China zensiert Google-Berichterstattung

Verlage und Chefredakteure im Land wurden angewiesen, bei der Berichterstattung über den Suchmaschinenbetreiber Google ausschließlich Material von Regierungs-Webseiten zu verwenden. Untersagt wurde jede Form von Diskussion über das Thema, die Veröffentlichung eigener Meinungen ist verboten.

vorlesen Druckansicht 273 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Im Streit mit dem Suchmaschinenbetreiber Google hat die chinesische Regierung Regeln fĂĽr die Medien im Land erlassen, wie diese ĂĽber den "hochbedeutenden Vorfall" zu berichten haben. Laut einer Ăśbersetzung der China Digital Times wurden Verlage und Chefredakteure in der vergangenen Woche vom Ministerium fĂĽr Ă–ffentlichkeitsarbeit angewiesen, bei der Berichterstattung ausschlieĂźlich Material von Regierungs-Webseiten zu verwenden.

Untersagt wurde jede Form von Diskussion über das Thema, die Veröffentlichung eigener Meinungen ist verboten. Zudem wurden die Betreiber von "Foren, Blogs und anderen interaktiven Medien-Webseiten" aufgefordert, alle Texte, Bilder, Tonbeiträge und Videos zu entfernen, "die Google unterstützen". Google hatte nach wochenlangem Streit um Zensurvorgaben der Regierung am vergangenen Montag damit begonnen, chinesische Suchanfragen auf Server in Hongkong umzuleiten. (pmz)