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EU-Kommission erwartet im Juli von Google ZugestÀndnisse

Andreas Wilkens

Der fĂŒr Wettbewerb zustĂ€ndige EU-Kommissar JoaquĂ­n Almunia hat dem Suchmaschinenprimus erstmals eine Frist dafĂŒr gesetzt, die Bedenken gegenĂŒber seinem GeschĂ€ftsgebaren auszurĂ€umen.

Google soll im Verfahren der EU-Kommission [1] um möglichen Missbrauch seiner dominanten Marktstellung spĂ€testens Anfang Juli ZugestĂ€ndnisse abgeben. Das sagte der fĂŒr Wettbewerb zustĂ€ndige Kommissar JoaquĂ­n Almunia in einer Rede [2] in St. Gallen. Um ein langwieriges Verfahren zu vermeiden, solle Google "deutliche Zeichen" senden, den Bedenken der EU-Kommission entgegen zu kommen. Gerade in einem sich schnell wandelnden Markt sei es fĂŒr die Mitbewerber und die Verbraucher besser, wenn rasch gehandelt werde.

Almunia hatte erstmals im Mai von Google ZugestĂ€ndnisse verlangt [3], dabei aber keinen Termin genannt. Die EU-Kommission hatte im November 2010 das Verfahren gegen Google eröffnet [4]. Die EU-WettbewerbshĂŒter gehen Hinweisen nach, wonach der Konzern bei Produktanfragen die Angebote anderer Suchdienste bei den Ergebnissen vorsĂ€tzlich zu weit hinten angezeigt haben soll. Stattdessen habe Google eigene Dienste an prominenter Stelle unter den Suchergebnissen platziert. Er habe zudem möglicherweise die Preise fĂŒr Online-Werbung hochgetrieben. Außerdem soll Google dafĂŒr sorgen, dass Kunden ihre Daten fĂŒr Anzeigenkampagnen von Googles Versteigerungsplattform AdWords nicht reibungslos auf eine andere abziehen können. (anw [5])


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https://www.heise.de/-1613950

Links in diesem Artikel:
[1] http://ec.europa.eu
[2] http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/12/428
[3] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-verlangt-von-Google-Zugestaendnisse-1580748.html
[4] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-ermittelt-gegen-Google-1144604.html
[5] mailto:anw@heise.de