Microsoft fordert Unterlagen zur Insolvenz von Washington Mutual an
Der Softwarekonzern will sicherstellen, dass nach der Pleite der US-Bank ordnungsgemäß mit bestehenden Software- und Beratungsverträgen umgegangen wird.
Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft hat beim Konkursgericht des US-Bundesstaats Delaware die Herausgabe von Unterlagen angefordert, die dort die Bank Washington Mutual (WaMu) eingereicht hat. Das berichtet das Webblog des Seattle Post-Intelligencer. Microsoft habe diverse Softwarelizenz- und Beratungsverträge mit der Bank, die nun pleitegegangen ist. Nun wolle der Softwarehersteller sicher gehen, dass mit diesen Verträgen während des Insolvenzprozesses ordnungsgemäß umgegangen wird.
Washington Mutual ist – nach der bislang größten Bankenpleite der US-amerikanischen Geschichte – am Donnerstag von der zuständigen Aufsichtsbehörde geschlossen worden. Einlagen, Filialen und einige Verbindlichkeiten des Instituts wurden von der drittgrößten US-Bank J.P. Morgan Chase & Co übernommen. Kapital und Schulden des WaMu-Mutterkonzerns sind nicht Teil der Transaktion. (anw)