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Bundeshack: "Veritabler Cyberangriff" lÀuft weiter, Details bleiben vorerst geheim

Stefan Krempl
Datenkabel

(Bild: dpa, Hannibal)

Das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) gibt sich Ă€ußerst zugeknöpft, was die Hackerattacke auf die Bundesregierung angeht. Man wolle dazu keine nĂ€heren Angaben machen, da diese "eine Warnung" an die Angreifer sein könnten.

Die von Bundestagsabgeordneten geforderte vollkommene AufklĂ€rung [1] ĂŒber den gravierenden IT-Sicherheitsvorfall bei der Bundesregierung [2] dĂŒrfte sich hinziehen. Das geheim tagende Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) konnte sich am Donnerstag nach einer knapp zweistĂŒndigen Sitzung mit Vertretern des Bundeskabinetts und der Sicherheitsbehörden nur zu der gemeinsamen Stellungnahme durchringen, dass es einen "veritablen Cyberangriff auf Teile des Regierungsnetzes" gebe. Dieser laufe noch, erklĂ€rte der PKGr-Vorsitzende Armin Schuster vor der zahlreich versammelten Presse.

"Bundeshack": Hackerangriff auf deutsche Regierungsnetze

NĂ€her wollten sich der CDU-Innenpolitiker und seine Kollegen nicht zu der brisanten Sache Ă€ußern. "Öffentliche Details wĂ€ren eine Warnung, die wir nicht geben wollen", betonte Schuster. Der bisher erfolgte "Geheimnisverrat an sich" sei bereits "ein betrĂ€chtlicher Schaden". Die Regierung versuche, die Attacke unter Kontrolle zu halten. Das Gremium werde nun versuchen, in der nĂ€chsten Sitzungswoche Mitte MĂ€rz NĂ€heres herauszufinden.

Die Sondersitzungen, die fĂŒr die AusschĂŒsse Inneres und digitale Agenda angesetzt waren, dĂŒrften sich damit weitgehend erledigt haben. Auch die Aktuelle Stunde im Bundestagsplenum, die auf Initiative der FDP am Freitag stattfinden sollte, wird es nicht geben: Die AfD hatte einen Gegenantrag dazu gestellt, sodass das ursprĂŒngliche Begehr der Liberalen nicht mehr zieht.

Der grĂŒne Fraktionsvize Konstantin von Notz ergĂ€nzte, dass es gute GrĂŒnde geben möge, die derzeit verfĂŒgbaren Regierungsinformationen geheim zu halten. Inakzeptabel sei es aber gewesen, dass auch die Kontrolleure von dem "handfesten Problem" erst aus den Medien erfahren hĂ€tten und davon kalt erwischt worden seien. Wichtig sei es, die Einzelheiten mittelfristig nicht unter den Teppich zu kehren und die richtigen Folgen aus dem Vorfall zu ziehen.

AndrĂ© Hahn von der Linksfraktion befĂŒrchte, dass sich die Sache noch auswachsen werde. Er habe den Eindruck, dass Regierung und Sicherheitsbehörden den Vorgang herunterspielen wollten. Er sei gespannt, was noch alles herauskomme. Derzeit sei es aber sachgerecht, die Suche nach den TĂ€tern nicht zu gefĂ€hrden.

RÀtselraten ist so nach wie vor angesagt, was die konkret betroffenen Einrichtungen des Bundes, die Angriffspunkte sowie die Hacker und ihre HintermÀnner angeht. Ersten Berichten zufolge soll das Datennetz der Bundesverwaltung, also vor allem der Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB) betroffen gewesen sein, bei dem die Deutsche Telekom als Dienstleister fungiert.

Ein Sprecher des Konzerns unterstrich dagegen gegenĂŒber heise online, dass der IVBB direkt wohl gar nicht betroffen sei. "Wir haben keinerlei Erkenntnisse darĂŒber, dass von uns betriebene Systeme in diesem Zusammenhang angegriffen wurden", lautet die offizielle Stellungnahme aus Bonn. "Wir können in diesem Zusammenhang nur auf die zustĂ€ndigen Behörden verweisen", die sich aber auch weitgehend in Schweigen hĂŒllen.

Hahn sagte heise online, dass es in der PKGr-Sitzung noch nicht um technische Einzelheiten gegangen und zum IVBB nichts gesagt worden sei. Der Angriff laufe wohl schon seit etlichen Monaten, sei aber erst im Dezember entdeckt worden. Im Visier soll unter anderem das Außenministerium gewesen sein, auch vom Verteidigungsressort ist die Rede. (jk [11])


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[3] https://www.heise.de/news/Kommentar-zum-Bundeshack-Schluss-mit-Schlangenoel-und-Monokultur-3985144.html
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[8] https://www.heise.de/news/Sicherheitskreise-Hackerangriff-auf-Regierungsnetz-lief-mindestens-bis-Mittwoch-3983914.html
[9] https://www.heise.de/news/Bundesregierung-Hackerangriff-auf-Regierungsnetz-isoliert-und-unter-Kontrolle-3983757.html
[10] https://www.heise.de/news/Sicherheitskreise-Hacker-drangen-in-deutsches-Regierungsnetz-ein-3983510.html
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