Ruanda: Schon 5500 Blut-Lieferungen per Drohne zugestellt

Weniger als anderthalb Jahre nach der Einführung des Angebots hat ein Drohnenlieferdienst bereits tausende Blutkonserven an Krankenhäuser in Ruanda zugestellt. Bald soll ein deutlich größeres Projekt in Tansania seine Arbeit aufnehmen.

In Pocket speichern vorlesen Druckansicht 34 Kommentare lesen
Ruanda: Schon 5500 Blut-Lieferungen per Drohne

(Bild: Zipline)

Lesezeit: 1 Min.

Das Unternehmen Zipline hat in Ruanda bereits 5500 Blut- und Plasmakonserven zu inzwischen 12 Krankenhäusern des Landes geliefert. Das berichtet der Guardian und ergänzt, dass Patienten des ostafrikanischen Staats nie zuvor so schnell und effizient mit Blut versorgt werden konnten. Der im Herbst 2016 begonnene Service helfe inzwischen unter anderem dabei, die Müttersterblichkeit und eine durch Malaria ausgelöste Blutarmut zu verringern. Aufbauend auf der Erfahrung will Zipline als nächstes das weltgrößte Drohnenliefernetzwerk der Welt in Tansania aufbauen. Dort sollen jeden Tag bis zu 2000 Flüge durchgeführt werden, um 1000 medizinische Einrichtungen zu versorgen.

Die Flüge in Ruanda werden vom Gesundheitsministerium bezahlt und kosten angeblich in etwa so viel wie ein Transport über die Straßen. Doch mit den Drohnen gelangen die lebensrettenden Substanzen in viel kürzerer Zeit an ihren Bestimmungsort – in weniger als 45 Minuten statt vier Stunden. Ärzte ordern die Lieferungen mit einer Anfrage per WhatsApp und die Drohnen werden dann mit einem Katapult gestartet, woraufhin sie eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde erreichen. Am Bestimmungsort landen sie nicht, sondern werfen ihre Fracht per Fallschirm ab. Mit der Einrichtung einer ähnlichen Infrastruktur in Tansania soll Ostafrika im Bereich Drohnenlogistik weltweit führend werden.

Blut-Lieferung aus der Luft (7 Bilder)

Mit einem Katapult werden die Drohnen in die Luft geschossen.
(Bild: Jason Florio)

(mho)