Kamera-Modul für Pico-Boards mit Bewegungserkennung vorgestellt

Auch an Raspberry-Pico-Boards kann nun eine Kamera angeschlossen werden, die Schwarzweiß-Fotos und sogar Videos mit bis zu 60 fps aufnehmen kann.

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Von
  • Heinz Behling

Für das kleinste Mitglied der Raspberry-Familie, den Raspberry Pi Pico, gibt es jetzt ein interessantes Kamera-Modul, das HM01B0 von Arducam. Das Modul passt aber auch an andere Boards mit dem RP2040-Controller.

Interessant deshalb, weil diese Kamera zum einen sehr energiesparend ist: Arducam gibt den Leistungsbedarf bei Videoaufnahmen mit weniger als 2 mW an. Zum anderen hat sie eine Onboard-Motiondetection, die bei Erkennung einer Bewegung ein Signal an einem der Anschlusspins ausgibt. Das kann dann zum Beispiel am angeschlossenen Mikrocontroller einen Interrupt auslösen oder ihn sogar aus dem Schlafmodus aufwecken. Somit lassen sich Kameraprojekte mit langer Standby-Zeit auch im Akku- oder Batteriebetrieb verwirklichen.

Das Board wird über eine I2C-Schnittstelle vom Controller gesteuert. Der Bild-Datentransfer erfolgt über weitere IO-Pins.

Schaltplan zum Anschluss des Kameramoduls an ein Pico-Board

(Bild: Arducam)

Die Kamera nimmt Bilder in schwarz-weiß auf. Die maximale Auflösung beträgt 320 x 320 Pixel. Im Videobetrieb sind bis zu 60 fps möglich. Die Programmierung erfolgt über die Entwicklungsumgebung pico-sdk oder einfacher über die Arduino-IDE. Der Hersteller stellt dazu eine ausführliche Anleitung bereit. Die erforderliche Software-Biblothek steht auf Github zum Download bereit. Sie enthält auch ein Beispiel, mit dem man Pico und Kamera als USB-Kamera betreiben kann. Das Modul wird zurzeit für knapp 20 Euro angeboten.

(hgb)