New Yorker Börse: Technik-Aktien ziehen wieder an

Anleger setzen verstärkt auf die großen Unternehmen der US-Technik-Branche. Ein möglicher Impfstoff gegen COVID-19 gibt der New Yorker Börse Auftrieb.

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New Yorker Börse: Technik-Aktien ziehen wieder an

(Bild: Vintage Tone/Shutterstock.com)

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Von
  • dpa

Amerikas Technik-Aktien haben sich zum Wochenbeginn wieder von ihrer besten Seite gezeigt. Kurz vor den Quartalszahlen großer Konzerne und Trendsetter wie Amazon, Microsoft und der Google-Holding Alphabet setzten Investoren nach der Konsolidierung der vergangenen Woche wieder voll auf die Wachstumsstärke der Tech-Branche. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg am Montag um 2,88 Prozent auf 10.952,08 Punkte und nahm damit wieder Kurs auf das Rekordhoch von vor einer Woche.

Für den Dow Jones Industrial reichte es am Ende nur zu einem Plus von 0,03 Prozent auf 26 680,87 Zähler. Lange Zeit hatte der Leitindex im Minus gelegen. Der marktbreite S&P 500 rückte um 0,84 Prozent auf 3251,84 Punkte vor. Analysten begründeten den guten Wochenauftakt vor allem mit der Hoffnung auf einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit COVID-19.

An der Nasdaq gewannen Amazon 7,9 Prozent und Microsoft 4,3 Prozent. Microsoft veröffentlicht am Mittwoch den Bericht zum zweiten Quartal. Alphabet-Aktien stiegen um 3,3 Prozent.

Analyst Chris Hussey von Goldman Sachs sprach von ermutigenden Nachrichten zu einem Impfstoff gegen die Lungenkrankheit COVID-19. Diese schürten Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft und kämen mithin an der Börse gut an.

Pfizer gewannen 0,7 Prozent und die Aktien des Partners Biontech stiegen um 3,5 Prozent. Gemeinsam hatten beide Unternehmen gemeldet, eine erste Liefervereinbarung mit Großbritannien für einen noch in der Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoff geschlossen zu haben. Zudem warteten der britische Pharmariese Astrazeneca und die Universität Oxford mit Daten zu einem Impfstoffkandidaten auf, die Analysten zufolge ebenfalls Hoffnung machen.

Papiere von Tesla schnellten um fast zehn Prozent nach oben. Ein Online-Branchendienst berichtete, der Hersteller von Elektroautos wolle trotz der Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise mit der Zahl ausgelieferter Fahrzeuge ein Rekordquartal hinlegen.

Der Euro trat im späten US-Devisenhandel auf der Stelle, zuletzt wurde er mit 1,1444 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1448 US-Dollar (am Freitag: 1,1428 Dollar) festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8735 Euro (am Freitag: 0,8750 Euro) gekostet.

(olb)