an der neuen Beitragsordnung fĂŒr Privatpersonen und Unternehmen. "Weil mit immer mehr GerĂ€ten wie Tablet Computern, Smartphones oder auch Spielekonsolen ĂŒber das Internet Fernsehprogramme empfangen werden können, war eine Abkehr von der gerĂ€tebezogenen GebĂŒhr bei Privatpersonen ĂŒberfĂ€llig", sagte Bitkom-PrĂ€sident Prof. Dieter Kempf. Allerdings erscheine der geplante Beitrag in Höhe von 17,98 Euro je Wohnung zu hoch.

FĂŒr jeden Haushalt in Deutschland wird ab dem kommenden Jahr ein Beitrag fĂŒr den Empfang von ARD, ZDF und Deutschlandradio fĂ€llig. Der Regelbetrag von 17,98 Euro im Monat entspricht der Höhe der bisherigen RundfunkgebĂŒhr fĂŒr Haushalte mit einem Fernseh- und RadiogerĂ€t oder PC, hĂ€ngt ab 2013 aber nicht mehr davon ab, ob und wie viele Radio- und FernsehgerĂ€te in einer Wohnung oder ArbeitsstĂ€tte stehen oder wie viele private Autoradios ein Haushalt betreibt. Auch wer kein FernsehgerĂ€t, sondern nur ein Radio oder einen PC besitzt, zahlt statt bisher 5,76 dann ebenfalls 17,98 Euro.

Durch die einheitliche Beitragshöhe sollen herumschnĂŒffelnde GEZ-Kontrolleure der Vergangenheit angehören. Zumindest die durch den Abbau des Kontrollapparats erzielten Einsparungen sollten an die Verbraucher weitergegeben werden, fordert Bitkom-PrĂ€sident Kempf.

Zudem mĂŒsse bei der Beitragsberechnung fĂŒr Unternehmen dringend nachgebessert werden. Die Höhe des Beitrags richtet sich hier nach der Anzahl der BetriebsstĂ€tten, BeschĂ€ftigten und Kraftfahrzeuge. Je BetriebsstĂ€tte kann der Beitrag so zwischen 5,99 und 3236,40 Euro liegen. Vor allem Filialunternehmen sowie Unternehmen mit sehr vielen TeilzeitbeschĂ€ftigten werden durch dieses Berechnungsmodell deutlich mehr bezahlen mĂŒssen als Unternehmen mit nur einem Standort und einem großen Anteil von VollzeitbeschĂ€ftigten. (hos [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1775146

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bitkom.org
[2] https://www.heise.de/news/Fuer-Schwarzseher-wird-s-eng-Haushaltsabgabe-statt-GEZ-Gebuehren-1765168.html
[3] mailto:hos@ct.de