Samsungs Jackentaschentablets
Drei neue Samsung-Tablets von 5 bis 11 Zoll: WÀhrend das 700T die 10 Jahre alte Geschichte der Windows-Tablet-PCs fortschreibt, sollen zwei neue Android-Tablets eine GerÀteklasse zwischen Wohnzimmer-Tablet und Smartphone etablieren.
Samsung [1] hat auf der IFA drei Tablets vorgestellt: Den Windows-Tablet-PC Slate PC 700T mit 11,6-Zoll-Display und zwei neue Android-Tablets. Das Galaxy Tab 7.7 ist der Nachfolger des vor einem Jahr vorgestellten, ersten Samsung-Tablets Galaxy Tab [2] mit 7-Zoll-Bildschirm, setzt aber die tablet-optimierte Android-Version 3.2 Honeycomb ein.
Samsungs neue Tablets (0 Bilder) [3]
Neu ist das Super-AMOLED-Plus-Display mit 1280 à 768 Pixeln, das knackigere Farben zeigt als die TFT-Bildschirme anderer Tablets. Die OLED-Technik setzt Samsung auch bei vielen Smartphones ein, [UPDATE] in der Plus-Variante mit feinerer Subpixelstruktur bisher nur im Samsung Galaxy S2. Wie beim ersten Galaxy Tab kann man mit dem Tab 7.7 per UMTS nicht nur surfen, sondern auch telefonieren. [/UPDATE]. Als CPU dient ein 1,2-GHz-Doppelkern von Samsung. Das Tablet wiegt etwa 335 Gramm und ist noch einen Hauch flacher als seine gröĂeren Schwestermodelle Galaxy Tab 10.1 und 8.9 [5]: 7,8 Millimeter. Die RĂŒckseite besteht aus Metall statt aus Plastik.
Das Galaxy Note (Details in der Handy-Galerie [6]) ist ein Mittelding zwischen Smartphone und Tablet: Das 5,3-Zoll-AMOLED-Display löst mit 1280 Ă 800 Pixeln (285 dpi) sehr hoch auf und zeigt krĂ€ftige Farben. Dieses Tabletformat ist bisher rar gesĂ€t und wenig erfolgreich: Dell hat seinen 5-Zöller Streak vor Kurzem in den USA wieder aus dem Angebot genommen. Auf dem Note lĂ€uft Android Gingerbread, also die Smartphone-Variante, in Version 2.3.5 â die war bisher nur fĂŒr das US-Modell Nexus S 4G verfĂŒgbar.
Eher an ein Tablet erinnern hingegen die vorinstallierte Notizen-App und der mitgelieferte Stift fĂŒr das kapazitive Display, den man auch im GehĂ€use verstecken kann. Das Note trennt anders als das Notizen-Tablet HTC Flyer allerdings nicht zwischen Finger- und Stifteingaben. Samsungs Stift ist deshalb in der Praxis nicht nĂŒtzlicher als die fĂŒr alle Tablets und Smartphones erhĂ€ltlichen Stifte von Drittherstellern. Ob eine Handschrifterkennung auf den europĂ€ischen GerĂ€ten laufen wird, lieĂ Samsung noch offen. Ăber eine geplante SDK sollen App-Entwickler Stiftfunktionen fĂŒrs Note in eigene Anwendungen einbauen können. Zum Preis des wahlweise mit 16 oder 32 GByte Speicher ausgestatteten Tablets Ă€uĂerte sich Samsung noch nicht.
Auch einen Windows-7-Tablet-PC im Slate-Format (ohne Tastatur) zeigte Samsung. Der Slate PC 700T ist mit seinem 11,6-Zoll-Display, seinem Gewicht von 860 Gramm und knapp 1,3 Zentimetern GehĂ€usedicke nicht so handlich wie die Android-Tablets. Allerdings hĂ€lt er in puncto Rechenleistung mit vielen Notebooks mit: Ein Core-i5-Prozessor, eine 64-GByte-SSD und 4 GByte RAM sind serienmĂ€Ăig an Bord. Der Akku soll trotzdem rund sechseinhalb Stunden mit einer Ladung durchhalten.
Wie viele Windows-7-Tablet PCs und das Android-Tablet HTC Flyer hat das 700T einen Digitizer, der Stifteingaben von FingerberĂŒhrungen trennt. Der Stift wird mitgeliefert, auĂerdem eine Docking-Station mit mehr AnschlĂŒssen. Der Preis dĂŒrfte ĂŒber 1000 Euro liegen, eine Bluetooth-Tastatur gibt es optional. (cwo)/ (acb [7])
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[5] https://www.heise.de/news/CTIA-Samsung-Galaxy-Tabs-werden-leichter-und-duenner-als-iPad-2-1212886.html
[6] http://www.heise.de/mobil/handygalerie/samsung/galaxy-note-1857/
[7] mailto:acb@ct.de
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