Radeon Crimson: AMD ĂĽberarbeitet Grafiktreiber-Einstellungen

AMD-Grafiktreiber erhalten bis zum Ende des Jahres eine neue Bedienoberfläche, die überdies schneller starten soll. Im Hauptfenster gibt es Werbeanzeigen, die sich aber deaktivieren lassen.

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AMD Radeon

AMD Radeon Settings

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AMD will die Bedienoberfläche seines Grafiktreibers neu gestalten. Die bisherige Treibersteuerung "Catalyst Control Center" verschwindet und wird durch ein Einstellungsmenü namens "Radeon Settings" ersetzt – und zwar noch in diesem Jahr. AMD zufolge sollen die Radeon Settings wesentlich schneller starten, dazu aufgeräumt und intuitiv bedienbar sein, aber auch Werbeanzeigen im Hauptfenster enthalten. Inwiefern die Anzeigen nur AMD-Produkte bewerben oder ob sie auch von externen Dienstleistern kommen sollen, ist unklar. Überdies heißen Radeon-Grafiktreiber zukünftig nicht mehr Catalyst, sondern Crimson.

AMD ersetzt das Catalyst Control Center noch in diesem Jahr mit den Radeon Settings.

(Bild: AMD)

Radeon Settings besteht aus einer oberen Navigationsleiste mit den Punkten Gaming, Video, Display, Eyefinity und Systeminformationen. In der unteren Leiste kann man nach Updates suchen lassen, Benachrichtungen lesen und auf Social-Media-Kanäle von AMD zugreifen. Im Game Manager lassen sich die übergreifenden 3D-Einstellungen festlegen. Darüberhinaus tauchen die installierten Spiele auf, für die man jeweils individuelle 3D-Einstellungen festsetzen kann, etwa Kantenglättung, Texturfilterung, Bildratenbegrenzung bis 200 fps oder vertikale Synchronisation. Für jedes Spiel lassen sich individuelle Übertaktungsoptionen, Leistungsaufnahme- und GPU-Temperaturgrenzen und eine maximale Lüfterdrehzahl festlegen.

Für die Video-Wiedergabe gibt es nun spezielle Profile, nämlich Standard, Cinema Classic, Enhanced, Home Video, Outdoor und Vidid. Außerdem lassen sich die Videoprofile auch händisch nachkonfigurieren. Der Demo-Modus aktiviert eine Split-Screen-Ansicht bei der Video-Wiedergabe, der die werksseitige und konfigurierte Video-Bildqualität gegenüberstellt.

Ăśbertaktungsoptionen lassen sich in den Radeon Settings fĂĽr jedes Spiel einzeln festlegen.

(Bild: AMD)

In den Display-Einstellungen kann man die adaptive Synchronisierung "FreeSync", den Downsampling-Algorithmus "Virtual Super Resolution" und den Skalierungsmodus für jeden angeschlossenen Bildschirm einzeln einstellen. Im Menüpunkt "Eyefinity" fasst man Bildschirme zusammen – entweder manuell oder über das "Quick Setup" mit nur einen Klick.

Auf bestimmte Einstellungen kann man auch direkt per Rechtsklick auf das Symbol im Infobereich der Taskleiste zugreifen, etwa auf die Video-Profile oder Grafik-Voreinstellungen. Radeon Settings prüft automatisch im zweiwöchigen Rhythmus, ob es einen neuen Grafiktreiber gibt. Wer sich in den Einstellungen verhaspelt hat, kann unter Preferences den Auslieferungszustand wiederherstellen und dort auch die Banner-Werbeanzeigen deaktivieren, die im Treiber sonst automatisch auftauchen. Ein erster Crimson-Treiber mit den neuen Radeon Settings soll noch in diesem Jahr erscheinen. (mfi)