EU-Kommission ermittelt weiter gegen Microsoft
Die Einigung zwischen der US-Regierung und dem Software-Konzern wirkt sich auf das europÀische Kartellverfahren nicht aus.
Die Einigung zwischen Microsoft und der US-Regierung [1] hat auf die AktivitĂ€ten der WettbewerbshĂŒter der EU [2] keine Auswirkungen. Die EU-Kommission [3] wird auch weiter ĂŒberprĂŒfen, ob und in welchem AusmaĂ Microsoft gegen europĂ€ische Wettbewerbsregeln verstöĂt. Laut einem Sprecher der EU-Kommission handelt es sich bei dem Verfahren in Europa und in den USA um zwei voneinander unabhĂ€ngige Angelegenheiten.
Im Kartellrechtsverfahren der EU-Kommission gegen Microsoft geht es Ă€hnlich wie beim Verfahren in den USA unter anderem um die Verquickung des Betriebssystems mit Anwendungssoftware; allerdings ermittelt die Kommission vor allem wegen der Ausnutzung von Monopolmacht, um auch den Markt fĂŒr Server-Betriebssysteme zu dominieren. Es könnte aber durchaus sein, dass die europĂ€ischen WettbewerbshĂŒter Bestandteile des US-amerikanischen Vergleichs als Anregung fĂŒr ihre eigenen Ermittlungen aufnehmen. Eine Stellungnahme des Softwareriesen auf die von der EU-Kommission erhobenen VorwĂŒrfe [4] vom August steht noch aus. Inzwischen war es lediglich zu DrohgebĂ€rden [5] gekommen. Beobachter in BrĂŒssel sprachen bereits davon, dass Microsofts Einigung mit dem US-Justizministerium die Position von EU-Wettbewerbskommissar [6] Mario Monti stĂ€rke. (anw [7])
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[1] https://www.heise.de/news/Kartell-Prozess-Microsoft-und-US-Justizministerum-sind-sich-einig-Update-50921.html
[2] http://www.europa.eu.int/index.htm
[3] http://www.europa.eu.int/comm/index_de.htm
[4] https://www.heise.de/news/EU-eroeffnet-erstmals-Wettbewerbsverfahren-gegen-Microsoft-25415.html
[5] https://www.heise.de/news/Microsoft-auf-Konfrontationskurs-mit-der-EU-53232.html
[6] http://www.europa.eu.int/comm/dgs/competition/index_de.htm
[7] mailto:anw@heise.de
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