Ricoh bestätigt Gespräche zur Übernahme von ADA
Der Druckerkonzern ist am operativen Geschäft des Willicher IT-Dienstleisters interessiert, wie Insolvenzverwalter Jörg Nerlich durchblicken lässt.
Die Zukunft von ADA – Das SystemHaus GmbH (ADA) könnte unter dem Dach des Drucker- und Kopiererkonzerns Ricoh fortgeschrieben werden. Wie sowohl der Hersteller als auch der ADA-Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich jetzt bestätigten, gehört Ricoh zu den letzten verbliebenen Interessenten für eine Übernahme des Willicher IT-Dienstleisters. Allerdings sei der Hersteller lediglich am operativen Geschäft des insolventen Systemhauses interessiert.
Nach dem ein großer Kunde von ADA die Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister aufgekündigt hatte, musste das Systemhaus Anfang März 2012 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Krefeld stellen – wegen drohender Zahlungsunfähigkeit. Das betreffende Insolvenzverfahren wurde dann am 1. Juni eröffnet. Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter berufene Rechtsanwalt Dr. Jörg Nerlich von der Kanzlei GÖRG Rechtsanwälte hatte sich seither im Zuge einer angestrebten Sanierung bemüht, potenzielle Investoren zu gewinnen. Ob es nun bei einer möglichen Übernahme durch Ricoh allerdings gelingen wird, alle 12 bundesweiten Standorte sowie die Arbeitsplätze der 1040 Mitarbeiter von ADA zu retten, bleibt vorläufig offen – denn zu konkreten Plänen wollten sich die Beteiligten noch nicht äußern. (map)