Kioxia PM6: Erste SAS-24G-SSDs mit 30,72 TByte Speicherplatz

Die PM6-SSDs fĂĽr Server nutzen SAS 24G auf Basis von vier PCI-Express-4.0-Lanes, um Daten mit bis zu 4,3 GByte/s zu ĂĽbertragen.

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Kioxia PM6: Erste SAS-24G-SSDs mit 30,72 TByte Speicherplatz

(Bild: Kioxia)

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Kioxia (früher Toshiba Memory) hat die ersten SSDs mit SAS-24G-Schnittstelle für Rechenzentren angekündigt. Nominell verdoppelt SAS 24G die maximale Übertragungsrate gegenüber SAS 12G auf 24 GBit/s, praktisch fällt der Vorsprung der PM6-Serie dank Bündelung von zwei Ports noch größer aus: Beim Anschluss mit zwei Kabeln erreichen die SSDs lesend bis zu 4,3 GByte/s, alternativ lassen sie sich redundant mit zwei Hostsystemen verbinden.

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Zum Einsatz kommt bei den PM6-SSDs hauseigener BiCS-Flash-Speicher mit 96 Speicherlagen und drei Bit pro Zelle (Triple Level Cells, TLC), gepaart mit einem selbstentworfenen Controller innerhalb eines 2,5-Zoll-Gehäuses. SAS 24G erreicht die hohen Übertragungsraten mit Hilfe von PCI Express 4.0, dem das SAS-Protokoll übergestülpt wird. Die PM6-SSDs nutzen wie die Schwesterserien CM6 und CD6 vier PCIe-4.0-Lanes – letztere beiden setzen aber auf das NVMe-Protokoll statt SAS.

Derzeit bemustert Kioxia Server-Betreiber mit PM6-SSDs, nach August 2020 auch mit Versionen, die 30,72 TByte fassen. Bisher sind SSDs mit mehr als 16 TByte noch selten.

Kioxia plant unterschiedliche Versionen je nach Anwendungsbedarf: Für leseintensive Einsatzzwecke wie Cloud-Rechenzentren erscheinen Modelle, bei denen Kioxia maximal eine vollständige Beschreibung der SSD pro Tag (Drive Writes Per Day, DWPD) garantiert. Teurere PM6-SSDs kommen auf 3 beziehungsweise 10 DWPD. Laut eigenen Aussagen garantiert Kioxia als "einziger SSD-Anbieter auch dann ein Failure-Recovery, wenn zwei [Flash-]Dies gleichzeitig ausfallen".

Zu Lieferterminen, den konkreten Modellen und Preisen hat sich Kioxia bislang noch nicht geäußert. (mma)