Facebook nähert sich der 2-Milliarden-Marke

Facebook nähert sich der Marke von zwei Milliarden Nutzern, die schon im laufenden Quartal geknackt werden könnte. Damit einher geht ein weiterhin rasantes Wachstum des Werbegeschäfts, das Milliarden abwirft.

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Facebook nähert sich der 2-Milliarden-Marke

(Bild: dpa)

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Der Erfolg von Smartphone-Werbung beschert Facebook kräftige Umsatz- und Gewinn-Sprünge. Das Online-Netzwerk verdiente im vergangenen Quartal 3,06 Milliarden Dollar – rund 77 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 49 Prozent auf 8,03 Milliarden Dollar, wie Facebook nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Facebook gewann in den vergangenen drei Monaten 80 Millionen Nutzer hinzu und kommt jetzt auf 1,94 Milliarden monatlich aktive Mitglieder. Rund 1,28 Milliarden Nutzer griffen zuletzt täglich auf die Plattform zu.

Facebook setzte zuletzt verstärkt auf Videoinhalte – und auch auf Werbung in diesem Umfeld. Unter anderem versuchten Facebook-Manager zuletzt, auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8 Inhalte-Anbietern Anzeigen-Einspielungen inmitten von Videos – ähnlich wie in Fernsehsendungen – schmackhaft zu machen. Als Wachstumstreiber gilt auch die Fotoplattform Instagram, die inzwischen auf über 700 Millionen Nutzer kommt. Außerdem will Facebook seinen Messenger mit 1,2 Milliarden Nutzern auch zu einem Kanal für den Kundendienst von Unternehmen ausbauen.

Der Heimatmarkt Nordamerika ist dabei weiterhin deutlich lukrativer für Facebook als andere Länder. In den USA und Kanada erzielte das Online-Netzwerk einen Umsatz von gut 17 Dollar pro Nutzer nach rund 12,5 Dollar ein Jahr zuvor. In Europa nahm der Erlös pro Nutzer von 3,98 auf 5,42 Dollar zu. Der Anteil Einnahmen aus mobiler Werbung legte im Vorjahresvergleich von 82 auf 85 Prozent zu.

Die Facebook-Aktie gab nachbörslich um mehr als 2 Prozent nach. Das Online-Netzwerk hatte bereits in den vergangenen Monaten angekündigt, dass die Frequenz von Anzeigen zwischen den Beiträgen der Nutzer nicht weiter erhöht werden solle, um die Nutzer nicht mit Werbung zu überfluten. Das könnte das kurzfristige Wachstumstempo zügeln. Jetzt gab Facebook auch bekannt, dass es künftig keine um einige Posten bereinigten Geschäftszahlen geben werde. Investoren achten oft auf sie, um die Entwicklung von Unternehmen einzuschätzen. (mit Material der dpa) / (anw)