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Versionsverwaltung: GitLab 15.2 erleichtert das Dokumentieren von VorfÀllen

Maika Möbus

(Bild: jakkaje879/Shutterstock.com)

In einer Incident Timeline lassen sich VorfĂ€lle wĂ€hrend oder nach ihrem Auftreten dokumentieren und der Wiki-WYSIWYG-Editor erhĂ€lt Live-Previews fĂŒr Diagramme.

Das Juli-Update GitLab 15.2 ist pĂŒnktlich erschienen. In der Versionsverwaltungsplattform sind in diesem Monat ĂŒber 40 Änderungen enthalten. FĂŒr Nutzer aller Editionen stehen unter anderem Live-Preview-Diagramme im Wiki-WYSIWYG-Editor sowie editierbare Timelines fĂŒr VorfĂ€lle bereit. Daneben erhalten Nutzerinnen und Nutzer von GitLab Ultimate die Möglichkeit, Richtlinien auf alle Gruppen und Untergruppen eines Projekts anzuwenden.

GitLab stellt die Möglichkeit zur VerfĂŒgung, fĂŒr jedes Projekt ein Wiki zu nutzen [1]. Im Wiki-WYSIWYG-Editor hat in Version 15.2 eine Live-Preview Einzug gehalten. Sie zeigt Diagramme in Echtzeit an, sobald ein Nutzer oder eine Nutzerin ein Diagramm in einem spezialisierten Codeblock schreibt.

Der Editor erkennt den Typ des Diagramms und zeigt ein entsprechendes Preview-Icon an. Ist die Live-Preview aktiviert, erfolgt das Rendern des Diagramms ĂŒber dem Codeblock. Es aktualisiert sich wĂ€hrend der Eingabe des Codes, sodass sich dieser direkt auf seine Richtigkeit prĂŒfen lĂ€sst.

GitLab 15.2 bringt eine Live-Preview fĂŒr Diagramme im Wiki-WYSIWG-Editor.

GitLab 15.2 bringt eine Live-Preview fĂŒr Diagramme im Wiki-WYSIWG-Editor.

(Bild: GitLab)

Um das chronologisch geordnete Festhalten eines Vorfalls zu ermöglichen, stellt GitLab das neue Feature Incident Timeline bereit. Das Dokumentieren eines Vorfalls ist laut GitLab ein wichtiger Schritt, der Raum fĂŒr Lernmöglichkeiten eröffnet. Incident Timeline lĂ€sst sich sowohl wĂ€hrend als auch nach einem Vorfall nutzen, um Events im Rahmen des Vorfalls manuell hinzuzufĂŒgen oder zu löschen. In einem eigenen Tab lĂ€sst sich die Timeline betrachten, deren EintrĂ€ge in absteigender Reihenfolge nach Datum und Zeit geordnet sowie nach Datum sortiert aufgefĂŒhrt sind.

Eine neue Incident Timeline verschafft einen Überblick ĂŒber den Verlauf von VorfĂ€llen.

Eine neue Incident Timeline verschafft einen Überblick ĂŒber den Verlauf von VorfĂ€llen.

(Bild: GitLab)

Im Gegensatz zu auf GitLab.com gehosteten Editionen ist die Funktion auf selbstverwaltetem GitLab standardmĂ€ĂŸig nicht aktiv. Dazu ist ein Aktivieren des Feature Flags incident_timeline durch einen Admin nötig. Um eine Timeline zu erstellen, mĂŒssen Nutzer in einem Projekt mindestens die Rolle Developer innehaben. Weitere Details zum Anlegen einer Incident Timeline sind der Dokumentation zu entnehmen [2].

Zu den weiteren Neuerungen in Gitlab 15.2 zĂ€hlt das wahlweise einheitliche Anwenden von Richtlinien auf Gruppen sowie Untergruppen eines Projekts. Das Feature ist Nutzern von GitLab Ultimate vorbehalten und soll sich insbesondere fĂŒr große Unternehmen mit einer Vielzahl von Projekten eignen. Derzeit bezieht sich das Feature einzig auf Scan-AusfĂŒhrungsrichtlinien, die beispielsweise das AusfĂŒhren von Security-Scans nach einem festgelegten Rhythmus sicherstellen. In Zukunft will GitLab die neue Funktion auf Richtlinien fĂŒr Scan-Ergebnisse erweitern.

Alle weiteren Details zu GitLab 15.2 lassen sich dem Blogeintrag zur AnkĂŒndigung entnehmen [3].

(mai [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-7189042

Links in diesem Artikel:
[1] https://docs.gitlab.com/ee/user/project/wiki/
[2] https://docs.gitlab.com/ee/operations/incident_management/incidents.html#timeline-events
[3] https://about.gitlab.com/releases/2022/07/22/gitlab-15-2-released/
[4] mailto:mai@heise.de