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Chips and More muss Insolvenz anmelden

Robert Höwelkröger

Der Distributor und Speicher-Lieferant Chips und More mit seinen Eigenmarken CN Memory und I.onik hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Freiburg eröffnete mittlerweile das Insolvenzverfahren.

Nun hat es den NĂ€chsten der Branche erwischt: Chips and More [1] mit seinen Eigenmarken I.onik [2] und CN Memory musste ZahlungsunfĂ€higkeit eingestehen. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jörg Gröpper meldete daraufhin Insolvenz an. Am gestrigen Montag eröffnete das Amtsgericht Freiburg das Insolvenzverfahren und bestimmte den Freiburger Rechtsanwalt Dr. Thomas Kaiser zum Insolvenzverwalter.

GegrĂŒndet wurde Chips & More 1998 als Distributor fĂŒr Speicherlösungen in Freiburg. Zwischenzeitlich umfasste das Angebot Speicherprodukte fĂŒr Digitalkameras, PCs, Notebooks, Handys und MP3 Player. Die Eigenmarken CN Memory und I.onik machten aber den Großteil des GeschĂ€fts aus. Im vergangenen Jahr sagte [3] COO Alexander Laske gegenĂŒber heise resale im Rahmen der IFA, dass der Distributionsbereich nur noch 3 Prozent des GeschĂ€fts ausmache. Vielmehr erwarte sein Unternehmen durch CN Memory und I.onik fĂŒr 2012 einen Umsatz von 120 Millionen, so Laske damals.

[Update] Mittlerweile hat sich der Konzern zur Anmeldung des Insolvenzverfahrens geĂ€ußert. "Das war kein angenehmer, aber ein notwendiger Schritt“, sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer und UnternehmensgrĂŒnder Jörg Gröpper, der mit diesem Vorgehen die Firmenkrise meistern will. Laut Unternehmensangaben haben sich die Tablets der Eigenmarke von i.onik zur Nr. 3 nach Apple und Samsung gemausert. "Die hohen Investments, unter anderem bei der Entwicklung unseres eigenen Android-Betriebssystems, haben eine KapitallĂŒcke geschaffen“, erklĂ€rt Jörg Gröpper. Allerdings seien die Reaktionen von Partnern, Kunden und Lieferanten durchweg positiv. Zudem wird die GeschĂ€ftsfĂŒhrung in ihrer Entscheidung nach eigenen Angaben von den Mitarbeitern unterstĂŒtzt.

Insolvenzverwalter Dr. Thomas Kaiser und seinen Kollegen haben in den letzten zwei Tagen bereits erste GesprĂ€che mit den Beteiligten gefĂŒhrt. Sie kommen zu einer vorsichtigen EinschĂ€tzung der Lage: "Wir haben eine motivierte und engagierte Belegschaft und eine hohe GesprĂ€chsbereitschaft bei allen Beteiligten vorgefunden, die uns zuversichtlich stimmt. Sowohl Kunden als auch Lieferanten signalisieren ĂŒbereinstimmend, dass sie auch jetzt zu Chips and More GmbH und ihren Mitarbeiter stehen, und diese aufgrund der guten Zusammenarbeit in der Vergangenheit unterstĂŒtzen werden. Die Voraussetzungen sind somit gut, um mit Chips and More weiter am Markt prĂ€sent zu sein.“ Die vorlĂ€ufige Insolvenzverwaltung hat darĂŒber hinaus zugesagt, mögliche GarantiefĂ€lle wie bisher abwickeln zu wollen. (roh [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1926435

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.cnmemory.de
[2] https://www.heise.de/news/Chips-and-More-Neue-Sound-Eigenmarke-i-onik-1465960.html
[3] https://www.heise.de/news/IFA-2012-Ein-Resuemee-aus-Handelssicht-1697766.html
[4] mailto:roh@heise.de