Blizzard: Neue PrÀsidentin geht, "Diablo 4" wird verschoben
(Bild: Casimiro PT/Shutterstock.com)
Blizzards GeschĂ€ftszahlen entsprechen den Erwartungen, doch die Turbulenzen gehen weiter: Die erst kĂŒrzlich eingesetzte CEO Jen Oneal verlĂ€sst das Unternehmen.
Activision Blizzard hat bei der Bekanntgabe seiner GeschĂ€ftszahlen erneute Ănderungen in der FĂŒhrungsriege bekanntgegeben. Jen Oneal, die im August im Anschluss an das Ausscheiden von PrĂ€sident J. Allen Brack als Co-PrĂ€sidentin eingesetzt worden war, verlĂ€sst das Unternehmen. Damit wird Mike Ibarra die Blizzard-Abteilung des gröĂten US-Spielepublishers kĂŒnftig alleine leiten.
Oneal will Blizzard zum Ende des Jahres verlassen. In einem Brief an die Community [1] schreibt sie, sie wolle sich im Anschluss fĂŒr mehr DiversitĂ€t in der Spieleindustrie einsetzen und hoffe, dass auch Blizzard von diesen Verbesserungen profitieren könne. Oneal wird sich der Nonprofit-Organisation Women in Games International anschlieĂen.
J. Allen Brack hatte seinen Posten nach Bekanntwerden von Sexismus-VorwĂŒrfen gegen Blizzard Entertainment verlassen. Auch bei der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen merkt man Activision Blizzard die Kontroverse deutlich an: Zwar liegt der Umsatz in Höhe von 1,88 Milliarden US-Dollar innerhalb der Erwartungen, die Prognose fĂŒr das kommende vierte Quartal von 2,78 Milliarden US-Dollar bleibt aber hinter den Erwartungen von Analysten zurĂŒck [2].
"Diablo 4" und "Overwatch 2" spÀter
Auch die Spieleentwicklung schreitet langsamer voran als geplant: Blizzard-Chef Mike Ibarra kĂŒndigte bei einer Investorenkonferenz an, dass sowohl "Diablo 4" als auch "Overwatch 2" spĂ€ter als geplant auf den Markt kommen werden, ohne ein genaues Datum zu nennen. Der US-Publisher hatte fĂŒr keines der beiden Spiele einen festen Release-Termin veröffentlicht, viele erwarteten die Titel aber im kommenden Jahr.
Activision Blizzard ist im Sommer vom US-Bundesstaat Kalifornien verklagt worden. Der Konzern habe eine sexistische Unternehmenskultur gefördert, bei der Frauen systematisch benachteiligt wĂŒrden, kritisierte die fĂŒr die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen in dem Bundesstaat zustĂ€ndige Behörde DFEH.
Im Anschluss an die VorwĂŒrfe haben ĂŒber 20 Personen Activision Blizzard verlassen. Auch das Entwicklerteam von "Diablo 4" ist von den AbgĂ€ngen betroffen. "Overwatch"-Chefentwickler Jeff Kaplan hatte das Unternehmen bereits im FrĂŒhjahr verlassen [3].
(dahe [5])
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[1] https://news.blizzard.com/en-us/blizzard/23738005/a-message-from-jen-oneal
[2] https://www.reuters.com/article/marketsNews/idUSL4N2RT40A?il=0
[3] https://www.heise.de/news/Overwatch-Entwickler-Jeff-Kaplan-verlaesst-Blizzard-6022786.html
[4] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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