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Neue Retail-Chefin: Apple erleichtert das Einkaufen in seinen LĂ€den

Ben Schwan
Apple-Store in China

Blick auf die Front eines Apple Store im chinesischen Shanghai.

Der Konzern hat in den USA damit begonnen, neue Hinweisschilder zu platzieren, die GerĂ€tedetails verraten. Außerdem ist der Bezahlbereich wieder klar erkennbar.

Apples neue Retail-Chefin Deidre O'Brien beginnt damit, den LadengeschĂ€ften des iPhone-Herstellers ihren Stempel aufzudrĂŒcken. Wie Kunden in den USA bemerkt haben [1], wurden in einigen der Apple Stores neue Hinweisschilder platziert und Tischgestaltungen umgebaut, was das Einkaufen insgesamt erleichtern soll. Damit begegnet Apple offenbar Kritik am bisherigen Konzept von O'Briens VorgĂ€ngerin [2] Angela Ahrendts, die stark auf den Event-Charakter der LĂ€den [3] gesetzt hatte.

Neu sind unter anderem gedruckte Detailangaben zu iPhone-Modellen, die direkt unter den GerĂ€ten platziert sind. So wissen Kunden sofort, um welche Modelle es sich handelt und mĂŒssen dies nicht auf den Handys selbst herausfinden. Jedes Hinweisschild listet zudem die wichtigten Funktionen und Preise. So mĂŒssen Kunden dafĂŒr nicht mehr einen Mitarbeiter bemĂŒhen.

Weiterhin hat Apple einen abgesteckten Bereich fĂŒr das Bezahlen von Zubehörprodukten eingefĂŒhrt. Dieser ist mit einem großen Schild ("Express Checkout") gekennzeichnet und versammelt stets Mitarbeiter mit den notwendigen ZahlungsgerĂ€ten und Zugriff auf die Kasse. Aktuell muss man oft noch durch den Laden irren, um ein erworbenes Produkt auch zu bezahlen; viele Kunden kennen Apples Self-Checkout-Funktion in der Apple-Store-Anwendung nicht, mit der man [4]einen Kauf [5]direkt auf dem Handy abschließen kann [6].

Umgebaut wurden außerdem die Tische mit der Apple Watch. Apple hat hier die bisherigen GlaskĂ€sten entfernt und lĂ€sst den Zugriff auf insgesamt 18 GerĂ€te zu, die man auch anprobieren kann. Zuvor musste man hierfĂŒr ebenfalls regulĂ€r einen Apple-Store-Mitarbeiter bemĂŒhen – und gegebenenfalls in einer Schlange warten, bis jemand Zeit hatte.

Wie O'Brien weitere grundsĂ€tzliche Probleme der Apple-LĂ€den beheben will, ist noch unklar. Dazu gehört, dass viele Stores ĂŒberlaufen sind, was sich durch neue Kursangebote ("Today at Apple") noch verschĂ€rft hat. Dies sorgt auch fĂŒr einen erhöhten LautstĂ€rkepegel. "Normale" Dinge, die man in einem Apple Store erledigt, also das schlichte Einkaufen oder das Einholen von Support an der Genius Bar, werden dadurch erschwert. (bsc [7])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4450151

Links in diesem Artikel:
[1] https://9to5mac.com/2019/06/18/apple-store-pricing-sign-watch-display-design-changes/
[2] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-verliert-Retail-Chefin-4298595.html
[3] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Ex-Apple-Retail-Chefin-trotzt-Kritik-4432291.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-baut-E-Commerce-App-um-4002946.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-baut-E-Commerce-App-um-4002946.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-baut-E-Commerce-App-um-4002946.html
[7] mailto:bsc@heise.de