Microsoft investiert im Spielebereich: Übernahme von PlayFab
Microsoft versucht den Einfluss im Umfeld der Spiele-Entwickler zu verstärken und Azure als Gaming-Plattform auszubauen. Dabei soll die Firma PlayFab helfen, die eine Backend-Plattform mit Diensten für Spiele mit Cloud-Anbindung anbietet.
(Bild: Microsoft/PlayFab)
- Frank-Michael Schlede
Mit der gerade angekündigten Übernahme von PlayFab will Microsoft nach Aussagen auf dem offiziellen Microsoft Blog die Entwicklung von Neuerungen bei der Spiele-Entwicklung vorantreiben und beschleunigen. PlayFab bietet nicht nur eine eigene Plattform für Spiele, sondern auch Tools und eine Server-basierte Infrastruktur als Backend an. Damit wird es für Entwickler unter anderem möglich, ihre Spielesoftware einfacher mit der Cloud zu verbinden.
Für die Spiele-Entwickler stehen dabei die Tools von PlayFab sowohl für mobile als auch PC- und Konsolen-Plattformen zur Verfügung. Deshalb sieht Microsoft diesen Kauf nach eigenem Bekunden auch als eine Erweiterung des Investments an, dass die Softwarefirma bereits bisher in Azure gesteckt hat, um diese Cloud-Technik als Plattform für die Programmierer von Spielen zu etablieren.
Azure soll für die Entwickler von Spielen interessanter werden
Microsoft möchte vor allen Dingen mehr Interesse für die Azure-Plattform bei den Spiele-Entwicklern wecken. Obwohl PlayFab bereits beim Konkurrenten Amazon auf AWS zur Verfügung steht, gehen die Verantwortlichen in Redmond davon aus, dass die native Integration von PlayFab auf Azure deren Interesse und Bereitschaft diese Kombination einzusetzen, deutlich steigern wird. Dadurch, dass PlayFab den Entwicklern entsprechende Backend-Dienste zur Verfügung stellt, bekommen laut Microsoft sowohl die Programmierer kleinerer als auch die der großen Spielestudios kostengünstige Entwicklungskonzepte an die Hand. PlayFab soll es ihnen ermöglichen, die "intelligente Cloud" zu nutzen, um Spiele zu entwickeln und zu betreiben. Sie sollen so unter anderem dazu in der Lage sein, ihre Spiele individuellen Anforderungen entsprechend zu skalieren. Darüber hinaus stellt Microsoft den Entwicklern über die Azure-Plattform die Möglichkeit zum Monitoring und der Analyse der Spieledaten zur Verfügung. Anhand dieser Daten können Entwickler dann an der kontinuierlichen Verbesserung des Spielerlebnis für die Nutzer arbeiten. (fms)