zurück zum Artikel

Showfloor der Synergy 2017: IGEL, Bitdefender und ControlUp

Prof. Jens-Henrik Söldner, Torsten Volk, Moritz Förster
Best of Showfloor der Cintrix Synergy 2017: IGEL und Bitdefender

(Bild: Citrix)

Auf der Synergy 2017 zeigte nicht nur Citrix seine Entwicklungen. Auch auf dem Showfloor konnten die Besucher Neuigkeiten sehen. Insbesondere IGEL, Bitdefender und ControlUp zeigten Interessantes fĂŒr den Unternehmenseinsatz.

Auf seiner Synergy konzentrierte sich Citrix dieses Jahr auf den Arbeitsplatz der Zukunft [1] und Aktualisierungen seiner bestehenden Produktlinien [2]. Abseits der großen PrĂ€sentationen zeigten aber auch andere Hersteller Neuigkeiten fĂŒr Unternehmen. Insbesondere IGEL und Bitdefender stellten interessante Entwicklungen vor.

Hersteller IGEL wandelt sich von einem Hardwarehersteller von Thin Clients hin zu einem Softwarehersteller und sieht sich als Spezialisten fĂŒr das Endpoint Management. Auf der Messe prĂ€sentierte IGEL den UD Pocket, einen Software-basierten Thin Client, der auf einem USB-3.0-Stick mit 8 GByte KapazitĂ€t ausgeliefert wird. Mit ihm kann der Nutzer jeden PC als Thin Client verwenden, das lokale Betriebssystem bleibt unangetastet.

IGEL

Mit dem USB-Stick und Linux sollen Nutzer jeden PC als Thin Client verwenden können.

(Bild: IGEL)

Nach dem Start von IGEL Linux 10 lassen sich VDI-Umgebungen von Citrix, VMware und Microsoft einsetzen. Die Lizenz des Thin Clients befindet sich auf dem Stick und ist nicht an eine MAC-Adresse gebunden. So soll sich das System fĂŒr Anwender eignen, die das EndgerĂ€t öfter wechseln oder keinen festen Arbeitsplatz haben. Enthalten ist ebenfalls die Universal Management Suite (UMS), ĂŒber die sich alle Thin Clients zentral verwalten lassen. Per Cloud Gateway sollen Verantwortliche EndgerĂ€te außerhalb des Unternehmensnetzwerks administrieren können.

Bitdefender stellte einen weltweit ersten Virenschutz vor, der direkt auf den Hypervisor zugreifen darf. Verantwortlich hierfĂŒr sind die Direct Inspect APIs getauften Schnittstellen, die Citrix bereits mit XenServer 7.0 [3] Mitte 2016 erstmals vorgestellt hatte. Der Hersteller will so die als "Context versus Isolation" bekannte Situation angehen. Firewalls sind von den virtuellen Maschinen und weiteren angreifbaren Objekten stark isoliert, verlieren dadurch aber auch an Einblick (Kontext), was im EndgerĂ€t vor sich geht. Im umgekehrten Fall hat Sicherheitssoftware die im EndgerĂ€t lĂ€uft, Einblick in die dortigen VorgĂ€nge, ist aber bei einem Angriff hĂ€ufig ebenfalls betroffen (geringe Isolation). Die Direct Inspect Schnittstelle des Hypervisors erlaubt der Bitdefender Appliance einen grĂ¶ĂŸeren und gleichzeitig geschĂŒtzten Einblick in die VorgĂ€nge in den VMs des XenServer.

ControlUp nutzte die Synergy, um die neue Version 7 seines Werkzeugs zum Überwachen von virtuellen wie regulĂ€ren Servern vorzustellen. Neu sind unter anderem die KostenĂŒberwachung bei der Cloud-Nutzung, das AufspĂŒren von I/O-EngpĂ€ssen sowie ein Monitoring der Sicherheit bis zur Prozessebene des Browsers. Außerdem erhielten alle drei Entwickler den Preis Best of Showfloor von EMA. (fo [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-3727326

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Citrix-Synergy-Arbeitsplatz-der-Zukunft-aus-der-hybriden-Cloud-3711176.html
[2] https://www.heise.de/news/Citrix-Synergy-2017-XenServer-7-2-und-XenDesktop-7-14-3726526.html
[3] https://www.heise.de/news/Citrix-Synergy-Neuer-CEO-viel-Cloud-und-XenServer-7-3220781.html
[4] mailto:fo@heise.de