Geld verdienen mit Tweets: Twitter startet Super Follows

Im Monats-Abo sollen Twitter-Nutzer künftig exklusive Tweets und Konversationen anbieten können.

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(Bild: Twitter)

Lesezeit: 3 Min.

Der Mikro-Blogging-Dienst Twitter hat mit Super Follows eine weitere Möglichkeit herausgebracht, mit der Influencer & Co. exklusiven Content künftig in bare Münze verwandeln können. Wie Twitter am Mittwoch in einem Blog-Beitrag mitteilte, sind die speziellen Inhalte für die Rezipienten im Abo-Modell kostenpflichtig, das Abo kann aber monatlich gekündigt werden.

Neben Tip Jar und Spaces mit Tickets sollen Influencer wie Aktivisten, Journalisten, Musiker, Schauspieler und weitere Personen, "die ihre einzigartigen Ansichten und Persönlichkeiten auf Twitter einbringen" wollen, mit Super Follows Geld verdienen können, wie es Twitter beschreibt. Versilbern können diese Menschen nun exklusive Tweets und Konversationen, die nichtzahlenden Kundinnen und Kunden verborgen bleiben.

Super Follows, das Twitter bereits im Februar Analysten vorgestellt hatte, steht prinzipiell allen Twitter-Nutzern ab einem Alter von 18 Jahren zur Verfügung, sie müssen allerdings mindestens 10.000 Follower vorweisen und in den letzten 30 Tagen mindestens 25 Tweets abgesetzt haben. Der Account muss mindestens seit drei Monaten bestehen.

Derzeit ist Super Follows auf eine kleine Gruppe von Nutzerinnen und Nutzern in den USA beschränkt. Bisher dürfen sich auch nur Interessierte aus den USA registrieren, die dann auf einer Warteliste landen. Offenbar überprüft Twitter die Teilnahmebedingungen zusätzlich manuell.

Ein Blick in die Nutzungsbedingungen für Super Follows zeigt, dass noch eine Reihe weiterer Kriterien zur Teilnahme an dem Super-Follows-Programm zu erfüllen ist wie etwa ein vollständiges Profil, eine verifizierte E-Mail-Adresse und die Aktivierung der Zwei-Faktor-Autorisierung. Zudem müssen Bewerberinnen und Bewerber eine reine Weste bei Twitter vorweisen, was bedeutet, dass sie bisher nicht wiederholt gegen die Nutzungsbedingungen und Standards der Monetarisierung von Inhalten auf Twitter verstoßen hat. Entsprechend müssen auch die Inhalte, die feilgeboten werden, den Twitter-Bestimmungen entsprechen, dürfen also beispielsweise nicht illegal oder herabwürdigend sein. Es darf auch nur Content angeboten werden, an denen der Anbietende die Rechte besitzt.

Wer exklusiven Content haben will, muss dafür zahlen.

(Bild: Twitter)

Den Preis für ein monatliches Abo setzten die Anbieter selbst fest. Möglich sind Gebühren in Höhe von 2,99 US-Dollar, 4,99 Dollar und 9,99 Dollar. Davon behält Twitter mindestens 3 Prozent ein. Verdient man 50.000 Dollar und mehr, dann fließen 20 Prozent an Twitter.

Bisher können ausschließlich Twitter-Nutzende in den USA und Kanada den exklusiven Content von Super-Follows-Accounts einsehen. Nach Angaben von Twitter sei das derzeit nur unter iOS möglich. Auch die Anbieter können derzeit ausschließlich unter iOS ihren Content anbieten, denn die Abos werden derzeit offenbar ausschließlich über In-App-Purchase angeboten. Apple verdient also ebenfalls mit. Der Microblogging-Dienst verspricht jedoch, das Angebot auch auf Android auszuweiten. Zusätzlich soll in den nächsten Wochen Super-Follows-Content schrittweise auch in anderen Ländern verfügbar sein.

Für die Zukunft plant Twitter eine Ausweitung des Contents, der über Super Follows angeboten werden kann. Neben Tweets und Konversationen sollen die Content-Macher dann auch exklusive Super-Follows-Spaces, Newsletter und beispielsweise eine anonyme Subskription anbieten können.

(olb)